Ob E-Scooter-, E-Bike – oder Fahrradfahrer: Alle können auch den Autoführerschein verlieren!

Laut ADFC-Travelbike-Radanalyse 2018 fahren 76 % der Deutschen Rad. Die Ferienzeit lädt besonders viele dazu ein, sich auf ihr Gefährt zu schwingen – 99 Millionen Ausflüge finden dabei auf dem Zweirad statt. Immer wichtiger werden auch Miet-, Elektrofahrräder und E-Scooter. Durch den Anstieg des Tages – und Kurzzeittourismus, nutzen 40 % der Tagesreisenden Mieträder – ganze 50 % davon Elektrofahrräder. 1 Seit dem 15. Juni 2019 dürfen in Deutschland E-Scooter im öffentlichen Raum gefahren werden und erfreuen sich seither größter Beliebtheit. Vor allem in Großstädten locken verschiedene Anbieter mit E-Scooter-Sharing: Per App können die E-Scooter für kleines Geld innerhalb der Stadt ausgeliehen werden.

Beim Zwischenstopp im Biergarten gehört für viele Radfahrer, E-Bikefahrer oder E-Scooter-Fahrer ein Radler oder ein anderes alkoholhaltiges Getränk dazu, bevor sie sich wieder auf den Sattel oder aufs Trittbrett schwingen. Wer dabei das „richtige Maß“ verpasst, riskiert sogar den PKW-Führerschein. Dass es unterschiedliche Regelungen bei den Zweirädern gibt, wissen nur die wenigsten.

Statistisch gesehen sind Radfahrer – nach den PKW-Fahrern – am häufigsten an Alkoholunfällen beteiligt. Für E-Scooter gibt es noch keine bundesweiten Statistiken mit Unfallbeteiligungen. Im Jahr 2017 ereigneten sich in Deutschland insgesamt 13.463 Unfälle mit Personenschaden, bei denen Alkohol die Unfallursache war. 26,6 % der alkoholisierten Unfallbeteiligten waren Fahrradfahrer, 8,8 % Fahrer von motorisierten Krafträdern. 2 „Promillegrenzen gibt es ja nur für die Autofahrer“ denken viele und ahnen nicht, dass auch der PKW-Führerschein in Gefahr sein kann, wenn man mit Alkohol im Sattel oder auf dem E-Scooter am Straßenverkehr teilnimmt. Wie stellt sich die Rechtslage für Radfahrer und E-Scooter-Fahrer dar?

Fahrrad, Kraftfahrzeug oder Elektrokleinstfahrzeug?

Auf den ersten Blick sind die verschiedenen Fahrradtypen schwer zu unterscheiden: normales Fahrrad, E-Bike oder Pedelec (Pedal Electric Cycle). Seit kurzem erfreuen sich auch die E-Scooter besonderer Beliebtheit. Verschiedene professionelle E-Scooter-Verleiher sind innerhalb kürzester Zeit zum festen Bestandteil des Stadtbilds avanciert. Doch die Vorschriften und Strafen für E-Scooter-, Fahrrad-, E-Bike – und Pedelec-Fahrer sind unterschiedlich, je nachdem, ob das Gefährt als „Fahrrad“, „Kraftfahrzeug“ oder als „Elektrokleinstfahrzeug“ eingestuft wird. Was gilt es also zu beachten?

Den Unterschied bei den Zweirädern machen die Antriebsart, die Leistung des Antriebs und die Geschwindigkeitsgrenzen aus: Während Pedelecs nur eine „Trethilfe“ darstellen, also den Fahrer nur unterstützen, solange dieser in die Pedale tritt, funktioniert der Antrieb der E-Bikes auch ohne Treten der Pedalen, mittels Drehknopf oder Schalthebel und ähnelt vielmehr einem Mofa.

Pedelecs können rechtlich entweder den Status „Fahrrad“ oder „Kraftfahrzeug“ haben. Solange die Pedelec-Trethilfe-Unterstützung unter 250 Watt liegt und bei 25 km/h endet, gilt dieses verkehrsrechtlich als „Fahrrad“. Dementsprechend benötigen die Fahrer weder Führerschein noch Zulassung. Sie dürfen auf Fahrradwegen fahren und Fahrradanhänger mit sich führen. Alles, was darüber hinaus geht, wie bei so genannten S-Pedelecs, wird rechtlich als „Kleinkraftrad“ eingestuft.

Auch bei E-Bikes gibt es Differenzierungen: Sie können den Status „Leichtmofa“ oder „Mofa“ haben, solange sie die 20 km/h beziehungsweise 25 km/h-Grenze nicht überschreiten, wobei beide eine Mofa-Prüfbescheinigung. Ausgenommen hiervon sind Personen, die vor dem 1. April 1965 geboren wurden und nur einen Personalausweis benötigen. Sollten E-Bikes bis auf 45 km/h beschleunigen können, handelt es sich auf jeden Fall um „Kleinkrafträder“, die eine Fahrerlaubnis der Klasse AM voraussetzen. Für alle, die in diese zweite Gruppierung der Kraftfahrzeuge fallen, wird eine Zulassung, eine Haftpflichtversicherung und der Besitz eines Führerscheins zur Pflicht.

E-Scooter werden von einem Elektromotor angetrieben und dürfen eine Geschwindigkeit von 20km/h nicht überschreiten. Sie werden rechtlich als (fahrerlaubnisfreie) Kraftfahrzeuge, bzw. als Elektrokleinstfahrzeuge eingestuft, da man sie auch ohne eigenen Kraftaufwand fahren kann. Sie müssen auf Fahrradstreifen oder Fahrradwegen gefahren werden, bzw. wenn diese nicht vorhanden sind, auf der Fahrbahn. Laut der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) 3 benötigen E-Scooter ein Kennzeichen, ein gültiges Versicherungskennzeichen (Plakette) als Nachweis über die Haftpflichtversicherung und eine gültige Betriebserlaubnis.

Das Fahren von E-Scootern setzt keine besondere Fahrprüfung voraus, aber ein Mindestalter von 14 Jahren.

Promillegrenzen für Zweiradfahrer

Die Rechtsprechung legt bisher beim Fahrradfahren etwas höhere Werte für die absolute Fahruntüchtigkeit zugrunde als beim Fahren mit motorisierten Fahrzeugen. Falls Sie während des Ausfluges auf dem Zweirad noch ein alkoholhaltiges Getränk genießen möchten, sollten Sie wissen, welchen rechtlichen Status Sie als Verkehrsteilnehmer haben. Nur auf dem klassischen Fahrrad und einem Pedelec, das bis auf max. 25 km/h beschleunigen kann, gilt aufgrund des Status „Fahrrad“ nach gängiger Rechtsprechung die 1,6 Promille-Grenze für die absolute Fahruntauglichkeit. Sollten Sie auf einem schneller fahrenden Pedelec, einem E-Scooter oder einem E-Bike unterwegs sein, gilt aufgrund des Status „Kraftfahrzeug“ die gleiche Grenze für die absolute Fahruntüchtigkeit von 1,1 Promille wie bei allen anderen Kraftfahrzeugen (Auto, Motorrad etc.). Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss nicht, dass es keinerlei Konsequenzen hätte, wenn ein alkoholisierter Radfahrer einen Unfall verursacht und weniger als 1,1 bzw. 1,6 Promille im Blut hat. Aber ab dieser Grenze droht sehr wahrscheinlich auch der Verlust des PKW-Führerscheins.

Wie fährt das Fahrrad?

Prinzipiell fährt ein Faharrad natürlich aufgrund der Haftreibung zwischen den Rädern und dem Boden, ebenso wie zum Beispiel ein Auto oder ein Motorrad. Ein Fahrrad transportiert Fahrer und Last mittels zweier Reifen. Der Kontakt zum Boden ist dadurch denkbar gering.

Formulieren wir die Frage etwas um: warum fällt ein nicht um? Weil es ausbalanciert wird, und das funktioniert in Bewegung besser als im Stillstand. Aus Erfahrung wissen die meisten von uns sicherlich, dass es alles andere als leicht ist auf einem stehenden, sich nicht bewegenden Fahrrad die Balance zu halten. Ist es erstmal in Bewegung, fällt es uns schon viel leichter. Hier müssen also weitere Kräfte an der Bewegung und Stabilisierung des Fahrrades beteiligt sein.

Ausbalancieren bedeutet: der von Fahrer & Rad muss sich über den Reifen befinden. Beim Stand ist das möglich, aber schwierig, beim Fahren kann man den Vorderreifen immer wieder unter den Schwerpunkt hinein lenken. Man fährt mit dem Vorderreifen Schlangenlinien unter dem Schwerpunkt herum und hält so das. Der Fahrer wirkt einem Umkippen die ganze Zeit über entgegen, indem er den Lenker in die gleiche Richtung ausschlägt, in die das Rad umkippen würde. Dadurch leitet er eine Kurve ein, und durch die Zentrifugalkraft wird das Fahrrad aufgerichtet. Dadurch kippt es meistens etwas in die andere Richtung über – der Fahrer pendelt also, wenn auch unmerklich

Bei langsamer Fahrt müssen diese Ausgleichsbewegungen aber viel stärker vorgenommen werden. Erst bei höheren Geschwindigkeiten – ab etwa 20 km/h – kommen ins Spiel. Die drehenden Reifen halten das Fahrrad stabil und aufrecht, weil die Natur das Gesetz der kennt.

Drehachsen können nur schwer verändert werden. Das Vorderrad stellt einen Kreisel dar, bei dem Drehimpuls-, Rotations – und Figurenachsen ident sind. Wird das Rad seitlich geneigt, so wirkt ein Drehmoment, welches senkrecht zum Drehimpuls steht. Neigen wir uns auf dem Rad nach rechts, so biegen wir deshalb auch nach rechts ab. Noch stärker kann man diesen Effekt beim Motorradfahren beobachten. Das Hinterrad unterstützt diese Wirkung des Vorderrades.

Jedes stehende Ding, auf dem Sie balancieren müssen, kann man als stehendes Fahrrad bezeichnen. Anders gesagt, auch jedes stehende Fahrrad kann man ausbalancieren.

Bei einem Hochrad ist der Schwerpunkt besonders hoch. Es sollte daher eher leicht zu fahren sein. Die Hauptaussage liegt hier im Wort fahren. Es ist einigermaßen schwierig, das Hochrad zum Fahren zu bringen, ohne dabei umzufallen.

Zeichnen Sie doch einmal aus dem Gedächtnis ein Fahrrad. Vermutlich werden Sie eines der ersten Fahrräder der Technologiegeschichte zeichnen, denn so einfach ein Fahrrad eigentlich ist, so wenig sind wir es gewohnt es zu zeichnen. Haben Sie etwa die Pedale vergessen? Wo werden die denn angemacht? Schluss mit Zweifel: ab hier und jetzt können Sie es besser. Beginnen Sie einfach mit zwei Dreiecken, der Rest kommt wie von selbst.”]

Ein Körper ist im statischen Gleichgewicht, wenn er nicht umfällt oder irgendwo hinunterrollt. Es gibt einerseits ein stabiles Gleichgewicht, das ohne viel Zutun für stabile Verhältnisse sorgt: ein Ball in einer Mulde etwa. Andererseits gibt es ein labiles Gleichgewicht, wenn sich der Ball auf einem Besenstil befindet, der ständig bewegt werden muss, damit der Ball nicht herunterfällt. So ist das auch beim Fahrrad.

Der Schwerpunkt eines Körpers ist der Mittelpunkt des Körpers, was seine Masse betrifft. Man kann viele mechanische Probleme lösen, indem man statt eines ausgedehnten Körpers einfach nur einen Punkt hernimmt (den Schwerpunkt), und sich dort seine gesamte Masse versammelt denkt.

Damit ein Köper in einem stabilen Gleichgewicht ist (damit er nicht umfällt), muss sich die Projektion seines Schwerpunktes auf den Boden innerhalb der Auflagefläche befinden.

Damit das Fahrrad nicht umfällt, muss sich sein Schwerpunkt über der sehr schmalen Auflagefläche befinden. Das Ausbalanzieren funktioniert auch bei einem stehend Fahrrad. Es ist aber einfacher, bei einem fahrenden Fahrrad den Vorderreifen immer wieder unter den Schwerpunkt hineinzulenken. Man fährt somit mit dem Vorderreifen Schlangenlinien unter dem Schwerpunkt herum.

Ja. Zusätzlich kommt ab etwa 20 km/h ein erleichternder Effekt ins Spiel: die Stabilität der Kreisbewegung. Alles was sich dreht, ist stabil – durch das Gesetz der Drehimpulserhaltung. Die Drehachse der drehenden Räder ist nur schwer zu verändern, wenn sie sich schnell drehen. Wie bei einem Kreisel, man kann ihn leicht auf einem Finger balancieren, wenn er sich nur dreht.

Der Mensch kann in Verbindung mit einem Fahrrad 25% seiner Muskelenergie in mechanische Energie umzuwandeln. Bei anderen körperlichen Aktivitäten ist der Wirkungsgrad normalerweise niedriger. Ein Fahrradfahrer, der 60 Minuten fahren muss, kann eine durchschnittliche Leistung von 200 W auf die Straße bringen, vergleichbar etwa zwei sehr hellen, heißen 100W-Glühbirnen.

90% der Antriebsenergie kommt tatsächlich am Boden an, 10% gehen üblicherweise in den Komponenten des Fahrrads (Pedale, Ketten, Schaltung, Speichen) verloren. Dieser hohe Wirkungsgrad ist durch die exzessive Verwendung von Kugellagern bei den Fahrradkomponenten bestimmt.

Nicht nur, dass Sie persönliche Leistungsschwankungen haben, ist die erlebte Reibung beim Fahrradfahren massiv von und abhängig. Doch Achtung: nicht gleichmässig. Bis etwa 14 km/h ist Masse und Reifen/Straßenzustand der Hauptgrund für Reibungsverluste, die Rollreibung nämlich, der Kontakt zwischen Reifen und Boden. Je schwerer Fahrer und Rad, desto mehr Rollreibung. Ab 17 km/h ist das aber ziemlich egal, denn jetzt übernimmt der stark geschwindigkeitsabhängige Luftwiderstand den Hauptanteil der Reibung. Und zwar quadratisch, erst wenig, aber je schneller, desto sehr viel mehr.

Dieser Luftwiderstand wird von der Querschnittfläche des Fahrers samt Fahrrad bestimmt, die der Luft entgegengehalten wird, und vom c-Wert, von der Form des Fahrers und Fahrrads, und von der Dichte der Luft. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit hat man tatsächlich das Gefühl: nichts geht mehr, man fährt wie gegen eine Wand.

Ohne Luftwiderstand erreichte 1995 der Holländer Fred Rompelberg mit einem Spezialrad im Windschatten eines Rennwagens 268,8 km/h. Mit Luftwiderstand hätte ein stark trainierter Versuchsfahrer nur etwa 70 km/h erreicht.

Schlichting H., Suhr W.: Moderne Zentauren. Physik des Fahrradfahrens. Physik in unserer Zeit 4/2007 (38), S. 184f. Wiley-VCH Weinheim.

Richtig Rad fahren

Hier erfährst du wie du dich für deine nächste Radreise am besten vorbereitest – mit Tipps zur richtigen Sitzhaltung und vielem mehr.

Radeln hält fit!

Dass das Radfahren eine gesunde und gelenkschonende Sportart ist, hat sich schon längst rumgesprochen: Rund 75 % der Deutschen nennen ein Fahrrad ihr Eigen; ein Drittel davon benutzt es sogar täglich. Das regelmäßige Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und hilft damit auch beim Abnehmen. Darüber hinaus werden beim Radfahren die Bein-, Po – und Bauchmuskulatur sowie die Lunge gestärkt. Das Körpergewicht wird dabei vom Fahrrad getragen, was zu Entlastung der Gelenke führt und das Radfahren zu einer der gelenkschonendsten Sportarten macht. Doch nicht nur der Körper profitiert vom Radfahren. Denn für viele ist die Ausdauersportart nicht nur die beste Art, sich körperlich zu betätigen, sondern gleichzeitig auch den Stress abzubauen.

Richtige Rahmengröße

Die passende Rahmengröße für ein Trekking – bzw. Tourenrad ermittelt man, indem man die Schritthöhe mit dem Faktor 0,66 multipliziert. Die unten genannten Angaben geben dir eine grobe Orientierung:

KörpergrößeRahmenhöhe in cm
155 – 165 cm 47 – 50 cm
165 – 170 cm 50 – 52 cm
170 – 175 cm 52 – 55 cm
175 – 180 cm 55 – 58 cm
180 – 185 cm 58 – 61 cm
185 – 190 cm 61 – 63 cm
190 – 195 cm 63 – 66 cm
195 – 200 cm 66 – Maßanfertigung

Richtige Sitzhaltung

Passe dein Rad der eigenen Körpergröße an. Bei einer längeren Radtour ist es wichtig, dass dein Fahrrad sorgfältig eingestellt ist, d. h., der Sattel sollte in der richtigen Höhe und der Lenker nicht zu weit vorne positioniert sein. Mit einem gut eingestellten Fahrrad fährt man bequemer und verringert die Gefahr unangenehmer Muskelschmerzen. Falls du bei der Einstellung deines Rads Probleme hast, frage am besten einen Fachmann.

Grundsätzlich gilt dabei: Die richtige Sitzhaltung erreicht man, indem man die passende Rahmengröße ermittelt, s. o.

Dennoch erreicht man mit jedem Radtyp eine andere Sitzposition: Aufrecht sitzt man auf einem Tourenrad und entlastet dadurch Handgelenke und Nacken. Auf längeren Strecken führt diese Sitzhaltung allerdings zur stärkeren Belastung der Wirbelsäule und zur Erhöhung des Luftwiderstandes. Somit bietet sich diese Sitzposition eher für kürzere Touren und für Radler, die Beschwerden an den o. g. Körperteilen haben. Eine gestreckte Sitzposition sorgt dagegen für eine verbesserte Kraftübertragung und Reduzierung des Luftwiderstandes. Wer also sportlicher unterwegs sein möchte und gleichzeitig keine Rückenbeschwerden hat, der wählt ein Fahrrad mit einer gestreckten Sitzhaltung.

Egal ob gestreckt oder aufrecht: Der Sattel soll immer waagerecht, der Rücken gerade, die Arme aus-, aber nicht durchgestreckt (zu große Belastung auf die Arme) sein. Die Sattelhöhe sowie der Abstand zwischen Sattel und Lenker sollen so eingestellt sein, dass die Sitzposition weder Knie – (Sattel zu tief eingestellt) noch Gesäßbeschwerden (Sattel zu hoch bzw. zu weit zum Lenker eingestellt) verursachen. Das bedeutet, dass das Lot von der Kniescheibe exakt durch die Pedalachse verlaufen muss. Wenn man dann noch in die Pedale nicht mit dem Fußballen tritt, sondern mit dem Vorderfuß, dann wird selbst der längste Tagesradausflug zu einer Genusstour.

Richtig schalten

Kettenschaltung: Die Kette wird beim Gangwechsel auf ein Zahnrad gehievt und benötigt deshalb einen leichten Druck. Das bedeutet, dass man beim Wechseln der Gänge weiterhin in die Pedale treten, jedoch die Tretkraft ein wenig reduzieren muss. Wird beim vollen Druck geschaltet, werden Kette und Zahnräder viel stärker beansprucht, was u. a. dazu führen kann, dass die beiden Teile sehr schnell verschließen werden. Vor einer Bergauffahrt sollte frühzeitig – noch vor der ersten Steigung – runtergeschaltet werden. Gleichzeitig soll man darauf achten, dass der Kettenwinkel zwischen den vorderen und hinteren Zahnkränzen nicht zu extrem ist (zu schräge Kettenposition). Folgende Schaltstellungen schonen die Kette und schützen sie vor dem Riss:

Vorne kleinster Zahnkranz > hinten Gänge 1 bis 3, max. 1 bis 4

Nabenschaltung: Der Gang wird in der Hinterradnabe gewechselt. Um den Schaltvorgang möglichst schonend durchzuführen, sollte man dazu mit dem Pedaltritt kurz aussetzen.

Richtig bremsen

Auf unseren Reisen stellen wir dir Leihräder zur Verfügung. Vor der Reise werden sie selbstverständlich noch gewartet und gecheckt, sodass du immer ein Fahrrad in technisch einwandfreiem Zustand erhältst. Dennoch solltest du es selbst kurz prüfen und vor allen Dingen den Bremsen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken: Welche Bremse ist fürs Vorder-, welche fürs Hinterrad? Wie schnell greifen sie, wo ist der Druckpunkt? Drückt man die Bremse bis zum Lenker durch, heißt es, dass die Bremse falsch eingestellt ist. Bei einer langsamen Testfahrt solltest du auf all die Besonderheiten achten und dich mit dem Bremsvorgang vertraut machen. Und wie bremst man dann, wenn gebremst werden muss? Es empfiehlt sich, gleichzeitig beide Bremsen zu betätigen. Mit etwas mehr Raderfahrung sollte die Bremskraft folgendermaßen verteilt werden: vorne ca. 2/3, hinten ca. 1/3 der gesamten Bremskraft. Nähert man sich einer vereisten bzw. sandigen Stelle, sollte man schon davor die Geschwindigkeit stark reduzieren, dann die Bremsen lösen und das Fahrrad durch den gefährlichen Wegabschnitt rollen lassen.

Eine Radtour richtig planen

Bei unseren geführten Touren sorgen unsere Rad-Reiseleiter für die richtige Tourenplanung. Hast du eine von unseren individuellen Radtouren gebucht, liegt die Tourenplanung in deiner Verantwortung. Es ist deshalb sinnvoll, schon am Vorabend die Route mit der Karte und Tourenbeschreibung durchzugehen. Gerade im Sommer bei höheren Temperaturen sollte man dabei achten, dass man am jeweiligen Tag früh startet. So legt man ca. 2/3 der Tagesstrecke noch vor dem Mittag zurück, um dann nach der Pause das letzte Drittel der Tagesetappe zu fahren.

Nachhaltig reisen mit dem Marktführer für Wanderreisen

„Sanfter“ Tourismus – unsere Vision seit über 50 Jahren. Bereits in den frühen 70er Jahren war es der Gründerfamilie wichtig, in kleinen Gruppen nachhaltig, behutsam und verantwortungsvoll zu reisen – so wie ihr es euch auch jetzt wünscht. Mit dem Ziel, Menschen und Kulturen zu achten. Konsequent für den Erhalt der Umwelt und der Natur einzutreten. Und den bereisten Ländern etwas zurückzugeben. Mehr zum Thema „Sanfter Tourismus“

Fahrverbot fürs Fahrrad: Ist das überhaupt zulässig?

Besteht für die Teilnahme am Straßenverkehr, sind Fahrrad, Motorrad und Auto tabu.

Fahren Radler betrunken, kann das auch Auswirkungen auf den Führerschein haben. Ab einem Wert von 1,6 Promille ist die möglich.

Fahrverbot für Radfahrer

Viele Fahrradfahrer wissen nicht, dass sie für einen neben einem Bußgeld auch kassieren. Ein Rotlichtverstoß kann beispielsweise einen Punkt, und je nach Schwere, eine Geldbuße Höhe bedeuten. Doch gibt es auch für das Fahrrad ein Fahrverbot?

Das klingt eigentlich, denn Fahrräder gehören zur Gruppe der fahrerlaubnisfreien Fahrzeuge. Eine wird folglich nicht benötigt – das dürfen eigentlich alle Personen fahren. Und dennoch: Es gibt das. Im nachfolgenden Beitrag klären wir, wann das Fahrverbot für Fahrräder vergeben wird und wie Sie die zum Führen des Bikes wiedererlangen können.

Trunkenheit kann zum Radfahrverbot führen

Das Fahrverbot für das Fahrrad ist. Nur in erhalten Radfahrer ein solches Verbot. Anders als beim Regelfahrverbot aus dem Bußgeldbescheid, muss das Fahrverbot für Fahrräder nämlich ein Richter anordnen.

Führerscheinentzug: Auf dem Fahrrad führt Alkohol ab 1,6 Promille zur Entziehung der Fahrerlaubnis.

Verliert beispielsweise ein Kraftfahrer seine, darf er auch weiterhin fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge wie, oder fahren. Das Verbot zur Teilnahme am Straßenverkehr bezieht sich daher in der Regel nur auf Kfz, für die ein notwendig ist.

Zum Fahrerlaubnisentzug kommt es meist wegen zu vielen Punkten oder wegen Alkohol am Steuer. Dann muss häufig eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolviert werden, bevor der Führerschein zurück erlangt werden kann. Manche Kraftfahrer sind aber uneinsichtig und fahren trotzdem unter bzw. weiter.

Wer mehrfach auffällt, weil er berauscht ein Kfz oder gefahren ist und somit eine für die Sicherheit im Straßenverkehr darstellte, kann ein Fahrverbot für das Fahrrad erhalten. Aber auch wer keinen Führerschein besessen hat, muss unter Umständen auf das Rad verzichten.

Trinken Personen und fahren mit dem Fahrrad, kann ein Fahrverbot die Folge sein. Erhält also die Behörde den Eindruck, dass sie nicht geeignet sind zum Führen von führerscheinlosen Fahrzeugen, weil die entsprechende Fahreignung fehlt, kann das Radfahren untersagt werden. Nur mit kann dann das Fahrverbot für das Fahrrad beendet werden.

Viele Radler fragen sich: Kann es denn überhaupt zum kommen, wenn Fahrrad gefahren und wird? Obwohl das Fahrrad fahrerlaubnisfrei ist, gibt es dennoch. So ist es tatsächlich ein Problem, wenn Sie volltrunken mit dem Fahrrad unterwegs sind. Immerhin erhöht sich mit jedem Tropfen die Wahrscheinlichkeit eines.

Droht Radfahrern daher der Führerscheinentzug, sollten sie nicht innerhalb einer Frist die MPU absolvieren. Gleiches gilt bei weniger Promille, wenn es zu oder einem Unfall gekommen ist. Wer noch hat, kommt um eine MPU nicht herum, sollte er eines Tages die Fahrerlaubnis erwerben wollen.

Fahrrad im Straßenverkehr

Durch die wird die Ausstattung eines Fahrrades vorgeschrieben. Sie können jedoch noch zusätzliche Vorkehrungsmaßnahmen treffen.

Bei einem Fahrradunfall können schwere Kopfverletzungen entstehen. Viele dieser Verletzungen können durch das Tragen eines Fahrradhelms vermieden werden. Daher sollte ein selbstverständlich sein – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

    Harte Außenschale aus reflektierendem Material Luftschlitze, die breit und durch Luftkanäle verbunden sind Gitter vor den Luftschlitzen zum Schutz vor Insekten Verschlussriemen, die fix mit dem Helm verbunden sowie einfach zu öffnen und zu schließen sind Helm muss der ÖNORM EN 1078 entsprechen und die CE – Kennzeichnung in der Helmschale tragen

Müssen einen tragen (Radhelmpflicht). Verantwortlich dafür, dass das Kind den Helm auch trägt, ist seine Aufsichtsperson. Das gilt auch für Kinder unter zwölf Jahren, die in einem Fahrradanhänger befördert oder auf einem Fahrrad mitgeführt werden.

Eine, vorzugsweise mit reflektierenden Streifen, ist vor allem bei schlechter Sicht und Dunkelheit wichtig.

Wichtige Verkehrsregeln

Für eine sichere Fahrt mit Ihrem Fahrrad gilt es wichtige Verkehrsregeln zu beachten.

    Beim Abbiegen immer ein Handzeichen geben. Beim Zufahren auf Kreuzungen das Tempo drosseln. Tempolimits einhalten und die Fahrgeschwindigkeit dem eigenen Können anpassen. Den Vorrang anderer beachten.

      Die Verkehrstafeln „Vorrang geben“ oder „Halt“ gelten auch für Radfahrerinnen/Radfahrer. Fußgängerinnen/Fußgänger haben auf dem Schutzweg („Zebrastreifen“) Vorrang. Schienenfahrzeuge und Einsatzfahrzeuge (z. B. Rettung) haben Vorrang.

    Tempolimits

      Ortsgebiet maximal 50 km/h Freilandstraßen maximal 100 km/h

    Wichtig ist die Sonderregelung für (= durch gleichmäßig unterbrochene Quermarkierungen gekennzeichneter, für die Überquerung der Fahrbahn durch Radfahrerinnen/Radfahrer bestimmter Fahrbahnteil), außer die Kreuzung wird durch eine Ampel oder durch die Exekutive geregelt:

    Achtung

    Wenn ein Verkehrsschild auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung hinweist, dann ist diese genauso von Radfahrerinnen/Radfahrern einzuhalten (z. B. Zone 30 im Ortsgebiet).

    Abstellen von Fahrrädern

    Auf einem Gehsteig sind Fahrräder platzsparend aufzustellen, sodass Fußgängerinnen/Fußgänger nicht behindert und Sachen nicht beschädigt werden.

    Im Haltestellenbereich öffentlicher Verkehrsmittel dürfen Fahrräder nicht abgestellt werden, außer wenn dort ein Fahrradabstellplatz vorhanden ist.

    In Fußgängerzonen, in denen das Radfahren nicht erlaubt ist, dürfen Fahrräder geschoben und auch außerhalb allfälliger erlaubter Einfahrtszeiten abgestellt werden.

    Benutzung von Verkehrsflächen und Fahrverbote

      Fahrbahn. Ist allerdings eine Radfahranlage vorhanden, muss diese benutzt werden.
      (Ausnahme:U. a. nicht benützungspflichtige Radwege bzw. nicht benützungspflichtige Geh – und Radwege) „Radwege“ sowie „Geh – und Radwege“ Radfahrstreifen (für den Radverkehr markierter Teil der Fahrbahn, muss vom ruhenden und fließenden Verkehr freigehalten werden) Mehrzweckstreifen (ein Radfahrstreifen, der unter besonderen Umständen auch von anderen Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmern befahren werden darf) Radfahrerüberfahrt (durch gleichmäßig unterbrochene Quermarkierungen gekennzeichneter, für die Überquerung der Fahrbahn durch Radfahrerinnen/Radfahrer bestimmter Fahrbahnteil) Wohnstraßen Fußgängerzonen in Schrittgeschwindigkeit und nur dann, wenn dies durch Beschilderung ausdrücklich erlaubt wird Fahrradstraßen Begegnungszonen
      Gehsteig (außer zum Queren z. B. im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz) Gehweg Schutzweg: Das Befahren von Schutzwegen mit Fahrrädern in Gehrichtung der Fußgängerinnen/Fußgänger ist verboten; ausgenommen ist das Befahren mit Fahrrädern in Fortführung eines Geh – und Radweges, wenn links und rechts des Schutzwegs Quermarkierungen jeweils versetzt zu den Längsstreifen der Schutzwegmarkierung angebracht sind. Auf dem für Fußgängerinnen/Fußgänger bestimmten Teil eines (getrennten) ‚Geh – und Radweges‘ Autobahn Autostraße Beschilderte Fahrverbote

    Das Schieben eines Fahrrades ist auf diesen Verkehrsflächen – ausgenommen Autobahn und Autostraße – erlaubt. Wer ein Fahrrad schiebt, gilt nicht als Radfahrerin/Radfahrer.

    Alkoholbestimmungen

    Strafsätze bei Übertretung

    Strafgrund Betrag in Euro
    Ab 0,8 Promille (0,4 mg /l Atemluft) 800 bis 3.700
    Ab 1,2 Promille (0,6 mg /l Atemluft) 1.200 bis 4.400
    Ab 1,6 Promille (0,8 mg /l Atemluft) 1.600 bis 5.900
    Verweigerung des Alkotests 1.600 bis 5.900

    Wer in einem durch Drogen beeinträchtigten Zustand Fahrrad fährt, muss mit einer Strafe zwischen 800 Euro und 3.700 Euro rechnen.

    Achtung

    Bedenken Sie, dass Rad fahren in alkoholisiertem Zustand ein Hinweis auf mangelnde Verkehrszuverlässigkeit sein kann. Stellt die Behörde mangelnde Verkehrszuverlässigkeit fest, kann Ihnen Ihr Kfz – Führerschein entzogen werden.

    Weitere Informationen zum Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrerinnen/Radfahrern und Rollerfahrerinnen/Rollerfahren finden sich ebenfalls auf oesterreich. gv. at.

    Rechtsgrundlagen

    Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

    Runde Sache? Warum kippt man beim Fahrradfahren nicht um?

    Ein Fahrrad hat nicht 4 Räder wie ein Auto, sondern nur 2 – und trotzdem fallen wir beim Fahren nicht um. Was dahinter steckt, zeigen wir dir im Clip. Weiter unten rollen Fun-Facts und die schnellste Radfahrerin der Welt auf dich zu.

    Warum man beim Fahrradfahren nicht umkippt

    Beim Fahrrad wirkt die nach unten und die (auch Fliehkraft genannt) zur Seite. Fahrradfahren ist daher nichts anderes als ein ständiger zwischen den beiden Kräften – inklusive und.

    Da die Zentrifugalkraft aber nur bei auftritt, fährt man man unterwegs ist. Im genügt eine minimale Kipp-Bewegung, um Fahrer oder Fahrerin zu lassen.

    Die der tun ihr übriges: Wenn sie einmal rollen, sie sich selbst bei kleinen Störungen wieder (gyroskopischer Effekt).

      25 Prozent der Deutschen sind im Corona-Jahr 2020 Häufiger aufs Fahrrad gestiegen als 2019 (Sinus-Studie). Der Bike-Bestand war mit rund 79 Millionen Stück so hoch wie nie zuvor. Mit Rasierten Beinen sind Radrennfahrer schneller: Bei einem simulierten Zeitfahren zeigte sich, dass der Kahlschlag untenrum auf 40 Kilometern einen Zeitgewinn von durchschnittlich 50 Sekunden bringt. Kontrollverlust und Unfallgefahr: In Deutschland droht ein Bußgeld von 5 Euro, wenn man Freihändig Fahrrad fährt. Radfahrer:innen verbrennen bei einem Tempo von 20 km/h etwa 600Kalorien pro Stunde, bei 30 km/h sind es rund 900 Kalorien. Regelmäßig radeln kann das Herzinfarkt-Risiko um Bis zu 50 Prozent senken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 5 mal wöchentlich 30 Minuten Bewegung.

    Die schnellste Radfahrerin der Welt

    So schnell wie eine Boeing 747 kurz vor dem Start: raste auf ihrem mit durch die Salzwüste von Utah. auf 2 Rädern!

    Damit die Amerikanerin nicht nur ihren von 2016. Sie auch den niederländischen Ex-Radrennprofi, der es hinter einem (Spezial-Fahrzeug) mit XL-Windhaube am Heck auf brachte.

    Auch Mueller-Korenek wurde zunächst von einem Rennwagen mit einem gezogen und auf gebracht. Als das Seil wurde, radelte sie über die Bonneville Flats dem neuen Weltrekord entgegen.

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    Fahrrad-Geschwindigkeit: Existieren Limits für Radfahrer?

    Gerade Rennfahrer oder Fahrradkuriere heizen bisweilen mit hohen Geschwindigkeiten durch die Stadt und legen dabei erhebliche Strecken zurück. Sie sind damit erheblich schneller als Fußgänger.

    Insbesondere beim Fahren von Eingangrädern oder sogenannten Fixies, sehen sie mitunter vom Bremsen ab, um keine wertvolle Zeit zu verlieren.

    Daher stellt sich die Frage: Können Fahrräder geblitzt werden? Und wenn ja, welche Sanktionen sieht der Fahrrad-Bußgeldkatalog für die Überschreitung des Tempos vor?

    FAQ: Geschwindigkeit auf dem Fahrrad

    Grundsätzlich müssen sich Radfahrer auch an die allgemeinen Vorgaben zur Geschwindigkeit halten. So dürfen sie in Fußgänger – oder Tempo-30-Zonen nicht zu schnell fahren. Konkrete Tempovorgaben schreibt die StVO explizit für Radfahrer nicht vor.

    Ja, fahren Radler mit nicht angepasster Geschwindigkeit, müssen sie mit Bußgeldern und Punkten rechnen. Wie hoch diese ausfallen, zeigt die Bußgeldtabelle hier.

    Ja, auch ein Radfahrer kann durch einen Blitzer erfasst werden. Allerdings ist die Identifizierung durch das Blitzer-Foto nicht möglich, da kein Kennzeichen vorhanden ist. Bei einer Polizeikontrolle kann das Bußgeld allerdings sofort verlangt werden.

    Fahrrad-Geschwindigkeit

    Ein Radfahrer fährt in der Regel mit einer. Nutzer von Pedelecs (Elektro-Fahrrädern) oder trainierte Fahrer können aber auch schon mal mit bis zu 40 km/h unterwegs sein und damit so schnell wie manch ein Auto.

    Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt deshalb auch für das Fahrrad Geschwindigkeitsbegrenzungen vor, um Gefährdungen von und Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Ein grundsätzlich vorgeschriebenes Maximal-Tempo für Radfahrer existiert hingegen nicht.

    Zwar verfügt ein Rad zumeist nicht über einen Tacho, der die Fahrradgeschwindigkeit anzeigt, doch haben sich Radfahrer.

    Fahrrad-Höchstgeschwindigkeit auf Geh – und Radwegen

    Auf Gehwegen dürfen Radfahrer maximal eine. Das Fahren in Schrittgeschwindigkeit verhindert, dass gegebenenfalls Fußgänger zu Schaden kommen.

    Wer sich dieser Vorgabe widersetzt, dem droht ein Bußgeldbescheid inklusive Punkte in Flensburg. Ein Fahrverbot steht hingegen nicht bevor.

    Auch Radwege dürfen Fahrradfahrer nur mit Vorsicht befahren. Sie haben ihre. Behindern beispielsweise Wurzeln das Weiterfahren, ist ein Ausweichen auf die Straße möglich, selbst wenn ein Verkehrsschild das Befahren des Fahrradwegs vorschreibt.

    Beim Fahren auf einem Radweg mit Zweirichtungsverkehr ist das Tempo so zu wählen, dass sowohl der reguläre Gegenverkehr als auch Geisterfahrer nicht gefährdet werden.

    Eine konkrete Vorgabe für die Fahrrad-Geschwindigkeit auf Radwegen gibt es nicht. Es gilt lediglich:

    Radfahrer müssen so fahren, dass sie ihr Vehikel zu jeder Zeit komplett kontrollieren und in Gefahrensituationen den Bremsvorgang rechtzeitig einleiten können.

    Konsequenzen der Geschwindigkeitsübertretung

    Radfahrer, die sich nicht an die Regeln des Verkehrsrechts halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen. Die aktuelle Bußgeldtabelle sieht bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem Fahrrad folgende Sanktionen vor:

    Wer einen Fußgänger aufgrund einer zu hohen Fahrrad-Geschwindigkeit gefährdet, dem drohen 30 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg.

    Radfahrer, die einen Fußgänger aufgrund einer zu hohen Fahrrad-Geschwindigkeit in einem Bereich gefährden, in dem der Fahrzeugverkehr untersagt war, den erwarten 35 Euro Bußgeld und ebenfalls 1 Punkt im Fahreignungsregister (FAER) der Flensburger Behörde, auch als Verkehrssünderkartei bekannt.

    Gibt es Blitzer für Fahrradfahrer?

    Bei der Geschwindigkeit mancher Radfahrer stellt sich die Frage: Können auch Fahrradfahrer geblitzt werden?

    Doch das geschossene, da einem Fahrrad, mit dem der Fahrer zu identifizieren wäre. Eine Verfolgung des Verkehrsverstoßes ist daher nahezu unmöglich und mit viel Aufwand verbunden.

    Anders verhält es sich bei Laser – und Radaranlagen. Diese können theoretisch auch Fahrräder registrieren. Verkehrssünder werden in der Regel unmittelbar nach der Messung von der Polizei aus dem Verkehr gezogen.

    Bringt E-Bike-Fahren was für die Gesundheit? Sportarzt hat klare Meinung

    E-Bike-Fahren ist prinzipiell gesund. Es ist gelenkschonend und gut für Herz und Kreislauf.

    Am Ende geht es immer darum, wen ich damit ansprechen möchte. Das E-Bike ist wunderbar geeignet, um Menschen, die sich nicht so gern bewegen, in Bewegung zu bringen. Also zum Beispiel Menschen mit Übergewicht. Die müssten sich beim Joggen oder beim normalen Fahrradfahren mehr anstrengen. sind die Menschen, die von E-Bikes massiv profitieren.

    Sie können die Intensität der Belastung über die Unterstützung des E-Bikes je nach Lust und Leistungsfähigkeit regeln und werden in Aktivität gebracht. Das ist primär schon mal gut. Jüngere Menschen, die den Weg zur Arbeit scheuen, weil er grenzwertig lang ist, werden unter Umständen durch E-Bikes dazu gebracht das Fahrrad zu benutzen. Dadurch können sie ihre tägliche körperliche Aktivität steigern.

    So ist das E-Bike ein gutes Tool, um die Leute, die nicht so bewegungs-affin sind oder Anstrengung eher ein wenig scheuen, in Aktivität zu bringen. Ich persönlich sehe von der sportlichen Seite her nur positive Aspekte.

    Beim normalen Fahrradfahren müssen Sie, wenn Sie im Verkehr unterwegs sind, sehr viel beschleunigen und bremsen. In diesen Beschleunigungsphasen haben Sie eine höhere Anstrengung, zum einen muskulär und auch der Puls geht hoch. Das kann dann in eine Intensität gehen, die für jemanden, der einen Herzinfarkt hatte oder nicht so trainiert ist, vielleicht gar nicht so sinnvoll ist. Da kann der E-Bike-Fahrer sich gerade in der Beschleunigung sehr viel abnehmen lassen. Das sieht man ja auch an Ampeln, da sind die immer gleich weg, die E-Bike-Fahrer.

    Auch bergauf kann man die Unterstützung entsprechend wählen und muss sich nicht so auslasten. Also hat das E-Bike im Prinzip den Vorteil, dass es eine gleichmäßigere moderate Belastung möglich macht. Beim normalen Fahrradfahren ist man je nach Wind, Steigung oder Verkehrssituation immer unterschiedlich, mal mehr, mal weniger belastet.

    E-Bikes sind zudem gelenkschonender. Menschen zum Beispiel, die eine Knieoperation hatten, können mit einem E-Bike die Intensität besser steuern. Das ist vergleichbar mit Joggen und Aqua-Joggen. Wenn man im Wasser joggt, kann man sich sein Körpergewicht ein abnehmen lassen. Genauso ist das E-Bike für jemandem der einen Knorpelschaden im Knie hat und der einen zu hohen Druck im Pedal gar nicht verträgt, ein Tool seine Rehabilitation zu steuern.

    Es gibt auf jeden Fall einen Trainingseffekt. Sie fahren generell schneller und Sie fahren weiter. Die E-Bikes sind ja bei 25 km/h abgeriegelt. Das heißt, wenn Sie schnell fahren, wird die Unterstützung gedrosselt. Dadurch können Sie auch eine wirkliche Anstrengung erreichen. Ein junger, sportlicher Mensch wird generell schneller fahren und sich so Herz-Kreislauf-mäßig deutlich belasten.

    Wenn Sie beispielsweise eine weite Strecke fahren wollen, sind Sie natürlich schneller mit dem E-Bike als ohne. Aber Sie haben über die Dauer der Belastung, je nachdem, mit welcher Unterstützung Sie unterwegs sind, trotzdem hohe Pulse und dadurch dann auch einen Trainingseffekt.

    Ich würde allen Menschen, die sich nicht so gern bewegen, das E-Bike ans Herz legen. Am Ende wissen wir, dass 30 Minuten moderate Bewegung am Tag erstrebenswert sind. Das E-Bike ist eine gute Option, um es sich da ein bisschen bequemer zu machen. Ich rate ein E-Bike allen Leuten, die das Gefühl haben, sie müssten sich mehr bewegen, sich aber nicht dazu aufraffen können.

    Auch für Mountainbiker, die nicht so gut trainiert sind, ist es eine gute Sache. Da fährt man ja durchaus mal eine Stunde lang bergauf mit hohem Puls und das ist auf Dauer dann auch nicht mehr gesund. Bevor man mit einem 180er Puls eine Stunde lang bergauf fährt, ist das E-Bike ein gutes Tool, um diesen Menschen das Mountainbiken zu ermöglichen und sie Bergwelten erleben zu lassen.

    Unfälle mit E-Bike: Setzen Sie auf Sicherheit

    Das Unfallrisiko ist beim E-Bike deutlich höher. Dazu gibt es viele Statistiken. Zum Beispiel im Jahr 2021 ist die Anzahl aller verkehrstoten E-Bike-Fahrer signifikant gestiegen, obwohl das Verkehrsaufkommen Corona-bedingt deutlich niedriger war.

    Man kann verfolgen, dass die Anzahl der verunfallten E-Bike-Fahrer, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, kontinuierlich steigt.

    Die Anzahl der Menschen älter als 75, die bei solchen Unfällen schwerer verletzt sind, beträgt fast 50 Prozent, obwohl diese Altersgruppe nicht 50 Prozent der E-Bike-Fahrer ausmacht. Daraus kann man schließen, dass vor allem ältere Menschen durch die deutlich erhöhte Geschwindigkeit überfordert sind. Die Kombination schlechtere körperliche Verfassung, langsamerer Reaktionszeit, weniger Gelenkigkeit, nachlassendes Seh – und Hörvermögen sorgt für eine deutlich höhere Unfallgefahr. Ein alter Mensch verletzt sich beim Sturz dann in der Regel schwerer als ein junger Mensch.

    Statistisch gesehen verletzen sich E-Bike-Fahrer schlimmer als Nicht-E-Bike-Fahrer. Das E-Bike als solches ist nicht unsicher, es steht und fällt mit dem Benutzer. Es ist überraschend, aber bei der Mehrzahl der Unfälle gibt es keinen Unfallgegner. Die Unfallursachen liegen häufig beim Radfahrer selbst.

    Fazit: Ja, aber nur mit Helm und Führerschein

    Ich sehe das E-Bike ein bisschen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite bringt das E-Bike mehr Menschen aufs Fahrrad und in Bewegung. Auf der anderen Seite scheint es, dass viele E-Bike-Fahrer mit der Geschwindigkeit und der Beschleunigung überfordert sind. Und das trifft eine Generation, die ohne Fahrradhelm aufgewachsen ist.

    Und das ist sehr tragisch, denn die Menschen, die bei solchen Unfällen versterben, sterben oft an Kopfverletzungen. Man sieht, je älter die Menschen sind, desto weniger ist ein Helm als Schutzkleidung akzeptiert. Mit einem oder sogar einem könnte man dem Ganzen vielleicht ein bisschen entgegentreten. Ich habe zwei Patienten, der eine mit Mitte 70, der andere mit Anfang 80. Beide waren topfit und aktiv und sind jetzt beide nach E-Bike-Unfällen zu Pflegefällen geworden. Das ist schon tragisch.

    Wenn Sie Ihr Leben lang selbstbestimmt waren und bis ins hohe Alter auch fit und aktiv sind, verlieren Sie das Alles durch einen Unfall, der hätte vermieden werden können. Mit einer Reglementierung wie eine Helmpflicht oder ein verpflichtendes Fahrradtraining oder vielleicht sogar einem Führerschein für alles, was motorunterstützt ist, könnte man dem vorbeugen.

    Dr. med. Manfred Achten ist Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie und Diplom-Sportlehrer. Er ist Mitgründer der Gemeinschaftspraxis „OrthoPlus München“ und kümmert sich dort um Patienten mit dem Ziel, ihre Behandlungszeit zu verkürzen und sie wieder in Aktivität zu bringen.

    Heftig: So teuer ist Fahrradfahren auf dem Gehweg und wann es erlaubt ist

    Nicht nur Autofahrer müssen sich im Straßenverkehr an Regeln halten. Auch Radfahrer dürfen bestimmte Dinge nicht tun. Über eine rote Ampel fahren etwa. Aber auch das Fahren auf dem Gehweg ist verboten. Wer es trotzdem macht, riskiert eine heftige Strafe.

    Heftig: So teuer ist Fahrradfahren auf dem Gehweg – und wann es erlaubt ist Bildquelle: Aymeric Lamblin / Unsplash

    Wer betrunken Fahrrad oder E-Bike fährt, der sollte wissen, dass er oder sie bei einer Kontrolle nicht ungeschoren davonkommt. So viel Promille darfst du jedoch haben. Heftige Strafen drohen auch, wenn man bekifft Fahrrad fährt. Selbst wer sein Fahrrad schiebt, nachdem er einen über den Durst getrunken hat, kann belangt werden. Es droht sogar eine Gefängnisstrafe! So drakonisch ist die Strafe fürs Fahren auf dem Bürgersteig zwar nicht. Das Bußgeld dürfte für den einen oder anderen aber trotzdem empfindlich sein.

    Mit dem Fahrrad oder E-Bike auf dem Bürgersteig fahren

    Der Straßenverkehrsordnung nach ist es in Deutschland verboten, mit dem Fahrrad oder E-Bike auf dem Gehweg zu fahren. Dort heißt es: „Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen.“ Auch das Fahrrad gilt als Fahrzeug und gehört somit auf die Straße. Von dieser Regelung darf man abweichen, wenn ein eigener Fahrradweg vorhanden ist, den die Radler und E-Biker anstelle der Straße benutzen können.

    Übrigens: Selbst wenn ein Radweg vorhanden ist, muss man als Fahrradfahrer diesen nicht nutzen und kann weiterhin auf der Straße fahren. Nur wenn der Radweg als benutzungspflichtig gekennzeichnet ist, ist man dazu verpflichtet, diesen zu benutzen und darf nicht auf der Fahrbahn fahren. Einen benutzungspflichtigen Radweg erkennst du an einem blauen Schild mit weißem Fahrradsymbol. Manchmal ist das Fahrrad – mit einem Fußgängersymbol kombiniert. Fehlt das Schild, darfst du auf der Straße fahren.

    So teuer wird es

    Erlaubt ist Fahrradfahren auf dem Gehweg nur, wenn eine entsprechende Beschilderung vorhanden ist. Gibt es keine, muss man mit einem Bußgeld rechnen. Und das kann empfindlich hoch ausfallen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 55 Euro rechnen. Kommt es zu einer Behinderung, werden 70 Euro fällig. Bei einem Unfall muss der E-Bike – und Fahrradfahrer mit einer Strafe von 100 Euro rechnen.

    Diese Ausnahmen gibt es

    Kinder dürfen mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, wenn sie das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ist das Kind jünger als 8 Jahre, muss es sogar auf dem Bürgersteig fahren. Es sei denn, es ist ein Radweg vorhanden, der baulich von der Fahrbahn getrennt ist. Überdies dürfen Eltern oder andere begleitende Aufsichtspersonen mit ihrem Fahrrad oder E-Bike ebenfalls den Gehweg nutzen, wenn das Kind nicht älter als 8 Jahre ist.

      Fahrradfahrer schockiert: So teuer soll E-Bike – und Radfahren werden: Thomas Jarrand / Unsplash Heftig: So teuer ist Fahrradfahren auf dem Gehweg – und wann es erlaubt ist: Aymeric Lamblin / Unsplash

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    2 KOMMENTARE

    Die Aussage über die Wahl der Benutzung der Radwege ist irreführend. Vorsicht, bevor man fälschlicherweise Weise auf der Straße fährt, fast immer gefährdet man dadurch vor allem sich und auch andere Verkehrsteilnehmer.

    In der Straßenverkehrsordnung heißt es in § 2 Absatz 4: „Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Radfahrer müssen den Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht) und dürfen nicht auf der Straße fahren.“

    Diese Benutzungspflicht gilt immer, übrigens auch für(Renn)Radfahrer und für Radwege auf der linken Straßenseite, wenn dort das Zusatzschild ‚? (Fahrräder) frei‘ angebracht ist. Einfach mal in der StVO stöbern ?

    Allerdings müssen auch als benutzungspflichtig ausgeschilderte Radwege unter bestimmten Umständen nicht befahren werden. Die Ausnahmen richten sich aber nicht danach, ob der Radweg die Mindestvoraussetzungen erfüllt, die seit 1997 in den Verwaltungsvorschriften zur StVO an ihn gestellt werden. Denn diese Vorschriften wenden sich nur an die Behörden und geben diesen vor, wann sie einen Radweg beschildern und damit benutzungspflichtig machen dürfen. Sie haben keine Wirkung für den einzelnen Radfahrer. Dieser hat sich zunächst nur danach zu richten, ob hier ein „Radweg“-Schild steht oder nicht.

    Ausnahmen von der Benutzungspflicht sind in der Rechtsprechung schon seit Jahren bekannt. Es gibt drei Grundsätze, die bei Benutzungspflicht gegeben sein müssen:

    Straßenbegleitend, benutzbar und zumutbar. Erfüllt ein Radweg auch nur eines dieser Kriterien nicht, muss er nicht benutzt werden. Man darf dann mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn mitfahren, selbst wenn der Radweg beschildert ist.

    Straßenbegleitend: Radwege sind u. a. nicht straßenbegleitend, wenn sie zu weit, von der Fahrbahn entfernt geführt werden. Ein deutliches Indiz dafür, dass der Radweg nicht die Straße begleitet, ist dass er an Kreuzungen nicht dieselben Vorfahrtsrechte bekommt. Radwege, die weitab von der Fahrbahn oder gar völlig unabhängig von Straßen verlaufen sind nicht straßenbegleitend, sondern selbständig geführte Wege. Das Zeichen~237, 240 oder 241 ist dann ein Hinweis, dass hier (nur) mit einem Fahrrad gefahren werden darf.

    Wenn sie nicht in die Richtung führen, in die man fahren will (u. a. auch, wenn man links abbiegen möchte, darf der Radweg rechtzeitig vor der Kreuzung verlassen werden, um sich auf der Fahrbahn einzuordnen), wenn sie zugeparkt oder zugestellt (z. B. Mülltonnen) oder Fußgänger auf ihnen laufen, so dass man dort nicht fahren kann, anderweitig (z. B. durch Schneemassen) blockiert sind, aber auch von Schnee bedeckt ist, während die Fahrbahn geräumt ist. Jeweils der unbenutzbare Abschnitt ist nicht benutzungspflichtig; jedoch muss man nicht ständig zwischen Radweg und Fahrbahn wechseln, sondern fährt frühzeitig an einer möglichst sicheren Stelle vor dem Hindernis auf die Fahrbahn und an einer sicheren Auffahrt danach, wieder auf den Radweg zurück. Ist der Radweg alle paar hundert Meter unbenutzbar, muss er auf der ganzen Strecke nicht befahren werden, weil ein ständiger und nicht gerade ungefährlicher Wechsel zwischen Radweg und Fahrbahn nicht zugemutet werden kann.

    Dabei ist unerheblich, ob der Gehweg frei ist, denn Radfahrer dürfen nicht auf Gehwegen fahren, auch nicht über sie ausweichen! Die einzig legalen Varianten sind Fahren auf der Fahrbahn oder Schieben über den Gehweg, letzteres aber auch nur, wenn dadurch Fußgänger nicht behindert werden. Sonst wäre auf der Fahrbahn zu schieben, wo man dann aber auch gleich fahren kann.

    Zumutbar: Zumutbarkeit ist ein unscharfer Begriff. Zunächst einmal ist ein Radfahrer nach § 3 StVO gehalten, seine Geschwindigkeit den Umständen anzupassen. Eine schlechte Oberflächenbeschaffenheit (z. B. schlechter Belag, rutschige Blätter, Streugut) des Radwegs bringt alleine keine Unzumutbarkeit. Kann sie jedoch auch durch angepasste Fahrweise nicht ausgeglichen werden, muss der dann unzumutbare Radweg nicht benutzt werden.

    „Unzumutbar“ kann man vielleicht am besten daran festmachen, ob der Zustand durch angepasstes Fahren nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Dieses Kriterium schließt damit auch die Benutzungspflicht kurzer Stecken linksseitigen Radwegs aus, weil die dazu notwendige Querung der Fahrbahn eine erhebliche Gefahrenquelle darstellt. Auch der ständigen Wechsel zwischen Abschnitten benutzungspflichtigen Radwegs und der Fahrbahn oder zwischen rechts – und linksseitigen Radwegstücken ist unzumutbar. Nicht hinnehmen muss man beispielsweise auch, dass auf dem Radweg verbliebenes Streugut, Glasscherben oder ähnliches ständig zu Reifenpannen führen.

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