Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

Mit aktuell 82 Fahrradstraßen ist Essen nach München die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in ganz Deutschland. Die Fahrradstraßen und die dazugehörigen Fahrradstraßenachsen A, B und C werden von vielen Radfahrer*innen im Alltag oder in der Freizeit genutzt. Doch welche Regeln gelten auf einer Fahrradstraße? Was ist erlaubt und was nicht? Damit alle Verkehrsteilnehmer*innen wissen, wie sie sich richtig verhalten, informieren Stadt und Polizei Essen am morgigen Donnerstag (02.09.) darüber. An zwei verschiedenen Standorten werden Polizeibeamt*innen, darunter Beamt*innen der Fahrradstaffel, und der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Essen, Christian Wagener, mit den Verkehrsteilnehmer*innen sprechen und Flyer über die geltenden Regeln verteilen.

    Ab 13:30 bis 15:00 Uhr an der Rüttenscheider Str., Ecke Franziskastr. (Rüttenscheid) Ab 15:15 bis 16:45 Uhr an der Kepler Str./Übergang Breslauer Str. Höhe Liebigstr. (Frohnhausen)

Zur Verdeutlichung der Regeln hat die Stadt Essen alle Informationen rund um den Radverkehr in der Stadt auch online zusammengestellt. Darunter ein kurzer Film, der leicht verständlich die wichtigsten Regeln auf Fahrradstraßen erklärt: www. essen. de/radfahren

Die wichtigsten Regeln auf Fahrradstraßen im Überblick

Fahrradstraßen sind vor allem für Fahrradfahrer*innen da. Das heißt, der übrige Verkehr muss sich dem Radverkehr anpassen.

Das gilt auf Fahrradstraßen:

    Höchstgeschwindigkeit 30 km/h Der Radverkehr hat Vorrang. Autos oder auch Motorräder müssen gegebenenfalls langsamer fahren. Fahrradfahrer*innen dürfen nebeneinander fahren. Fahrradfahrer*innen dürfen und sollten in der Mitte der Fahrbahn fahren, um genügend Abstand zu parkenden Autos halten zu können.

Und das gilt auf allen Straßen und Wegen:

    Beim Überholen muss ausreichend Platz vorhanden sein, um 1,5 Meter Abstand zu Fahrradfahrer*innen halten zu können. Wenn das nicht möglich ist, darf nicht überholt werden. Die Gehwege gehören hauptsächlich den Fußgänger*innen. Kinder unter 8 Jahren müssen mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, Kinder bis einschließlich 9 Jahre dürfen auf dem Gehweg fahren. E-Scooter dürfen ausschließlich da fahren, wo Fahrräder fahren dürfen. Ist kein Radweg vorhanden, dürfen sie auf der Straße, außerorts auch auf dem Seitenstreifen fahren. Gehwege sowie Fußgängerzonen dürfen nicht genutzt werden. Jeder nimmt Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer*innen.

Hintergrund

Die erste Fahrradstraßenachse A (Südviertel – Holsterhausen – Frohnhausen) wurde im August 2020 eröffnet und ist eine von insgesamt drei Fahrradstraßenachsen, die die Stadt im letzten Jahr eingerichtet hat. Nach Achse A folgte die Fahrradstraßenachse B (Rüttenscheider Straße) und die Fahrradstraßenachse C (von Steele über Kray und Frillendorf über das Unesco-Welterbe Zeche Zollverein bis nach Katernberg).

Fahrradstraßen unterstützen eine umweltfreundliche Fortbewegung in der Stadt. Die eingerichteten Fahrradstraßenachsen A, B und C sind deshalb auch Teil des Lead City-Projekts der Stadt Essen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert seit dem 1. Januar 2019 innovative Verkehrsprojekte zur Luftreinhaltung (Verringerung der Stickstoffdioxidbelastung) in den fünf Modellstädten Bonn, Herrenberg, Mannheim, Reutlingen und Essen. Die Fahrradstraßenachsen sind zudem neben der Umweltspur (Schützenbahn) und der Protected Bike Lane (Bernestraße) ein wichtiger Baustein der Stadt Essen, um das Modal-Split-Ziel mit einer Verteilung von jeweils 25 Prozent auf die Mobilitätsfelder ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr und Autoverkehr bis zum Jahr 2035 zu erreichen.

Https://www. essen. de/meldungen/pressemeldung_1441993.de. html

Vereinigtes Königreich

Finde und erstelle die besten Radrouten im Vereinigten Königreich online mit der Hilfe des Fahrradroutenplaners, da das Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sich durch seine Lage, umgeben von verschiedenen Meeren, besonders für Radtouren entlang der malerischen Küste eignet. Darüber hinaus besticht es durch seine charakteristischen britischen Landschaften, die wundervollen Cottages und Herrschaftshäuser inmitten von saftigen Wiesen.

Finde Fahrradrouten in Vereinigtes Königreich:

Flache Routen | Hügelige Routen | Routen bergauf | Routen bergab | Kurze Ausfahrten | Lange Touren | Bestbewertete Routen

Highlights

Gezackte Berge, funkelnde Seen und unberührte Natur, Schottlands zweitgrößte Insel, die Isle of Skye, besticht durch ihre atemberaubende Landschaft und ist durch die dünne Besiedelung und niedriges Verkehrsaufkommen zum Radfahren super geeignet.

Nicht in Oxford studiert? Keine Sorge, die Studentenstadt hat auch für Radfahrer viel zu bieten. Man kann schön entlang der eleganten honig-getönten Gebäude der Universität radeln und in den ruhigen, grünen Innenhöfen, die sich entlang der malerischen Gassen verstecken, entspannen.

Den Lake District mit dem Fahrrad erkunden. Das im Norden Englands gelegene Gebiet weist mehr als 3.200 km Fahrradwege, 12 der größten Seen Englands und eine lebendige Teekultur auf.

Tipps

Das Vereinigte Königreich ist bekannt für sein unbeständiges Wetter. Vor allem bei einer Radrundfahrt sollte man gut vorbereitet sein und unbedingt wetterfeste Kleidung einpacken.

Ist kein Radweg vorhanden, dürfen Radfahrer stattdessen nicht den Bürgersteig benutzen, sondern müssen auf der Straße fahren.

Aufpassen! Die Straßen im Vereinigten Königreich sind meist sehr eng und viel befahren.

Https://www. bikemap. net/de/l/2635167/

Fahren ins Ausland – Polen

Fahren, anhalten oder parken auf dem Seitenstreifen ist nur bei einer Panne erlaubt.

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

Radfahrer müssen vorhandene Radwege oder Radstreifen benutzen, wenn sie für die Richtung, in die sie fahren oder abbiegen möchten, ausgewiesen sind. Das Fahren auf der Straße neben einem anderen Fahrrad oder Moped ist ausnahmsweise gestattet, wenn es andere Straßenbenutzer nicht behindert oder die Straßenverkehrssicherheit anderweitig beeinträchtigt.

Radfahrer dürfen ausnahmsweise Bürgersteige oder Fußwege benutzen, wenn

    sie ein Rad fahrendes Kind unter 10 Jahren begleiten die Breite eines Gehwegs neben einer Straße mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 50 km/h mindestens 2 m beträgt und kein getrennter Radweg oder Radstreifen vorhanden ist das Radfahren auf der Straße wegen der Witterungsbedingungen (Schnee, starker Wind, Starkregen, Eis, dichter Nebel) gefährlich ist

Radfahrer, die einen Bürgersteig oder Fußweg benutzen, müssen langsam und sehr vorsichtig fahren und Fußgängern Vorrang einräumen.

Radfahrer dürfen nicht

    auf der Straße neben einem anderen Verkehrsteilnehmer fahren freihändig oder nicht mit beiden Füßen auf den Pedalen oder Fußstützen fahren sich an anderen Fahrzeugen festhalten

In einigen Städten und Gemeinden gibt es aufgeweitete Radaufstellstreifen und Radstreifen in Gegenrichtung.

Manchmal gibt es auch gemeinsame Fuß – und Radwege. Radfahrer, die diese benutzen, müssen besondere Vorsicht walten lassen und Fußgängern Vorrang gewähren.

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

Fußgänger müssen Bürgersteige oder Fußwege, wenn vorhanden, und andernfalls den Seitenstreifen oder das Bankett benutzen. Ist kein Seitenstreifen/Bankett vorhanden oder ist er/es zeitweilig nicht benutzbar, dürfen Fußgänger die Straße benutzen, solange sie möglichst nahe am Straßenrand und in deutlichem Abstand von sich nähernden Fahrzeugen bleiben.

Fußgänger auf dem Seitenstreifen/Bankett oder der Straße müssen auf der linken Seite der Straße gehen.

Fußgänger dürfen Radwege benutzen, wenn weder ein Bürgersteig noch ein Seitenstreifen/Bankett vorhanden ist oder diese unbenutzbar sind. Abgesehen von behinderten Personen müssen Fußgänger auf einem Radweg Radfahrern Vorrang einräumen.

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

Fußwege/Fußgängerzonen sind ausdrücklich Fußgängern vorbehalten, und jeglicher Fahrzeugverkehr ist verboten.

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

In ausgewiesenen Wohngebieten haben Fußgänger Vorrang vor Fahrzeugen; sie dürfen die volle Breite der Straße benutzen und sie an beliebiger Stelle überqueren. Kinder unter 7 Jahren dürfen die Straße ohne Begleitung Erwachsener benutzen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge beträgt 20 km/h.

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

Fahrstreifen für den öffentlichen Verkehr

Bestimmte Fahrstreifen sind öffentlichen Verkehrsdiensten vorbehalten.

Die Informationen auf diesen Internetseiten gemäß Artikel 8 Absatz 1 der Straßenverkehrssicherheitsrichtlinie (Richtlinie (EU) 2015/413/EU) werden von den nationalen Behörden des betreffenden Landes bereitgestellt. Sollten diese Angaben im Widerspruch zu den in einem bestimmten Land geltenden Verkehrsregeln stehen, so haben die Verkehrsregeln Vorrang. Die Angaben dienen lediglich der Information, und die Kommission übernimmt keinerlei Haftung für ihren Inhalt oder ihre Richtigkeit.

Https://ec. europa. eu/transport/road_safety/going_abroad/poland/forbidden_lane_de. htm

Darf man Fahrradwege auch in entgegengesetzter Richtung nutzen? Was passiert rechtlich bei einem Unfall, wenn man „verkehrt“ radelt?

Nein, auch für Radfahrer gilt das Rechtsfahr-Gebot, auch wenn sich heutzutage keiner mehr dran hält. Bei einem Unfall hast du dann auf jeden Fall immer eine Mitschuld!

LIebe Blaue Fee, sie erzählen Unsinn.
Eine Benutzungspflicht der Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung besteht nur, wenn Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ allein angezeigt ist.
In „entgegengesetzter“ Richtung, also den Radweg links der Fahrbahn, *MUSS* man benutzen, wenn dies durch eines der Schilder angezeigt wird. Ansonsten darf man sie nicht benutzen. Radwege rechts der Fahrbahn darf man benutzen, es sei denn es wird durch die Zeichen 237,240 oder 241 angeordnet, dann muss man sie benutzen und darf nicht auf der Fahrbahn fahren.

Dummer weise bin ich nach der letzten Antwort genauso schlau wie vorher. Sagen wir es mal so herum:
Auf manchen Radwegen sind auf dem Boden Pfeile aufgemalt. Diese dürfen nur in Pfeilrichtugn befahren werden. Manchmal sind auch Pfeile in beiden Richtungen vorhanden. Dann gehts auch in beide Richtungen. Wenn auf beiden Seiten einer Straße ein Radweg ist, dann müssen diese auch auf der Fahrtrichtungsstraße benutzt werden, sofern kein Schild etwas anderes sagt.
Und wenn es knallt, ist der verkehrt radelnde Teilnehmer mitschuldig. Dazu gibt’s inzwischen Gerichtsurteile.

Wenn sie die Antwort nicht verstehen, sollten die evtl kein Fahrrad fahren. Es ist doch ganz einfach: Wenn das entsprechende Schild da steht, MUSS man den benutzenm, egal ob der nun links oder rechts der Fahrbahn ist. Ist kein Schild da, darf man den rechts benutzen, den links aber nicht. Was war da jetzt so schwer dran?

Die Gerichte urteilen mal so mal so. Grundsätzlich gilt immer die BGH Entscheidung mit der wichtigen Bemerkung, dass ein Radfahrer sein Vorfahrtsrecht nicht allein dadurch verliere, dass er einen Radweg in die entgegengesetzte Richtung benutzt.
Also, auf die gestellte Frage, möglicherweise trägt ein Radfahrer, der einen Fahrradweg in die entgegengesetzte Richtung benutzt bei einem Unfall eine Mitschuld.
Auch wenn dem so sein sollte, der Unfallverursacher bleibt der Autofahrer, und damit auf in der Regel 80-100% der Kosten sitzen. Und das ist gut so. Denn erstens ist die Gefährdungshaftung allein durch den Betrieb eines gefährlichen Geräts höher einzuschätzen und damit eine gewisse Demut des Betreibers zu verlangen. Und zweitens ist der Betreiber des gefährlichen Geräts genau deswegen pflichtversichert.
Ach ja, spannend wird das Ganze ja erst, wenn ein Radler mit einem Radler zusammenstößt.

Https://www. stern. de/noch-fragen/darf-man-fahrradwege-auch-in-entgegengesetzter-richtung-nutzen-was-passiert-rechtlich-bei-einem-unfall-wenn-man-verkehrt-radelt-1000245281.html

Großbritannien: Fußgänger und Radfahrer haben Vorrang vor Autos

„Wie kann die Klimakrise gelöst werden?“ ist die Frage, die mich am meisten beschäftigt. Ich bin Mitglied von RiffReporter, einem Autorenkollektiv und einer Genossenschaft für freien Journalismus.

Eine Novelle der britischen Straßenverkehrsordnung setzt um, was Aktivist:innen auch hierzulande schon lange fordern: Alles zu tun, um die Vision Zero (also keine Verkehrstote) Realität werden zu lassen.

Dazu müssen die schwächeren, unfallgefährdeten Verkehrsteilnehmer:innen konsequent geschützt werden. Am gefährdetsten sind Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, ebenso wie andere Formen der Mikromobilität.

„Diejenigen, die für Fahrzeuge verantwortlich sind, die im Falle eines Zusammenstoßes den größten Schaden anrichten können, tragen die größte Verantwortung, vorsichtig zu sein und die Gefahr zu verringern, die sie für andere darstellen.“ Das bedeutet, dass vor allem Kraftfahrer umdenken müssen. Beim Aussteigen ist der Schulterblick durch den „Holländer-Griff“ verbindlich, Radfahrer dürfen nur mit einem Abstand von 1,5 Metern überholt werden.

„Es sollte keinen Mut erfordern, mit Kindern eine Straße zu überqueren oder zur Schule zu fahren, aber manchmal fühlt es sich so an“, so der Verkehrsbeauftragte Chris Boardman. „Diese Änderungen der Straßenverkehrsordnung zeigen unsere Verantwortung füreinander und bekräftigen, was gute Verkehrsteilnehmer bereits tun. Diese Auffrischung bietet jedoch mehr als nur Orientierung, sie macht unsere Städte und Dörfer zu schöneren Orten zum Leben.“

Radfahrer werden aufgefordert, in vielen Situationen nicht am Straßenrand, sondern in der Mitte der Fahrbahn zu fahren, vor allem dann, wenn sie sich Kreuzungen und Straßenverengungen nähern. Die Idee dahinter: Radler werden insbesondere beim Abbiegen überfahren.

Damit man das aber auch halbwegs sicher umsetzen kann, muss die Geschwindigkeit insgesamt herausgenommen werden. D ie notwendige Folge der Neuerung wird sein, dass Autofahrerinnen nicht einfach Radler:innen überholen, sondern hinter ihnen herfahren müssen. Und das mit einem Tempo von etwa 20 km/h.

Https://www. piqd. de/loesungen/grossbritannien-fussganger-und-radfahrer-haben-vorrang-vor-autos

Sprachreisen Großbritannien – Edinburgh

Wen Schottland fasziniert, der wird seine Sprachreise nach Edinburgh lieben. Festival-Freunde kommen im “Athen des Nordens” auf ihre Kosten. Aber auch ein Schloss, Museen und ein Angebot an Kunst und Kultur erfreuen Besuchen ebenso wie das Nachtleben mit traditionellen Pubs und Nachtclubs. Die gastfreundlichen Schotten machen es Sprachreisenden leicht, die erlernten Englisch-Kenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.

Praktische Infos

Trotz des Beinamens „mittelalterlich“ ist Edinburgh in Sachen öffentlicher Transport ganz und gar nicht mittelalterlich. Wer eine Sprachreise nach Edinburgh macht, kann ganz beruhigt zu Fuß und per Bus unterwegs sein, denn die mittelalterliche Stadt ist gut organisiert.

Ein Tagesticket in Edinburgh kostet etwa drei Pfund. Damit kann man die Busse, aber auch die Straßenbahn nutzen. Ab sechs Uhr morgens fängt der Busverkehr an und unter der Woche verkehren die Busse bis etwa zwei Uhr nachts, danach fahren Nachtbusse. Wer lieber Taxi fahren möchte, kann sich in die typischen englischen Black Taxis setzten. Diese stehen in Edinburgh an jeder Ecke. Busse und Straßenbahnen fahren auch Sehenswürdigkeiten an sowie in die umliegenden Dörfer.

Infrastruktur und Verkehr
Für Sprachschüler, die gerne draußen sind und einen sportlichen Stadtrundgang machen möchten, können sich in Edinburgh auch Fahrräder mieten. Dier Radtour durch die hügelige Stadt ist bestimmt nicht leicht, aber dafür sehr spannend und auf dem Kopfsteinpflaster bestimmt rüttelig. Trotz alledem steigt die Nachfrage an Fahrrädern, denn Edinburgh ist eine fahrradfreundliche Stadt. Die „Cycle Campaign Group“ (städtischer Radfahrer-Verein) setzte sich dafür ein, Radwege zu bauen und in Edinburgh ein Bewusstsein für Radfahrer zu schaffen.

Wer sich nun für eine Radsafari durch Edinburgh entscheidet, sollte dem „Good Cycling Code“ folgen – einem Kodex, der vorbildliches Verhalten auf dem Fahrrad voraussetzt: Straßen – und Verkehrsregeln beachten, nicht auf dem Bürgersteig radeln, Einbahnstraßen beachten und bei roter Ampel stehen bleiben. Wer bei Dunkelheit ohne Licht fährt, muss auch in Edinburgh mit einer Strafe rechen – die schottische Polizei ist recht streng und Strafzettel für Fahrradfahrer in Höhe von 40 Pfund sind keine Seltenheit.

Sprachschulen in Edinburgh
Die schottische Stadt ist optimal, um einen Sprachkurs in Englisch zu absolvieren, aber sie ist dennoch nicht englisch, sondern sehr europäisch. Viele Wahl-Edinburgher leben dort und geben der Stadt eine besondere Atmosphäre, die sich mit keiner anderen europäischen Stadt vergleichen lässt. Edinburgh in Schottland ist eben europäisch.

Die meisten Sprachschulen befinden sich mitten im Zentrum von Edinburgh in der Queen Street, einer der schönsten Straßen der New Town. Die Haupteinkaufsstraße ist die Princes Street. Dort gibt es auch viele andere Ausgehmöglichkeiten. In der Zeit außerhalb des Unterrichts stellen die meisten Sprachschulen Tischtennisplatten oder schöne Gärten zur Entspannung zur Verfügung.

Geschichte & Kultur

Eine Sprachreise nach Schottland vermittelt nicht nur die englische Sprache, sondern öffnet auch die Türen zu einer besonderen Kultur. Schottland wird gerne in den gleichen Topf wie England geworfen, doch ist das Land ganz anders und kaum vergleichbar mit England.

Edinburgh ist seit 1437 die Hauptstadt Schottlands im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. Seit 1999 ist die Stadt außerdem Sitz des schottischen Parlaments. Edinburgh wurde nach einem gododdnischen König benannt – anderen Quellen zufolge leitet sich der Name von der gälischen Bezeichnung „Dùn Èideann“ ab, was „Festung am Hügelhang“ bedeutet.

Die Altstadt Edinburghs sieht aus wie eine einzige große Festung und im Innenstadtbereich herrscht buntes Treiben: Es gibt gemütliche Cafés und Pubs, wunderschöne Straßenzüge und kleine Gassen – und natürlich das schöne Stadtschloss von Edinburgh. Aber auch die Neustadt im gregorianischen Stil hat ihren ganz eigenen und eleganten Charme.

Edinburgh wird aber auch oft als das „Athen des Nordens“ benannt. Schon Theodor Fontane nannte die Stadt so. Da Edinburgh im Mittelalter (wie auch heute) für viele Feste bekannt war, wird sie auch als „Festival-Stadt“ bezeichnet. Der eigentlich unschöne Beiname „The Auld Reekie“, „Die alte Verräucherte“, ist ungültig geworden. Früher rauchten die Schornsteine Edinburghs rund um die Uhr, daher kam der Spitzname. Heute gilt Edinburgh als eine der schönsten und touristisch attraktivsten Städte Europas.

Edinburgh ist mit etwa 470.000 Einwohnern nach Glasgow die zweitgrößte Stadt in Schottland. Die Stadt liegt an Schottlands Ostküste auf der Südseite des Firth of Forth. Edinburgh teilt sich in Ober – und Unterstadt, die man von einem der Hügel am Stadtrand gut sehen kann. In Edinburgh finden jeden Sommer im Rahmen des Edinburgh Festivals Kunst – und Kulturveranstaltungen und das Edinburgh Military Tattoo statt.

Eine Sprachreise nach Edinburgh wird schnell begeistern. Auf Grund ihrer vielfältigen historischen Kultur gilt die Stadt als eine der malerischsten in Europa. Denn geschichtlich hat Edinburgh viel erlebt und die alten Gebäude, wie zum Beispiel Edinburgh Castle oder St. Giles Cathedral, stehen für die über 2.000 Jahre Geschichte von Edinburgh. Ob in der Altstadt oder in der Neustadt: In Edinburgh kann so gut wie jedes Gebäude auf eine interessante Geschichte zurückblicken. Schottlands Hauptstadt ist ebenfalls für seine lange literarische Tradition bekannt, im Writer’s Museum kann man mehr über die Schriftsteller von Edinburgh erfahren.

Wem auf der Sprachreise in Edinburgh nach Shopping ist, der kann sich in den zahlreichen Geschäften austoben. Aber auch Kino, Kunstgalerien, Theater, Restaurants und Pubs können Sprachschüler in ihrer Freizeit besuchen. Es gibt tolle Möglichkeiten in Edinburgh, um die Freizeit während der Sprachreise zu gestalten. Und während man diese ganzen Eindrücke auf sich wirken lässt, lernt man spielend Englisch in den Kursen.

Sehenswertes & Erleben

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands, zählt zu den schönsten Städte des Landes und gleichzeitig des Vereinigten Königreiches. Inmitten der Stadt auf einem Berg liegt das königliche Schloss. Wer eine Sprachschule mit Blick auf das Schloss bucht, kann eine wahrhaftig königliche Sprachreise genießen.

Vom Schloss aus führt die Royal Mile direkt durch die Stadt zum Holyrood Palace. Noch heute ist der Palast zuweilen eine Residenz der Königsfamilie. Edinburghs Stadtbild ist geprägt vom Wechsel zwischen der Altstadt und der klassizistischen Neustadt.

Unglaubliche Vielfalt
Wer viel während seiner Sprachreise erleben will, ist in Edinburgh genau richtig, denn die Stadt wird auch die Stadt der Festivals genannt. Egal zu welcher Zeit man sich in der schottischen Hauptstadt aufhält, es gibt immer kulturelle Highlights. Im August findet ein ganz besonderes Festival statt: Das Edinburgh Festival. Dies ist eigentlich eine Mischung aus verschiedenen Festen: Künstler und Artisten, Autoren und Schauspieler, Jazzmusiker und noch viele andere kreative Bereiche tummeln sich dann in Edinburgh.
Weitere bekannte Festivals in Edinburgh sind: International Science Festival oder das Military Tattoo Festival. Letzteres bezeichnet die Versammlung von Militärkapellen aus aller Welt, Flöten und Trommeln kommen hier nicht zu kurz. Musik, Comedy, Politik und Kunst – Edinburgh entpuppt sich im August als eines des größten kulturellen Festivals der Welt.

Vergleichbar mit der Akropolis thront seit Jahrhunderten in Edinburgh das Schloss über der Hauptstadt Schottlands. Dort wird auch der Stone of Scone aufbewahrt. Kulturbegeisterte Sprachschüler können dort einen Nachmittag verbringen und in die Geschichte des britischen und gälischen Krönungsrituals eintauchen.
Für Shoppingfans gibt es in Edinburgh eine Menge ausgefallener und origineller Geschäfte. In der Cockburn Street und der George Street gibt es einen bunten Mix aus Streetstyle-Shops, Kunsthandlungen und Straßencafés, die zu einem kleinen Zwischenstopp einladen. In der Princes Street prunkt das Kaufhaus Jenners, das bereits seit 1838 besteht. Auch Geschäfte der gehobenen Preisklasse sind in Edinburgh angesiedelt, wie beispielsweise Louis Vuitton.

In den verwinkelten Gassen Edinburghs wird einen das Gruseln mit den so genannten Ghost Tours gelehrt. Stadtführer bieten diese interessante Führung in Edinburgh an. Wer auf seiner Sprachreise doch lieber in die Natur möchte, kann in die Highlands gehen, nicht weit von Edinburgh. In den Highlands verspüren die Besucher die Energie des Highlanders „Duncan MacLeod“ neben wilden Landschaften, düsteren Lochs (Seen) und verträumten Schlössern. Schottlands besondere Atmosphäre wird auf der Sprachreise einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Edinburgh Sprachreisen im Vergleich

Edinburgh ist ein ideales Ziel für eine Sprachreise. Nachfolgend finden sie eine Liste von Veranstaltern, die Sprachkurse in Edinburgh anbieten und haben die Möglichkeit sich hier Kataloge kostenlos zu bestellen.

Https://www. sprachreisen-vergleich. de/europa-grossbritannien-edinburgh

Müssen Radfahrer den Radweg nutzen?

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

Wenn ein Radweg da ist, müssen Radler diesen auch befahren – heißt es meist. Aber ist das wirklich so? © Quelle: Tobias Ackeborn/gettyimages. de

Autofahrer schimpfen, fluchen und ärgern sich häufig, wenn wieder einmal Radfahrer die Fahrbahn nutzen – anstatt den daneben­lie­genden Radweg. Denn wenn es einen gibt, muss er auch benutzt werden, heißt es oft. In unser Reihe Recht oder falsch?! klären wir nicht nur diesen Rechts­mythos, sondern blicken auch auf Probleme beim Befahren von Gehwegen.

Ja, Radfahrer müssen einen Radweg nutzen – aber nur unter einer bestimmten Voraus­setzung: Wenn ein entspre­chendes Verkehrs­schild die Benutzungs­pflicht anzeigt. Diese Schilder sind rund, blau und mit einem weißen Rad versehen, manchmal auch zweigeteilt neben oder unter typisierten Personen (Zeichen 237, 240 und 241).

Wenn ein solches Schild aber fehlt, dürfen Radfahrer auch auf der Fahrbahn fahren. Geregelt wird dies in Paragraph 2 der Straßen­ver­kehrs­ordnung.

Der Hintergrund ist die Annahme, dass das Unfall­risiko auf Radwegen höher ist als auf Fahrbahnen. Außerdem müssen Radfahrer bei nebeneinander liegenden getrennten Geh – und Radwegen mit besonderer Rücksicht auf die Fußgänger fahren und unter Umständen ihre Geschwin­digkeit drosseln.

Ausnahme Busspuren: Radfahren oft verboten

Auf Busspuren dürfen Radler allerdings nicht unbedingt ausweichen, in den allermeisten Städten und Kommunen ist das untersagt. Laut dem Auto – und Reiseclub Deutschland (ARCD) müssen Radfahrer wie auch Autofahrer 15 Euro Strafe zahlen. Wer dabei Busse zudem behindert, muss noch 20 Euro oben drauf packen.

Doch gibt es auch hier Ausnahmen und auch diese Ausnahme betrifft ein Straßen­schild. Wenn das Zusatz­schild „Fahrrad frei“ unter dem Busspur-Schild (Zeichen 245) angebracht ist, darf darauf straffrei radeln.

Fahren auf dem Gehweg: Das ist erlaubt

Neben dem Radweg und der Fahrbahn sieht man Radler immer wieder auch auf Gehwegen fahren. Dass das nicht erlaubt ist, wissen wohl die Meisten, wenigstens aber die, die bereits ein Bußgeld kassiert haben. 15 Euro kostet der Spaß, 20 bei Behinderung, 25 bei Gefährdung anderer. Und sogar 30 Euro, wenn ein Unfall oder Sachbe­schä­digung die Folgen sind.

Aber da die Deutsche Straßen­ver­kehrs­ordnung ohne Ausnahmen nur halb so dick wäre – auch hier die Einschränkung. In § 2 Absatz 5 heißt es: „Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen. Beim Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder absteigen.“

Kinder und Eltern: Künftig gemeinsam radeln auf dem Gehweg?

Doch was sollen Eltern machen, die radelnd ihre noch sehr jungen Kinder zur Schule bringen? Der Vater auf der Straße, die Tochter auf dem Bürgersteig? Dem Gesetz zufolge müsste es tatsächlich so geschehen, andernfalls droht ein Bußgeld.

Die Verunsi­cherung vieler Eltern in dieser Frage könnte allerdings bald ein Ende haben. Anfang Juli teilte das Bundes­ver­kehrs­mi­nis­terium auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag mit, dass der entspre­chende Paragraph geändert werden soll, „um der Aufsichts­person künftig die Begleitung junger radfah­render Kinder mit dem Fahrzeug auf dem Gehweg zu ermöglichen“. Weitere Details sind bisher noch nicht bekannt.

Eine wichtige Gesetzes­än­derung wäre das, denn bisher kollidieren mitunter die Aufsichts­pflicht der Eltern mit der Straßen­ver­kehrs­ordnung – wie in einem Fall in Bayern. Im Jahr 2004 entschied das Amtsgericht Traunstein (AZ: 311 C 734/04), dass eine Mutter für einen Karosse­rie­schaden haften müsse, in den ihr radfah­rendes Kind verwickelt war. Die Mutter fuhr damals auf der rechten Straßenseite, ihr Kind auf dem linksseitigen Gehweg. Die Begründung des Gerichts: Die Verletzung der Aufsichts­pflicht.

Im Februar 2015 entschied das Landgericht Saarbrücken allerdings in anderer Weise. In einem verkehrs­be­ru­higten Bereich radelte ein knapp neun Jahre altes Kind und verursachte beim Abbiegen einen Schaden an einem Auto in Höhe von 2200 Euro. Das Kind fuhr allein, weshalb die Fahrerin des Autos die Aufsichts­pflicht verletzt sah. Dem aber widersprach das Gericht, da das Kind in einem verkehrs­be­ru­higten Bericht unterwegs gewesen sei, sich auskannte, gut Radfahren konnte und von seinen Eltern über die Verkehrs­regeln aufgeklärt worden sei (AZ: 13 S 153/14).

Diese zwei Entschei­dungen zeigen: gesetz­licher Nachhol­bedarf scheint zu bestehen.

Https://anwaltauskunft. de/magazin/mobilitaet/verkehr/muessen-radfahrer-den-radweg-nutzen

Verkehrsrecht für Radfahrer: Welche Regeln gelten auf dem Fahrradweg?

Fahrradstraßen in essen – was ist erlaubt? Polizei und stadt informieren über geltende regeln

An welche Vorgaben muss man sich auf dem Fahrradweg halten? © Quelle: Newstead/gettyimages. de

Radfahrer sind manchmal unsicher über die Regeln, die im Straßen­verkehr für sie gelten: Muss man zum Beispiel immer auf dem Radweg fahren? Darf man einen langsamen Radfahrer von rechts überholen? Ist es Eltern erlaubt, gemeinsam mit ihrem Kind auf dem Gehweg zu radeln? Wir zeigen die wichtigsten Regeln für Fahrrad­fahrer.

Das Fahrrad gehört zu den belieb­testen Verkehrs­mitteln der Deutschen. Zumindest stehen in deutschen Haushalten rund 72 Millionen Fahrräder, darunter zunehmend Fahrräder mit elektro­nischem Antrieb, sogenannte E-Bikes.

Doch gleich, ob man als Fahrrad­fahrer mit einem E-Bike oder mit einem „mechanischen“ Fahrrad unterwegs ist – Radfahrer müssen sich an bestimmte Verkehrs­regeln halten, damit sie sich und andere Verkehrs­teil­nehmer nicht gefährden und einen Unfall vermeiden. Deshalb sollten Radler die Regeln kennen, die im Straßen­verkehr für sie gelten.

Verkehrs­regeln für Radler: Dürfen Fahrrad­fahrer auf der Straße fahren?

Die Straßen­ver­kehrs­ordnung (StVO) fasst in § 2 das Fahrrad als Fahrzeug und definiert für Radler spezielle Regeln. „Nach der StVO dürfen Radfahrer auf der Fahrbahn, also auf der Straße, fahren. Sie müssen sich dort an das Rechts­fahrgebot halten“, erklärt die Berliner Rechts­an­wältin Gesine Reisert von der Arbeits­ge­mein­schaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwalt­verein (DAV).

Verkehrs­regeln: Wann müssen Fahrrad­fahrer den Radweg benutzen?

Von dem Recht, auf der Straße radeln, gibt es aber Ausnahmen. So müssen Fahrrad­fahrer überall dort, wo blaue Radweg­schilder angebracht sind, zwingend den Radweg nutzen. Wer dies nicht tut, riskiert ein Bußgeld. Diese Pflicht kann nur entfallen, wenn der Radweg beispielsweise über eine lange Strecke schadhaft ist.

Unter die benutzungs­pflichtigen Radwege können Bordsteinwege fallen, aber auch Radfahr­streifen auf Höhe der Fahrbahn, die mit einer weißen Linie von der Fahrbahn abgetrennt sind. Verkehrs­schilder, die benutzungs­pflichtige Radwege anzeigen, sind rund, blau und zeigen ein weißes Rad. Manchmal sind sie zweigeteilt und zeigen ein Rad neben oder unten dem Piktogramm von Personen.

„Gehwege oder Fußgän­gerzonen, die etwa mit dem Zusatz­schild ‚Radfahrer frei‘ markiert sind, stellen Radlern übrigens frei, den Weg oder die Straße zu nutzen“, sagt die Verkehrs­rechts­ex­pertin Gesine Reisert. Wer sich für den frei gegebenen Gehweg entscheide, müsse aber im Schritttempo fahren.

Bessere Radwege erhöhen Verkehrs­si­cherheit

2015 sind fast 400 Radfahrer bei Unfällen im Straßen­verkehr ums Leben gekommen. Davon starben 156 Radfahrer bei Unfällen mit Autos. Etwa 78.000 Radfahrer wurden 2015 bei Unfällen schwer oder leicht verletzt. Mit dem Thema Verkehrs­si­cherheit auf Radwegen hat sich der Verkehrs­ge­richtstag 2017 in Goslar befasst. Dabei forderte etwa die Arbeits­ge­mein­schaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwalt­vereins (DAV) einen schnelleren Ausbau von Radschnellwegen. Es sei dabei entscheidend, Radfahrer und Autofahrer bestmöglich zu trennen, sagte dabei der Rechts­anwalt Andreas Krämer. Bei Radschnellwegen geht es um direkte und sichere Verbin­dungen zwischen Städten, aber auch sichere Wege in den Städten selbst, die nur von Radfahrern genutzt werden.

Dürfen Radfahrer mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg oder dem Bürgersteig fahren?

Radfahrern über zehn Jahren ist es nicht erlaubt, auf dem Bürgersteig zu fahren. Tun sie es doch und es kommt etwa zu einem Unfall mit einem Fußgänger, entscheiden Gerichte in den meisten Fällen gegen den Fahrrad­fahrer und geben diesem die alleinige Schuld an dem Unfall.

Fahrrad fahrende Kinder – welche Regeln gelten für sie?

Kinder müssen auf dem Bürgersteig fahren, wenn sie jünger als acht Jahre alt sind. Demgegenüber ist es Kindern bis zum vollendeten zehnten Geburtstag erlaubt, zu wählen, ob sie den Gehweg nutzen oder auf der Straße oder dem Radweg fahren wollen.

Fahrrad fahren: Dürfen Eltern auf dem Gehweg fahren, um ihre Kinder zu begleiten?

Seit Anfang 2017 ist es Erwachsene erlaubt, gemeinsam mit ihrem Kind auf dem Bürgersteig zu radeln. Das gilt bis zum vollendeten achten Lebensjahr des Kindes.

Fahrrad­fahren mit Kindern: Sollten Eltern vor oder hinter dem Kind fahren?

„Die Frage, ob Eltern vor oder hinter ihrem Kind radeln sollten, ist juristisch nicht definiert“, sagt Rechts­an­wältin Reisert. Dies müssten Mütter und Väter je nach Situation und Charakter des Kindes selbst entscheiden. Dabei ist es übrigens erlaubt, das Kind einige Meter voraus fahren zu lassen.

Fahrrad und Verkehrs­regeln: In welcher Richtung dürfen Fahrrad­fahrer fahren?

Auf der Fahrbahn gilt für Fahrrad­fahrer das Rechts­fahrgebot (siehe weiter oben). Dieses gilt in der Regel auch etwa auf Radwegen oder in Fahrrad­straßen.

Ein Radfahrer, der einen für die Gegenrichtung gegebenen Radweg nutzt, der links der Fahrbahn verläuft, darf diesen Weg auch über den Punkt hinaus benutzen, an dem in seiner Fahrtrichtung rechts ein weiterer Radweg beginnt. Das gilt aber dann nicht mehr, wenn eine Umleitung auf die andere Straßenseite erfolgt.

„Kommt es nun zu einem Unfall mit einem anderen Radler und sind die einzelnen Umstände nicht mehr aufzuklären, haftet der entgegen­kommende Radler nicht“, so Reisert. Allerdings bewerte die Rechtsprechung jeden Einzelfall und suche immer nach den genauen Umständen, wem welcher Verschul­densgrad anzulasten ist.

Radfahren in falscher Richtung: Haften Fahrrad­fahrer bei einem Unfall?

Wenn ein Fahrrad­fahrer in falscher Richtung auf dem Fahrradweg fährt, muss sie oder er bei einem Unfall für einen Teil des Schadens aufkommen. Sogar für den größten Teil des Schadens, wie das Oberlan­des­gericht München (OLG) entschieden hat (AZ: 10 U 4616/15). Über das Urteil und den zugrunde liegenden Fall berichtet die Arbeits­ge­mein­schaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwalt­verein (DAV).

In dem verhan­delten Fall fuhr ein Radfahrer auf einem kombinierten Geh – und Radweg, aber in falscher Richtung. An der Einmündung einer Straße wurde er von einem Auto erfasst. Die Richter am OLG München sprachen dem Radfahrer eine Haftung von 75 Prozent für den Unfall zu, dem Autofahrer 25 Prozent. Er hätte wie ein Fußgänger anhalten und auf das Auto warten müssen, so die Richter.

Auch das Oberlan­des­gericht Frankfurt am Main beschäftigte sich kürzlich mit einem Fall, in dem ein Radfahrer auf einem Fahrrad-Schutz­streifen entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Er stieß mit einem Fußgänger zusammen, dieser wurde verletzt. Das OLG Frankfurt sprach dem Fahrrad­fahrer ein Mitver­schulden von 90 Prozent zu, da er den Fahrradweg verbots­widrig benutzt habe (Entscheidung vom 9. Mai 2017, AZ: 4 U 233/16). Darüber informiert die Arbeits­ge­mein­schaft Verkehrsrecht des DAV.

Da der Radfahrer nicht über eine Haftpflicht­ver­si­cherung verfügte, haftete er persönlich für die Unfall­folgen. Der Fußgänger haftete zu zehn Prozent, da er die Straße nicht auf dem sechs bis acht Meter von der Unfall­stelle entfernten Fußgän­ger­überweg überquert hatte.

Wie müssen Radfahrer auf dem Radweg überholen?

Die StVO sieht in § 5 vor, dass man andere Verkehrs­teil­nehmer nur von links überholen darf, was auch für Fahrrad­fahrer auf dem Radweg gilt. Bei solchen Manövern sollten Fahrrad­fahrer aber einen gewissen Abstand zueinander halten. Dieser muss zwar nicht so groß sein wie der zwischen Autos und Radlern, aber er muss das sichere Aneinander-vorbei-Fahren garantieren. Dabei bezeichnete der BGH einen Abstand von 1,40 m zwischen zwei Radlern auf dem Radweg für „verhält­nismäßig schmal“ (AZ: VI ZR 131/84).

Ist der Fahrradweg zum Überholen zu schmal, darf man nicht von rechts überholen und der zu Überholende darf nicht auf den Gehweg ausweichen. Notfalls müssen schnelle Radler, die überholen wollen, damit warten, bis der Radweg an einer Stelle breiter wird.

Radweg: Beim Überholen klingeln?

Zwar verbietet die StVO das Klingeln innerhalb von Ortschaften, doch kann das Klingeln beim Überholen auf dem Radweg manchmal hilfreich sein. Zum Beispiel auf schmalen Radwegen oder wenn der vor einem fahrende Radler unaufmerksam ist und mäandert.

Müssen Radfahrer immer hinter­einander fahren?

Radfahrer müssen nicht unbedingt hinter­einander fahren. Es ist ihnen auch erlaubt, nebeneinander zu fahren, wenn sie damit den Verkehr nicht behindern. In Fahrrad­straßen können Radfahrer immer zu zweit nebeneinander fahren.

Wie schnell dürfen Radfahrer fahren?

Innerhalb von Ortschaften ist es Kraftfahr­zeugen erlaubt, 50 Kilometer in der Stunde zu fahren, wenn es kein besonderes Zeichen für die zulässige Höchst­ge­schwin­digkeit gibt. Dieses Limit gilt zwar nicht für Radfahrer, doch müssen diese mit angepasster Geschwin­digkeit fahren. In Fahrrad­straßen gilt für Radler ein Tempolimit von 30 km/h.

Https://anwaltauskunft. de/magazin/mobilitaet/verkehr/verkehrsrecht-fuer-radfahrer-welche-regeln-gelten-auf-dem-fahrradweg

Nach Info-Aktion von Stadt und Polizei zu Regeln auf Fahrradstraßen: Zu schnelles Fahren und mangelnde Rücksicht häufig genannt

Stadt und Polizei Essen ziehen nach der Info-Aktion gestern (02.09.) zu den Regeln auf Fahrradstraßen eine positive Bilanz. An zwei verschiedenen Standorten (Rüttenscheider Straße und Breslauer Straße in Frohnhausen) hatten gestern Polizeibeamte, darunter Beamte der Fahrradstaffel, und der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Essen, Christian Wagener, mit den Verkehrsteilnehmer*innen über die geltenden Regeln auf Fahrradstraßen gesprochen und Flyer verteilt. „Die Aktion kam bei allen Beteiligten gut an“, sagt Polizeihauptkommissar Jörg Metz (Öffentlichkeitsarbeit). Viele Verkehrsteilnehmer*innen seien dankbar gewesen, über die Regeln auf Fahrradstraßen informiert zu werden.

Eins der am häufigsten genannten Probleme sei das zu schnelle Fahren auf Fahrradstraßen. Dort gilt maximal Tempo 30 für alle. In den Gesprächen vor Ort rückte dabei vor allem die Breslauer Straße in den Fokus. „Wir werden diesen Bereich der Fahrradstraße in Zukunft stärker beobachten“, so Erster Hauptkommissar Andreas Malberger (Leiter Verkehrsdienst). Angedacht sei dafür eine 24-Stunden-Messung, um festzustellen, wie oft dort tatsächlich die erlaubte Geschwindigkeit überschritten wird.

Ein weiterer Punkt: Viele Autofahrer*innen blockieren an Ampeln den Haltebereich für Radfahrer*innen. Der Bereich ist extra auf der Straße eingezeichnet, dennoch stehen viele Autos bei Rot auf dem Haltestreifen für Radfahrer*innen. Zudem berichteten Fußgänger*innen, dass sie sich über manche Radfahrer*innen ärgern. Diese würden ab und zu statt auf der Fahrradstraße auf dem Gehweg fahren. „Da kommt es dann zu teils gefährlichen Situationen“, so Jörg Metz. Grundsätzlich zeigten sich die meisten Verkehrsteilnehmer*innen gestern bei der Info-Aktion aber sehr einsichtig. „Es gibt einen großen Bedarf an Informationen zu den Fahrradstraßen in Essen“, so Jörg Metz. Stadt und Polizei Essen werden deshalb auch in Zukunft über die Regeln aufklären und informieren.

Zur Verdeutlichung der Regeln hat die Stadt Essen alle Informationen rund um den Radverkehr in der Stadt auch online zusammengestellt. Darunter ein kurzer Film, der leicht verständlich die wichtigsten Regeln auf Fahrradstraßen erklärt: www. essen. de/radfahren.

Die wichtigsten Regeln auf Fahrradstraßen im Überblick

Fahrradstraßen sind vor allem für Fahrradfahrer*innen da. Das heißt, der übrige Verkehr muss sich dem Radverkehr anpassen.

Das gilt auf Fahrradstraßen:

    Höchstgeschwindigkeit 30 km/h Der Radverkehr hat Vorrang. Autos oder auch Motorräder müssen gegebenenfalls langsamer fahren. Fahrradfahrer*innen dürfen nebeneinander fahren. Fahrradfahrer*innen dürfen und sollten in der Mitte der Fahrbahn fahren, um genügend Abstand zu parkenden Autos halten zu können.

Und das gilt auf allen Straßen und Wegen:

    Beim Überholen muss ausreichend Platz vorhanden sein, um 1,5 Meter Abstand zu Fahrradfahrer*innen halten zu können. Wenn das nicht möglich ist, darf nicht überholt werden. Die Gehwege gehören hauptsächlich den Fußgänger*innen. Kinder unter 8 Jahren müssen mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, Kinder bis einschließlich 9 Jahre dürfen auf dem Gehweg fahren. E-Scooter dürfen ausschließlich da fahren, wo Fahrräder fahren dürfen. Ist kein Radweg vorhanden, dürfen sie auf der Straße, außerorts auch auf dem Seitenstreifen fahren. Gehwege sowie Fußgängerzonen dürfen nicht genutzt werden. Jeder nimmt Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer*innen.

Hintergrund

Die erste Fahrradstraßenachse A (Südviertel – Holsterhausen – Frohnhausen) wurde im August 2020 eröffnet und ist eine von insgesamt drei Fahrradstraßenachsen, die die Stadt im letzten Jahr eingerichtet hat. Nach Achse A folgte die Fahrradstraßenachse B (Rüttenscheider Straße) und die Fahrradstraßenachse C (von Steele über Kray und Frillendorf über das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein bis nach Katernberg).

Fahrradstraßen unterstützen eine umweltfreundliche Fortbewegung in der Stadt. Die eingerichteten Fahrradstraßenachsen A, B und C sind deshalb auch Teil des Lead City-Projekts der Stadt Essen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert seit dem 1. Januar 2019 innovative Verkehrsprojekte zur Luftreinhaltung (Verringerung der Stickstoffdioxidbelastung) in den fünf Modellstädten Bonn, Herrenberg, Mannheim, Reutlingen und Essen. Die Fahrradstraßenachsen sind zudem neben der Umweltspur (Schützenbahn) und der Protected Bike Lane (Bernestraße) ein wichtiger Baustein der Stadt Essen, um das Modal-Split-Ziel mit einer Verteilung von jeweils 25 Prozent auf die Mobilitätsfelder ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr und Autoverkehr bis zum Jahr 2035 zu erreichen.

Https://www. essen. de/meldungen/pressemeldung_1442386.de. html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert