Verkleidungsdoktor? Kann ich selbst!

Ihr erinnert euch ja sicherlich daran, dass ich vor einiger Zeit einen Unfall hatte. Ich hatte dazu länger nichts geschrieben, aber schon ewig geplant, das endlich zu tun. Nun, da Wawy genau dieser Thread bei der Reparatur seiner Lampenmaske helfen könnte, wird es allerhöchste Eisenbahn.

Worum geht es? Ich hatte seinerzeit mal mit dem Verkleidungsdoktor geredet, mein Motorrad aber dann nicht bei ihm gelassen, weil er vorhatte, in den Urlaub zu fahren und ich ewig hätte warten müssen, bis ich es wiederbekommen hätte. Nach einiger Recherche im Internet war ich dann mit meinem Vater übereingekommen, dass das, was der Doktor macht eigentlich auch selbst zu bewältigen sein müsste. Die zündende Idee hatte mein Vater, als wir herausfanden, woraus eine Verkleidung eigentlich besteht – Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS). Aus dem selben Material sind nämlich auch sämtliche Hartschalenkoffer, und genau davon hatte er noch einen ausrangierten auf dem Dachboden liegen. ABS ist ein Thermoplast, das, wie der Name schon sagt, sich unter Zufuhr von Wärme verformen lässt. Das wollten wir uns zunutze machen.

Ein riesiges Loch klaffte in meiner Frontverkleidung. Dazu war an der Kanzel (schon vor dem Unfall) eine Ecke abgebrochen und die Seitenverkleidung war total zerkratzt.

Wir besorgten uns also Spachtelmasse, Feinspachtel, Lack, Klarlack, Stichsäge, Heißluftfön mit Aufsatz, Leder-Arbeitshandschuhe, ABS-Schweißdraht, den Koffer, Exzenterschleifer etc. und machten uns ans Werk. Zunächst sägten wir aus dem Koffer ein Stück heraus.

Hier kann man es schon erahnen, aber auf dem folgenden Bild wird es noch deutlicher: Dieses Stück soll die im ersten Bild zu sehende Lücke in der Kanzel füllen.

Zudem sollte endlich die Ecke geflickt werden, mir noch am Tag des Kaufs abgebrochen war. Auf dem folgenden Bild sieht man im Vordergrund die intakte linke Seite der Kanzel, im Hintergrund das mit Schweißdraht präparierte Pendant der rechten Seite.

Es stellte sich jedoch heraus, dass die Lösung mit dem Schweißdraht nicht optimal war, und so entschieden wir uns, auch hier das fehlende Stück dem Koffer zu entnehmen. Dazu übertrug ich die linke Seite mit Bleistift auf Pappe, schnitt sie aus und nahm die Pappecke wiederum als Vorlage für einen Stichsägenschnitt durch den Koffer.

Die herausgeschnitten Teile erhitzten wir jeweils mit dem Heißluftfön und ich modellierte sie dann mit den dicken Wildlederhandschuhen.

Zwischendurch machten wir immer mal wieder Passformtest. Dabei zeigte sich, dass unsere Nachbauverkleidung etwas zu bauchig war. Dem wirkten wird dadurch entgegen, dass wir die montierte Verkleidung erneut mit dem Fön erhitzten und dann mit einer Latte in Form drückten (Mit dieser Latte und einem Vorschlaghammer habe ich übrigens auch das verbogene Geweih an der Front gerichtet. ).

Nach etlichen Malen spachteln, schleifen, spachteln, schleifen, spachteln. waren wir schließlich einigermaßen zufrieden. Also rauf mit der Grundierung:

Das liest sich jetzt alles so locker-flockig, aber die Aktion hat insgesamt vier volle Tage gedauert wir hatten echte Hochs und Tiefs. Die groben Kratzer an der Seite sind perfekt rausgegangen, da könnte man selbst unterm Mikroskop nichts mehr erkennen. An der Kanzel gibt es viele kleine Macken, die man nur aus dder Nähe erkennt. Großes Manko: Die Passform ist trotz wiederholten Probierens nicht perfekt und so klafft nun einen kleine Lücke an der Naht zwischen den beiden Verkleidungsteilen. Die „neue Ecke“ hingegen ist lässt nichts zu wünschen übrig. Hier die Ergebnisbilder (leider nur als Links; zum direkten Einfügen enthält der Beitrag schon zuviele Bilder):

Verkleidung, welches Material?

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Verkleidung, welches Material?

Nachdem ich nun die Bremsscheibe hinten eingebaut habe und den TÜV-Siegel erhalten habe, möchte ich mich um die Risse in der Fraontverkleidung im Bereich des linken Spiegels kümmern.

Hier im Forum habe ich schon etwas übers kleben gelesen. Aus welchem Material ist denn nun überhaupt die Verkleidung. Man kann doch auch Verkleidungen schweißen!

Hat jemand einen Tipp für mich wie und wo man günstig Reparatur-Material bezieht.

RE: Verkleidung, welches Material?

Hast Du zufällig die Käseloch o h n e obere Windabweiser montiert??

RE: Verkleidung, welches Material?

Hat jemand einen Tipp für mich wie und wo man günstig Reparatur-Material bezieht.

Tip aus dem Syburger (das kostenlose Heftchen vom freundlichen) – ich kenn die Firma allerdings nicht selbst:

The post was edited 1 time, last by bullimartin ( Oct 11th 2007, 10:47pm ).

Hallo, die Firma P. in – D – arbeitet sehr gut, der Firmeninhaber ist kompetent, ist aber nicht billig. Ich habe dort Verkleidungsteile der NT 650 V schweißen lassen. Es wird eine V-Naht gefräst, und der Riss unter Zuführung von neuen Material geschlossen, anschließend ist eine Neulackierung angesagt. Meiner Meinung nach die zweitbeste Reparaturmethode, kommt gleich nach der erstbesten, dem Austausch. Alles andere ist Murks!

In Bochum gibt es noch einen Verkleidungsdoktor, arbeitet nach dem gleichen Verfahren, schaut mal ins Internet.

Andy_PE

Das Thema wurde hier [IMG]http://www. goes-to. com/images/acro/acro_blue. gif[/IMG] schon behandelt. Es waren wirklich gute Tipps und Bezugsadressen dabei.

The post was edited 1 time, last by Andy_PE ( Oct 12th 2007, 8:57am ).

RE: Verkleidung, welches Material?

Hast Du zufällig die Käseloch o h n e obere Windabweiser montiert??

Dieterdd

Vielen Dank für die Antworten, werde mich mal bei der o. g. Firma melden.

Bayerwald-Toni

Likes Received 1 Posts 717 Occupation Deauville NT650V wcf. user. option. option49 30000 wcf. user. option. option50 – year of manufacture 1999

Hallo Dieter, wie Andy über meinen Beitrag schon schrieb: Kunststoffschweißen ist leichter als Zeitungslesen! Es ist wirklich so! Du benötigst lediglich einen herkömmlichen Lötkolben und die Sticks. Die Verkleidung ist meines Wissens PP, Sticks gibts bei der genannten Adresse! Gebt kein Geld für „Verkleidungsdoktoren“ aus kann ich nur sagen! Die Sticks kosten Cent-Beträge, ausserdem geht das mit jedem Plastikstreifen aus Abfallmaterial gleichen Werkstoffs! Zum Spachteln muß man speziellen Spachtel für Kunststoffstoßstangen verwenden, gibts im Autozubehörhandel oder an der Tankstelle!

Das Motorrad meines Sohnes konnten wir für etwa 25% des Reparaturpreises (inkl. Lackierung bei einem VW-Autohaus) reparieren, wie er uns als Kostenvoranschlag von den „guten und netten“ anderweitigen Reparaturbetrieben genannt wurde. Einer hatte meinem Sohn sogar den ganzen Betrieb gezeigt, wo sein Teil mal meisterlich repariert wird! Er wollte 600,- Euro, dafür kann man schon mal junge Leute durch den Betrieb führen! Grins! Uns hats komplett ca. 150,– Euro gekostet!

Also, nicht dumm sein, selbst für wenig Geld machen und einen günstigen Lackierer mit Kammer suchen.

„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen“ (Mahatma Gandhi, 1869-1948)

The post was edited 4 times, last by Bayerwald-Toni ( Oct 13th 2007, 7:41pm ).

Dieterdd

Hallo Dieter, wie Andy über meinen Beitrag schon schrieb: Kunststoffschweißen ist leichter als Zeitungslesen! Es ist wirklich so! Du benötigst lediglich einen herkömmlichen Lötkolben und die Sticks. Die Verkleidung ist meines Wissens PP, Sticks gibts bei der genannten Adresse! Gebt kein Geld für „Verkleidungsdoktoren“ aus kann ich nur sagen! Die Sticks kosten Cent-Beträge, ausserdem geht das mit jedem Plastikstreifen aus Abfallmaterial gleichen Werkstoffs! Zum Spachteln muß man speziellen Spachtel für Kunststoffstoßstangen verwenden, gibts im Autozubehörhandel oder an der Tankstelle!

Das Motorrad meines Sohnes konnten wir für etwa 25% des Reparaturpreises (inkl. Lackierung bei einem VW-Autohaus) reparieren, wie er uns als Kostenvoranschlag von den „guten und netten“ anderweitigen Reparaturbetrieben genannt wurde. Einer hatte meinem Sohn sogar den ganzen Betrieb gezeigt, wo sein Teil mal meisterlich repariert wird! Er wollte 600,- Euro, dafür kann man schon mal junge Leute durch den Betrieb führen! Grins! Uns hats komplett ca. 150,– Euro gekostet!

Also, nicht dumm sein, selbst für wenig Geld machen und einen günstigen Lackierer mit Kammer suchen.

Bayerwald-Toni

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Dieter, der Kunststoff wird mit dem Lötkolben einfach quer zum Riß wieder „zusammengeschmiert“ und evtl. verbleibende Vertiefungen mit dem Stick oder gleichem Material wieder aufgefüllt, dann Überschuß grob entfernen, schleifen, spachteln und fein schleifen. Das wars schon. Ist ja bekannt vom Auto.

„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen“ (Mahatma Gandhi, 1869-1948)

Hallo Viller, an meiner 1998er Deauville fehlen Halterungen an den Verkleidungen. Da ich Kanzel und rechte Verkleidung nicht erneuern möchte hab ich mich über eine kostengünstige Reparatur informiert. Der verwendete Kunststoff für beide Teile ist in den Verkleidungen eingegossen. Es handelt sich um PBT. Um die fehlende Teile günstig anfertigen zu können bin ich auf Besen und Rührlöffel der Fa. Waca gestoßen die ebenfalls aus PBT bestehen. Ich habe vor die Halter aus diesen Teilen herzustellen und anschließend mit einem Steinel Heißluftfön verschweißen. Ist das im Forum schon mal gemacht worden? Gibt es Erfahrungswerte?

Nachtrag: Das mit den Rührlöffeln und Besenträger hört sich lustig an ist aber Ernst gemeint. Die Arbeit soll gut, preiswert und weitgehend fachmännisch ausgeführt sein. An der Kanzel fehlen beide untere Haltenasen, an der rechten Seitenverkleidung der untere Halter. Die Verkleidung selbst ist nicht gerissen. Bilder folgen.

Woraus besteht die Motorradkarosserie

Essen/Bochum (dpa/tmn) – Löcher und Risse in der Motorradverkleidung bedeuten nicht zwingend, dass komplette Karosserieteile für teures Geld ausgetauscht werden müssen. Oft reicht eine Reparatur in Eigenregie.

Essen/Bochum (dpa/tmn) – Löcher und Risse in der Motorradverkleidung bedeuten nicht zwingend, dass komplette Karosserieteile für teures Geld ausgetauscht werden müssen. Oft reicht eine Reparatur in Eigenregie.

Manchmal reicht es schon, dass ein Motorrad beim Abstellen umfällt – und die Verkleidung bekommt einen Riss. Auch Verspannungen oder Motorvibrationen können den Kunststoffteilen auf Dauer zusetzen. Betroffene Biker müssen aber nicht jedes kaputte Karosserieteil neu bestellen. Mit Reparatur-Sets aus dem Zubehörhandel und etwas Geduld können Hobby-Schrauber viele Schäden selbst ausbessern, und sie fahren damit meist deutlich günstiger.

„Grundsätzlich kann man Karosserieteile selbst reparieren, die keine tragende Funktion haben“, sagt Achim Kuschefski vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Dabei ist zu beachten, dass die ursprüngliche Funktion wieder hergestellt werden muss und keine Gefahren vom Zustand nach der Reparatur ausgehen dürfen. Laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) muss das Ergebnis mit den Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) konform sein.

„Wenn durch die Beschädigung der Kunststoffverkleidung keine Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer ausgeht, muss sie nicht zwingend repariert werden“, sagt Kuschefski. Dies wäre nur ein optischer Makel. Er rät aber, sich jeden Schaden genau anzusehen und mögliche Folgen abzuwägen. Kleine Risse in der Frontmaske etwa können bei hohen Autobahngeschwindigkeiten starke Vibrationen verursachen – mit der Folge, dass der Schaden größer wird. Im schlimmsten Fall bricht das Verkleidungsteil ab und wird durch die Luft gewirbelt.

Je nach Material der Verkleidung und Art der Beschädigung bieten sich unterschiedliche Reparaturverfahren an wie Schweißen, Kleben oder Spachteln. „Entscheidend ist, dass die ursprüngliche Bauteilfestigkeit wieder erreicht wird“, betont Kuschefski.

Motorradverkleidungen bestehen meist aus Laminaten und Spritzgusskunststoffen wie ABS-Kunststoff, Polyethylen (PE), Polycarbonat (PC) oder Glasfaser-verstärktem Kunststoff (GfK). „Jedes Material muss bei der Reparatur anders behandelt werden. Für den Laien ist es meist schwer zu sagen, welches Material verbaut ist“, stellt Ralph Ferch von der Verkleidungsklinik Bochum fest. Für die Reparatur sei das aber entscheidend. Meist befindet sich auf der Innenseite ein Materialstempel. „Theoretisch lässt sich jeder Kunststoff reparieren. Man muss nur wissen, womit man es zu tun hat.“

Viele Kunststoffe können zum Beispiel ähnlich wie Metall geschweißt werden: Das Material wird geschmolzen, neuer Werkstoff aufgetragen und anschließend geschliffen. GfK hingegen lässt sich mit Harz und Fasermatten flicken: Defekte Stellen werden großflächig angeschliffen und dann mit einer mehrlagigen Schicht aus Kunstharz und passend zugeschnittenen Fasermatten aufgebaut. Dabei achten Profis wie Ferch darauf, nicht zu dick aufzutragen, damit das reparierte Verkleidungsteil wieder perfekt ans Motorrad passt.

Nehmen Motorradbesitzer die Reparatur selbst in die Hand, müssen sie die defekten Verkleidungsteile abmontieren, reinigen und trocknen. Große Risse fixieren sie mit einem starken Klebeband von einer Seite, bevor sie an der Innenseite der Verkleidung mit Schmirgelpapier oder einem Schleifgerät die gerissene Stelle V-förmig ausfräsen. Je nach Material wird dann zum Beispiel Zweikomponenten-Kleber in die Naht gefüllt oder der Riss mit einem Kunststoffschweißgerät zusammengefügt. Kaltschweiß-Sets gibt es im Motorradzubehörhandel. Einfache Kunststoff-Schweißgeräte kosten um die 100 Euro.

Wer einen Industrie-Fön besitzt, der bis zu 700 Grad Celsius heiß wird, braucht kein zusätzliches Gerät, sondern nur Kunststoff-Schweißstäbe aus dem Baumarkt und einen Aufsatz für den Fön. Dessen Spitze sollte einen Querschnitt von vier bis acht Millimeter haben, um die Hitze punktgenau auf die zu schweißende Stelle zu leiten.

Die reparierte Stelle wird abschließend fein geschliffen, gespachtelt, wieder geschliffen und neu lackiert. Danach dürfte nichts mehr von dem vorherigen Schaden zu sehen sein.

Eine kaputte Motorradverkleidung einfach abzubauen und ohne sie zu fahren, ist nicht erlaubt, sagt ifz-Leiter Kuschefski. Der Grund liegt in der Typprüfung des jeweiligen Fahrzeugs, das mit dieser Verkleidung auf Fahrstabilität getestet wurde. Jede bauliche Veränderung – dazu zählt auch die Demontage der Verkleidung – erfordert eine erneute Prüfung. Um Schäden am Motorrad vorzubeugen, wenn es einmal umfällt, helfen Sturzbügel oder Aufprallgummis. Sie schonen die Verkleidung und obendrein den Rahmen, Kühler und Motor.

Woraus besteht die Motorradkarosserie

Was tun bei Verkleidungsschäden: viel Geld in einem Neuteil versenken oder kleine Risse und Brüche mit dem handwerklichen Geschick eines Modellbauers wieder selbst richten? Tipps und Tricks für clevere Kleber.

Eine kleine Unachtsamkeit beim Rangieren, und schon ziert ein kleiner Riss das Verkleidungsteil. Auch wenn sich die Wunde zunächst noch harmlos ausnimmt: Durch Motor­vibrationen kann sich der Spalt leicht weiter vergrößern. Schnelles Handeln ist jetzt gefragt. Wer schon in früher Jugend Erfahrung mit Modellbausätzen gesammelt hat (oder dieses Hobby bis heute pflegt), kann die Reparatur im Do-it-yourself-Verfahren wagen.

Ansonsten gibt es aber auch die Möglichkeit, das beschädigte Teil an einen Spezialisten zu schicken. Ein Profi ist Wilhelm Bechtler, Inhaber der Firma Technoplast in Hockenheim, der mittlerweile auf 20 Jahre Erfahrung bei Kunststoffreparaturen zurückblicken kann (Tel. 0 62 05/1 59 32, www. technoplast-hockenheim. de). Im Idealfall sind die meisten Brüche und Risse in der Verkleidung vom Fachmann innerhalb weniger Stunden erledigt, die Kosten halten sich mit 100 bis 200 Euro durchaus im Rahmen und liegen deutlich unter den Preisen für Original-Neuteile.

Keine Heißluftpistole zur Hand? Muttis Haartrockner tut’s auch

Wer den Selbstversuch wagen will, kann bei Thermoplast das Reparaturset Pro-Resin (44 Euro) auf Basis eines Zwei-Komponenten-Kaltpolymers bestellen. Bevor es ans Werk geht, sollte aber die Beschaffenheit des Verkleidungsteils geklärt werden. Denn nicht alle Reparatursets, die angeboten werden, funktionieren bei allen Kunststoffarten. So eignet sich Pro-Resin, das als Flüssigkunststoff angerührt wird, für Polycarbonat oder ABS-Kunststoffe, nicht aber für Verkleidungsteile aus GFK, Kevlar oder Karbon. Hier arbeitet man mit Reparatursets auf Polyesterharzbasis und Glasfasermatten, zum Beispiel mit Prestolith von Motip Dupli. Im Idealfall ist in das beschädigte Bauteil ein Kürzel geprägt, das den Werkstoff kennzeichnet (etwa ABS, PC, PE, PP, PVC). Wer sich nicht sicher ist, fragt mit dem Bauteil in der Hand in einem Fachgeschäft für Modellbauer nach.

Vor Beginn der Arbeit sollte das passende Werkzeug bereitgelegt werden. Für die Schleifarbeiten und das Ausfasen der Risse ist ein Dremel ideal, um in kleinere Ecken oder Sicken hineinzukommen. Auch eine Schleifbandfeile ist gut geeignet, um auf engem Raum die Oberflächen aufzurauen. Bisweilen ist es sinnvoll, mit ­einer Bohrmaschine fünf Millimeter große Löcher an das Rissende zu setzen, um ein weiteres Einreißen zu verhindern. Nicht nur der Arbeitsplatz sollte vor der Wundversorgung gründ­lich gereinigt sein, um das Einarbeiten von Fremdkörpern zu verhindern, die später mühselig wieder herausgeschliffen werden müssten. Auch die Oberflächen der Verkleidungsteile werden vor Beginn der Reparaturarbeiten penibel mit einem Fettlöser gesäubert und gut getrocknet. Wer keine Heißluftpistole zur Hand hat, leiht sich Muttis Haartrockner aus dem Bad. Dieser leistet auch später noch gute Dienste, wenn es zum Abschluss der Arbeiten um das Beschleunigen des Aushärteprozesses geht.

Je nach Reparaturset gibt es natürlich unterschiedliche Arbeitsschritte, die aber bei den Markensets (etwa Akemi, Loctite/Teroson, Prestolith, Thermoplast) ausführlich beschrieben sind.

Nachrüst-Verkleidungen: eine Alternative?

Die Reparaturtipps eignen sich natürlich nicht für jede Beschädigung. Kleine Risse, Sprünge oder abgebrochene Haltenasen lassen sich noch richten. Wenn die Verkleidung aber nach einem Sturz oder Umfaller groß­flächig gebrochen ist, hilft meist nur ein kompletter Tausch. Bleibt die Frage: Original – oder Zubehörteil? Bei einer 2010er-Fireblade zum Beispiel würde die Verkleidung beim Vertragshändler knapp 2000 Euro kosten – immerhin aber lackiert und mit passendem Dekorsatz beklebt. Hobbysportler greifen deshalb gerne auf Rennverkleidungen zurück, die bereits ab 300 Euro angeboten werden, dafür allerdings nicht lackiert sind.

Welches Material für Verkleidung / Tüveintrag?

Hallo, welches Material ist für eine Ersatzverkleidung empfehlenswert? Glasfaser Kevlar-Kohlefaser Kohlefaser Ist der Aufpreis von Glasfaser zu Kevlar-Kohlefaser gerechtfertigt? Ich denke die Passgenauigkeit ist bei allen Ausführungen gleich.

Eigentlich wollte ich eine Ersatzverkleidung mit Scheinwerfer anbauen und diese beim TÜV eintragen lassen. Dann könnte ich auch mal an einem Rennstreckentraining teilnehmen, ohne bei einem Ausrutscher gleich die Originalteile zu verschrabbeln. Ich habe jetzt allerdings schon des öfteren gehört/gelesen, das die Passgenauigkeit der Nachrüstverkleidungen nicht so dolle ist, und das ganze mit Scheinwerferausschnitt etc. nicht gerade einfacher wird. Nutzt hier jemand eine eingetragene Nachrüstverkleidung für Straße und Rennstrecke?

As Site Admin 4705 Freitag 5. März 2004, 17:34 Honda CRF 250 R Brünn/Brno Köln

Re: Welches Material für Verkleidung / Tüveintrag?

Rookierazzer hat geschrieben: Hallo, welches Material ist für eine Ersatzverkleidung empfehlenswert? GlasfaserKevlar-KohlefaserKohlefaserIst der Aufpreis von Glasfaser zu Kevlar-Kohlefaser gerechtfertigt? Ich denke die Passgenauigkeit ist bei allen Ausführungen gleich.

Mit einem Materialgutachten (was manche Hersteller mitliefern) hast Du beim TÜV eine reelle Chance, ohne eher nicht, egal woraus die Verkleidung besteht.

Der Aufpreis Kevlar/Kohlefaser rechnet sich vor allem bei Gewicht & Stabilität, in Sachen Passgenauigkeit macht das einen netten, aber nicht entscheidenden Unterschied..

Ich hatte bis vor kurzem eine zubehörverkleidung von sebimoto mit DE scheinwerfern. passgenauigkeit und verarbeitung sehr gut. lieferung und service naja. dauert sehr lange. und man muß dann die verkleidung natürlich noch anpassen.

Material aus GFK. ist natürlich gang und gebe. und reicht aus. hate damit einen surz dwas aber die verkleidung gut überstanden hat.

Ich habe jetzt umgebaut auf eine rennverkleidung von moto gp design sie ist aus carbon kevlar und ausschließlihc für die rennstrecke gedacht. der unterschied vom material merkt man klar. gewicht ist das selbe allerdings wirkt die kevlar verkleidung wesentlich stabiler. und sie schützt im falle des falles auch besser.

Bilder kann ich dir mal zu kommen lassen sind aber auch unter galerie.

Im grunde mußt du dich entscheiden ob du rennstrecke fahren willst. landstr. oder beides. und danach wählen. ich bin jetzt zum entschluß gekommen nur noch renne auch wenns herz blutet.

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