Strafen und bußgeld alkohol am steuer – wie viel promille sind erlaubt?

Alkohol und Autofahren? Keine gute Idee! Am besten fährt man, wenn keine Promille im Spiel sind. Aber Hand aufs Herz: Nach ein, zwei Gläsern Wein setzen sich viele Autofahrer und Autofahrerinnen noch hinters Lenkrad. Wann sollte man genau das tunlichst unterlassen, welche Strafen drohen, wenn man erwischt wird – und wieviel Alkohol sorgt für wie viele Promille im Blut? Ein Überblick.

Alkoholisiert ans Steuer setzten? Das sollte man grundsätzlich unterlassen! Bildrechte: imago images/YAY Images

Ein, zwei Gläser sind okay! Das sagen viele Autofahrer und Autofahrerinnen – und setzen sich alkoholisiert ans Steuer. Doch viele von ihnen überschätzen sich, hat ein Forschungsteam der Uni Witten/Herdecke festgestellt. Und: Je höher der Alkoholpegel, desto größer der Glaube an die eigene Fahrtüchtigkeit. Wieviel Alkohol ist gesetzlich erlaubt – und welche Strafen drohen, wenn man dagegen verstößt?

Tunnelblick? Viele Menschen unterschätzen unter Alkoholeinfluss ihre Fahrtüchtigkeit. Bildrechte: IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Wie viel Alkohol am Steuer ist erlaubt?

Wer über 21 Jahre alt ist, darf theoretisch mit bis zu 0,49 Promille Alkohol im Blut am Steuer sitzen, ohne dafür bestraft zu werden. Voraussetzung ist, dass der Fahrer oder die Fahrerin die Probezeit hinter sich hat und nichts passiert.

Alle Fahrer und Fahrerinnen, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder sich noch in der Probezeit befinden, unterliegen einem absoluten Alkoholverbot am Steuer. Für sie ist ein Fahrtantritt unter der Wirkung alkoholischer Getränke nicht erlaubt.

Was gilt für Berufskraftfahrer und Bus – oder Taxifahrer?

Für LKW-Fahrer und – Fahrerinnen gilt in Deutschland ebenso wie für PKW-Fahrerinnen und – Fahrer die 0,5-Promille-Grenze. Wer diesen Wert nicht übersteigt, darf sich laut Straßenverkehrsgesetz (StVG) noch ans Steuer seines Lastkraftwagens setzen.

Allerdings hat dabei auch der Arbeitgeber ein Wörtchen mitzureden. Der kann nämlich per Arbeitsvertrag ein Alkoholverbot am Arbeitsplatz regeln – und das ist im Falle eines Brummi-Fahrers oder einer Brummi-Fahrerin eben der Bock.

Für Busfahrerinnen und – fahrer des Linienverkehrs sowie für Taxifahrer ist durch den Gesetzgeber ein Alkoholverbot vorgeschrieben. Für sie gilt in Deutschland eine Null-Promille-Grenze. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Wer mit Promille am Steuer erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Bildrechte: PantherMedia/Wolfgang Filser

Alkohol am Steuer: Bußgeld, Strafe, Fahrverbot

Trunkenheit am Steuer ist kein Kavaliersdelikt. Wer erwischt wird oder unter Alkoholeinfluss einen Unfall baut, dem drohen empfindliche Strafen.

Alkohol am Steuer ist in Deutschland Ab einem Promillewert von 0,5 eine Ordnungswidrigkeit, die laut Bußgeldkatalog Alkohol mit Geldstrafen, Punkten in Flensburg und Fahrverboten belegt wird. Beim ersten Mal gibt’s eine Geldstrafe von 500 Euro, zwei Punkte und einem Monat Fahrverbot. Wird man danach erneut erwischt, fällt die Strafe entsprechend höher aus.

Ab 1,1 Promille gilt Fahren unter Alkohol als Straftat und wird mit einer Geld – oder Freiheitsstrafe, drei Punkten sowie dem vorübergehenden oder sogar dauerhaften Entzug der Fahrerlaubnis bestraft. Ab 1,6 Promille muss außerdem eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) absolviert werden.

Verstoßen Fahranfänger und Fahranfängerinnen oder Fahrerinnen und Fahrer unter 21 Jahren gegen die für sie geltende Null-Promille-Grenze, müssen sie an einem Aufbauseminar teilnehmen. Außerdem verlängert sich ihre Führerschein-Probezeit um zwei Jahre. Werden sie mehrfach erwischt, kann ihnen der Führerschein ganz entzogen werden.

Für Fahranfänger:innen und Autofahrer:innen unter 21 Jahren gilt eine Null-Promille-Grenze. Bildrechte: imago/Pressedienst Nord

Alkoholisiert lieber aufs Fahrrad?

Deutlich großzügiger ahndet der Gesetzgeber das Radeln unter Alkoholeinfluss. Die Promillegrenze für Fahrradfahrer beträgt stolze 1,6 Promille. Bis zu diesem Wert darf man aufs Rad steigen, ohne sich strafbar zu machen. Erst bei mehr als 1,6 Promille begeht man auch auf dem Rad eine Straftat.

Aber: Wer alkoholisiert Fahrrad fährt und einen Unfall verursacht oder auffällige Fahrfehler macht, begeht bereits Ab 0,3 Promille eine Straftat, die entsprechend hart bestraft wird. Sprich: Alkoholisiert Radfahren sollten nur diejenigen, die dazu auch noch in der Lage sind.

Bei Unfall oder Auffälligkeiten: Strafen ab 0,3 Promille möglich

Wer sich im Straßenverkehr auffällig verhält oder einen Unfall baut, muss bereits ab einem Alkoholgehalt von 0,3 Promille mit Strafen rechnen. Dann ist nämlich der Straftatbestand erfüllt und es drohen dieselben Konsequenzen, wie beim Fahren mit 1,1 oder mehr Promille.

Ins Röhren pusten: Darf man sich bei der Verkehrskontrolle weigern?

Wer in eine Verkehrskontrolle gerät und von der Polizei zum Pusten ins Röhrchen oder in ein Atemalkohol-Messgerät aufgefordert wird, darf das verweigern. Niemand ist dazu verpflichtet, an einer Messung des Atemalkohols teilzunehmen oder Auskunft über seinen Alkohol-Konsum zu geben.

Schöpft die Polizei den Verdacht, dass man alkoholisiert ist, kann sie eine Blutentnahme veranlassen. Dann darf man seine Fahrt nicht fortsetzen, sondern wird erstmal zu einem Arzt oder einer Ärztin gebracht.

Ins Röhrchen pusten? Das darf man den kontrollierenden Personen verweigern. Bildrechte: imago/Action Pictures

Wie viel Alkohol macht wieviel Promille?

Wer Alkohol getrunken hat, sollte sein Auto im Zweifelsfall immer stehen lassen. Zwar geben sogenannte Promille-Rechner Auskunft darüber, wie hoch der Alkoholanteil im Blut nach dem Konsum sein könnte. Doch das sind ausschließlich Richtwerte. Wer seinen Promille-Wert ganz genau wissen will, muss sich einem Bluttest unterziehen.

Wie der Promille-Gehalt im Blut eines Menschen ausfällt hängt u. a. vom Geschlecht, der Körpergröße, dem Alter, dem Gewicht, dem Mageninhalt, der Trinkgeschwindigkeit – und der individuellen Tagesform und Alkoholtoleranz ab. Und: Auch die Alkohol-Prozente in einem Getränk sind nicht immer gleich – auch wenn es sich um Bier oder Wein handelt.

Restalkohol: Wie lange dauert es, bis der Körper die Promille wieder abgebaut hat?

Nach einer durchzechten Nacht am nächsten Morgen oder Vormittag hinters Steuer setzen? Das ist in der Regel keine gute Idee. Denn Alkohol baut sich im menschlichen Körper vergleichsweise langsam ab – und das auch noch bei jedem Menschen unterschiedlich.

Bei Frauen sind es ungefähr 0,1 Promille pro Stunde, bei Männern zwischen 0,1 und 0,2 Promille. Demnach benötigt der Körper einer 55 Kilogramm schweren Frau etwa zwei bis drei Stunden, bis ein kleines Glas Wein (0,125 Liter) abgebaut ist. Der Körper eines 80 Kilogramm schweren Mannes braucht dafür etwa ein bis zwei Stunden. Beschleunigen lässt sich dieser Vorgang nicht.

Https://www. mdr. de/brisant/ratgeber/steuer-alkohol-104.html

Betrunken am Fahrrad: Kann ich den Führerschein verlieren?

Eines vorab: Alkoholisiert Fahrrad zu fahren ist gefährlich. Für die Fahrer:in und für alle anderen Verkersteilnehmer:innen. Aber warum dürfen Radfahrer:innen eigentlich mehr trinken als Autofahrer:innen, was gilt für E-Scooter und welche Konsequenzen drohen? PULS 24 mit den wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie viel darf ich trinken?

Grundsätzlich gilt – Alkoholkonsum und Verkehr gehen nicht zusammen. Das gilt auch für E-Scooter-Fahrer:innen, für Radfahrer:innen und für Fußgänger:innen. Die Reaktionsfähigkeit sinkt schon bei geringer Alkoholisierung und damit steigt das Unfallrisiko. Schon bei 0,8 Promille sprechen Expert:innen von einem fünffachen Unfallrisiko. Dennoch liegt genau hier die gesetzliche Grenze für Fahrradfahrer:innen. Für Autofahrer:innen gilt hingegen 0,5 Promille.

Was gilt für E-Scooter und E-Bikes?

E-Scooter, E-Bikes oder auch Pedelecs gelten vor dem Gesetz grundsätzlich als Fahrräder. Dementsprechend gelten die selben Regeln. Was Alkohol angeht, gilt für alle die 0,8 Promille-Grenze.

Ausnahmen stellen E-Scooter, E-Bikes oder Pedelecs dar, die eine höchstzulässige Leistung von mehr als 600 Watt und eine Bauartgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h aufweisen. Für sie gilt, was für Kraftfahrzeuge, also Mopeds, Motorräder oder Autos gilt. Bereits ab 0,5 Promille droht eine Anzeige, ab 0,8 Promille gibt es fix eine Anzeige und die vorläufige Abnahme des Führerscheins für zumindest ein Monat.

Warum dürfen Fahrradfahrer:innen mehr trinken als Autofahrer:innen?

Heute unvorstellbar, aber bis zum Jahr 1961 gab es selbst für Autofahrer:innen keine Promillegrenze. Dann legte man diese zunächst auf 0,8 Promille fest, bis im Jahr 1998 eine Verschärfung folgte. Wie in Österreich üblich – vor allem, wenn es um Alkohol geht – war die Verschärfung in der Politik umstritten. Schließlich trug man die neue 0,5-Promille-Grenze Ins Führerscheingesetz ein, nicht aber in die Straßenverkehrsordnung (StVO). Sie gilt deswegen seither nur für Fahrer:innen von Kraftfahrzeugen.

Mit laxeren Regeln für Fahrradfahrer:innen ist Österreich übrigens nicht alleine. In Deutschland ist es erst eine Straftat, wenn Radler:innen über 1,6 Promille haben. Gestraft werden kann freilich schon früher. Bei einer Alkoholisierung ab 0,3 Promille drohen Strafen, wenn jemand als fahruntüchtig angesehen wird, also etwa Schlangenlinien fährt.

Welche Konsequenzen drohen?

Bei den Strafen gibt es hingegen nur feine Unterschiede zwischen Autofahrer:innen und Radfahrer:innen. Im Kraftfahrzeug muss man ab 0,5 Promille mit einer saftigen Verwaltungsstrafe von 300 bis 3.700 Euro und einer Vormerkung rechnen. Ab 0,8 Promille droht schon beim ersten Mal die Entziehung der Lenkberechtigung für zumindest ein Monat – die Strafe beträgt dann schon 800 bis 3.700 Euro. Ist man mit 1,6 Promille und darüber unterwegs, drohen Strafen von 1.600 Euro bis 5.900 Euro. Die Behörden können auch Nachschulungen durch Psychologen oder einen Besuch beim Amtsarzt anordnen – auch das kostet. Achtung: Für Besitzer:innen von Probeführerscheinen oder L17-Lenker:innen gilt eine 0,1-Promille-Grenze.

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Am Fahrrad – oder auch am E-Scooter oder E-Bike – sind die Strafen ähnlich hoch: Ab 0,8 Promille kann betrunkenes Fahren 800 bis 3.700 Euro kosten, ab 1,2 Promille drohen 1.200 bis 4.400 Euro. Wer 1,6 Promille aufweist, muss 1.600 Euro bis 5.900 Euro zahlen. Wer andere Drogen konsumiert hat, muss 800 bis 3.700 Euro zahlen. Die exakte Höhe der Strafe liegt im Ermessen der Behörden – bei Wiederholung fällt sie höher aus. Ein strafrechtliches Nachspiel vor Gericht gibt es in der Regel erst bei Unfällen, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden. Die Verweigerung eines Alkotests ist immer strafbar.

Kann ich als Fahrradfahrer:in den Führerschein verlieren?

Ja, grundsätzlich ist das möglich, obwohl man fürs Fahrradfahren oder E-Scooter-Fahren keinen Führerschein benötigt. (Eine Ausnahme sind Kinder zwischen 10 und 12, die alleine Radfahren wollen – sie müssen die Radfahrprüfung abgelegt haben). Wird man also von Polizist:innen betrunken am Rad erwischt, ist Eine vorläufige Abnahme des Führerscheins – wie bei Autofahrer:innen – nicht möglich. Man muss am Rad auch keinen Führerschein dabei haben.

Aber: Im Einzelfall können die Behörden – also Bezirkshauptmannschaften oder Magistrate – dennoch die Entziehung des Scheins veranlassen. Das geschieht, wenn einer Person Mangelnde Verkehrszuverlässigkeit zugeschrieben wird. “ In der Praxis wird das bei mehrmaligen Bestrafungen wegen Lenken eines Fahrrads in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand in kürzeren Zeitabständen vorkommen“, teilte das Innenministerium auf PULS 24 Anfrage mit. Selbiges gilt auch beim Konsum von Drogen.

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“ Da der Führerschein immer eine aufrechte gesundheitliche Eignung voraussetzt, kann es in diesem Fall zum Entzug des Führerscheins kommen“, bestätigt auch das zuständige Verkehrsministerium. Wie oft man erwischt werden muss, bis einem der Schein genommen wird, sei eine Einzelfallentscheidung, es gebe keine Richtwerte.

Bei anderen Delikten – wenn jemand etwa oft bei Rot über eine Ampel fährt – sei der Führerscheinentzug bei Radfahrer:innen laut Verkehrsministerium allerdings nicht möglich. Das ist laut Führerscheingesetz nur bei Kraftfahrzeuglenker:innen möglich.

Wie oft wird Radfahrer:innen der Führerschein genommen?

Das ist nicht bekannt. Das zuständige Verkehrsministerium hat “ keine konkreten Zahlen“, hieß es auf PULS 24 Anfrage. Im Führerscheinregister sehe man zwar den Entzug, aber eine Begründung ist dort nicht angeführt.

Https://www. puls24.at/news/chronik/betrunken-am-fahrrad-kann-ich-den-fuehrerschein-verlieren/302327

Betrunken Fahrrad fahren

Vielen Radfahrern wissen nicht, dass Betrunken Fahrrad fahren Eine Straftat sein kann. Die gute Absicht ein Auto gegen das Fahrrad zu Tauschen, um Dafür mehr trinken zu können, Ist falsch.

In der Rechtssprechung spricht man von Blutalkoholkonzentration (BAK), kurz gesagt der Anteil von Alkohol im Blut. Da diese in Gramm pro Liter beziehungsweise Kilogramm gemessen wird, hat sich umgangssprachlich der Begriff Promille („pro Tausend“) durchgesetzt.

Wie hoch ist die erlaubte Promillegrenze für Radfahrer?

Genauso wie für Autofahrer, gilt auch für Radfahrer eine Grenze für die Konzentration von Alkohol im Blut. Die sogenannte Promillegrenze. Denn auch Fahrräder sind Fahrzeuge, mit denen man öffentlichen Verkehrsraum nutzt. Zunächst muss man zwischen der absoluten und der relativen Fahruntauglichkeit unterscheiden.
Die absolute Fahruntauglichkeit Für Radfahrer hat der Gesetzgeber bei 1,6 Promille festgelegt. Die Relative Fahruntauglichkeit beginnt bereits bei 0,3 Promille.
Fällst du durch deine Fahrweise auf oder bist gar in einen Unfall verwickelt, droht eine Strafanzeige. Zum Vergleich: Für Autofahrer beginnt die absolute Fahruntauglichkeit Bei 1,1 Promille. Die relative Fahruntauglichkeit beginnt ebenfalls bei 0,3 Promille. Bei 0,5 Promille kann aber bereits eine Ordnungswidrigkeit vorliegen.

Straftat trotz geringem Alkoholpegel

Selbst wenn Du mit z. B. 0,4‰ Promille, die Promillegrenze von 1,6‰ weit unterschreitest, Kann Dir Bereits die kleinste Nachlässigkeit Als Straftat angelastet werden.

Dazu gehört zum Beispiel die Missachtung sogar Einfacher Verkehrsregeln wie:

    Das Überfahren einer roten Ampel Fahren auf dem Bürgersteig Fahren in Schlangenlinien

Welche Strafen gibt es für Radfahren unter Alkoholeinfluss?

Die Strafen für betrunken Fahrradfahren sind denen für Alkohol hinter dem Steuer ähnlich. Wer einen Führerschein hat, muss damit rechnen diesen abgenommen zu bekommen, selbst wenn man mit dem Fahrrad unterwegs war.

Die Konsequenz beim Überschreiten der 1,6 Promillegrenze sind:

    3 Punkte im Zentralverkehrsregister In Flensburg eine MPU (Medizinisch-Psychlogische Untersuchung) Sowie eine Geldstrafe.

Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,3 Promille und auffälliger Fahrweise, droht bereits ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit oder sogar das Fahrverbot.

Zudem ist die Zivilrechtliche Bedeutung zu beachten. Selbst wer schuldlos in einen Unfall verwickelt ist und dabei unter Alkoholeinfluss stand, muss mit einer Teilhaftung rechnen. Die Versicherungen verweigern oder kürzen in solchen Fällen oft den Anspruch auf Schadensersatz.

Kleines FAQ – Betrunken Fahrrad fahren

Die Absolute Fahruntauglichkeit für Radfahrer hat der Gesetzgeber Bei 1,6 Promille festgelegt. Die relative Fahruntauglichkeit beginnt bereits bei 0,3 Promille.

3 Punkte im Zentralverkehrsregister In Flensburg
– eine MPU (Medizinisch-Psychlogische Untersuchung)
– sowie eine Geldstrafe.

Bei auffälligem Verhalten kann auch ein Promillewert Zwischen 0,3 und 0,6 zu einem Strafverfahren führen.

Https://www. velominate. de/verkehr-und-recht/betrunken-fahrrad-fahren/

Betrunken auf dem E-Bike? So viel Promille darfst du haben

Das Fahrrad erlebt einen zweiten Frühling. Ein einfacher Elektromotor und ein Akku machen aus dem Drahtesel ein E-Bike. Doch gelten für ein Fahrrad mit Antrieb die gleichen Regeln wie für das normale Fahrrad? Und was ist mit Alkohol? Wo liegt die Promillegrenze beim Fahren mit dem E-Bike?

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Betrunken auf dem E-Bike? So viel Promille darfst du haben Bildquelle: Tower Electric Bikes / Unsplash

Laut einer aktuellen Umfrage der Stiftung Warentest geben 84 Prozent der E-Bike-Besitzer an, aufgrund ihres elektrische angetriebenen Rades öfter zu fahren als vorher. Der Elektromotor dient vielen dabei offensichtlich also auch als Motivator. Nach Angaben der Allensbacher Markt – und Werbeträgeranalyse gibt es in Deutschland aktuell rund 11 Millionen E-Bikes. Tendenz: steigend. Doch gelten für das E-Bike die gleichen Regeln wie für das Fahrrad ohne Elektromotor? Wie viel Bier und Wein darf man trinken und sich anschließend noch auf das E-Bike schwingen?

So verlierst du als Fahrradfahrer deinen Auto-Führerschein

Die Gesetzeslage ist eindeutig: Fährst du mit deinem Fahrrad gefahrlos über die Straßen, kannst du bis zu 1,6 Promille Alkohol im Blut haben und musst mit keinerlei Konsequenzen rechnen. Aber: Für Fahrradfahrer gilt ebenso eine Promillegrenze ab 0,3 Promille, die auch als relative Fahruntauglichkeit bezeichnet wird. Solltest du dann schon auffällig werden und etwa schwankend fahren, können bereits hier Strafen drohen. Insbesondere dann, wenn ein Unfall passiert. Wer 1,6 Promille überschreitet und kontrolliert wird, bekommt eine Strafanzeige und drei Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg. Zudem musst du mit einer Geldstrafe rechnen, die meist in Höhe eines Nettomonatsgehaltes liegt. Auch dein Auto-Führerschein steht dabei auf dem Spiel.

Das gilt beim Pedelec

Beim E-Bike gelten die gleichen Regeln wie bei nicht elektrifizierten Rädern. Das urteilte etwa das Oberlandesgericht Karlsruhe. Pedelecs mit Begrenzung der Motor-unterstützten Geschwindigkeit auf 25 km/h seien demzufolge nicht als Kraftfahrzeuge einzustufen.

Anders hingegen sieht es aus, wenn du wirklich ein E-Bike (S-Pedelec) fährst und kein Pedelec, das meist ebenso als E-Bike bezeichnet wird. Denn E-Bikes gehören zur Kategorie der Kleinkrafträder, die auch ohne Unterstützung der eigenen Muskelkraft fahren können. Für solche E-Bikes benötigst du mindestens einen Mofa-Führerschein und ein Versicherungskennzeichen. Wie beim Mofa besteht zudem eine Helmpflicht.

E-Bike ist nicht gleich E-Bike

Für Fahrer von E-Bikes gelten die gleichen Grenzen wie für Autofahrer: Ab 0,5 Promille ist es eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 Promille eine Straftat. Im ersten Fall drohen eine Strafe von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Im zweiten Fall kann es sogar eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geben. Und der Führerschein ist für mindestens sechs Monate weg. Die gleichen Regeln gelten übrigens auch für E-Scooter.

Https://www. inside-digital. de/ratgeber/betrunken-auf-dem-e-bike-wie-viel-promille-sind-erlaubt

Ratgeber: Radfahren und Alkohol

Bundesweit gelangen alkoholauffällige Radfahrer in das Blickfeld der Presse und der Verkehrssicherheitsarbeit. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert, die Promillegrenze für Radfahrer deutlich zu senken, die Gewerkschaft der Polizei verlangt einheitliche Alkoholgrenzwerte, es wird über behördliche Radfahrverbote berichtet.

Ist Alkohol ein wesentlicher und sogar zunehmender Faktor bei Fahrradunfällen? Wie lauten die Gesetze, deren Verschärfung verlangt wird?

Nach § 316 Strafgesetzbuch (StGB) wird bestraft, wer infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen. Das gilt nicht nur für Kraftfahrzeuge – auch das Fahrrad ist ein Fahrzeug. Der Gesetzgeber hat keinen Promillewert für die Fahruntüchtigkeit festgelegt. Die Bewertung durch die Rechtsprechung fällt für Kraftfahrer und Radfahrer unterschiedlich aus. Kraftfahrzeugführer gelten ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,1 Promille als „absolut“ fahruntauglich. Die Zahl setzt sich aus einem Grundwert von 1,0 Promille und einem Sicherheitszuschlag für Messungenauigkeiten zusammen. Grundwert und Sicherheitsmarge lagen bis 1990 etwas höher (1,3 Promille) und wurden dann vom Bundesgerichtshof auf die heute gültige Schwelle herabgesetzt.

Für Radfahrer hat der BGH die absolute Fahruntauglichkeit 1986 mit 1,7 Promille angenommen (Grundwert 1,5 und Sicherheitszuschlag 0,2 Promille). Da der Zuschlag wegen verfeinerter Messmethoden inzwischen auf 0,1 reduziert ist, gehen die Gerichte heute von einem Grenzwert von 1,6 Promille aus. Wer die unterschiedlichen Grenzen für Kraft – und Radfahrer einfach egalisieren will, übersieht zwei Dinge: Eine Änderung fällt nicht in die Zuständigkeit des Gesetzgebers, und die Rechtsprechung wäre auf neue medizinische Erkenntnisse angewiesen, die nahelegen, dass die sichere Beherrschung von Kfz und Fahrrädern gleich hohe Anforderungen an den Fahrer stellt. Solche Forschungsergebnisse sind nicht in Sicht. Zwar fanden die verkehrsmedizinischen Versuche mit Radfahrern, die den 1,6 Promille zugrunde liegen, bereits in den frühen achtziger Jahren statt. Der Grenzwert für Kraftfahrer ist aber noch älter und wird trotz schnelleren und dichteren Straßenverkehrs nicht in Zweifel gezogen.

Trotzdem kann man fragen: Sind 1,6 Promille für Radfahrer nicht „zu viel“? Die Rechtsprechung benötigt für die Bestrafung wegen Fahrunsicherheit einen Beweiswert, ab dem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemand mehr sicher Rad fahren kann. Gerade deshalb unternahm der Gießener Rechtsmediziner Prof. Günter Schewe vor 30 Jahren seine Fahrversuche mit „jungen, gesunden, trinkgewohnten Probanden“. Bei diesen Radfahrern stieg die Fehlerquote ausnahmslos und „im allgemeinen erheblich“ erst bei 1,5 Promille. Mit dem Zuschlag für Messfehler ergibt das die heute gültigen 1,6 Promille.

Umgekehrt ist Radfahren bis zu diesem Wert aber nicht sicher, im Gegenteil: 1,6 Promille BAK sind ein sehr hoher Wert. Wer nicht erheblich an Alkohol gewöhnt ist, kann bei dieser Alkoholisierung sein Fahrrad nicht wiederfinden, aufschließen oder besteigen – vom Fahren ganz zu schweigen. Eine Angabe, wieviel man trinken muss, um an die Grenze zu gelangen, wäre unseriös, weil die Berechnung von vielen Faktoren wie Alkoholmenge, Körpergewicht, Geschlecht und Trinkdauer abhängt. Eindeutig lässt sich sagen: Mehr als 1 Promille gehen über einen leichten Rausch hinaus und werden bei geselligen Anlässen nur selten erreicht.

Wer unterhalb des absoluten Grenzwerts alkoholisiert durch Fahrfehler auffällt, macht sich ebenfalls strafbar. Als alkoholtypische Fahrfehler von Autofahrern nennt der Freiburger Mediziner Prof. Michael Bohnert: „Beim Anfahren wird vergessen, das Licht einzuschalten. Richtungsänderungen werden nicht oder falsch angezeigt. Es wird in Schlangenlinien oder verkehrt durch Einbahnstraßen gefahren.“ Das alles kommt auch bei nüchternen Radfahrern öfter vor und lässt keinen Schluss auf eine alkoholbedingte Fahrunsicherheit zu. Die Polizei hält die Lage aus Gründen der Prävention für unbefriedigend. Sie kann einen Radfahrer unterhalb des absoluten Grenzwerts in der Regel nicht aufhalten und hat außer gutem Zureden keine Handlungsoption. Denn Ausfallerscheinungen unterhalb der absoluten Schwelle sind schwer nachzuweisen.

Weil das Führen eines Fahrzeugs mit zunehmenden Alkoholwerten umso gefährlicher wird, je mehr man sich der absoluten Grenze nähert, gibt es für Kraftfahrer einen weiteren Grenzwert. Vor die absolute Grenze von 1,1 Promille hat der Gesetzgeber einen Gefahrengrenzwert von 0,5 Promille gesetzt (bis 1998 waren es 0,8 Promille). Wenn der absolute Grenzwert aus Rechtsgründen bei 1,6 Promille bleiben muss – kann man dann nicht wenigstens auch für Radfahrer eine zusätzliche Warnschwelle mit Bußgeldandrohung setzen?

Dafür spricht einiges. Ein erhöhtes Unfallrisiko beim Radfahren unter Alkohol ist nicht von der Hand zu weisen. Von 1995 bis 2005 war die Zahl der verunglückten Radfahrer unter Alkoholeinfluss auf fast 5.000 im Jahr gestiegen; seitdem sinkt sie wieder. 2010 wurden noch 3.489 verletzt oder getötet, was einem Anteil von 4,9 Prozent der Fahrradunfälle entspricht. Weitaus stärker ist die Zahl verunglückter alkoholisierter Autofahrer zurückgegangen.

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Alkoholisierte Verkehrsteilnehmer bei Unfällen mit Personenschaden. Legende: blau = Autofahrer gelb = Radfahrer

Http://fachanwaltskanzlei-verkehrsrecht-hamburg. de/start/bussgeld/fahrrad/alkohol-und-drogen/

Die Promille­grenzen für Fahrrad und eB ike

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Alkohol im Straßenverkehr: Promille­grenzen für Fahrrad und eBike

Beim Autofahren gilt: Wer fährt, trinkt nicht. Wer es doch tut, riskiert seinen Führerschein – und Schlimmeres. Aber wie ist die Rechtslage beim Fahrradfahren bezüglich Promille? Erfahre hier, ob du mit dem Pedelec eine andere Promillegrenze als auf dem Fahrrad einhalten musst.

EBikes – der Unterschied zwischen Pedelec und S-Pedelec

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Pedelecs sind die mit Abstand am weitesten verbreiteten Fahrräder mit Elektromotor. Sprechen wir von eBikes, meinen wir in aller Regel Pedelecs. Beim Treten unterstützt die Bosch Drive Unit des Pedelecs bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Willst du schneller fahren, ist deine Muskelkraft gefragt. Pedelecs gelten rechtlich als Fahrräder. Du benötigst keinen Führerschein und es besteht keine Helmpflicht – was nicht bedeutet, dass du keinen Kopfschutz tragen solltest.

S-Pedelecs geben dir Unterstützung bis zu einem Tempo von 45 Stundenkilometern, sie gelten daher rechtlich als Kleinkrafträder. Du musst mindestens 16 Jahre alt sein, einen Helm tragen und darfst mit einem S-Pedelec nicht auf dem Fahrradweg fahren. Vor allem benötigst du einen Führerschein mindestens der Klasse AM und einen Versicherungsschutz.

Promillegrenze für Fahrrad und eBike: Die Rechtslage

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Bereits ab einer Blutalkohol-Konzentration von 0,3 Promille (in etwa eine 0,33-Liter-Flasche-Bier) müssen Radfahrer mit einer Strafe rechnen, wenn sie ein „alkoholtypisches Verhalten“ an den Tag legen und dadurch sogenannte „relative Fahruntüchtigkeit“ an den Tag legen. Gemeint ist zum Beispiel, dass sie Schlangenlinien fahren. In diesem Fall werden zudem regelmäßig zwei Punkte in der „Verkehrssünderkartei“ fällig.

Baust du alkoholbedingt einen Unfall, kannst du also bereits bei relativ geringen Promillewerten vor Gericht landen und musst zudem den von dir verursachten Schaden ersetzen.

Bist du auf dem Fahrrad mit 1,6 oder mehr Promille unterwegs, handelt es sich bei dir um „absolute Fahruntüchtigkeit; sie kann dich deinen Führerschein kosten – auch wenn du „nur“ mit dem Fahrrad unterwegs warst – und du bekommst drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Außerdem musst du mit einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen – dem sogenannten Idiotentest. Besteht du ihn nicht, kann das Gericht sogar ein Radfahrverbot verhängen.

Für Krafträder – darunter Motorräder und S-Pedelecs – gelten die identischen Regelungen wie für Pkw. Konsequenzen drohen bei einer Gefährdung des Verkehrs und Unfällen bereits ab 0,3 Promille: Führerscheinentziehung, Geld – oder Freiheitsstrafe und die Eintragung von 3 Punkten in das Verkehrszentralregister. Ohne Verkehrsgefährdung, begehen Fahrer ab 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit und müssen ein Bußgeld von mindestens 500 Euro zahlen. Außerdem gibt es zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Bei Wiederholungstätern erhöhen sich jeweils die Sanktionen. Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat; sie führt zur Entziehung des Führerscheins, Freiheits­- oder Geldstrafe und 3 Punkten.

Besser schieben

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit geringer sein mag, dass du auf dem Fahrrad oder eBike in eine Polizeikontrolle gerätst: Das Risiko ist es nicht wert. Schon eine einzige Fahrt in betrunkenem Zustand kann drastische Folgen haben. Bosch eBike Systems setzt sich für verantwortungsvolles Fahren und Verhalten im Straßenverkehr ein. Unsere Empfehlung: Verzichte ganz auf alkoholische Getränke, wenn du mit dem Zweirad unterwegs bist.

Auswirkungen von Alkohol im Straßenverkehr

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Alkohol beeinträchtigt deine Leistungsfähigkeit und erhöht deine Risikobereitschaft. Die Reaktionen verlangsamen sich, du siehst schlechter und schätzt Entfernungen falsch ein. Alkohol hat außerdem negative Auswirkungen auf Koordination, Feinmotorik und Gleichgewichtsgefühl.

Vorsicht am nächsten Morgen: Der Körper baut ungefähr 0,1 Promille pro Stunde ab. Hast du bis in die Nacht gefeiert und viel Alkohol konsumiert, kann es sein, dass du bis zum Nachmittag nicht fahrtüchtig bist. Baue dir einen zeitlichen Puffer ein oder steige auf öffentliche Verkehrsmittel um.

Https://www. bosch-ebike. com/de/rund-ums-ebike/storys/promillegrenze-fahrrad-und-ebike-die-rechtliche-lage

Darf man trinken und Rad fahren

Wegen Alkohol-, Medikamenten – oder Drogenmissbrauchs werden in München jährlich ca. 4.000 Führerscheine sichergestellt bzw. Fahrerlaubnisse von der Straßenverkehrsbehörde entzogen.

In Deutschland ist bei fast jedem 2. Nachtunfall Alkohol im Spiel, mindestens jeder 5. Verkehrstote ist Opfer eines „Alkoholunfalls“. Verordnungen und Polizeikontrollen allein können dieses Problem nicht lösen.

Gerade Alkohol ist bei uns der „Stimmungsmacher Nr. 1“. Bei allen möglichen Gelegenheiten werden alkoholhaltige Getränke angeboten. Zum gemütlichen Beisammensein gehört oft gemeinsames Trinken.

Im Straßenverkehr wird der „berauschte“ Fahrer zur Gefahr für sich und seine Mitmenschen. Zum Eigenschutz und dem Schutz anderer muss jedem klar sein: Die sichere Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige körperliche und geistige Fitness!

Die Rechtslage (für Kraftfahrzeugführer)

Alkoholverbot für Fahranfänger und Fahranfängerinnen

Am 1. August 2007 trat das Alkoholverbot für Fahranfänger und Fahranfängerinnen in Kraft.

Der Bundestag hatte am 24.05.2007 beschlossen einen neuen § 24c in das Straßenverkehrsgesetz einzufügen.

Danach handelt ordnungswidrig, wer in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht.

Der erstmalige Verstoß wird mit 250 EUR Bußgeld und 1 Punkt geahndet. Zudem wird die Probezeit um 2 Jahre verlängert und die Teilnahme an einem besonderen Aufbauseminar angeordnet. Der Verkehrsverstoß wird als schwerwiegender Verstoß gezählt.

Sollte eine der unten genannten Grenzwerte überschritten sein, sind beide Verstöße in Tateinheit erfüllt.

Alkoholverbot für andere Kraftfahrzeugführer

Für alle anderen Führer von Kraftfahrzeugen ab dem 21. Lebensjahr bzw. nach der Probezeit bleibt es bei den unten genannten Folgen.

Hinweis für Radfahrer

Für Radfahrer liegt die Grenze, ab der absolute Fahruntüchtigkeit vorliegt, bei 1,6 Promille. Auch Radfahrer müssen, selbst wenn es nicht zu einem Unfall kommen sollte, ab 1,6 Promille mit einem Verfahren wegen Trunkenheit rechnen.

Bei einem Verkehrsunfall oder beim Radfahren mit Ausfallerscheinungen (relative Fahruntüchtigkeit), macht sich auch ein Radfahrer bereits ab 0,3 Promille strafbar.

Sollten Radfahrer im Besitz einer Fahrerlaubnis sein, kann ihnen die Fahrerlaubnisbehörde diese nach einer Verurteilung wegen einer Trunkenheitsfahrt auf dem Rad entziehen. Die Mindestwartezeit bis zur Neuerteilung der Fahrerlaubnis dauert 6 Monate. Es kann auch bei Radfahrern eine MPU angeordnet werden.

Hinweis für Elektrokleinstfahrzeuge z. B. E-Scooter

Da es sich um Kraftfahrzeuge handelt, gelten auch die Regeln zu Alkohol und Drogen, insbesondere die 0,5 Promille-Grenze. Aber bereits ab 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, sofern eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit gegeben ist. Ab 1,1 Promille ist jedenfalls eine absolute Fahruntüchtigkeit gegeben.

ACHTUNG!
In der Probezeit nach Fahrerlaubniserwerb oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres gilt 0,0 Promille.

Die Wirkung

Alkohol, Medikamente und Drogen wirken sich auf die Fahrtüchtigkeit aus.

Bereits geringe Mengen Alkohol (ab ca. 0,2 Promille) können z. B. das Konzentrations – und Wahrnehmungsvermögen beeinflussen. Das Sehfeld wird eingeschränkt („Tunnelblick“), Entfernungen werden nicht mehr richtig eingeschätzt, die Reaktionsfähigkeit lässt nach, die Risikobereitschaft steigt. Mit zunehmender Alkoholkonzentration verstärken sich „Ausfallerscheinungen“ im Straßenverkehr enorm.

Der individuelle Promillegehalt ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben der Menge des konsumierten Alkohols spielt die körperliche Konstitution (Geschlecht, Körpergewicht) eine ausschlaggebende Rolle. Sich auf irgendwelche Tabellen verlassen und an „Grenzen herantrinken“, ist sehr gefährlich.

Medikamente und Drogen können die Fahrtüchtigkeit ebenso wie Alkohol beeinflussen. Selbst bei niedrigen Dosierungen sind bereits „Ausfallerscheinungen“ möglich.

Besonders gefährlich kann die Wechselwirkung von Alkohol, Medikamenten und Drogen sein! Eine fachliche Beratung über Dosierung und Auswirkungen von Medikamenten ist deshalb für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich.

Die Wirkungsdauer

Vielen ist nicht bewusst, dass der Alkohol die „Verkehrstauglichkeit“ sehr lange beeinflusst.

Die Abbauzeit von Alkohol im Körper wird von vielen Faktoren (z. B.: getrunkene Alkoholmenge, Trinkdauer, aufgenommene Nahrung, körperlicher Zustand) bestimmt. Unter günstigen Voraussetzungen werden pro Stunde etwa 0,1 Promille Alkohol im Blut abgebaut.

Dazu ein Beispiel:
Stefan feiert seinen Geburtstag mit Freunden. Weil er am nächsten Tag arbeiten muss, legt er sich um 24.00 Uhr ins Bett. Zu diesem Zeitpunkt hat er 1,5 Promille im Blut. Stefan schläft bis 6.30 Uhr. Nach einer kalten Dusche und einem starken Kaffee fühlt er sich „topfit“. Um 7.00 Uhr fährt er mit seinem Wagen zur Arbeit. Der Alkoholgenuss des Vortags ist ihm nicht mehr bewusst. In der Zwischenzeit hat sich sein Alkoholspiegel aber nur auf ca. 0,8 Promille reduziert! Er bringt sich und andere in Gefahr, weil er die Abbauzeit und die noch bestehende Wirkung völlig unterschätzt. Abbauprodukte von Alkohol beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit zusätzlich.

Im Gegensatz zum Alkohol ist die „Abbauzeit“ von Medikamenten und Drogen nicht kalkulierbar. Nach der Einnahme können mehrere Tage vergehen, bis die körperliche und geistige Fitness zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr wiederhergestellt ist.

Https://www. polizei. bayern. de/verkehr/verkehrsrecht/005378/index. html

Essen, Trinken, Rad fahren!

Wenn Sie vom Campolongo-Pass hinunterfahren, erreichen Sie den Ort Arabba. Seine Bewohner sind in der Gegend auch als „i glacei da Rèba “ oder „die Durchfrorenen“ bekannt, da der Ort meist im Schatten liegen.

Auf die richtige Ernährung kommt es an! Damit kommen Sie Ihrem Ziel ein gutes Stück näher! Für die ganze Rundstrecke verbraucht man ca. 1500 Kalorien. Dazu braucht es den richtigen Treibstoff!

Das Frühstück ist die Hauptmahlzeit, am besten reichhaltig, leicht und nahrhaft. Vermeiden Sie Nudeln, wenn Sie es nicht gewohnt sind: Sie brauchen sie nicht unbedingt!

Https://www. dolomitesbikeday. it/de/ernahrung-fur-radfahrern

Darf man trinken und Rad fahren

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Auch mit Alkohol im Blut lässt es sich noch ganz gut Rad fahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach einem feucht-fröhlichen Kneipenabend bleibt das Auto stehen. Dafür steigen viele aufs Fahrrad. Doch ist das wirklich sicherer? Mediziner laden zu Wein und Bier ein und testen betrunkene Fahrradfahrer. Ein erstaunliches Ergebnis: „Mit 0,5 geht’s besser.“

Plötzlich wird die Kurve zwischen den roten Hütchen immer enger, dann zu eng. Kichernd kippt die Teilnehmerin mit ihrem Fahrrad um. Aber die Versuchsleiterin Katja Luchmann hat aufgepasst und fängt die sichtlich Angetrunkene auf. Nichts passiert. Trotz eines Alkoholgehalts von rund 1,5 Promille im Blut steigt die Versuchskandidatin wieder aufs Rad – zum Wohle der Wissenschaft, quasi, denn ihre Fahrt unter Alkoholeinfluss in einer Sporthalle der Universität Mainz dient der Forschung.

Die Medizinstudentin Luchmann will herausfinden, wie Alkohol auf Radfahrer wirkt. Auf einem Tisch am Rande der Sprintbahn stehen mehrere Flaschen Wein, Bier ist mit dabei, Schnaps auch. Weitere Testradler prosten sich fröhlich zu. Sie arbeiten noch an ihrem Alkoholpegel für die nächste Versuchsfahrt. Unter anderem hat es sich eine Stammtischgruppe aus Langen bei Darmstadt gemütlich gemacht. „Wir trinken keinen Alkohol, nur Bier“, sagt Joachim Rosenau und lacht selbst am lautesten darüber.

„Mit 0,5 ging es besser als nüchtern“

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Katja Luchmann testet die betrunken Radler auf ihre Fahrtüchtigkeit.

Dann pustet er in ein Alkoholtestgerät, bekommt Blut abgenommen und setzt sich schließlich auf das Fahrrad. Rund 80 Probanden haben schon an der Studie von Luchmann teilgenommen. Die 26-Jährige lässt ihre Testpersonen erst nüchtern und dann in mehreren Schritten zunächst mit 0,5 Promille, 1,0 Promille und – falls sie durchhalten – schließlich mit 1,5 Promille durch den Parcours kurven. Auch die angehende Ärztin Susanne Fresenius macht mit: „Mit 0,5 ging es fast besser als nüchtern“, sagt sie. Zustimmendes Nicken am Tisch.

Bislang dürfen Radfahrer im Gegensatz zu Autofahrern bis zu einem Wert von 1,6 Promille Alkohol im Blut straffrei radeln – vorausgesetzt, dass sie weder mit einer unsicheren Fahrweise auffallen noch einen Unfall bauen. Autofahrern drohen dagegen schon ab einem Promillewert von 0,5 ein Bußgeld, Punkte und ein Fahrverbot. Falls sie alkoholbedingte Ausfälle zeigen, gilt dies sogar ab 0,3 Promille.

Selbst 1,6 Promille sind kein Problem

Strafen und bußgeld alkohol am steuer - wie viel promille sind erlaubt?

Auch jenseits der 1,6 Promille können die Probanden noch gut Rad fahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Änderung für die Radfahrer ist aktuell kein Thema, wie eine Anfrage im Bundesverkehrsministerium ergab. Erst vor Kurzem hatten auch Rechtsmediziner der Universität Düsseldorf Radfahrer gezielt abgefüllt und durch einen Parcours geschickt – im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das Ergebnis mag für manchen ernüchternd sein: Auch jenseits der 1,6 Promille machten Einzelne weniger Fehler als alle Probanden im Durchschnitt bei ihrer Fahrt ohne Alkohol im Blut. Allerdings stellten die Wissenschaftler auch fest, dass spätestens ab 1,1 Promille die alkoholbedingten Ausfallerscheinungen zunahmen.

„Die meisten Leute machen mit, weil sie sich selbst austesten möchten“, sagt Luchmann. Der Mainzer Test besteht aus drei Stationen. Zuerst geht es geradeaus auf eine Ampel zu. Gleichzeitig muss der Fahrer nicht nur die Signale beachten, sondern auch rollenden Bällen ausweichen. Danach steht eine große Acht mit Richtungswechsel auf dem Programm, abschließend ein Slalom, bei dem die Tore zum Ende hin immer enger gesteckt sind.

Der blaue „Notfall“-Eimer

„Das wird gar nicht einfach“, sagt Rosenau schon nach der nüchternen Runde. Alle Testpersonen sind mit Helm und Protektoren geschützt. Schlägt der Alkohol zu stark an, bricht Luchmann den Versuch ab. Ein gewisses Risiko sei aber trotzdem dabei. Eine Frau habe sich bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen. Luchmann bedauert das sehr, die Patientin sehe es dagegen nicht so dramatisch: „Sie wirbt trotzdem weiter fleißig Leute an.“ Ein blauer „Notfall“-Eimer, der unübersehbar neben dem Tisch steht, kam schon ein paar Mal zum Einsatz.

Alkohol liegt deutschlandweit auf Rang vier bei den Ursachen von Fahrradunfällen. Bei rund 5 Prozent von mehr als 70.000 Fahrradunfällen im Jahr 2013 war laut Statistischem Bundesamt Alkohol der Grund. Auf Platz eins: das Fahren auf der falschen Straßenseite. Die Stammtischgruppe aus Langen kommt am Ende unbeschadet durch den Kurs. Sie hat sich nach den Erfahrungen von Luchmann vergleichsweise gut geschlagen. Auch wenn die Gruppe am Ende etwas müde wirkt, will sie das Trinken nach dem Versuch im Heimatort fortsetzen. Für die Rückfahrt hat Luchmann ihnen allerdings einen Fahrer organisiert.

Https://www. n-tv. de/wissen/Wie-alkoholisiert-kann-man-Rad-fahren-article13886616.html

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