Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

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Https://www. zeit. de/mobilitaet/2023-08/fahrradstadt-utrecht-mobilitaetswende-fussgaenger

Kann man Fahrradfahren wieder verlernen?

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Fahrradfahren verlernt fast keiner. Das hängt mit den Speichern im Gehirn zusammen. Denn nicht alle Informationen landen in demselben Gedächtnis. Es gibt zum Beispiel das deklarative Gedächtnis, das sich in das episodische und semantische unterteilt. Im episodischen Gedächtnis werden auch Erfahrungen erinnert. Kommt es zu einer Störung, erkennt der Patient vielleicht seine Verwandten nicht mehr oder weiß nicht, dass er verheiratet ist. Das semantische Gedächtnis merkt sich Fakten: Wo der Eiffelturm steht, wer den Ersten Weltkrieg provoziert hat, oder die Aufteilung des Periodensystems der Elemente. Verantwortlich für diese beiden Gedächtnisse ist vor allem der Hippocampus, ein wurmähnliches Stück Hirnrinde tief im Inneren des Gehirns. Dieses System ist jedoch relativ störanfällig.

Sicherer sind Informationen tatsächlich im prozeduralen Gedächtnis aufgehoben. Hier werden Fertigkeiten gespeichert: motorische Bewegungsabläufe wie Skifahren, Tanzen oder eben Fahrradfahren. Entdeckt wurde dieser Gedächtnisteil bei einem Patienten, dessen Hippocampus entfernt worden war. Dabei hatten Ärzte große Teile des deklarativen Gedächtnisses zerstört. Ab seiner Operation konnte er sich keine neuen Dinge merken – wohl aber Tätigkeiten lernen.

Das zeigte sich eindrücklich bei einem Test. Der Patient sollte einen Stern nachzeichnen, den er im Spiegel sah. Die Schwierigkeit bestand darin, dass er auch die Bewegungen seiner Hand nur als Spiegelbild sah. Das ist keine leichte Aufgabe, weil das visuelle Feedback, das wir aus dem Spiegel bekommen, uns verwirrt. Dieser Patient wurde mit der Zeit immer schneller und besser. Dabei hat er nach jeder Übungseinheit wieder vergessen, dass er diese Aufgabe schon einmal bewältigt hat! Den Forschern war klar: Das Bewegungsgedächtnis musste an anderer Stelle verwurzelt sein.

Heute weiß man, das prozedurale Gedächtnis liegt in der linken Hemisphäre im Parietallappen und in den sogenannten Basalganglien. Bewegungen sind dort dauerhaft gespeichert, wenn man sie automatisch macht, nicht mehr über sie nachdenken muss. Wer einmal gelernt hat, sicher auf Skiern die Piste hinunterzukommen, braucht nach einer längeren Fahrpause vielleicht eine Eingewöhnungszeit. Doch schon bald wird er wieder auf dem alten Niveau fahren.

Ähnlich ist es auch mit dem Klavierspielen. Auch hier fängt man nach vielen Jahren nicht mehr bei Null an. Man muss nur seine Erinnerung auffrischen. Wie zeit– und übungsintensiv das ist, hängt vom Menschen selbst ab. Leichte Bewegungsabläufe bleiben präsenter als komplizierte Tanzschritte. Mit Stützrädern muss beim Fahrradfahren normalerweise keiner mehr üben, der irgendwann schon einmal sicher gefahren ist.

Trotzdem lässt sich auch eine relativ leichte Fähigkeit wie diese verlernen. Dazu müssen die Informationen jedoch durch eine Hirnschädigung gelöscht werden. Dann kann es sogar passieren, dass ein Profi-​Tennisspieler keinen Ball mehr trifft. Wir Neuropsychologen sprechen von Apraxie: Der Körper ist gesund und beweglich. Auch eine Lähmung liegt nicht vor, und doch lassen sich bestimmte Bewegungen nicht mehr meistern. Diese Schäden sind allerdings wirklich selten.

Aufgezeichnet von Nicole Simon

Gedächtnis

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Cortex

Großhirnrinde/Cortex cerebri/cerebral cortex

Der Cortex cerebri, kurz Cortex genannt, bezeichnet die äußerste Schicht des Großhirns. Sie ist 2,5 mm bis 5 mm dick und reich an Nervenzellen. Die Großhirnrinde ist stark gefaltet, vergleichbar einem Taschentuch in einem Becher. So entstehen zahlreiche Windungen (Gyri), Spalten (Fissurae) und Furchen (Sulci). Ausgefaltet beträgt die Oberfläche des Cortex ca 1.800 cm 2 .

Hippocampus

Der Hippocampus ist der größte Teil des Archicortex und ein Areal im Temporallappen. Er ist zudem ein wichtiger Teil des limbischen Systems. Funktional ist er an Gedächtnisprozessen, aber auch an räumlicher Orientierung beteiligt. Er umfasst das Subiculum, den Gyrus dentatus und das Ammonshorn mit seinen vier Feldern CA1-​CA4.

Veränderungen in der Struktur des Hippocampus durch Stress werden mit Schmerzchronifizierung in Zusammenhang gebracht. Der Hippocampus spielt auch eine wichtige Rolle bei der Verstärkung von Schmerz durch Angst.

Gedächtnis

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Hemisphäre

Großhirn und Kleinhirn bestehen aus je zwei Hälften – der rechten und der linken Hemisphäre. Im Großhirn sind sie verbunden durch drei Bahnen (Kommissuren). Die größte Kommissur ist der Balken, das Corpus callosum.

Parietallappen

Parietallappen/Lobus parietalis/parietal lobe

Wird auch Scheitellappen genannt und ist einer der vier großen Lappen der Großhirnrinde. Er liegt hinter dem Frontal– und oberhalb des Occipitallappens. In seinem vorderen Bereich finden somatosensorische Prozesse statt, im hinteren werden sensorische Informationen integriert, wodurch eine Handhabung von Objekten und die Orientierung im Raum ermöglicht werden.

Basalganglien

Basalganglien/Nuclei basales/basal ganglia

Basalganglien sind eine Gruppe subcorticaler Kerne (unterhalb der Großhirnrinde gelegen) im Telencephalon. Zu den Basalganglien zählen der Globus pallidus und das Striatum, manche Autoren schließen weitere Strukturen mit ein, wie z. B. das Claustrum. Die Basalganglien werden primär mit der Willkürmotorik in Verbindung gebracht.

Apraxie

Schwierigkeit, eine zielgerichtete Bewegung auszuführen, wie das Greifen eines Glases oder das Schneiden mit der Schere. Betroffen sind auch die Sprache oder die Mimik. Ursache ist nicht Muskelschwäche oder Lähmung, sondern die Schädigung eines oder mehrerer Hirnareale z. B als Folge eines Schlaganfalls.

Https://www. dasgehirn. info/aktuell/frage-an-das-gehirn/kann-man-fahrradfahren-verlernen

Warum verlernt man Fahrrad fahren nicht? Es gibt ja Dinge die man verlernt oder vergisst aber das eben nicht.?

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Weil das „Finden des Gleichgewichts“ auf dem Fahrrad eine sehr essentielle und emotionale Erfahrung ist.

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Fahrradfahren verlernt fast keiner. Das hängt mit den Speichern im Gehirn zusammen. Denn nicht alle Informationen landen in demselben Gedächtnis. Es gibt zum Beispiel das deklarative Gedächtnis, das sich in das episodische und semantische unterteilt. Im episodischen Gedächtnis werden auch Erfahrungen erinnert. Kommt es zu einer Störung, erkennt der Patient vielleicht seine Verwandten nicht mehr oder weiß nicht, dass er verheiratet ist. Das semantische Gedächtnis merkt sich Fakten: Wo der Eiffelturm steht, wer den Ersten Weltkrieg provoziert hat, oder die Aufteilung des Periodensystems der Elemente. Verantwortlich für diese beiden Gedächtnisse ist vor allem der Hippocampus, ein wurmähnliches Stück Hirnrinde tief im Inneren des Gehirns. Dieses System ist jedoch relativ störanfällig.

Sicherer sind Informationen tatsächlich im prozeduralen Gedächtnis aufgehoben. Hier werden Fertigkeiten gespeichert: motorische Bewegungsabläufe wie Skifahren, Tanzen oder eben Fahrradfahren. Entdeckt wurde dieser Gedächtnisteil bei einem Patienten, dessen Hippocampus entfernt worden war. Dabei hatten Ärzte große Teile des deklarativen Gedächtnisses zerstört. Ab seiner Operation konnte er sich keine neuen Dinge merken – wohl aber Tätigkeiten lernen.

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Man dankt! *grins*

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Wieso vergessen wir Bewegungsabläufe wie Rad fahren nicht? Das hängt mit der Art und Weise zusammen, wie sie im Gedächtnis verankert sind, weiß Neuropsychologe Boris Suchan.

Unser Gehirn verlernt Automatismen nicht. Das menschliche Gehirn ist unglaublich leistungsstark, auch wenn wir es nicht mal annähernd vollständig nutzen können. Nicht alle Informationen landen in demselben Gedächtnis. Das deklarative Gedächtnis beispielsweise unterteilt sich in das episodische und semantische Gedächtnis. Während das episodische Gedächtnis Erfahrungen speichert, wie zum Beispiel Verwandschaftsverhältnisse, merkt sich das semantische Gedächtnis Fakten, wie zum Beispiel, wo das Brandenburger Tor steht. Diese deklarative Gedächtnis ist jedoch sehr störanfällig, weshalb diese Daten im Alter oder nach einem Unfall plötzlich aus unserem Speicher gelöscht sein können.

Sicherer sind unsere gespeicherten Informationen deshalb im so genannten prozeduralen Gedächtnis. Hier werden nämlich alle angelernten Fertigkeiten abgespeichert, wie zum Beispiel motorische Bewegungsabläufe beim Skifahren, Tanzen oder eben auch beim Fahrradfahren. Aus diesem Grund verlernt man das Radfahren nicht. Das prozedurale Gedächtnis liegt in der linken Hemisphäre im Parietallappen und in den so genannten Basalganglien. Dort werden Bewegungen dauerhaft gespeichert, wenn sie bereits automatisiert wurden und man nicht mehr über sie nachdenken muss. Wer also einmal das sichere Fahrradfahren gelernt hat, braucht nach einer längeren Pause vielleicht eine Eingewöhnungszeit, doch schon bald wird er wieder auf dem alten Niveau fahren können.

Https://www. gutefrage. net/frage/warum-verlernt-man-fahrrad-fahren-nichtes-gibt-ja-dinge-die-man-verlernt-oder-vergisst-aber-das-eben-nicht-

Warum verlernt man Fahrrad fahren nicht?

Gedächtnis : Warum verlernt man Fahrrad fahren nicht?

Wieso vergessen wir Bewegungsabläufe wie Rad fahren nicht? Das hängt mit der Art und Weise zusammen, wie sie im Gedächtnis verankert sind, weiß Neuropsychologe Boris Suchan.

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Viele sind in der Schulzeit noch begeisterte Radfahrer. Mit dem Führerschein verschwindet der Drahtesel dann oft jahrelang im Keller. Wieder im Sattel, fährt es sich jedoch, als hätte man nie pausiert. Die Wenigsten würden sich darüber ernsthaft wundern. Aber so selbstverständlich ist das gar nicht, bedenkt man, wie häufig unser Gedächtnis uns in anderen Bereichen im Stich lässt.

Wie oft will uns der Name eines alten Bekannten nicht einfallen, oder wir kommen partout nicht mehr darauf, wo wir am Tag zuvor den Haustürschlüssel abgelegt haben. Dieses Wissen ist in unserem Gehirn anders gespeichert als Fertigkeiten wie Fahrrad fahren. Erinnerungen an Erlebnisse wie den Tag unserer Einschulung, den ersten Kuss, die Geburt des Kindes oder den letzten Restaurantbesuch liegen im so genannten episodischen Gedächtnis. Faktenwissen hingegen, etwa der Satz des Pythagoras oder die Hauptstadt Frankreichs, wird im semantischen Gedächtnis gespeichert. Diese beiden Arten von Gedächtnisinhalten haben eines gemeinsam. Man ist sich bewusst, dass man sie weiß – und kann sie anderen sogar mitteilen. Aus diesem Grund werden episodische und semantische Erinnerungen auch gerne als »deklarativ« oder »explizit« bezeichnet.

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 4/2017

Davon unterscheiden sich erlernte Fähigkeiten, die größtenteils unbewusst und automatisch ablaufen: Klavier spielen, Zähne putzen oder eben Fahrrad fahren. Sie sind in einem separaten Gedächtnissystem verankert, wie ein kurioser Fall der Medizingeschichte zeigte.

Fähigkeiten wie Klavierspielen, Zähneputzen oder Fahrradfahren sind in einem separaten Gedächtnissystem verankert

Dem US-Amerikaner Henry Gustav Molaison (1926–2008) wurden in den 1950er Jahren wegen einer schweren Form von Epilepsie große Teile des Hippocampus neurochirurgisch entfernt. Nach dem Eingriff erlebten seine Ärzte eine böse Überraschung: Die Krampfanfälle waren zwar weniger geworden, aber dafür konnte sich der Patient ab diesem Zeitpunkt keine neuen Informationen oder Erlebnisse mehr merken. Auch viele Erinnerungen an die Zeit vor der Operation waren auf einen Schlag gelöscht.

Neuropsychologen führten daraufhin verschiedene Tests mit ihm durch. So ließen sie den vergesslichen Patienten immer wieder einen Stern nachzeichnen, während er seine Handbewegungen nur im Spiegel verfolgen durfte – eine Koordinationsaufgabe, die Ungeübten sehr schwer fällt. Anfangs noch unsicher und langsam, wurde Molaison von Sitzung zu Sitzung geschickter: Er konnte also doch Neues lernen! Allerdings erinnerte sich der Amnestiker nie daran, diese Aufgabe schon einmal durchgeführt zu haben. Für ihn war es immer das erste Mal.

Das Gedächtnis für Handlungsabläufe war bei Molaison im Gegensatz zum Fakten – und Erlebnisgedächtnis völlig intakt geblieben. Ist prozedurales Wissen, also Handlungswissen, das zum impliziten Gedächtnis gezählt wird, grundsätzlich stabiler als explizites?

Auch bei Schädel-Hirn-Traumata wird das prozedurale Gedächtnissystem so gut wie nie beeinträchtigt. Die Basalganglien, die als wichtiger Sitz dieses Knowhow-Gedächtnisses gelten, befinden sich relativ geschützt im Zentrum des Gehirns, unterhalb der Großhirnrinde. Eine Verletzung des Parietallappens, in dem der Speicher für motorische Programme vermutet wird, kann zwar durchaus dazu führen, dass jemand plötzlich nicht mehr weiß, wie man in die Pedale treten muss, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Solche Fälle sind jedoch eher selten.

Warum prozedurale Gedächtnisinhalte auch jenseits von Hirnschädigungen nicht so leicht vergessen werden wie deklarative, ist bislang unklar. Einer Theorie zufolge könnten in den Regionen, wo Bewegungsmuster verankert sind, bei Erwachsenen weniger neue Nervenzellen gebildet werden. Im Hippocampus trägt dieser ständige Umbau wahrscheinlich zur Löschung von Erinnerungen bei.

An dem Satz »Das ist wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht« ist also aus neurowissenschaftlicher Sicht etwas dran: Normalerweise bleiben uns einfache Bewegungsabläufe, die wir einmal verinnerlicht haben, tatsächlich ein Leben lang erhalten.

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Boris Suchan ist Professor an der Ruhr-Universität Bochum im Bereich der Klinischen Neuropsychologie. Dort erforscht er unter anderem die Funktion und Organisation des Gedächtnisses.

Https://www. spektrum. de/frage/warum-verlernt-man-fahrrad-fahren-nicht/1448927

Stimmt es, dass man das Radfahren nie vergisst

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Schrauben ja, aber nur, wenn man weiß, was man tut – das gilt insbesondere für die Bremsen.

© Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Wer sein Rad liebt, der schiebt – aber das muss nicht sein. Wenn das Fahrrad nämlich regelmäßig gewartet wird, haben Zweiradliebhaber weniger Stress und sparen dabei auch noch Geld. Die Stiftung Warentest empfiehlt außerdem einmal jährlich eine Inspektion– auch wenn nichts defekt ist.

Berlin. Wer sein Rad vernachlässigt, büßt doppelt: Einmal tritt es sich dann oft deutlich schwerer. Zum anderen geht die Schluderei ins Geld, weil so schneller etwas kaputt geht, erklärt die Stiftung Warentest. Klopft man aber bei jeder Kleinigkeit beim Radladen an, wird es teuer – wenn man überhaupt kurzfristig einen Termin bekommt.

Bei der Frage selbst reparieren oder vom Mechaniker machen lassen, gelte die Regel: Wer Fehler macht, fährt gefährlich. Ist man sich unsicher, sollten Reparaturen an sicherheitsrelevanten Komponenten wie den Bremsen definitiv besser Profis erledigen.

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Erst lernen, dann schrauben

Wer sich nicht auskennt, aber trotzdem selbst Hand ans Rad anlegen möchte, sollte sich anstehende Reparaturen erst einmal zeigen lassen – etwa in Volkshochschulkursen oder in Selbsthilfewerkstätten der Fahrradclubs. Zudem gebe es gute Reparatur-Handbücher. Und nicht zuletzt finden sich auf Videoportalen zahllose Video-Anleitungen.

Obligatorisch ist die regelmäßige Kontrolle, ob die Beleuchtung noch funktioniert. Das schafft jede und jeder. Gleiches gilt für den Luftdruck: Da Schläuche ungefähr ein Bar an Luftdruck pro Monat verlieren, muss regelmäßig nachgepumpt werden. Auch das ist definitiv machbar.

Die Bike-Trends auf der IAA

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Die E-Bike-Branche erlebt in diesem Jahr einen großen Zuwachs. Das sind die Trends auf der IAA in München.

Schmaler Reifen, hoher Druck

Steht auf der Reifenflanke kein empfohlener Luftdruck, gelte: Je schmaler der Reifen, desto höher muss der Luftdruck sein. Wer keine Standluftpumpe mit Manometer hat oder kaufen möchte, findet Gratis-Druckluft bei vielen Fahrradläden oder an Tankstellen. Während die Pumpstationen an Radläden meist auf die verschiedenen Ventilarten vorbereitet sind, braucht man an der Tanke einen Aufschraubadapter, wenn das eigene Rad keine Autoventile hat.

Und auch das regelmäßige Ölen der Kette ist ein machbarer Pflichttermin. Das verringere den Kettenverschleiß, erleichtere das Treten und schone die Ritzel, erklären die Warentesterinnen und Warentester. Weil etwa dünnflüssiges Nähmaschinenöl fast nach jeder Fahrt neu aufgetragen werden muss, ist es sinnvoller, zähere Öle oder spezielle Kettenhaftöle zu verwenden. Eine frische Schmierung ist allerspätestens dann fällig, wenn der Antrieb leise zu rasseln beginnt oder quietscht.

Https://www. rnd. de/mobilitaet/stiftung-warentest-fahrrad-wartung-nicht-vergessen-auch-wenn-nichts-kaputt-ist-67FVEDD6NIOEGSE47YJWEPOEVA. html

Serie „Rad fahren“: Worauf achten, damit man auf dem Fahrrad besser gesehen wird?

Geschrieben von Redaktion am 2. August 2023 . Veröffentlicht in Verkehr.

Stimmt es dass man das Radfahren nie vergisst

Wer als Radfahrer die Straße überqueren will, sollte sich nicht zwischen zwei geparkten Autos positionieren. So ist man für heranfahrende Autos nur sehr spät zu sehen. Wer eine Straße queren möchte, sollte einen Bereich wählen, der für alle Verkehrsteilnehmer gut einsehbar ist. (Foto: Kreis Unna)

Radfahren ist gesund, Radfahren liegt im Trend – und Radfahren ist umweltfreundlich. Auf zwei Rädern kommt man gut voran im fahrradfreundlichen Kreis Unna – und die Zahl derer, die für ihre Wege das Velo nutzen, steigt stetig an. Das hält fit und ist gut für die Verkehrswende. Doch wo sich Wege kreuzen, gibt es auch Risiken und die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern steigt. Häufig verursachen sie die Unfälle selbst oder haben eine Mitschuld. Deshalb frischen die Straßenverkehrsbehörden und die Unfallkommission im Kreis zusammen mit der Kreispolizeibehörde Unna in der Serie „Sicher Rad fahren!“ das Wissen rund um wichtige Verkehrsregeln auf.

Folge 3: Sehen und gesehen werden

Radfahrende werden von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen. Und das nicht nur in der dunklen Jahreszeit. „Deshalb sollte, wer auf zwei Rädern unterwegs ist, besonders großen Wert aufs Sehen und gesehen werden legen“, empfiehlt Erster Polizeihauptkommissar Thomas Röwekamp, Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Unna.

Viele Unfälle mit Radfahrerenden werden an Straßeneinmündungen und Grundstückszufahrten verursacht. Wenn ein Radfahrer in der falschen Richtung unterwegs ist, rechnet der Autofahrer nicht unbedingt mit ihm. „Deshalb sollte man auf dem Radweg nie verkehrswidrig in der falschen Richtung fahren“, warnt Röwekamp. Und: „Auf Radwegen, die für beide Richtungen freigegeben sind, ist besondere Aufmerksamkeit gefragt.“

Nach außen selbstbewusst, innerlich defensiv

Wer darüber hinaus eindeutig und berechenbar fährt und im Zweifelsfall den Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern sucht, trägt eine Menge zur eigenen Sicherheit bei. „Nach außen selbstbewusst, innerlich defensiv“, gibt der Leiter Verkehrsdienst als einen weiteren Tipp. „Zeigen Sie sich, indem Sie beispielsweise an der roten Ampel in das Sichtfeld des Autofahrers vorfahren und sich so in dessen Bewusstsein bringen!“

Immer im Hinterkopf haben sollten Radfahrer, dass Autofahrer, besonders aber Lkw-Fahrer durch den toten Winkel im Rückspiegel teilweise eingeschränkte Sicht haben. Erster Polizeihauptkommissar Thomas Röwekamp: „Im Zweifel sollte man auf die eigene Vorfahrt verzichten, denn als Radfahrender ist man der Schwächere“.

Eine funktionierende Beleuchtung, idealerweise mit Standlicht, und saubere Reflektoren am Rad sind für eine sichere Fahrt selbstverständlich. Mit heller, reflektierender Kleidung kann jeder noch mehr fürs gute gesehen werden tun.

„Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass ein Großteil der bei Dunkelheit verletzten oder getöteten Fußgänger und Radfahrer nicht zu Schaden gekommen wären, wenn sie ihre Sichtbarkeit durch retroreflektierende Materialien oder blinkendes Licht optimiert hätten“, berichtet Röwekamp. PK | PKU

Https://emscherblog. de/serie-rad-fahren-worauf-achten-damit-man-auf-dem-fahrrad-besser-gesehen-wird/

Check-up fürs Rad

Das Fahrrad wurde länger nicht genutzt? Zum Start in die neue Saison sollten Sie überprüfen, ob das Rad fit ist. Eine kleine Checkliste.

Längere Tage, wärmere Temperaturen. Viele holen jetzt wieder das Fahrrad aus dem Keller oder der Garage. Ein guter Zeitpunkt, zu überprüfen, ob alle Schrauben und Speichen richtig sitzen, nichts schleift, die Räder, Kette und Seilzüge geschmeidig laufen.

Sitzt, wackelt und hat Luft

    Fahrrad putzen und von alten Fetten und Ölen befreien: So können Sie gut Schäden erkennen. Anschließend bewegliche Teile fetten und Kette ölen. Schraubverbindungen prüfen und lockere Schrauben nachziehen.

Besonderes Augenmerk verdienen Bremsen, Reifen und Kette. Auch wenn es lange hell ist, sollten Reflektoren und Licht gecheckt werden – nach dem Motto „sehen und gesehen werden“.

Kleine Checkliste

Bremsen-Check

Besonders wichtig sind natürlich gut funktionierende Bremsen.

Funktionstest: Die Bremshebel mit voller Kraft durchziehen (hält der Bremszug?)

    Laufen die Bremszüge gut? Öffnen sich die Bremsbacken nach dem Bremsen korrekt? (Schleift die Bremse?) Weisen die Hüllen der Züge Knicke oder Rost auf? Haben die Bremsklötze ausreichend Belag? Sind die Bremsklötze richtig eingestellt? Sitzen die Bremshebel korrekt? Sind die Bremshebel gut zu erreichen? Ist das Spiel der Bremshebel korrekt eingestellt? (Um effektiv bremsen zu können, sollten beim Bremsen zwischen Bremshebel und Griff noch 2 cm Spiel sein.) Funktioniert (falls vorhanden) die Rücktrittbremse?

Reifen-Check

    Stimmt der Luftdruck? Hat der Mantel Risse oder ist er zu stark abgefahren? Sitzen alle Speichen fest / läuft das Rad rund (seitlicher Schlag?) Hat die Felge Risse?

Helm nicht vergessen

Prüfen Sie auch den Fahrradhelm: Sind Risse oder andere Schäden zu sehen, bietet der Helm keinen Schutz mehr. In diesem Fall unbedingt einen neuen Helm zulegen.

Kette, Ritzel, Schaltung

    Sind Kette und Ritzel rostfrei? Ist die Kette richtig gespannt und geschmiert? Ist der Kettenwerfer / die Gangschaltung korrekt eingestellt?

Lichtanlage / Reflektoren

    Alle Birnen in Ordnung? Sitzt der Dynamo richtig? Sind die Lampen richtig ausgerichtet? Sind alle Reflektoren angebracht (Speichenreflektoren sowie vorne und hinten)

Die richtige Einstellung

    die Einstellung von Lenker und Vorbau? die Entfernung und Neigung der Bremshebel? die Sattelhöhe?

. so dass Sie auch längere Touren in entspannter Haltung fahren können.

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Https://www. tk. de/techniker/magazin/sport/spezial/radfahren/checkliste-fahrrad-2006168

Stimmt es, dass man das Radfahren nie vergisst

Die Radwege werden im Winter meist zuletzt gestreut, da nutzt auch nicht wenn ich oft erst um 8:00 Uhr morgens losradele. Abends wieder das Gleiche.
Selbst mit sehr guter Bereifung muss man sehr vorsichtig fahren.

Also mein Problem ist nicht primär die Kälte, auch wenn ich gefühlt doppelt so viel Kleidung wie beim Auto – oder Bahnfahren brauche. Mein Problem ist eher die Dunkelheit (ich fahre auch über Land ins Büro), glatte oder gar verschneite Radwege und der häufigere Regen. Das ist mir einfach zu gefährlich.

Vielen Dank für die Kommentare. Wir finden es spannend, dass eine auf den ersten Blick einfache Alltagsfrage so viele Teilaspekte aufweist und ein Einzelner diese nicht alle auf dem Schirm haben kann. Zu den einzelnen Kommentaren nun gebündelt Antworten unseres Autors:

@ALEXANDER HORCH: Vorausgesetzt, man recherchiert die entsprechenden Kenndaten, sollte es kein Problem sein, die Verlustleistung / Verlustenergie bei Einatmen von kalter Luft und bei Ausatmen von warmer auszurechnen: Die Wärmekapazität von Luft ist im Internet schnell recherchiert. Ich habe 1,2 kJ pro Kubiktmeter [https://www. energie-lexikon. info/waermekapazitaet. html] gefunden. Das entspricht in Liter (l) umgerechnet 1,2 J / (l K). Wenn wir als Lungenvolumen drei Liter ansetzen und 30 Atemzügen in der Minute, gehen im Mittel 1,5 l Luft pro Sekunde durch unsere Lunge. Und die erwärmen wir von z. B. minus vier auf 36 Grad Celsius, also um 40 Grad Celsius. Damit bekommen wir die Verlustleistung: P = 1,2 J / (l K)* 1,5 l/s * 40 K = 72 J/s = 72 W. Das finde ich mit Blick auf das gesamte Energiebudget bei Radfahren nicht unerheblich.

@HANNES ALLABAUER: Die Luft erwärmt sich beim Einatmen. Entscheidend ist die Lufttemperatur in der Lunge beim Übergang ins Blut.

@JÜRGEN RUDOLPH: Guter Punkt. Umgangssprachlich formuliert lautet er Einwand: Die Luft mag zwar dichter sein, doch dafür „flutscht“ man besser durch. Ich kann nicht abschließend sagen, welcher Effekt überwiegt und konnte auch noch niemanden fragen, der sich mit Aerodynamik richtig auskennt. Folgende Punkte ermutigen mich, meine These noch nicht zu verwerfen:

• Wir sind beim Radfahren definitiv im Bereich der turbulenten Strömung. Die einfachen Formeln zur Viskosität setzen laminare Strömung voraus.
• Auch Fahrerinnen und Fahrer von Autos mit Verbrennungsmotoren beobachten einen höheren Benzinverbrauch im Winter, auch auf Langstrecken. Wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist, wird die Abwärme des Motors zum Erwärmen der Fahrgastzelle genutzt und bedarf keiner zusätzlichen Energiequelle. Was ruft den höheren Verbrauch hervor, wenn nicht die höhere Luftreibung?

@HELGE WEILER-SCHLECKER: Stimmt, jenseits einer Umgebungstemperatur von über 30 Grad Celsius nimmt der Genussanteil beim Radfahren auch wieder rasant ab, aber aus anderen Gründen.

Freundliche Grüße vom VDI-Team

Zu Alexander Hoch: Hm, ich kann’s nicht berechnen, aber ganz abwegig ist die rein qualitative These wohl nicht, nach der es ziemlich egal ist, ob die im Körper produzierte Verlustwärme (die abgegebene Wirkleistung liegt auf dem Weg zur Arbeit bei 150 . 200 Watt) durch Schwitzen oder durch die CO2-haltige Atemluft abgeführt wird, alles unter der Voraussetzung, dass die Muskeln auch im Winter gut aufgewärmt sind und mit gleichem Wirkungsgrad arbeiten wie bei 20 Grad.

Persönlich empfinde ich das Radfahren zur Zeit eher angenehmer als im Hochsommer, wenn man von Dunkelheit und den häufigeren Regenschauern absieht. Meine Strecke zur Arbeit bietet praktisch keinen Schatten und hat mehrere Anstiege, das ist in der prallen Sonne unangenehm. Zudem: Richtige Kleidung ist natürlich das A und O, zu warm ist nicht sinnvoll.

Die Viskosität der Luft ist bei niedrigen Temperaturen kleiner als bei hohen Temperaturen.

Wissenschaftlich spannend und hier noch bar der vielen anderen Einflussfaktoren. Zum Beispiel die Frage nach der CO2-Bilanz: Radelt man nur aus Freude am Radeln oder ersetzt man (Diesel-)Auto-Kilometer? Klarer Unterschied. Aber wie sieht es aus, wenn man aus Freude radelt, statt in einem geheizten Fitness-Studio zu schwitzen, dort anschließend mit Erdgas-beheiztem Warmwasser zu duschen, womöglich schon das zweite mal an diesem Tag? Tja, es gibt viele Rätsel auf dieser Welt. Warum RWE trotzdem die Kohle unter Lützerat abbaggern will, gehört auch zu diesen Rätseln. Und daraus direkt die Anschlussfrage, wer denn jetzt der Klimakriminelle ist. „Geld oder Leben“ hieß früher die Räuberfrage, heißt sie heute auch noch.

Kann man den Beitrag der Erwärmung kalter Luft beim Atmen grob quantifizieren? Gefühlt ist das kein großer Beitrag (gegen den diskutierten Luftwiderstandeffekt). Und das mit den Helden unterschreibe ich.

Vergessen: Mehr Luftmasse in der Lunge, also mehr Sauerstoff im Blut und damit mehr Kraft. Was ergibt dann die Bilanz?

Https://blog. vdi. de/ist-radfahren-im-winter-anstrengender

Österreich radelt – radelst du mit?

Warum fahren Österreicher:innen (nicht) mit dem Fahrrad? Wie kann Österreich Radelt noch attraktiver gemacht werden? Diese und andere Fragen hat das Institut für Höhere Studien (IHS) im Auftrag von klimaaktiv mobil beantwortet.

Wir bei klimaaktiv mobil sind begeistert vom Radfahren. Daher unterstützen und fördern wir den Bau von Radwegen und Radabstellanlagen, den Kauf von Job – und Diensträdern, E-Bikes für Touristen sowie Radverleihsysteme und Fahrradkurse für Kinder. Unsere klimaaktiv mobil Programme beraten Betriebe und Gemeinden, Verwaltungseinrichtungen und Hotels beim Umstieg auf Aktive Mobilität. Wir unterstützen die Ausbildung von Fahrradmechanikerinnen und Fahrradmechanikern, von Radfahrlehrerinnen und Radfahrlehrern. Bei all diesen Themen darf eines nicht vergessen werden: Die höchste Barriere ist oft der erste Schritt oder beim Radfahren der erste Tritt. Daher kooperieren wir auch mit Österreich Radelt, der größten Motivationskampagne zum Radfahren in Österreich.

Um die Unterstützung noch besser und zielgerichteter einsetzen zu können, haben wir das Institut für Höhere Studien (IHS) gebeten, eine verhaltensökonomische Grundlagenuntersuchung zu drei zentralen Fragestellungen durchzuführen:

    Warum fahren Österreicherinnen und Österreicher (nicht) Fahrrad? Warum nehmen Sie (nicht) an Österreich Radelt teil? Wie können wir Teilnehmer:innen noch besser unterstützen, eigene Teams zu gründen?

Konkret hat das IHS im Frühjahr 2021 insgesamt 2.738 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Österreich Radelt befragt und diese mit einer repräsentativen Kontrollgruppe von 1512 Österreicherinnen und Österreichern verglichen.

Warum radeln wir (nicht)?

Ganz allgemein zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit Fahrrad zu fahren mit steigendem Bildungsgrad zunimmt und mit steigendem Alter und der Anzahl der Kinder im Haushalt abnimmt. Sie hängt auch stark davon ab, ob Bekannte oder Verwandte radeln. Prinzipiell spielen die Infrastruktur und die wahrgenommene Sicherheit eine große Rolle. Gerade den letzten Punkt kann man gut adressieren – sei es als Gemeinde, als Schule, als Betrieb oder als Familie. Wissen um Verkehrsregeln, vor allem aber Übung und Gewohnheit sind hier entscheidend.

Übrigens, wir bei klimaaktiv mobil fördern auch Radkurse für Kinder.

Warum nehmen wir (nicht) bei Österreich Radelt teil?

Die Bereitschaft, erstmals bei Österreich Radelt mitzumachen, steigt mit dem Bildungsgrad und dem Arbeitsumfang und nimmt mit dem Alter ab. Sie ist in kleineren Ortschaften stärker ausgeprägt als in größeren Ortschaften. Prinzipiell begünstigen eine positive Einstellung zum Radfahren und ein hoher Informationsstand die Wahrscheinlichkeit, teilzunehmen. Um es noch genauer zu beschreiben: Überdurchschnittlich häufig sicher mitmachen wollen Personen zwischen 35 und 44 Jahren (9,8 Prozent), Personen mit Universitätsabschluss (8,3 Prozent), Vollzeit-Beschäftigte (8,9 Prozent) und Personen aus Ortschaften zwischen 10.000 und 50.000 Einwohner:innen. Aber das sind zunächst einmal nur Statistiken, im konkreten Einzelfall mag es ganz anders aussehen. Daher ist es für Veranstalterinnen und Veranstalter von Österreich Radelt zunächst einmal wichtig, mit allen Menschen ins Gespräch zu kommen – seien es Kolleg:innen, Nachbar:innen oder Vereinsmitglieder:innen. Denn eines zeigt die Auswertung ganz eindeutig: Die entscheidenden Gründe, um bei Österreich Radelt teilzunehmen, sind der Wettbewerbsgedanke und Gemeinschaft. Hier werden die Bundes – und Landesinitiativen mit neuen Impulsen kommen – aber auch die Veranstalter in den Gemeinden, Betrieben und Schulen können durch kleine und große Aktivitäten wie gemeinsame Leiberl oder Fahrradtouren Gemeinschaft, aber auch Wettbewerb stärken.

Sie wollen Veranstalterinnen und Veranstalter von Österreich Radelt werden?

Veranstalterinnen und Veranstalter sind das Rückgrat von Österreich Radelt. Sie halten den Laden am Laufen und motivieren Kolleginnen und Kollegen, die Nachbarschaft und Vereinsmitglieder. Das hört sich nach viel Aufwand an, aber das stimmt nicht. Außerdem müssen Sie nicht alles alleine machen: 21,8 Prozent der Österreich Radelt Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind „voll und ganz“ bereit, andere anzusprechen, nur 1,6 Prozent können sich das „gar nicht“ vorstellen. Die erstgenannte Gruppe setzt sich – wenig überraschend – aus Personen zusammen, die gerne und viel Fahrrad fahren. Vielleicht kennen Sie ja jemanden in ihrem Umfeld, mit dem Sie gemeinsam Veranstalterin und Veranstalter werden können?

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