E-Bike-Akku Lebensdauer: Wie lange hält ein Fahrrad-Akku?

Auch ein E-Bike-Akku hat irgendwann einmal das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Wir erklären, wie lange ein Fahrrad-Akku hält und wie sich die Betriebsspanne verlängern lässt.

Lebensdauer von E-Bike-Akkus abhängig von Ladezyklen

Die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus ergibt sich durch die Zahl ihrer möglichen Ladezyklen. Diese Zyklenzahl gibt an, wie lange ein Akku halten kann. Da für die Lebensdauer verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, sind genaue Angabe nur bedingt möglich.

Wie viele Ladezyklen hält ein E-Bike-Akku?

Als Faustregel kannst du dir merken: Hersteller geben die Lebensdauer eines modernen Lithium-Ionen-Akkus mit bis zu 1.000 Ladezyklen an. 500 bis 700 Ladezyklen sind Standard. Dies entspricht normalerweise einer Lebensdauer von drei bis fünf Jahren. Eine Vollladung von z. B. 0 auf 500Wh entspricht einem Ladezyklus. Von einem verschlissenen Akku bei einem E-Bike spricht man, wenn 30% der ursprünglichen Kapazität vorhanden sind.

Bei einem modernen Lithium-Ionen-Akku ist das dauerhafte vollständige Laden und Entladen jedoch nicht die korrekte Methode. Dadurch wird die Lebensdauer des Akkus negativ beeinträchtigt. Teilentladene Lithium-Ionen-Akkus kannst du also ohne Bedenken aufladen.

Lädst du dein E-Bike zur Hälfte auf, hast du einen halben Ladezyklus verbraucht. Bei Ladungen von 25% kannst du dementsprechend viermal nachladen, bis du auf einen vollen Ladezyklus kommst. In der Praxis hat sich gezeigt, dass hochwertige Akkus häufiger als die vom Hersteller angegebenen 1.000 Mal aufgeladen werden können. Mitunter sind bis zu 1.500 Ladezyklen möglich, bevor der Akku nur noch 30% seiner Kapazität übrig hat.

Allerdings verlieren die Akkuzellen auch unabhängig von der Nutzung mit der Zeit etwas von ihrer Kapazität. Allein durch die Lagerung gehen, je nach Hersteller, 0,5 bis 3 Prozent an Leistung pro Jahr verloren. Am meisten wird die energiereiche Batterie allerdings durch unsachgemäße Behandlung in Mitleidenschaft gezogen.

Wie kann ich die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus erhöhen?

Als Nutzer hast du einen großen Einfluss darauf, wie lange dein Akku nutzbar bleibt. Am wichtigsten ist es, typische Fehler zu vermeiden. Ein paar einfache Richtlinien helfen dir, die Lebensdauer zu erhöhen:

    ● Lagere deinen Akku in einem trockenen Raum bei 10 bis 20 Grad Celsius. ● Schütze ihn vor direkter Sonneneinstrahlung. ● Lade möglichst bei Zimmertemperatur. ● Nutze immer das Original-Ladegerät des Herstellers. ● Lagere niemals einen komplett leeren Akku. Ideal sind 30-60%, je nach Dauer der geplanten Lagerung. ● Verunreinigungen am Akku und den Kontakten sind regelmäßig zu entfernen. Nutze dazu aber keine großen Wassermengen.

Sollte ich einen E-Bike-Akku am Anfang leer fahren?

Nein, du musst deinen E-Bike-Akku am Anfang nicht leer fahren. Bosch beispielsweise liefert seine Akkus mit etwa 60% aus. Ob du deinen Akku vor der ersten Fahrt direkt auf 100% auflädst oder nicht, spielt keine Rolle. Lithium-Ionen-Zellen können unabhängig von ihrem Ladezustand beliebig kurz geladen werden. Übrigens: Das integrierte Batterie-Management-System im PowerPack in Verbindung mit einem originalen Ladegerät schützt den Akku vor Überlastung beim Laden.

Schadet es dem E-Bike-Akku, wenn ich ihn nach jeder Fahrt lade?

Nein, es schadet dem E-Bike-Akku nicht, wenn du ihn nach jeder Fahrt lädst. Tatsächlich empfehlen wir gerade bei längeren Touren, den Akku bei jedem Stopp nachzuladen. Andersherum gilt jedoch: Längere Nicht-Aufladung des Akkus kann zu einem Verlust der Leistungsfähigkeit führen. Hier findest du weitere Informationen zum Thema: E-Bike-Akku laden.

Du hast weitere Fragen rund um Fahrrad-Akkus? Dann empfehlen wir dir einen Blick in unseren großen E-Bike-Akku FAQ. Hier findest du Informationen zur Reichweite, Pflege, Entsorgung und vielem mehr.

Mein Fahrrad-Akku ist nass geworden – ist das schädlich?

Ein nasser Fahrrad-Akku ist erstmal kein Problem. Trotzdem solltest du ihn schnellstmöglich trocknen und ihn nicht direkt wieder aufladen. Denn wenn der Akku nicht vollständig trocken ist, kann das zu Schäden führen.

Möchtest du dein E-Bike auf dem Fahrradträger am Auto transportieren, nimm den Akku vorher ab und verstaue ihn sicher im Auto. Bei Fahrrädern mit integriertem Akku solltest du die Öffnung im Rahmen anschließend abdecken. So vermeidest du unnötigen Schmutz und Feuchtigkeit.

Winterschlaf: Der E-Bike-Akku im Winter

Wenn du dein E-Bike im Winter einlagerst bzw. mehr als drei Monate nicht nutzt, sollte der Akku einen Ladestand von etwa 60% aufweisen. Prüfe den Status nach 6 Monaten. Ist dieser unter 30% gefallen, lade ihn wieder auf etwa 60% auf.

Hinweis: Eine längere Lagerung in Leerem kann zu Beschädigungen und zur Verringerung der Speicherkapazität führen. Es ist aber auch nicht empfehlenswert, den Akku dauerhaft am Ladegerät angeschlossen zu lassen. Es wird außerdem empfohlen, den Akku für die Lagerung nicht am Fahrrad zu belassen.

Hat die Position des E-Bike-Akkus einen Einfluss auf die Lebensdauer?

Nein, die Position bzw. Art des Akkus eines E-Bikes (Gepäckträgerakku, Rahmenakku, Intube-Akku etc.) hat keinen Einfluss auf die Lebensdauer. Sie wird nur durch den Umgang beeinflusst.

Fazit zur Lebensdauer von E-Bike-Akkus

Die Lebensdauer eines Fahrrad-Akkus verlängerst du mit guter Pflege, der Lagerung bei den richtigen Temperaturen und einem handlungsgemäßen Umfang. Aber mit zunehmender Alterung wird sich die Kapazität irgendwann verringern – genau wie bei jedem anderen Akku.

Wenn die Betriebszeit nach der Aufladung wesentlich verkürzt ist, zeigt das an, dass der Akku verbraucht ist. In dem Fall solltest du ihn ersetzen. Mehr dazu findest du auch in unserem Artikel “E-Bike-Akku entsorgen”.

Abschließend noch ein Hinweis: Bitte nimm keinerlei Veränderungen an deinem E-Bike-System vor. Bringe keine weiteren Produkte an, die geeignet wären, die Lebensdauer des Akkus zu erhöhen. In der Regel bewirkt das nämlich das Gegenteil. Außerdem riskierst du Schäden am Rad. Und dir gehen Garantie – und Gewährleistungsansprüche auf das E-Bike verloren.

Fahrrad parken: Wo dürfen Sie Ihren Drahtesel abstellen?

Ja, grundsätzlich dürfen Sie sowohl auf Gehwegen als auch in Fußgängerzonen Ihr Fahrrad abstellen. Denn das Parken von Fahrrädern zählt zum sogenannten Gemeingebrauch an öffentlichen Straßen. Beachten Sie allerdings, dass Sie weder Fußgänger noch Rollstuhlfahrer behindern, wenn Sie Ihr Fahrrad auf dem Gehweg parken. Stellen Sie es deshalb möglichst an den Rand des Gehwegs, z. B. an eine Hauswand oder eine Laterne.

Ja, entgegen einer weit verbreiteten Meinung sind öffentliche Parkplätze nicht ausschließlich Kraftfahrzeugen vorbehalten, sondern dürfen auch von anderen Fahrzeugen wie z. B. Fahrrädern in Anspruch genommen werden. Ebenso dürfen Sie Ihr Fahrrad am rechten Fahrbahnrand abstellen. Beachten Sie jedoch, dass alle Fahrzeugführer verpflichtet sind, platzsparend zu parken. Blockieren Sie mit Ihrem einzelnen Fahrrad einen Pkw-Parkplatz, kann dies deshalb vorschriftswidrig sein und Ihnen 10 Euro Verwarnungsgeld einbringen.

Auf öffentlichen Verkehrsflächen kann für Fahrräder kein Parkverbot ausgesprochen werden, auch nicht wenn das Schild von der Kommune selbst aufgestellt wird. Handelt es sich allerdings um ein privates Schild, das Ihnen z. B. verbietet, Ihr Rad an ein Schaufenster zu lehnen oder an einen Gartenzaun anzuschließen, dürfen Sie dieses nicht ignorieren. Hier kann das Abstellen des Fahrrads nämlich als Besitzstörung gelten, welche dem Eigentümer der Sache unter Umständen das Recht einräumt, das Fahrrad zwangsweise zu entfernen.

Fahrrad sicher und rechtskonform abstellen

Nicht nur für Autofahrer kann sich schwierig gestalten. müssen mitunter gut überlegen, wo sie ihr Gefährt abstellen. Schließlich bedarf es dafür nicht nur einer ausreichend großen Fläche, sondern es sollte nach Möglichkeit auch sein, an dem das Fahrrad angeschlossen werden kann.

Beliebte Abstellplätze sind deshalb zum Beispiel. Aber ist es wirklich erlaubt, das Fahrrad hier zu parken oder gibt es Einschränkungen?

Tatsächlich dürfen Fahrräder abgestellt werden, sofern es sich dabei handelt. Selbst wenn eine Kommune ein offizielles Schild aufstellt, laut dem das Fahrradparken auf einem Gehweg verboten ist, hat dieses, denn es fehlt hier an einer Rechtsgrundlage. Die Bundesgesetze und – verordnungen sehen schlichtweg keine Möglichkeit vor, zu erlassen. Dies wurde 2004 auch (Urteil vom 29.01.2004 – BVerwG 3 C 29.03).

Wollen Sie Ihr Fahrrad auf dem Gehweg oder in einer Fußgängerzone parken, sollten Sie :

    Ihr Fahrrad darf Keine Fußgänger oder Rollstuhlfahrer behindern. Sie müssen Ihr Fahrrad Platzsparend abstellen. Hauseingänge, Ein – und Ausfahrten sowie Feuerwehrzufahrten sind freizuhalten. Verbietet Ihnen Ein privates Schild, Ihr Fahrrad an ein Schaufenster zu lehnen oder einen Zaun anzuschließen, haben Sie dieses zu befolgen. Denn auch wenn der Gehweg eine öffentliche Verkehrsfläche darstellt, dürfen sich Besitzer angrenzender Sachen (z. B. Läden, Grundstücke) Gegen Besitzstörungen wehren. Sie dürfen Ihr Fahrrad Nur vorübergehend parken. Stellen Sie ein kaputtes Rad ab, das offensichtlich nicht mehr fahrbereit ist, zählt das nicht mehr zum Gemeingebrauch und ist verboten.

Fahrrad auf der Straße oder auf Parkplätzen abstellen: Erlaubt oder nicht?

Eher selten ist der Anblick von Fahrrädern, die geparkt sind. Dabei ist das! Denn auch wenn so mancher Autofahrer etwas anderes behaupten mag: Öffentliche Parkplätze sind. Wenn Sie also auf dem Gehweg keinen geeigneten Platz für Ihr Fahrrad finden, dürfen Sie es auch abstellen – oder eben auf einem gekennzeichneten Parkplatz.

Beachten Sie hierbei jedoch, dass Sie auch als Fahrradfahrer verpflichtet sind, zu parken. Blockieren Sie mit einem einzelnen Fahrrad einen kompletten Pkw-Parkplatz, kann dies deshalb vorschriftswidrig sein, weil auf die Weise einfach übrig bleibt. Anders sieht das aus, wenn Sie auf der Parkfläche parken, sodass kein Platz verschwendet wird.

Stellen Sie Ihr Fahrrad am Fahrbahnrand ab, sollten Sie darauf achten, dass es wird. Ist das nicht der Fall, müssen Sie selbst sorgen, denn unbeleuchtet darf kein Fahrzeug auf der Straße geparkt werden.

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