Keine helmpflicht für fahrradfahrer! Oder etwa doch?!

Celle. Das Oberlandesgericht hat einem verletzten Fahrradfahrer mit Urteil vom 12. Februar 2014 (AZ: 14 U 113/13) umfassend Schmerzensgeld und materiellen Schadensersatz wegen einer Kopfverletzung, die er infolge eines Sturzes mit seinem Sportrad erlitten hatte, zugesprochen.

Der Radfahrer kollidierte auf der Straße mit einer weiteren Radfahrerin und zog sich bei dem Sturz u. a. erhebliche Kopfverletzungen zu.

Das Landgericht Verden hat dem Kläger in erster Instanz nur einen Teil des begehrten Schmerzensgeldes zugesprochen. Den zunächst als begründet erachteten Schmerzensgeldanspruch hat das Landgericht um 20 % gekürzt. Dies sei die zu berücksichtigende Höhe des Mitverschuldens des Klägers, da er keinen Fahrradhelm getragen habe. Auf der Grundlage des vom Landgericht eingeholten Sachverständigengutachtens ließe sich nachweisen, dass ein Fahrradhelm diese Verletzung jedenfalls teilweise hätte verhindern können. Nach Ansicht des Landgerichts Verden stehe einem solchen Abzug auch nicht entgegen, dass es keine gesetzliche Helmtragepflicht für Fahrradfahrer gibt. Insbesondere sei zu berücksichtigen, dass der Kläger auf einem Rennrad mit ca. 25 bis 30 km/h gefahren sei, wodurch er als sportlich ambitionierter Fahrer zu betrachten sei. Dies sei auch vergleichbar mit Skifahrern oder Reitern, die bei der Ausübung ihres Sports ebenfalls i. d. R. Helme trügen.

Das Oberlandesgericht Celle hingegen lehnte eine allgemeine Helmtragepflicht für Radfahrer ab. Eine solche Verpflichtung bestehe weder auf Grund einer gesetzlichen Regelung noch als allgemeine Obliegenheit. Dies entspreche auch dem derzeitigen Stand der Rechtsprechung. Die Lage eines Radfahrers sei auch nicht mit der eines Reiters oder Skifahrers vergleichbar. Denn dies seien reine Hobbies, bei denen die spezifischen Risiken sich auch gerade aus dem Fehlen allgemeiner Verkehrsregeln wie etwa der StVO ergäben. Ein Fahrrad hingegen werde auch im Alltag ganz allgemein zur Beförderung genutzt.

Aber selbst auf einer Trainingsfahrt bestehe keine Helmpflicht, wenn der Radfahrer dabei weder zu schnell noch besonders risikobehaftet fahre. Nur wenn ein Sport-Radfahrer sich im Straßenverkehr bewusst erhöhten Risiken aussetze, die über das hinaus gingen, was jeden normalen „Alltagsfahrer“ betreffe und er sich dabei verletze, könne ihm vorgeworfen werden, dass er keinen Helm getragen habe. In diesem vom OLG Celle entschiedenen Fall, konnte jedoch gerade keine risikobehaftete Fahrweise festgestellt werden. Der Kläger sei zwar auf einem Sportrad zum Zwecke des Ausdauertrainings und auf einer abschüssigen Straße mit einer Geschwindigkeit von 25-30 km/h unterwegs gewesen. Zu der Kollision sei es aber allein gekommen, weil die Beklagte nach links in ein Grundstück habe einbiegen wollen und dabei ihrer Rückschaupflicht nicht nachgekommen sei. Zudem sei bislang auch nicht hinreichend nachgewiesen, dass Sturzhelme signifikant zur Abwendung von Kopfverletzungen führten. Jedenfalls sei aber das Ausmaß des Schutzes nur schwer zu qualifizieren. Allein die tendenzielle Schutzwirkung des Fahrradhelmes begründe jedoch noch keine allgemeine Helmtragepflicht.

Der Pressesprecher und Richter am Oberlandesgericht Dr. Götz Wettich erläutert: „Nur weil jemand in seiner Freizeit das Radfahren als Sport betreibt, kann das also noch nicht zu seinen Lasten gehen. Eine bei der Schadensberechnung zu berücksichtigende Obliegenheit zum Helmtragen kann allenfalls dann in Betracht kommen, wenn ein sportlich ambitionierter Fahrer sich auch im normalen Straßenverkehr bewusst erhöhten, über die allgemeinen Gefahren des Straßenverkehrs hinausgehenden Gefahren aussetzt. Allerdings ist die Frage einer Helmpflicht in der obergerichtlichen Rechtsprechung bislang noch nicht einheitlich beantwortet. Daher hat das OLG Celle die Revision ausdrücklich zugelassen. Den Parteien bleibt somit die Möglichkeit, den Bundesgerichtshof in Karlsruhe anzurufen.“

Https://oberlandesgericht-celle. niedersachsen. de/startseite/aktuelles/presseinformationen/keine-helmpflicht-fuer-fahrradfahrer-oder-etwa-doch-122038.html

Gibt es eine Helmpflicht für E-Bikes?

Mit dem Kauf eines E-Bikes, oder gar dem Erwerb der schnelleren Variante, des sogenannten S-Pedelecs, stellen sich eine Menge Fragen, mit denen man sich auch beim normalen Fahrradkauf auseinandersetzen muss. Besonders wichtig ist für E-Bike-Fahrer die Sicherheit. Denn nicht nur die zuverlässige Technik des Pedelecs ist entscheidend bei der Teilnahme am Straßenverkehr, sondern auch der richtige Schutz vor Stürzen und Unfällen: der Fahrradhelm. Obwohl in Deutschland generell keine Helmpflicht für Pedelec-Fahrer besteht, sollten sich Fahrer trotzdem immer für einen Fahrradhelm entscheiden, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Ähnlich wie bei E-Bike-Modellen, gibt es auch bei Fahrradhelmen die unterschiedlichsten Varianten, die Fahrradfahrer nach verschiedenen Kriterien, wie Design, täglichem Bedarf und – natürlich – Schutz der Kopf-/Nackenregion auswählen können. Beim Kauf des richtigen Fahrradhelms sollte man deswegen gewissenhaft vorgehen und einige Eigenschaften beachten, um auf seinem Pedelec sorglos am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht für Radfahrer besteht, sollte man mit einem Fahrradhelm auf Nummer sicher gehen. Besonders wichtig ist hierbei, dass alle Fahrradhelme, die im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden dürfen, das sogenannte CE-Siegel (DIN-Norm) und das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) tragen. Fahrradhelme, die über diese Kennzeichnungen verfügen, kannst du ruhigen Gewissens erwerben, denn sie entsprechen den neusten Sicherheitsstandards.

Besteht für S-Pedelecs eine Helmpflicht?

Obwohl in Deutschland generell für E-Bikes keine Helmpflicht herrscht, bilden schnelleren E-Bikes, die sogenannten S-Pedelecs, eine Ausnahme. S-Pedelecs sind Fahrräder mit leistungsstärkerem Motor. Sie können eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometern erreichen. Daher werden diese E-Bikes als Kleinkrafträder geführt. Um sie fahren zu dürfen, müssen E-Bike-Fahrer einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Die Fahrräder müssen außerdem über ein Versicherungskennzeichen verfügen und es besteht Helmpflicht. Darin unterscheidet sich das S-Pedelec vom normalen E-Bike. Aufgrund der höheren Geschwindigkeit der S-Pedelecs ist ein Fahrradhelm also nicht nur dringend zu empfehlen, sondern auch Pflicht. Wer sich im Straßenverkehr nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von mindestens 15 Euro rechnen.

Wer sein S-Pedelec nur auf privaten Straßen fahren will, kann dies rechtlich ohne Helm tun, sollte sich aber der hohen Sicherheitsrisiken bewusst sein. Viele S-Pedelec-Hersteller bieten bereits spezielle S-Pedelec-Helme an, die Motorradhelmen ähnlich sind. Aber auch Fahrradhelm-Hersteller wie Uvex oder Abus haben eine Vielzahl an E-Bike-Helmmodellen im Angebot, die sich vor allem im Design unterscheiden.

Wie finde ich den richtigen Fahrradhelm für mich?

Es gibt so einiges, was man beim Kauf eines Fahrradhelms beachten muss, das Gleiche gilt für E-Bike-Helme. Neben der optimalen Größe wünschen sich die Fahrer, vor allem beim täglichen Gebrauch eines Fahrradhelms nicht nur praktische Vorteile, wie den Schutz des Kopfes und des Nackens, sondern auch ein ansprechendes und zeitloses Design. Je nach den eigenen Bedürfnissen im Straßenverkehr kann man so für sich den perfekten Fahrradhelm für das eigene Rad oder Pedelec finden.

Nicht nur Erwachsene bewegen sich täglich auf viel befahrenen Straßen durch den Verkehr, auch Kinder und Heranwachsende sind jeden Tag unterwegs. Gerade für Kinder in der Entwicklung ist es wichtig, den optimalen Fahrradhelm zu finden. Hier ist die Passform sehr wichtig, um einen umfassenden Schutz vor Stürzen und Unfällen zu gewährleisten.

Für besonders aktive Fahrer von E-Bikes bieten sich Helme an, die im Radsportbereich beliebt sind. Vor allem Mountainbiker legen Wert darauf, dass ihre Fahrradhelme gut belüftet und aus leichtem Material gefertigt sind und dabei trotzdem genügend Sicherheit bieten. Gerade im bergigen oder unwegsamem Gelände kannst du stürzen, der richtige Fahrradhelm bietet dann, beispielsweise durch eine verstärkte Außenschale, meist optimalen Schutz.

Pedelecs kommen aber auch im Stadtverkehr vermehrt zum Einsatz, hier sind die Bedürfnisse an einen Fahrradhelm nicht ganz so speziell wie im Gelände. Sogenannte City – oder Trekking-Helme bieten Schutz bei der Fahrt durch Großstädte und sind in vielen ansprechenden Farben und Designs erhältlich. Besonders alltagstauglich werden die City-Helme durch eine zusätzliche Beleuchtung, die den E-Bike-Fahrer für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar macht.

Worauf muss ich beim Kauf eines Fahrradhelms besonders achten?

Egal ob für normale Fahrräder oder für E-Bikes: Ein Fahrradhelm kann Menschenleben retten. Den richtigen Helm für den alltäglichen Gebrauch zu finden, ist jedoch nicht ganz so leicht, da die Auswahl riesig ist. Viele unterschiedliche Modelle bieten Vor – und Nachteile, die es beim Kauf zu beachten gilt.

Wer Fahrräder, aber auch Pedelecs oder S-Pedelecs täglich nutzt, sollte beim Kauf eines Helms vor allem auf bestimmte Faktoren achten. Besonders wichtig ist eine Ideale Belüftung des Helms. Damit der Fahrer nicht schon nach kurzer Zeit auf einer Radtour oder im Stadtverkehr schwitzt und das Tragegefühl angenehm bleibt, brauchen Fahrradhelme für die tägliche Nutzung ein effektives Belüftungssystem. Laut Stiftung Warentest gilt als weiteres, wichtiges Kaufkriterium eines Fahrradhelmes auch, dass das Sichtfeld durch das Tragen des Helms nicht eingeschränkt wird. Das ist besonders im Stadtverkehr und auf vielbefahrenen Straßen notwendig, um Unfälle zu vermeiden.

Sollte es doch einmal zu einem Unfall oder einem Sturz mit dem Fahrrad oder dem Pedelec kommen, ist bei einem guten Fahrradhelm entscheidend, dass eine Optimale Aufpralldämmung des Helms gegeben ist. Zur Sicherheit des Helms gehört auch, dass die Befestigung durch Riemen oder ein Gurtsystem stabil und gleichzeitig flexibel ist. Wer beim Kauf eines Fahrradhelms diese vier Punkte im Auge behält, kann nicht viel falsch machen.

Wie finde ich die richtige Größe für meinen E-Bike-Helm?

Wer mit dem Fahrrad oder dem Pedelec fahren will, sollte, bevor er auf das Rad steigt, sicherstellen, dass das gewählte Helmmodell die richtige Größe und somit eine optimale Passform hat. Sie entscheidet über die Sicherheit des Helms. Hierfür wird der Kopfumfang genau abgemessen. Bei einer umfassenden Kaufberatung sollte auf die Vermessung viel Wert gelegt werden. Hat man die perfekte Größe einmal gefunden, können alle anderen Einstellung des Modells daran angepasst werden. Viele E-Bike-Helmmodelle verfügen zusätzlich zu den Riemen unter dem Kinn auch über ein Einstellrad im Nackenbereich, über das die Passform noch präziser kontrolliert werden kann.

Welcher ist der richtige Helm für mein E-Bike?

Allgemein gelten beim Thema Helm die gleichen Merkmale für das E-Bike, das S-Pedelec und das Fahrrad. Trotzdem sollte man als E-Bike – oder S-Pedelec-Fahrer beachten, dass beim Fahren mit dem Bike viel höhere Kräfte wirken können als bei normalen Radfahrern. Auch wenn man keinen Pkw-Führerschein benötigt, um ein S-Pedelec zu fahren, braucht man ein Versicherungskennzeichen und es gilt hier absolute Helmpflicht.

Ein spezieller S-Pedelec-Helm zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Polsterung im Gegensatz zu einem Helm für ein normales Pedelec, ähnlich wie bei einem Motorradhelm, robuster und strapazierfähiger ist.

Viele Hersteller von Pedelecs bieten auch unterschiedlichste Modelle von E-Bike-Helmen an, um sicherzustellen, dass die Verkehrssicherheit stets gewährleistet ist. Egal ob in der City oder auf dem Land: Traditionsunternehmen, wie Abus und Uvex stellen für alle Bedürfnisse E-Bike-Helme her, die Sicherheit im Straßenverkehr bieten. Auch die Stiftung Warentest stellt regelmäßig E-Bike-Helme auf die Probe, um die besten Helme zu finden, die gleichzeitig alle Normen erfüllen.

Https://www. bikes. de/magazin/service/verkehr/ebike-helmpflicht

Helmpflicht – Pro und Kontra

Kaum etwas setzt bei Radfahrern so viele Emotionen frei wie das Stichwort Helmpflicht. Die Befürworter legen den Fokus auf die Sicherheit, die Gegner weisen auf negative Folgen einer gesetzlichen Regelung hin. Die Diskussion drängt dabei eine Sache in den Hintergrund: Es reicht, vor dem Losfahren nachzudenken und freiwillig einen Helm aufzusetzen.

Ein paar Argumente:

Pro …

Ist es Zeit für eine Helmpflicht? Wir meinen „Nein“.

Unstrittig ist, dass Helme die Folgen von Unfällen deutlich mildern. Experten sagen, dass sich rund 80 Prozent der schweren Hirnverletzungen beim Radfahren durch das Tragen eines Helms vermeiden lassen. Deshalb sprechen sich die Befürworter einer Helmpflicht, z. B. viele Unfallchirurgen, für eine gesetzliche Regelung ähnlich wie bei Zweiradfahrern aus.

Dass eine Helmpflicht zu weniger Kopfverletzungen führt, ist offensichtlich. Das belegen die Erfahrungen der Länder, die eine Helmpflicht eingeführt haben (z. B. Australien, eine Reihe von US-Staaten).

… und Kontra

Die Gegner sehen die Sache kritischer. Eine Helmpflicht führe dazu, dass viele Menschen ganz aufs Radfahren verzichten und stattdessen aufs Auto umsteigen. Das hätte gesundheits – und umweltpolitische Folgen, die niemand will. Eine amerikanische Untersuchung hat ergeben, dass durch die Helmpflicht zwar die Zahl der Unfälle zurückging, gleichzeitig aber deutlich weniger geradelt wurde.

Zudem würde eine Helmpflicht Strafen bei Nichtbefolgung nach sich ziehen. In der Praxis wäre das kaum durchzuführen. Besonders bei Kindern sind Strafen weder wünschenswert noch machbar.

Ein weiteres Argument gegen eine gesetzliche Regelung: Die Helmpflicht würde zu einer größeren Risikobereitschaft der Radfahrer führen, da sie ein falsches Gefühl von Sicherheit vermittelt.

Helmpflichtgegner setzen stattdessen auf Information und Aufklärung, eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, fahrradfreundlichere Verkehrsregelungen sowie mehr Rücksicht auf Radfahrer.

Die Position der Verkehrswacht

Die Deutsche Verkehrswacht setzt auf Aufklärung und wirbt offensiv für das Tragen eines Fahrradhelms. Eine Helmpflicht lehnt sie ab.

Helm tragen statt diskutieren

Eigentlich ist die Frage nach eine Helmpflicht müßig. Im eigenen Interesse sollte jeder einen Helm tragen, ob Klein oder Groß. In der Schweiz funktioniert es, dort tragen deutlich mehr Radfahrer einen Helm. Ganz ohne Helmpflicht.

Helmpflicht bei schulischen Veranstaltungen

Es ist unbedingt zu empfehlen, dass Kinder im Rahmen von schulischen Veranstaltungen beim Radfahren immer einen Helm tragen. In einigen Bundesländern schreiben Erlasse eine Helmpflicht vor. In anderen Ländern gibt es Empfehlungen.

Https://www. verkehrswacht-medien-service. de/grundschule/fahrradhelm/helmpflicht/

Helmpflicht auf Radreisen in Europa

In Deutschland und vielen Nachbarländern dürfen Radfahrer ohne Helm pedalieren. Doch es gibt Ausnahmen. Diese speziellen Regeln sollten Radtouristen kennen:

Die Regelungen im europäischen Ausland:

Spanien: In dem sonnigen Land ist der Fahrradhelm außerhalb geschlossener Ortschaften Pflicht. Doch der Gesetzgeber nimmt Rücksicht auf Touristen und Einheimische: Bei langen Steigungen und hohen Temperaturen dürfen Radfahrer ihren Helm abnehmen.

Finnland: Im Land der Elche und Rentiere müssen Radfahrer grundsätzlich einen Helm tragen.

Slowakei: Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt eine Helmpflicht für Radfahrer.

Malta: Auf der Sonneninsel Malta gilt Helmpflicht für alle Radfahrer. Darüber hinaus sind Radfahrer dazu verpflichtet, bei schlechten Sichtverhältnissen reflektierende Elemente zu tragen (siehe unten).

Österreich: Beim Fahrradurlaub mit der ganzen Familie ist Achtung geboten: Seit 2011 stehen Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren unter Helmpflicht – Erwachsene jedoch nicht.

Für Familien gilt:

Schweden, Slowenien: Kinder unter 15 Jahren benötigen einen Helm.

Estland, Kroatien: Kinder unter 16 Jahren unterliegen der Helmpflicht.

Tschechien, Litauen: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren benötigen einen Helm.

Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit!

In Frankreich, Italien, Litauen, Malta, Slowenien, Spanien und Ungarn müssen Radfahrer bei schlechten Sichtverhältnissen – und mancherorts generell bei Nacht – Reflektierende Kleidung oder Warnwesten tragen.

Https://www. bike-magazin. de/touren/touren-tipps/helmpflicht-auf-radreisen-in-europa/

E-Bike Helmpflicht

Die E-Bike Helmpflicht wirft immer wieder Fragen auf. Beim Fahren mit einem klassischen Fahrrad ist es in Deutschland jedem selbst überlassen, im Straßenverkehr einen Helm aufzusetzen. Doch ist dies anders, wenn wie beim E-Bike die Unterstützung durch einen Motor hinzu kommt? In welchen Fällen eine E-Bike Helmpflicht besteht, welche weiteren Vorschriften es für Elektrofahrräder gibt und ob du als Radfahrer auch einer Versicherungspflicht unterliegst, erfährst du hier.

Keine helmpflicht für fahrradfahrer! Oder etwa doch?!

Für welches Fahrrad besteht Helmpflicht?

Ob auf deinem E-Bike Helmpflicht besteht, hängt von der verkehrsrechtlichen Klassifizierung deines Elektrofahrrads ab. Umgangssprachlich werden alle Fahrräder mit Motorunterstützung gerne als E-Bikes bezeichnet. Tatsächlich wird verkehrsrechtlich jedoch zwischen Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes unterschieden.

Was ist ein Pedelec?

Ein Pedelec (kurz für „Pedal Electric Cycle“) ist ein Fahrrad mit einem Motor, der eine maximale Leistung von 250 Watt erbringt. Das Besondere am Pedelec: Es bietet eine Tretunterstützung bis 25 km/h. Das heißt: Der Motor schaltet sich nur hinzu, wenn du in die Pedale trittst und langsamer als 25 km/h unterwegs bist. Darüber hinaus funktioniert das Pedelec wie ein normales Fahrrad und du musst ohne die Unterstützung des Motors treten. Pedelecs dürfen zudem über eine Anfahrhilfe von maximal 6 km/h verfügen.

Verkehrsrechtlich werden Pedelecs als normale Fahrräder eingestuft. Deshalb besteht für Pedelecs keine Helmpflicht und du brauchst kein Versicherungskennzeichen. Auch auf allen gekennzeichneten Radwegen darfst du mit deinem Pedelec wie mit einem normalen Fahrrad fahren.

Was ist ein S-Pedelec?

Bietet dein Pedelec die Tretunterstützung bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h an, handelt es sich um ein sogenanntes S-Pedelec oder auch Speed Pedelec. Der Motor eines S-Pedelecs darf eine Leistung von bis zu 4.000 Watt erbringen und ist damit erheblich leistungsstärker als der eines Pedelecs. Aufgrund der erhöhten Geschwindigkeit und Motorleistung gelten S-Pedelecs verkehrsrechtlich als Kleinkrafträder. Daher musst du als Fahrer eines S-Pedelecs einen Führerschein der Klasse AM oder höher besitzen und darfst im Straßenverkehr unter keinen Umständen auf Radwegen fahren.

Beim Fahren eines S-Pedelecs, also eines Kleinkraftrads, greift die gesetzliche Helmpflicht. Darüber hinaus bist du verpflichtet, dein S-Pedelec zu versichern und ein Versicherungskennzeichen zu benutzen. Wenn du die jeweiligen Vorschriften nicht beachtest, musst du mit einem Bußgeld rechnen.

Was ist ein E-Bike?

Als E-Bike werden verkehrsrechtlich Elektrofahrräder bezeichnet, deren Motor auch ohne Tretbewegung bis zu 20 oder 25 km/h beschleunigt und über eine Motorleistung von maximal 500 Watt verfügt. Da der Radfahrer sich mit einem E-Bike auch ohne eigenes Zutun schnell fortbewegen kann, gelten diese Bikes bis 20 km/h als Leichtmofas und bis 25 km/h als Mofas. Für das Fahren mit einem Mofa müssen einige Vorschriften erfüllt werden: Mofas dürfen erst ab einem Mindestalter von 15 Jahren genutzt werden. Mofa-Fahrer, die nach dem 01. April 1965 geboren sind, müssen jedoch eine Prüfbescheinigung oder einen Führerschein besitzen. Personen, die vor diesem Stichtag geboren sind, brauchen zum Fahren eines als Mofa klassifizierten E-Bikes lediglich einen Ausweis.

Im Hinblick auf die E-Bike Helmpflicht muss genau hingeschaut werden: E-Bikes, die bis 20 km/h beschleunigen und als Leichtmofa gelten, sind von der Helmpflicht befreit. E-Bikes, die als Mofa auf eine Geschwindigkeit von 25 km/h kommen, unterliegen jedoch der Helmpflicht. Sowohl für Leichtmofa – als auch Mofa-E-Bikes besteht Versicherungspflicht und du musst ein Versicherungskennzeichen anbringen. Radwege darfst du mit deinem E-Bike nur befahren, wenn ein Zusatzschild mit Aufschrift „Mofas frei“ oder „E-Bikes frei“ dir dies erlaubt.

Https://www. kalkhoff-bikes. com/de_de/lexikon/e-bike-helmpflicht

Velohelmtragepflicht in der Schweiz?

Grundsätzlich ist die Velohelmtragepflicht für nicht motorisierte Velos nicht gesetzlich verankert. Jedoch äussert sich PRO VELO und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) mit einer Empfehlung für das Tragen eines Helmes. Zwar ist der Kopf durch den Velohelm nicht optimal vor Schlägen geschützt, dennoch bietet er mit der richtigen Passform und den richtigen Einstellungen einen Schutz bei Unfällen.

Weisst du nicht, ob dein Helm richtig sitzt, oder willst du ihn nachjustieren? Dieses Video hilft dir dabei:

Kein Velohelm-Obligatorium für Velofahrer

Die Präsidentin der BfU Brigitte Buhmann entfernt sich klar von einem Velohelm-Obligatorium. Sie will vielmehr eine Verbesserung der Veloinfrastruktur erreichen. Auch PRO VELO unterstützt diese Aussage in einem Positionspapier zum Thema Velohelmtragepflicht. Wichtig sei im Moment, dass nicht mehrere Millionen Franken für eine Velohelm-Kampagne oder für eine Durchsetzung des Velohelm-Obligatoriums ausgegeben werden, sondern dass dieses Geld in den Ausbau der Strassen und der Tempo 30 Zonen investiert wird.

Eine Helmtragepflicht würde sich wahrscheinlich kontraproduktiv auf den Velofahrer auswirken, wie eine deutsche Studie zeigt. Das Helm-Obligatorium würde die Motivation auf das Rad zu steigen, erheblich senken. Dabei gilt, je weniger Velofahrer es gibt, desto weniger sicher sind sie im Strassenverkehr, so PRO VELO. Ausserdem wird angenommen, dass mehr Velofahrer auf ein motorisiertes Gefährt, wie ein Motorrad oder das Auto umsteigen würden.

Einen Blogeintrag zu dieser Studie findest du Hier.

Dennoch sind sich TCS, die BfU, PRO VELO und auch Veloplus einig und befürworten das freiwillige Tragen eines Velohelms!

Hier siehst du den Unterschied zwischen einem Crash mit und ohne Helm:

Velohelmtragepflicht für E-Biker

Anders verhält es sich für E-Bikes. Grundsätzlich ist bei den E-Bikes zwischen „langsamen“ (25 km/h) und „schnellen“ (45 km/h) E-Bikes zu unterscheiden. Rechtlich gesehen sind schnelle E-Bikes in die Kategorie der Motorfahrräder einzuteilen. Langsame E-Bikes gelten jedoch als Leicht-Motorfahrräder und werden mit den Fahrrädern gleichgestellt. Hier unterscheidet sich auch das Helm-Obligatorium. Während die langsamen E-Bikes von einer Velohelmtragepflicht ausgeschlossen sind, müssen die Fahrer eines schnellen E-Bikes einen Velohelm tragen. Dies gilt nur, wenn die baubedingte Höchstgeschwindigkeit des Velos maximal 20 Stundenkilometer beträgt und die Tretunterstützung maximal 25 Stundenkilometer ist. Schneller E-Bikes hingegen dürfen nur mit einem Mofahelm gefahren werden. Falls du noch auf der Suche nach einem E-Bike Helm bist, findest du Hier Eine Auswahl.

Ausserdem müssen E-Biker besondere Verkehrsregeln beachten. Der Velostreifen ist sowohl für die langsamen, als auch für die schnellen E-Biker obligatorisch. Anders verhält es sich mit dem Mofaverbot. Während langsame E-Biker problemlos mit angeschaltenem Motor durch das Verbot düsen dürfen, müssen die schnellen E-Biker ihren Motor abschalten und mit eigener Muskelkraft strampeln.

Keine helmpflicht für fahrradfahrer! Oder etwa doch?!

E-Bike Unfälle vorbeugen

Durch die zunehmende Verbreitung von E-Bikes stieg in den letzten Jahren auch die Unfallzahl mit E-Bikes. Brigitte Buhmann, Präsidentin der BfU, sieht hier die Überschätzung der Fahrer. „Ich kann ja Velo fahren, also kann ich auch ein schnelles E-Bike fahren und brauche keinen Kurs“, sei die allgemeine Meinung. Insbesondere älteren Menschen und ungeübten Menschen empfiehlt der TCS darum sich vorerst ein „langsames“ E-Bike anzuschaffen, um ein Fahrgefühl zu entwickeln. Ausserdem sollten die Fahrer einen Kurs besuchen, in welchem sie lernen, wie sie mit dem Velo umgehen müssen.

Weitere Informationen und Richtlinien zum Elektrovelo findest du Hier und einen Blogbeitrag zu Elektrovelos Hier.

Hast du ein E-Bike zu Hause und würdest gerne einen E-Bike Kurs besuchen? Veloplus bietet ab 2018 neu auch E-Bike Fahr – und Reparaturkurse an. Infos dazu folgen im nächsten Frühjahr.

Https://blog. veloplus. ch/2018/02/14/velohelmtragepflicht-in-der-schweiz/

Velohelm

In der Schweiz gibt es keine Helmtragpflicht, auch nicht für Kinder. Pro Velo befürwortet das freiwillige Tragen des Velohelms (siehe Positionspapier).

Keine helmpflicht für fahrradfahrer! Oder etwa doch?!

Wenn Sie einen Helm tragen, dann achten Sie auf die Passform des Helms und die richtige Einstellung der Y-Bänder. Der Helm soll gerade auf dem Kopf sitzen. Weitere Infos unter „Helmtipps“.

Pro Velo Schweiz befürwortet das freiwillige Helmtragen. Hier gehts zum Positionspapier und weiteren Informationen rund um die Velohelmdebatte.

Helmtipps zu Kauf, Pflege und Ersatz

Teure Helme müssen nicht besser sein als billige. Wichtig ist, dass man den Helm gut dem Kopf anpassen kann, zum Beispiel mit einem Drehknopf hinten.

Der Velohelm muss gut sitzen, er soll nicht drücken und nicht wackeln. Die Vorderkante soll zwei Finger breit über der Nasenwurzel sein, damit bei einem Frontalsturz der Schutz des Gesichts gewährleistet ist. Der Helm soll bequeme Polster und ein Insektennetz aufweisen. Die Riemen vor dem Ohr, hinter dem Ohr und unter dem Kinn sollen satt angezogen, aber immer noch bequem sein. Die Anprobe eines Helmes ist ebenso zeitaufwändig, wie das Anprobieren neuer Wanderschuhe.

Kinder werden bei der Auswahl auf Form und Farbe achten. In Helmen mit wenig Luftschlitzen schwitzt man stärker, andererseits schützen sie besser vor Kälte.

Ein Velohelm besteht aus Styropor mit einem glatten Kunststoffüberzug. Für die Reinigung des Fahrradhelmes sind die Angaben des Herstellers massgebend. An der Sonne altert das Material rascher.

Nach einem Sturz, bei dem der Velohelm einen starken Stoss oder Schlag erlitten hat, kann er Schaden nehmen. Selbst wenn kein Bruch oder Riss sichtbar ist, soll der Helm ersetzt werden. Experten empfehlen, den Helm ca. alle 3-4 Jahre wegen der Alterung des Materials zu ersetzen. Auf dem „schnellen E-Bike“ (bis 45 km/h Unterstützung) ist in gewissen Ländern mehr als ein Velohelm obligatorisch.

Kinder stürzen häufig beim Radfahren, ihr Gleichgewichtssinn muss sich erst bilden, sie haben weniger Kraft und Übung. Andererseits verletzten sie sich nur schwach. Auch im Kindersitz, Anhänger oder auf dem Anhängervelo mitgeführte Kinder sollten einen Helm tragen.

Es gibt zahlreiche nützliche und witzige Accessoires zu Helmen: Wasserdichte Überzüge (auch in gut sichtbarem Leuchtgelb), Mützen zum Tragen unter dem Helm, Sonnenblenden, Helmpflegemittel (für Leute, die ihrem Helm gerne mal was Gutes tun wollen), Helmcases und Helmbags für den Transport des Helmes, Rückspiegel zum Montieren am Helm u. a.m.

Erkundigen Sie sich im Internet nach einem aktuellen Produkte-Test, solche werden regelmässig durchgeführt und bekannt gemacht.

Https://www. pro-velo. ch/de/themen/sicherheit-und-recht/ausruestung/velohelm

BGH Urteil zur Mitschuld bei Fahrradunfällen ohne Helm

Keine helmpflicht für fahrradfahrer! Oder etwa doch?!

Das heutige Urteil des Bundesgerichthofes war unter Fahrradexperten und Fahrradfahrern heiß ersehnt. Nachdem das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig Holstein einer Fahrradfahrerin eine Teilschuld zu den ihr zugefügten Kopfverletzungen zusprach, ging die Frau in Revision. Die Fahrradfahrerin wurde bei einem Unfall mit einem PKW am Kopf verletzt. Trotz der eindeutig geklärten Schuldfrage durch die Polizei, hat die gegnerische Versicherung vor Gericht eine Mitschuld an der Stärke der Kopfverletzungen erstreiten können. Die Fahrradfahrerin trug schließlich keinen Helm, so das Gericht und auch die Versicherung.

Da ein Helm wissentlich vor Kopfverletzungen schützt, habe die Fahrradfahrerin ein bewusstes Risiko hingenommen, als sie sich dazu entschloss keinen Helm zu tragen. Mit einem Helm wären die Verletzungen nach Auffassung der Versicherung und des OLG nicht so ausgefallen, wie sie es ohne sind.

Der BGH hatte nun zu entscheiden, ob die Fahrradfahrerin aus Schleswig-Holstein eine Mitschuld trägt oder nicht.

Das Urteil ist dabei wie folgt ausgefallen:

Weiterhin keine Helmpflicht für Fahrradfahrer – Fahrradfahrer müssen keinen Helm tragen und haben dennoch das Recht auf volle Schuldfreiheit. Die Klägerin aus Schleswig Holstein hatte Recht bekommen und das Urteil vom OLG wurde zurückgewiesen.

In Deutschland haben wir keine Helmpflicht für Fahrradfahrer. Sicherlich ist dies ein Thema, das zwei Lager hat. Angesichts der Erfahrungen bei Unfällen mit Radfahrern, sollte sich jeder Fahrradfahrer auch ohne Helmpflicht einen Fahrradhelm zulegen und diesen auch benutzen. Welche Helme gut sind, haben wir in dem Artikel zum Fahrradhelm Test aufgeführt. Dort finden sich Fahrradhelme wie der Cratoni Pacer, Alpina Mythos oder Casco Active 2

Persönliche Meinung und Fazit

Es geht beim Tragen eines Fahrradhelms um die eigene Sicherheit und nicht um irgendwelche Eitelkeiten. Was nützt es einem schon, wenn man 100% Recht bekommt, aber dafür sein leben Lang nichts mehr davon hat. Unser Kopf ist mit das Wichtigste, was wir haben, wir sollten es also auch so hüten und schützen.

Wie seht ihr das Urteil und die Frage zur Helmpflicht? Schreib gerne einen Kommentar.

Https://www. fahrradmagazin. net/ratgeber/bgh-urteil-helmpflicht-mitschuld-unfall/

Gibt es eine E-Bike Helmpflicht?

Während für das klassische Fahrrad in Deutschland keine Helmpflicht herrscht, sind sich viele Fahrer und Fahrerinnen von E-Bikes unsicher bezüglich der Rechtslage. Schließlich sind die elektrounterstützten Räder teilweise deutlich schneller unterwegs als ein Fahrrad. Doch wann herrscht bei einem E-Bike eine Helmpflicht?

    abhängig von der Geschwindigkeit bei S-Pedelecs vorgeschrieben auch ohne Pflicht sinnvoll stabiles Modell wählen
    Ab wann auf motorisierten Rädern eine Helmpflicht herrscht, hängt maßgeblich von der maximalen Geschwindigkeit sowie der Motorleistung ab. Allerdings ist es auch ohne Verpflichtung sinnvoll, im Straßenverkehr einen Helm zu tragen, um sich bei einem Unfall vor schwerwiegenden Kopfverletzungen zu schützen. Theoretisch ist für S-Pedelecs das Tragen eines Motorradhelms vorgeschrieben. Das wird in Deutschland allerdings kaum kontrolliert. Nichtsdestotrotz empfiehlt sich ein gepolsterter, robuster Helm.

Die Helmpflicht hängt von der Leistung des Motors ab

Entscheidend für die Frage, ob auf einem E-Bike – auch bekannt unter dem Namen Pedelec (Pedal Electric Cycle) – eine Helmpflicht herrscht, sind die Motorleistung und die maximale Geschwindigkeit. Ein Pedelec, das einen Motor von 250 Watt hat, maximal 25 km/h schnell ist und eine Anfahrtshilfe von 6 km/h hat, gilt als Fahrrad und unterliegt damit nicht der Helmpflicht.

E-Bikes, die eine Anfahrt von bis zu 20 km/h auch ohne Tretbewegung liefern, benötigen eine Mofaprüfbescheinigung. Allerdings ist auch hier das Tragen eines Helms freiwillig. Bei einer Beschleunigung von bis zu 25 km/h ist der Kopfschutz hingegen vorgeschrieben.

Ausnahme S-Pedelecs

Grundsätzlich gibt es in Deutschland keine Helmpflicht für E-Bikes. Eine Ausnahme bilden allerdings die die sogenannten S-Pedelecs. Diese speziellen Fahrräder sind mit einem leistungsstarken Motor von bis zu 4.000 Watt ausgestattet und können durchaus Geschwindigkeiten von 45 Stundenkilometern erreichen. Entsprechend werden diese E-Bikes als Kleinkrafträder geführt.

Um ein S-Pedelec zu bedienen, reicht ein Helm damit nicht aus. Du brauchst außerdem einen Führerschein der Klasse AM und ein Versicherungskennzeichen.

Wer sich hier nicht an die Helmpflicht hält, wird bei einer Kontrolle mit einem Bußgeld belangt. Wer keinen Helm auf einem S-Pedelec trägt und in einen Unfall verwickelt ist, trägt automatisch eine Teilschuld – unabhängig davon, wer die Schuld tatsächlich trägt.

Viele Hersteller bieten dabei für S-Pedelecs spezielle Helme an, die ähnlich wie Motorradhelme aussehen und damit einen guten Rundum-Schutz bieten. Mit einem solchen Helm erfüllst du in jedem Fall die Vorgabe der EU-Richtlinie ECE R22-05, die einen Motorradhelm vorgibt. In Deutschland werden Verstöße gegen diese Regel allerdings nicht geahndet – andere EU-Staaten sind hier eventuell jedoch strenger.

Tipps für den Kauf von Fahrradhelmen

    Besonders wichtig ist, dass der Helm mit einem CE-Kennzeichen und dem GS-Siegel ausgestattet ist. optimale Passform für einen sicheren Halt (Kopfumfang messen) ideale Belüftung Der Helm darf das Sichtfeld nicht einschränken. stabile, gleichzeitig flexible Befestigung durch Riemen oder ein Gurtsystem

Daneben solltest du durchaus berücksichtigen, dass bei einem E-Bike aufgrund der höheren Geschwindigkeiten auch größere Kräfte auf den Kopf einwirken, wenn es zu einem Aufprall kommt. Es ist daher durchaus sinnvoll, einen Helm zu wählen, der etwas besser gepolstert, robust und strapazierfähig ist.

Helmpflicht im EU-Ausland

Die Situation zur Helmpflicht sieht in anderen europäischen Ländern teilweise sehr anders aus. Planst du einen Radurlaub im Ausland, empfiehlt es sich unbedingt, vor dem Reiseantritt in Erfahrung zu bringen, was die Gesetzeslage im Zielland zur Helmpflicht vorgibt.

Https://www. e-bike-versicherung. org/ratgeber/e-bike-helmpflicht/

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