Radfahren verlernt man nicht! Oder doch?

Es ist lange her, daß ich Fahrrad gefahren bin. Nach einem schmerzhaften Sturz habe ich mich aus Angst nicht mehr auf das Rad getraut. Mein Mann, der gern und oft mit dem Fahrrad unterwegs ist, versuchte in den letzten Jahren mehrfach, mir diese Angst zu nehmen. Doch alle seine Versuche blieben erfolglos und endeten oft mit einigem Streit zwischen uns. Sprüche wie: „Das kann doch nicht so schwierig sein, du brauchst doch wirklich keine Angst zu haben, radfahren verlernt man nicht“, wie oft habe ich das gehört, doch es half mir überhaupt nichts. Nun suche ich professionelle Hilfe. Gibt es Kurse, in denen ich wieder Sicherheit auf dem Fahrrad erlangen kann?“

: Mit solchen Ängsten stehen Sie nicht allein. Es gibt überraschend viele Erwachsene, die noch nie auf einem Fahrrad gesessen haben oder die sich aus Angst nicht wieder auf den Sattel trauen. Deshalb gibt es auch entsprechende Angebote. An diesem Wochenende zum Beispiel bietet Micha Löwe am Niendorfer Markt (Berufliche Schule) den ersten von sieben Kursen in diesem Jahr an. Iris D. (45), Teilnehmerin an einem dieser Kurse im letzten Jahr, berichtet: „Meine Angst, die Balance auf dem Rad nicht halten zu können, überwand ich Schritt für Schritt. Neugier und Spaß waren die Folge ungewöhnlicher Übungen. Schon nach kurzer Zeit saß ich wieder auf dem Fahrrad und drehte meine Runden, als hätte ich es nie verlernt. Endlich kann ich auch in aller Ruhe anhalten, ohne panikartig vom Rad zu springen. Die abschließende Radtour mit allen Teilnehmern des Kurses war die absolute Krönung.“

Infos über weitere Kurse und Anmeldung: Micha Löwe, Telefon 040/58 97 67 47.

Wie lange dauert es, bis man das Radfahren verlernt

Einmal richtig gelernt, bleibt Radfahren als Fähigkeit bis ins hohe Alter erhalten.

Manche Dinge verlernt man unter normalen Umständen sein Leben lang nicht mehr. Radfahren, Schwimmen oder Schlittschuhlaufen werden dazu gezählt. Warum einem hingegen der PIN-Code der Kreditkarte oder der Name einer langjährigen Mitschülerin auf einmal nicht mehr einfallen wollen, können Gedächtnisforscher erklären.

Es geht nämlich um zwei verschiedene Dinge, die dabei an verschiedenen Stellen im Gehirn abgespeichert werden. Namen oder Nummern, die man sich merkt, werden im sogenannten Faktengedächtnis abgelegt. Die Summe dieser Inhalte bezeichnen Gedächtnisforscher auch als semantisches Wissen. Bestimmte Ereignisse hingegen, zum Beispiel die Erinnerung an den ersten Schultag oder den ersten Kuss werden im episodischen Gedächtnis gespeichert. Beiden gemeinsam ist, dass sich jeder gesunde Mensch dieser Gedächtnisinhalte bewusst ist. Damit entsteht die Möglichkeit, sie anderen mitzuteilen. Wegen dieser Gemeinsamkeit werden sie unter dem Oberbegriff deklaratives Wissen zusammengefasst.

Fähigkeiten, die automatisch ablaufen

Demgegenüber stehen erlernte, körperliche Fertigkeiten, die quasi automatisch ausgeführt werden können. Ein Beispiel dafür ist das oft als unverlernbar bezeichnete Radfahren. Dieses besondere Wissen, in der Fachsprache auch als prozedurales Wissen bezeichnet, kann im Gegensatz zum deklarativen Wissen nicht bewusst abgerufen werden. Ein Beispiel: Jemand, der seine Jugend hindurch weite Strecken mit dem Rad zurückgelegt hat, bricht das Radfahren wegen der Anschaffung eines Autos von heute auf morgen ab. Nach mehreren Jahren ohne Fahrrad wird er gefragt, ob er überhaupt noch Radfahren könne. Die Antwort darauf kann die befragte Person, die gesund ist, jedoch nicht mit Sicherheit geben. Die Radfahrfähigkeit müsste in einem erneuten Versuch erst unter Beweis gestellt werden. Dabei könnten am Anfang ein paar wackelige Unsicherheiten auftreten, die sich jedoch schnell wieder legen würden.

Gedächtnisforscher sind sich sicher, dass einfache Bewegungsabläufe, die einmal so gut gelernt worden sind, dass sie automatisch ausgeführt werden können, tatsächlich ein Leben lang im Gehirn verfügbar bleiben. Gespeichert sind sie hauptsächlich in den sogenannten Basalganglien unter der Großhirnrinde und in den Scheitellappen.

Deklaratives Wissen hingegen kann im Laufe der Zeit schon mal verloren gehen. Über die Gründe jedoch sind sich die Experten noch nicht im Klaren. Eine These besagt, dass sich in den Hirnregionen, in denen prozedurales Wissen abgespeichert wird, wesentlich weniger Nervenzellen neu bilden als im Hippocampus, wo deklaratives Wissen gespeichert wird. Der dort stattfindende ständige Umbau durch Neubildungen von Nervenzellen könnte zur allmählichen Löschung von deklarativem Wissen, also Fakten, Daten und Erinnerungen führen. Wissenschaftlich fundierte Beweise dafür fehlen jedoch.

Das Behalten von bestimmten Fähigkeiten bis ans Lebensende gilt allerdings nur für simple Bewegungsabläufe. Komplexe Abfolgen dagegen können genauso wie Fakten oder Episoden wieder vergessen – weil nichts anderes ist ja verlernen – werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Hochzeitswalzer. Ist der Grundschritt stundenlang einstudiert, ist er bei den meisten auch noch nach Jahren relativ schnell wieder aktivierbar. Alle Drehungen, Figuren und andere Finessen allerdings, scheinen wie aus dem Kopf geblasen.

Gedächtnis : Warum verlernt man Fahrrad fahren nicht?

Wieso vergessen wir Bewegungsabläufe wie Rad fahren nicht? Das hängt mit der Art und Weise zusammen, wie sie im Gedächtnis verankert sind, weiß Neuropsychologe Boris Suchan.

Viele sind in der Schulzeit noch begeisterte Radfahrer. Mit dem Führerschein verschwindet der Drahtesel dann oft jahrelang im Keller. Wieder im Sattel, fährt es sich jedoch, als hätte man nie pausiert. Die Wenigsten würden sich darüber ernsthaft wundern. Aber so selbstverständlich ist das gar nicht, bedenkt man, wie häufig unser Gedächtnis uns in anderen Bereichen im Stich lässt.

Wie oft will uns der Name eines alten Bekannten nicht einfallen, oder wir kommen partout nicht mehr darauf, wo wir am Tag zuvor den Haustürschlüssel abgelegt haben. Dieses Wissen ist in unserem Gehirn anders gespeichert als Fertigkeiten wie Fahrrad fahren. Erinnerungen an Erlebnisse wie den Tag unserer Einschulung, den ersten Kuss, die Geburt des Kindes oder den letzten Restaurantbesuch liegen im so genannten episodischen Gedächtnis. Faktenwissen hingegen, etwa der Satz des Pythagoras oder die Hauptstadt Frankreichs, wird im semantischen Gedächtnis gespeichert. Diese beiden Arten von Gedächtnisinhalten haben eines gemeinsam. Man ist sich bewusst, dass man sie weiß – und kann sie anderen sogar mitteilen. Aus diesem Grund werden episodische und semantische Erinnerungen auch gerne als »deklarativ« oder »explizit« bezeichnet.

Dieser Artikel ist enthalten in Gehirn&Geist 4/2017

Davon unterscheiden sich erlernte Fähigkeiten, die größtenteils unbewusst und automatisch ablaufen: Klavier spielen, Zähne putzen oder eben Fahrrad fahren. Sie sind in einem separaten Gedächtnissystem verankert, wie ein kurioser Fall der Medizingeschichte zeigte.

Dem US-Amerikaner Henry Gustav Molaison (1926–2008) wurden in den 1950er Jahren wegen einer schweren Form von Epilepsie große Teile des Hippocampus neurochirurgisch entfernt. Nach dem Eingriff erlebten seine Ärzte eine böse Überraschung: Die Krampfanfälle waren zwar weniger geworden, aber dafür konnte sich der Patient ab diesem Zeitpunkt keine neuen Informationen oder Erlebnisse mehr merken. Auch viele Erinnerungen an die Zeit vor der Operation waren auf einen Schlag gelöscht.

Neuropsychologen führten daraufhin verschiedene Tests mit ihm durch. So ließen sie den vergesslichen Patienten immer wieder einen Stern nachzeichnen, während er seine Handbewegungen nur im Spiegel verfolgen durfte – eine Koordinationsaufgabe, die Ungeübten sehr schwer fällt. Anfangs noch unsicher und langsam, wurde Molaison von Sitzung zu Sitzung geschickter: Er konnte also doch Neues lernen! Allerdings erinnerte sich der Amnestiker nie daran, diese Aufgabe schon einmal durchgeführt zu haben. Für ihn war es immer das erste Mal.

Das Gedächtnis für Handlungsabläufe war bei Molaison im Gegensatz zum Fakten – und Erlebnisgedächtnis völlig intakt geblieben. Ist prozedurales Wissen, also Handlungswissen, das zum impliziten Gedächtnis gezählt wird, grundsätzlich stabiler als explizites?

Auch bei Schädel-Hirn-Traumata wird das prozedurale Gedächtnissystem so gut wie nie beeinträchtigt. Die Basalganglien, die als wichtiger Sitz dieses Knowhow-Gedächtnisses gelten, befinden sich relativ geschützt im Zentrum des Gehirns, unterhalb der Großhirnrinde. Eine Verletzung des Parietallappens, in dem der Speicher für motorische Programme vermutet wird, kann zwar durchaus dazu führen, dass jemand plötzlich nicht mehr weiß, wie man in die Pedale treten muss, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Solche Fälle sind jedoch eher selten.

Warum prozedurale Gedächtnisinhalte auch jenseits von Hirnschädigungen nicht so leicht vergessen werden wie deklarative, ist bislang unklar. Einer Theorie zufolge könnten in den Regionen, wo Bewegungsmuster verankert sind, bei Erwachsenen weniger neue Nervenzellen gebildet werden. Im Hippocampus trägt dieser ständige Umbau wahrscheinlich zur Löschung von Erinnerungen bei.

An dem Satz »Das ist wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht« ist also aus neurowissenschaftlicher Sicht etwas dran: Normalerweise bleiben uns einfache Bewegungsabläufe, die wir einmal verinnerlicht haben, tatsächlich ein Leben lang erhalten.

Ist Professor an der Ruhr-Universität Bochum im Bereich der Klinischen Neuropsychologie. Dort erforscht er unter anderem die Funktion und Organisation des Gedächtnisses.

Wieso verlernt man Fahrradfahren nicht?

Sagt eine. Natürlich kann man sogar Fahrradfahren verlernen – dazu müssen aber wesentliche Gehirnteile nicht mehr funktionieren.

Dieser Satz hat nämlich einen sehr. Denn aufgrund von neurobiologischen Erkenntnissen weiß man, dass wie Radfahren, Skifahren, Tanzen etc. im gespeichert werden.

Dieses prozedurale Gedächtnis nämlich motorische, während das Erlebnisse aufnimmt. Dazu gehören z. B. .

Dann gibt es noch das, welches Bedeutungen und Fakten speichert. Episodisches und semantisches Gedächtnis fast man begrifflich als das zusammen.

Die Informationen, die im deklarativen Gedächtnis gespeichert sind, können viel eher verlernt werden als diejenigen im prozeduralen Gedächtnis.

Man muss kein Buch während des Fahrradfahrens lesen, um es zu lernen. Das prozedurale Gedächtnis speichert das wunderbar ab.

Das ist also „tiefer“ verankert als das deklarative (semantische oder episodische). Wenn also des deklarativen nicht mehr funktionieren, so kann man doch noch fahrradfahren, weil das prozedurale noch funktioniert. Informationen im letzteren werden tendenziell gespeichert.

Klar ist: Fahrradfahren lernt man, sondern, indem man. Insofern hat der Satz „Fahrradfahren verlernt man nicht“ durchaus seine.

ZEIT ONLINE

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Verlernt man das Fahrradfahren?

Ich bin 18 Jahre und bin zuletzt 2013 Fahrrad gefahren, seitdem bin ich kein Fahrrad mehr gefahren. Nun ist meine Frage ob es sein kann, dass ich es verlernt haben könnte oder unsicherer geworden bin?

10 Antworten

Radfahren besteht an sich aus drei Elementen. Das erste ist das reine Gleichgewicht, das verlernt man nicht.

Das Zweite ist die Beherrschung des Rades. Da kann man unsicher sein, besonders wenn man ein andersartiges Fahrrad bewegt, als man vorher fuhr. Dazu gehört sowohl, wie man das Rad „mit dem Hintern“ führt, als auch ganz banal die Feinheiten der Druckpunkt der Bremse oder das Verhalten der Schaltung.

Das Dritte ist das Bewegen eines Rades im Straßenverkehr. Das ist das, wo man am ehesten raus ist. Mit dem Rad verhältst du dich anders als als Autofahrer oder Fussgänger.

All diese Sachen hat man aber nach kurzer Zeit wieder drauf. Die ersten paar Fahrten musst du halt ein wenig vorsichtiger sein.

Nei. Man tut es nicht am Anfang ist es vlt etwas ungewohnt aber das ist ganz normal

Nein, das wirst du nicht verlernt haben 😉 Wenn du ein paar Minuten wieder mal gefahren bist, dann glaub ich, dass es ganz normal wieder geht.

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Also ich bin das letzte mal mit 10 Jahren Fahrrad gefahren und bin jetzt 18 Jahre alt. Und jetzt ist meine Frage ob es sein könnte, dass ich das Fahrradfahren verlernt habe?

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Worauf muss ich achten? Das Rad sollte vor allem leicht zu treten sein und leicht zu tragen. Die Rahmenhöhe sollte zwischen 45-48 liegen.

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12 Antworten

Dass man beim langsamen Fahren etwas wackelig wird, ist normal. gerade dann, wenn man sonst nichts tut, um den Gleichgewichtssinn zu trainieren. Wenn man regelmäßig übt, wird es aber weniger. der Gleichgewichtssinn ist ja trainierbar.

Fahrradfahren oder auch beispielsweise Skilaufen sind so Dinge, welche man eigentlich auch nach 30 Jahren noch zu einem Großteil beherrscht. Natürlich ist es zuerst ungewöhnt und man fühlt sich unsicher und hilflos in einigen Situationen. Aber der menschliche Körper ist ein absoluter Meister im anpassen. Nach einer Woche täglichem fahren, hast du sicher alles wieder im Griff. Was sich mit der Zeit verbessert ist das Gleichgewicht und das Einschätzungsvermögen. Ich fahre schon viele Jahre und es fühlt sich so an, als ob man einen extra Sinn für diese Sportart entwickelt.

Fahrradfahren an sich sollte kein Thema sein, zumal in deinem Alter – ausser, du hättest evtl. gesundheitliche Einschränkungen? Wenn du dich unsicher fühlst, fahre halt erst ein paar mal auf irgendwelchen großen Parkplätzen, Feldwegen, wenig befahrenen Straßen.

Das größere Problem ist wohl eher der Straßenverkehr – der hat exorbitant zugenommen, seit du das letzte mal mit dem Fahrrad unterwegs warst. Wohnst du in einer größeren Stadt wie zB München, kann das durchaus erstmal eine Herausforderung sein.

Einmal im Leben hast Du ja schon gelernt das Gleichgewicht zu halten! Also musst Du gar keine Angst haben, es nicht mehr zu können.

Das verlernt man nie mehr! Du darfst nur nicht so ängstlich sein, wenn Du Dich drauf setzt!

Ich hatte mich nach Jahrzehnten auch einmal wieder mit einem Fahrrad begnügen müssen, bis ich damals ein anderes Auto bekam. Das war Null Problemo!

Fahrradfahren verlernt man nicht. Drauf setzten und los fahren. Mit der Routine kommt auch die Sicherheit wieder

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Hey Leute ich möchte im Lebenslauf bei meinen Hobbys das Fahrradfahren nennen, doch schreibt man es so „Fahrradfahren“ oder „Fahrrad fahren“ Im Duden steht Fahrradfahren, jedoch schreibt so gut wie jeder Fahrrad fahren

Ich habe das Fahrradfahren für mich entdeckt, um mich fit zu halten. Und dabei kann es auch schon echt warm werden. Da ich fast nur auf Feldwegen fahre. Denkt ihr es ist ok Oberkörper frei Fahrrad zu fahren? Es kommen sehr wenige Leute vorbei.

Ich bin mit 5 Jahren mit meinen eltern in eine wohnung gezogen und konnte nicht fahrrad fahren weil in der gegend sehr viele autos und Straßen waren d. h. keine Möglichkeiten um rauszugehen und fahrradzufahren jetzt sollen wir ende juni mit unserer klasse nach amsterdam fahren und dort auch fahrradfahren doch ich kann es aber nicht. wäre es für mich möglich es bis dann zu lernen? und wie?

Geht ihr manchmal alleine Fahrradfahren? Weil ich hab heute ein neues Fahrrad bekommen aber ich geh erst morgen mit meinen Freunden fahren, will aber jetzt, soll ich alleine Fahrrad fahren gehen?

Ich habe mal wieder eine Frage zum Straßenverkehr, dieses Mal als Radfahrer. Fast jeden Tag fahre ich hier entlang und frage mich immer wieder, was hier richtig ist.

Bild 2 – Sicht von Fußgängerampel nach links (roter Kreis Bild 1)

Auf den Fotos ist es vielleicht nicht so gut zu erkennen, also schildere ich kurz die Situation:

    Ich komme mit meinem Fahrrad aus dem verkehrsberuhigten Bereich (Sicht Bild 1) und möchte links abbiegen. Die Querstraße, auf die ich fahren möchte, ist eine Bundesstraße. Die Ampel aus meiner Sicht wird nur dann grün, wenn entweder dort ein Auto steht (Induktionsschleife) oder ein Fußgänger die Taste drückt – gilt natürlich auch für gegenüber. Ich hatte schon mehrere Male die Situation, dass ich über 5 Minuten an der roten Ampel stand, weil sonst kein Auto mit mir dort stand und mich die Ampel nicht registriert hat. In der Fußgängerampel rechts im Bild (roter Kreis) ist ein Fahrradpiktogramm. Hierzu die erste Frage:
    Wenn ich den Weg über die Fußgängerampel wähle (Sicht Bild 2 von links kommend), führt mich der weitere Weg nach links ebenfalls über die Fußgängerampel mit Fahrradpiktogramm. Ich muss also nach meiner eigentlichen Grünphase wieder warten, bis die Ampel nach links grün wird. Ich gelange dann auf den Gehweg, der parallel zur Bundesstraße weiter führt.

Den Gehweg darf ich nicht benutzen, da kein entsprechendes Schild sichtbar ist und einfach vom Gehweg auf die Straße zu fahren, finde ich an dieser Stelle sehr gefährlich (es gilt Tempo 50 km/h).

In der Praxis warte ich hier immer, bis von hinten frei ist und fahre dann direkt auf die Straße.

Ich freue mich über eure Ratschläge und gerne auch persönliche Meinungen. Vielen Dank!

Was sollte ich am besten anziehen, damit mir nicht zu kalt wird und ich nicht komplett nass geschwitzt bin? Ich fahre ungefähr 35 Minuten.

Hey ich wollte mal fragen ob Skateboard fahren anstrengender ist als Fahrradfahren? Ist man wenn man Skateboard fährt mehr erschöpft als wenn man „nur“ Fahrrad fährt? Danke

Ich fahre sehr gerne Fahrrad – vor allem in der Natur! Daher würde ich gerne wissen, wo die schönsten Wälder/Orte zum Fahrradfahren sind!

Wenn man zum Beispiel lange in einem anderen Land mit anderer Sprache lebt und seine Heimatsprache gar nicht mehr spricht würde man nach Jahren die Sprache verlernen/vergessen oder ist das wie mit dem Fahrrad fahren was man angeblich nie verlernen kann? 😀

Endlich (wieder) sattelfest

Fahrradfahren – das lernt man einmal und verlernt es nie wieder – theoretisch zumindest. Doch wer noch nie oder lange nicht mehr auf einem Drahtesel gesessen hat, hätte vielleicht gerne etwas Anschubhilfe. In spezielle Fahrradkursen, wie sie beispielsweise Fahrradvereine anbieten, entdecken Erwachsene das Glück auf zwei Rädern für sich.

Der Radius ist größer als beim Spazierengehen, man sieht mehr, es lassen sich Dinge erledigen oder transportieren – wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat viel mehr Möglichkeiten als ein Fußgänger. Sollte sich die Kindheit in einer Stadt mit steilen Straßen abgespielt haben oder in einer Familie oder einem Kulturkreis, wo Fahrradfahren keine Rolle spielte, bleibt später nur eins: der Radfahrkurs für Erwachsene. Es gibt kommerzielle Angebote und solche von Vereinen.

„Jetzt habe ich tatsächlich an einem Tag Fahrradfahren gelernt. Ich habe 31 Jahre gebraucht, aber ich habe nie gedacht, dass ich es irgendwann lernen könnte. Ich bin wirklich glücklich.“

Zweiter Tag beim Wochenendkurs des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, ADFC in Bonn und Sissy ist begeistert. Geübt wird auf dem gepflasterten Gelände einer Firma, wo rot-weiße Hütchen einen Radweg mit Gegenverkehr markieren und auch als Slalomstrecke aufgebaut sind. Auf diesem Parcours wird gekurvt, gewendet, Handzeichen gegeben. Der erste Tag begann mit Gleichgewichtsübungen und mit dem Trainieren von Aufsteigen und Bremsen, erzählt die 45-jährige Ázuman.

„Für mich ist das Anhalten nicht ganz so einfach, und Slalomfahren ist auch schwierig. Aber heute vor allem schwierig: Handzeichen geben, also eine Hand loslassen. Das war für mich sehr schwer heute. Man ist schon sicherer auf dem Rad, auch wenn es noch nicht hundertprozentig klappt. Aber man kann auch schon alleine, denke ich, unterwegs sein. Aber ich hatte ganz schön Muskelkater.“

„Radfahren lernen ist für unsere Kursteilnehmer Schwerstarbeit. Da braucht man viel Pausen und auch viel zu trinken.“

Paul Kreutz leitet die Radfahrschule des ADFC in Bonn und kümmert sich mit zwei oder drei weiteren Trainern um die Teilnehmer.

„Wir haben ein ganz bestimmtes Übungsprogramm zum Aufsteigen und auch wieder Absteigen. Das lernen die Damen und Herren erst mal mit einer Pedale. Sie müssen auf die Pedale steigen, Schwung holen, sich in den Sattel setzen, dann wieder auf die Pedale stellen und dann stehen bleiben.“

Ganz zu Anfang Gleichgewichtstraining auf dem Laufrad, dann Losfahren und Bremsen mit einer Pedale üben – mit dem geeigneten Programm kann jeder Fahrradfahren lernen, meint Dr. Achim Schmidt von der Sporthochschule Köln. Wer als Kind oder Jugendlicher schon erste Erfahrungen gesammelt hat, greift sogar noch auf alte Bewegungsmuster zurück und kommt meistens schneller zurecht als absolute Anfänger.

„Man muss nicht zwangsläufig einen Kurs belegen. Wenn man sich einigermaßen sicher fühlt, körperlich, motorisch, dann sollte man sich selber mal auf einen Parkplatz begeben und mal schauen, wie die Fähigkeiten so sind. Wenn man dann merkt, das ist jetzt schon sehr schwierig für mich, dann ist der Kurs bei einem der größeren Anbieter – zum Beispiel beim ADFC – sicherlich der richtige Weg, wieder in das Thema einen Einstieg zu finden.“

Auch die 45-jährige Jeremy ist eine Wiedereinsteigerin, die einen Teil ihrer täglichen Wege gerne wieder mit dem Rad erledigen möchte.

„Ich würde gerne zur Arbeit fahren, am Rhein, ich wohne in Bonn. Das habe ich auch früher gemacht, aber vor ein paar Jahren. Ich möchte das einfach wieder machen.“

Angelika ist 64 und hatte mit Anfang zwanzig einen schweren Sturz mit dem Fahrrad. Jetzt träumt sie vom Elberadweg, aber die nötige Sicherheit fehlt ihr am zweiten Kurstag noch.

„Ich kann zwar noch nicht wieder Radfahren, aber ich habe deutlich mehr Vertrauen zu dem Teil. Ich muss sagen, wie die das hier in Bonn machen, das ist einfach toll. Ich werde mich wahrscheinlich noch mal anmelden, weil ich das heute sicher noch nicht auf die Reihe kriege. Aber so langsam kriege ich wieder Vertrauen zu dem Fahrrad. Und das ist, glaube ich, mal die Voraussetzung dafür.“

Manche Wiedereinsteiger und ältere Menschen glauben, mit einem Pedelec, also einem Elektrofahrrad besser zurechtzukommen. Achim Schmidt von der Sporthochschule Köln ist anderer Ansicht.

„Das Problem dabei ist, dass ich deutlich schneller fahre, also durchaus 5, 6, 7 km/h schneller fahre, als ich alleine fahren würde. Und das stellt gerade den Radanfänger, aber auch geübtere Radfahrer vor große Probleme.“

Er rät, zuerst wieder auf einem normalen Fahrrad zu üben und danach bei Bedarf aufs E-Bike umzusteigen. Ideal wäre dann ein Fahrsicherheitstraining, das Fahrradclubs und private Veranstalter allerdings im Moment erst ganz vereinzelt anbieten.

Fahrradfahren lernen: Wichtige Tipps und Tricks

Mit dem Fahrrad durch den Park düsen oder auch einen ausgedehnten Ausflug am Wochenende wagen – der Drahtesel ist für viele ein Hobby und nicht bloß ein nützliches Transportmittel. Doch auch als Transportmittel ist ein Fahrrad mehr denn je eine Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem umweltverschmutzenden und teuren Auto. Wenngleich viele schon im frühen Kindesalter in die Pedale treten, ist es auch für Erwachsene und sogar Senioren definitiv nicht zu spät, Fahrradfahren zu lernen.

Wann lernen Kinder Fahrradfahren?

In welchem Alter lernt man Fahrrad fahren am besten? Fürs Fahrradfahren braucht man einen guten Gleichgewichtssinn, Koordinationsfähigkeiten und eine fortgeschrittene Motorik. Wer seinen Kindern Fahrradfahren beibringen möchte, sollte damit bis zum 3. Lebensjahr warten. Idealerweise sollte Ihr Kind zu dem Zeitpunkt schon sicher auf den Füßen unterwegs sein. Das hilft dabei, das Gleichgewicht zu stärken, sodass Kinder schneller Fahrradfahren lernen. Bedenken Sie aber, dass jedes Kind einzigartig ist – so auch die jeweiligen Entwicklungsschritte.

Fahrradfahren lernen – das Equipment

Kinder und Erwachsene, die Fahrradfahren lernen möchten, können sich mit praktischem Zubehör vor allzu schmerzhaften Stürzen schützen:

    Helm Knieschoner, Ellenbogenschützer, Kinnschützer Abnehmbare Stützräder Sattelüberzug Handknochenschoner

Spielerisch mit Kindern Fahrradfahren lernen

Wer seinen Kindern Freude an Bewegung und am Fahrradfahren vermitteln möchte, sollte achtsam vorgehen und nicht zu streng sein, sondern vielmehr auf eine spielerische Herangehensweise setzen. Insbesondere Kinder im Vorschulalter haben öfter Schwierigkeiten damit, ihr Gleichgewicht zu halten. Leidenschaftliche Radfahrer, die nicht bis zum 3. Geburtstag ihrer Kinder warten wollen, können diesen mit einem Laufrad eine Freude machen. Bei manchen klappt das Fahrradfahren lernen schon am ersten Tag, während wiederum andere oft tage – oder gar wochenlang die ersten Meter auf dem Drahtesel üben.

    Gleichgewichtsübungen vor dem Radfahren Zuerst das Anfahren beim Fahrradfahren lernen Dann folgen Tretübungen und das richtige Absteigen Zuletzt lassen sich schon kürzere Strecken auf dem Gehweg probieren

Fahrradfahren – Pausen und Regenerationszeit

Steht man einmal sicher auf den Pedalen, empfiehlt es sich, zunächst ein paar kürzere Fahrstrecken zu absolvieren, bevor der erste wirklich lange Fahrradausflug geplant wird. Bedenken Sie außerdem, dass Fahrradfahren bei Kindern neue Muskeln und Bewegungsabläufe aktiviert. Entsprechend kommt es gerade bei Anfängern oft schnell zu Muskelkater. Planen Sie ausreichend Pausentage ein, wenn Ihre Kinder Fahrradfahren lernen. So können sich die Muskeln regenerieren und der Lernerfolg stellt sich langfristiger ein.

So lange dauert es, bis man Fahrrad fahren lernt

Praktischerweise gilt die bekannte Weisheit „Fahrradfahren verlernt man nicht“ tatsächlich. Entsprechend ist es gar nicht so relevant, wie schnell man in die Pedale tritt, sondern vielmehr, dass man sich an die Bewegungen gewöhnt. Fahrradfahren gehört zu jenen Fähigkeiten, die im motorischen Areal des Gehirns verarbeitet und anschließend im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Damit das möglichst effizient geschieht, ist vor allem eines notwendig: üben, üben, üben! In der Regel sind etwa 5 bis 7 Übungseinheiten notwendig, um einigermaßen sicher ohne Stützräder fahren zu können.

Das richtige Fahrrad für Anfänger

Besonders bei Kindern sollten Sie vor den ersten Fahrübungen einige Punkte beim Fahrradkauf beachten, damit die Kleinen möglichst sturzfrei bremsen, anfahren und absteigen können. Entscheidend ist zunächst die Fahrradgröße, wobei die Sattelhöhe besonders wichtig ist. Idealerweise sollten Kinder, wie auch Erwachsene, aufrecht mit beiden Beinen auf dem Boden stehen können. Das ist wichtig, um sicher vom Rad steigen zu können. Ist das Rad zu hoch, muss es beim Absteigen zur Seite gekippt werden. Das erhöht die Sturzgefahr und ist besonders auf rutschigen Oberflächen ein Sicherheitsrisiko.

Sturzfrei Fahrradfahren lernen mit dem richtigen Rad

Wichtige Fahrradeigenschaften: • Richtige Fahrradgröße • Passende Sattel – und Lenkradhöhe • Stützräder • Kinderfahrrad mit breiten Reifen • Rücktrittbremse für weniger ruckhaftes Abbremsen Die Höhe des Lenkrades sollte stets an die Sattelhöhe angepasst werden. Ist das Lenkrad zu hoch, führt das zu einer Fehlstellung der Wirbelsäule, die auch das Gleichgewichtsgefühl beeinträchtigen kann. Ist das Lenkrad zu niedrig, verlagert sich der Schwerpunkt des Körpers und die Sturzgefahr ist erhöht.

Fahrradfahren lernen ohne Stützräder

Stützräder sind für Kinder ein praktisches Zubehör, das aber auch Erwachsenen dabei hilft, mehr Sicherheit beim Radfahren zu gewinnen. Ist der Gleichgewichtssinn im Laufe der Übungen ausgeprägter, können Sie Stützräder abmontieren und sind anschließend oft noch schneller unterwegs. Kinderfahrräder zeichnen sich oft durch besonders breite Reifen aus. Diese drosseln grundsätzlich die Geschwindigkeit etwas, was aber gerade bei kleineren Kindern ohnehin Sinn macht. Breitere Reifen lassen sich zudem mit einem besonders tiefen Profil versehen, sodass sie rutschfester sind.

Die Sicherheit der Kinder hat oberste Priorität

Ein zusätzliches Muss am Kinderrad ist eine Fahrradkettenabdeckung, denn diese verhindert, dass sich Kleidung in der Kette verheddert. Bei den ersten Tretversuchen sollten die Kleinen stets gestützt werden, da in dieser Lernphase mit Stürzen zu rechnen ist. Balanceübungen können Sie aber übrigens optimal ganz ohne Pedale ausführen! Wie das? Sie schrauben die Pedale einfach ab und lassen das Kind zunächst mit angewinkelten Beinen auf dem Rad stehen. Sind die ersten Balanceversuche geglückt, können Sie die Pedale wieder anschrauben.

Fahrradfahren lernen für Erwachsene

Können Erwachsene und Senioren auch Fahrradfahren lernen? Natürlich! Tatsächlich ist es gar nicht so unüblich, auch im Erwachsenenalter noch Fahrradfahren zu lernen. Schließlich wachsen immer mehr Menschen in größeren Städten auf, sodass Busse, Straßenbahnen und Co. das Fahrradfahren für Kinder oft obsolet machen. Tatsächlich gibt es inzwischen auch Fahrradfahrkurse für Erwachsene. Wer lieber auf eigene Faust in die Pedale treten möchte, kann im Prinzip ähnlich vorgehen, wie Kinder beim Fahrradfahren lernen.

Fazit: Fahrradfahren lernen ist gar nicht schwer

Fahrradfahren lernen in jedem Alter – mit ein paar Tricks können Kinder und Erwachsene sturzfrei Fahrradfahren lernen. Fahrradfahren lernen ohne Stützräder gelingt mit ein paar Balanceübungen recht rasch, auf den Fahrradhelm sollten Sie hingegen nie verzichten. Beim Radfahren ist auch die Wahl des richtigen Rads entscheidend. Idealerweise sollten Sie stets mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen können.

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