MVV-Fahrradtageskarte

Wir bringen Sie überall hin – und Ihr Radl auch. So kommen Sie ins idyllische grüne Paradies der Isar-Auen – oder schnell durch die Innenstadt.

    Einen Tag lang im MVV-Gesamtnetz (M-6) gültig Nur 3,30 Euro pro Rad und Tag Gültig in in S-Bahnen, U-Bahnen und freigegebenen Regionalbahnen Fahrräder Bis zu 20 Zoll Reifengröße Und zusammengeklappte Räder werden Kostenfrei mitgenommen.

Was brauche ich, um mein Fahrrad mit in die S-Bahn zu nehmen?

Mit einer können Sie Ihr Fahrrad in der S-Bahn, U-Bahn oder in freigegebenen Regionazügen innerhalb des MVV-Gesamtnetzes mitnehmen. Lösen und entwerten Sie bei Fahrtbeginn für jedes Fahrrad eine MVV-Fahrradtageskarte (manche Karten sind schon nach dem Kauf entwertet). Jeder Fahrgast darf in der S-Bahn mitnehmen.

Dürfen Kinder ihr Fahrrad mitnehmen?

Ja. Kinder unter 12 Jahren dürfen ihr Fahrrad einer Person mitnehmen, die ist. Für jedes Kind unter 12 Jahren mit Fahrrad muss eine Begleitperson mitfahren.

Wie man mit dem Fahrrad in den Zug kommt

ICE 4: Zwischen Hamburg und München ist seit Oktober der Radtransport möglich

Seit Jahren hadern Tourenfahrer mit den beschränkten Möglichkeiten, ihr Rad per Bahn zu transportieren. Mal nehmen die Züge überhaupt keine Fahrräder mit, mal sind die entsprechenden Abteile überfüllt. So mancher sinniert schon über die Anschaffung eines modernen Klapprades nach, das ohne Probleme – ohne zusätzlichen Fahrschein oder Reservierung – an Bord gehievt werden kann.

    Die Bahn hat ihre Kapazitäten ausgebaut. Täglich könne die Bahn in ihren Regionalzügen derzeit gut 220.000 Fahrräder befördern, sagte eine Unternehmenssprecherin in Berlin. Im Fernverkehr kommen rund 4000 Stellplätze pro Tag hinzu. Bislang war die Radbeförderung im Fernverkehr den Intercitys (IC) vorbehalten. Ab Herbst wird es nach Auskunft der Bahn auch möglich sein, Fahrräder in der jüngsten Generation des Intercity Express (ICE) mitzunehmen. Die ersten beiden Züge von Typ ICE 4 fahren seit Oktober auf der Strecke zwischen Hamburg und München. Von Dezember an werden sieben ICE 4 im Regelbetrieb unterwegs sein, mit jeweils Platz für acht Fahrräder. Die Bahn will ihr Angebot im Fernverkehr bis zum Jahr 2030 um ein Viertel ausbauen. Dabei sollen 25 Orte ins Intercity-Netz aufgenommen werden. Somit würden auch Mehr Bahnhöfe für den Ferntransport von Fahrrädern erreichbar sein, sagte die Bahnsprecherin. Pro Zug gebe es 7 bis 16 Stellplätze.

Das Geschäft mit den Fahrradfahrern ist für die Bahn allerdings schwierig. Wie viele Menschen ihr Rad mitnehmen, hängt stark vom Wetter und der Jahreszeit ab, wie Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn erklärt. Am ersten Ferientag im Sommer zum Beispiel seien die Züge oft voll, im November oder Dezember sehe man kein einziges Rad.

Es gebe „enorme saisonale Schwankungen“, sagt auch die Bahnsprecherin. Im Jahresdurchschnitt seien die Fahrradabteile nur schlecht gebucht, die Auslastung liege nur bei gut einem Fünftel. „2016 standen 139 Millionen Reisenden im Fernverkehr rund 328.000 verkaufte Fahrradtickets gegenüber“, sagt sie. Im vergangenen November etwa seien im Fernverkehr insgesamt weniger als 5700 Fahrradkarten verkauft worden.

Naumann von Pro Bahn würde sich daher wünschen, dass man Abteile leichter umbauen kann – Sitz weg, Platz fürs Rad. Bislang sei ihm aber noch keine gute Lösung untergekommen. Auch der Fahrradclub ADFC fordert, dass die Transportkapazitäten den saisonalen Schwankungen angepasst würden.

Fahrradmitnahme: mit dem Rad in Bus und Bahn

Geplant ist eine Radtour durch das südliche Schweden. Von Trelleborg soll es entlang der Westküste bis nach Göteborg gehen. Von dort aus führt mich mein Weg nach Osten bis an den Vättern. Anschließend wollte ich mit Zug oder Bus wieder zurück nach Göteborg, von wo aus mich die Fähre zurück nach Kiel bringen sollte.

So weit der Plan. In Schweden solltest du jedoch besser eine Rundreise machen, wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist, beziehungsweise dir die möglichen Zugverbindungen ganz genau im Vorfeld anschauen. Denn: In den Zügen der schwedischen Bahn SJ werden keine Fahrräder mitgenommen.

Die Begründung von SJ? Man habe keine Fahrradstellplätze, weil man die Züge möglichst gut mit Sitzplätzen auslasten wolle – im Sinne der Ökologie. Nun ja, ökologisch wäre es meiner Meinung nach, wenn die Bahn das Radfahren unterstützen und die Mitnahme möglich machen würde.

Besser funktioniert es in regionalen Verkehrsverbünden oder auf bestimmten Strecken. So können beispielsweise bei Västtrafik (Großraum Göteborg) oder im Skånetrafiken die Fahrräder ebenso mitgenommen werden wie im Öresundzug („Öresundtåget“) – solange zumindest Platz ist.

In den schwedischen Fernbussen sieht es ähnlich wie bei SJ nicht sonderlich gut aus. Manche nehmen grundsätzlich keine Räder mit (wie Nettbuss), andere wie das mittlerweile von Flixbus übernommene Unternehmen Swebus zwar prinzipiell schon. Bei der Suche einer Fahrt von Jönköping nach Göteborg gab es allerdings trotzdem keine einzige Verbindung, bei der ich das Rad hätte mitnehmen können.

Dass es in Schweden mit der Fahrradmitnahme nicht ganz einfach werden würde, wusste ich also. In Deutschland dachte ich jedoch, dass es viele Möglichkeiten gebe!

Es hätte so bequem und einfach sein können. Auf der Suche nach geeigneten Zügen (Häkchen beim Feld „Fahrradmitnahme“ ist gesetzt) zeigt mir dir Bahn-Seite mehrere Verbindungen an: schnell und gar nicht mal so teuer. Ich klicke mich durch den Bestellvorgang, erst auf der letzten Seite, bevor ich also auf „Zahlen“ drücke, halte ich inne, da ich zuerst die Fähre buchen möchte. Nicht, dass da schon alles ausgebucht ist. Fünf Minuten später ist die Fähre geklärt, ich will das Ticket bei der Bahn buchen und … „Die Fahrradmitnahme bei dieser Verbindung ist soeben nicht mehr möglich.“ Aha? Okay …

Noch bin ich beruhigt, denn es wurden ja noch ein paar andere Verbindungen mit Fahrradmitnahme angezeigt. Ich wähle die erste aus, alles gut, erst ganz zum Schluss, beim allerletzten Klick, wieder die gleiche Meldung. Bei allen anderen möglichen Verbindungen das gleiche Spiel … Nirgends kann ich das Rad mitnehmen, obwohl es zunächst so angezeigt wird, als sei es möglich.

Die Fähre ist gebucht. Irgendwie muss ich nach Rostock. Allmählich werde ich nervös.

Nun gut, wenn der Fernzug nicht klappt, muss es eben mit dem Bus gehen. Von Nürnberg gibt es eine sehr gute Verbindung mit Zwischenstopp in Berlin. Dauert zwar etwas länger, ist dafür aber auch deutlich günstiger. Ich buche das Ticket. Alles ist gut.

Bis ich eineinhalb Wochen vor der Abfahrt eine Mail von Flixbus erhalte: „Aus betriebsbedingten Gründen kann die Fahrt nicht mehr angeboten werden.“ Man hat mich auf eine andere Verbindung umgebucht. Das Problem: Mit dieser anderen Verbindung komme ich nicht mehr rechtzeitig zur Fähre.

Ab jetzt öffnet sich das Kapitel „Kundenservice bei Flixbus“ – ein Kapitel voller Anrufe, Warteschlangen, inkompetenter Mitarbeiter, Vertröstungen, Ahnungslosigkeit, Hinhaltungen, Wutausbrüchen. Ich könnte viele Zeilen darüber schreiben, aber ich will’s kurz machen: Bei Flixbus muss man sich offensichtlich um alles selbst kümmern, auch wenn der Fehler eindeutig bei Flixbus liegt. Bis heute habe ich das Geld, das ich bezahlt habe, noch nicht zurückerhalten. Neben dem Geld hat mich diese Buchung viel Nerven und noch mehr Zeit gekostet, um am Schluss keinen Zentimeter weitergekommen zu sein.

Am Schluss bleibt nur noch eines: der Nahverkehr. Die Verbindung von Nürnberg nach Rostock dauert zwar über 12 Stunden und ich muss viermal umsteigen. Aber – und das ist mittlerweile das Allerwichtigste für mich: Die Fahrradmitnahme funktioniert im Nahverkehr ziemlich problemlos. Einfach eine Fahrradkarte für 5,50 Euro zusätzlich zum normalen Ticket kaufen und los geht’s.

Die Radtour durch Schweden soll ja eine entschleunigte Reise werden. Ich fange also am besten bei der Anfahrt an und tingle nun in Seelenruhe durch Ortschaften wie Unterloquitz, Pressig-Rothenkirchen, Niedergörsdorf und Kratzeburg. Und die 60 Minuten Verspätung, die gleich der erste Zug in Nürnberg hatte, können mich auch nicht mehr stressen.

Mit dem fahrrad im zug reisen

Sie können mit Ihrem Fahrrad in der Gesamtheit der Züge TGV INOUI, in den internationalen Zügen, im TER Regionalzug Frankreich, in INTERCITÉS und OUIGO reisen.

    Sie reisen mit Ihrem nicht auseinandergebauten Fahrrad und verstauen es in dem entsprechenden Bereich an Bord unserer Züge, Sie reisen mit Ihrem Klapprad, wenn es zusammengeklappt und in diesem Zustand nicht größer als 130 x 90 cm ist, Sie reisen mit einem auseinandergebauten Fahrrad unter der Bedingung, dass es in der dafür vorgesehenen Hülle verstaut ist, die maximal eine Größe von 130 x 90 cm haben darf.

Nicht alle Fahrräder sind an Bord der SNCF-Züge zugelassen. Liegeräder, Dreiräder, Tandems und alle Arten von Anhängern sind nicht erlaubt.

Wenn Sie ein Ticket mit einem Fahrradplatz kaufen, bekommen Sie einen Platz an der Seite Ihres Fahrradplatzes.

Die Reservierung für Ihr Fahrrad muss gleichzeitig mit dem Kauf Ihres Bahntickets durchgeführt werden.

Wenn Ihre Suche kein Resultat bringt, verfügt der TGV INOUI nicht über entsprechende Stellplätze oder es sind keine mehr verfügbar.

Die Lösung, ein auseinandergebautes und in einer Hülle verstautes Fahrrad mitzunehmen, ist immer möglich, und zwar kostenlos, ohne dass Sie eine Reservierung vornehmen müssen.

Ihr Klapprad darf zusammengeklappt mit Ihnen als Handgepäck reisen, wenn es zusammengeklappt nicht größer als 130 x 90 cm ist.

Ihr Roller, elektrisch oder nicht, darf zusammengeklappt mit Ihnen als Handgepäck reisen, wenn er zusammengeklappt nicht größer als 130 x 90 cm ist.

Ihre Fahrräder können in einem OUIGO transportiert werden: Schließen Sie beim Kauf Ihres Tickets die Option „Zusätzliches Gepäck“ ab (erforderlich).

Ihr Fahrrad muss auseinandergebaut und in einer dafür vorgesehenen Hülle verstaut sein (maximal 130 x 90 cm).

Die TER Regionalzug Frankreich in den Regionen verfügen über einen Fahrradbereich, der ohne Buchung und Mehrkosten zugänglich ist, aber nur eine begrenzte Platzzahl hat.

Der Zugang zum Zug mit Ihrem Fahrrad hängt von der Verfügbarkeit von Plätzen beim Einsteigen ab und der Kauf einer TER-Zugfahrkarte über SNCF Connect mit einem nicht auseinandergebauten Fahrrad garantiert nicht, dass Sie einen Platz erhalten.

Ab dem 01.07.2022 ist es empfohlen mit Ihrem Bahnticket einen Platz für Ihr Fahrrad* zu buchen, um mit dem Zug auf der Achse Paris Argentan Granville/Pontorson Mont-Saint-Michel zu reisen.

Diese Buchung ist kostenlos. Die Platzzahl ist in jedem Zug beschränkt: Buchen Sie Ihren Fahrradplatz beim Kauf Ihres Bahntickets.

Auf den Linien Paris – Dijon – Mâcon (Lyon) und Paris – Morvan ist es für einige TER Regionalzug Frankreich mit starker Auslastung notwendig, zusätzlich zu Ihrem Bahnticket einen Fahrradcoupon zu erwerben, der kostenlos auf der Webseite der Region erhältlich ist.

Diese Buchung ist obligatorisch, kostenlos und mengenmäßig begrenzt für alle Personen, die nicht Inhaber eines TER BFC-Abonnements sind.

Um Ihren „Garantierter Fahrradzugang“ zu buchen, gehen Sie auf die entsprechende Seite.

Der Zug LOIRE À VÉLO erleichtert Ihnen das Reisen auf dem Loire-Radweg, indem er bis zu 83 Plätze pro Zug anbietet, davon 17 in einem speziellen Bereich mit Hilfe beim Einsteigen Ihres Fahrrads (und bis zu 66 in „Selbstbedienung“).

Eine Reservierung (kostenlos) wird dringend empfohlen, um Zugang zu dem speziellen Bereich mit Einstiegshilfe (17 Plätze) zu erhalten.

Für den „Selbstbedienungsbereich“ ist keine Reservierung notwendig, Zugang ist nur mit klassischen Fahrrädern oder mit elektrischer Unterstützung möglich. Tandems und nicht gefaltete Anhänger sind nur in der entsprechenden Einstiegszone erlaubt.

Ihr Fahrrad muss zusammengeklappt/auseinandergebaut und in einer besonderen Hülle verstaut sein, die nicht größer als 130 cm x 90 cm ist. Es gehört zwingend in den Gepäckbereich des Zugs. Im TGV International ist der Transport eines nicht auseinandergebauten Fahrrades nicht erlaubt.

In den Bahnhöfen London, Paris, Lille Europe und Brüssel müssen Fahrräder beim Gepäckservice eingecheckt werden. Es ist jedoch möglich, mit einem auseinandergebauten/zusammengeklappten und in einer Hülle (max. 130 cm x 90 cm) verstauten Fahrrad zu reisen.

Fahrräder in einer Hülle von 130 x 90 cm (Vorderrad ist demontiert) sowie Klappräder werden kostenlos transportiert. Nicht auseinandergebaute Fahrräder werden nicht akzeptiert.

Sie können Ihr auseinandergebautes, in einer Hülle von 130 x 90 cm maximaler Größe verstautes Fahrrad kostenlos als Handgepäck transportieren Nicht auseinandergebaute Fahrräder werden nicht akzeptiert.

Die Buchung eines Fahrradplatzes ist auf der SNCF Connect-Seite und in der App, unter 3635 oder am Bahnhof und im Shop möglich.

Die Anzahl der Fahrräder passt sich automatisch an die Anzahl der Reisenden an (2 Reisende = 2 Fahrräder).

Wählen Sie Ihre Verbindung im TGV INOUI mit einem nicht zusammengeklappten oder nicht auseinandergebauten Fahrrad

Für kostenpflichtige Fahrradstellplätze gelten die gleichen Konditionen für Umtausch und Rückerstattung wie für Ihr Ticket. Wenn Sie nur Ihren Fahrradplatz ändern möchten, müssen Sie Ihre gesamte Buchung Bahnticket + Fahrradticket ändern.

Fahrradmitnahme im Zug/Bus in Italien

Du möchtest Dein Fahrrad in Italien mit dem Zug transportieren oder von einer Radtour wieder mit dem Zug aus Italien nach Deutschland zurück fahren? Im Folgenden schildere ich Dir aus eigener Erfahrung kurz, worauf Du bei der Fahrradmitnahme achten solltest. Soviel vorab, mit ein paar Tipps ist die Mitnahme des Fahrrads in Italien problemlos möglich!

Bis Ende 2020 war die Mitnahme von Fahrrädern in Italien quasi nur im Nahverkehr möglich. Inzwischen gibt es jedoch viele InterCity-Züge in Italien in denen die Fahrradmitnahme offiziell erlaubt ist. Allerdings ist das Platzangebot beschränkt. Mehr dazu im Folgenden.

Mitnahme im Regionalverkehr

Die Mitnahme des Fahrrads im Regionalverkehr ist in Italien schon lange möglich. Beachten solltest du nur ob die Mitnahme in dem jeweiligen Zug grundsätzlich möglich ist. Dies ist jedoch bei fast allen Zügen möglich. Du erkennst dies entweder in den Aushangfahrplänen an den Bahnhöfen, wo ein kleines Fahrradsymbol neben dem jeweiligem Zug abgebildet ist. Alternativ kannst Du die Verbindung online überprüfen. Die Trenitalia-Webseite hat zu jedem Zug eine kleinen Info-Button neben dem Zugnamen. Hier wird angezeigt ob die Fahrradmitnahme erlaubt ist. Sollten die Züge nicht freigegeben sein, können Fahrräder als Gepäckstücke (also demontiert) transportiert werden.

Sollte die Fahrradmitnahme möglich sein, ist in den meisten Regionen in Italien ein Ticket zu erwerben. Dieses kostet üblicherweise 3,50€ und ist bis zum Ende des jeweiligen Tages gültig. In einigen Regionen gelten abweichende Regelungen oder die Tickets sind teurer. Eine Übersicht dazu findest Du bei Trenitlaia [externer link, englisch]. In Südtirol kosten die Tickets z. B. 7€.

Du kannst das Ticket für das Fahrrad online kaufen [externer Link]. Zusätzlich kannst Du die Tickets in Italien an jedem Fahrkartenautomaten kaufen. Ähnlich wie in Deutschland können Fahrradplätze im Nahverkehr Daher können in den Zügen nur soviel Räder transportiert werden wie Platz ist. Das Personal kann die Mitnahme ggf. verweigern, was mit jedoch noch nie passiert ist. Gerade auf der beliebten Strecke Verona – Brenner sind Züge aber teilweise sehr voll.

: Üblicherweise müssen die Tickets die am Automaten/vor Ort erworben werden in Italien noch entwertet werden.

Ein Fahrradticket in Italien – gekauft an einem Trenitalia Automaten. Buchung des Fahrradtickets online bei Trenitalia

Wo wird das Fahrrad im Nahverkehr untergebracht?

Immer häufiger werden im Nahverkehr inzwischen Niederflurzüge mit großen Multifunktionsräume angeboten. Hier kannst Du das Fahrrad problemlos in den Zug hineinschieben und verstauen. In den alten, „klassischen“ Zügen sind die Stellplätze für die Räder üblicherweise im Steuerwagen (also der erste Wagen auf der der Lokomotive abgewendeten Seite). Entlang der Brennerstrecke werden nun auch teilweise extra Waggons mit bis zu 70 Fahrradstellplätzen eingesetzt.

Leider gibt an den Bahnsteigen meistens keine Information darüber, wo das Fahrradabteil beim Zug ist. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mich mittig am Bahnsteig zu positionieren. Falls es sich nicht um einen Niederflurzug handelt und die Lok als erstes einfährt, ist das Fahrradabteil am anderen Ende des Zugs. Fährt zuerst das „Ende“ des Zugs ein, befindet sich hier das Fahrradabteil. Ggf. kann auch das Personal vor Ort gefragt werden wo das Fahrradabteil ist. : Auf keinen Fall solltet Ihr am Bahnsteig auf dem Rad fahren. Ich empfehle das Gepäck erst am Fahrrad zu lassen (ggf. schon vorgelöst) uns es dann vor dem Einstieg vom Rad zu entfernen und zunächst das Rad und später das Gepäck in den Zug zu bringen.

Mitnahme im Fernverkehr

Bis Ende 2020 war die Mitnahme in italienischen Fernverkehr nur verpackt möglich. Inzwischen gibt es eine steigende Anzahl an Verbindungen welche eine eingeschränkte Mitnahme ermöglich. Das Streckennetz sowie die Möglichkeiten die Tickets zu kaufen erkläre ich hier und hier. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Stellplätze pro Zug auf sechs Plätze limitiert sind und eine frühzeitige Reservierung daher zu empfehlen ist.

Sollte auf der gewünschten Strecke keine Mitnahme möglich sein, gibt es die Möglichkeit das Fahrrad in Fahrradtaschen (oder irgendwie anders verpackt) als Gepäckstück transportieren. Dabei gelten maximale Abmessungen von 110x80x40 cm. So habe ich mein Fahrrad bspw. im Nachtzug auch schon bis nach Sizilien transportiert.

Neben den Zügen von Trenitalia gibt es zudem noch internationale Züge welche grenzüberschreitend die Fahrradmitnahme ermöglichen. Dies sind einerseits die EuroCity-Züge der DB/ÖBB die auf der Relation München/Venedig/Bologna(/Rimini sowie einige Züge zwischen Italien und der Schweiz. Auch bei diesen internationalen Zügen sind die Stellplätze limitiert und reservierungspflichtig.

Im besten Fall kauft man die Tickets und die Reservierungen für die Eurocity-Züge bereits in Deutschland/Österreich. Sowohl die Reservierung als auch das Ticket für die DB/ÖBB ECs (München – Italien) bekommt man in Italien nur an einigen wenigen DB/ÖBB Verkaufspunkten. Trenitalia selbst verkauft diese Tickets nicht. Als Tipp bietet sich hier die ÖBB App für das Handy an. Diese ermöglicht eine Buchung der Tickets und der Reservierungen am Handy. Wer kein Ticket/Reservierung hat, sollte einfach direkt beim Zugpersonal nachfragen. Sollte der Zug nicht ausgebucht sein, kann ein Ticket ausgestellt werden. Weitere Informationen zur Mitnahme des Rads im EC8X habe ich hier zusammengefasst.

Als Alternative bietet sich auch in Italien die Mitnahme im Flixbus an. Allerdings sind sowohl die Anzahl an Linien welche eine Mitnahme ermöglichen als auch die Plätze sehr begrenzt.

Fahrrad und Zug – das passt zusammen

Entlang der enno Strecken gibt es tolle Radwanderwege und noch einiges mehr zu entdecken. Nimm dein Fahrrad oder E-Bike einfach mit in den Zug und erreiche so schnell und einfach den Startpunkt deiner nächsten Radtour. Dafür haben wir im enno extra einen geräumigen Mehrzweckbereich eingerichtet – mit Platz für Fahrräder, Kinderwagen oder großes Gepäck. Anders als z. B. im Stadtverkehr gibt es im enno keine Sperrzeiten für Fahrräder. Um diesen Service anbieten zu können, braucht dein Fahrrad aber eine eigene Fahrkarte. Die Fahrradtageskarte bekommst du an allen enno Fahrkartenautomaten. Damit kannst du ein Fahrrad am Lösungstag ganztägig beliebig oft in all unseren Zügen mitnehmen – vorausgesetzt, es gibt genug Platz und dein Fahrrad behindert die anderen Fahrgäste nicht. Kinderwagen und Rollstuhlfahrer haben aber auch im enno immer Vorrang. Die Fahrradmitnahme ist daher nur im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten möglich. Es gilt Rücksichtnahme vor mobilitätseingeschränkten Personen.

Bitte steige mit deinem Rad nur an denen mit dem Fahrrad-Symbol gekennzeichneten Wagen ein, nimm dein Gepäck ab und sichere dein Fahrrad während der Fahrt. Nehmt sperriges Gepäck, wie z. B. Satteltaschen ab.

Fahrradmitnahme

Unsere Züge verfügen über Mehrzweckabteile für Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen und Fahrräder. Da die Züge unterschiedlich aufgebaut sind, finden Sie ein unterschiedliches Raumangebot vor.

Vorrang anderer Reiseteilnehmer

Beim Reisen stellen Sie ihr Fahrrad bitte in dem dafür vorgesehenen Bereich ab. Beachten Sie bitte, dass vorrangig Rollstühle und Kinderwagen oder weitere Reisende (stehende oder mobilitätseingeschränkte Personen) befördert werden. Daher ist die Fahrradmitnahme immer nur im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten möglich. Eine Beförderungsgarantie besteht nicht. Hier entscheidet jeweils das Zugpersonal vor Ort. Wir setzen auf Ihr Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.

Fahrradgruppen

Wir empfehlen Ihnen daher Ihre Radtouren nicht in der Hauptverkehrszeit durchzuführen. Zudem bitten wir um Anmeldung Ihrer Reise mit dem Rad ab drei Rädern. Kontaktieren Sie uns dazu bitte über unser

Bauarbeiten

Besonders bei Bauarbeiten müssen wir darauf hinweisen, dass die Fahrradmitnahme nicht gewährleistet werden kann. Wenn Sie als eine Personengruppe ab drei Fahrrädern reisen möchten, nehmen Sie bitte mindestens einen Tag vor Ihrer geplanten Reise Kontakt mit uns auf.

Fahrradmitnahme in Dänemark in Bus und Bahn

Dänemark besitzt ein engmaschiges öffentliches Verkehrsnetz, das viele Möglichkeiten der Fahrradmitnahme bietet.

Mit dem Rad in der Bahn

In den meisten dänischen Zügen kann ein Fahrrad problemlos mitgenommen werden. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Fahrradticket. Zwischen 1. Mai und 31. August muss ferner ein Platzticket für Reisen mit InterCity – und InterCityLyn-Zügen gelöst werden. Die Stellplätze für Räder sind in allen Zügen begrenzt, so dass sich besonders in der Hauptsaison eine möglichst rechtzeitige Reservierung empfiehlt. Jeder Reisende darf nur ein Rad mitnehmen. Der Transport geschieht auf eigene Verantwortung. Mehr über die Radmitnahme in dänischen Zügen erfahren Sie hier (auf Englisch).

Mit dem Rad über die Øresundbrücke

Die Brücke über den Øresund ist für Radreisende gesperrt. Eine Mitnahme ist aber im Øresundzug (dän. Øresundstoget) möglich, z. B. von Kopenhagen nach Malmö. Der Preis für eine Radmitnahme entspricht dem für ein Kinderticket. Eine Platzreservierung fürs Rad ist im Øresundzug nicht möglich.

Mit dem Rad über den Großen Belt

Die Brücke über den Großen Belt ist für Radreisende gesperrt. Wer mit dem Rad über Dänemarks meistgenutzte Brücke reisen möchte, kann sein Fahrrad aber zwischen den Städten Korsør und Nyborg und umgekehrt aber im Zug mitnehmen. Dazu muss man neben dem eigenen Ticket ein spezielles Radticket erwerben. Im Sommerhalbjahr ist darüber hinaus eine kostenpflichtige Platzreservierung nötig.

Mit dem Rad in S-Bahn und Metro in Kopenhagen

In allen S-Bahnen in Kopenhagen und Umgebung darf ein Fahrrad ganztägig kostenlos mitgenommen werden. Ausgeschlossen ist lediglich das Aussteigen zu Stoßzeiten am Bahnhof Nørreport Station. Für die Fahrradmitnahme in der Kopenhagener Metro muss ein Zusatzticket erworben werden. Ausgenommen ist hier der Berufsverkehr. Mehr zu Reisebestimmungen in der Metro erfahren Sie hier (auf Englisch).

Mit dem Rad im Bus

Die Schnellbus-(Expressbus-)Routen zwischen den dänischen Regionen befördern in der Regel auch Fahrräder. Der Platz für Räder ist jedoch begrenzt, so dass eine Platzreservierung zu empfehlen ist. Meist wird das Rad lose ins Gepäckfach gelegt oder auf einem Fahrradanhänger am Busende befestigt, so dass kleinere Schäden oder Kratzer durch den Transport nicht ausgeschlossen sind. Auch lokale Buslinien befördern Räder – auch hier können kleinere Schäden auftreten.

Mit dem Rad auf der Fähre

Die Fahrradmitnahme auf dänischen Fähren erfolgt in der Regel ohne Reservierung. Engpässe können lediglich an besonders beliebten Reisewochenenden entstehen und auch hier nur bei besonders nachgefragten Überfahrten. Um ganz sicher zu sein, hilft hier eine kurze Rückfrage bei der Reederei.

Mit dem Rad im Flugzeug

Auf den meisten inländischen Flugverbindungen in Dänemark kann man sein Rad mitnehmen. Da der Platz für Gepäck jedoch begrenzt ist, sollte man schon beim Kauf des Flugtickets die Radmitnahme klären. Bei Charterflügen muss eine Fahrradmitnahme in der Regel extra bezahlt werden. Auf Linienflügen kann ein Fahrrad dagegen meist dem Freigepäck zugerechnet werden. Vor der Fahrradaufgabe muss üblicherweise der Fahrradlenker quergestellt, die Pedale demontiert und die Luft aus den Reifen gelassen werden.

Wie man mit dem Fahrrad in den Zug kommt

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Darf ich oder darf ich nicht? Die Regeln zur Fahrradmitnahme fallen sehr unterschiedlich aus.

Rad oder Roller dabei zu haben ist praktisch, oft günstig oder sogar gratis – aber nicht überall erlaubt. Leitfaden durch ein Regel-Wirrwarr.

Mit dem Klapprad oder dem E-Tretroller zur Bahnstation im Speckgürtel, Umsteigen in den Regio und ab Zielbahnhof die letzten Kilometer zum Büro: Wer im Verkehrsmittelmix zur Arbeit kommt, schont gegenüber dem Pendeln mit dem Auto mitunter Nerven. Plus: Die Parkplatzsuche entfällt, und oft spart man Zeit. Auch Radtouristen nutzen gern die Bahn.

Doch welches Ticket man lösen muss, ob man eine Reservierung braucht oder ob man mit Zweirad überhaupt an Bord von Bus und Bahn darf, ist nicht pauschal zu beantworten. Die wichtigsten Regeln, Tipps und Preise im Überblick:

Das gilt für die Fahrradmitnahme im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB)

Wer mit dem Fahrrad reisen möchte, plant besser früh. Die Fahrradstellplätze in den Zügen sind begrenzt. Auf bahn. de oder in der App DB Navigator lassen sich Verbindungen mit möglicher Fahrradmitnahme anzeigen. Tipp: Mehr Zeit fürs Umsteigen einplanen. Eine Reservierung ist im Fahrrad-Ticketpreis von 9 Euro je Verbindung enthalten. Diese entfällt allerdings, etwa wenn Reisende ihre Pläne ändern und einen späteren Zug nehmen. Für diesen ist dann eine neue Reservierung für 4,50 Euro nötig. Die Fahrradkarte selbst gilt auch im Nahverkehr (RE, RB und S-Bahnen). Doch gibt es hier grundsätzlich keine Reservierungen für Fahrräder.

Das gilt bei Flixtrain

Auch Bahnkonkurrent Flixtrain ermöglicht die Fahrradmitnahme, allerdings bislang nur auf den Strecken Köln – Berlin und Hamburg – Stuttgart. Das Angebot soll aber ausgebaut werden. Ein Fahrradplatz kostet hier ebenfalls 9 Euro je Verbindung. Früh buchen empfiehlt sich ebenso.

Das gilt im Bahn-Regionalverkehr

Der größte Unterschied zum Fernverkehr: Man kann nicht reservieren, die Fahrradmitnahme kann nicht garantiert werden. Mit der „Fahrradtageskarte des Deutschlandtarifs“ für 6 Euro können Fahrgäste je nach Kapazität spontan in die Regionalbahn steigen und verbundübergreifend mit dem Rad durch die ganze Republik reisen.

Das Ticket berechtigt bundesweit bis 3 Uhr des Folgetages zur Fahrradmitnahme für beliebig viele Fahrten in allen Zügen des Nahverkehrs (IRE, RE, RB und S-Bahn). Kinder unter sechs Jahren können das Bike kostenfrei mit an Bord nehmen. Fahrradkarten lassen sich auch innerhalb der regionalen Verkehrsverbünde buchen. Der Vorteil: Vielerorts dürfen Räder mit einem Verbundticket auch im Bus oder in der Tram mit. Die einzelnen Bestimmungen und Preise variieren jedoch nach Region und Tageszeit. Einen Überblick sowie Links zu den einzelnen Verbünden bietet die Deutsche Bahn online.

Das gilt für die Mitnahme in Bussen

Im Fernverkehr mischt Flixbus mit. „In den meisten unserer Flixbusse kannst Du Dein Fahrrad mitnehmen“, so das Unternehmen. Fügt man im Buchungsvorgang ein Fahrrad hinzu, werden nur Fahrten angezeigt, die für Radler mit Bike Plätze frei haben. Kosten: 9 Euro.

Allerdings ist die Fahrradmitnahme nur von März bis Oktober möglich. Die Bikes werden an Fahrradträgern am Heck untergebracht oder fahren in Fahrradhüllen im Gepäckraum mit. Im öffentlichen Regionalverkehr ist die Mitnahme in Bussen wie erwähnt prinzipiell auch erlaubt, doch wird sie in den Verbünden unterschiedlich gehandhabt – etwa mit Sperrzeiten zur Rushhour. Hier sollte man sich lokal informieren.

Welche Fahrradtypen sind erlaubt, welche nicht?

Die Deutsche Bahn schließt den Transport von Lastenrädern grundsätzlich aus. Andere, mitunter ebenfalls sperrige Bikes dürfen aber an Bord, falls genügend Platz vorhanden ist, zum Beispiel Tandems oder Liegeräder. Auch Räder mit elektronischer Trittunterstützung (Pedelecs) dürfen mit. Die Akkus müssen dabei am Rad bleiben.

Fahrrad fahren auf der Rolle – für wen eignet sich welches Gerät?

Ob mit oder ohne Motor: Die Bikes müssen in die Fahrradvorrichtungen an Bord passen. Die Reifen dürfen maximal 60 Millimeter breit sein. In den regionalen Verkehrsverbünden sind die Regeln wiederum unterschiedlich. Christian van de Sand von der Stiftung Warentest rät deshalb: „Soll ein spezielles Fahrrad transportiert werden, liest man am besten vorher die jeweiligen Beförderungsbedingungen.“ Grundsätzlich ausgeschlossen ist aber die Mitnahme von S-Pedelecs, die bis 45 Stundenkilometern unterstützen. Denn sie gelten rechtlich anders als normale Pedelecs nicht mehr als Fahrrad, sondern bereits Kraftfahrzeug.

Und Klappräder?

Falträder werden in aller Regel als Gepäckstück betrachtet. Voraussetzung ist meist, dass sie zusammengeklappt transportiert werden können, die Räder nicht größer als 16 Zoll sind und sie in die Gepäckablage oder unter beziehungsweise zwischen die Sitze passen. Ein Zusatzticket ist meist nicht notwendig. So eignen sich Klappräder auch für die Rushhour, in der normale Fahrräder in U – und S-Bahnen oft nicht mitgenommen werden dürfen, sagt Thomas Geisler vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

In den Flixbussen muss ein Faltrad als Sondergepäck (3,99 bis 18 Euro) gebucht werden. Bei Flixtrain muss ein Fahrradticket gekauft werden, wenn das Faltrad die angegebenen Maße für Gepäck überschreitet – und das ist bei den gängigen Modellen der Fall.

Das gilt für die Mitnahme von E-Tretrollern

In den Fernzügen der Bahn dürfen E-Scooter als Handgepäck kostenfrei mitgenommen werden, wenn sie ordnungsgemäß zusammengeklappt und sicher verstaut werden. Die Bahn empfiehlt dazu eine Tasche. Ist der Tretroller nicht zusammenklappbar, darf er nur mit an Bord genommen werden, wenn auf den Gepäckablagen oder Stellflächen unter und zwischen den Sitzen noch ausreichend Platz ist. Im regionalen öffentlichen Nahverkehr gibt es auch hier unterschiedliche Regelungen.

Im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) etwa dürfen die kleinen elektrischen Gefährte in Bussen und Bahnen zusammengeklappt kostenlos dabei sein. Nicht klappbare oder nicht zusammengeklappte E-Scooter werden hingegen wie ein Fahrrad behandelt, für das ein entsprechendes Ticket gelöst werden muss. In Berlin dagegen muss man für E-Scooter laut Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) generell ein Fahrradticket lösen. Flixbus und Flixtrain schließen die Mitnahme von E-Scootern in ihren Bussen und Zügen pauschal aus. (dpa)

Bahn-Kunden erhalten seltener Entschädigung

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Neuigkeiten aus Brüssel für Bahn-Kunden – eine neue EU-Verordnung tritt in Kraft. Was sich jetzt ändert, haben wir hier zusammengestellt.

Es geht um höhere Gewalt, um Entschädigung bei unpünktlichen Zügen – und um Fahrräder. Im April 2021 hat das Europäische Parlament Änderungen der Fahrgastrechte in der EU beschlossen. Die Verordnung für den Fern – und Nahverkehr ist am 7. Juni in allen Mitgliedsstaaten in Kraft getreten, sie gilt auch in Island, Liechtenstein und Norwegen.

Die EU-Regelung hatte bei ihrer Verabschiedung einige Kritik bei Verbraucherschützern ausgelöst – „Ihre Rechte sind dauerhaft auf dem Abstellgleis“, hieß es beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Und die FAZ titelt: „Die EU stutzt die Rechte der Bahnkunden“. Die Bahn wiederum sagt, dass sich für die Fahrgäste nur wenig ändert. Wie die neuen Regeln konkret aussehen, haben wir hier zusammengestellt.

Kommt der Zug mehr als eine Stunde zu spät am Zielbahnhof an, kann man 25 Prozent des Fahrpreises verlangen, bei mehr als zwei Stunden sogar 50 Prozent. Diese Summen bleiben gleich – Aber: bisher hat die Ursache für die Verspätung keine Rolle gespielt. Das ändert sich jetzt.

Seit dem 7. Juni 2023 gibt es Ausnahmen, in denen das Eisenbahnunternehmen keine Entschädigung zahlen muss. Dazu gehören Fälle von wie „extreme Wetterbedingungen“ oder Katastrophen, eigenes Verschulden des Fahrgastes oder das Verhalten Dritter, beispielsweise wenn Personen die Gleisanlage betreten oder Sabotageakte verüben. Auch wenn Kabel oder Schienen gestohlen wurden, ist das juristisch gesehen „höhere Gewalt“. Das Eisenbahnunternehmen kann sich jedoch nur auf diese Ausnahmen berufen, wenn das Ereignis trotz aller Sorgfalt unvermeidbar war.

Die Frage, was „“ konkret heißt, könnte demnächst Gerichte beschäftigen. Der Verordnungstext spricht allerdings von „außergewöhnlichen Naturkatastrophen“ – normale jahreszeitlich bedingte Witterungsverhältnisse, wie Herbststürme oder regelmäßig auftretende Überflutungen aufgrund von Gezeiten oder Schneeschmelze fallen demnach nicht darunter.

Ein Bahn-Sprecher sagte dazu auf SWR-Anfrage, die Fahrgäste würden auch in Zukunft bei Unwettern wie Stürmen oder Hochwasser in vollem Umfang im Rahmen der Fahrgastrechte entschädigt. Lediglich bei wenigen gebe es künftig keinen gesetzlichen Anspruch mehr auf Entschädigung.

Die gute Nachricht für Fahrgäste: Streiks des Bahnpersonals fallen nicht unter den Begriff der höheren Gewalt. Das heißt, bei durch Streik bedingten Verspätungen besteht der Anspruch auf Entschädigung weiterhin.

Was gilt für Umbuchen, Verpflegung, Hotelkosten?

Auf Fälle höherer Gewalt können sich Bahnunternehmen aber auch künftig nur bei Entschädigungsforderungen berufen. Weitere Pflichten bleiben davon unberührt: Etwa, dass bei Verspätungen von mehr als einer Stunde oder Zugausfällen die Weiterreise auf anderem Weg organisiert werden muss oder sich der Fahrgast den Fahrpreis erstatten lassen kann. Die Bahnunternehmen müssen außerdem bei Verspätungen für Getränke und Verpflegung und im Extremfall, wenn man gar nicht mehr weiterkommt, für Hotelkosten aufkommen.

Nahverkehr – mit dem Taxi ans Ziel?

Im Nahverkehr haben Reisende zusätzliche Rechte, die durch die Eisenbahn-Verkehrsverordnung (EVO) geregelt sind. Und die sind durchaus verbraucherfreundlicher als die EU-Vorgaben. Kommt ein Regionalzug absehbar mehr als 20 Minuten zu spät, können Reisende auch auf einen höherwertigen Zug, zum Beispiel einen ICE umsteigen, sofern dieser nicht reservierungspflichtig ist. Man muss zwar erst ein Ticket dafür kaufen, kann die Kosten aber später zurückfordern. Zweiter Fall: Kommt man verspätungsbedingt zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens an oder fällt die letzte fahrplanmäßige Verbindung aus, so dass man nicht mehr bis Mitternacht am Zielbahnhof ist, kann man ein Taxi nehmen. Hierbei liegt der Höchstbetrag bei 80 Euro.

Was tun, um an die Entschädigung zu kommen?

Die Bahn empfiehlt, dass sich Reisende die Verspätung von Mitarbeitern des Unternehmens immer bestätigen lassen. Damit kann man anschließend im Internet oder in einem Servicecenter des Bahnunternehmens die Reise reklamieren. Ein standardisiertes Fahrgastrechte-Formular zum Ausfüllen bieten die Unternehmen in der Regel auf ihren Internetseiten an.

Wie viel Zeit habe ich für eine Beschwerde?

Bislang galt: Bahnkunden mussten ihre Ansprüche binnen eines Jahres nach dem Reisetag anmelden – diese Frist ist jetzt deutlich kürzer. Ein Antrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Laut Bahn haben dies aber ohnehin mehr als 90 Prozent der Antragsstellerinnen und Antragssteller schon getan. Man werde außerdem „Kulanz walten lassen“, wenn Anträge nach den 90 Tagen eintreffen. Überhaupt, sagt die Bahn, werde sich für die meisten Kunden durch die neue EU-Verordnung gar nichts ändern.

Welche Hilfe gibt es für Menschen mit Behinderung?

Menschen mit eingeschränkter Mobilität brauchen in der Bahn meist Hilfe beim Ein-, Aus – und Umsteigen. Das Recht auf entsprechende Unterstützung gilt in Zukunft EU-weit nicht nur für Fernzüge, sondern auch für Regionalbahnen. Nach der neuen Verordnung müssen Menschen mit Behinderungen ihren Hilfe-Bedarf nicht mehr zwei Tage vor Abfahrt anmelden, sondern maximal noch 24 Stunden vorher.

Recht auf Fahrrad-Mitnahme

Laut EU-Verordnung sollen Reisende in ganz Europa künftig einen Anspruch darauf haben, ihr Fahrrad mitzunehmen. Allerdings können die Eisenbahn-Unternehmen dieses Recht einschränken – aus Sicherheits – oder betrieblichen Gründen, wie es heißt. Und die Regelung gilt zunächst auch nur für neue Züge oder bei Umrüstungen und Modernisierung. Dann muss es pro Zug mindestens vier Fahrrad-Stellplätze geben. Die EU-Mitgliedsländer können davon abweichende Regeln erlassen – also eine höhere Zahl vorschreiben.

Mit dem Fahrrad in den Zug – häufig nicht so einfach. picture-alliance / Reportdienste Picture Alliance

Reisende müssen in reservierungspflichtigen Zügen die Möglichkeit haben, auch die Fahrrad-Mitnahme zu buchen. Wird die Mitnahme dann ohne berechtigten Grund verweigert, hat der Fahrgast Anspruch auf Erstattung oder Entschädigung oder kann mit einem anderen Zug weiterfahren.

Was gilt für die Fahrradmitnahme im Nahverkehr?

In Rheinland-Pfalz können bislang Fahrräder von Montag bis Freitag ab 9 Uhr und an Samstagen sowie Sonn – und Feiertagen zeitlich unbeschränkt in den Zügen der DB Regio kostenfrei mitgenommen werden. Vor 9 Uhr muss eine Fahrkarte gelöst werden. Die Verkehrsverbünde im Land haben überwiegend ähnliche Regeln für die Fahrradmitnahme – und sehen auch kaum Möglichkeiten, das zu ändern.

So heißt es etwa beim Verkehrsverbund Rhein-Mosel auf SWR-Anfrage, man halte die grundsätzliche Mitnahme von Fahrrädern vor 9 Uhr – also zu Stoßzeiten im Pendler – und Berufsverkehr – für völlig unrealistisch und „nahezu utopisch“. Oft reichten die Kapazitäten heute schon kaum aus.

Wie geht die Deutsche Bahn mit der Neuregelung um?

Die neue EU-Verordnung verlangt mindestens vier Fahrrad-Stellplätze pro Zug. Das ist bei der Deutschen Bahn nach deren Angaben bereits heute der Fall – sowohl im Fern – als auch im Nahverkehr. Es könnten bereits bis zu acht Räder je Zug transportiert werden, so ein Sprecher. Auch bei der Beschaffung von neuen Fahrzeugen im Fernverkehr plane die Bahn bereits mit acht Stellplätzen.

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