Wann darf ich einen Radweg benutzen

Schon gewusst? Verkehrsregeln, die Du als Radfahrer beachten solltest (aber vielleicht nicht kennst).

Zu Fuß, im Auto oder auf dem Fahrrad: Die meisten von uns sind regelmäßig im Straßenverkehr unterwegs und kennen die Basics der Straßenverkehrsordnung. Doch weißt Du auch, welche besonderen Verkehrsregeln für Dich als Radfahrer gelten? Wir haben die wichtigsten für Dich zusammengestellt.

Fahrradweg: Kann oder Muss?

Als Radfahrer musst Du einen Fahrradweg nur dann benutzen, wenn er mit den Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet ist. Für alle, die die Nummern nicht im Kopf haben: Das sind die blauen Schilder, auf denen ein weißes Fahrrad abgebildet ist. Ist das nicht der Fall, darfst Du als Radfahrer auf der Fahrbahn fahren. Das gilt auch, wenn die Nutzung des Radwegs nicht zumutbar ist, zum Beispiel, weil er vereist oder durch Hindernisse wie parkende Autos versperrt ist.

Rechtsfahrgebot: Auch für Radfahrer?

Generell gilt auch auf dem Fahrrad das Rechtsfahrgebot – und zwar auf der Straße ebenso wie auf dem Radweg. Erlaubt ist das Fahren auf dem linken Radweg nur dann, wenn ein entsprechendes Verkehrszeichen darauf hinweist. Das Gleiche gilt für das Fahren in entgegengesetzter Richtung einer Einbahnstraße: Das darfst Du als Fahrradfahrer nur, wenn es dort ein „Radfahrer frei“-Schild gibt. Auch Fußgängerzonen darfst Du als Fahrradfahrer nur nutzen, wenn es ein solches Schild erlaubt – und auch dann gilt: Nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit.

Kopfhörer: Erlaubt oder nicht?

Du liebst es, unterwegs den passenden Soundtrack im Ohr zu haben? Generell spricht nichts dagegen, dass Du beim Fahrradfahren über Kopfhörer Musik hörst oder einem Podcast lauschst. Auch Telefonieren per In-, On – oder Over-Ear-Kopfhörer ist generell erlaubt, solange Du Dein Handy dabei nicht in der Hand hältst. Wichtig ist auch, dass Du die Geräusche des Straßenverkehrs problemlos wahrnehmen kannst. Wird Dein Gehör durch die Kopfhörer beeinträchtigt, darfst Du damit nicht aufs Rad steigen. Da Radfahrern, die mit Kopfhörer unterwegs sind, bei einem Unfall oft eine Teilschuld zugerechnet wird, verzichtest Du im Straßenverkehr am besten grundsätzlich auf Kopfhörer, wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest.

Alkohol: Wie viel ist ok?

Wer Alkohol trinkt, ist gut beraten, sein Auto stehen zu lassen. Doch auch wenn Du mit dem Fahrrad fährst, solltest Du am besten nüchtern bleiben: Zwar gelten Radfahrer erst ab 1,6 Promille als absolut fahruntauglich, aber schon ein Promillewert von 0,3 kann unangenehme Konsequenzen haben, wenn Du bei einer Kontrolle durch unsichere Fahrweise auffällst oder es zu einem Unfall kommt.

Zebrastreifen: Vorrang auch für Radfahrer?

Generell darfst Du auch als Fahrradfahrer den Zebrastreifen zum Überqueren einer Straße nutzen. Allerdings gilt das Vorrecht, das Fußgänger und Rollstuhlfahrer vor dem querenden Straßenverkehr haben, für Dich dann nicht. Das heißt, auf dem Fahrrad musst Du warten, bis die Straße frei ist, bevor Du sie überquerst. Anders ist es, wenn Du vom Fahrrad absteigst: Dann giltst Du als Fußgänger und Fahrzeuge, die den Zebrastreifen kreuzen, müssen Dich vorlassen.

Helmpflicht: Ja oder Nein?

Rein verkehrsrechtlich ist die Antwort hier ein klares Nein, wenn es um das Fahren auf einem unmotorisierten Fahrrad oder einem Pedelec mit Tretunterstützung bis maximal 25 km/h geht. Auf dem S-Pedelec ist dagegen ein Helm vorgeschrieben. Da ein Helm in vielen Fällen darüber entscheiden kann, ob ein Sturz oder Unfall glimpflich ausgeht oder nicht, finden wir, dass für Deine eigene Sicherheit auch ohne Helmpflicht einen tragen solltest. Wie Du den passenden Helm für Dich findest, erfährst Du in unserem Blogpost Wegweiser Fahrradhelm.

Geschwindigkeitsbegrenzungen: Auch für Radfahrer?

Zugegeben: Auch wir denken bei Geschwindigkeitsbegrenzungen als erstes an den Autoverkehr. Doch unter anderem durch die wachsende Beliebtheit von Pedelecs wird auch der Fahrradverkehr immer schneller. Laut Straßenverkehrsordnung gelten die grundsätzlich zulässigen Höchstgeschwindigkeiten (z. B. 50 km/ innerorts) für Fahrradfahrer nicht. Anders sieht es aus, wenn ein Verkehrsschild auf die Begrenzung hinweist. Dann musst Du Dich auch auf dem Fahrrad an die angegebene Höchstgeschwindigkeit halten.

Rechts vorbei: Ok oder verboten?

Als Fahrradfahrer rechts an einem Auto vorbeizufahren ist nicht nur gefährlich, sondern in den meisten Fällen auch verboten. Eine Ausnahme gilt, wenn die Fahrzeuge – zum Beispiel an einer roten Ampel – stehen und rechts ausreichend Platz zum Vorbeifahren ist. Dann darfst Du auf dem Fahrrad langsam und vorsichtig passieren. Die Autos müssen dabei aber wirklich stehen, sobald ein Fahrzeug rollt, darfst Du es nicht rechts überholen.

S-Pedelec: Fahrrad oder Kraftfahrzeug?

S-Pedelecs sind rechtlich gesehen keine Fahrräder, sondern Kleinkrafträder. Darum gelten für sie andere Verkehrsregeln als die oben beschriebenen Regeln für Fahrräder. Welche Unterschiede es sonst noch zwischen Pedelecs und S-Pedelecs gibt, erklären wir in unserem Blogpost E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec?

Bußgelder: Das kosten Verstöße gegen die Verkehrsregeln

Nicht nur als Autofahrer, auch wenn Du mit dem Fahrrad unterwegs bist, kann es für Dich teuer werden, wenn Du gegen geltendes Verkehrsrecht verstößt. Wie hoch das Bußgeld ist, hängt dabei nicht nur davon ab, welche Regeln Du missachtet hast, sondern auch, ob Du dadurch andere behinderst, gefährdest oder sogar einen Unfall verursachst. Die für Fahrradfahrer festgelegten Regelsätze reichen dabei von 5 Euro – z. B. für freihändiges Fahren – bis hin zu 180 Euro (Stand 10.2021, Quelle: ADAC) beim Überfahren einer roten Ampel mit Sachbeschädigung.

Rücksicht kommt immer gut an: Ab aufs Dienstrad!

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Fahrradfahrer kennst Du spätestens jetzt, aber hast Du auch schon ein verkehrssicheres Fahrrad? Wie wäre es mit einem perfekt ausgestatteten Dienstrad für Deinen Weg zur Arbeit oder private City-Touren? Als Arbeitnehmer kannst Du mit Bikeleasing bei der Anschaffung Deines Wunschrads bis zu 40 % sparen. Wir wünschen Dir schon jetzt eine gute und sichere Fahrt!

PS: Wenn Du mehr über Verkehrsregeln und sicheres Fahren auf dem Fahrrad erfahren möchtest, findest Du zum Beispiel beim ADAC oder beim ADFC weitere Infos zum Thema Verkehrsrecht für Radfahrer.

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Https://bikeleasing. at/blog/verkehrsregeln-fuer-radfahrer

Wann darf ich einen Radweg benutzen

E-Bikes, Fahrradanhänger mit Kindern und Kopfhörer sind Alltag im Straßenverkehr geworden. Welche Regeln hat der Gesetzgeber hier vorgegeben? Das Wichtigste auf einen Blick.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Quelle: DVR

Radwege

Muss ich den Radweg benutzen oder kann ich auch auf der Fahrbahn fahren?
Grundsätzlich muss man Radwege nur benutzen, wenn dies durch Schilder mit weißem Fahrrad auf blauem Grund angeordnet wird. Fährt man trotz blauem Schild auf der Straße, kann ein Bußgeld von mindestens 20 Euro verhängt werden.

Der Radweg ist durch geparkte Autos verstellt. Darf ich auf dem Gehweg fahren?
Nein. Ein Ausweichen auf Gehwege ist grundsätzlich nicht zulässig. Ist ein ausgezeichneter Radweg aber objektiv nicht nutzbar, dürfen Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen.

Darf ich auf einem linksseitigen Radweg fahren?
Grundsätzlich nicht. Ausnahmen sind linksseitige Radwege, die in Fahrt­richtung durch die oben beschriebenen blauen Schilder oder das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ gekennzeichnet sind. Fährt man auf einem linksseitigen Radweg, bei dem dies nicht der Fall ist, droht ein Bußgeld von mindestens 20 Euro.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Quelle: DVR

Pedelecs und E-Bikes

Was ist rechtlich gesehen der Unterschied zwischen Pedelec, S-Pedelec und E-Bike?
Im Sprachgebrauch hat sich der Begriff „E-Bike“ eingebürgert. Rechtlich gesehen ist aber nur das sogenannte Pedelec ein Fahrrad (kurz für „Pedal Electric Cycle“). Als Pedelecs gelten Elektrofahrräder, bei denen sich ein Hilfsmotor zuschaltet, wenn die Pedale getreten werden. Der Motor darf eine Leistung von maximal 250 Watt haben. Das Rad kann mit Unterstützung des Hilfsmotors auf höchstens 25 km/h beschleunigt werden. Bei darüber hinausgehender Geschwindigkeit schaltet sich der Motor ab.

Ein S-Pedelec gilt als Kleinkraftrad. Hier wird die Motorunterstützung erst bei 45 km/h abgeschaltet. E-Bikes im engeren Sinn sind Räder, die mit ihrem Elektroantrieb auch ohne Pedalunterstützung per Drehgriff oder Schaltknopf beschleunigen können.

Für S-Pedelecs und E-Bikes gelten Regelungen, die eher denen für Mofas und Motorräder ähneln, als denen für Fahrräder.

Mit welchen Modellen darf ich den Radweg benutzen?

Für Pedelecs gelten die gleichen Regeln wie für herkömmliche Fahrräder. E-Bikes bis 25 km/h dürfen Radwege benutzen, wenn diese für Mofas freigegeben sind. S-Pedelecs dürfen grundsätzlich keine Radwege benutzen.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Quelle: DVR

Kinder

Dürfen Kinder mit dem Rad auf dem Gehweg fahren?
Für Kinder bis zu 9 Jahren gilt: ja. Kinder bis zu 7 Jahren müssen sogar den Gehweg benutzen, außer der Radweg ist baulich von der Fahrbahn getrennt. Das heißt: Auf Radfahr – und Schutzstreifen dürfen die Kleinsten nicht fahren. (Für Kinder von 8 bis einschließlich 9 Jahre gilt diese Vorschrift nicht.) Ab einem Alter von 10 Jahren gelten die gleichen Regeln wie für Erwachsene.

Darf ich mein Kind mit dem Rad auf dem Gehweg begleiten?
Bei Kindern bis einschließlich 7 Jahre: ja. Eine „geeignete Aufsichtsperson“ darf mit den Kindern auf dem Gehweg fahren. Dabei ist auf Fußgänger besondere Rücksicht zu nehmen. Als geeignete Aufsichtsperson wird in der StVO „insbesondere“ eine Person definiert, die mindestens 16 Jahre alt ist.

Bis zu welchem Alter darf ich mein Kind auf dem Fahrrad oder im Anhänger transportieren?
Kinder können bis zu einem Alter von 6 Jahren auf einem geeigneten Kindersitz auf dem Fahrrad transportiert werden. Das gleiche Alter gilt für den Transport von Kindern im Fahrrad­anhänger. Maximal
Zwei Kinder gleichzeitig dürfen in einem Anhänger befördert werden. Die Bußgelder bei Nichtbeachtung dieser Regeln liegen bei mindestens 5 Euro. An S-Pedelecs und E-Bikes dürfen keine Kindersitze oder Anhänger befestigt werden.

Welche Vorschriften gelten für den Kindertransport mit dem Lastenrad?
Lastenräder gelten als Fahrräder (außer sie fallen wegen ihres Antriebs in die oben genannten Kategorien für S-Pedelecs und E-Bikes). Es gelten also die gleichen Regeln: Transport nur von Kindern bis einschließlich sechs Jahren und nur mit geeigneten Sitzmöglichkeiten. Die Beschränkung der Personenzahl für Anhänger gilt hier nicht.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Quelle: DVR

Abstand

Wie viel Abstand müssen Autos zu Radfahrern halten?
Laut StVO muss beim Überholen ein „ausreichender Abstand“ zu anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. In der Rechtsprechung hat sich als ausreichend bei Radfahrern ein Abstand von 1,5 Metern durchgesetzt, werden Kinder transportiert sogar mehr.

Wie viel Abstand muss/soll ich zu parkenden Autos halten?
Die Rechtsprechung empfiehlt, einen Abstand von 1 bis 1,5 Metern von rechts parkenden Autos zu halten. Zusammen genommen mit der obigen Regel heißt das in der Praxis: Autos, die Radfahrende überholen, müssen in der Regel auf die Gegenfahrbahn ausweichen. In vielen Fällen macht es die mangelnde Infrastruktur in deutschen Städten für Rad – und Autofahrer schwierig bis unmöglich, die vorgegebenen Abstände einzuhalten.

Kopfhörer und Handy

Darf ich beim Radfahren mit dem Kopfhörer Musik hören?
Grundsätzlich ja. Aber nur so laut, dass Verkehrssignale und Fahrgeräusche naher Fahrzeuge noch wahrnehmbar sind. Aber Achtung! Radfahrer mit Kopfhörern gehen ein Risiko ein: Im Falle eines Unfalls kann es sein, dass Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld durch das Tragen des Kopfhörers verwirkt wurden.

Darf ich auf dem Rad mein Handy benutzen?
Beide Hände müssen für das Lenken frei sein. Wer mit einer Hand ein Handy ans Ohr hält oder beim Fahren eine Nachricht tippt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 55 Euro rechnen. Das Telefonieren mit einem Headset ist nicht verboten. Allerdings setzen sich telefonierende Radfahrer wie beim Musik­hören im Falle eines Unfalls rechtlichen Risiken aus.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Quelle: DVR

Weitere Regeln in Kürze

Rechtsabbiegen bei Rot: Rechtsabbiegen bei Rot ist nicht zulässig (außer bei Grünem Pfeil). Bußgeld: mindestens 60 Euro und gegebenfalls ein Punkt in Flensburg.

Licht: Bei Fahren ohne Licht droht ein Bußgeld von mindestens 20 Euro.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Tim Albrecht

Tim Albrecht ist Redakteur beim fairkehr Verlag und freier Journalist. Er interessiert sich besonders für den materiellen und medialen öffentlichen Raum.

Https://www. vcd. org/artikel/regeln-fuer-radfahrer

ADFC-Info: Rennrad und Radwege-Benutzungspflicht

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Immer wieder einmal wird der ADFC gefragt, ob es eine spezielle Regelung gibt, die es Benutzern von Rennrädern (oder allgemein besonders schnellen Radfahrern) erlaubt, trotz vorhandenem, benutzungspflichtigem Radweg die Fahrbahn zu benutzen.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennt jedoch keine Ausnahmeregelung von der Radwegebenutzungspflicht, die unmittelbar an bestimmte Fahrradtypen (wie z. B. Rennräder) oder an eine bestimmte Geschwindigkeit geknüpft ist. Insofern handelt es sich bei der Vermutung, dass Rennradbenutzer oder Mitglieder von Radsportvereinen pauschal von der Radwegbenutzungspflicht befreit sind, lediglich um eine (allerdings scheinbar weit verbreitete) Großstadtlegende, die aber nicht von der StVO gedeckt ist.

Nicht jeder Radweg muss aber benutzt werden

Die Benutzungspflicht ist seit der Novelle der Straßenverkehrsordnung von 1998 nur noch dann gegeben, wenn der Radweg durch ein blaues Schild (Zeichen 237, 240, 241) gekennzeichnet ist. Wo dies fehlt, darf auch bei vorhandenem Radweg die Fahrbahn benutzt werden (sogenannte „andere Radwege“ mit freiwilliger Benutzung gem. § 2, Abs. 4, Satz 3 StVO).Hintergrund dieser Regelung ist die Erkenntnis, dass baulich abgesetzte Radwege in vielen Fällen ein höheres Unfallrisiko für Radfahrer bedeuten als die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn. Auf baulich abgesetzten Radwegen kommt es vermehrt zu Konflikten mit Fußgängern. Insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen besteht überdies ein hohes Konfliktpotenzial mit einfahrenden und abbiegenden Kraftfahrern, da diese durch die oft fehlende Sichtbeziehung nicht mit kreuzenden Radfahrern rechnen, und da sich auch Radfahrer wegen des subjektiven Sicherheitsgefühls, das ihnen der Radweg vermittelt, oft zu sorglos verhalten. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Benutzungspflicht für Radwege seit der StVO-Novelle an bestimmte Mindeststandards geknüpft. Geschlossene Verbände ab 16 Radfahrern dürfen die Fahrbahn auch dann zu zweit nebeneinander befahren, wenn ein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist (geschlossener Verband gem. § 27 StVO). Dies gilt ebenfalls unabhängig vom benutzten Fahrradtyp; eine besondere Verbandsregel für Radrennfahrer gibt es nicht. Wenn ein als benutzungspflichtig ausgeschilderter Radweg objektiv unbenutzbar ist, muss man ihn nicht befahren. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn er vereist, von Pflanzen überwuchert oder von falsch geparkten Autos blockiert ist. Auch wenn der Radweg nicht erreichbar ist (Beispiel: Liegedreirad oder Fahrradanhänger passt nicht durch eine vor dem Radweg angebrachte Umlaufsperre hindurch) muss er nicht benutzt werden. In solchen Fällen darf man auf die Fahrbahn (nicht aber auf den Fußweg!) ausweichen. Das Kriterium der Unbenutzbarkeit wird zwar im Einzelfall unterschiedlich eng zu fassen sein (bei einem MTB beispielsweise anders als bei einem Rennrad); allein die Tatsache aber, dass man sein Rennrad nicht voll ausfahren kann, wird in der Regel nicht als Grund zum Ausweichen auf die Fahrbahn anerkannt. Man ist aber auch nicht verpflichtet, sofort nach einem Hindernis wieder auf den Radweg zu wechseln, sondern man darf auf der Fahrbahn weiterfahren, bis ein gefahrloses Wechseln auf den Radweg (Bordsteinabsenkung, Einmündung) möglich ist. Theoretisch sieht § 46, Abs. 1, Satz 1 StVO die Möglichkeit vor, dass die Straßenverkehrsbehörden in bestimmten Einzelfällen Ausnahmen von den Vorschriften über die Straßenbenutzung genehmigen können. Interessierte Radsportler sollten sich wegen dieser Frage mit dem Bund deutscher Radfahrer (BDR) als dem für den Radsport zuständigen Sportverband oder einem lokalen Radsportverein in Verbindung setzen. Adressen sind auf den Internetseiten des BDR unter http://www. rad-net. de zu finden.

Mit dem Gewicht des Fahrrades hat die Frage der Radwegbenutzung übrigens nichts zu tun: Die manchmal in diesem Zusammenhang erwähnte 11 kg-Grenze hat keine Relevanz für die Radwegbenutzung, sondern für die Ausstattungsvorschriften zur Beleuchtung: Für Rennräder bis 11 kg gibt es die Sonderregelung, dass anstelle des sonst vorgeschriebenen Dynamos auch batterie – bzw. akkubetriebene Leuchten verwendet werden dürfen (§ 67, Abs. 11 StVZO). Diese müssen nicht fest am Rad angebracht sein, sind aber ständig mitzuführen.

Https://ilovecycling. de/querbeet/rennrad-und-radwegebenutzungspflicht/

Benutzungspflicht für Radwege

Das Thema „Radweg“ – im Amtsdeutsch Radverkehrsanlage genannt, sorgt immer wieder für Ärger zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern. Dabei ist oft nicht ganz klar, wo die Benutzungspflicht für Radwege anfängt oder aufhört. Nicht immer ist es dem Autofahrer z. B. verboten, auf einem Schutzstreifen zu halten. Genauso muss der Radfahrer nicht zwingend einen Radweg benutzen.

Die Beschilderung und sogar die baulichen Begebenheiten machen den Unterschied. Die Grundlage wird zunächst einmal von der StVO in §2 Abs. 4 definiert. Darüber hinaus gibt es aber Grundsatzurteile und zusätzliche Vorschriften, die nur wenigen bekannt sind. Die meisten kennen außerdem noch die generelle Benutzungspflicht für Radwege, die bereits seit 1998 nicht mehr gültig ist.

Worin besteht der Unterschied zwischen Radfahrstreifen, Radwegen und Schutzstreifen?

Grundsätzlich gilt: Es gibt Sonderwege, zu denen Radwege und Radfahrstreifen gehören und es gibt Schutzstreifen.

Je nach Ausführung kann der Radweg baulich klar von der Fahrbahn und dem Gehweg unterschieden werden. Der Radfahrstreifen hingegen ist als Teil der Fahrbahn durch eine entsprechende Markierung abgegrenzt. Nur Radwege und Radfahrstreifen werden demzufolge mit den Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet.

Nicht zu verwechseln mit dem Radfahrstreifen ist der Schutzstreifen. Auch dieser ist Teil der Fahrbahn, der allerdings oft nur durch Beschriftungen auf der Fahrbahn gekennzeichnet, wie z. B. ein Fahrrad.

Dann gibt es noch die Fahrradstraße, die mit dem Zeichen 244.1 gekennzeichnet ist. Das ist der ultimative Fahrradweg, der eigens für die Radfahrer eingerichtet wurde. Der Gesetzgeber spricht hier vom Radfahren als der „vorherrschenden Verkehrsart“.

Pflichte und Rechte bei der Benutzung

Erst einmal schreibt das Gesetz vor, dass der Fahrradfahrer die Fahrbahn zu benutzen hat. Eine Ausnahme ist die Benutzungspflicht für Radwege und Radfahrstreifen. Allerdings nur, wenn diese durch eines der oben genannten Verkehrszeichen gekennzeichnet sind. Alle anderen Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und Kfz) dürfen diese Bereich Weder benutzen noch darauf halten oder parken.

Für den Schutzstreifen, vom Gesetzgeber bedeutungsschwanger als „Angebotsstreifen“ bezeichnet, gibt es Keine ausdrückliche Nutzungspflicht, sie dürfen benutzt werden, müssen es aber nicht.
Dennoch schreibt die StVO in §2 Abs. 2 auch ein Rechtsfahrgebot für alle Fahrzeuge vor. Daraus Könnte man also auch für den Schutzstreifen eine Benutzungspflicht ableiten.

Haltende Fahrzeuge sind auf dem Schutzstreifen übrigens Gestattet. Das Überfahren ist nur bei Bedarf erlaubt und das Parken komplett verboten.

Ausnahmen bestätigen die Regel

In der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) sind Voraussetzungen festgehalten, die Radwege mindestens aufweisen müssen. Dazu gehören:

    die ausreichende Breite des Radweges die ununterbrochene, eindeutige Linienführung Sicherheit an Kreuzungen (können abbiegende Fahrzeuge den Radfahrer sehen?) Bauliche Zustand muss dem Stand der Technik entsprechen Radweg muss grundsätzlich befahrbar sein (Nicht vereist, starker Pflanzenbewuchs, Schäden am Fahrbahnbelag, Falschparker)

Trifft einer dieser Punkte nicht zu, Darf der Radweg theoretisch Nicht mit den Verkehrszeichen 237, 240 oder 241 Gekennzeichnet sein. In der Konsequenz Kann man als Radfahrer also argumentieren, dass die Beschilderung nicht rechtmäßig ist bzw. direkt Auf die Straße ausweichen.

Eine weitere Ausnahme besteht für große Fahrradverbände („kritische Masse“). Bei Gruppen Ab 16 Radfahrern gibt es keine Pflicht, einen eventuell vorhandenen Radweg zu nutzen.

Https://www. velominate. de/verkehr-und-recht/benutzungspflicht-fuer-radwege/

Radverkehrsführung

Neben dem klassischen Radweg sind in der Straßenverkehrsordnung noch etliche andere Führungen des Fahrradverkehrs vorgesehen, die auch dazu dienen sollen, ein zügiges und sicheres Fahren im Stadtverkehr zu ermöglichen. Je nach den örtlichen Gegebenheiten – zum Beispiel Breite und Funktion der Straße – bieten sich unterschiedliche Radverkehrsführungen an. Wir stellen die wichtigsten mit Beispielbildern aus Trier vor.

Auf der Fahrbahn

Fahrräder sind Fahrzeuge, die grundsätzlich die Fahrbahn benutzen müssen. Es gilt die Straßenverkehrsordnung mit allem drum und dran (zum Beispiel Rechtsfahrgebot, Beachten der Lichtsignale an Ampeln, Halt an Stoppstelle und Zebrastreifen, etc.).

Mit anderen Worten: gibt es keinen eindeutig als solchen gekennzeichneten Radweg oder freigegebenen Fußgängerbereich, muss/darf man als Radfahrer die Fahrbahn im Mischverkehr mit den Autos benutzen.

Bei geringen Geschwindigkeiten (bis 30 km/h) bzw. geringen Verkehrsstärken (häufig in Wohngebieten) ist das Radfahren im fließenden Verkehr sehr gut möglich. Das gilt insbesondere bei den folgenden Beispielen, die daher auch Elemente des Trierer Radroutennetzes sind:

    Tempo-30-Zonen und – Strecken, verkehrsberuhigte Bereiche („Spielstraßen“), geeignete und fregegebene Wirtschaftswege und die in Trier noch nicht eingeführten (jedoch geplanten) Fahrradstraßen.

Radfahrstreifen

Radfahrstreifen befinden sich auf der Fahrbahn und sind durch eine durchgehende Linie von den Fahrspuren für den KfZ-Verkehr abgegrenzt. Sie sind mit dem blauen Verkehrszeichen „Radweg“ beschildert, mit Piktogrammen markiert und können darüber hinaus auch rot eingefärbt und um einen Richtungspfeil ergänzt sein. Radfahrstreifen sind in der Regel 1,60 Meter breit.

Einer der Vorteile des Radfahrstreifens, etwa im Vergleich zum separat geführten Radweg, ist, dass die Radfahrer direkt neben dem Autoverkehr „mitfließen“ und besser wahrgenommen werden. Zugleich werden durch die klare Trennung vom Gehweg Konflikte mit Fußgängern ausgeschlossen. Wenn ein Radfahrstreifen vorhanden ist, besteht auch eine Pflicht zur Benutzung.

Radfahrstreifen dürfen nur in Richtung der lesbaren Piktogramme (Räder unten, Lenkstange und Sattel oben) und der Beschilderung befahren werden. in der Regel wird die vorgeschriebene Fahrtrichtung durch einen Richtungspfeil angezeigt.

Beispiel: Der Radfahrstreifen entlang der Metzelstraße wird häufig in falscher Richtung befahren. Ein solches Verhalten entspricht dem von Geisterfahrern auf der Autobahn.

Schutzstreifen

Wie der Radfahrstreifen befindet sich auch der mit Piktogrammen gekennzeichnete (und häufig durch eine Pfeilmarkierung ergänzte) Schutzstreifen für den Fahrradverkehr auf der Fahrbahn. Die Abgrenzung erfolgt in diesem Fall jedoch durch eine unterbrochene (gestrichelte) Linie. Im Gegensatz zum Radfahrstreifen ist keine „blaue“ Radwegbeschilderung vorhanden.

Schutzstreifen sind zwischen 1,25 und 1,50 Meter breit.

Der KfZ-Verkehr darf die unterbrochene Linie bei Bedarf überfahren, hat dabei aber darauf zu achten, Radfahrer nicht zu gefährden.

Schutzstreifen dürfen von Radfahrern immer nur in die für sie frei gegebene Richtung befahren werden (Fahrradsymbol und Pfeile beachten!). Geisterradeln ist auf Schutzstreifen besonders gefährlich.

Umweltspur

Einige Busspuren sind für den Fahrradverkehr freigegeben. Es hat sich für diese Verkehrsführung der Begriff „Umweltspur“ eingebürgert, da hier die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bus und Fahrrad eine gemeinsame Spur benutzen.

Umweltspuren sind an der Markierung „BUS“ zusammen mit dem Piktogramm Fahrrad auf der Fahrbahn zu erkennen. Beschildert sind sie mit dem Verkehrszeichen „Bussonderfahrstreifen“ mit dem Zusatz „Radverkehr frei“.

Umweltspuren wurden bereits entlang der Straßen Margarethengäßchen, Walramsneustraße, Metzer Allee, Hans-Böckler-Allee und der Bahnhofstraße eingerichtet.

Straßenbegleitende Radwege

Der klassische, von der Fahrbahn abgesetzte Radweg bietet für Radfahrer, die sich im fließenden KfZ-Verkehr unwohl fühlen, guten Komfort. Häufig ist der Belag eingefärbt und an bestimmten Stellen durch Fahrradpiktogramme verdeutlicht. Sind zusätzlich die oben dargestellten blauen Radwegbeschilderungen zu sehen, muss der benutzt werden. Für einen Großteil der Radwege wurde die Beschilderung jedoch entfernt und damit die Benutzungspflicht aufgehoben. In diesem Fall besteht für den Radverkehr die Wahl zwischen Radweg und Fahrbahn. Neu angelegte straßenbegleitende Radwege wie zum Beispiel entlang der Herzogenbuscher Straße oder an der Spitzmühle sind nicht benutzungspflichtig.

Ein-Richtungs-Radwege
In der Regel sind Radwege Einrichtungsradwege und zu beiden Seiten der Fahrbahn angelegt. Sie dürfen je nach Fahrtrichtung nur rechts der Fahrbahn benutzt werden. Radwege können getrennt von einem parallel verlaufenden Gehweg angelegt, aber auch als gemeinsame Geh – und Radwege ausgewiesen sein. Diese Tatsache gilt unabhängig von der Benutzungspflicht.

Zwei-Richtungs-Radwege
Zweirichtungsradwege mit Begegnungsverkehr (Beispiel: der Radweg an der Spitzmühle) sind innerorts eher selten, da sie an Grundstückszufahrten und Einmündungen besondere Sicherheitsvorkehrungen erfordern. Selbstverständlich gilt auf Zweirichtungsradwegen für Radfahrerinnen und Radfahrer das Rechtsfahrgebot. Linksseitige Radwege ohne Benutzungspflicht sind allein mit dem eckigen weißen Schild „Fahrrad frei“ beschildert.

In Gegenrichtung geöffnete Einbahnstraßen

Zwischenzeitlich wurden in Trier viele Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet. Es darf nur dann entgegen der Einbahn geradelt werden, wenn unter dem runden roten Schild mit dem weißen Querbalken ein entsprechender Hinweis „Fahrrad frei“ zu sehen ist. In Einbahnstraßen mit Radverkehrsfreigabe gilt Tempo 30. Autofahrer erkennen für Radverkehr freigegebene Einbahnstraßen daran, dass unter dem Einbahnstraßenschild das Zusatzschild „Fahrrad von Links und Rechts“ angebracht ist.

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen sollen den Radverkehr bündeln und sind für Straßenabschnitte geeignet, in denen das Fahrrad das vorherrschende Fortbewegungsmittel ist oder wo das in Zukunft zu erwarten ist. Sie sind grundsätzlich Radfahrern vorbehalten, werden aber für den KfZ-Verkehr häufig freigegeben. Allerdings müssen sich Autos dem Radverkehr anpassen. Es gilt für alle Fahrzeuge maximal Tempo 30. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren.
Fahrradstraßen gelten auch in Trier als wichtiger Bestandteil künftiger Fahrradrouten, zum Beispiel als Verlängerung der Innenstadtrouten nach Trier-Nord und Trier-Süd. In diesem Stadtteil wurde im November 2018 die erste Trierer Fahrradstraße als Verbindung zwischen der Südallee und der Hohenzollernstraße freigegeben. Künftig ist eine Verlängerung bis zur Konrad-Adenauer-Brücke geplant.

Gemeinsamer Geh – und Radweg ohne Benutzungspflicht

Die bekannten Verkehrsschilder mit blauem Hintergrund für Radwege oder auch kombinierte Geh – und Radwege sind mit einer Benutzungspflicht verbunden. Dies kann mit einem auf dem Asphalt aufgetragenen kombinierten Fahhrad – und Fußgängersymbol umgangen werden. Das Piktogramm hat einen trennenden Querstrich zwischen dem Fußgänger – und Fahrradsymbol, aber keinen umschließenden Kreis. Dies bedeutet: Fußgänger und Radfahrer können den Weg gemeinsam benutzen, es gibt aber keine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Radverkehr. Für Radfahrer besteht keine Benutzungspflicht.

Freigegebene Fußwege / Fußgängerzonen

Teilweise wird der Radverkehr auch über Fußgängerbereiche bzw. Fußgängerzonen geführt. Hier gilt ein besonderes Rücksichtnahmegebot gegenüber Fußgängern und es ist mit mäßiger Geschwindigkeit zu fahren. In Trier sind bei Fußwegen mit Radverkehrsfreigabe in der Regel die begleitenden Fahrbahnen für den Radverkehr freigegeben, sodass dem sportlichen Alltagsradler eine Alternative bereit steht (zum Beispiel Alleenring).

Fehlt das Zusatzschild Fahrrad frei, sind die Seitenräume bzw. der Fußgängerbereich den Fußgängern vorbehalten. Die Fußgängerzone in Trier ist im peripheren Bereich ganztägig und im zentralen Bereich im Zeitraum von 19 Uhr abends bis 11 Uhr vormittags für den Radverkehr frei gegeben. Die Bereiche sind entsprechend ausgeschildert; eine Übersicht bietet die Karte zur Radführung in der Fußgängerzone. Die zeitlich begrenzt befahrbare Fußgängerzone ist nicht Teil des Radroutenkonzepts. Das Radverkehrskonzept sieht daher zwei Umfahrungsrouten vor (sog. „Innenstadtrouten“).

Selbständig geführte Radwege

Nicht immer müssen Radwege entlang einer Hauptverkehrsstraße verlaufen. Verbindungen durch Parks und Kleingartenanlagen oder „Schleichwege“ in Wohngebieten sind ein wichtiger Bestandteil des Radwegenetzes. Zumeist nutzen Fußgänger und Radfahrer diese Wege gemeinsam. Ausreichende Beleuchtung vorausgesetzt, gilt diese Form der Radverkehrsführung als besonders sicher und attraktiv. Das Radverkehrskonzept sieht an relevanten Streckenabschnitten diesbezüglich Optimierungen vor.

Wo ist Radfahren nicht erlaubt?

Die folgenden Verkehrszeichen signalisieren, dass die Nutzung der Fahrbahn für Radfahrer verboten ist:

Beispiele in Trier sind stark befahrene, vierspurige Abschnitte der Moseluferstraßen oder zum Beispiel die Konrad-Adenauer-Brücke. Wenn die Fahrbahn nicht benutzt werden darf, sind in der Regel Alternativrouten (zum Beispiel begleitende Radwege) ausgewiesen.

Https://www. stadtbibliothek-weberbach. de/icc/stadtarchiv/nav/a83/broker. jsp? uMen=8e260a44-9f3b-7451-431d-95260a348b02

Regeln zur Radwegebenutzung

Baunatal | Stadtverwaltung Die wichtigsten Zeichen und ihre Bedeutung für die Radwegebenutzung sind hier erläuert.

Es gibt einige Verkehrszeichen, die speziell für Radfahrer gelten. Dazu gehören die Schilder, die eine Radwegebenutzungspflicht signalisieren. Sehen Sie in Ihrer Fahrtrichtung eines der Zeichen 237, 240 oder 241 müssen Sie den damit gekennzeichneten Radweg nutzen.

Dürfen Radfahrer die Radwege auch in Gegenrichtung benutzen?

Normalerweise nicht, denn auch für Radfahrer gilt das Rechtsfahrgebot.
Es sei denn, der Radweg ist mit dem blauen Radwegschild oder dem Schild “Radfahrer frei” auch für die Gegenrichtung lesbar ausgeschildert. Außerorts ist das die Regel. Innerorts sollte es jedoch eine absolute Ausnahme sein, da dies mit besonderen Gefahren verbunden ist. Autofahrer rechnen an Einmündungen nicht mit Radfahrern aus der “falschen” Richtung. Und auch dort wo es erlaubt ist, sollten Radfahrer besonders vorsichtig sein.

Reine Radwege

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Zeichen 237 – Sonderweg für Radfahrer
Bei diesem Verkehrsschild handelt es sich um einen reinen Radweg, der nur von Radfahrern benutzt werden darf.

Fuß – und Radwege

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Es ist nicht immer möglich, den Geh – und Radweg baulich voneinander abzusetzen. Dann müssen sich Radler und Fußgänger einen Weg teilen, entweder als gemeinsamer oder als nur durch eine Linie getrennter Rad – und Fußweg.

Zeichen 240 – Gemeinsamer Fuß – und Radweg:

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Hier müssen sich die Radfahrer mit den Fußgängern die gesamte Wegfläche teilen. Dabei haben die Radfahrer jedoch nicht freie Bahn. Auf Fußgänger muss Rücksicht genommen werden.

Zeichen 241 – Getrennter Rad – und Fußweg:

Hier gibt es für Radfahrer und Fußgänger einen eigenen Bereich. Da die Trennung nur in einer farblichen Kennzeichnung des Bodens oder in einer Trennlinie besteht, können sich Radler und Fußgänger gefährlich nahe kommen. Gegebenenfalls sollte man hier das Tempo deutlich reduzieren.

Benutzungspflicht von Radwegen

Die Radwegebenutzungspflicht ist dort vorhanden, wo eines der blauen Verkehrszeichen mit weißem Fahrradsymbol in Fahrtrichtung aufgestellt ist.
Nur dann, wenn es rechts keinen Radweg gibt und der linke Radweg in Fahrtrichtung mit dem blauen Radwegschild gekennzeichnet ist, gibt es auch dort eine Pflicht zur Benutzung des Radweges in Gegenrichtung. Steht dort nur “Radfahrer frei”, dürfen Radler zwischen Radweg und Fahrbahn wählen.
Auf den Boden gemalte Verkehrszeichen für sich alleine reichen nicht aus. Erst recht gilt keine Benutzungspflicht, wenn ein Weg nur aufgrund seiner baulichen Merkmale ein Radweg sein könnte (z. B. rote Pflasterung oder Asphaltierung). Wenn Sie den Weg nicht eindeutig als Radweg identifizieren können, so können dies andere Verkehrsteilnehmer auch nicht.

Wo endet die Radwegebenutzungspflicht?

Die Benutzungspflicht endet an der nächsten Einmündung, wenn sich dort nicht wieder eines der drei oben genannten Verkehrszeichen befindet. Andernfalls müssen Sie in der Regel auf die Straße wechseln.

Nutzung von Gehwegen

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Der Gehweg ist immer tabu, wenn er nicht ausdrücklich für Radfahrer freigegeben ist. Dafür muss das Verkehrszeichen „Fußweg“ durch den Zusatz „Radfahrer frei“ ergänzt sein. Dann sind Sie auf dem Gehweg aber nur „geduldet“ und müssen besonders Rücksicht auf die Fußgänger nehmen. Erlaubt ist nur Schrittgeschwindigkeit.

Zeichen 239 – Fußweg mit Zusatzzeichen 1022-10 (Radfahrer Frei)

Dieser Gehweg darf von Radfahrern mit besonderer Rücksicht auf die Fußgänger benutzt werden.

Der Radfahrer kann bei diesem Verkehrszeichen auch die Straße benutzen!

Nutzung der Straße

Wenn es in Fahrtrichtung keinen ausgewiesenen Radweg oder freigegebenen Fußweg gibt, gehören Radfahrer auf die Fahrbahn.

Text & Foto (V. i.S. d.P)
Stadt Baunatal vertreten durch den Magistrat
Marktplatz 14, 34225 Baunatal
Telefon: 05 61 / 49 92 -0
Https://www. baunatal. de
Foto: Wolfgang Leitner

Dieser Baunatal Blog ist ein Service des Stadtmarketing Baunatal mit Nachrichten aus Baunatal, dem Landkreis Kassel und der Region Nordhessen. Die Autoren der jeweiligen Artikel und Fotos sind am Ende des Textes unter V. i.S. d.P. (Verantwortlich im Sinne des Presserechts) ausgewiesen. Nur wenn dort die Stadtmarketing Baunatal GmbH steht, sind wir der richtige Ansprechpartner.
Bitte wenden Sie sich mit Anregungen & Kritik an die enstprechenden Autoren der Nachrichten.

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Https://baunatal. blog/regeln-zur-radwegebenutzung/

Verhaltensregeln für Fahrradfahrer im Gemeindegebiet Eichenau

Im Folgenden soll auf die verschiedenen Verkehrsanlagen für Fahrradfahrer in Eichenau und ihre richtige Benutzung hingewiesen werden:

GEHWEG

In der Regel ohne Beschilderung oder Zeichen 239

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Hier gelten folgende Verhaltensregeln:

    Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, Kinder bis zum 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benützen. Beim Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder absteigen.

GEHWEG + ZUSATZZEICHEN

Zeichen 239 – Gehweg

Plus Zusatzzeichen 1022-10 – Radfahrer frei

Hier gelten folgende Verhaltensregeln:

    Radfahrer müssen auf Fußgänger Rücksicht nehmen. Fußgänger dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, müssen Radfahrer warten. Der Radfahrer darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Radfahrer dürfen nur den Weg benutzen, der in ihrer Fahrtrichtung rechts von der Fahrbahn liegt, außer der Radweg ist auch in entgegengesetzter Richtung durch Beschilderung freigegeben ( z. B. Hauptstraße zwischen Friedhof und Allinger Straße)

SELBSTÄNDIGER RADWEG

Wann darf ich einen Radweg benutzen Zeichen 237 – Radweg

Hier gelten folgende Verhaltensregeln:

Anderer Straßenverkehr darf ihn nicht benutzen, es sei denn, dies ist ausdrücklich durch Zusatzzeichen zugelassen.

GETRENNTER RAD – UND FUSSWEG

Wann darf ich einen Radweg benutzen Zeichen 241: getrennter Rad – und Fußweg

Hier gelten folgende Verhaltensregeln:

Radfahrer müssen die für sie beschilderte Seite benutzen. (Radwegbenutzungspflicht)

Fußgänger müssen die für sie beschilderte Seite benutzen.

Der Radweg darf nur in der beschilderten Fahrtrichtung benutzt werden.

GEMEINSAMER RAD – UND FUSSWEG

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Hier gelten folgende Verhaltensregeln:

    Radfahrer müssen ihn in der beschilderten Fahrtrichtung benutzen. (Radwegbenutzungspflicht) Erforderlichenfalls muss der Fahrradverkehr die Geschwindigkeit an die Fußgänger anpassen.

VERHALTENSREGELN FÜR RADFAHRER

AUF RADWEGEN BEIM ÜBERQUEREN EINER STRASSE

An Kreuzungen oder Einmündungen gelten für Radfahrer die gleichen Vorschriften wie für den Fahrverkehr, der entlang des Radweges verläuft. Im Fall von Radverkehrsanlagen im Zuge von Vorfahrtsstraßen (z. B. entlang der Haupt – und Schillerstaße in Eichenau) müssen Radwegefurten markiert werden. Erwachsene Radfahrer nehmen hier beim Überqueren der Seitenstraße an der Verkehrsregelung für die Vortahrsstraße teil, außer der Radweg ist mehr als 5 Meter von der Vorfahrtsstraße abgesetzt (z. B. Tannenstraße) oder dem Radverkehr wird durch Zeichen 205 StVO ( Vorfahrt gewähren; z. B. Bahnhofstraße Ausfahrt Seniorenzentrum) eine Wartepflicht auferlegt.

Kinder müssen, wenn sie auf einem Gehweg fahren, beim Überqueren einer Fahrbahn absteigen!

Diese Vorschriften gelten auch für Gehwege, die zur Benutzung durch den Radverkehr freigegeben sind.

Https://www. eichenau. org/verhaltensregeln-fuer-fahrradfahrer-im-gemeindegebiet-eichenau

Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen und Radwege

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Ein Radfahrstreifen ist ein für den Fahrradverkehr bestimmter und besonders gekennzeichneter Teil der Fahrbahn, wobei der Verlauf durch wiederholte Markierung mit Fahrradsymbolen und das Ende durch die Schriftzeichenmarkierung „Ende“ angezeigt werden kann: Mit der 30. StVO-Novelle entfällt das Wort „Ende“; bestehende Bodenmarkierungen müssen spätestens ab 1. Jänner 2025 den neuen Vorschriften entsprechen.

Ein Radfahrstreifen wird durch eine Sperrlinie gegen den benachbarten Fahrstreifen abgegrenzt.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Wenn es die Verkehrsverhältnisse oder die örtlichen Gegebenheiten erfordern, kann die Sperrlinie durch eine Warnlinie unterbrochen oder statt einer Sperrlinie überhaupt eine Warnlinie angebracht werden („Mehrzweckstreifen“).

Ein Mehrzweckstreifen ist ein Radfahrstreifen, der unter besonderer Rücksichtnahme auf die Radfahrer auch von anderen Fahrzeugen benutzt werden darf, z. B.

    Wenn für breite Fahrzeuge wie LKW oder Omnibusse der links an den Mehrzweckstreifen angrenzende Fahrstreifen nicht breit genug Wenn das Befahren durch Richtungspfeile auf der Fahrbahn für das Einordnen zur Weiterfahrt angeordnet ist Zum Überqueren, um das Fahrzeug am Fahrbahnrand einparken zu können

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Ein Radweg ist ein für den Verkehr mit Fahrrädern bestimmter und als solcher gekennzeichneter Weg.

Https://www. fuerboeck. at/verkehrsrecht/bodenmarkierungen/radfahrsymbole/

Rad – und Autofahrer im täglichen Miteinander

Seit jeher scheinen sich zwei Gruppen von Verkehrsteilnehmern mit Argwohn zu begegnen: Autofahrer schimpfen auf rüpelhafte Radfahrer und Radfahrer auf rücksichtslose Autofahrer. Doch welcher Kern versteckt sich hinter den Aussagen? Wer hat welche Rechte? Wer hat wem gegenüber Vorrang und wo bestehen besondere besondere Pflichten? Es ist an der Zeit, um mit Irrtümern und Mythen aufzuräumen.

Wann darf ich einen Radweg benutzen

Von Rechten und Pflichten

Autofahrer bekommen oftmals von dem Straßentrubel, der um sie herrscht, nur wenig mit. Im Auto sitzend und geschützt von der Karosserie, sind sie weder Wind noch Regen ausgesetzt. Anders dagegen Radfahrer, die darüber hinaus über keine Knautschzone verfügen. Als die schwächeren Verkehrsteilnehmer genießen Radfahrer zusammen mit Fußgängern einen besonderen rechtlichen Schutz im Straßenverkehr. Doch worin unterscheiden sich Auto – und Radfahrer genau? Und welche Pflichten teilen sie sich?

Rechtsfahrgebot und Radwege

Grundsätzlich gilt auch für Radfahrer das Rechtsfahrgebot – und zwar sowohl auf der Fahrbahn als auch auf Radwegen. Allerdings dürfen Radfahrer auch einen Meter Abstand vom Fahrbahnrand halten, um die Sturzgefahr durch beispielsweise Abwasserschächte oder unbefestigte Fahrbahnräder zu verringern. Beim Vorbeifahren an parkenden Fahrzeugen kann der Abstand sogar 1,5 Meter betragen.

Nur wenn Radwege auch entgegen der Fahrtrichtung der Straße geöffnet werden, darf auch links gefahren werden. Allerdings erhöht dies das Unfallrisiko und ist daher nur selten der Fall. Kommt es zu einem Unfall, müssen Radfahrer – neben einem Bußgeld – auch mit einer Mithaftung rechnen.

Im Rahmen des Rechtsfahrgebotes sind Radfahrer gehalten, den Schutzstreifen – erkennbar an der gestrichelten Linie und dem Fahrradpiktogramm – zu nutzen. Dieser darf von Autofahrern mitbenutzt werden – wenn Radfahrer dadurch nicht gefährdet werden. Anders sieht es bei Radfahrstreifen – von der Fahrbahn durch einen durchgezogenen Strich – und Radwegen – mit einem Bordstein getrennt – aus. Diese sind für Autofahrer tabu.

Entgegen der landläufigen Meinung besteht für Radfahrer keine grundsätzliche Pflicht Radwege zu benutzen. Lediglich wenn ein blaues Schild mit weißem Fahrrad auf einen Radweg hinweist, muss der Radfahrer auf den Radweg ausweichen. Nur bei Eigengefährdung – durch Scherben, Laub oder Schnee auf dem Radweg – entfällt die Nutzungspflicht. Fehlt ein solches Schild, dürfen Radfahrer den Radweg nutzen, sie müssen es jedoch nicht.

Geparkt werden darf übrigens auf keinem der dreien – auch nicht, um kurz beim Bäcker Brötchen zu holen. Zum einen dürfen grundsätzlich nur Radfahrer die Radwege nutzen, zum anderen wird die Nutzungspflicht nur dort angeordnet, wo die Benutzung der Straße für Radfahrer zu gefährlich wäre. Ein parkendes Fahrzeug stellt ein Hindernis dar, welches die Radfahrer an Gefahrenstellen dennoch auf die Straße zwingt und sie dadurch gefährdet. Während das Bußgeld früher bis zu 35 € betragen konnte, kann es – nach der Reform des Bußgeldkatalogs 2021 – bis zu 100 Euro kosten. Abgesehen davon, dass das Auto abgeschleppt werden kann, da Radfahrer grundsätzlich nicht damit rechnen müssen, dass der Radweg auch nur teilweise blockiert ist (Verwaltungsgericht des Saarlandes vom 19.09.2016, Az. 6 L 1336/16), ist auch ein Punkt in Flensburg möglich.

Welche Ampel gilt?

Für Autofahrer gilt nach wie vor die Fahrbahnampel. Doch seit Anfang 2017 hat sich die Rechtslage für Radfahrer verändert: Ist eine separate Fahrradampel – erkennbar an dem abgebildeten Fahrrad – eingerichtet, so ist diese bindend. Fehlt es an einer eigenen Ampel, ist nicht mehr die Fußgängerampel, sondern die Fahrbahnampel zu beachten.

Daher gilt insbesondere für abbiegende Autofahrer besondere Vorsicht: Selbst, wenn die Fußgängerampel Rot zeigt, könnten Radfahrer weiter geradeaus an dem abbiegenden Fahrzeug vorbeifahren. Denn wer abbiegen will, muss Radfahrern Vorrang gewähren, auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren (§ 9 Abs. 3 StVO).

Um die Gefährdung für Radfahrer zu senken, verfügen manche Ampeln über einen Fahrradaufstellstreifen ( Fahrradschleuse ), die von den Autofahrern freizulassen ist. Sehr zum Ärger mancher Autofahrer dürfen Radfahrer darüber hinaus auch wartende Fahrzeuge langsam und umsichtig rechts überholen. Dadurch können sie sich jedoch im Blickfeld der Autofahrer aufstellen, was das Unfallrisiko senkt.

Abstand halten beim Überholen

Will ein Autofahrer einen Radfahrer überholen, muss er ausreichend Sicherheitsabstand einhalten. Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, dass der Abstand beim Überholen mindestens 1,5 Meter betragen sollte. Noch weniger bekannt ist, dass diese ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h, bei Witterungseinflüssen (wie Starkregen, Schnee oder starkem Wind) oder schlechten Sichtverhältnissen, sowie beim Überholen von Kindern sogar auf zwei Meter steigt.

Zu geringer Abstand kann durch Fehlreaktionen oder den Fahrtwind zu Stürzen und Unfällen führen. In der Regel ist daher ein vollständiger Spurwechsel erforderlich. Wer nicht auf die linke Fahrspur ausweichen kann, darf schlichtweg nicht überholen. Der Seitenabstand gilt übrigens auch für Radfahrer, die andere Radfahrer oder parkende Fahrzeuge (s. a. „Dooring“) überholen oder an – auf dem Radweg stehenden – Mülltonnen vorbeifahren.

Praxistipp

Nehmen Sie es lieber etwas zu genau mit den Grundregeln der Straßenverkehrsordnung. Denn § 1 StVO besagt: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Wenn es also wieder einmal zu einer unklaren Verkehrssituation kommen sollte, nehmen Sie Rücksicht und handeln im Zweifel frei nach dem Prinzip Der Klügere gibt nach. So können alle Fahrer – ob mit Auto oder Rad – partnerschaftlich am Verkehr teilnehmen. Ansonsten gilt auch hier: Voigt regelt!

Https://kanzlei-voigt. de/aktuelles/rad-und-autofahrer-im-taeglichen-miteinander-eine-geschichte-voller-missverstaendnisse/

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