Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Für einen Schaden, den ein Radfahrer schuldhaft verursacht, haftet er nach § 823 Abs. 1 oder Abs. 2 BGB. Ob eine umfassende Haftung oder lediglich eine Mithaftung zu einer bestimmten Quote erfolgt, hängt vom Ergebnis der Haftungsabwägung ab.

Kombinierte Fuß – und Radwege

Auf einem Sonderweg, der eine Mischung des Radverkehrs mit den Fußgängern auf einer gemeinsamen Verkehrsfläche bewirkt, haben Radfahrer auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen. Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass kombinierte Fuß – und Radwege nur dann angelegt werden sollen, wenn dies nach den Belangen der Fußgänger – insbesondere älterer Verkehrsteilnehmer und Kinder – im Hinblick auf die Verkehrssicherheit vertretbar erscheint. Radfahrer haben demnach die Belange der Fußgänger auf solchen Wegen besonders zu berücksichtigen. Selbstverständlich haben auch Fußgänger auf Radfahrer Rücksicht zu nehmen und diesen die Möglichkeit zum Passieren zu geben; sie dürfen jedoch den gemeinsamen Fuß – und Radweg auf der ganzen Breite benutzen und müssen insbesondere nicht fortwährend nach Radfahrern, die etwa von hinten herankommen könnten, Umschau halten. Den Radfahrer treffen demnach in erhöhtem Maße Sorgfaltspflichten. Insbesondere bei einer Unklaren Verkehrslage muss gegebenenfalls durch Blickkontakt eine Verständigung mit dem Fußgänger gesucht werden. Erforderlichenfalls muss Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, damit ein sofortiges Anhalten möglich ist, oder sogar vom Fahrrad abgestiegen werden.

Für Radfahrer mit einem Zusatzschild „Radfahrer frei“ freigegebener Gehweg

Diese Maßstäbe gelten erst recht auf reinen Gehwegen, die lediglich durch ein Zusatzschild für Radfahrer freigegeben werden. Das Zusatzschild „Radfahrer frei“ eröffnet dem Radverkehr nur ein Benutzungsrecht auf dem Gehweg; er befindet sich dementsprechend nur als „geduldeter Gast“ auf dem Gehweg. Den Belangen der Fußgänger kommt in diesem Fall ein besonders erhöhtes Gewicht zu; insbesondere darf der Radverkehr nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

„Faktische“ Fußgängerzone

Umso mehr gelten diese Maßstäbe in einer „faktischen“ Fußgängerzone: In einem Bereich, in dem Fußgänger nur mit „Fahrradschiebern“ rechnen müssen, haben die Belange von Fußgängern überragendes Gewicht. Ein Fußgänger, der nämlich in einer „faktischen“ Fußgängerzone unterwegs ist, muss nicht mit verbotswidrig radfahrenden Verkehrsteilnehmern rechnen. Kommt es zu einer Kollision zwischen dem Fußgänger und dem Fahrradfahrer, so trägt der Fahrradfahrer die Alleinschuld am Unfall; der Fußgänger haftet nicht.

Ein Erwachsener, der den Bürgersteig mit dem Fahrrad befährt, verstößt demnach gegen die allgemeine Sorgfaltspflicht nach § 1 Abs. 2 StVO und handelt in der Regel Grob verkehrswidrig.

Grünanlagen und Fahrradunfall

Das Radfahren in Grünanlagen ist keine Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund muss in solchen Gebieten darauf geachtet werden, ob das Fahrradfahren mit einem Zusatzschild gestattet ist. Ist dies der Fall, so hat die Sicherheit der Fußgänger in der Grünanlage stets Vorrang. Es gelten die bisherigen Maßstäbe, die eine erhöhte Sorgfaltspflicht des Fahrradfahrers begründen.

Beispiele zu den Haftungsquoten beim Fahrradunfall

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Fahrlässige Körperverletzung in der Probezeit: Folgen für Führerschein und Fahrer

Auf der Grundlage dieser Grundsätze folgt eine Haftungsabwägung. In der Vergangenheit kam es in Gerichtsentscheidungen zur folgenden Haftung bzw. Mithaftung eines Radfahrers:

Haftung Sachverhalt
100 % Rennradfahrer kollidiert auf Radweg mit JoggernBetrunkener Radfahrer befährt gemeinsamen Fuß-/RadwegKollision zwischen Radfahrer und entgegenkommendem Fußgänger auf gemeinsamen Fuß-/Radweg
75 % Radfahrer nähert sich auf Radweg zwei vorausgehenden Fußgängerinnen
Ohne Quote Radfahrer mit unangepasster Geschwindigkeit kollidiert in unklarer Verkehrssituation mit Fußgängerin auf der Fahrbahn

Haftungsquoten für Fahrradfahrer*Innen

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Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Regressanspruch zugunsten der Unfallkasse gegen einen Dritten als Unfallverursacher

Erleidet ein Arbeitnehmer einen Verkehrsunfall, so kommt die gesetzliche Unfallversicherung für alle erlittenen Gesundheitsschäden (zB: Heilbehandlungskosten, Rehabilitationsmaßnahmen und Erwerbsfähigkeits – oder Hinterbliebenenrenten) auf. Da derartige Unfälle hohe Kosten verursachen können, hat der Gesetzgeber in § 110 SGB VII die Möglichkeit geschaffen, dass gesetzliche Unfallversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen diejenigen für die entstandenen Kosten in Regress nehmen dürfen, die den Personenschaden zu verantworten haben. Dazu muss das zum Unfall führende Handeln Vorsätzlich oder Grob fahrlässig erfolgt sein.

Grobe Fahrlässigkeit

Bei einem rein fahrlässigen Handeln bestehen nach dem Gesetz keine Regressansprüche zugunsten der gesetzlichen Unfallversicherung gegen einen Dritten als Unfallverursacher. Vielmehr kommt es entscheidend darauf an, dass dieser grob fahrlässig gehandelt hat. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung kann grobe Fahrlässigkeit nur dann angenommen werden, wenn In objektiver Hinsicht ein schwerer und In subjektiver Hinsicht ein nicht entschuldbarer Verstoß gegen die Anforderungen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt vorliegt. Diese Sorgfalt muss in ungewöhnlich hohem Maße verletzt und es muss das unbeachtet geblieben sein, was im gegebenen Fall jedem anderen hätte einleuchten müssen.

Konkreter Fall zum Fahrradunfall

In dem zu Beginn dargelegten Fall befährt die Radfahrerin einen Gehweg, der nicht für Fahrräder freigegeben ist. Das OLG Hamm hat entschieden, dass ein Erwachsener, der den Bürgersteig mit dem Fahrrad befährt, Grob verkehrswidrig handelt. Er verstößt gegen seine allgemeine Sorgfaltspflicht aus § 1 Abs. 2 StVO. Die Angeklagte handelte somit Grob fahrlässig; sie ließ die im Verkehr erforderliche Sorgfalt sowohl in subjektiver als auch in objektiver Hinsicht außer Acht.

Da der Arbeitnehmer auch in dem Fußgängerbereich nicht mit einem Fahrradfahrer rechnen musste, trägt der Fahrradfahrer die Alleinschuld am Unfall; der Fußgänger haftet nicht.

Aufgrund ihres grob fahrlässigen Verhaltens und als Verursacherin des Personenschadens kann die gesetzliche Unfallversicherung die Angeklagte in Regress nehmen und die Schadensersatzansprüche geltend machen, die dem Arbeitnehmer gegenüber der Angeklagten zustehen.

Die Radfahrerin haftet somit in voller Höhe für das Geschehen.

Urteil

Immer wieder kommt es vor, dass Kraftfahrzeugführer mit ihrem Fahrzeug zurücksetzen und hierbei Radfahrer übersehen. Nicht selten kommen Radfahrer hierbei zu Fall und werden schwer verletzt. Über einen solchen Fall hatte das Landgericht Berlin zu befinden und verurteilte die Krafthaftpflichtversicherung und den Fahrer des Fahrzeuges unter anderem zu einem beträchtlichen Schmerzendgeld in Höhe von 10.000 Euro: Urteil des Landgericht Berlin vom 03.05.2022, Az.: 45 O 78/20.

Immer einen Fachanwalt für Verkehrsrecht hinzuziehen!

Rechtsanwalt Gregor Samimi, Anwalt für Verkehrsrecht in Berlin Steglitz

Für eine bestmögliche Vertretung sollten Sie einen Spezialisten, nämlich einen Fachanwalt für Verkehrsrecht, mit der anwaltlichen Vertretung beauftragen. Dieser wird Ihnen beratend zur Seite stehen und kann auf eine frühzeitige Erledigung Ihres Anliegens hinwirken.

Rechtsanwalt Gregor Samimi ist Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Strafrecht in 12203 Berlin (Steglitz-Zehlendorf). Telefon 030 8860303.

Https://www. ra-samimi. de/verkehrsunfaelle-zwischen-radfahrern-und-fussgaengern/

Eltern dürfen mit kleinen Kindern auf dem Gehweg radeln

Erwachsene dürfen normalerweise nicht auf dem Gehweg fahren. Der Gesetzgeber macht jedoch eine Ausnahme, wenn diese mit ihren kleinen Kindern zusammenradeln. Diese Regel gilt jedoch nur bis zu einem bestimmten Lebensjahr.

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Erwachsene dürfen auch auf dem Gehweg fahren – aber nur, wenn sie dabei ihre radelnden Kinder begleiten. Diese Regel gilt bis zur Vollendung des achten Lebensjahres. Foto: Jens Kalaene/Symbolbild

Dpa/tmn München Eltern dürfen radelnde Kinder mit dem Fahrrad auf dem Gehweg begleiten. Das gilt allerdings nur für Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr, teilt der ADAC mit.

Danach müssen die Begleitpersonen auf dem Radweg oder der Straße fahren. Das müssen nicht immer die Eltern sein. Geeignet sind insbesondere mindestens 16 Jahre alte Personen, die auch eine Verantwortung gegenüber dem Kind haben, etwa aus der Familie oder dem Freundeskreis, so der ADAC.

Kinder müssen generell bis zum achten Lebensjahr mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Zwischen acht und zehn Jahren ist ihnen das dann freigestellt, sie können aber alternativ aber auch bereits einen Fahrradweg oder die Straße nutzen.

Https://www. ems-vechte-surfer. de/nachrichten/eltern-duerfen-mit-kleinen-kindern-auf-dem-gehweg-radeln-251273.html

Mit dem Rad die Neue Weinsteige hinauffahren

Stuttgart-Degerloch/S-Süd Mit dem Rad die Neue Weinsteige hinauffahren

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Das Tiefbauamt verbreitert derzeit den Gehweg an der Neuen Weinsteige, damit Radfahrer die Strecke bequem überwinden können. Neben dem unvermeidlich Ärger über die Bauarbeiten gibt es aber auch harsche Kritik und eine Befürchtung.

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Degerloch/S-Süd – Seit Anfang Mai ist die Neue Weinsteige zwischen Ernst-Sieglin-Platz und Altenbergstraße bergabwärts – und teilweise auch bergauf – nur noch einspurig befahrbar. Abschnittsweise erneuert das Tiefbauamt dort eine 160 Meter lange Stützmauer. Die Strecke gehört zwar zum Stadtbezirk Süd. Für Degerloch sind die Arbeiten aber relevant. Denn für Radfahrer bietet sich künftig eine neue Möglichkeit, aus der Stadt auf die Filder zu gelangen. Denn im Zuge der Arbeiten an der Stützmauer verbreitert das Amt den Gehweg, damit künftig sowohl Fußgänger als auch Radfahrer Platz haben und das Stadtpanorama genießen können. Die Maßnahme kostet 1,9 Millionen Euro.

Auf dem Abschnitt gebe es dringenden Handlungsbedarf, sagte Joachim Andelfinger vom Tiefbaumt im Bezirksbeirat Degerloch. „Rückspiegel von Autos werden abgefahren, mit dem Rollstuhl und dem Kinderwagen kommt man auf dem schmalen Gehweg nicht durch.“ Radler könnten bislang nur durch Waldwege fahren, das Panorama bleibe ihnen verborgen. Derzeit sei der Gehweg 1,60 Meter breit. Wenn Autos parken, bleibe nicht einmal ein Meter für Fußgänger und Radfahrer.

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Der Gehweg wird künftig 2,50 Meter breit sein

Der neue Gehweg soll durchgehend 2,50 Meter breit und für Radfahrer freigegeben sein. Beleuchtung, Geländer und Handlauf sollen Sicherheit garantieren. Zusätzlich ist eine Bushaltebucht geplant. Von ursprünglich 15 Parkplätzen, die oft ungenutzt bleiben, will man nur vier erhalten.

Die Fahrbahnen bleiben so breit wie vorher. „Wir arbeiten in vier Abschnitten“, sagte Andelfinger. Die Strecke sei 1000 Meter lang, bis Ende 2021 soll der neue Weg komplett befahrbar sein. Die Arbeiten auf dem aktuellen Abschnitt sollen bis Anfang September dauern.

Es gibt auch Kritik

Kritik am Vorhaben übte die SPD. „Ich halte das für eine Schnapsidee“, sagte Ulrich-Michael Weiß. Angesichts der Topografie Stuttgarts könne er sich nicht vorstellen, dass viele Radfahrer die Weinsteige hochradelten. Stattdessen hätte man Alternativrouten prüfen sollen, zum Beispiel durch die Nägelestraße oder den Weißenburgpark.

Michael Köstler (SÖS/Linke-plus) befürchtet eine Zweckentfremdung des Wegs: „Man muss den Radlern deutlich machen, dass sie dort nur bergauf fahren dürfen“, sagte er. Bergab müssten sie weiterhin auf der Straße fahren, was gefährlich sei. Sinnvoller als ein für Radler freigegebener Gehweg sei ein richtiger Radweg, so Köstler weiter. Dem widersprach Rainer Wallisch vom Stadtplanungsamt. Der Architekt der Weinsteige, Karl Etzel, habe sie ganz bewusst am sanftesten Anstieg des Kessels angelegt. Der Weg hinauf sei deshalb machbar, vor allem für Pedelec-Fahrer. Bergab könne man den Radverkehr nicht auch noch zulassen, das gebe die Breite der Straße einfach nicht her.

Https://www. stuttgarter-nachrichten. de/inhalt. stuttgart-degerloch-s-sued-mit-dem-rad-die-neue-weinsteige-hinauffahren.95bbfd7b-b706-4637-843d-d1b8599803ca. html

Vereinigtes Königreich

Finde und erstelle die besten Radrouten im Vereinigten Königreich online mit der Hilfe des Fahrradroutenplaners, da das Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sich durch seine Lage, umgeben von verschiedenen Meeren, besonders für Radtouren entlang der malerischen Küste eignet. Darüber hinaus besticht es durch seine charakteristischen britischen Landschaften, die wundervollen Cottages und Herrschaftshäuser inmitten von saftigen Wiesen.

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Highlights

Gezackte Berge, funkelnde Seen und unberührte Natur, Schottlands zweitgrößte Insel, die Isle of Skye, besticht durch ihre atemberaubende Landschaft und ist durch die dünne Besiedelung und niedriges Verkehrsaufkommen zum Radfahren super geeignet.

Nicht in Oxford studiert? Keine Sorge, die Studentenstadt hat auch für Radfahrer viel zu bieten. Man kann schön entlang der eleganten honig-getönten Gebäude der Universität radeln und in den ruhigen, grünen Innenhöfen, die sich entlang der malerischen Gassen verstecken, entspannen.

Den Lake District mit dem Fahrrad erkunden. Das im Norden Englands gelegene Gebiet weist mehr als 3.200 km Fahrradwege, 12 der größten Seen Englands und eine lebendige Teekultur auf.

Tipps

Das Vereinigte Königreich ist bekannt für sein unbeständiges Wetter. Vor allem bei einer Radrundfahrt sollte man gut vorbereitet sein und unbedingt wetterfeste Kleidung einpacken.

Ist kein Radweg vorhanden, dürfen Radfahrer stattdessen nicht den Bürgersteig benutzen, sondern müssen auf der Straße fahren.

Aufpassen! Die Straßen im Vereinigten Königreich sind meist sehr eng und viel befahren.

Https://www. bikemap. net/de/l/2635167/

Darf man in Irland auf dem Bürgersteig radeln

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Über Radelmädchen

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Das Radelmädchen ist eine waschechte Berlinerin. Neugierig, frech, etwas ironisch, ein wenig unentschlossen, häufig lachend und auch mal ernst.
Sie befindet sich bevorzugt in Begleitung ihrer großen Liebe, dem Fahrrad – ob auf Reisen, in der heimischen Flora und Fauna oder in Gedanken.

Https://radelmaedchen. de/nach-dem-unfall-ist-vor-dem-aufstehen/

Jena – Unfallmeldungen

Ich meine mich zu erinnern, dass ich in Jena nicht der einzige bin, der den Beamten der Landespolizei-Inspektion auf die Finger tritt und nachfragt.

Vllt wäre es eine Idee, das mal zu sammeln.

Ich fang mal an:

Jena (ots) – Ein 40-jähriger Radfahrer stürzte am Dienstagabend in der Kahlaischen Straße in Jena. Der Mann radelte in Begleitung seines Hundes auf dem Radweg,…

Wo: Kahlaische Straße, Jena

Was: „Der Mann radelte in Begleitung seines Hundes auf dem Radweg“

Problem: in der Kahlaischen Straße gibt es keine Radwege (mehr). nur Gehweg oder Gehweg, Radfahrer frei

Ich hab um Nennung des Abschnittes gebeten und darauf hingewiesen, dass es nach meinen Infos keine Radwege gibt, nur einen Abschnitt am Fliederweg in Richtung Maua, der mit Gehweg, Radfahrer frei beschildert ist. Es sich dabei aber um einen Gehweg, nicht um einen Radweg handelt und ich daher ggfs. um Korrektur der Meldung und sofern notwendig auch um Korrektur der erfassten Daten der Unfallstatistik bitte. Denn das ist dann klar ein Gehweg-Unfall.

Und ich erhalte zuverlässig Antwort

Der Sachverhalt ereignete sich in der Kahlaischen Straße, ca. 100 Meter vor dem Bahntunnel. Hier handelt es sich um einen gemeinsamen Geh – und Radweg.

Anzumerken sei darüber hinaus:

Wir in der Pressestelle „leben“ von der Dokumentation der handelnden Kollegen vor Ort, woraus wir sodann die Pressemitteilungen erstellen.

Die Anmerkung stimmt natürlich. Es kommt das in die Meldung, was eben aufgenommen wird.

Aber als ich da Ende Dezember entlangfuhr, hing weiter vorn halt immer noch ein

2 Mal editiert, zuletzt von DMHH ( 4. Januar 2022 )

Aber als ich da Ende Dezember entlangfuhr, hing weiter vorn halt immer noch ein

Tja.

Da gibt es ernsthaft einen benutzungspflichtigen Radweg mit „Radfahrer frei“? Oder ist das schlicht ein Fehler Deinerseits? Nicht, daß ich das den StVB nicht zutraute.

„Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist.“
( Andreas Müller )

Also geht es um den Abschnitt zwischen Beutenbergstraße und Hermann-Löns-Straße?

Ich bin am 20.12.2021 dort lang und da war der Weg noch mit beschildert und kurz vorm „Tunnel“ mit gesperrt. Sehr zur Freude des Straßenbahnfahrers hinter mir

Irgendwann war aber im Gespräch, dass der südlich fahrende Radverkehr dort mittels Benutzungspflicht von der Fahrbahn bzw. aus dem Gleisbereich entfernt werden soll, um dann dreifach untergeordnet über die Hermann-Löns-Straße zurückkehren zu dürfen.

Falls die Bauarbeiten dort inzwischen abgeschlossen sind und tatsächlich eine B-Pflicht angeordnet wurde, wäre es ja Zeit, mal wieder etwas widersprüchliches für den Fachdienst zusammenzukopieren.

Einmal editiert, zuletzt von MTL ( 4. Januar 2022 )

Oder ist das schlicht ein Fehler Deinerseits?

JA! mein Fehler. is alles blau! Blau = Radweg!

Also geht es um den Abschnitt zwischen Beutenbergstraße und Hermann-Löns-Straße?

Jopp, würde ich so lesen.

Ich bin am 20.12.2021 dort lang und da war der Weg noch mit beschildert

[. ]

Irgendwann war aber im Gespräch, dass der südlich fahrende Radverkehr dort mittels Benutzungspflicht von der Fahrbahn bzw. aus dem Gleisbereich entfernt werden soll, um dann dreifach untergeordnet über die Hermann-Löns-Straße zurückkehren zu dürfen.

Falls die Bauarbeiten dort inzwischen abgeschlossen sind und tatsächlich eine B-Pflicht angeordnet wurde, wäre es ja Zeit, mal wieder etwas widersprüchliches für den Fachdienst zusammenzukopieren.

Der 200k-EURO-Premiumfußweg, der aus Mitteln des Radverkehrs errichtet wurde, ist mittlerweile fertig.

Ich fahr Donnerstag mal vorbei

Jetzt war ich hinsichtlich der Beschilderung so verwirrt, dass ich nach Feierabend noch eine Aufklärungsfahrt unternehmen musste, aber ich will dich bzgl. des Ergebnis‘ nicht spoilern

Du darfst gerne.

Nein, ich bitte darum!

Der Gehweg ist wahrlich opulent geworden; mindestens 2,5m breit und ’ne geschlossene Betonwüste unten und rechts in Richtung Hang. Im Bodenbelag sind noch mehrere Querrinnen, in denen augenscheinlich irgendwelche Holzlatten eingebettet sind. Keine Ahnung ob das Dehnungsfugen sind und ob das mit dem Holz so bleiben soll. Das Geländer in Richtung StraBa ist gefühlt höher als das auf der Saalebrücke. Naja und wie aus der Planung bekannt landet man rechts der Gleise in der Nebenstraße und kann sich dann zurück in Richtung Hauptstraße vorarbeiten.

Zum Glück muss man es aber nicht, denn der neue Weg ist wie schon der Abschnitt davor mit beschildert. Übrigens an beiden Enden, sodass man von der Hermann-Löns-Straße aus ganz offiziell links auf dem Gehweg der Kahlaischen Straße fahren kann. Das war meines Wissens bis jetzt nicht möglich oder zumindest nicht erlaubt.

Wo die Herren Polizisten bei der Unfallaufnahme aber zu der Überzeugung gekommen sind, dass dort ein gemeinsamer Geh – und Radweg verläuft, hat sich mir zumindest nicht erschlossen. Also erstmal keine Extra-Schichten für entsprechende Schriftstücke, falls sich bei Tageslicht betrachtet nicht doch noch irgendwo ein versteckt

Ach uff. puh. ich dachte schon, dass da mittlerweile eine B-Pflicht hängt oder irgendetwas, dass da nun einen Radweg draus macht.

Die linksseitige erlaubnis ist aber auch geil. endet die dann an der Einmündung beutenbergstraße?

Danke für die Info.

Endet die dann an der Einmündung beutenbergstraße?

Eigentlich ja, aber die Beutenbergstraße scheint ja aus Sicht der Behörde keinen Straßenstatus zu haben, sondern nur den einer Grundstückszufahrt oder so.

Denn wird weder in nördlicher noch in südlicher Fahrtrichtung nach der Einmündung wiederholt. Also gilt die Freigabe wohl noch bis zu der Schlippe am Fliederweg.

Aber immerhin hängt ein überm an der Beutenbergstraße

Nachdem meine Aufmerksamkeit rings um die Weihnachtstage eher familiär gebunden war, an dieser Stelle alles Gute und Gottes Segen im Neuen Jahr den aufmerksamen Radfahrern in dieser Runde.

Ja, ich habe noch was an die Polizei zu schreiben. Und es ist sehr sinnvoll, dass wir nicht als Einzelkämpfer unsere Kraft verpulvern.

Als ich mich letzte Woche mal durch die Unfallmeldungen gescrollt habe, fiel mir ebenfalls die Meldung mit dem vermeintlichen Radweg in der Kahlaischen Straße auf. Denkt man doch, dass die Beamten in der Pressestelle die Infrastruktur ihres Reviers kennen sollten. Doch auch dort ist Aufklärungsarbeit nötig.

Weniger Unfall, mehr Polizeimeldung:

Der 42-jährige Mercedesfahrer überholte in der Krautgasse einen 34-Jährigen, welcher mit seinem Drahtesel unterwegs war. Dies missfiel dem Radler derart, dass er gegen den überholenden Mercedes trat und ihn damit leicht beschädigte

Ja, genau. Drahtesel.

Und überhaupt – mal wieder ein klassischer Fall von „lange Beine“, oder wie?

Meterfuffzig bei horizontaler Auslenkung?

Mal gucken, vllt schreib ich heut abend noch was. Vielleicht nehm ich es als Aufhänger für Kontrollen zum Überholabstand

Mal gucken, vllt schreib ich heut abend noch was. Vielleicht nehm ich es als Aufhänger für Kontrollen zum Überholabstand

Ja, genau. Drahtesel.

Mal gucken, vllt schreib ich heut abend noch was. Vielleicht nehm ich es als Aufhänger für Kontrollen zum Überholabstand

Hast Du schon etwas geschrieben? Ich würde sonst evtl. auch auf diese Meldung Bezug nehmen, wenn ich vll morgen? Abend dazu komme, was zu schreiben. Auf jeden Fall sollte man die Bedrängnis des ungeschützten, sich legal fortbewegenden Bürgers thematisieren, wenn eine 1-2 Tonnen schwere rücksichtslos geführte Blechkiste in seinen Sicherheitsbereich gelenkt wird. Das habe ich zumindest versucht, als ich erstmals? als (anonymer) Mangel im städtischen Meldesystem eingetragen wurde:

Https://radverkehrsforum. de/forum/thread/2899-jena-unfallmeldungen/

Scotland – Hier regnet es nicht, es gibt nur „liquid sunshine“

Haftung bzw. Mithaftung des radfahrers

Die Berge sind in Sicht

Ein großes HIYA an Deutschland und an den Rest der Welt,

Ich möchte euch aus Falkirk begrüßen – ja, selbst wenn man Leute fragt, die bereits in Schottland waren, so sagt einem dieser Ort nichts. Falkirk ist eine Industriestadt mit ca. 32.000 Einwohnern. Die Lage ist aber sehr gut, denn es liegt genau in der Mitte zwischen Edinburgh und Glasgow. Beide Städte sind mit dem Zug in ca. 40 Minuten zu erreichen.

Man ist hier noch nicht im Highland-Gebiet, allerdings kann man sie aus meinem Wohnzimmer sehen, genau wie jeden Morgen, wenn ich zur Schule radel – womit ich hier der absolute Außenseiter bin, da die Schotten (nach eigenen Angaben) viel zu faul zum Fahrrad fahren sind und niemals auf die Idee kommen würden, es nicht als Spaßmittel, sondern als Transportmittel zu benutzen. Es gibt hier auch keine Radwege, sodass ich auf dem Bürgersteig fahren muss, auf der Straße wäre es viel zu gefährlich. Als Fahrradfahrer hat man hier definitiv keine Rechte und wenn ein Auto aus einer Einfahrt / Ausfahrt kommt und abbiegen will, man selbst aber mit dem Fahrrad geradeaus möchte, muss man trotzdem anhalten und dem Autofahrer Vorfahrt gewähren, sonst fahren sie einen an.

Warum ich hier bin? Ich absolviere ein ganzes „Term“ an einer schottischen High School. Das sogenannte Term geht hier 3 Monate. Ich bin als „Assistant teacher“ für Deutsch an dieser Schule. Die Schule an sich ist die drittgrößte Schule in Schottland mit rund 1.600 Schüler/innen. Dieses Praktikum absolviere ich während meines Englischstudiums, da ich Lehramt für Gymnasien studiere. Warum ich dann German assistant bin? Ich glaube es würde keinen Sinn machen (und davon abgesehen würde ich es mich auch nicht trauen) pubertierenden Teenagern Englisch beizubringen.

Bevor ich nach Schottland gekommen bin, hatte ich am meisten vor dem schottischen Akzent Angst. Am Flughafen wurde ich von dem „Head of Language Department“ (der gerade einmal 29 ist) abgeholt und ich habe ihn super verstanden. Wir sind dann aber in einen Pub gefahren und haben meinen jetzigen Mitbewohner getroffen. Die ersten Wörter habe ich noch gut verstanden, aber dann hat er sein Schottisch ausgepackt und ich habe gehofft, dass er mir bloß keine Fragen stellt, haha. Aber das wurde nach einigen Tagen durchaus besser und mittlerweile finde ich sogar, dass die Schotten sehr klar sprechen.

Manchmal kann ich bloß durchaus wee (schottisch= kleine) Probleme haben, die Schüler zu verstehen. Die High School ist ja eine Gesamtschule und je nach gesellschaftlichem Status, sprechen die Schüler auch unterschiedlich. Kinder aus einem benachteiligten gesellschaftlichen Hintergrund versteht man in der Regel auch sehr schlecht.

Der Unterricht beginnt um viertel vor 9 und endet um viertel nach 3. Meist bin ich länger in der Schule, um den Unterricht vorzubereiten. Ich unterrichte manchmal alleine, habe aber auch viele kleine Gruppen, mit denen ich „speaking practice“ mache. Außerdem bin ich an verschiedenen Grundschulen, wo die Schüler noch gar kein Deutsch können und versuche ihnen die Sprache schmackhaft zu machen. Es ist teilweise sehr niedlich, was die Grundschüler für Fragen stellen, z. B. zu welchem Land Deutschland gehört. Wenn ich sie frage, was sie über Deutschland wissen, kommt meist als Antwort „Würstchen, Bier, Hitler, BMW und Bayern München“. Ich habe mit ihnen auch ein Quiz über Deutschland gemacht und sie denken (ich habe aber auch nicht erwartet, dass sie die richtige Antwort wissen), dass Michael Schumacher oder Heidi Klum Bundeskanzler/in ist :-). Die Grundschüler sind aber sehr süß und wissbegierig.

Ansonsten hatte ich an der Schule einen kleinen „Schock“ erfahren. Weit und breit gibt es keine Tafeln mehr, sondern nur noch Smartboards. Ab und zu wird auch mit IPads gearbeitet, was mich wirklich erstaunt hat. Dementsprechend wird auch kaum noch mit Schulbüchern gearbeitet, sondern der Lehrer bereitet das Material auf und es wird interaktiv durch das Smartboard gelernt. Generell ist die Schule in einer sehr guten Kondition (es werden Stifte und Hefte gestellt), sodass ich wirklich den Eindruck bekommen habe, der Staat investiert sehr viel Geld in das Bildungssystem. Selbst in den Grundschulen gab es übrigens keine Tafeln mehr. Nach meinen ersten Eindrücken kann ich auch sagen, dass Lernen hauptsächlich durch Auswendiglernen erfolgt. Die Schüler/innen wissen quasi was in der Prüfung abgefragt wird und lernen komplette Sätze und Essays auswendig (sowohl für schriftliche als auch für mündliche Prüfungen). Das finde ich relativ erschreckend und auch andere Kollegen haben mir bestätigt, dass dies durchaus verbessert werden müsste.

An der Schule haben wir blaue Schuluniformen. Das Tragen der Schuluniformen wird allerdings nicht allzu streng gehandhabt. Die Schüler müssen ein weißes Hemd/Bluse, den blauen Schlipps und den blauen Blazer tragen. Die Röcke können dabei anscheinend so kurz sein wie nur möglich. Ich bin immer wieder überrascht, dass so kurze Röcke in der Schule geduldet werden. Ansonsten nehmen die Schüler/innen die Uniform auch nicht so ernst. Es gibt durchaus nicht wenige, die zwar das Hemd anziehen, aber darüber irgendeinen Pullover mit Aufdrucken oder andere Sachen. Einheitlich aussehen ist doch etwas anderes….

Ich werde morgen hier noch ein paar Fotos hinzufügen und mein nächster Beitrag wird über die schottische Mentalität sein.

Https://www. uni-muenster. de/CareerService/blog-erasmus/scotland-hier-regnet-es-nicht-es-gibt-nur-liquid-sunshine/

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