FAHRRADMARKT : Die Räder rollen wieder

Volle Lager und Zurückhaltung im Konsum machen der Fahrradbranche zu schaffen. Bike24-Chef Andrés Martin-Birner verrät, wie es dem Online-Händler derzeit geht und welches Potenzial im Fahrradmarkt steckt

Mit dem Frühling nähern wir uns der Fahrradsaison, in der sich die Schönwetterradler zu jenen gesellen, die ihr Bike das ganze Jahr über nutzen. Die Fahrradbranche blickt den kommenden Monaten allerdings noch verhalten entgegen.

Während der Pandemie konnte sich der Fahrradmarkt nicht beklagen. Viele Freizeitaktivitäten konnten wegen der Infektionsgefahr nicht ausgeübt werden – das betraf jedoch nicht das Fahrradfahren. In den ersten beiden Pandemiejahren boomte der Markt, laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) wurden 2020 rund eine Million Räder mehr verkauft als noch im Vorjahr. Hinzu kam, dass Lieferschwierigkeiten das Angebot an Fahrrädern und Ersatzteilen verringerten. Die Preise stiegen an und die Fahrradindustrie verzeichnete Rekordumsätze.

Knapp drei Jahre später ist die Situation eine andere. Die Lieferengpässe sind weitgehend überwunden und die Lager der Fahrradhändler wieder gefüllt. „Die Lager sind so voll wie noch nie. Voller, als man es eigentlich haben möchte“, sagt Tobias Hempelmann vom Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ). Manche Händler erhalten erst seit Kurzem Ware, die im letzten oder sogar vorletzten Jahr bestellt wurde. Auch kommen neue Bestellungen inzwischen pünktlich an und die meisten Fahrradtypen und Ersatzteile sind wieder ohne lange Lieferzeiten verfügbar. Doch gerade jetzt fällt das Konsumverhalten der Menschen eher zurückhaltend aus. Inflation, hohe Energiekosten, gestiegene Zinsen und allgemeine Unsicherheit führen dazu, dass das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt wie noch während der Pandemie, als größere Anschaffungen teilweise den ausgefallenen Urlaub ersetzten. Die Nachfrage ist zurückgegangen, gleichzeitig ist jedoch viel Ware auf dem Markt.

Nicht optimal für den Fahrradmarkt, weiß auch Andrés Martin-Birner, CEO und Mitgründer des Online-Fahrradhändlers Bike24: „Die stabilen Preise auf hohem Niveau, das wir aus Pandemiezeiten kannten, gibt es im aktuellen Umfeld nicht mehr.“ Auch bei Bike24 führen Ereignisse wie im vergangenen Jahr zu einer gedämpften Konsumneigung und folglich Reduzierungen im Preis. Dies seien nach Ansicht des CEO jedoch vorübergehende Entwicklungen, die in den kommenden Monaten zu einer Normalität zurückkehren werden, wie sie vor der Pandemie herrschte.

Aktuell haben einige Händler und auch Hersteller aber noch mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen, da die Verkäufe im Herbst und Winter 2022 zurückgegangen sind und alter Lagerbestand verkauft werden muss. Viele greifen dazu auf Preissenkungen zurück, was sich auf die Margen auswirkt. Doch Experten rechnen mit einer Entspannung der Lage im Lauf des Jahres. Es sei davon auszugehen, dass die Lagerbestände bis Mitte 2023 wieder ausgeglichen sind.

Optimismus bei Bike24. Auch Andrés Martin-Birner blickt dem kommenden Jahr zuversichtlich entgegen: „Nach dem sehr deutlichen Konsumeinbruch im letzten Jahr sehen wir mittlerweile schon wieder erste positive Entwicklungen und eine leicht verbesserte Konsumstimmung. Wir befinden uns in einer Branche mit Megatrends wie E-Bikes, Lastenfahrrädern und einer zunehmenden Elektrifizierung der Fahrräder. Um diese zu bedienen, sind wir sehr gut aufgestellt.“ Nach vorläufigen Zahlen lag das Umsatzwachstum im vergangenen Jahr bei 4,5 Prozent (262 Millionen Euro) und damit am oberen Ende der Prognose von minus fünf bis fünf Prozent. Dass Bike24 nicht in dem Maß zu Rabatten gezwungen sei wie viele andere Händler, liege daran, dass man sich überwiegend im mittel – bis hochpreisigen Qualitätssegment positioniert habe, das nicht so stark betroffen sei. Dazu komme, dass das Unternehmen über einen breiten Absatzmarkt verfüge, in den die Ware abfließen könne.

Expansion in Europa. Außer für die DACH-Region hat das Unternehmen lokalisierte Websites für weitere europäische Länder und seit Kurzem auch für die Beneluxstaaten. Neben der Website in der jeweiligen Landessprache können die Kun – den auch den Kundenservice per Telefon oder E-Mail in ihrer Sprache nutzen. Und das zahlt sich offenbar aus. Insbesondere die Länder Spanien, Italien und Frankreich stellten im vergangenen Jahr einen erheblichen Wachstumsmotor dar und verzeichneten ein Umsatzplus im dreistelligen Bereich. Im dritten Quartal 2022 lag der Anstieg bei durchschnittlich 209 Prozent. „Gerade diese drei Länder sind im vergangenen Jahr deutlich gewachsen“, erklärt der CEO. Um die Expansion im europäischen Raum weiter voranzutreiben, wurde erst Ende des letzten Jahres ein neues Logistikzentrum in Barcelona eröffnet, um schneller und kostengünstiger in die betroffenen Regionen liefern zu können. Nun soll das Wachstum in den Beneluxstaaten fortgesetzt werden. Man gehe auch dort von einem guten Wachstum aus. Wachstumsraten wie in Spanien, Italien und Frankreich werden aber schwieriger zu erreichen sein, da in den Beneluxländern bereits ein größeres Angebot bestehe.

Langfristige Ziele von Bike24 bleiben die europäische Expansion und die Lokalisierung weiterer Länder. Auch der kontinuierliche Ausbau des Angebots wird weiterhin im Fokus stehen. „Langfristig setzt man mit dem Fahrradmarkt auf das richtige Pferd. Auch wenn es mal eine Delle gibt wie aktuell, kommt man immer wieder zur Normalität zurück. Je mehr wir in andere Länder Europas expandieren, desto größer wird unser adressierbarer Markt, sodass wir aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren gut und profitabel wachsen werden“, so Martin-Birner.

Diese Einschätzung wird auch von Branchenexperten geteilt. Das liegt nicht zuletzt an aktuellen Trends wie Nachhaltigkeit und einem veränderten Mobilitätsverhalten. Hohe Benzinpreise, ein gestiegenes Umweltbewusstsein und der Wunsch nach körperlicher Betätigung führen dazu, dass immer mehr Menschen im (E-)Rad eine Alternative zum Auto sehen. Das spiegelt sich in der anhaltenden Nachfrage nach E-Bikes, Lastenrädern und Citybikes wider und lässt Hersteller und Händler wie Bike24 positiv in die Zukunft schauen. Ein näherer Blick auf die Aktie könnte sich also lohnen.

Fahrräder 2023: Ist der Boom vorbei?

Fahrradmarkt blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Branche verzeichnet 2022 nominales Umsatzplus: Plus 9,5 Prozent auf ein Gesamtmarktvolumen von elf Millionen Euro und trotz Preissteigerungen auch reale Gewinne. Den Großteil machen E-Bikes und deren Zubehörprodukte aus. 2023 deutet sich ein schwieriges Jahr für die Fahrradbranche an.

Lieferkettenprobleme, steigende Verbraucherpreise und Konsumzurückhaltung: Auch die boomende Fahrradbranche war im vergangenen Jahr 2022 mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Trotzdem konnte der Markt rund um Fahrräder und Zubehörprodukte seinen Umsatztrend nach oben weiter fortsetzen und auf ein Marktvolumen von elf Milliarden Euro wachsen: Ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2018 hat sich das Marktvolumen 2022 verdoppelt. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue „Branchenbericht Fahrräder“ des IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung. Die Prognose für die kommenden Jahre fällt vorsichtig verhalten aus. Nach dem Fahrradboom der letzten Jahre, gehen die Expert:innen von einem langsameren Wachstum aus.

„Fahrräder bleiben ein Trendthema, auch wenn im ersten Halbjahr 2023 erstmals seit über zehn Jahren eine gewisse Kaufzurückhaltung zu spüren war. Megatrends, die die Branche beflügeln, und stetige Produktinnovationen werden den Fahrradhandel langfristig weiter wachsen lassen“, ordnet Florian Schöps, Senior Consultant bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein.

Gemessen an der Stückzahl ist das klassische Rad dominierend: Acht von neun Rädern auf deutschen Straßen sind mechanische Räder. In Bezug auf den Umsatz liegen die kostenintensiven E-Bikes vorne, denn rund 60 Prozent des Umsatzes in der Fahrradbranche fallen mittlerweile auf E-Bikes. Besonders beliebt bei elektrischen Rädern sind E-Mountainbikes und in den letzten drei Jahren auch vermehrt E-Lastenräder. Letztere profitieren vor allem durch die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und staatliche Förderungen. Und: Durch den E-Bike-Trend ist auch der Bedarf an höherwertigen Zubehör wie Schlösser oder Tachos gestiegen. So hat das Fahrrad-Zubehör in Bezug auf das Marktvolumen inzwischen den Umsatz der klassischen, mechanischen Fahrräder überholt.

Die Prognose für die Branche sieht im Vergleich zu den vergangenen Jahren – insbesondere seit 2020 – etwas verhaltener aus. Für das laufende Jahr 2023 rechnen die Expert:innen von IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung aktuell mit einer Wachstumsrate von rund zwei Prozent (mittlere Prognosevariante). Für die kommenden Jahre bis 2027 wird sich der Markt wieder erholen – es sind durchschnittlich bis zu rund sieben Prozent jährliches Wachstum möglich. „Die Lieferkettenprobleme der vergangenen Jahre haben sich inzwischen entspannt. Die Läger sind voll und die Räder müssen teils mit großen Preisnachlässen verkauft werden. Das werden wir in den Umsätzen in diesem Jahr merken. Generell ist aber noch Luft nach oben, die Dynamik wird sich in den kommenden Jahren wieder normalisieren,“ so Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN.

Fahrradmarkt im Rückwärtsgang sendet positive Signale

Es ist eine Momentaufnahme, die der Zweirad-Industrie-Verband im Vorfeld der Eurobike zum Fahrrad – und E-Bike-Markt abgibt. Die Zahlen überraschen wenig: In den ersten fünf Monaten hinkte der Fahrrad – und E-Bike-Verkauf deutlich hinter den Vorgaben aus dem Vorjahr zurück. Der ZIV verkündete aber auch positive Entwicklungen und Tendenzen.

Man mag es angesichts der aktuell deutschlandweit sehr trockenen und warmen Wetterlage schon beinahe wieder vergessen haben, aber bis Mitte Mai dominierte nasskaltes Wetter das Land – und das war auch ein wesentlicher Grund, warum die Verkaufszahlen sehr deutlich hinter dem Vorjahr zurückhinkten. Der ZIV hat dazu Zahlen: Für die ersten fünf Monate des Jahres 2023 geht der ZIV im Vergleich zum starken Vorjahr beim Verkauf von E-Bikes von 850.000 Stück und damit einem Rückgang von 12% aus, beim Fahrrad sind es 830.000 Stück und ein Rückgang von 20% zu den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

Aber: Mit dem anhaltenden Wetterumschwung haben die Verkäufe laut ZIV ab Mitte Mai massiv zugelegt. Auch der Juni sei bislang sehr stark gewesen. „Angesichts des anhaltenden Kriegs in Europa, mit Inflation und allgemeiner Kaufzurückhaltung und noch dazu sehr schlechtem Wetter haben wir mit einer Eintrübung des Markts in den ersten Monaten gerechnet“, sagt Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV. „Umso erfreulicher ist, dass sich der erwartete Absatzrückgang im Vergleich zum starken Vorjahreszeitraum bei Fahrrädern und insbesondere bei E-Bikes deutschlandweit von Januar bis Mai in Grenzen gehalten hat und der Export im ersten Quartal stark zulegen konnte.“

Prognose

Was die Entwicklung des Gesamtjahres 2023 betrifft, gibt sich der ZIV vorsichtig. Selten sei ein Ausblick auf das Gesamtjahr so schwierig, wie der für das laufende Jahr 2023. „Wir sind mit den Unternehmen im engen Austausch und sehen aktuell sehr heterogene Situationen, Verkaufszahlen und Erwartungen“, sagt Burkhard Stork. „Große Einigkeit gibt es darin, dass Qualität und Innovation ‚Made in Germany‘ vor allem im E-Bike-Markt ein stabil starker Treiber bleibt und der Fahrrad – und E-Bike-Markt sich mittel – und langfristig sehr gut entwickeln wird“, betont Stork. Trotzdem bleibt das laufende Jahr für die Fahrradbranche wohl eine Herausforderung.“

Für das gesamte Jahr 2023 prognostiziert der ZIV einen Absatz von rund 2 Millionen E-Bikes. Das wären ca. 10% weniger als im Spitzenjahr 2022 mit 2,2 Mio. Stück. In die weitere Zukunft blickt der ZIV durchaus optimistisch. Die Herausforderungen, die zu bewältigen seien, sieht der Industrieverband in den Themenkomplexen Arbeitskräftemangel und politische Unterstützung. Zum letzteren Punkt sagt Storck: „Die Radwege-Offensive des Bundes braucht Verlässlichkeit. Tausende Kommunen in Deutschland haben sich auf den Weg gemacht, kräftig Radwege zu bauen und Radwegnetze zu entwickeln. Diese Prozesse sind nicht über Nacht zu erledigen. Diese Städte brauchen Verlässlichkeit und die klare Zusage, dass die Vorhaben, die jetzt angegangen werden, in einigen Jahren auch finanziert werden können. Investitionen in den Radverkehr haben einen hohen Nutzen und sind vergleichsweise günstig – es wäre also widersinnig, bei diesen Investitionen zu sparen.“

Auch Zukunft Fahrrad hat in einer umfassenden Branchenstudie Zahlen zur Fahrradwirtschaft samt Arbeitskräftesituation gesammelt, die sehr aufschlussreich zur Situation und Entwicklung der Branche sind.

Fahrräder – Deutschland

Fahrräder sind Verkehrsmittel, die der Personen – und Güterbeförderung für berufliche und private Zwecke dienen. Sie werden für Freizeitaktivitäten wie Reisen oder für die sportliche Betätigung genutzt. Je nach Verwendungszweck und Fahrer gibt es Fahrräder in verschiedenen Formen und mit unterschiedlicher Ausstattung.

Fahrräder zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch Muskelkraft allein oder zusätzlich durch die Unterstützung eines Elektromotors angetrieben werden. Im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Rollern und Mopeds verfügen Elektrofahrräder allerdings noch stets über Pedale, sodass sie potenziell immer durch Muskelkraft allein angetrieben werden könnten.

In den letzten Jahren haben sich verschiedene Arten von Fahrradverleihen etabliert, wie z. B. Bike-Sharing Services. Dabei können Fahrräder für einen bestimmten Zeitraum gegen das Entrichten einer Gebühr ausgeliehen werden. Leihräder werden in dieser Markbetrachtung nicht berücksichtigt. Es werden nur Fahrräder erfasst, die mit der Erwerbsabsicht des Besitzes von selbigem erworben wurden.

Der Fahrradmarkt umfasst alle Gattungen von Fahrrädern, einschließlich Straßen – und Rennrädern, Offroad Fahrrädern, Spezialfahrrädern, Elektrofahrrädern, Hybridfahrrädern, sowie dem dazugehörigem Fahrradzubehör. Motorräder, Motorroller, Mopeds, secondhand Fahrräder sowie Fahrräder, die von Bike-Sharing-Diensten erworben worden sind, sind nicht enthalten.

Der Markt umfasst die Anzahl an verkauften Fahrrädern, den Durchschnittspreis für ein Fahrrad, den Umsatz, sowie das Umsatzwachstum als wesentliche Key Performance Indikatoren. Der Umsatz ergibt sich aus dem Produkt des Durchschnittspreises und der Anzahl an verkauften Fahrrädern. Daher schließen die Einnahmen jegliche Erträge aus Bike-Sharing Services aus. Die Umsätze sind inklusive Mehrwertsteuer. Der Markt zeigt nur B2C-Umsätze, daher sind B2B – und B2G-Umsätze nicht enthalten.

    Straßen – und Rennräder wie z. B. Cruiser, Standard-, Schotterstraßen – und Tourenräder, sowie Festgangfahrräder Offroad Fahrräder wie z. B. Mountainbikes und Cyclocross-Räder Spezialräder wie z. B. Falt-, BMX-, Liege-, Lasten – und Kinderfahrräder Elektro – und Hybridfahrräder Fahrradzubehör wie z. B. Taschen, Schlösser und separate Fahrradkörbe Fahrradersatzteile wie z. B. Fahrradschläuche und Fahrradreifen Jede Art von neuen Fahrrädern, z. B. neue Straßen – und Rennräder und neue Offroadräder
    Motorräder, Motorroller, Mopeds Secondhand Fahrräder Bike-sharing Fahrräder Mieträder

Analystenmeinung

Seit seiner Erfindung im Jahr 1817 hat sich das Fahrrad als eines der beliebtesten Verkehrsmittel der Welt etabliert. Insgesamt wurden im Jahr 2021 weltweit etwa 257.000.000 Fahrräder verkauft. Das ist weniger als im Jahr 2020, aber immer noch auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren. Der größte Anteil der verkauften Fahrräder entfällt dabei auf Asien, wobei im Jahr 2021 am meisten davon in China mit etwa 98.000.000 Fahrrädern verkauft wurden. Die Region mit dem zweithöchsten Fahrradabsatz im Jahr 2021 ist Europa mit etwa 32.000.000 Fahrrädern. Die meisten Fahrräder wurden dort in Deutschland und Frankreich verkauft. Nordamerika weist mit ca. 23.000.000 verkauften Fahrrädern den dritthöchsten Absatz auf. Die meisten Fahrräder entfallen dort auf die Vereinigten Staaten.

Der Umsatz mit Fahrrädern ist in den letzten zehn Jahren moderat, aber stetig gestiegen. Nur das Jahr 2020 bildet eine Ausnahme von diesem Trend. Der Grund für das moderate Wachstum liegt an der Tatsache, dass es sich bei Fahrrädern um langlebige Konsumgüter handelt. Der Aufwärtstrend wird durch zwei weltweite Megatrends nachhaltig untermauert. Zum einen streben die Menschen weltweit einen gesünderen Lebensstil an. Dies trifft insbesondere in Nordamerika, Europa und in Teilen Asiens zu. Fahrradfahren wird dabei von vielen als gesunde sportliche Betätigung empfunden. Zweitens werden angesichts des Klimawandels diejenigen Verkehrsmittel für die persönliche Mobilität stärker nachgefragt, die ohne fossile Kraftstoffe auskommen. Das Fahrrad wird in diesem Rahmen als attraktive Alternative zum Auto für kurze und mittlere Distanzen betrachtet, z. B. für den Weg zum Supermarkt oder den Weg zur Arbeit.

Der weltweit steigende Lebensstandard könnte jedoch ein Risiko für die positive Entwicklung des weltweiten Absatzes darstellen. Aufgrund des höheren verfügbaren Einkommens können sich die Menschen teurere Güter leisten, die mehr Komfort oder Prestige bieten. Vor allem in Ländern Asiens könnten die Menschen daher in Zukunft dazu neigen, Fahrräder durch Roller oder Mopeds zu ersetzen, da diese als bequemer für die eigene Fortbewegung empfunden werden könnten.

In den vergangenen zwei Jahren führte die Covid-Pandemie zu einem regelrechten Boom beim Verkauf von Fahrrädern. Die vielerorts verhängten häuslichen Quarantänemaßnahmen und der daraus resultierende Wunsch, in die Natur zu gehen und körperlich aktiv zu sein, haben die Nachfrage nach Fahrrädern drastisch erhöht. Dies hat insbesondere die Verbraucher in Nordamerika, Europa und in Teilen Asiens angetrieben, sich ein Fahrrad zu kaufen. Im Jahr 2021 ging der Absatz im Vergleich zu 2020 deshalb mit der Aufhebung dieser Maßnahme zurück, jedoch auf einem höheren Niveau als in den Jahren vor der Pandemie bleiben. Wir gehen davon aus, dass der Markt dem langfristigen Trend folgend sein stetiges Wachstum fortsetzen wird.

Methodik

Die Daten umfassen B2C-Unternehmen. Die Zahlen basieren auf den Verkäufen von Fahrrädern und den dazugehörigen Durchschnittspreisen.

Marktgrößen werden mithilfe eines Top-Down-Ansatzes bestimmt, basierend auf einer für jedes Marktsegment spezifischen Logik. Als Basis zur Bewertung der Märkte nutzen wir unter anderem Veröffentlichungen von Industrieverbänden, Expertenblogs und Daten, die von staatlichen und wissenschaftlichen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus ziehen wir relevante Marktindikatoren und Daten von länderspezifischen Verbänden heran, wie das BIP und die Bevölkerungsgröße und die Pro-Kopf-Verbrauchsausgaben. Diese Daten helfen uns, die Marktgröße für jedes Land individuell zu schätzen.

Für unsere Prognosen wenden wir verschiedene Prognosetechniken an. Die Auswahl der Prognosetechniken hängt vom Verhalten des jeweiligen Markts ab. Zum Beispiel nutzen wir das ARIMA-Modell für den Fahrradmarkt aufgrund der moderaten Wachstumsraten, das es als haltbares Konsumgut ausweist. Die Haupttreiber sind das Pro-Kopf-BIP, die Bevölkerungsgröße und Pro-Kopf-Konsumausgaben.

Die Daten werden unter Verwendung aktueller Wechselkurse modelliert. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Russland-Ukraine-Kriegs werden auf länderspezifischer Ebene berücksichtigt. Der Markt wird zweimal jährlich aktualisiert. In manchen Fällen werden die Daten auch ad hoc aktualisiert (z. B. wenn neue, relevante Daten veröffentlicht werden oder sich Änderungen ergeben, die sich auf die prognostizierte Marktentwicklung auswirken).

Fahrräder 2023: Ist der Boom vorbei?

Fahrradmarkt blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Branche verzeichnet 2022 nominales Umsatzplus: Plus 9,5 Prozent auf ein Gesamtmarktvolumen von elf Milliarden Euro und trotz Preissteigerungen auch reale Gewinne. Den Großteil machen E-Bikes und deren Zubehörprodukte aus. 2023 deutet sich ein schwieriges Jahr für die Fahrradbranche an.

Lieferkettenprobleme, steigende Verbraucherpreise und Konsumzurückhaltung: Auch die boomende Fahrradbranche war im vergangenen Jahr 2022 mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Trotzdem konnte der Markt rund um Fahrräder und Zubehörprodukte seinen Umsatztrend nach oben weiter fortsetzen und auf ein Marktvolumen von elf Milliarden Euro wachsen: Ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2018 hat sich das Marktvolumen 2022 verdoppelt. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue „Branchenbericht Fahrräder“ des IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung. Die Prognose für die kommenden Jahre fällt vorsichtig verhalten aus. Nach dem Fahrradboom der letzten Jahre, gehen die Expert:innen von einem langsameren Wachstum aus.

„Fahrräder bleiben ein Trendthema, auch wenn im ersten Halbjahr 2023 erstmals seit über zehn Jahren eine gewisse Kaufzurückhaltung zu spüren war. Megatrends, die die Branche beflügeln, und stetige Produktinnovationen werden den Fahrradhandel langfristig weiter wachsen lassen“, ordnet Florian Schöps, Senior Consultant bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein.

E-Bikes bleiben Markttreiber

Gemessen an der Stückzahl ist das klassische Rad dominierend: Acht von neun Rädern auf deutschen Straßen sind mechanische Räder. In Bezug auf den Umsatz liegen die kostenintensiven E-Bikes vorne, denn rund 60 Prozent des Umsatzes in der Fahrradbranche fallen mittlerweile auf E-Bikes. Besonders beliebt bei elektrischen Rädern sind E-Mountainbikes und in den letzten drei Jahren auch vermehrt E-Lastenräder. Letztere profitieren vor allem durch die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und staatliche Förderungen. Und: Durch den E-Bike-Trend ist auch der Bedarf an höherwertigen Zubehör wie Schlösser oder Tachos gestiegen. So hat das Fahrrad-Zubehör in Bezug auf das Marktvolumen inzwischen den Umsatz der klassischen, mechanischen Fahrräder überholt.

2023: Wachstum ausgebremst

Die Prognose für die Branche sieht im Vergleich zu den vergangenen Jahren – insbesondere seit 2020 – etwas verhaltener aus. Für das laufende Jahr 2023 rechnen die Expert:innen von IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung aktuell mit einer Wachstumsrate von rund zwei Prozent (mittlere Prognosevariante). Für die kommenden Jahre bis 2027 wird sich der Markt wieder erholen – es sind durchschnittlich bis zu rund sieben Prozent jährliches Wachstum möglich.

„Die Lieferkettenprobleme der vergangenen Jahre haben sich inzwischen entspannt. Die Läger sind voll und die Räder müssen teils mit großen Preisnachlässen verkauft werden. Das werden wir in den Umsätzen in diesem Jahr merken. Generell ist aber noch Luft nach oben, die Dynamik wird sich in den kommenden Jahren wieder normalisieren,“ so Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN.

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E-Bikes weiter gefragt Diese Trends bestimmen die Fahrrad-Saison 2023

Die Läger der Zweiradhändler sind gut gefüllt. Lange Wartezeiten wie während der Hochphase der Coronapandemie scheinen größtenteils überwunden. Kunden finden jetzt eine breite Auswahl im Handel. – © www. flyer-bikes. com/pd-f

    Dienstfahrrad: 4 Regeln, die zu beachten sind E-Bike-Tuning: Gefahren durch zu schnelle E-Bikes

Während manche Branchen in der Coronapandemie einen wirtschaftlichen Einbruch verzeichneten, erwiesen sich die Der Trend zu Freizeitaktivitäten mit dem Rad in heimischen Gefilden ließ im ersten Pandemie-Jahr 2020 den Umsatz auf steigen.

Fahrrad-Umsatz erreicht 2022 fast das Rekord-Niveau

Auch wenn die Händler und Werkstätten von diesem Sondereffekt jetzt nicht mehr profitieren, war auch 2022 ein erfolgreiches Jahr für den Fahrradmarkt. Laut Statistischem Bundesamt stieg der Umsatz mit Fahrrädern, Zubehör und Teilen inflationsbereinigt um 2,4 Prozent gegenüber 2021 und

Die weiterhin hohe Nachfrage ist dabei vorwiegend der ungebrochenen Beliebtheit von zu verdanken. Der Umsatz der Fahrradbranche hat sich in den vergangenen zehn Jahren dank der Verkaufszahlen der hochpreisigen Räder mit Elektro­motoren fast vervierfacht und erreichte zuletzt 7,36 Milliarden Euro.

Dabei kommen E-­­Bikes inzwischen auf Auch 2022 stieg der Absatz von elektrisch angetriebenen Rädern um zehn Prozent auf 2,2 Millionen, während die Gesamtverkäufe um rund 100.000 Fahrräder zurückgingen.

„Wer jetzt von einem Ende des Booms spricht, trifft die Sache nicht“, sagt (ZIV). Er ist davon überzeugt, dass die Lust am Radfahren nicht nachlassen und eine Marktsättigung nicht eintreten wird.

Inzwischen hätten bereits Weiterentwicklungen und technische Neuheiten seien wichtige Kaufargumente. Zudem sei für Unternehmen ein Investment in Leasing-Bikes eine attraktive Option, Mitarbeitern ein Gehaltsextra anzubieten.

Die Fahrradsaison 2023 ist in vollem Gange. Der pressedienst-fahrrad (pd-f) stellt zehn Neuheiten vor:

Fahrrad-Käufer aufgrund der Inflation zurückhaltender

Allerdings räumt Kolberg ein, dass die, etwa für Energie, einen Einfluss auf das Kaufverhalten haben. „In der zweiten Jahreshälfte 2022 wurden Kaufentscheidungen aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten vertagt. Das hat kurzfristig zu einem und geführt.“

Dem pflichtet mit der Lastenrad-Marke Ca Go bei. „Die Lager wurden voll, als es im Herbst und Winter weniger Verkäufe gab. Das bindet bei den Unternehmen benötigte Liquidität.“ Dennoch erwarte er kein großes Herstellersterben oder eine Insolvenzwelle. Er schätzt, dass sich die Situation spätestens 2024 wieder entspannen wird.

Sieht die Situation ähnlich: „Wer jetzt aus der Kurve fliegt, war vorher schon etwas am Schlittern.“ Was ihn allerdings beschäftigt, ist die Monopolstellung einiger Zulieferer, die immer noch für Lieferprobleme sorge. Während er bei manchen Partnern ein Überangebot feststelle und erste Preise bröckeln, „können wir manche Räder noch immer nicht ausliefern, weil ein bestimmtes Teil fehlt“, so Stiener.

(VDZ), beobachtet, dass das Tempo bei den jährlichen Modellwechseln seitens der Hersteller nachlasse. Die Branche habe erkannt, dass man ein Modell auch zwei, drei Jahre im Sortiment behalten könne. Das sei eine gesunde Entwicklung. Martin Stenske vom Zulieferer Universal Transmission sieht das anders: „Es ist wichtig, neue Modelle zu entwickeln und die Innovationskraft hochzuhalten. Die Kunden suchen neue coole Räder.“

Reiner Kolberg rechnet schon in diesem Frühling mit wieder steigendem Kundeninteresse, weil sich die gesamtwirtschaftliche Lage entspannt habe. Aus seiner Sicht sei jetzt ein.

Weitere Fahrrad-Trends für 2023

Dabei sind E-Bikes nicht der einzige Trend, den die Branche für dieses Jahr prognostiziert. Die folgenden Themen können ebenfalls in den Vordergrund rücken.

Cargobikes zum Transport

„Die Absatzzahlen von haben sich in den vergangenen Jahren jeweils verdoppelt“, weiß Ingo Kahnt vom Hersteller Ca Go. Dabei interessieren sich sowohl Familien als auch Unternehmen für die auf den Transport ausgerichteten Räder. Während die einen das Cargobike nutzen, um Kinder oder Einkäufe mitzunehmen, können Betriebe Werkzeug und Material im dichten Stadtverkehr bequem zum Kunden transportieren. Auch für 2023 rechnet die Branche mit wachsender Nachfrage von modernen Cargobikes.

Digitale Helfer

Nicht nur bei Autos, sondern auch bei Fahrrädern spielt die eine immer größere Rolle. So gehören GPS-Tracker, elektronischer Diebstahlschutz oder auch Sensoren zur Messung des Luftdrucks heute zu den typischen Ausstattungsoptionen. Zudem wird das Fahrrad immer häufiger mit dem Smartphone vernetzt. Neben der Navigation lässt sich das Smartphone auch als digitaler Schlüssel einrichten, um eine Wegfahrsperre zu betätigen. Auch Trackingsysteme liegen im Trend.

Pendeln im Stadtverkehr

Noch viel Potenzial sehen Hersteller bei elektrifizierten Rädern für die Stadt als. Gerade für Arbeitnehmer seien solche Modelle interessant. Die E-Bikes kommen mit kompakten Akkus aus, was Gewichtsvorteile bietet.

Nachhaltigkeit

Gehören laut den Herstellern zu den Entwicklungen der Zukunft. So bringt etwa die Firma Schwalbe 2023 einen recycelten Fahrradreifen aus Altmaterial auf den Markt. Auch bei Bekleidung und Zubehör bieten Hersteller schon ­Kollektionen aus recycelten Lkw-Planen und Werbebannern an.

Heimische Herstellung

Die angespannten Lieferketten und hohen Transportkosten während der Coronapandemie haben teilweise zu einem Umdenken in der Branche geführt und stärken die. So hat sich etwa Portugal als ein wichtiger Markt für die Rahmenproduktion etabliert und der Kinderfahrrad-Hersteller Puky konzentriert seine Produktion in Polen und Deutschland. Zudem werden inzwischen rund 90 Prozent der in Europa verkauften E-Bikes in der EU zusammengebaut.

Urlaub mit dem Rad

Ob entspannt mit der Familie auf gut ausgebauten Radwegen oder sportlich mit Freunden durchs Gelände – Reisen mit dem Rad sind beliebt. So zeigt eine Analyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), dass sich 2022 rund entschieden haben. Die steigende Nachfrage von vielseitig einsetzbaren Gravelbikes trägt dazu bei, die sowohl als Rennrad als auch auf unbefestigten Wegen als Mountainbike komfortable Fahreigenschaften bieten.

Wie lautet die Prognose für den Fahrradmarkt im Jahr 2023

: Immer mehr Menschen in Deutschland kaufen ein E-Bike, zur Freude der Branche

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Nach der überraschenden Insolvenz des Herstellers Prophete, massiven Lieferkettenproblemen, dann vollen Lagern und in der Konsequenz deutlichen Preisnachlässen für Fahrräder fragen sich seit Wochen nicht nur die Aficionados unter den Cyclisten: Wie ist es der Branche im vergangenen Jahr ergangen, wie sind ihre Aussichten? Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV

) und der Handelsverband Zweirad (VDZ ) als Vertreter des Fachhandels zeichneten dabei am Mittwoch ein überraschend positives Bild und blickten trotz großer Lagerbestände optimistisch nach vorn.

Angesichts der teils großen Probleme, mit denen Hersteller und Handel 2022 zu kämpfen hatten, hat sich die Branche insgesamt achtbar geschlagen. Die Inlandsproduktion kletterte von rund 2,4 auf 2,6 Millionen Fahrräder – dabei verließen 1,72 Millionen oder 20 Prozent mehr E-Bikes (Pedelecs) die Montagehallen. Die Zahl der produzierten Fahrräder ohne Motor verharrte dagegen bei 0,9 Millionen. Damit wurden im vergangenen Jahr etwa sechsmal so viel Pedelecs in Deutschland produziert wie noch 2015 ().

„Wir gehen davon aus, dass im Verlauf dieses Jahres erstmalig mehr E-Bikes als unmotorisierte Fahrrädern verkauft werden“

4,6 Millionen Fahrräder schlugen Händler über alle Vertriebswege im Jahr 2022 los – und damit 100.000 weniger als im Vorjahr. Fast jedes zweite (48 Prozent) verkaufte Bike war ein Pedelec. „Wir gehen davon aus, dass im Verlauf dieses Jahres erstmalig mehr E-Bikes als unmotorisierte Fahrräder verkauft werden“, erklärte ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork.

In einigen Produktgruppen wie Mountainbikes oder Lastenrädern dominieren mittlerweile Elektromotoren statt Muskelkraft den Vortrieb. Nicht, dass man beim E-Bike seine Beine nicht mehr bräuchte, aber deutsche Fahrradfahrer(innen) mögen es zusehends bequemer.

Deutsche Fahrradfahrer(innen) mögen es bequem

Verlassen sich die Puristen lieber auf ihre Muskelkraft und stehen elektrisch unterstützten Bikes oft kritisch gegenüber, profitiert die Branche gleichwohl von dieser Entwicklung: Der Verkaufswert aller Fahrräder kletterte im vergangenen Jahr wegen des wachsenden Anteils an teureren E-Bikes um 12 Prozent auf 7,36 Milliarden Euro. „Das ist ein neuer Umsatzrekord“, hob ZIV-Chef Stork am Mittwoch hervor.

Von 10 bis 20 Prozent mehr Umsatz mit E-Bikes berichtet nach ersten Hochrechnungen auch der Handelsverband Zweirad (VDZ), während jener mit unmotorisierten Bikes um bis zu 12 Prozent sank. Insgesamt dürften die Erlöse des Fachhandels samt angeschlossenen Werkstätten um 8 bis 10 Prozent gestiegen sein. Absolute Zahlen nannte VDZ-Chef Thomas Kunz nicht. Der Trend zum E-Bike mit seinen regelmäßigen Inspektionen und Wartungsintervallen sorgt zugleich für eine stärkere Auslastung der Werkstätten, deren Umsätze im vergangenen Jahr laut Kunz um rund 10 Prozent kletterten.

E-Bikes treiben Umsatz im Verkauf und Werkstätten

Die Wirkung des E-Bike-Trends verdeutlichen auch andere Zahlen: Der durchschnittliche Verkaufspreis aller Fahrräder über erhöhte sich laut ZIV auch deshalb um mehr als 200 auf 1602 Euro im vergangenen Jahr, weil sich vor allem die Preise für E-Bikes um 150 auf 2800 Euro im Schnitt erhöhten. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 hatte ein E-Bike durchschnittlich rund 930 Euro gekostet. Im Fachhandel wiederum kostete im vergangenen Jahr ein E-Bike 3570 Euro im Schnitt – die statistisch beachtliche Differenz begründeten Stork und Kunz mit dem weiter gefassten Sortiment und allen Vertriebswegen, die in die Statistik des Industrieverbandes mit einflossen.

Die Vermutung, dass Handel und Hersteller den Hype um elektrisch unterstützte Fahrräder jetzt womöglich ausnutzten, wollte Stork so nicht stehen lassen. „Es ist nicht so, dass E-Bikes einfach immer teurer würden. Der Kunde bekommt heute auch mehr Rad fürs Geld“, sagte der Branchenvertreter. Zugleich fragten die Kunden höherwertige Komponenten etwa bei Schaltung oder Bremsen nach, wünschten sich die Verbraucher zudem starke Akkus, gute Federung, ansprechendes Design und vor allem eine lange Lebensdauer ihrer Fahrräder.

„Das Fahrrad wächst schon seit geraumer Zeit aus der Rolle eines reinen Transportmittels heraus und in die eines begehrten Konsumprodukts hinein“, sagte kürzlich auch Thorsten Heckrath-Rose Co-Geschäftsführer von des Premium-Herstellers Rose Bikes im Gespräch mit manger magazin.

Volle Läger, aktuell sinken die Preise

Konnten im vergangenen Jahr die Hersteller hunderttausende Räder nicht montieren, weil wichtige Teile aus Asien fehlten, gehören die Lieferkettenprobleme nun der Vergangenheit hat, sagte Stork. Die Läger bei den Herstellern und Händlern seien prall gefüllt. Die Zeit der ebenfalls pandemiebedingt hohen Kosten in der Vorproduktion für Rohstoffe und Transport hätten sich entspannt. Händler und Hersteller würden die Preisvorteile an die Kunden weitergeben (die Analyse dazu lesen sie hier). Was den Kunden erfreuen mag, treibt den Händlern die Sorgenfalten in die Stirn. So berichtete VDZ-Chef Kunz von „Abverkäufen mit relativ großen Preisnachlässen“ auch im Fachhandel. Diese Entwicklung halte aktuell noch an.

Nach wie vor importiert Deutschland mehr Fahrräder und E-Bikes als es im Inland selbst herstellt: 4,43 Millionen (+300.000) waren es im vergangenen Jahr. Etwas mehr als die Hälfte der knapp drei Millionen importierten Fahrräder ohne E-Motor stammt aus Asien. Zugleich liefert die Region 27 Prozent der rund 1,45 Millionen von Deutschland importierten E-Bikes, aus EU-Ländern kommt 69 Prozent der importierten Pedelecs.

Auf Nachfrage erklärt der Zweirad-Industrie-Verband, dass deutsche Hersteller rund 780.000 Fahrräder und E-Bikes im europäischen Ausland in eigenen Werkstätten produzieren lassen. Die meisten dieser Bikes würden wieder nach Deutschland importiert. Das heißt: Unter dem Strich haben deutsche Hersteller im In – und Ausland insgesamt 3,38 Millionen Fahrräder und E-Bikes produziert.

„Wir gehen davon aus, dass es aktuell keine massive Verlagerung der Produktion nach Europa geben wird“

Angesichts der zunehmenden Konflikte des Westens mit China und der massiven Lieferprobleme während der Pandemie hatte die Branche im vergangenen Jahr viel darüber diskutiert, ob Hersteller und Komponentenhersteller ihre Produktion stärker aus Asien heraus verlagern sollten. Schließlich wird ein Großteil der Fahrradrahmen und Komponenten immer noch in Taiwan, China und anderen Ländern Asiens produziert. „Wir gehen davon aus, dass es aktuell keine massive Verlagerung der Produktion nach Europa geben wird“, erklärte ZIV-Chef Stork. Der Industrieverband erwarte aber, dass die Produktion in Europa langfristig weiter an Bedeutung gewinnen werde.

Auch wenn das Jahr 2023 für die Fahrradbranche „ein schwieriges Jahr“ werde, wie der ZIV-Chef kürzlich gegenüber manager magagzin einräumte, sehen Hersteller und Händler gleichwohl zuversichtlich in die Zukunft. Denn auch die Politik setze auf eine neue, CO2-ärmere Mobilität der Menschen. Das Fahrrad werde hier einen wichtigen Beitrag dazu leisten, sind die Branchenvertreter überzeugt.

Fahrradbranche rechnet mit guter Saison 2023

Die Fahrradbranche startet mit viel Zuversicht in das neue Fahrradjahr 2023. Eine hohe Zahl an neuen Modellen, Leasing und die Themen Klimawandel, Verkehrswende sowie Gesundheit geben dem Fahrradmarkt mittel – bis langfristig weiterhin Schwung. Ein Ende des Fahrradbooms ist deshalb nicht in Sicht, eher wird von einer Rückkehr zur Normalität nach drei abwechslungsreichen Jahren gesprochen, wie Verbands – und Industrievertreter in einer Presserunde des pressedienst-fahrrad herausstellten.

Für 2023 sind die Prognosen für eine erfolgreiche Fahrradsaison äußerst gut. „Der Handel ist noch im Winterschlaf, aber es zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nicht schlechter sein wird als in den letzten Jahren. Wir rechnen mit verkauften Stückzahlen auf einem ähnlichen Niveau wie 2022“, sagt Tobias Hempelmann, Stellvertretender Vorsitzender des Verbands des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) und selbst Fahrradhändler. Bereits jetzt würden sich Kaufinteressierte für die Neuheiten in den Läden interessieren und dort ein großes Angebot vorfinden. „Wir hatten Ende letzten Jahres aufgrund der allgemeinen Situation Probleme mit Kaufzurückhaltung wie in vielen anderen Branchen auch. Aber viele Kaufentscheidungen sind auf den Jahresanfang vertagt. Der Handel ist mit Ware gut bestückt, interessierte Kund:innen finden ein breites Sortiment vor – auch zu guten Preisen“, so Reiner Kolberg, Pressesprecher beim Zweirad-Industrie-Verband (ZIV).

Für Werkstattarbeiten, die in den letzten drei Jahren ja oft mit langen Wartezeiten auf Ersatzteile verbunden waren, scheint sich die Situation ebenfalls in diesem Jahr zu verbessern: „Die Ersatzteilversorgung hat sich deutlich entspannt. Wochenlange Wartezeiten sind eher die Seltenheit und auch die Bestände sind erhöht worden“, sagt Martin Stenske, verantwortlich für die OEM-Betreuung beim Zulieferer Universal Transmission, bekannt für die Carbonriemen von Gates. Viele Zulieferer und Komponentenhersteller hätten ihre Lagerflächen vergrößert und so für eine Normalisierung der Lieferzeiten gesorgt. „Die Marktentwicklung ist aktuell etwas gedämpfter, aber dergestalt, dass man nicht mehr drei Jahre im Voraus plant, sondern den Bedarf für das Jahr abschätzt. Das ist eine gesunde Entwicklung“, so Stenske weiter.

Ein Ende des Booms, wie es bereits in einigen Medien angekündigt wurde, können die Experten deshalb nicht erkennen. Vielmehr sei es eine Rückkehr zur Normalität nach drei anstrengenden, abwechslungsreichen Corona-Jahren. Die Fahrradbranche profitiere dabei von der gesellschaftlichen Debatte rund um Klimawandel und Verkehrswende und deshalb sei mittel – bis langfristig kein Abschwung zu sehen, vielmehr das Gegenteil: „Wir werden in Zukunft eine Zunahme an E‑Bikes und Fahrrädern haben“, prognostiziert Kolberg. Während die Hersteller in den letzten drei Jahren aufgrund der Lieferproblematik eher auf Bewährtes setzten, um überhaupt Räder verkaufen zu können, ist jetzt eine technische Innovationskraft zu spüren. „Es wird spätestens 2025 einen hohen Innovationsschub geben“, vermutet Stenske. Von einer Marktsättigung, wie sie aufgrund der hohen E‑Bike-Verkäufe bereits vorhergesagt wurde, sei man deshalb weit entfernt. Technische Innovationen und neue Zielgruppen geben dem Thema Radfahren in den nächsten Jahren weiteren Schwung. „Leasing hat noch ein enormes Potenzial“, bringt Hempelmann einen weiteren Wachstumsmarkt ins Spiel. Cargobikes seien ein zusätzliches stark hinzugewinnendes Feld – sowohl für Unternehmen als auch für Familien. Kolberg ergänzt deshalb süffisant: „Der Markt an Kaffeemaschinen ist ja auch nicht gesättigt.“

Trotz aller positiven Signale und Prognosen gibt es jedoch, wie in vielen anderen Branchen auch, brancheninterne Probleme. „Das Problem ist nicht die Nachfrage von den Endverbraucher:innen, sondern die Liquidität bei Handel und Herstellern. Die Lager wurden voll, als es im Herbst und Winter weniger Verkäufe gab“, erklärt Ingo Kahnt vom Großhändler RTI Sports, der für die Ergonomiemarke Ergon sowie die Lastenräder von Ca Go bekannt ist. Ein großes Herstellersterben sowie eine Insolvenzwelle sieht er aber nicht auf die Branche zukommen, sondern rechnet eher mit einer Normalisierung des Marktes in diesem Jahr, spätestens 2024.

Ähnlich äußerst sich Stefan Stiener, Geschäftsführer des Fahrradherstellers Velotraum: „Meistens handelt es sich im Fahrradbereich um kleine und mittelständische Unternehmen, die solide wirtschaften, nicht dem Super-Hype verfallen und Krisen überstehen. Wer jetzt aus der Kurve fliegt, der hatte schon vorher Probleme.“ Stiener, der als Custom-made-Hersteller mit einem ausgewählten Fachhändlernetz zu den kleineren, aber hochwertigen Fahrradproduzenten am Markt gehört, ärgert sich eher über die Monopol-Stellung mancher Zulieferer, die noch immer für Lieferprobleme sorgt. Während er bei manchen Partnern ein Überangebot feststellt und bereits erste Preise zu bröckeln anfangen, herrscht bei anderen Teilen noch immer ein Mangel. „Wir können noch immer Räder nicht ausliefern, weil ein bestimmtes Teil fehlt“, so Stiener. Dennoch überwiegen bei ihm, so wie den anderen Branchenteilnehmern, die positiven Vorzeichen für die Saison 2023.

Fahrräder 2023: Ist der Boom vorbei?

Lieferkettenprobleme, steigende Verbraucherpreise und Konsumzurückhaltung: Auch die boomende Fahrradbranche war im vergangenen Jahr 2022 mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Trotzdem konnte der Markt rund um Fahrräder und Zubehörprodukte seinen Umsatztrend nach oben weiter fortsetzen und auf ein Marktvolumen von elf Milliarden Euro wachsen: Ein Plus von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2018 hat sich das Marktvolumen 2022 verdoppelt. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue „Branchenbericht Fahrräder“ des IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung. Die Prognose für die kommenden Jahre fällt vorsichtig verhalten aus. Nach dem Fahrradboom der letzten Jahre, gehen die Expert:innen von einem langsameren Wachstum aus.

E-Bikes bleiben Markttreiber

Gemessen an der Stückzahl ist das klassische Rad dominierend: Acht von neun Rädern auf deutschen Straßen sind mechanische Räder. In Bezug auf den Umsatz liegen die kostenintensiven E-Bikes vorne, denn rund 60 Prozent des Umsatzes in der Fahrradbranche fallen mittlerweile auf E-Bikes. Besonders beliebt bei elektrischen Rädern sind E-Mountainbikes und in den letzten drei Jahren auch vermehrt E-Lastenräder. Letztere profitieren vor allem durch die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und staatliche Förderungen. Und: Durch den E-Bike-Trend ist auch der Bedarf an höherwertigen Zubehör wie Schlösser oder Tachos gestiegen. So hat das Fahrrad-Zubehör in Bezug auf das Marktvolumen inzwischen den Umsatz der klassischen, mechanischen Fahrräder überholt.

2023: Wachstum ausgebremst

Die Prognose für die Branche sieht im Vergleich zu den vergangenen Jahren – insbesondere seit 2020 – etwas verhaltener aus. Für das laufende Jahr 2023 rechnen die Expert:innen von IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung aktuell mit einer Wachstumsrate von rund zwei Prozent (mittlere Prognosevariante). Für die kommenden Jahre bis 2027 wird sich der Markt wieder erholen – es sind durchschnittlich bis zu rund sieben Prozent jährliches Wachstum möglich.

Trends auf dem Fahrradmarkt für 2023

Verkehrswende, Gesundheitstrends und eine verbesserte Infrastruktur führen zu neuen Trends auf dem Fahrradmarkt und wir haben die interessantesten und bedeutendsten Trends für 2023 recherchiert und in diesem Beitrag zusammengefasst.

Neue Modelle und neue Schwerpunkte

Dank dem Fahrradboom der letzten Jahre und einem starken Anstieg der Verkäufe, arbeiten die Hersteller an neuen Modellen, werden im Jahr 2023 jedoch ihre Schwerpunkte etwas anders legen. Der Fokus liegt dabei auf komfortablen Rädern, die schnell und für jedes Gelände geeignet sind. Neben superleichten E-Bikes mit potentem Motor und ABS, gehören SUV und Gravelbikes zu den Spitzenreitern für das Jahr 2023. Auch für den Lastentransport wird es einige interessante Neuigkeiten geben.

Finanzierungsmöglichkeiten und Leasing

Durch die erhöhten Anschaffungspreise im Bereich E-Bikes, gibt es heute verschiedene Möglichkeiten diese zu finanzieren und Leasing wird für das Jahr 2023 im Mittelpunkt stehen. Besonders wenn man das Rad als „Job Rad“ benutzt, gibt es interessante Leasingangebote, sowie die Möglichkeit das Rad steuerlich abzusetzen. Außerdem gibt es neue Abo-Modelle, die es uns ermöglichen die E-Bikes sogar zu mieten.

Willst du auf Radsport wetten? Grundlagen, die du kennen solltest

Wenn du Interesse daran hast, auf Radsport zu wetten, empfehlen wir dir einen zuverlässigen Wettanbieter mit einem vielfältigen Angebot an Radsport Wetten in Deutschland zu finden. Dazu empfehlen wir folgende Website zu besuchen: www. ispo. com/sportwetten/radsport/.

    Der Radsport ist in den letzten Jahren immer populärer geworden und fast alle Online-Buchmacher haben Radsport in ihrem Wettangebot. Ein Sportwettanbieter sollte nur gewählt werden, wenn er über eine Sportwetten-Lizenz verfügt, diese kann auf der jeweiligen Website im Impressum überprüft werden. Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt, da es sich um Glückspiel handelt und eine gewisse Suchtgefahr besteht. Wir empfehlen einen passenden Online-Wettanbieter zu wählen nach Verfügbarkeit von Startboni, Zahlungsmöglichkeiten und Radsport-Quoten sowie Rabatten. Bis heute gibt es noch keinen Buchmacher, der ausschließlich Radsportwetten anbietet und so hat man eine große Auswahl an verschiedenen Sportarten für eine Wette.

Der Kindermarkt

Da Kinder die Fahrradfahrer von morgen sind, arbeiten die Hersteller auch besonders an Modellen für Kinder. Der Trend entfernt sich von kleinen Erwachsenenrädern hin zu spezifisch für Kinder entwickelte Bikes, bei denen ihr Körperbau und ihre Gesundheit im Mittelpunkt stehen wird. Auch die Möglichkeit Kinder schon von klein auf an Bewegung zu gewöhnen, bringt Laufräder und Kindersitze in den Vordergrund innerhalb der Fahrradtrends für das Jahr 2023.

„Smarte“ Fahrräder

Allgemein ist die technologische Intelligenz schon seit einigen Jahren Trend und das wird sich auch im Jahr 2023 nicht ändern. So entwickelt sich auch der Fahrradmarkt weiter und bietet einige Neuigkeiten in diesem Bereich. Besonders E-Bikes bieten immer mehr Funktionen, indem das E-Bike-System mit dem Smartphone verbunden werden kann, um aktuelle Informationen zum Rad zu haben, darunter Reifendruck (mit Meldung) oder ein automatisches Schloss. Außerdem können in vielen Fällen diese Apps als Bordcomputer benutzt werden.

Smartwatch & Fahrradcomputer

Schon seit einigen Jahren nutzen Radfahrer, die ihr Fahrrad nicht nur als Transportmittel benutzen, sondern auch Rennen fahren, Radwandern oder kilometerweite Strecken zurücklegen, Fahrradcomputer, die über GPS-Funktion verfügen und Geschwindigkeit sowie zurückgelegte Distanz anzeigen. Heute gibt es jedoch Smartwatches, die mit anderen Gadgets verbunden werden können und genaue Angaben zu Gesundheitsindikatoren, wie Herzfrequenz oder Stress – und Schlafdaten geben können. Außerdem ist der Trend für das Jahr 2023 die Smartwatch auch als Zahlungsmöglichkeit und für Entertainmentzwecke zu benutzen, um so alle notwendigen Features in einem Gerät auf dem Fahrrad dabei zu haben.

Innovationen im Sicherheitsbereich

Die Innovationen im Fahrradbereich, besonders der technologische Fortschritt im E-Bike Bereich, machen, dass Radfahrer heute bereit sind auch gehobenere Preise für ein gutes Fahrrad zu fahren. Wenn man bedenkt, dass E-Bikes mehrere tausend Euro wert sind, braucht es auch ein sicheres Schloss, um diese sorgenfrei an öffentlichen Plätzen zu parken. Zu den Trends für den Fahrradmarkt 2023 zählen somit auch Schlösser in Handschellenform, Smartschlösser, die über ein intelligentes System verfügen mit Fingerabdruck, Smartphone-Steuerung oder per Bluetooth. Außerdem gibt es Alarmanlagen, wie von der Marke Bosch, die neben der Alarm – auch eine Ortungsfunktion haben.

Die besten Apps

Wenn du über kein smartes E-Bike verfügst, kannst du trotzdem von den technologischen Innovationen profitieren und eine der vielen Apps auf dem Markt testen, die das Fahrradfahren sicherer, komfortabler und leichter machen können. Die Auswahl ist groß, deshalb nennen wir dir hier unsere Auswahl der besten kostenlosen Apps, die sowohl im Google Play Store als auch im Apple Store verfügbar sind:

    Komoot Bike Citizens ViewRanger (nur Android) GPSies Falk Maps und Routenplaner Bikemap

Für nähere Informationen empfehlen wir den Beitrag Die besten kostenlosen Fahrrad Apps von ISPO.

Anhänger und weiteres Zubehör

Hundeanhänger, Anhänger für Kinder und Taschen, die an verschiedensten Stellen am Fahrrad angebracht werden können und dabei geräumig, resistent und in den meisten Fällen auch wasserfest sind, gehören zu den Trends für das Jahr 2023. Diese ermöglichen somit nicht nur gemeinsam mit Kindern und Haustieren unterwegs zu sein, sondern auch die Möglichkeit das Fahrrad als Transportmittel zur Arbeit zu benutzen, ohne auf Arbeitsmaterialien und notwendige Dinge zu verzichten. Außerdem sind so auch längere Touren mit dem Rad einfacher zu gestalten und man braucht keine schwerbepackten Rucksäcke.

Nachhaltigkeit

Die meisten Radfahrer, die so oft es geht vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, haben Fitness und Gesundheitsgründe, doch viele wählen dieses ökologische Transportmittel auch aus Nachhaltigkeitsgründen. Ein weiterer Trend für das Jahr 2023 sind Fortschritte in diesem Bereich, denn der Reifenproduzent Schwalbe recycelt zum Beispiel alte Reifen und gibt ein CO2-Ersparnis von rund 80% für diese nachhaltige Produktionsweise an.

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