Wo Radfahrer bei der Tour de France pinkeln

H. G. Wells, Schriftsteller, der nach der Geburt seines ersten Sohnes zwei Monate lang mit dem Fahrrad verschwand

Tony Rominger über Didi Senft, der seit Jahren als Teufel verkleidet bei allen wichtigen Rennen kurz vor dem Ziel an der Strecke steht

Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Diekmann beim Eintrag der Fahrer des Team Telekoms ins Goldene Buch der Stadt

Briek Schotte (Als der 1942 zum ersten Mal die Flandern-Rundfahrt gewann, mussten die Rennfahrer mit einem Sonderausweis der deutschen Besatzungsmacht starten.)

Javier Otxoa, der als bis dato vollkommen Unbekannter bei der Tour de France 2000 nach 150 Kilometer Alleinfahrt eine Etappe gewann

Lance Armstrong über seinen Etappensieg zwei Tage nach dem tödlichen Sturz seines Teamkollegen Fabio Casartelli

Anquetils sportlicher Leiter Raphael Géminiani bei der Tour de France 1964, als dem er dem demoralisierten Favoriten eine Trinkflasche mit Champagner reicht

Laurent Fignon vor dem abschließenden Zeitfahren der Tour de France 1989 über den späteren Sieger greg LeMond

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Wo pinkeln tour de france Radler während des Rennens?

Hallo, ich wollte immer schon mal wissen, bei welcher Gelegenheit die tour de france Radler während des Rennens pinkeln. Anhalten und an den nächsten Baum? Oder einfach durchs Hosenbein laufen lassen? Oder verkneifen (wohl unmöglich)? Danke schon mal.

7 Antworten

Laufen lassen! Man trinkt beim Rennen enorm viel und muss deswegen auch enorm oft. Keiner kann sich erlauben dafür anzuhalten

Es kommt bei sehr langen Etappen teilweise auch vor dass dass Feld langsam macht wenn sehr viele mal müssen und erst wieder gas geben wenn alles fertig sind.(nur wenn es keine Ausreißergruppen gibt).Dabei bleibt man mit Rahmen zwischen den Beinen stehen und entleert sich zur Seite.

Entweder zur Seite weg oder in einer ruhigen und nicht entscheidenden Fahrer kurz ranfahren.

Habe auch schon erlebt, dass ein Fahrer in ein Wohnwagen von Fans gehen durfte.

Einfach laufen lassen. Wenn es ein netter Fshrer ist, fährt er etwas an dieSeite oder so. Ansonsten bekommt es manchmal auch der Hintermann ab.

Ja habve ich auch schon mal gesehen das man das so macht sihe Wissen macht Ah!: Wie gehen Tour-de-France-Fahrer aufs Klo? – YouTube

Ähnliche Fragen

Pinkeln Rennradfahrer (bsp. Tour de France) während dem fahren wenn sie mal müssen einfach in die Hose?

Bei Radrennen, z. B der Tour de France, werden den Sportlern während des Rennens Getränke, Obst oder Müsli-Riegel gereicht. Warum ist das nötig?

Chris Froome hat jetzt zum vierten Mal die Tour de France gewonnen. Angeblich ist heute alles besser als in den Zeiten von Lance Armstrong. Kann man das wirklich glauben? Sollen die heute alle sauber sein? Hat man ohne Doping wirklich eine Chance auf den Toursieg? Wie seht ihr das?

Wo Radfahrer bei der Tour de France pinkeln

Eine weitere feste, wenn auch ungeschriebene Regel besagt, dass innerhalb der Verpflegungszonen nicht attackiert wird. Es ist auch ohne solche Angriffe schwierig und gefährlich genug, die Beutel von den Betreuern am Straßenrand abzugreifen. Genauso gilt, dass das Team des Gesamtführenden das Renngeschehen bestimmen muss. Sich hängen lassen und andere Mannschaften die Arbeit im Feld zu überlassen, gilt als Verstoß. Manchmal gibt es auch mannschaftsübergreifende Solidarität. 2004, so Jens Voigt vom Team CSC, habe er Andreas Klöden (damals Team T-Mobile) kurz vor dem Ziel seine Wasserflasche gegeben. „Du bist ein richtiger Kumpel“, soll Klöden gesagt haben.

Fairplay findet manchmal sogar ganz an der Spitze statt: Als Jan Ullrich 2001 auf der Abfahrt vom Col de Peyresourde mit einem Salto in einer Kuhwiese verschwand, zog dessen Rivale Lance Armstrong die Bremshebel und rollte gemütlich bergab, bis Ullrich wieder bei ihm war. Zwei Jahre später revanchierte sich der Deutsche beim Anstieg Richtung Luz-Ardiden. Armstrong stürzte, nachdem er mit dem Lenker an der Tasche eines Zuschauers hängen geblieben war. Ullrich und dessen Begleiter in der Führungsgruppe warteten daraufhin, bis der Texaner den Anschluss gefunden hatte. Der Moment für den Antritt wäre günstig gewesen, er kam nicht. Am Ende hängte Armstrong alle ab.

Im Sprint sind die Radsportler dagegen nicht zimperlich. Da mag den ganzen Tag über der Ehrenkodex eingehalten worden sein, im Finale herrscht Anarchie. Wer die Ellbogen allzu sehr ausfährt oder zu offensichtlich versucht, die Widersacher abzudrängen, kann zwar von der Tourleitung bestraft werden. Aber der Anreiz des Triumphes ist ebenso groß wie der Ärger über einen verpassten Etappensieg. Als der Österreicher René Haselbacher 2004 nach einem Sturz im Finish blutend und mit gebrochenen Rippen auf dem Asphalt lag, beugte sich Rivale Robbie McEwen über ihn. Nicht aus Sorge: Er hatte wegen Haselbachers Malheur bremsen müssen und alle Siegchancen eingebüßt. Deshalb drohte er dem verletzten Kollegen mit der Faust und wäre fast handgreiflich geworden.

Rennradfahren als Vollkontaktsportart – eine Sache, vor der auch Dopingsünder Angst haben. So wurde aus dem Umfeld von Ivan Basso lanciert, er habe unter anderem deshalb nicht ausgepackt, weil er Angst vor der Rache der Kollegen gehabt habe. Zweifellos: Ein kleiner Schlenker, ein winziger Schubser im richtigen beziehungsweise falschen Moment, und schwere Verletzungen können die Folge sein.

In Sachen Doping hat der Radsport sein wohl wichtigstes ungeschriebenes Gesetz: Klappe halten! Wer schweigt und brav seine Strafe absitzt, hat nach seiner Rückkehr im Feld wenig Probleme. Wer aber alles zugibt und auspackt, gilt als Kollegenschwein, weil er angeblich die Existenzgrundlage aller aufs Spiel setzt. Dass er sich vorher mit unerlaubten Mitteln beschleunigt und seine Kollegen um Erfolge betrogen hat, ist weniger wichtig. Die viel beschworene mafiöse Omertà im Radsport – hier zeigt sie sich in voller Größe. Wer das Schweigen bricht, wird zum Paria. Es droht Klassenkeile.

Der Spanier Jesus Manzano fiel 2003 auf der 7. Tour-Etappe vom Rad und wäre, vollgepumpt mit einem Cocktail aus verbotenen Substanzen, beinahe gestorben. Danach hatte er genug und erzählte – ähnlich wie vor einigen Wochen Jörg Jaksche im SPIEGEL – Behörden und Medien alles über Doping, was er wusste. Und das war eine Menge. Eine Rückkehr ins Peloton war danach unmöglich, selbst wenn er gewollt hätte.

Ein weiteres Beispiel: Der Italiener Filippo Simeoni hatte Doping gestanden und vieles über die Hintergründe verraten, nach seiner Sperre war er 2004 zurück bei der Tour. Das Peloton hatte seine Beichte aber noch gut im Gedächtnis, allen voran der Boss. Auf der 18. Etappe wollte Simeoni ausreißen und um den Sieg kämpfen. Doch Armstrong stieg ihm in Sheriff-Manier hinterher und holte Simeoni zurück. „Ich werde dich zerstören“, soll er gedroht haben. Simeoni berichtete, er sei im Feld ständig gemobbt und als Verräter beschimpft worden.

Einen verbindlichen, schriftlichen Ehrenkodex hat die Tour seit diesem Jahr bekanntlich auch. In diesem steht: „Unlautere Methoden zur Verschaffung eines Vorteils für einen Wettkämpfer verstoßen gegen die ethischen Grundsätze des Sports. In diesem Sinn ist Doping, obzwar eine im Alltagsleben nur allzu häufig anzutreffende Praxis, im Sport unzulässig.“ Alle Fahrer haben ihn vor der Tour unterschreiben. Auch Patrik Sinkewitz. Auf dessen Auskunftsfreude darf man schon jetzt gespannt sein.

Wie erledigen die Fahrer ihre Notdurft?

Dies ist wahrscheinlich die am meisten gestellte Frage zum Thema Profiradsport (und der beliebteste Artikel dieser Website). Kurioserweise interessiert es viele Leute, wie man während Etappen mit Distanzen zwischen 150 und 250 Kilometern seine Blase entleert, ohne sich bei 50km/h (Durchschnittsgeschwindigkeit bei Flachetappen) erheblich zu verletzen, den Anschluss verliert oder sich anzupinkeln. Letzteres kann ein Profiradfahrer oft nicht vermeiden, vor allem wenn er oder seine Mitfahrer gegen den Wind agieren.

Wann wird angehalten, wann nicht?

Zwar trinken die Fahrer jede Stunde zwei bis drei Flaschen Wasser, also 1,5 bis 2 Liter pro Stunde, allerdings schwitzen sie pro Stunde auch um die 2 Liter an Flüssigkeit wieder aus. Dementsprechend hält sich der Druck eher in Grenzen. Pinkelpausen gibt es daher oft zu Beginn einer Etappe, größere Gruppen halten dann gemeinsam an, meistens ausgelöst durch den Gesamtführenden. Wenn dieser anhält, wird fairerweise nicht attackiert, sondern die Zeit genutzt.

Wenn im Rennverlauf angehalten werden muss, ist es schwer wieder den Anschluss zu finden. Lance Armstrong hatte dafür oft zwei Leute aus dem Team verpflichtet, um ihn nicht nur vor fremden Blicken zu schützen, sondern auch um ihn wieder an das Feld heranzufahren. Um bei 50km/h pinkeln zu können bedarf es jahrelange Übung und einer ausgefeilten Technik, vor allem weil man vermeiden sollte, bei dieser Geschwindigkeit die Hände vom Lenker zu nehmen. Wie im Peloton üblich, stütz man sich des Öfteren aneinander ab oder der Nebenmann hält den Lenker fest. Man muss wissen, dass Männer im Radsport keine „Radlerhosen“, sondern Shorts mit Trägern tragen, welche den „Zugriff“ natürlich eher erschweren. Im Fahren hat er somit die Wahl von oben oder von unten zu greifen, ein Anleitungsvideo mit praktischer Slo-Mo Wiederholung gibt es hier zu sehen:

Natürlich kann man auch einfach laufen lassen, vor allem in rennentscheidenden Situationen am Berg. Triathleten machen das in der Regel, oder es passiert beim Zeitfahren. Fun fact: durch Luftverwirblungen entsteht am Hinterrad ein „gelber Monsun“, welche dann die nachfolgenden Fahrer zu spüren bekommen. Bei regnerischen, kalten Etappen oder in den Bergen ist das Einpinkeln zudem eine effektive Maßnahme, um die Muskeln wieder aufzuwärmen.

Schwierig wird es bei Notdurften, die über das Wasser lassen hinaus gehen. Mark Renshaw hatte sich bei der Tour of California 2009 eine leichte Lebensmittelvergiftung eingefangen und musste auf freier Strecke plötzlich „Number Two“. Er hat eine elegante Lösung gefunden und hatte Glück, dass der Typ auf dem Traktor neben ihm nichts mitbekommen hat.

Tour de France Fahrer müssen auch aufs Klo

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie man fast jeden Tag 160km mit dem Fahrrad hinter sich bringen kann ohne wenigstens ein mal eine kleine Bio-Pause einlegen zu müssen? Immerhin trinken die Fahrer ca 6-10 Liter während der Etappen.

Aber was soll man tun, wenn man gerade an der Tour-de-France dem wohl größten Rennrad-Wettkampf der Welt teilnimmt? Man kämpft mit 200 anderen Teilnehmern um jede Minute und wird dabei auch noch permanent von Kameras und Zuschauern beobachtet.

Gruppen Pinkeln: Eine Gruppe entscheidet sich anzuhalten und sich am Rand zu erleichtern. Häufig treffen die Führenden die Entscheidung während der Rest der Gruppe ihrem Beispiel folgt. Immerhin weiß man nie wann die nächste Gelegenheit kommt. Nach dem Reglerwerk ist dies aber nur außer Sichtweite größerer Zuschauergruppen gestattet. Kamerateams schwenken dann rechtzeitig weg. Außerdem achten die Fahrer darauf die ursprüngliche Reihenfolge beizubehalten. Vorsprung nutzen: Einzelne Fahrer brechen aus der Gruppe aus und versuchen ausreichend Vorsprung herauszuholen, um sich nach der Pause wieder in die Gruppe einfädeln zu können. Auch hier geht das nur außer Sichtweite größerer Zuschauergruppen und Kameras üben sich in Diskretion. Manch ein Fahrer hat für diesen Zweck auch schon mal das Wohnmobil eines Zuschauers aufgesucht. Einfach laufen lassen: Angehalten wird meist nur in den ersten Abschnitten einer Etappe da hier noch vergleichsweise langsam gefahren wird und die Zeit wieder aufgeholt werden kann. Wasser zu lassen und gleichzeitig zu treten ist aber eigentlich nicht möglich. Deshalb lassen sich die Fahrer von Teamkollegen ziehen oder schieben. Notfalls kann man sich auch einfach rollen lassen, was besonders gut bergab funktioniert. Auch hier wird darauf geachtet einen Fahrer in dieser Situation nicht zu überholen.

Bild von Brampton Cyclist [Creative Commons], via flickr Bild oben von Brampton Cyclist [Creative Commons], via flickr

Pinkeln im Feld

Lange Etappen an der Tour de France dauern gerne sechs Stunden und mehr. Wenn man bedenkt, dass die Athleten während dieser Zeit gegen zwei Liter Flüssigkeit pro Stunde zu sich nehmen, kommt man automatisch zur Frage: Wie bitte werden die Helden der Strasse ihren Urin los? Ganz einfach: Rechts ranfahren und brünzeln, werden einige sagen. Diejenigen nämlich, die den Tour-de-France-Film «Höllentour» gesehen haben. In einer Filmszene stehen Dutzende Fahrer nebeneinander am Strassenrand und erleichtern sich.

So einfach ist es aber nicht immer. Kollektive Pinkelpausen gibt es meist nur dann, wenn der Tourleader als Erster absteigt – und die Spitze aus Rücksicht gegenüber dem Gesamtführenden nicht angreift. Wenn Radfahrer aber Gefahr laufen, mit einer Pause den Anschluss zu verlieren, wird’s schwieriger. Meistens sei der Harndrang während Rennen zwar klein. In allen anderen Fällen gibt’s die unkultivierte Methode: Die Männer kramen ihr bestes Stück aus der Radlerhose und erleichtern sich im Fahren. Natürlich lassen sie sich zuvor aus dem Feld etwas zurückfallen, um keinen der Mitfahrer zu brüskieren. Auf Youtube sind Beispiele solch akrobatischer Einlagen zu sehen.

Oder, als unkultivierte Methode zwei: Einfach laufen lassen. Offenbar ist dies besonders in entscheidenden Phasen des Rennens ein beliebtes Vorgehen. Dass es bei kalten und nassen Bergetappen gar ganz bewusst geschieht, um die Oberschenkelmuskulatur aufzuwärmen, kann man Radexperten glauben oder nicht. Ebenso eine andere Info: Bei letzterem Beispiel komme es vor, dass es die Ausscheidung irgendwie aufs Hinterrad schaffe und den Hintermann auch bei trockenem Wetter mit einem feinen Urin-Sprühregen eindeckt.

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.

Wo Radfahrer bei der Tour de France pinkeln

+++ EILMELDUNG +++ Bundesliga unter Schock Basketball-Profi Dennis Kramer stirbt mit nur 31 Jahren bei Autounfall

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Richtig wild: Motorrad-Skandal und Pinkel-Ärger um Jonas Vingegaard

Der Slowene Tadej Pogacar ist dem Dänen Jonas Vingegaard (in Gelb) auf den Fersen. (Foto: 14. Juli 2023)

Was für ein Tag bei der Tour der France: Direkt zweimal kam es wähend der 14. Etappe zu unschönen Szenen mit Begleitmotorrädern.

    15.07.2023, 21:42

Ein Fahrer eines Begleitmotorrads hat am Samstag (15. Juli 2023) die erste Alpen-Etappe womöglich entscheidend beeinflusst. Zudem gab es eine Pinkel-Strafe für den Dänen Jonas Vingegaard (26, Dänemark/Jumbo-Visma).

Tour de France: Pinkel-Ärger für Vingegaard

Als der Gesamt-Zweite Tadej Pogacar (24, Slowenien/UAE Team Emirates) zwischen Annemasse und Morzine auf der letzten Rampe zum Col de Joux Plane attackierte, musste er den aussichtsreich wirkenden Angriff auf den Gesamtführenden Jonas Vingegaard nach wenigen Metern abbrechen – zwischen dem zu langsamen Motorrad und den Fans am Straßenrand war kein Platz.

Alles zum Thema Tour de France

Titelverteidiger Vingegaard gewann auch dank dieses Missgeschicks die Bergwertung der Hors Categorie und behauptete das Gelbe Trikot.

Der spätere Etappensieger Carlos Rodriguez (22, Spanien/Ineos Grenadiers) wurde am letzten Anstieg ebenfalls von einem TV-Motorrad behindert. Er schob es zunächst beiseite und musste dann einen ungeplanten Schlenker fahren.

Noch am Abend bestrafte die Jury die Sünder. Wie der Veranstalter ASO bekannt gab, wurden die jeweiligen Motorradfahrer und ihre Beifahrer für die 15. Etappe am Sonntag ausgeschlossen. Zudem müssen alle jeweils 500 Schweizer Franken (511 Euro) Strafe zahlen. Auch Vingegaard muss 200 Schweizer Franken (206 Euro) bezahlen – er hatte während des Teilstücks in der Öffentlichkeit uriniert. (sid)

Wenn der Kapitän nicht pinkeln kann.

15.03.2014 | Hallo Radsportfreunde! Ich schreibe euch gerade aus dem Belkin-Teambus. Wir haben nach der sowieso schon langen Etappe noch einen 90-minütigen Bustransfer zum Hotel. Ja, diese Etappe war unheimlich lang und begann bereits ziemlich radfahrerunfreundlich mit dem Weckalarm um 6:30 Uhr!

Risotto mit Putenstreifen und Rührei isst man auch nicht alle Tage um diese Uhrzeit, aber für ewa 250 Kilometer muss eben Treibstoff in den Tank. Der Start wurde um 20 Minuten nach hinten verlegt, somit starteten wir um 9:30 Uhr.

Wie an den letzten beiden Tagen auch fuhren ratz-fatz nach dem Start die Tagesausreißer weg. Im Peloton gab einmal mehr Quick-Step den Ton an und diesmal „durfte“ sogar Cav die Nase in den Wind halten und für seinen Teamkollegen Kwiatkowski arbeiten.

Unsere Taktik heute war relativ simpel, nämlich Mollema und Gesink so lange es geht zu unterstützen. Da die Jungs zu den besten Bergfahrern der Welt gehören und ich ihnen wenig am Hügel helfen kann, sorgte ich für das leibliche Wohl der beiden und war auf der heutigen Etappe für die Verpflegung verantwortlich.

Nach der Rennhälfte teilte uns Robert (Gesink) mit, dass er nicht pinkeln kann – klingt komisch, ist aber so! Er hat wenig später sogar das Rennen aufgeben müssen. Näheres dazu wird es sicherlich auf der Belkin-Teamseite geben. Für Mollema lief es mit dem 20. Platz ganz ok, aber er hatte sich mehr erhofft.

Am drittletzten Berg wurde das Gruppetto eingeläutet, nachdem Movistar die Pace im Feld ordentlich hochgeschraubt hatte. Aus unserem Gruppetto wurde am 15 Kilometer langen Schlussanstieg eine richtig große Gruppe. Ordentlich deutsch wurde auch gesprochen, da außer den bergfesteren Fahrern (u. a Nerz, Geschke) fast alle in derselben Gruppe waren. Da war es noch einigermaßen zu verkraften, dass wir am Ende 30 Minuten länger unterwegs waren als Tagessieger Contador.

Morgen steht ein weiterer harter Tag durch die Berge an. Kurz nach dem Start wird`s gleich sportlich, da sich die Straße für ca. 13 Kilometer erheben wird. so wie ich’s mag! 🙂 Und am Schlussanstieg warten sogar Rampen von 30 % auf uns, das bin ich in meinem Leben noch nicht gefahren. Da sag ich nur: Wer sein Rad liebt, der schiebt 🙂

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