Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

Das Oberlandesgericht Naumburg stellte mit Urteil vom 29.12.2011 (Az. 4 U 65/11) klar, dass der Radfahrer hier trotz eines Verstoßes des Autofahrers gegen das sogenannte Sichtfahrgebot überwiegend den Verkehrsunfall verschuldet hat. Aus diesem Grunde musste er an den Autofahrer Schadensersatz in Höhe von 7.247,02 Euro bezahlen. Das Gericht hatte dabei den Anspruch des Autofahrers aufgrund seines Mitverschuldens um lediglich ¼ gekürzt.

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die Polizei bei jedem Unfall zu alarmieren. Bei Bagatellen ist es sogar sinnvoll, die Polizei nicht zu rufen.

Je nach Schuldfrage übernimmt für gewöhnlich die eigene Haftpflichtversicherung oder jene des Unfallgegners die Kosten für den Personen – und Sachschaden des jeweils anderen. E-Bikes bis 25 km/h sind normalerweise mitversichert. Für schnelle E-Bikes braucht es eine Fahrzeugversicherung oder eine spezielle E-Bike-Versicherung. Zur Sicherheit überprüfen Sie Ihre Police dennoch auf den Velo-Passus. Achtung: Die Haftpflichtversicherung übernimmt bei Sachschäden von mehr als 300 Franken. Darunter müssen Sie selbst für den Schaden aufkommen, auch wenn Sie den Unfall nicht verursacht haben.

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

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OLG Naumburg v. 25.03.2013:
Ruft ein Elternteil ein selbst schuldunfähiges Kind in einer Weise zu sich zurück, dass dieses sofort losläuft, so kommt seine eigene Haftung nach § 823 BGB in Betracht, wenn er sich nicht vergewissert hat, dass dies ohne Gefahr für Dritte möglich ist und das Kind dadurch einen Unfall verursacht (hier mit einem Radfahrer auf dem Radweg).

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

OLG Köln v. 23.08.2000:
Ein Radfahrer, der an einer Gruppe ins Gespräch vertiefter, teilweise auf der Fahrbahn stehender Jugendlicher mit hoher Geschwindigkeit so nah vorbeifährt, daß er durch eine unbedachte Bewegung eines der Jugendlichen zu Fall kommt, hat den ihm dadurch entstehenden Schaden zu 70 % selbst zu tragen.

Anstieg an Elektrofahrrädern

Wenn nötig Ambulanz (144) und oder Polizei (117) rufen. Siehe «Wann muss die Polizei gerufen werden?». Die Lage an der Unfallstelle darf bis zum Eintreffen der Polizei nur zum Schutz von Verletzten oder zur Sicherung des Verkehrs verändern werden. Wenn möglich, fotografieren Sie die ursprüngliche Lage vorher.

Bei einem Fahrradunfall können erhebliche Sach – und Personenschäden entstehen. Das kann Dich sowohl als geschädigter Fahrradfahrer als auch als Unfallverursacher treffen. Wann welche Versicherung bei einem Fahrradunfall zahlt, kommt immer auf den Unfall selbst an.

OLG Celle v. 09.06.2010:
Ein Fußgänger braucht in der Regel nicht mit verkehrswidrigem Fahren – hier: verbotswidrige Benutzung einer Busspur durch einen Radfahrer im Gegenverkehr – zu rechnen und darf sich darauf verlassen, dass er nicht von links her angefahren wird. Ein auf der falschen Seite fahrender Radfahrer muss sich darauf einrichten, dass andere Verkehrsteilnehmer mit einem solchen Verhalten nicht rechnen, und muss sich deshalb auf diese potentielle Gefahrensituation einstellen.

Sind Sie selber vom Unfall betroffen und vom Velo gestürzt und glauben, einigermassen unversehrt zu sein, warten Sie trotzdem mindestens 15 Minuten am Unfallort, bevor Sie sich wieder in den Sattel schwingen. Nach einem Sturz oder Unfall schiesst Adrenalin durch den Körper. Bis der Adrenalinspiegel wieder sinkt, ist man oftmals nicht in der Lage, die Schwere der Verletzung richtig einzuschätzen. Was sich im ersten Moment nach einem leichten Kratzer anfühlt, kann sich nach einer Viertelstunde als ziemlich schmerzhaft entpuppen.

Am besten hört man auf sein Bauchgefühl: Sind sich die Beteiligten einig über die Unfallursache und die Schuldfrage, reicht es in der Regel aus, die Personalien auszutauschen und den Rest der Versicherung zu überlassen. Herrscht allerdings Uneinigkeit oder gibt es sogar Streit, dann ist es auf jeden Fall ratsam, die Polizei hinzuzuziehen. Dasselbe gilt, sollte sich der Unfallgegner weigern, die Personalien rauszugeben oder Sie sich unsicher fühlen. Haben Sie das Gefühl es ist Alkohol mit im Spiel oder dass der Unfall gar provoziert wurde sollten sie auf jeden Fall die Polizei alarmieren.

BGH v. 04.11.2008:
Zur Rücksichtnahme von Radfahrern gegenüber Fußgängern auf – lediglich farblich getrennten – Rad – und Fußwegen im Sinne des Zeichens 241 zu § 41 Abs. 2 Nr. 5 StVO.

Von Bedeutung für die Haftungsquote ist darüber hinaus auch, ob es sich um einen Fußgängerüberweg mit oder ohne Ampel handelte. Fußgängerüberwege mit Ampel sind relativ selten. Wenn ein Fußgänger einen solchen bei rot überquert und es zu einem Unfall kommt, haftet er alleine aufgrund seines überwiegenden Verschuldens.

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Das Überfahren einer roten Ampel, Fahren auf der falschen Straßenseite, rechts abbiegen ohne Schulterblick – das alles können typische, verkehrswidrige Verhaltensweisen von Radfahrern im Straßenverkehr sein. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Theoriefragen aus der Fahrschule, ob Sie als Autofahrer damit rechnen müssen, dass der Junge auf dem Fahrrad vor Ihnen aufmerksam über die Schulter gucken wird und seinen Arm ausstreckt, bevor er die Straßenseite wechselt? Oder ob Sie davon ausgehen können, dass er keine Schlangenlinien fährt? Nein. Grundsätzlich trifft den Autofahrer immer die erhöhte Sorgfaltspflicht. Das ist selbst dann der Fall, wenn der Radfahrer entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung gefahren ist. „Es muss davon ausgegangen werden, dass der Radweg vorschriftswidrig in falscher Richtung befahren wird“ – wie das OLG Hamm 1996 in seinem Urteil formulierte. Allerdings kann es in solchen Fällen zu einer Haftungsteilung kommen, da es sich um ein Mitverschulden des Radfahrers handelt.

Sind Sie selber vom Unfall betroffen und vom Velo gestürzt und glauben, einigermassen unversehrt zu sein, warten Sie trotzdem mindestens 15 Minuten am Unfallort, bevor Sie sich wieder in den Sattel schwingen. Nach einem Sturz oder Unfall schiesst Adrenalin durch den Körper. Bis der Adrenalinspiegel wieder sinkt, ist man oftmals nicht in der Lage, die Schwere der Verletzung richtig einzuschätzen. Was sich im ersten Moment nach einem leichten Kratzer anfühlt, kann sich nach einer Viertelstunde als ziemlich schmerzhaft entpuppen.

Immer gilt: Sich Papiere wie Führerschein und Fahrzeugpapiere zeigen lassen und das Kennzeichen nicht vergessen. Bei Radlern oder Fußgängern sollten Sie laut ADFC darauf bestehen, dass Personalausweis oder andere Dokumente vorgelegt werden. Kontaktdaten von Zeugen nicht vergessen.

Sollte der Fahrradfahrer hingegen den Übergang während einer Grünphase für Fußgänger überfahren haben, kommt es wiederum zu einem überwiegenden Verschulden des Autofahrers . Der Pflichtverstoß des Autofahrers wird in diesen Fällen zumeist die Pflichtverletzung des Fahrradfahrers um ein Vielfaches überragen, sodass es zu einer alleinigen Haftung des Autofahrer kommt.

Im Jahr 2020 wurden in der Schweiz 3793 Personen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt. Mehr als 200 Menschen wurden bei Unfällen getötet. Rund ein Drittel aller im Strassenverkehr Verunfallten war zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Doch wie muss man sich bei einem Velounfall verhalten? Wann soll die Polizei benachrichtig werden? Wer zahlt für den entstanden Schaden? Und können Velofahrer und Velofahrerinnen nach einem Selbstunfall angezeigt werden?

Wenn Sie mit einem Fußgänger , der gerade selber den Fußgängerweg genutzt hat, zusammenstoßen, so werden Sie im Regelfall die gesamte Verantwortung hieran tragen. Denn Fußgänger haben gemäß § 26 Abs. 1 StVO auf Fußübergängen Vorrang . § 26 Abs. 4 StVO normiert darüber hinaus, dass wenn Sie auf einem Fahrradweg fahren, an diesem aber ein Zebrastreifen liegt, Sie wie ein Autofahrer langsam heranfahren müssen und Fußgängern ermöglichen müssen, den Weg zu überqueren.

Fahrradfahren macht nicht nur Spaß, sondern liegt aktuell voll im Trend. Das klimafreundliche Fortbewegungsmittel ist vor allem bei Städtern sehr beliebt. Doch genau dort sind Radfahrer auch immer einem erhöhten Unfall – und Verletzungsrisiko ausgesetzt. Das Verkehrsaufkommen ist groß und die vielbefahrenen Straßen sind teilweise unübersichtlich. Zudem tragen viele Fahrradfahrer nur selten einen Fahrradhelm zum Schutz. Wer viel Fahrrad fährt – vor allem in der Freizeit – sollte daher über eine Versicherung nachdenken, die Fahrradunfälle absichert. Denn ein Unfall mit dem Fahrrad kann schnell zu schlimmeren Verletzungen führen, die nicht nur hohe Behandlungskosten, sondern auch Lohnausfälle mit sich bringen können. Zudem müssen die Schäden am Fahrrad repariert werden, um wieder verkehrssicher damit fahren zu können. Doch welche Versicherung zahlt bei einem Fahrradunfall? Wie bekomme ich Versicherungsschutz als Geschädigter, aber auch als Unfallverursacher?

KG Berlin v. 11.08.2010:
Erkennt ein Radfahrer, dass zwei jugendliche Fußgänger auf dem Radweg stehen und ihm den Rücken zuwenden, und betätigt er unter Beibehaltung seiner Geschwindigkeit von ca. 14 km/h im Abstand von etwa 6 m die Fahrradklingel, so muss er damit rechnen, dass sich die Fußgänger nach rechts in Richtung Gehweg bewegen. Versucht er dennoch, rechts an den Fußgängern vorbeizufahren und vollzieht – um die Kollision zu vermeiden – eine Vollbremsung, so dass er vom Rad stürzt und sich verletzt, kommt eine Mithaftung des Radfahrers gem. § 254 Abs. 1 BGB zu 80 % in Betracht.

Auch ein Foto oder Selfie vom anderen Unfallbeteiligten könne sinnvoll sein. Wenn der sich vielleicht doch noch vor der Polizei aus dem Staub machen will, haben Sie zumindest etwas in der Hand. „Man kann den Menschen nicht hinter die Stirn gucken“, so Fehlau.

Der tote Winkel

Wenn Sie mit einem Fußgänger , der gerade selber den Fußgängerweg genutzt hat, zusammenstoßen, so werden Sie im Regelfall die gesamte Verantwortung hieran tragen. Denn Fußgänger haben gemäß § 26 Abs. 1 StVO auf Fußübergängen Vorrang . § 26 Abs. 4 StVO normiert darüber hinaus, dass wenn Sie auf einem Fahrradweg fahren, an diesem aber ein Zebrastreifen liegt, Sie wie ein Autofahrer langsam heranfahren müssen und Fußgängern ermöglichen müssen, den Weg zu überqueren.

Das OLG Frankfurt entschied 2015, dass der über den Fußgängerüberweg fahrende Radfahrer an einem Fahrradunfall die alleinige Haftung trägt, wenn der der PKW-Fahrer mit normaler Geschwindigkeit fuhr. Dies bedeutet: Kein Schadensersatz, kein Schmerzensgeld – dafür muss der Fahrradfahrer dann aber zusätzlich noch die Schäden des Autofahrers tragen (LG Frankfurt (Oder), Urteil vom 20. März 2015 – 11 O 86/13). Dies gilt natürlich immer nur dann, wenn der Autofahrer den Fahrradfahrer auf dem Zebrastreifen nicht absichtlich angefahren hat.

Mit der privaten Unfallversicherung von CosmosDirekt bist Du jederzeit und überall gegen Fahrradunfälle abgesichert. Denn die Versicherung schließt eine Fahrradunfallversicherung und eine Reiseunfallversicherung mit ein. Das heißt, Du bist auch weltweit in Deinem Urlaub rund um die Uhr optimal abgesichert. Möchtest Du Dein Fahrrad gegen Fahrraddiebstahl und Vandalismus schützen, bekommst Du mit unserer Hausratversicherung maximalen Versicherungsschutz. Denn wir bieten Dir eine Hausratversicherung mit Fahrradversicherung. Das gilt jedoch nur für nicht versicherungspflichtige Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs. Sobald Dein elektrisches Fahrrad ein KFZ-Kennzeichen benötigt, ist auch eine entsprechende KFZ-Versicherung notwendig.

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

Ein elfjähriges Kind fuhr mit seinem Fahrrad über einen Zebrastreifen , ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Hierbei wurde es von einem Wagen erfasst. Das Gericht ging davon aus, dass das Kind den Unfall zu 2/3 selber verschuldet hat. Das bedeutet, dass es nur ein Drittel seines eigentlichen Schmerzensgeldes erhielt, und nur ein Drittel seines Sachschadens ersetzt worden ist (6 U 136/97). Zur Erinnerung: Es handelte sich hierbei um ein Kind, in diesem Fall wird das Mitverschulden grundsätzlich schon niedriger angesetzt (§ 828 BGB).

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

Ein weiterer Fall zeichnete sich dadurch aus, dass ein Radfahrer ohne eingeschaltetes Vorderlicht mit einem Blutalkoholwert von 0,99% über eine dunkle Straße gefahren war. An einer Kreuzung ignorierte er das Stoppschild und wurde durch ein herannahendes Fahrzeug tödlich verletzt. Im Folgenden verklagten die Erben des Radfahrers den Autofahrer auf Schadensersatz.

„Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

Foto: Lucian Alexe via Unsplash

Mehr als die Hälfte aller Velounfälle sind Alleinunfälle. Alleinverunfallte können mit einer Busse wegen «Nichtbeherrschen des Fahrzeugs» bestraft werden. Da es hierfür keine Ordnungsbusse, sondern eine richterliche Busse gibt, kostet das bald einmal mehrere Hundert Franken.

Ergänzungsdeckung Unfall-Zusatzversicherung

OLG Saarbrücken v. 29.11.2011:
Stößt ein 14-jähriger Radfahrer, der im innerstädtischen Bereich einen Radweg befährt, mit einem Fußgänger zusammen, der unter Missachtung des Verkehrs gewissermaßen „blindlings“ die Fahrbahn betritt, so tritt ein eventuelles Verschulden des Radfahrers, das darin bestehen könnte, eine Gefahrensituation nicht rechtzeitig erkannt zu haben, spätestens auf der Ebene der Haftungsabwägung nach § 254 BGB vollständig hinter das grobe Verschulden des erwachsenen Verkehrsteilnehmers zurück.

Schwer Verletzter – Auto erfasst Radfahrer. Solche Schlagzeilen kommen fast täglich in den Nachrichten vor. Radfahrer gehören zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Allein im Jahr 2018 ereigneten sich 88.472 Unfälle mit Personenschaden, bei denen ein Radfahrer beteiligt war. Dabei sind 445 Menschen tödlich verunglückt. Jeder fünfte Verletzte war ein Radfahrer. Was sind die Ursachen für den zunehmenden Anstieg und welche rechtlichen Schritte folgen, wenn es zu einem Unfall gekommen ist?

Nach § 1 Abs. 2 StVO hat sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird . Darüber hinaus gilt auch für einen Fahrradfahrer, dass dieser nur so schnell fahren darf, dass er sein Fahrzeug ständig beherrscht und innerhalb der übersehbaren Strecke anhalten kann (vgl. § 3 Abs. 1 StVO).

Fahrradfahrer, die glauben, dass sie es aufgrund dieser milden Bußgelder darauf ankommen lassen können, sollten das lieber nicht tun. Kommt es aufgrund des Fahrradfahrens ohne Licht zu einem Unfall mit anderen Verkehrsteilnehmern, ist Schluss mit lustig. Hier müssen Radfahrer mit schwerwiegenden zivilrechtlichen und strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

Es ist für die Schadensabwicklung unerlässlich, die Personalien auszutauschen. Lassen Sie sich die ID zeigen und notieren Sie sich Namen und Anschrift der involvierten Personen.

Denn auch wenn er Name es eigentlich schon sagt, für wen diese Überwege geschaffen worden sind, kann es durchaus praktisch sein, ab und zu mal die Abkürzung hierüber zu nehmen, und nicht wie der Rest des Verkehrs warten zu müssen.

KG Berlin v. 11.08.2010:
Erkennt ein Radfahrer, dass zwei jugendliche Fußgänger auf dem Radweg stehen und ihm den Rücken zuwenden, und betätigt er unter Beibehaltung seiner Geschwindigkeit von ca. 14 km/h im Abstand von etwa 6 m die Fahrradklingel, so muss er damit rechnen, dass sich die Fußgänger nach rechts in Richtung Gehweg bewegen. Versucht er dennoch, rechts an den Fußgängern vorbeizufahren und vollzieht – um die Kollision zu vermeiden – eine Vollbremsung, so dass er vom Rad stürzt und sich verletzt, kommt eine Mithaftung des Radfahrers gem. § 254 Abs. 1 BGB zu 80 % in Betracht.

KG Berlin v. 15.01.2015:
Kollidiert ein Radfahrer auf einem gekennzeichneten Radweg, der rechts an einer Haltestelle des Linienverkehrs vorbeiführt und für die Fahrgäste einen für sie reservierten Bereich von bis zu 3 m vorsieht, mit einem Fahrgast, der gerade einen haltenden Bus verlassen hat, kommt wegen des Verstoßes gegen § 20 Abs. 2 StVO eine Haftungsverteilung von 80% zu Lasten des Radfahrers in Betracht.

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

https://www. velojournal. ch/aktuell/nachrichten/detail/velounfall-und-jetzt/

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

Ist ein Auto in den Unfall involviert beteiligt sich die Versicherung der Autolenkerin oder des Autolenkers ungeachtet der Schuldfrage. Dies wurde vom Gesetzgeber wegen der grundsätzlichen Gefahr und Überlegenheit von Autos gegenüber Velofahrenden so festgelegt. Allerdings gilt diese Regel nicht bei grober Fahrlässigkeit vonseiten eines Velofahrers.

Das ist oft einfacher gesagt als getan. Aber es ist wichtig, zügig und besonnen zu reagieren, den Überblick zu behalten und nichts zu überstürzen.

Das Oberlandesgericht Hamm entschied mit Urteil vom 24.10.2005 (Az. 13 U 127/05), dass den Erben kein Schadensersatz zusteht. Dies ergibt sich daraus, dass dem verstorbenen Radfahrer hier infolge der genannten Verstöße ein gravierendes Eigenverschulden im Sinne von § 254 BGB vorzuwerfen ist. Dabei hob das Gericht hervor, dass der Radfahrer infolge der fehlenden Beleuchtung schwer zu erkennen gewesen ist.

OLG Naumburg v. 25.03.2013:
Ruft ein Elternteil ein selbst schuldunfähiges Kind in einer Weise zu sich zurück, dass dieses sofort losläuft, so kommt seine eigene Haftung nach § 823 BGB in Betracht, wenn er sich nicht vergewissert hat, dass dies ohne Gefahr für Dritte möglich ist und das Kind dadurch einen Unfall verursacht (hier mit einem Radfahrer auf dem Radweg).

Betreuen Sie die verletzten Personen. Achten Sie darauf, die Lage für Verletzte so angenehm wie möglich zu machen. Beobachten Sie sie genau und unterhalten Sie sich mit ihnen.

Wenn Sie mit einem Fußgänger , der gerade selber den Fußgängerweg genutzt hat, zusammenstoßen, so werden Sie im Regelfall die gesamte Verantwortung hieran tragen. Denn Fußgänger haben gemäß § 26 Abs. 1 StVO auf Fußübergängen Vorrang . § 26 Abs. 4 StVO normiert darüber hinaus, dass wenn Sie auf einem Fahrradweg fahren, an diesem aber ein Zebrastreifen liegt, Sie wie ein Autofahrer langsam heranfahren müssen und Fußgängern ermöglichen müssen, den Weg zu überqueren.

Zunächst einmal kann ihm passieren, dass er nach einem Unfall auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Anspruch genommen wird. Oder sein eigener Anspruch wegen des Fehlverhaltens eines anderen Verkehrsteilnehmers wird wegen seines Mitverschuldens nach § 254 BGB erheblich gekürzt.

Immer gilt: Sich Papiere wie Führerschein und Fahrzeugpapiere zeigen lassen und das Kennzeichen nicht vergessen. Bei Radlern oder Fußgängern sollten Sie laut ADFC darauf bestehen, dass Personalausweis oder andere Dokumente vorgelegt werden. Kontaktdaten von Zeugen nicht vergessen.

OLG Naumburg v. 25.03.2013:
Ruft ein Elternteil ein selbst schuldunfähiges Kind in einer Weise zu sich zurück, dass dieses sofort losläuft, so kommt seine eigene Haftung nach § 823 BGB in Betracht, wenn er sich nicht vergewissert hat, dass dies ohne Gefahr für Dritte möglich ist und das Kind dadurch einen Unfall verursacht (hier mit einem Radfahrer auf dem Radweg).

Ruhe bewahren

Der Unfall kann sich in einem solchen Fall für den Kraftfahrer als unabwendbares Ereignis darstellen. Seine Haftung kommt jedenfalls deshalb nicht in Betracht, weil dem grob verkehrswidrigen Verhalten des Radfahrers lediglich die nicht erhöhte Betriebsgefahr des Kfz gegenübersteht.“

Die Klägerin habe weder hinreichend dargelegt, noch nachgewiesen, dass sie bei dem Überqueren des Radweges ausreichend auf Radfahrer geachtet habe. Deshalb bestehe auf Seiten der Fußgängerin ein Mitverschulden im Sinne des § 254 BGB. Im Ergebnis sah das Gericht bei beiden Beteiligten eine Haftungsquote von jeweils 50 Prozent.

Im konkreten Fall fuhr der Fahrradfahrer in einer Kurve, nach der sich auf der linken Seite eine Ampel für Fußgänger befand, über die man vom Bahnhofsvorplatz in die Innenstadt gelangt. Aufgrund des häufig regen Fußgängerverkehrs in Bahnhofsnähe und der Tatsache, dass viele Fußgänger gerade dort in Eile und unaufmerksam seien, hätte der beklagte Fahrradfahrer seine Geschwindigkeit ausnahmsweise wegen der besonderen Verkehrssituation anpassen und entsprechend reduzieren müssen, so das OLG.

Was passiert wenn ich von einem Fahrrad angefahren werde

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