Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Die Aggressivität auf Hamburgs Straßen ist hoch: Radfahrer beschweren sich über rücksichtslose Autofahrer, Autofahrer bezweifeln, dass Radfahrer überhaupt schon einmal die Verkehrsregeln durchgelesen haben. Fakt ist aber: Wer auf dem Sattel sitzt, hat viel mehr rechtliche Freiheiten. Die MOPO zeigt, welche das sind.

Der MOPO hatten ADFC-Mitglieder Thomas Lütke und Markus Jaschinsky kürzlich über ihre Testfahrten mit dem „Open Bike Sensor“ berichtet, der per Ultraschall den Abstand zwischen Fahrrad und überholenden Autos misst. Mehr als 100 Testergebnisse zeigen in einigen Straßen bisher auf, dass Autos den vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Metern nicht einhalten. Die MOPO erreichte daraufhin eine Flut an Leserbriefen von erzürnten Autofahrern. Die Radfahrer wären kein Stück besser, immerhin drängelten sie sich bei einer roten Ampel rechts eng an den Kfz-Fahrzeugen vorbei.

Regeln fürs Radfahren: Vordrängeln ist erlaubt!

Das ist tatsächlich keine Seltenheit und lässt den Blutdruck vieler Autofahrer in die Höhe schellen. Doch das ist erlaubt! Im Paragraf 5 der Straßenverkehrsordnung (StVO) steht: „Ist ausreichend Raum vorhanden, dürfen Radfahrende und Mofa-Fahrende die Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht rechts überholen.“

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Anders als bei den Autos müssen sie hierbei allerdings nicht den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten, erklärt Polizeisprecherin Evi Theodoridou auf MOPO-Nachfrage, schränkt aber ein: „Ausreichender Raum ist nur gegeben, wenn ein gefahrloses Befahren durch die Radfahrer ohne Gefahr der Kollision mit den wartenden Fahrzeugen oder einem Bordstein gewährleistet.“

Regeln fürs Radfahren: Kein Helm? Erlaubt

Während sich jeder Autoinsasse anschnallen muss, sind Radfahrer frei. Für sie gilt weder Anschnall – noch Helmpflicht. Der ADFC in Bremen hat sich erst kürzlich für die Helm-Freiheit ausgesprochen. Für die Fahrrad-Lobbyisten ist es wichtiger, Tempo 30 für Autos in den Innenstädten durchzusetzen – denn dadurch sänken die Unfallzahlen rapide. Trotzdem empfiehlt der Verband natürlich jedem einen Helm für seine eigene Sicherheit.

Regeln beim Radfahren: 1,5 Promille? Kein Problem

Allgemein gilt: Wer Alkohol getrunken hat, sollte am besten weder Auto noch Fahrrad fahren. Wer in die Pedale tritt, darf aber trotzdem tiefer ins Glas schauen. Bei Autos gilt 0,5 Promille als Grenze für das Fahren ohne Strafe. Jedoch kann der Autofahrer schon darunter mit einem Bußgeld rechnen, wenn er auffällig fährt oder einen Unfall baut.

Die Grenze für Radfahrer liegt derzeit bei 1,6 Promille. Jeder, der mehr im Blut hat, muss um seinen Führerschein fürchten und kann vor Gericht landen. Bei Unfällen gibt’s eine Strafanzeige schon bei 0,3 Promille.

Regeln fürs Radfahren: Radweg ignorieren ist erlaubt!

Auch wenn es viele Autofahrer nicht gerne hören wollen: Fahrradfahrer müssen nicht unbedingt auf Radwege ausweichen und von der Fahrbahn verschwinden. Einzige Ausnahme: Ein Radweg, der mit einem weißen Fahrrad auf blauem Grund gekennzeichnet ist, verpflichtet sie zur Nutzung. Das gilt nicht, wenn dieser wegen Scherben oder dort parkenden Autos nicht befahrbar ist. Für Autos heißt es hingegen: Ein Radweg mit durchgezogener Linie ist tabu!

Regeln fürs Radfahren: Musik hören ist erlaubt!

Während des Radelns über Kopfhörer Musik zu hören, ist nicht komplett tabu. Das Gehör und die Aufmerksamkeit dürfen allerdings nicht durch die Lautstärke beeinträchtigt werden – sonst droht ein Bußgeld. Das ist nicht eindeutig, schließlich kann schon leise Musik vom Straßenverkehr ablenken. Eindeutig verboten ist es aber, das Handy oder Abspielgerät während der Fahrt aus der Tasche zu ziehen und zum nächsten Lied zu wechseln. Telefonieren ist nur über Headset in Ordnung. Bei allem, wozu direkt das Handy gebraucht wird, muss aber angehalten werden. Das Gleiche gilt übrigens für Autofahrer.

Https://www. mopo. de/hamburg/mopo-bike/diese-dinge-duerfen-radfahrer-was-autofahrer-aufregt/

Geben Radfahrer mehr aus als Autofahrer

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Fahrradweg in Berlin-Neukölln

Foto: Klaus Martin Höfer/ imago images

Die Politik will den Verkehr neu organisieren. Moderner und vor allem nachhaltiger. Wehtun soll dieser Strukturwandel niemandem, schon gar nicht den Autofahrern. Das kann nicht funktionieren.

Eine Kollegin ärgerte sich neulich in der Redaktionskonferenz über Radfahrer, die auf der Straße fahren. „Warum benutzen die nicht den Radweg?“, fragte sie. Wenige Tage später wollte ein erboster Kollege von mir wissen, warum in der S-Bahn oft Fahrräder die Sitzplätze versperrten – im Fahrradabteil, wie sich dann im Gesprächsverlauf herausstellte.

Die Antwort auf beide Fragen ist einfach. Berliner Radwege sind nur mit vollgefederten Mountainbikes halbwegs befahrbar. Außerdem ist das Fahren auf der Straße sicherer. Radfahrer benutzen manchmal die S-Bahn, weil das praktisch ist. Dafür gibt es Fahrradplätze in der Bahn, dafür bezahlt man übrigens ein Extraticket.

Ich erwähne das nicht, um zu zeigen, wie ignorant manche Verkehrsteilnehmer sind. Wenn ich Auto fahre, bin ich selbst manchmal genervt von Radlern, die die Straße blockieren. Und ich steige auch lieber in S-Bahnen, in denen keine Räder die Gänge verstopfen.

Rücksicht allein ist keine Lösung

Die Äußerungen zeigen nur, wie stark die Perspektive auf den Verkehr davon bestimmt wird, wie man sich selbst gerade fortbewegt. Das ist keine bahnbrechende Erkenntnis, aber sie hat sich noch nicht überall herumgesprochen.

In den meisten deutschen Großstädten gilt bei der Planung von Verkehrswegen noch immer die Vorstellung, dass Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger vor allem lernen müssten, nett miteinander umzugehen. „Gegenseitige Rücksichtnahme ist unverzichtbar“, meint etwa die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther.

Rücksichtnahme ist immer gut. Sie löst nur keins der aktuellen Verkehrsprobleme.

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Zunächst deutete wenig auf eine andauernde Liebesaffäre hin. Die erste Begegnung mit einem Fahrrad, an die Ralf Neukirch sich erinnert, endete mit einem Sturz. Doch irgendwann wurde für den SPIEGEL-Redakteur das Radfahren von der Notwendigkeit zur Leidenschaft. Seither hält er es mit John F. Kennedy: „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“

Von den schönen Momenten, aber auch den sportlichen, technischen und persönlichen Herausforderungen des Radfahrens erzählt Ralf Neukirch regelmäßig in diesem Blog.

In Wahrheit ist es relativ einfach: Verkehr ist keine Win-win-Situation für alle Teilnehmer. Wenn mehr für Fußgänger und Radfahrer getan wird, dann geht das zulasten der Autofahrer. Die Politik muss sich entscheiden, welchen Verkehrsmitteln sie Vorrang einräumen will. Stattdessen bekennt Günther sich zur fahrradfreundlichen Stadt und erklärt gleichzeitig, sie wolle keinen Kulturkampf gegen das Auto anzetteln.

In diesem Punkt zumindest hält sie Wort. Mir ist klar, dass ein fahrrad – und fußgängergerechter Stadtumbau nicht in wenigen Monaten zu machen ist. Aber es gibt Dinge, die ließen sich von heute auf morgen verbessern. Ich fahre jeden Morgen mit dem Rad über den Großen Stern, einen der zentralen Verkehrsknotenpunkte in Berlin. Fünf Straßen treffen hier aufeinander. An sonnigen Tagen müsste ich morgens drei Ampelschaltungen abwarten, um über die Straße zu kommen, so viel Betrieb herrscht auf dem Fahrradweg. Das macht niemand, auch ich nicht. Man fährt dann über den Fußgängerweg oder auf der Gegenspur, es ist das reine Chaos. Ich wundere mich, dass nicht mehr passiert.

Selbst die simpelsten Maßnahmen werden nicht ergriffen

Dabei ließe sich das Durcheinander leicht vermeiden. Man müsste nur die Grünphase für Fahrradfahrer und Fußgänger verlängern. Das hieße, dass die Autofahrer länger warten müssten. Das ist der Politik offenbar zu radikal. Man will ja keinen Kulturkampf führen.

Es ist nicht so, dass gar nichts geschieht. Ich war neulich in der Karl-Marx-Straße in Neukölln, einer großen Einkaufsstraße. Dort gibt es jetzt einen mit Pollern abgetrennten Radweg. An sich eine gute Sache, nur schien mir die Radspur so schmal, dass das Überholen nur unter großem Risiko möglich ist. Man baut dort die Infrastruktur, die für das Radleraufkommen vor zehn Jahren ausreichend gewesen wäre.

Verlierer sind unvermeidlich

Die Berliner Politik hat traditionell und völlig zu Recht einen schlechten Ruf weit über die Stadt hinaus. Wenn ich in Köln, München oder Hamburg unterwegs bin, habe ich allerdings nicht den Eindruck, dass es dort besser ist. Berlin ist überall, zumindest in der Verkehrspolitik.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass das Fahrrad immer Vorrang haben sollte. Kürzlich war im Reiseteil der „Frankfurter Allgemeinen“ ein hervorragender Artikel über den Konflikt zwischen Wanderern und Mountainbikern in den Alpen, der vor allem durch die Motorisierung der Räder angeheizt wird. Ich wandere sehr gern, der Artikel sprach mir aus dem Herzen. Darin stand der schöne Satz: „Tretfahrzeuge mit Zusatzmotor haben auf schmalen Bergwegen, auf Wiesen, Weiden und Gipfeln so wenig zu suchen wie Elektroroller auf dem Gehsteig.“ Genauso sehe ich es auch.

Die Konflikte im Verkehr können nur durch die Politik entschieden werden. Es wird Verlierer geben, das ist unvermeidlich. Ohne ein bisschen Kulturkampf wird es nicht gehen.

Https://www. spiegel. de/auto/fahrkultur/radfahrer-gegen-autofahrer-es-gibt-keine-gerechtigkeit-kolumne-a-1300757.html

Bürgermeisterin Monica Neuhöfer-Avdić, Lörrach:

„Fußverkehrsförderung ist sozial. Sie kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zugute. Wir müssen Straßen für alle schaffen.“

Gesund, klimafreundlich und kosteneffizient: Argumente fürs Rad

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Radfahren hat vielfältige Vorteile für Einzelne und die Gesellschaft: Kinder, die früh Fahrrad fahren, haben eine bessere Koordination und lernen leichter. Erwachsene, die das Rad häufig nutzen, sind gesünder. Radfahren bringt positive Effekte für die Volkswirtschaft. Radfahrer geben mehr Geld beim Einkaufen und im Urlaub aus als Autofahrer. Fahrradinfrastruktur in der Kommune bringt mehr Mobilität für weniger Geld. Außerdem trägt jeder Radfahrer, der das Auto stehen lässt, zur Lärmvermeidung bei und schützt das Klima.

Sie wollen für mehr Radverkehrsförderung argumentieren? Hier finden Sie nicht nur schlagkräftige Argumente für den Radverkehr, sondern auch Studien und Zahlen, mit denen Sie diese Argumente belegen können.

Überzeugend argumentieren

Ueberzeugend_argumentieren_Handreichung_fuer_Radverkehrsbeauftragte_Maerz_2018.pdf Die AGFK-BW hat die Broschüre „Überzeugend argumentieren“ für alle zusammengestellt, die sich vor Ort für die Förderung des Radverkehrs einsetzen.

Https://www. aktivmobil-bw. de/fachwissen/gute-argumente-fuers-rad/

Die Rechte der Radler im Verkehr und das halten die Autofahrer davon

Radfahrer contra Autofahrer Diese Rechte haben Radler im Verkehr – und das halten die Autofahrer davon

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Im Verkehr dürfen sich Radfahrer eine ganze Menge erlauben, so sagt es die Straßenverkehrsordnung. Auch wenn manche Autofahrer das partout nicht einsehen wollen.

Das Problem zwischen Radlern und Autofahrern fängt schon damit an, dass viele Kraftfahrer glauben, dass Radfahrer entweder gar nicht oder nur im Einzelfall die Fahrbahn benutzen dürften.

Kein Zwang zum Radweg

Ein grundlegender Irrtum, denn Radfahrer müssen meist nicht einmal einen Radweg benutzen, auch wenn er vorhanden ist. Ohne das blaue Schild (Zeichen 237, 240 oder 241) müssen Radfahrer nicht auf einem vorhandenen Radweg fahren. Es steht ihnen dann vollkommen frei, auf die Fahrbahn zu wechseln. Ob es klug, schlau oder vernünftig ist, die Straße zu wählen, ist damit nicht gesagt. Doch diese Entscheidung trifft der Radfahrer und nicht der Autofahrer. „Verkehrserzieher“, die Radler mit Hupen und dichtem Auffahren auf den Radweg aufmerksam machen, begehen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern müssen sich den Vorwurf der Nötigung gefallen lassen – und das ist eine ausgewachsene Straftat.

+++ Lesen Sie dazu: Hupen, drängeln, schneiden – Was ist eine Nötigung im Straßenverkehr? +++

Nur mit einem der blauen Schilder müssen Radler den Radweg benutzen. Doch diese Schilder dürfen die Kommunen nur bei besonderen Gefahrenstellen aufstellen. Die meisten Radwege innerorts sind also nicht so beschildert.

Noch besser: Diese Verpflichtung besteht nur, wenn der Weg auch zumutbar ist. Die Deutsche Verkehrswacht sagt dazu: „Ausgeschilderte Radwege sind nur dann benutzungspflichtig, wenn sie befahrbar und zumutbar sind. Ist der Radweg durch Scherben, Mülltonnen oder parkende Autos versperrt, wird er durch Baumwurzeln und aufgeworfenen Belag gefährlich, dürfen Radler auf die Fahrbahn ausweichen.“

In viele Städten sind perfekt befahrbare Radwege eher die Ausnahme als die Regel. Als Autofahrer muss man also damit rechnen, dass Radfahrer immer auf der Fahrbahn fahren dürfen, denn ob irgendwo Scherben oder Kartons auf dem Radweg liegen, wird man vom Fahrersitz kaum beurteilen können.

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Hinzu kommt: Will der Radfahrer in eine andere Richtung weiterfahren, als die des Radweges, darf er dem Straßenverlauf folgen, etwa wenn er links abbiegen möchte. Kleiner Trost: Auf den Fußweg dürfen erwachsene Radfahrer nie ausweichen.

Wann ist Rot auch Rot?

Müssen Radfahrer an der Ampel warten, wenn die für Fußgänger Rot ist? Ein komplizierte Frage, die man in den meisten Fällen mit Nein beantworten kann. Um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich müssen Radler bei Rot halten. Die Frage ist nur, welches Leuchtzeichen gilt für sie?

Der Radweg ist ein Teil der Fahrbahn, daher gelten meist die Lichtzeichen für den Autoverkehr oder gesonderte Lichtzeichen nur für Radfahrer. Ein abbiegender Autofahrer kann also nicht darauf vertrauen, dass die Radler halten müssen, nur weil die Fußgänger Rot haben. Weiteres Problem: Linksabbiegende Kraftfahrzeuge sehen nie die Zeichen für den entgegenkommenden Verkehr, sondern nur die Fußgängerampel in der eigenen Fahrtrichtung. Die sind aber häufig nicht parallel geschaltet. Also: Auch wenn der Linskabbieger Rot sieht, kann der Gegenverkehr Grün haben.

Erlaubte und verbotene Geisterfahrer

Dürfen Radfahrer einfach so auf der falschen Straßenseite fahren? Nein, das dürfen sie dann doch nicht. Aber als Autofahrer sollte man dennoch mit ihnen rechnen. Viele Gemeinden geben breite Radwege in beide Richtungen frei. Ein Autofahrer muss schon sehr genau hinschauen, um die kleinen weißen Schilder zu bemerken. Aber dennoch haben sie auch Folgen für ihn. Wird auf einer Vorfahrtsstraße der Radweg für beide Richtungen geöffnet, genießt auch der linksfahrende Radfahrer Vorrang vor allen Ab – und Einbiegern.

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Das gleiche Problem existiert bei Einbahnstraßen, die in beiden Richtungen für Radfahrer freigeben wurden. Auf ihnen haben Radfahrer auch in entgegengesetzer Richtung die gleichen Rechte wie auf normalen Straßen. Es ist also nicht so, dass sie nur dann fahren dürfen, wenn gerade kein Auto kommt. Tückisch wird es an Kreuzungen: Dort kann auch ein Rad in der unorthodoxen Fahrtrichtung Vorfahrt vor dem kreuzenden Verkehr haben. Dumm, wenn man dann nicht mit einem Rad als Geisterfahrer rechnet.

Rechts an der Schlange vorbei

Auch wenn es viele Autofahrer nicht wahrhaben wollen: Stehen Autos in einer Schlange vor der Ampel darf man an ihnen vorbeiradeln, so sagt es § 5, Abs. 8 StVO. Da ist auch von ausreichendem Raum und Vorsicht die Rede, das bedeutet aber nur: Wer am wartenden Fahrzeug entlangschrammt, muss für den Schaden aufkommen. Gefährlich ist das für Autofahrer, die rechts abbiegen wollen. Sie müssen immer damit rechnen, dass neben ihnen ein Radfahrer geradeaus fahren will. Und der hat Vorrang.

Zu zweit geht auch

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Radfahrer dürfen nicht nebeneinander fahren? Das ist zumindest nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Zunächst einmal gilt die Vorschrift für Radfahrer im Konvoi nicht. Mehr als 15 Radfahrer können einen geschlossen Verband bilden und dürfen dann auch zu zweit nebeneinander fahren. Anders als bei Kfz müssen die Verbandsfahrzeuge nicht besonders gekennzeichnet sein. Typische Beispiele wären Trainingsgruppen und Ausflugsfahrten. Unüblich, doch rechtlich durchaus möglich wäre es, wenn sich Rad-Pendler in einem Verband organisieren. Vom Zwang, Radwege zu benutzen, sind diese Verbände befreit. Überholen darf ein Radfahrer den anderen oder eine Schlange von Radfahrern ohnehin. Nebeneinander fahren dürfen Radfahrer auch immer dann, wenn davon keine Behinderung ausgeht. Fahren zwei Radler in der Tempo-30-Zone mit der zulässigen Geschwindigkeit, dürfen sie nebeneinander fahren. Den Wunsch, dort mit Tempo 50 zu überholen, müssen sie nicht berücksichtigen.

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Großzügige Promilleregelung

Ohne Freisprecheinrichtung dürfen Radfahrer nicht beim Fahren telefonieren. Freihändig auf dem Rad mit dem Telefon am Ohr ist also verboten. Musikhören mit Kopfhörer allerdings nicht. Die Musik darf jedoch nur so laut eingestellt sein, dass sie den Verkehr nicht übertönt. Selbst angetrunken dürfen Radler noch in die Pedale treten, für sie gelten andere Promillegrenzen als für Kraftfahrer. Radler, die unter 1,6 Promille im Blut haben, dürfen fahren, solange sie nicht im Verkehr auffallen. Erst ab großzügigen 1,6 Promille drohen Radfahrverbot, Punkte in Flensburg oder gar ein Entzug des Führerscheins, wenn einer vorhanden ist.

Https://www. stern. de/auto/service/die-rechte-der-radler-im-verkehr-und-das-halten-die-autofahrer-davon-7898862.html

Verkehrssünden-Ranking der Autofahrer und Radfahrer

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Polizeikontrolle: Auch vermeintlich kleine Sünden können Verkehrsteilnehmer in große Gefahr bringen – und ein sattes Bußgeld nach sich ziehen. (Quelle: Photothek/imago-images-bilder)

Zeitnot, Faulheit oder einfach keine Ahnung: Fast jeder zweite Autofahrer bricht die Regeln – und mehr als jeder dritte Radfahrer. Eines machen beide Gruppen besonders häufig falsch. Das Ranking ihrer häufigsten Sünden.

Rund 40 Prozent der Autofahrer und knapp 36 Prozent der Radfahrer missachten regelmäßig die Verkehrsregeln, meldet der Auto Club Europa (ACE). Der Verkehrsclub hat ausgewertet, was mehr als 50.000 Fahrer besonders häufig falsch machen. Besonderes Augenmerk hat der ACE dabei auf Kreuzungen gelegt, denn dort geschehen die meisten Unfälle.

Mit großem Abstand die Nummer eins der Autofahrer-Sünden: der fehlende Schulterblick. Ob aus Vergesslichkeit oder weil es unbequem ist – fast jeder Dritte schaut nur in den Spiegel und nicht über die Schulter. Das führt immer wieder zu schweren Abbiege-Unfällen.

Die häufigsten Fehler der Autofahrer

Kein Schulterblick beim Abbiegen (30,03 Prozent) Blinkt nicht (10,49 Prozent) Nutzt Smartphone am Steuer (2,20 Prozent) Fahren bei Rot (1,29 Prozent) Vorfahrt missachtet im Kreuzungsbereich (1,05 Prozent)

Häufigster Fehler der Radfahrer: Fast jeder fünfte überfährt einfach den Zebrastreifen anstatt anzuhalten (17,95 Prozent), wenn ein Fußgänger kommt. Das kann ein Bußgeld von 80 Euro und einen Punkt in Flensburg einbringen, wenn man dabei Passanten behindert (bei einem Unfall 120 Euro).

Https://www. t-online. de/auto/recht-und-verkehr/id_84873806/verkehrssuenden-ranking-der-autofahrer-und-radfahrer. html

Radfunk – Der Fahrradpodcast
Episode 3 – Stress auf den Straßen – Radfahrer vs. Autofahrer

Warum sind eigentlich im Straßenverkehr alle so unter Strom? Warum kommt es ständig zu Konflikten zwischen Radfahrern und Autofahrern?

Von Paulus Müller und Klaas Reese | 25.05.2018

    Hören 57:21 Audio herunterladen

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Eigentlich sollte es auf Deutschlands Straßen ein gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer geben, doch die Realität sieht anders aus. Weil sich viele verschiedene Fahrzeuge oft denselben Raum teilen müssen, kommt es immer wieder zu Begegnungen zwischen Radfahrern und Autofahrern, die Aggressionen auslösen – auf beiden Seiten.

Viel Autofahrer vermuten, dass Radfahrer sich zu oft über Verkehrsregeln hinwegsetzen. Radfahrer hingegen erleben, dass Autofahrer ihnen selbst den wenigen Platz, den ihnen die Stadtplaner eingeräumt haben, streitig machen: sie parken auf Radwegen, halten nicht genügend Abstand beim Überholen und sie übersehen Radfahrer beim Abbiegen.

Was radfahrer im verkehr dürfen – und autofahrer aufregt

Dieser Frust entlädt sich. Radfahrer schlagen bei der Vorbeifahrt auf die Motorhaube oder brüllen Autos und Lkws an. Autofahrer stellen sich bewusst an der Ampel ganz nach rechts, um es den Radfahrern möglichst schwer zu machen oder sie fahren bewusst nah an die Fahrradfahrer heran und nehmen sogar Verletzungen in Kauf.

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Radpolizist Axel Sommer, die Radfunk-Moderatoren Paulus Müller und Klaas Reese und der Verkehrsforscher Professor Wilfried Echterhoff. (Deutschlandradio / Max Burbach)

Warum ist die Stimmung zwischen Radfahrern und Autofahrern so schlecht? Was sind die größten Fehler von Auto – und Radfahrern im Zusammenspiel auf den Straßen? Wie kann ich mein Verhalten so ändern, dass ich mich selbst nicht so über andere aufrege? Wie sollte der Fahrstil sein, damit weniger Frust auf Deutschlands Straßen herrscht?

Https://www. deutschlandfunk. de/radfunk-der-fahrradpodcast-episode-3-stress-auf-den-100.html

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Höhere Strafen sorgen für mehr Abstand beim Überholen

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Man kann auch in Spanien Pech haben und an einen Irren geraten. Also an jemanden, der beim Überholen einer Radfahrerin oder eines Radfahrers zehn Zentimeter Seitenabstand für ausreichend hält. Der in engen Gassen dicht auffährt, den Motor aufheulen lässt und sich vorbeidrängt – um eine Kreuzung weiter wieder überholt zu werden. Ja, auch in Spanien gibt es solche Patienten. Und der Kontakt mit ihnen ist potenziell lebensgefährlich.

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