So meistert jeder den linksverkehr

MobileKids erklärt, weshalb ein Drittel aller Menschen auf der linken Straßenseite fährt und welche Besonderheiten sich hierdurch für Verkehrsteilnehmer ergeben.

Wer in Deutschland von Linksverkehr hört, der denkt direkt an Länder wie England, Australien oder Südafrika. Denn während die Straßenverkehrsordnung hierzulande vorschreibt, dass Fahrzeuge rechts zu fahren haben, gibt es zahlreiche Staaten, in denen auf der linken Seite gefahren wird. Um ganz genau zu sein: In 59 der 221 Länder und selbstständigen Gebiete der Erde gilt die Linksfahrordnung. Damit ist etwa ein Drittel der Menschheit – egal ob mit Auto, Bus oder Fahrrad – auf der linken Straßenseite unterwegs.

Kolonialzeit hinterlässt ihre Spuren

In Europa gibt es Linksverkehr nur noch selten. Neben Großbritannien und Irland wird lediglich auf Malta und Zypern links gefahren – zwei Mittelmeerinseln, die einst britische Kolonien waren. Und auch sonst herrscht heutzutage hauptsächlich in Ländern, die früher Kolonien des Vereinigten Königreiches waren, Linksverkehr. Etwa in Staaten im südlichen und östlichen Afrika, Indien, Pakistan, Australien und Neuseeland. Ausnahmen stellen Thailand, Japan und Indonesien dar. Dort fahren die Menschen links, obwohl die Länder keine Verbindung zur Kolonialzeit haben.

So meistert jeder den linksverkehr

Ein Blick in die Geschichtsbücher

So alltäglich, wie viele heute glauben, ist der Rechtsverkehr gar nicht. Früher, zu Zeiten der Römer, als noch viele Reiter und Kutschfahrer auf den Straßen unterwegs waren, galt tatsächlich in den meisten Regionen der Erde Linksverkehr. Grund hierfür war die Mehrheit an Rechtshändern unter den Menschen, die ihr Pferd bevorzugt von links bestiegen. Auch Kutscher, die meistens auf der rechten Seite des Kutschbocks saßen, um die hinter ihnen sitzenden Personen beim Ausholen mit der Peitsche nicht zu gefährden, bevorzugten aus Gründen der Übersicht die linke Straßenseite.

Erst infolge der Französischen Revolution wurde der Verkehr in Frankreich und später auch in den von Napoleon eroberten europäischen Ländern auf Rechtsverkehr umgestellt – und die meisten blieben auch dabei. Lediglich Österreich stellte für einen begrenzten Zeitraum wieder auf den altgewohnten Linksverkehr um. Im Jahr 1967 hatte sich dann aber doch das gesamte europäische Festland nach rechts orientiert. Schweden war der letzte Staat, der seine Fahrtrichtung anpasste.

Die Tatsache, dass heutzutage nicht überall auf der Welt auf der gleichen Straßenseite gefahren wird, kann für uns Menschen bisweilen irritierend sein. Denn schon als kleine Kinder gewöhnen wir uns an die Verkehrsregeln des Landes, in dem wir aufwachsen und unsere ersten Erfahrungen im Straßenverkehr machen. Sind wir dann doch mal in einem Land zu Gast, wo andere Verkehrsregeln gelten, wie etwa eine andere Fahrtrichtung, müssen wir umso achtsamer sein. Selbst als Fußgänger empfiehlt es sich dann, lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig hinzuschauen.

Während man beispielsweise im Großteil Europas beim Überqueren der Straße zuerst nach links schaut, um die rechts fahrenden Autos nicht zu übersehen, ist es in den Ländern mit Linksverkehr genau andersherum. Hier sollte man nicht vergessen, zuerst nach rechts zu schauen. In London zum Beispiel erinnern „look right“-Schriftzüge auf der Straße daran, dass der Verkehr von rechts anrollt.

Festland-Europäer müssen mitdenken

Selbst in den U-Bahn-Schächten der großen britischen Städte sind die Richtungen vertauscht: Die jeweils linke Rolltreppe führt in den Untergrund hinein und nach der Fahrt auch wieder hinaus. Und sollte man in den engen unterirdischen Gängen der U-Bahn-Stationen rechts außen laufen, kann es passieren, dass man bei der nächsten Einmündung nach rechts gegen einen anderen Fußgänger stößt. Mitdenken – besonders für Festland-Europäer – ist also unabdingbar.

So meistert jeder den linksverkehr

Fragen zum Linksverkehr

1. Kann man mit einem deutschen Auto im Linksverkehr fahren?

Grundsätzlich gibt es da keine rechtlichen Einschränkungen. Wer also einen Linkslenker besitzt, kann mit diesem auch in Großbritannien oder Irland fahren. Wenn man jedoch für eine längere Zeit im entsprechenden Land leben möchte, muss man seinen Linkslenker zumindest ummelden.

2. Lässt sich die Regel „rechts vor links“ einfach in „links vor rechts“ abändern?

Nein. In England beispielsweise existiert die Regel nicht. Dort gibt es an Kreuzungen eindeutige Schilder oder Markierungen auf der Straße, die die Vorfahrt regeln. In Australien dagegen findet trotz Linksverkehr die Vorfahrtsregel „rechts vor links“ Anwendung. Deshalb ist es wichtig, sich vor Reisen immer gut zu informieren.

3. Könnte es sein, dass irgendwann auch in Deutschland wieder auf Linksverkehr umgestellt wird?

Davon ist nicht auszugehen, weil der Aufwand, den gesamten Straßenverkehr umzurüsten, viel zu groß wäre. Zudem müssten dann alle anderen europäischen Länder ebenfalls ihre Fahrtrichtung abändern, weil sonst ein großes Chaos vorprogrammiert wäre. Und auch so scheinen die Deutschen eher wenig Interesse am Linksverkehr zu haben. Dies zeigte sich, als im April 2018 die Meldung zirkulierte, die Stadt Hannover werde einen Modellversuch starten und den Verkehr von der rechten auf die linke Seite verlagern. Die Aufregung war groß – bis der Aprilscherz wenig später aufgelöst wurde.

Ein weiterer entscheidender Unterschied zwischen Ländern mit Linksverkehr und denen mit Rechtsverkehr wird deutlich, wenn man sich Autos sowie andere Fortbewegungsmittel mit mehr als zwei Rädern anschaut. Schließlich sind diese ebenfalls an die Fahrtrichtung angepasst. Während man in Deutschland beinahe ausschließlich Fahrzeuge mit einem auf der linken Seite angebrachten Lenkrad sieht, findet man in Ländern wie England oder Australien größtenteils Rechtslenker. Die Autos sind also speziell für den Linksverkehr ausgelegt.

Der Schalthebel hingegen ist wie bei Linkslenkern in der Mitte. Das bedeutet jedoch gleichzeitig, dass sich Autofahrer, die es bisher gewohnt waren mit der rechten Hand zu schalten, umstellen müssen. Die gute Nachricht: Die Pedale für Kupplung, Bremse und Gas sind in beiden Arten von Fahrzeugen in der gleichen Reihenfolge verbaut.

Nur jedes vierte Fahrzeug ist ein Rechtslenker

Aufgrund dessen, dass weltweit deutlich mehr Menschen auf der rechten Straßenseite fahren, ist die Nachfrage nach Linkslenkern auch wesentlich größer als die für Rechtslenker. Lediglich jedes vierte produzierte Fahrzeug wird heute mit einem Lenkrad auf der rechten Seite gebaut. Bei Bussen, die ihre Türen auf der anderen Seite haben, ist die Anzahl sogar noch geringer.

Zu den größten Märkten für Rechtslenker zählen Großbritannien, Australien, Japan, Indien und Südafrika. In diesen Ländern – ausgenommen von Australien – sind auch die größten Hersteller von Rechtslenkern ansässig. Mercedes-Benz etwa produziert in East London am südafrikanischen Ost-Kap die C-Klasse für den Linksverkehr.

Https://www. mobilekids. net/de/linksverkehr

Fußgänger im Straßenverkehr: Diese Regeln gelten

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Auch Fußgängern droht ein Verwarnungs- bzw. Bußgeld. Der Regelsatz beginnt nach dem Bußgeldkatalog für Fußgänger bei 5 Euro. Sie können zudem einen Punkt in Flensburg bekommen, wenn es sich um einen erheblichen Verstoß handelt, der mit mindestens 60 Euro geahndet wird. Beim Eintrag ins Flensburger Fahreignungsregister spielt es keine Rolle, ob Sie einen Führerschein haben oder nicht.

Immer auf dem Gehweg?

Fußgänger müssen grundsätzlich vorhandene Gehwege benutzen. Nur wenn diese fehlen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Ohne Gehweg müssen Fußgänger Innerhalb geschlossener Ortschaften wahlweise den rechten oder linken Fahrbahnrand nutzen.

Außerhalb geschlossener Ortschaften den linken Fahrbahnrand, wenn das zumutbar ist. Hintergrund ist, dass entgegenkommende Autofahrer Fußgänger am linken Fahrbahnrand außerorts Besser erkennen, da der Lichtkegel sie erfasst und sie so auch selbst die Fahrzeuge besser erkennen können.

Für Gruppen von Fußgängern, die am Fahrbahnrand unterwegs sind, gilt bei Dunkelheit oder schlechter Sicht, dass sie Hintereinanderlaufen müssen. Hintergrund ist die Sicherheit.

Gilt „Vorfahrt gewähren“ für Fußgänger?

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Das Schild „Vorfahrt gewähren“ (Zeichen 205) gilt für die gesamte Straße, also auch für den Radweg, und zwar für alle Fahrzeuge. Daher genießen Fußgänger bei Zeichen 205 kein spezielles Vorrecht ohne Fußgängerüberweg. Sie sollten daher Warten und nur queren, wenn Fahrzeugführer dadurch nicht behindert werden. In der Praxis spricht in den meisten Fällen nichts dagegen, wenn zum Beispiel Auto – oder Radfahrer Fußgängern den Vorrang lassen.

Auf kürzestem Weg über die Fahrbahn?

Beim Überqueren von Fahrbahnen haben Fußgänger besondere Regeln zu befolgen. Grundsätzlich müssen sie die Fahrbahn auf dem Kürzesten Weg quer zur Fahrtrichtung zügig überschreiten.

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Wo darf man die Straße überqueren?

Als Fußgänger müssen Sie immer den Verkehr beachten. Bei Hoher Verkehrsdichte oder schlechter Sicht dürfen Sie die Fahrbahn nur an Kreuzungen, Einmündungen, Ampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln überqueren. Aber auch hier gilt: Vergewissern Sie sich erst durch einen Blick nach links und rechts, dass Sie wahrgenommen werden bzw. dass kein Auto naht, ehe Sie die Fahrbahn betreten.

Zebrastreifen: Was gilt?

An Zebrastreifen müssen Autofahrer anhalten und Fußgänger, die die Fahrbahn Erkennbar überqueren wollen, über die Straße lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob durch ein Schild auf den Zebrastreifen hingewiesen wird. Besondere Gesten, Zeichen oder Blicke sind nicht erforderlich. Ausschlaggebend ist die „objektive Erkennbarkeit“. Das heißt, wenn der Fußgänger Zügig auf den Überweg zugeht, muss der Autofahrer Anhalten und ihn passieren lassen. Bei Missachtung drohen dem Fahrer 80 Euro und ein Punkt.

Auto biegt ab: Wer hat Vorrang?

Fußgänger, die die Fahrbahn überqueren, haben Vorrang gegenüber Abbiegenden Fahrzeugen. Der Abbiegende muss auf Fußgänger Besondere Rücksicht nehmen und, wenn es nötig ist, Warten. Das gilt übrigens auch für Fahrzeuge, die einen Kreisverkehr verlassen. Wer dagegen verstößt und Fußgänger gefährdet, dem drohen 140 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Radfahrende müssen in diesem Fall 70 Euro bezahlen und erhalten 1 Punkt.

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Die Wartepflicht des abbiegenden Autofahrers besteht auch gegenüber Kindern, die mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Und auch bei erwachsenen Radfahrern, die auf dem Gehweg fahren und Kinder begleiten. Allerdings müssen Rad fahrende Kinder und Begleitpersonen beim Überqueren der Fahrbahn Absteigen.

Darf man auf der Fahrbahn joggen?

Eine Spezialregelung für Jogger oder Walker gibt es nicht. Sie sind rechtlich „normale“ Fußgänger, die Gehwege benutzen müssen. Auf der Fahrbahn dürfen sie den Sport nur ausüben, wenn es keinen Gehweg gibt. Die Pflicht, den Gehweg zu benutzen, besteht auch, wenn nur auf einer Straßenseite ein Gehweg vorhanden ist.

Ist kein Gehweg Innerhalb geschlossener Ortschaften vorhanden, darf am rechten oder linken Fahrbahnrand gejoggt bzw. gewalkt werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften nur am linken Fahrbahnrand, wenn dies zumutbar ist.

Wenn mehrere Jogger oder Walker gemeinsam unterwegs sind und kein Gehweg vorhanden ist, muss bei Dunkelheit, schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, Einzeln hintereinander gelaufen werden.

Gelten Inlineskater als Fußgänger?

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Inlineskater gelten als Fußgänger und müssen den Gehweg benutzen. Sind Sie eher ein sportlicher Skater, dann müssen Sie Ihre Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen. Ohne Gehweg müssen Sie innerorts am rechten, außerorts am linken Fahrbahnrand skaten, wenn dies zumutbar ist. Fahrbahnen dürfen nur im Rahmen besonderer Veranstaltungen („Skate-Night“) benutzt werden, wenn es die Polizei ausdrücklich erlaubt.

Auf Radwegen ist das Skaten nur dann zulässig, wenn dies durch Zusatzzeichen gestattet ist.

Https://www. adac. de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/verkehrsverstoesse-fussgaenger/

Fußgänger: Die Rechte und Pflichten im Straßenverkehr

Fußgänger sind ganz klar die schwächsten Verkehrsteilnehmer und deshalb mit besonderen Rechten ausgestattet, einige Rechte und Pflichten erfahrt ihr hier.

Fußgänger sind ganz klar die schwächsten Verkehrsteilnehmer und deshalb mit besonderen Rechten ausgestattet. Dieser Umstand verleitet aber so manchen Fußgänger dazu, sorglos auf Straßen zu spazieren oder Schutzwege zu queren – eine Kollision mit einem Auto endet allzu oft dramatisch. Es folgt eine Übersicht über Rechte und Pflichten von Fußgängern sowie die durchaus möglichen Strafen bei deren Missachtung (Rechte und Pflichten der Autofahrer haben wir hier zusammengefasst).

Gehen am Fahrbahnrand: Auf welcher Straßenseite geht man?

Fußgänger, ob alleine oder in Gruppen, dürfen den Linken Fahrbahnrand (außer im Falle einer Unzumutbarkeit) nutzen, dabei aber andere Straßenbenützer wie etwa Autofahrer nicht gefährden oder behindern, so sinngemäß die StVO. Ist ein Gehweg oder Gehsteig vorhanden, muss dieser lt. StVO auch genutzt werden. Andernfalls muss das Straßenbankett, oder wenn dieses fehlt, der äußerste Fahrbahnrand genutzt werden. Wenn es die Umstände erfordern, gilt außerdem: Rechts ausweichen und links vorgehen.

Diese Regeln für Fußgänger gelten im Übrigen auch dann, wenn z. B. ein Kinderwagen oder Rollstuhl geschoben oder gezogen wird.

Überqueren der Fahrbahn mit Schutzweg

Leider häufig zu beobachten: Ein Schutzweg, der als „Freibrief“ für eine Überquerung der Straße wahrgenommen wird, ohne dabei auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten:

Ein Schutzweg („Zebrastreifen“), der nicht durch eine Ampel oder durch einen Schutzmann geregelt ist, darf nicht unmittelbar und überraschend vor einem Fahrzeug betreten und überquert werden. Somit ist klar: Auch Fußgänger müssen die Verkehrslage im Bereich des Schutzweges genau beobachten, bevor dieser betreten wird.

Und: Auch auf einem Schutzweg gibt es keine Narrenfreiheit, vielmehr muss die Straße in „angemessener Eile“ überquert werden.

Überqueren der Fahrbahn ohne Schutzweg

Auch außerhalb von Schutzwegen dürfen Fußgänger eine Straße überqueren (Ausnahme: Autobahnen/Autostraßen), hier gilt: Es muss der kürzeste Weg gewählt werden und der Fahrzeugverkehr darf in keiner Weise behindert werden – egal ob auf einem kleinen Feldweg oder einer vielbefahrenen Bundesstraße.

Mögliche Strafen für Fußgänger

Die Regeln der StVO bezüglich der Fußgänger im Straßenverkehr sind kein „Verhaltensvorschlag“ seitens der Gesetzgebung, sondern Gesetze, die bei einem Verstoß mit Geldstrafen geahndet werden können.

Die Höhe der Strafe für einen einzelnen Verstoß kann bis zu 726 Euro liegen. Eine Geldstrafe kann somit nicht nur fällig werden, wenn man als Fußgänger bei Rot über eine Kreuzung, einen Schutzweg marschiert oder vor einem herannahenden Auto überraschend die Straße betritt, sondern auch dann, wenn man den Schutzweg nicht in der gebotenen Eile überquert, weil man z. B. mitten am Schutzweg in ein Gespräch mit einem Bekannten vertieft ist.

Als Fußgänger bei Rot über die Ampel

Bezahlt die Haftpflichtversicherung mögliche Schadensersatzforderungen des Autofahrers? Die Haftpflichtversicherung eines Fußgängers sollte zwar mögliche Schadensersatzforderungen für den Unfallgegner übernehmen – einige Fälle zeigen aber, dass die Versicherungen die Sachlage nicht immer so einschätzen wie erhofft. Laut deren Argumentation liegt ein Vorsatz vor, wenn man bewusst bei roter Ampel eine Fahrbahn quert, was zu einem Ausschluss der Deckung führt. Zwar ist der OGH in einem Fall, der vom ÖAMTC juristisch begleitet wurde, dieser Argumentation nicht gefolgt und hat dennoch zugunsten eines Fußgängers entschieden. Aber man sollte sich trotzdem bewusst sein, dass ein Überqueren der Straße bei roter Ampel unangenehme juristische und folglich kostspielige Folgen haben kann.

Fazit: Eine Haftpflichtversicherung ist auch für Fußgänger äußerst empfehlenswert.

Https://autorevue. at/ratgeber/fussgaenger-rechte-strassenverkehr

Länder mit Linksverkehr: Tipps für Autofahrer

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In mehr als 60 Ländern und Gebieten gilt derzeit Linksverkehr. Häufig handelt es sich dabei um ehemalige britische Kolonien und Commonwealth-Staaten in der Karibik, Afrika oder Asien. Innerhalb Europas herrscht in Großbritannien, Irland, Malta und Zypern Linksverkehr. Außerhalb von Europa müssen Autofahrer und – fahrerinnen unter anderem in Australien, Neuseeland, Indien, Japan, Thailand, Namibia und Südafrika den linken Fahrstreifen nutzen. Das gilt auch für Länder wie Thailand, Japan oder Indonesien.

Länder mit Linksverkehr: Tipps für Mietwagen-Bucher

Reisende, die einen Mietwagen Mit Rechtslenker buchen, müssen sich daran gewöhnen, dass sie mit der linken Hand schalten. Außerdem sind in vielen Mietfahrzeugen, vor allem von asiatischen Herstellern, die Hebel für Scheibenwischer und Blinker anders als bei Linkslenkern: Links wird der Scheibenwischer und rechts der Blinker bedient. Kupplung, Bremse und Gas befinden sich in der gleichen Reihenfolge wie bei Linkslenkern.

Urlaubsziele: Länder mit Linksverkehr

Tipps für Linksfahren im Mietwagen

Wählen Sie Ihren Mietwagen möglichst danach aus, welches Fahrzeug Sie Im Alltag gewohnt sind.

Achten Sie darauf, im Linksverkehr Nicht zu weit links zu fahren – dazu neigen Touristen, die in ihrer Heimat Rechtsfahren gewohnt sind.

Bei einem Mietwagen Mit Automatik müssen Sie sich nicht an das Schalten mit der linken Hand gewöhnen, sondern können sich voll auf den Linksverkehr konzentrieren.

Drehen Sie, wenn möglich, vor der ersten Fahrt auf dem Parkplatz der Mietwagenfirma ein paar Proberunden. Auch das Einparken auf der linken Seite kann man dort üben.

Bevor Sie das erste Mal zur Tankstelle fahren, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Position des Tankdeckels. Anders als viele vermuten, befindet sich dieser bei Autos, die in Ländern mit Rechtsverkehr gefertigt wurden, auf der gewohnten rechten Seite. Bei vielen japanischen Modellen ist der Tankdeckel jedoch links zu finden. Auf welcher Seite der Tankdeckel ist, verrät übrigens auch ein Kleiner Pfeil auf der Tankanzeige im Armaturenbrett des Autos. Häufig ist dieser direkt neben dem kleinen Zapfsäulensymbol positioniert.

Darauf sollten Autofahrer im Linksverkehr achten

Generell ist es empfehlenswert, sich die Fahrtroute vorab genau anzuschauen, auch wenn Sie mit einem Navi unterwegs sind. Die Umstellung auf den ungewohnten Linksverkehr gelingt in der Regel am besten, wenn Sie sich Am Vordermann orientieren. So ist es leichter, in der richtigen Spur zu bleiben.

Das Abbiegen an Kreuzungen und im Kreisverkehr ist für Ungeübte im Linksverkehr besonders gefährlich. Deswegen sollten Sie stets darauf achten, sich in die linke Fahrspur einzuordnen. Im Kreisverkehr wird – anders als hierzulande – im Uhrzeigersinn gefahren.

So meistert jeder den linksverkehr

Linksverkehr, hier in Camps Bay, einem Vorort von Kapstadt (Südafrika), ist für Urlauber gewöhnungsbedürftig © Shutterstock/Nataly Reinch

Vorfahrtsregeln in Ländern mit Linksverkehr

Wer in einem Linksverkehr-Reiseland gegen das Linksfahrgebot verstößt, wird nicht nur von der heimischen Polizei zur Kasse gebeten. Denn: Bei einem Selbstverschuldeten Unfall kann sich die Kaskoversicherung unter Umständen sogar weigern, für den Schaden aufzukommen.

Eine Links-vor-rechts-Regel gibt es weder in England noch in vielen anderen Linksfahr-Ländern. In den meisten Fällen ist die Vorfahrt durch „Give way“-Verkehrszeichen klar geregelt. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, ist defensives Verhalten angebracht. Einfach auf das Handzeichen des anderen Autofahrenden achten.

Mit dem eigenen Auto im Linksverkehr

Wer mit dem eigenen Fahrzeug in einem Land mit Linksverkehr unterwegs ist, muss vorher unbedingt die Scheinwerfer auf Linksverkehr umstellen (bitte die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs beachten). Denn diese sind in der Regel so eingestellt, dass sie den rechten Fahrbahnrand gut ausleuchten. Wer mit dieser Einstellung im Linksverkehr fährt, blendet dadurch jedoch entgegenkommende Fahrzeuge.

Https://www. adac. de/reise-freizeit/ratgeber/reisetipps/linksverkehr/

Auf welcher Seite der Straße sollte man fahren

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§ 25 Fußgänger

(1) Wer zu Fuß geht, muss die Gehwege benutzen. Auf der Fahrbahn darf nur gegangen werden, wenn die Straße weder einen Gehweg noch einen Seitenstreifen hat. Wird die Fahrbahn benutzt, muss innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten oder linken Fahrbahnrand gegangen werden; außerhalb geschlossener Ortschaften muss am linken Fahrbahnrand gegangen werden, wenn das zumutbar ist. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, muss einzeln hintereinander gegangen werden.

(2) Wer zu Fuß geht und Fahrzeuge oder sperrige Gegenstände mitführt, muss die Fahrbahn benutzen, wenn auf dem Gehweg oder auf dem Seitenstreifen andere zu Fuß Gehende erheblich behindert würden. Benutzen zu Fuß Gehende, die Fahrzeuge mitführen, die Fahrbahn, müssen sie am rechten Fahrbahnrand gehen; vor dem Abbiegen nach links dürfen sie sich nicht links einordnen.

(3) Wer zu Fuß geht, hat Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig auf dem kürzesten Weg quer zur Fahrtrichtung zu überschreiten. Wenn die Verkehrsdichte, Fahrgeschwindigkeit, Sichtverhältnisse oder der Verkehrsablauf es erfordern, ist eine Fahrbahn nur an Kreuzungen oder Einmündungen, an Lichtzeichenanlagen innerhalb von Markierungen, an Fußgängerquerungshilfen oder auf Fußgängerüberwegen (Zeichen 293) zu überschreiten. Wird die Fahrbahn an Kreuzungen oder Einmündungen überschritten, sind dort vorhandene Fußgängerüberwege oder Markierungen an Lichtzeichenanlagen stets zu benutzen.

(4) Wer zu Fuß geht, darf Absperrungen, wie Stangen – oder Kettengeländer, nicht überschreiten. Absperrschranken (Zeichen 600) verbieten das Betreten der abgesperrten Straßenfläche.

(5) Gleisanlagen, die nicht zugleich dem sonstigen öffentlichen Straßenverkehr dienen, dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen betreten werden.

VwV-StVO zu § 25 Fußgänger

Zu Abatz 3
1 I. Die Sicherung des Fußgängers beim Überqueren der Fahrbahn ist eine der vornehmsten Aufgaben der Straßenverkehrsbehörden und der Polizei. Es bedarf laufender Beobachtungen, ob die hierfür verwendeten Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen den Gegebenheiten des Verkehrs entsprechen und ob weitere Maßnahmen sich als notwendig erweisen.

2 II. Wo der Fahrzeugverkehr so stark ist, dass Fußgänger die Fahrbahn nicht sicher überschreiten können, und da, wo Fußgänger den Fahrzeugverkehr unzumutbar behindern, sollten die Fußgänger entweder von der Fahrbahn ferngehalten werden (Stangen – oder Kettengeländer), oder der Fußgängerquerverkehr muss unter Berücksichtigung zumutbarer Umwege an bestimmten Stellen zusammengefasst werden (z. B. Markierung von Fußgängerüberwegen oder Errichtung von Lichtzeichenanlagen). Erforderlichenfalls ist bei der Straßenbaubehörde der Einbau von Inseln anzuregen.

3 III. 1. Die Markierungen an Lichtzeichenanlagen für Fußgänger, sogenannte Fußgängerfurten, bestehen aus zwei, in der Regel 4 m voneinander entfernten, unterbrochenen Quermarkierungen. Einzelheiten ergeben sich aus den Richtlinien für Markierung von Straßen (RMS). Vgl. zu § 41 Abs. 1, Anlage 2 Abschnitt 9.

4 2. Wo der Fußgängerquerverkehr dauernd oder zeitweise durch besondere Lichtzeichen geregelt ist, sind Fußgängerfurten zu markieren. Sonst ist diese Markierung, mit Ausnahme an Überwegen, die durch Schülerlotsen, Schulweghelfer oder sonstige Verkehrshelfer gesichert werden, unzulässig.

5 3. Mindestens 1 m vor jeder Fußgängerfurt ist eine Haltlinie (Zeichen 294) zu markieren; nur wenn die Furt hinter einer Kreuzung oder Einmündung angebracht ist, entfällt selbstverständlich eine Haltlinie auf der der Kreuzung oder Einmündung zugewandten Seite.

6 IV. Über Fußgängerüberwege vgl. zu § 26.

7 V. Wenn nach den dort genannten Grundsätzen die Anlage von Fußgängerüberwegen ausscheidet, der Schutz des Fußgängerquerverkehrs aber erforderlich ist, muss es nicht immer geboten sein, Lichtzeichen vor zusehen. In vielen Fällen wird es vielmehr genügen, die Bedingungen für das Überschreiten der Straße zu verbessern (z. B. durch Einbau von Inseln, Haltverbote, Überholverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Beleuchtung).

8 VI. Die Straßenverkehrsbehörde hat bei der Straßenbaubehörde anzuregen, die in § 16 Absatz 5 der Straßenbahn-Bau – und Betriebsordnung vorgesehene Aufstellfläche an den für das Überschreiten durch Fußgänger vorgesehenen Stellen zu schaffen; das bloße Anbringen einer Fahrstreifenbegrenzung (Zeichen 295) wird nur ausnahmsweise den Fußgängern ausreichenden Schutz geben.

Zu Absatz 5
9 Das Verbot ist bußgeldbewehrt durch § 63 Abs. 2 Nr. 1 der Straßenbahn – Bau – und Betriebsordnung; wenn es sich um Eisenbahnanlagen handelt durch § 64b der Eisenbahn-Bau – und Betriebsordnung.

Https://www. stvo. de/strassenverkehrsordnung/108-25-fussgaenger

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