Am Mitt­woch, den 19. Juli 2023, wur­de ein Radgesetz(chen) für Bay­ern beschlossen

Bay­ern bekommt nun – nach Ber­lin und NRW, auch ein Rad­ge­setz! Ohne unser Volks­be­geh­ren und die jah­re­lan­ge Vor­ar­beit, ins­be­son­de­re des ADFC Bay­ern, wäre es sicher noch lan­ge nicht dazu gekom­men. Schließ­lich hat die CSU ein Rad­ge­setz seit 2017 vehe­ment abge­lehnt. Erst die rie­si­ge Unter­stüt­zung und das gro­ße Inter­es­se für den Radent­scheid Bay­ern, haben die Mei­nung der CSU um 180 Grad gedreht. Das ist der Erfolg von allen, die uns unter­stützt haben! Aller­dings ist das Ergeb­nis vor­läu­fig noch eher ein Radgesetz(chen). Wir ver­spre­chen Euch: Wir set­zen uns wei­ter dafür ein, dass Bay­ern ein wirk­sa­mes Rad­ge­setz und dadurch bes­se­ren und siche­ren Rad­ver­kehr bekommt. Denn für uns gilt wei­ter­hin: Sicher radeln. Jetzt!

Die Debat­te des Land­tags­ple­nums zum Rad­ge­setz­ent­wurf von CSU und Frei­en Wäh­lern kann vor­über­ge­hend online nach­ge­schaut werden.

Hin­ter uns lie­gen auf­re­gen­de und arbeits­rei­che ein­ein­halb Jah­re. Wir sind natür­lich ent­täuscht, dass unse­re Volks­be­geh­ren „abge­räumt“ und wir nicht – wie die Radent­scheid in NRW und Ber­lin – an der Erar­bei­tung des Gesetz­ent­wur­fes betei­ligt wur­den. Und das trotz akri­bi­scher Vor­ar­beit mit einer Kanz­lei, so gro­ßer Unter­stüt­zung und so viel Ein­satz von Ressourcen!

Am 7. Juni 2023 hat der Baye­ri­sche Ver­fas­sungs­ge­richts­hof das Volks­be­geh­ren „Radent­scheid Bay­ern” für nicht zuläs­sig erklärt

Am Mitt­woch, den 7. Juni 2023 das Baye­ri­sche Ver­fas­sungs­ge­richt unse­ren Antrag auf Zulas­sung eines Volks­be­geh­rens für nicht zuläs­sig erklärt.

Die Ableh­nung des Zulas­sungs­an­tra­ges für das Volks­be­geh­ren wird vor allem damit begrün­det, dass im Stra­ßen­ver­kehrs­ge­setz des Bun­des so viel abschlie­ßend gere­gelt sei, dass Bay­ern hier nichts wei­ter regeln dür­fe, z. B. die Anord­nun­gen von Tem­po 30 oder von sog. Schul­stra­ßen die wir in ein­zel­nen Arti­keln vor­ge­schla­gen hat­ten. Das Gericht selbst bezeich­ne­te sein Urteil als „sehr klein­tei­lig“. Wir sind nach wie vor der Mei­nung, dass man das auch mit juris­ti­scher Exper­ti­se anders sehen könn­te – nicht zuletzt, weil man­che der so abge­lehn­ten Arti­kel so im Rad – bzw. Mobi­li­täts­ge­setz von NRW und Ber­lin ste­hen, für die ja das­sel­be Stra­ßen­ver­kehrs­recht gilt. Zudem ist unstrit­tig, dass das Stra­ßen­ver­kehrs­ge­setz drin­gend refor­miert wer­den muss und der Reform­pro­zes­se ist auch bereits im Gan­ge. Es gibt jedoch für unser Volks­be­geh­ren jedoch lei­der kei­ne Revi­si­ons­mög­lich­keit. Letzt­lich dien­te das Gerichts­ver­fah­ren wohl v. a. dazu, dass die CSU – wäh­rend des lau­fen­den Ver­fah­rens – schnell noch ein eige­nes Rad­ge­setz schrei­ben und es eiligst durch das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren brin­gen konnte.

Der Radent­scheid Bay­ern macht aber wei­ter, bis Bay­ern ein wirk­lich gutes Rad­ge­setz hat!

Der mit hei­ßer Nadel gestrick­te Rad­ge­setz­ent­wurf von CSU und Frei­en Wäh­lern wird die von uns for­cier­te Erhö­hung der Sicher­heit des Rad – und Fuß­ver­kehrs wohl lei­der nicht ermög­li­chen. Dafür rei­chen die ver­spro­che­nen 1500 Kilo­me­ter neue Rad­we­ge bis 2030 nicht aus: 1500 Kilo­me­ter bis 2030 ent­spre­chen 91 Meter pro Jahr und Kom­mu­ne. Bay­ern braucht kei­ne wei­te­re Absichts­er­klä­rung son­dern ein wirk­lich gutes Rad­ge­setz, das Ver­fah­ren, Zustän­dig­kei­ten und Stan­dards so regelt, dass gute und siche­re Rad­in­fra­struk­tur end­lich ohne jah­re­lan­ge Dis­kus­sio­nen und Vor­ver­fah­ren geplant und gebaut wer­den kann.

Wir las­sen des­halb nicht nach und bie­ten wei­ter unse­re kon­struk­ti­ve Mit­ar­beit an einem wirk­lich guten Rad­ge­setz an. Dafür stre­ben wir Geset­zes­än­de­run­gen an. Das Urteil ver­ste­hen wir zudem als Auf­trag uns auf Bun­des­ebe­ne für eine Moder­ni­sie­rung des Stra­ßen­ver­kehrs­rechts und der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ein­zu­set­zen. Denn es ist nicht mehr zeit­ge­mäß die „Flüs­sig­keit und Leich­tig­keit des Auto­ver­kehrs“ über Kli­ma­schutz und die Sicher­heit der Men­schen im Ver­kehr zu stellen.

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War­um haben wir einen Radent­scheid für ganz Bay­ern initiiert?

Die Staats­re­gie­rung hat 2017 ver­spro­chen den bay­ern­wei­ten Rad­ver­kehrs­an­teil bis 2025 von 10 auf 20 % zu ver­dop­peln. Bis jetzt ist der Rad­ver­kehrs­an­teil aber nur um ca. ein Pro­zent­punkt auf 11 % gestie­gen! Das ist auch kein Wun­der: Rad­we­ge, Abstell­an­la­gen und Rad­mit­nah­me­mög­lich­kei­ten feh­len oder sind häu­fig so dürf­tig und unsi­cher, dass sie nicht zum Rad­fah­ren ein­la­den. Auf dem Land fehlt ein All­tags­rad­we­ge­netz zwi­schen den Ort­schaf­ten. Oft hat man nur die Wahl zwi­schen holp­ri­gen Feld­we­gen oder gefähr­li­chem Radeln auf der Land­stra­ße, wo man mit sehr hohen Geschwin­dig­kei­ten und wenig Abstand von schwe­ren Kfz über­holt wird. Rad­mit­nah­me in Bus und Bahn ist teu­er, nicht garan­tiert oder meist gar nicht erst möglich.

In 11 baye­ri­schen Städ­ten gab es des­halb Bür­ger­be­geh­ren für eine bes­se­re und siche­re Rad­in­fra­struk­tur, die fast alle über­nom­men wur­den. Die Umset­zung der kom­mu­na­len Radent­schei­de geht aber kaum vor­an – weil Res­sour­cen feh­len und weil die längst nicht mehr zeit­ge­mä­ßen Richt­li­ni­en und Stra­ßen­ver­kehrs­ge­set­ze eine bes­se­re Rad­in­fra­struk­tur ver­hin­dern und weil Ver­fah­ren, Zustän­dig­kei­ten und Stan­dars unklar sind. Folg­lich wird oft jah­re­lang dis­ku­tiert statt geplant und gebaut Das wol­len wir ändern: Mit einem Rad­ge­setz, das die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung ver­pflich­tet, nicht nur von umwelt­freund­li­cher Mobi­li­tät zu reden, son­dern die­se auch rasch zu ermöglichen.

Bay­ern bekommt ein „Rad­ge­setz #söder­style“

Die Staats­re­gie­rung beschließt am Mitt­woch­abend ein Rad­ge­setz­chen, das Raden­t­­scheid-Bün­d­­nis kri­ti­siert den Umgang mit dem Radl-Volksbegehren.

Der Radent­scheid Bay­ern ist nicht vorbei

ADFC und VCD Bay­ern bezie­hen Stel­lung zum Rad­­ge­­setz-Ent­­wurf von CSU und Frei­en Wählern

Auch wenn es zunächst nicht zum Volks­be­geh­ren über ein Rad­ge­setz kommt, wird der Radent­scheid Bay­ern nicht lei­se, bevor es ein wirk­sa­mes Rad­ge­setz für Bay­ern gibt.

Baye­ri­scher Ver­fas­sungs­ge­richts­hof erklärt „Radent­scheid Bay­ern“ für unzulässig

Das Bünd­nis „Radent­scheid Bay­ern“ respek­tiert die Ent­schei­dung des Gerichts, kri­ti­siert jedoch, dass die Maß­stä­be für die Gesetz­ent­wür­fe zu Volks­be­geh­ren in Bay­ern im Ver­gleich zu ande­ren Bun­des­län­dern sehr hoch ange­setzt werden.

Canal Grande im radrevier. ruhr – Sommerradtour von Dortmund nach Haltern am See

Was gibt es Schöneres, als im Sommer am Wasser entlang zu radeln? Die Landschaft spiegelt sich auf der Oberfläche, Schiffe wecken die Sehnsucht zu reisen und Tiere genießen ihr Bad im kühlen Nass. Also mache ich mich auf die Reise mit dem Rad entlang der Kanäle im nördlichen Ruhrgebiet. Von Dortmund aus soll es nach Haltern am See gehen – 46 Kilometer entspannt am Wasser entlang.

Aus Essen kommend nehme ich erstmal den Regionalexpress nach Dortmund Hauptbahnhof. Die Taktung auf dieser Strecke ist klasse, der Raum für Fahrräder zumindest außerhalb des Berufsverkehrs ist ok. Meine Radtour startet am Knotenpunkt 61 direkt vor dem Bahnhof. Die Umgebungskarte zeigt mir den Streckenverlauf bis zum nächsten Knotenpunkt, zusätzlich verlass ich mich aber auch gerne auf den digitalen Track von komoot auf meinem Handy (siehe Infokasten).

Großstadt-Trubel in der größten Stadt im radrevier. ruhr

Zunächst geht’s durch die Dortmunder City. Die Radwege sind breit genug angelegt. Das Dortmunder U taucht schon nach wenigen Pedalumdrehungen auf, mich zieht es aber direkt weiter. Durch den Stadtverkehr gelange ich endlich in den Fredenbaumpark, den ältesten Stadtpark Dortmunds, und wenig später an den Dortmund-Ems-Kanal. Endlich kann ich den Trubel der Großstadt hinter mir lassen. Sofort kehrt Ruhe ein und ich schalte in den Urlaubsmodus um.

Hier in Dortmund ist der Kanal noch urban geprägt. Ich radel auf der westlichen Kanalseite vorbei an einer alten Hafenanlage und blicke auf den stillgelegten Malakowturm der Zeche Fürst Hardenberg. Nach einer ersten Brücke verändert sich die Aussicht, schlagartig bin ich mitten auf dem Land. Weite Felder prägen nun die Landschaft. Besonders schön finde ich die allee-artige Baumbepflanzung, die mich auf den ersten Kilometern am Kanal begleitet. Immer wieder eröffnen sich wunderschöne Perspektiven.

Das Wasser ist erstaunlich klar und ich bin verwundert, wie wenig Schiffe hier auf dem Dortmund-Ems-Kanal fahren. Breit ist er eh nicht, das gilt übrigens auch für den Radweg am Kanal. Zwischenzeitlich werden aus dem Weg nur zwei schmale Fahrspuren. Aber dennoch komme ich gut voran und das Radfahren direkt am Wasser macht einfach nur Spaß. So geht es immer weiter nach Norden hoch, bis nach Henrichenburg.

Industriekultur pur – das Schiffshebewerk Henrichenburg

Es ist sicherlich das Highlight auf dieser Radtour. Nach ca. einem Drittel der Strecke verzweigt sich der Kanal in den Schleusenpark Henrichenburg in Waltrop. Es lohnt sich in jedem Fall, das historische Schiffshebewerk zu besichtigen. Ein Museum erklärt die Geschichte der Wasserstraßen im Ruhrgebiet und auch sehr anschaulich die Funktionsweise eines Schiffshebewerks im Unterschied zu einer Schleuse. Auf einem alten Museumsschiff taucht man ein in die einfache und harte Lebenswelt einer Schifferfamilie vor rund hundert Jahren. Im angeschlossenen Biergarten gibt es kühle Getränke, leckeres Essen und natürlich das passende Eis für heiße Tage.

Ich fahre weiter und drehe eine kleine Schleife durch den Schleusenpark. Durch eine der großen Schleusen kann man sogar entspannt durchradeln. Hier in Henrichenburg trifft sich der Dortmund-Ems-Kanal mit dem Rhein-Herne-Kanal, daher ist die Marina ein beliebtes Ausflugsziel für Sportboote.

Nun folgt der weniger schöne Teil der Tour. Ich verlasse den Kanal und muss mich durch den Stadtverkehr von Datteln bis zum Wesel-Datteln-Kanal durchschlagen. Es geht zwar über straßenbegleitende Radwege, einmal sogar durch eine schöne Arbeitersiedlung, dennoch gehört dieser Teil der Tour eher zum Pflichtprogramm. Dabei folge ich der Beschilderung des Dortmund-Ems-Kanal-Radweges. Am Ende freue ich mich, als ich endlich wieder am Dattelner Meer an den Kanal gelange. Als schönes Naturidyll liegt auf der anderen Kanalseite die sogenannte „Alte Fahrt“, ein stillgelegter Kanalabschnitt, der gut mit dem Fahrrad erkundet werden kann.

Für mich geht es nun Richtung Westen. Der Radweg am Nordufer des Wesel-Datteln-Kanals ist super ausgebaut. Er ist zwar nicht asphaltiert, aber die wassergebundene Decke ist in einem Topzustand. So geht es ganz entspannt vorbei an Schleusenanlagen und weiten Feldern. Ich mache schnell viele Kilometer und hatte lange nicht mehr so viel Spaß beim Radeln.

Fährfahrt über die Lippe

In Flaesheim endet diese Entspanntheit abrupt, denn hier ist plötzlich voller Körpereinsatz gefragt. Das zweite kleine Highlight steht an, die Fähre Maifisch. Hier muss ich selber zum Fährmann werden und mich, mein Rad und die Fähre über die Lippe ziehen. Ja, die Lippe ist an dieser Stelle sicherlich nicht der breiteste Fluss in NRW, aber immerhin von der Quelle bis zur Mündung der längste Fluss. Die kurze Fährfahrt ist anstrengend, aber auch wirklich lustig. Wer nicht hochseetauglich ist, kann die Fähre aber auch über eine nahegelegene Brücke umfahren.

Die Tour nähert sich dem Ende. Es geht wieder straßenbegleitend Richtung Haltern am See. Die Einsamkeit am Kanal (ok, ich war unter der Woche unterwegs, am Wochenende ist hier sicherlich mehr los) weicht dem Trubel an der Seepromenade. Ich kann mir vorstellen, wie voll es hier an einem heißen Sommerwochenende wird, aber der See ist auch einfach nur richtig schön. Wenn also das Wetter passt, vergiss Deine Badesachen nicht.

Für mich geht es weiter ins Zentrum von Haltern am See. Ich wusste garnicht, dass Haltern so schön ist. Ein toller Ortskern mit historischen Häusern und vor allem richtig netten Straßencafés empfängt mich am Ziel dieser Radtour – der perfekte Abschluss einer kleinen Radreise. Von hier geht es nur noch zum nahgelegenen Bahnhof und dann mit dem Regionalexpress zurück nach Essen.

Und zum Schluss noch ein paar Tipps

Die gesamte Radtour entlang der Kanäle ist sehr leicht zu fahren. Höhenmeter gibt es quasi nicht. Häufig geht es über eine wassergebundene Decke, der Asphalt-Anteil ist außerhalb der Städte eher gering. Bei schönem Wetter könnt Ihr auf dieser Tour einen tollen Urlaubstag erleben. An den Kanälen ist die Tour auch ideal für Familien geeignet. Jedoch sind die innerstädtischen Radwege in Dortmund und noch mehr in Datteln für kleinere Kinder etwas problematisch. Denk an Deine Schwimmklamotten für den Halterner Stausee und auch an entsprechende Verpflegung. Denn entlang der Kanäle liegen nur wenige Einkehrmöglichkeiten. Für mich ist die 46 Kilometer lange Radtour von Dortmund nach Haltern am See sehr empfehlenswert, daher: Viel Spaß beim Nachradeln!

Radtour um den Großräschener See

Radfahrer entlang des Seerundweges vom Großräschener See, Foto: Nada Quenzel Aussichtspunkt Victoriahöhe am Großräschener See, Foto: Kathrin Winkler Seerundweg und Blick auf den Großräschener See, Foto: iba-aktiv-tours Aussichtspunkt „Reppister Höhe“, Foto: iba-aktiv-tours Aussichtspunkt „Reppister Höhe“, Foto: iba-aktiv-tours Aussichtspunkt „Reppister Höhe“, Foto: iba-aktiv-tours Seerundweg um den Großräschener See, Foto: iba-aktiv-tours Blick auf den Großräschener See, Foto: iba-aktiv-tours Radweg am Großräschener See, Foto: iba-aktiv-tours Radweg am Großräschener See, Foto: oba-aktiv-tours Radweg um den Großräschener See, Foto: iba-aktiv-tours Rastplatz in Großräschen, Foto: Kathrin Winkler Radweg mit Blick auf IBA-Terrassen und Weinberg, Foto: Kathrin Winkler Radfahrer auf Rundweg um den Großräschener See, Foto: Nada Quenzel

Der 17 Kilometer lange Seerundweg um den Großräschener See bietet traumhafte Panoramen und spannende Zwischenziele. Die IBA-Terrassen, minimalistische Architektur aus drei durch Terrassen verbundene Gebäudewürfel, waren von 2000 bis 2010 Schauplatz der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land. Heute ist das Besucherzentrum an den IBA-Terrassen ein beliebtes Ziel bei Gästen. In unmittelbarer Umgebung befindet sich nicht nur Stadthafen und die Seebrücke von Großräschen, sondern auch ein Weinberg. 2012 wurden dort die ersten Reben auf dem natürlich gewachsenen Boden des stehengebliebenen Steilhangs am ehemaligen Tagebau Meuro gepflanzt. Nicht weniger weit entfernt befindet sich der Aussichtspunkt Victoriahöhe auf dem Standort der ehemaligen Brikettfabrik Victoria I. Ziemlich genau auf der gegenüberliegenden Seeseite befindet sich der nächste Aussichtspunkt, die Reppister Höhe. Besonderes Merkmal sind die Umrisse der sieben für den Tagebau Meuro abgebaggerten Orte – Bückgen, Großräschen-Süd, Anna-Mathilde, Rauno, Reppist, Sauo und Birkenhain – im Maßstab 1:150 und einer Stele mit Ortsnamen. Von hier aus hat man einen schönen Blick über Senftenberg, Großräschen und die weitreichende Landschaft.

17 Kilometer Stadthafen Großräschen am Stadthafen Großräschen (Seestraße oder Hafenstraße) Die Rundstrecke verläuft auf dem asphaltierten Seerundweg. Sein hügeliges Profil hebt ihn von den anderen flachen Seerundwegen ab. An Teilen der Strecke besteht das Asphaltband aus zwei parallel verlaufenden Fahrbahnen.

Sehenswertes an der Strecke

    Stadthafen Besucherzentrum IBA-Terrassen Weinberg Aussichtspunkt Victoriahöhe Allee der Steine Fälschermuseum im Seehotel Ilse-Kanal Aussichtspunkt Reppister Höhe

Restaurant HAUS VIER, Bistro an den IBA-Terrassen, Restaurant im SeeHotel in Großräschen

    Aussichtspunkte: Victoriahöhe, Reppister Höhe Parkplätze: am Stadthafen Großräschen (Seestraße oder Hafenstraße) öffentliche Toiletten: an den IBA-Terrassen, Hafengebäude Spielplätze: zwischen IBA-Terrassen und Hafenanlage der längste Teil des Seerundweges ist unbeschattet der Seerundweg ist durchgehend mit dem Kilometrierungssystem ausgestattet und trägt die Rundkursnummer 12

Uferwege im Ruhrgebiet – Radweg am Wesel-Datteln-Kanal

Der Wesel-Datteln-Kanal ist eine Bundeswasserstraße, die vom Rhein bei Wesel bis zum Kanalknotenpunkt in Datteln führt. Sie gehört zu den meistbefahrenen Wasserstraßen in Deutschland. Auch mit dem Fahrrad lässt sich der Wesel-Datteln-Kanal auf einer Strecke von rund 63 Kilometern erkunden.

Radeln entlang des Kanals und der Lippe

Der Kanalradweg startet in den Häfen südlich von Wesel und dem renaturierten Lippemündungsdelta. Am Kanal entlang führt Euch die Tour Richtung Osten. An Hünxe und Gahlen vorbei ist Dorsten die nächste größere Stadt. Nördlich des Chemieparks Marl radelt Ihr entlang der Lippe, bevor die Route kurz vor Haltern am See erneut auf den Wesel-Datteln-Kanal stößt.

Vielseitige Möglichkeiten zum Kanaluferradeln

Das kleine Dorf Flaesheim liegt mit Blick nach Süden vor dem riesigen Waldgebiet der Haard, die zum Naturpark Hohemark gehört. Auf der nördlichen Kanalseite führt Euch die Route bis nach Datteln. An der Schleuse unmittelbar am Dattelner Meer trifft der Kanalradweg auf das südliche Ufer. Während nach Norden der Dortmund-Ems-Kanal abzweigt, führt in südlicher Richtung der Rhein-Herne-Kanal weiter. Der Wesel-Datteln-Kanal ist Teil der RevierRoute “Kanalpassage” und wird auch im Tourentipp “Canal Grande” auf unserem Blog beschrieben.

Radtour um den Senftenberger See

Radtour um den Senftenberger See, Foto: Nada Quenzel Badespaß am Senftenberger See, Foto: Nada Quenzel Stadthafen Senftenberg, Foto: Nada Quenzel Paddeln ab Hafencamp Senftenberger See, Foto: Nada Quenzel

Auf dem abwechslungsreichen, 18 Kilometer langen Rundweg um den Senftenberger See gibt es für Radfahrer jede Menge zu entdecken. Von allen Seiten haben Sie einen guten Blick auf die markante Naturschutzinsel im See. Die Fahrgastschiffe „Santa Barbara“ und „Aqua Phönix“ gleiten über den See und bieten auch für Radfahrer die Möglichkeit ein Stück des Weges abzukürzen. Ein kurzer Abstecher lohnt zum Koschener Kanal, der ersten schiffbaren Wasserstraße im Lausitzer Seenland, die den Senftenberger See mit dem Geierswalder See verbindet.

18 Kilometer Senftenberg OT Großkoschen Großparkplatz am Strand Großkoschen, am Westufer am Strand Niemtsch, am Nordufer am Strand Buchwalde sowie am Hafencamp und am Strand Südsee Die Rundstrecke verläuft auf dem größtenteils asphaltierten, teils gepflasterten Seerundweg und ist überwiegend eben.

Sehenswertes an der Strecke

    Stadthafen Senftenberg Schloss und Festung Senftenberg Tierpark in Senftenberg Koschener Kanal mit Schleuse in Kleinkoschen Amphitheater in Großkoschen Aussichtsturm zwischen Hafencamp und Südsee

Am Badestrand in Großkoschen verschiedene Imbisse, Restaurants und eine Beachbar; Eiscafé am Hafencamp; am Westufer Gaststätte Niemtscher Mühle; am Stadthafen Restaurant, Bistro & Café Cucina; am Strandbereich Buchwalde Restaurants im Strandhotel sowie die Brasserie am Seeschlößchen

Nützliches zur Radtour:

    zahlreiche Badestrände und Liegewiesen, u. a. in Großkoschen, in Niemtsch, in Buchwalde, Senftenberg und an der Südsee Aussichtspunkte: Der „Schiefe Turm“ mit 31,5 Metern Höhe am Südufer des Senftenberger Sees ist mit 10 Grad Neigungswinkel noch schiefer als der bekannte „Schiefe Turm von Pisa“. Von seiner Aussichtsplattform haben Sie einen hervorragenden Blick auf den naturgeschützten Inselkomplex. öffentliche Toiletten: rings um den Senftenberger See an den Strandbereichen und am Stadthafen Spielplätze: rings um den Senftenberger See befinden sich viele Spielplätze der längste Teil des Seerundweges ist unbeschattet der Seerundweg ist durchgehend mit dem Kilometrierungssystem ausgestattet und trägt die Rundkursnummer 10 anschließende Seerundwege: Geierswalder See (Länge: 16 km)

Am Hafencamp werden Tretboote, Kanus und Boards zum Stand-Up-Paddling (SUP) vermietet. In Niemtsch kann man neben Baden auch Surfboards mieten und der Bereich zwischen Insel und Stadthafen bietet hervorragende Windsurf-Bedingungen.

Canal de l’Ourcq: Schlendern Sie in Gressy am Wasser entlang

Genießen Sie einen erfrischenden Spaziergang entlang des Canal de l’Ourcq von der hübschen Stadt Gressy in Seine-et-Marne!

Empfang unserer Besucher Die Destination Erfahrungen Canal de l’Ourcq: Schlendern Sie in Gressy am Wasser entlang

Der Canal de l’Ourcq ist eine bezaubernde Wasserstraße, die Paris mit der Stadt Silly-la-Poterie verbindet. Es ist bei Schmierig dass der Kanal das Gebiet der durchquert. Gönnen Sie sich einen erfrischenden Spaziergang in Seine-et-Marne und genießen Sie eine echte Rückkehr zur Ruhe weit weg vom Trubel der Hauptstadt!

Ein historischer Kanal

Der Canal de l’Ourcq bildet mit dem Canal Saint-Martin, dem Canal de Saint-Denis und dem Bassin de la Villette das sogenannte Pariser Becken. Der Canal de l’Ourcq ist etwas weniger berühmt als seine Kollegen, hat aber dennoch viele Vorteile! Angefangen bei einer erstaunlichen Biodiversität.

Man könnte meinen, der Lärm der Flugzeuge sei ein Soundtrack der Region, ist es aber nicht. Dort angekommen, übernimmt der süße Gesang der Vögel, sodass Sie abschalten und die Natur, die Sie umgibt, genießen können!

: Der Canal de l’Ourcq entstand aus dem Willen von Napoleon Bonaparte, der damals Erster Konsul war und beschloss, einen Kanal zu bauen, der den Fluss Ourcq mit Paris verbindet. Das Ziel? Versuchen Sie, die schwerwiegenden Probleme der Wasserversorgung der Hauptstadt zu lösen und die Navigation zu erleichtern. Die Arbeiten begannen am 23. September 1802. Also ja, der Canal de l’Ourcq feiert 2022 sein 200-jähriges Bestehen! Und es ist einfach der längste der Pariser Kanäle.

Alles im Sattel am Kanalrand!

Für Fahrradliebhaber ist der Canal de l’Ourcq von Radwegen gesäumt, die Sie in die Hauptstadt führen. Von Paris sind es 24,7 km, alles ohne Kreuzung mit Verkehr! Auf dem Programm Ihrer Wanderung: Wald, Stadtlandschaften, historische Villen und historische Gebäude.

    Becken de la Villette Puppe Bobigny Pavillon-sous-Bois Sevran Tremblay-en-France Schmierig

Zwischenstopp im Manoir de Gressy

Für eine Nacht oder mehr, ist DIE richtige Adresse für einen entspannten Aufenthalt vor den Toren von Paris (und nur einen Steinwurf vom Canal de l’Ourcq entfernt!).

Die Hotelzimmer sind geräumig und blicken auf einen Garten mit Bäumen, das Beste, um in einer grünen Umgebung aufzuwachen! Dieses 4-Sterne-Hotel befindet sich in einem großen Gebäude aus dem XNUMX. Jahrhundert und lädt Sie ein, während Ihres Aufenthalts in Seine-et-Marne abzuschalten und loszulassen. Es ist auch eine großartige Adresse für einen Gourmetstopp im hoteleigenen Gourmetrestaurant, dessen Menü je nach Jahreszeit variiert.

Beschriftet „Radfahren willkommen“, das Manoir de Gressy ist der perfekte Ort, um die Nacht zu verbringen, bevor Sie sich auf die Radwege begeben, die entlang des Canal de l’Ourcq verlaufen! Sie können Ihre eigene Ausrüstung nicht mitbringen? Das Hotel stellt Ihnen Fahrräder zur Verfügung, damit Sie die Freuden des Kanals genießen können!

❤️: das Hotelschwimmbad, sehr angenehm bei heißem Wetter. Einen Steinwurf von der Villa entfernt, bietet Ihnen auch das perfekte Refugium, um Frische und Kultur zu verbinden.

In guter Gesellschaft am Teich von Gressy

« » kommt vom lateinischen « gratiacum », Gnadenort, mit anderen Worten: angenehmer Ort. Das Versprechen gilt immer noch für dieses kleine Dorf, das es geschafft hat, seine Seele von gestern zu bewahren. Bei Familien sehr beliebt, empfehlen wir Ihnen einen Spaziergang am Teich entlang.

So kreuzen Sie den Weg vieler Schwäne, Gründlinge oder Enten. Diese kleinen Tiere haben Zuflucht gefunden die sich im Macquer Park befindet. Letztere, die nicht sehr ängstlich sind, weil sie an die Anwesenheit von Besuchern gewöhnt sind, werden Sie bei Ihrem Spaziergang um den Teich begleiten.

: Das Fremdenverkehrsamt von Grand Roissy hat für Sie zusammengestellt eine Wanderrunde über Ihr Smartphone um Ihren Besuch in vollen Zügen zu genießen.

Per Rad um Willich

Direkt an den Willicher Stadtgrenzen beginnt der Niederrhein: Das ideale Areal, mit dem Rad Land, Leute, Natur und die Schönheit der Niederrheinischen Landschaft zu erkunden.

Radrouten des Monats

In jedem Monat der Radfahrsaison von April bis September gibt es eine „Radroute des Monats“ im Kreis Viersen.

Radrundweg Willich

Der Radrundweg Willich führt auf einer Länge von 41 km von Anrath über Willich, Schiefbahn, Neersen und dann wieder zurück nach Anrath. Startpunkt ist die historische Anrather Ortsmitte, von hier aus folgt man der Route über weite Felder nach Willich und Schiefbahn, dann geht es weiter Richtung Süden entlang des ehemaligen Nordkanals. Angekommen in Neersen kann man verweilen im Schlosspark des Schlosses Neersen. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zur Kapelle Klein Jerusalem. Dann geht es weiter an die Niers, der Rundkurs endet in Anrath.

Radeln in Rhein-Main

Rund 30 Radtouren führen rund um Frankfurt, entlang an Rhein und Main oder durch den Taunus. Matthias Pieren hat seine Radserie aus der Frankfurter Neuen Presse (2015, 2016, 2017) in einem Buch zusammengefasst und mit Karten und Hintergrundinformationen (Einkehrmöglichkeiten, Museen etc.) ausgestattet.

Es ist von allem und für jede*n etwas dabei: Flach-Etappen entlang von Rhein, Main, Lahn und Nidda ebenso wie Rundtouren in der Wetterau oder im Taunus, kurze ebenso wie lange Etappen. Die Routen hat Matthias Pieren individuell zusammengestellt, immer darauf achtend, möglichst auf ausgeschilderten Radwegen unterwegs zu sein. Start – und Zielpunkte sind immer ideal mit Bus und Bahn zu erreichen.

Matthias Pieren

Matthias Pieren lebt seit bald 40 Jahren im Rhein-Main-Gebiet. Seit über 20 Jahren ist er als Journalist im Auftrag von Tageszeitungen und Fachzeitschriften rund um Frankfurt sowie rechts und links des Mains im Einsatz. Als leidenschaftlicher Radfahrer hat er mit »Radeln in Rhein-Main« bereits die Metropolregion Frankfurt/ Rhein-Main porträtiert. In seinem zweiten Buch »Hinterm Feldberg geht’s weiter« widmete er sich dem Mikrokosmos im Hintertaunus.

Pressebereich

Danke für Ihr Interesse an unseren Büchern. Auf dieser Seite finden Sie Pressematerialien wie Buchcover und Pressetexte. Wenn Sie ein Rezensionsexemplar bestellen möchten, den Kontakt zu Autoren suchen oder sonstige Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Presseabteilung: Telefon: (069) 75 01 – 44 63 E-Mail: presse@societaets-verlag. de

Pressestimmen

Die Bilder, die Titel der Touren, die Kartenskizzen und vor allem natürlich die Texte lassen erkennen, dass hier nicht nur über etliche Fahrradkilometer berichtet wird, sondern ebenso über die Historie, den kulturellen Hintergrund, die wirtschaftlichen Zusammenhänge und nicht zuletzt über ökologische Aspekte.

Aus gutem Grund wird dazu geraten, nie ohne passende Landkarte loszuradeln, dabei sind die Streckenverläufe sehr geschickt ausführlich beschrieben. Akribisch ist angegeben, welche Wegweiser und Markierungen in welcher Richtung jeweils zu beachten sind. Auch mögliche Varianten der Wegführung sind berücksichtigt. Langeweile kann beim Lesen nicht aufkommen, denn alle Hintergrundinformationen werden gleich mitgeliefert und die passgenauen Bilder sprechen für sich. Die 18 Rund – und 11 Strecken-Touren sind zwischen 19 und 42 Kilometer lang, der Schwierigkeitsgrad variiert und ist anschaulich beschrieben. Viele Abschnitte folgen der Regionalpark-Rundroute oder den zugehörigen Stich – und Querwegen.

Etliche Ziele und Verbindungsstücke dürften aber auch für Kenner der Region eine Neuentdeckung sein. Das Terrain reicht von Bad Nauheim bis Heppenheim und von Rüdesheim bis Aschaffenburg. Alle Start – und Zielpunkte sind mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar.

Eine einzige Tour sei hier beispielhaft hervorgehoben: Unter der Überschrift „Salzgeruch, Seen und seltene Vögel“ wird eine Strecke beschrieben, die von Bad Nauheim aus zwischen den Flüssen Usa und Horloff erst nach Osten und dann zurück nach Westen führt. Dabei geht es um Rosen, stillgelegte Braunkohlebergwerke und ein Feuchtgebiet, in dem seltene Vogelarten brüten und das eine wichtige Zwischenstation für Zugvögel darstellt.

Korschenbroich

Korschenbroich ist ein ideales Radreiseziel. In flacher Niederrheinlandschaft fällt das Treten leicht und in kurzen Abständen gibt es beim Vorbeiradeln eine Menge zu sehen. Die Radregion ist bestens erschlossen. Sympathisch: Es gibt gemütliche Einkehrmöglichkeiten, von der klassischen Eisdiele bis zum rustikalen Picknick-Biergarten, vom urigen Restaurant bis zum idyllisch gelegenen Café.

Anreisemöglichkeiten

Anreisen kann man beispielsweise mit der S-Bahn (bis Bahnhof Korschenbroich oder Kleinenbroich) oder natürlich direkt mit dem Rad. Die hervorragend ausgebaute NiederRheinroute führt mit ihren Haupt – und Nebenrouten mitten ins Stadtgebiet (www. radroutenplaner. nrw. de). Korschenbroich liegt darüber hinaus an der deutsch-niederländischen Euroga-Radroute zwischen Rhein und Maas und der „Fietsallee“ entlang des napoleonischen Nordkanals.

Die Wasser-Route

Ein wenig Geschichte vorab: Im Norden durch den napoleonischen Nordkanal, im Westen durch die Niers und im Osten teils durch den Jüchener Bach wird unsere Stadt von alten Fließgewässern umgeben. Sie haben die heutige Stadtgrenze maßgeblich beeinflusst. Zwei Seenflächen sind das Ergebnis von Auskiesungen. Diese Areale (das Naturschutzgebiet Pferdsbruch und die Auskiesung Herrenshoff) verwandeln sich mittlerweile zurück in wertvolle Biotope. Der Kommerbach speiste früher wasserbewehrte Güter und ergoss sich aus Jüchen über Steinforth, Rubbelrath und Schlich In Glehn in den Jüchener Bach. Mitten durch unsere Stadt fließt der Trietbach. Er führt durch die Einspeisung von Sümpfungswasser (hinter Haus Horst) wieder teilweise Wasser. Parallel dazu schlängelte sich der Fluitbach aus Trietenbroich durch die Stadt und mündete erst hinter dem Raderbroicher Wald in den Trietbach. Im bebauten Bereich sind hier fast alle Spuren verwischt, Straßennamen wie „Heldsmühle“ zeigen, dass auch hier der Bach geflossen ist. Der Neersbroicher Graben wird jetzt durch die Niers gespeist und findet heute bereits im nördlichen Neersbroicher Wald sein Ende, früher floss er noch viel weiter und mündete nördlich von Herrenshoff neben dem Fluitbach als Herzbroicher Graben in den Trietbach.

Start und Ziel der Wasser-Rundtour ist das Rathaus

Die Radtour ist auf der kostenlosen App alltrails hier hinterlegt und beleuchtet die heutige Situation und stellt Einkehr – und Einkaufsmöglichkeiten sowie Rastplätze vor. Los geht es am Rathaus Sebastianusstraße 1. Von dort aus quert man den Trietbach und erreicht hinter dem Sportplatz eine Teichanlage, in den 1920er Jahren als öffentliche Badeanstalt unter der Bezeichnung „Schwemmplatz“ bekannt. Im Hoppbruch quert man erneut den Trietbach. Das Hoppbruch ist von vielen Gräben durchzogen, die vom Tagebauwasser gespeist werden und den ursprünglichen Zustand erahnen lassen. Am Etappenziel Haus Horst geht es den Wassergraben entlang Richtung Schelsen und Neuenhoven. Von dort folgt man dem Kommerbach. Er speiste den Wassergraben am historischen Haus Neuenhoven. Dort wird heute Biolandwirtschaft samt Hofladen betrieben.

Wir folgen dem Kommerbach durch das Jüchener Schlich und fahren in Steinforth wieder ins Korschenbroicher Stadtgebiet. In Rubbelrath findet man den Bauernhof der Familie Nilgen/Schmitz, die Ziegen züchtet und ihre Produkte im Hofladen verkauft. Es gibt sogar Eis aus Ziegenmilch!

Auch der Schutzgraben des Wasserschlösschen Haus Fürth wurde durch den Kommerbach gespeist und ist ein beeindruckendes Bauwerk auf der Tour. Ebenfalls Kommerbach-Wasser speiste einst die Bewehrung von Haus Schlickum, das alte Rittergut kennen vermutlich noch nicht alle Radelnden. Wir fahren ein kurzes Stück auf dem neuen Radweg an der B230, die wir an der Kläranlage queren (Vorsicht! Sehr zügiger Autoverkehr) Hier mündet der Kommerbach in den Jüchener Bach, dem wir folgen. Wir nähern uns Kleinenbroich, während wir rechter Hand den Bachverlauf erahnen und am Wegpunkt das fließende Gewässer des Jüchener Bachs betrachten können. Durch den Ort dem Bach folgend schwenken wir am Stirkenbend Richtung Westen ab. Wir sind wieder am Trietbach, der aber hier kein Wasser mehr führt und fahren Richtung Norden, linke Hand der Trietbach, den wir am Tunnel der L361 verlassen.

Wir erreichen die Auskiesung Naturschutzgebiet Pferdsbruch. Die Bodenschätze entstanden in der EIszeit, als sich der Rhein einen neuen Weg suchte und sich Richtung Maaß schlängelte. Dieses Ziel hatte auch Napoleon, als er den „Grand Canal du Nord“ anlegen ließ. Der NordKanal vom Rhein bei Neuss bis zur Maaß wurde nur in Teilabschnitten fertiggestellt. Komplett ist er als „Fietsallee“ ausgebaut, die wir zwei Kilometer lang befahren und Einkehrmöglichkeiten (Außengastronomie) erreichen. Danach geht es in südlicher Richtung weiter.

Wieder am Trietbach, unter der L390 erreichen wir die Stelle, an der sich Fluitbach (21) und Herzbroicher Graben (20) unweit in die Triet ergossen haben. Die zugewachsene Wildnis ist von hier nicht zugänglich und die Gräben sind ausgetrocknet. Wir folgen dem Herzbroicher Graben bachaufwärts. Die Mündung des Trietbachs in die Niers am Neersener Weg ist dann auch eine äußerst trockene Angelegenheit und gibt uns Gelegenheit an das nächste Gewässer heranzufahren. Vorher bietet sich eine Einkehr im Kastanienhof an (Außengastronomie).

Wir folgen der Niers ca. 4,5 Kilometer bis nach Neersbroich. Der Neersbroicher Graben mündete früher als Herzbroicher Graben in die Triet. Wir r verlassen den Neersbroicher Graben und haben vor der Rückkehr die Möglichkeit, den Biergarten an der Bolten Brauerei zu besuchen und uns vor der jetzt noch folgenden kurzen Fahrt zum Ausgangspunkt zu erholen.

Touren-Vorschlag 2 (50 km)

Start ist die S-Bahn-Station Kleinenbroich. Vorbei an der Alten Mühle geht es im Uhrzeigersinn über Feldwege nach Lüttenglehn zum Rittergut Birkhof. Über die idyllischen Dörfchen Lüttenglehn und Epsendorf setzt sich die Tour fort nach Glehn, wo man an den Schanzerhöfen und am historischen Haus Glehn vorbei radelt. An der bedeutsamen Fachwerk-Wasserburg Haus Fürth vorbei geht es nach Liedberg. Über diese beiden Adressen kann man unterwegs übrigens tolle Hintergrundinformationen im Handy-Kulturführer des Rhein-Kreises Neuss abrufen. Es bietet sich an, die Räder zu parken und einen Rundgang durch den einzigartigen historischen Ortskern Liedberg mit seinen schmucken Fachwerkhäusern, dem frisch restaurierten Hochschloss und dem Waldgebiet „Haag“ einzuplanen.

Waldwege im Hoppbruch versprechen nun Erfrischung und Kühle. Über Pesch geht es weiter in den verkehrsberuhigten, idyllischen Korschenbroicher Ortskern. Hier kann man nach einer Ruhepause und Stärkung in die S-Bahn steigen – oder die Rundfahrt über Neersbroich fortsetzen. Dort befindet sich die älteste Altbierbrauerei der Welt. Auf dem Weg nach Herrenshoff geht es am Schloss Myllendonk mit seinem Golfplatz vorbei. Durch den Raderbroicher Busch gelangt man schließlich wieder zum S-Bahnhof Kleinenbroich. Mit Abstechern haben Radlerinnen und Radler rund 50 Kilometer zurückgelegt und dabei typische und außergewöhnliche Orte des Niederrheins kennengelernt.

Touren-Vorschlag 3: Obstwiesentour

Streuobstwiesen stellen ein urtypisches Landschaftselement am Niederrhein dar. Um sie aufleben zu lassen, hat die Stadt Korschenbroich in den vergangenen Jahren zahlreiche Obstbaum – und Hochzeitswiesen angelegt. Lassen Sie sich überraschen, wo diese überall zu finden sind! Wenn Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, dürfen Sie sogar Apfel, Pflaume, Birne und Co selbst pflücken und probieren. Auf dieser Tour finden sie eine Menge Infos über unsere heimische Natur. Sie kommen vorbei an schön aufbereiteten Erklärtafeln, Insektenhotels und nicht zuletzt an idyllischen Sitzgelegenheiten, die zu einer kleinen Pause einladen. Via „Alltrails“ gelangen Sie hier zu unserer ausgearbeiteten Route, die man auch auf das Navigationsgerät am Fahrrad herunterladen kann.

Touren-Vorschlag 4: Historische Stadttour

Auf dieser Rundfahrt – die sie ebenfalls hier herunterladen und auf Ihr Fahrrad-Navi und/oder Smartphone packen können – gelangen Sie zu den schönsten Baudenkmalen Korschenbroichs. Die beiden Schlösser Myllendonk und Liedberg liegen auf Ihrer Route. Doch auch weniger prominente Gebäude mit einer besonderen Geschichte finden Sie mithilfe der Wegbeschreibung garantiert. Darunter mittelalterliche Herrensitze, Hofanlagen, eine Fachwerk-Wasserburg und ganz viel Landschaft drumherum. Viel Spaß!

Bei allen Touren gilt natürlich: Bitte halten Sie sich stets an die Straßenverkehrsordnung. Steigen Sie in Baustellenbereichen und an holprigen Stellen vom Rad ab und geben Sie der Sicherheit immer den Vorrang. Viel Vergnügen!

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