Der (smarte) Weg zur richtigen Rahmengröße

Du hast dein Traumrad auf unserer Website gefunden und fragst dich, welche Rahmengröße du brauchst? Oder du möchtest deine Rahmengröße wissen, damit du beim Filtern auf unseren Seiten nur relevante Räder für den von dir bevorzugten Radtyp angezeigt bekommst?

In nur drei einfachen Schritten kannst du die perfekte Rahmengröße für dich herausfinden – basierend auf den Proportionen deines eigenen Körpers, dem gewünschten Fahrradtyp und den Rahmengeometrien der Hersteller.

    Zunächst benötigst du einen Meterstab (Zollstock) und eine Wasserwaage. Alternativ zur Wasserwaage kannst du auch ein Buch verwenden. Um das Messergebnis nicht zu beeinflussen, nimm die Messung ohne Schuhe und Hose vor. Zieh nun die Wasserwaage (oder alternativ das Buch) möglichst waagerecht zwischen deinen Beinen nach oben (s. Illustration). Mit einem Buch solltest du dich an eine Tür oder Wand stellen, damit sich die Oberkante parallel zum Boden befindet Miss nun mit dem Meterstab vom Boden bis zur Oberkante der Wasserwaage bzw. des Buches. Der ermittelte Wert ist deine sogenannte Schrittlänge (Schritthöhe)

Berechne die richtige Größe deines gewünschten Fahrradtyps

Da unterschiedliche Fahrradtypen auch unterschiedliche Geometrien haben, muss deine Schrittlänge zum gewünschten Radtyp in Beziehung gesetzt werden.

Wähl dazu einfach den Fahrradtyp aus der untenstehenden Übersicht aus, für den du deine Rahmengröße berechnen möchtest! Dort findest du für jeden Fahrradtyp einen extra Rahmenrechner und alternativ eine Größentabelle.

Hier gibst du nun deine Schrittlänge ein und bekommst eine grobe Empfehlung für die optimale Rahmenhöhe bei diesem Radtyp. Die nebenstehende Tabelle hilft dir zusätzlich, die Maße anhand deiner Körpergröße einzuordnen.

Du hast bereits ein bestimmtes Fahrrad im Auge? Dann erfährst du im dritten Schritt, wie du die richtige Rahmengröße für dieses bestimmst.

Finetuning mit dem Smartfit-Rahmengrößenrechner

Du willst es genauer wissen und hast deine Rahmengröße für deinen gewünschten Radtyp nach Durchführung von Schritt eins und zwei gefunden? Du hast daraufhin auch schon ein paar Räder in die engere Wahl gezogen? Nun wird es smart, denn auch deine Armlänge und die individuellen Rahmengeometrien der unterschiedlichen Hersteller spielen eine Rolle, damit du sichergehen kannst, dass das gewünschte Rad zu deinen Körpermaßen passt.

Allein schon der Geometrie-Unterschied zwischen einem klassischen Diamant-Rahmen mit nahezu geradem Oberrohr und einem Trapez-Rahmen mit abfallendem Oberrohr lässt erahnen, wie unterschiedlich die Geometrien der einzelnen Räder desselben Typs (beispielweise Trekking-Rad) derselben Marke ausfallen können. Nun kommen noch die unterschiedlichen Geometrien (bei gleicher Rahmengröße) von Hersteller zu Hersteller dazu.

Deshalb haben wir mit den Expert*innen vom Radlabor einen Online-Rahmengrößenrechner entwickelt, der Körpermaße, Radmodell und viel Bikefitting-Erfahrung in einem kinderleicht bedienbaren und dennoch exakten Rechner zusammenbringt.

Wichtig für die Ermittlung der richtigen Rahmengröße ist das Verhältnis von Rahmenhöhe (Stack) und Rahmenlänge (Reach). Dieses Verhältnis variiert sehr stark zwischen den Herstellern und Radtypen, deshalb müssen sie zusammen mit deinen Körperdaten in den Rechner einbezogen werden.

Die Geometriedaten zu den einzelnen Rädern bekommen wir direkt vom Hersteller. Aber auch das Verhältnis von Arm – und Beinlänge ist von Mensch zu Mensch verschieden, deshalb müssen auch diese beiden Werte in den Rechner einfließen.

Der Smartfit-Rechner ist bei fast allen Fahrrädern bei uns im Shop auf der Produktseite hinterlegt. Sollte es für dein ausgewähltes Rad keinen Smartfit-Rechner geben, liegt dies höchstwahrscheinlich daran, dass wir keine Geometriedaten vom Hersteller bekommen haben. Du kannst deine Rahmengröße in diesem Fall aber trotzdem mittels Schritt 2 berechnen. Auf der Produktseite genügt es, den Button „Größe berechnen“ oberhalb der Rahmenhöhenauswahl zu klicken.

1. Der Smartfit-Rechner erscheint. Wähle zunächst dein Geschlecht und deine Körpergröße aus.

2. Als Zweites siehst du die durchschnittliche Beinlänge. Du kannst diese an deine eigene Beinlänge anpassen, um ein genaueres Ergebnis zu erhalten. Deine Schrittlänge kennst du aus Schritt 1 dieser Anleitung zur Rahmengrößenermittlung.

3. Als Nächstes siehst du die durchschnittliche Armlänge. Du kannst diese auch mit deinen eigenen Maßen abgleichen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Wie du deine Armlänge misst, erfährst du direkt im Tool (klick einfach auf das Fragezeichen in der Abbildung).

4. Dann berechnet das Tool über den Smartfit-Algorithmus die individuelle Rahmengröße für das konkrete Rad. Ist dieses ausverkauft, werden dir sogar geeignete Alternativen, auch von anderen Marken, vorgeschlagen.

Fahrräder speziell für Frauen?

Unisex-Rahmen statt klassischem Damenrad auf der einen Seite und Sporträder, denen der Laie nicht ansieht, dass sie speziell für Frauen gemacht sind, auf der anderen: Während das Fahrrad in einigen Bereichen die Geschlechtergrenzen überwindet, werden in anderen frauenspezifische Bedürfnisse heute besonders berücksichtigt. Wo und in welcher Form das der Fall ist, zeigt der pressedienst-fahrrad.

Die Rahmenform zählt

Früher war die Sache klar: Herrenräder haben eine Stange, Frauenräder sind Tiefeinsteiger. Fertig. Doch die Kategorien von Damen – und Herrenrädern sind heute überholt. „Erlaubt ist, was gefällt und von den Körpermaßen her passt“, sagt Anja Knaus vom Schweizer E‑Bike-Hersteller Flyer. Und so bieten die meisten Fahrradhersteller ihre Modelle geschlechtsneutral und nach Rahmenform an. Räder mit tiefem Durchstieg seien mit einem Kindersitz oder viel Gepäck auch einfach praktisch betont Knaus: „Es geht bei uns immer ums Bedürfnis und nicht um das Geschlecht oder das Alter.“ Apropos Alter: Viel verdankt übrigens der Siegeszug des E Bikes dem tiefen Durchstieg: Da Elektrofahrräder zunächst vor allem von älteren, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Käufer:innen gut angenommen wurden, waren bei Männern wie Frauen Tiefeinsteiger erste Wahl – also weniger eine Geschlechter, sondern vielmehr eine Generationenfrage.

Wenn von frauentypischen Körpermerkmalen die Rede sei, dürfe man darunter allerdings nicht mehr als aus Durchschnittswerten abgeleitete Tendenzen verstehen, gibt Stefan Stiener von Velotraum zu bedenken: „Wenn zu uns jemand kommt, sehen wir nicht einen Mann oder eine Frau, sondern einen Menschen mit sehr individuellen Voraussetzungen. Unser Job ist es, die Denkschubladen geschlossen zu lassen und unvoreingenommen auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen.“ Der Ergonomie-Experte bietet auch Rahmen mit tieferem Durchstieg an, spricht aber ausdrücklich nicht von Damenrädern. Bei der Übertragung der auf einer speziellen Messmaschine ermittelten individuellen Sitzposition legt Velotraum Augenmerk auf die Länge des Rahmens sowie die Höhe des Steuerrohrs und nicht wie meist üblich auf die Rahmenhöhe bzw. Länge des Sitzrohres. Über die Auswahl entsprechender Komponenten kann die Geometrie den Proportionen der Fahrerin schließlich punktgenau angepasst werden.

Generell unterscheidet man bei Fahrradrahmen drei Varianten: den klassischen Diamantrahmen mit hohem Oberrohr, den Trapezrahmen, bei dem das Oberrohr etwas tiefer Richtung Tretlager angesetzt ist, und Rahmen mit tiefem Durchstieg. Beim deutschen E‑Bike-Hersteller Riese und Müller ist etwa das Stadtrad „Urban Line“ in drei Ausführungen erhältlich – als „UBN Five“ (Fünfeck-Rahmen), „UBN Six“ (tiefer Einstieg) oder „UBN Seven“ (abgesenktes Oberrohr).

Eine Frage der Größe

Gerade im sportlichen Segment, bei Gravelbikes, Rennrädern und Mountainbikes gibt es keine Unterschiede zwischen Frauen – und Männermodellen – die Ausstattung zählt. Allenfalls die Lackierung lässt bei manchen Herstellern mutmaßlich darauf schließen, dass ein Modell für Frauen gedacht sein könnte. Viel wichtiger beim Fahrradkauf ist es die richtige Größe auszuwählen. Frauen haben im Vergleich zu Männern oft einen kürzeren Oberkörper bzw. längere Beine. „Ein Bikefitting leistet gute Dienste, um die richtige Rahmengröße herauszufinden“, erklärt Daniel Häberle von Cannondale. Viele Hersteller, so unter anderem auch Cannondale, bieten Rahmen auch in sehr kleinen Größen an, sodass auch kleinere Frauen das richtige Modell finden. „Weitere Anpassungen können dann zum Beispiel über den Vorbau oder die Kurbel vorgenommen werden“, so Häberle. „Frauen haben auch oft kleinere Hände, deshalb sollte man darauf achten, dass Bremse und Schalthebel gut erreichbar sind und das gegebenenfalls einstellen.“

Wichtige Unterschiede

Wenn es um die Sattelwahl geht, kann es hingegen sinnvoll sein, einen geschlechtsspezifischen Sattel zu wählen. Dabei kommt es in erster Linie auf die Sitzposition an. Bei aufrechter Sitzhaltung, z. B. auf einem Holland – oder Cityrad, sind Unisex-Modelle gefragt. Je sportlicher die Sitzposition wird, desto mehr liegt der Fokus auf einer geschlechterspezifischen Bestimmung. „Frauen sitzen bei sportlicher Fahrweise mehr auf den Genitalbereich, Männer mehr auf dem Dammbereich. Das gilt es bei der Sattelwahl zu beachten“, erläutert Lothar Schiffner vom Koblenzer Ergonomiespezialisten Ergon. Im zweiten Schritt gilt es dann den Sitzknochenabstand zu bestimmen, um die richtige Sattelgröße zu finden. Dieser lässt sich ausmessen und danach gilt: Ausprobieren!

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Geschäftsführer: Marco Schäfer, Dr. Hamidreza Ameli, Markus MeinhövelGeschäftsleitung: CEO/ppa. Denis-Oliver Hoins, CEO/ppa. Nils LaueProkura: ppa. Elodie Lamouroux

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Mehr Fahrspaß mit dem passenden Fahrrad

Als Radfahrer kann man leicht erkennen, wann Verbesserungspotential besteht. Der eigene Körper gibt gerne und unmissverständlich vielfältiges Feedback. In der Regel gibt es diese Rückmeldung in Form einer langen Liste an potentiellen Beschwerden: Taubheitsgefühle in Händen und Beinen, Rücken – oder Genickschmerzen, Druckgefühl oder Reibung in Schritt können das Radfahren zu einer Tortur machen. Zum Glück haben die meisten Menschen aber nicht all diese Beschwerden auf einmal.

Zumeist ist es nur ein bestimmter Aspekt der Probleme bereitet. Mal schmerzt das Handgelenk der rechten Hand oder der linke, kleine Finger wird taub. Hier haben die Spezialisten für Ergonomie, und das sind heute alle BIKE&CO-Fachhändler, die notwendigen Lösungen zur Hand, um derlei Kummer zu beseitigen.

Die richtige Rahmengröße

Der erste Blick beim Thema Ergonomie und Fahrradkauf richtet sich auf die passende Rahmengröße. Wird der Rahmen zu groß oder zu klein gewählt, sind Probleme bei Sitzposition und Fahrkomfort vorprogrammiert. Je nach verbauten Komponenten lässt sich ein gewisser Bereich kompensieren, doch jenseits von einigen Zentimetern (je nach Fahrradtyp und – konstruktion) wird derlei Ausgleich entweder mit einem wenig optimalen Fahrverhalten bezahlt oder scheitert gleich ganz. Um eine solche Situation zu vermeiden, gibt es aber leichte Orientierungsregeln. Der BIKE&CO-Fachhändler kann mit geübtem Auge, viel Erfahrung und aller benötigten Technik bei der richtigen Wahl helfen.

Die richtige Sitzposition

Ist die richtige Rahmengröße gefunden, heißt das noch nicht, dass man automatisch gut auf dem Rad sitzt. Dafür ist die menschliche Anatomie viel zu vielfältig. Entsprechend gibt es eine Vielzahl an Stellschrauben, an denen man drehen kann, um eine Sitzposition zu erreichen, die grundsätzlich dem geplanten Zweck angemessen ist. Bei Bedarf können Lenker und Vorbauten, Sattelstützen und Kurbeln ausgetauscht werden, um den Radfahrer so aufs Rad zu setzen, dass er eine komfortable Sitzposition einnimmt, die ihm gleichzeitig maximale Kontrolle über das Fahrrad und dessen Bedienelemente erlaubt. Was eine optimale Sitzposition ist, hängt sehr davon ab, welcher Fahrradtypus verwendet werden soll. Ein Rennradfahrer hat andere Vorstellungen von einer guten Sitzposition als ein Tourenfahrer oder ein Stadtradler.

Der richtige Sattel

Eine der am häufigsten nachgefragten ergonomischen Anpassungen ist die nach einem besser passenden Sattel. Gerade die fahrradspezifische Bewegung macht die spezielle Konstruktion notwendig, um frei pedalieren zu können und gleichzeitig bequem zu sitzen. Längst nicht immer gelingt das reibungslos und schmerzfrei. Das liegt üblicherweise nicht daran, dass die Hersteller schlechte Produkte anböten, sondern an individuellen Bedürfnissen.

Inzwischen wissen wir, dass der Sitzknochenabstand von Mensch zu Mensch verschieden ausfällt und entsprechend nicht ein Sattel für alle passt. Im Fachhandel finden sich seit einigen Jahren Systeme, die diesen Abstand individuell messen und dann ein passendes Modell vorschlagen. Die Bandbreite ist verblüffend groß. Laut einem der spezialisierten Anbieter liegt der Bereich bei Männern zwischen 6 bis 16 Zentimetern Sitzknochenabstand, bei Frauen zwischen 9 und 17 Zentimetern. Zusätzlich gibt es den geschlechterspezifischen Unterschied, dass der Schambeinbogen bei Frauen tiefer liegt als beim Mann, was ebenfalls zu unangenehmen Druckstellen führen kann. All diese individuellen Gegebenheiten lassen sich mit einem Vermessungssystem leicht identifizieren. Der Händler kann dann einen passenden Sattel vorschlagen, der in der Regel bei bestehenden Beschwerden hilft oder sie von vornherein verhindert.

Die richtigen Lenker und Griffe

Die Hände sind ebenfalls ein überaus sensibler und sensitiver Bereich des menschlichen Körpers. Dieses Meisterwerk der Natur reagiert aufgrund seiner Empfindsamkeit besonders schnell und spürbar bei Fehlbelastungen jedweder Art. Auf dem Fahrrad, wo man sich je nach Radgattung mehr oder weniger stark auf den Händen abstützt, ist ein komfortabler und sicherer Griff essentiell, um die Fahrt genießen zu können. Damit das gelingt, ist zunächst die Lenkerbreite und – form passend auszuwählen. Wird die Hand in eine unnatürliche Griffhaltung gezwungen, etwa weil der Lenker zu schmal oder zu breit ist, kann es leicht zu Taubheitsgefühlen kommen. Bei der Lenkerbreite kommt es wesentlich darauf an, dass man sich wohlfühlt und das Fahrrad gut kontrollieren kann. Das Fahren mit besonders schmalen Lenkern, wie es manchmal Fahrradkuriere zelebrieren, benötigt stets eine gewisse Eingewöhnungszeit. Gleiches gilt für besonders breite Mountainbikelenker.

Ist eine Lenkerbreite gefunden, die gewünscht ist, kann es trotzdem noch zu Überstreckung oder Druckstellen an Hand und Handgelenk führen, die letztlich die Beschwerden hervorrufen. Hier kommen die verschiedensten Grifflösungen der Hersteller zum Zug, die derlei Ungemach verhindern. Einmal mehr kann der geschulte BIKE&CO-Fachhändler beraten, welche Griffe für welche Hände an welchem Rad optimal passen.

Der richtige Tritt

Wenn es um das Pedalieren geht, spielen vor allem die getragenen Schuhe und ihre Verbindung zu den Pedalen eine wesentliche Rolle. Im Unterschied zum Alltag verfügen spezielle Schuhe fürs Radfahren eine recht feste Sohle. Dies hat den Vorteil, dass der Fuß weniger stark ermüdet, wenn er über längere Zeit nur im Mittelfußbereich belastet wird. Auch die Pedale sind eine wichtige Verbindungsstelle zum Fahrrad. Passen Schuhe und Pedale nicht zueinander, kann der Fuß etwa bei Regen leicht abrutschen oder die Kraftübertragung gelingt nur mühsam.

Geht es in einen etwas sportlicheren Bereich, rücken oft Klickpedale in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mit dieser Art der festen Verbindung lässt sich eine ideale Kraftübertragung sicherstellen und auch die eigentliche Pedalumdrehung, der sogenannte „runde Tritt“ lässt sich mit diesen Klicksystemen optimieren. Im Ergebnis ist man damit schneller und ökonomischer unterwegs, weil die eingeleiteten Kräfte direkter in Vortrieb verwandelt werden können und Energie nicht vergeudet wird.

Viele Radfahrer scheuen die Umstellung und haben Angst, nicht rechtzeitig aus den Klickpedalen zu kommen und einen in jeder Hinsicht peinlichen Sturz hinzulegen. Meist braucht es aber nur wenig Übung, um sich an die feste Verbindung zu gewöhnen. Wer den Schritt zu Klickpedalen wagt, will meist nie wieder zurück.

Grenzen der Ergonomie

Sind all diese Punkte berücksichtigt, gilt es nur noch, sich die Grenzen der Ergonomie bewusst zu machen. Selbst wenn die idealen Anpassungen vorgenommen sind und das Rad wie angegossen sitzt, kann es trotzdem dazu kommen, dass der Körper mit Beschwerden reagiert. Dies kommt vor allem bei stundenlangen, gleichförmigen Belastungen vor, selbst wenn sie in ergonomisch optimalen Positionen durchgeführt werden. Daher sollte gerade bei langen Touren für ausreichend Abwechslung gesorgt werden. Wechselnde Griffhaltungen am Lenker, gelegentlicher Wiegetritt, kurze Fahrpausen und überhaupt alle denkbaren Abwechslungen sorgen dafür, dass das Radfahren wirklich immer ein körperliches Vergnügen bleibt.

Fazit

Die Ergonomie ist einer der wesentlichen Gründe, warum man sein Fahrrad beim BIKE&CO-Fachhändler kauft. Er berät zu passenden Rahmengröße und kann im Weiteren alle weiteren Anpassungen vornehmen, damit das Rad perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Sobald diese Individualisierung erfolgreich abgeschlossen ist, wird man das im wahrsten Sinne spüren.

Fahrradsattel richtig einstellen

Du hast ein neues Fahrrad und bist bereit für die erste Fahrt? Ein bringt dich nicht nur bequem und sicher ans Ziel, sondern beugt auch Verletzungen und gesundheitlichen Schäden vor. Wir erklären dir, wie du deinen Sattel am besten anpasst und was du dabei beachten solltest.

Folgen eines falsch eingestellten Sattels

Ein falsch eingestellter Fahrradsattel kann haben. Bei einem zu tief eingestellten Sattel wird das Knie zu stark angewinkelt, was zu Schmerzen führen kann. Außerdem werden deine Beine schneller müde, da sie mehr arbeiten müssen als nötig.

Bei einem zu hoch eingestellten Sattel wird die dagegen zu wenig beansprucht, wodurch sich der Druck auf das Gesäß erhöhen kann und die Oberschenkel schneller zu Krämpfen oder Zerrungen neigen. Zusätzlich kann es passieren, dass das Becken seitlich abkippt, das beansprucht die im Bereich der Lendenwirbel stark.

Hin und wieder kann es auch passieren, dass die Zehen beim Treten taub werden, da der Druckpunkt an den Füßen bei einem zu hoch eingestellten Sattel auf den Zehen liegt.

Außerdem kommt es auch auf die an. Wenn die Spitze zu weit nach unten zeigt, kann dies die Rumpf – und Armmuskulatur belasten. Andererseits kann ein nach hinten gekippter Sattel für Schmerzen in Rücken, Hüften und Füßen sorgen.

Fahrrad Sattel richtig einstellen – Schritt für Schritt

Für die optimale Einstellung des Fahrradsattels kommt es in erster Linie auf drei Komponenten an:

    Sattelhöhe Sattelneigung Sattelposition

Das richtige Werkzeug

Bei der auf dem Fahrrad spielt es keine Rolle, ob es sich um ein E-Bike, Mountainbike, Rennrad oder ein ganz normales Stadtrad handelt. Die Einstellung läuft immer gleich ab.

Für einige Räder benötigst du eventuell einen, andere Bikes sind dagegen mit Schnellspannern ausgestattet, bei denen sich die Sattelstütze ohne Werkzeug lösen lässt.

Eine ist zu empfehlen, um die Neigung des Fahrradsattels einzustellen. Wer keine zur Hand hat, kann auch eine App herunterladen, die das Smartphone kurzfristig zur Wasserwaage umfunktioniert.

Um die richtige Sattelhöhe zu ermitteln, musst du dich auf dein Fahrrad setzen können. Es kann hilfreich sein, sich eine dazu zu holen. Oder du suchst dir eine oder an der du dich abstützen kannst.

Sattelhöhe einstellen nach der Fersen-Methode

Als erstes setzt du dich auf dein Fahrrad und stellst die Füße auf die Pedale. Das rechte Pedal sollte sich am tiefsten Punkt befinden. Nun stellst du die rechte Ferse auf das Pedal, sodass dein Knie noch leicht gebeugt ist. Wenn du das Pedal nicht erreichst, musst du deinen Fahrradsattel etwas tiefer einstellen. Mithilfe dieser kannst du ganz einfach die richtige Sattelhöhe ermitteln.

Sattelhöhe berechnen nach der Hügi-Methode

Die Hügi-Methode wurde vom in den 1980er-Jahren entwickelt, um mithilfe einer die beste Sitzposition zu bestimmen. Zunächst wird dabei die Beinlänge vom Fuß bis zum Schritt gemessen. Diese Zahl wird anschließend mit dem Faktor 0,885 multipliziert. Im Ergebnis erhältst du den optimalen Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Fahrradsattels.

Für welche Methode du dich entscheidest, bleibt dir überlassen. Beide Methoden helfen dir bei der Einstellung der optimalen Sattelhöhe. Achte aber unbedingt auf die Maximalmarkierung, die an der Sattelstütze angebracht ist – und ziehe sie nie darüber hinaus aus dem Sattelrohr, da sonst die Sattelstütze abknicken und du dich schwer verletzen oder stürzen kannst.

Sattelneigung einstellen

Neben der Sattelhöhe spielt die Neigung des Fahrradsattels eine wichtige Rolle dabei, eine bequeme und gesunde Sitzposition auf dem Fahrrad zu finden. Gerade die Neigung entscheidet über die auf dem Sattel.

Am besten sollte der Sattel möglichst waagerecht eingestellt sein. Individuell kannst du dann noch minimale Veränderungen vornehmen.

Zur Ermittlung der Waagerechten, kannst du die bereits erwähnte verwenden. Diese legst du am besten zuerst auf den Boden, um zu sehen, ob der Untergrund eben ist. Anschließend bringst du den Fahrradsattel in eine waagerechte Position, indem du die Schraube(n), die den Sattel mit der Sattelstütze verbinden lockerst. Danach nimmst du die Wasserwaage und legst diese einfach auf den Sattel und passt die Einstellungen entsprechend an.

Sattelposition einstellen

Anschließend geht es noch darum die zu finden. Damit ist der Abstand vom Sattel zum Lenker gemeint. Nur so kannst du vernünftig in die Pedale treten. Hierfür bringst du die Tretkurbel in die Waagerechte, setzt dich auf das Fahrrad und nimmst die Hände so an den Lenker als würdest du losfahren.

Nun sollte der Fußballen auf Höhe der Pedalachse stehen und das Knie sollte am tiefsten Punkt leicht angewinkelt sein. Die Kniescheibe sollte nun im besten Fall durch die vordere Pedalachse laufen. Um diesen Punkt zu erreichen kannst du den Sattel leicht nach vorne bzw. hinten verschieben, bis alles passt.

Was muss ich bei Rennrädern, Mountainbikes und E-Bikes beachten?

Grundsätzlich ist die Einstellung der Sitzhöhe bei allen Rädern dieselbe. Egal ob Mountainbike, Rennrad oder E-Bike – du kannst die gleichermaßen anwenden.

Auf dem Rennrad ist man beim Fahren meist sehr stark nach vorne über den Lenker gebeugt. Dadurch liegt besonders viel Körpergewicht auf der Sattelspitze. Die Sattelneigung kann somit präzise genutzt werden, um die richtige Sitzposition zu finden.

Gerade wenn du fährst, kann es nützlich sein, unterwegs häufiger die Sattelhöhe zu verändern. Während du auf einigen Passagen im Stehen fährst und somit besonders viel Bewegungsfreiheit brauchst, ist es sinnvoll, den Fahrradsattel etwas tiefer zu stellen. Eine, die sogenannte, kann dabei sehr hilfreich sein. So kannst du per Knopfdruck am Lenker oder Sattel ganz einfach die Sattelhöhe anpassen.

Auch wenn E-Bikes auf den ersten Blick sehr bequem erscheinen, solltest du bei dem Sattel nicht auf allzu stark gepolsterte Modelle zurückgreifen. Denn ein zu weicher Sattel kann die im Körper erschweren und dabei Muskeln und Sehnen reizen.

Erst Lenker – und Sattelhöhe, dann die Sattelneigung

Am Ende dieses Ratgebers solltest du wissen, dass die in direktem Zusammenhang miteinander stehen.

Daher solltest du zunächst die Sattel – und Lenkerhöhe ermitteln und erst dann in das „Fine-Tuning“ der Sattelneigung übergehen. Diese sollte zunächst neutral ausgerichtet sein und wenn sich das unbequem anfühlt, kann man hier minimal nachjustieren, bis alles passt.

Ziel sollte es sein, dass der Großteil deines Körpergewichtes gleichmäßig auf den beiden Sitzknochen getragen wird, um den Rücken sowie die Gelenke zu entlasten.

Sobald dein Sattel korrekt eingestellt ist, fährt es sich gleich viel bequemer und leichter. Du kannst und wirst gleichzeitig viel mehr Spaß und Ausdauer auf dem Rad haben.

Mit CAROLINE WASHAM, Liv Ambassador und professionelle MTB-Fahrtechniktrainerin

Als ich das erste Mal auf ein Elektrofahrrad stieg, hatte ich so viel Spaß, dass ich eine der grundlegenden Techniken des Mountainbikefahrens vergaß: das Schalten. Das passiert ganz einfach, denn durch die zusätzliche Kraft des Motors kannst du die meisten Hügel ohne Schalten hochfahren. bis du es nicht mehr kannst. Ich fuhr um eine enge Linkskurve und kam zu einem unerwartet steilen, wurzeligen Anstieg. Ich machte einen Tritt in die Pedale, aber als ich versuchte, einen zweiten zu machen, war meine Trittfrequenz auf ein Schneckentempo gesunken und ich kam zum Stillstand. Zum Glück meldete sich mein Instinkt und ich kam aus den Klickpedalen heraus, bevor ich vor einer Gruppe meiner Trainerkollegen umkippte. Uff!

Wenn ich anderen die Freuden des E-MTB-Fahrens näherbringe, ist das immer die erste Geschichte, die ich erzähle. Denn einer der wichtigsten Schritte, um zu lernen, wie man ein E-Bike bedient und fährt, ist die Erkenntnis, wie man neben der Motorunterstützung auch die Gangschaltung eines E-Bikes benutzt. Hier erfährst du, wie du anfängst:

Welche E-Bike Motorunterstützungstufen gibt es?

Bei einem Liv E-Bike kannst du zwischen sechs verschiedenen Unterstützungsmodi wählen, die dir unterschiedlich viel zusätzliche Kraft für jeden deiner Pedaltritte geben.

    Power (höchste Unterstützung) Sport Aktiv Tour Eco (geringste Unterstützung) Smart Assist („Auto“)

Im Smart Assist-Modus wird der Unterstützungsgrad automatisch auf der Grundlage von Informationen von mehreren Sensoren sowie Fahrer-Input und dem Feedback des Geländes angepasst, um ein natürliches Unterstützungsgefühl zu erzeugen.

Du kannst auch über die RideControl App einstellen, wie stark dich die einzelnen Unterstützungsmodi unterstützen sollen. Logge dich einfach ein, schließe dein Bike an und wähle „E-Bike Setup“, um deine Unterstützung anzupassen.

Wann sollte ich meinen Unterstützungsmodus bei meinem E-Bike ändern?

Das Fahren im „Power“-Modus, also dem Modus mit der höchsten Unterstützung, macht richtig Spaß. Bei jedem Tritt in die Pedale erhältst du den größten Leistungsschub vom Motor, sodass du schneller beschleunigen und mit weniger Kraftaufwand klettern kannst. Warum solltest du also nicht immer im Power-Modus fahren?

Nun, weniger Schweiß ist nicht immer besser. Das Fahren in Modi mit geringerer Unterstützung, wie Eco oder Tour, ist vorteilhaft für:

    Die Reichweite deines Akkus zu erhöhen. Je höher der Unterstützungsmodus, desto schneller ist dein Akku leer. Es ist wichtig, dass du bei der Wahl des Unterstützungsmodus überlegst, wie lange du fahren willst und welche Reichweite du erreichen möchtest. Wenn du mit einer einzigen Ladung weiter und länger fahren willst, solltest du einen niedrigeren Unterstützungsmodus wählen. Erfahre mehr darüber, wie du die Laufzeit deines E-Bike Akkus maximierst HIER>. So lässt sich dein E-Bike leichter kontrollieren. Auf engeren, technischen Strecken oder wenn du aus Kurven heraus kräftig in die Pedale trittst, kann ein höherer Unterstützungsmodus zu Leistungsschüben führen, die dein Elektrofahrrad schwerer kontrollierbar machen. Wähle einen niedrigeren Unterstützungsmodus, um zu vermeiden, dass du bei jedem Pedaltritt zu schnell beschleunigst. Ein Training zu absolvieren. Willst du deine Muskeln an den Anstiegen etwas mehr arbeiten lassen? Wenn du einen niedrigeren Unterstützungsmodus wählst, kannst du das Brennen spüren. Hebe dir den Power-Modus für deine Ruhetage auf.

Wann und wie oft schalte ich auf dem E-Bike

Das Schalten auf deinem E-Bike hat eine sehr wichtige Aufgabe: Es hilft dir, deine Trittfrequenz konstant zu halten. Die Trittfrequenz ist die Geschwindigkeit, mit der du deine Kurbeln drehst, und wird durch die Anzahl der Umdrehungen deiner Kurbel in einer Minute (RPM) gemessen. Wenn du dein E-Bike eine ganze Fahrt lang im gleichen Gang fahren würdest, würde deine Trittfrequenz schwanken, d. h. sie würde langsamer werden, wenn du bergauf fährst, und schneller, wenn du bergab fährst. Das ist nicht ideal für dein E-Bike.

Natürlich kannst du mit deinem E-Bike im kleinsten Gang mit 40 U/min fahren, aber dann muss dein Motor härter arbeiten und dein Akku wird schneller leer. Wenn du versuchst, einen steilen Weg zu erklimmen, ohne in einen leichteren Gang zu schalten, könnte deine Trittfrequenz so langsam werden, dass du zum Stillstand kommst.

Um die Reichweite deines E-Bikes zu verlängern und beim Bergauf – und Bergabfahren gleichmäßig in die Pedale zu treten, solltest du darauf achten, deine Trittfrequenz konstant zu halten, indem du die Gänge an das Gelände anpasst. Schau nach vorne. Wenn du dich einer Steigung näherst, schalte in einen leichteren Gang (größere Ritzel auf deiner Kassette). Wenn der Anstieg sehr steil ist, kannst du auch einen höheren Unterstützungsmodus einlegen, um dir einen zusätzlichen Kraftschub zu geben. Wenn der Weg flacher wird, schaltest du in die härteren Gänge (kleinere Ritzel). Du solltest ständig schalten, um deine Beine in Schwung zu halten!

Jetzt, wo du weißt, wie und wann du deine Gänge und Unterstützungsmodi auf deinem E-Bike nutzen kannst, solltest du bereit sein, loszulegen! In unseren anderen E-Bike-Guides findest du Tipps zum Bergauffahren und Bremsen mit dem E-Bike.

Reisebericht

Veloplus-Kundin Nuria Emmenegger ist mit ihrem Fahrrad mitten in der Pandemie losgezogen. Allein und ohne grosse Vorbereitung, dafür mit viel Überzeugung und Abenteuerlust.

Ich kann keinen platten Reifen reparieren, habe zuvor noch nie eine längere Fahrradtour unternommen und bin an sich keine leidenschaftliche Radfahrerin. Und doch zieht es mich aufs Velo, raus aus dem Bekannten, ins Unbekannte. Ich will die Welt auf zwei Rädern erkunden, nahe an der Natur sein, stetig Neues erleben und jeden Tag draussen verbringen.

Trotz der vielen kritischen Stimmen, die sagen, dass die Zeiten wegen der Pandemie momentan zum Reisen nicht gut sind und die Jahreszeit sehr schlecht gewählt ist, starte ich meine Reise in Bern am 9. November 2020. Ich habe ein Ziel, ich will dorthin, wo es viel Natur, Weite, Stille und Abgeschiedenheit gibt: in die Mongolei.

Von der Schweiz fahre ich nach Italien, hinunter in den Süden, im festen Glauben, dass es dort wärmer sein wird. Gleich zu Beginn habe ich mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Wind, Kälte und viel Regen machen das Unterwegssein anstrengend. Ich friere, fahre täglich lange Distanzen, um möglichst schnell im Süden zu sein, und muss dann realisieren, dass es auch dort nicht viel wärmer ist. Mitten im Lockdown hat auch kein Restaurant und kein Hotel offen, es gibt keine Möglichkeit, irgendwo Unterschlupf zu finden. Und doch ergeben sich Wege, denn schon zu Beginn erfahre ich den Zauber der Gastfreundschaft. Italiener laden mich zu sich nach Hause ein, decken den Tisch mit dem feinsten Essen und geben mir ein warmes Bett für die Nacht.

Ich fange an, die Qualität von Einfachheit und Minimalismus immer mehr wahrzunehmen und zu schätzen.

In Italien, und anschliessend in Griechenland, lerne ich vor allem eines: das Loslassen von gewissen Vorstellungen, das Annehmen von dem, was im Moment ist und das Erlangen des Bewusstseins, dass jeder Zustand vergänglich ist. Ich fange an, die Qualität von Einfachheit und Minimalismus immer mehr wahrzunehmen und zu schätzen. Kleine Dinge werden plötzlich zu etwas Grossem und so freue ich mich zum Beispiel riesig darüber, wenn mir ein warmer Kaffee offeriert wird. Eine nette Geste eines Menschen, die den Augenblick bereichert. Und es ist, wie man es immer wieder hört: Am meisten geben oft diejenigen, die am wenigsten haben.

Nach Griechenland fahre ich weiter in die Türkei. Denn noch habe ich mein Ziel, die Mongolei, fest vor Augen. Trotz geschlossener Grenzen im Osten halte ich den Kurs und bin mir sicher, dass die Länder bald wieder bereisbar sein werden. Das Ankommen in der Türkei ist hart. Nach dem idyllischen Griechenland bringen mich die grossen Strassen und das heftige Treiben in dem neuen Land aus der Ruhe. Ich muss mich zuerst durch Istanbul und die stark befahrenen Strassen kämpfen, weiterer Kälte und Regen trotzen und bis hinunter in den Süden fahren, bevor sich mir schliesslich die Schönheit und die Vielfalt des Landes, wie auch der warme Frühling, offenbaren.

Nach steilen Hügeln die Belohnung am Meer mit Blick auf die Berge im Hintergrund.

Ich erfahre die immens grosse Gastfreundschaft der Türk:innen und werde immer wieder herbeigerufen, um gemeinsam zu essen und Tee zu trinken. Bald fühle ich mich in diesem grossen Land wie zu Hause und es ist ganz normal, dass ich regelmässig in irgendeinem Wohnzimmer sitze und für einen Moment ein Teil der Familie bin. Die grosse Gastfreundschaft und die Freude und Herzlichkeit der Menschen berühren mich immer wieder aufs Neue. In der Türkei erlebe ich das erste Mal das Gefühl, in der Weite unterwegs zu sein. Manchmal fahre ich tagelang durch einsame Gegenden, nur ein paar Bergdörfchen antreffend, allein in der Stille, auf den endlosen Strassen durch dieses schöne und landschaftlich abwechslungsreiche Land.

Reisen als Frau

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich nicht Angst hätte, alleine zu reisen. Ich begegne oft den vorgefertigten Bildern, welche viele Menschen bezüglich Frauen immer noch im Bewusstsein haben. Eine komplexe Thematik, mit der sich jede Frau auseinandersetzen muss, ob sie will oder nicht. So ist es auch auf meiner Reise. Grenzüberschreitendes Verhalten von Männern gegenüber Frauen gibt es überall auf der Welt. Ich könnte nun beschreiben, in welcher Form sich mir dieses bislang gezeigt hat, wie es mich teils anstrengt und wie ich es manchmal leid bin, mich damit auseinandersetzen zu müssen. Letztlich komme ich aber zum Schluss, dass es vor allem darum geht, einen Umgang damit zu finden, mich nicht entmutigen zu lassen und die Veränderung zu leben, die ich mir wünsche. Indem ich allein als Frau reise, beeinflusse ich die unterbewussten und stereotypen Bilder der Menschen, die mich antreffen.

Indem ich allein als Frau reise, beeinflusse ich die unterbewussten und stereotypen Bilder der Menschen, die mich antreffen.

Je mehr Frauen es gibt, die selbstständig unterwegs sind, desto mehr wird es zur Normalität werden. Und ich erhoffe mir, dass künftig die Fragen bezüglich zur Genderthematik wegfallen werden. Ich hoffe, dass es bald nichts Aussergewöhnliches mehr sein wird, als Frau allein zu reisen. Dass allein reisende Frauen mehr gefordert sind als Männer steht ausser Frage. Es deswegen zu unterlassen, wäre jedoch eine falsche Schlussfolgerung. Denn wenn sich die Frauen den Umständen anpassen, können sich diese nie ändern. Gibt es jedoch mehr Frauen, die sich trauen, selbstständig loszuziehen und sich dieses Recht, das ihnen zusteht, auch nehmen, können sich die Denkmuster mit der Zeit verändern.

Der Weg als Ziel

Geraume Zeit, bevor mir klar wird, dass sich die Grenzen in den Osten für mich nicht rechtzeitig öffnen werden, lasse ich meinen Wunsch, in die Mongolei zu fahren, los. Das Reisen auf dem Fahrrad verändert meine Wahrnehmung und die Bedürfnisse. Der Weg wird zu meinem neuen Ziel und ich bin im Unterwegssein angekommen. Anstatt in die Mongolei fahre ich aus dem östlichsten Teil der Türkei, von der iranischen Grenze, dem Schwarzen Meer entlang zurück ins Zentrum von Europa und dann weiter in den Norden nach Schweden. Dort treffe ich schliesslich auf das, was ich mir so lange ersehnt habe: Ruhe.

Nach fast neun Monaten, zehn Ländern und knapp 16 000 Kilometern auf dem Fahrrad komme ich am Nordkap an.

Nach den viel befahrenen Strassen und dem ständigen Treiben in einem Grossteil der Türkei und im bisher bereisten Europa, finde ich in Schweden die Abgeschiedenheit der Natur. Weiter geht meine Reise nach Norwegen, bis zum nördlichsten Punkt auf dem Festland Europas. Nach fast neun Monaten, zehn Ländern und knapp 16 000 Kilometern auf dem Fahrrad komme ich am Nordkap an. Die Vielfalt unserer Erde macht meine Reise für mich zu etwas Wertvollem. Nie zuvor bin ich der Natur und den verschiedenen Witterungen so nahe gewesen. Die unzähligen schönen Begegnungen mit den Menschen, die verschiedenen Kulturen und die zahlreichen Erlebnisse bereichern mein Unterwegssein. Ein Lachen, eine kleine Unterhaltung, eine nette Geste, Menschlichkeit und Herzlichkeit sind es, welche die Welt und mein Leben auf dem Fahrrad zu etwas Besonderem machen.

Nach Skandinavien zieht es mich in den Süden nach Frankreich. Ich träume davon, mit dem Schiff über den Atlantik nach Neuseeland zu segeln. Ob ich mein ursprüngliches Ziel, die Mongolei, je erreichen werde, weiss ich nicht. Eines ist jedoch sicher: Meine Reise ist noch nicht zu Ende – ich fahre weiter!

Wie man ein Fahrrad an eine Frau anpasst

Nur ein MTB-Helm, der richtig sitzt, kann seinen Träger optimal schützen. MOUNTAINBIKE-Redakteur Christian Zimek zeigt, wie Sie Ihren Helm richtig anpassen.

Damit der Helm schützen kann, muss er zur Kopfgröße passen und perfekt eingestellt werden. Klingt einfach, kann kompliziert sein. Wir zeigen Ihnen am Beispiel eines klassischen Tragesystems die Handgriffe für super Sitz.

Den Kopfumfang messen Sie, indem Sie ein Maßband entlang einer leicht abfallenden Linie über Augen und Ohren um den Kopf legen. Ist kein Maßband zur Hand, tut es auch ein Faden, der am Zollstock ausgemessen wird.

Die Gurtdreiecke vieler Helme lassen sich öffnen und perfekt unter dem Ohr platzieren. Stehen die hinteren Gurte ab, ist dieser Gurt zu lang. Zum Verschieben und Kürzerstellen muss meist eine Stopfen-Fixierung oben am Helm gelöst werden.

Der Headring umschließt den Kopf horizontal und wird meist mit einem Drehmechanismus arretiert. Viele Helme besitzen eine gerasterte Höhenverstellung, mit der seine Lage im Nacken angepasst wird.

Beim Festziehen sollte nicht mehr als ein Fingerbreit Platz am Kinn bleiben. Baumelnde Gurte sind tabu, da der Helm beim Sturz vom Kopf rutscht. Zu lange Gurtenden können gekürzt und per Feuerzeug gegen Ausfransen verschmolzen werden.

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