Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Unfälle zwischen Pkw und Radfahrern enden oft mit schweren Verletzungen für den Radfahrer.

Zwar hat sich die absolute Zahl getöteter Radfahrer in den letzten 10 Jahren von 475 Getöteten im Jahr 2004 auf 396 im Jahr 2014 verringert, doch ist der relative Anteil getöteter Radfahrer an allen Getöteten im Straßenverkehr um 50 Prozent angestiegen (Anteil 2004: 8 Prozent; Anteil 2014: 12 Prozent). Bei mehr als einem Drittel der getöteten Radfahrer und bei fast der Hälfte der schwerverletzten Radfahrer war im Jahr 2014 der Unfallgegner ein Pkw.

In einem mehr als zweijährigen Forschungsprojekt hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) detailliert untersucht, wie Radfahrer/Pkw-Unfälle ablaufen, wo die Unterschiede zwischen Unfällen mit Radfahrern und denen mit Fußgängern liegen und ob die passiven Maßnahmen am Pkw, die für den Fußgängerschutz entwickelt wurden (aufstellende Haube oder ein Windschutzscheibenairbag), auch dem Radfahrer ausreichenden Schutz bieten.

In dem Projekt wurde auch ermittelt, welchen Effekt neben passiven Schutzsystemen am Pkw aktive Systeme (beispielsweise eine automatische Notbremse) besitzen. Die detaillierte Untersuchung des Unfallgeschehens zeigte, dass bei Radfahrer/Pkw-Unfällen in den allermeisten Fällen (84 Prozent) die Front des Fahrzeugs getroffen und der Radfahrer seitlich angestoßen wird.

Aus der Verletzungsanalyse konnte abgeleitet werden, dass bei AIS 3-Verletzungen vor allem der Kopf und die Beine betroffen sind, bei kritischen bist tödlichen Verletzungen AIS 4+ dagegen die Kopfverletzungen eindeutig dominieren. Selten wurden auch kritische Verletzungen AIS 4 am Brustkorb oder an der Halswirbelsäule festgestellt.

Damit die Wirksamkeit verschiedener konstruktiver Maßnahmen verglichen werden kann, wurde innerhalb des Projekts ein Bewertungsverfahren entwickelt, mit dessen Hilfe das Risiko für schwere Kopfverletzungen AIS 3+ in Abhängigkeit von der Form der Fahrzeugfront, der Fußgänger – bzw. Radfahrergröße und der Kollisionsgeschwindigkeit berechnet werden kann. Dabei wurden allein für den Radfahrer über 1.000 Simulationen mit verschiedenen Fahrzeugfronten durchgeführt.

Das Forschungsprojekt zeigte u. a., dass die Kopfaufprallgeschwindigkeiten des Radfahrers deutlich höher liegen als beim Fußgänger und dass für Radfahrer die maximalen Kopfaufprallgeschwindigkeiten bei allen Fahrzeugfronten über der Anstoßgeschwindigkeit des Pkw liegen.

Die Forschungsergebnisse zeigen des Weiteren, dass Radfahrer kaum von den konstruktiven Verbesserungen am Pkw zum Schutz von Fußgängern profitieren. Im Bereich der passiven Maßnahmen könnte theoretisch ein spezieller Airbag, der den gesamten Scheibenrahmen abdeckt, auch für Radfahrer einen deutlichen Sicherheitsgewinn bringen. Entsprechende Schutz-Systeme für Radfahrer werden jedoch aktuell von keinem Fahrzeug-Hersteller angeboten. Die Simulationen machten deutlich, dass eine automatische Notbremse den größten Sicherheitsgewinn bringen würde, vorausgesetzt der Fahrradfahrer wird zuverlässig unter allen Umgebungsbedingungen erkannt und die Geschwindigkeit wird signifikant (um rund 20 km/h) reduziert. Optimal wäre eine komplette Unfallvermeidung.

Https://www. udv. de/udv/themen/radfahrer-profitieren-kaum-vom-fussgaengerschutz-am-auto-75232

Ist das Radfahren auf der Straße das Risiko wert

Die Corona-Pandemie hat dem Fahrrad sowie E-Bike einen weiteren Schub als Freizeit – und Sportgerät beschert, die Sicherheit beim Radfahren ist dadurch zu einem noch wichtigeren Thema geworden.

Bis in den Herbst hinein ist zuhause und an den erreichbaren Reisezielen mit starkem Radverkehr zu rechnen, hat die Dekra in einem Bericht prognostiziert. Außerdem sei die Kehrseite des Trends eine hohe Zahl von Unfällen mit Radlerbeteiligung.

Sicherheit beim Radfahren erhöhen

Von 2016 bis 2019 hat sich laut dem Statistischen Bundesamt die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer um 7,5 Prozent auf 87.240 erhöht. Die Zahl der getöteten Radfahrer stieg seit dem Jahr 2010 um fast 17 Prozent.

E-Bike Unfälle sind gestiegen

Parallel zum Zuwachs an E-Bikes seit Beginn der Corona Pandemie ist auch die Unfallzahl mit Pedelec-Beteiligung gestiegen. Den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge sind im vergangenen Jahr mehr Menschen mit einem E-Bike im Straßenverkehr tödlich verunglückt als je zuvor. Im Zeitraum von Januar bis Dezember waren es insgesamt 142 Personen – 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders auffällig dabei ist, dass dies in einem Jahr mit einem geringeren Verkehrsaufkommen als üblich passiert ist. Auch war die Zahl der Unfälle insgesamt niedriger als 2019. Die Unfallforscher von Dekra haben zusammengefasst, wo für Radfahrer im Straßenverkehr besondere Vorsicht geboten sein sollte.

Gefahr an Kreuzungen
Typische Gefahrenzonen sind Kreuzungen, Einfahrten und Abzweigungen. Radler werden von Autofahrern beim Abbiegen oft übersehen oder in ihrer Geschwindigkeit falsch eingeschätzt. Gerade auf E-Bikes hat das häufig schlimme Folgen. Für die Biker gilt daher die Regel: Defensiv fahren, sich nicht auf Vorfahrt oder Vorrang verlassen, sondern sich immer vergewissern, ob man von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen wird und ob sie sich richtig verhalten.

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Laut dem Statistischem Bundesamt erhöhte sich von 2016 bis 2019 die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer um 7,5 Prozent auf 87.240

Unfallgefahr beim Abbiegen

Vorsicht, Toter Winkel
Wichtig: Niemals rechts neben einem wartenden Lkw halten, oder an ihm vorbeifahren, sondern dahinter stehen bleiben. Sonst droht ein Unfall durch Übersehen im Toten Winkel. „Für die Fahrer von Pkw, Lkw und Bussen heißt das: beim Rechtsabbiegen besonders aufmerksam und vorsichtig agieren. Auch auf schnelle Radfahrer muss man gefasst sein“, sagt Luigi Ancona, Unfallforscher bei DEKRA.

Langsam, wenn‘s eng wird
Eine hohe Unfallgefahr besteht auch an unübersichtlichen Engstellen, zum Beispiel in scharfen Kurven, in Unterführungen und auf schwer einsehbaren Strecken. Hier gilt für alle Verkehrsteilnehmer: Vorausschauend fahren und Tempo drosseln. Im nicht einsehbaren Bereich kann es ein Hindernis geben oder ein anderer Verkehrsteilnehmer entgegenkommen.

Sicherheit durch Klingeln erhöhen

Abstand halten
Abstand halten ist das Gebot der Stunde: nicht nur wegen Corona, sondern auch beim Überholen von Fußgängern oder Radlern. Wer überholt, muss daran denken: der Fußgänger vor ihm kann einen Schritt zur Seite machen, der Radfahrer ausscheren.

Die Überholabsicht deshalb am besten per Klingelsignal ankündigen. Für Kraftfahrer ist beim Überholen von Radfahrern seit Neuestem ein seitlicher Mindestabstand verbindlich in der Straßenverkehrsordnung festgeschrieben. Innerorts sind es mindestens 1,5 Meter, außerorts sogar 2 Meter. Kann dieser Abstand nicht eingehalten werden, heißt es dahinter bleiben.

Tempo kontrollieren
Ein Risikofaktor ist auch das flotte Tempo auf vielen Radwegen, nicht zuletzt als Folge der optimierten Fahrradtechnik und der beliebten E-Bikes. Damit steigt nicht nur die Gefahr von Kollisionen und Alleinunfällen. Bei Unfällen ist auch mit schwereren Verletzungen zu rechnen. Vor allem die ältere Generation ist dadurch stärker gefährdet.

Also: Wo immer nötig, runter mit dem Tempo, und natürlich durch einen Helm die Sicherheit beim Radfahren erhöhen. Im Fall des Falles sinkt das Verletzungsrisiko erheblich.

Unfallgefahr ohne Fremdeinwirken

Viele Alleinunfälle
Übersehen, nicht einkalkuliert, ignoriert oder nicht als gleichwertiger Verkehrsteilnehmer akzeptiert – Radfahrer werden schnell in brenzlige Situationen gebracht. Doch nicht immer sind die anderen schuld. Im Jahr 2019 erreichte der Anteil der Unfälle ohne Beteiligung anderer an den tödlichen Fahrradunfällen rund 30 Prozent.

Ancona wörtlich: „Zum Schutz der eigenen Gesundheit und des eigenen Lebens ist es für Radfahrer extrem wichtig, das eigene Gefährt zu beherrschen, die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen und die Fahrweise der jeweiligen Fahrbahn anzupassen.“

Die Radfahren 11-12/2021 können Sie hier als Printmagazin oder E-Paper bestellen!

Https://www. radfahren. de/service/sicherheit-beim-radfahren/

Bundesverwaltungsgericht hat entschieden : Straße frei für die Radfahrer

Mehr Rechte für Radfahrer: Künftig dürfen sie fast immer auf den Straßen fahren, sogar wenn es Radwege gibt. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Müssen sich nicht nur auf Radwegen quetschen: Radfahrer in Deutschland. Bild: Bastografie / photocase. com

Es ist eine Frage, die im Alltag eines jeden Radfahrers eine Rolle spielen kann – zumindest wenn gerade Polizisten in der Nähe sind: Müssen Radfahrer einen Radweg benutzen, der oft holprig oder zugeparkt sein kann? Oder dürfen sie auch auf der Straße fahren, auf der sie schneller vorankommen könnten?

Die Regel ist: Wenn ein Radweg da ist und mit dem entsprechenden Verkehrsschild ausgewiesen wird, gilt die Radwegebenutzungspflicht. Fehlt allerdings das Schild, dürfen sich die Radfahrer – auch verkehrsrechtlich gesehen – aussuchen, ob sie auf dem Radweg oder der Fahrbahn radeln. Nach einem jetzt veröffentlichten Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) haben Radfahrer nun bessere Chancen, gegen die Schilder vorzugehen.

Konkret ging es in dem Rechtsstreit um neue Radwege im bayrischen Regensburg. Dort hatte die Stadtverwaltung gemeinsame Geh – und Radwege neben der Straße eingerichtet und durch blaue Schilder für beide Fahrtrichtungen eine Benutzungspflicht für Radfahrer angeordnet. Das Verbot für Radfahrer, auf der Fahrbahn zu fahren, begründete die Stadt mit allgemeinen Sicherheitserwägungen.

Dies wollte der Kläger, der Chef des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Regensburg, nicht hinnehmen und ist dagegen juristisch vorgegangen. Das BVG gab ihm nun in der Sache recht und stellte klar, dass Radwege nur dann als benutzungspflichtig gekennzeichnet werden dürfen, wenn aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse eine erheblich erhöhte Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer besteht. Diese habe aber im konkreten Fall in Regensburg nicht vorgelegen.

Der Fahrradclub ADFC begrüßte das Urteil. Das Gericht habe die Rechte der Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer gestärkt, so Clubsprecher Roland Huhn. Das Gericht habe damit bestätigt, dass Radfahrer im Regelfall auf der Fahrbahn unterwegs sein dürfen und Städte und Gemeinden nur im Ausnahmefall Radwege als benutzungspflichtig kennzeichnen dürfen.

Gleichwohl ändert sich in der Praxis zunächst erst einmal wenig. Denn da, wo die blauen Schilder stehen, gilt nach wie vor die Benutzungspflicht. Nun allerdings haben engagierte Radfahrer juristisches Rüstzeug an der Hand, gegen solche Schilder vorzugehen. „Das werden wir unterstützen“, so Huhn.

Die Radwegebenutzungspflicht ist der Radfahrerlobby seit langem ein Dorn im Auge. Radwege sind nämlich häufig in einem schlechteren Zustand als Straßen. Zudem sind Radfahrer auf Radwegen für Autofahrer, die abbiegen, meist schwieriger zu sehen als Radfahrer auf der Straße – eine der häufigsten Unfallursachen.

Das wird auch deshalb zum größeren Problem, weil Radfahren im Trend ist. Legten die 80 Millionen Einwohner Deutschlands im Jahr 2002 noch durchschnittlich 85 Millionen Kilometer pro Tag per Fahrrad zurück, so waren es 2008 schon 90 Millionen – Tendenz steigend. „Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung“, so Huhn. Denn die Liebe zum Rad hängt noch von der Region ab. Während in den Großstädten das Fahrrad immer häufiger benutzt werde, gehe die Fahrradbenutzung in kleineren Städten sogar zurück. Huhn: „Wir haben noch viel zu tun.“

Https://taz. de/Bundesverwaltungsgericht-hat-entschieden/!5131947/

Ist das Radfahren auf der Straße das Risiko wert

Für Radfahrer gelten, sofern nicht anders ausgeschildert, die gleichen Verkehrsregeln wie für Autos. Gegenüber Fußgängern obliegt ihnen eine besondere Rücksichtnahme. Regelverstöße können auch für Radler teuer werden und weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.
Vielen Radfahrern ist der Straßenverkehr zu gefährlich, deshalb nehmen sie es lieber mit den Fußgängern auf und benutzen die Gehwege. Was viele nicht wahrhaben wollen: Wenn der Gehweg nicht explizit durch ein Verkehrszeichen für Radfahrer freigegeben wird, müssen sie ihr Rad schieben. Wer unerlaubt auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen radelt, muss 20 bis 35 Euro zahlen.

Mit Kind und Kegel

Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit ihren Fahrrädern die Gehwege benutzen. Erwachsene dürfen auf ihrem Fahrrad radelnde Kinder begleiten. Für alle Benutzer der Gehwege gilt Schritttempo (etwa vier bis sieben Kilometer pro Stunde). Das gilt auch für Gehwege, die für Radfahrer freigegeben sind. Wer schneller unterwegs ist, zahlt ein Bußgeld von 15 Euro.

Die Beförderung eines Kindes auf einem einsitzigen Fahrrad mit vorgeschriebener Sicherheitsvorkehrung oder im dafür aufgerüsteten Anhänger ist nur Personen über 16 Jahren gestattet. Das zu transportierende Kind darf nicht über sieben Jahre alt sein. Es dürfen nur Straßen und für Radfahrer freigegebene Wege, keine reinen Gehwege, benutzt werden. Für jeden Regelverstoß sind mindestens fünf Euro Bußgeld zu zahlen.

Falsche Richtung

Wie auf den Straßen gilt auch auf Radwegen aller Art das Rechtsfahrgebot. Radwege sind also nur in Blickrichtung des Verkehrsschildes freigegeben. Das gilt auch für kombinierte Rad – und Gehwege (wobei immer die rechte Spur in Fahrtrichtung für Fußgänger reserviert ist) sowie Einbahnstraßen, sofern der Radverkehr nicht für beide Richtungen freigegeben ist. Autofahrer und Fußgänger haben demnach nicht mit entgegenkommenden Radfahrern zu rechnen. Je nach Regelverstoß werden hier 15 bis 35 Euro fällig. So viel kostet auch ein Fehler beim direkten oder indirekten Linksabbiegen.

Vorfahrt beachten

Auf kombinierten Rad – und Gehwegen müssen sich Radfahrer unterordnen. Benutzen Radfahrer den Zebrastreifen, müssen sie vom Rad absteigen, sonst verlieren sie ihr Vorfahrtrecht. Benutzen Radfahrer die Straße und ermöglichen Fußgängern nicht das Überqueren des Fußgängerüberwegs (Zebrastreifen), müssen sie ein Bußgeld von 40 Euro zahlen. Missachten Radfahrer eine rote Ampel, werden sogar 60 bis 180 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

Radfahrern ist es nicht gestattet, sich nach der grünen Fußgängerampel zu richten, wenn für Autofahrer das Signal noch auf Rot steht. Radfahrer müssen bei einem Wechsel zum Fußgängerüberweg vom Fahrrad absteigen. Kommt im Kreuzungsbereich eine separate Ampel für Radfahrer zum Einsatz, ist dieses Lichtsignal für ihn verbindlich.

Technische Mängel

Auch wenn technische Details am Fahrrad nicht den Sicherheitsvorschriften entsprechen, nicht benutzbar oder defekt sind, kann ein Bußgeld fällig werden. Bei Bremsen oder Klingel sind das 15 Euro, bei der Beleuchtung 20 Euro und bei gravierenden Sicherheitsmängeln sogar bis zu 80 Euro. Wird die Beleuchtung trotz Dunkelheit oder schlechter Sicht nicht benutzt, kostet das ein Bußgeld von 20 bis 35 Euro.

Punkte in Flensburg

Sofern der Katalog bei Verkehrsrechtsverstößen nichts anderes bestimmt, beträgt das Verwarnungsgeld für Radfahrer 15 Euro. Bei vielen Tatbeständen wird ein Bußgeld fällig, dessen Höhe sich nach Behinderung und Gefährdung anderer richtet beziehungsweise mit Unfallfolge oder Sachbeschädigung einhergeht. Zum Bußgeldbescheid, in der Regel ab 60 Euro, kommen noch Gebühren und Zustellungskosten hinzu. Obendrein gibt es ab 60 Euro Bußgeld mindestens ein Punkt im Flensburger Kraftfahrt-Zentralregister. Die Tatbestände reichen von „Freihändig fahren“ (5 Euro) über „Benutzung eines Mobiltelefons ohne Freisprecheinrichtung“ (25 Euro) bis zur „Überquerung des geschlossenen Bahnübergangs“ (350 Euro plus zwei Punkte).

Haftung der Radfahrer

Radfahrern obliegt eine hohe Verantwortung bei der Teilnahme am Straßenverkehr. Vielen ist nicht bewusst, dass ein Regelverstoß auch mindestens eine Mitschuld etwa bei einem Unfall bedeutet. Etwaige Sach – und Personenschäden hat er somit mit Geld und Gewissen selbst zu verantworten. Bei grober Fahrlässigkeit können Versicherer ihre Leistungszusagen einschränken oder sogar ganz zurückziehen. Das Radfahren im betrunkenen Zustand wäre beispielsweise grob fahrlässig und eine Straftat: Wegen absoluter Fahrunsicherheit – ab 1,6 Promille – oder geringerer Alkoholisierung in Verbindung mit Ausfallerscheinungen (Fahrfehler, Verkehrsunfall) kann der Radler vor Gericht angeklagt werden. FL

Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch unseren Beitrag „Auf dem rechten Weg: Wo Radfahrer im öffentlichen Straßenverkehr fahren dürfen“.

Https://www. berliner-woche. de/mitte/c-verkehr/radfahren-auf-risiko-welche-regeln-im-oeffentlichen-strassenverkehr-zu-beachten-sind_a134629

Alkohol und Drogen als Radfahrer

Für Radfahrer gilt eine Promillegrenze von 1,6 Promille. Wer allerdings eine solch hohe Blutalkoholkonzentration erreicht und dennoch mit dem Fahrrad fährt, gilt bereits als absolut fahruntauglich und muss mit ernsthaften Folgen rechnen. Denn dieser Wert liegt schon im Bereich der Strafbarkeit.

Nein. Der Drogenkonsum ist vor und während der Fahrt generell verboten. Radfahrer, die unter Drogeneinfluss stehen, machen sich strafbar.

Wer mit 1,6 Promille oder unter Drogeneinfluss mit dem Fahrrad fährt, muss mindestens mit einer Geldstrafe rechnen. Ihm kann sogar die Fahrerlaubnis entzogen und eine MPU angeordnet werden.

Alkoholisiert Fahrrad gefahren? Diese Strafen sieht der Bußgeldkatalog vor!

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Alkohol beim Fahrradfahren ist nicht grundsätzlich untersagt. Aber auch hier gibt es Grenzen.

Autofahrer, die mit 0,5 Promille erwischt werden, erhalten eine Geldbuße. Ab 1,1 Promille gelten Fahrer als absolut fahruntüchtig und der Führerschein ist für mindestens sechs Monate weg, auch wenn sich ohne Fehlverhalten im Straßenverkehr bewegt wurde.

Doch wie sieht es beim Thema “Rad und Alkohol” aus? Wo liegt die Promillegrenze für Radfahrer?

Welche Strafen sieht der Bußgeldkatalog für das Delikt betrunken Fahrrad fahren vor und wie viele Unfälle sind auf alkoholisierte Radfahrer zurückzuführen? Viele Fragen, auf die unser Ratgeber im Folgenden die Antworten liefert.

Weitere Infos zum Thema Alkohol und Drogen als Radfahrer:

Promillegrenze: Wie viel Promille sind bei Radfahrern erlaubt?

Während die Promillegrenze für Autofahrer hierzulande bei 0,5 Promille liegt, ist sie für Radfahrer deutlich höher. Denn erst ab 1,6 Promille begeht man eine Straftat. Wer betrunken Fahrrad fährt, von der Polizei angehalten wird und die Blutalkoholkonzentration bei 1,5 Promille liegt, darf dagegen Unbestraft weiterfahren, oder doch nicht?

Doch trinkfeste Radfahrer sollten sich nicht zu früh freuen. Denn selbst ein weitaus Geringerer Alkoholpegel als 1,6 Promille kann zu einer Strafanzeige führen. Beispielsweise immer dann, wenn geltende Fahrrad-Verkehrsregeln missachtet, Schlangenlinien gefahren werden oder ein Unfall verursacht wird. In diesem Fall liegt schon Ab 0,3 Promille eine Straftat vor.

Wie viel Promille dürfen Sie beim Fahren haben? Weiterführende Infos zur Promillegrenze beim Fahren mit anderen Fahrzeugen & mehr erhalten Sie in den folgenden Ratgebern:

Welche Strafen drohen für alkoholisierte Radfahrer?

Wenn ein Radfahrer mit 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut unterwegs ist bzw. wenn ein strafrechtlich relevanter Alkoholmissbrauch festgestellt wird dann hat der Radfahrer mit Verschiedenen Konsequenzen zu rechnen:

    Denn für den Verstoß gegen das Verkehrsrecht gibt es 3 Punkte in Flensburg und zudem eine Geldstrafe von meist einem Nettomonatsgehalt. Radfahrer, die die Promillegrenze von 1,6 Promille erreicht oder überschritten haben, müssen zudem mit der Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) – auch als „Idioten-Test“ bekannt – rechnen. Wird die Untersuchung nicht bestanden, kann ein Fahrverbot ausgesprochen werden und der PKW-Führerschein wird entsprechend entzogen. Es kann sogar ein unbefristetes Rad-Fahrverbot ausgesprochen werden. Ist ein Radfahrer ab einem Wert von 0,3 Promille – und somit deutlich unterhalb der absoluten Promillegrenze liegt – unterwegs, Kann er sich auch in diesem Fall strafbar machen. Strafrechtlich wird es nämlich dann relevat, wenn der Radfahrer durch seine Fahrweise auffällig wird bzw. in einem angetrunkenen Zustand einen Unfall verursacht. Allerdings ist es nicht imemr eindeutig nachweisbar, ob gewissen Ausfallerscheinungen auch tatsächlich einen Schluss ziehen lassen auf den Trunkenheitszustand des Radfahrers. Denn bestimmte Handlungen, wie zum Beipspiel das Nichteinschalten des Lichts oder die den Arm nicht in die entsprechende Richtung gezeigt, selbst das schlangenartige Fahren, müssen nicht immer ein Indiz dafür sein, dass der radfahrer betrunken ist. Diese Handlungen können ebenso von einem nüchternen Radfahrer vollzogen werden. Entsprechend aknn die Polizei den Radfahrer, der mit unter 1,6 Promille unterwegs ist, längst nicht immer bestrafen oder die Weiterfahrt untersagen.
    Außer gutes Zureden gibt es keine Handlungsoption, zumal Ausfallerscheinungen unterhalb der Promillegrenze schwer nachzuweisen sind. Daher wird immer wieder über eine Senkung der Promillegrenze für Radfahrer diskutiert und oftmals ein einheitlicher Alkoholgrenzwert (für Auto – und Radfahrer) gefordert. Bei Ausfallerscheinungen und einer strafbaren Handlung wird in solchen Fällen wie bei den Autofahrern verfahren.

Was sind die Vorschläge für geringere Promillegrenze bei Radfahrern?

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Welche Promillegrenze gilt für Fahrradfahrer?

Die Polizei-Gewerkschaft und der ADFC plädieren dafür, den Richtwert für Fahrradfahrer mit 1,1 Promille dem der absoluten Fahruntüchtigkeit für Autofahrer anzugleichen.

Denn wer mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille betrunken Fahrrad fährt, kann sich keinesfalls sicher auf zwei Rädern fortbewegen. An dieser Stelle lohnt auch der Blick ins Europäische Ausland. Hier liegt die Promillegrenze für Radfahrer teilweise zwischen 0,0 und 0,8 Promille, wobei es in den skandinavischen Ländern keine Grenzen gibt.

Pro: Was spricht für das Absenken der Promillegrenze für Radfahrer?

Im Vergleich zu einem betrunkenen Autofahrer ist ein betrunkener Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer weitaus ungefährlicher, doch dafür ist sie Selbstgefährdung bei Radfahrern deutlich höher. Denn kommt es zu einem Unfall, muss meist der Radler die schmerzhaften Konsequenzen der Verletzungen tragen.

1,6 Promille sind ein Sehr hoher Wert, sodass es für Personen, die nicht erheblich an Alkohol gewöhnt sind, extrem schwer wird, das Fahrrad überhaupt wiederzufinden, aufzuschließen oder gar den Drahtesel zu besteigen. Vom Radfahren ganz zu schweigen.

Contra: Was spricht gegen das Absenken der Promillegrenze für Radfahrer?

Auch wenn betrunkene Radfahrer eine Gefährdung für den Straßenverkehr darstellen, ist das Fahrrad immer noch einfacher zu fahren als das Auto. Zudem stellt – wie bereits angesprochen – ein betrunkener Radfahrer insgesamt eine geringere Gefahr dar für die Allgemeinheit dar.

Wenn die Promillegrenze für Auto – und Radfahrer Angeglichen wird, besteht hingegen das Risiko, dass für viele angetrunkene Verkehrsteilnehmer die Verlockung groß ist, gleich mit dem Auto zu fahren.

Wie viel Alkohol ist nötig, um 1,6 Promille zu erreichen?

Diese Fragestellung ist zugegebenermaßen sehr unseriös. Denn für die Berechnung, wie schnell ein gewisser Promillepegel erreicht wird, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt wären. Dazu gehören:

    Geschlecht Gewicht Größe Alkoholgewohnheiten Trinkdauer

Dennoch wollen wir Ihnen anhand eines Beispiel aufzeigen, wie viel Alkohol ungefähr für eine Promillewert von 1,6 nötig sind. So erreicht ein 40-jähriger Mann mit einer Körpergröße von 1,80 Meter und einem Körpergewicht von 80 Kilo nach knapp 3 Litern Bier einen Blutalkohohlwert von 1,6 Promille. Eine weitere „Faustregel“ besagt, dass die meisten Männer nach 4 Litern Bier diesen Grenzwert erreicht haben. Alles was über 1 Promille hinausgeht, geht auch über einen leichten Rausch hinaus. Was bei geselligen Anlässen vielleicht nur selten erreicht wird, ist bei exzessiven Feiern aber schnell intus.

Wesentlich eindeutiger lässt sich sagen, wie schnell bzw. langsam der Körper den Alkohol abbaut. So werden in einer Stunde gerade einmal 0,1 Promille Alkohol abgebaut.

Welchen Promillewert Sie vermutlich nach dem Genuss von Alkohol haben, können Sie auch mit unserem Promillerechner Ermitteln. Die Werte können jedoch nur einer Orientierung dienen. Welcher Promillewert im Einzelfall tatsächlich vorliegt, kann nur durch eine entsprechende Untersuchung verlässlich bestimmt werden.

Statistik zu Radunfälle unter Alkoholeinfluss

Dass das Unfallrisiko beim Radfahren unter Alkohol erhöht ist, steht außer Frage. Doch was sagt die Statistik? Wie viele Unfälle ereignen sich unter Alkoholeinfluss bei Radfahrern? Welche Entwicklungen sind zu beobachten?

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

2010 passierten 5% aller Fahrradunfälle aufgrund von Alkohol

Https://www. bussgeldkatalog. org/alkohol-drogen-fahrrad/

Fahrradversicherung

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad. Die Verkaufszahlen von Fahrrädern waren auch im Jahr 2022 hoch, vor allem bei den E-Bikes steigen sie. Damit erhöht sich der durchschnittliche Wert der Fahrräder auf deutschen Straßen, aber auch der Wunsch nach einem passenden Ver­si­che­rungs­schutz. Diesen kannst Du über die Hausratversicherung erhalten oder bei einer spezielle Fahrradversicherung. Das Hängt von Deinem Fahrrad ab und den gewünschten Leistungen der Ver­si­che­rung.

Welche Leistungen bietet eine Fahrradversicherung?

Eine Fahrradversicherung bietet umfassenden Schutz, den nicht alle Fahrradbesitzer und – besitzerinnen benötigen. Eine separate Fahrradversicherung ist dann sinnvoll, wenn Du Keine Hausratversicherung hast, Dir der Schutz der Hausratversicherung nicht ausreicht oder zu Teuer wird. Einzelheiten dazu findest Du weiter unten. Vor allem, Wenn Dein Rad wertvoll ist oder bei einem Unfall besonders großer Schaden entstehen kann, wie bei einem E-Bike oder einem Lastenrad, kann eine Fahrradversicherung geeignet sein. Mehr zum Thema findest Du in unserem Ratgeber E-Bike-Versicherung.

Was beinhaltet eine Fahrradversicherung?

Der Umfang des Ver­si­che­rungs­schutzes hängt vom Anbieter und dem jeweiligen Tarif ab. Deswegen solltest Du neben dem Preis auch Den Ver­si­che­rungsumfang vergleichen. Der einfachste Ver­si­che­rungs­schutz ist der Diebstahlschutz, der einfachen Diebstahl (Diebstahl von der Straße) und Einbruchdiebstahl abdeckt. Auch Teildiebstahl ist bei den Tarifen der meisten Versicherer enthalten. Die Ver­si­che­rung springt also auch ein, wenn Dir das Vorderrad, der Sattel oder der Kindersitz gestohlen wird.

Einige Versicherer gehen darüber noch hinaus und bieten beispielsweise Schutz bei Vandalismus oder gegen „Raub und Plünderung“ an. Wenn Du nur diesen Schutz möchtest und eine Hausratversicherung hast, prüfe zunächst, ob Du Dein Rad günstiger über Deine Hausratversicherung absichern kannst. Für einfachen Diebstahl benötigst Du oft eine zusätzliche Fahrradklausel. Diese kostet meist einen Aufpreis. Bei einem Fahrradwert ab etwa 1.200 Euro lohnt sich die Fahrradklausel in vielen Fällen nicht mehr. Dann bekommst Du für das gleiche Geld mehr Leistungen über eine Fahrradversicherung.

Eine umfassendere Absicherung Deines Fahrrads gibt es bei einer Vielzahl an Fahrrad-Tarifen, die „Rundumschutz“ bieten, ähnlich einer Vollkaskoversicherung beim Auto. Dann zahlt die Ver­si­che­rung nicht nur den Verlust bei einem Diebstahl, sondern auch eine Reparatur von Schäden Durch Unfälle, Stürze oder unsachgemäße Handhabung. Zudem sind Unwetter und menschgemachte Katastrophen bei den Tarifen in unterschiedlicher Abstufung enthalten.

Bei einigen Versicherern kannst Du Unfallschutz auch ohne Diebstahlschutz absichern. Das ist eventuell als Zusatzversicherung interessant, wenn Du bereits eine gute Hausratversicherung hast, in der Dein Fahrrad gegen Diebstahl günstig und ausreichend abgesichert ist.

Noch umfassender sind die Leistungen dann nur noch mit einem Schutzbrief. Mit diesem erhältst Du zusätzlich Pannenhilfe, wenn Du unterwegs eine Fahrradpanne hast oder Dir das Fahrrad gestohlen wurde und Du deswegen nicht weiterfahren kannst. Je nach Leistungsumfang erhältst Du eine Rückfahrt, Reparatur oder Übernachtungskosten gezahlt. Bei Unfällen sind meist auch Krankentransportkosten enthalten.

Alle Versicherer unterscheiden bei ihren Tarifen zwischen normalen Fahrrädern und E-Bikes. Bei E-Bikes musst Du darauf achten, wie die Absicherung des Akkus in den jeweiligen Tarifen geregelt ist. Wichtig ist das vor allem für den Bereich Diebstahl von Komponenten (Zubehör) und Verschleiß.

Wenn Du mehrere Fahrräder versichern möchtest, gibt es einzelne Versicherer, die Familientarife anbieten, in denen ein oder mehrere weitere Fahrräder günstiger mitversichert werden können. Bei den meisten muss jedoch jedes einzeln versichert werden.

Was kostet eine Fahrradversicherung?

Was der Ver­si­che­rungs­schutz für Dein Fahrrad kostet, Hängt vor allem vom Wert des Fahrrads ab und vom Leistungsumfang. Je mehr abgesichert ist, desto teurer. Am meisten zahlst Du für eine Vollkasko mit Diebstahlschutz und Schutzbrief.

Daneben können weitere Faktoren eine Rolle spielen. Einige Versicherer verlangen höhere Beiträge, wenn Du in einer Gegend wohnst, in der es häufig zu Fahrraddiebstählen kommt.

Unsere drei Emp­feh­lungen machen keinen Unterschied beim Wohnort und verlangen überall denselben Beitrag. Dadurch sind sie in Wohnorten mit wenigen Diebstahlfällen nicht unbedingt die günstigsten, aber wenn überhaupt, nur unwesentlich teurer. An Wohnorten mit hohen Diebstahlszahlen sind sie dafür wesentlich günstiger als andere Angebote.

Manche Versicherer verlangen einen Aufpreis für gebrauchte Räder oder versichern sie gar nicht. Ausschlüsse für Carbonräder gibt es inzwischen kaum noch. Eine Gute E-Bike-Versicherung kostet nicht mehr als die für konventionelle Räder. In der Regel ist für die Versicherer der Kaufpreis des Rades relevant.

Mit welchen Beiträgen Du ungefähr rechnen solltest, kannst Du in unserer Preistabelle erkennen. Beispielhaft sind hier die Beiträge für drei Musterkunden bei vier Anbietern gewählt – unseren drei Emp­feh­lungen sowie einem der teuersten Anbieter.

Preistabelle Fahrradversicherung

AnbieterCitybike 1.200 €Montainbike 3.000 €E-Bike 3.300 €Häger Kompakt

MVK Klassik

Ammerländer Classic

ADAC

51 € 70 € 78 €
52 € 85 € 80 €
62 € 79 € 55 €
97 € 153 € 121 €

Ver­si­che­rungsbeitrag pro Jahr
Bei allen Profilen wurde derselbe Leistungsumfang für ein neues Fahrrad abgefragt (Kasko und Diebstahl).
Quelle: Preisabfrage am 28. März 2023 auf den Websites der Anbieter

Die Beispiele zeigen, dass die Preisspanne sehr groß ist. Gleichzeitig ist der Leistungsumfang sehr ähnlich, wobei es einige Versicherer gibt, die deutlich geringere Leistungen anbieten.

Diese Leistungen sollte eine Fahrradversicherung bieten

Die Ver­si­che­rungsleistungen unterscheiden sich je nach Anbieter. Einige Leistungen sollten aber unbedingt enthalten sein, damit Dein Rad ausreichend abgesichert ist. Achte daher auf folgende Mindestkriterien:

Diebstahl – Ohne Nachtzeitklausel, das Fahrrad muss nachts nicht eingeschlossen werden, damit es gegen Diebstahl versichert ist; der Diebstahl von Radbestandteilen (auch Akku) sollte mit abgesichert sein, ebenso der Diebstahl von losem Zubehör (etwa einem Kindersitz) und Gepäck bis mindestens bis 1.000 Euro oder 10 Prozent der Ver­si­che­rungs­sum­me und bis zu 300 Euro pro Teil.

Ver­si­che­rungs­sum­me – sollte den Neuwert ersetzen; Abzüge erst ab einem Alter von mehr als drei Jahren.

Versicherte Schäden – Neben Diebstahl sollten Vandalismus und Schäden durch Eigenverschulden mit abgesichert sein, außerdem Schäden durch Elementarereignisse wie Hagel, Sturm und Feuer.

Mindestlaufzeit – Die Vertragslaufzeit sollte ein bis drei Jahre betragen. Überlege Dir bereits vor Vertragsabschluss, wie lange Du Dein Rad absichern möchtest. Mit dem Alter verliert das Rad an Wert, Du benötigst keine Absicherung für ein zehn Jahre altes Rad. Wenn die Ver­si­che­rung Dir aber auch ein drei Jahre altes Rad zum Neupreis ersetzt, lohnt es sich, wenigstens drei Jahre versichert zu sein.

Selbstbeteiligung – Auf eine Selbstbeteiligung solltest Du verzichten oder sie sollte weniger als 50 Euro betragen. Eine Selbstbeteiligung im dreistelligen Bereich ist nicht sinnvoll, vor allem wenn der Schaden kein Totalschaden ist; zudem ist die Ersparnis gering.

Unsere drei Emp­feh­lungen bieten alle genannten Leistungen. Darüber hinaus waren sie in unserem Test im Schnitt am günstigsten. Wie wir getestet haben, erklären wir am Ende des Textes.

Https://www. finanztip. de/hausratversicherung/fahrradversicherung/

Warum ist es so wichtig, einen Fahrradhelm zu tragen?

Es ist nicht schwer vorzustellen, wie es schmerzen muss, sich auf der Straße den Kopf anzuschlagen. Wenn Sie mit voller Geschwindigkeit vom Fahrrad stürzen, besteht zudem ein hohes Risiko, dass Sie sich schwere Hirnverletzungen zuziehen, wenn Sie kopfvoran auf dem Boden aufschlagen. Sie können diese Risiken jedoch reduzieren. Die Lösung besteht in einem Fahrradhelm.

Schweres Schädeltrauma und Rotationskraft gegen den Kopf. In der Tat ist dies genauso schrecklich, wie es sich anhört. Rotationskraft entsteht, wenn Sie vom Fahrrad fallen und schräg auf der Straße aufschlagen, anstatt gerade auf dem Kopf. Radfahrer ohne Fahrradhelm befinden sich in einer Hochrisikogruppe für diese Art von Verletzungen. Und doch tragen viele Erwachsene einen Fahrradhelm nicht so häufig, wie sie es sollten. Sind Sie einer davon? Wir haben einige Fakten und Argumente zusammengestellt, warum jeder einen Fahrradhelm tragen sollte.

Sie riskieren folgendes
Die häufigsten Kopfverletzungen bei einem Fahrradunfall passieren an der Schläfe oder am Hinterkopf. Im schlimmsten Fall kann eine sehr starke Krafteinwirkung auf den Kopf zum Tod führen. Wenn Sie überleben, aber eine schwere Verletzung erleiden, kann dies schwerwiegende Folgen für den Rest Ihres Lebens nach sich ziehen. Selbst geringfügige Kopfverletzungen können zu lebenslangen Beeinträchtigungen wie Müdigkeit, chronischen Schmerzen und kognitiven Schwierigkeiten führen.

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

“Radfahrer bilden die größte Gruppe, die im Straßenverkehr schwer verletzt wird.”

Die Statistiken sprechen für sich
Die Organisation NTF (National Society for Road Safety) arbeitet daran, die Verkehrssicherheit in Schweden zu verbessern. In ihrer Arbeit für mehr Sicherheit beim Radfahren erstellt sie Statistiken zu Verletzungen im Zusammenhang mit Unfällen:

    Radfahrer bilden die größte Gruppe, die im Straßenverkehr schwer verletzt wird. Von 4’200 Schwerverletzten im Jahr 2018 waren rund 2’000 Radfahrer. 80 % der Schwerverletzten verletzten sich ohne Beteiligung eines anderen Verkehrsteilnehmers. Wenn ein Unfall zum Tod führt, sind Kopfverletzungen die häufigste Ursache.

Es gibt also allen Grund, über das Tragen eines Fahrradhelms nachzudenken. Selbst wenn die Zahl Schwerverletzter im Vergleich zur Anzahl Menschen, die in Schweden tatsächlich täglich Rad fahren, relativ gering ist, möchten Sie nicht zu den Unglücklichen gehören, die verletzt werden. Es ist einfach das nicht Risiko wert, keinen Fahrradhelm zu tragen, Sie würden es bereuen, wenn Sie einen Unfall hätten.

Fahrradhelme helfen
Laut NTF reduziert ein Fahrradhelm das Risiko von Kopfverletzungen um die Hälfte. Zwei Drittel schwerer Kopfverletzungen könnten vermieden werden und die Zahl der Schwerstverletzten würde um 25 % sinken, wenn alle einen Fahrradhelm tragen würden. Die Versicherungsgesellschaft Folksam, die regelmäßig verschiedene Fahrradhelme auf dem schwedischen Markt testet, schreibt in ihrem Bericht 2020, dass bei der Hälfte der Unfälle mit tödlichem Ausgang der Radfahrer überlebt hätte, wenn er einen Helm getragen hätte.

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Fahrradhelme sind für Kinder gesetzlich vorgeschrieben
Seit 2005 ist es in Schweden gesetzlich vorgeschrieben, dass Kinder unter 15 Jahren beim Radfahren einen Fahrradhelm tragen. Die meisten Leute sind der Meinung, dass das ein gutes Gesetz ist. Das macht es etwas rätselhaft, warum viele Erwachsene nicht freiwillig dasselbe tun. Schließlich basiert das Gesetz auf Fakten und Statistiken über die hervorragende Fähigkeit von Fahrradhelmen, Schädeltraumata zu reduzieren. Das sollte also auch für erwachsene Köpfe gelten, oder?

“Der gesunde Menschenverstand schreibt vor, dass Sie Ihren Kopf im Straßenverkehr schützen sollten.”

Lassen Sie sich also von Ihrem gesunden Menschenverstand leiten
Der gesunde Menschenverstand schreibt vor, dass Sie Ihren Kopf im Straßenverkehr schützen sollten. Aber nur etwa 40 % der erwachsenen Radfahrer tragen derzeit einen Helm. Jeder, der keinen trägt, hat zweifellos seine eigenen Gründe, und bei Hövding arbeiten wir fleißig daran, diese Hindernisse zu überwinden. Unsere gesamte Innovationsreise begann mit einer Umfrage, in der Radfahrer den Wunsch nach einem „unsichtbaren“ Fahrradhelm äußerten. Wenn es einen gäbe, würden sie ihn gerne benutzen, sagten sie. Wir haben nun die dritte Generation von Hövding. Sie ist vielleicht nicht ganz unsichtbar, aber sie bietet weltweit den besten Schutz bei Fahrradunfällen, und dies ist unser Beitrag zur Reduzierung von Verletzungen und zur Verbesserung der Statistik.

WEITERLESEN: Hövding 3 – Airbag für Radfahrer

Https://hovding. com/de/2021/09/15/warum-ist-es-so-wichtig-einen-fahrradhelm-zu-tragen/

Warum Radfahren so gesund ist

Fahrradfahren ist die beliebteste Outdoor-Beschäftigung der Deutschen – noch vor Schwimmen, Wandern und allen anderen Sportarten. Das hat seine guten Gründe. Radfahren gehört zu den gesündesten und attraktivsten Aktivitäten, die es gibt.

Geistig frisch bleiben

Über den französischen Philosophen Jean-Paul Sarte wird berichtet, dass das Radfahren seine geistige Aktivität derart angeregt hat, bis er mitunter so tief in seinen Gedanken versunken ist, dass er alles um sich herum vergaß – und schließlich im Straßengraben landete. Dies sei ihm sogar mehrfach passiert. So weit muss man es vielleicht nicht treiben, aber die anregende Wirkung von leichter körperlicher Beanspruchung ist vielfältig belegt. Die allermeisten haben die Stimmungsaufhellung durch das Radfahren bereits selbst erlebt. Wissenschaftlich erklärt wird dieser Vorgang durch die Ausschüttung von Serotonin und Endorphin durch den Körper. Auch in anderen Sportarten ist dieser Effekt zu beobachten, etwa beim „Läufer-High“. Wenn Sie also bei der nächsten Fahrradtour das Grinsen und die guten Gedanken nicht mehr wegbekommen, kennen Sie nun die Erklärung.

Radfahren bis ins hohe Alter

Ein weiterer Vorteil des Radfahrens besteht darin, dass bis ins hohe Alter eine sportliche Betätigung möglich ist, ohne den Körper übermäßig zu belasten. Bei kaum einer anderen Freizeitaktivität lässt sich die Belastung so gut über einen weiten Bereich kontrollieren. Wer eine schonende Fahrt erleben will, kann sich ebene Streckenprofile aussuchen und dabei so langsam fahren, wie er oder sie möchte. Mit den heutigen Möglichkeiten dank E-Bikes lassen sich auf Wunsch noch feiner abgestimmte Belastungen erreichen. Generell ist festzuhalten, dass der im Alter stattfindende Muskelschwund durch das Radfahren je nach Aktivitätslevel verlangsamt, ganz verhindert oder sogar wieder umgekehrt werden kann.

Zivilisationskrankheiten vorbeugen

Zahlreiche Studien haben bereits untersucht, wie sich das Radfahren auf Herz und Kreislauf auswirkt. Beispielsweise kommt eine Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Ergebnis, dass fünf Mal wöchentlich eine halbe Stunde moderates Radfahren das Risiko eines Herzinfarktes um 50 Prozent reduziert. Radeln entlastet das Herz, senkt den Blutdruck und das Risiko von Gefäßverengungen. Auch die Cholesterinlevel werden durch die Bewegung auf dem Rad verbessert. Wem das auf den ersten Blick als recht viel Radfahren erscheint: Die Empfehlung lautet, den Weg zur Arbeit auf dem Fahrrad zurückzulegen.

Immunsystem stärken

Bei diesem Aktivitätslevel wird im gleichen Atemzug auch die Lunge samt Immunsystem gestärkt. Die verhaltene Betätigung an der frischen Luft regt die körpereigenen Abwehrkräfte an. Entsprechend wird Radfahren auch bei chronischer Bronchitis und Asthma als Ausdauersportart empfohlen.

Gelenkschonende Aktivität

Zudem werden die Gelenke durch das Radfahren entlastet, da das Körpergewicht weitgehend vom Fahrrad getragen wird. Gerade wer gesundheitliche Probleme hat und hohe Belastung vermeiden soll, findet aus diesem Grund den Weg auf das Fahrrad. In die gleiche Gruppe fallen auch übergewichtige Menschen, die bei vielen anderen Sportarten einer zu hohen Belastung ausgesetzt wären. Insbesondere gilt dies bei vorhandenen Rückenbeschwerden. Wo andere sportliche Aktivitäten die Wirbelsäule bereits zu stark belasten könnten, wirkt Radfahren verspannungslösend und hilft beim Muskelaufbau von bürogeschwächten Rückenmuskulaturen und mitgenommenen Bandscheiben.

Radfahren und Potenz

Ein Männerthema höchster Brisanz ist die Potenz und die Frage, inwiefern sie durch das Radfahren beeinflusst werden könnte. Alle paar Jahre wird dieses Thema medial aufbereitet: Jemand kennt jemanden, der jemanden kennt, der vom Radfahren impotent geworden ist. Es gibt zahlreiche Studien zu diesem Thema, doch die Ergebnisse widersprechen sich mitunter. Die große Mehrheit kann keinen negativen Zusammenhang zwischen Radfahren und Potenz ausmachen. Praktisch scheint es angebracht, auf den Körper zu hören. Wer auf dem Fahrrad mit eingeschlafenen Gliedmaßen zu kämpfen hat oder direkt ein Taubheitsgefühl im Unterleib verspürt, sollte diese Warnzeichen ernstnehmen. In aller Regel wird dieses unangenehme Kribbeln durch einen Sattel erzeugt, der nicht zum Fahrer passt. Hier kann ihr BIKE&CO-Fachhändler mit seiner Auswahl an ergonomischen Sätteln schnell und effektiv Abhilfe schaffen. Wer während der Fahrt keine Beschwerden verspürt, der muss sich nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auch keine Gedanken über mögliche Potenzeinbußen machen. Doch auch für Damen ist das Thema Sitzen-auf-dem-Fahrrad alle Aufmerksamkeit wert. Ihre Anatomie mit tendenziell breiterem Sitzknochenabstand und tieferem Schambeinbogen macht einen genaueren Blick sinnvoll. Bei Beschwerden kann ihr Fachhändler auch hier mit einer Sitzknochenvermessung und angepassten Produkten bestehende Probleme lösen.

Natur genießen

Bei alledem gibt es das Naturerlebnis noch obendrauf. Es ist ein besonderer Wohlgefallen, wenn man die nähere und weitere Umgebung auf dem Fahrrad entdecken und erleben kann. Auch hier belegen Studien, dass die psychische Gesundheit durch das Fahrradfahren befördert wird. Neue Eindrücke von der näheren und weiteren Umgebung stärken die Bindung an die eigene Umwelt. Selbstverständlich gibt das Fahrrad auch im Urlaub einen wertvollen Begleiter ab. Nicht umsonst haben sich Radreisen als eine beliebte Urlaubsbetätigung etabliert. Kein anderes Fortbewegungsmittel erlaubt eine solche direkte, unmittelbare Erfahrung der Natur, ist dabei derart flexibel und bietet gleichzeitig eine große Reichweite. Ob auf dem Mountainbike in den Bergen, dem Städtetrip in den Metropolen dieser Welt oder als Radreisender im Mikroabenteuer – das Rad kennt keine Grenzen und erlaubt unendlich viele neue Bilder und Wahrnehmungen.

Vom Genussradler zum Sportler

Am anderen Ende des Radfahrspektrums steht die sportliche Betätigung auf dem Rad. Das Fahrrad lässt sich natürlich beliebig intensiv nutzen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich richtig auspowern, die eigenen Leistungsgrenzen ausloten und immer weiter ausdehnen. Über die Jahre lässt sich der Körper über die gesetzten Trainingsreize nach den eigenen Vorstellungen formen. Wer sich im Wettkampf mit anderen Athleten messen will, findet nicht nur viele neue Freunde und Gleichgesinnte, sondern steigert sein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Auch hier gibt es ein unglaublich großes Spektrum, in dem jeder Interessierte sein passendes Angebot finden kann. Ob organisiert im Verein und Verband, bei freien Jedermann-Rennen oder bei Retro-Rennen finden Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Kräfte zu messen.

Geringe Anforderungen an das Material und Ausstattung

Natürlich kann man aus dem Fahrradfahren eine beliebig umfangreiche Materialschlacht machen – und die Chancen stehen nicht schlecht, dass man selbst irgendwann von diesem Optimierungswillen ergriffen wird. Es gibt zahllose Möglichkeiten, das Vergnügen Radfahren noch angenehmer, schneller, komfortabler und sicherer zu machen. Daran ist nichts auszusetzen, immerhin gibt es zahllose Produkte, die nahezu jedes vorhandene und jedes noch nicht entdeckte Bedürfnis befriedigen können. Für den Anfang aber genügt eine Minimalausstattung. Ein technisch einwandfreies Gebrauchtrad und Straßenbekleidung reichen aus, um die ersten Erfahrungen zu sammeln. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür für die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse. Wer sich grundsätzlich für das Fahrrad begeistern kann, findet schnell heraus, dass auf einem guten Fahrrad die ganze Aktivität noch viel mehr Spaß bereitet. Ihr BIKE&CO-Fachhändler berät Sie dazu gerne umfangreich und kompetent.

Fazit

Radfahren ist eine Betätigung, die auf vielfältige Weise das eigene Leben bereichern kann. Um die gesundheitlichen Vorteile des Fahrradfahrens voll auszuspielen, lohnt sich ein Besuch beim lokalen BIKE&CO-Fachhändler, der dafür sorgen kann, dass alle Fragen rund um das Rad, die richtige Ausrüstung und Ergonomie beantwortet werden. Es gibt wohl keinen Grund, auf die schönste Art der Fortbewegung zu verzichten.

Https://www. drahtesel-fahrrad. de/news/news-detailseite/?id=322

Fahrraddiebstahl leicht rückläufig – Schadendurchschnitt erreicht Rekordwert

Die Corona-Pandemie hat den Fahrradboom weiter befeuert – sehr zur Freude von Herstellern und Händlern. Gestohlen wurden 2020 allerdings weniger Bikes, wie Zahlen der Versicherer zeigen. Den Dieben boten sich schlichtweg weniger Gelegenheiten.

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Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren kaum vom fuß­gän­ger­schutz am auto

Dieses Fahrrad diente offensichtlich nur als Ersatzteilspender. Diebe haben es vor allem auf teure Velos abgesehen.

Trotz des coronabedingten Fahrradbooms ist die Zahl der Diebstähle im vergangenen Jahr leicht gesunken. Bundesweit wurden rund 145.000 versicherte Räder gestohlen – 5.000 weniger als 2019, wie eine aktuelle Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt.

Der Rückgang ist nach Ansicht von GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen eine Folge der Pandemie: „Aufgrund von Corona blieben viele Menschen zu Hause. Die Fahrräder waren seltener im Freien unbeaufsichtigt abgestellt. Somit haben sich auch weniger Gelegenheiten zum Diebstahl eröffnet.“

Schadendurchschnitt erreicht Höchststand

Die Schadenssumme lag 2020 indes unverändert bei 110 Millionen Euro. Damit bestätigte sich der seit Jahren anhaltende Trend zu immer teureren Fahrrädern, die gestohlen werden. Mit­ 730 Euro (2019: 720 Euro) erreichte die durchschnittliche Entschädigung der Versicherer einen Höchststand. „Der Erfolg der E-Bikes dürfte die Schadenssumme in Zukunft weiter ansteigen lassen”, prognostiziert Asmussen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren zahlten die Versicherer für ein gestohlenes Rad durchschnittlich 400 Euro.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sank die Zahl der gestohlenen Fahrräder 2020 um sechs Prozent auf 260.000. In dieser Statistik bleibt der Versicherungsschutz unbeachtet. Da Diebstähle jedoch häufig nicht angezeigt werden, dürfte die Dunkelziffer weitaus höher liegen.

Fahrraddiebstahl: Stadtstaaten besonders betroffen

Bundesweit ist die Zahl der Fahrraddiebstähle leicht rückläufig. Die drei Stadtstaaten sind jedoch weiterhin auf den Spitzenplätzen im Bundesländer-Ranking.

PDF, 0,1 MB, 06.05.2021

So ist ein Fahrrad versichert

Wird ein Fahrrad aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen gestohlen, übernimmt die Hausratversicherung den Schaden. Meist ist jedoch die offene Straße der Tatort. Schutz bietet hier eine Zusatzklausel in der Hausratpolice. Wichtiger Hinweis: Das Velo muss stets durch ein verkehrsübliches Schloss gesichert sein. Von den gut 26 Millionen Versicherungsverträgen haben 47 Prozent die Fahrradklausel eingeschlossen.

Was die Hausratversicherung mit Fahrradklausel ersetzt

Erstattet wird der sogenannte Wiederbeschaffungswert. Dieser Betrag bemisst, wie viel ein neues gleichwertiges Rad kostet. Die Höchstentschädigung wird in der Regel auf einen bestimmten Prozentsatz des gesamten versicherten Hausrates festgelegt. Gerade für höherwertigere Räder und E-Bikes kann es sich daher lohnen, die Versicherungssumme zu erhöhen oder eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen.

Https://www. gdv. de/de/themen/news/fahrraddiebstahl-leicht-ruecklaeufig—schadendurchschnitt-erreicht-rekordwert-67496

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