Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Den größten Nachholbedarf bei Angeboten für Radfahrer haben Krefeld und das weit abgeschlagene Schlusslicht Mönchengladbach.

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet alle zwei Jahre statt. Als bundesweites Stimmungsbarometer wird er vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Es ist die größte Befragung zur Fahrradfreundlichkeit weltweit. Von September bis November 2018 bewerteten rund 170.000 Menschen mehr als 650 Städte und Gemeinden – das ist eine Rekordbeteiligung. In Karlsruhe beteiligten sich diesmal 1.900 Menschen.

Eine große Online-Umfrage in 29 mittleren Großstädten zeigt, wo Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer zufrieden sind und wo nicht.

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Ralf kommt aus dem Norden, lebt aber schon seit 1992 in Münster. Er interessiert sich besonders für Musik und Kultur, aber auch für Geschichte und Stadtgeschichten. Im Bürgerfunk moderiert er auf Antenne Münster „Easy Listening – Musik am Feierabend“. Einige seiner Schallplatten trägt Ralf schon mal zum Auflegen in eine von Münsters Kneipen, zu denen seine Lieblingsmusik aus den 50er, 60er und gelegentlich auch 70er Jahren passt.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Bei den Großstädten sticht laut Studie die Hansestadt Bremen heraus. Sie wurde als fahrradfreundlichste Stadt über 500.000 Einwohnern gekürt. Dahinter liegen Hannover und Leipzig. Das ADFC nahm 680 Städte und Gemeinden unter die Lupe und befragte über 170.000 Menschen in einer Umfrage.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Flinkster: Beim größten Carsharing-Netzwerk Deutschlands (4500 Fahrzeuge, 2500 Stationen in rund 400 Städten) erhalten Mitglieder 15 Euro Fahrtguthaben und sparen bei der Anmeldegebühr (15 statt 29 Euro).

Karlsruhe über Bundesschnitt

Büttner sieht durchaus einzelne erkennbare Verbesserungen im Straßenbild, nicht aber bei der Gesamtwirkung. „Sieger zu sein, weil andere abgestiegen sind, erzeugt kein Jubelgefühl“, sagt er. Schlechte Bewertungen kassiere Karlsruhe an Knackpunkten wie zugeparkten Radwegen, Baustellenführungen für Radler und Fahrraddiebstahl. Miese Noten dafür hält Büttner für berechtigt, „weil da auch nicht viel geschieht“.

In Sachen Berichterstattung und öffentlicher Aufmerksamkeit habe sich einiges getan, meint der ADFC. Ebenfalls werde von den Befragten eine verstärkte Fahrradförderung wahrgenommen. Aber: „Es gelingt in der Fläche kaum, Maßnahmen auf den Asphalt zu bringen“, so der Fahrrad-Club.

https://bnn. de/karlsruhe/karlsruhe-ist-die-fahrradfreundlichste-grossstadt-deutschlands

Fahrradhauptstadt Münster: Damit rühmt sich die Domstadt seit vielen Jahren. Doch der Titel ist nun futsch. Eine neue Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat nun einen neuen Sieger gekürt.

Den größten Nachholbedarf bei Angeboten für Radfahrer haben Krefeld und das weit abgeschlagene Schlusslicht Mönchengladbach.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

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Für den Klimaschutz sei die Mobilitätswende unabdingbar, so Lumma. Und diese brauche das Fahrrad. „Aber mehr Radverkehr gibt es nur mit sicheren und attraktiven Radwegen – und daran fehlt es im Land weiterhin“, so das Fazit der ADFC-Landeschefin.

https://www. merkur. de/deutschland/muenster-nicht-mehr-fahrradhaupstadt-hochburg-im-sueden-hat-nase-vorn-zr-12175207.html

(Symbolbild) | Bild: Elena Sausen

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet alle zwei Jahre statt. Als bundesweites Stimmungsbarometer wird er vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Es ist die größte Befragung zur Fahrradfreundlichkeit weltweit. Von September bis November 2018 bewerteten rund 170.000 Menschen mehr als 650 Städte und Gemeinden – das ist eine Rekordbeteiligung. In Karlsruhe beteiligten sich diesmal 1.900 Menschen.

In 32 Kategorien wurden Noten verteilt – unter anderem, ob das Radfahren in der Stadt Spaß mache oder Radwege regelmäßig gereinigt werden und das Fahren für Kinder sicher sei. Die beste Note erhielt Münster in Sachen Erreichbarkeit zum Stadtzentrum (1,9).

https://www. velobiz. de/news/muenster-buesst-titel-als-fahrradhauptstadt-ein-veloQXJ0aWNsZS8zNzk5biz

https://bnn. de/karlsruhe/karlsruhe-ist-die-fahrradfreundlichste-grossstadt-deutschlands

Karlsruher Mängel sind typisch

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

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Der ADFC Münsterland ist da um einiges skeptischer. Die Vereinssprecher erkennen an, dass Lewe ein „glaubwürdiger Alltags – und Freizeitradfahrer“ ist, der mit dem ADFC Bundesverband auf Bildungsreise durch die Niederlande radelt und „nebenbei Präsident des Deutschen Städtetages“ ist, der „seinerseits ein Mobilitätskonzept vorgelegt hat, das fortschrittlicher ist als die mutlosen Masterpläne Münsters“. Denn bei all den „blumigen Artikeln und munteren Radiobeiträgen“, in denen die Schönheit Münsters und die erfolgreiche Radverkehrspolitik der Stadt verkündet werden, könnten die Alltagsradfahrer nur staunen. Münster fehle einfach „der Mut, dem Autoverkehr Raum und Geschwindigkeit zu nehmen“. Flächengerechtigkeit – also mehr Platz fürs Rad – sei weiterhin ein Fremdwort. Vor allem sei „die unterdimensionierte Radinfrastruktur in die Jahre gekommen“ und erneut die Unfallzahlen mit Beteiligung von Fahrradfahrenden um 10 Prozent gestiegen.

Flinkster: Beim größten Carsharing-Netzwerk Deutschlands (4500 Fahrzeuge, 2500 Stationen in rund 400 Städten) erhalten Mitglieder 15 Euro Fahrtguthaben und sparen bei der Anmeldegebühr (15 statt 29 Euro).

Münster hat gegenüber der Erhebung 2018 mit Blick auf den alten und neuen Spitzenreiter Karlsruhe in der Kategorie der Städte zwischen 200 000 und 500.000 Einwohnern an Boden gewonnen, Münster trennte jetzt noch 0,1 Punkt vom Sieger. So wurde die Situation des Radverkehrs in Münster insgesamt wieder etwas besser eingeschätzt als 2018.

Wie sicher fühlen sich Fahrradfahrer wie hier vor dem Hauptbahnhof in Münster? Die Antwort auf diese Frage ist Teil des Fahrradklima-Tests, der am Montag vorgestellt wurde. Foto: Gunnar A. Pier

Greifswald 44 Prozent der Bevölkerung das Fahrrad für ihre Alltagswege nutzen, in Münster spricht man von einem Anteil von 38 %. Bundesweit geht man von einem Durchschnitt von 10 % aus.

Als Karlsruhes Schwächen weist das Testergebnis häufige Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern aus. Weiterer Minuspunkte ist eine hohe Quote bei Fahrraddiebstählen. Außerdem monieren die Testteilnehmer erneut, dass es zu wenig gute Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gebe.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist nach Angaben des Verbands „die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit“. Rund 230 000 Teilnehmer haben diesmal abgestimmt, nur 15 Prozent sind ADFC-Mitglieder. 1024 Städte kamen in die Wertung – mehr als jemals zuvor. „Bei den Fragen geht es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert“, erläutert der ADFC.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um – Fakten zum Fahrradland Deutschland.

Aus Münster haben mit 1.532 etwas weniger Radfahrer als beim letzten Fahrradklima-Test 2016 teilgenommen. Ihre Bewertungen fielen mit den Jahren immer schlechter aus: Von 2,50 im Jahr 2014 sackte die Gesamtnote 2016 auf 3,07 und nun auf gar nicht mehr so gute 3,25. Warum es trotzdem für den 2. Platz reichte, liegt für den ADFC Münsterland auf der Hand: In ganz Deutschland hat sich das Fahrradklima, also die Zufriedenheit der Radfahrenden, in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert, ebenso das Sicherheitsgefühl. Sie bewerten die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte im Durchschnitt mit der Note 3,9. Falschparker auf Radwegen, die schlechte Führung des Radverkehrs an Baustellen und die fehlende Breite von Radwegen sind die am meisten kritisierten Probleme. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass man Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein mit dem Rad fahren lassen kann.

Insgesamt schneiden Karlsruhe und Baden-Württemberg in der Umfrage verhältnismäßig gut ab. Die genauen Rankings gibt der ADFC bald auf seiner Internetseite preis.

Rund 245.000 Radfahrer haben bei diesem Durchgang bundesweit abgestimmt, davon nur 16 Prozent ADFC-Mitglieder. In Baden-Württemberg haben über 30.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen.

Deutschlands Fahrradhauptstadt liegt künftig in Mecklenburg-Vorpommern. Dies geht jedenfalls aus einer repräsentativen Erhebung zur Verkehrsmittelwahl hervor, die das Steinbeis-Transferzentrum am Geografischen Institut der Universität Greifswald durchgeführt hat. Bislang galt Münster als Fahrradhauptstadt Deutschlands. Die soeben veröffentlichten Ergebnisse der Studie haben ergeben, dass in

Karlsruher Mängel sind typisch

Greifswald 44 Prozent der Bevölkerung das Fahrrad für ihre Alltagswege nutzen, in Münster spricht man von einem Anteil von 38 %. Bundesweit geht man von einem Durchschnitt von 10 % aus.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Auf Platz zwei bei der ÖPNV-Zufriedenheit liegt Erfurt . Die Stadt ist Teil des größten zusammenhängenden Verkehrsverbunds in Thüringen. Auf den Plätzen drei und vier rangieren Freiburg und Magdeburg, Schlusslichter sind Mönchengladbach und Wuppertal.

Aufgrund der guten Resonanz wird der Fahrradklimatest verlängert. | Bild: ADFC

https://www. allesmuenster. de/muenster-nicht-mehr-fahrradhauptstadt/

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Rund 245.000 Radfahrer haben bei diesem Durchgang bundesweit abgestimmt, davon nur 16 Prozent ADFC-Mitglieder. In Baden-Württemberg haben über 30.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Deutschlands Fahrradhauptstadt liegt künftig in Mecklenburg-Vorpommern. Dies geht jedenfalls aus einer repräsentativen Erhebung zur Verkehrsmittelwahl hervor, die das Steinbeis-Transferzentrum am Geografischen Institut der Universität Greifswald durchgeführt hat. Bislang galt Münster als Fahrradhauptstadt Deutschlands. Die soeben veröffentlichten Ergebnisse der Studie haben ergeben, dass in

Der ADFC Münsterland ist da um einiges skeptischer. Die Vereinssprecher erkennen an, dass Lewe ein „glaubwürdiger Alltags – und Freizeitradfahrer“ ist, der mit dem ADFC Bundesverband auf Bildungsreise durch die Niederlande radelt und „nebenbei Präsident des Deutschen Städtetages“ ist, der „seinerseits ein Mobilitätskonzept vorgelegt hat, das fortschrittlicher ist als die mutlosen Masterpläne Münsters“. Denn bei all den „blumigen Artikeln und munteren Radiobeiträgen“, in denen die Schönheit Münsters und die erfolgreiche Radverkehrspolitik der Stadt verkündet werden, könnten die Alltagsradfahrer nur staunen. Münster fehle einfach „der Mut, dem Autoverkehr Raum und Geschwindigkeit zu nehmen“. Flächengerechtigkeit – also mehr Platz fürs Rad – sei weiterhin ein Fremdwort. Vor allem sei „die unterdimensionierte Radinfrastruktur in die Jahre gekommen“ und erneut die Unfallzahlen mit Beteiligung von Fahrradfahrenden um 10 Prozent gestiegen.

Die Menschen in Deutschland besitzen 72 Millionen Fahrräder. Damit hat rein rechnerisch fast jeder der 82 Millionen Einwohner eins. Am meisten verbreitet sind Trekking – und Cityräder, E-Bikes holen stark auf, da die Zielgruppe immer jünger wird. Der E-Bike- Bestand wird auf über 2,5 Millionen geschätzt. Stark im Kommen sind auch Cargo Bikes, also Lastenräder, die in der Stadt zum Transport von Kindern oder zum Einkaufen genutzt werden.

Eindeutiger Sieger des ADAC Monitors ist Münster. Platz eins in der Kategorie Fahrrad überrascht nicht, schließlich gilt die westfälische Kommune als deutsche Fahrradhauptstadt . Aber auch Autofahrer und Fußgänger sind hier zufriedener als anderswo . „Man darf kein Verkehrsmittel bevorzugen, sondern muss Angebote für alle schaffen und gleichzeitig die Menschen einbeziehen“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe im Interview, „das tun wir, deshalb dürfen wir diesen Erfolg feiern.“

Der Fahrrad-Club ist mit den allgemeinen Ergebnissen der aktuellen Umfrage unzufrieden: „Das Fazit der befragten Radfahrenden in Baden-Württemberg ist ernüchternd. Trotz verstärkter Berichterstattung zum Radverkehr, diverser Fördertöpfe und mehr Personal wird Radfahren in den Städten Baden-Württembergs weder sicherer noch attraktiver wahrgenommen als noch vor zwei Jahren.“

Münster bei Auto, Fahrrad und Fußgängern vorn

Mit Sack und Pack und Bike am Gleis: Wer sich mit dem Fahrrad auf eine Reise begibt, muss planen – vor allem bei Etappen mit dem Zug. | Bild: Bernd Diekjobst/dpa-tmn

Münster bei Auto, Fahrrad und Fußgängern vorn

Nur Touristen und Ersties, sagt man in Münster, stehen auf Radwegen herum. Heißt: Jeder, der länger als ein paar Tage vor Ort ist, erkennt die Vorherrschaft der Radfahrer in der Stadt des Westfälischen Friedens an. Doch auch wenn man beim Stichwort Fahrradfreundlichkeit in Deutschland fast automatisch an die Studentenstadt in Westfalen denkt: In einer Untersuchung der besten Fahrradstädte des Landes landet Münster nur auf Rang 2.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Gute Noten erteilten Autofahrer neben Münster Oldenburg, Erfurt und Oberhausen . Schlusslichter in dieser Kategorie sind Karlsruhe und Potsdam.

Münster nicht mehr Fahrradhauptstadt: Hochburg im Süden hat die Nase vorn

Auf Platz zwei bei der ÖPNV-Zufriedenheit liegt Erfurt . Die Stadt ist Teil des größten zusammenhängenden Verkehrsverbunds in Thüringen. Auf den Plätzen drei und vier rangieren Freiburg und Magdeburg, Schlusslichter sind Mönchengladbach und Wuppertal.

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Münster hat gegenüber der Erhebung 2018 mit Blick auf den alten und neuen Spitzenreiter Karlsruhe in der Kategorie der Städte zwischen 200 000 und 500.000 Einwohnern an Boden gewonnen, Münster trennte jetzt noch 0,1 Punkt vom Sieger. So wurde die Situation des Radverkehrs in Münster insgesamt wieder etwas besser eingeschätzt als 2018.

Karlsruhes Radverkehrspolitik trug bisher die Handschrift von Michael Obert, Karlsruher Baubürgermeister bis September 2018: Obert war acht Jahre lang auch Chef der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK).

Call a Bike: In 70 Städten verfügbar. Für Mitglieder: kostenfreie Anmeldung im ermäßigten Call-a-Bike-Basistarif und im Call-a-Bike-Komforttarif (39 statt 49 Euro).

Welches ist die Fahrradhauptstadt von Deutschland

Der ADFC Münsterland ist da um einiges skeptischer. Die Vereinssprecher erkennen an, dass Lewe ein „glaubwürdiger Alltags – und Freizeitradfahrer“ ist, der mit dem ADFC Bundesverband auf Bildungsreise durch die Niederlande radelt und „nebenbei Präsident des Deutschen Städtetages“ ist, der „seinerseits ein Mobilitätskonzept vorgelegt hat, das fortschrittlicher ist als die mutlosen Masterpläne Münsters“. Denn bei all den „blumigen Artikeln und munteren Radiobeiträgen“, in denen die Schönheit Münsters und die erfolgreiche Radverkehrspolitik der Stadt verkündet werden, könnten die Alltagsradfahrer nur staunen. Münster fehle einfach „der Mut, dem Autoverkehr Raum und Geschwindigkeit zu nehmen“. Flächengerechtigkeit – also mehr Platz fürs Rad – sei weiterhin ein Fremdwort. Vor allem sei „die unterdimensionierte Radinfrastruktur in die Jahre gekommen“ und erneut die Unfallzahlen mit Beteiligung von Fahrradfahrenden um 10 Prozent gestiegen.

https://www. ka-news. de/region/karlsruhe/karlsruhe-ist-keine-fahrradhauptstadt-adfc-warnt-ergebnis-muss-ein-warnzeichen-sein-art-2945282

nster ist die heimliche „Fahrradhauptstadt“ in Deutschland – aber auch in diesem Jahr nicht die offizielle. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am Mittwoch die Sieger des Fahrradklima-Tests ausgezeichnet. Unter 25 Kommunen, die insgesamt ausgezeichnet wurden, waren fünf aus NRW. Wettringen erreichte, wie schon beim letzten Klimatest im Jahr 2018, Platz eins in seiner Städtegröße. Auf Platz zwei in ihrer jeweiligen Kategorie landeten neben Münster auch Bocholt, Meckenheim und Reken.

In der Klasse unter 20 000 Einwohnern sind gleich fünf Kleinstädte aus dem Münsterland unter den Top Ten: Neben der Gemeinde Wettringen (1,96), Reken (2,10), Heek (2,40) und Olfen (2,58) auch Schöppingen (2,75). Bocholt (2,8) hat nach sechs Jahren in Folge den Spitzenplatz in der Klasse bis 50 000 Einwohner verloren. Neuer Spitzenreiter ist die Stadt Nordhorn (2,6).

Fußgänger fühlen sich wohl in deutschen Städten: In keiner anderen Kategorie des ADAC Monitors sind die Zufriedenheitswerte höher – selbst in den Städten auf den hinteren Plätzen des Rankings (Wuppertal, Krefeld) gibt es deutlich mehr glückliche als unzufriedene Fußgänger.

Der gestern veröffentlichte ADFC-Fahrradklima-Test fand von Anfang September bis Ende November 2018 als Online-Umfrage statt, bei der die Radfahrenden selbst ihre lokalen Radverkehrsbedingungen mit Schulnoten bewerten. Gefördert wurde die Befragung durch das Bundesverkehrsministerium aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplan 2020. Insgesamt bewerteten über 170.000 Bürgerinnen und Bürger die Fahrradfreundlichkeit von mehr als 680 Städten. Der Fahrradklima-Test ist damit die größte und bedeutendste Nutzerbefragung zum Radverkehr weltweit.

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