Wie lange braucht man, um die irische Küste entlang zu radeln

Sie oder Du haben ein tolles, teures Rad zu Hause stehen? Dann lasst es dort. Denn es käme per Flugzeug selten so an wie ihr es aufgegeben habt.

In Irland ein Rad mieten? rüher gabs (als allerletzte) die Firma Irish Cycle Hire. Zum Schluß hatte sie noch Stationen in Dublin, Cork, Ennis, Galway und Westport. Man konnte hier übernehmen, dort zurückgeben. Der Besucherandrang fehlte oder es war zu komplex: die Firma gibt es nicht mehr.

S gibt überhaupt keine Firma mehr – mit mehreren Stationen Diese Misere interessiert auch keinen in Irland. Man denkt vielleicht, mit der „Errichtung“ des sog. Greenway (von Westport nach Achil Island) habe man schon genug „angerichtet“. Immer wieder haben wir von der Idee abgeraten, mit seinem eigenen Rad und zu Fuß (oder per Bahn) auf die grüne Insel zu wollen.

Auch die Variation, sein Auto im französischen Ablegehafen stehen zu lassen, führt nach unserer Meinung nicht zum Ziel: in Cork (von Roscoff aus) ankommen, ist OK. Aber da „unten links“ in Rosslare? (Irish Ferries befördert von Cherbourg aus keine Fußpassagiere nach Dublin)

7) Nach unserer Meinung gibt es nur einen logischen weiteren Schritt (dem in den Achzigern und Neunzigern Hunderte unserer Kunden gefolgt sind, auch wenn sie das so nie vorhatten):

Hinten dran – und buche das Ganze als normalen PKW ohne Überhöhe. Im Sommer, in der Hauptsaison, für 398 Euro. Nicht nur hin (zwei Strecken), sondern auch zurück (wieder zwei kurze Strecken). Mit DFDS und Irish Ferries. (Erstmals für 2023 teurer geworden: 499 Euro, hinund zurück. ; zum halben Preis auch one way buchbar)

Was ist Euer Vorteil? Ihr kommt z. B. im Südwesten an – und dort regnet es sich ein. Der Wetterbericht sagt Euch, im Westen oder in Donegal scheine die Sonne. Schnell seid ihr woanders – und das Auto kann man, wenn man wirklich will, auch mal in einem freundlichen B&B oder beim Pfarrer für ein paar Tage unterstellen. Wir haben da die tollsten Geschichten gehört.

Irland sieht aus wie ein Suppenteller – in der Mitte ziemlich eben und am Rand höher. Die irische Straßenbauweise, in der sanft ansteigende Serpentinen sehr selten sind, wird Ihnen in den Küstenregionen sicher die eine oder andere heftige Steigung bescheren. Natürlich ist es in der Nähe des Meers windig; und daß der Wind im Zweifelsfall immer von vorne kommt, weiß jeder Radler aus Erfahrung. Planen Sie sicherheitshalber die Tagesetappen nicht zu lang – und vielleicht auch den einen oder anderen Ruhetag zwischendurch ein. Wenn Sie auf so viel Anstrengung keine Lust haben, sollten Sie sich eher in Richtung des Shannon und seiner Seen orientieren. Und wenn es nicht sein muß, fahren Sie möglichst nicht bei Dunkelheit. Die Straßen sind oft eng und unübersichtlich, und irische Autofahrer gewöhnen sich gerade erst an Fahrradfahrer.

Unser = Euer ziemlich komplettes Rad-Info-Set 2015/2016 … und auch in 2023 noch immer gut wie aktuell: – im www. irish-shop. de. … besteht aus allen diesen vielen z u s ä t z l i c h e n Anregungen, Broschüren oder Farbkopien:

Zu fast jedem der hier aufgeführten Materialien gibt es auch eine kurze Leseprobe:

002 – Mit dem Rad durch Irland Autor: Tourism Ireland / Failte Ireland, etwa aus dem Jahr 2008 Appetit machende Werbebroschüre zum Thema Radfahren, mit Kartenübersicht über 24 Fahrradwege Seiten: 16

570 – Mit dem Fahrrad durch Irland Autor: Angela Bernhardt, Werner Pohlmann, aus: ij XXI, 2.2010 Seiten: 4

052 – Per Fahrrad um die grüne Insel Autor: Reinhard Pantke, aus: ij XX, 3.2009 Seiten: 5

773 – Mit Samuel Beckett durch die Wicklow-Berge: Die magische-Kraft der Schauplätze. Autor: Friedhelm Rathjen, erschienen: ij VI, 2.1995 Eine Reise durch die Wicklow Mountains. Seiten: 5

1918438 – Radeln durch den Süden Irlands Aus dem Wandermagazin: Radtourenbegleitheft (Broschüre), Ausgabe 131 (Okt/Nov 2006) Seiten: 16

1918449 – Michael Flecks Irland Das Buch zu den Flecks. 48 wunderschön bebilderte Seiten, die den Leser auf die Radwander-(Camping-) Reise seiner Familie mitnehmen…

Ohne Best-Nr: – Eine zweiteilige Zusammenstellung von Infos und Beiträgen aus (diesem) irland journal 2+3/2015 Seiten: ca. 25

Isle of Man

Erkunde die besten Radrouten auf der Isle of Man, einer der britischen Inseln, die zwischen Schottland, England, Irland, Nordirland und Wales liegt, mit dem Radroutenplaner. Radfahren hat hier Tradition, denn die Insel bietet eine Vielfalt an Landschaften, die man gut auf zwei Rädern erkunden kann. Im Norden gibt es ruhige, ländliche Landstraßen, während man entlang der Küste wunderschöne Ausblicke und sandige Routen genießen kann.

    Fahre den Heritage Trail entlang der alten Bahnlinie. Da die Strecke nicht schwer ist, ist sie auch für Familien geeignet. Nach einem gelungenen Radausflug kann man sich in Peel Bay mit einer Tüte Eis belohnen. Spaziere durch Douglas und genieße die schönen Ausblicke, die man von Douglas Head hat. Man erreicht Douglas Head durch eine Fahrt entlang der Küste, bei der man durch ein geschmücktes Steintor fährt. Im Manx Museum kann man sich mit mehr als 10.000 Jahren Geschichte der Isle of Man beschäftigen. Neben ausgestellter Kunst findet man hier auch Artefakte, die Bezug zum Inselleben aufweisen.
    Wer noch keine Erfahrungen mit Mountainbiken gemacht hat oder Kinder hat, die gerne Mountainbiken würden, der kann den 1-Kilometer-langen Blue Kipper Trail oder den 5-Kilometer-langen Red Viking Trail bei Foxdale ausprobieren. Folge in die Fußstapfen von Mark Cavendish und Peter Kennaugh, zwei erfolgreichen Radrennfahrern, die auf der Insel geboren wurden. Nimm an der End 2 End Mountain Bike Challenge teil. Die Teilnehmer versuchen, als Erster die 75 Kilometer vom einen Ende der Insel zum anderen zurückzulegen. Die Route verläuft über Schnellstraßen, von denen man nicht nur Wälder, sondern auch tolle Küstenblicke erlebt.
    143 km 1.087 m 1.084 m

Radregionen in Isle of Man

Onchan 75 Fahrradrouten Douglas 72 Fahrradrouten Peel 43 Fahrradrouten Patrick 19 Fahrradrouten Port St Mary 15 Fahrradrouten

Wie lange braucht man, um die irische Küste entlang zu radeln

Die Grafschaften Galway & Mayo, Irlands romantischer Westen, das ist eine wildzerklüftete Bergküste von Galway bis hinauf in die Grafschaft Mayo. Dazwischen kilometerlange Sandstrände und steil abfallende Klippen, eine atemberaubende Kulisse für Ihren Fahrradurlaub.

Da keine größeren Steigungen zu bewältigen sind, ist diese Tour auch für weniger geübte Radler empfehlenswert.

1. Tag (Samstag): Galway

Treffen mit der Gruppe um 18.00 Uhr an einem zentralen Ort in Galway. Besprechung der Touretappen und Transfer nach Clonbur.

2. Tag (Sonntag): Clonbur – Westport ca. 60 km

Die Tagesetappe führt Sie auf ruhigen Nebenstraßen vorbei am Lough Mask nach Westport.

3. Tag (Montag): Westport – Clew Bay – Leenane ca. 52 km

Durch tolle Küstenlandschaft entlang der Clew Bay geht die Fahrt. Unterwegs passieren Sie Croagh Patrick, den heiligen Berg Irlands. Fahrt durch das stille Delphi Tal zum Etappenziel Leenane.

4. Tag (Dienstag): Connemara ca. 58 km

Heide, Moor und große Torffelder säumen Ihren Weg. Entlang der Küste nach Clifden und Cleggan. Etappenziel ist Clifden.

5. Tag (Mittwoch): Clifden

Tag zur freien Verfügung in Clifden. Kleine Nebenstraßen führen in das einsame Hinterland der Connemara.

6. Tag (Donnerstag): Clifden – Aran Islands ca. 58 km

Auf Ihrem weiteren Weg durch die Connemara passieren Sie das sogenannte „Gaeltacht Gebiet“. Hier werden die irische Sprache und alte Traditionen noch heute gepflegt. Am Nachmittag nehmen Sie die Fähre von Rossaveal auf die Aran Islands.

7. Tag (Freitag): Aran Inseln – Galway ca. 35 km

Den Tag können Sie damit verbringen, die einzigartige Landschaft der Insel mit ihrem Reichtum an altertümlichen Steinforts und klösterlichen Stätten zu erforschen. Am späten Nachmittag kommen Sie zurück zum Festland und fahren mit dem Bus nach Galway. Treffpunkt zum gemeinsamen Abendessen und einer letzten Übernachtung in der Stadt.

    Clonbur – Fairhillhouse Hotel Westport – Cillcoman Lodge, Rosmo House, Waterside B&B Leenane – Leenane Hotel Clifden – Foyle’s Hotel Aran Insel – Aran Island Hotel Galway – Rock Lodge, Dormer’s B&B
    7 Übernachtungen in ausgesuchten Familienhotels und kleinen Pensionen. Aufgrund der isolierten Lage einiger Quartiere ist die Anzahl an Einzelzimmern begrenzt alle Zimmer mit Dusche/WC
    7 x irisches Frühstück 1 x Abendessen Fahrradmiete (TREK T30 Fahrrad mit 21 Gängen, Gepäckträger, Packtasche) englischsprachiger Gruppenleiter im Begleitfahrzeug ab 8 Personen Fähre Aran Inseln Kartenmaterial und Ausrüstung Gepäcktransport Sicherungsschein
    Anreise Mittagessen Abendessen bis auf 1 x Eintritte

Hinweise

    Mindestteilnehmerzahl 8 Personen Reisedauer 8 Tage / 7 Nächte Start / Endpunkt Galway

Tour beginnt mit einem Treffen der Gruppe am Ankunftstag an einem vorher bestimmten Ort in der Nähe der öffentlichen Bahn – und Busstationen. Der Ort wird Ihnen mit den Reiseunterlagen mitgeteilt. Die Einteilung der Gruppe richtet sich nach dem Leistungsvermögen. Es folgt eine Besprechung der Tagesetappen und der Einteilung der Teilnehmer auf die Quartiere für die erste Nacht. erst bei einer Gruppengröße ab 8 Personen begleitet ein Gruppenleiter die Gruppe im Begleitfahrzeug

Die Shannon Region

Berühmt sind die Cliffs of Moher, eine Steilküste, die sich bis zu 210 m aus dem Atlantik erhebt.

Der Burren im Nordwesten des County Clare ist eine ganz eigentümliche Region, die ihresgleichen in Europa sucht. Hübsche kleine Küstenorte laden zum Verweilen ein, in den Pubs können Liebhaber des irischen Folks den Sessions beiwohnen. Hier weiterlesen

Route: Thornhill Loop 1 & 2, Kirkcudbridght Loop 1 & 2

    Wahlweise E-Bike, Tourenbike oder Gravel Bike viel Ruhe durch nur 2 Standorte ausgesucht schöne Unterkünften Drumlanrig Castle Künstlerdorf Kirkcudbright Ruhige, malerische Streckenführung
    3 Übernachtungen in Thornhill 3 Übernachtungen in Kirkcudbridght 6 x Frühstück Transfer vom Bahnhof Lockerbie oder Dumfries zur Unterkunft zu zurück Gepäcktransport Umfangreiches Karten – und Infomaterial Persönliche Betreuung vor Ort Notfallnummer Sicherungsschein

Entdecken Sie die Galloway Highlands und die großartige Küste im Südwesten Schottlands – ein Paradies für Fahrradfahrer und Naturliebhaber. Im Süden Schottlands ticken die Uhren noch etwas langsamer als anderswo und die freundlichen Menschen nehmen sich Zeit für ein Gespräch. Diese Reise passt sich ganz dem Landstrich an denn Sie werden nur 1x mal Ihr Hotel wechseln. Während Sie selbst langsam entspannen, kann Ihr Fahrrad an Tempo zulegen, auf der Route durch diese wunderschöne Region Schottlands.

Wenn Ihnen einige der hier beschriebenen Tagesetappen zu lang sind, können wir Ihnen diese Reise auch als eine 8-tägige Tour anbieten. Bei dieser Alternative ändern sich dann die Übernachtungsorte wie folgt: 2x Thornhill, 2x Dalry oder St John’s Town, 3x Kirkcudbright. Sprechen Sie uns gerne an.

Anreise mit dem Flugzeug nach Glasgow oder Edinburgh und Weiterreise mit dem Zug nach Lockerbie. Fahrzeit ca. 1 Stunde. Alternativ können Sie mit dem eigenen Auto und der Fähre von Amsterdam nach Newcastle anreisen. Gerne ist Ihnen travelling Britain bei der Planung und Buchung Ihrer Anreise behilflich.

Am Bahnhof in Lockerbie werden Sie von unserem Partner vor Ort empfangen und zu Ihrer Unterkunft in Thornhill gebracht. Hier erhalten Sie Ihre Fahrräder, die für Sie angepasst werden. Außerdem erhalten Sie Ihr umfangreiches Kartenmaterial und viele nützliche Tipps für Ihre Tour. Falls Sie sich nach Ihrer Anreise noch ein wenig die Beine vertreten möchten, können Sie sich auf Ihr Rad schwingen, und eine kleine Tour von ca. 10km Länge zum Grab des Erfinders des Tretfahrrads, Kirkpatrick Macmillan, machen.

Übernachtung in dem hübschen Dorf Thornhill. In dem historischen Ort befinden sich einige einladende Pubs und Geschäfte und Ihr wunderschönes B&B Gästehaus, das zu den besten seiner Art in Schottland zählt und in einem beeindruckenden Herrenhaus beheimatet ist.

Heute starten Sie Ihre Radreise „Coast & Castles“ durch Schottlands Südwesten. Es erwartet Sie eine erlebnisreiche Runde durch die Berge und Täler von Galloway mit Morton Castle, dem ungewöhnlichen Mausoleum in der kleinen Durisdeer Kirche und dem imposanten Schloss Drumlanrig Castle.

Morton Castle aus dem 12 Jh. ist heute eine Burgruine, aber die Reste und die Lage der Burg an dem kleinen Loch (See) machen es zu einem der beliebtesten Fotopunkte in Dumfries und Galloway. Sie können sich auch in und um diese Ruine frei bewegen.

Durisdeer ist eine kleine Siedlung direkt am Fuße der Berge zu der Borders Region. Die Römer sind von hier in Richtung Edinburgh gezogen und der damalige Zweite Duke of Queensberry hat sich hier ein Grabmal im Stile des italienischen Barocks mit italienischem Marmor gesetzt.

Die zweite Hälfte der Runde geht an Drumlanrig Castle vorbei. Drumlanrig Castle ist der schottische Sitz von Duke und Duchess of Buccleuch and Queensberry, mit einem imposanten Garten und wunderbarer Parklandschaft. Selbst Neil Armstrong kam 1971 hierher und pflanzte eine Rote Eiche. Führungen in dem Schloss können in der Saison organisiert werden. Drumlanrig Castle wurde auch als Kulisse in der Fernsehserie “Outlander” verwendet, Fans der Serie werden es sicher wiedererkennen. Am Abend kehren Sie in Ihr komfortables Gästehaus zurück.

Falls sie am ersten Tag das Grab von Kirkpatrick MacMillan nicht besuchen konnten, heute führt die Tour noch einmal daran vorbei. Es geht dann weiter durch das kleine Dorf Penpont, in dem der international bekannte Künstler Andy Goldsworthy zu Hause ist. Die Tour schlängelt sich dann durch ein wunderschönes Tal am Scour Water entlang, und schließt die Runde durch den Park von Drumlanrig Castle und den letzten Kilometer gen Thornhill.

Sie radeln heute an die Küste und nach Kirkcudbright. Die Tour führt über das Hochmoor mit weiten Himmel, wunderbaren Ausblicke auf die entfernten größeren Berge, dem Land der freilaufenden Schafe und Rinder und weiter durch die Region der GlenKens, dem wildesten und größten Tal in Galloway. Sie kommen durch die kleine Stadt New Galloway, mit einem sehr guten Café und folgen dann den Ufern von Loch Ken und Loch Dee. Die Strecke führt sie nun durch hügelige Landschaft mit intensiv geführter Landwirtschaft. Bald erreichen die Küste und das malerische Künstlerstädtchen Kirkcudbright – “The Artists Town”. Übernachtung In Kirkcudbright.

Sie haben die Wahl: Entweder machen Sie einen Tag Pause und wandern und erkunden Kirkcudbright mit seinen Museen, Galerien und dem MacLellan Castle, sowie Kirkcudbrights Klippen und Buchten, oder sie fahren ein paar Kilometer mit dem Rad. Je nach Lust und Laune.

Das schöne kleine Fischerdorf Kirkcudbright ist Heimat zahlreicher Künstler und Galerien. Broughton House war das Heim des schottischen Malers E. A. Hornel, einer der berühmten Künstlergruppe der Glasgow Boys. Das Haus besitzt eine wunderbare Kunstsammlung und einen charmanten Garten und ist zu besichtigen. Wer einen intensiveren Blick in die privaten Galerien werfen möchte, kann an einer „Art Walking Tour“ teilnehmen.

Die Strecke führt entlang der Solway Küste in RIchtung Gatehouse of Fleet. Die kleinen Strände und malerischen Buchten werden Sie begeistern. Versäumen sie nicht, einen Stopp auf der Cream O Galloway Farm mit eigener Eiscremeproduktion einzuplanen. Vielleicht ist Ihnen der Appetit auch mehr nach einem traditionellen Afternoon Tea im exklusivem Cally Palace Hotel in Gatehouse of Fleet. Anschließend können Sie sich die Kalorien der verzehrten Törtchen und Kuchen auf Ihrer Rückfahrt nach Kirkcudbright wieder ab radeln.

Heute geht es entlang der Küste in die andere Richtung, nach Westen. In Dundrennan Abbey, einem ehemaligen Kloster, verbrachte Mary Queen of Scots verbrachte hier hre letzte Nacht in Schottland, bevor sie dann mit dem Schiff nach England zu ihrer Cousine gebracht wurde. Wie das für Sie endete, steht in den Geschichtsbüchern. Auf dieser herrlichen Strecke können Sie bei gutem Wetter die Küste von England sehen und manchmal sogar die Insel Isle of Man. Von Dundrennen aus, geht es dann auf den kleinen ruhigen Landstraßen zurück nach Kirkcudbright.

Alternativ können Sie auch nach Castle Douglas und dem naheliegenden Threave Garden und Threave Castle fahren. Castle Douglas ist eine kleine bunte Kleinstadt, in dem die Einheimischen gerne einkaufen gehen denn das Städtchen ist bekannt für seine zahlreichen Feinkostläden und kleinen Produktionsstätten für Speisen und Getränke aller Art. Hier wird auch noch regelmäßig einen Viehmarkt abgehalten. Threave Garden ist ein Muss für Gartenliebhaber. Die viktorianischen Gärten werden vom National Trust for Scotland gepflegt und sind zu jeder Jahreszeit eine Augenweide. Threave Castle liegt einige Meilen weiter am Fluss Dee. Die Burgruine liegt auf einer kleinen Insel, zu der man mit einem Boot übersetzen kann.

Heute heißt es Abschied nehmen. Unser Partner bringt Sie zum Bahnhof in Lockerbie und Sie treten die Heimreise an. Möglich ist aber auch eine Verlängerung Ihrer Reise. Warum nicht ein paar Tage in Schottlands Metropole Glasgow verbringen. Das Kulturangebot ist großartig. Oder Sie gehen auf Entdeckungstour durch Schottlands schöne Hauptstadt Edinburgh. Sie zählt zu den schönsten Hauptstädten Europas und wird auch gerne als „Athen des Nordens“ bezeichnet. Gerne berät Sie das travelling Britain Team.

    Allgemeines & Spezielles Südosten Irlands Südwesten: Kerry & Cork Westen: Galway, Burren, Connemara. Nordwesten: Donegal. Zentrum: Der Shannon & die Seen Nordirland Osten Irlands Dublin
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Allgemeines & Spezielles

Irland ist ein Traumziel für jeden Reisenden. Fast jeder hat eine bestimmte Vorstellung von der Insel zwischen England und dem Atlantik. Aber wo liegen in Irland eigentlich die schönsten Gegenden? Wo liegt das typische Irland – und was ist das eigentlich? Und wo kann man am besten Wandern, Radfahren, Paddeln oder Baden? Um das zu beantworten, stelle ich euch hier die Regionen Irlands im Überblick vor.

Die meisten Reisenden kommen vermutlich im Osten (Dublin) oder im Südosten (Rosslare) mit der Fähre nach Irland an. Für viele ist Dublin dann was erste Ziel. Genauso gut – oder vielleicht noch besser – eignet sich Dublin aber für den Abschluss der Reise. Deshalb fangen wir mit unserer Betrachtung mal im Südosten an.

DER Südosten iRLANDS

Der Südosten Irlands ist die Region mit dem meisten Sonnenschein. Der warme Golfstrom kommt zwar aus Richtung Südwest, aber der bringt dort halt auch öfter mal Regen. Der Südosten der Insel ist davon weniger betroffen, aber das milde Klima genießt man auch hier.

Die Region hat einige geschichtliche Highlights zu bieten wie das mittelalterliche Kilkenny. Und hier liegt auch die für die Fährverbindungen von England (Holyhead, Fishguard) oder Frankreich (Cherbourg) wichtige Hafenstadt Rosslare. Trotzdem gehört die Region nicht unbedingt zu den beliebtesten Reisegebieten und ist eher Durchgangsstation. Die Gegend mit ihren fruchtbaren Böden ist eher Bauernland. Nur die Ausläufer der Wicklow Mountains bringen etwas Farbe ins Bild – und natürlich auch die Strände, die bei Einheimischen sehr beliebt sind.

DER Südwesten iRLANDS

Im Südwesten finden wir aber dann die Region, die bei Naturfreunden wie Wanderern am beliebtesten ist. Die Grafschaften Kerry und Cork verkörpern das raue natürliche Irland, versprühen aber gleichzeitig ein gewisses mediterranes Ambiente. Das Klima ist mild, aber nicht unbedingt trocken. Das Wetter wechselt schnell. Wenn es regnet, kann man auf baldigen Sonnenschein hoffen. Und wenn die Sonne scheint, schaffen die aufziehenden Regenwolken oft ein mystisches Licht und ein beeindruckendes Himmelsbild.

Die Küste ist hier sehr abwechslungsreich. Lange Halbinseln strecken sich wie Finger dem Golfstrom entgegen – vielleicht, weil der Golfstrom dem Südwesten sein angenehm warmes und mildes Klima gewährt. Hier wachsen sogar Palmen, und Wanderer kommen das ganze Jahr über auf ihre Kosten. Schroffe Felsklippen wechseln hier ab mit verträumten Strandbuchten. Nicht weit entfernt steigen im Hinterland die Berge in den weiten Himmel. Hier findet man tolle Wanderrouten, die nicht nur, aber auch zu einsamen Bergseen führen.

An der Küste liegen interessante Städte wie z. b. Dingle und Cork, wo man auf jeden Fall mal durch die Markthalle schlendern sollte. Klllarney ist ein beliebter Anlaufpunkt für Reisende. Hier beginnt die Panoramaroute des Ring of Kerry, die in keinem Reiseführer fehlt.

Im Südwesten liegt übrigens auch eine der beliebtesten Trekkingrouten in Irland, der > Dingle Way.

DER Westen iRLANDS

Der Westen Irlands ist durch die Bucht des Shannon auch geographisch vom Südwesten getrennt. Hier werden das Klima und die Landschaft rauer, und die Touristenbusse werden seltener. Moore und steinige Landschaften ließen in der Geschichte oft nur Hunger und Armut zu. Dafür ist die Region Connemara heute das Muster des klassischen Irland: Strohgedeckte Hütten in denen das Torffeuer kokelt, lebendige urige Pubs und unverfälschte irische Alltagskultur und Sprache.

Das Land ist karg, schön und dünn besiedelt. Viele mit Felsen durchsetzte Grasflächen, Steinwüsten, Moore und Seen geben den Westen Irlands einen fast mystischen Charakter. Die Cliffs of Moher sind berühmt, genauso wie das karge Gebiet des Burren. Hier liegt aber auch das beliebte Städtchen Galway, wo sich viele junge Leute treffen, die Irland per Rad bereisen. Und in Galway kann man natürlich auch Fahrräder mieten, um die Umgebung samt Küsten und gebirgigen Hinterland auf dem Rad zu erkunden. Der Wild Atlantic Way ist eine eindrucksvolle Straßenroute, die die Küste entlang führt.

DER Nordwesten iRLANDS

Im Nordwesten – in Donegal, Sligo oder Leitrim – ist es noch rauer und noch einsamer als im Westen. Trotzdem sind einige Küstenebenen recht dicht besiedelt. Aber in den kargen Bergen liegt im Winter viel Schnee. Die Natur spielt hier ihre starken Kräfte aus, und der Mensch hat viele Dörfer und Inseln nach Jahrhunderten der Besiedlung wieder verlassen.

Für Naturliebhaber ist diese Gegend besonders eindrucksvoll. Spektakulär sind z. B. die Cliffs im äußersten Norden Irlands. Bei einsamkeitsliebenden Wanderern und Anglern ist die Region sogar ein Geheimtipp. Man sollte aber wetterfest unterwegs sein und auch mal ohne eine Einkehrmöglichkeit auskommen.

Zentrum Irlands

Das Zentrum Irlands, die Midlands, sind besonders bei Wassersport-Freunden beliebt. Paddeln oder Hausboot fahren auf den irischen Seenplatten oder auf dem Shannon mit seinen Nebenflüssen sind weltberühmt. Insgesamt 800 km befahrbare Wasserwege gibt es hier, und jede Menge Hausboot – und Kanu-Vermieter. Trotzdem ist immer noch genügend Platz, um ein ruhiges Plätzchen zum Ankern zu finden. Und auch bei Anglern hat die Region einen guten Ruf.

Obwohl die Landschaft wild und unzähmbar ist, steht sie bei den Durchschnitts-Reisenden nicht sonderlich hoch im Kurs. Dabei ist der Shannon unbegradigt, und das über fast 350 km. Und es gibt auch historisch-kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die Ruinen der Klosterstadt Clonmacnoise.

NordirlaND

Nordirland liegt im Nordosten der irischen Insel. Obwohl man von Nordirland ja ganz andere Bilder im Kopf hat, bietet die Landschaft tolle Highlights. Ein grünes Hügelland mit vielen Seen, die Panoramastraße an der Antrim Coast, die Basalttürme des Giant´s Causeway oder die Mourne Mountains mit ihren Mooren und Felslandschaften sind bei Irland-Kennern beliebt.

Hausbootpiloten schätzen die Seen um den Loch Ernie. Es gibt aber auch zwei äußerst lebendige Städte, Derry und Belfast. Hier liegt die pulsierende Postmoderne zwischen Industrieruinen und Backsteinmauern.

DER oSTEN iRLANDS

Der Osten Irlands erwartet den Reisenden mit viel Kultur und Geschichte. Alte Kultstätten und Gräber wie im Boyne Valley sowie traditionsreiche Klöster oder mächtige Burgen wie die Normannenburg von Trim sind hier zu finden. In der Umgebung von Dublin trifft man auf viele Landgüter der Adelshäuser mit beeindruckenden Gärten.

Der Osten Irlands ist relativ trocken. Die klassischen Bilder von strohgedeckten Steinhütten an weiten Mooren findet der Reisende hier nicht. Südlich von Dublin locken die Wicklow Mountains mit beliebten Wanderrouten, die am Wochenende auch bei den Einwohnern der Hauptstadt beliebt sind. Hier locken dann auch wieder wilde Moore, Wälder und Seen.

DUBLIN

Dublin selbst ist dann eine ganz andere Welt. Hier ist die irische Geschichte Stein geworden. Es gibt aber kaum Hochhäuser. Die Stadt zieht sich mit ihrer alten Bausubstanz um eine weiter Bucht herum. Dublin ist nicht herausgeputzt, hat aber gerade dadurch einen authentischen Charme.

Dublin ist das Herz der irischen Identität. Gleichzeitig ist Dublin aber auch eine quirlige Großstadt mit einer lebendigen Kneipenszene. Viele Reisende kommen für einen kurzen Trip ausschließlich nach Dublin, um hier dem irischen Lebensgefühl nachzuspüren. Irische Pubs mit Fidelmusik und jede Menge Biersorten finden sich in der Dubliner Innenstadt. Und man muss nicht unbedingt in dunklen Kellern trinken. Viele Pubs haben auch in Irland eine attraktive Außengastronomie. Die möglicherweise aufkommende Ungemütlichkeit wird dann mit Decken und Heizpilzen bekämpft.

County Mayo

Die zerklüftete Grafschaft Mayo ist ein faszinierender Ort zum Entdecken, ideal zum Angeln, Golfen und Wandern, Radfahren oder Fahren entlang des berühmten Wild Atlantic Way. Die wachsende Beliebtheit der Region bedeutet, dass es ein breites Angebot an Unterkünften gibt, von schönen Landhaushotels bis hin zu gemütlichen B&Bs, die für jeden Geldbeutel etwas zu bieten haben. Viele der besten Unterkünfte in der Grafschaft Mayo liegen inmitten einer spektakulären Küsten – oder Flusslandschaft und sind ideal für Paare oder Familien, die das Beste aus der Natur herausholen wollen.

Die Grafschaft Mayo, die oft zugunsten der bekanntesten Reiseziele Irlands übersehen wird, bietet wunderschöne Landschaften und jede Menge abenteuerliche Aktivitäten – und das weitgehend ohne Menschenmassen. Die größte Attraktion ist der Wild Atlantic Way, den man mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto entlangfahren kann. Es gibt jede Menge Wander – und Radwege mit Panoramablick auf den Ozean, felsige Landzungen und gespenstische Ruinen zu bewundern. Unternehmen Sie einen Ausflug ins Landesinnere zum Ballycroy National Park, erklimmen Sie den Croagh Patrick Mountain und genießen Sie beeindruckende Aussichten, oder radeln Sie auf dem Great Western Greenway die 25 Meilen lange Eisenbahnstrecke von Westport nach Achill.

Achill Island, die größte der vorgelagerten Inseln Irlands, ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier finden Sie fünf mit der Blauen Flagge ausgezeichnete Strände, den Berg Slievemore Mountain, ruhige Dörfer und lebhafte Bars, in denen Sie ein Bier trinken und einfach nur entspannen können. Auch Klettern, Wandern, Kajakfahren und Surfen sind hier möglich. Bleiben Sie auf der Insel selbst oder kommen Sie nur für einen Tag und kehren Sie in Ihr ländliches Refugium auf dem Festland zurück.

Auch die Städte der Region sind ein attraktiver Urlaubsort. Das an der Küste gelegene Westport zum Beispiel wurde zu einem der besten Orte zum Leben in Irland gewählt und ist äußerst charmant. Der hübsche Hafen und die belebten, von georgianischen Gebäuden gesäumten Straßen laden zu herrlichen Sommerspaziergängen ein, und in den charakteristischen Pubs und Feinschmeckerlokalen werden gutes Essen und Live-Musik geboten. Besuchen Sie die Surfstrände, unternehmen Sie Segel – und Bootsausflüge oder spazieren Sie durch die wunderschöne Clew Bay und bestaunen Sie die Hunderte von Inseln. Auch Castlebar ist für einen Tagesausflug interessant, während es in der Fischereistadt Ballina, die an der Mündung des River Moy im Norden liegt, viel zu sehen gibt.

Mit Piratengeschichten, windgepeitschten Inseln und steinzeitlichen Geheimnissen, die es zu entdecken gilt, ist die Grafschaft Mayo ein bezauberndes irisches Reiseziel für romantische Paare, die sich entspannen möchten, oder für aktive Familien, die alles ausprobieren wollen, vom Kajakfahren bis zur Falknerei. Buchen Sie ein Zimmer in einer der besten Unterkünfte in der Grafschaft Mayo und machen Sie sich zu Fuß, auf zwei Rädern oder auf dem Pferderücken auf, um die unzähligen Wunder dieser zerklüfteten Wildnis zu entdecken, bevor Sie zu gemütlichen Abenden im Spa oder zu köstlichen Gerichten am Kamin zurückkehren.

Die 10 schönsten Radwege in Italien

Italien bietet eine unglaublich große Vielfalt an herrlicher Natur, die Sie auf dem Fahrrad entdecken können. Hoch im Norden warten die italienischen Alpen mit atemberaubenden Bergpanoramen. Erkunden Sie die großen und berühmten Seen in Italien oder die idyllische Naturschönheit der Toskana! Dazu kommt natürlich die wunderschöne Mittelmeerküste, die sich fast um das komplette Land zieht. Die 10 schönsten Radwege in Italien führen Sie durch die Blumenriviera in Ligurien, an die Stiefelspitze in Süditalien und auf die traumhafte Insel Sizilien. Viele Strecken sind exklusive Radwege, die auf ehemaligen Bahntrassen errichtet wurden und somit ein ganz einzigartiges Fahrgefühl in wunderschöner Natur erlauben.

    Radwege Italien: Der Dolomiten-Radweg Über den Brennerpass nach Calalzo Der Alpe-Adria-Radweg Tour um und ab Lago Maggiore Um den Gardasee Destra Po in Ferrara Küstenradweg Pista Ciclabile an der Blumenriviera in Ligurien Mit dem Rad durch die Toskana Um den Stiefelabsatz: von Otranto nach Leuca Radtouren auf Sizilien

Radwege Italien: Der Dolomiten-Radweg

Dieser Radweg mit dem italienischen Namen La lunga via delle Dolomiti führt Sie durch die malerische Bergwelt der Dolomiten. Der Hauptweg führt auf einer ehemaligen Bahntrasse von Toblach nach Calalzo. Sie tauchen hier tief ein in die alpine Traumlandschaft und haben viele Möglichkeiten, diese zu erkunden. Zu dem Dolomiten-Radweg zählen nämlich auch viele kleinere Nebenstrecken, die ein malerisches Dörfchen mit dem anderen verbinden. Er gehört zweifellos zu den schönsten und berühmtesten Radwegen von Italien.

Über den Brennerpass nach Calalzo

Die relativ junge Route führt auf etwa 200 Kilometer über den Brenner nach Calalzo. Dafür wurden Radwege von etwa 80 Kilometern auf ehemaligen Bahntrassen angelegt. Auf diesem Weg können Sie durch die faszinierende Alpenwelt radeln und das gigantische Panorama der berühmten Bergwelt genießen. Vorbei an Bergkämmen und Tälern fliegen Sie förmlich auf einer hauptsächlich asphaltierten und autofreien Straße dahin. Diese Route zählt zu den leichten alpinen Routen. Natürlich bringt die Alpennatur einige Berge und Höhenkilometer mit sich, jedoch ist diese Strecke verhältnismäßig leicht ohne zu große Steigungen.

Der Alpe-Adria-Radweg

Ein anderer sehr berühmter Radweg für alpine Traumlandschaften ist der Alpe-Adria-Radweg, der von der österreichisch-italienischen Grenze in den Alpen bis zu Grado an der Adria führt. Bei den 410 Kilometern befinden sich gut 2.400 stolze Höhenmeter, die eine atemberaubende Aussicht versprechen. Ein großer Vorteil dieser Strecke ist, dass sie ganz nach Belieben verkürzt werden kann. Es gibt viele unterschiedlich lange Teilstrecken und viele Möglichkeiten, unterwegs ein – oder auszusteigen. Sie können also ganz nach Ihrem Geschmack eine passende Route durch die alpine Landschaft finden.

Tour um und ab Lago Maggiore

Eine unvergessliche Tour bietet der Radweg um den Lago Maggiore. Der Rundweg beträgt ungefähr 190 Kilometer, führt durch malerische Bergdörfer und bietet zahlreiche Traumausblicke. Dafür allerdings ist die Strecke mit ihren Steigungen durchaus etwas fordernder. Falls Sie keine so große Herausforderung suchen, sondern mehr an der schönen Natur interessiert sind, können Sie einfach verschiedene Teilstrecken fahren. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, denn die Region rund um den See ist touristisch bestens auf Fahrradfahrer ausgelegt.

Um den Gardasee

Auch der größte See des Landes bietet Radfahrern jede Menge tolle Möglichkeiten. So entsteht mit dem Projekt Garda by Bike ein gut 140 Kilometer langer, durchgängiger Rundweg. Dieser ist breit ausgebaut, gesichert und für Familien bestens geeignet. Er nutzt bereits vorhandene Wege rund um den traumhaften Gardasee, auf denen Sie nach wie vor auf etwas verschlungenen Pfaden um den großen See gelangen. Zudem sind Sie vollkommen frei darin, beliebige Teilabschnitte als Route zu fahren. Dank der guten Infrastruktur können Sie spontane Erkundungsfahrten unternehmen.

Destra Po in Ferrara

Die Strecke Destra Po begleitet den Fluss Po die letzten 100 Kilometer hin zum Meer. Sie zählt zu den berühmtesten Radwegen von Europa. Da der Weg primär als Radweg genutzt wird und zudem asphaltiert ist und einen sehr ebenen Verlauf hat, ist er relativ leicht zu befahren. Dabei können Sie sich ganz auf die schöne Landschaft und die vielen Sehenswürdigkeiten fokussieren wie etwa auf das Schloss von Mesola. Am besten eignet sich diese Route für den Frühling oder Herbst, da sie kaum Schatten bietet.

Küstenradweg Pista Ciclabile an der Blumenriviera in Ligurien

In Ligurien führt die Pista Ciclabile an der berühmten Blumenriviera zum größten Teil direkt am Meer entlang. Die tolle Küstenlandschaft mit ihrer legendären üppigen Vegetation können Sie auf etwa 24 Kilometern genießen. Der Radweg besteht aus einem asphaltierten Weg der ehemaligen Bahntrasse von Ospedaletti bis nach San Lorenzo al Mare. So fahren Sie meistens an der Küste entlang ohne störenden Autoverkehr. Stattdessen wird der Radweg sowohl von gemütlichen Radfahrern und von Familien genutzt als auch von Rennradfahrern.

Mit dem Rad durch die Toskana

Die berühmte Toskana mit den sanften Hügeln und den idyllischen Weinbergen lädt auf ganz unterschiedliche Weise zum Radfahren ein. Eine Möglichkeit besteht in wunderschönen Strecken durch die Landschaft wie etwa die Rundtour bei Castelfalfi, die gut 20 Kilometer durch die idyllische und zugleich spannende Hügellandschaft führt. Dazu kommen spezielle Touren von Stadt zu Stadt wie etwa von Venedig nach Florenz, die Ihnen die kulturellen Besonderheiten der Region nahebringt. Außerdem führen mehrere Routen entlang der traumhaften Küste der Toskana.

Um den Stiefelabsatz: von Otranto nach Leuca

Auf rund 52 Kilometern gelangen Sie von der Küstenstadt Otranto bis nach Leuca und somit bis zur Ferse des „italienischen Stiefels“. Dabei fahren Sie an der herrlichen Mittelmeerküste Süditaliens entlang. Sie finden hier ungewöhnlich viele eindrucksvolle Panoramablicke, denn die Küstenstraße verläuft hoch über dem Meer in leicht welliger Form. Zugleich aber ist die Strecke mit dem Fahrrad eher leicht zu bewältigen, da es durchaus keine größeren Steigungen gibt. Bei klarer Sicht können sie am östlichsten Punkt von Italien, dem Leuchtturm von Palascìa, sogar die griechischen Inseln ausmachen.

Radtouren auf Sizilien

Die wunderschöne Natur Siziliens können Sie mit dem Fahrrad am besten genießen. Dafür gibt es auf der größten Insel des Mittelmeeres sehr viele beliebte Radstrecken, von denen die meisten entlang der atemberaubenden Küste führen. Ein tolles Beispiel dafür ist die etwa 32 Kilometer lange Strecke von Noto nach Portopalo, die auf ruhigen Straßen vorbei an idyllischen Obstplantagen und Fischerdörfchen führt. Darüber hinaus gibt es gerade an der Ostküste Siziliens zunehmend spezielle Radstrecken, die auf stillgelegten Bahntrassen eigens zum Radfahren angelegt werden und sich damit ideal eignen, um die traumhafte Küste zu erkunden.

Eines der härtesten Radrennen Europas 26 Stunden am Stück im Sattel

Kurz vor dem Ziel: Birgit Zimmermann am Malin Head im Norden Irlands. Mehr als 2000 Kilometer ist sie da bereits geradelt. Foto: privat

Birgit Zimmermann aus Kirchheim/Teck hat als eine von nur vier Frauen den Wild-Atlantic-Way-Audax geschafft. In 175 Stunden ist sie 2100 Kilometer an Irlands wilder Westküste entlanggeradelt.

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Kirchheim/Teck – Sonne, Wind oder Dauerregen – Birgit Zimmermann können diese Naturgewalten nicht viel anhaben. Solange kein Sturm sie vom Rennrad wirft und Kopf und Beine mitmachen, kann die Frau aus Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) radeln, radeln, radeln. Unter Beweis gestellt hat sie das erst vergangene Woche wieder, als sie 2100 Kilometer in 175 Stunden zurücklegte. Beim Wild-Atlantic-Way-Audax (Wawa) entlang der irischen Westküste, einem der härtesten Radrennen Europas, erreichte sie das Ziel in der vorgegebenen Zeit.

Der Wild Atlantic Way ist Irlands spektakulärste Küstenstraße. Sie erstreckt sich über 2600 Kilometer entlang des Westens. Birgit Zimmermann, die Irland-Fan ist, hat das Land oft bereist. „Eine meiner Töchter lebt in Dublin“, sagt sie. Als sie erfuhr, dass es in diesem Jahr erstmals ein Rennen auf dem Wild Atlantic Way geben sollte, war für sie klar, dass sie dabei sein würde. Wobei Rennen die Sache nicht ganz trifft. Bei einem Audax, wie die Langstreckenfahrten im Radsport heißen, gilt es nicht als Erster ins Ziel zu kommen, sondern die Strecke in einer vorgegebenen Zeit zu schaffen.

Manche Männer bleiben auf der Strecke

Gelungen ist das nicht allen der 55 Teilnehmer, die am 17. Juni im südlichen Kinsale gestartet sind. Eine Woche später hatten nur 35 Fahrer in der vorgegebenen Zeit Derry erreicht. „Die vier Frauen, die dabei waren, haben es alle geschafft“, betont die 55-Jährige. So mancher Mann hatte sich aber überschätzt und bereits nach wenigen Tagen das Handtuch geworfen. Zimmermann, die gern an ihre Grenzen geht, war sich aber im Vorfeld sicher, dass sie 300 Kilometer am Tag meistern kann.

„Ich wusste, wenn ich jeden Tag zwischen 4 und 6 Uhr losfahre, kann ich mittags auch mal sagen: Hier bleibe ich eine Stunde“, sagt sie. Mehr als vier Stunden hat sie nie geschlafen. Im Durchschnitt saß sie am Tag 16 Stunden auf dem Fahrrad. Am Ende, als es mit der Zeit doch noch eng wurde, fuhr sie einmal 26 Stunden am Stück. Eine extreme Erfahrung.

Zimmermann ist bekennende Frühaufsteherin. Wenn andere es noch nicht in den Tiefschlaf geschafft haben, steht sie bereits auf. Manchmal schon um zwei Uhr. Bevor die Briefträgerin zur Arbeit geht, trägt sie Zeitungen aus, auf dem Fahrrad, versteht sich. Das macht die leidenschaftliche Radlerin nicht einfach nur zum Spaß, es ist auch ihr Training für die Langstreckenfahrten, an denen sie seit vier Jahren einmal im Jahr teilnimmt.

Ihre Tochter in Berlin besucht sie mit dem Fahrrad. Auch für Nachtfahrten trainiert sie nicht speziell. Als sie kürzlich zu einem Lehrgang ins 170 Kilometer entfernte Bensheim musste, verband sie das Notwendige mit dem Nützlichen. „Ich bin abends um halb elf losgefahren und war morgens um 9 Uhr da“, sagt sie und strahlt, als sei das nichts Besonderes.

Fasziniert vor allem von den langen Strecken

Mit dem Radsport begonnen hat sie erst vor acht Jahren. Seitdem ist sie Mitglied auch im Radrennteam der Deutschen Post. Bei den Radrennen über Distanzen zwischen 70 und 150 Kilometer hat sie eines schnell gemerkt: „Auf den langen Strecken punktete ich besser.“ Irgendwann stellte sie sich die Frage: „Wie lang ist wirklich lang?“ So kam sie zu den Audax-Langstreckenfahrten.

Zwar haben Rennen auch ihren Reiz, doch haben es ihr die Langstreckenfahrten angetan, weil man nicht gegeneinander, sondern miteinander fahre. „Man hilft sich, fährt im Windschatten der anderen“, sagt sie. Einmal im Jahr fährt sie einen Audax. 2013 meisterte sie ihren ersten, den London– Edinburgh–London. In 100 Stunden galt es 1400 Kilometer zu schaffen. Es folgte der Míle Fáilte durch Irland über 1200 Kilometer und im vergangenen Jahr der Super-Brevet Hamburg–Berlin–Köln über rund 1500 Kilometer. Mit dem Absolvieren des Wawa ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. „Ich wusste nicht, dass ich mich damit für den Paris-Brest-Paris-Audax qualifiziere“, sagt sie. Dieser findet 2019 statt – und Birgit Zimmermann wird dabei sein.

Auf Abwegen: Die gefährlichsten Radstrecken der Welt

Fahrradfahren kann bereits im geregelten Straßenverkehr eine Herausforderung sein, doch es geht immer noch eine Spur abenteuerlicher: Wir haben uns auf die Suche nach den fünf extremsten Fahrradtouren der Welt gemacht und versprechen vorab: Nervenkitzel ist garantiert!

White Line Trail – USA
Der heilige Gral unter den Trekking – und Tourenfahrern: Dieser „Radweg“ befindet sich auf den Red Rocks. Richtig gelesen: Was anfangs wie eine typische Mountainbike-Strecke aussieht, entpuppt sich schnell als der gefährlichste Trail der Welt: Lediglich 327 m lang, fordert jeder Meter stählerne Nerven, denn die feine, natürlich entstandene weiße Linie führt fast vertikal an der Wand entlang und ist teilweise nur wenige Zentimeter breit. Nur eine kleine Unachtsamkeit und die Tour ist vorbei. Dieser Trail ist damit die ultimative Herausforderung und verdient zu Recht Platz 1 unseres Rankings.
Death Road – Bolivien
Bei den Einheimischen auch als „El Camino de la Muerte“ (Straße des Todes) bekannt. Die 200 bis 300 Opfer jährlich bestätigen, dass diese Straße tatsächlich den Tod bedeuten kann. Auf bis zu 70 km Länge mit einem Höhenunterschied von über 900 m sollte die Konzentration vollkommen der Straße gelten, doch kurze Stopps bieten einen atemberaubenden Ausblick auf die wilde Natur der Anden. Unser Tipp: Nicht ablenken lassen!
Cliffs of Moher – Irland
Eins der bekanntesten Wahrzeichen der grünen Insel sind die Klippen der Westküste Irlands. Für den beeindruckenden Ausblick pilgern jährlich Tausende von Besuchern zu den Cliffs, doch nur die Mutigen erwägen eine Fahrradtour entlang der Felsküste. Schmale Trails, starke Winde und das irisch-unbeständige Wetter sorgen für Nervenkitzel. Der Lohn für die wenigen Verwegenen ist ein grandioser Blick auf die einzigartige Schönheit der irischen Küste.
Karakoram Highway – Pakistan/China
Keine traditionelle Fahrradstrecke, aber eine der bekanntesten Straßen weltweit ist die alte Seidenstraße. Die Gesamtstrecke beträgt knapp 2000 km und bietet viel Abwechslung: von Asphalt zu Schotterstraße, durchsetzt mit Schlaglöchern und teilweise kilometerweit einsam, ganz ohne Ausblick auf Begegnung mit anderen Reisenden. Der Karakoram Highway entschädigt jedoch mit einer Gebirgskulisse, die ihresgleichen sucht. Umgeben von schneebedeckten Gipfeln, zauberhaften Seen und ab und an einem verschlafenen Dörfchen sollte man allerdings gut vorbereitet sein: Eine Fahrradservice-Station sucht man hier vergeblich.
Lysebotn Road – Norwegen
Mit der Fähre zum Lysebotnfjord zu fahren, ist bereits ein Highlight für sich. Doch die Lysebotn Road stellt eine echte Herausforderung dar, denn die abwechslungsreiche Route führt motivierte Radfahrer durch enge Serpentinen und erfordert echte Fitness. Der spektakuläre Ausblick lenkt den Blick von der Straße. Doch hier lohnt sich jeder Halt, um die beeindruckende Szenerie in Ruhe zu genießen.

Diese fünf Touren sind sicher nicht für jedermann. Sie lehren uns aber, dass sorgfältige Vorbereitung und höchste Konzentration uns überall weiterbringen. Auch wir von Bikeleasing unterstützen Dich gerne dabei, immer sicher unterwegs zu sein und bieten zu unserer großen Auswahl an Fahrrädern günstige Zusatzversicherungen und Services: Ob Verschleißversicherung, Haftpflichtversicherung oder das Bikeleasing-Inspektionspaket für eine Tipptopp-Fahrradpflege, bei uns bleibt Dein Zweirad-Begleiter immer in Schuss.

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Wie lange braucht man, um die irische Küste entlang zu radeln

Auf den Klippen in der Sonne sitzen, sich von Wind und Wellen den Geist erfrischen lassen und abends gemütlich im Pub schlemmen: Eine Reise durch den Norden der irischen Insel entspannt und entschleunigt.

Hier finden Sie die besten Tipps abseits der klassischen Touristenpfade, um den Urlaub inmitten sagenumwobener Landschaften in vollen Zügen zu genießen.

Landzungen rekeln sich weit hinaus ins Meer, während die Buchten dramatisch zerfurcht sind. Auf ­einer Länge von fünf Kilometern hat die Natur mehr als 40.000 schwarzbraune Säulen geformt, die wie eine Straße aus Pflastersteinen aus dem Meer aufsteigen. Das weckt den Entdecker in einem: Stundenlang den Wellen zusehen, über Basaltsteine hüpfen und Felsen nach Gesichtern absuchen.

Der Legende nach entstanden die Basaltsteine des Giant´s Causeway in Nordirland, die inzwischen zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören, durch den Riesen Finn McCool. Um davon ein wirklich schönes Erinnerungsfoto zu machen, muss man aber entweder schnell sein oder Geduld haben. Denn das Licht ändert sich von Sekunde zu Sekunde. Sonnenschein und Wolken treiben ein rasant abwechslungsreiches Spiel. Das ist typisch für den Norden Irlands und die Küste Nordirlands. Hier hat noch die Natur das Sagen. Heute bietet Madeira eine Fülle an Unterhaltung. Es hat schon lange sein Image als „Pensionisten-Insel“ abgelegt und ist ein Reiseziel für alle Altersgruppen geworden. Mit 57 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite hat Madeira rund 1.300 Kilometer Wanderwege in schroffen Gebirgslandschaften, entlang felsiger Steilküsten sowie durch riesige Lorbeer­wälder und legt Wanderern buchstäblich ein Paradies zu ­Füßen. Aber auch Taucher, Surfer, Radfahrer und Extremsportler haben die Insel für sich entdeckt. Ausflüge entlang der Küste, um Wale und Delfine zu beobachten, oder eine Jeep-Safari bringen auch für weniger Aktive Abwechslung. Für Entspannung sorgen viele wunderbare Hotels.

Die Insel besitzt eine überaus üppige und artenreiche Pflanzenwelt. Gewächse aus aller Welt werden seit der ersten Besiede­lung Anfang des 15. Jahrhunderts und besonders seit etwa 200 Jahren in öffentlichen und privaten Gärten und Parkan­lagen kultiviert, die sich hauptsächlich in der Hauptstadt Funchal und deren Umgebung befinden. In dieser Stadt mit kolonialem Charme findet man bemerkenswerte Bauwerke und interessante Museen. Eine Entdeckungsreise auf dieser Insel belohnt in jedem Fall mit majestätischen Szenarien.

Traumhafte Küstenstraßen

Wer das Meer und Wanderungen entlang der Klippen liebt, wird von der ursprünglichen Küste in Nordirland begeistert sein. Mit einem Mietauto lässt sich die sogenannte Causeway Coastal Route, ausgehend von Belfast bis nach Derry-Londonderry, gemütlich in einer Woche abfahren. Die Küstenstraße führt vorbei an einsamen Buchten mit weißen Sandstränden, herausragenden Felsformationen und kleinen Ortschaften. Überall warten Aussichtsplätze oder lohnenswerte Abstecher ins Hinterland. Ein Must-Visit neben den Basaltsteinen des Giant´s Causeway ist der legendäre Küstenpfad „The Gobbins“.

Wandern in den Klippen

Der Pfad über dem Meer wurde 1909 von Ingenieuren entwickelt. Die Techniker wollten damals nicht irgendeinen Wanderpfad zwischen den Klippen schaffen, sondern ein monumentales Erlebnis in Anlehnung an die moderne Architektur. The Gobbins war ein Teil der Vision von Berkeley Deane Wise. Als Ingenieur leitete er die Belfast and Northern Counties Railway Company, die zu dieser Zeit die spektakuläre Landschaft im Norden mit der Dampfeisenbahn erschloss. Per Hand wurden Tausende Stufen in die Felsen geschlagen, Brücken und Tunnel errichtet. Im Mai 1902 wurde der Pfad mit der längsten Hängebrücke Irlands eröffnet. Im Nu waren „The Gobbins“ ein Besuchermagnet.

Durch die Weltkriege und wirtschaftliche Turbulenzen geriet der Pfad allerdings im Laufe der Zeit in Vergessenheit. Das Meer holte sich die Holzbretter, das Salz knabberte am Eisen. Mithilfe der Europäischen Union und viel Einsatz der Einheimischen wurde der Pfad aber wieder rekonstruiert. Es gelang, den historischen Charme zu erhalten. Bei einer Wanderung rauschen die Wellen unter den Füßen an Land, es geht durch einen dunklen Tunnel unterhalb des Meeresspiegels hindurch in eine Schmugglerhöhle und über mehr als 20 ­Brücken hin zu einem Schutzgebiet der Vögel. Mit viel Glück erhaschen Wanderer sogar einen Blick auf einen brütenden ­Papageientaucher oder sehen die schottische Küste mit ihren Windrädern – diese ist nur wenige Kilometer entfernt. Ein wenig Kondition muss man allerdings mitbringen. Es geht rund zwei Stunden unzählige Stufen rauf und runter. Ein Abenteuer für die ganze Familie!

Trip in die City

In Derry-Londonderry geht die Causeway Coastal Route in den Wild Atlantic Way über. Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann dieser Küstenstraße noch 2500 Kilometer lang folgen. Oder eine Übernachtung in Derry-Londonderry, der zweitgrößten Stadt Nordirlands, einplanen und zurück nach Belfast oder Dublin fahren. Das Wahrzeichen der Stadt Derry-Londonderry ist eine rund 1,5 Kilometer lange mittelalterliche Mauer um die Altstadt, die im 17. Jahrhundert erbaut und seitdem niemals zerstört wurde. Besichtigt werden kann die Mauer bei einem Spaziergang über einen Rundweg. In den Städten gibt es keine weiten Wege. Sogar in Dublin und Belfast liegt alles nah beieinander. Einkaufsstraßen, Fußgängerzonen, Sehenswürdigkeiten und Pubs werden zu Fuß erkundet. Am besten mit Sneakers und Regenschirm. Die Zentren sind voll mit unebenen Pflastersteinen und das Wetter wechselt sowieso ständig. Daher nicht gleich in Panik verfallen, wenn es mal regnet. In ein paar Stunden kann das schon wieder ganz anders aussehen. Es kann auch durchaus sein, dass die eine oder andere Küstenwanderung ins Wasser fällt, weil just an diesem Tag die Felsen rutschig sind oder der Wind über die Pfade fegt. Dann ist es an der Zeit für eine Verkostungstour, ein wenig Shopping, einen Galeriebesuch oder einen Tag im Spa.

In den Wellnessbereichen wird verstärkt auf regionale Produkte und alte Traditionen gesetzt. So wird zum Beispiel wieder in Seegras gebadet. Wie vor Hunderten von Jahren werden Algen und Seetang mit der Hand eingesammelt und frisch für Kosmetikbehandlungen verarbeitet. Einst war das ein großes Geschäft. Vor allem entlang des Causeway florierte bis 1930 das Business mit Algen und Seetang, das in erster ­Linie von Frauen betrieben wurde. In der Bucht vom Giant´s Causeway stellten sie Zelte mit Tee auf, und an die 300 Fremdenführer unterhielten die Ausflügler mit Geschichten vom Riesen Finn McCool. Heute übernimmt das ein Audioguide in mehreren Sprachen. Aber Einheimische wissen sehr wohl noch Bescheid über die Heilkräfte der Küstenpflanzen. So galt etwa das dänische Löffelkraut lange als wichtiger Vitamin-­C – Spender und wurde kranken Seefahrern als Tee verabreicht. Allerdings schmeckte dieser alles andere als gut.

Gartenpracht wie in England

Obwohl die Landschaft rau und ursprünglich ist, ist das Klima mild. Deshalb strotzen die Gärten voll üppiger Blüten, und selbst bis an den Rand der Klippen wagen sich Heidekraut und Ginster vor. Augentrost, Thymian, Fuchsien, Weißdorn, wilde Orchideen und Rhododendronbüsche säumen die Wege. Das ganze Jahr über blüht irgendetwas. Daher darf ein Besuch in einem Garten bei einem Roadtrip durch Irland nicht fehlen.

Ein paar Kilometer von Dublins Stadtzentrum entfernt verzaubert das Malahide-Schloss mit seinen exotischen Pflanzen und Rosen. Ebenfalls in der Nähe schlagen in Mount Usher seltene Bäume seit dem 19. Jahrhundert ihre Wurzeln in den Boden und haben inzwischen schon so manche Star­allüre. Im Norden überstrahlt Mount Stewart alles. Das Anwesen mit prächtigem Herrenhaus und weitläufiger Gartenanlage ist Edith, der Lady von Londonderry, zu verdanken. Sie setzte sich bereits im Ersten Weltkrieg für die Frauenrechte ein und lud feine Gesellschaften zu sich nach Mount Stewart. Unter anderem begrüßte sie dort Winston Churchill. All diese Gärten sind zwar nicht so berühmt wie ihre englischen Nachbarn, aber mindestens genauso schön und längst nicht so überlaufen. Das gilt übrigens für den gesamten Norden der Insel. ­Perfekt für alle, die sich nach Ruhe und einer Offlinezeit im Grünen mit Meerblick sehnen.

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