Was verdienen MTB-Profis im Rennsport?

Eine Weltmeisterin, die Budget per Crowdfunding sammelt, Profi-Mountainbiker, die keinen Cent sehen, und Topstars, die durch den Sport reich werden. Was wird im professionellen MTB-Sport verdient?

Dass es für die E-MTB-Weltmeisterin Nicole Göldi nicht immer goldige Zeiten sind, das erzählte die Schweizerin unserem Autor Christian Penning während der diesjährigen Weltmeisterschaften im französischen Les Gets. So musste Göldi 5000 Franken per Crowdfunding zusammenkratzen, damit sie sich ideal auf die Saison 2022 vorbereiten konnte. Wohlgemerkt: Da hatte Göldi schon ihren ersten Weltmeistertitel eingefahren. Kaum zu glauben, aber wahr.

Jahresgehalt von MTB-Profis: 21 % bekommen gar kein Geld

Eine anonyme Umfrage des amerikanischen MTB-Portals Pinkbike unter 200 Bike-Profis belegt, dass nur etwa die Hälfte der professionellen Biker/innen vom Rennsport leben können. Teilnehmen durften nur Fahrer/innen, die sich mindestens in den Top 40 der höchsten Rennserien platziert hatten. 21 Prozent der befragten Profis gaben an, überhaupt kein Geld mit dem Sport zu verdienen. Allerdings werden hier die Budgets für Reisen, Verpflegung, Gebühren und Mechaniker nicht berücksichtigt.

Am besten wird in den Disziplinen Cross Country mit durchschnittlich 30 000 bis 40 000 Dollar und Slopestyle (40 000 bis 50 000 Dollar) verdient – hier ist das Jahresgehalt der Rennsport-Profis am höchsten. In den Disziplinen Enduro und Downhill ist die Zweiklassengesellschaft am ausgeprägtesten. Ein Viertel der Enduro-Fahrer verdient weniger als 5000 Euro pro Jahr, bei den Downhill-Fahrern fast die Hälfte.

Topstars verdienen eine halbe Million – oder mehr

Natürlich gibt es auch eine Handvoll Spitzenverdiener – Topstars, deren Bekanntheit über den MTB-Sport hinausgeht. Dank branchenfremder Sponsoren werden dann jährlich bis zu 500 000 Dollar oder sogar mehr verdient. Sphären, für die Nicole Göldi wohl noch einige Weltmeistertitel einfahren müsste.

Wie viel verdient ein professioneller Radfahrer

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So wenig verdienen die Radprofis bei der Tour de France

Lennard Kämna (Bora-Hansgrohe) wird am 8. Juli 2022 auf der siebten Etappe der Tour de France von einem Fan angefeuert. Nach neun Etappen hat Kämnas Team bisher 8650 Euro an Prämien eingesammelt.

Als Sport-Profi kann man richtig reich werden. Zumindest, wenn man zur Elite im Fußball, Tennis oder Golf gehört. Dort werden die Top-Stars im Verlauf ihrer Karrieren zu Multimillionären. Doch wie sieht es im Radsport aus?

    12.07.2022, 07:42

Das Wimbledon-Turnier ist gerade beendet, und die Tennis-Profis konnten so viel Geld verdienen, wie noch nie zuvor. Insgesamt wurden rund 46 Millionen Euro ausgeschüttet. Für die Siegerin und den Sieger gab es alleine knapp 2,3 Millionen Euro.

Doch auch für etwas schlechtere Spielerinnen und Spieler gab es üppige Prämien: 59.000 Euro für das Erreichen der ersten Runde, zweite Runde: 92.000 Euro, dritte Runde: 141.000 Euro, Achtelfinale: 224.000 Euro, Viertelfinale: 366.000 Euro, Halbfinale: 632.000 Euro, Finale: 1,2 Millionen Euro.

Tour de France: Prämien im Vergleich zu Tennis oder Golf mickrig

Im Fußball verdienen Top-Stars der Bundesliga teils mehr als 15 Millionen Euro pro Saison, in der englischen Premier League wird das Gehalt oft pro Woche angegeben. Stars wie Erling Haaland (21, Manchester City) sollen rund 600.000 Euro in sieben Tagen verdienen.

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Top-Gehälter und Prämien werden auch in anderen Sportarten ausgeschüttet. Golf: Der Masters-Sieg in Augusta bringt 2,7 Millionen Euro, Eishockey: NHL-Profis wie Connor McDavid (25) von den Edmonton Oilers verdienen bis zu 15 Millionen Euro in einer Saison. Basketball-Star LeBron James (37) soll in der NBA bei den L. A. Lakers mehr als 40 Millionen Euro pro Saison bekommen. In der Formel 1 kassiert Lewis Hamilton (37) ähnlich gut wie James, Kollege Max Verstappen (24) soll rund 22 Millionen Euro für ein Jahr bekommen.

Rad-Profi im Ziel sofort behandelt: „Einer der schlimmsten Tage meines Lebens“

Davon können die Radsportler und Radsportlerinnen nur träumen. Zwar gibt es einige männliche Stars, wie der zweimalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar (23, Slowenien), die im Jahr bis zu sechs Millionen Euro bekommen, doch die Prämien bei der Tour de France sind im Vergleich zu den dreiwöchigen Qualen eher bescheiden. 2022 werden beim Männer-Rennen der Frankreich-Rundfahrt insgesamt knapp 2,8 Millionen Euro ausgezahlt.

Das sind die Prämien bei der Tour de France

    Gesamtsieg: 500.000 Euro Zweiter: 200.000 Euro Dritter: 100.000 Euro (von Platz 20 bis 160 gibt es für jeden Fahrer, der Paris erreicht, 1000 Euro) Etappen-Sieg: 11.000 Euro, Zweiter: 5500 Euro, Dritter 2800 Euro Pro Tag im Gelben Trikot des Gesamtführenden: 500 Euro Pro Tag im Grünen Trikot des besten Sprinters: 300 Euro (Gesamtsieger: 25.000 Euro) Pro Tag im gepunkteten Trikot des besten Bergfahrers: 300 Euro (Gesamtsieger: 25.000 Euro) Pro Tag im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers: 300 Euro (Gesamtsieger: 20.000 Euro) Teamwertung: Für einen Tagessieg gibt es 2800 Euro. Die beste Mannschaft in Paris erhält 25.000 Euro.

Bei der Tour werden alle Prämien pro Team (acht Fahrer in einer Mannschaft) in einen Topf geworfen. Nach der Tour wird die Kasse gestürzt und auf alle Fahrer verteilt, auch Betreuer und Masseure bekommen einen Anteil.

Nach neun Etappen ist am Montag (11. Juli 2022) Ruhetag. Bisher hat das Team Jumbo Visma am besten verdient: 82.140 Euro, auf Rang zwei folgt das Team von Pogacar (UAE-Emirates): 37.210 Euro.

Der deutsche Rennstall Bora-hansgrohe hat bisher 8650 Euro verdient, liegt damit auf Rang 14 der 22 Mannschaften.

Bei der Tour de France der Frauen (24. bis 31. Juli 2022) werden insgesamt 250.000 Euro ausgeschüttet, die Siegerin erhält 50.000 Euro.

Tour de France – Was verdient eigentlich ein Profi-Radfahrer?

In den Tagen der entsteht bei Fans und Interessierten häufig die Frage, wie denn die Quälerei über 3.540 km und etwa 46.000 Höhenmeter vergütet wird. Vorab: Man findet wenig Zahlen und oft nur Schätzungen.

Prämien bei der Tour de France

Insgesamt werden bei der Tour 2017 2.280.950 Euro an Preisgeld auf die Teams und Fahrer aufgeteilt.

Etappen

Jeder Etappensieger erhält 11.000 Euro dahinter gibt es 5.500 und 2.800 Euro bis zum 20. Fahrer der Etappe, der noch 300 Euro erhält.

Gelbes Trikot (frz. maillot jaune )

Jeder Tag im Gelben Trikot bringt dem aktuellen Träger 500 Euro ein. Der Gesamtsieger bekommt 500.000 Euro, der Zweite 200.000 Euro und der Dritte 100.000 Euro. Von Platz 20 an gibt es für jeden Fahrer, der es bis nach Paris schafft, noch 1.000 Euro.

Grünes Trikot

Jeder Tag im Grünen Trikot bringt dem Träger des Sprinttrikots 300 Euro ein. Bei jedem Zwischensprint gibt es 1.500, 1.000 und 500 Euro. Der Gesamtsieger der Punktewertung erhält 25.000 Euro, der Achte dieser Rubrik noch 2.000 Euro.

Bergtrikot

Jeder Tag im Bergtrikot bringt dem Träger 300 Euro ein. Der Sieger im schicken gepunkteten Trikot erhält 25.000 Euro, der Achte noch 2.000 Euro.

An den 7 Anstiegen der Ehrenkategorie (schwerste Berge) gibt es 800, 450 und 300 Euro; die 11 Pässe der 1. Kategorie bringen 650, 400, 150 Euro ein; die 5 Bergwertungen der 2. Kategorie 500 und 250 Euro; die 14 Anstiege 3. Kategorie 300 Euro; die 16 Rampen oder Hügel der 4. Kategorie 200 Euro. Am Col du Galibier als höchsten Berg der diesjährigen Tour auf der 17. Etappe wird das ein Sonderpreis ausgefahren. Der erste Fahrer auf diesem Berg erhält zusätzlich 5.000 Euro.

Teamwertung

Für einen Tagessieg gibt es 2.800 Euro für das Team. Das Team, das den Gesamtsieg holt, erhält 50.000 Euro, der Fünfte noch 8.000 Euro.

Nachwuchswertung

Der Tagessieger erhält jeweils 500 Euro. Der Träger des Weißen Trikots bekommt täglich 300 Euro. Der Gesamtsieger erhält 20.000 Euro, der Vierte 5.000 Euro.

Kämpferischster Fahrer

Der Tagessieger (außer beim Zeitfahren und auf der Schlussetappe) erhält 2.000 Euro. Der Gesamtsieger bekommt 20.000 Euro.

Jahresgehälter der Rennfahrer

Nach meinen Recherchen beträgt das Mindestgehalt für einen Profi-Rennfahrer (Jungprofi) und wird vom Weltverband UCI vorgeschrieben. Bis zu bekommen die Stammfahrer der großen Teams als Jahresgehalt. Mit den Prämiengeldern bekommt ein Durchschnittsprofi vielleicht 70.000 € pro Jahr, also ein vernünftiges Angestelltengehalt. Viele Fahrer, die nicht erfolgreich oder bei kleineren Teams angestellt sind, werden deutlich weniger bekommen.

Spitzenverdiener sind der gerade disqualifizierte Peter Sagan, der beim deutschen Team „Bora-hansgrohe“ unter Vertrag ist, mit etwa 4 Millionen Euro Gehalt und natürlich Christopher Froome mit ca. 5 Millionen Grundvergütung.

7 Replies to “Tour de France – Was verdient eigentlich ein Profi-Radfahrer?”

Ich möchte gerne folgendes wissen. bei grossen radrennen sind die fahrer per funk mit dem sportlichen leiter verbunden. bei olympia hat man gehört dass es diese funkverbindung nicht gibt und die siegerin vom feld vergessen wurde. gibt es bei olypia irgend eine sonstige möglichkeit die fahrer vom stand des rennens zu informieren? z. b: mit tafeln an streckenrand oder ähnlichem?? lg pisar

Top Artikel von euch aus 2017 – wir haben das Ganze nochmal aktualisiert:

– Neoprofi-Gehalt wie beim Einzelhandelskaufmann – Schätzung von Nils Politt & Lennard Kämna – Topgehälter bei Sagan, Nibali, Froome – 9 Mio. p. a. für Lance Armstrong einst – noch „relativ wenig“ für Geraint Thomas – ø Gehalt eines Worldtour Fahrers – Topgehälter für Sprinter Cavendish & Kittel – überraschend wenig für Bardet & Pinot – was verdienten Cancellara & Boonen?

Deine Recherchen waren übrigens sehr weit daneben. Mit 45k Jahresgehalt lässt sich keiner in den größeren Teams abspeisen.

Auf den Fußball umgelegt wäre ein Radsportler quasi jemand am untersten Ende der dritten Liga. Du sprichst aber von „Stammfahrern“ der großen Teams…

Hallo Berliner, es wurden alle Fakten verwendet, die mir zugänglich waren. Wenn Du mehr Informationen und bessere Zahlen hast, dann bin sehr interessiert.

Du vergisst das neben dem Grundgehalt noch weitere Rennen gefahren werden und die Rennfahrer außerdem alle Sponsorenverträge haben. Daneben gibt es natürlich noch Rennen wie Eintagesrennen (Eintages-)Klassiker, den Giro de Italia, Tour Down Under etc…… Die Kluft tut sich eher zwischen den Podestfahrern und Hilfsfahrern auf. So gibt es im Team z. B. auch reine Wasserträger, die das Team während einer Rundfahrt verpflegen oder für den Sprint anfahren. Die fahren teilweise für sehr geringe Summen, während die Top 3 dann gefeiert werden.

Danke für Deine Ergänzung. Es ist nicht so einfach an verbindliche Informationen über Sportlergehälter zu gelangen. Siehe auch Verdienste im Biathlon

Wie viel verdient ein professioneller Radfahrer

Fünf Siege in sechs Jahren Tour de France – das britische Team Sky ist so etwas wie der FC Bayern München der Radsportwelt. Jahr für Jahr zogen zuletzt die anderen Mannschaften aus, die Dominanz der Herren in schwarz und weiß zu brechen; Jahr für Jahr prallten fast alle Attacken an der individuellen Klasse der Sky-Fahrer ab. Auch 2018 deutet aktuell alles auf einen erneuten Triumph der Männer von der Insel hin, wenngleich nicht Seriensieger Christopher Froome, sondern dessen Adjutant Geraint Thomas die Gesamtwertung anführt.

Nicht nur Skys Erfolge auf der größten Bühne des Radsports legen den Vergleich mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister nahe; auch finanziell sind die Briten – soweit die Daten für solch einen Vergleich vorliegen – dem Rest der Konkurrenz entrückt. Fast 31,1 Millionen Pfund (damals 36,5 Millionen Euro) ließen sich die Hauptsponsoren Sky, Sky Italia und 21st Century Fox im Jahr 2016 das gemeinsame Radsport-Projekt kosten (neuere Bilanzen liegen derzeit nicht vor

Zum Vergleich: Das Team Ag2r La Mondiale, dessen Fahrer Romain Bardet vor der Tour zu den größten Konkurrenten von Christopher Froome gezählt wurde, kommt laut einer Analyse des Radsport-Blogs „The Inner Ring“ auf ein Jahresbudget von gut 15,5 Millionen Euro, Konkurrent Cofidis bleibt knapp unter der 10-Millionen-Marke.

Wie viel Geld geht davon an die Fahrer? Was verdienen die Stars und was aufstrebende Jungfahrer? Und wie stark lohnt sich ein Sieg bei einer großen Rundfahrt finanziell? Eine Übersicht:

Millionengagen und Mindestlöhne

Rad-Superstar Peter Sagan (in grün) vor dem deutschen Sprinter John Degenkolb (in weiß)

Knapp 80 Prozent der Ausgaben von Team Sky – und damit auch knapp 80 Prozent seines 31-Millionen-Pfund-Budgets – geht laut Jahresabschluss für „Staff and rider costs“ drauf, das heißt für die Bezahlung von Froome und Thomas, aber auch von Mechanikern, Fahrern, Köchen und der sportlichen Leitung. Wie viel davon bei den Fahrern landet, lässt sich aus der Bilanz nicht herauslesen, zumal die Athleten nicht unbedingt unter den offiziell 33 Beschäftigten des Rennstalls gezählt werden müssen, sondern auch als „contractors“, also gewissermaßen als Subunternehmer, in den Büchern landen.

Zur Einschätzung der Fahrergehälter gibt es entsprechend zwei maßgebliche Faktoren: Medienberichte, die entweder von Experteneinschätzungen oder aber durchgestochenen Zahlen leben, und die für Rennen der obersten Kategorie geltenden Mindestlöhne des Weltradsportverbands UCI.

Letztere haben der Verband und Vereinigungen von Fahrern und Teams erst im September vergangenen Jahres angehoben : Teams der World Tour, also der höchsten UCI-Kategorie, müssen ihren Fahrern seitdem mindestens 38.115 Euro pro Jahr zahlen; für junge Athleten unter 25, die erstmals für ein Team starten, sind es 29.370 Euro. 2018 und 2019 sollen diese Summen jeweils um zwei Prozent steigen.

Am anderen Ende der Rangliste sind nur wenige Fahrer unterwegs: Der slowakische Sprinter Peter Sagan, der seit 2017 für das deutsche Bora-Hansgrohe-Team fährt, soll dort bis zu 6 Millionen Euro im Jahr verdienen. In ähnlichen Sphären sind laut verschiedenen Berichten Tour-Seriensieger Christopher Froome und Ex-Champions wie der Italiener Vincenzo Nibali unterwegs. Edelhelfer, die ihre Kapitäne den Großteil des Rennens über im Windschatten halten und Attacken anderer Rennställe abwehren, sehen Experten im mittleren sechsstelligen Bereich.

Wie die Top-Löhne zustande kommen

Die Preise, die Fahrer aufrufen können, sind laut Insidern und Berichten in Radsportmedien stark marktgetrieben. Zwar hätten die Sportler wie in jedem anderen Profisport Berater, die für ihre Klienten Optima herauszuholen versuchten, letztlich müsse aber jeder Sportler mit erfolgreichen Auftritten selbst Argumente für mehr Geld liefern. Wer eine oder gar mehrere Millionen Euro verdienen wolle, müsse dafür schon einen Sieg bei den Klassikern des Radsports – traditionsreichen Rennen wie der „Hölle des Nordens“ von Paris nach Roubaix – in seinen „Palmarès“, der Auflistung seiner Erfolge, stehen haben, so ein Agent gegenüber „Sky Sports“.

Besonders spannend wird das Spiel von Angebot und Nachfrage, wenn die Edelhelfer der Teams, im französischen Jargon der Szene „super domestiques“ genannt, so gut fahren, dass sie bei anderen Teams auch selbst als Kapitäne antreten könnten. Mit dem Australier Richie Porte und dem Spanier Mikel Landa hat etwa Team Sky in den vergangenen Jahren gleich zweimal solche Edelhelfer ziehen lassen – die hohen Gagen der Sky-Fahrer dürften entsprechend auch mit der Abwehr von Abwerbeversuchen anderer Teams zu erklären sein.

Was bringt ein Etappensieg bei der Tour ein?

Christopher Froome (im gelben Trikot) mit Peter Sagan (in grün) und Adam Yates 2016 in Paris

Die Tour de France ist die größte Geldmaschine im Welt-Radsport. 100 Millionen Euro Umsatz macht alleine der Veranstalter, die Amaury Sport Organisation (ASO) – alleine das Sponsoring des Gelben Trikots kostet aktuell 7 Millionen Euro. Einen Teil der Sponsoring-Gelder schüttet die ASO an die Fahrer aus: Nicht nur für den Gesamtsieg in Paris oder den Gewinn des gepunkteten oder grünen Wertungstrikots gibt es Prämien. Auch, wer auf einzelnen Etappen als erster die Sprint – oder Bergwertungsstationen erreicht, gewinnt ein wenig Geld. Knapp 2,3 Millionen Euro sind insgesamt im Topf.

Ein knappes Viertel davon, 500.000 Euro, gehen an den Mann, der das gelbe Trikot am letzten Tag der Tour nach Paris trägt; der Zweitplatzierte erhält immerhin noch 200.000, der Drittplatzierte 100.000 Euro. Doch auch einzelne Tage in gelb lohnen sich: Peter Sagan, der das „maillot jaune“ nach seinem Sieg auf der zweiten Etappe 2018 für einen Tag trug, konnte sich dafür 500 Euro gutschreiben lassen.

Wer auf der allerletzten Etappe im Wertungstrikot (grün für Sprints, gepunktet für Bergwertungen) über die Champs-Elysees fährt, bekommt dafür 25.000 Euro; jeder Tag in grün oder gepunktet ist 300 Euro wert. Dem von einer Jury ausgewählten kämpferischsten Fahrer der Tour winken 20.000 Euro; der „combatif du jour“, der kämpferischste Fahrer eines Tour-Tages, erhält pro Etappe 2000 Euro. (Es gibt noch weitere große und kleine Preisgelder – eine sehr ausführliche Auflistung finden Sie etwa bei Eurosport.)

Gute Auftritte bei der Tour lohnen sich also. Doch auch wenn Solo-Ritte über Alpenpässe und hart ausgefochtene Sprint-Duelle am Ende von Etappen etwas anderes suggerieren mögen: Der Radsport ist ein Teamsport. Entsprechend wandern die individuellen Preisgelder üblicherweise in die Teamkasse, um am Ende anteilig an alle Beteiligten ausgeschüttet zu werden.

Wie viel verdient ein professioneller Radfahrer

Der Sieger der vergangenen beiden Jahre, Tadej Pogacar, könnte auch dieses Jahr wieder der Großverdiener der Tour de France werden

Am Meisten erhält natürlich der Gesamtsieger, satte 500000 Euro. Das ist im Gegensatz zum Tennis ein Witz. Da gibt es bei einem Grand-Slam-Turnier wie gerade in Wimbledon für die Gewinner 2,3 Mio Euro.

Der Tour-Zweite kassiert immerhin noch 200000 Euro, der Dritte 100000 Euro. Bis Platz 160, sollten so viele Fahrer das Ziel in Paris erreichen, was eher unwahrscheinlich ist, winken noch 1000 Euro. Die erhalten alle ab Rang 20.

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Auch für die Trikot-Träger rieselt es Prämien. Ein Tag in Gelb bringt 500 Euro, das grüne Sprint-, das rot gepunktete Berg – sowie das weiße Nachwuchs-Trikot für die Fahrer bis 25 Jahre werden mit 300 Euro täglich belohnt.

Zurzeit freut sich der Belgier Wout van Aert über das Gelbe Trikot bei der Tour de France

Auch eine Mannschaftswertung wird ausgetragen. Das führende Team erkennt man aber nicht wie zu Amateur-Zeiten der damaligen Friedensfahrt an blauen Trikots, sondern die Fans erkennen es gar nicht. Dennoch gibt es in Paris einen Scheck über 50000 Euro, Rang 5 erhält immerhin noch 8000 Euro. Pro Tag als bestes Team gibt es 2800 Euro.

Für seinen Sprint-Sieg in Nyborg kassiert Fabio Jacobsen 11000 Euro. Die wandern in die Mannschaftskasse

Sieben HC-Wertungen werden ausgefahren, für die es 800, 450 und 300 Euro für die Top 3 gibt. Für die zehn Berge der ersten Kategorie werden jeweils 650, 400 und 150 Euro gelöhnt, die sechs Anstiege der zweiten Kategorie bringen 500 und 250 Euro. Nur je ein Fahrer darf sich bei den 16 Bergen der dritten Kategorie und den 22 der vierten über 300 bzw. 200 Euro freuen.

Der Norweger Sven Erik Byström trägt auf der 3. Etappe am Sonntag die Startnummer für den kämpferischsten Fahrer

Eine einmalige Prämie gibt es auf dem Galibier, dem 2645 Meter hoch gelegenen Dach der Tour. Mit 5000 Euro ist das „Souvenir Henri Desgrange“, in Erinnerung an den Tour-Gründer, dotiert.

Und jetzt kommt das Wichtigste: Die Prämien zahlen die Fahrer, die sie erkämpften, in die Team-Kasse ein. Am Ende der Rundfahrt wird dann unter allen aufgeteilt, die an dem Erfolg ihren Anteil haben, vom Busfahrer über den Mechaniker und die Physios bis hin zu den Team-Kollegen.

Die Gehälter der bestbezahlten Radfahrer der Welt im Jahr 2021

Der mit dem höchsten Einkommen pro Jahr ist mit 5,5 Millionen Euro gefolgt von y mit 5 Millionen.

In der Liste ist ein Spanisch auf dem 8. Platz mit einem Gewinn von 2,2 Millionen Euro

Die Gehälter der bestbezahlten Radfahrer der Welt 2021

Chris Froome (Israel Start-Up Nation) 5.5 Mio. EUR Tadej Pogacar (VAE Team Emirates) 5 Mio. EUR Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) 5 Mio. EUR Geraint Thomas (Ineos Grenadiere) 3.5 Mio. EUR Egan Bernal (Ineos Grenadiere) 2.8 Mio. EUR Michael Kwiatkowski (Ineos Grenadiere) 2.5 Mio. EUR Julian Alaphilippe (Deceuninck-QuickStep) 2.3 Mio. € Wout van aert (Jumbo-Visma) 2.2 Mio. EUR Alejandro Valverde (Movistar) 2.2 Mio. € Richard Carapaz (Ineos Grenadiere) 2.2 Mio. EUR Vincenzo Nibali (Trek-Segafredo) 2.1 m Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix) 2 Mio. EUR Adam Yates (Ineos Grenadiere) 2 Mio. EUR Primoz Roglić (Jumbo-Visma) 2 Mio. EUR Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) 2 Mio. EUR Jakob fuglsang (Astana-Premier Tech) 2 Mio. EUR Romain Bardet (Team DSM) 2 Mio. € Elia viviani (Cofidis) 1.9 Mio. € Nairo Quintana (Arkéa-Samsic) 1.9 Mio. EUR Fernando Gaviria Platzhalterbild (VAE Team Emirates) 1.8 Mio. EUR

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Erforschung des Gehalts von Radfahrer Simon Geschke: Wie viel verdient er?

Cofidis, für das der derzeitige Berg-König Simon Geschke (36) fährt, folgt gleich dahinter mit 17780 Euro.

Es ist fast unmöglich, als Radprofi eine Million Euro im Jahr zu verdienen, ohne einen Grand Prix bei Paris-Roubaix5 zu gewinnen. WorldTour-Fahrer verdienen im Durchschnitt 270.000 Euro pro Jahr.

Hat Geschke noch das Gepunktete Trikot

Laut der offiziellen Website der Tour de France hat Geschke tatsächlich noch das gepunktete Trikot.

Simon Geschke ist ein deutscher Profi-Straßenradrennfahrer, der derzeit für das UCI WorldTeam Team Sunweb fährt. Geschke ist ein starker Bergfahrer und hat sowohl bei der Vuelta a España als auch beim Giro d’Italia Etappen gewonnen. Außerdem trug er bei beiden großen Rundfahrten das Weiße Trikot des Führenden in der Bergwertung. Es ist also durchaus möglich, dass Geschke bei einem künftigen Rennen das Bergtrikot gewinnen könnte.

Wer hat das Gelbe Trikot

Im Profiradsport wird das Gelbe Trikot an den Fahrer vergeben, der die Gesamtwertung eines Rennens anführt. Der Fahrer, der in der Gesamtwertung an erster Stelle steht, wird als „Träger des Gelben Trikots“ bezeichnet.

Das Bergtrikot der Tour de France wird an den Fahrer vergeben, der auf den Bergetappen des Rennens die meisten Punkte sammelt. Die Punkte werden auf der Grundlage der Platzierung des Fahrers am Gipfel eines jeden klassifizierten Anstiegs vergeben.

IT-Berater und IT-Sicherheitsexperten erzielen weiterhin die höchsten Gehälter unter den IT-Fachkräften ohne Personalverantwortung. Nach der jüngsten Analyse verdienten IT-Fachleute mit rund 12.000 Datensätzen in 172 Unternehmen durchschnittlich 75.750 Euro pro Jahr.

Wer führt in der Bergwertung Tour de France

NamePunkte Bergwertung
1 Jonas Vingegaard 72
2 Simon Geschke 65
3 Giulio Ciccone 61
3 Tadej Pogačar 61

Achtzehn Fahrradhersteller und Sponsoren nehmen insgesamt an der Tour de France teil, doch die Preise der Räder variieren stark. Bei der Anschaffung eines Rennrads der Spitzenklasse muss man ungefähr mit Ausgaben zwischen 12.000 und 15.000 Euro rechnen.

Warum ist das Sprinter Trikot grün

Die Punkte werden bei Zwischensprints und bei den Etappenankünften gewonnen. Die Farbe Grün wurde damals gewählt, weil der ursprüngliche Sponsor witzigerweise ein Rasenmäherhersteller war. 1968 ist das einzige Jahr, in dem das Trikot nicht grün war: Rot wurde passend zu einem neuen Sponsor gewählt.

Es gewinnt der Fahrer, der die meisten Punkte während aller Etappen sammelt. Die Punkte werden für die Platzierung im Ziel sowie bei Zwischensprints während der Etappe vergeben. Der Führende der Punktewertung nach einer Etappe trägt am nächsten Tag das Grüne Trikot (frz. maillot vert).

Was kostet das teuerste Rennrad der Welt

Auf Platz 1 und damit die absolute Superlative ist das Aurumania Gold Crystal aus Schweden. Mit einem Preis von rund 80.000 Euro ist das komplett vergoldete und mit Swarovski-Steinen verzierte Rennrad das derzeit teuerste Bike der Welt.

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Gehaltsspanne: Moderator in Deutschland 56.223 EUR 4.534 EUR Bruttogehalt (Median) bei 40 Stunden pro Woche: 50% der Datensätze liegen über diesem Wert und 50% darunter. 49.029 EUR 3.954 (unteres Quartil) und 64.473 EUR 5.199 (oberes Quartil): 25% der Gehälter liegen unter bzw. über diesem Wert. Minecraft Pocket Edition 15765: Wie man Mods auf Android installiert. Dazu benötigst du die Apps „BlockLauncher“ und „Mods for PE 2“ auf deinem Tablet oder Smartphone. Öffne „Mods for PE 2“ und wähle die Version deiner Minecraft-App. Wähle eine Mod zum Herunterladen aus und tippe sie an.

Das ist der Geldbetrag, den Subs verdienen. Es gibt keine offiziellen Zahlen. Es ist jedoch bekannt, dass der Twitch-Streamer etwa 50 % der Einnahmen aus den Abonnements erhält. Abonnements kosten höchstens fünf Dollar und bescheren xRohat einen Umsatz von rund 108.000 Euro.

Es wird geschätzt, dass Ninja jeden Monat rund 500.000 Dollar mit Streaming verdient, einschließlich Werbeeinnahmen.

Gibt es eine Karriere im Radsport? Wie viel kann ein Radfahrer verdienen?

Um ehrlich zu sein, liebe ich das Fahrradfahren. Nicht nur, dass es mir hilft, fit zu bleiben, es gibt mir auch die Möglichkeit, die malerischen Landschaften von Stuttgart zu geniessen. Oh, und es gibt kaum einen besseren Weg, um Eure Kinder – in meinem Fall Kurt und Helena – zu ermutigen, aktiv zu sein. Aber nur wenn sie alte genug sind natürich! Jetzt, ich weiß, was du denkst, Maximilian, ist Radsport eine vollwertige Karriere? Die bewundernswerte Karriere eines Radfahrers ist ja mehr als bloße Fitness. Sie fordert Entschlossenheit, Willenskraft und vor allem eine leidenschaftliche Liebe zum Radsport. Es handelt sich um eine professionelle Sportkarriere, die mehr ernstgenommen wird als man denkt.

Fahrradrennen als Beruf

Schon mal von der Tour de France gehört? Natürlich habt Ihr! Es ist eines der bekanntesten Fahrradrennen der Welt und hat einige der renommiertesten Radfahrer hervorgebracht, die das Spiel je gesehen hat. Diese Athleten verdienen nicht nur ihr tägliches Brot, sondern haben auch eine ziemlich lukrative Karriere aufgebaut. Ja, man kann eine Karriere im Radsport machen, und obwohl es kein Zuckerschlecken ist, kann es sich definitiv auszahlen.

Wie hoch sind die Gehälter im Radsport?

Ein durchschnittlicher Profiradfahrer kann zwischen 20.000 und 500.000 Euro pro Jahr verdienen. Wow, das ist eine ziemlich große Spanne, oder? Nun, das kommt davon, dass das Gehalt eines Radfahrers von vielen Faktoren abhängt, darunter das individuelle Talent, die Erfahrung und natürlich das Team, dem sie angehören. Eure Kinder könnten also in der Lage sein, sich mit ihren Fahrrädern ein beachtliches Taschengeld zu verdienen! Aber natürlich nur wenn sie das Talent und die Ausdauer haben. Mir bleibt an dieser Stelle nur zu sagen, bitte werft mich nicht aus dem Fenster, wenn Ihre Kinder anfangen, ihre ganze Zeit auf dem Fahrrad zu verbringen, und die Hausaufgaben leiden beginnen!

Was braucht man, um ein professioneller Radfahrer zu werden?

Es reicht nicht aus, einfach Fahrrad fahren zu können, wenn man eine Karriere im Radsport anstreben möchte. Es braucht harte Arbeit, Entschlossenheit und Willenskraft. Ein junger, aufstrebender Radfahrer muss bereit sein, Stunden auf seinem Sitz zu verbringen, bei jedem Wetter, und das bedeutet auch, wenn es schüttet wie aus Eimern!\n Es kann schwierig sein, aber die Belohnung kann gross sein.\n Bis man schließlich einen professional contract unterzeichnet, ist es ein langer und herausfordernder Weg. Bodenständige Menschen, wie Ihr und ich, betrachten es vielleicht als mühsam, aber für die wahren Liebhaber des Radsports ist es das ultimative Ziel.

Fakten über den Radsport

Wussten Sie, dass Fahrradfahren eines der gesündesten Workouts ist? Es gibt Eurem Körper ein vollständiges Training und stärkt Euer Herz und eure Lungen. Aber wussten Sie auch, dass es weltweit fast eine Milliarde Fahrräder gibt? Das sind mehr Fahrräder als Autos! Und hier ist noch ein lustiger Fakt: Während des längsten dokumentierten Radrennens, das unfassbare 22 Tage dauerte, verlor der Gewinner insgesamt 12 Pfund! Könnt Ihr Euch das auch nur annähernd vorstellen? Nun, ich kann es definitiv nicht! Und da bin ich wieder, voller Respekt und Bewunderung für diese unglaublich starken und entschlossenen Athleten.

Meine persönliche Verbindung zum Radsport

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, was meine persönliche Verbindung zum Radsport ist. Gut, die Geschichte ist nicht besonders aufregend. Ich bin kein Profi-Radfahrer und habe auch noch nie an einem Rennen teilgenommen, aber ich gebe zu, dass ich eine Leidenschaft fürs Radfahren entwickelt habe. Ich liebe es, mit Kurt und Helena um die Wette zu fahren und sie zu ermutigen, ihre Grenzen zu überwinden. Ich finde es toll, dass sie den Radsport genauso lieben wie ich und dass sie ihn als eine Möglichkeit sehen, ihrer Gesundheit und Fitness etwas Gutes zu tun.

Idealerweise würden wir alle lieben es, unsere Arbeit zu machen und dafür bezahlt zu bekommen. Nun, Radfahren kann Euch das geben. Zugegeben, es ist kein Kinderspiel und erfordert eine Menge Opfer und harte Arbeit. Aber wenn Ihr bereit seid, die Anstrengung zu erbringen und Eure Leidenschaft für das Radfahren wirklich ernst nimmt, könnte Euch eine Karriere im Radsport eins der erfüllendsten und lohnendsten Leben aller Zeiten bescheren.

Wie viel verdienen Pro-Mountainbiker?

In einer Umfrage haben knapp 200 Mountainbike-Profis Auskunft über ihr Einkommen gegeben. Ein erstes verblüffendes Resultat: Ein Fünftel der Fahrerinnen und Fahrer, die sich in den letzten zwei Jahren in den Top-40 platzierten, verdienen keinen Cent. Die Studie wurde im Auftrag von Pinkbike durchgeführt.

Zuerst eine Warnung. Der «State of the Sport Survey» enthält keine Liste mit den Namen der Stars und ihres Einkommens. Er besteht in einer statistischen Annhäherung an die Einkünfte der Mountainbike-Profis. Es geht also um sehr viele Zahlen. Wer das nicht spannend findet, sollte spätestens hier aus dieser Meldung aussteigen.

Während zwei Jahren erhielten Fahrerinnen und Fahrer einen Fragebogen, die sich in einem Weltcup-Rennen (Cross Country, Downhill), einem Wettkampf der Enduro World Series oder einem Slopestyle/Freeride-Wettkampf der höchsten Stufe in den Top-40 klassiert hatten. Ihr Angaben machten sie anonym. Am meisten Antwortsätze gingen von Downhill und Enduro Pros ein (zusammen 137), daneben gaben 39 Cross Country-Spezialisten und 21 Slopestyler Auskunft. 61 % aller Befragten sind Männer. Weitere Angaben zu den Befragten finden sich in den Grafiken.

Nun aber zum Eingemachten, nämlich dem Geld, das die Pros einstreichen oder eben nicht. 21 % werden für ihre Weltklasse-Leistungen nicht mit Geld entlöhnt, ein Viertel verdient jährlich 5000 Dollar oder weniger, 51 % kommen auf höchstens 20000 Dollar. Auf der anderen Seite der Skala verdient ein Drittel der befragten Profis mindestens 40000 Dollar pro Jahr, 10 % streichen 100000 oder mehr ein. Am ungleichsten ist die Einkommensverteilung im Downhill-Weltcup, wo 46.7 % höchstens 5000 Dollar jährlich einkassieren, gegenüber 20 % mit 40000 bis über 250000 Dollar. Am ausgeglichensten ist das Feld der Cross-Country-Spezialisten, wo 40 % mindestens 40000 Dollar jährlich einkassieren, gegenüber 20 %, mit 0 bis 20000 Dollar.

Auch im MTB-Profi-Zirkus verdienen die Frauen weniger als die Männer: Die Hälfte aller Athletinnen hat sich der Einkommenskategorie 10000 – 20000 zugeordnet oder einer höheren zugeordnet. Bei ihren Kollegen liegt das Medianeinkommen (die eine Hälfte verdient so viel oder mehr, die andere Hälfte verdient weniger) bei 10000 – 20000 Dollar. Bei fast allen Frauen ist bei 100000 Dollar das Ende der Fahnenstange erreicht, während immerhin 15 % der Männer mindestens soviel oder noch deutlich mehr verdienen.

Zu betonen ist, dass es sich bei all diesen Zahlen um Selbstdeklarationen handelt, es wurden keine Überweisungen oder Steuererklärungen überprüft. Interessant ist auch, wie die Befragten ihr Einkommen beurteilen. 43 % finden, ihre Leistungen werden nicht fair entlöhnt. 29 % halten ihre Entlöhnung für angemessen. Der Rest beantwortet die Frage weder mit ja noch mit nein.

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