Ebike-Zone erklärt: Wieviel darf ein eBike kosten?

Das eBike ist kompliziert. In unserer Ratgeber-Serie geben wir Antworten auf typische Einsteiger-Fragen. Kurz, knapp und verständlich. Hättest Du die Antwort gewusst?

Was darf ein eBike eigentlich kosten?

Die Nachfrage an eBikes steigt nach wie vor ungebrochen. Seit Jahren verzeichnet die eBike Branche wachsende Umsätze zwischen 23% und 28% per anno. Corona hat diesen Trend nochmals signifikant verstärkt. Wurden in 2018 noch eine Million eBikes verkauft, waren es im Jahr 2020 bereits 2 Millionen eBikes. Eine Steigerung von 100% innerhalb von zwei Jahren. Stärke gestiegen sind derweil die Umsätze der gesamten Branche. Betrugen die Gesamtumsätze der Fahrradbranche im Jahr 2018 noch 3,6 Mrd Euro, waren es 2020 sogar unglaubliche 10 Mrd Euro.

Das Jahr 2020 war aussergewöhnlich

Die Nachfragesituation hat dazu geführt, dass Händler nur selten Rabatte einräumen, oder Sonderverkäufe machen mussten. So betrug der durchschnittliche Verkaufspreis eines eBikes. Im Gegensatz zum den 630,- EUR, die ein konventionell Fahrrad in 2020 kostete. Diese Preisdifferenz ist jedoch nicht nur durch die Nachfrage alleine zu erklären, sondern durch zwei Effekte: erstens korrigieren die Kinderfahrräder etwas den Preis konventioneller Fahrräder nach unten. Dieses Segment ist bei den eBikes nicht relevant. Zum anderen ist im Markt der eBikes das vollgefederte E-Mountainbike das am stärksten wachsende Segment. Hier greifen die Kunden gerne nach der besseren und teureren Ausstattung.

Was sollte man für ein eBike ausgeben?

Kurz und knapp: Ab 1.600,- EUR kann man ein brauchbares Hardtail bekommen, ab 2.000,- EUR ein gutes City-E-Bike mit alltagstauglicher Ausstattung. Ein ordentliches E-Kompaktbike gibt es ab 2.500,- EUR. Ein vollgefedertes eMTB oder ein Cargo-E-Bike, welches wirklich seinem Namen gerecht wird, ist nicht unter 3.000,- EUR zu bekommen. Und für ein ordentliches S-Pedelec sollte man mindestens 3.500,- EUR einplanen. Die Qualität steht also in direktem Zusammenhang zum Preis. Eine günstige Alternative sind Letztjahres E-Bikes, die zum Saisonende zum Teil stark vergünstigt angeboten werden. Aufgrund der momentanen Nachfrage sind aber auch dieses Schnapper meist schon vergriffen. Man muss also entweder schnell sein, oder sich auf lange Lieferzeiten einstellen. Wer beides nicht will oder kann, muss tiefer in die Tasche greifen – unabhängig der eigenen Ansprüche an ein eBike.

Vorsicht vor günstigen Angeboten im Internet

Wer beim Händler nichts findet, wählt oft den Weg ins Internet. Doch die oftmals günstigen Preise sind mit Vorsicht zu betrachten. Wenn es sich um eine bekannte Ebike-Marke handelt, die wirklich unter UVP gehandelt wird, sollte man den Online-Shop genauestens prüfen (z. B. mit dem Trusted-Shops-Siegel mit Link) und mit dem Kaufpreis nicht in Vorleistung gehen. Oft genug handelt es sich um einen Fake-Shop. Das heisst: die Ware wird nicht geliefert, das Geld ist und der Shopbetreiber sind über als Berge.

Doch auch wenn allzu günstige No-Name eBikes angeboten werden, sollte man eine gesunde Skepsis walten lassen. Oftmals entsprechen diese E-Bikes nicht den gesetzlichen Bestimmungen und haben keine EU-Konformitätserklärung inkl. CE Kennzeichnung und keine elektromagnetische Emissionsprüfung. Sie dürften dann garnicht nach Europa verkauft werden. Wir raten von E-Bikes ohne CE-Kennzeichnung ausdrücklich ab, da sie im Fall eines Unfalles empfindliche Strafen nach sich ziehen können.

Geändertes Nutzungsverhalte beachten

Zum anderen hat man an diesen No-Name-eBikes nicht lange Freude, da die mindere Qualität der Komponenten im Gegensatz zum Nutzungsverhalten steht mit einem eBike geht man statistisch betrachtete doppelt so oft nach draussen und legt dabei 1,5-mal so lange Strecken zurück. Daher sollte man sich selbst den Gefallen tun und zu einer höheren Qualität greifen, als man bei einem konventionellen Fahrrad wähle würde.

Und was ist mit eBikes vom Discounter?

Es kommt natürlich immer auf den Einsatzzweck und die eigene Erwartung an ein eBike an, ob es eine genügt. Der günstige Preis eines E-Bikes vom Discounter wird immer mit minderwertiger Qualität erkauft. Deswegen ist man in unsren Augen mit einem gebrauchten Markenrad besser bedient, als mit einem neuen E-Bike vom Billiganbieter. Denn neben den höheren Qualität der sicherheitsrelevanten Komponenten wie z. B. Bremsen, Schaltung, Laufräder und Akku bietet das gebrauchte Markenrad auch den stabileren Werterhalt.

Ein anderes Thema ist der Service: wer sichert den Service an einem Baumarkt-E-Bike? Es gibt Fahrradwerkstätten, welche die Annahme von fremden E-Bikes aus gutem Grund ablehnen. Dies ist keine Unhöflichkeit – sondern aufgrund der äußerst komplizierten Haftungsfrage bei Reparatur und Bauteiletausch ein reiner Selbstschutz.

Haben wir damit die Frage ausreichend beantwortet? Schreib es uns. Und schlage andere Themen vor, die wir für Dich und andere Leser klären sollten. Einfach Mail an: Info@ebike-zone. de, Stichwort: “Ebike-Zone erklärt…”

Wie viel sollte man für ein Fahrrad ausgeben

Brauche ich ein Rad für mehr als 500 Euro? Wann lohnt es sich, Geld zu investieren? Ein Ratgeber für den Fahrradkauf.

Für jedes Budget das entsprechende Angebot

Wenn der Kauf eines Fahrrads bevorsteht, sollte jeder Interessent festlegen, welche Summe er für sein neues Rad ausgeben möchte. Grundsätzlich gilt: Je häufiger das Fahrrad genutzt wird, umso höher sollte das Budget ausfallen. Aber was kann der Fahrradkäufer für 500 Euro, 1000 Euro oder mehr als 2000 Euro erwarten?

Preisklasse unter 500 Euro

Der Gelegenheitsfahrer will von A nach B kommen – und das möglichst schneller als zu Fuß. Technische Details und Gewichtsangaben interessieren ihn dabei wenig. Doch vorsicht: In dieser Preisklasse werden Fahrrader häufig mit dem Slogan „Original Shimano-Schaltung“ beworben. Der bekannte Markenname Shimano allein ist jedoch keine Qualitätsgarantie. Insbesondere im Niedrigpreissegment ist der japanische Hersteller praktisch konkurrenzlos.

Egal ob billig oder teuer: Gänge wechseln können alle Schaltungen. Die Materialien fallen jedoch unterschiedlich hochwertig aus. Niedriges Gewicht und eine hohe Anzahl an Gängen sollte der Käufer in der Preisklasse bis 500 Euro ohnehin nicht erwarten.

Preisklasse um 500 Euro

Ein günstiges Rad fährt, viel Spaß bereitet es aktiven Radfahrern jedoch meist nicht. Wer sein Fahrrad häufiger nutzen will, tut gut daran, ein paar hundert Euro mehr zu investieren. Im Schnitt geben die Deutschen 528 Euro aus – diese Summe hat der Zweirad Industrie Verband (ZIV) 2014 ermittelt.

Wer bereit ist, etwa 500 Euro für ein Fahrrad zu zahlen, hat eine größere Komponenten-Auswahl. Am Mountainbike sind Scheibenbremsen in dieser Preisklasse Standard. Wer häufig bei Regen unterwegs ist, sollte nicht auf dieses Bremssystem verzichten, denn im Gegensatz zu Felgenbremsen verzögern Scheibenbremsen bei Nässe fast unverändert stark. Außerdem schonen sie das Rad, da der Bremsschuh keine Reibung und somit keine Abnutzung an der Felge verursacht.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie die einzelnen Komponenten genau betrachten: Findet sich im Katalog der Hinweis „Shimano XT“, handelt es sich in der Regel nur um ein Schaltwerk der hochpreisigen XT-Schaltgruppe. Häufige Praxis der Hersteller ist es, die einzelnen Komponenten von hinten nach vorne mit absteigender Wertigkeit zu verbauen.

Preisklasse um 500 Euro

Wer gerne bequem fährt oder viel in der Stadt unterwegs ist, sollte zum klassischen Cityrad greifen. Diese Modelle gibt es als Herrenrad beziehungsweise Damenrad mit Diamant – oder Trapezrahmen oder als Tiefeinsteiger. Der Preisrahmen dieser Fahrräder bewegt sich oft zwischen 500 und 700 Euro. Für Extras wie eine hochwertige Lichtanlage muss der Käufer etwa 100 Euro zusätzlich einrechnen. Oft bietet sich an, eine Nabenschaltung zu wählen. Da dieser Schaltungstyp besonders wartungsarm ist, eignen sich Nabenschaltungen gut für den alltäglichen Einsatz bei jedem Wetter.

Gebrauchte Fahrräder kaufen

Der Kauf eines gebrauchten Fahrrades ist eine super Idee, man sollte jedoch auf gewisse Eckdaten achten, um keine böse Überraschung zu erleben.

Um genau diese Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen, empfiehlt sich der Kauf über einen, mehr dazu erfährst du hier.

Solltest du dich für einen gebrauchtkauf über entscheiden, haben wir hier eine für dich zusammengestellt:

    Liegt der Originalkaufbeleg vor? Ist der optische Gesamteindruck in Ordnung? (kein Rost, keine Risse oder Dellen im Rahmen) Funktionieren die Bremsen bzw. sind diese so eingestellt, dass sie nicht am Lenker anschlagen beim Betätigen? Ist noch ausreichend Bremsbelag vorhanden? Ist die Kette in Ordnung? (straffe Kettenspannung und kein Rost) Wie ist der optische Zustand von Ritzelblock und Kurbel? Kein Rost oder übermäßige Verschmutzung)
    Wie oft wurde der Akku bereits geladen? Wurde der Motor modifiziert bzw. gechipt? Wie viele Kilometer wurden in Summe bereits gefahren?

Wo kauft man gebrauchte Fahrräder?

Den Gebrauchtradkauf, vor allem für E-Bikes, sollte man bei privaten Anbietern sehr genau betrachten und die richtigen Fragen stellen. Einen zu finden, welchem man blind vertrauen kann, ist sehr schwer. Es kann bereits kurz nach dem Kauf eine böse Überraschung warten und man steht allein da. Gebrauchte Fahrräder und E-Bikes sollte man also besser von einem erwerben, da dieser eine von 12 Monaten bietet und alle Fahrräder bereits einen Rundumcheck durch einen durchlaufen haben. Gerade in Bezug auf Akku und Motoren, solltest du bei Gebrauchträdern auf Nummer sicher gehen. Private Anbieter können E-Bikes nicht auslesen, die dafür ist aktuell nur.

Für deinen Gebrauchtradkauf bist du im von bestens aufgehoben, wir bieten dir ein technisch zum. Alle Fahrräder sind gecheckt und aufbereitet. Bei E-Bikes wird zusätzlich der Motor ausgelesen und wenn nötig ein Softwareupdate aufgespielt.

Ein weiterer Vorteil des Händlerkauf ist natürlich, dass du dir sämtlichen logistischen Aufwand sparst. Wir schicken dir den neues Traumrad per und mit zu dir nachhause. Mehr zum Thema erfährst du hier.

Wie viel muss man für ein Fahrrad ausgeben?

Die Frage nach dem Preis lässt sich kaum beantworten, da es hierbei sehr auf die Häufigkeit der Nutzung, deinen Vorlieben im Punkt Design und die Aktivitäten, welche du damit machen möchtest, ankommt.

Für den gemütlichen Ausflug oder alltägliche Wege bekommt man bereits ab einen Drahtesel. Sofern du dein Fahrrad täglich nutzt, solltest du allerdings etwas mehr Geld in die Hand nehmen um das Fahrgefühl, den Komfort und die Lebenszeit deines Bikes nach oben zu schrauben.

Natürlich spielt auch der Radtyp auch eine große Rolle, ein Mountainbike oder Rennrad wird immer teurer als ein Alltagsrad sein. Dies liegt vor allem an den hochwertigen Komponenten sowie der Gewichtsoptimierung. Ein Einsteiger MTB oder Rennrad bekommt man ab – .

Die Preisgrenze ist nach oben offen. Je nachdem welche Komponenten am Rad verbaut sind, wie schlicht oder extravagant ist das Design und die Farbgebung ist oder ob es sogar eine limitierte Edition ist.

Bei E-Bikes sieht das ganze etwas anders aus, hier ist der Einstiegspreis aufgrund der zusätzlichen Technik höher als bei einem Fahrrad ohne Motor. Ein E-Bike bekommt man etwa ab. Je nach Komponenten kann es durchaus auch schnell sehr teuer werden. Gerade große Akkus sind sehr beliebt, treiben den Preis aber unwahrscheinlich in die Höhe.

Wie viel sollte man für ein gebrauchtes Fahrrad ausgeben?

Hierbei beziehen wir uns ausschließlich auf Gebrauchtradpreise vom Händler. Ein sehr hochwertiges Rad, welches neu ca. kostet, wird auch gebraucht noch mehr als kosten. Man kann also sagen, dass je höher der Neupreis desto höher ist auch der Gebrauchtpreis.

Zuerst solltest du dir überlegen, in du dich orientieren möchtest bzw. wofür du dein Rad benötigst. Ein Mountainbike oder Rennrad wird immer teurer als ein Alltagsrad ausfallen.

Ein bekommst du ab ca. . Je nach Ausstattung und ob mit oder ohne Motor klettert der Preis dann nach oben. Ein gebrauchtes geht ab ca. los. Nach oben ist kaum eine Grenze gesetzt denn je nach Ausstattung und Laufleistung kann es auch gebraucht schnell kostspielig werden.

Wann kauft man günstig ein Fahrrad?

Im ist die, wie im Neuradgeschäft. Dies liegt vor allem daran, dass Gebrauchtradhändler nicht an die Erscheinung der Folgejahresmodelle gebunden sind und somit unabhängig von der Saison auch Verkaufsaktionen gestartet werden bzw. der bzw. niedrig ist.

Sofern du nicht das neuste Modell direkt im Sommer des Erscheinungsjahrs auf die Straße bringen möchtest, kannst du mit einem gezielten Kauf zu. Im Neuradgeschäft lohnt es sich durchaus auf Saisonende Herbst/ Winter zu warten da hier der Abverkauf der jahresaktuellen Modelle stattfindet und die Händler häufig auch Aktionen werben. Neuradhändler „müssen“ die Lager gegen Saisonende anfangen zu räumen, da die Modelle des Folgejahres bereits bestellt sind und teilweise schon geliefert werden.

Außerhalb der Saison haben Händler meist mehr Zeit für die Beratung, da das Kernsaisongeschäft bereits erledigt ist. Auch gehen diese dann wohlwollender auf Nachlässe ein. Ein Nachteil ist dabei, dass die Auswahl am Ende der Saison oft zu wünschen übriglässt.

Worauf wartest du noch?

Gönn dir jetzt dein Traumrad und profitiere von allen Bike-ReSale Vorteilen! Mit unserem Bikefinder kannst du blitzschnell das für dich am besten passende Fahrrad oder E-Bike aus unserem Sortiment finden.

Marken – oder No-Name-Modell: Wie viel Geld muss man für ein gutes Fahrrad ausgeben?

Sie überlegen gerade, ob Sie sich ein neues Fahrrad kaufen sollen? Zum Herbstanfang kann man bei den Händlern schließlich gute Schnäppchen machen. Doch wie viel muss man für ein gutes Modell ausgeben und kann ein No-Name-Rad vom Discounter überzeugen? Der Test im Video.

Es treten zwei Fahrräder gegeneinander an: Ein Marken-Modell für 700 Euro und ein No-Name-Rad vom Discounter für lediglich 240 Euro. Optisch geben sich beide Modelle nicht viel – sie unterscheiden sich nur marginal. Die Unterschiede kommen bei der Verarbeitung zum Vorschein.

Wie viel sollte man für ein Fahrrad ausgeben

R/Fahrrad schließt sich den Protest gegen die Änderungen der Reddit-API an und ist bis Ende Woche nicht verfügbar: r/Save3rdPartyApps

Ich möchte mir nun – nachdem ich eine Zeit lang ein semi gutes Fahrrad gefahren bin – ein ordentliches Fahrrad kaufen. Prinzipiell soll es ein Rad für kleine bis mittelgroße Touren sowie Stadtfahrten sein. Zudem, soll es Ich habe erstmal an ein Trekkingrad gedacht (oder besser ein Crossbike). So richtig off-road fahre ich nie, es soll aber gut dafür geeignet sein, mal unebenere oder schwierigere Strecken zu fahren und ein pures Stadtrad gefällt mir nicht so ganz. In Summe möchte I ch durchschnittlich ein bis zwei mal pro Woche fahren.

Da ich mich nicht besonders gut mir Fahrrädern (Pflege + Reparaturen) auskenne sollte es schon zuverlässig sein (wobei ich natürlich Spaß daran habe etwas zu lernen). Wäre eine Nabenschaltung dann besser als eine Kettenschaltung?

Außerdem meinte ein Kollege zu mir, dass ich mir unbedingt eins mit Luftfederung holen sollte.

Vom Budget her würde ich gerne bis maximal 600, allerhöchstens 700 Euro gehen. Reicht das für ein ordentliches Rad aus?

Randinfo: natürlich werde ich mich in einem Fahrradladen beraten lassen, möchte mich davor nur sehr gerne selber schlau machen um nicht irgendeinen Schwachsinn erzählt zu bekommen und eine grobe Richtung zu haben.

Darauf solltest du achten, wenn du ein gebrauchtes Fahrrad kaufst

Abfallvermeidung ist seit langer Zeit in aller Munde – kein Wunder, wollen wir unseren Kindern doch einen lebenswerten Planeten hinterlassen. Jeder von uns kann einen kleinen Beitrag dazu leisten. Beispielsweise, indem wir ein Fahrrad gebraucht kaufen, statt ein neues.

Dadurch landet ein noch funktionsfähiger Drahtesel wieder auf der Straße statt auf dem Schrottplatz. Zudem sparst du natürlich gutes Geld – vor allem, wenn du dir das Secondhand-Rad deiner Träume bei besorgst.

Im Folgenden erfährst du, worauf du achten solltest, wenn du ein Fahrrad gebraucht kaufen möchtest. Außerdem findest du hier, um deinen Drahtesel verkehrssicher zu machen.

Warum du Fahrräder gebraucht kaufen solltest

Ein Gebrauchtkauf von Fahrrädern hat viele positive Aspekte. Wir haben für dich die wichtigsten zusammengefasst:

    Der offensichtlichste Grund: Dein Geldbeutel. Für ein neues Rad muss man heutzutage oft schon preislich an die Schmerzgrenze gehen. Bei Kleinanzeigen kannst du einfach und schnell ein Fortbewegungsmittel finden, das deinen finanziellen Vorstellungen entspricht. Nicht selten stößt man dabei auch auf generalüberholte Fahrräder, die nagelneuen praktisch in nichts nachstehen. Ein weiterer potenzieller Vorteil in diesem Zusammenhang ist, dass die Preise bei Kleinanzeigen oftmals auf Verhandlungsbasis angegeben sind. Das bedeutet, dass du dein Wunschrad mit ein wenig Geschick sogar noch günstiger erstehen kannst, als du ursprünglich erwartet hattest. Zudem dankt es dir die Umwelt, wenn du dir ein Bike anschaffst, das schon einen Vorbesitzer hatte. Denn auf diese Weise sparst du Ressourcen und Materialien. Ein Fahrrad gebraucht kaufen heißt, auf Plastik – und Kartonverpackungen zu verzichten. Außerdem verbrauchst du beim Radfahren weder Strom noch Sprit. Statt Rost anzusetzen, erhält der Flitzer eine zweite Chance. Ein weiterer Punkt ist, dass du in den meisten Fällen nicht auf den Artikel warten musst. Oft kannst du dein Fahrrad beim Vorbesitzer antesten und es noch am selben Tag oder innerhalb kurzer Zeit nach dem Kauf Direkt nutzen. So kannst du gleich losdüsen und musst keine langen Lieferzeiten abwarten.

Worauf du beim Kauf eines gebrauchten Fahrrads achten solltest

Es gibt beim Kauf eines gebrauchten Fahrrads eine Reihe von Schlüsselfaktoren, die wir hier für dich zusammengestellt haben:

Zustand des Fahrrads

Wie bei jedem anderen Produkt, das zuvor jemand anderem gehört hat, solltest du sicherstellen, dass dein Wunschrad in einem möglichst guten Zustand ist. Hier eine Checkliste, die dir dabei hilft, diesen Gesichtspunkt zu überprüfen.

    Prüfe den Rahmen auf Beschädigungen wie starke Kratzer, Rost und kleine Risse der Schweißnähte. Inspiziere das Bike dahingehend, ob Vorder – und Hinterrad in einer Linie laufen. Gehe auch sicher, dass Ritzel und Reifen nicht verschlissen sind. Teste die Funktionsfähigkeit der Bremsen und achte auf ausreichende Bremsbeläge. Stelle sicher, dass sich das Tretlager ohne Reibungsverluste dreht.

Wenn sich das Fahrrad alles in allem sicher anfühlt, es sich locker schieben lässt und nichts schleift, ist das schon die halbe Miete.

Fahrradtyp und Rahmengröße

Möchtest du ein Fahrrad gebraucht kaufen, sollte es unbedingt zu dir passen. Doch wie groß ein Zweirad sein sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Deine eigene und der sind in dieser Frage ausschlaggebend. Die gängigsten Fahrradrahmen sind die folgenden:

    „Diamant“-Rahmen: Dieser Rahmen ist die klassische Form bei Herrenrädern. Er bietet eine hohe Stabilität. Häufig ist er so gestaltet, dass das Oberrohr leicht schräg nach hinten abfällt. „Trapez“-Rahmen: Dieser Rahmen repräsentiert eigentlich die sportliche Damenradversion. Allerdings bietet das stark abgeschrägte Oberrohr ein Erleichtertes Auf – und Absteigen, sodass sich dieser Rahmen mittlerweile als Unisex-Rahmen etabliert hat. „Wave“-Rahmen: Dieser Rahmen ist der am meisten verbaute bei Cityrädern. Dank seiner wellenartig geschwungenen Form ist das Auf – und Absteigen sowohl bequem als auch sicher. Die aufrechte Sitzposition ist Nackenschonend und sorgt für stabiles Fahrgefühl. „MTB“-Rahmen: Der Mountainbike-Rahmen weist eine hohe Stabilität auf. Bist du sportlich im Gelände unterwegs, sollte das der Rahmen deiner Wahl sein. Seine Kompaktheit ermöglicht eine aufrechte Sitzposition und somit deutlich mehr Kontrolle bei einer herausfordernden Streckenführung.

Aber nicht nur der Fahrradtyp, sondern auch die Rahmengröße ist entscheidend. Bist du beispielsweise 1,70 m groß und an einem Cityrad interessiert, ist eine Rahmenhöhe von 52 cm ideal. Bei einem Mountainbike hingegen liegt dieser Wert bei circa 43 cm bzw. 27,5 Zoll. Du siehst also, dass diese Werte je nach Fahrradtyp stark schwanken. Darum ist eine bei jedem Kauf wichtig, um zu schauen, ob die Größe passt – egal ob beim Händler oder bei einer Privatperson. : Für die Orientierung findest du im Internet zahlreiche Übersichten und anschauliche Grafiken, mit denen du Richtwerte für deine persönlichen Bedürfnisse ermitteln kannst.

Bewertung des Preises

Um verhandlungsfähig zu sein und sicherzustellen, dass du einen angemessenen Preis für den Drahtesel bezahlst, solltest du im Vorfeld ein wenig recherchieren: Was war der Neupreis ungefähr und wie alt ist das Fahrrad? Hier gilt die : Nach einem Jahr sinkt der Verkaufswert um 50 Prozent, jedes weitere Jahr um 10 Prozent. Das ist ein grober Richtwert – für Liebhaberstücke gelten natürlich noch einmal ganz andere Regeln. Hat der Vorbesitzer das Fahrrad repariert oder lackiert, beeinflusst das den Preis. Wie gut ein Fahrrad erhalten ist, hängt im Endeffekt davon ab, wie intensiv es genutzt wurde. Darum ist auch immer die Frage wichtig: Was bist du bereit, auszugeben? Vergleiche bei Kleinanzeigen Preise für bestimmte Modelle, die sich auch bezüglich des Zustands ähneln.

In unserem Magazin haben wir noch weitere Hinweise für dich, wie du ganz einfach den Wert eines gebrauchten Fahrrads ermitteln kannst.

Fahrrad gebraucht kaufen: Darauf sollten Sie achten

Ein gebrauchtes Fahrrad ist meist als ein neues Modell. Aber nicht immer handelt es sich wirklich um ein Schnäppchen oder werden die Mängel auf den ersten Blick sichtbar. Nach der gründlichen Begutachtung des Fahrrads darf die ausgedehnte natürlich nicht fehlen. Aber Vorsicht: Ist das Angebot zu verlockend, liegt der Verdacht nahe, dass es sich möglicherweise um Diebesgut handeln könnte. Jährlich werden rund 30.000 Fahrräder allein in Deutschland gestohlen.

Wo kauft man ein gebrauchtes Fahrrad?

Gebrauchte Fahrräder kann man beim, oder erwerben. Meist etwas teurer, aber in der Regel seriös sind. Viele der großen Fahrradmärkte haben inzwischen Secondhand-Abteilungen. Der Vorteil beim Händler: Hier werden die Räder noch einmal vom Fachmann überprüft, bevor sie angeboten werden, fehlendes Zubehör kann man gleich mitkaufen. Ein weiterer Vorteil: Man bekommt meistens eine professionelle Beratung kostenlos dazu. Zudem kann man mehrere Modelle testen.

In Zeitungen, Fachzeitschriften oder im Internet sind eine weitere Möglichkeit, sich über das Angebot zu informieren. Auch bei – – – z. B. von der Polizei, der Stadt oder bei Ebay – kann man fündig werden. Aber: In diesen Fällen ist es schwierig, eine ausgiebige Probefahrt zu machen. Dasselbe gilt meist auch für den Kauf eines Rads auf.

Vertrauenswürdige Verkäufer erkennen

Bevor man sich ein gebrauchtes Fahrrad kauft, nimmt man zunächst – wenn möglich – den Vorbesitzer und das Fahrrad in Augenschein. Ist es gründlich geputzt oder nur halbherzig gesäubert? Die Antwort auf diese Frage gibt schon einen ersten Hinweis, wie gut der Besitzer sein Rad gepflegt hat. Ein vertrauenswürdiger Anbieter spricht offen über und. Einen ersten Eindruck bekommt man, wenn geklärt sind:

Erfragen Sie auch die und das. Eine Originalrechnung ist sehr hilfreich, um Kaufdatum und Anzahl der Halter abzugleichen (falls die Adresse des Käufers auf der Rechnung steht).

Checkliste: Vor dem Gebraucht-Rad-Kauf

Wenn Sie diese Punkte bei der Besichtigung beachten, können Sie den technischen besser beurteilen:

Probefahrt: Darauf müssen Sie achten

Bei der Probefahrt sollten Sie auf jeden Fall die und die ausgiebig testen. Prüfen Sie, ob Sie alle Gänge sauber einlegen können und nichts hakt. Wie ist die? Funktioniert das vorn und hinten? Ist das Fahrrad verkehrssicher?

Gebrauchtes Kinderrad: Worauf es ankommt

Fahrräder für Kinder werden, weil sie den Kindern schnell zu klein werden. Der Markt für Gebrauchte ist deshalb etwas unübersichtlicher – und es gibt einige Besonderheiten.

: Achten Sie besonders auf Kratzer und Rost. Die geben erste Hinweise darauf, ob sich das Rad einen rauen Umgang gefallen lassen musste oder pfleglich behandelt wurde.

: Nehmen Sie Ihr Kind zum Fahrradkauf mit. Die richtige Größe lässt Ihr Kind bequem sitzen. Kommt das Kind im Stand auch gut auf den Boden, erreicht es richtig die Pedale und den Lenker? Zu den Einstellungen für Bremshebel und Erreichbarkeit der Klingel kann ggf. der Fachhändler Hilfestellung geben. Das Kind sollte auch keine Probleme haben, das Rad wieder aufzurichten, wenn dieses am Boden liegt. Tipp: Je das Fahrrad ist, umso besser kommt das Kind damit zurecht.

: Sehen heißt, gesehen werden. Seit Einzug der LED-Beleuchtung sollte das Fahrradlicht eine gute Ausleuchtung bieten. Die Qualität und die korrekte Einstellung lassen dennoch oft Verbesserungspotenzial zu und sollten im Dunkeln überprüft werden, zumal die Kabel leicht beschädigt werden können. Auf der sicheren Seite ist man hier auf jeden Fall mit einem, ein Akku – oder ein batteriebetriebenes System muss regelmäßig ausgetauscht bzw. aufgeladen werden. Tipp: Ein sehr hilfreiches Feature ist das. Hier können auch Kinder im Stand, z. B. an einer Ampel, leichter erkannt werden.

Die passende Gangschaltung: Um das Fahrverhalten von Kindern abzudecken, reicht eine -. Alles über drei Gänge überfordert die Kinder, bzw. es werden mehr Gänge oftmals nicht genutzt. Tipp: Nabenschaltungen sind nahezu wartungsfrei und.

Gestohlene Räder erkennen

Wer ein gebrauchtes Rad kauft, bei dem sich später herausstellt, dass es gestohlen ist, hat ein Problem. Denn nach deutschem Recht ist es nicht möglich, das zu erwerben. Eigentümer bleibt in solch einem Fall weiterhin der oder die Bestohlene. Wenn sich also die Eigentümerin meldet, muss das Rad zurückgegeben werden. Anschließend müsste man den Kaufpreis vom Verkäufer zurückverlangen.

Umso wichtiger ist es, bei Bedarf jederzeit den zu können und Fahrräder nicht anonym zu kaufen. Viele gestohlene Fahrräder sind in der sogenannten – per Rahmennummer registriert. Die Polizei kann über diese Datei Rahmennummern abgleichen und zuordnen. Auch über die Fahrrad-Codierung lässt sich Eigentümerin oder Eigentümer ermitteln.

Darauf sollten Sie beim Kaufvertrag achten

Auch wenn es sich um ein gebrauchtes Fahrrad handelt, sollten Sie auf einen bestehen, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Unsere Empfehlungen:

Lassen Sie sich alle vorhandenen zum Fahrrad aushändigen, egal ob Dokumente über den Erstkauf oder Reparaturrechnungen. Denn so ergibt sich eine nachvollziehbare Vergangenheit, die im Zweifel als Nachweis dient, dass das Rad nicht gestohlen wurde.

Im Vertrag sollten die, der Name des Verkäufers und am besten noch dessen Ausweisnummer dokumentiert sein. Die Rahmennummer ist eingraviert und findet sich meist unter dem Tretlager oder am Sattelrohr.

Bestehen Sie auf die und übernehmen Sie die Daten in den Kaufvertrag. Noch besser wäre es, eine Ausweiskopie zu verlangen – vorausgesetzt der Verkäufer ist dazu bereit. So kann man bei Schwierigkeiten leichter an den Vertragspartner herantreten.

: Private Käufer und Verkäufer sollten sich zu diesem Thema ausdrücklich einigen. Verwenden Sie daher einen, denn dieser enthält einen Haftungsausschluss. Achtung: Fehlt im Vertrag ein Ausschluss der Sachmängelhaftung, haftet der Verkäufer für Mängel, die bei der Übergabe vorlagen. Ein, der ein Fahrrad an eine Privatperson verkauft, darf die Sachmängelhaftung nicht komplett ausschließen. Er haftet für Mängel an dem Fahrrad. Zeigt sich ein Mangel in den ersten zwölf Monaten, wird vermutet, dass dieser bereits bei der Übergabe vorlag (sog. Beweislastumkehr). Der Verkäufer muss innerhalb dieser Zeit beweisen, dass das Fahrrad bei Übergabe mangelfrei war. Kann er das nicht, muss er den Mangel beseitigen.

Wie viel sollte man für ein Fahrrad ausgeben

Lassen Sie sich nicht von Discounter-Fahrrädern blenden: Wenn’s darauf ankommt, machen die Billigheimer schlapp. Wer ein gutes Fahrrad möchte, muss dafür zahlen

Alles unter 500 Euro ist nur Spielzeug, erklärt Gunnar Fehlau vom pressedienst-fahrrad. Ob Rennrad, Mountainbike oder City-Bike, unter der 500-Euro-Grenze geht es mehr um stylische Accessoires und nicht um technische Ausstattung und Qualität.

Zwischen Aussehen und tatsächlicher Qualität besteht häufig ein Widerspruch. Blender-Bikes gibt es heute in jedem Supermarkt zu kaufen. Viele halten Billig-Räder für unproblematisch, da beispielsweise die überwiegende Zahl der Mountainbikes nie im Wald oder in den Bergen eingesetzt wird. Dennoch: Räder, die nur auf Optik getrimmt sind und damit Qualität und Funktionalität zu Discountpreisen suggerieren, drücken das Preisniveau und damit auch den Qualitätsstandard.

Lassen Sie sich daher nicht blenden. Wenn Sie Ihr Rad lange fahren wollen, sollten Sie besser etwas mehr investieren. Ein richtiges Mountainbike, das Ihnen auch im schwierigen Gelände nicht den Dienst versagt, kostet dann eher 800 als 400 Euro.

Mit dieser einfachen Rechnung fahren Sie gut: Jede wichtige Eigenschaft Ihres Fahrrades kostet zirka 100 Euro. Also: Sichere Beleuchtung für 100 Euro, komfortabler Sattel für weitere 100, ein sicheres Gepäckträgersystem noch einmal 100.

Eine andere Methode ist der Vergleich mit dem Autokauf. „Wer sein Fahrrad oft benutzt, sollte fünf Prozent des Neupreises seines Autos für ein ordentliches Rad investieren“, rät Fehlau. Beispiel: Sie wollen sich ein Rennrad kaufen. Ihr Auto kostet 20.000 Euro? Dann sollten Sie 1000 Euro für Ihr neues Bike ausgeben. : Bei der Wahl eines Rades sollten Sie neben Langlebigkeit und technischer Ausstattung auch Wert aufs Aussehen legen. Nur so kaufen Sie ein Rad, das Ihnen wirklich gefällt.

Ein gutes Rad darf auch billig sein

Wie teuer darf das neue Rad werden? Muss es ein High-End-Modell sein oder tut es auch die Standardausführung? Braucht man einen Fachhändler oder kann man das Fahrrad einfach im Internet bestellen? Und warum manchmal auch ein Rad vom Discounter zu empfehlen ist.

Beim Fahrradkauf spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Neben der Frage nach dem zur Verfügung stehenden Geld, sind Verwendungszweck, Abstellmöglichkeit und Wohnort wichtig.

Bevor Sie sich zu einem Kauf entschließen, sollten Sie einen kleinen Check machen. Wichtige Fragen sind:

Mit diesen Fragen können Sie zumindest eingrenzen, welcher Fahrradtyp für Sie in Frage kommt. Klären Sie auch, ob Sie sehr spezielle Wünsche haben. Sollten Sie ein Lastrad oder Klapprad fürs Wohnmobil wünschen, schrumpft die Auswahl rapide zusammen.

Vor dem Kontakt mit einem Händler sollten Sie sich wissen, dass teurer nicht unbedingt besser bedeutet. Qualitativ gute bis sehr gute Fahrräder kosten etwa zwischen 700 und 1500 Euro. Wer mehr investiert, gibt das Geld entweder für eine ganz besondere Marke aus oder für eine besonders leichte Sportausstattung. Im normalen Alltag bringt beides keine echten Vorteile.

Fachhändler am Ort

Die erste Wahl ist der Händler. Ein Fachgeschäft bietet Beratung und Service. Fachgeschäfte offerieren meist Räder über die komplette Preisspanne. Nur Fahrräder, die weniger als etwa 400 Euro kosten, wird man kaum beim Fachhändler finden. Der Vorzug eines Geschäftes ist die individuelle Beratung und die Möglichkeit einer Probefahrt. Bereits die Auswahl der richtigen Größe und Einstellung eines Rades ist eine komplexe Angelegenheit. Der Fahrradfreak kann sich mit den Geometriedaten des Rades selbst helfen, der Laie nicht. Wenn das Rad nicht richtig „passt“, wird man bei längeren Strecken massive Schmerzen bekommen, aber auch auf kürzeren Distanzen macht das Fahren einfach keinen Spaß. Gegen Aufpreis ist es im Fachgeschäft immer möglich, sein Rad individuell auszustatten. Egal ob es sich um einen Einkaufskorb, einen sturzsicheren Ständer, einen aufwendigen Sitz oder eine besondere Lichtanlage handelt: Der Fachhändler baut Ihnen Ihr Wunschrad perfekt zusammen.

Wer nicht willens oder in der Lage ist, selbst den regelmäßigen Service am Rad vorzunehmen, kommt um ein Fachgeschäft mit eigener Werkstatt nicht herum. Viele Händler zeigen sich sehr unwillig, wenn man Supermarkträder zur Reparatur bringt. Wer Fahrradfahren und – pflegen nicht zu seinem Hobby machen will, wird am eigenen Service scheitern.

Der Preis spricht übrigens nicht gegen Fachgeschäfte. Den Herstellern gelingt es sehr gut, dafür zu sorgen, dass der Handel die Listenpreise einigermaßen einhält. Abgesehen von Sonderposten und Vorjahresmodellen sind die Preisschwankungen gering. Für ein aktuelles Markenrad lohnt sich häufig auch nicht der Kauf beim Internetversender.

Ladenketten lohnen nicht

Die großen Ketten der Rad – und Outdoorgeschäfte bieten meist ein reiche Auswahl, ein gutes Preisniveau und eine eigene Werkstatt. Dennoch lohnt sich der Kauf bei ihnen häufig nicht so sehr, wie man zunächst denkt. Die aggressive Werbung stellt Sonderangebote groß heraus. Entscheidet man sich dann im Laden doch für ein anderes Rad aus dem Angebot, ist der Preissprung zum kleinen Händler minimal. Günstiger als bei anderen Geschäften sind meist nur die Eigenmarken der Ketten. Beratung und Service sind wesentlich unpersönlicher als beim Fachgeschäft. Den besonderen Thrill eines hoch spezialisierten Geschäfts bieten die Ketten ohnehin nicht.

Discounter, Baumarkt und Supermarkt

Richtig, beim Discounter bekommt man kein gutes Rad, aber man kann dort sehr günstig ein brauchbares Rad einkaufen. Für wen lohnt sich das? Ein Discounter ist zunächst die beste Alternative für alle, denen das Geld fehlt, sich ein Markenrad zu leisten. Für Preise um 200 Euro herum gibt es dort Räder, bei denen Licht und Schaltung auch funktionieren. Zwei Jahre Garantie gibt es selbst im Realmarkt. So ein Billigrad kann für Fahrradschinder interessant sein. Also Zeitgenossen, die ihren Drahtesel denkbar schlecht behandeln, die ihn nicht warten und nachts draußen im Regen lassen. Wer sein Rad verdrecken und verrosten lässt, muss nicht vorher in ein Markenrad investieren, dann geht es auch ganz billig. Und nicht zuletzt ist so ein Rad für alle interessant, die unter dem Volkssport Fahrradklau leiden. Machen Sie sich nichts vor: Wenn ein Rad regelmäßig am Bahnhof steht oder mal nachts vor der Kneipe angeschlossen bleibt, wird es geklaut. Zumindest, wenn sich das Klauen lohnt. Wird ein billiges Rad aber mit einem Schloss in der Preisklasse von 20 bis 30 Euro gesichert, hat man daran lange Freude. So ein Schloss lässt sich nur von einem Profi knacken, und der hat am unverkäuflichen Billigrad kein Interesse.

Kauf im Internet

Im Internet bieten spezielle Versender ihre eigenen Produkte an. Diese Marken gibt es nicht im Ladenhandel – sie haben meist ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Da Sie die Räder vorher nicht Probe fahren können, müssen Sie selbst gut informiert sein, um sich zurechtzufinden. Von telefonischer Beratung und Online-Größenkalkulator profitieren Kunden, die sich in der Materie auskennen. Die Ersparnis der Versender gegenüber anderen Marken wächst übrigens überproportional zum Preis. Übersetzt heißt das: Hier profitieren Hobbysportler, die ein sehr teures Rad kaufen, am meisten.

Dazu bieten viele Händler einen Versandservice an. Auch hier fehlt die individuelle Probefahrt, und die Beratung am Telefon kann keinen direkten Kontakt ersetzen. Ein Beispiel: Im individuellen Augenschein wird jeder Radhändler bei der Standardeinschätzung „ganz sportlich“ sofort erkennen, ob es sich um eine nonchalante Untertreibung eines Hobbyathleten handelt oder um die gnadenlosen Selbstüberschätzung eines Sofasportlers – am Telefon gelingt das nicht. Lohnen kann sich der Onlinekauf bei günstigen Vorjahresmodellen und Restposten. Für einen Preisvorteil von zehn Prozent lohnt ein Blindkauf sicher nicht.

Das hoch spezialisierte Radgeschäft

Das Geschäft in der Nähe bietet immer eine Palette der üblichen Räder an. Echte Sportler sollten eher nach einem Fachgeschäft ihrer Disziplin suchen. Ob Mountainbike, Rennrad oder Triathlon: Nur in einem spezialisierten Geschäft findet man eine Auswahl der Räder, die man sucht, und eine für Sportler passende Beratung. Wie bei anderen Hobbys zählen hier persönlicher Kontakt, die individuelle Beratung und das besondere Flair. Häufig gruppieren sich um derartige Geschäfte Mannschaften, Trainingsgruppen und Ausfahrten. Wer daran Spaß hat, sollte auch die Preisstruktur akzeptieren. Die kann, muss aber nicht gehoben sein. Wer jedoch nur ein Trekkingrad für den Weg zum Markt kaufen möchte, sollte die Rennstall-Atmosphäre nicht unbedingt suchen. Auch wenn im Rennstall normale Räder angeboten werden, bleibt der normale Radler inmitten der Radsportler immer ein Kunde zweiter Klasse.

Gebrauchtkauf

Der Kauf eines gebrauchten Rades lohnt sich für den normalen Kunden meist nicht. Räder werden gebraucht zu relativ hohen Preisen gehandelt. Der Preissprung zu einem Sonderangebot oder Auslaufmodell ist gering. Bei sehr günstigen Einkäufen besteht immer das Problem, dass sich Reparaturen kaum noch rentieren. Ein Rad, das nicht gewartet wurde und dann lange herumstand, birgt immer ein Risiko. Reifen und andere Gummiteile werden auch ohne Nutzung spröde. Häufig altern auch die Lager. Der Austausch eines Lagers lohnt sich einfach nicht. Wenn gebraucht, dann beim lokalen Händler.

Ausnahmen von der Regel sind junge und teure Räder: Es gibt jede Menge Fahrradsportler, die ihre Räder nach der Saison austauschen. Bei Ebay werden von Sportlern auch die – von Sponsoren gestellten – Zweit – und Dritträder mit Laufleistung „Null“ angeboten. So ein Schnäppchen lohnt sich durchaus. Ähnliches gilt für High-End-Rahmen. Genauso regelmäßig findet man Angebote aus der Rubrik „Ex-Freundin“. Da war dann die Liebe schneller dahin, als das bestellte Rad geliefert wurde. Kundengruppen für derartige Super-Schnapper sind aber Hobbysportler.

Elektroräder

Die Stromer sind seit Jahren der Trend im Fahrradmarkt. Leider sind sie teuer. Für ein Markenrad muss man mindestens 1800 Euro ausgeben. Motor, Batterie und Steuerungssoftware verlangen nach fachkundigem Service. Wenn man nicht selbst Elektriker und Mechaniker in einer Person ist, benötigt man kompetente Hilfe – also ein Fachgeschäft mit Werkstatt. Im Discounter gibt es auch E-Räder für etwa 1000 Euro. Dafür verzichtet man auf eine Werkstatt in der Nähe und bekommt ein Rad, das von einem chinesischen Motor angetrieben wird. Unsere Meinung lohnt sich das nicht, der meistens verbaute Mittelmotor von Bafang ist bewährt aber deutlich einfacher als die Motoren von Yamaha, Bosch, Derby oder Panasonic.

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