Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Schadensersatz nach Unfall: Wer hat welche Ansprüche?

Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Unverschuldete Geschädigte haben in vielen Fällen einen Anspruch auf Schadensersatz nach einem Unfall im Straßenverkehr. Welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen und wie sich Schadensersatz von Schmerzensgeld abgrenzt, lesen Sie hier.

Sie brauchen anwaltliche Hilfe nach einem Unfall?

Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung!

Ein Autounfall kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen: sowohl körperliche Verletzungen als auch große materielle Schäden. Menschen, die unverschuldet geschädigt wurden, fragen sich natürlich, wie ihr Schaden ausgeglichen werden kann. Es gibt Möglichkeiten, bei einem Unverschuldeten Unfall Ansprüche geltend zu machen: Betroffene können Anspruch auf Schadenersatz nach einem Unfall oder Schmerzensgeld verlangen beziehungsweise einklagen.

Was ist der Unterschied zwischen Schadensersatz nach Unfall und Schmerzensgeld?

Schmerzensgeld soll vor allem einen immateriellen Schaden ausgleichen. Zu immateriellen Schäden zählen schwere Verletzungen oder auch der Tod eines Menschen. Schmerzensgeld wird auch für medizinische Behandlungen bezahlt, die aufgrund des Unfalls im Straßenverkehr notwendig geworden sind. Schadensersatz soll hingegen materielle Schäden ausgleichen. Zum Anspruch auf Schadensersatz nach einem Unfall kommt es beispielswiese, wenn ein geschädigtes Auto repariert werden muss, zum Beispiel auch nach einem Unfall auf einer Dienstfahrt mit dem privaten Pkw.

Habe ich Anspruch auf Schadensersatz nach Unfall?

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Voraussetzung für einen Anspruch auf Schadenersatz nach Unfall ist, dass den Geschädigten keine Schuld trifft und die Kosten, die nach einem Verkehrsunfall entstanden sind, unmittelbar mit dem Unfall zusammenhängen oder direkte Folgen davon sind. Ob das der Fall ist, lässt sich in der Regel anhand der Straßenverkehrsordnung (StVO) klären. Wichtig ist es, immer die Polizei zu rufen – ist der Unfall auch noch so klein – um die Schuldfrage zu klären. Liegt auf beiden Seiten eine Mitschuld vor, muss geprüft werden, ob teilweise Anspruch auf Schadensersatz nach dem Unfall besteht.

Schadensersatz nach Unfall: Verjährung kann eintreten!

Gemäß § 195 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) verjähren Schadensersatzansprüche nach Drei Jahren. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Unfall geschehen ist und der Geschädigte erfahren hat, wer der Schädiger war. Wer Schadensersatzansprüche nach einem Autounfall geltend machen will, sollte daher nicht zu lange zögern, seine Rechte durchzusetzen.

Wer zahlt den Schadensersatz nach Unfall?

Den Schadensersatz nach Unfall zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers. Voraussetzung ist allerdings, dass der Geschädigte den durch den Unfall herbeigeführten Schaden nachweisen kann. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung muss jeder Halter eines Kraftfahrzeugs abgeschlossen haben – dazu ist man gesetzlich verpflichtet. Dadurch abgedeckt sind in der Regel folgende Schäden:

    Personenschäden Sachschäden Vermögensschäden immaterielle Schäden wie körperliche oder seelische Verletzungen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, einen Vertrag mit einer sehr hohen Deckung abzuschließen – möglichst mindestens mit 50 bis 100 Millionen Euro – denn solche Summen können durchaus bei schweren Unfällen zusammenkommen, wenn nach einem Unfall Schadensersatz gefordert wird.

Schadensersatz nach Unfall: Höhe des Schadensersatzes nach Autounfall

Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich nach dem entstandenen Schaden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Schädigers zahlt beispielsweise die Reparaturkosten des Wagens des Geschädigten. Gezahlt wird natürlich nur die Reparatur des Schadens, der durch den Unfall entstanden ist. Die Ausbesserung weiterer, bereits existierender Mängel am Auto muss der Geschädigte selbst zahlen.

Schadensersatz nach Unfall geltend machen: Lassen Sie sich beraten!

Wichtig zu wissen: Geschädigte sollten Ihren Anspruch auf Schadensersatz nach Unfall sofort der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung melden. Noch wichtiger: Unterschreiben Sie keine unverständlichen Formulare oder generelle Abtretungserklärungen von Werkstätten oder Mietwagenunternehmen. Lassen Sie sich unbedingt umfassend rechtlich beraten; vor allem dann, wenn die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung Ihre Forderung ablehnt. Sind Ihre Ansprüche berechtigt, muss die Versicherung bei unverschuldetem Unfall auch die Anwaltskosten tragen.

Schadensersatz nach Unfall mit Fahrrad möglich?

Auch bei einem Fahrradunfall ist Schadensersatz möglich. Ist ein Fahrradfahrer unverschuldet in einen Unfall verwickelt, kann er von der Haftpflichtversicherung der Gegenseite Schadensersatz für die Schäden am Fahrrad verlangen. Andersherum deckt die Versicherung aber nicht: Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt nur den Schaden, der mit dem versicherten Fahrzeug entstanden ist. Entsteht beispielsweise ein Schaden, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist und selbst einen Unfall baut, hat das nichts mit der Kfz-Haftpflichtversicherung zu tun. Für diese Fälle bräuchte man eine Privathaftpflichtversicherung.

Schadensersatz nach Unfall mit Personenschaden – Was ist möglich?

Wurde ein Mensch unverschuldet bei einem Verkehrsunfall verletzt – körperlich oder auch seelisch – spricht man in der Regel nicht von einem Anspruch auf Schadensersatz nach Unfall, sondern von Schmerzensgeld. Geht die Verletzung über eine Bagatelle hinaus, stehen die Chancen in der Regel gut, Ansprüche geltend machen zu können.

Https://www. rueden. de/bussgeldkatalog/unfall/schadensersatz/

Fahrradunfall: Schadenersatz für Reparatur nach Fahrradunfall erhalten

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Für viele Fahrradfahrer ist ein Fahrrad neben einer Sportlichen Freizeitaktivität auch ein nicht einwegzudenkendes Fortbewegungsmittel im Alltag.

Nach einem Fahrradunfall, bei dem das Fahrrad Beschädigt oder zerstört wurde, stellt sich dann vor allem die Frage, wie man Ersatz für den Schaden am Fahrrad bekommen kann und wer dafür aufzukommen hat.

Das Zivilrecht definiert einen Schaden als „,Unfreiwillige Vermögenseinbuße“ und berechnet ihn nach der Differenzhypothese. Was auf den ersten Blick wie ziemliches Kauderwelsch klingt, ist eigentlich sehr simpel erklärt. Wenn Jemand durch eine Handlung oder durch das Unterlassen einer Handlung etwas Beschädigt, dann muss er dies so Ausgleichen, als wäre dieses Ereignis nicht vorgefallen. Das bedeutet entweder, dass

der Alte Zustand wiederhergestellt werden muss oder dass ein Ausgleich in Geld zu zahlen ist.

Wirtschaftlicher Totalschaden

Unter einem wirtschaftlichen Totalschaden versteht man, dass zwar eine Reparatur des Fahrrads möglich ist, aber sich das Wirtschaftlich nicht mehr lohnt.

Zur Verbildlichung: Das Rad hat vor 10 Jahren 1.500,00 € in der Anschaffung gekostet, aber durch Zeit und Abnutzung zum Zeitpunkt des Unfalls nur 150,00 € wert. Nach dem Unfall dann der absolute Worst-Case: Es bleibt nur der Materialwert in Höhe von 10,00€. Eine Reparatur des Rades würde jedoch bereits 200,00 € kosten.

Was kann also von dem Schädiger oder seiner Versicherung gefordert werden?

    Die 140,00€ Differenz zwischen dem kaputten Fahrrad und dem Fahrradwert vor dem Unfall, 150,00 € für ein Ersatzfahrrad, das dem alten Fahrrad der Qualität nach entspricht (Zeitwert), oder die 200 € Reparaturkosten?

Die Antwort: Die Differenz, der sogenannte Wiederbeschaffungsaufwand, muss gezahlt werden! Denn bei der Abwicklung eines Schädigers gilt, dass der Schädiger zwar den Schaden an Ihrem Fahrrad nach einem Fahrradunfall ersetzen muss, damit Sie nicht schlechter stehen, umgekehrt gilt aber die Schadenminderungspflicht. Die Schadenabwicklung soll nicht mehr Kosten als notwendig für den Schädiger verursachen. In unserem Beispiel muss Schädiger Ihnen nur 140,00 € für das beschädigte Fahrrad zahlen, zzgl. zum Restwert i. H.v. 10,00 € können Sie so ein vergleichbares Fahrrad zum Zeitwert erwerben.

Ausnahme: die 130% Regelung

Bei Autounfällen hat die Rechtsprechung entschieden, dass man die Reparaturkosten verlangen kann, wenn sie nicht 130 % des Wiederbeschaffungswertes überschreiten. Wiederbeschaffungswert ist dabei der Wert, der eine Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges mit Gleicher Qualität entspricht. Im oben genannten Beispiel wären dies 150,00 €.

Dies bedeutet, dass der Gegner die Reparaturkosten zahlen muss, wenn diese nicht mehr als 195,00 € betragen. (150,00 € x 130 %) Betragen die Reparaturkosten mehr als 195,00 €, müssen nicht die Reparaturkosten, sondern nur der Wiederbeschaffungsaufwand ersetzt werden, also 140,00 €. Hiervon wird dann noch der Restwert des alten Autos abgezogen.

Hierbei berücksichtigt die Rechtsprechung ein gewisses „ideelles Interesse“ am jeweiligen Gegenstand. Eigentlich könnte der Schaden bereits günstiger behoben werden. Trotzdem gesteht die Rechtsprechung hier eine Überschreitung von bis zu 30% zu.

Ob die Rechtsprechung zu den 130 % bei Reparaturen von einem Kfz auch auf Fahrräder übertragen werden kann, hat die Rechtsprechung mittlerweile ausdrücklich geklärt: Das OLG München hat klar geurteilt, dass diese Rechtsprechung auf Fahrräder übertragbar ist. OLG München, Endurteil v. 16.11.2018 – 10 U 1885/18.

Zu kompliziert? Dann Fahrradunfall jetzt Melden! Wir erledigen Ihre Abwicklung kostenfrei für Sie. Kein Aufwand – Keine Kosten!

Https://vinqo. de/fahrradunfall-schadenersatz-fur-reparatur-nach-fahrradunfall-erhalten/

Schmerzensgeld nach Fahrradunfall – So bekommen Sie, was Ihnen zusteht!

Jedes Jahr ereignen sich ca. 80.000 Fahrradunfälle, um die 500 Menschen kommen jährlich auf dem Rad ums Leben. Tendenz steigend, dafür sorgt der ungebrochene E-Bike-Boom in Deutschland. Bei Fahrradunfällen kommt es wegen der fehlenden Knautschzone oft zu schwerwiegenden Personenschäden. Lesen Sie hier, welches Schmerzensgeld Ihnen bei einem Radunfall zusteht und wie Sie zu Ihrem Schmerzensgeld kommen.

Fahrradunfall

Unfallschutz mit myRight Vertragsanwälten. Nicht auf Schäden sitzenbleiben

Jedes Jahr ereignen sich ca. 80.000 Fahrradunfälle, um die 500 Menschen kommen jährlich auf dem Rad ums Leben. Tendenz steigend, dafür sorgt der ungebrochene E-Bike-Boom in Deutschland. Bei Fahrradunfällen kommt es wegen der fehlenden Knautschzone oft zu schwerwiegenden Personenschäden. Lesen Sie hier, welches Schmerzensgeld Ihnen bei einem Radunfall zusteht und wie Sie zu Ihrem Schmerzensgeld kommen.

Wer hat nach einem Radunfall Recht auf Schmerzensgeld?

Viele Radunfälle werden gar nicht offiziell registriert. Oft stehen Radfahrer schnell wieder auf und denken im ersten Moment, alles sei in Ordnung. Die Polizei wird nicht gerufen, keine Beweise gesichert. Doch zu hause angekommen, merkt man schnell, dass der Radunfall seine Spuren hinterlassen hat. Die Knochen schmerzen, man entdeckt Hautabschürfungen und oft stellt sich auch ein Kopfschmerz ein. Was viele nicht wissen: Selbst wenn man als Radfahrer den Unfall mit verursacht hat, hat man
Gegenüber beteiligten Autofahrern ein Recht auf Schmerzensgeld. Denn die Gerichte stufen Autofahren, anders als Radfahren, per se als gefährlich ein und lassen für diese Gefährdung den Autofahrer bei einem Unfall haften (sogenannte „Betriebsgefahr“). In der Praxis dürfte daher meist jeder Radfahrer ein Recht auf Schmerzensgeld haben, erst Recht wenn ein Auto am Radunfall beteiligt war.

Viele Unfälle werden durch unachtsame Fahrer, unebene Fahrbahnen oder den toten Winkel im Auto herbeigeführt. Der Fahrradfahrer hat zumeist das Nachsehen: Wenn er auf einer Motorhaube oder auf Asphalt aufschlägt, wird er oft immense Blessuren davontragen.

Da ist es gut zu wissen, das man als Radfahrer wenigstens ein Schmerzensgeld verlangen kann. Das Recht auf Schmerzensgeld nach einem Radunfall ergibt sich aus § 253 Bürgerliches Gesetzbuch. Danach darf der Geschädigte für die Beeinträchtigung seines Körper oder seiner Gesundheit eine billige Entschädigung in Geld verlangen. Der Begriff „billige Entschädigung“ ist weit auszulegen – die Gerichte haben bei der Schätzung des Schmerzensgeldes einen relativ großen Spielraum. Es existieren Schmerzensgeldtabellen, an denen sich die Gerichte orientieren können.

Schmerzensgeldtabellen dienen aber nur zur groben Orientierung. Die Intensität der Körperverletzung und der Anteil des Mitverschuldens an der Unfallentstehung verändern die Höhe des Schmerzensgeldanspruches oft deutlich.

Fahrradhelm mindert nicht das Schmerzensgeld

Kfz-Versicherungen haben einen neuen Trick: Sie verweigern die Auszahlung des Schmerzensgeldes oder nehmen eine deutliche Kürzung vor, weil der Radfahrer kein Fahrradhelm getragen haben. In der Folge geben viele Geschädigte Radfahrer entnervt auf und verzeichnen auf Ihr Geld. Da in Deutschland aber keine Helmpflicht besteht, ist dieses Argument regelmäßig irrelevant – es sei denn, es handelt sich um einen Sportrennfahrer. Sportrennfahrer setzen sich bewusst einer hohen Geschwindigkeit und Unfallgefahr aus, weshalb sie anderen Anforderungen unterliegen. Lassen Sie sich also von Kfz-Versicherungen nicht für „Dumm verkaufen“!

Ich habe ein Recht auf Schmerzensgeld – aber wie komme ich jetzt an mein Geld? Grundsätzlich kann jeder Radfahrer sein Schmerzensgeld selber vom Unfallgegner verlangen. Doch schnell kommt man an erhebliche Hindernisse: Wieviel Schmerzensgeld kann man verlangen? Muss der Radfahrer eine Frist zur Zahlung des Schmerzensgeldes setzen? Was macht man, wenn der Unfallgegner nicht zahlen möchte oder lange Diskussionen anfängt? Hier hilft ein Anwalt.

Was viele Menschen nicht wissen: Wer ein Recht auf Schmerzensgeld hat, muss meistens auch seinen Anwalt nicht bezahlen. Die Kosten des Anwalts muss der Unfallgegner zahlen. Doch nichts ist ohne Risiko. Zahlt der Unfallgegner nicht und lehnt auch seine Haftpflichtversicherung die Zahlung ab, geht an einer Klage kein Weg vorbei. Damit steigen aber die Risiken. Denn klagt man zu viel ein, bleibt man auf Kosten sitzen. Im Ergebnis kann man also sogar noch Geld verlieren.

Das zeigt: Die Einforderung von Schmerzensgeld ist etwas für versierte Profis. Achten Sie daher darauf, dass der Anwalt Ihrer Wahl ein Fachanwalt für Verkehrsrecht ist und jedes Jahr mehrere Schmerzensgeldfälle für Radfahrer erfolgreich durchsetzt. Oder Sie wenden sich an die Vertragsanwälte von myRight. Die myRight-Anwälte setzen jedes Jahr hunderte Schmerzensgeldfälle erfolgreich durch und sind führend auf ihrem Gebiet. Und mit myRight geht das alles ganz einfach.

Bild: © Kzenon – stock. adobe. com

Fahrradunfall

Unfallschutz mit myRight Vertragsanwälten. Nicht auf Schäden sitzenbleiben

Https://www. myright. de/magazin/fahrradunfall/schmerzensgeld-nach-fahrradunfall-so-bekommen-sie-was-ihnen-zusteht

Rund ums Rad: Nutzungsausfall beim Fahrrad – wann Ihnen eine Entschädigung zusteht

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Ob auf dem Weg zur Arbeit, in der Freizeit oder für tägliche Besorgungen – das Fahrrad ist für viele ein täglicher Begleiter geworden. Doch was, wenn das Rad bei einem Unfall derart beschädigt wird, dass es nicht mehr fahrtüchtig ist und repariert werden muss? Kann ein Auto nach einem Verkehrsunfall nicht mehr benutzt werden, hat der betroffene Fahrer grundsätzlich einen Anspruch auf Ersatz dieses Nutzungsausfallschadens. Ob es eine solche Entschädigung auch bei Fahrrädern gibt, erklären wir im Folgenden:

Nutzungsausfall auch beim Fahrrad

Wird ein Fahrrad bei einem Unfall beschädigt und kann aufgrund dessen nicht mehr gefahren werden, kann auch dem geschädigten Radler eine Nutzungsausfallentschädigung zustehen. Damit wird der Betroffene dafür entschädigt, dass er sein Rad vorübergehend nicht mehr benutzen kann und stattdessen beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel nutzen muss.

Denn ebenso wie ein Auto, ermöglicht die Verfügbarkeit eines Fahrrades dem Radler, sich zeitsparend und unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewegen. Muss man infolge eines Unfalls auf diesen Gebrauchsvorteil eines Rades verzichten, stellt dies einen immateriellen Schaden dar, für den der Geschädigte Ersatz verlangen kann.

Voraussetzungen für eine Nutzungsausfallentschädigung

Voraussetzung hierzu ist zunächst, dass der Betroffene den Unfall nicht selbst verursacht hat. Trägt er eine Teilschuld, wird der Anspruch entsprechend reduziert.

Zudem müssen ein entsprechender Nutzungswille und eine Nutzungsmöglichkeit vorliegen. Darunter ist zu verstehen, dass der Geschädigte das Fahrrad zum einen nutzen würde und zum anderen auch tatsächlich nutzen könnte, wenn es nicht beschädigt worden wäre. Ein Nutzungswille ist beispielsweise gegeben, wenn das Rad für den Arbeitsweg benötigt wird. Die Nutzungsmöglichkeit wiederum ist zu verneinen, wenn das Fahrrad nicht genutzt werden könnte, was zum Beispiel der Fall wäre, wenn der Betroffene bei dem Unfall verletzt wurde und deshalb überhaupt nicht Radfahren könnte.

Hinweis: Nutzt der Geschädigte das Rad jedoch Ausschließlich in der Freizeit, beispielsweise zur sportlichen Betätigung, besteht kein Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung. Voraussetzung ist vielmehr, dass das Fahrrad im Alltag des Betroffen eine zentrale Bedeutung hat, weil es Als Verkehrsmittel genutzt wird.

Höhe und Dauer der Entschädigungszahlung

Die Höhe der entsprechenden Ausfallentschädigung richtet sich dabei nach den Kosten, die bei der Anmietung eines vergleichbaren Fahrrades entstehen würden.

Für welche Dauer die Nutzungsausfallentschädigung gezahlt wird, ist gesetzlich nicht festgelegt. Grundsätzlich gilt, dass die Entschädigung für die Dauer der Reparatur bzw. im Falle eines Totalschadens Bis zum Erhalt eines neuen Fahrrades gezahlt wird.

Hinweis: Eine Nutzungsausfallentschädigung scheidet grundsätzlich aus, wenn der Betroffene über ein „Zweitfahrrad“ verfügt. Etwas anderes gilt nur dann, wenn das Rad von einem Angehörigen benutzt wird oder nicht auf dieselbe Weise wie das beschädigte Rad verwendet werden kann.

Beachte Schadenminderungspflicht

Zu beachten gilt, dass der Geschädigte nach einem Unfall die Pflicht hat, den Schaden so gering wie möglich zu halten (sog. Schadenminderungspflicht). Das bedeutet, dass er dafür Sorge tragen muss, dass die aus dem Unfall resultierenden Kosten – also auch die Nutzungsausfallentschädigung – nicht unnötig oder unverhältnismäßig größer werden. Der Geschädigte darf demnach beispielsweise nicht versuchen aus dem Unfall Kapital zu schlagen, indem er die Reparatur unnötig hinauszögert.

Sie sind als Fahrradfahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt worden, bei dem Ihr Fahrrad beschädigt wurde? Sie können Ihr Rad nun für einen bestimmten Zeitraum nicht nutzen und wollen für diesen Umstand vom Unfallverursacher entschädigt werden? Melden Sie sich bei uns! Wir prüfen die Sach – und Rechtslage und beraten Sie gerne umfassend zu Ihren Handlungsoptionen!

Https://www. anwalt. de/rechtstipps/nutzungsausfall-beim-fahrrad-wann-ihnen-eine-entschaedigung-zusteht-194571.html

Gibt es einen Nutzungsausfall beim Fahrrad?

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Ein Nutzungsausfall ist gegeben, wenn ein schädigendes Ereignis ursächlich dafür ist, dass eine bestimmte Sache für einen vorübergehenden Zeitraum nicht mehr nutzbar ist. Hierfür wird dem Geschädigten eine bestimmte Summe gezahlt, die Nutzungsausfallentschädigung. Am häufigsten kommt diese bei Unfällen (oder anderen unerlaubten Handlungen) mit einem Kraftfahrzeug vor: kann der Eigentümer eines Kfz dieses vorübergehend nicht mehr nutzen, weil es bei dem Unfall zu Schaden gekommen und beschädigt worden ist, so steht ihm gemäß dem Verkehrsrecht ein Betrag zu, welcher gemäß der Sanden-Danner Tabelle festgelegt wird. In dieser werden die Kraftfahrzeuge in Gruppen eingeteilt (A-L); je nach Gruppenzugehörigkeit erhält der Eigentümer demnach eine bestimmte Summe. Diese setzen sich zusammen aus den Grundkosten oder Vorhaltekosten (Steuer, Versicherung etc.) sowie dem Nutzungswert des Fahrzeugs. Für Fahrzeuge, die gewerblich oder nur in der Freizeit genutzt werden, werden in der Regel nur die Grundkosten übernommen.

Aber wie ist es bei Fahrrädern? Gibt es einen Nutzungsausfall beim Fahrrad?

Nutzungsausfall bei Fahrrädern

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Nutzungsausfallentschädigung lediglich Eigentümern von motorisierten Fahrzeugen zusteht. Dies würde bedeuten, dass ein Fahrradbesitzer keinen Nutzungsausfall geltend machen könnte, wenn ihm an seinem Gefährt ein Schaden durch einen Dritten entsteht. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei einem Fahrrad um ein Verkehrsmittel handelt, welches Personen genauso von A nach B befördert wie ein Auto, wäre dies eine ungerechte Diskriminierung. Dieselbe Ansicht vertreten auch die Gerichte, wie diesbezügliche Urteile zeigen: gemäß der Rechtsprechung kann auch bei Fahrrädern ein Nutzungsausfall vorliegen, so dass deren Besitzer Anspruch auf eine Entschädigung haben.

Wie hoch ist die Nutzungsausfallentschädigung beim Fahrrad?

Tabellen, gemäß derer der Nutzungsausfall beim Fahrrad definiert und die Höhe der Entschädigung bestimmt wird, gibt es nicht. Vielmehr ist in derartigen Fällen eine Einzelfallentscheidung notwendig. Eigentümer von Fahrrädern erhalten eine Entschädigung in der Höhe, welche dem Mietpreis eines Fahrrades für den Zeitraum des Ausfalles entspricht, also in der Regel zwischen 6,- Euro und 10,- € liegt. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Geschädigte sein Fahrrad regelmäßig nutzt, beispielsweise auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Sind sowohl der Nutzungswille als auch die Nutzungsmöglichkeit vorhanden, so besteht für die Zeit, in er das Fahrrad nicht genutzt werden kann, Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung [LG Lübeck, 08.07.2011, 1 S 16/11]. Zu beachten ist, dass der Anspruch auf einen Nutzungsausfall auch in jenen Fällen gegeben ist, in denen der Geschädigte ein alternatives Fortbewegungsmittel – beispielsweise ein Auto – zur Verfügung hat.

Die Dauer des Nutzungsausfalls wird auf den Zeitraum begrenzt, in dem das Fahrrad zur Reparatur ist, beziehungsweise bis – bei einem Totalschaden – ein neues Fahrrad angeschafft worden ist. Um den Nutzungsausfall geltend machen zu können, bedarf es eines Nachweises, dass das Rad tatsächlich in dem angegebenen Zeitraum in der Werkstatt gewesen ist beziehungsweise dass ein neues Fahrrad bestellt wurde.

Nutzt jetzt jemand sein Fahrrad jedoch nur gelegentlich oder ausschließlich zu Zwecken der Freizeitgestaltung, kann kein Nutzungsausfall geltend gemacht werden. Diese Regelung kommt beispielsweise in jenen Fällen zum Tragen, in denen ein Rennrad oder ein Mountainbike bei einem Unfall zu Schaden gekommen ist. Der Besitzer wird ein derartiges Rad zu sportlichen Aktivitäten, nicht aber zur Bewältigung seiner täglichen Aufgaben nutzen. Demzufolge ist die rechtliche Voraussetzung für einen Nutzungsausfall nicht gegeben [OLG Stuttgart, 09.09.2013, 13 U 102/13].

Auch wenn ein Fahrradbesitzer bei einem Unfall selbst so verletzt wird, dass er gesundheitlich gar nicht in der Lage ist, Fahrrad zu fahren, hat er keinen Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung: die hierfür erforderliche Nutzungsmöglichkeit liegt nicht vor.

Fazit: Es gibt auch beim Fahrrad einen Nutzungsausfall. Für die Bestimmung dessen Höhe bestehen zwar keine Tabellen, jedoch wird die Nutzungsausfallentschädigung individuell festgelegt. Anspruch auf eine derartige Entschädigung hat ein Fahrradbesitzer, wenn er sein Fahrrad für den Zeitraum des Ausfalls regelmäßig nutzen würde und dies auch nachweisen kann.

Https://www. juraforum. de/news/gibt-es-einen-nutzungsausfall-beim-fahrrad_247504

Schmerzensgeld ohne Anzeige einfordern – Geht das?

Kann Schmerzensgeld nur vor Gericht durchgesetzt werden?

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Sie können Schmerzensgeld auch ohne Anzeige beantragen.

Mit Hammer und Robe bewaffnet stellen sich viele einen Richter vor. Einschüchternd wirkt ein solches Bild dann oftmals und die Hemmschwelle, einen Prozess zu führen, ist teilweise sehr hoch.

Auch nach einem Pkw – oder Fahrradunfall mit Personenschaden schrecken einige Betroffene davor zurück, ihre Ansprüche vor Gericht geltend zu machen. Sie lassen den Fall aus Furcht vor einem Zeit – und kostenintensiven Verfahren auf sich beruhen und konzentrieren sich auf ihre Genesung. Letzteres hat zwar allerhöchste Priorität, dennoch sollte das eigene Recht nicht vernachlässigt werden.

Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, ob Sie Schmerzensgeld auch ohne Anzeige einfordern können und was es dabei zu beachten gilt.

FAQ: Schmerzensgeld ohne Anzeige

Normalerweise steht es jeder geschädigten Person frei, ihren Anspruch auf Schmerzensgeld mit oder ohne Anzeige durchzusetzen.

Ja. Bei Schmerzensgeld handelt es sich um einen zivilrechtlichen Anspruch, der gesondert eingefordert werden muss. Eine Anzeige beinhaltet demzufolge nicht automatisch auch einen Antrag auf Schmerzensgeld.

In der Regel kommt es bei Schmerzensgeldansprüchen nach drei Jahren zur Verjährung. Die Frist beginnt jedoch erst am Ende des Jahres zu laufen, in dem der Schaden entstanden ist.

Recht auf Schmerzensgeld auch ohne Anzeige

Die Gesundheit ist das wichtigste Gut eines Menschen. Daher sollten Verletzungen immer ernstgenommen und behandelt werden. Nach einem Crash mit Personenschaden kann die Genesung einige Zeit in Anspruch nehmen. Doch selten nimmt dies so viel Zeit in Anspruch, dass der Schmerzensgeldanspruch nach dem Verkehrsunfall verjährt ist.

Entschließt sich der Betroffene dann, sein Recht einzufordern, herrscht oft Unwissenheit dahingehend, ob Schmerzensgeld auch ohne Anzeige durchgesetzt werden kann.

Grundsätzlich steht es einem jeden Verunfallten frei, das ihm/ihr zustehende Schmerzensgeld Ohne Anzeige auf privatem Wege zu beantragen.

Jedem Geschädigten wird die Möglichkeit eingeräumt, die in § 253 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelte Entschädigung außerhalb eines Gerichts zu beanspruchen. Ein Antrag vor einem Zivilgericht ist nicht zwingend erforderlich.

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Schmerzensgeld ohne Anzeige – in diesem Fall bleibt Ihnen der Gang vor Gericht erspart.

Der Geschädigte kann sich dann Direkt mit dem Schädiger bzw. dessen Versicherung in Verbindung setzen und (am besten schriftlich) auf seiner Entschädigungszahlung beharren. Die Schmerzensgeldhöhe lässt sich dabei Mittels einschlägiger Tabellen abschätzen.

Insbesondere Bei geringen Schadenssummen ist der außergerichtliche Weg eine gute und schnelle Variante, die Entschädigung zu erhalten. Denn bei einer Gerichtsverhandlung können Wochen und Monate vergehen, bis dem Kläger ein abschließendes Urteil vorliegt.

Bei diesem Vorgehen besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Versicherung weigert, ihrer Pflicht nachzukommen. Teilweise werden auch gegen die Zahlung einer festen Summe Abfindungserklärungen aufgesetzt, welche den Schädiger von der Begleichung etwaiger Zukunftsschäden befreien. Treten dann im Nachhinein Verletzungsfolgen zu Tage, hat der Verunfallte keine Möglichkeit mehr, die Versicherung in Anspruch zu nehmen.

Schmerzensgeld mit oder ohne Anwalt?

Daher empfiehlt es sich, auch dann einen Anwalt hinzuzuziehen, wenn Sie Schmerzensgeld ohne Anzeige durchsetzen möchten. Gemeinsam mit dem Fachmann können Sie eine Angemessene Summe bestimmen. Außerdem bewahrt dieser Sie vor für Sie nachteiligen Verzichtserklärungen.

Soll doch der prozessuale Weg gegangen werden, muss auch hier ein Rechtsanwalt, der auf Schmerzensgeld spezialisiert ist, Nicht zwingend eingeschaltet werden. Verpflichtend ist dieser gemäß § 78 Zivilprozessordnung (ZPO) nur bei Verhandlungen vor dem Landgericht oder höheren Instanzen.

Anzeigepflicht für die strafrechtliche Ahndung

Zu unterscheiden ist die Verhandlung über das Schmerzensgeld von der Möglicherweise stattfindenden Strafverfolgung der Tat. Liegt der Verletzung beispielsweise eine Körperverletzung zugrunde, so kann Schmerzensgeld ohne Strafanzeige beansprucht werden. Ob das Delikt strafrechtlich überhaupt geahndet wird, ist für die Entschädigungsleistung unerheblich. Beide Entscheidungen werden separat getroffen. Sie können also in jedem Fall das Ihnen zustehende Schmerzensgeld einklagen oder außergerichtlich geltend machen.

Hat also eine Person durch einen Dritten Verletzungen erlitten, die auf einer Straftat beruhen, besteht für das Opfer der Anspruch auf Schmerzensgeld auch ohne, dass ein Strafantrag wegen eines Verstoßes gemäß Strafgesetzbuch gestellt wurde.

Ein Strafantrag ist für sogenannte Antragsdelikte des Strafrechts notwendig. Ohne eine solche Formalie kann die Tat nicht geahndet werden.

Https://www. bussgeldkatalog. org/schmerzensgeld-ohne-anzeige/

Unfall im Fahrrad-Pulk: Kein Anspruch auf Schadenersatz

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Im Sportverein können Rennradfahrer trainieren, mit anderen im Windschatten zu fahren. Dabei erreichen sie mitunter beachtliche Geschwindigkeiten und gehen bewusst ein Risiko ein. Bei einem Unfall können sie somit in der Regel keinen Schadenersatz verlangen.

Berlin (dpa/tmn) – Ein Rennradfahrer hat bei einem Unfall meist keinen Anspruch auf Schadenersatz, wenn er bei einer Trainingsfahrt mit dem Sportverein im Pulk fährt. Das gilt auch, wenn der Auslöser für den Unfall ein bereits gestürzter Radfahrer war. So lautet ein Urteil des Amtsgerichts Nordhorn.

Im verhandelten Fall, auf den die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist, fuhr eine Sportvereinsgruppe gemeinsam Rennrad – im Pulk erreichte sie eine Geschwindigkeit von rund 30 km/h. Dabei hielten die Fahrer untereinander etwa ein bis anderthalb Meter Abstand. Ein Fahrer stürzte über einen anderen Fahrer, der vorher bereits die Kontrolle über sein Rennrad verloren hatte. Er verlangte von dem zuerst gestürztem Fahrer 1680 Euro Schadenersatz.

Zu Unrecht, entschieden die Richter des Amtsgerichts (Az.: 3 C 219/15). Wer im Windschatten fährt und dabei den üblichen Mindestabstand zu den anderen Fahrern bewusst nicht einhält, handele auf eigene Gefahr. Der sportliche Charakter und Ehrgeiz steht dabei im Vordergrund. Die Fahrer gingen beim Training im Pulk bewusst ein Risiko ein. Somit kann der Kläger keinen Schadenersatz von dem anderen Fahrer fordern.

Https://www. merkur. de/leben/unfall-im-fahrrad-pulk-kein-anspruch-auf-schadenersatz-zr-6496263.html

Unfall in Italien: Das müssen Sie wissen

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Nach einem Unfall müssen Sie sofort anhalten, die Warnweste anlegen, die Unfallstelle sichern und Verletzten helfen. Bei Personenschäden ist immer die Polizei bzw. die Rettung zu rufen.

Wichtige Telefonnummern

Polizei in Italien: 112
Rettungskräfte
in Italien: 118
Abschleppdienst
des ADAC: +49 89 22 22 22 Zentralruf der Autoversicherer: 0800 2 50 26 00 (aus Deutschland) oder +49 403 00 33 03 00 (aus dem Ausland)

Bei kleinen Blechschäden kommt die Polizei nicht, aber bei größeren Schäden oder Streit mit Unfallbeteiligten sollten Sie die Polizei einschalten.

Notieren Sie Kennzeichen, Name und Anschrift von Fahrer und Halter der beteiligen Fahrzeuge sowie deren Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer. Suchen Sie möglichst neutrale Zeugen und Fotografieren Sie die Unfallstelle.

Auf Nummer sicher gehen Sie mit einem mehrsprachigen Europäischen Unfallbericht. Unterzeichnen Sie auf keinen Fall Schriftstücke, die Sie Nicht verstehen. Beim Organisieren eines Abschleppdienstes sowie der Werkstattsuche können sich ADAC Plus-Mitglieder nach Unfällen an die ADAC Notrufzentrale wenden (siehe wichtige Telefonnummern).

Das Mitführen der Grünen Karte ist zwar nicht mehr vorgeschrieben. Sie kann jedoch trotzdem bei der Verständigung am Unfallort und zur einfacheren Schadenabwicklung beitragen.

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Wer zahlt den Schaden?

Schadenersatzansprüche müssen Sie Direkt bei der Gegnerischen Versicherung in Italien anmelden oder zu Hause über den Regulierungsbeauftragten der italienischen Haftpflichtversicherung in Deutschland.

Über den Zentralruf der Autoversicherer erfährt man, wer der Regulierungsbeauftragte ist (s. wichtige Telefonnummern). Stichwort Kfz-Haftpflicht: Die Eigene Versicherung muss nur informiert werden, wenn Ansprüche des Unfallgegners denkbar sind.

Vorsicht vor Verjährung

In Italien verjähren Schadenersatzansprüche bei Sachschäden spätestens Zwei Jahre nach Eintritt des Unfalls, bei Personenschäden gilt eine Fünfjährige Frist. Längere Verjährungsfristen können bei Tödlichen Verletzungen gelten.

Die italienische Versicherung und der Regulierungsbeauftragte in Deutschland wiederum müssen den Fall Spätestens drei Monate nach Meldung bearbeiten. Andernfalls müssen sie eine begründete Antwort erteilen, wenn die Abwicklung nicht erfolgen kann.

Antwortet die Versicherung nicht fristgemäß, können Sie die Entschädigungsstelle der Verkehrsopferhilfe* einschalten, die der Sache nachgeht und unter bestimmten Voraussetzungen selbst reguliert. Kommt es dennoch zum Streitfall, hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass über die Haftungsfrage oder die Schadenhöhe die gegnerische Versicherung nicht nur im Ausland, sondern auch im Wohnsitzland des Geschädigten verklagt werden kann.

So hilft der ADAC – Rechtsberatung nach einem Unfall im Ausland

Exklusiv und kostenlos ist für Mitglieder die ADAC Rechtsberatung. Vor allem bei hohen Sach – und bei Personenschäden empfiehlt sich die Einschaltung eines deutschsprachigen ADAC Vertrauensanwalts im Ausland, der gegebenenfalls vor Ort klagen kann.

Für ADAC Plus-Mitglieder gilt: Für eine Erstberatung durch einen ausländischen Vertrauensanwalt kann ein Zuschuss von bis zu 52 Euro gewährt werden. Für Premium-Mitglieder beträgt der Zuschuss bis zu 200 Euro. Stellt der ausländische Anwalt für die Erstberatung einen höheren Betrag für seine Leistung in Rechnung, muss die über den Zuschuss hinausgehende Differenz vom Mitglied selbst getragen werden.

Die Clubjuristen können zudem prüfen, ob im geeigneten Einzelfall die Unfall-Rechtshilfe AUSLAND in Betracht kommt.

Um den Ablauf des Unfalles genau festhalten zu können, stellen wir außerdem mehrsprachige Europäische Unfallberichte zum Download bereit.

Sachschäden: Das wird in Italien erstattet

Da der Unfall in Italien passiert, findet Italienisches Recht Anwendung.

Ersetzt werden:

Reparaturkosten: gegen Vorlage der quittierten Reparaturrechnung. Bei Sachschäden ab ca. 1.000 € wird häufig zusätzlich ein Gutachten verlangt. Von vielen Versicherungen wird auch Schadenersatz geleistet, wenn lediglich ein Gutachten vorgelegt wird. Kostenvoranschläge reichen allenfalls bei Bagatellschäden aus.

Totalschaden: der durch ein Gutachten nachgewiesene Zeitwert des Fahrzeugs abzüglich Restwert.

Mietwagenkosten: wenn ein Mietfahrzeug beruflich unbedingt benötigt wird, jedoch meist mit Abzügen.

Nutzungsausfall: mit einer Tagespauschale von 5,- € bis 30,- € je nach Fahrzeuggröße. Bei Totalschaden für max. 10 Tage.

Abschleppkosten: bei nicht mehr fahrbereiten Kfz bis zur nächsten Werkstätte gegen Rechnung.

Gutachterkosten: in der Regel nur im Rahmen eines Prozesses, wenn das Gutachten vom Richter bestellt wurde; außergerichtlich werden diese Kosten kaum anerkannt.

Wertminderung: nur bei schwerer beschädigten Fahrzeugen, die zum Zeitpunkt des Unfalls höchstens ein Jahr zugelassen waren.

Kaskoselbstbeteiligung: gegen Vorlage einer Abrechnung der Vollkaskoversicherung.

Übernachtung/Verpflegung: nur ausnahmsweise gegen Nachweis und wenn sie notwendig waren.

Anwaltskosten: die außergerichtlichen und auch die prozessualen Anwaltskosten müssen (außer bei Vorliegen einer Verkehrsrechtsschutzversicherung) vom Geschädigten teilweise selbst getragen werden.

Nicht ersetzt werden:

Entschädigung für Urlaubsunterbrechung und Urlaubsbeeinträchtigung

Personenschäden: Das wird in Italien erstattet

Arzt-, Heil – und Pflegekosten: soweit sie nicht durch die eigene Krankenkasse erstattet werden.

Verdienstausfall: gegen Nachweis

Schmerzensgeld: entschädigt werden vorübergehende und dauernde Körperschäden sowie immaterielle subjektive Schäden des Unfallopfers. Die Höhe der Entschädigung ist abhängig von der Schwere der Verletzungen, des Alters des Geschädigten und der Dauer der Gesundung. Sie wird vom Richter nach Ermessen festgesetzt.

*Durch Anklicken der Links werden Sie auf externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Https://www. adac. de/rund-ums-fahrzeug/unfall-schaden-panne/unfall/unfall-italien/

Schmerzengeld Österreich – Wann steht mir Schmerzensgeld zu?

Kann ich bei einem Fahrradunfall Schadenersatz verlangen

Nach dem österreichischen ABGB ist Schmerzengeld eine Form des Schadenersatzes nach einer Körperverletzung. Dabei zählt das Schmerzensgeld Österreich zum Bereich eines hoch komplexen Schadenersatzrechts beim Schadenersatz wegen Körperverletzung. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, in welchen Angelegenheiten sie rein rechtlich Anspruch auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld hätten.

In diesem Beitrag wollen wir alle wichtigen Fragen zum Thema Schmerzengeld beantworten und darstellen, wie man Schadenersatzansprüche geltend machen kann. Hierbei geht es z. B. um Fragen wie: Wie ist Schmerzengeld definiert? Wann habe ich Anspruch auf Schmerzensgeld? Wer zahlt das Schmerzensgeld? Wie bemisst sich die Schmerzensgeld Höhe? Wann verjährt ein Anspruch auf Schmerzensgeld? Ist Schmerzensgeld steuerfrei?

Inhaltsverzeichnis

    Schmerzensgeld ist ein Ausgleich für immaterielle Schäden der in vielen Fällen zusätzlich zum Schadenersatz beansprucht werden kann. Beim Schmerzengeld wird unterschieden in leichte, mittlere und starke Schmerzen Schmerzengeld wird sowohl für körperliche als auch für seelische Schmerzen gezahlt. Die Schmerzensgeld Höhe wird im Einzelfall durch ein Gericht bemessen. Schmerzengeld wird meist in Form von Tagessätzen bestimmt. Die Beweislast liegt beim Geschädigten. Es empfiehlt sich die Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes für Schadenersatzrecht, der auch erfahren im Umgang mit Versicherungen ist

Was sagt das Gesetz zum Schmerzengeld?

Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch im Österreich (ABGB) definiert zum Thema Schmerzengeld folgendes in § 1325:

„Wer jemanden an seinem Körper verletzt, bestreitet die Heilungskosten des Verletzten, ersetzt ihm den entgangenen, oder, wenn der Beschädigte zum Erwerb unfähig wird, auch den künftig entgehenden Verdienst; und bezahlt ihm auf Verlangen überdies ein den erhobenen Umständen angemessenes Schmerzengeld.“

Dabei ist der Zweck des Schmerzengeldes, erlittene Schmerzempfindungen abzugelten. Dementsprechend gilt dies sowohl für körperliche als auch seelische Schmerzen. Hierbei wird sowohl die die Möglichkeit eines Dauerschadens als auch die Gefahr einer möglichen Verschlechterung berücksichtigt.

Durch das Schmerzengeld sollen die empfundenen Unlustgefühle entschädigt werden und Erleichterungen sowie Annehmlichkeiten geschaffen werden. Es wird dabei nicht zwischen Verschuldenshaftung und Gefährdungshaftung unterschieden.

Am häufigsten sind in der Rechtspraxis heute Fälle von Schadenersatz wegen Verkehrsunfall und Schadenersatz wegen Körperverletzung im Zusammenhang mit Schmerzengeld.

Für welche Schädigungen wird Schmerzengeld gezahlt?

Nach den Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes in Österreich (OHG) wird der Artikel § 1325 ABGB so interpretiert, dass derjenige, der jemand anderen am Körper verletzt, Ersatz leisten muss. Dabei kann es sich um Heilungskosten, einen Verdienstentgang oder ein entsprechendes Schmerzensgeld handeln. Als Körperverletzung wird hierbei jede Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Unversehrtheit und Gesundheit verstanden.

Um die Frage zu klären, wann eine Körperverletzung vorliegt und wie die Schwere der Verletzung zu bewerten ist, werden in einem Streitfall meist medizinische oder psychologische Sachverständige eine Bewertung vornehmen. Grundsätzlich können die Gründe für eine Körperverletzung sehr vielfältig sein, wie z. B. Behandlungsfehler durch Ärzte (Arzthaftung), Unfälle, Schlägerei, Schädigungen vor der Geburt etc. Für einen Ausgleich durch Schmerzengeld kommt dabei sowohl ein Schmerzensgeld Körperverletzung als auch ein Schmerzensgeld psychische Schäden in Frage.

Https://www. anwaltfinden. at/ratgeber/schadenersatzrecht/schmerzengeld/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert