Parkverbot: Das sind die häufigsten Irrtümer beim Parken

Es mag manchen Autofahrer überraschen: Genau genommen gibt es gar kein Parkverbot. Denn es gibt nur eingeschränktes Halteverbot und absolutes Halteverbot. Und das ist der Unterschied:

Halteverbotsschilder und ihre Bedeutung

Hier darf man halten, aber nicht parken (deshalb umgangssprachlich auch Parkverbot genannt).

Was ist der Unterschied zwischen Parken und Halten?

Als Halten gilt jede vom Fahrer selbst gewollte Fahrtunterbrechung auf der Fahrbahn oder auf dem Seitenstreifen. Etwa, um andere Fahrgäste ein – oder aussteigen zu lassen. Das Stoppen wegen eines Staus oder einer roten Ampel gilt hingegen nicht als Halten, sondern als Warten.

    Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der hat sein Fahrzeug geparkt. Wer sein Auto für weniger als drei Minuten verlässt und in Sichtweite bleibt, sodass er im Bedarfsfall jederzeit wieder in den Verkehr eingreifen kann, der parkt nicht, sondern hält.

Wo gilt generell ein Parkverbot?

In bestimmten Verkehrssituationen und Bereichen gilt ein Parkverbot, ohne dass ein entsprechendes Schild darauf hinweist:

    Fahrradschutzstreifen (durch Leitlinien markierte Fahrradwege) Andreaskreuz (innerorts herrscht bis fünf Meter und außerhalb bis 50 Meter vor Andreaskreuzen ein Parkverbot) Haltestelle (Parkverbot 15 Meter vor und hinter dem Haltestellenschild) Fußgängerzone (Durchfahrtsverbot, das ein Parkverbot einschließt) Vorfahrtsstraße außerorts (innerorts Parken erlaubt) Einseitige Fahrstreifenbegrenzung Kreuzungs-/Einmündungsbereich (fünf Meter davor und dahinter) Grundstückseinfahrt und – ausfahrt (auf schmalen Straßen auch gegenüber) Abgesenkter Bordstein Kreisverkehr Autobahn und Kraftfahrstraße Fußgängerüberweg (außerdem fünf Meter davor)

Auch auf Geh – oder Radwegen ist das Parken verboten. Das gilt allerdings nicht, wenn ein Schild den Fuß – oder Radweg als Parkfläche für Autos freigibt. Selbst dann sollte man jedoch Schachtdeckel oder abgesenkte Bordsteine meiden, denn hier gilt weiterhin ein Parkverbot.

Wo darf man parken?

Grundsätzlich darf man überall im Straßenverkehr parken, wo entweder kein entsprechendes Verbotsschild steht oder wo ein Schild das Parken ausdrücklich erlaubt. Dieses Schild zeigt ein weißes P auf blauem Grund. Gibt es keine Parkflächenmarkierung, darf man alternativ den Fahrbahnbereich als Parkfläche nutzen, sofern dort keine anderen Verkehrsteilnehmer am Weiterfahren gehindert werden. Dann stellt man das Auto auf dem rechten Fahrbahnrand oder einem Seitenstreifen ab. In Einbahnstraßen darf man zudem den linken Fahrbahnrand nutzen.

Verbreitete Irrtümer: Ist hier das Parken erlaubt?

Männer dürfen hier parken. Natürlich sollte man diese Parkflächen Frauen zu überlassen. Ein Muss ist das allerdings nicht. Diese Plätze befinden sich meist in besser beleuchteten Bereichen oder im Parkhaus näher am Aufzug als andere Parkplätze, wodurch sie besseren Schutz vor Übergriffen bieten sollen.

Hier hat der Autofahrer das Vorrecht, der als erster an dem Parkplatz ankommt. Das gilt auch, wenn ein Auto zunächst an der Lücke vorbeifährt, um dann rückwärts einzuparken. Sollten zwei Fahrzeuge gleichzeitig ankommen, gilt das Vorrecht für den in Fahrtrichtung Einfahrenden.

Ein Umzugskarton auf Parkflächen markiert keinen rechtlichen Anspruch. Wer hier parken will, kann aussteigen, den blockierenden Gegenstand wegräumen und einparken.

Dass der Samstag zum Wochenende zählt, ist allerdings falsch. Verkehrsrechtlich gesehen, ist der Samstag in der Regel ein Werktag.

Allerdings wird auf dem dann kostenlosen Parkplatz meist eine Höchstparkdauer gestattet, weshalb anstelle des Parktickets eine Parkuhr aufs Armaturenbrett gehört.

Parken im Parkverbot: Wer haftet?

Das Falschparken ist eine der wenigen Situationen im Straßenverkehr, in denen die Halterhaftung gilt. Nicht der Fahrer des Autos muss also das Bußgeld bezahlen, sondern der Fahrzeughalter.

Wie kann ich ein vorübergehendes Parkverbot beantragen?

Um vor einem Umzug eine freie Fläche für einen Umzugs-Lkw zu schaffen, können Sie ein temporäres Halteverbot beantragen. Dazu wenden Sie sich an die Straßenverkehrsbehörde Ihrer Stadt, bei der Sie alle Details erfragen können. Dort stellen Sie außerdem den entsprechenden Antrag (mindestens zwei Wochen vor dem Umzug). Die Kosten unterscheiden sich von Stadt zu Stadt.

Rechtzeitig vor dem Umzug (mindestens 72 Stunden vorher) stellen Sie die Verbotsschilder auf, die Sie von der Behörde erhalten haben – und zwar so, dass sie den Vorgaben der Behörde entsprechen.

So müssen Sie die Schilder platzieren

Damit die Schilder gültig sind, müssen sie grundsätzlich in Fahrtrichtung und nicht etwa in Richtung Gehweg zeigen. Verkehrsteilnehmer müssen die Möglichkeit haben, die Schilder wahrzunehmen. Das setzt voraus, dass sie in Fahrtrichtung aufgestellt und sichtbar sind.

Dann muss sich jeder Autofahrer an das temporäre Halteverbot halten. Das gilt nicht, wenn Sie eigenmächtig und ohne den Segen der Behörde ein Halteverbot aufstellen. Das kann Ihnen außerdem eine Anzeige bei der Polizei einbringen.

Wann darf im Parkverbot abgeschleppt werden?

Wer sein Auto im Parkverbot abstellt, riskiert natürlich Konsequenzen. Das Abschleppen gehört jedoch nicht in jedem Fall dazu. Nur wenn durch das Falschparken die öffentliche Sicherheit konkret gefährdet ist oder sein würde, dürfen die Behörden das Auto an den Haken nehmen.

Vorher müssen sie eine Kennzeichenabfrage durchführen. Sofern sie daraufhin den Halter kontaktieren können, lässt sich das Abschleppen unter Umständen umgehen. Andernfalls muss der Halter die Kosten für das Bußgeld und fürs Abschleppen tragen.

Radwegebenutzungspflicht

Die Geschichte der benutzungspflichtigen Radwege ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Fast jedeR von uns wurde wahrscheinlich schon von wutschnaubenden AutofahrerInnen mit dem Hinweis auf einen vermeintlichen Radweg der Straße verwiesen oder musste sich vor RadfahrerInnen auf Gehwegen in Sicherheit bringen.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Benutzungspflichtig sind Radwege nur dann, wenn ihr ein weißes Fahrradsymbol auf blauem Grund seht. Ansonsten gehören Fahrräder immer auf die Straße. Als Fahrräder werden hierbei auch E-Bikes angesehen, die mit einer maximalen Motorleistung von 250 Watt unterstützen und deren maximale Geschwindigkeit 25 Stundenkilometer nicht überschreitet.

Dabei gibt es ein paar Ausnahmen, die die StVO in §2 Absatz 5 regelt:

    Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr Müssen den Gehweg benutzen Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr Dürfen den Gehweg benutzen Eine Aufsichtsperson, die mindestens das 16. Lebensjahr vollendet hat, Darf Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr auf dem Gehweg begleiten Ist ein Baulich getrennter Radweg vorhanden, so dürfen Kinder diesen unabhängig vom Alter nutzen – das gilt ausdrücklich nicht für Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Bei der Überquerung von Straßen müssen Kinder, die den Gehweg mit dem Fahrrad nutzen sowie deren Begleitpersonen absteigen und schieben.

Dass dabei Rücksicht auf FußgängerInnen zu nehmen ist, versteht sich eigentlich von selbst.

Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen. Soweit ein Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr von einer geeigneten Aufsichtsperson begleitet wird, darf diese Aufsichtsperson für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrrad benutzen; eine Aufsichtsperson ist insbesondere geeignet, wenn diese mindestens 16 Jahre alt ist. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Soweit erforderlich, muss die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr angepasst werden. Vor dem Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder und die diese begleitende Aufsichtsperson absteigen.

StVO §2, Absatz 5 (Neufassung 12/2016)

Aber wir wären nicht in Deutschland, wenn es nicht noch weitere Ausnahmen gäbe. Diese betreffen u. a. FahrerInnen in einem geschlossenen Verband mit mehr als 15 RadfahrerInnen:

    Innerhalb eines geschlossenen Verbands mit mehr als 15 RadfahrerInnen ist die Benutzungspflicht aufgehoben – selbst wenn ein entsprechendes Schild auf diese hinweist (StVO §27). Allerdings sind nur Zweierreihen zulässig, dafür darf ein geschlossener Verband komplett über eine rote Ampel fahren, wenn das erste Rad diese bereits bei Grün überfahren hat.

Außerdem gibt es Ausnahmen für Lastenräder, und da wird die Sache ein bisschen komplizierter: Für mehrspurige Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger gilt eine Ausnahme, die in einer Verwaltungsvorschrift zu StVO §2 geregelt wird.

Andere Fahrräder […] wie mehrspurige Lastenfahrräder und Fahrräder mit Anhänger werden davon nicht erfaßt. Die Führer anderer Fahrräder sollen in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalles unzumutbar ist, nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO)

Es liegt also im Ermessen der RadfahrerInnen – ob und wie häufig dies zu Streitigkeiten führt ist nicht klar. Im Streitfall kann das ein Gericht aber ganz anders bewerten.

Übrigens spielt es auch eine Rolle, in welche Richtung ein Radweg zu nutzen ist, denn nicht jeder Radweg darf in beide Fahrtrichtungen benutzt werden. Die Faustregel ist hierbei: Wenn du die Vorderseite des Radwegschildes siehst, bist du richtig – siehst du nur die Rückseite, dann fährst du entgegen der Fahrtrichtung.

Meist verlaufen Radwege auf der rechten Seite der Straße, und nur selten dürfen Radwege in beide Richtungen befahren werden.

Regel-Mysterium Zebrastreifen: Was gilt für Fußgänger, Radfahrer und Autos? Kaum einer weiß es

Schon in der Grundschule lernt man, wie man sich am Zebrastreifen zu verhalten hat. Rund um den Fußgängerüberweg tummeln sich viele Regeln.

München — Auf der Straße ist der Zebrastreifen kaum zu übersehen. Die weißen Streifen signalisieren Fußgängern, dass sie die Straße überqueren können. Autofahrer müssen Passanten das Überqueren ermöglichen und dafür auch mal anhalten. Doch was gilt es zu beachten? Und dürfen Radfahrer über einen Zebrastreifen fahren? Wir erklären, welche Fehler Sie womöglich machen und welche Regeln für Straßenverkehrsteilnehmer gelten.

Regeln am Zebrastreifen: Was gilt für Autos, Radfahrer und Fußgänger?

Jeder sollte wissen, dass die dicken weißen Streifen auf der Straße auf einen Zebrastreifen deuten. Im Fachjargon wird die Fahrbahnmarkierung auch als Zeichen 293 bezeichnet. Das entsprechende Verkehrsschild ist das Richtzeichen 350. Wichtig ist, dass die Verhaltenspflichten bei einem Zebrastreifen allein schon bei Vorhandensein der Markierung auf dem Boden befolgt werden müssen. Das zusätzliche Verkehrsschild ist nicht notwendig, wie der ADAC erklärt. Wurde zusätzlich am Zebrastreifen eine Ampel angebracht, muss diese beachtet werden.

Absoluten Vorrang haben an Übergängen Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Nutzer von Krankenfahrstühlen. Die Überquerung an den Straßenschildern muss diesen Gruppen ermöglicht werden. Dazu müssen Auto-, Motorradfahrer und Radfahrer mit mäßiger Geschwindigkeit an den Zebrastreifen heranfahren. Wenn Sie erkennen können, dass Fußgänger den Zebrastreifen nutzen wollen, müssen Sie gegebenenfalls anhalten und warten, informiert der Automobil-Club Verkehr (ACV). Fahrer müssen auch damit rechnen, dass der Überweg mehrere Meter vor und hinter der Markierung von Fußgängern benutzt wird.

Falsches Verhalten am Zebrastreifen: Diese Bußgelder drohen Autofahrern

Für Schienenfahrzeuge wie etwa die Trambahn gelten diese Regeln nicht. Fahrer sollten wissen, dass ab dem Verkehrsschild 350 ein Überholverbot gilt. Ohne das Schild darf auf dem Zebrastreifen nicht mehr überholt werden. Fünf Meter vor und auf dem Überweg ist das Parken oder Halten verboten. Bei Stau oder stockendem Verkehr müssen Fahrzeuge vor dem Zebrastreifen warten, so der ADAC.

Wenn sich Autofahrer nicht an die Regeln halten, können schnell Bußgelder drohen:

    Wenn Sie Bei stockendem Verkehr auf den Fußgängerüberweg fahren — 5 Euro Wenn Sie Berechtigte nicht über die Straße lassen — 80 Euro und einen Punkt in Flensburg Wenn Sie dadurch andere gefährden — 100 Euro und einen Punkt in Flensburg Wenn es dadurch zum Unfall kam — 120 Euro und einen Punkt in Flensburg Wenn Sie auf dem Zebrastreifen ein Fahrzeug überholen — 80 Euro und einen Punkt in Flensburg Wenn Sie dadurch andere gefährden — 100 Euro und einen Punkt in Flensburg Wenn es dadurch zum Unfall kam — 120 Euro und einen Punkt in Flensburg Quelle: Bußgeldkatalog (Stand: August 2023)

Zebrastreifen muss benutzt werden — Fußgänger sollten wachsam sein

Auch wenn Fahrzeuge all diese Regeln beachten müssen, dürfen Fußgänger nicht einfach so den Überweg benutzen. Vertrauen ist zwar gut, Kontrolle bekanntlich besser. Daher sollten sich Zebrastreifen-Nutzer vorher vergewissern, dass sie die Straße gefahrlos überqueren können. Der AVC empfiehlt, darauf zu warten, bis Auto,- Motorrad – oder Radfahrer angehalten haben, um die Straße zu überqueren.

Ein Verkehrszeichen weist darauf hin, dass es sich hier um einen Fußgängerüberweg handelt. © Hanno Bode/IMAGO

Wenn ein Zebrastreifen vorhanden ist, muss er nach § 25 Abs. (3) StVO auch verwenden werden. Im schlimmsten Fall können das Überqueren der Straße und das Ignorieren des gekennzeichneten Überwegs als Ordnungswidrigkeit gewertet werden, so der AVC weiter.

Regeln am Fußgängerüberweg: Diese Pflichten haben Radfahrer

Auch für Radfahrer gibt es klare Regeln. Wollen diese den Zebrastreifen nutzen, müssen sie vom Rad absteigen und über den Fußgängerweg schieben. Dann gelten die gleichen Rechte wie für Fußgänger, so der ADAC. Auch Kinder unter sieben Jahren müssen sich so verhalten, selbst wenn diese noch auf dem Gehweg fahren dürfen. Falsches Verhalten von Radfahren wird sanktioniert. Wenn Autofahrer aufgrund eines fahrenden Radfahrers auf dem Zebrastreifen abbremsen oder halten müssen, kann auch auf den Radler ein Bußgeld zukommen. Entsteht durch das Verhalten des Radfahrers ein Unfall, trägt er eine Mitschuld.

Parken und Falschparken: Hier gilt Parkverbot

ADAC Jurist Stephan Miller im Video: Wo darf man überhaupt parken? ∙ Bild: © ADAC/Shutterstock, Video: © ADAC e. V.

Das Gesetz kennt verschiedene Halt – und Parkverbote. Wichtig: Ein Halteverbot ist immer auch ein Parkverbot. Wo nicht gehalten werden darf, ist grundsätzlich auch das Parken verboten. Grundsätzlich müssen Sie am parken. , also entgegen der Fahrtrichtung, ist nur in Einbahnstraßen und bei am rechten Fahrbahnrand verlaufenden Straßenbahnschienen möglich. Auch in verkehrsberuhigten Bereichen gelten Besonderheiten.

Parken in zweiter Reihe

In zu parken ist verboten. Wer hier dennoch parkt, zahlt mindestens 55 Euro. Teurer wird es bei Behinderung von Radfahrenden oder anderen Verkehrsteilnehmern. Dann kommt auch ein Punkt in Flensburg dazu. Ausnahmsweise dürfen jedoch, wenn die Verkehrslage es zulässt, in zweiter Reihe halten und auch parken, um Fahrgäste ein – oder aussteigen zu lassen.

Verboten: Enge Stelle, Kurve und Wendekopf

Wer im Bereich einer oder oder im Bereich einer parkt, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro rechnen. Eng ist eine Straßenstelle, wenn weniger als 3,05 Meter Platz für die durchfahrenden Fahrzeuge bleibt. Wer hier jemanden behindert muss mit 55 Euro Geldbuße rechnen. Unübersichtlich wird es dann, wenn der fließende Verkehr nicht mehr einschätzen kann, ob der Verkehrsraum vor dem geparkten Fahrzeug frei ist. Das ist zum Beispiel an starken Gefällen hinter Straßenkuppen der Fall.

Das Parken in ist nicht direkt gesetzlich verboten. Ein Halt – oder Parkverbot kann jedoch durch eine entsprechende angeordnet werden. Verboten ist das Parken allerdings auch ohne Halteverbotsschilder, wenn es zu einer tatsächlichen Behinderung führt, oder die Stelle durch das Abstellen des Fahrzeugs eng oder unübersichtlich wird.

Parken auf dem Gehweg

Das Halten und Parken auf, wenn keine Verkehrszeichen oder Parkflächenmarkierungen das Parken erlauben. Dies gilt auch auf sehr breiten Gehwegen. Auch das Abstellen eines Kraftfahrzeugs mit nur zwei Rädern auf dem Gehweg, unabhängig davon, wieviel Platz den Fußgängern verbleibt, ist verboten. Parkt man dort trotzdem unzulässig, werden Bußgelder ab 55 Euro fällig.

Parken vor der Grundstückszufahrt

Darf vor der Grundstückszufahrt geparkt werden? Mehr dazu im Video ∙ Bild: © ADAC/David Klein/Beate Blank, Video: © ADAC e. V.

Vor Grundstückseinfahrten darf nicht geparkt werden, egal ob jemand konkret behindert wird. Das Parkverbot soll die zum Grundstück vor Behinderungen durch parkende Fahrzeuge schützen. Vor der eigenen Grundstückseinfahrt darf aber grundsätzlich geparkt werden. Etwas anderes gilt, wenn das Grundstück über einen zu erreichen ist. Die Absenkung dient der erleichterten Auf – und Abfahrt beispielsweise von Rollstuhlfahrern oder Personen mit Kinderwagen. Eine Ausnahme für Grundstückseigentümer besteht hier nicht. Für das Parken vor einer Bordsteinabsenkung werden fällig.

Parkverbot: Bushaltestelle & Bahnübergang

Das Zeichen 224 kennzeichnet eine des Linienverkehrs und für Schulbusse. An einer solchen Haltestelle dürfen Fahrzeuge bis zu vor und hinter dem Zeichen nicht parken.

Damit ein von jedem Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkannt wird, darf bis zu 10 Meter vor einem Andreaskreuz nicht gehalten werden, wenn dieses durch das Fahrzeug verdeckt wird. Gleiches gilt natürlich für eine andere Signalanlage, zum Beispiel einer Ampel. Innerhalb geschlossener Ortschaften gibt’s ein Parkverbot vor und hinter dem Andreaskreuz bis zu je 5 Metern. Außerorts sind es sogar 50 Meter.

Das gilt an Kreuzungen und Einmündungen

Beim Parken vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen müssen Sie einen Abstand von mindestens je von den Schnittpunkten einhalten. Ist rechts neben der Fahrbahn ein Radweg baulich angelegt ist, muss der Abstand 8 Meter betragen. Ausschlaggebend sind die Schnittpunkte der Fahrbahnkanten.

Das Verbot gilt auch bei, bei denen mit keinem oder wenig Verkehr zu rechnen ist (z. B. wegen einer Sperrung), oder bei Einbahnstraßen. Das Parkverbot betrifft die rechte Fahrbahnseite, bei Einbahnstraßen auch die linke. Gegenüber von Straßeneinmündungen darf allerdings geparkt werden.

Radweg, Schutzstreifen oder Radfahrstreifen

Auf und links neben ist das Halten und Parken generell verboten. Wenn Parkbuchten oder andere Parkflächen rechts davon gekennzeichnet sind, darf rechts daneben geparkt werden.

Wer unzulässig auf einem Schutzstreifen für den Radverkehr hält, zahlt 55 Euro. Bei Behinderung werden 70 Euro und 1 Punkt fällig. Wer länger als 3 Stunden parkt und bei Gefährdung 80 Euro zahlen und kassiert einen Punkt in Flensburg. Kommt es dabei zu einer Sachbeschädigung, beträgt die Buße 100 Euro und es gibt einen Punkt.

Außerdem darf auf sogenannten nicht geparkt werden. Das sind markierte Sicherheitstrennstreifen zwischen Radweg und Parkplatz, die Radfahrer und aussteigende Autofahrer vor einer Kollision bewahren sollen.

#9325-2022 Straße/Gehweg/Radweg

An dieser Stelle endet der Radweg auf der rechten Seite. Auf der linken Seite ist hier ein benutzungspflichtiger 2-Richtungs-Radweg. Zum Einen ist dies, wenn vom Radweg an der Saale entlang kommt, nicht ausgeschildert und zum Anderen ist hier der Bordstein auf der anderen Straßenseite (gegenüber der Einmündung) nicht abgesenkt, so dass ein queren der Straße vom Radwegende auf den Radweg auf der anderen Seite nicht möglich ist. Ausserdem sind her durchgezogene Linien, so dass ein Queren auch gar nicht gestattet wäre. Diese Situation sollte verändert werden, so dass Radfahrer in der Lage sind, die für sie vorgesehenen Radwege auch zu benutzen, ohne sich regelwidrig zu verhalten.

Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden es uns ansehen und dann eine sinnvolle Beschilderung installieren. FD Mobilität

#6166-2021 Straße/Gehweg/Radweg

Dieser Schutzstreifen für Radfahrer ist viel zu schmal ausgeführt. Mein Anhänger hat eine Spurbreite von 80cm. Da der Rinnstein nicht mit zum Schutzstreifen dazugerechnet werden kann. Warum wird sowas in der Stadt Jena genehmigt? Autofahrer denken immer das ist ein Radweg den ich benutzen muss, was nicht stimmt und wollen mich mit zu dichten Überholen zwingen dies zu tun… Bitte entfernen Sie solchen unnützen einbauten.

Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden uns die Sache vor Ort ansehen und dann ggf. Änderungen vornehmen. FD Mobilität

Kommentare

Einfach traurig, große Baumaßnahmen mit kompletter Neugestaltung und dann hat es für mehr nicht gereicht.

Die Schutzstreifen sollten generell mal überdacht werden. Da Radfaher gleichberechtigte Teilnehmer im Straßenverkehr sind bringen diese nicht wirklich mehr Sicherheit für die Radfaher.

Sind sind nicht nur gleichberechtigt, sondern auch gleichverpflichtet, was z. B. bedeutet, dass Radfahrer auf Fußwegen und Zebrastreifen (die sie radfahrend überqueren) nichts zu suchen haben.

Das ist schon richtig. Nur was hat das mit diesem Mangel zu tun?

Auch im Rautal sowie am Löbdergraben gibt es solche Markierungen, die den Empfehlungen (Breite 1,25-1,50 m) nicht gerecht werden. Am Rautal ist die Strichbreite fast größer als die Nutzbreite. Man sollte sich wenigstens an die Vorschriften halten um nicht auf Biegen und Brechen den Radfahrern alles recht machen zu wollen. Wenn man sich das Schriftgut zum Errichten solcher Schutzstreifen genauer ansieht und danach handeln würde, würden viele solche Linien den Prüfungen nicht standhalten.

Ihr Kommentar wurde entfernt. Bitte beachten Sie unsere Regeln hinsichtlich Respekt und Sachlichkeit. Vielen Dank! Ihr Mängelmelder-Team

Unbegreiflich wieso das bei Neuanlegen noch gemacht wird. Am besten entfernen. Entweder richtig machen (genügend Platz für Radfahrer) oder gar nicht. Damit KFZ nicht zu eng überholen. Oft kommt dann das „Argument“ bisher sei nichts passiert. Aber angenehm ist es nicht, eng überholt zu werden. Und es muss ja nicht erst etwas passieren.

So sehen momentan die Maßnahmen aus, die für den Radverkehr in Jena geplant, genehmigt und umgesetzt werden. So kann es nicht weitergehen. Damit es sich ändert gibt es jetzt in Jena die Möglichkeit dies zu verändern. Der Radentscheid-Jena sammelt gerade Jenaweit Unterschriften, um ein sinnvolles Radkonzept für Jena zu starten.

Woher weiß man eigentlich, dass es sich um einen Schutzstreifen für Radfahrer handelt? Laut VwV-StVO müsste der durch Zeichen 340 gekennzeichnete Streifen dafür „zusätzlich in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild ‚Fahrräder‘ “ markiert sein. Meines Wissens findet sich jedoch in der Tatzendpromenade und auch im ersten Drittel des Magdelstiegs keine derartige Markierung.

Unbegreiflich vor allem das man nicht einfach den Gehweg etwas schmaler gemacht hat, dieser ist deutlich breiter als empfohlen. Am Fußweg 40cm wegnehmen um den Schutzstreifen breiter zu machen wäre ja wohl kein Problem gewesen als man dort alles aufgerissen und neu gebaut hat.

Das dauert aber lange solche Markierungen zu entfernen, wen sie nicht reglkoform sind. Solch sich der Radfahrer doch weiter mit den Autofahrern rumärgern bei zu dichtem Überholen.

Radl-Hauptstadt? Von wegen! Die fünf schlimmsten Strecken für Fahrradfahrer – jeder Münchner kennt sie

München nennt sich gerne „Radl-Hauptstadt“. Doch wer regelmäßig mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs ist, weiß, dass dies nicht allzu treffend ist. Eine Übersicht über die fünf schlimmsten Rad-Wege Münchens. Eine Abrechnung von unserem München-Redakteur.

München – Wer das Glück (oder Pech) hat, die meisten Strecken in seinem Alltag mit dem Rad zurücklegen zu können, wird jede der Radler-Alptraum-Straßen in der folgenden Übersicht nur zu gut kennen. Denn München hat ein Problem: Der Versuch, eine Radler-freundliche Stadt zu sein, ist definitiv da. Doch die Umsetzung – aus unterschiedlichsten Gründen – ist ein teilweise massives Problem. Ob der falsch „geparkte“ SUV mal wieder im Weg ist, oder Lieferwagen auf dem Radlweg parken: Eine Radlfahrt durch München ist nicht selten gefährlich und nervenzerreißend.

München-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus der Isar-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus München. +++

München: Das sind die fünf schlimmsten Fahrrad-Strecken der Stadt

Aus unserer Sicht schaffen es fünf Abschnitte für Fahrradfahrer in München in die „Top-5“ der schlechtesten Radl-Strecken der Stadt:

    #1: Die „Isar-Autobahn“: Eine der schönsten Radstrecken Münchens. Entlang der Isar, umgeben von Natur – eigentlich ein Traum. Doch Halt: Die Strecke wird beinahe immer zum Parkour-Lauf zwischen „Berufs-Rennfahrern“, die glauben, die Tour de France nachspielen zu müssen. Zurufe von hinten wie „Schleich di!“ sind dann noch die nettere Variante. Wer hier meint, in gemütlichem Tempo fahren zu können, der irrt. Selbst ernannte Profiradler leben hier von früh bis spät ihre Pseudo-Leidenschaft aus. Wer es gemütlicher mag, ist hier fehl am Platz. #2: Die Schwanthalerstraße in Richtung Sonnenstraße: Eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen für viele Fahrradfahrer, die in die City wollen. Doch weit gefehlt: Nicht einmal Fahrradstreifen gibt es hier. Wer also flott Richtung Stachus möchte, muss mit mehreren Hindernissen rechnen: Hupende Autos von allen Seiten und das Umfahren von Lieferwagen und aktuell vor allem Baustellen. Rette sich wer kann! #3: Die Lindwurmstraße vom Stemmerhof bis Sendlinger Tor: Eine der Flaniermeilen unserer Stadt. Zufahrt für tausende Menschen in Richtung Stadt oder Isar. Doch auch hier gilt: Wer einen gemütlichen Radlausflug machen möchte, sollte diese Strecke meiden. Zwar gibt es Fahrradwege, jedoch sind diese dermaßen in die Jahre gekommen, dass er mehr aus Huckeln und Löchern besteht, als aus geradem Asphalt. Und damit nicht genug: Die viel zu schmalen Wege müssen sich gefühlt hunderte Radl-Gruppen teilen, die tagtäglich zur Rush-Hour eine Herzinfarkt-ähnliche Massenbewegung veranstalten. Und als wäre das schon nicht genug, vergessen Passanten sehr gerne mal, dass sie auf dem Radl-Abschnitt unterwegs sind. Die Folge: Apruptes Abbremsen, flüchtige Beschimpfungen und jede Menge Grantigkeit. #4: Rund um den Hauptbahnhof: Eigentlich ist es nicht nötig, dazu viel zu erklären. Die Straßen rund um den Hauptbahnhof in München sind für Radlfahrer eine Art „Endgegner“. In jeder Hinsicht ist man als Zweiradfahrer hier mehr oder weniger aufgeschmissen. Wer hier durchfährt, hat keine andere Wahl. Daher gilt: Obacht und so schnell wie möglich wieder raus! #5: Isartor: Es ist leider nichts Neues, dass München ein Baustellen-Problem hat. Gefühlt an jeder Ecke steht ein Bauzaun, man hat fast das Gefühl, die gesamte Stadt erneuert sich. Doch Hand aufs Herz: Schon einmal am Isartor in Richtung Gasteig auf dem Radl unterwegs gewesen? Man braucht beinahe einen Bachelor, um die improvisierten Radl-Spuren richtig zu deuten. Und wenn die Isar-Fraktion auf die Innenstadt-Fraktion an der Kreuzung trifft? Besser, man bringt Zeit und jede Menge nerven mit.

Und was ist Ihre schlimmste Radlstrecke in München? Schreiben Sie dem Autor jetzt.

Radwege ohne Benutzungspflicht

Sind Sie als RadfahrerIn verpflichtet, einen vorhandenen Radweg auch zu nutzen? Tatsächlich haben Sie in den meisten Fällen die Wahl. Inzwischen ist das Verbot der Fahrbahnbenutzung für den Radverkehr nur noch gerechtfertigt, wenn bei der Benutzung der Fahrbahn eine besondere Gefahr für Leib und Leben für die RadfahrerInnen entsteht. Was die aktuellen Regelungen zur aufgehobenen Benutzungspflicht im Einzelnen bedeuten, erfahren Sie in der Aufstellung.

Was bedeutet aufgehobene Benutzungspflicht?

Grundsätzlich gehört das Fahrrad als Fahrzeug nach § 2 der Straßenverkehrs-Ordnung auf die Fahrbahn. Die Regelungen zur Benutzungspflicht von Radwegen geben genauer vor, wann der Radverkehr tatsächlich die Fahrbahn oder den Radweg benutzen muss beziehungsweise wann der Radverkehr die Wahlfreiheit zwischen Fahrbahn und Radweg beziehungsweise sonstiger Verkehrsfläche hat.

Damit darf der Radverkehr bei aufgehobener Benutzungspflicht zwischen Fahrbahn und – soweit vorhanden – Radweg wählen. Der Radweg wird hier häufig als „anderer“ Radweg bezeichnet.

Damit betrifft das Thema alle VerkehrsteilnehmerInnen – denn nur wer weiß, wann der Radverkehr wo fahren darf oder muss, kann die eigene Verhaltensweise entsprechend anpassen und das Verhalten der RadfahrerInnen abschätzen.

Wo gilt aufgehobene Benutzungspflicht?

    Gehweg-Radverkehr frei und Fußgängerzone-Radverkehr frei: Gehwege und Fußgängerzonen mit dem Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ dürfen von RadfahrerInnen benutzt werden. Damit sind diese Wege ein Angebot an den Radverkehr – jedoch ohne Benutzungspflicht und lediglich mit Benutzungsrecht.

Hier gilt die aufgehobene Benutzungspflicht und ist – wenn auch indirekt – für alle VerkehrsteilnehmerInnen durch die abgebildete Beschilderung erkennbar.

Darüber hinaus gilt die aufgehobene Benutzungspflicht häufig für in der Vergangenheit errichtete Radverkehrsanlagen mit nicht mehr zeitgemäßer Ausstattung. Diese baulich angelegten – aber nicht benutzungspflichtigen – Radwege werden auch als sogenannte „andere Radwege“ bezeichnet.

Woran sind „andere Radwege“ erkennbar?

Generell sind „andere Radwege“ häufig durch eines oder mehrere folgender Elemente für die VerkehrsteilnehmerInnen erkennbar:

    Fehlen der blauen Beschilderung für Radweg, gemeinsamen beziehungsweise getrennten Geh – und Radweg Vorhandensein eines asphaltierten Radstreifens neben gepflastertem Gehweg Vorhandensein einer durchgezogenen Mittellinie zur Trennung von Geh – und Radweg Vorhandensein von abgesenkten Bordsteinen an Einmündungen Vorhandensein von Radwegefurten, das heißt Markierungen zur Führung des Radverkehrs über einen Knotenpunkt, beim Verlauf entlang von Vorfahrtsstraßen

Was gilt für RadfahrerInnen auf „anderen Radwegen“?

Die aufgehobene Benutzungspflicht gibt dem Radverkehr die Wahlfreiheit zwischen Fahrbahn und „anderem Radweg“: die „anderen Radwege“ sind ein Angebot an den Radverkehr – jedoch ohne Benutzungspflicht. Dabei handelt es sich häufig um ehemals benutzungspflichtige baulich angelegte Radwege beziehungsweise gemeinsame oder getrennte Geh – und Radwege. Die Führung in direkter räumlicher Nähe zum Fußgängerverkehr erfordert besondere Aufmerksamkeit von FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

    besonderer Rücksichtnahme gegenüber dem Fußgängerverkehr bedarfsweisem Fahren mit angepasster Geschwindigkeit – soweit erforderlich mit Schrittgeschwindigkeit

Das Fahren auf Gehwegen mit dem Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ verpflichtet den Radverkehr zum Fahren mit Schrittgeschwindigkeit – unabhängig davon, ob FußgängerInnen anwesend sind

Radwege ohne Benutzungspflicht im Stadtgebiet Unterschleißheim

Im Stadtgebiet Unterschleißheim wurde in einer Reihe von Straßenzügen die Benutzungspflicht für den Radverkehr aufgehoben – etwa in der Nelkenstraße und Raiffeisenstraße sowie am Furtweg.

„Andere Radwege“ sind im Stadtgebiet Unterschleißheim in der Regel daran zu erkennen, dass neben dem gepflasterten Gehweg ein geteerter Radfahrstreifen verläuft.

Kennzeichnung des „Geh – und Radwegs ohne Benutzungspflicht“ an der Landshuter Straße

Im Frühjahr 2021 wurde die Benutzungspflicht des gemeinsamen Geh – und Radwegs im südlichen Abschnitt der Landshuter Straße zwischen Münchner Ring und der Ampelanlage etwa auf Höhe der Einmündung Röntgenstraße in beide Fahrtrichtungen aufgehoben. Auch hier haben RadfahrerInnen nun die Wahl zwischen Fahrbahn und „anderem Radweg“ beziehungsweise genau gesagt „gemeinsamem Geh – und Radweg ohne Benutzungspflicht“.

Allerdings ist entlang der Landshuter Straße die Eigenschaft als ehemaliger gemeinsamer Geh – und Radweg aufgrund der durchgängigen Pflasterung nicht ersichtlich. Daher wurden Piktogramme des Verkehrszeichens „Gemeinsamer Geh – und Radweg“ angebracht und die bisherige Beschilderung abgebaut.

17 Antworten

Es kommt darauf an, was man da so schreit. Beleidigungen sind natürlich nicht erlaubt, ein „Fahr gefälligst auf dem Radweg!“ ist zwar unhöflich aber zum Beispiel sicher nicht verboten. Die Frage ist nur, ob der Radfahrer überhaupt was versteht, wenn man da im Vorbeifahren im Auto herumbrüllt.

Ein Weg, der zwar wie ein Radweg markiert ist, jedoch ohne Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 (blaues Schild mit weißem Radfahrer) ist eben Radweg den ein Radfahrer benutzen muss sondern ein freiwillig zu benutzender Radweg. („anderer Radweg“, gem. §2 Absatz 4 Satz 3 StVO: „. )

Ein Gehweg mit Verkehrszeichen 237 (weißer Fußgänger auf blauem Grund) und Zusatzschild „Radfahrer frei“ ist auch Radweg, den ein Radfahrer benutzen muss. Vielmehr darf er hier fahren, muss dann jedoch besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen und darf dabei z. B. ggf. nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Wer das nicht will, darf in jedem Fall auf der Fahrbahn fahren.

Viele Autofahrer haben scheinbar in der Fahrschule nicht aufgepasst und wissen das nicht, deshalb hier nochmal etwas Nachhilfeunterricht.

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