Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Die Fahrt mit Kopfhörern im Straßenverkehr ist immerzu ein Kompromiss. Hört man seine Musik gut, verschwimmt der Straßenverkehr im Hintergrund und die Aufmerksamkeit sinkt. Ist man sicherheitsbewusst und stellt die Musik ein paar Stufen leiser, um genug mitzubekommen, kann man sie eigentlich auch gleich aus lassen. Eine Alternative hierzu? Die Trekz Titanium von Aftershockz. Sie liegen nicht wie In-Ear Kopfhöhrer im Ohr, sondern eben auf dem Wangenknochen auf. Vorteil hierbei ist, der eigentlich Gehörgang bleibt frei.
Wie das System im Praxiseinsatz funktioniert haben wir für euch getestet!

Technische Daten

Thema Info
Farben Schwarz, Blau, Lila, Grün
Gewicht 37 Gramm
Größen One Size
Lieferumfang Kopfhörer, Ladekabel, Transporttasche, Oropax
Preis Ca. 100 Euro
Verbindung Bluetooth

Der Erste Eindruck

Ungewöhnlich aber kompakt, das ist der erste Eindruck über die Trekz Titanium. Dank ihrer kompakten, auch systembedingten Form wirken sie filigran aber auch luftig leicht. Das fehlen jeglicher Kabel, dank Bluetooth Verbindung, passt zum „cleanen“ Look der Hörer.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Dank fehlender Kabel wirken die Kopfhörer sehr filigran und kompakt.

Setzt man sie nun ein erstes mal auf, ist es zuerst ungewohnt, dass die Musik nicht direkt ins Ohr gelangt, sondern eben über den Knochen übertragen wird. Lustig, für manche auch anfangs etwas unangenehm, ist das leichte „vibrieren“ der Kopfhörer auf den Wangenknochen.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Der gute Tragekomfort ist einer der Vorteile des speziellen Systems

Klar ist, dass ein solches System nicht an die Qualität von In-Ear Kopfhörern heranreichen kann, umso erstaunlicher ist jedoch, dass sie ein klares, sehr „erwachsenes“ Klangbild samt ausgeprägter Höhen und Tiefen abliefern. Dazu aber später mehr.

Tragekomfort

Die Kopfhörer liegen durch die weiche Ummantelung angenehm an den Ohren auf und stützen sich je nach Bedarf und Position auf dem Rad oä. am Nacken ab. Dank der leichten 37 Gramm ist das Tragegefühl angenehm. Entgegen der In-Ear Pendants, welche oft nach einiger Zeit mit einem unangenehmen Druck im Ohr auffallen, lassen sich die Trekz auch nach langer Zeit noch angenehm tragen. Einziger Nachteil, unter Fullface oder anderen Helmen, welche über die Ohren reichen, können sie nicht getragen werden.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Dank der weichen Ummantelung schmiegen sich die Hörer angenehm an Kopf und Ohr.

Im Einsatz

Ganz nach meinen persönlichen Vorlieben habe ich sie auf dem Weg zum Trail oder auch auf leichten Abfahrten genutzt. Ging es auf anspruchsvollere Trails wurden sie ausgeschaltet, denn ohne Musik fühle ich mich in anspruchsvollerem Geläuf sicherer und fokussierter. Dennoch können wir euch sagen, auch auf schnellen, verblockten Abfahrten sitzen sie sicher ohne zu verrutschen!

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Will man die Außenwelt doch einmal ausblenden, können die beigelegten Oropax verwendet werden.

Doch zurück zum Uphill. Hat man das Handy oder MP3-Player einmal mit den Trekz „vertraut“ gemacht, so erkennen sich beide binnen weniger Sekunden. Hat man sie schon aufgesetzt ist dies durch eine akustische Ansage zu vernehmen.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Fixe Sache – Verbindung mit dem Smartphone

Musste der Umstände halber z. B. aufgrund der Geschwindigkeit einmal die Lautstärke geändert werden kann dies entweder am Handy oder auch an den Hörern selbst gemacht werden. Generell lassen sie sich auch ausschließlich via der 3 Tasten bedienen. Muss ein Lied gestoppt werden, reicht ein kurzer Druck auf den Multifunktionsknopf.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Easy going – Die Kopfhörer lassen sich auch ohne Einsatz des Handys komplett bedienen.

Fassen wir rein das Praktische einmal zusammen, siegen die Trekz Titanium auf ganzer Linie. Sie ermöglichen im Uphill den Genuss von Musik auf eine herrlich unkompliziert Art und verlangen dank der eigenen Tasten nicht ständig nach einem lästigen Griff zum Handy. Sind sie ausgeschaltet kann man sie auch gerne auflassen, unangenehm werden sie nie außer die Außentemperaturen gehen ins tropische und Schweiß bildet sich an den Auflageflächen.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Kabelsalat war gestern – Einfach einfach

Klangqualität

Vorteile über Vorteile, doch in einem können die Trekz In-Ear Kopfhörer nicht übertrumpfen, der Klangqualität. Sie bieten zwar einen „erwachsenen“ Klang und ein gutes Klangbild, reichen aber nicht an die Bassstärke oder Dynamik von In-Ear heran. Wer seine Musik also „genießen“ will greift zu anderen Kopfhörern.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Klanglich gut, doch an die Dynamik eines In-Ear reichen sie nicht heran.

Ebenfalls sollte man für den Weg zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln eventuell andere Hörer benutzen, denn systembedingt wird der ganze Schall nicht nur auf den Knochen übertragen sondern gelangt in gewissem Maße auch an die Außenwelt. Gerade morgens kann dies störend sein.

Im eigentlich Einsatzzweck, Outdoor, ist dies ein entscheidender Vorteil. Das Ohr ist frei und somit können Gefahren welcher erst zu hören und dann zu sehen sind, schneller und früher gebannt werden. Gerade im Straßenverkehr ein wichtiger Punkt!

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Straßenverkehr und Musikgenuss – Sicher und Unterhaltsam

Fazit

Wer einen unkomplizierten Kopfhörer für den Einsatz auf dem Fahrrad sucht, wird mit den Trekz Titanium glücklich! Sie sind herrlich unkompliziert, gehen Kabelsalat aus dem Weg und halten einem die Ohren frei. Klanglich können sie nicht ganz mit In-Ear Pendants mithalten, überzeugen aber dennoch. Mit einem Preis von 100 Euro sind sie zwar ein wenig teurer als die In-Ear Konkurrenz, stellen aber trotzdem eine attraktive Alternative, gerade für den sicherheitsbewussten Biker im Straßenverkehr dar.

Video

Nun könnt ihr unser Video zu den Kopfhörern auch auf YouTube finden, der Link dazu ist hier

Https://www. rund-ums-rad. info/trekz-titanium-das-ohr-bleibt-frei/

Darf man beim Fahrrad fahren mit Kopfhörern musik hören?

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Ja, darf man. Sogar Autofahrer dürfen dies, Aber sie müssen dabei in der Lage den Verkehr zu beherrschen.

Da sehr viele Unfälle passieren durch zu laute Kopfhörer wird es bestraft wenn nachweislich zu lautes hören die Schuld an einem Unfall hatte oder sichtbare Fahrunsicherheiten dadurch entstanden sind (ZB keine Reaktion auf hupen oder Eisenbahnpfeifsignale).

Ich empfehle und verwende selbst immer nur einen Kopfhrer und den nicht zu laut.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Du darfst Musik hören aber nur so laut das du trotzdem hören kannst, wenn hinter dir gehupt wird bzw. Sirenen sind und du auf Seite fährst. Da wäre es am besten, wenn man nur auf einem Ohr Musik hört und das andere frei lässt damit man die Umgebung noch hört.

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Du darfst das, aber wenn du in der Stadt unterwegs bist, solltest du beim Fahrrad fahren keine Musik hören, sonst bekommst du nicht mit, was passiert.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Sag das mal den autofahrern, die haben auch alle das Radio an

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Problematisch an den Kopfhörern sind halt die Kopfhörer. Die isolieren das Ohr komplett von der Außenwelt. Wenn ein Radfahrer eine Bluetooth-Box auf voller Lautstärke an hat, hört er weitaus mehr von der Außenwelt als wenn er Kopfhörer aufhat.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Kopfhörer isolieren nicht total.

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Grundsätzlich darfst Du das, solange das nicht Deine Verkehrswahrnehmung beeinträchtigt. Heißt also, dass Du nicht zu laut hören darfst, da Du ein Martinshorn wahrnehmen können musst.

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Https://www. reddit. com/r/Fahrrad/comments/y3862y/fahrradfahrer_mit_kopfh%C3%B6rern/

Ist Musik hören beim Fahrrad fahren erlaubt?

Wie macht ihr das? Hört ihr beim Radfahren Musik? Wisst ihr eigentlich ob man wirklich beim Radfahren Musik hören darf? Kann euch die Polizei aus dem Verkehr räumen, wenn ihr mit Kopfhörern durch die Gegend radelt?

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Viele machen es, aber sie kennen nicht die rechtliche Situation. Immerhin etwa die Hälfte der Radfahrer in Deutschland hört während der Fahrt Musik. Aber ist das nicht verboten? Ich habe die Frage recherchiert und versuche sie korrekt zu beantworten.

Das Thema ist schwierig und kontrovers. Auch innerhalb der Fahrradcommunity gibt es unterschiedlichste Meinungen. Viele sind der Meinung das Musikhören beim Radfahren nicht in Ordnung ist, weil es aufgrund der Ablenkung ein zu großes Risiko für den Fahrer und für andere Verkehrsteilnehmer darstellt.

Um es vorab deutlich zu machen, der Artikel ist Keine Rechtsberatung, sondern eine Zusammenfassung der aktuellen Situation in Deutschland. Am Ende gebe ich noch eine persönliche Empfehlungen zu dem Thema.

Musik hören beim Fahrrad fahren – Ist es erlaubt?

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Ganz einfache Antwort: Ja, wenn ihr Fahrrad fahrt, dann dürft ihr auch Musik hören. Es gibt in Deutschland Kein gesetzliches Verbot von Musik auf dem Fahrrad, auch nicht mit Kopfhörern. Rechtlich müsst ihr dennoch einiges beachten, zum Beispiel, dass die Musik nicht zu laut sein darf und somit keine Ablenkung darstellen darf. Ihr solltet immer in der Lage sein den Verkehr und eure Umwelt wahr zu nehmen. Hierfür bietet es sich an grundsätzlich auf geschlossene Kopfhörer oder sogar Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung zu verzichten.

Gedanken sollte man sich außerdem machen um die Schuldsituation im Falle eines Unfalls. Trägt ein Musik hörender Radfahrer im Falle eines Unfalls automatisch eine Mitschuld? Abgesehen von den rechtlichen Fragen ist das Musik hören beim Radeln auch eine Frage der eigenen und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. Auch dazu habe ich mir Gedanken gemacht und will einige Lösungen aufzeigen die Musik hören und Gesetz perfekt miteinander vereinbaren lässt.

Angenommen man würde grundsätzlich Gesetzlich veranlassen, Das Musik hören während der Fahrt auf dem Fahrrad verboten ist, müsste man dann nicht auch allen anderen Verkehrsteilnerhmern das Musik hören untersagen, wie zum Beispiel den Fußgängern oder sogar den Autofahrern? Wieso sollte die Ablenkung für Radfahrer beim hören von Musik oder hören von Radio höher sein als für Autofahrer?

Rechtliche Situation im Detail

Das sagt die STVO in § 23 Absatz 1:

(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.

Wie weiter oben bereits beschrieben gibt es in Deutschland in der STVO aktuell kein Verbot von Musik hören auf dem Fahrrad. Es ist lediglich geregelt, dass das Gehör des Fahrzeugführenden, also dem Radfahrer, nicht beeinträchtigt sein darf. Das heißt, ihr müsst jederzeit in der Lage sein, das Geschehen um euch herum, eure Umwelt und andere Verkehrsteilnehmer, wahr zu nehmen und darauf reagieren zu können.

Wichtig ist aber auch der Absatz 1a in Paragraph 23. Dieser besagt, dass das elektronische Gerät, also euer Smartphone oder MP3-Player, weder gehalten noch aufgenommen werden darf. Das heißt, euer Smartphone sollte entweder in der Tasche bleiben oder mit einer Halterung am Lenker fixiert werden und mit (Bluetooth-Kopfhörern) betrieben werden. Die eingestellte Lautstärke darf in jedem Fall nicht so laut sein, dass ihr keine anderen Verkehrsteilnehmer versteht.

In der Vergangenheit gab es dazu auch einzelne Gerichtsurteile die interessant sind für die rechtliche Bewertung. Wie zum Beispiel:

OLG Köln, Ss 12/87

Radfahrern ist die Benutzung eines Walkman mit Kopfhörer jedenfalls dann untersagt, wenn die im Einzelfall eingestellte Lautstärke zu einer Gehörbeeinträchtigung i. S. des § 23 StVO führt. Es genügt bereits eine geringfügige Überschreitung der Grenzwerte.

In dem Fall hat ein Radfahrer während der Fahrt mit einem Walkman Musik gehört. Die Lautstärke war auf Stufe 3 bis 4 (von 10 möglichen Stufen) eingestellt. Wenn man dieses Urteil zu Grunde nimmt, dann solltet ihr, wenn ihr unbedingt während der Fahrt Musik hören wollt, die Wiedergabelautstärke recht leise einstellen.

Es ist jedoch nicht der Fall, dass Radfahrer hier irgendwie benachteiligt werden, denn auch für Autofahrer gilt die gesetzliche Regelung. Autofahrer müssen bei zu lauter Musik ein Bußgeld von 10 Euro zahlen. (Stand April 2020)

Übrigens ist es auch am Fahrrad nicht erlaubt mit dem Mobiltelefon in der Hand zu telefonieren. Werdet ihr dabei erwischt, dann gibt es ein saftiges Bußgeld.

Bitte bedenkt auch: Im Falle eines Unfalls kann es – wenn ihr während der Fahrt Kopfhörer getragen habt – durchaus auch zu der Frage der Mitschuld kommen. Wäre der Unfall ohne Kopfhörer vermeidbar gewesen? Habt ihr vielleicht zu laut gehört?

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Ist es Verantwortungslos auf dem Rad Musik zu hören?

Nun ja, man sollte unsere Straßenverkehrsordnung grundsätzlich immer im Auge behalten:

STVO § 1 Absatz 1: “Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.”

Wenn ihr euch ehrlich die Frage beantwortet, beeinträchtigen euch die Kopfhörer oder nicht? Wenn ihr euch unsicher seid, dann verzichtet lieber komplett auf Kopfhörer.

Ich rate in jedem Fall davon ab, dass ihr euch mit geschlossenen Kopfhörern und / oder mit hoher Lautstärke im Straßenverkehr bewegt und das unabhängig davon ob ihr das Fahrrad nehmt, mit dem Auto fahrt oder sogar zu Fuß unterwegs seid.

Also Musik hören nur ohne Kopfhörer erlaubt?

Wie oben bereits beschrieben. Es gibt kein explizites Verbot. Allerdings solltet ihr stets in der Lage sein, dass Geschehen um euch herum zu erfassen.

Es gibt Lösungen mit denen Ihr ohne Kopfhörer Musik hören könnt. Ein Lenkerradio oder eine Bluetooth-Box wären zum Beispiel zwei Möglichkeiten. Allerdings nervt es unter Umständen andere, wenn ihr mit einer lauten Bluetooth-Box durch die Stadt radelt. Außerdem gibt es auch Bußgelder für Lärmbelästigung.

Welche Möglichkeiten gib es?

Ich habe es in der Vergangenheit so geregelt, dass ich ein Jabra In Ear Nackenbügel Headset nutzte und dabei nur einen Knopf im Hör hatte. Mit dieser Lösung hatte ich nie irgendwelche Probleme. Mit dem anderen Ohr bin ich vollständig im Straßenverkehr. Wenn man jedoch darüber nachdenkt, dann wird man feststellen, dass das Gehör auf der Seite des Kopfhörers immer etwas verzögert. Da auch diese Lösung nicht 100% Ideal ist, habe ich versucht bessere Lösungen zu finden.

Ein Helm mit integriertem Headset ohne Kopfhörer ist eine mögliche Lösung. Dazu habe ich kürzlich den Bluetooth Helm Sena R1 getestet. Bei diesem sind auf höhe der Ohren kleine Lautsprecher eingebaut mit denen man Musik hören kann. Diese Lösung ist insofern interessant, weil euer Gehör nicht von der Umwelt abgeschirmt wird.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Knochenschall Kopfhörern, wie zum Beispiel den Modellen von AfterShokz.

Hierbei werden Geräusche über Mikrovibrationen über die Wangenknochen zum Innenohr weitergeleitet. Dadurch kann man Musik hören und gleichzeitig bleiben die Ohren frei und können die Umwelt wahrnehmen. Diese Lösung scheint perfekt, aber ich konnte die Kopfhörer bisher nicht testen.

Fazit & meine Meinung

    Musik hören beim Fahrradfahren ist nicht verboten Ihr müsst jedoch sicherstellen, dass ihr das Verkehrsgeschehen um euch herum wahrnehmt Fahrt immer aufmerksam und rücksichtsvoll Verzichtet auf eine zu hohe Lautstärke

Radfahrer (und Fußgänger) sollten es in jedem Fall vermeiden sich während der Fahrt gehörtechnisch von ihrer Umwelt zu isolieren. Damit meine ich, benutzt keine geschlossenen Kopfhörer, keine In-Ear-Kopfhörer und keine zu hohe Lautstärke.

Die Lösung mit einem Knopf im Ohr funktioniert, wenn ihr nicht mit hoher Lautstärke hört. Bedenkt dabei jedoch, dass ihr Geräusche aus der Richtung des Kopfhörers unter Umständen nur verzögert wahrnehmt.

Wenn ihr euch jedoch unsicher seid, ob euer Kopfhörer geeignet ist um ihm im Straßenverkehr zu nutzen, solltet ihr vielleicht lieber verzichten. Im Zweifel ist das die sicherste Variante.

Verzichten solltet ihr in jedem Fall auf geschlossene Kopfhörer oder Headsets mit aktiver Geräuschunterdrückung.

Mich nervt die Unterscheidung von verschiedenen Verkehrsteilnehmern unheimlich. Warum ist es offensichtlich für viele völlig normal im Auto laut Musik zu hören oder mit Kopfhörern Sport zu treiben? Bei Fahrradfahrern wird dies – nach meiner Ansicht – viel kritischer gesehen.

Wie ist eure Meinung zum Thema Musik hören beim radeln? Fahrt ihr mit Kopfhörern oder lehnt ihr dies strikt ab?

Https://www. nicbec. com/ist-musik-horen-beim-fahrrad-fahren/

Kopfhörer auf dem Fahrrad

Musik beim Fahrrad fahren zu hören und Kopfhörer auf dem Fahrrad zu tragen ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Manch einer möchte dem Verkehrslärm entfliehen oder sich mit passender Musik zu sportlichen Höchstleistungen motivieren. Aber was sieht die Rechtslage vor?

Sind Kopfhörer auf dem Fahrrad erlaubt?

Grundsätzlich scheint es Kein Gesetz zu geben, Das Kopfhörer beim Radfahren verbietet. Man kann sagen: Es ist erlaubt. Denn eigentlich gibt es zwischen der lauten Musik aus dem Autoradio und den Kopfhörern während der Fahrt mit dem Fahrrad keinen Unterschied.

Allerdings gebietet die Straßenverkehrsordnung, dass der Nutzer des Rades die Wahrnehmung der Umwelt bzw. des Straßenverkehrs Nicht beeinträchtigen darf. Der Ton macht also die Musik. Beziehungsweise Die Lautstärke macht den Unterschied. 1987 wurde das auch in einem Grundsatzurteil (Beschluss des OLG Köln Ss 12/87) festgestellt.

Risiko: Teilschuld – bei Kopfhörer auf dem Fahrrad

Außerdem kann dir dein Verhalten als fahrlässig vorgeworfen werden. Dies ist vor allem zivilrechtlich von Bedeutung, wenn die gegnerische Versicherung mit deiner eingeschränkten Wahrnehmung argumentiert. Und das fängt bei fehlender Beleuchtung oder eben Kopfhörern und lauter Musik an. Die Folge wäre eine Teilschuld oder ganz deutlich: Dein Anspruch auf Schadensersatz wird gesenkt.

Better Safe Than Sorry

Doch auch wenn man rein rechtlich gesehen auf der sicheren Seite ist, sollte man wenigstens im Straßenverkehr auf die Kopfhörer verzichten oder wenigstens „ein Ohr offen“ lassen. Der Gesundheit zuliebe.

Https://www. velominate. de/verkehr-und-recht/kopfhoerer-auf-dem-fahrrad/

Telefonieren und Musikhören auf dem Fahrrad

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Besser nicht, und schon gar nicht mit lauter Musik, sagen Experten: Kopfhörer schotten Radelnde ab, Geräusche und Signale, die zum Einschätzen von Verkehrsabläufen und Gefahrensituationen wichtig sind, dringen nicht mehr durch. © Robert Günther/dpa-tmn

Wer mit dem Smartphone in der Hand auf dem Rad erwischt wird, kassiert ein Bußgeld. Aber was ist mit Headsets & Co? Nicht alles ist verboten.

Stuttgart/Frankfurt – Musikhören beim Fahren macht Spaß. Das gilt nicht nur fürs Autofahren, sondern auch fürs Radeln. Mindestens genauso beliebt sind Telefonate, Hörbücher oder Podcasts. Doch was davon darf ich auf dem Fahrrad überhaupt machen, und was sollte ich tunlichst vermeiden?

Georg Zeppin von der Fahrradzeitschrift „Karl“ rät davon ab, während der Radfahrt über Kopfhörer Musik zu hören oder zu telefonieren: „Es lenkt stark ab und steigert die Unfallgefahr, da die Umgebung nur noch eingeschränkt wahrgenommen wird.“ Lediglich bei langsamer Fahrt auf Feld – oder Wiesenstrecken ohne nennenswerten Verkehr hält er die Kopfhörer-Berieselung für ungefährlich. Für dieses Szenario sollten Radfahrer dann am besten In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth-Verbindung wählen: Sie verdecken die Ohren nicht komplett, und kein Kabel stört die Bewegungen auf dem Rad.

Smartphone am Lenker

Eine andere Möglichkeit, um sich während der Tour auf einen kurzen Plausch einzulassen: Spezielle Halterungen oder Schalen am Lenker nehmen das Smartphone sicher auf. Radfahrer können dann über die Freisprechen-Funktion telefonieren. Nachteile: Die Umgebung hört mit. Und Musikhören über Smartphone-Lautsprecher ist eher eine Notlösung.

Mehr Klang und Lautstärke bringen da schon kleine Bluetooth-Boxen, die am Lenkrad montiert werden können oder einfach im Flaschenhalter Platz finden. Auch hier wird die Umgebung mitbeschallt und die Steuerung übers Smartphone während der Fahrt ist häufig problematisch. Einhändig fahren ist zwar grundsätzlich erlaubt, wenn man die volle Kontrolle übers Rad hat. Freihändig fahren verbietet die Straßenverkehrsordnung (StVo) aber, es droht ein Bußgeld.

Kopfhörer tragen beim Radeln ist generell erlaubt. Laut StVo dürfen Radfahrerinnen und Radfahrer Kopfhörer tragen und dabei telefonieren sowie Musik, Hörbücher oder Podcasts hören. Sie müssen aber gewährleisten, dass sie den Verkehr wahrnehmen und Warnsignale deutlich hören.

Künstliche Schwerhörigkeit

„Laute Musik aus Kopfhörern schafft bei Radfahrern künstliche Schwerhörigkeit und beeinträchtigt die Verkehrssicherheit für ihn selbst und für andere Verkehrsteilnehmer“, sagt Uwe Lenhart, Rechtsanwalt für Verkehrsrecht. Mit lauter Musik fehle ein wichtiger Sinn der Wahrnehmung von Geräuschen und Signalen, die für das Einschätzen von Verkehrsabläufen wichtig seien.

Bei Verstößen drohen 10 Euro Verwarnungsgeld. Überhört der Radler Einsatzfahrzeuge wie Polizei oder Krankenwagen und macht keinen Platz, droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro, erklärt Lenhart. Resultiert aus der Ablenkung des Radlers ein Unfall, bei dem andere zu Schaden kommen, könne es um fahrlässige Körperverletzung gehen.

Wie im Auto ist es verboten, mit dem Handy in der Hand zu telefonieren. Wer dabei erwischt wird, zahlt ein Bußgeld von 55 Euro. Anders sieht es aus, wenn der Radfahrer per Freisprechfunktion über eine Smartwatch am Handgelenk telefoniert.

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Einfach rechts ranfahren

Auch Hartmut Gieselmann vom Fachmagazin „c’t“ rät generell vom Tragen von Kopfhörern während des Radfahrens ab. „Ganz gleich ob Over-Ear-Kopfhörer oder In-Ear-Hörer, sie dichten das Ohr ab und behindern das Hören von Umgebungsgeräuschen. Das gelte selbst für Modelle, die einen akustischen Transparenzmodus bieten. Und wer telefonieren möchte, sollte am besten rechts ranfahren und das Gespräch im Stehen führen.

Multimedia-Helm als Alternative

Eine interessante Alternative zu Kopfhörern & Co können Fahrradhelme mit integrierten Lautsprechern und Mikrofon sein. „Auch wenn die Klangqualität nicht an die von geschlossenen Kopfhörern herankommt, reicht es meist zum Telefonieren oder Hören von Podcasts“, erklärt Hartmut Gieselmann vom „c’t“-Fachmagazin. Er rät aber dazu, einen Helm zuerst nach Sitz und Passform auszusuchen und nicht nach den Multimedia-Funktionen: „Ein sicherer Sitz ist wichtiger als Musik im Helm.“

Hersteller von Helmen mit integrierten Kopfhörern und Mikrofonen sind etwa Cratoni, Livall oder Sena. Mit einer App oder einer Bluetooth-Fernbedienung am Lenker lassen sich Anrufe annehmen oder die Lautstärke regulieren, erklärt Georg Zeppin von der Fahrradzeitschrift „Karl“. „Der Vorteil liegt darin, dass die Kopfhörer die Ohren nicht komplett umschließen, so dass noch Außengeräusche wahrgenommen werden.“

„Ich kann nur davon abraten, mit Kopfhörern oder In-Ears Fahrrad zu fahren“, sagt Gieselmann. In-Ear-Stecker ohne Sicherungsbügel oder – Strippen könnten zudem während der Fahrt aus dem Ohr fallen, was zu Unfällen führen kann.

Kopfhörer für Knochenschall

Eine Alternative, die das Ohr nicht abdichten, sind sogenannte Knochenschallkopfhörer. Diese liegen direkt am Schädelknochen nahe dem Ohr an und leiten den Schall in Form von Vibrationen zum Innenohr. Das Ohr bleibt dabei frei und kann weiter Außengeräusche inklusive der wichtigen Richtungsinformationen aufnehmen.

Https://www. hna. de/leben/multimedia/telefonieren-und-musikhoeren-auf-dem-fahrrad-zr-90817706.html

Ist Musik hören beim Fahrradfahren erlaubt?

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass das Musikhören auf dem Fahrrad in Deutschland verboten sein muss. Aber wie ist die gesetzliche Regelung?

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Das Fahrradfahren bereitet vielen Menschen vor allem bei schönem Wetter große Freude. Einige Radfahrer genießen dabei die angenehme Stille der Natur, andere die lebhaften Geräusche der Großstadt. Wieder andere Menschen fahren am liebsten mit musikalischer Begleitung aus dem Smartphone. Nur wenige denken dabei darüber nach, ob dieses Verhalten in Deutschland überhaupt erlaubt ist. Zwischen Autofahrern und Radfahrern kommt es in Deutschland regelmäßig zu Streitgesprächen. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, rücksichtslos zu fahren und die Verkehrsregeln zu missachten. Radfahrern wird darüber hinaus vorgeworfen, mit Kopfhörern viel zu laute Musik zu hören und dadurch schwere Fahrfehler zu begehen. Viele Menschen sind deshalb davon überzeugt, dass das Musikhören beim Radfahren in Deutschland verboten sein muss. In diesem Ratgeber erfahren Sie, ob für dieses Verhalten tatsächlich ein Bußgeld erhoben wird.

Musik hören beim Radfahren – so sieht die Rechtslage aus

Ebenso wie bei jeder anderen Tätigkeit hat das Musik hören auch beim Radfahren einen großen Einfluss auf das Verhalten. Während ein aufregender Rhythmus zu rasantem Fahren animiert, kann ein ruhiges Lied das Tempo stark drosseln. Dennoch ist es entgegen der Erwartung vieler Menschen in Deutschland nicht illegal, beim Radfahren Musik zu hören. Radfahrer müssen allerdings dafür sorgen, dass sie eine Lautstärke wählen, die weder ihre eigene Verkehrssicherheit noch die der Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Diese allgemeine Regelung wurde vor über 25 Jahren im Rahmen eines Gerichtsverfahrens vom Kölner Oberlandesgericht festgelegt. Obwohl sich das damalige Urteil auf den Walkman bezog, kann es ebenfalls auf die modernen Geräte angewendet werden. Das Anhören von Liedern mit einem MP3-Player oder Smartphone beim Radfahren ist daher grundsätzlich gestattet. Den Einwänden von Autofahrern muss dabei entgegengehalten werden, dass diese auch mit musikalischer Begleitung fahren dürfen und von dieser Freiheit häufig Gebrauch machen. Die Grenze der Legalität wird in beiden Fällen erst dann überschritten, wenn aufgrund der Lautstärke die Sirene eines Krankenwagens nicht mehr gehört werden kann.

Rechtliche Konsequenzen des Musikhörens

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Die Lage sieht jedoch anders aus, wenn es beim Musik hören auf dem Fahrrad zu einem Unfall kommt. Wenn Radfahrer, die mit ihren Kopfhörern lauten Songs lauschen, in einen Unfall verwickelt werden, können sämtliche Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verfallen. Die Gesetzgebung sieht vor, dass von einem Auto stets eine generelle Betriebsgefahr ausgeht. Aus diesem Grund tragen Autofahrer bei Unfällen stets eine Mitschuld. Entsteht der Unfall jedoch, weil der Radfahrer aufgrund des Musikhörens einen schweren Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung begeht, so kann ihm die volle Schuld zugesprochen werden. Doch auch bei einer Mitschuld des Autofahrers am Unfall besteht die Möglichkeit, dass sämtliche Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz seitens des Radfahrers vollständig verfallen. Das Musikhören ist dadurch nicht generell verboten, sollte aber dennoch in einer angemessenen Lautstärke geschehen.

Https://www. lexika. de/ratgebertexte/verkehrssicherheit/musik-hoeren-radfahren/

Radeln mit Kopfhörern: Auf die Lautstärke kommt es an

R+V-Infocenter. Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind Radfahrer – und viele wollen auch auf ihrem Drahtesel nicht auf Musik oder Telefonate verzichten. Grundsätzlich ist Fahrradfahren mit Kopfhörern erlaubt. Es gibt jedoch Einschränkungen. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

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Radfahrer dürfen unterwegs telefonieren oder Musik hören – ob in der Natur oder im Straßenverkehr. „Wichtig ist dabei jedoch immer, dass die Radler trotz Kopfhörern verkehrssicher unterwegs sind“, sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement bei der R+V Versicherung. „Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Gehör und Sicht nicht beeinträchtigt werden dürfen. Schließlich braucht das Verkehrsgeschehen die volle Aufmerksamkeit.“ Konkret bedeutet das: Wichtige Umgebungsgeräusche wie Rufe von Fußgängern, klingelnde Radfahrer, Autohupen oder gar Martinshörner dürfen nicht übertönt werden. Ist die Musik aus den Kopfhörern viel zu laut, wird ein Verwarngeld von zehn Euro fällig. 25 Euro kostet es, wenn Radfahrer andere Verkehrsteilnehmer dadurch gefährden. „Und bei einem Unfall kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt grob fahrlässig außer Acht gelassen hat, riskiert sogar seinen Versicherungsschutz“, so Kretschmer.

Tippen verboten

Komplett verboten ist zudem, während der Fahrt Nummern ins Smartphone einzugeben, Nachrichten zu beantworten oder Musiktitel auszuwählen. „Das Handy darf nur dann in die Hand genommen und bedient werden, wenn das Rad steht – also wie bei Autos“, sagt R+V-Experte Kretschmer. Für das Telefonieren während des Radelns heißt dies: Freie Fahrt nur mit Freisprechanlage.

Https://www. ruv. de/presse/ruv-infocenter/pressemitteilungen/fahrrad-kopfhoerer

Sicher Fahrrad fahren: Vorausschauend und rücksichtsvoll

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Sicher fortbewegen: Fahrradfahrer sollten im Verkehr einige Dinge beachten. iStockphoto. vom/Pekic

Wie kann ich mein Fahrrad richtig versichern?

Von Markus Beims Der Traum von einer autofreien Innenstadt dürfte für viele Radfahrer wohl noch lange Wunschdenken bleiben. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Individual – und zunehmenden Lieferverkehr derart zu arrangieren, dass bedrohliche Zwischenfälle oder gar schwere Unfälle vermieden werden. Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr steht für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) neben einem verkehrssicheren Fahrrad sowie der entsprechenden Schutzbekleidung inklusive Fahrradhelm an erster Stelle – doch häufig ist das Gegenteil zu beobachten. Und das zugegebenermaßen auf beiden Seiten. Nicht nur Autofahrer rufen am Steuer mal eben die aktuellsten Chat-Nachrichten am Smartphone ab und übersehen dabei das querende Zweirad. Auch Radfahrer tragen mit ihrem Verhalten zu gefährlichen Situationen bei, indem sie beispielsweise während des Fahrradfahrens Kopfhörer tragen, lautstark Musik hören und die Umgebung nurmehr unzulänglich wahrnehmen. Ist das Tragen von Kopfhörern überhaupt erlaubt, solange man sich beispielsweise nur auf ausgeschilderten Radwegen befindet? „Radfahrende sind heute gleichberechtigte Verkehrsteilnehmende. Insofern gelten für sie auch die gleichen Regeln wie für Autofahrende. Musikhören ist zulässig, solange ich Umgebungsgeräusche wahrnehmen kann, die Smartphone-Nutzung während der Fahrt ist dagegen nicht erlaubt“, sagt Eberhard Röhrig-van der Meer, Sprecher des ADFC Hannover.

So geht’s auf zwei Rädern: Nach außen selbstbewusst, aber innerlich lieber defensiv

Radfahrende tragen mit ihrem Verhalten enorm zur eigenen Sicherheit bei. Der ADFC (www. adfc. de) zählt dabei eine ganze Reihe von Grundregeln auf, die es zu beherzigen gilt. „Vorausschauend und eindeutig fahren“ lautet einer der Grundsätze. So sollen Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer berechenbar sein und durch Handzeichen vor anstehenden Richtungswechseln für Klarheit sorgen. Auch sei es wichtig, Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern zu suchen und sich nicht allein auf sein Gehör zu verlassen. Die Mobilität befindet sich nämlich in einem stetigen Wandel. Neben der zunehmenden Anzahl an Lieferwagen, die all die schönen Dinge an die Haustür bringen, die im Internet bestellt werden, steigen auch immer mehr Autofahrer auf Hybrid – und Elektroautos um. Rollen diese nahezu lautlos und ohne Motorengeräusch durch die Straßen, sind alle Sinne des Radfahrenden gefragt. Außerdem ist es ratsam, „nach außen selbstbewusst, aber innerlich defensiv zu fahren“, rät der ADFC. Wer also einen unaufmerksamen Autofahrer erkennt, als Radfahrer aber dennoch auf seiner Vorfahrt beharrt, muss mit schmerzhaften Folgen rechnen. Abbiegende Autofahrer, der tote Winkel bei Lkw und Bussen, aber auch „Geisterfahrer“ auf dem Radweg zählt der ADFC zu den besonderen Risiken.
Die Sicherheit des Zweiradfahrers erhöht sich unterdessen durch weitere empfehlenswerte Verhaltensregeln, wie ADFC-Sprecher Röhrig-van der Meer erläutert: „In der dunklen Jahreszeit ist es gut, zur eigenen, passiven Sicherheit mit heller Bekleidung, ggf. auch mit reflektierenden Westen und mit einer gut sichtbaren Beleuchtung beizutragen. Ich selbst fahre ganztägig mit Licht, um besser gesehen zu werden. Mein Nabendynamo braucht dafür sehr wenig zusätzliche Energie.“ Außerdem empfiehlt der ADFC-Sprecher, dort, wo keine Radwege vorhanden sind, die Straßenmarkierungen wie Schutz – und Radfahrstreifen anzunehmen, denn „wichtig ist, dass Radfahrende gut wahrgenommen werden können. Deshalb gibt es Aufstellflächen vor Ampeln oder vorgezogene Haltelinien sowie inzwischen viele rote Markierungen bei Kreuzungen.“

Dass Eltern ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen, einen Fahrradhelm tragen und während der Fahrt auf Smartphone und Kopfhörer verzichten, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dennoch hat sich laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2017 die Anzahl der im Straßenverkehr tödlich verletzten Kinder unter 15 Jahren im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Eltern sollten demnach möglichst früh mit ihren Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben, um das Unfallrisiko zu verringern. So sind Seh – und Hörvermögen von Kindern noch nicht vollständig ausgebildet. Den jungen Verkehrsteilnehmern fällt es daher schwerer, Geschwindigkeiten und Entfernungen richtig einzuschätzen. Auch lassen sich Kinder leichter vom Straßenverkehr ablenken, wenn beispielsweise ein süßer, kleiner Hund auf dem Fußweg Gassi geführt wird. Erst ab einem Alter von ungefähr acht Jahren sind Kinder in der Lage, mögliche Gefahren vorherzusehen und dementsprechend zu reagieren.

Das in früheren Zeiten zuweilen liebevoll Drahtesel genannte Fahrrad ist heutzutage viel mehr als nur ein Gefährt, um damit von nach A nach B zu gelangen. In Alltag, Freizeit und Sport kommt das Zweirad zum Einsatz und hat sich inzwischen bis hin zum Hochleistungssportler weiterentwickelt. Auch die zunehmende Beliebtheit von E-Bikes und Pedelecs lässt sich an den Verkaufszahlen ablesen. Die mit Elektrounterstützung deutlich schnelleren Fahrräder erfordern allerdings auch ein verändertes Fahrverhalten, um der höheren Geschwindigkeit Rechnung zu tragen. Für Neu-Einsteiger gibt es sogar Kurse zum richtigen und sicheren Umgang mit E-Bike und Pedelec.

Neben der Sensibilisierung der Radfahrenden für die Gefahren im Straßenverkehr engagiert sich der ADFC Hannover zudem für eine bessere Rad-Infrastruktur: „Der grundsätzlich empfohlene Blickkontakt an Kreuzungen und Einmündungen ist in der dunklen Jahreszeit oft nicht gut möglich. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dass alle denkbaren Schutzmaßnahmen genutzt werden. Dazu zählt neben dem Selbstschutz die sichere Rad-Infrastruktur. Der ADFC Hannover fordert deshalb ein Velorouten-Netz für Hannover mit durchgängig sicheren Radweg-Routen“, erörtert ADFC-Sprecher Eberhard Röhrig-van der Meer abschließend. Die Einrichtung von zwölf Velorouten aus allen Stadtbezirken ins Stadtzentrum Hannovers fordert der ADFC Hannover von den verantwortlichen Politikern, um das Fahrradfahren sicherer und attraktiver zu machen. Solange der Traum von der autofreien Innenstadt nicht umsetzbar ist, dürften die Velorouten zumindest mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen lassen und somit zu saubererer Luft und einer lebenswerteren Stadt beitragen.

Wie kann ich mein Fahrrad richtig versichern?

Trekz titanium – das ohr bleibt frei!

Gut ver – und gesichert: Wie sollte ich mein Rad schützen? iStockphoto. vom/AndreyPopov

Von Markus Beims

Rund 73,5 Millionen Fahrräder gibt es in Deutschland. Nahezu jeder Mitbürger im „fahrradfähigen Alter“ dürfte demnach einen eigenen Drahtesel besitzen. Und dennoch gelten die Velos hierzulande als beliebtes Diebstahlobjekt. Darum stellt sich die Frage insbesondere für Besitzer hochwertiger Bikes: Wie kann ich mein Fahrrad richtig versichern, um im Ernstfall die Kosten erstattet zu bekommen?

Fahrräder sind zwar durch eine Hausratversicherung geschützt, doch gelten bestimmte Bedingungen, die erfüllt sein müssen: So haftet die Versicherung nur, wenn das Rad bei einem Einbruch in die Wohnung oder aus einem dazugehörigen verschließbaren Kellerraum oder einer Garage entwendet wird. Für einen Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung benötigt man eine gesonderte Versicherungspolice. Zahlreiche Assekuranzen bieten eine solche Klausel jedoch gegen einen Beitragszuschlag bei der Hausratversicherung an.

Desweiteren gilt zu beachten, dass weniger leistungsstarke Tarife bei nicht mit einem eigenen Schloss gesicherten Fahrrad ebenso wenig zahlen wie bei Diebstählen, die zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens geschehen. Bei einem Versicherungsabschluss ist daher darauf zu achten, dass der Vertrag einen 24-Stunden-Schutz bietet. Wer nicht im Besitz einer eigenen Hausratversicherung ist, kann insbesondere teure Fahrräder mit einer speziellen Fahrradversicherung versichern. Hierbei werden neben dem Diebstahl auch Reparaturkosten oder Leistungen nach Unfällen übernommen.

In Kürze: Fahrräder sind nur dann durch eine Hausratversicherung gegen Diebstahl geschützt, wenn …
■ … das Rad bei einem Einbruch aus der Wohnung, einem zur Wohnung gehörenden separaten und verschließbaren Kellerraum oder einer verschlossenen Garage gestohlen wird.

■ … wenn der Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung oder des Kellers durch eine separate Versicherung abgesichert ist.

■ … wenn der „einfache Diebstahl“ außerhalb der Wohnung gegen Beitragszuschlag abgesichert wurde.

■ … wenn das Fahrrad durch ein eigenständiges Fahrradschloss gegen Diebstahl gesichert wurde.

■ … wenn die Versicherung einen 24-Stunden-Schutz anbietet und keine Zeiträume, wie bei alten Verträgen üblich von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens ausklammert.

Https://www. haz. de/themenwelten/sicher-mobil/komplett/sicherheitstipps-hannovers-fahrradfahrer-adfc-verkehrssicheres-fahrrad-schutzbekleidung-fahrradhelm-51053

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