Rennräder sind weniger sicher

Carbonräder sicher transportieren

So komisch es klingen mag: Leichte Rennräder gehen weniger beim Fahren kaputt, sondern beim Abstellen, Lagern und beim Transport. Dabei ist Vorbeugen leicht – man muss nur dran denken.

Schwierigkeitsgrad: für Jedermann

Hilfsmittel: Abstandshalter, Klebefolie, Schaumstoffrohre

TIPPS:

• Schaumstoffrohre und Abstandshalter bekommen Sie meistens günstig oder gar kostenlos bei Ihrem Radhändler. Viele Hersteller verwenden solche Utensilien, um ihre Räder für den Transport zum Händler zu schützen.

• Radträger fürs Auto, die mit Halteklauen das Unter-, Sitz – oder Oberrohr fixieren, sind für Rennräder mit dünnwandigen Rohren ungeeignet. Die Klemmkräfte können das Rohr beschädigen – mitunter ohne dass man es sieht.

Https://www. tour-magazin. de/ratgeber/rad-transport/carbonraeder-sicher-transportieren/

Konzipiert, um schnell zu sein: Die Risiken beim Rennradfahren

Rennräder sind weniger sicher

2 3 Millimeter, 50 Stundenkilometer schnell und meist nicht schwerer als neun Kilogramm: Das Rennrad fasziniert seit einigen Jahren mehr und mehr Outdoorsportler und findet auch im Stadtbild immer häufiger Einzug. Doch die Schnelligkeit, die solch ein Rad mit sich bringt, kann nicht jeder beherrschen. Fahrradunfälle und Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern sind die Folge. Wir werfen einen Blick auf die Faszination und Gefahren des Rennradfahrens.

Das Rennrad wird immer alltagstauglicher

Die Corona-Pandemie hat das Fahrrad für viele Menschen wieder mehr in den Fokus gerückt. Und auch das Rennradfahren hat als Sportgerät einen Aufschwung erlebt. Je breiter die Interessen der Sportler wurden, desto mehr passte sich die Optik dieser Räder an. Einst möglichst leicht, möglichst schmale Reifen und mit prägnantem Rennlenker, muss das Rad heute auch im Alltag dienen und komfortabel sein. Ergebnis: Gravelbikes – eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Eines bleibt jedoch gleich: Die Geschwindigkeit, die ein Radfahrer damit erreichen kann, liegt weit über der eines Trekkingrads. Gerade für Einsteiger ein hohes Risiko.

Martin Eberhard, Gründer des nach ihm benannten Finanzberatungsunternehmens aus Augsburg, kennt die Freuden und Risiken, die das Rennrad mit sich bringt. „Das Rennradfahren verbindet unterschiedliche Berufsgruppen“, schildert er. „Auch überregional hat sich eine richtige Community entwickelt.“ Gemeinsam fahren dann Mauerer, Studenten, Juristen oder eben Finanzberater gemeinsam Kilometer um Kilometer und Höhenmeter um Höhenmeter. Um die Fahrten zu koordinieren, hat Eberhard schon vor einigen Jahren in Augsburg eine Gruppe gegründet.

Die Sicherheit geht vor: Helmpflicht im Rennsport

Aber nicht, ohne vorher auf die Risiken hinzuweisen: „Jeder Rennradfahrer sollte im Idealfall über eine ausreichende Haftfplichtversicherung und Unfallversicherung verfügen“, steht eindrücklich für Neuzugänge auf der Website. Und auch eine gute Versicherung für das Rad sowie eine Berufsunfähigkeitsversicherung können in manchen Fällen hilfreich sein. Die Sicherheit geht vor. Ohne Helm darf bei der Gruppe sowieso niemand mitfahren. Etwa 100 Touren und zwischen 5000 und 10.000 Kilometer legen die Radsportler jährlich zurück.

Die sportliche Erfahrung des Finanzberaters zeigt sich schnell im Gespräch. Das Rennrad birgt auch ein gewisses Risiko, dessen sind sich Radsportler bewusst. Eines liegt für Martin Eberhard im falschen Selbstbild. „Anfänger überschätzen sich“, sagt er. Zu lange Strecken, zu viele Höhenmeter, zu riskante Streckenprofile. Dazu gehören unter anderem Touren in den Bergen, wo selbst Anfänger durchaus mehr als 50 Stundenkilometer erreichen können. Dadurch steigt die Gefahr, sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr zu bringen. Das zeigt auch die aktuelle Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes. Im Jahr 2019 starben mehr als 250 Menschen durch einen Fahrradunfall – jedoch zählen in die Statistik auch E-Bikes hinein, welche die Zahlen kräftig in die Höhe treiben.

Ohnehin stellen für den Finanzexperten weniger Rennradfahrer als vielmehr Pedelecs das größte Risiko dar. Besonders unerfahrene „E-Bikefahrer können die Geschwindigkeit nicht gut einschätzen“ und seien teilweise schlecht vorbereitet, kritisiert er. Diese Vermutung legt auch die Statistik der Deutschen Verkehrswacht nahe. Die Zahl der tödlichen Unfälle mit einem E-Bike ist 2020 um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt sind die Straßen in der Pandemie aber sicherer geworden. Die Zahl der Verkehrstoten hat sich auf einem niedrigem Niveau eingependelt. Im Februar 2021 starben so wenige Menschen (128) im Straßenverkehr wie noch nie in einem Monat seit der deutschen Vereinigung.

Eine gute Vorbereitung ist für Einsteiger wichtig

Um sich nicht in Gefahr zu bringen, rät Martin Eberhard deshalb Einsteigern, sich gut vorzubereiten. „Sie sollten sich eine vernünftige Ausrüstung zulegen, diese regelmäßig von einem Experten überprüfen lassen, sich unbedingt an die Verkehrsregeln halten und sich sichere Radwege oder unbefahrene Straßen aussuchen.“ Denn in der unterschiedlichen Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer ergeben sich weitere Risiken: Der Rennradfahrer teilt sich mit Pedelecs, gemütlichen Trekkingbikefahrern und Familien mit Kindern die Wege. Gegenseitige Rücksichtnahme ist essenziell. Um die gefährliche Enge im Vorhinein zu vermeiden, rät er eher im ländlichen Raum zu Fahrradtouren. „Lieber mit dem Auto ein paar Kilometer aus der Stadt rausfahren und dann starten.“

Aber auch dort gibt es Gefahrenstellen: Uneinsehbare Kurven, Autofahrer, Motorradfahrer, Landwirtschaftlicher Verkehr, schlechte Sicht – und Lichtverhältnisse an Waldstücken, verdreckte Straßen an Äckern, fehlende Radwege an Schnellstraßen – ein Unfall ist schnell passiert. Martin Eberhard hat deshalb seinen Helm mit einem GPS-Sender ausgestattet, das im Notfall ein Signal sendet. „Lieber beim Helm ein paar Euro mehr ausgeben“, rät er. Sportler sollten nicht auf Kosten der Sicherheit sparen.

Hip, hipster: Das Rennrad im Stadtverkehr

Der Trend, dass Rennrad im Stadtverkehr als Alltagsrad zu verwenden, ist besonders in deutschen Großstädten schon vor Jahren angekommen. Das Modell – meist so alt wie der Fahrer selbst – wird für viele zum modischen Accessoire. Geeignet sei ein Rennrad für den Stadtverkehr jedoch weniger, sagt Eberhard. Schienen, Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster stellen für die dünnen Reifen Herausforderungen dar. Die fahrradunfreundliche Infrastruktur – Baustellen, ungünstige Ampelschaltungen und zu schmale Radwege – führen zudem bei der wachsenden Zahl an Fahrradfahrern zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr.

Https://magazin. dela. de/konzipiert-um-schnell-zu-sein-die-risiken-beim-rennradfahren/

Medienberichte und Publikationen rund um Fahrräder, Pedelecs, Technik und Sicherheit

Die häufigsten Sicherheitsrisiken, die uns in der täglichen Arbeit rund um Fahrrad-Sicherheit, – Technik und – Bedienungsanleitungen auffallen, publizieren wir auch in Artikeln in den führenden Fachmagazinen TOUR – Europas Rennrad-Magazin Nr. 1, BIKE – Das Mountainbike Magazin Europas Nr. 1 und E-Bike – Das Pedelec-Magazin, um diese für die Branche wichtigen Informationen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Eurobike Show Daily, Messezeitschrift der jährlich stattfindenden Eurobike Show, gibt uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, unsere Sicht auf wichtige Entwicklungen in der Fahrradbranche in ganzseitigen Artikeln auszuführen.

Darüber hinaus sprechen wir regelmäßig in unabhängigen Fachvorträgen über alle Bereiche der Fahrradtechnik und des Fahrradmarktes. Auch weitere Fach – bzw. Branchenzeitschriften sowie immer häufiger Radio und Fernsehen zitieren uns in ihren Medienberichten und zeigen uns, dass wir mit unseren Hinweisen genau richtig liegen. In der Rubrik AKTUELL erfahren Sie laufend alle Neuigkeiten aus unseren Fachbereichen. Diese Berichte und Publikationen sortieren wir für Sie chronologisch bzw. nach Interessensgebieten.

TOUR 06/2010
Lesedauer 2:20 Minuten

Werkstatt – Leichte Rennräder abstellen und lagern

Wert-Ablage – So komisch es klingen mag: Leichte Rennräder gehen weniger beim Fahren kaputt, sondern beim Abstellen, Lagern und beim Transport. Dabei ist Vorbeugen leicht – man muss nur dran denken.

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Drei Techniken für sicheres Rennradfahren

Sicherheit ist das A und O beim Rennradfahren. Wir haben dir bereits einige Tipps zur Sicherheit im Straßenverkehr gegeben, wie z. B. dass du Lichter haben und Kleidung mit reflektierenden Details tragen sowie ständig darauf achten solltest, was um dich herum geschieht. Und dass du immer davon ausgehen solltest, dass andere Fahrzeuge oder Fußgänger dich nicht sehen können.

Die eigene Sicherheit hängt oft von dem eigenen Können ab. Mit den folgenden drei Technikübungen kannst du deine Skills verbessern und damit dein Selbstvertrauen stärken und letztlich deine Sicherheit auf dem Rennrad erhöhen. Suche dir zum Üben eine ruhige Straße mit wenig Verkehr, das gilt insbesondere dann, wenn du Anfänger bist. Nun zu den drei Technik-Skills, an denen wir arbeiten werden:

Vollbremsung ohne zu stürzen oder mit dem Hinterrad auszubrechen Bergab Kurven fahren Beim Fahren aus dem Sattel gehen

Vollbremsung ohne zu stürzen oder mit dem Hinterrad auszubrechen

Im Notfall (eine sich öffnende Autotür, ein Fußgänger, der deinen Weg kreuzt, ein voranfahrender Radfahrer, der bremst) und wenn keine andere Möglichkeit bleibt, muss man hart in die Bremsen greifen, das gilt vor allem für Die Vorderbremse, Denn sie hat die größte Bremskraft. Aber Vorsicht, wenn du zu stark bremst, kannst du über den Lenker fliegen und/oder das Hinterrad könnte ausbrechen.

Wie lässt sich ein Sturz vermeiden? Verlagere dein Gewicht nach hinten, indem du dein Gesäß hinter dem Sattel platzierst. Je stärker du bremst, desto weiter solltest du nach hinten rutschen.

Wie verhindern, dass das Hinterrad ausbricht? Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Klickpedale nach oben ziehen, sodass das Hinterrad kurz den Bodenkontakt verliert. Etwas Druck vom Bremshebel nehmen und Bremsen wieder anziehen, um ein Blockieren des Hinterrads zu verhindern.

Das Fahrrad sollte beim Üben beider Techniken so gerade wie möglich stehen. Staub, Sand, Steine o. a. erhöhen die Rutschgefahr. Bei Regen sieht das Ganze anders aus. Hier findest du weitere Informationen über das Fahren bei nassem Wetter.

Bergab Kurven fahren

Wir wollen jetzt keinen auf Nibali auf seinem Weg zum Sieg beim Giro di Lombardia 2015 machen, aber Zu wissen, wie man seinen Körper zur richtigen Gewichtsverteilung positionieren muss, ist entscheidend für eine sichere Kurvenfahrt. Bei der Abfahrt des Italieners können wir beide Techniken aus Punkt eins und jene aus Punkt zwei sehen.

Wir dürfen jedoch nicht vergessen, Dass wir uns nicht in einem Rennen befinden. Es gibt andere Fahrzeuge auf der Straße, wir müssen in unserer Spur bleiben und dürfen beim Abbiegen nicht auf die Gegenfahrbahn wechseln. Außer es ist absolut notwendig, um einen Unfall oder einen Sturz zu vermeiden.

Beginnen wir mit der richtigen Körperposition. Das Bein innen sollte oben auf 12 Uhr sein, das äußere unten auf 6 Uhr. Wenn du das Knie auf der Kurveninnenseite öffnest, verlagerst du dein Gewicht nach innen und erzeugst einen Windwiderstand, der dir hilft, die Kurve zu nehmen oder deine Kurvenlinie zu korrigieren.

Je tiefer dein Schwerpunkt, desto besser kannst du das Rad beherrschen. Bei Abfahrten ist es daher ratsam, mit den Händen an den Drops zu fahren (ein Finger immer am Bremshebel) und den Oberkörper nach unten zu verlagern. Auf diese Weise verteilst du außerdem dein Körpergewicht auf beide Räder, was dir mehr Grip und Stabilität verleiht.

Nimm die Kurven vorausschauend, indem du schon vorher anbremst. Wenn nötig, kannst du beide Techniken aus Punkt eins anwenden. Blick dabei immer nach vorne, um zu wissen, wie die Kurve verläuft. Bringe deinen Körper in Position, nimm etwas Druck von den Bremsen, um dich auszurichten und achte dabei immer auf Hindernisse auf der Straße oder auf Veränderungen in der Kurve, um deine Position auf dem Rad anpassen zu können.

Achtung, wenn du aus der Kurve heraus wieder anfängst zu treten und das Fahrrad sich noch in Schräglage befindet. Wenn du das Bein innen absenkst, berührst du mit dem Pedal wahrscheinlich die Straße, das Hinterrad gerät ins Hüpfen, verliert den Kontakt zum Boden und du stürzt wahrscheinlich so wie Pavel Sivakov bei der Dauphine 2020 .

Wendest du Kraft auf, während das Rad sich noch in Schräglage befindet, kann es sein, dass es nicht genügend Grip hat und dein Hinterrad wie bei Richie Porte 2015 ausbricht.


Diese Technik sollte nur auf vertrauten Abfahrten geübt werden, vorzugsweise auf gutem Asphalt und mit wenig Verkehr.
Das Ziel ist es, weniger verkopft und mit mehr Lockerheit und Selbstvertrauen an die Sache rangehen zu können. Sie ist ein wichtiger Skill bei Abfahrten, der Übung braucht und schnell wieder verloren gehen kann.

Beim Fahren aus dem Sattel gehen

Du bist gerade aus der Kurve gekommen und brauchst mehr Power, um schneller zu werden. Das geht am besten, indem du aus dem Sattel gehst, so kannst du mehr Kraft auf die Pedale ausüben. Die richtige Vorgehensweise dabei ist nicht nur wichtig, um bei einer Abfahrt oder einem Sprint wieder in Fahrt zu kommen, sie spielt auch in Sachen Sicherheit und Komfort eine entscheidende Rolle.

Zunächst drei Tipps:

Bevor du aus dem Sattel gehst, Hände fest am Lenker. Bei einem Rennradlenker an die Hörnchen oder Drops fassen. Bei einem flachen Lenker an die Lenkergriffe. Nicht aus dem Sattel gehen, wenn du keinen guten Halt hast. Und Achtung, wenn es regnet oder kalt ist, sonst geht es dir wie Geraint Thomas bei der Tour de Romandie.

Hände fest am Lenker und richtiger Gang – check! Wie kommen wir nun aus dem Sattel? Wenn du dein vorderes Bein (das rechte Bein, wenn du Rechtshänder, das linke, wenn du Linkshänder bist) zwischen 12 und 1 Uhr auf der Pedaluhr hast, gehe leicht nach vorne aus dem Sattel und benutze dein Bein als Stütze (zusammen mit deinen Händen), um dich auf die Pedale zu stellen. Während du weiter in die Pedale trittst, benutze deine Arme, um das Fahrrad auszubalancieren.

Es wird dir anfangs schwerfallen, mit deinem zweirädrigen Freund den richtigen Rhythmus zu finden. Die Synchronisation braucht Übung, aber mit der Zeit klappt das ganz automatisch. Du wirst deinen eigenen Stil finden. Es gibt Radsportler, die gerne viel Kraft bei niedriger Trittfrequenz aufwenden und es gibt Fahrer wie Alberto Contador, die für ihren Tanz auf dem Rad berühmt sind:

Durch die Änderung der Körperhaltung können sich Die Muskeln und das Gesäß entspannen, was die Fahrt angenehmer macht. Manchmal gewinnt man auch mehr Kontrolle und Sicherheit, z. B. wenn man stark bremst, Unebenheiten abfedert oder mit Bunny Hops Schlaglöchern ausweicht. Und dann, Wenn es bergauf geht oder die Zeichen auf Sprint stehen, können deine Beine wieder volle Power geben.

Https://www. siroko. com/blog/c/de/drei-techniken-fur-sicheres-rennradfahren/

Rennrad-Know-How: Alles was du wissen musst

Material, Training, Tipps: In unserem Guide erfährst du alles, was du als Rennrad-Einsteiger wissen musst.

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Inhalt

Das Besondere am Rennradfahren

Raus aus der Stadt, rein in die Natur: mit dem Rennrad kannst du von der Haustüre aus los starten, deine Ausdauer verbessern und den Alltag hinter dir lassen. Rennräder sind so konstruiert, dass man damit auf der Straße Strecken möglichst schnell und kräfteschonend zurücklegen kann. Das heißt: alles zielt auf ein optimales Verhältnis aus geringem Gewicht und hoher Verwindungssteifigkeit ab. Trotz dieser allgemeingültigen Definition ist Rennrad aber nicht gleich Rennrad. Es gibt eine Vielzahl an Rennradtypen, die für die verschiedensten Einsatzbereiche ausgelegt sind.

Rennrad ist nicht gleich Rennrad – es gibt einige Unterschiede.

© Sean Berry/Red Bull Content Pool

Rennrad-Kategorien

Welches Rad am besten zu dir passt, hängt davon ab, was du mit deinem Rad vor hast und auf welchen Straßen oder Strecken du überwiegend unterwegs bist.

Wenn du feststellst, dass dein aktuelles Rennrad nicht mehr ganz zu hundert Prozent zu dir passt, musst du dir nicht zwingend ein komplett neues Rad kaufen. Du kannst auch einzelne Parts austauschen, um dein Material so besser an ein neues Trainingsgebiet oder einen neuen Einsatzbereich anzupassen. Wie viele Möglichkeiten du im Bereich des Gewichts-Tuning hast, erfährst du hier.

Zubehör fürs Rennrad

Neben einem passenden Rennrad gehört noch mehr zur Grundausstattung eines Rennradfahrers. An deinem Rad solltest du unbedingt zwei Flaschenhalter montieren, damit du immer genügend Flüssigkeit an Bord hast. Du solltest auch ein Pannenset an deinem Rad anbringen. Dazu gehört eine Mini-Pumpe, die sich bei den meisten Systemen ganz leicht mit dem Flaschenhalter kombinieren lässt, ein Multitool, Ersatzschlauch, Reifenheber, Flickzeug und ganz wichtig: ein „Not-Zehner“. Das alles kannst du in einer passenden Satteltasche verstauen und diese dann unter dem Sattel anbringen. So hast du immer alles dabei.

Perfekt ausgerüstet beim Rennradtraining.

© Long Nguyen/Red Bull Media House

Rennrad-Bekleidung

Die richtige Rennrad-Bekleidung

© George Marshall/Red Bull Content Pool

Zu den wichtigsten Bekleidungsgegenständen zählt allen voran der Helm. Als Rennradfahrer gehört man zu den schnellsten Radfahrern und ist zudem die meiste Zeit auf befahrenen Straßen unterwegs. Beide Faktoren erhöhen das Risiko. Gerade als Rennrad-Einsteiger ist ein Helm daher absolute Pflicht. Zusätzlich solltest du deine Augen mit einer passenden Sportbrille vor dem Fahrtwind, Wetter, Staub und Insekten schützen. Ein weiterer Pluspunkt für die Sicherheit sind Rennradhandschuhe. Sie verbessern zum einen den Grip am Lenker, zum anderen schützen sie deine Hände vor Abschürfungen im Fall des Falls.

Zum Heulen: verzweifelter Rennradfahrer.

© Denis Klerk / Red Bull Content Pool

Den Komfort auf dem Rennrad erhöht die Bibshort. Spezielle Radhosen erkennst du an ihren Trägern und dem Sitzpolster. Durch die Träger braucht die Hose keinen Bund. Sie kann daher deinen Bauch nicht einschnüren. Das Sitzpolster dämpft Straßenunebenheiten ab und sorgt für einen bequemen Sitz auf dem Sattel.

Vervollständigt wird dein Rennrad-Outfit mit dem Trikot. Seine Besonderheiten: es liegt eng an, damit sich der Luftwiderstand reduziert, ist gut belüftet und hat drei Taschen am Rücken. In letzteren kannst du deine Verpflegung oder zusätzliche Bekleidung wie etwa eine Windweste verstauen. Noch mehr über das wichtigste Zubehör für Rennradfahrer erfährst du hier.

Klick – vs. Flat-Pedal

Ein Rennrad ist wesentlich wendiger, schneller und unruhiger als ein normales Fahrrad. Du solltest dich langsam an die Fahreigenschaften gewöhnen. Bevor du deine erste Rennrad-Tour startest, kannst du dir überlegen, ob du gleich mit den für ein Rennrad typischen Klickpedalen startest. Durch sie bist du feste mit dem Rennrad verbunden. Das verbessert zwar die Kraftübertragung, kann sich aber am Anfang ungewohnt anfühlen. Daher der Tipp: montiere erst einmal herkömmliche Flatpedals und fahre mit normalen Sportschuhen, bis du dich komplett an dein Rennrad gewöhnt hast. So kannst du dich besser auf den Verkehr und dein Rennrad konzentrieren. Du wirst sehen: Im Anschluss fällt dir der Umstieg auf Klickpedale wesentlich leichter.

Montiere erst einmal Flatpedals und fahre mit normalen Sportschuhen, bis du dich komplett an dein Rennrad gewöhnt hast.

Vor dem Training

Bevor du losfährst, solltest du dein Rennrad richtig auf deinen Körper einstellen. Am wichtigsten ist dabei die Sitzhöhe. Grobe Faustregel: dein Bein sollte durchgestreckt sein, wenn du auf dem Sattel sitzt, deine Ferse auf dem Pedal steht und die Kurbel im rechten Winkel zum Boden ausgerichtet ist. Für eine genauere Einstellung der Sitzpostion ist eine Experten-Analyse ratsam. Bei deiner ersten Ausfahrt solltest du dich voll auf dein Rad und den Verkehr konzentrieren. Wichtig: Blick nach vorne und nicht auf deinen Radcomputer – Unfallgefahr. Lass’ dich nicht ablenken und manövriere dich erstmal sicher aus der Stadt, bevor du dich mit deinem Rad und dem Zubehör auf ruhigeren Strecken beschäftigst.

© Getty / Michael Carver

Rennrad Trainingstipps

Die gute Nachricht vorab: wenn du ein Rennrad-Neueinsteiger bist, wirst du deine Leistung am Anfang relativ schnell steigern können. Rennradfahren schont die Gelenke, du kannst also regelmäßig trainieren, ohne deinen Bewegungsapparat zu stark zu belasten. An gezielt eingesetzten Ruhetagen hat deine Muskulatur die Möglichkeit, die neuen Reize zu verarbeiten. In der Folge kannst du mit höherer Geschwindigkeit länger fahren. Mit fortschreitendem Training wirst du allerdings irgendwann an den Punkt kommen, an dem du mit einem unstrukturiertem Training nicht mehr weiterkommst. Ab hier ist eine Leistungsdiagnostik sowie eine gezielte Trainingssteuerung unausweichlich, die sich auf bestimmte Schwerpunkte konzentriert – wie etwa Berg – oder Tempotraining. Neben dem Ausdauer – und Krafttraining solltest du auch deine Technik nicht außer Acht lassen.

Radprofis wie Anton „Toni“ Palter oder ambitionierte Hobbyfahrer beginnen ihre Vorbereitung auf die Rennrad-Saison im Winter – klassischerweise im November. Erfahre hier, was du beim Rennrad-Wintertraining alles beachten musst.

Gerade in der Vorbereitungsphase in der kalten Jahreszeit liegt ein Schwerpunkt auf dem Grundlagenausdauer-Training. Dabei spult man sehr viele Kilometer im aeroben, also eher entspannten Leistungsbereich ab. Um im Winter gezielt trainieren zu können, empfiehlt sich ein Trainingslager. Hier kannst du Trainingsreize setzen und an deiner Form feilen.

Https://www. redbull. com/de-de/rennrad-guide-alles-was-man-wissen-muss

Schnell, komfortabel, pannensicher: Tubeless-Reifen beim Rennrad

Rennräder sind weniger sicher

Hobbyradsportler sind selten schneller als Profis. Wenn es um Zeit pro Weg geht, verlieren sie klar. Doch wo der Jedermann die Nase klar vorn hat, ist bei technischen Innovationen. Während das Profi-Peloton lange über das Für und Wider von Scheibenbremsen am Rennrad diskutierte, hatte der Hobbysportler schon längst seinen Disc-Renner und freute sich über das satte Bremsverhalten – vor allem bei Nässe. Die Geschichte scheint sich gerade zu wiederholen – beim Reifen. Immer mehr Hobbyradsportler wechseln auf Tubeless-Reifen.

Wie der Name schon sagt, sind das Reifen ganz ohne Schlauch. Die Tubeless-Reifen ähneln dem klassischen Mantel sind aber natürlich anders verarbeitet und brauchen für vollkommene Luftundurchlässigkeit noch die Dichtmilch. Allerdings benötigt er wie auch der Schlauchreifen (Tubular) ein spezielles Laufrad. Moderne Clincher-Laufräder sind aber schon fit für die Reifentechnologie – erkennbar an tubeless-easy oder tubeless-ready – Bezeichnungen.

Neu ist diese Tubeless-Technologie nicht. Der Autoreifen funktioniert im Prinzip genauso, wobei hier natürlich der Reifen mit anderen Materialen wie einem Stahlgewebe aufgebaut ist. Im Mountainbike-Bereich gibt es dieses System schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt, fast jedes Gravelbike wird mit tubeless-fähigen Laufrädern und Reifen ausgeliefert, und beim Rennrad erlebt diese Reifenart gerade einen regelrechten Boom. Und das aus gutem Grund!

Geringerer Luftdruck verbessert Abrollverhalten und verringert Rollwiderstand

„Ich kann einen Tubeless-Reifen mit niedrigerem Reifendruck fahren, was wiederum zu einer höheren Traktion führt und mir mehr Komfort bei ruppigen und rauen Pisten gibt“, erklärt Felix Schäfermeier, Produkt Manager Rennrad bei Schwalbe und verantwortlich für die Entwicklung des neuen Tubeless-Reifens Schwalbe Pro One TLE.

Apropos Luftdruck: Je breiter der Reifen, umso weniger Luftdruck wird benötigt – was auch den Rollwiderstand verringert. Warum? „Die Aufstandsfläche wird kleiner – sie wird zwar breiter aber viel kürzer“, so Schäfermeier. Aus diesem Grund fahren heute viele Hobbyrennradfahrer 28 Millimeter breite Tubeless-Reifen – viele Hersteller bieten die Reifen von 25 bis 32 Millimeter Breite an.

„Zusätzlich verbessert sich der Rollwiderstand gegenüber dem Clincher auch noch durch das Weglassen des Schlauches,“, erklärt Schäfermeier. Grund: Schlauch und Mantel sind zwei unterschiedliche Produkte, die sich „aneinander reiben“.

Durch den fehlenden Schlauch sind die Radfahrer übrigens vor einem ganz speziellen Defekt gefeit: dem sogenannte Snake-Bite. Dieser „Schlangenbiss“ entsteht, wenn es auf ruppigen Pisten wie Kopfsteinpflasterpassagen oder bei Schlaglöchern zum Durchschlag kommt – also, wenn der Schlauch zwischen Felgen und Mantel eingeklemmt wird und so kleine, feine Löcher entstehen.

Rennräder sind weniger sicher

Selbstheilungskräfte durch die Dichtmilch

Durch die Dichtmilch, die in den Tubeless-Reifen eingefüllt wird, werden kleine Löcher und Schnitte während der Fahrt wieder verschlossen. Die Selbstheilungskräfte ist gerade auf langen Touren von unschätzbarem Vorteil, wenngleich zur Sicherheit immer ein Ersatzschlauch mitgenommen werden sollte.

Alles also gute Argumente – doch warum fahren dann nicht auch alle Profs mit diesem System. Zum einen, weil der Straßenradsport sehr konservativ ist – Beispiel Disc-Bremsen – und die Mechaniker in vielen Teams beim Material sehr viel Entscheidungsmacht besitzen. Zum anderen, weil es für eine gute Performance in allen Bereichen extrem auf das Zusammenspiel von Laufrad und Reifen ankommt.

Das war in der Vergangenheit nicht immer gegeben. Anders formuliert: Bestimmte Laufräder und Reifen harmonieren aufgrund von Toleranzschwankungen und Konstruktionen nicht gut miteinander. Das macht sich meist schon bei der Montage bemerkbar.

Das perfekte Match – Laufrad und Tubeless-Reifen

Sind Laufrad und Reifen aufeinander abgestimmt, dann gibt es auch wenig Grund für Schauergeschichten zur Montage der Pneus, die immer wieder die Runde machen. Bei einer guten Kombination aus Laufrad und Tubeless-Reifen ist der Reifen stattdessen in wenigen Minuten aufgezogen, liegt aufgepumpt satt im Felgenbett und hält die Luft fürs Erste gut ohne Dichtmilch.

„Matcht dieses Set-up aus Laufrad und Reifen perfekt, vereint ein Tubeless-Reifen die besten Merkmale von Clincher und Tubular – bis hin zu den Notlaufeigenschaften“, erklärt Schäfermeier. Gerade dieser Punkt ist für Profis besonders wichtig, da sie im Rennen immer noch einige hundert Meter auf der Felge weiterfahren wollen und manchmal auch müssen.

Schwalbe hat wie auch einige andere Reifen – und Laufradhersteller ein Kompatibilitätsliste für das Set-up zwischen Reifen und Laufrad erstellt. Dabei wird das mögliche perfekte „Match“ nach drei wichtigen Eigenschaften beurteilt: Montage, Aufpumpen und Absprungsicherheit. Gerade letzteres Merkmal ist – wie der Name schon andeutet – sicherheitsrelevant. Hier die Aufstellung

Und wer sich einen richtig langen tiefen Cut im Reifen holt, dem kann auch die Dichtmilch nicht helfen. Da muss dann unterwegs der Ersatzschlauch eingezogen werden, aber das muss er bei einem Clincher auch; und der Schlauchreifen-Pilot muss dann unterwegs den neuen Tubular aufkleben oder den persönlichen Materialwagen rufen.

Schwalbe setzt beim Rennrad auf Tubeless

Reifenhersteller Schwalbe ist von der Tubeless-Technologie so überzeugt, dass er im Herbst 2019 die Schlauchreifenproduktion eingestellt hat. „Hinzu kommt, dass kein Laufradhersteller die Felge für Schlauchreifen neu entwickelt“, erklärt Schäfermeier.

Auch die Top-Athleten gehen den Weg des Unternehmens mit – mit Erfolg. Triathlet Sebastian Kienle, eine der Materialfreaks über die Langstrecke, kam selbst auf das Unternehmen zu und wollte die Technologie testen, und war schnell überzeugt. Auch von der Pannensicherheit.

Denn Kienle musste trotz Cut durch eine Glasscherbe bei der Europameisterschaft in Frankfurt den Reifen nicht wechseln. „Der Druck sank von 7,5 bar auf 3,8 bar, aber die Daten blieben gleich. Er musste mit weniger Luftdruck im Reifen nicht mehr Leistung aufbringen, um die gleiche Geschwindigkeit zu fahren“, erklärt Schäfermeier. „Das liegt daran, dass der Schwalbes Pro One auch bei niedrigem Luftdruck ein extrem gutes Walkverhalten hat“, so Schäfermeier.

Profi-Team Canyon SRAM-Racing fährt tubeless im Rennen

Auch die Mädels des Canyon-SRAM Racing-Teams ließen sich im Praxis-Test überzeugen. „Wir haben zu Anfang der Saison 2019 die Räder je zur Hälfte mit Schlauch – und Tubeless-Reifen ausgestattet, um ihnen eine freie Wahl zu ermöglichen. Ab Juli fuhr dann das komplette Team mit tubeless“, so Schäfermeier weiter.

Der Grund dafür liegt auch in der Geschmeidigkeit und besseren Beherrschbarkeit der neuen Tubeless-Modelle. „Im Grenzbereich lassen sie sich besser kontrollieren als Tubulars. Denn sie verformen sich natürlicher und haben nicht einen so geringen Grenzbereich“, weiß Schäfermeier.

Möglich macht dies der Aufbau. Ein Schlauchreifen besteht aus Kleber und bis zu vier Karkassenlagen sowie dem eingenähten Schlauch. „Durch diese Konstruktion wird der Reifen durch die Kontur der Felge vorgeformt, da er ja auf der Felge ‚aufliegt“ und nicht innen drin liegt. So kann er übertrieben gesagt eckig werden, und in der Kurve im Grenzbereich plötzlich unkontrolliert abkippen“, so Schäfermeier. Bei Tubeless spielt die Kontur der Felge dagegen für die Traktion keine Rolle.

Bereits 2015 mit Tubeless bei Paris-Roubaix in Top 5

Schwalbes Begeisterung für die Tubeless-Technologie beim Rennrad kommt nicht von ungefähr. Schon seit über fünf Jahren beschäftigt sich das Unternehmen mit dieser Konstruktion fürs Rennrad. Den ersten echten Erfolg feierten sie damit schon 2015 – von vielen gänzlich unbemerkt. „2015 haben wir unseren ersten Tubeless-Reifen bei Paris-Roubaix eingesetzt,“ erzählt Felix Schäfermeier von Schwabe. Martin Elmiger vom damaligen Schweizer Team IAM kam als Fünfter ohne Platten bei der Hölle des Nordens in Ziel. „Das war, wenn man so will, der Vorgänger unseres heutigen Gravelreifens G-One“, sagt Schäfermeier.

Https://www. alpecincycling. com/fahrrad-technik-material/reifen-tubeless-rennrad/

Radbeherrschung? Kein Problem!

Rennräder sind weniger sicher

Radfahren macht glücklich. Das bestätigen verschiedene Studien, unter anderem eine aus dem Jahr 2018. In der fühlten sich die Probandinnen und Probanden, die sich regelmäßig auf den Fahrradsattel schwangen, an knapp 22 Prozent weniger Tage pro Monat psychisch schlecht als diejenigen, die körperlich nicht aktiv waren.

Manchmal weicht auf dem Rennrad das Glück aber temporär auch einem mulmigen Angstgefühl – vor allem bei Einsteigern, mitunter aber auch bei routinierteren Radsportlern. In gefährlichen Situationen, zum Beispiel im Straßenverkehr mit anderen, meist motorisierten Verkehrsteilnehmern, mögen diese Angst und etwas Vorsicht durchaus berechtigt sein.

Es gibt aber auch an sich harmlose Situationen, die schlicht deswegen Angst machen, weil man sie noch nicht kennt, nicht einschätzen kann oder nicht weiß, wie man sich am besten verhält. Wie sich die gängigsten davon üben und entschärfen lassen, weiß Tino Zieger, ehemaliger Radrennfahrer und Besitzer des Radladens Elbbikes in Pirna

Fahren mit Klickpedalen

Speziell Rennradneulinge sind zu Beginn häufig noch unsicher, wenn es um das Fahren mit Klickpedalen geht: Komme ich an der Kreuzung schnell genug raus? Denke ich rechtzeitig daran, dass ich ausklicken muss … Vielleicht ist es schon beruhigend zu wissen, dass die meisten Rennradler wegen ihrer Klickpedale schon einmal umgekippt sein dürften. Manche behaupten sogar, man wäre erst dann ein richtiger Rennradfahrer, wenn man sich mindestens einmal unfreiwillig (und eingeklickt) auf die Matte gepackt hat.

Den Umgang mit Klickpedalen und die Automatisierung der Ein – und Ausklickbewegung lässt sich am besten einüben, indem man sich mit ihnen auseinandersetzt. Und zwar nicht erst an der ersten roten Ampel, sondern zunächst einmal, indem man sich an einer Mauer oder Ähnlichem festhält und das Ein – und Ausklicken im Stand übt.

„Die ersten paar Mal kann man dabei noch nach unten schauen, danach sollte man den Blick aber nach vorn richten. Das muss man später im Straßenverkehr ja auch, sonst übersieht man vielleicht Gefahren“, rät Tino Zieger.

Klappt die Grundbewegung gut, ist es sinnvoll, auf einer überschaubaren Fläche fahrend zu üben, zum Beispiel in einer Hofeinfahrt oder auf einem leeren Parkplatz. Gegebenenfalls lässt sich das Auslösemoment für die meisten Systempedale auch verringern, sodass Fahrer oder Fahrerin den Fuß leichter freibekommt. „Wenn am Anfang noch Unsicherheit besteht, empfehle ich, schon in der Anfahrt auf eine Ampel oder Kreuzung auszuklicken, also recht früh. Man muss erstmal ein Gefühl für das Rad bekommen. Jeder hat mal angefangen“, beruhigt Zieger.

Flasche während der Fahrt greifen

Rennräder sind weniger sicher

Der Hals wird immer trockener, aber die komplette Gruppe ausbremsen, weil man zum Trinken anhalten muss? Dann lieber durstig bleiben. Oder, die deutlich bessere Option: Üben, die Flasche während der Fahrt zu greifen und wieder in den Flaschenhalter zu stecken.

„Auch hier gilt: Viel hilft viel“, erklärt der Elbbikes-Chef. Er empfiehlt, auf einer verkehrsfreien Fläche kleine Kreise zu fahren und dabei immer mal wieder eine Hand vom Lenker zu nehmen. Auch einhändig um kleine Hindernisse herumzukurven und sich erstmal nur Richtung Unterrohr hinunterzubeugen, ohne die Flasche zu greifen, verbessere das Gefühl für das Rad.

Wer sich unsicher fühlt, kann dies auch erstmal ohne Klickpedale in Turnschuhen machen, damit er oder sie sich ganz aufs Balancehalten konzentrieren kann. Bei der Ausfahrt dann erstmal auf ruhigen, geraden Streckenteilen die Flasche aus dem Halter nehmen, „nicht in Abfahrten, Kurven oder gar Rennsituationen“, mahnt Zieger und ergänzt: „Grundsätzlich sollte man nicht verkrampfen, lieber einmal zurücknehmen und abwarten, als Lockerheit und Freude verlieren.“

Abfahrten meistern ohne Dauerbremsen

Rennräder sind weniger sicher

Tempo machen? Klar, deswegen hat man sich ja für ein Rennrad entschieden! Während es die meisten im Flachen gern krachen lassen, sieht es bergab mitunter ganz anders aus. Da schleicht sich plötzlich das Gefühl ein, die Kontrolle zu einem gewissen Grad zu verlieren, wenn der Tacho immer höhere km/h-Zahlen anzeigt. Was, wenn ich unvermittelt bremsen muss? Kriege ich die Kurve bei dem Tempo? Und rutschen die dünnen Reifen nicht sofort weg?

„Die Geschwindigkeit sollte auch und vor allem bergab dem Fahrniveau entsprechend sein. Den Umgang mit hohem Tempo kann man nur durch viele, viele Kilometer auf dem Rad lernen. Gerade für Anfänger gilt es, kein Risiko einzugehen. Ein Rennrad verhält sich anders als zum Beispiel ein Trekkingrad“, erklärt Tino Zieger, betont aber auch ab, dass niemand „Angst vor den zu schmalen Reifen zu haben braucht. Der Grip ist eigentlich immer gut gegeben.“

Vorausgesetzt, man fährt vorausschauend. Nur dann erkennt man Sturzrisiken wie Schotter in einer Kurve und hat die Chance zu reagieren, wenn der Straßenbelag sich in Schmierseife verwandelt hat, wie dies nach einem Regenschauer auf Mallorca oft der Fall ist.

Auch wichtig, gerade bei langen Passabfahrten, ist die richtige Kleidung, so der „Elbbiker“. Denn wer friert, verkrampft und kann schlechtestenfalls mit klammen Fingern die Bremse nicht mehr fein dosieren. Deshalb immer eine Weste oder Windjacke mitnehmen und gegebenenfalls auch ein Extrapaar Handschuhe.

Kurven fahren wie auf Schienen

Egal ob sich die Kurve im Flachen oder in einer Abfahrt befindet: „Wenn ich auf sie zufahre, sollte ich als Erstes abschätzen, welchen Radius die Kurve hat. Ist sie langezogen oder macht sie eher zu“, rät Tino Zieger. Entsprechend muss die Durchfahrt erfolgen: als gleichmäßiger Bogen oder eher als sinuskurvenartiger Schwung.

Im normalen Straßenverkehr gilt es zudem, das Risiko zu minimieren, das heißt: Nicht auf die Gegenfahrbahn tragen lassen! Die ideale Kurventechnik beschreibt Tino Zieger folgendermaßen: „Angepasst verzögern, kurveninneres Bein hoch, gerade in sehr engen Kurven erst am Kurvenausgang weitertreten und den Blick zum Kurvenausgang richten.“ Denn dort, wo man hinschaut, lenkt man auch hin.

Rennräder sind weniger sicher

Wer die Möglichkeit hat, kann ein paar Mal hinter einem erfahrenen Radsportler herfahren, vor allem auf kurvigen Abfahrten, und sich ein bisschen was von ihm oder ihr abschauen: „Wer in einem Abstand von fünf bis zehn Metern hinterherfährt, bekommt ein Gespür für die richtige Linie“, ist der ehemalige Rennfahrer überzeugt.

Bei Rennen nicht unter die Räder kommen

Bei Rennen und Radmarathons herrscht im Startbereich und auf den ersten Kilometern oft heftiges Gedränge. Ganz vermeiden lässt sich das „Mitschwimmen“ im Pulk meist nicht: „Einen optimalen Startplatz, bei dem man sich ganz raushalten kann, gibt es leider nicht“, sagt Tino Zieger.

Am Rand des Feldes geht es aber oft weniger trubelig zu als in der Mitte, weiter hinten ist es häufig ruhiger als ganz vorn, wo um Platzierungen gefahren wird, außen in Kurven ist für gewöhnlich mehr Platz als innen.

Rennräder sind weniger sicher

„In erster Linie sollte man gerade bei Marathons Ruhe bewahren und in der Anfangshektik nicht die Nerven verlieren. Die Strecke ist lang und abgerechnet wird am Ende“, so der Ex-Rennfahrer und ergänzt: „Man sollte die Weitsicht wahren und schauen, was vorn passiert, nicht neben oder hinter mir. Meist legt sich nach einigen Kilometern die Hatz.“

Hin und wieder dürfe man aber auch Selbstbewusstsein zeigen und mal den Ellbogen rausnehmen, wenn die Situation es erfordert. Natürlich immer im Rahmen des Fairen. Üben lässt sich so ein Wettkampfstart gut mit Sportfreunden auf einem kleinen Platz: „Man kann nebeneinander mal Stehversuche ausprobieren oder so simple Dinge wie auf einer Linie langsam entlangrollen. Hierfür nicht unbedingt die Radschuhe anziehen“, rät Tino Zieger. Und wer mag, kann das sich Batteln auch mal bei einem Ortsschildsprint trainieren, um im „Ernstfall“ sein Sportgerät im Griff und selbst Spaß zu haben. Angst? Doch nicht auf dem Rennrad!

Https://www. alpecincycling. com/rad-training-radsport/radbeherrschung-fahrtechnik-training/

Fahrtechnik für Rennradfahrer : Sicher Rennrad fahren in der Gruppe

Das Fahren in der Gruppe ist nicht nur für Rennrad-Anfänger eine Herausforderung. Wir geben Tipps zu Formationen und der richtigen Position in einer Rennrad-Gruppe.

Wer schon einmal alleine gegen den Wind kämpfen musste, weiß wie hilfreich der Windschatten eines anderen Rennradfahrers sein kann. Je größer die Gruppe, desto weniger Wind bekommen Sie zu spüren – vorausgesetzt Sie fahren an der richtigen Position. Wo diese liegt und wie Sie sich beim Fahren bei Seitenwind in der Gruppe verhalten sollten, zeigt unser Video-Tutorial zu Position und Formationen beim Rennradfahren in der Gruppe.

Die Tipps im Video

Handzeichen sind wichtig

Trainieren in der Gruppe macht Spaß und hilft, sich an das Fahren in Pulks zu gewöhnen, wie es bei Jedermann-Events üblich ist. Der wichtigste Schritt beim Gruppefahren ist die Kommunikation – denn um sicher unterwegs zu sein, sollte man die grundlegenden Handzeichen der Mitfahrer verstehen und weitergeben können.

Dabei gilt: Wer vorne fährt, ist für die Sicherheit der Gruppe verantwortlich und muss auf Gefahren hinweisen. Nachfolgende Radler müssen die Signale unbedingt weitergeben – verlassen Sie sich keinesfalls darauf, das diejenigen, die hinter Ihnen fahren, das Handzeichen schon gesehen haben. Lassen Sie genügend Abstand, vor allem wenn Sie noch nicht oft zusammen gefahren sind – Sicherheit geht vor Windschatten!

Rennrad fahren in der Gruppe: Hindernisse anzeigen

Foto: Wolfgang Watzke

Deuten Sie mit ausgestrecktem Zeigefinger rechtzeitig auf Schlag­löcher, Scherben oder Gullydeckel. Wichtig: Zeigen Sie nur die ­Hindernisse an, die auch wirklich welche sind. Sonst lässt die Bereitschaft der Mitradler schnell nach, den Hinweis weiterzu­geben – und dann rumpelt’s am nächsten richtigen Schlagloch.

Rennrad fahren in der Gruppe: Hindernisse umfahren

Foto: Wolfgang Watzke

Bei größeren Hindernissen, wie parkenden Autos, muss die gesamte Gruppe ihre Fahrlinie verlegen – je früher, desto besser. Winken Sie Ihre Hinterleute dafür mit wiederholtem Schwenken des ganzen Arms hinter Ihrem Rücken vom Hindernis weg.

Aufgepasst! Im Rennen sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass Ihre Mitfahrer alle Hindernisse anzeigen. Auch Sie selbst ­sollten einer geraden Fahrlinie die oberste Priorität ein­räumen. Lieber bremsbereit als wild gestikulierend! Am wirksamsten: Hindernisse laut ansagen.

Rennrad fahren in der Gruppe: Tempo rausnehmen

Foto: Wolfgang Watzke

Ihre Handfläche zeigt zum Boden, die Hand bewegt sich langsam auf und ab. Hilfreich, wenn Sie sich einer Kreuzung nähern oder der (Gegen-)Verkehr ein großes Hindernis darstellen könnte.

Rennrad fahren in der Gruppe: Anhalten

Foto: Wolfgang Watzke

Strecken Sie Ihren Arm nach oben und signalisieren Sie Ihren Mitfahrern mit der flachen Hand einen Stopp. Bremsen Sie ge­fühlvoll, damit Ihre Mitfahrer genügend Zeit haben zu reagieren.

Rennrad fahren in der Gruppe: Zweierreihe

Foto: Wolfgang Watzke

Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Gruppen mit mehr als 15 Fahrern in zwei nebeneinander fahrenden Reihen radeln. Ausgestreckter ­Zeige – und Mittelfinger signalisieren die Aufteilung der Gruppe in die Zweierreihe, der Zeigefinger den Wechsel zurück in die Einerreihe. Wichtig: Führende, die sich ablösen lassen, sollten sich immer nach außen zurückfallen lassen!

Im Windschatten fahren

Wer im Windschatten fährt, spart ordentlich Kraft. Eine Windkanal-Simulation der Universität Eindhoven kam 2018 gar zu dem Ergebnis, dass man in einem 121 Fahrer starken Feld bis zu 95 Prozent weniger Kraft brauchen kann als der Führende – wenn man richtig positioniert ist. Auch wenn Sie beim Jedermann-­Rennen nicht in einem derart großen Feld fahren, ist unbestritten: Je enger Sie am Hinterrad klemmen, desto höher die Energieersparnis. Doch besonders bei lockeren Trainingsausfahrten sollten Sie es nicht übertreiben und den Zwischenraum bei einer halben Laufradlänge belassen. Wichtig: Immer die Linie halten, um andere nicht zu gefährden. Besonders beim Zurückblicken besteht die Gefahr, den Lenker leicht zu verdrehen. Da hilft es, sich auf der Schulter des neben Ihnen Fahrenden abzustützen.

Rennrad fahren in der Gruppe: Aufgepasst im Rennen

Im Rennen werden Sie immer wieder mit kritischen Situationen konfrontiert. Um diese so entspannt wie möglich zu meistern, sollten Sie vorher mit einer vertrauten Gruppe die Rennsituationen simulieren. Testen Sie Ihre Komfortzone aus: Fahren Sie mit dem Vorderrad eng ­zwischen zwei Hinterräder, fahren Sie Schulter an Schulter, berühren Sie leicht den Lenker des Nebenmanns.

Wichtig: Üben Sie auf weichem Untergrund und mit geringem Tempo, das minimiert die Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes!

Rennrad fahren in der Gruppe: die richtige Position

Energie sparen, aber in Lauerstellung sein, lautet die Devise. An der Position acht bis zwölf, bei Gruppen unter zehn Fahrern Position drei bis vier, bekommen Sie genug Windschatten, bleiben aber aktionsbereit. Wer im vorderen Drittel der Gruppe fährt, kann nicht nur bei Attacken mitgehen, sondern minimiert auch das Sturzrisiko. Ist Ihnen das Fahren mitten im großen Feld noch nicht geheuer, können Sie in dritter oder vierter Reihe links oder rechts außen fahren. Dadurch bleibt Ihnen mehr Aktionsraum bei Stürzen, und Sie können einfacher nach vorne gelangen. Der Nachteil: Sie können durch möglichen Seitenwind nicht so viel Energie sparen wie mitten im Feld. Egal, an welcher Position Sie fahren: Vorausschauend und bremsbereit fahren ist der wichtigste Grundsatz beim Fahren in der Gruppe.

Https://www. tour-magazin. de/fitness/training/fahrtechnik-fuer-rennradfahrer-sicher-rennrad-fahren-in-der-gruppe/

How to: Bergabfahren mit dem Rennrad

Egal, ob du neu mit dem Rennradfahren begonnen hast oder bereits erfahrener Profi bist, bergabfahren mit dem Rennrad kann mitunter eine Herausforderung sein. Mit potenziell höheren Geschwindigkeiten zu fahren und sich dabei ganz auf deine Bremsen zu verlassen, um langsamer zu werden, kann beängstigend sein. Aber wenn du langsam anfängst, Vertrauen in deine Fähigkeiten aufbaust und die folgenden Fahrtechnik-Tipps befolgst, wirst du dich im Handumdrehen auf Abfahrten freuen!

Rennräder sind weniger sicher

Schaue niemals auf den Boden unter deinen Rädern. Beim Bergabfahren können mögliche Hindernisse sehr schnell auf dich zukommen, deshalb ist es wichtig, immer nach vorne zu schauen und die Straße zu lesen. Wenn ein Schlagloch in deinem Sichtfeld auftaucht, nimm es zur Kenntnis, verlagere deine Position, um es zu umfahren, und schaue nach vorne, um das nächste Hindernis zu suchen. Wenn du so lange auf ein Hindernis schaust, bis du direkt darüber bist, siehst du vielleicht nicht, was als Nächstes kommt. Denke daran: Du wirst dorthin fahren, wo du hinschaust!

Da du dich mit einer höheren Geschwindigkeit bewegst, solltest du beim Bergabfahren immer einen größeren Abstand zwischen den einzelnen Fahrer:innen einhalten und Hindernisse immer noch zusätzlich kommunizieren, wenn du in einer Gruppe fährst.

Fang langsam an, um dich an das Bergabfahren auf dem Rennrad zu gewöhnen. Wenn du nicht zu schnell fahren willst, solltest du zunächst nur bergab rollen. Beim Rollen sollten deine Füße parallel zum Boden stehen, mit gleichem Druck auf beide Pedale und leicht abgesenkten Fersen. Diese Haltung hilft dir dabei, beim Bremsen bestmöglich effektiv abzubremsen. Zusätzlich zum Bremsvorgang kann dein Körper beim Bergabfahren wie eine „Windbremse“ wirken. Wenn du aufrechter auf deinem Fahrrad sitzt, hast du mehr Luftwiderstand und wirst dadurch auch etwas langsamer.

Du willst bergab schneller fahren? Nutze alle Gänge und schalte in immer härtere Gänge, je weiter du bergab fährst. Wenn du die Kombination „großes Kettenblatt, kleines Ritzel“ erreicht hast, trittst du so lange in die Pedale, bis du nicht mehr weiter beschleunigen kannst. Dann gehst du mit dem Oberkörper nach unten! Wenn du durch Treten nicht mehr schneller werden kannst, kannst du deine Geschwindigkeit immer noch erhöhen, indem du deine Ellbogen aggressiv beugst und deinen Brustkorb näher an den Lenker heranführst, sodass dein Gesäß höher als deine Schultern ist. In dieser Position hilft dir die Aerodynamik, beim Bergabfahren schneller zu werden. Am besten übst du diese Körperposition auf langen, geraden Streckenabschnitten.

Hände im Unterlenker, Finger an den Bremsen

Beim Bergabfahren ist es tatsächlich sicherer, die Hände in den Drops zu platzieren als im Oberlenker. Du hast nicht nur einen besseren Griff am Lenker, sondern auch einen niedrigeren Schwerpunkt und damit mehr Traktion auf der Straße. Außerdem bist du in den Drops in einer besseren Position, um stärker zu bremsen. Es ist wichtig, beim Bergabfahren beide Bremsen zu benutzen. Die hintere Bremse ist besser geeignet, um die Geschwindigkeit auf weniger steilen Abfahrten oder in Kurven zu halten. Die vordere Bremse wird verwendet, um in steilem Gelände effektiver zu bremsen oder abzubremsen.

Rennräder sind weniger sicher

Auch wenn dein Instinkt dir sagt, dass du dich beim Bergabfahren auf dem Rennrad nach hinten schieben sollst, sorgt eine zentrale Position zwischen Vorder – und Hinterrad dafür, dass dein Gewicht auf dem Vorderrad liegt, was für die Traktion und das Kurvenfahren wichtig ist. Achte darauf, dass dein Kinn sich über dem Vorbau befindet, um sicherzustellen, dass du in einer ausbalancierten Position fährst.

Wenn sich deine Muskeln beim Bergabfahren anspannen, versteifst du deine Arme, was zu einem unruhigeren Fahrverhalten und weniger Kontrolle über das Fahrrad führt. Wenn du deine Ellbogen beugst und deine Schultern entspannst, während du dich mit den Unterarmen abstützt, fährst du sicherer und hast mehr Kontrolle.

* Ein wichtiger Faktor, um dein Rennradfahren bergab zu verbessern, ist das Kurvenfahren. Wenn du lernst, wie du mit dem Rennrad im flachen Gelände Kurven fährst, bevor du einen Berg hinunterbretterst, ist das der Schlüssel zu Selbstvertrauen und Leistung!

Https://www. liv-cycling. com/de/campaigns/how-to-bergabfahren-mit-dem-rennrad/21996

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