Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

Unfälle mit minderjährigen Radfahrern

BGH v. 13.02.1990:
Eine völlige Freistellung von der Gefährdungshaftung nach StVG § 7 Abs 1 wegen des grob verkehrswidrigen Verhaltens eines altersgemäß in den Straßenverkehr noch nicht voll integrierten (hier: achtjährigen) Kindes setzt voraus, dass der Sorgfaltsverstoß des Kindes altersspezifisch auch subjektiv besonders vorwerfbar war.

LG Nürnberg-Fürth v. 28.11.1990:
Befährt ein Radfahrer den Radweg in verkehrter Fahrtrichtung und kommt es zu einem Unfall, weil ein ihm mit einem Fahrrad entgegenkommendes Kind dadurch verunsichert wird und stürzt, so haftet der in falscher Richtung fahrende Radfahrer voll für den Schaden des Kindes.

OLG Hamm v. 30.09.1996:
Im verkehrsberuhigten Bereich darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Fährt ein Kind mit dem Fahrrad schneller, muß ein darin etwa liegendes geringes Verschulden dann zurücktreten, wenn beim Pkw überhöhte Geschwindigkeit (mehr als 20 km/h) und hohe Betriebsgefahr des Fahrzeugs vorliegen.

OLG Brandenburg v. 15.09.1999:
Zwar müssen sich gemäß § 3 Abs. 2 a StVO Fahrzeugführer gegenüber Kindern so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Jedoch muss sich der Kraftfahrer nicht immer und unter allen Umständen darauf gefasst machen, dass sich ein in der Nähe der Fahrbahn befindliches Kind unbesonnen verhalten werde. Das gilt jedenfalls für ältere Kinder im Alter von 12 Jahren, bei denen Kenntnisse der elementaren Verkehrsregeln vorausgesetzt werden können und darauf vertraut werden kann, dass sie ihr Verhalten im Straßenverkehr danach ausrichten werden. Bei besonders grobem Verschulden des kindlichen Radfahrers kann die Betriebsgefahr des unfallbeteiligten Kfz zurücktreten.

LG Mönchen-Gladbach v. 14.10.2002:
Es stellt keine Aufsichtspflichtverletzung dar, wenn der Aufsichtspflichtige auf dem Radweg ca. 7 m vor seinem Kind herfährt. Eine unfallursächliche Aufsichtspflichtverletzung ist auch nicht darin zu sehen, dass das 5-jährige Kind entgegen § 2 Abs. 5 Satz 1 StVO statt auf dem Gehweg auf dem Radweg fährt, weil sich der Unfallgegner auf den Verstoß gegen § 2 Abs. 5 S. 1 StVO nicht berufen kann, da er vom Schutzbereich dieser Norm als Linksabbieger nicht erfasst wird.

AG Wismar v. 09.11.2005:
Kommt es auf einer Kreuzung zwischen einem vorfahrtberechtigten kfz und einem 12jährigen Radfahrer, der ein Stoppschild missachtet und die Kurve schneidet, zu einem Unfall, so haftet der kindliche Radfahrer voll für die Unfallfolgen.

OLG Saarbrücken v. 24.04.2012:
Stehen sich in der Abwägung der Mitverschuldensanteile die einfache Betriebsgefahr des unfallverursachenden PKWs und das einfach fahrlässige Verschulden eines erst 12 Jahre alten Radfahrers gegenüber, besteht im Regelfall kein Anlass, die Haftung des Halters auf eine Quote von weniger als 50% zu beschränken.

OLG Hamm v. 08.02.2013:
Allein die Tatsache, dass ein 6 Jahre altes Kind ohne ständige Beaufsichtigung den vor dem elterlichen Haus gelegenen Gehsteig mit seinem Kinderfahrrad benutzt, vermag eine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern nicht zu begründen, wenn das Kind das von ihm seit ca. 3 Jahren benutzte Fahrrad sicher fahren kann und die Eltern sich davon überzeugt haben, dass es die erteilte Anweisung, ausschließlich den Gehsteig zu benutzen und dem Radweg und der Straße fernzubleiben, beachtet.

LG Saarbrücken v. 13.02.2015:
Schulpflichtige Kinder dürfen sich grundsätzlich bereits ab dem 6. Lebensjahr allein im Straßenverkehr bewegen, wenn keine speziellen Gefahrenquellen entgegenstehen. Denn zum Erlernen eines selbstständigen und umsichtigen Verhaltens im Straßenverkehr gehört die Möglichkeit, sich ohne ständige direkte Kontrolle und Anleitung im Verkehr zu bewähren. Beherrscht ein Kind das Radfahren in technischer Hinsicht, setzt die Erfüllung der Aufsicht der Eltern dann voraus, dass das Kind über Regeln und Gefahren der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr mit dem Fahrrad belehrt wurde. Daneben kommt es für die Beurteilung der Frage, ob in der konkreten Verkehrssituation eine Verletzung der Aufsichtspflicht der Eltern dadurch, dass sie nicht präsent waren, darauf an, ob das Kind mit der Wegstrecke vertraut war.

LG Dortmund v. 19.02.2015:
Ein 14-jähriger, der im Straßenverkehr bereits geübt gewesen ist und regelmäßig mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilgenommen hat, ist gemäß § 828 Abs. 3 BGB für sein Verhalten als verantwortlich anzusehen. – Soweit er davon ausgegangen ist, die Kreuzung noch vor einem von rechts kommenden Pkw überqueren zu können beruht diese Fehleinschätzung nicht auf mangelnder Erkenntnis der Verantwortlichkeit, sondern auf einer altersunabhängigen Fehleinschätzung der äußeren Umstände.

Https://verkehrslexikon. de/Module/Kindliche_Radfahrer. php

ÖAMTC: Wenn Kinder den Schulweg allein bewältigen – was Eltern wissen müssen (+ Fotos + Video)

Was zu Fuß, mit Rad, Roller und in Öffis gilt – Altersgrenzen und Regeln beachten

Wien (OTS) – Mit dem Schulstart sind wieder viele Kinder auf Österreichs Straßen unterwegs, durchaus auch ohne Begleitung der Eltern. „Ab welchem Alter Kinder allein unterwegs sein dürfen, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, ist nur teilweise klar geregelt. Generell gilt die Aufsichtspflicht für Erziehungsberechtigte bis zum 18. Lebensjahr des Kindes. Mit zunehmendem Alter können die Eltern ihre Aufsicht aber lockern“, erklärt ÖAMTC-Juristin Eva Unger. „Grundsätzlich obliegt viel der Einschätzung der Erziehungsberechtigten: Sie entscheiden, ob ihre Kinder schon dazu in der Lage sind, allein unterwegs zu sein. Andernfalls müssen Erziehungsberechtigte für eine geeignete Begleitung sorgen.“ Ob ältere Kinder ihre jüngeren Geschwister in den Kindergarten bzw. die Schule bringen können bzw. dürfen, liegt einerseits im Ermessen der Eltern und andererseits können bei der jeweiligen Bildungseinrichtung eigene Vorschriften gelten. Grundsätzlich ist es nicht verboten, dass z. B. ein 12-jähriger Schüler sein 6-jähriges Geschwisterkind zur Schule bringt. „In jedem Fall haben Eltern die Pflicht, ihrem Nachwuchs die Regeln für den Schulweg näherzubringen und auf die richtige Ausrüstung zu achten“, sagt die Expertin des Mobilitätsclubs.

Allein mit Rad & Roller – bei Straßenquerung schieben, nur mit Helm

Eindeutig geregelt ist die Altersgrenze bei der Nutzung von Fahrrädern. „Unter zwölf Jahren dürfen sich Kinder auf Fahrrädern grundsätzlich nur unter Aufsicht eines mindestens 16-jährigen Begleiters im öffentlichen Verkehr bewegen“, erklärt Unger. Eine Ausnahmeregelung gilt für Kinder mit Radfahrausweis: Diesen können Kinder ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr nach Ablegung einer Prüfung erwerben. Kinder, die schon in der vierten Schulstufe sind, können schon ab neun Jahren den Ausweis bekommen. Mit Kleintretrollern ohne elektrischen Antrieb dürfen Kinder allein unterwegs sein, wenn sie mindestens acht Jahre alt sind. „Vorsicht ist beim Queren der Fahrbahn angesagt: Auch wenn dafür keine ausdrückliche Verpflichtung besteht, sollten Kinder mit dem Roller vor einem Zebrastreifen stehen bleiben, absteigen und dann über die Fahrbahn schieben, wenn alle Fahrzeuge angehalten haben“, sagt die ÖAMTC-Expertin. „Wichtig ist, dass Eltern darauf achten, dass die Kinder beim Rad bzw. Roller fahren immer ein Helm tragen. Verpflichtend ist das für Rad fahrende Kinder unter zwölf Jahren, empfehlenswert ist es im Sinne der eigenen Sicherheit aber in jedem Alter.“

Schulpflichtige Kinder dürfen allein mit Bim, Bus und Bahn fahren – Umgang mit Maske besprechen

Öffentliche Verkehrsmittel dürfen Kinder im Prinzip ab dem 6. Geburtstag alleine nutzen. In den Beförderungsbedingungen von Verkehrsbetrieben wie z. B. Wiener Linien, Grazer Linien und Linz AG findet sich der Hinweis, dass Kindern unter sechs Jahren die Benützung der Anlagen und Fahrzeuge ohne Begleitung eines Erwachsenen nicht gestattet ist. „Die entsprechende Einschätzung der Eltern vorausgesetzt, dürfen schulpflichtige Kinder nach den Beförderungsbestimmungen im Nahverkehr allein reisen“, sagt ÖAMTC-Juristin Unger. Fahren Kinder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule, müssen auch sie ab sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Da das Anlegen und Tragen der Maske ablenkend sein kann, sollte die richtige Verwendung vorab erklärt werden. Am besten wird die Maske in Ruhe schon im Haltestellenbereich angelegt. Kinder sollten nicht versuchen, sie „nebenbei“ im Gehen anzubringen, denn dadurch steigt die Gefahr zu stolpern bzw. andere Verkehrsteilnehmer zu übersehen. Handelsübliche Einheits-Masken können besonders jungen Kindern oftmals zu groß sein und unangenehm nah an die Augen rutschen – eine kleinere, besser sitzende Maske ist hier anzuraten.

Allein mit Taxi – bis 14 Jahre nur mit Zustimmung der Eltern

Kostenpflichtige Fahrdienste sind als täglicher Weg in die Schule nicht üblich; aber durchaus eine Option, wenn beispielsweise die Fahrt von der Schule zu einer Sportveranstaltung nicht anders organisiert werden kann. „Wird ein kostenpflichtiger Fahrdienst von einem Erwachsenen bestellt und bezahlt, dürfen Fahrer Kinder mitnehmen“, weiß die ÖAMTC-Juristin. Anders ist das, wenn Kinder selbst aktiv werden: „Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 14 Jahren gelten als ‚beschränkt geschäftsfähig‘. Wenn Kinder über eine App oder telefonisch ein Taxi bestellen, also ein Geschäft eingehen und dazu ihren Aufenthaltsort ändern, bedarf es unbedingt der Zustimmung der Eltern“, verdeutlicht die Expertin des Mobilitätsclubs.

Aviso an die Redaktionen: Fotos zur Aussendung befindet sich im ÖAMTC-Presseportal unter www. oeamtc. at/presse.

Ein Video zu dieser Aussendung steht in Kürze im APA-Presseportal zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

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Was darf man mit 12? Eine Übersicht

Was man mit 12 alles darf, fragen sich viele Kinder, die dieses Alter gerade erreicht haben oder Eltern, deren Kinder gerade diesen Geburtstag gefeiert haben. Das Jugendschutzgesetzt regelt ganz genau, was es Kindern und Jugendlichen gestattet ist, zu tun.

Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

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Was man mit 12 Jahren alles machen darf

Was man mit 12 darf, ist sehr limitiert. Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist es nicht gestattet, alkoholische Getränke oder nikotinhaltige Waren zu kaufen oder sich alleine in einer Gaststätte aufzuhalten.

Https://praxistipps. focus. de/was-darf-man-mit-12-eine-uebersicht_146315

Mit Rad und Tretroller zur Schule: worauf Eltern achten sollten (Update: 08.09.2022)

Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

Besondere Situationen wie das Fahren am Fußweg, das Queren von Kreuzungen, Ampelsituationen und das Achten auf andere Verkehrsteilnehmer verlangen besonders von Tafelklasslern eine sehr hohe Aufmerksamkeit und Konzentration. (Foto: ÖAMTC)

OÖ/LINZ. Mit dem Schulbeginn steigt auch wieder die Zahl der Verkehrsteilnehmer. Besonders vulnerabel sind die vielen Schulkinder, die ab Mitte September täglich ihren Schulweg antreten. Der ÖAMTC fordert daher alle Verkehrsteilnehmer zur besonderen Vorsicht auf und informiert, wie man Kinder optimal auf das Fahren mit Rad oder Roller vorbereitet.

In den vergangenen fünf Jahren waren in Oberösterreich 90 Kinder als Fahrrad-, E-Bike – oder Tretroller-Fahrer an einem Unfall auf dem Schulweg beteiligt. Mehrheitlich waren es 10- bis 14-Jährige, die mit dem Rad zur Schule fuhren und dabei verunfallten. “Jeder Unfall ist einer zu viel. Alle Verkehrsteilnehmer sind hier gefordert, besonders aufmerksam zu sein und durch ein vorausschauendes Fahrverhalten ein etwaiges Fehlverhalten von Kindern ausgleichen“, appelliert der ÖAMTC Landesdirektor Harald Großauer.

Schwere Schultaschen entrümpeln

Meistens seien andere Verkehrsteilnehmer in diese Unfälle verwickelt, es gäbe aber auch viele Alleinunfälle. Gerade die Kombination aus schwerer Schultasche und Tretroller fahren sei bedenklich, da die Schultaschen die Instabilität erhöhen. Großauer rät daher, Schultaschen zu „entrümpeln“. Tretroller-Modelle mit größeren, luftgefüllten Reifen erhöhen die Stabilität beim Fahren.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Bei Kleintretrollern ist zu beachten, dass es sich im rechtlichen Sinn um ein „Spielzeug“ handelt und nicht um ein Fahrzeug. Tretroller dürfen also nur am Gehsteig, in der Fußgängerzone oder auf Wohn – und Spielstraßen verwendet werden, nicht jedoch auf der Fahrbahn. Ab 8 Jahren dürfen Kinder mit dem Tretroller alleine auf den genannten Wegen fahren. Mit dem Fahrrad dürfen Kinder ab 12 Jahren alleine auf Radwegen oder der Fahrbahn fahren, mit Radfahrausweis bereits ab der 4. Schulstufe. ÖAMTC Verkehrssicherheitsexpertin Marion Seidenberger weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass dies lediglich ein Vorschlag sei. Viel wichtiger sei es, die Fähigkeiten des Kindes einzuschätzen und anhand dessen zu entscheiden, ob das Kind schon bereit sei, alleine mit Roller oder Rad zur Schule zu fahren.

Kein sicheres Fahren auf Knopfdruck

Das plötzlich gute und sichere Fahren im Straßenverkehr genau zum Schulbeginn gäbe es nicht auf Knopfdruck. Eine lange praktische Übungszeit bei einem Start im Alter zwischen drei und fünf Jahren in geschützter Umgebung sei daher empfehlenswert. Erst bei entsprechender Erfahrung und Reife des Kindes sollte das Training unter elterlicher Begleitung auf die Straße verlegt und der konkrete Schulweg geübt werden. Trotz guter Begleitung, Sicherheitsausstattung und Anleitung von Eltern könne ein Sturz mit dem Tretroller nicht immer vermieden werden, vor allem in der Phase, wenn die Kleinen das Gerät erst kennenlernen. „Das gehört zum Lernprozess dazu und zeigt nicht die Ungeschicktheit des Kindes, sondern bedeutet einen Erfahrungsgewinn im Handling und in der Selbständigkeit“, so die Expertin.

Geschützte Übungsräume

Eingezäunte Park – und Freizeitflächen, Höfe und Privatgrundstücke, Wohn – oder Spielstraßen sowie ruhigere Sportflächen würden sich anfangs als geschützte Übungsräume eignen. Idealerweise wären auch Herausforderungen wie Bergabfahren, verschiedene Untergründe oder Kurven und Hindernisse geboten. Auch die Rücksichtnahme auf andere Personen sollte gleich zu Beginn geübt werden. Das Fahren würden Kinder meist rasch erlernen, auch die Freude, etwas „selbst zu können“, sei groß. „Die nötige Sicherheits – und Risikoeinschätzung ist bei jungen Tretrollerfahrern durch die mangelnde Reife aber kaum vorhanden“, sagt Seidenberger.

Schulweg üben

Fahrten im „echten Straßenverkehr“ unter Aufsicht von Erwachsenen ermöglichen einen sicheren Umgang mit dem Gerät, damit das Kind für den Schulweg gut vorbereitet ist. „Besondere Situationen wie das Fahren am Fußweg, das Queren von Kreuzungen, Ampelsituationen und das Achten auf andere Verkehrsteilnehmer verlangen besonders von Tafelklasslern eine sehr hohe Aufmerksamkeit und Konzentration“, erläutert die Verkehrspsychologin. Daher gilt es den konkreten Schulweg per Roller, begleitet von einem geduldigen Elternteil, vorab gut zu üben. Eltern sollten den Weg gemeinsam mit ihren Sprösslingen oftmals zu Schulbeginn-ähnlichen Zeiten abfahren und auf Besonderheiten hinweisen, damit die Strecke dann zu Schulbeginn vom Kind alleine absolviert werden kann. Auch für Öffi-Nutzer sei dies sinnvoll: ÖAMTC-Landesdirektor Harald Großauer empfiehlt, Situationen wie einen verpassten Schulbus vorab durchzuspielen, damit das Kind in einem solchen Fall nicht in Panik gerate.

Sichtbar und mit Helm

Eine gesetzliche Helmpflicht gibt es für Kinder bis zwölf Jahre, wenn sie selbst Rad fahren oder wenn sie auf einem Fahrrad oder in einem Fahrradanhänger mitgenommen werden. Auch beim Fahren mit dem Roller ist ein Helm empfohlen. Immer wieder sollte überprüft werden, ob dieser gut sitzt und anliegt und ob die Größe noch passt. Auch beim anfänglichen Üben mache es Sinn, die Kinder an den Helm zu gewöhnen. Die Sichtbarkeit ist ebenso wichtig, gerade im Herbst wird der Schulweg oft bei schlechten Sichtverhältnissen angetreten: „Gut sichtbare, helle Kleidung und Reflektoren helfen anderen, Kinder zu sehen, besonders bei Nebel, Dunkelheit oder Dämmerung. An allen Stützpunkten des ÖAMTC gibt es in Kooperation mit dem Land OÖ kostenlose Klackbänder“, sagt Großauer.

Weitere Tipps für einen sicheren Schulweg, sowohl für Eltern als auch Kinder, sind in der Schulweg-Broschüre des Mobilitätsclubs zu finden.

Sprechtag mit Vizebürgermeister Hajart

Mobilitätsrefertent Vizebürgermeister Martin Hajart lädt am Mittwoch, 21. September, von 16 bis 18 Uhr zum Sprechtag „Sicherer Schulweg“ in die Bärenstube (Herrenstraße 7) ein, bei dem Eltern auf Gefahrensituationen am Schulweg aufmerksam machen können. Anmeldungen sind an team@linzervolkspartei. at erbeten, inklusive der Information, welche Schule und welche Straße betroffen ist.

Https://www. tips. at/nachrichten/linz/leben/578467-mit-rad-und-tretroller-zur-schule-worauf-eltern-achten-sollten-update-08-09-2022

Dürfen Kinder allein Zug fahren? Das sollten Eltern wissen

Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

Egal, ob Familienbesuche oder Ausflüge unter Teenagern – wieso Kinder und Jugendliche alleine reisen wollen, kann unterschiedliche Gründe haben. Worauf Eltern dabei achten sollten, erfährst du in diesem Artikel.

Ab wann darf mein Kind alleine mit dem Zug fahren?

Grundsätzliche dürfen Kinder Ab sechs Jahren alleine mit dem Zug fahren. Doch diese Entscheidung sollten Eltern immer Individuell, je nach Entwicklungsstand und geistiger Reife des Kindes entscheiden und das Kind bei der Entscheidung einbeziehen. Denn das Kind muss sich auch bereit dazu fühlen. Eltern oder andere Erziehungsberechtigte sollten sich bewusst sein, dass die Verantwortung, auch wenn das Kind alleine unterwegs ist, immer bei ihnen liegt. Falls dein Kind übrigens Probleme mit der Reisekrankheit hat, haben wir fünf hilfreiche Tipps.

Wie buche ich das Ticket?

Ein alleinreisendes Kind braucht natürlich auch eine eigene Fahrkarte. Diese kann ganz normal am Fahrkartenautomaten, im Büro des Bahnbetreibers, telefonisch oder online gebucht werden. Du musst nur darauf achten, das richtige Alter bei der Buchung anzugeben. Je nach Buchungsmethode steht das Ticket dann in Papierform oder digital zur Verfügung. Stelle vor der Abfahrt sicher, dass dein Kind weiß, wo sich das Ticket befindet oder wie es es aufrufen kann.

Abenteuerurlaub mit Kindern: 10 coole Ideen für einen aufregenden Familienurlaub

Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

Worauf muss ich sonst noch achten?

Nicht nur für das Online-Ticket, auch um dein Kind jederzeit erreichen zu können, sollte das Handy immer voll aufgeladen sein. Zur Sicherheit kannst du deinem Kind noch einen Zettel mitgeben, auf dem deine Kontaktdaten oder auch das Reiseziel stehen. So können dich im Notfall auch fremde Personen erreichen. Außerdem sollte dein Kind alles im Rucksack haben, was es für eine Reise braucht. Neben den Reisedokumenten gehört da auch Trinken und Essen sowie Unterhaltungsmöglichkeiten dazu. Je nach Alter können das Spielzeuge, Bücher oder sogar ein Tablet sein.

Fazit

Kinder dürfen in Deutschland ab sechs Jahren alleine mit dem Zug reisen. Trotzdem sollte diese Entscheidung individuell und mit dem Kind zusammen getroffen werden. Neben dem Ticket müssen auch die Verpflegung und Unterhaltung während der Fahrt organisiert werden. Bei uns findest du einige Serienideen passend zur Reise. Die werden kleine Zugfans bestimmt richtig gut unterhalten. Übrigens gibt es für Flüge, die Kinder alleine antreten, ganz andere Bestimmungen. Wir haben dir Infos in einem Artikel für dich zusammengetragen.

Ist euer Kind fit für die Schule?

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Wenn ein 8-jährigen Kind allein Rad fährt und dabei mit einem Fahrzeug zusammenstößt.

Beschädigt ein 8-jähriges Kind beim Radfahren rechtswidrig ein fremdes Fahrzeug, haften nach § 832 Abs. 1 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) die Aufsichtspflichtigen und das sind normalerweise die Eltern.

    Nach § 832 Abs. 1 Satz 2 BGB tritt die Ersatzpflicht des Aufsichtspflichtigen allerdings dann nicht ein, wenn dieser seiner Aufsichtspflicht genügt hat. Die entsprechenden Voraussetzungen hat der Aufsichtspflichtige darzulegen und ggfl. zu beweisen (vgl. Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 24.03.2009 – VI ZR 199/08 –).

Welchen Umfang die Aufsichtspflicht gegenüber Minderjährigen hat, richtet sich

    nach Alter, Eigenart und Charakter des Kindes sowie danach, was den Aufsichtspflichtigen in ihren jeweiligen Verhältnissen zugemutet werden kann.

Entscheidend ist, was

    verständige Aufsichtspflichtige nach vernünftigen Anforderungen
    um die Schädigung Dritter durch ein Kind zu verhindern.

Dabei kommt es für die Haftung nach § 832 BGB stets darauf an, ob der Aufsichtspflicht nach den besonderen Gegebenheiten des konkreten Falles genügt worden ist (BGH, st. Rspr.; vgl. zuletzt Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12 –).
Diese Grundsätze sind durch die Anhebung der Deliktsfähigkeit von Kindern im Straßenverkehr im Jahre 2002 nicht verändert worden (vgl. BGH, Urteil vom 24.03.2009 – VI ZR 51/08 –).

    Das bedeutet insbesondere, dass die in § 828 Abs. 2 BGB zum Ausdruck gebrachte gesetzgeberische Wertung, die mit der Teilnahme von Kindern unter zehn Jahren am Straßenverkehr verbundenen Schadensrisiken dem haftpflicht – und häufig auch kaskoversicherten Kraftfahrer zuzuweisen, nicht durch eine Ausweitung der Elternhaftung wieder rückgängig gemacht werden darf. Vielmehr ist bei der Beurteilung der Aufsichtspflicht gegenüber Minderjährigen maßgeblich zu berücksichtigen, dass die Eltern nach § 1626 Abs. 2 BGB den gesetzlichen Auftrag haben, ihre Kinder zu verantwortungsbewussten und selbstständig handelnden Erwachsenen zu erziehen, was eine mit zunehmender Reife des Kindes sukzessive größer werdende Gewährung von Freiraum zum „Entdecken von Neuland“ voraussetzt (vgl. BGH, Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12 –).

Entsprechend dieser Grundsätze dürfen sich schulpflichtige Kinder

    grundsätzlich bereits ab dem 6. Lebensjahr Allein im Straßenverkehr bewegen, wenn keine speziellen Gefahrenquellen entgegenstehen.

Denn zum Erlernen eines selbstständigen und umsichtigen Verhaltens im Straßenverkehr gehört die Möglichkeit, sich ohne ständige direkte Kontrolle und Anleitung im Verkehr zu bewähren.

Beherrscht ein Kind

    das Radfahren in technischer Hinsicht,

Setzt die Erfüllung der Aufsicht der Eltern dann voraus,

    dass das Kind über Regeln und Gefahren der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr mit dem Fahrrad belehrt wurde. Daneben kommt es für die Beurteilung der Frage, ob in der konkreten Verkehrssituation eine Verletzung der Aufsichtspflicht der Eltern dadurch, dass sie nicht präsent waren, darauf an, ob das Kind mit der Wegstrecke vertraut war.

Wie weit die Belehrungs – und Unterrichtungspflicht der Aufsichtspflichtigen über die Regeln und Gefahren im Straßenverkehr

    gegenüber radfahrenden Kindern reicht,

Hängt maßgeblich davon ab,

    auf welchen Strecken sich das Kind im Einverständnis mit den Aufsichtspflichtigen im Straßenverkehr bewegt.

Die Belehrung und Unterrichtung von radfahrenden Kindern über die einzuhaltenden Verkehrsregeln und die Gefahren muss daher umso eingehender und nachhaltiger sein, je gefahrenträchtiger die befahrene Wegstrecke ist.

    In verkehrsberuhigten Bereichen in unmittelbarer Nähe zur elterlichen Wohnung dürfen Eltern ihren Kindern

      gerade wegen der Funktion der Verkehrsberuhigung deshalb größere Freiheiten lassen als in „normalen“ Straßen und dort ist auch eine unbeaufsichtigte Teilnahme am Straßenverkehr durch fahrradfahrende Kinder ohne weiteres zulässig, da nur in diesen Verkehrsbereichen die Defizite der Kinder durch entsprechend vorsichtiges und verantwortungsbewusstes Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer ausgeglichen werden (vgl. für eine Sackgasse auch Landgericht (LG) Coburg, Beschluss vom 21.08.2008 – 33 S 66/08 –).
      Für den Umfang der Belehrungs – und Unterrichtungspflicht der Aufsichtspflichtigen folgt hieraus, dass die Aufsichtspflichtigen das Kind beim Radfahren in verkehrsberuhigten Bereichen nicht mit einzelnen Verkehrsregeln vertraut machen und deren Beherrschung gar überprüfen müssen. Vielmehr genügt es beim Befahren von verkehrsberuhigten Bereichen, die nicht zum fließenden Verkehr gehören, wenn das Kind

        über allgemeine Gefahren des Straßenverkehrs und den im ruhenden Verkehr maßgeblichen Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme auch im Verhältnis zu Autofahrern aufgeklärt und zu dessen Beachtung angehalten worden ist.

      Darauf hat die 13. Zivilkammer des Landgerichts (LG) Saarbrücken mit Urteil vom 13.02.2015 – 13 S 153/14 – hingewiesen.

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      Https://www. haerlein. de/wenn-ein-8-jaehrigen-kind-allein-rad-faehrt-und-dabei-mit/

      Ab wann dürfen Kinder alleine Zug fahren? EU-Regeln, Tarife, Tipps.

      Ab welchem Alter dürfen Kinder alleine mit der Bahn fahren? Ab wann müssen Kinder im Zug bezahlen? Gibt es spezielle Kinder-Tarife? Worauf muss man achten, wenn eine Familienreise mit der Bahn auf dem Plan steht?

      Fragen über Fragen. Denn innerhalb Europas gibt es unterschiedliche Altersbeschränkungen für alleinreisende Kinder. Auch Kinder – bzw. Familientarife unterscheiden sich je nach Land.

      Wir erklären Ihnen, was in einigen ausgewählten europäischen Ländern gilt und geben Tipps, worauf Sie beim Reisen mit Kindern achten sollten.

      Zusammenfassung

        Die Altergrenzen unterscheiden sich von Land zu Land. In Deutschland darf ein Kind zum Beispiel ab 6 Jahren alleine mit dem Zug reisen. In Frankreich erst ab 12 Jahren.
        Kinder und Jugendliche, die allein mit dem Zug fahren, benötigen in vielen Fällen eine Einverständniserklärung der Eltern, eine so genannte Reisevollmacht.
        Wenn Sie eine Familienreise mit Kindern planen, achten Sie auf spezielle Familientarife. In vielen Fällen fahren jüngere Kinder kostenlos.
        Packen Sie Spielzeug und Snacks ein, wenn Sie mit Kindern Zug fahren. Diese und viele weitere Tipps rund ums Bahnfahren mit Kindern finden Sie auf dieser Internetseite.

      Inhaltsverzeichnis

      Ab wann dürfen Kinder alleine Zug fahren? Hier die Vorschriften einiger Reiseländer in Europa.

      In Belgien, Dänemark, Deutschland; Österreich dürfen Kinder ab einem Alter von 6 Jahren alleine Zug fahren.

      Anders in Frankreich: Hier dürfen Kinder erst Ab dem 12. Lebensjahr alleine mit dem Zug (OUIGO und Thalys) fahren. Im Vereinigten Königreich erst Ab 13 Jahren.

      In Italien dürfen Kinder zwischen 8 und 11 Jahren alleine Zug fahren. Voraussetzung: Das Kind fährt in der „Economy“ oder „Business“ Klasse. Es dürfen nur durchgängige Züge, ohne Umstiege genutzt werden. Züge mit Umstiegen sind nur dann gestattet, wenn ein Erwachsener das Kind am Umsteige-Bahnhof abholt.

      In Luxemburg müssen Kinder bis zur Erreichung des 4. Lebensjahres von einer Person Begleitet werden, die Mindestens 12 Jahre alt ist. Ab dem 4. Lebensjahr dürfen Kinder dann in Luxemburg alleine Zug fahren.

      Und in den Niederlanden dürfen Kinder Bis zu 11 Jahren nur in Begleitung einer Person Zug fahren, die 12 Jahre oder älter ist.

      Kinder bis zu ihrem 12. Lebensjahr dürfen in Polen nur dann mit dem Zug fahren, wenn sie von einer Person begleitet werden, die Mindestens 18 Jahre alt ist.

      In der Tschechischen Republik gilt: Jugendliche Unter 16 Jahren dürfen nur in Begleitung von Erwachsenen mit dem Zug fahren.

      Anders in der Schweiz. Hier gibt es Kein Mindestalter für allein reisende Kinder. Ein Kind, dass jünger als 6 Jahre ist, darf alleine Zug fahren, sofern es über ein gültiges Ticket verfügt.

      Gut zu wissen
      Obwohl es in Europa keine einheitlichen Regelungen gibt, ab wann Kinder alleine Bahn fahren dürfen, sind die Eltern nach wie vor für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich. Daher entscheiden sie, ob das Kind bereits in der Lage ist, alleine mit dem Zug zu fahren.

      Https://www. evz. de/reisen-verkehr/reiserecht/bahnreisen/zugfahren-mit-kindern. html

      Mindestalter beim Radfahren in der Schweiz

      Wann dürfen Kinder alleine Velo fahren oder ein E-Bike benutzen?

      Christoph Merkli, Autor
      Ratgeber, 31.03.2023

      Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

      Für Kinder gilt kein Mindestalter, ab dem sie auf Nebenstrassen und Wegen alleine Velofahren dürfen. Für das Fahren auf Hauptstrassen müssen sie jedoch mindestens 6 Jahre alt sein oder von einer mindestens 16 Jahre alten Person begleitet werden. Grundsätzlich gilt, dass sie das Velo und die Verkehrsregeln im Griff haben müssen.

      Wie sieht es jedoch mit dem Fahren von Elektrovelos aus, die es vermehrt auch in Kindergrössen zu kaufen gibt oder die – etwa in Tourismusorten – ausgeliehen werden können?

      Elektrovelos fallen in die Kategorie der Motorfahrräder. Sie dürfen ab 14 Jahren gefahren werden und erfordern einen Mofaausweis. Für das Fahren von langsamen Elektrovelos (bis 25 km/h) ist er lediglich bis zum 16. Geburtstag Voraussetzung, für die schnellen Elektrovelos müssen Personen jeden Alters einen besitzen.

      Unter den derzeitigen Bestimmungen bleibt einer Familie mit unter 14-jährigen Kindern ein gemeinsamer Ausflug mit E-Bikes also versagt. Das Bundesparlament hat aber schon vor drei Jahren einem politischen Vorstoss zugestimmt, der diese Bestimmungen lockern will.

      Der Bund stellt nun in Aussicht, dass das Fahren mit lang­samen Elektrovelos schon ab 12 Jahren möglich sein soll, sofern das Kind von einer erwachsenen Person begleitet wird. Mit Blick auf die Langsamkeit der politischen Mühlen dürfte die neue Bestimmung aber frühestens Mitte nächsten Jahres in Kraft treten.

      Haben Sie eine Frage?

      Christoph Merkli (Leiter Infrastruktur und Politik, Pro Velo Schweiz) wird sie Ihnen gerne unter recht@velojournal. ch beantworten.

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      Https://www. velojournal. ch/ratgeber/detail/mindestalter-beim-radfahren-in-der-schweiz/

      Rechtliche Neuerungen für Kinder im Straßenverkehr

      Im Jahr 2019 sind in Österreich mit der 30. und 31. Novelle der Straßenverkehrsordnung gleich mehrere Neuerungen in Kraft getreten, mit der sich auch einige Vorschriften für Kinder ändern. Das KFV hat die wesentlichen Neuerungen zusammengefasst:

      Klare Regelungen bei der Nutzung von E-Scootern Elternbildung

      Egal ob gekauft oder als Leihgerät, der E-Roller als neue Fortbewegungsart boomt. Kinder dürfen ab einem Alter von 12 Jahren ohne Aufsicht mit einem E-Scooter unterwegs sein. Jüngere Kinder müssen entweder im Besitz eines Radfahrausweises sein oder von einer Aufsichtsperson begleitet werden. Zudem gilt bis zum Alter von 12 Jahren bei der Nutzung von E-Scootern die Helmpflicht. Zu zweit auf einem E-Scooter zu fahren, ist nicht erlaubt. Da E-Scooter dem Fahrrad gleichgestellt sind, muss für die Fahrt mit dem E-Scooter die Radinfrastruktur – bzw. sofern diese nicht vorhanden ist die reguläre Fahrbahn – verwendet werden. Die Nutzung des Gehsteigs ist nicht erlaubt.

      Tretroller ohne Elektroantrieb dürfen ab 8 Jahren ohne Begleitperson genutzt werden Elternbildung

      Roller bzw. Scooter ohne Elektroantrieb dürfen nun bereits ab dem Alter von acht Jahren ohne Begleitperson benutzt werden. Gefahren werden darf auf Gehsteigen und Gehwegen, in Fußgängerzonen, Wohnstraßen und Begegnungszonen, auf gemischten Geh – und Radwegen sowie in Spielstraßen, sofern diese eine nur geringe Neigung aufweisen. Bisher lag die Altersgrenze bei zwölf Jahren bzw. bei zehn Jahren bei Besitz eines Fahrradausweises.

      Änderungen der Altersgrenzen beim Fahrradfahren Elternbildung

      Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur mit einer mindestens 16-jährigen Begleitperson Rad fahren. Für Kinder mit Fahrradausweis liegt die Altersgrenze fürs Alleinfahren bei zehn Jahren bzw. 9 Jahren in der 4. Klasse. Nichts geändert hat sich an der Radhelmpflicht für Kinder unter 12 Jahren.

      Immer zu beachten: Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen Elternbildung

      Kinder gehören im Straßenverkehr zum besonders geschützten Personenkreis, der vom Vertrauensgrundsatz (§ 3 StVO) ausgenommen ist. Die StVO gibt dabei keine Altersgrenze vor – Körpergröße, Aussehen und Verhalten müssen im Einzelfall eingeschätzt werden.

      Der „unsichtbare Schutzweg“ Elternbildung

      Diese in § 29a StVO verankerte Schutzmaßnahme bedeutet im Klartext: Kindern, die eine Fahrbahn erkennbar überqueren (wollen), ist – mit oder ohne vorhandenem Zebrastreifen – das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Kfz-Lenker müssen dafür notfalls auch anhalten. Egal, ob Kinder einzeln, in Gruppen oder in Begleitung Erwachsener unterwegs sind – diese Regelung gilt immer und überall.

      Https://www. eltern-bildung. at/expert-inn-enstimmen/rechtliche-neuerungen-fuer-kinder-im-strassenverkehr/

      Schulweg: Kind alleine zur Schule gehen lassen

      „Ich schaffe das schon alleine“ Ab wann kann mein Kind selbstständig zur Schule gehen?

      Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

      Kann ein 12-Jähriger allein Fahrrad fahren

      Mit dem Schulanfang macht euer Kind einen großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Dazu gehört, dass es seinen Schulweg schon bald ohne euch bewältigen möchte. Doch wann kann ein Kind eigentlich alleine zur Schule gehen?

      Wie sieht der Schulweg eures Kindes aus?

      Etwa 43 Prozent aller Kinder werden mit dem Auto zur Schule oder in den Kindergarten gebracht, wie das Bundesministerium für Digitales und Verkehr auf ihrer Website erklärt. Manchmal lässt sich das nicht ändern, – etwa bei weiten Wegstrecken zur Schule. In Großstädten sind Kinder zudem oft auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, was Eltern zusätzlich zögern lässt, ihr Kind frühzeitig alleine zur Schule fahren zu lassen. Ist der Schulweg jedoch zu Fuß zu bewältigen, spricht grundsätzlich nichts dagegen, dass es diesen auch selbstständig bestreitet. Im Gegenteil: Der Alleinige Weg zur Schule stärkt das Verantwortungsgefühl und Selbstbewusstsein eures Kindes!

      Wenn euer Kind den Weg zu Fuß laufen oder mit dem Fahrrad fahren kann, dann bedenkt Folgendes: Der Kürzeste Weg muss nicht der sicherste Weg sein. Sucht eine Strecke aus, die im Idealfall mit möglichst wenigen Gefahrenpunkten auskommt – und wählt besser einen Weg, der nicht an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Wenn das nicht vermeidbar ist, sorgt dafür, dass die Straße immer an einer Ampel überquert wird. Muss euer Kind öffentliche Verkehrsmittel nutzen, dann sucht einen Schulweg, auf dem euer Kind wenig bis gar nicht umsteigen muss.

      Was ist gesetzlich vorgeschrieben?

      Kinder im Vorschul – und Kindergartenalter sollten nicht ohne ihre Eltern unterwegs sein – es liegt sonst eine Verletzung der Aufsichtspflicht vor. Anders verhält es sich hingegen mit Kindern ab dem Grundschulalter: Sie dürfen den Weg zur Schule ohne Begleitung von Erwachsenen gehen. Im Para­graph 1626 im Bürgerlichen Gesetz­buch ist das Thema Aufsichtspflicht eher vage geregelt: „Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das Wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.“ Ob euer Kind somit alleine zur Schule gehen darf, hängt von individuellen Faktoren ab, wie etwa vom Schulweg und eurem Kind selbst ab. Rechtlich spricht hingegen nichts dagegen.

      Ab wann können Kinder alleine zur Schule gehen?

      Kinder können ihren Schulweg theoretisch bereits mit etwa acht Jahren bzw. ab der zweiten oder dritten Klasse selbstständig bestreiten – vorausgesetzt, euer Kind traut sich den Weg zu und kann Gefahren im Straßenverkehr selbst erkennen. Ob euer Kind alleine zur Schule gehen kann, Hängt somit nicht nur vom Alter, sondern auch vom individuellen Entwicklungsstand ab. Kann es Entfernungen einschätzen? Kennt es die Verkehrsregeln? Ist es konzentriert bei der Sache oder lässt es sich leicht ablenken? Die Verkehrstauglichkeit ist unabdingbar für den alleinigen Weg zur Schule.

      Bevor ihr euer Kind alleine losziehen lasst, seid ihr dazu angehalten, den Schulweg immer wieder mit eurem Kind zu üben. Nur so lernt es die Regeln im Straßenverkehr kennen und prägt sich wichtige Gefahrenpunkte auf der Strecke ein. Beobachtet euer Kind dabei aufmerksam, ob es der Aufgabe gewachsen ist. Wenn es sich leicht ablenken lässt, ist eine Begleitung weiterhin erforderlich. Am besten übt ihr die Strecke in der Woche mit dem üblichen Berufsverkehr und lasst sie euch von eurem Kind „zeigen“. Nach und nach könnt ihr euer Kind auch Teilstrecken alleine laufen oder mit dem Fahrrad fahren lassen, bevor es den Weg komplett alleine meistert.

      Sollten Kinder aus der Nachbarschaft ebenfalls in die Schule eures Kindes gehen, ist es womöglich sinnvoll, dass sie diese Strecke zusammen gehen. Zunächst noch in Begleitung eines Erwachsenen, der sicherstellt, dass die Kinder sich nicht gegenseitig ablenken und in der Gruppe verantwortungsbewusst verhalten. Wenn dies der Fall ist, spricht nichts gegen eine kleine Gruppe von zwei bis vier Kindern, die gemeinsam zur Schule geht.

      Lese-Tipp: Hier haben wir tolle Tipps und Übungen, mit denen eure Kinder den sicheren Umgang im Straßenverkehr und das Fahrradfahren lernen können.

      Https://www. eltern. de/schulkind/erziehung-entwicklung/schulweg–kind-alleine-zur-schule-gehen-lassen–13503862.html

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