So meistern Sie die 5 Knackpunkte am Berg

Bikeshops & E-Bike Verleih

Lasst Eure Fahrräder zu Hause, im Salzburger Saalachtal stehen Euch bei ausgewählten Vermietern und 3 Bike-Shops E-Bikes, sowie Radanhänger zum Verleih zur Verfügung. Direkt bei der Buchung könnt Ihr Euch erkundigen, ob die Unterkunft selbst E-Bikes zum Verleih anbietet, ansonsten stehen jederzeit E-Bikes bei den Bike-Shops zur Verfügung. Die drei gewerblichen Verleih-Stationen der Region findet Ihr hier.

E-Bike Touren

Alle Biketouren im Salzburger Saalachtal können sowohl mit dem Mountain – als auch mit dem E-Bike befahren werden. Eine Bikekarte der Region mit allen Radtouren erhaltet Ihr direkt bei Euren Vermietern oder im Tourismusbüro.

Geführte Touren

Wer zum ersten Mal mit dem E-Bike unterwegs ist, dem empfehlen wir eine geführte E-Bike-Tour mit unseren Sie zeigen Euch, wie Ihr richtig mit den E-Bikes fährt und sicher bergauf und bergab unterwegs seid.

E-Bike Ladestationen

Damit Euch auf Tour nie der Strom ausgeht, bietet das Salzburger Saalachtal sowohl am Berg als auch im Tal ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen für E-Bikes. Die Stationen liegen an Ausflugszielen sowie Einkehrmöglichkeiten, wo Ihr Euch und Euren Bikes eine Rast zum Energie tanken gönnen könnt. Ein intelligentes Ladekabel ermöglicht die einfache Verbindung der E-Bikes mit den bike-energy Ladestationen.

Wie man steiles Gelände am besten bewältigt, zeigt EMTB-Fahrtechnikexperte Stefan Schlie. Fiese Rampen, enge Kehren, verblockte Trails – Schlie zeigt die wichtigsten Knackpunkte und wie man sie löst.

Steile Rampen, enge Kehren, verblockte Trails – das meistern schwieriger Uphill-Situationen gibt dem e-Mountainbiken die Würze. Hier unsere Tipps:

Ein steigendes Vorderrad leistet keine Führung mehr, und man verliert die Kontrolle.

Heißt hier: Bringen Sie Ihr Gewicht nach vorne, indem Sie den Oberkörper beugen und die Arme anwinkeln. Wenn das nicht mehr reicht, rutschen Sie mit dem Hintern auf die Sattelnase. Das ist zwar nicht gerade die komfortabelste Position für den Allerwertesten, aber Sie werden sich über das Steigverhalten Ihres Bikes wundern (Bild oben). Erst, wenn es allzu steil wird, lupfen Sie den Hintern aus dem Sattel und pedalieren im Stehen weiter.

Halten Sie stets die Hinterbremse mit dem Finger bremsbereit. So können Sie blitzschnell gegenwirken, wenn das Vorderrad steigt.

Pedalaufsetzer bringen einen nicht nur aus dem Takt, sie sind auch noch gefährlich. Der ungewollte Bodenkontakt ist bergauf Sturzursache Nummer eins. Vermeiden Sie Pedalaufsetzer durch bewusstes Pedal-Management. Eine wirkungsvolle Maßnahme ist das Tippeln. Schätzen Sie einen Felsbrocken, eine Wurzel oder Grasnarbe als zu hoch ein, dann stoppen Sie das Pedalieren, drehen das Pedal mehrmals eine Viertelumdrehung zurück und tippeln so – mit weitgehend parallelen Kurbeln – über das Hindernis. Da der Motor während des Tippelns nur kurz Schub liefert, schalten Sie unmittelbar vor der kritischen Stelle auf die höchste Unterstützungsstufe.

Eleganter und dynamischer als mit der Tippel­­technik „überfliegt“ man eine kritische Passage mit ordentlich Schwung. Was beim Downhill selbstverständlich ist, schafft man bergauf mit Motorunterstützung. Elementar ist hierfür das Auge und die richtige Einschätzung der Situation. Fahren Sie vorausschauend, und scannen Sie stets die vor Ihnen liegende Passage. Wenn Sie das Gefühl haben, die Felsen oder der Wurzelteppich vor Ihnen ist nicht ohne Pedalaufsetzer passierbar, dann kommt der „Boost“ zum Einsatz. Wählen Sie die höchste Unterstützungsstufe und einen nicht zu kleinen Gang. Treten Sie ordentlich zwei, drei Mal in die Pedale. Stoppen Sie das Pedalieren kurz vor dem Hindernis und stellen Sie die Kurbeln parallel zum Boden. Wichtig ist auch der gleichzeitige Körpereinsatz. Beugen Sie während der Anfahrt die Arme und nehmen Spannung auf. Strecken Sie die Arme und Beine kurz vor dem Hindernis. Das entlastet das Bike und hilft, den Schwung zu erhalten.

Halten sie die Motor-Power im Zaum und bringen sie durch Gewichtsverlagerung Druck aufs Hinterrad.

Der Motor liefert ein gewaltiges zusätzliches Drehmoment. Steilste Rampen gelingen fast mühelos. Doch das Lachen kann einem schnell vergehen, sobald der Boden rutschig wird und das Hinterrad an Traktion verliert. Ein durchdrehendes Hinterrad kostet immens Kraft und zwingt meist zum Absteigen. Dem kann man wirkungsvoll entgegenwirken, indem man versucht, ähnlich wie beim Wheelie, möglichst viel Gewicht aufs Hinterrad zu bringen. Doch keine Angst, Sie müssen nicht zum Wheelie-Künstler werden, um steile Rampen zu erklettern.

Kurz bevor das Vorderrad abhebt, entsteht schon ein enormer Druck aufs Hinterrad. Nehmen Sie aufrecht und gemütlich im Sattel Platz. Die Arme sind gestreckt, der Blick fixiert einen Punkt weit vor dem Vorderrad. Lassen Sie es zu, dass das Vorderrad leicht wird und sogar manchmal vom Boden abhebt. Genau in diesem Moment beißt sich der Hinterreifen fest. Da das Vorderrad in dem Moment nicht mehr die volle Führungsarbeit erledigen kann, müssen Sie sich mit dem Körper ausbalancieren. Halten Sie dabei immer einen Finger an der hinteren Bremse und nutzen Sie diese, um die Kraft zu modulieren.

Wichtig ist die Beinarbeit. Durch Auswinkeln der Knie stabilisieren Sie sich und Ihr Bike (Bilder unten). Erst wenn’s sehr steil wird, winkeln Sie die Arme an, um den Körperschwerpunkt nach vorne zu bringen.

Exaktes Bergaufsteuern durch knifflige Trail-Kurven gehört bereits zur hohen Schule der E-MTB-Technik.

Bergauf kann man mit dem E-MTB Steigungen schaffen, bei denen konventionelle Biker längst absteigen. Das gilt natürlich auch für Kurven. Aber Kurve ist nicht gleich Kurve: Enge Kurven, weite Kurven, Spitzkehren, Schotterkurven, Kurven mit Wurzeln und Absätzen – mit den verschiedenen Kurventechniken werden schon beim normalen Mountainbiken ganze Fahrtechnik­bücher gefüllt. Und mit dem E-MTB kommen nun auch noch die Bergaufvarianten dazu. Allen Techniken gleich ist: Will man den Fahrfluss aufrechterhalten, müssen die Bewegungsabläufe automatisiert werden.

In der oben gezeigten Sequenz geht es um eine einfache Trail-Kurve, bei der man keine komplizierten Umsetztechniken braucht. Diese einfache Technik lässt sich jedoch genauso auf klassische Schotterkurven anwenden. Damit Sie Ihren Schiebe-Modus erst gar nicht benutzen müssen, sollten Sie folgende Tipps befolgen:

Zu hastiges Einlenken ist die häufigste Fehlerquelle. Da das meiste Gewicht auf dem Hinterrad lastet, droht das Vorderrad, die Traktion zu verlieren. Ergebnis: Der Pilot verliert die Balance. Wenn man die kurvenäußere Linie wählt, wird das Vorderrad nicht so stark eingelenkt und lässt sich dadurch besser kontrollieren.

Die Arme sind leicht angewinkelt. Halten Sie Ihren Körperschwerpunkt zentral über dem Bike, damit sowohl das Hinterrad genügend Traktion hat und gleichzeitig das Vorderrad am Boden bleibt. Wählen Sie lieber eine etwas höhere Unterstützungsstufe, dabei aber einen nie­d­rigen Gang und halten Sie die Motor-Power mit der Hinterbremse im Zaum.

Scannen Sie schon früh mit Ihrem Blick den Kurvenverlauf in Richtung Kurvenausgang. Lenken Sie dabei vorsichtig und ruhig ein. Halten Sie dabei mit rundem Tritt die Kette auf Zug. Das ist besonders wichtig, um die gleichmäßige Traktion aufrechtzuerhalten. Zirkeln Sie nun, immer auf der Außenlinie bleibend, durch die Kurve.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Weniger Luftdruck verbessert die Traktion der Reifen dramatisch und erleichtert alle Up – und Downhill-Moves. Für den Luftdruck gibt es keine genaue Empfehlung, er hängt zu sehr vom Reifenmodell ab.

Kostenloses Tuning für deutlich bessere Bergauf-Performance. Die meisten Sattel/Stützen-Kombinationen bieten einen Verstellbereich von mehreren Zentimetern. Verbessern Sie die Klettereigenschaften Ihres Bikes, indem Sie den Sattel ganz oder fast ganz nach vorne schieben. Neigen Sie zudem die Sattelnase ein Stück weit nach unten. Damit passen Sie die Sitzposition an steile Rampen an.

Eine Investition, die sich lohnt. Die meisten E-MTBs werden immer noch mit 175-Millimeter-Standardkurbeln ausgestattet. Dank Motorunterstützung braucht man diesen großen Hebel nicht wirklich. Kurze Kurbeln zwischen 150 und 170 Millimetern sorgen für weniger Pedalaufsetzer.

Positionieren Sie sich richtig. Vermeiden Sie die Falllinie, sondern stellen Sie das Bike im 45-Grad-Winkel zum Hang. Wichtig ist die Pedalstellung des Talfußes. Die Kurbel sollte nach vorne oben zeigen.

Fahren Sie erst an, wenn der Bergfuß sicher auf dem Pedal steht. Kontrollieren Sie das Anfahren mit der Bremse!

Die Unterstützungsstufe wählen Sie abhängig von der Steigung. Gut eignen sich die neuen, progressiven Modi E-MTB (Bosch) und Trail (Shimano). Der Talfuß steht also auf dem Pedal (Pedalstellung nach vorne oben), der Bergfuß stützt sich am Boden ab. Die Bremsen sind gezogen – ein Finger reicht dafür.

Stellen Sie den Bergfuß aufs Pedal. Erst jetzt fangen Sie an zu treten, und das Bike nimmt Fahrt auf. Jetzt ist es besonders wichtig, die Traktion zu behalten. Streicheln Sie das Pedal und geben Sie nur so viel Power, wie es der Schlupf am Hinterrad verträgt. Helfen Sie mit der Hinterradbremse, die Kraft zu kontrollieren. Lenken Sie jetzt sanft in die Falllinie ein und gehen Sie zur klassischen Fahrtechnik an steilen Rampen über.

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe EMTB 1/2018 können Sie in der EMTB App (iTunes und Google Play ) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen.

Gebremst wird auch bergauf – Fahrtechnik-Tipps für E-Mountainbiker

Am 6. und 7. Juli findet in Bad Wildbach die deutsche E‑Bike-Meisterschaft statt. Um am Ende den Titel zu gewinnen, müssen die Starter während zweier Tage unterschiedliche Mountainbike-Rennformate absolvieren und ihr Allround-Können unter Beweis stellen. Das braucht Fahr – und Fahrradtechnik. Der pressedienst-fahrrad zeigt, welche Anforderungen auf die Fahrer warten und was Experten raten, um schwierige Passagen mit dem E‑Mountainbike einfach zu meistern – wertvolle Tipps auch für Einsteiger.

Wir haben unser Bildarchiv aktualisiert. Dabei wurden ältere Bilder entfernt – darunter das hier verlinkte. Melden Sie sich einfach für passende Motive zum Artikel: 0551–9003377‑0.

[pd‑f/tg] „E‑Mountainbiken ist weit mehr als mit einem elektrifizierten Fahrrad den Berg hochzuheizen. Es braucht Fahrtechnik bergab und bergauf. Der Sport bietet viele unterschiedliche Möglichkeiten für jedermann“, erklärt Horst Schuster vom Antriebsspezialisten Brose, der in diesem Jahr erstmalig als Namenssponsor der Brose Deutschen E‑Bike-Meisterschaft auftritt. Über 70 E‑Mountainbiker sind aktuell für das Event gemeldet. Die Fahrer müssen an zwei Renntagen fünf unterschiedliche Rennformate erfolgreich absolvieren. Die Besten in drei Rennklassen (Damen, Herren, Senioren) dürfen sich Deutscher Meister nennen. Der diesjährige Fünfkampf funktioniert einerseits, weil die Location im Schwarzwald die nötigen Strecken bietet. Andererseits sollen aber auch für Sportler und Zuschauer spannende Wettkämpfe stattfinden, die alle Facetten des E‑Mountainbikes zeigen. Folgende Disziplinen müssen die Hobby – und Profifahrer dabei meistern:

Den Startschuss macht ein Cross-Country-Rennen. Ein knapp 1,5 Kilometer langer Rundkurs mit 60 Höhenmetern wird dabei mehrmals befahren. Die Strecke ist zuschauerfreundlich gestaltet und liegt direkt im Wald. Die Fahrer müssen durch wechselnde kurze Anstiege und Abfahrten ihre Allround-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Da im Pulk gestartet wird, gilt für die Fahrer: Immer bremsbereit sein – also auch bergauf. „Mit der Bremse dosiert man auch die Motor-Power, was die Kontrolle über das Bike verbessert. Es ist deshalb zu empfehlen, auch bei Bergauf-Passagen immer einen Finger an der Bremse zu haben“, rät MTB-Fahrtechniktrainerin und Haibike-Athletin Helene Fruhwirth. Beim ständigen Auf und Ab ist eine Teleskop-Sattelstütze unerlässlich, weshalb sie bei Profis und Hobbyfahrern gleichermaßen geschätzt wird. „Per Knopfdruck wird einfach am Lenker die richtige Sattelhöhe eingestellt. Bergauf braucht man eine hohe Sitzposition zur besseren Kraftübertragung, bergab wieder versenkt, um mehr Bewegungsfreiheit auf dem Rad und so bessere Kontrolle zu bekommen“, erklärt Maximilian Topp vom Hersteller Rockshox. Auch beim E‑MTB entscheidet nämlich die Kurvengeschwindigkeit nicht selten über den Ausgang des Rennens. Mit tiefem Sattel kann man das E‑MTB leichter in die Kurven drücken. „Man legt dabei das Bike unter sich ins Kurveninnere, bleibt mit dem Körperschwerpunkt aber mittig darüber“, so Topp.

Als zweite Disziplin wartet im Anschluss der Dual-Slalom. Dabei treten zwei Fahrer direkt gegeneinander an. Das Format ist bei Zuschauern äußerst beliebt, da es rasant zugeht und man schnell sieht, wer sich wo einen technischen Fehler erlaubt hat. Die Strecke führt dabei meist bergab, hat aber auch ein paar Flachstücke, damit die Fahrer ihre Motor-Power ausfahren können. Gerade in engen Kurven oder Spitzkehren kann einiges an Zeit gutgemacht werden. Die kniffligen Passagen lassen sich oft nur flüssig meistern, indem das Hinterrad umgesetzt wird. Ein Tipp: Das Pedal entlasten und sich selbst möglichst leicht machen. „So muss man den Lenker nur noch nach vorne führen. Mit mehr Schwung fällt das deutlich leichter“, rät Philipp Martin vom Fahrradhersteller Cannondale.

Die Königsdisziplin des E‑Mountainbikes: Beim Uphill geht es darum, möglichst schnell einen Trail bergauf zu meistern – ein Zusammenspiel aus Motorkraft und Fahrtechnik. Es kommt bei der Wahl des passenden Bikes nämlich durchaus nicht nur auf die reine Power an. „Maximale Unterstützung nützt nichts, wenn sie nicht optimal auf den Boden gebracht wird“, verweist Horst Schuster. Durch eine sensible Sensorik erreicht beispielsweise der für MTBs gut geeignete Antrieb „Brose Drive S Mag“ ein spritziges Fahrerlebnis, selbst in steilem Gelände. „Das schnelle Ansprechverhalten und die damit verbundene unmittelbare Leistungsabgabe gewährleisten ein agiles Fahren am Berg. Zudem wird die Maximalleistung über einen größeren Kadenzbereich abgerufen“, erklärt Schuster. Neben dem Motor sind noch andere Parameter für optimalen Vortrieb wichtig: Der Fahrer muss den richtigen Gang wählen. „Das Hinterrad braucht Traktion. Fährt man eine hohe Trittfrequenz, kann gerade im steilen Gelände auf Schotter das Hinterrad schnell durchdrehen. Deshalb lohnt es sich, ein oder gar zwei Gänge höher zu schalten“, weiß Anja Knaus vom schweizerischen Hersteller Flyer.

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Beim Meistern steiler Rampen ist die Haltung auf dem Rad das A und O. Fahrer müssen sich mittig über dem Rad halten. „Zu weit hinten und das Vorderrad kommt einem entgegen. Zu weit vorn und das Hinterrad verliert an Traktion. Am besten versenkt man den Sattel ganz leicht“, rät Maximilian Topp. Kniffliger wird das auf nassem oder losem Boden, wenn das Hinterrad schneller durchzudrehen droht. „Dann muss man auf tiefen Schwerpunkt achten, also nah ran an den Lenker. Möglicherweise hilft es, auf die Sattelnase vorzurutschen“, gibt Techniktrainerin Fruhwirth als Tipp.

Über die Traktion im Gelände entscheidet auch die Reifenwahl. Auf E‑MTBs findet sich darum nicht selten auch hinten ein Vorderreifen. Frontreifen sind für Halt und Führung ausgelegt und haben darum oft ein gröberes Profil, das beim E‑MTB ideal für Traktion sorgt. Sollte doch einmal etwas schiefgehen und man bergauf stecken bleiben: Nie in der Falllinie losfahren! „Sonst kann das Hinterrad gnadenlos durchdrehen“, weiß Fruhwirth. Man sollte besser schräg zur Fahrtrichtung starten und dabei die Bremse ziehen. Erst pedalieren, wenn auch der zweite Fuß wieder auf dem Pedal steht. „Das erfordert zwar etwas Balance, aber so wird die volle Kraft auf das Hinterrad übertragen“, erklärt die Haibike-Athletin weiter.

Beim Enduro liegt der Fokus auf den Bergab-Passagen. E‑MTBs bieten hier mit ihrem höheren Gewicht sogar einen Vorteil gegenüber unmotorisierten Bikes und liegen „satter“ im Trail – man muss sich aber an die andere Fahrdynamik gewöhnen. Die Fahrer starten beim Enduro einzeln und zeitlich getrennt und müssen die kurzen, einzeln gezeiteten Streckenabschnitte möglichst schnell meistern. Hier gehören möglichst weit vorausschauendes Fahren und eine frühe Linienwahl zur richtigen Fahrtaktik. „Wer nur auf sein Vorderrad schaut, kommt nicht weit und muss ständig bremsen“, sagt Philipp Martin. Daraus resultiert auch die Wahl des richtigen Unterstützungsmodus. „Nur Power ist bergab nicht zielführend. Lieber einen niedrigeren Modus wählen und auf die Fahrlinie konzentrieren“, so Martin weiter. Wichtig ist dabei, dass die Reifen perfekt eingestellt sind. „Wenig Druck im Reifen verbessert den Komfort und die Traktion. Je breiter der Reifen, desto weniger Druck ist möglich“, erklärt Sarah Schlinkmann vom Pumpenexperten SKS Germany. Ihr Tipp: Viel experimentieren und präzise messen. Schon ein Zehntelbar kann den großen Unterschied machen.

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Zum Abschluss wartet noch die junge Disziplin Sprint auf die Fahrer. In kleinen Gruppen treten sie auf einem kurzen, etwas welligen, rasanten und mit technischen Hindernissen gespickten Kurs an. Dabei müssen auch kleine Baumstämme oder Stufen überfahren werden. Diese Hindernisse lassen sich leicht überwinden, wenn man aus dem Sattel geht und das Gewicht schwungvoll verlagert. „Am besten vor dem Hindernis noch beschleunigen und über dem Stamm erst das Vorderrad und dann das Hinterrad entlasten. Die Profis beherrschen natürlich auch auf dem E‑MTB den perfekten Bunny Hop“, weiß Anja Knaus.

Sind E-Mountainbikes sinnvoll, gefährlich oder beides?

Dank E-Antrieb kommen immer mehr Menschen mit dem Mountainbike auf die Berge. Probleme entstehen oft, wenn es wieder bergab geht. Angesichts schwerer Unfälle soll gegengesteuert werden. Experten geben Tipps

Da haben sie vor kurzem ordentlich den Kopf geschüttelt und schön geschaut, die wackeren Wandersleut’, die ob Kals in Osttirol bergan stiegen, um einen ganz speziellen Blick auf den Großglockner zu ergattern. Das Schütteln und Schauen kam daher, dass ihnen die Mountainbikes bergauf nur so um die Ohren gezischt sind. Früher, ja früher hätte es das nicht gegeben, dachten sich die Leut’.

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Radeln ohne zu schnaufen

Immer mehr Menschen kaufen sich ein Fahrrad mit Elektromotor. Doch wie gesund ist radeln mit Motorunterstützung? Für wen lohnt es sich, ein teures E-Bike anzuschaffen? Und stimmt es, dass durch die E-Biker die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radlern deutlich gestiegen ist? „Gesundheit!“-Reporter Fero Andsersen beleuchtet die Vor – und Nachteile des Pedelec – beziehungsweise E-Bike-Trends.

Motor an und schon wird Fahrradfahren zum Kinderspiel. E-Bikes sind im Trend, mit ihnen kann man viele Dinge transportieren und auch noch bergauf fahren. Gerade für ältere Menschen ist Radfahren oft beschwerlich, viele verzichten daher ganz darauf.

Christine Lauerer kann sich vorstellen, vom normalen Rad aufs E-Bike umzusatteln. Denn mit einem E-Bike wäre sie schneller unterwegs.

„Ich fahre immer mit meinem Mann und der ist schnell weg. Immer nur die Rücklichter zu sehen, ist auch nicht so schön. Fahrradfahren mit Elektromotor stelle ich mir einfacher vor. Dass ich dann auch mit ihm mithalten könnte.“

E-Biken ist gesund

E-Biken schont außerdem die Gelenke, trainiert das Herz-Kreislauf-System und die Ausdauer, wie Volker Groth beweist: Er radelt täglich 60 Kilometer zur Arbeit, ist topfit und kommt dank des Motors auch bei Gegenwind nicht über seine Belastungsgrenze.

Fahrrad zum E-Bike umbauen lassen

Die Auswahl ist groß, aber neues E-Bikes sind teuer. Deswegen hat Volker Groth einfach sein Fahrrad zum E-Bike umbauen lassen.

Auch Christine Lauerer möchte ihr Rad gerne behalten. Für rund 1.600 Euro baut Maschinenbauer Stefan Schmidbauer ein Straßenfahrrad zum Pedelec um, das bis zu 25 km/h schnell fahren kann. Die Voraussetzung: Das Fahrrad sollte wertig und vor allem unfallfrei sein.

Die Geschwindigkeit steuert man über das Display am Lenker. Echte E-Bikes brauchen ein Nummernschild, sie können bis auf 45 km/h beschleunigen. Das Antriebs-System ist wartungsfrei. Da der Verschleiß bei E-Bikes allgemein aber höher ist, sollte man alle 2.000 km einen Rundum-Check durchführen lassen.

Sicherheitstraining

Doch zum E-Biken gehört nicht nur das richtige Fahrrad, sondern auch ein Sicherheitstraining: Denn die Zahl der Radunfälle, vor allem mit E-Bikes, ist in den letzten Jahren gestiegen. Richard Kramschuster ist seit 20 Jahren Trainer beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club und erklärt zu Beginn des Sicherheitstrainings, wie ein Fahrradhelm richtig sitzen muss:

„Wenn man sich nach unten beugt und der Helm vom Kopf fällt, ist er zu locker. Und das gilt sowohl für E-Bike Fahrer als auch für Radfahrer ohne Motor. Wer einen Helm aufhat, sollte ihn auch richtig aufsetzen: Genau mittig. Zwei Finger breit über der Nasenwurzel sollte die Helmunterkante sein, dann sitzt er waagerecht auf dem Kopf und schützt den Kopf optimal.“

E-Bikes sind schwerer

Um das E-Bike zu kontrollieren, sollte man zuerst lernen, richtig darauf zu „stehen“: Arme leicht gebeugt, drei bis fünf Zentimeter aus dem Sattel gehen, waagerecht auf den Pedalen stehen und den Blick drei bis fünf Meter in Fahrtrichtung.

„Der grundlegende Unterschied vom E-Bike zum normalen Rad ist, es hat einen Motor. Und damit hat es einen zusätzlichen Antrieb, der allerdings nur funktioniert, wenn man tritt. Das ist das Pedelec. Der zweite Unterschied ist, das Rad hat dadurch ein höheres Gewicht. Durch den Motor und durch den Akku hat man Gewichte teilweise zwischen 15 bis 25 kg. Diese Masse muss beherrscht werden. Dazu muss man also ein Gefühl fürs Fahrrad entwickeln – und üben. Ich empfehle jedem, der sich in Pedelec kauft, zunächst mit kleiner Unterstützungsstufe auf einem Parkplatz erstmal das Fahren mit dem Fahrrad zu trainieren.“

Bremsen und Kurven Fahren – Tipps

Ganz wichtig beim E-Biken sind aber auch: Bremsen und Kurven fahren. Dafür hat Richard Kramschuster einen Tipp:

„Es gibt einen wichtigen Trick beim Kurvenfahren: Nicht stark am Lenker ziehen, denn sonst wird das Vorderrad instabil und rutscht weg. Besser den kompletten Oberkörper drehen. Dann dreht man das Fahrrad mit der Hüfte um die Kurve herum. Ihr müsst euch vorstellen, ihr habt hier auf den Schultern zwei Augen sitzen und so wie eure normalen Augen da hinschauen, wo ihr hinfahrt, sollen die Schulteraugen auch dahin schauen, wo ihr hinfahrt. Und wenn ihr euch so rumdreht, kommt ihr viel leichter um die Kurve, weil ihr das Fahrrad mit eurem gesamten Körper um die Kurve dreht.“

„Hat ja auch wieder was für die Gesundheit, wenn wir in der Hüfte beweglich sind. Was für ein schwungvoller Tag! Und auch wer mit dem E-Bike fährt, tut jede Menge Gutes für Fitness und Gesundheit.“

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