Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Zur vorschriftsmäßigen Fahrradausstattung gehört neben einer helltönenden Klingel und zwei unabhängig voneinander funktionierenden Bremsen eine ausreichende Fahrradbeleuchtung. Diese besteht aus einem weißen Abblendlicht vorn, einem roten Rücklicht sowie Reflektoren von und hinten am Fahrrad sowie an den Pedalen und in den Speichen.

Zeigt ein Verkehrszeichen einen Radweg an, so müssen Radfahrer diesen auch benutzen. Fehlt ein solches Schild, obwohl ein Radweg vorhanden ist, dürfen Radfahrer zwischen diesem und der Straßenbenutzung wählen. Der Gehweg ist für Radfahrer generell tabu, es sei denn, ein Verkehrsschild erlaubt dessen Benutzung.

Ähnlich wie Kraftfahrer müssen Radfahrer deutlich anzeigen, wenn sie abbiegen und die Fahrtrichtung ändern wollen. Sie müssen ihre Absicht rechtzeitig per Handzeichen ankündigen. Außerdem gilt auch für Fahrradfahrer ein Rechtsfahrgebot, welches in unserem Video näher erläutert wird.

Straßenverkehrsregeln für Fahrradfahrer

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Die Straßenbenutzung mit dem Fahrrad unterliegt diversen Regeln.

Müssen Radfahrer den Radweg benutzen oder dürfen sie Auch auf der Straße fahren? Was besagt der Bußgeldkatalog für Radfahrer? Wie hoch ist das Bußgeld bei einem Verstoß gegen die Verkehrsregeln?

Welche Regelungen bzw. Besonderheiten gelten für Kinder? Sie sehen, die Fragestellung, Wo Radfahrer überhaupt fahren dürfen bzw. müssen, verspricht schon im Vorfeld viele Fragen, die wir Ihnen im Folgenden beantworten werden.

Müssen Radfahrer vorhandene Radwege benutzen?

Als Radfahrer ist nur dann das Fahren auf dem Radweg verpflichtend, wenn am Radweg ein blaues Schild angebracht ist. Dies wird dann als Radwegschild bezeichnet. Insgesamt gibt es vier solcher Verkehrszeichen für das Fahrrad, die entweder „Nur für Radfahrer“ (Verkehrszeichen 237) oder „Nur für Fußgänger und Radfahrer gemeinsam“ (Zeichen 240) vorschreiben oder gar „Nur für Radfahrer und Fußgänger getrennt“ (Verkehrsschild mit der Nummer 241). Zwar sind die Schilder nur ein Gebot, doch für Radfahrer besteht in diesem Fall die Pflicht, diese zu benutzen.

Allerdings gibt es nicht nur Radwegen, die beschildert sind. Diese sind dann oft durch die Art der Pflasterung, durch ein Fahrradpiktogramm oder eine bestimmte Farbe erkennbar. Sie liegen in der Regel rechts neben einer Fahrbahn. Radfahrer sind aber nicht dazu verpflichtet, die nicht beschilderten Wege zu nutzen. Dagegen ist es laut StVO für Radfahrer verboten, andere Radwege auf der linken Seite neben der Straße zu befahren. Genau wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt auch für Radfahrer das Rechtsfahrgebot. Ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot für Fahrradfahrer wird laut Bußgeldtabelle mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro geahndet. Erlaubt ein Verkehrsschild einen Radweg benutzen zu dürfen, der sich linksseitig der Straße befindet, dürfen Sie diesen nutzen. Ansonsten müssen Sie auf der rechten Seite auf der Fahrbahn fahren, wenn daneben kein Fahrradweg existiert.

Radfahrern wird ohnehin empfohlen, zu ihrer eigenen Sicherheit besser auf der Straße zu fahren. Dies gilt in der Regel auch bei Bundesstraßen. Das klingt erstmal paradox, ergibt aber einen Sinn. Denn Auf der Straße werden Radfahrer von Autofahrern viel besser gesehen und wahrgenommen. Zudem ist der ausgeschilderte Radweg auch immer nur dann zu benutzen, wenn dieser befahrbar ist. Nicht selten sind Radwege durch parkende Autos oder Mülltonnen versperrt oder durch Scherben verschmutzt. In diesem Fall dürfen Radfahrer auf die Straße ausweichen. Für den Radweg zu breite Räder mit Anhängern und Lastenräder dürfen dagegen immer auf der Straße fahren.

Video: Rechtsfahrgebot für Radfahrer

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Was gilt in Bezug auf das Rechtsfahrgebot für Radfahrer? Erfahren Sie es in diesem Video.

Sie trotzen als Radfahrer auch Wind und Wetter? In den folgenden Ratgebern finden Sie Tipps, wie Sie auf dem Rad sicher durch alle Jahreszeiten kommen:

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Als Radfahrer auf der Straße fahren

Wenn Weder ein Radweg noch ein Seitenstreifen vorhanden ist, müssen Radfahrer ebenfalls auf der Straße fahren. Viele glauben jedoch, sie dürften auch den Gehweg benutzen, doch dieser ist tabu und keine Alternative. Es gibt aber eine Ausnahme für Kinder. So müssen Kinder bis zum achten Lebensjahr grundsätzlich immer den Gehweg nutzen, während Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr zwischen Straße und Gehweg wählen können. Für erwachsene Radfahrer ist das Fahrradfahren auf dem Gehweg ausschließlich erlaubt, wenn Das Verkehrszeichen 240 diesen für Fußgänger und Radler gemeinsam freigibt. Ist das der Fall, müssen Sie als Radfahrer besonders auf die Fußgänger achten, weil diesen dann stärker gefährdet sind. Im Zweifel fahren Sie lieber etwas langsamer. Fußgänger sind aber auch zu erhöhter Aufmerksamkeit gefordert.

Busspuren sollten Sie hingegen lieber nicht befahren, außer, wenn es ein Zusatzschild erlaubt.

Welche Strafen sieht der Bußgeldkatalog Radfahrer vor?

Im Bußgeldkatalog für Radfahrer werden unter der Kategorie Straßenbenutzung die Verstöße und Konsequenzen geregelt. Doch welche Bußgelder drohen, wenn Radfahrer hierbei gegen die Vorschriften verstoßen?

In besonders schweren Fällen kann die Polizei sogar das Fahrrad beschlagnahmen und man muss zu Fuß weitergehen. Wer zudem Auf der falschen Straßenseite fährt und quasi als Geisterfahrer unterwegs ist, ist im Normalfall Mitschuldig, wenn es zu einem Unfall kommt. Selbst wenn der Unfallgegner, mit dem man zusammengestoßen ist, unaufmerksam oder zu schnell gefahren ist, muss mit einer Mitschuld gerechnet werden. Autofahrer wiederum bekommen eine Teilschuld, wenn an einer Straßenkreuzung nicht auf entgegenkommende Radfahrer (also als Geisterfahrer) geachtet wurde. Denn laut Gesetzgeber müssen Autofahrer einkalkulieren, dass Radfahrer Radwege oftmals in falsche Richtung nutzen.

Https://www. bussgeldkatalog. org/strassenbenutzung-fahrrad/

Die neue StVO im Detail

Lange diskutiert und sehnlich erwartet – die StVO-Novelle: Wo müssen Autofahrer zukünftig mehr aufpassen und was ändert sich für Fahrradfahrer?

Mit der neuen Straßenverkehrsordnung (StVO), die am 28. April 2020 in Kraft tritt, hatte sich das Bundesverkehrsministerium vorgenommen, Sicherheit und Komfort für Radfahrer deutlich zu erhöhen. Nach Einschätzung des Fahrradclubs ADFC ist das zum Teil gelungen, eine grundlegende Reform des Straßenverkehrsrechts stehe allerdings noch aus.

Das ändert sich für Radfahrer

Nebeneinander fahren ist erlaubt
Die StVO-Novelle bekräftigt: Radfahrer dürfen zu zweit nebeneinander fahren – wenn sie die anderen Verkehrsteilnehmer dadurch nicht behindern. Solange genug Platz zum Überholen ist, ist keine Behinderung gegeben. Bislang lautete die Grundregel: Einzelne Fahrradfahrer dürfen nur hintereinander fahren; Nebeneinanderfahren – ohne die oben genannte Rücksichtnahme – war bis jetzt lediglich in Verbünden ab 16 Radfahrern möglich.

Foto: Kay Tkatzik Pressedienst Fahrrad (www. pd-f. de)

Grünpfeil für den Radverkehr
Mit der neuen StVO kommt als neues Verkehrszeichen der Grünpfeil für den Radverkehr. Es erlaubt das Rechtsabbiegen bei roter Ampel für Radfahrer nach vorherigem Anhalten. Entsprechende Verkehrszeichen sind bereits in Frankreich, Belgien und den Niederlanden zur Beschleunigung des Radverkehrs erfolgreich im Einsatz, dort sogar ohne Anhaltepflicht. Der schon bekannte Grünpfeil für den Autoverkehr gilt auch für den begleitenden Radweg, stellt die neue StVO klar.

Jeder darf im Lastenrad mitfahren
Bisher war es in Deutschland lediglich erlaubt, Kinder in einem Lastenrad mitzunehmen. Diesem Verbot ging ein Gesetzesfehler voraus: In der StVO-Fassung von 1937 stand: „Auf einsitzigen Fahrrädern dürfen Radfahrer Personen nicht mitnehmen“. Ausnahme: Kinder unter sieben Jahren. Bei der Neufassung 1970 wurde das Wort „einsitzig“ schlicht vergessen. Nach Korrektur dieses Fehlers darf sind Rikschas und Lastenräder mit Beförderungsmöglichkeiten im Straßenverkehr nun legal erlaubt und jeder kann mitfahren. Einzige Voraussetzung: Das Lastenrad muss zur Personenbeförderung gebaut und für Mehrgewicht zugelassen sein sowie über eine entsprechende Sitzvorrrichtung verfügen.

Foto: Schuh Florian Pressedienst Fahrrad (www. pd-f. de)

Gehwegradeln wird teuer
Der ADFC weist seit Langem darauf hin, dass das Radfahren auf Gehwegen rücksichtslos und gefährlich ist. Gleichzeitig bekräftigt er die Forderung nach durchgängigen Qualitätsradwegenetzen, denn wenn Radfahrer auf Gehwege ausweichen, ist das oft auf fehlende oder schlechte Radinfrastruktur zurückzuführen. Das Bußgeld für regelwidriges Radfahren auf Gehwegen erhöht sich von 10 bis 25 Euro auf 55 bis 100 Euro. Gleiches gilt außerdem für die vorschriftswidrige Nutzung von linksseitig angelegten Radwegen und Seitenstreifen.

Das ändert sich für Autofahrer – in Bezug auf den Radverkehr

1,50 m Mindestüberholabstand ist Pflicht
Beim Überholen von E-Scooter – und Radfahrern müssen Autofahrer einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Außerorts sind es sogar zwei Meter. Was zuvor schon durch Gerichtsentscheidungen galt, ist jetzt ausdrücklich festgelegt. Bislang stand in der StVO, dass es sich um einen „ausreichenden Seitenabstand“ handeln müsse. Die Anpassung des Gesetzestextes folgt damit bestehenden Gerichtsurteilen, die diesen Mindestabstand bereits seit den 1980er Jahren empfahlen (z. B. OLG Saarbrücken 3 U 141/79). Die Einhaltung des Seitenabstandes gilt übrigens auch, wenn man einen Radfahrer mit Anhänger überholt.
Die neue Regelung gilt unabhängig davon, ob Radfahrer auf der Fahrbahn, auf „Schutzstreifen“, Radfahrstreifen oder geschützten Radfahrstreifen („Protected Bikelanes“) unterwegs sind. Faktisch bedeutet diese Regel ein Überholverbot an Stellen, die nicht die notwendige Breite haben. Nur wissen das die meisten Autofahrenden nicht, weshalb der ADFC eine Aufklärungskampagne zur neuen StVO sowie eine schnelle Entwicklung geeigneter Verkehrsüber-wachungstechnik fordert.

Foto: Luka Gorjup Pressedienst Fahrrad (www. pd-f. de)

Höhere Bußgelder fürs Falschparken
Wer mit dem Auto auf Geh – und Radwegen parkt, zahlt zukünftig zwischen 55 und 100 Euro, statt bisher 15 bis 30 Euro. Das gilt auch für das Parken und Halten in zweiter Reihe oder auf Straßenbahnschienen sowie für das unerlaubte Halten auf Schutzstreifen. Gemeint sind Fahrbahnmarkierungen für den Radverkehr mit gestrichelter Linie und Fahrradsymbol. Kraftfahrzeuge durften dort bisher maximal drei Minuten halten. Bei einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer droht zusätzlich ein Punkt in Flensburg.

Höhere Bußgelder für gedankenloses Abbiegen & Dooring
Wenn Autofahrer ohne Schulterblick abbiegen oder die Tür aufreißen (auch Dooring genannt), kann das für Radfahrer tödlich enden. Deshalb steigen die Bußgelder für diesen Tatbestand deutlich. Autofahrer, die beim Abbiegen eine Person auf dem Rad gefährden, müssen mit einem Bußgeld von 140 Euro (bisher 70 Euro) rechnen – und einem Monat Fahrverbot. Wer beim Aussteigen unaufmerksam die Autotür öffnet und damit einen Radfahrer gefährdet, zahlt ebenfalls mehr: 40 statt 20 Euro.

Schrittgeschwindigkeit beim Abbiegen für Lkw
Um Abbiegeunfälle zu vermeiden, dürfen Lastkraftwagen über 3,5 Tonnen beim Rechtsabbiegen innerorts dort, wo mit Rad – oder Fußverkehr gerechnet werden muss, nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren. Das Schritttempo von 4 bis 7 km/h gibt dem Lkw-Fahrer mehr Zeit, die Abbiegesituation zu überblicken. Das Bußgeld für die Missachtung beträgt 70 Euro, dazu kommt ein Punkt in Flensburg.

Foto: Lehmkühler Jens adfc

Erweiterung des Parkverbots an Kreuzungen
Das Parkverbot für Kfz an Kreuzungen mit baulichem Radweg wird von fünf auf acht Meter vom Fahrbahnkreuzungspunkt erhöht. Damit sollen Sichtbehinderungen und daraus resultierende gefährliche Situationen minimiert werden. Problemfelder bleiben aber die Kreuzungen ohne Radweg. Speziell Kinder bis acht Jahre, die auf dem Gehweg fahren müssen, werden weiterhin schlecht von Autofahrern wahrgenommen. Sie müssen deshalb laut Gesetz bei jeder Fahrbahnquerung absteigen und schieben – auch wenn sie von ihren Eltern begleitet werden. Ein Sicherheitswimpel am Kinderfahrrad zur Erhöhung der Sicherheit ist empfehlenswert.

Https://www. bike-magazin. de/special/mobilitaet/die-neue-stvo-im-detail/

Fahrrad im Verkehr: Dürfen Radler nebeneinander auf der Straße fahren?

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Millionen Fahrräder werden in diesen Tagen in Deutschland wieder aus den Kellern und den Garagen geholt. Der Frühling ist da – und damit beginnt auch die Radl-Saison 2023. Doch dabei gibt es Regeln – vor allem, was das Fahren auf Straßen betrifft.

Darf man mit dem Fahrrad nebeneinander auf einer Straße fahren – oder muss man hintereinander bleiben? Das wollten wir vom Fahrradclub ADFC wissen.

„Weit verbreiteter Irrtum“

„Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Radfahrende hintereinander fahren müssen“, erklären dazu die Experten. Wenn der Verkehr dadurch nicht behindert wird, dürfen Radler auch nebeneinander fahren, heißt es. Werden andere behindert, weil zwei Radfahrer nebeneinander fahren, werden 20 Euro Bußgeld fällig, wenn die Polizei das bemerkt. Werden andere gar gefährdet, sind es 25 Euro. „Mit Unfallfolge oder Sachbeschädigung werden Radfahrende mit 30 Euro zur Kasse gebeten“, klärt der ADFC auf.

Ausnahme auf dem Radweg und auf Fahrradstraßen

Auf Radwegen oder in Fahrradstraßen dürfen Radler immer zu zweit nebeneinander fahren. Autos müssen hinter ihnen bleiben, wenn zum Überholen nicht genug Platz bleibt.

Vor einiger Zeit hat eine Straßenverkehrsnovelle diese Regelung noch einmal bestätigt. Nun lautet der genaue Gesetzestext in der Straßenverkehrsordnung (StVO): „Mit Fahrrädern darf nebeneinander gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird; anderenfalls muss einzeln hintereinander gefahren werden“ (Paragraf 2, Absatz 4).

Im ADFC-Magazin „Radwelt“ schreibt der Rechts-Experte Roland Huhn 2020 dazu: „Das Nebeneinanderfahren von Radfahrer*innen wird ausdrücklich erlaubt. Mit der Novelle der StVO ist die Regelung klar formuliert: Sofern anderer Verkehr nicht behindert wird, darf man auf dem Rad generell zu zweit nebeneinander fahren. Bisher lautete die Grundregel: Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden, nebeneinander Fahren war die Ausnahme.“

Freihändig Radeln ist verboten

Anders sieht es übrigens mit freihändigem Fahrradfahren aus, warnt der ADFC: Wer freihändig Fahrrad fährt, muss in Deutschland mit einem Bußgeld von 5 Euro rechnen. Einhändiges Radeln dagegen ist erlaubt, wenn man das Rad dabei vollständig unter Kontrolle behält, heißt es.

Https://www. wochenblatt. de/nachrichten/panorama/fahrrad-im-verkehr-duerfen-radler-nebeneinander-auf-der-strasse-fahren-10824158

Ratgeber – Dürfen Velofahrer nebeneinander fahren?

Oft fallen mir Velofahrer auf, die vor allem ausserorts auf der Strasse nebeneinander fahren. Bei stetigem Gegenverkehr hat man kaum Chancen, diese zu überholen. Ist es erlaubt, nebeneinander zu fahren, und falls nicht, was sind die Folgen von solchem Verhalten?

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Velofahrer, die gemeinsam unterwegs sind, fahren oft nebeneinander, um während der Fahrt miteinander kommunizieren zu können. Dies kann für Autofahrer mühsam und für die Radfahrer auch gefährlich werden. Das Nebeneinanderfahren auf der Strasse ist grundsätzlich verboten, es gibt jedoch Ausnahmen.

Ordnungsbusse droht

Art. 46 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) bestimmt, dass Velofahrer nicht neben­einander fahren dürfen. Diese Regel wiederholt auch die Verkehrsregelnverordnung VRV. Wer gegen diese Vorschrift verstösst, dem droht eine Ord­nungsbusse von Fr. 20.–. Die Strafe fällt also milde aus und kann auch im Wiederholungsfall nicht erhöht werden.

Die Verkehrsregelnverordnung regelt die Ausnahmen des obigen Grundsatzes. Das Nebeneinanderfahren ist gestattet, wenn die Gruppe der Velofahrer mehr als zehn Fahrer umfasst. Ebenfalls darf nebeneinander gefahren werden, wenn dichter Velo – oder Motorfahrradverkehr herrscht. Dies deshalb, damit der übrige Verkehr trotz der vielen Velos nicht zum Erliegen kommt. Auf diese Weise ist es möglich, dass jeweils einzelne Gruppen von Autos überholt werden können und sich am rechten Strassenrand keine endlosen Kolonnen von Velofahrern bilden. Ebenfalls darf dies auf Radwegen und auf signalisierten Rad-Wander-Wegen auf Nebenstrassen erfolgen.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber «Luzerner Zeitung» Maihofstrasse 76, 6002 Luzern E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung. ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

In Begegnungszone erlaubt

Schliesslich ist es auch in Begegnungszonen legal, nebeneinander zu fahren. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass Fussgänger stets Vortritt geniessen und eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h vorgesehen ist.

Aber auch in den oben genannten Fällen ist es nicht immer erlaubt, nebeneinander zu fahren, sondern nur dann, wenn dadurch der übrige Verkehr nicht behindert wird. Dies ist von Fall zu Fall zu prü­fen. Diese Vorschriften gelten übrigens sowohl in der Stadt wie auch auf dem Land.

Laut Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) dürfen Fahrräder höchstens einen Meter breit sein. Bis zum 14. Januar 2017 musste die Lenkstange zwischen 40 und 70 Zentimeter breit sein.

Diese Vorschrift wurde aber ausser Kraft gesetzt. Solange das gesamte Fahrrad nicht über einen Meter breit ist, darf auch die Lenkstange jetzt einen Meter breit sein.

Paradoxe Situation

Paradox ist nun: Die Lenkstange eines Rennrades ist lediglich 45 cm breit. Zwei geübte Rennvelofahrer könnten also in zügigem Tempo problemlos mit bloss 10 cm Abstand nebeneinander fahren. Rechnet man also nach, sind zwei Rennvelofahrer, die mit einem Abstand von 10 cm nebeneinander fahren, exakt einen Meter breit; also genau so breit, wie ein einzelnes Fahrrad sein darf. Trotzdem dürfen sie aber nicht nebeneinander fahren, solange keine der genannten Ausnahmen zutrifft.

Https://www. luzernerzeitung. ch/leben/ratgeber/durfen-fahrradfahrer-nebeneinander-fahren-ld.1038622

Allgemeine Verhaltensregeln für Radfahrer

Für Radfahrerinnen/Radfahrer gelten grundsätzlich die gleichen Tempolimits wie für andere Fahrzeuglenkerinnen/Fahrzeuglenker:

Wenn ein Verkehrszeichen auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung hinweist, dann ist diese genauso von Radfahrerinnen/Radfahrern einzuhalten (z. B. Zone 30 im Ortsgebiet).

Achtung

Rechtsabbiegen bei Rot

Die Behörde kann Radfahrerinnen/Radfahrern auf bestimmten Kreuzungen mit Ampelschaltung erlauben, trotz roten Ampellichts rechts abzubiegen oder an „T-Kreuzungen“ (Kreuzungen, an denen kein Fahrzeugverkehr von rechts kommen kann) geradeaus zu fahren. Vorausgesetzt

    es ist eine Zusatztafel („Grünpfeil“) neben dem roten Lichtzeichen angebracht, die Radfahrerin/der Radfahrer hat vor dem Abbiegen bzw. der Weiterfahrt Angehalten und es ist Nicht zu erwarten, dass sie/er Fußgängerinnen/Fußgänger bzw. Fahrzeugverkehr in der freigegebenen Fahrtrichtung Gefährdet oder behindert.

Vorfahren bei Kreuzungen

Haben Fahrzeuge vor Kreuzungen, Straßenengen, Eisenbahnübergängen und dergleichen angehalten, dürfen Einspurige Fahrzeuge (Fahrräder, Mopeds, Motorräder etc. ) Neben oder zwischen den Angehaltenen Fahrzeugen vorfahren, um sich weiter vorne aufzustellen.

Dieses „Vorschlängeln“ ist unter folgenden Voraussetzungen erlaubt:

    Die Fahrzeuge müssen Angehalten haben. Wenn sie sich bewegen, ist das Vorbeifahren verboten. Für das Vorfahren muss Ausreichend Platz vorhanden sein. Fahrzeuge, die Abbiegen wollen, dürfen durch das Vorfahren Nicht behindert werden.

Nebeneinanderfahren

Radfahrerinnen/Radfahrer dürfen auf Radwegen, in Fahrradstraßen, in Wohnstraßen, in Begegnungszonen und – auf sonstigen Straßen mit öffentlichem Verkehr – bei Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern nebeneinander fahren. Beim Nebeneinanderfahren oder wenn eine Radfahrerin/ein Radfahrer neben einer anderen /einem anderen fährt, muss immer der Äußerste rechte Fahrstreifen benützt werden. In Fußgängerzonen dürfen Radfahrerinen/Radfahrer nebeneinander fahren, wenn das Befahren der Fußgängerzone mit Fahrrädern erlaubt ist.

Achtung

Es darf nur dann Auf allen sonstigen Radfahranlagen Von einer Radfahrerin/einem Radfahrer neben einer anderen Radfahrerin/einem anderen Radfahrer gefahren werden, wenn dadurch niemand gefährdet wird, das Verkehrsaufkommen es zulässt und andere Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmer nicht am Überholen gehindert werden.

Wird ein Kind begleitet, darf – außer in Schienenstraßen – neben dem Kind gefahren werden. Weitere Informationen zu Kindern im Radverkehr finden sich ebenfalls auf oesterreich. gv. at.

Radfahren in Gruppen

Fährt eine Gruppe Ab zehn Personen in eine Kreuzung ein, so muss es ihr der Querverkehr ermöglichen, die Kreuzung im Verband zu verlassen. Voraussetzung ist, dass die erste und die letzte Person der Gruppe Reflektierende Warnwesten tragen und die erste Person im Kreuzungsbereich das Ende der Gruppe durch Handzeichen signalisiert; dafür muss sie im Zweifel vom Fahrrad absteigen. Beim Einfahren in die Kreuzung sind die für Radfahrerinnen/Radfahrer geltenden Vorrangregeln zu beachten.

Abstellen von Fahrrädern

Fahrräder müssen so aufgestellt werden, dass sie Nicht umfallen oder den Verkehr behindern können.

Im Haltestellenbereich öffentlicher Verkehrsmittel dürfen Fahrräder nicht abgestellt werden, außer wenn dort ein Fahrradabstellplatz vorhanden ist.

In Fußgängerzonen, in denen das Radfahren nicht erlaubt ist, darf ein Fahrrad geschoben und nun auch während des ganzen Tages abgestellt werden.

Rücksichtnahmegebot

Radfahrerinnen/Radfahrer sind – so wie alle anderen Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmer auch – zu Defensivem Fahren, insbesondere zu ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme verpflichtet.

Telefonieren

Telefonieren während des Radfahrens Ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung ist Verboten.

Alkohollimit

Für Radfahrerinnen/Radfahrer gilt ein Alkohollimit von 0,8 Promille (0,4 mg Alkohol je Liter Atemluft).

Seit 1. September 2009 gelten folgende Strafsätze bei Übertretung des Alkohollimits:

Strafgrund

Betrag in Euro

Ab 0,8 Promille (0,4 mg /l Atemluft)

Ab 1,2 Promille (0,6 mg /l Atemluft)

Ab 1,6 Promille (0,8 mg /l Atemluft)

Verweigerung des Alkotests

Wer in einem durch Drogen beeinträchtigten Zustand Fahrrad fährt, muss mit einer Strafe zwischen 800 Euro und 3.700 Euro rechnen.

Achtung

Bedenken Sie, dass Rad fahren in alkoholisiertem Zustand ein Hinweis auf mangelnde Verkehrszuverlässigkeit sein kann. Stellt die Behörde mangelnde Verkehrszuverlässigkeit fest, kann Ihnen Ihr Kfz – Führerschein entzogen werden.

Weitere Informationen zum Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrerinnen/Radfahrern und Rollerfahrerinnen/Rollerfahren finden sich ebenfalls auf oesterreich. gv. at.

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie

Https://www. oesterreich. gv. at/themen/freizeit_und_strassenverkehr/rad_fahren/2/1/Seite.610905.html

Auf dem Rad nebeneinander fahren: Ist das wirklich verboten?

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Fakt ist: Verboten ist das Fahren nebeneinander nicht. Aber: Der fließende Verkehr, Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer dürfen nur nicht behindert oder anderweitig gefährdet werden. Fahren zwei E-Bikes oder Fahrräder beispielsweise auf der Straße nebeneinander und ein Auto wird somit in seiner Fahrt behindert, oder ein Fußgänger auf dem Radweg fühlt sich dadurch gefährdet, drohen bis zu 30 Euro Bußgeld, stellt der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club e. V. klar.

Dabei gibt je nach Geschehen verschiedene Bußgelder. 20 Euro sind fällig, wenn nebeneinander gefahren und somit andere behindert wurden. Sind Verkehrseilnehmer gar gefährdet worden, beispielsweise musste ein Auto auf die Gegenfahrbahn ausweichen und ergab sich daraus ein höheres Unfallrisiko, sind es 25 Euro. Kommt es wirklich zu einem Unfall, werden die Radler gleich 30 Euro los.

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Nebeneinander ja, freihändig nein!

Erlaubt ist das Fahren nebeneinander immer dann, wenn keine Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer vorliegt. So spricht nichts dagegen auf einem breiten Radweg oder einer kaum befahrenen Straße auch mal nebeneinander her zu radeln. Freihändiges Fahren allerdings geht legal hierzulande in keinem Fall im öffentlichen Straßenverkehr. Wer so erwischt wird, berappt fünf Euro. Einhändiges Radfahren ist indes wieder in Ordnung, solange man kein Smartphone mit der anderen Hand bedient, das kostet wiederum ordentlich!

Https://efahrer. chip. de/e-bikes/auf-dem-rad-nebeneinander-fahren-ist-das-wirklich-verboten_104373

Nebeneinander Fahrradfahren: Erlaubt oder nicht?

Für Autofahrer ist das nebeneinander Fahrrad Fahren oft ein Ärgernis. Ob die Verkehrsordnung das erlaubt oder nicht, erfahren Sie in diesem Beitrag zum Thema Straßenverkehr.

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Nebeneinander Fahrradfahren – das sagt die Straßenverkehrsordnung

Der Paragraph 2 Abs. 4 der StVO regelt, ob Radfahrer nebeneinander fahren dürfen oder nicht.

Https://praxistipps. focus. de/nebeneinander-fahrradfahren-erlaubt-oder-nicht_143527

Ist es verboten, nebeneinander zu fahren

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Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Dürfen Radfahrer nebeneinander fahren?

Berlin – Homeoffice, Lockdown und Kontaktbeschränkungen: Seit dem Beginn der Corona-Krise sind viele Menschen auf das Fahrrad umgestiegen. Experten rechnen damit, dass einige auch nach der Pandemie Radler bleiben. Um auf die zunehmende Belastung durch Autos hinzuweisen und das Zweirad mehr in den Fokus des Alltags zu rücken, findet seit 1998 jährlich am 3. Juni der Weltfahrradtag statt. Anlass genug, um mit einigen populären Irrtümern aufzuräumen.

BEHAUPTUNG: Wenn ein Radweg da ist, muss der benutzt werden.

FAKTEN: Falsch. Dem Rechtsexperten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Roland Huhn, zufolge gilt die Regelung nur, wenn der Radweg mit einem der drei blauen Radweg-Schilder gekennzeichnet ist. Außerdem muss der Radweg gut befahrbar sein. Ist er von Wurzeln überwuchert, liegen Gegenstände im Weg und versperren Autos oder Mülltonnen die Fahrt, darf man auf die Straße ausweichen. Ist der Radweg mit keinem der Radweg-Schilder versehen, kann jeder selbst entscheiden, welchen Weg er wählt.

BEHAUPTUNG: Auf dem Radweg geht’s auch in die Gegenrichtung.

FAKTEN: Nicht immer. Gibt es nur einen Radweg und ist dieser nicht für beide Fahrtrichtungen gekennzeichnet, ist dies nicht erlaubt. In diesem Fall darf der Radweg nur in eine Richtung befahren werden. Klarer wird die Situation, wenn es für jede Fahrspur einen Radweg gibt. Dann ist man verpflichtet, die für die jeweilige Fahrtrichtung ausgewiesene Spur zu nutzen.

BEHAUPTUNG: Radfahrer müssen auf Straßen immer hintereinander fahren.

FAKTEN: Falsch. Nach ADFC-Angaben ist das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ausdrücklich erlaubt. Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) 2020 ist die Regelung klar formuliert: Sofern der Verkehr nicht behindert wird, darf man generell zu zweit nebeneinander fahren. Auf Fahrradstraßen darf man sowieso immer zu zweit nebeneinander in die Pedale treten.

BEHAUPTUNG: Kopfhörer mit Musik sind beim Radfahren verboten.

FAKTEN: Stimmt nicht. „Verboten sind Ohrhörer nur dann, wenn das Gehör wesentlich beeinträchtigt wird“, sagt Rechtsexperte Huhn. Laut StVO ist es grundsätzlich erlaubt, mit Kopfhörern Rad zu fahren und dabei Musik, Hörbüchern oder Podcasts zu lauschen. Wichtig sei, dass das Fahrverhalten nicht beeinträchtigt werde. So muss man gewährleisten, dass man den Straßenverkehr entsprechend wahrnimmt und Warnsignale deutlich hört. Daher rät der ADFC dazu, während der Fahrt auf Musik im Ohr zu verzichten.

BEHAUPTUNG: Auch mit Alkohol im Blut darf man aufs Rad.

FAKTEN: Ein Irrtum. „Schon bei einem Promillewert von 0,3 kann man sich strafbar machen und muss bei einem Unfall haften, wenn es aufgrund des Alkohols zu Fehlern beim Radfahren kommt“, sagt Huhn. „Ab 1,6 Promille begehen Radfahrende auch ohne erkennbare Fahrunsicherheit eine Straftat.“ Bei Verstößen muss mit einem Bußgeld und dem Entzug des Auto-Führerscheins gerechnet werden.

BEHAUPTUNG: Mit dem Rad darf ich über einen Zebrastreifen fahren.

FAKTEN: Kommt drauf an. „Wenn Radfahrende Vorrang haben wollen, müssen sie absteigen und ihr Rad schieben“, sagt der ADFC-Rechtsreferent. „Sie dürfen über den Zebrastreifen fahren, müssen dann jedoch querende Fahrzeuge durchfahren lassen.“

BEHAUPTUNG: Tempolimits gelten auch für Radfahrende.

FAKTEN: Wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit durch entsprechende Verkehrszeichen begrenzt, müssen sich auch Radfahrende daran halten. Ist keine Beschilderung vorhanden, gilt innerorts die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde nur für Kraftfahrzeuge. Jedoch greift die allgemeine Sorgfaltspflicht auch auf dem Rad. In der StVO heißt es: „Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

BEHAUPTUNG: Mit dem Rad darf man falsch herum in Einbahnstraßen.

FAKTEN: Falsch! Laut dem ADFC-Rechtsexperten gilt das nur für Einbahnstraßen, die durch eine entsprechende Beschilderung dafür freigegeben sind. (dpa)

Https://www. rundschau-online. de/ratgeber/verbraucher/radfahren-das-sind-die-populaersten-irrtuemer-im-strassenverkehr-249116

StVO-Novelle: Überholabstand und das Nebeneinanderfahren

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Die StVO-Novelle tritt am Dienstag, dem 28.4.2020 in Kraft!

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Starke Aktion der Polizei Sheffield! Und bei uns?

Der Blog-im-Blog KW 21/2020

Der Bundesrat hat zugestimmt. Nun kommt sie also, die Scheuer’sche StVO-Novelle, die uns Radfahrer einige Verbesserungen bringt. Gut so und gar nicht mal #beScheuerT!

Mein persönlicher Fokus lag auf der längst überfälligen Festschreibung des Mindestabstands beim Überholen von Fahrrad Fahrenden und der Umformulierung des Absatzes 4, §2 StVO, der das Nebeneinanderfahren von Radfahrern unmissverständlich erlaubt, solange niemand behindert wird.

Dass Fahrradfahrer nicht nebeneinander fahren dürfen ist nämlich ein Irrglaube.

Mit beiden Punkten tat sich der Innenausschuss des Bundesrates schwer und brachte Änderungsanträge ein, obwohl der Verkehrsausschuss für die StVO-Novelle federführend war.

Über diese Benzin getränkten Änderungsvorschläge hatte ich unlängst berichtet und sie als Schlag ins Gesicht jedes Rad Fahrenden bezeichnet. V. a. die Begründung des Antrags gegen die Novellierung von §2, Absatz 4 StVO war haarsträubend.

Beide Änderungsanträge wurden vom Bundesrat abgelehnt, sodass die BMVI-Vorschläge im Zuge der StVO-Novelle Gesetz werden!

Nebeneinanderfahren

Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden; nebeneinander darf nur gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.

§2, Absatz 4 StVO in der zum Veröffentlichungsdatum (15.2.2020) gültigen Fassung

Mit Fahrrädern darf nebeneinander gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird; anderenfalls muss einzeln hintereinander gefahren werden.

Geänderter §2, Absatz 4 StVO, wie am 14.2.2020 durch den Bundesrat zugestimmt

Wie gesagt ändert sich eigentlich nichts. Das Nebeneianderfahren ist und bleibt erlaubt, Solange der Verkehr dadurch nicht behindert wird. Aber durch den positiv formulierten ersten Satz wird mit dem Irrglauben aufgeräumt, man müsse einzeln hintereinander fahren.

Mindestüberholabstand

Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu den zu Fuß Gehenden und zu den Rad Fahrenden sowie zu den Elektrokleinstfahrzeug Führenden, eingehalten werden.

§5, Absatz 4, Satz 2 StVO in der zum Veröffentlichungsdatum (15.2.2020) gültigen Fassung

Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehen – den, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,50 m und außerorts mindestens 2 m. An Kreuzungen und Einmündungen kommt Satz 3 nicht zur Anwendung, sofern Rad Fahrende dort wartende Kraftfahrzeuge nach Absatz 8 rechts überholt haben oder neben ihnen zum Still – stand gekommen sind.

§5, Absatz 4, Satz 3, 4 und 5 StVO, wie am 14.2.2020 durch den Bundesrat zugestimmt

Was heißt das für uns Verkehrsteilnehmer?

Das erlaubte Nebeneinanderfahren und der Mindestüberholabstand hängen zwangsläufig zusammen. Das müssen alle Verkehrsteilnehmer lernen und begreifen – wir Fahrrad Fahrende eingeschlossen! Nur so wird es weniger Stress auf der Straße geben.

Zunächst müssen wir uns bewußt werden, was 1,50 bzw. 2 Meter Abstand bedeutet. Das unterschätzen Auto – Und Radfahrer.

Mit Schwimmnudeln am Rad ist das gut zu demonstrieren.

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Hier sieht man die Straße vor unserem Haus. Die Fahrbahnbreite beträgt 4,80 Meter. Natürlich fährt kein Radfahrer direkt am rechten Straßenrand, sondern etwas versetzt. Addiert man Abstand des Rads zum Straßenrand, Fahrradbreite und Mindestabstand, ergibt das ca. 2,30 Meter. Somit bleibt vor unserem Haus nur noch 2,50 Meter zum Überholen eines Fahrrads. Pkw sind in der Regel nicht breiter als 2,20 Meter und dürfen deshalb überholen. Ein LKW hingegen hätte Überholverbot.

Für Radfahrer bedeutet eine Straßenbreite von etwa 5 Metern, dass sie hintereinander fahren müssen! Würden zwei Radfahrer auf einer 5 Meter breiten Straße nebeneinander fahren, könnte ein Auto unter Einhaltung des Mindestabstands nicht überholen. Ergo läge eine Behinderung vor.

Das bedeutet innerorts (außerorts + 0,5 Meter):
Bis ca. 4,50 Meter Straßenbreite: Nebeneinanderfahren erlaubt, weil 1,50 Meter Mindestüberholabstand auch beim Hintereinanderfahren nicht eingehalten werden kann. Selbstredend dürfen Autos auch keine einzelnen Radfahrer überholen.
Zwischen ca. 4,50 bis ca. 6 Meter Straßenbreite: Nebeneinanderfahren ist verboten, weil dann Behinderung vorliegt. Hintereinander fahrende Radfahrer dürfen überholt werden.
Ab ca. 6 Meter Straßenbreite: Nebeneinanderfahren ist erlaubt, weil der PKW den Mindestüberholabstand einhalten kann.

Achtung:
Die Meterangaben sind immer in Abhängigkeit der Kfz-Breite zu sehen und hier auf Basis eines überholenden PKW gerechnet.
LKW, Busse etc. sind breiter. Entsprechend gelten dann andere Straßenbreiten, was das Nebeneinanderfahren betrifft. Bspw. läge beim Nebeneinanderfahren auf einer 6,50 Meter breiten Straße eine Behinderung vor, wenn man bspw. einen Bus hinter sich hat.

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Darüber hinaus müssen Autofahrer begreifen, dass bei einer einspuriger Straßenführung, bei der die Fahrspuren durch Verkehrsinseln, Bebauung des Mittelstreifens oder durchgezogene Line getrennt sind, ein absolutes Radfahrerüberholverbot gilt.

Straßenbenutzung mit dem fahrrad: was gilt?

Das war schon immer so, wird durch die 1,50-Meter-Regel nun aber leichter verständlich.

Komunen sind gut beraten, vom neuen Verkehrszeichen „Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen“ großzügig Gebrauch zu machen.

Außerorts, wo die novellierte StVO mindestens 2 Meter Überholabstand vorschreibt, wird das Nebeneinanderfahren öfter erlaubt sein. Schließlich sind Landstraßen in der Regel breiter als 6 Meter. Bei Straßen mit Randstreifen darf die Straße gar etwas schmaler sein, falls einer der Radler rechts von der Fahrbahnmarkierung fährt.

Auf schmalen Wirtschaftswegen wird die 2-Meter-Regel zu einem eindeutigen Überholverbot führen. Nach Inkrafttreten der Novelle darf man dort immer nebeneinander radeln. Der nachfolgende Verkehr muss sich gedulden. Allerdings rate ich, fallweise Autos vorbei zu winken und auf sein Recht zu verzichten … aber nur, wenn der Autofahrer vorher anständig dahinter geblieben ist. ?

Fun Fact am Rande:

Beim Foto-Shooting musste ein Testosteron gesteuerter Autofahrer zeigen, wie gut er für das Führen eines Kfz geeignet ist. Mit klaren Worten musste ich ihm erklären, dass ich ihn nicht behindere und mich auch nicht provozieren lasse. Erst dann legte der den Rückwärtsgang ein und fuhr auf seiner Spur vorbei; nicht ohne den Motor aufheulen zu lassen.

Https://cyclingclaude. de/2020/02/16/stvo-novelle-ueberholabstand-und-das-nebeneinanderfahren/

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