Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Berlin will werden, was Kopenhagen längst ist: Fahrrad-Stadt. Über den Weg dorthin, weiß der Gründer des dänischen Bike-Sharing Anbieters Donkey Republic, Erdem Ovacik, zu berichten.

Das Land der Autobauer tapst auf vorsichtigen Schritten zu einer nachhaltigen Mobilität. Der Weg dorthin ist voller Hindernisse: Über Jahrzehnte galt das Primat der Autos und das Wort der milliardenschweren Autolobby. Nun gehen Klimaschützer und Radfahrer auf die Barrikaden. Doch in Deutschland dauert es recht lange, bis sich Gesetze von Bürgern angestoßen verändern, beurteilt es der Gründer eines dänischen Bike-Sharing Anbieters, Erdem Ovacik. Sein Unternehmen Donkey Republic mit Sitz in einer der fahrradfreundlichsten Städte der Welt, Kopenhagen, versucht seit einigen Jahren auch auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Seither sind Ovacik zunehmend Unterschiede zwischen dem deutschen und dem dänischen Pflaster aufgefallen.

Erdem Ovacik hat sein Unternehmen 2014 gegründet, nachdem es als Leihservice im Freundeskreis startete. Mittlerweile sind die orangefarbenen Räder in mehreren Dutzend europäischen Städten zu finden. Er hat sich genau angeschaut, was Berlin beim Radverkehr und Bike-Sharing von Kopenhagen lernen kann.

In Kopenhagen sind Fahrräder gegenüber Autos bereits seit Jahren in der Mehrheit: Es gab 2016 fünfeinhalb mehr Fahrräder als Autos: rund 120.000 PKWs standen Donkey Republic zufolge 675.000 Fahrräder gegenüber. Damit gibt es sogar mehr Fahrräder als Einwohner – in Kopenhagen wohnen aktuell etwas mehr als 600.000 Menschen. Für diese ist das Fahrradfahren so attraktiv gestaltet, dass laut Ovacik Touristen in die Stadt kommen und es ausprobieren wollen.

Das wichtigste: Infrastruktur

Die einfachste und fast auch wichtigste Botschaft: Wer den Radverkehr stärken will, braucht eine gute Infrastruktur. „Fahrradfahrer müssen sich sicher fühlen“, sagt Ovacik „ dafür brauchen sie eigene Radwege, die idealerweise durch physische Barrieren abgetrennt sind.“ Kopenhagen setzt deswegen schon lange auf eine unabhängige Radinfrastruktur: Es existiert ein komplettes Netz von Radwegen, die nicht nur Anhängsel von Autostraßen sind. Davon ist Berlin noch weit entfernt. Momentan legen die Berliner kurzfristige Pop-up-Radwege an. „Diese müssen dauerhaft angelegt und auf mehr Straßen ausgeweitet werden“, mahnt Ovacik.

Eine weitere wichtige Stellschraube, um das Radfahrern in der Stadt attraktiv und sicher zu gestalten, sind die Verkehrsregeln. In Kopenhagen sind die Ampeln so geschaltet, dass ein Radler bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h eine grüne Welle hat, also nicht vor einer roten Ampel stoppen muss. Außerdem haben Radler beim Rechts-Abbiegen Vorfahrt: der grüne Abbieger-Pfeil ist in der Stadt Standard.

Wer sich ein qualitatives Rad für den täglichen Gebrauch kauft, will außerdem sicher sein, dass es nicht bei der nächsten Gelegenheit geklaut wird. Vielerorts sind in Berlin die Hausflure mit angeketteten Rennrädern beschmückt. Stattdessen müsste für ausreichend sichere Stellplätze im öffentlichen Raum gesorgt werden. Selbst in Kopenhagen fehlt es momentan noch an Fahrrad-Parkplätzen. Dei Dänen sind allerdings leichtsinniger: Viele schließen ihre Räder laut Ovacik nur am Hinterrad an. Fahrraddiebe haben deshalb in Kopenhagen leichtes Spiel.

An der Regulierung arbeiten

Auch beim Bike-Sharing gibt es einen entscheidenden Unterschied. „Die Kopenhagener scheinen die Bike-Sharing-Dienste zu schätzen, vielleicht sogar mehr als die Berliner“, sagt Ovacik. Dies habe strukturelle Ursachen: In Berlin sei es recht einfach, neue Sharing-Angebote zu etablieren. Während andere Bereiche in Deutschland stark reguliert sind, falle der Bike-Sharing-Markt aus dem Raster. Anbieter schießen relativ schnell empor, verschwinden aber oft auch schnell wieder. Dadurch gehe viel Vertrauen verloren. In Kopenhagen hingegen werde die Anzahl der vergebenen Lizenzen streng limitiert und kontrolliert. Das Ergebnis: Es gibt weniger Anbieter, die dafür langfristig bleiben und investieren.

Https://edison. media/fahrrad-was-berlin-von-kopenhagen-lernen-kann/25209282/

ADFC vergibt nur ein „Ausreichend“ : Schlechtes Ergebnis für Berlin als Fahrradstadt

245.000 Radfahrer stimmten bundesweit ab: Beim „Fahrradklimatest“ kommt Berlin nur auf Platz 9 unter den deutschen Großstädten. Auch für Brandenburg gab es nur die Note 4.

24.04.2023, 13:30 Uhr | Update: 24.04.2023, 14:51 Uhr

Wieder nur Platz 9 für Berlin. 6656 Radfahrer haben bei der bundesweiten Umfrage des Fahrradclubs ADFC teilgenommen – und die Schulnote 4,13 vergeben. Bundesweit vergaben Radfahrer die Note 3,96, die Hauptstadt ist damit deutlich schlechter als de Schnitt. Trotz einer grünen Verkehrssenatorin verbesserte sich Berlin auch nicht. 2020 gab es das gleiche schlechte Ergebnis mit der Note 4,14. Der Test fand zum zehnten Mal statt, bundesweit machten fast 250.000 Menschen mit.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse für Berlin: Für 65 Prozent der Befragten ist es „stressig“, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Das entspricht einer Note von 4,0 – schlechter als vor zwei Jahren. Zu diesem Stress tragen laut ADFC diese Faktoren bei: 85 Prozent der Radfahrer fühlen sich auf der Fahrbahn von Autos bedrängt und behindert, dafür gab es die Schulnote Mangelhaft (4,8).

89 Prozent der Befragten gaben an, Häufig Konflikte mit Autofahrern zu haben (Note 4,7). 87 Prozent der Befragten kritisierten, dass Falschparker auf Radwegen „großzügig von der Stadt geduldet werden“, dafür gab es ein glattes Mangelhaft mit Note 5,1. Die Umfrage fand zwischen dem 1. September und 30. November 2022 statt.

Gute Noten bekam Berlin bei den Punkten „Führung an Baustellen“ und bei der möglichen zügigen Geschwindigkeit.

Wir brauchen Radwege, für die man nicht mutig sein muss.

Solveig Selzer, politische Referentin des ADFC Berlin

„Bei diesen Zahlen wird deutlich, warum sich 83 Prozent der Befragten auf Berliner Straßen als Radfahrende nicht sicher fühlen“, kommentierte Berlins ADFC-Sprecher Karl Grünberg die aktuellen Ergebnisse. Mit Platz 9 von 14 bleibt Berlin deutlich hinter Städten wie Leipzig und München zurück. Als „Aufholer“ unter den Großstädten nannte der ADFC Frankfurt (Main), Hamburg und Köln.

Solveig Selzer, die politische Referentin des ADFC Berlin, mahnte deshalb, dass Berlin sich anstrengen müsse, um nicht den Anschluss zu verlieren. Selzer kritisierte, dass Radfahrer „nach wie vor die Zähne zusammenbeißen müssen“, wenn sie sich in den Berliner Verkehr wagen: „Wir brauchen Radwege, für die man nicht mutig sein muss.“

Doch die Berliner Radwege bekamen wieder ein glattes Mangelhaft (5,0), weil zu schmal und zu holprig sind. Ebenfalls ein Mangelhaft (5,1) gab es, weil Ampeln nicht gut auf Radfahrer abgestimmt sind.

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Die größte Sorge aber haben Berliner, dass das Rad gestohlen wird (Note 5,3). In Berlin wurden 2022 genau 26.833 Räder bei der Polizei als gestohlen angezeigt, die Aufklärungsquote lag mit 3,9 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 2017. Mit anderen Worten: Jeder 25. Diebstahl wird aufgeklärt.

In Brandenburg machten 45 Kommunen bei der Umfrage mit, so viel wie noch nie. Die Hälfte davon – 23 – bekam nur ein Ausreichend oder noch schlechter. Besser war Potsdam, die Landeshauptstadt kam unter den 40 Städten zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern mit der Note 3,8 immerhin auf Platz 8. Noch besser war Potsdam 2019 mit Platz 5 im bundesweiten Ranking.

Fast ein Spitzenergebnis erzielte Schwedt an der Oder mit einem glatten Befriedigend: Platz 4 unter den 447 kleineren Städten. Der Vorsitzende des ADFC Brandenburg, Stefan Overkamp, ist dennoch nicht zufrieden. Das Ergebnis „stagniert auf niedrigem Niveau“. In keiner der sechs Städtegrößenklassen landete Brandenburg auf dem Podium.

Auffallend ist, dass viele Gemeinden im Berliner Speckgürtel bessere Noten (3,5 bis 3,6) als der Durchschnitt bekamen, so Hennigsdorf, Oranienburg und Kleinmachnow. Desaströs dagegen ist das Ergebnis von Planebruch: Mit der Note 4,56 landete die Gemeinde bei Brück auf Platz 459 der 474 Teilnehmer.

Mehr zum Radverkehr

Der Fahrradklimatest findet alle zwei Jahre statt, die Ergebnisse werden vom ADFC erhoben. Sie gelten als nicht repräsentativ, weil weit überwiegend Radfahrer mitmachen. Das Bundesverkehrsministerium fördert die Umfrage finanziell.

Https://www. tagesspiegel. de/berlin/schlechtes-ergebnis-fur-berlin-als-fahrradstadt-adfc-vergibt-nur-ein-ausreichend-9708206.html

Ist Berlin eine gute Fahrradstadt

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

– Berlin eine Fahrradmetropole?

Wer in dieser Stadt unterwegs ist, weiß: Hier steigen die Menschen eher trotz der Verkehrspolitik aufs Rad, aber nicht deswegen. Dennoch brüstet sich die Senatsverwaltung für Staatentwicklung.

Anmoderation

Morgen soll’s wieder wärmer werden. Da haben uns die Meteorologen bis zu 19 Grad versprochen. Und das heißt: Viele Berliner werden wieder aufs Fahrrad umsteigen. Und das ist auch gut so: Weil das Radfahren umweltverträglicher ist als Autofahren, lärmärmer und schlichtweg gesünder. Umso ärgerlicher, dass sich die Verkehrspolitik immer noch nicht auf die zunehmende Zahl von Radfahrern eingestellt hat. Ein klares fahrradpolitisches Konzept ist mehr als überfällig, wie Helge Oelert zeigt.

Radfahrer im täglichen Straßenkampf mit dem Auto.

Wer in dieser Stadt unterwegs ist, weiß: Hier steigen die Menschen eher trotz der Verkehrspolitik aufs Rad, aber nicht deswegen. Dennoch brüstet sich die Senatsverwaltung für Staatentwicklung.

Christian Gaebler (SPD)
Senatsverwaltung für Staatentwicklung

„Berlin ist eine Fahrradstadt, weil inzwischen 15 Prozent der Verkehrswege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden mit deutlich steigender Tendenz.“

Das erzählt man auch gern den Touristen.

Internetfilm
„Berlin ist ein Eldorado für Fahrradfahrer.“

Mit diesem Filmchen präsentiert sich die Stadt im Internet

Internetfilm
„Ein großzügig angelegtes Radwegenetz durchzieht die Stadt und verbindet alle wichtigen Orte.“

Doch die Realität sieht anders aus. Alle zwei Stunden verunglückt in Berlin ein Radfahrer, 14 starben im vergangenen Jahr.

In einer Rangliste der fahrradfreundlichsten deutschen Städte Deutschlands landete Berlin abgeschlagen auf Platz 24. Willkommen in der Wirklichkeit.

Gerade sollten die Mittel wenigstens auf bescheidene 4 Millionen angehoben werden – da blockierte selbst das der Hauptausschuss. Die Experten sind einer Meinung:

Marion Laube
Verkehrsclub Deutschland

„Das ist ein Witz, die sind aus der Portokasse.“

Tilman Bracher
Institut für Urbanistik

„Die Verwaltungsprobleme führen dazu, dass der Aufbruch, den wir alle erhoffen, in den Mühlen der Verwaltung und der Politik hängen bleibt.“

Benno Koch
Verkehrsjournalist

„Aus diesem Betroffenheitsmodus der 90er Jahre müsste man mal rauskommen und sagen, jetzt machen wir mal richtig Fahrradpolitik.“

Benno Koch kennt sich aus im politischen Betrieb, er war von 2003 bis 2009 ehrenamtlicher Fahrradbeauftragter von Berlin: Mit viel Detailwissen musste er alle Verwaltungsentscheidungen überprüfen, ob sie dem strategischen Ziel dienen, den Radverkehr zu fördern. Doch seit drei Jahren gibt es diesen Posten nicht mehr – der Staatssekretär hält so was in Berlin für überflüssig.

Christian Gaebler (SPD)
Staatssekretär Senatsverwaltung Staatentwicklung

„Wir haben viele Fahrradbeauftragte, nämlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich jeden Tag damit beschäftigen. Es macht auch keinen Sinn, jemanden zu haben, der alle Vorlagen nochmal anguckt und dann meint, er hat ein Entscheidungsrecht darüber. Am Ende entscheide im Zweifelsfall ich, ob was passiert, insofern bin ich auch Fahrradbeauftragter.“

Benno Koch
Verkehrsjournalist

„Also wir haben hier in dieser Stadt viele Tausend Probleme zum Thema Fahrradverkehr, und die müssten systematisch abgearbeitet werden. Und das kann man nicht ehrenamtlich machen, und das kann man auch nicht mal so nebenbei machen als Staatssekretär. Und es ist also lächerlich zu behaupten, dass wir Fahrradverkehr hier ernsthaft fördern.“

Und Detailarbeit wäre dringend nötig.

Stichwort Verkehrsfluss:
Ampeln lassen Radfahrer an fast jeder Kreuzung halten. Die Phasen sind allein auf Autofahrer ausgerichtet. Das verlockt zu rüpelhaftem Verhalten. Dabei haben Wissenschaftler vom Institut für Urbanistik längst Konzepte, die moderne Verkehrslenkung ermöglichen.

Tilman Bracher
Institut für Urbanistik

„Da könnte man auch über bessere Ampelschaltungen, grüne Welle, Induktionsschleifen, die erkennen, wie viele Radfahrer noch kommen, damit es grün bleibt bis der letzte durch ist, und solche Sachen nachdenken. Also da sind Kapazitätsprobleme, die führen heute dazu, dass halt welche auf den Gehweg ausweichen, andere weichen in die Gegenfahrbahn aus und wieder andere fahren bei Rot durch. Dieses schlechte Verkehrsregelklima hängt auch damit zusammen, dass wir einfach an manchen Stellen schon viel zu viel Radverkehr haben für die alte Infrastruktur, die noch aus dem letzten Jahrhundert stammt.“

Stichwort Kompetenz:
Für den Ausbau der Radstrecken sind die Bezirke zuständig. Aber sie haben kaum noch Fachkräfte, die sich darum kümmern können. Hier hat die Stadt ihre Zukunftsfähigkeit regelrecht kaputt gespart, urteilt der Verkehrsclub Deutschland.

Marion Laube
Verkehrsclub Deutschland

„Es gibt zum Beispiel sehr wenig Verkehrsplaner eigentlich in den Bezirken. Das heißt also, die Gelder, die wir haben, lassen sich gar nicht 100 Prozent umsetzen. Und in den letzten Jahren ist es immer so gewesen, dass immer ein Teil der Gelder nicht ausgegeben werden konnte, wegen dieser Personalprobleme in den Bezirken.“

Strichwort Diebstahl:
In vorbildlichen Fahrradstädten wie Münster gibt es an Bahnhöfen Radparkhäuser, wo Räder sicher aufbewahrt werden. In Berlin dagegen herrscht an S – und U-Bahnstationen meist Chaos. Und Kriminalität – jeden Tag werden 72 Räder geklaut.

Tilman Bracher
Institut für Urbanistik

„Das wäre also so ’ne strategische Geschichte. 50 Fahrradstationen an die Berliner Bahnhöfe, dann würde das Thema Bike and Ride auch noch mal richtig brummen.“

Vor allem aber fehlen für den Aufbruch die großen Ideen, wie sie andere Städte haben. Für London etwa hat Norman Foster die Vision eines Netzes aus Fahrradhighways entworfen. Oder das 200.000 Einwohner-Städtchen Eindhoven:

Diese Überquerung einer viel befahrenen Straßenkreuzung war den dortigen Politikern 11 Millionen Euro wert – so viel, wie das rund 20 mal größere Berlin in fast drei Jahren für den gesamten Fahrradausbau investiert.

Bei uns lassen sich die großen Entscheider derweil in ihren großen Schlitten durch die Stadt kutschieren und planen große Autostraßen.

Während sich die Fahrradfahrer allzu oft auf schlechten und viel zu schmalen Wegen drängeln. Offenbar ist Radfahren für Berliner Politiker nicht sexy.

Benno Koch
Verkehrsjournalist

„Im Abgeordnetenhaus, wer sich dazu bekennt, und sagt: ‚Wir wollen jetzt Fahrrad fördern‘, der ist ja dann der Fahrradheini, sag ich jetzt mal so, und das ist einfach nicht Mainstream zu sagen im Abgeordnetenhaus oder in den entsprechenden Gremien: ‚Wir machen jetzt richtige Radverkehrspolitik‘.“

Und so lässt man sich den vermuteten Autofahrerinteressen ins Bochshorn jagen.

Christian Gaebler (SPD)
Senatsverwaltung für Staatentwicklung „Sie können ja mal hier irgendwo klingeln und fragen: ‚Gibt’s hier eigentlich zu viel Platz für Autos und zu wenig Platz für Fahrradfahrer? ‚ Da werden Sie sicherlich sehr unterschiedliche Antworten bekommen.“
KLARTEXT „Aber Sie haben ja die Steuerungsfunktion. Sie sind ja in der politischen Verantwortung. „
Christian Gaebler (SPD)
Senatsverwaltung für Staatentwicklung

„Ja, wir sind in der politischen Verantwortung, und müssen ja sehen, dass wir für die Stadtgesellschaft insgesamt Lösungen finden, mit denen die auch mitgehen können und wo sie sich auch auf Veränderungen auch einstellen können!“

Abmoderation
Da will sich der für Verkehr zuständige Staatssekretär offenbar nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Schade eigentlich.

Https://www. rbb-online. de/klartext/ueber_den_tag_hinaus/staedteplanung_und/berlin-eine-fahrradmetropole. html

Berlin wird fahrrad­freundlicher

Überall in der Stadt sind sichere, direkte und bequeme Radwege gefragt. infraVelo unterstützt das Land Berlin und seine Bezirke dabei, neue Infrastrukturen für den Radverkehr zu schaffen. Damit stärken wir den Umweltverbund und tragen zur Mobilitätswende in Berlin bei.

Aktuelles

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

infraVelo für Deutschen Nachhaltigkeits­preis nominiert

Wir sind als eines von elf Unternehmen in der Branche Verkehrsinfrastruktur von einer unabhängigen Fachjury zu „Vorreitern der Transformation“ ausgewählt worden. Die Verkündung der Preisträger findet am 23. November 2023 in Düsseldorf statt.

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Auf dem neugebauten Wasserweg durch den Plänterwald

Mit dem Rad und zu Fuß komfortabel zum Spreepark und zum Eierhäuschen

Radverkehrsprojekte in Berlin

Auf unserer Projektkarte finden Sie aktive und abgeschlossene Berliner Radverkehrsmaßnahmen, die z. B. nach Status filterbar sind.

Karriere bei infraVelo

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Sie wollen die Verkehrsinfrastruktur in Berlin mitgestalten?

Projekte im Fokus

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Schönhauser Allee

Sicherer auf breiteren Wegen mit Rad und zu Fuß in Prenzlauer Berg

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Grellstraße und Storkower Straße

Sichtbar unterwegs auf breiten Radfahrstreifen

Ausgewählte Aufgaben & Projekte

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Radfahren bewegt

Nachhaltiger bewegen

Regelmäßig aufs Rad statt ins Auto steigen – das macht Spaß und ist auch gut fürs Klima. Die Radverkehrsprojekte stärken den Umweltverbund und unterstützen Berlins Ziele zur CO2-Neutralität.

Flexibler umsteigen

Modernes Fahrradparken an zentralen Knotenpunkten erleichtert die Kombination von Verkehrsmitteln – für einen aktiven Mix von Fahrrad, Bus und Bahn.

Schneller (vor)ankommen

Radfahren ohne Hindernisse und Zwischenstopps macht glücklich. Die geplanten Radschnellverbindungen verbinden Berlin auf direktem Wege mit dem Umland.

Sicherer radeln

Ein Leitbild des Mobilitätsgesetzes ist die „Vision Zero“. Verbesserte Verkehrswege für Fahrradfahrer*innen sorgen für ein sicheres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen.

Gesünder bewegen

Kurze wie auch lange Distanzen bequem mit dem Fahrrad zurücklegen: Ein gut ausgebautes Wegenetz macht Lust aufs Radfahren und stärkt die Gesundheit.

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Was uns antreibt?

Die Stadt mit einer verbesserten Radverkehrsinfrastruktur zu einem lebenswerteren Ort zu machen. Ein Berlin mitzugestalten, in dem alle Verkehrsteilnehmer*innen angemessen berücksichtigt werden und sich sicher und gerne bewegen. Und damit auch das Klima zu schützen. Unsere Ambition hat auch gesetzlichen Rückenwind: Im Juni 2018 wurde das Berliner Mobilitätsgesetz beschlossen. Es ist damit bundesweit das erste dieser Art und Grundlage unserer Arbeit.

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Es tut sich was auf dem Weg zur Fahrradstadt.

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3000 Kilometer Radwege: So wird Berlin zur Fahrradstadt

3000 Kilometer Radwege: So wird Berlin zur Fahrradstadt

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Diese Sonderspur in der Ostseestraße verschafft Radfahrern in Prenzlauer Berg bis Mitte Juni extra viel Platz.

Foto: Thomas Schubert / Berliner Morgenpost

Extrabreite Radwege von 2,50 Meter, 3000 Kilometer Gesamtstrecke: Das hat der Berliner Senat beschlossen. Kritik kommt von der CDU.

Berlin. Längere und vor allem breitere Radwege sollen in Berlin das Radfahren in Zukunft leichter und sicherer machen. Bessere Anbindungen und mehr Sicherheit stehen im Vordergrund.

Ein Paradies für Radfahrer – das soll Berlin bis 2030 werden. Insgesamt über 3000 Kilometer Radweg sollen ein umfassendes Netz mit besserer Anbindung und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bieten. Der rot-rot-grüne Senat hatte am Dienstag den Radverkehrsplan beschlossen. Wann und wo der Ausbau beginnen soll, ist noch nicht bekannt.

Im Mittelpunkt des Radverkehrsplans stehe der Ausbau der Radinfrastruktur. Neue Radwege sollen ausgebaut und bestehende nachgebessert werden. Die Kosten für das Vorhaben werden voraussichtlich im dreistelligen Millionenbereich liegen.

Neue Radwege in Berlin – Das ist konkret geplant:

    Entstehen soll ein Vorrangnetz aus 865 Kilometern mit einer gesamtstädtischen Radverbindung. Hier soll die Strecke auf eine Breite von 2,50 Metern ausgebaut werden. Das Ergänzungsnetz (1506 Kilometer) und die Radwege auf den Hauptstraßen (550 Kilometer) werden auf mindestens 2 bis 2,30 Meter ausgebaut. Die mit ca. 100 Kilometern geplante Radschnellstrecke soll an den Stellen, wo es möglich ist, Mindestens drei Meter Breite in beide Richtungen haben.

Radwege in Berlin: Autofahrer müssen zurückstecken

Für die breiteren Radwege müssen besonders die Autofahrer zurückstecken, denn der Ausbau der Radwege wird an vielen Stellen zulasten der übrigen Verkehrsteilnehmer gehen. Doch nicht überall stehen die Radwege an erster Stelle: Gerade in den Parks sollen die Fußgänger stets Vorrang haben.

„Mit dem neuen Radverkehrsplan wird Berlin in den kommenden Jahren zur Fahrradstadt auf einem bundesweit bisher einzigartigen Qualitätsniveau“, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (Die Grünen). „Der Radverkehrsplan ist mit seinen Festlegungen auf hohe Standards und ein dichtes Netz eine wichtige Voraussetzung, um den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur systematisch voranzutreiben und in Berlin eine stringente Fahrradinfrastruktur aufzubauen.“

Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, kritisierte den Zeitpunkt des Beschlusses. „Immer mehr Berliner fahren Rad. Der Senat weiß das, doch seine Bilanz beim Wegeausbau ist enttäuschend“, sagte er. „Nach fünf Jahren beharrlichem Zögern und Zaudern fällt der Grünen-Senatorin Günther auf einmal ein, noch schnell ein Radwegegesetz beschließen zu müssen, für dessen Umsetzung sie keine Verantwortung mehr tragen wird. Mehr Peinlichkeit geht nicht.“

Radfahren in Berlin – Lesen Sie auch:

Radwege für Berlin: Bezirke an der Konzeptentwicklung beteiligt

An der Entwicklung der Konzepte waren alle zwölf Bezirke sowie eine Vielzahl von Experten aus den Bereichen der Fahrradinitiativen, der Umweltverbände und der Verkehrssicherheit beteiligt.

Der neue Radverkehrsplan baut auf dem Berliner Mobilitätsgesetz und dem Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr auf und ersetzt die Berliner Radverkehrsstrategie von 2013 sowie die Vorgaben für die Radverkehrsplanung 2020.

Https://www. morgenpost. de/berlin/article233266473/Ueber-3000-Kilometer-neue-Radwege-in-Berlin. html

Die schönsten Fahrradtouren in Berlin und Umland

Wer mit dem Rad durch Berlin fährt, darf sich auf gute Radwege, viel Grün und Seen freuen. Das sind die schönsten Routen!

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Updated on 17/11/2022

    Auf diesen Radtouren Berlin erkunden Die schönsten Fahrradwege für Naturliebhaber*innen Fahrrad-Sport-Routen für Energiegeladene ‍Fazit: Mit dem Fahrrad entdeckst du neue Seiten von Berlin

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Berlin ist bunt, vielseitig, aufregend – und eine ideale Fahrradstadt! Es gibt unzählige Strecken, die durch Wälder und vorbei an Feldern führen und dir die grüne Seite der Hauptstadt zeigen. Und natürlich bestechen Berlin und seine Umgebung mit jeder Menge Seen, Flüssen und Kanälen. Hier findest du unsere liebsten Fahrradwege, die du in Berlin auf jeden Fall mal lang radeln solltest.

Auf diesen Radtouren Berlin erkunden

Sightseeing auf dem Fahrrad? Ja, unbedingt! Schließlich gibt’s Berlin jede Menge Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Unsere Favoriten sind folgende Fahrradtouren:

, zweimal über die Spree und vorbei an Reichstag, Brandenburger Tor und Bundeskanzleramt geht es auf einer leichten, knapp 9 Kilometer langen Tour durch Berlin Mitte. Auf der Strecke findest du viele tolle Ecken, die sich ebenfalls zu erkunden lohnen. Tolle Fahrradtour für einen Sightseeing-Nachmittag. ernst du auf einer rund 24 Kilometer langen Fahrradtour kennen, die dich vorbei an Fabriken, Kraftwerken, verbliebenen Monumenten und Brauereien führt. Ideal für alle, die auf Lost Places und alte Bauwerke stehen. wie den Berliner Dom, die Siegessäule, das Brandenburger Tor und den Viktoriapark entdeckst du auf dieser Sightseeing-Tour. Sie ist rund 22 Kilometer lang und für jedes Fitnesslevel geeignet. darf natürlich nicht fehlen, wenn es um beeindruckende Fahrradwege rund um Berlin geht. Die Strecke ist knapp 160 Kilometer lang und schon etwas herausfordernder, dafür solltest du dir also ein ganzes Wochenende einplanen. Im nördlichen West-Berlin erwartet dich tolle Natur von Henningsdorf nach Hermsdorf, Richtung Süden kannst du dich vor allem auf die neu gemachte Strecke entlang des Teltowkanals über Schöneberg nach Lichtenrade freuen.

Die schönsten Fahrradwege für Naturliebhaber*innen

Bist du im Sommer in Berlin mit dem Rad unterwegs, solltest du unbedingt deine Badesachen einpacken. Denn Berlin und Brandenburg haben zusammen das größte Binnengewässernetz Europas und laden deshalb an allen möglichen Stellen zu einem Sprung ins Wasser ein. Hier sind unsere liebsten Strecken durch die Natur:

ist Berlins grüne Lunge und lädt nicht nur zum Spazieren und Sonnen, sondern auch zum Radfahren ein. Auf einer gemütlichen, rund 12 Kilometer langen Radtour fährst du einmal von West nach Ost und zurück quer durch den Park. Heimische und seltene Tierarten bekommst du auf diesem Fahrradweg zu sehen. Du startest am Kinderbauernhof Pinke-Panke, wo es übrigens leckeren Kakao, Kaffee und Kuchen gibt, und fährst dann auf der rund 42 Kilometer langen Strecke vorbei an Ziegen und Schafen, Wasserbüffeln und Fledermäusen, Ponys, Schweinen und Mufflons. Einpacken solltest du neben Proviant am besten auch ein Fernglas. Auf der Wannsee-Babelsberg-RouteKommst du an gleich vier Seen vorbei – und am UNESCO-Welterbe “Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin”. Die Radroute ist rund 19 Kilometer lang. Hast du danach noch nicht genug, kannst du sie zusätzlich mit der nochmal 19 Kilometer langen Nikolassee-Runde verbinden, dich zwischendrin in einem der Cafés auf der Strecke stärken und zum Abschluss mit einem Sprung ins Wasser im Wannseebad belohnen.

Fahrrad-Sport-Routen für Energiegeladene

Berlin hat nicht nur Fahrradtouren für gemütliche Wochenendausflüge im Programm, sondern auch sportliche Strecken für Rennrad und Mountainbike. Ab auf den Sattel und los geht’s:

führt dich mit dem Rennrad immer am Wasser entlang. Auf der 83 Kilometer langen Strecke mit rund 480 Höhenmetern kommst du auch am Rennrad-Paradies Sacrow an der Havel vorbei. führt dich auf knapp 80 Kilometern und mit 290 Höhenmetern mit dem Rennrad von Oranienburg vorbei an vielen Seen und toller Natur bis nach Finowfurt und wieder zurück. Eine anspruchsvolle Rennradtour ist die 100 Kilometer-Runde. Sie ist, wie der Name schon sagt, 100 Kilometer lang und hat einen Anstieg von rund 340 Höhenmetern. Highlight der Radtour ist die “Waldautobahn” über die Felder bei Mehrow. sind eine ideale, kurze Mountainbike-Runde für den Feierabend. Auf 27 Kilometern und 140 Höhenmetern geht’s auf “Berlins Highest Hill”, den Müggelberg. Natur pur gibt’s im Naturschutzgebiet Döberitzer Heide. Die Runde ist 25 Kilometer lang und sehr sandig, weshalb sie sich nur für Mountainbikes eignet. Wer Glück hat, bekommt unterwegs die Bisons oder Przewalski-Pferde zu Gesicht. Im GrunewaldKommen Mountainbike-Fahrer*innen auf ihre Kosten. Auf 18 Kilometern findest du mehrere Single-Trails, die sich ideal für kürzere Touren anbieten.

‍Fazit: Mit dem Fahrrad entdeckst du neue Seiten von Berlin

Wie du siehst, gibt es jede Menge Radwege in Berlin und Umgebung, die einen Ausflug wert sind. Ganz gleich, ob du mehr der Typ für Natur oder fürs Stadtleben bist, kommst du hier auf deine Kosten. Steht dir mehr der Sinn nach längeren Fahrradreisen, ist Berlin übrigens auch ein guter Ausgangspunkt. Den rund 700 Kilometer langen Berlin-Kopenhagen-Radweg etwa kannst du von der Hauptstadt aus starten.

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Der große Safety-Check – 20 Fahrradschlösser im Test

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

20 Fahrradschlösser im Test

In einem Test, wurden 20 Fahrradschlösser auf ihre Standhaftigkeit im Falle eines Diebstahlversuchs geprüft.

Https://de. luko. eu/service/tipps/die-schonsten-fahrradtouren-in-berlin-und-umland/

Senat beschließt den Radverkehrsplan für das Land Berlin

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung – nach Stellungnahme des Rats der Bürgermeister – auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den neuen Radverkehrsplan des Landes Berlin verabschiedet. Der Radverkehrsplan wird gemäß Berliner Mobilitätsgesetz als Rechtsverordnung erlassen und wird nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Mit dem Radverkehrsplan beschließt Berlin ein ambitioniertes Programm für die kommenden Jahre. Der Plan und das Netz setzen die Standards für Berlins weiteren Ausbau zur Fahrrad-Hauptstadt. Wir werden den Anteil des umweltfreundlichen, klimaschonenden und stadtverträglichen Radverkehrs steigern, indem wir das Radfahren – auch auf längeren Strecken – attraktiv und sicher machen. Berlin hat sehr gute Voraussetzungen, eine vorbildliche Fahrradstadt zu werden. Dazu brauchen wir aber auch die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen.“

Der Radverkehrsplan definiert konkrete Ziele, Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen. Ziel ist insbesondere, dass noch mehr Menschen ihre Wege in der Stadt mit dem Fahrrad zurücklegen – dabei sollen sie sicher unterwegs sein und sich auch subjektiv sicher fühlen können. Der Radverkehrsanteil soll bis 2030 auf einen Anteil an allen Wegen in der Stadt von mindestens 23 Prozent steigen, der Anteil der Wege mit dem Auto zugleich deutlich sinken. Dafür soll auch die kombinierte Nutzung von Fahrrad und ÖPNV gefördert werden.

Für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur definiert der Plan ein engmaschiges Radverkehrsnetz mit einer Länge von 2371 Kilometern, davon 865 Kilometer Vorrangnetz mit den wichtigsten Verbindungen. Hinzu kommen weitere gut 550 Kilometer Radwege an Hauptstraßen, die nicht zum eigentlichen Radverkehrsnetz gehören, aber gemäß Mobilitätsgesetz (§ 43) ebenfalls ausgebaut werden. Im Vorrangnetz wird die Regelbreite
2,50 Meter betragen, im sonstigen Netz 2,30 Meter (mindestens aber 2 Meter). Hinzu kommen die geplanten Radschnellverbindungen (100 Kilometer Länge, Regelbreite 3 Meter pro Richtung), so dass ein Gesamtnetz von rund 3000 Kilometer Länge entsteht.

Neben Maßnahmen zum Ausbau des Radverkehrsnetzes definiert der Radverkehrsplan Ansätze und Maßnahmen zur Erweiterung des Angebots an Fahrradabstellanlagen, zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Evaluation von Zielen und Maßnahmen. Beispielsweise soll an wichtigen Stationen des ÖPNV ein Netzwerk gesicherter Fahrradabstellanlagen geschaffen und mit einem stadtweit einheitlichen Buchungs-, Zutritts – und Abrechnungssystem ausgestattet werden.

Um zu überprüfen, ob die Ziele des Radverkehrsplans erreicht werden und um die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen zu bewerten, wird die Umsetzung des Plans durch ein Monitoring und Evaluationen begleitet.

Die Inhalte des Radverkehrsplans wurden unter Einbindung etlicher Expertinnen und Experten, etwa mit dem Gremium „FahrRat“ (Mitglieder sind Senatsverwaltungen, Bezirke,
Radfahr-Verbände, Verkehrsunternehmen u. a.), und im Rahmen thematischer Workshops und Arbeitsgruppentreffen erarbeitet.

Https://www. berlin. de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1146804.php

So soll Berlin zur Fahrradstadt werden

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Pop-up-Radwege, mit Pollern geschützte Radstreifen und eine autofreie Friedrichstraße: In Berlin ist in den vergangenen Jahren einiges passiert, was das Radeln in der Hauptstadt entspannter und sicherer macht. Als Fahrradstadt würden Berlin aber wohl die wenigsten bezeichnen. Das soll sich bald ändern, wenn es nach dem Senat geht. Der erklärte bereits im vergangenen Jahr, Berlin „zur Fahrradstadt auf einem bundesweit bisher einzigartigen Qualitätsniveau“ machen zu wollen. Bis zum Jahr 2030 soll sich die Stadt in ein Paradies für Radler verwandeln.

Schnell durch Berlin

Nicht zuletzt die geplanten Radschnelltrassen sollen Radfahrern vielerorts Vorfahrt gewähren: Mindestens 100 Kilometer Schnellverbindungen bis 2030 – das ist das Ziel für Berlin. Auf diesen Wegen können Radfahrer zukünftig zügig und umweltfreundlich große Distanzen zurücklegen.

Die Machbarkeitsstudien für die zehn Routen sind bereits abgeschlossen. Die wohl längste Trasse soll Radfahrer von Spandau durch die Stadtmitte bis nach Marzahn-Hellersdorf leiten.

Breitere Radwege

Damit ist es aber nicht getan. Die vorhandenen Radwege sollen demnach allesamt verbreitert werden (auf 2,50 Meter) und neue Strecken hinzukommen. Für die Schnellverbindungen sind drei Meter breite Radwege vorgesehen. Viele der 2020 entstandenen Pop-up-Radwege wurden verstetigt. Und auch das System der bisher sieben Radfernwege und des Mauerwegs als Rad – und Wanderweg gehört zur Radinfrastruktur in Berlin.

Die soll sich in Zukunft auf knapp 3.000 Kilometern Gesamtlänge ausweiten – doppelt so viel wie bislang geplant. Die Kosten für das Vorhaben werden voraussichtlich im dreistelligen Millionenbereich liegen. Zur Infrastruktur gehören außerdem mehr Park – und Abstellflächen für Räder. An einigen Bahnhöfen, wie am U-Bahnhof Haselhorst, am S-Bahnhof Mahlsdorf, am S-Bahnhof Landsberger Allee und am S-Bahnhof Schöneweide sollen deshalb bald Fahrradparkhäuser entstehen.

Zahlen geben Aufschluss

Wie viele Radler auf den Straßen Berlins unterwegs sind, zeigen die Zahlen der 19 automatischen Zählstellen. Die erfassen die vorbeifahrenden Radfahrer mittels einer Induktionstechnik in der Deckschicht von Straßen und Radwegen.

Da sie kontinuierlich zählen, können unterschiedliche Jahre, Monate oder Tageszeiten miteinander verglichen werden. Am meisten los ist übrigens an der Jannowitzbrücke, an der Berliner Straße in Pankow sowie an der Yorckstraße. Die Zahlen der Zählstellen haben den Planern in den vergangenen Jahren auch Aufschluss darüber gegeben, wo Schnellradwege sinnvoll wären.

Ob Berlin in acht Jahren wirklich eine Radinfrastruktur wie in Amsterdam oder Kopenhagen aufweisen kann, wird sich zeigen. Fest steht jedoch, dass trotz eines geringen Rückgangs im vergangenen Jahr immer mehr Radfahrer auf Berlins Straßen unterwegs sind: 2020 waren es rund 22 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Tendenz weiter steigend.

… ihr Motto: „Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon.“ Wenn sie mal nicht läuft, radelt oder schwimmt, geht sie ins Kino oder auf Konzerte und berichtet darüber. Im Wedding fühlt sie sich zuhause.

Https://berliner-abendblatt. de/service/mobil-sicher/so-soll-berlin-zur-fahrradstadt-werden-id150322

Dachmarke „Fahrrad Berlin“

Fahrrad: was berlin von kopenhagen lernen kann

Der Radverkehr in Berlin ist eine zentrale Säule der städtischen Mobilität. Dies zeigt sich beim Ausbau und der Modernisierung der Infrastruktur ebenso wie den zahlreichen Projekten zur Förderung des Radverkehrs, wie zum Beispiel der Aktion STADTRADELN. Die Marke „Fahrrad Berlin“ stärkt künftig diese Maßnahmen und bildet das sichtbare, identitätsstiftende und markante Signet der Fahrradstadt Berlin. Als kommunikative Maßnahme ist die Dachmarke für die Fahrradmobilität im kommenden Radverkehrsplan verankert.

Eine Marke für die Fahrradstadt Berlin

Als Dachmarke verbindet „Fahrrad Berlin“ die Vielzahl an Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs miteinander und zeigt, dass jedes einzelne Projekt ein Teil der Mobilitätswende ist. Darüber hinaus stärkt die Dachmarke Berlins Selbstverständnis als Fahrradmetropole und fördert die lebendige Radkultur ebenso wie die vielfältige, aktive Fahrradgemeinschaft unserer Stadt. Denn viele Menschen nutzen ihr Fahrrad nicht nur als Transportmittel: Freiheit, rücksichtsvolle Mobilität, Gesundheit und aktiver Klimaschutz kommen beim Radfahren zusammen zum Ausdruck.

In einer Stadt, die viele visuelle Reize setzt, macht “Fahrrad Berlin” den Radverkehr stark und identitätsstiftend wahrnehmbar – als schnörkelloses, prägnantes Statement. Logo und Schriftzug schaffen Aufmerksamkeit und erzeugen einen hohen Wiedererkennungswert.

Anwendungen der Dachmarke

Die Dachmarke wird bei allen relevanten Fahrradprojekten mit Außenwirkung genutzt – durch den Senat, die landeseigene Gesellschaft für Fahrradinfrastruktur GB infraVelo und die Berliner Bezirke. Sie wird sichtbar auf Baustellenbeschilderungen, Informationsmaterialien, Websites und verschiedenen Maßnahmen der Infrastruktur wie Radbarometer, Fahrrad-Parkanlagen oder Service-Stationen.

„Fahrrad Berlin“ auf Twitter und Instagram

Begleitend informieren entsprechende Kanäle auf Twitter und Instagram regelmäßig über Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Fahrradstadt Berlin.

    Twitter @fahrrad_berlin Instagram @fahrrad_berlin

Corporate Design

Logos, Schriften, das Corporate-Design-Manual sowie weitere Erläuterungen für Senatsverwaltungen, Bezirke und zugehörige Institutionen können unter oeffentlichkeitsarbeit@senumvk. berlin. de abgefragt werden.

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

Https://www. berlin. de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr/verkehrsplanung/radverkehr/radprojekte/dachmarke-fahrrad-berlin/

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