Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

Generell gilt: Je robuster, desto besser. Bügelschlösser lassen sich am schwersten aufbrechen, sind aber auch sperrig und unflexibel. An dünnen Stangen und Pfählen ist es möglich, das Rad festzuschließen, Laternenmasten zum Beispiel sind dafür jedoch meist zu dick. Faltschlösser sind praktisch, deutlich flexibler als Bügelschlösser, aber auch anfälliger und nicht lang genug, um beide Räder festzuschließen.

Immer wieder tauchen Fahrräder auch in Funbüros auf. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Diebe die Räder klauen, um schnell von A nach B zu kommen und das Rad im Anschluss liegen lassen. Eine Anfrage beim Fundbüro mit detaillierter Beschreibung kann daher nie schaden. Manche Versicherungen fordern sogar eine Bescheinigung, dass man beim Fundbüro nachgefragt hat.

In beiden Fällen benötigt die Polizei jedoch einige wichtige Informationen. So brauchen sie in jedem Fall einen Personalausweis. Auch die Rechnung des Fahrrads, die Rahmen – oder Codiernummer oder ein polizeilicher Fahrradpass sind extrem hilfreich. Die Rahmennummer findet man in der Regel eingestanzt auf dem Rahmen des Fahrrads.

Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

Wenn das Fahrrad gestohlen wurde, sollte der Diebstahl immer zunächst der Polizei gemeldet und bei bestehendem Schutz umgehend die Hausrat – oder Fahrradversicherung kontaktiert werden. Fotos tragen zum Nachweis des Diebstahls bei und nützen dem Schadenprotokoll für den Versicherer. Es ist wichtig, die Rechnung des Fahrrads aufzubewahren und die Rahmennummer an die Polizei weiterzugeben, um das Fahrrad möglichst wiederzufinden.

Weitere Informationen finden Fahrradbesitzer in der Broschüre „Räder richtig sichern“, die kostenfrei über das Beratungszentrum des Polizeipräsidiums Westpfalz, Telefon 0631/369-1444, oder über die E-Mail-Adresse beratungszentrum. westpfalz@polizei. rlp. de bezogen werden kann.

Als erstes sollte man das gestohlene Fahrrad möglichst innerhalb von 48 Stunden bei der Polizei melden. Dies kann man entweder bei der nächsten Polizeiwache oder Online machen. Das Portal, um Fahrraddiebstähle in Rheinland-Pfalz Online anzuzeigen, finden Sie hier.

Bundesweit werden laut dem hessischen Landeskriminalamt jährlich bis zu 300.000 Räder gestohlen – gerade mit Beginn der warmen Monate steigt die Rate an.

Die Chance, ein gestohlenes Fahrrad zurückzubekommen, ist gering. Die Aufklärungsquote liegt bei gerade einmal 3,1 Prozent. Das bedeutet, dass lediglich 447 sichergestellte Fahrräder einer Straftat zugeordnet werden konnten. Auch das verrät die Statistik: Mehr als die Hälfte der ermittelten Fahrraddiebe haben keinen deutschen Pass. Damit dürften viele der in Hamburg gestohlenen Räder ins Ausland verschoben werden.

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Taucht das Fahrrad tatsächlich wieder auf, sollte man unverzüglich den Versicherer informieren. Hat man bereits eine Entschädigung für das Fahrrad erhalten, kann man innerhalb von zwei Wochen entscheiden, ob man das Geld behält oder sein Fahrrad zurückhaben möchte.

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Doch trotz des Rückgangs lag die Schadensumme 2021 nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unverändert bei 110 Millionen Euro. Das bedeutet im Umkehrschluss: Es wurden zwar weniger, aber dafür immer teurere Fahrräder geklaut. Mit 860 Euro erreichte die durchschnittliche Entschädigung der Versicherer laut dem Verband einen absoluten Höchststand nach 730 Euro im Vorjahr. „Der Anstieg der Entschädigungsleistung zeigt, dass der Trend zum Diebstahl teurer Fahrräder anhält“, sagt Asmussen. Schon vor Jahresfrist hatte Asmussen prognostiziert, dass der Erfolg der E-Bikes die Schadenssumme in Zukunft weiter ansteigen lassen dürfte. Da sich im Freien weniger Gelegenheiten geboten hätten, suchten Diebe zunehmend auch in Kellerräumen gezielt nach hochwertigen Rennrädern, E-Bikes oder Mountainbikes, um sie weiterzuverkaufen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren zahlten die Versicherer für ein gestohlenes Rad durchschnittlich 440 Euro.

Polizeisprecher Johannes Neumann sagt, dass besonders die gerade so angesagten Räder mit Elektro-Antrieb derzeit bei Dieben hoch im Kurs stehen, sei „flächendeckend in ganz Deutschland der Fall“. Sie zu entwenden sei eben „lukrativ“. So hatte ein 24-jähriger Darmstädter es 2020 geschafft, Räder im Wert von rund 160 000 Euro zu stehlen, bis ihm die Polizei das Handwerk legte.

Die Zahl der Fälle steigt seit Jahren, und die Aufklärungsquote ist schlecht.

Insgesamt treiben Fahrraddiebe laut Analyse, für die der zweitgrößte Erstversicherer in Deutschland 300.000 Schadenmeldungen im Bereich Hausratversicherung ausgewertet hat, jedoch im gesamten Gebiet um die Außenalster und entlang der Elbe, von der Altstadt bis Nienstedten, und Osdorf überdurchschnittlich oft ihr Unwesen. Als Bezirke sind besonders Altona und Nord betroffen. Die Bewohner der nordwestlichen Randgebiete Langenhorn, Schnelsen, Eidelstedt und Niendorf können ihre Räder am ehesten in Sicherheit wiegen. Aber auch in diesen Gegenden ist die Diebstahlrate im Vergleich zum Bundesdurchschnitt relativ hoch. Hamburg liegt bei der Diebstahlhäufigkeit im bundesweiten Städtevergleich an sechster Stelle. Spitzenreiter ist Münster, wo jedem 18. Einwohner in den vergangenen zehn Jahren ein Fahrrad gestohlen wurde.

Wo ist mein Fahrrad am sichersten?

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Die Zahl nicht gemeldeter Delikte dürfte noch deutlich höher liegen. Die Polizei reagiert mit Sonderkommissionen, Unternehmer mit Ideen. Von Peter Burghardt und Verena Mayer

Die Hausratversicherung umfasst in der Regel Fahrräder, die im Haus, der Wohnung oder im abgeschlossenen Fahrradkeller oder einer Garage untergebracht wurden. Manche Versicherungen zahlen auch, wenn sich Garage oder Fahrradkeller in der Nähe des Wohnorts befinden. Für Vandalismus kommen solche Versicherungen meist nicht auf.

Besonders haben es Velodiebe auf Modelle der Marken Scott, Wheeler und Stevens abgesehen. Die Autoren der Auswertung stellen fest, dass immer hochwertigere Velos gestohlen werden. Das belegen die Kosten pro Schadenfall, die in den letzten zehn Jahren um rund 30 Prozent zugenommen haben. Gansser sagt: «Zum einen scheint es eine Entwicklung zum Kauf von hochwertigen Fahrrädern zu geben, zum anderen spezialisieren sich die Diebe auf Velos, die einen möglichst hohen Gewinn abwerfen.»

In der Stadt ist man sich des Pro­blems bewusst. Unter anderem wurde wegen der vielen Fahrraddiebstähle ein „1000-Bügel-Programm“ ins Leben gerufen. Damit will die Stadt das diebstahlsichere Parken unterstützen. Voraussetzung ist, dass man ein sicheres Schloss hat. Zudem werden von den Polizeirevieren regelmäßig Fahrradcodieraktionen angeboten. So können Ermittler bei Verdachtsfällen schneller einen Diebstahl nachweisen und das Fahrrad einer Tat und damit auch dem Besitzer zuordnen.

Übrigens: Auch Studierende können vom Schutz der Hausratversicherung profitieren. So wie WG-Zimmer noch von der elterlichen Hausratversicherung abgedeckt werden, ist auch das Fahrrad von Studierenden darüber versichert. Einzige Bedingung dafür: Die elterliche Hausratversicherung muss die Fahrradklausel beinhalten.

Von Peter Eßer, Katharina Kutsche und Felicitas Wilke

Wie sich Fahrradfahrer weiter vor Dieben schützen können, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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Deutlich effektiver: Fahrrad mit richtigem Schloss und per GPS absichern

Die Baloise empfiehlt, das Velo mit einem qualitativ hochwertigen Bügel – oder Kettenschloss zu sichern. Auch Rahmenschlösser eignen sich. Damit sich Kurzparkierer nicht über Spontandiebstähle ärgern, schliessen auch sie das Velo ab. Zwei verschiedene Schlösser senken die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls massiv, da die meisten Diebe nur auf ein Schlossmodell spezialisiert sind. Velofahrer sollen gut einsehbare Orte als Abstellplatz wählen. Gegen den Diebstahl von Sätteln helfen Spanner, die mit speziellem Werkzeug geöffnet werden müssen. Für den Fall, dass das Velo gestohlen wird, rät die Baloise, beim Velokauf eine Bestätigung der Rahmennummer zu verlangen und diese zu notieren. Laut der Versicherung liefert die Studie wichtige Erkenntnisse darüber, wie sie ihre Kunden in Zukunft noch bessser vor Diebstahl schützen können. «Wir können daraus viele präventive Tipps ableiten, die wir an Velofahrer weitergeben können», sagt Sergio Gansser.

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Grundsätzlich lässt sich jedes Fahrradschloss knacken. Aber Bügelschlösser wie dieses machen es Dieben relativ schwer.

Am häufigsten schlagen die Diebe an Bahnhöfen, in Bahnhofsquartieren und öffentlichen Plätzen zu. Grosse Coups gelingen ihnen auch in gemeinschaftlichen Velokellern von Mehrfamilienhäusern. Hochsaison haben die Diebstähle im Sommer. Am häufigsten gehen die Täter am Freitag und Samstag auf Diebestour.

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Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

„Ich nehme kein Fahrrad mit!“ Warum es so schwierig ist, in der Region ein Fahrrad in Zug und Bus mitzunehmen

Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

Auch der Gesamtverband der Versicherungsbranche spricht von einem „seit Jahren anhaltenden Trend zu immer teureren Fahrrädern, die gestohlen werden.“ Sichtbar wird das an der steigenden durchschnittlichen Entschädigungssumme, die beim Diebstahl eines versicherten Rades gezahlt wird. Sie kletterte 2020 auf den neuen Höchststand von 730 Euro. Zehn Jahre zuvor lag sie bei 400 Euro.

Bild: Photoshopix / Getty Images

Viele Augen sehen mehr als zwei. Eine Vermisstensuche über die sozialen Medien, am besten mit Bild, kann daher sehr hilfreich sein. Auch die Ausschreibung eines Finderlohns kann sich lohnen

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Sollte man das eigene Fahrrad auf der Straße oder im Netz wiederfinden, ist es wichtig die Polizei zu informieren und nicht selbst tätig zu werden.

Es helfe, wenn ein Rad codiert werde oder zumindest die Gestellnummer bekannt sei, sagt Polizeisprecher Neumann. Immer mal wieder macht die Polizei darauf mit Aktionen aufmerksam. Vorbeugend raten die Freunde und Helfer zudem zu einem hochwertigen Fahrradschloss, das zudem immer zusätzlich mit einem festen Gegenstand verbunden werden sollte, wenn das Rad abgestellt wird. Wer sein Fahrrad daheim in die Garage stellt, sollte es zum einen auch dort abschließen, um es Dieben so schwer wie möglich zu machen.

Hilfreich können zudem Fahrradpässe und – Apps sein, die bei Präventionsangeboten des Polizeipräsidiums Westpfalz eine wichtige Rolle spielen. Hat ein Fahrrad keine Rahmennummer oder eindeutige Markierung, sollte es von einem Fachhändler codiert werden. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) nehmen Codierungen vor. Für höherwertige Räder kann ein GPS-Tracker sinnvoll sein. Bei einem Diebstahl schlägt es Alarm, sendet eine SMS auf das Handy des Eigentümers und übermittelt den Ort, an dem sich das Fahrrad gerade befindet.

Unbekannte Diebe brachten vor wenigen Tagen auf dem Betzenberg einen Fahrradzulieferer um sein Arbeitsmittel. Der Angestellte eines Auslieferdienstes für Lebensmittel stellte sein E-Bike vor einem Mehrfamilienhaus ab. Er ließ sein Fahrrad nur für zwei Minuten unbeaufsichtigt. Diese kurze Zeit nutzten die Täter und entwendeten das E-Bike. Vom Dieb und dem grauen Fahrrad mit der Aufschrift „Kalkhoff“ fehlt bisher jede Spur.

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Auf der Website von Find My Bike können Sie verschiedene Filter eingeben, um die Suchergebnisse ein wenig einzugrenzen.

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Schritt 2: Diebstahl der Versicherung melden

Generell gilt: Je robuster, desto besser. Bügelschlösser lassen sich am schwersten aufbrechen, sind aber auch sperrig und unflexibel. An dünnen Stangen und Pfählen ist es möglich, das Rad festzuschließen, Laternenmasten zum Beispiel sind dafür jedoch meist zu dick. Faltschlösser sind praktisch, deutlich flexibler als Bügelschlösser, aber auch anfälliger und nicht lang genug, um beide Räder festzuschließen.

Als nächstes sollte der Fahrraddiebstahl der Hausratversicherung oder Fahrradversicherung gemeldet werden.

An Bahnhöfen werden besonders viele Velos geklaut.

Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

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Morgen ist „Europäischer Tag des Fahrrads“. Und kein Verkehrsmittel boomt derzeit mehr als das vor mehr als 200 Jahren von Karl Drais mit seiner Erfindung eines Laufrads auf die Spur gebrachte Fahrrad. Der Klimawandel und daraus resultierend der Wunsch, ein umweltfreundlicheres Fortbewegungsmittel zu nutzen, spielt beim nicht enden wollenden Boom eine Rolle. In der Pandemie lernten viele zudem das Fahrrad als Sportgerät und Fortbewegungsmittel ohne Ansteckungsrisiko schätzen. Die Erfindung des zusätzlichen Elektroantriebs fürs Rad, der ein müheloseres Strampeln selbst in bergigem Gelände ermöglicht, hat auch im Vordertaunus, in dem früher Radfahren eher als etwas für durchtrainierte Sportler galt, viele zu E-Bike-Besitzern werden lassen. Korrekt heißen diese Zweiräder übrigens Pedelec, doch hat sich allgemein die eigentlich für Elektrofahrräder reservierte Bezeichnung E-Bike, Räder, die auch ohne eigenes Strampeln fahren können, durchgesetzt.

Erstattet wird bei einem Diebstahl der sogenannte Wiederbeschaffungswert. Dieser bemisst, wie viel ein neues gleichwertiges Rad kostet. Die Höchstentschädigung wird in der Regel auf einen bestimmten Prozentsatz des gesamten versicherten Hausrates festgelegt. „Gerade für höherwertigere Räder und E-Bikes kann es sich daher lohnen, die Versicherungssumme zu erhöhen oder eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen“, so Ponzel.

Erstattet wird bei einem Diebstahl der sogenannte Wiederbeschaffungswert. Dieser bemisst, wie viel ein neues gleichwertiges Rad kostet. Die Höchstentschädigung wird in der Regel auf einen bestimmten Prozentsatz des gesamten versicherten Hausrates festgelegt. „Gerade für höherwertigere Räder und E-Bikes kann es sich daher lohnen, die Versicherungssumme zu erhöhen oder eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen“, so Ponzel.

Immer wieder tauchen Fahrräder auch in Funbüros auf. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Diebe die Räder klauen, um schnell von A nach B zu kommen und das Rad im Anschluss liegen lassen. Eine Anfrage beim Fundbüro mit detaillierter Beschreibung kann daher nie schaden. Manche Versicherungen fordern sogar eine Bescheinigung, dass man beim Fundbüro nachgefragt hat.

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Mehr als 90 Prozent der Deutschen nutzen ihr Fahrrad mindestens einmal pro Woche, rund 40 Prozent sogar täglich. Da ist guter Schutz teuer. Wie man den geliebten Drahtesel am besten sichert und versichert – hier die wichtigsten Tipps:

Taucht das Fahrrad tatsächlich wieder auf, sollte man unverzüglich den Versicherer informieren. Hat man bereits eine Entschädigung für das Fahrrad erhalten, kann man innerhalb von zwei Wochen entscheiden, ob man das Geld behält oder sein Fahrrad zurückhaben möchte.

Obwohl die Zahl der gestohlenen Fahrräder im vergangenen Jahr deutlich gesunken ist, blieb die Schadenssumme der Fahrraddiebstähle gleich. Das liegt daran, dass zunehmend teurere Modelle wie E-Bikes ins Beuteschema fallen. Damit Ihr E-Bike gar nicht erst gestohlen wird oder Sie im Falle eines Raubs nicht auf den Kosten sitzenbleiben, gibt es einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können.

Ob E-Bikes im Hausrat mitversichert sind, hängt übrigens von der Leistung des Rades ab. Pedelecs oder E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometer können in die Hausratversicherung eingeschlossen werden. S-Pedelecs haben eine höhere Motorleistung und erreichen bis zu 45 Stundenkilometer. Wie auch für Mofas und Mopeds ist für sie gesetzlich eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Mit einer Kaskoversicherung ist man dann auch bei einem Diebstahl geschützt.

Wo landen die gestohlenen Drahtesel? Laut René Gsell, Kriminalkommissär bei der Staatsanwaltschaft Basel, verfrachten die Diebe, die meist aus Frankreich, Deutschland oder dem Ostblock stammen, die Beute häufig ins Ausland. «Als Grenzkanton bietet sich Basel für die Diebstähle geradezu an», sagt Gsell.

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https://efahrer. chip. de/e-bikes/e-bike-diebstahl-das-koennen-sie-dagegen-unternehmen_108070

Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

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Geklaute Fahrräder werden gern auf eBay weiterverkauft. Die Web-App „Find My Bike“ will Ihnen helfen, Ihr Rad genau dort schnell zu finden.

Besonders haben es Velodiebe auf Modelle der Marken Scott, Wheeler und Stevens abgesehen. Die Autoren der Auswertung stellen fest, dass immer hochwertigere Velos gestohlen werden. Das belegen die Kosten pro Schadenfall, die in den letzten zehn Jahren um rund 30 Prozent zugenommen haben. Gansser sagt: «Zum einen scheint es eine Entwicklung zum Kauf von hochwertigen Fahrrädern zu geben, zum anderen spezialisieren sich die Diebe auf Velos, die einen möglichst hohen Gewinn abwerfen.»

E-Bike-Diebstahl: Das können Sie dagegen unternehmen

Die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle ist im Jahr 2021 laut Polizeistatistik erneut gesunken – um 10,5 Prozent auf rund 234.000 gestohlene Räder. Dieser Rückgang lässt sich auch bei den gestohlenen Bikes ablesen, die zum Zeitpunkt des Diebstahls versichert waren: Deren Zahl ist in 2021 nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf ein Rekordtief gesunken. „Insgesamt wurden 125.000 versicherte Fahrräder gestohlen, rund 15.000 weniger als im Jahr zuvor“, sagt der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Der Rückgang steht offenbar erneut im Zusammenhang mit der Pandemie. „Auch für 2021 gehen wir von einem Corona-Effekt aus. Viele Menschen haben von zu Hause gearbeitet, sodass Fahrräder seltener unbeaufsichtigt im Freien abgestellt wurden“, so Asmussen. „Es gab wie schon im ersten Corona-Jahr schlicht weniger Gelegenheiten zum Fahrraddiebstahl.“

Gebrauchte Fahrrad-Angebote überprüfen

Kauft man ein gebrauchtes Fahrrad, sollte man sich immer vergewissern, ob das Rad nicht gestohlen wurde. Es ist nicht möglich Eigentum an einer gestohlenen Sache zu erwerben. Sollte sich das Fahrrad nach dem Kauf als gestohlen herausstellen, geht das Rad an den Besitzer zurück und man selbst bleibt auf den Kosten sitzen. Kauft man ein Rad, von dem man weiß, dass es gestohlen wurde, macht man sich strafbar.

Es helfe, wenn ein Rad codiert werde oder zumindest die Gestellnummer bekannt sei, sagt Polizeisprecher Neumann. Immer mal wieder macht die Polizei darauf mit Aktionen aufmerksam. Vorbeugend raten die Freunde und Helfer zudem zu einem hochwertigen Fahrradschloss, das zudem immer zusätzlich mit einem festen Gegenstand verbunden werden sollte, wenn das Rad abgestellt wird. Wer sein Fahrrad daheim in die Garage stellt, sollte es zum einen auch dort abschließen, um es Dieben so schwer wie möglich zu machen.

Doch trotz des Rückgangs lag die Schadensumme 2021 nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unverändert bei 110 Millionen Euro. Das bedeutet im Umkehrschluss: Es wurden zwar weniger, aber dafür immer teurere Fahrräder geklaut. Mit 860 Euro erreichte die durchschnittliche Entschädigung der Versicherer laut dem Verband einen absoluten Höchststand nach 730 Euro im Vorjahr. „Der Anstieg der Entschädigungsleistung zeigt, dass der Trend zum Diebstahl teurer Fahrräder anhält“, sagt Asmussen. Schon vor Jahresfrist hatte Asmussen prognostiziert, dass der Erfolg der E-Bikes die Schadenssumme in Zukunft weiter ansteigen lassen dürfte. Da sich im Freien weniger Gelegenheiten geboten hätten, suchten Diebe zunehmend auch in Kellerräumen gezielt nach hochwertigen Rennrädern, E-Bikes oder Mountainbikes, um sie weiterzuverkaufen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren zahlten die Versicherer für ein gestohlenes Rad durchschnittlich 440 Euro.

Die Schadenssumme lag 2020 bundesweit indes unverändert bei 110 Millionen Euro, im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz belief sich der Schaden auf knapp 240.000 Euro (bei 514 Diebstählen). Damit bestätigte sich der seit Jahren anhaltende Trend zu immer teureren Fahrrädern, die gestohlen werden. Mit 730 Euro erreichte die durchschnittliche Entschädigung der Versicherer einen Höchststand. „Der Erfolg der E-Bikes dürfte die Schadenssumme in Zukunft weiter ansteigen lassen“, prognostiziert Asmussen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren zahlten die Versicherer für ein gestohlenes Rad durchschnittlich 400 Euro.

Grundsätzlich lässt sich jedes Fahrradschloss knacken. Aber Bügelschlösser wie dieses machen es Dieben relativ schwer.

Welche Fahrräder werden am ehesten gestohlen

Die Zahlen des Versicherers passen zu der Statistik der Polizei. Allein im vergangenen Jahr wurden in Hamburg 14.580 Anzeigen wegen Fahrraddiebstahls erstattet. Damit machten die Diebe, geht man von dem vom Versicherer errechneten Durchschnittswert pro Fahrrad aus, allein im vergangenen Jahr Beute im Wert von rund 6,3 Millionen Euro. An der Gesamtkriminalität in der Hansestadt hat der Fahrraddiebstahl einen Anteil von 6,1 Prozent. Damit gehört er bereits zu den Massendelikten und hat die Autoaufbrüche – davon gab es 11.649 im vergangenen Jahr – in absoluten Zahlen überholt.

https://www. volksfreund. de/region/rheinland-pfalz/fahrrad-gestohlen-darauf-sollten-sie-achten_aid-91755395

Wer ein Fahrrad klaut, will dieses in vielen Fällen weiterverkaufen. Daher sollten man sich Angebote auf Internetportalen, aber auch Flohmärkte und andere Inserate ganz genau ansehen. Ebay-Kleinanzeigen hat beispielsweise ein Tool, mit dem sich die Suche nach dem eigenen, gestohlenen Fahrrad vereinfachen lässt.

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