Fahrradfahren in Großstädten

Fast jede Person in Deutschland besitzt heutzutage ein Fahrrad (statista, 19.01.2022). Vor allem Elektrofahrräder (oder E-Bikes) bestimmen, zumindest in Großstädten, immer mehr das Straßenbild: Schöne und farbige Räder, Zweiräder mit originellem Design und Lastenfahrräder für jede Gelegenheit.

Die Vielfalt ist enorm und die Einsatzmöglichkeiten fast unbegrenzt. Lastenfahrräder mit Sitzbank eignen sich zum Beispiel hervorragend zum Transport von Kindern (oder Hunden!). Fahrräder gelten als moderne, günstige und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel für kurze, aber auch längere Strecken. Werden Fahrräder jemals Autos ersetzen? Diese und weitere spannenden Fragen werden die in diesem Dossier besprochen, das sich als Thema für den DaF – und DaZ-Unterricht eignet.

1. Vorentlastung

Um das Vorwissen der Lernenden auf denselben Kenntnisstand zu heben und den die Wortschatzkenntnisse zu vertiefen, kann eine Vokabel-Mindmap an der Tafel abgebildet werden. Fakultativ kann ein Bild eines Fahrrades an der Tafel gezeichnet/angezeigt werden. Die Lernenden nennen bekannten Wortschatz zum Thema Fahrrad. Die Lehrkraft ergänzt weitere unbekannte Wörter, z. B.:

    der Lenker der Sattel die Kette das Pedal der ÖPNV das Lastenfahrrad das Fahrradschloss

Im Anschluss daran führen die Lernenden 10-15 Minuten die Methode des Speed-Datings durch. Die Kursteilnehmenden sitzen paarweise gegenüber und beantworten folgende Fragen, die auf Zettel vorbereitet wurden (die Fragen können von der Lehrkraft je nach Sprachniveau angepasst werden):

    Besitzt du ein Auto und/oder ein Fahrrad? Was benutzt du öfter? Für welche Strecken? Warum ist Fahrradfahren umweltfreundlich und gesund? Kennst du Fahrradstraßen in deiner Stadt? Sollten es mehr davon geben? Warum (nicht)? Wie kann man dafür sorgen, dass das Fahrrad verkehrssicher ist? Darf man während des Fahrradfahrens Musik hören oder telefonieren? Kann man ohne Auto leben? Welche Alternativen kennst du?

Nach zwei Minuten kündigt die Lehrkraft den Wechsel an und nur die Lernenden einer Reihe gehen weiter nach rechts, bis alle miteinander geredet haben.

2. Das Fahrradfahren in Deutschland

Richtig oder falsch? Die Lernenden lesen in kleinen Gruppen folgende Regeln zum Fahrradfahren in Deutschland und diskutieren, ob diese stimmen oder nicht. Die Lösungen finden Sie am Ende des Dossiers.

Auf Fahrradstraßen gilt ein Tempolimit von 50 Kilometern pro Stunde. Kinder unter 9 Jahren dürfen mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Man darf beim Fahrradfahren Musik hören, Hauptsache die Musik ist nicht zu laut. Beim Fahrrad – und E-Bike-Fahren muss man unbedingt einen Helm tragen. Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger, die zu breit für den Fahrradweg sind, dürfen auf dem Gehweg fahren. Kinder unter 7 Jahren dürfen in einem geeigneten Kindersitz auf dem Fahrrad mitgenommen werden.

Nach der Lösung der Aufgabe können die Lernenden im Plenum über die Regeln zum Fahrradfahren (und eventuellen Unterschiede) in ihrem Heimatland / ihren Heimatländern diskutieren.

3. Verkehrs – und Umweltprobleme in Großstädten

Die Großstädte kämpfen mit Verkehrs – und Umweltproblemen: Die Luftbelastung ist schon seit Jahren zu hoch und der Autoverkehr erstickt die Innenstädte, nicht nur in Deutschland. Diskussionsanlass:

    Wie kann man die Verkehrsprobleme in Großstädten lösen? Welche Strategien kennen die Lernenden aus Deutschland, anderen Ländern oder ihren Heimatstädten bzw. – ländern?

Jede Gruppe stellt die Ergebnisse ihrer Diskussion dar. Als Hilfsmitteln für die Präsentation der Stellungnahme können den Lernenden folgende Redemittel gegeben werden:

Ich bin/wir sind der Meinung, dass… Meiner Meinung nach/unserer Meinung nach [Verb] … Ich bin mir/wir sind uns sicher, dass… Ich bin/wir sind davon überzeugt, dass… Ich glaube/wir glauben, dass… Ich finde/wir finden, dass… Ich denke/wir denken, dass…

4. Hausaufgabe

Die Lernenden schreiben einen kurzen Text über die Rolle des Fahrrads in ihrem Leben. Folgende Fragen helfen:

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Mit 50 Sachen durch die Berliner Innenstadt: Fahrt frei für die Super-E-Bikes?

Es gibt eine einfache Methode, um die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit bei E-Bikes von 25 Stundenkilometern auszuschalten. Und dann?

Viele, die ein E-Bike fahren, haben sich schon geärgert, dass die Unterstützung durch den Motor sich automatisch ausschaltet, wenn die Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde erreicht ist.

E-Bikes: Unterschiedliche Regelungen in den EU-Ländern

Für die Verwendung von E-Bikes und Pedelecs gelten nicht überall innerhalb der EU dieselben Vorschriften. Ein paar Tipps, worauf E-Biker aufpassen müssen.

SN/shutterstock/moreimage Wer mit E-Bikes und Pedelecs in der EU unterwegs ist, sollte die länderspezifischen Vorschriften und Gesetze kennen.

Elektrofahrräder, E-Bikes oder Pedelecs sind in Österreich rechtlich den Fahrrädern gleichgestellt. Die maximale Leistung des Motors darf 600 Watt und die mit dem E-Motor erreichte Höchstgeschwindigkeit darf 25 km/h nicht übersteigen. Bei einer höheren Leistung bzw. Geschwindigkeit würde das Elektrofahrrad nicht mehr als Fahrrad, sondern als Moped gelten und somit würden strengere Gesetze zur Anwendung kommen. Geschwindigkeiten über 25 km/h dürfen ausschließlich mit eigener Kraft des Fahrers erreicht werden. Von der Maximalleistung ist die Nennwertleistung zu unterscheiden, die oft weit unter der Maximalleistung liegt. Die EU zieht hier die aktuelle Grenze bei 250 Watt für Pedelecs.

Andere Länder, andere Regeln

Achtung: Ist man mit dem E-Bike in anderen EU-Ländern unterwegs, gelten oft andere Vorschriften. In Slowenien gilt bei der Benutzung von Pedelecs (Grenze 250 Watt) für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren eine Helmpflicht; diese gibt es in Deutschland, Italien, Kroatien oder Ungarn nicht. In Italien ist es zum Beispiel gestattet, einen Anhänger zu ziehen, nur muss die Leistung der Bremsen in diesem Fall höhere Belastungen aushalten. Für alle anderen E-Bikes mit höherer Motorleistung und höherer Geschwindigkeit gelten in nahezu allen Ländern strengere Bestimmungen. Für Pedelecs mit einer Motorleistung bis 500 Watt und Motorzuschaltung bis maximaler Geschwindigkeit von 45 km/h müssen die Benutzer in Deutschland einen Führerschein der Klasse AM besitzen, es herrscht Helmpflicht, das Pedelec muss versichert werden (Versicherungskennzeichen) und man darf nicht auf Radwegen unterwegs sein. Am besten immer schon vorab informieren, wenn man in andere Länder reist!

E-Bikes: Eine umweltfreundliche Alternative zum Pkw

Immer mehr Menschen sind mit E-Bikes unterwegs. Für alle, die längere Strecken fahren, aktiv mobil bleiben oder Lasten oder Kinder transportieren wollen, sind sie sehr attraktiv. Im Vergleich zum Auto sind E-Bikes günstiger und zugleich ökologischer, gesünder, häufig schneller und sparen Platz in der Stadt.

Welche Arten von E-Bikes gibt es?

Während im allgemeinen Sprachgebrauch häufig von „E-Bikes“ als Überbegriff für alle Fahrräder mit (unterstützendem) Elektroantrieb die Rede ist, wird in der Fachsprache in „Pedelecs“, „S-Pedelecs“ und die eigentlichen „E-Bikes“ unterschieden.

In Deutschland werden momentan vor allem Pedelecs genutzt. Beim dient der Elektromotor nur als Unterstützung der Muskelkraft und es muss getreten werden. Diese Elektrofährräder fahren bis zu 25 km/h schnell. Man benötigt dafür keine Betriebserlaubnis und keinen Führerschein. Sie dürfen außerdem, wie normale Fahrräder, auf dem Radweg fahren.

Mit dem kann man maximal 45 km/h fahren. Der Motor funktioniert nur mit Tretunterstützung, eine Typengenehmigung (bzw. Betriebserlaubnis) und Versicherung ist aber erforderlich. Für S-Pedelecs braucht man einen Führerschein der Klasse AM und einen geeigneten Schutzhelm. S-Pedelecs dürfen Radwege nicht befahren.

Das eigentliche funktioniert auch ohne Muskelkraft. Rein elektrisch fahren, ohne zu treten, ist daher möglich. Für ein solches Rad gelten die gleichen Vorgaben wie für S-Pedelecs.

Ist man mit E-Bikes umweltfreundlich unterwegs?

E-Bikes können die Möglichkeiten erweitern, Fahrrad zu fahren statt den Pkw zu nutzen (siehe UBA-Verbrauchertipp Elektroräder). Dies gilt zum Beispiel für längere Strecken, die aus Zeitgründen nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren werden. Auch Pendelnde mit einem Arbeitsweg von mehr als 5-10 Kilometer nutzen immer öfter E-Bikes.

Ein weiterer Vorteil ist, dass E-Bikes für Menschen attraktiv sind, für die mit dem Fahrrad zu fahren aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr möglich oder angenehm ist. Mit einem E-Lastenrad können auch schwerere Lasten oder Kinder umweltfreundlich transportiert werden. Für den Lastentransport sind sie damit auch für Gewerbetreibende, zum Beispiel Handwerker*innen, eine gute Alternative zum Pkw. Durch den Anreiz weiterhin Fahrrad zu fahren, sind E-Bikes eine wichtige Ergänzung des Umweltverbunds, vor allem, wenn sie Pkw-Fahrten ersetzen. Unsere Umwelttipps für den Kauf eines E-Bikes und Pedelecs finden Sie hier.

Wie umweltfreundlich sind E-Bikes im Vergleich zum Pkw?

Im Vergleich zum Auto sind E-Bikes günstiger, ökologischer, gesünder, häufig schneller und definitiv platzsparender.

Die Produktion eines durchschnittlichen Pedelec-Akkus verursacht einen Ausstoß an Treibhausgasen, der einer ⁠Klimawirkung⁠ von etwa 27,5 bis 37,5 Kilogramm CO entspricht (so genannte CO-Äquivalente). Vergleicht man diese 27,5 bis 37,5 Kilogramm CO-Äquivalente in einer vereinfachten Gegenüberstellung mit den Treibhausgasemissionen aus den eingesparten Pkw-Kilometern, sind bereits nach durchschnittlich 150 bis 300 E-Bike-Kilometern die Treibhausgasemissionen der Akku-Herstellung beglichen.

Eine weitere rechnerische Gegenüberüberstellung zeigt auf, dass ein übliches Pedelec 15 Gramm, ein Pkw hingegen 194 Gramm CO-Äquivalente je ⁠Personenkilometer⁠ erzeugt – siehe S. 16 und 38 der UBA-Broschüre „Umweltfreundlich mobil!“). Vereinfacht gesagt, ist das Pedelec also mehr als 12-mal klimafreundlicher als das Auto. Dies gilt für alle Lebenswegabschnitte, also die Nutzung des Verkehrsmittels sowie die Bereitstellung des Fahrzeugs, der Infrastruktur und der Energie unter Berücksichtigung des aktuellen deutschen Strommixes.

Für eine noch bessere Klimabilanz sollte der E-Bike-Akku mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen werden.

Wie schneiden E-Bikes im Vergleich zu normalen Fahrrädern ab?

Steigt man vom Standard-Fahrrad auf ein E-Bike um, dann hat dies keinen Umweltnutzen – denn allein die Herstellung des erforderlichen Akkus, also die Aufwände für die Rohstoffgewinnung, Herstellungsprozesse sowie Transport und Logistik, verursachen zusätzliche CO-Emissionen. Es kommt also darauf an, dass man mit dem E-Bike Fahrten mit anderen motorisierten Verkehrsmitteln ersetzt.

Welche Umweltbelastungen entstehen durch die Produktion der Akkus?

Umweltbelastungen bei E-Bikes resultieren vor allem durch die Produktion der Akkus, bei denen es sich größtenteils um Lithium-Ionen-Akkus handelt. Aufgrund hoher Energiedichten sind sie mit dem Blick auf möglichst lange Reichweiten den sonstigen Akkusystemen überlegen. Akkus dieser Art enthalten unter anderem Kobalt, Nickel, Eisen, Kupfer, Aluminium und Lithium, deren Abbau häufig mit Belastungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt einhergeht. Der Abbau von Lithium verbraucht große Mengen Wasser und der Kobaltbergbau geht unter anderem mit der Kontamination des Grund – und Oberflächenwassers mit Chemikalien und Schwermetallen einher. Mit ihm sind auch soziale und Menschrechtsprobleme verbunden. In unserer FAQ-Sammlung finden Sie weiterführende Informationen zu den Umweltauswirkungen der Akku-Produktion.

Aufgrund der hohen Umweltrelevanz der Akkuherstellung ist die Lebensdauer der Akkus für die ⁠Klima⁠- und Umweltwirkungen des E-Bikes ein entscheidender Parameter: Eine lange Lebensdauer des E-Bikes und seines Akkus verringert die Umweltauswirkungen pro gefahrenem Kilometer. Wird das Ende der Nutzungsphase erreicht, kann die Lebensdauer der Akkus möglicherweise durch eine weitere Nutzung in stationären Energiespeicher-Anwendungen nochmals verlängert werden (Second Life-Konzepte). Am Ende der Lebensdauer müssen alle Akkus dem Recycling zugeführt werden – beispielsweise über Sammelstellen im Fahrradhandel. Mit der Rückgewinnung dieser Stoffe kann die umweltbelastende Primärgewinnung vieler Rohstoffe reduziert werden.

Wie können Nutzer*innen nachhaltig mit Lithium-Ionen-Akkus umgehen?

In unserem Verbrauchertipp „E-Bike und Pedelec“ zeigen wir Ihnen, wie Sie die vorzeitige Alterung Ihres Lithium-Ionen-Akkus wirksam verringern können.

Weiterführende Informationen, beispielsweise das richtige Verhalten im Brandfall, allgemeine Sicherheitshinweise beim Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus sowie aktuelle Batteriemarktdaten und – entwicklungen finden Sie hier:

Gibt es einen „Blauen Engel“ für E-Bikes?

Derzeit existieren Vergabekriterien für Elektrofahrräder mit Motorunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Bislang konnte leider kein Produkt mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet werden. Hersteller, die ihre Produkte auszeichnen lassen wollen, finden die Vergabekriterien auf den Seiten des „Blauen Engel“. Mit dem Blauen Engel ausgezeichnete Elektrofahrräder sind besonders umweltfreundlich und langlebig, aber auch sicher. Es werden hierbei Anforderungen an Akkus und Ladegeräte gestellt, die bisher gesetzlich noch nicht geregelt sind. Dabei geht es vor allem um die Qualität und Lebensdauer der Akkus sowie die Verfügbarkeit von Ersatzakkus.

Zu gefährlich: Experte fordert hartes Tempolimit für E-Bikes

E-Bikes seien zu gefährlich und Leute zu schnell unterwegs: Geht es nach den Experten der Dekra-Unfallforschung, dann sollen insbesondere Anfänger in Zukunft deutlich langsamer unterwegs sein. Die Geschwindigkeitsbegrenzung könnte sich dabei auch an der Muskelkraft des Fahrers orientieren, so ein Vorschlag.

E-Bikes: Experten fordern Tempolimit

Mit E-Bikes kann man ganz schön flott unterwegs sein. Das führt nicht selten zu Unfällen – insbesondere dann, wenn sich Fahrer gar nicht im Klaren darüber sind, wie schnell sie über den Radweg oder die Straße flitzen. .

Nach einer wird nun gefordert, dass die Motorleistung von E-Bikes zumindest bei Anfängern begrenzt wird. Die Höchstgeschwindigkeit könnte dabei auf, so der Vorschlag. Erst dann, wenn der Fahrer genug Erfahrung gesammelt hat, soll die künstliche Beschränkung nicht mehr gelten, meint Markus Egelhaaf, der als Teamleiter bei der Dekra-Unfallforschung arbeitet.

Neben einer Beschränkung der Geschwindigkeit für Anfänger gibt es noch einen weiteren Vorschlag, wie Auto Bild berichtet. Die Höchstgeschwindigkeit könnte sich. Wer also nicht über die entsprechende Muskelkraft verfügt, der muss dann auch langsamer unterwegs sein. Hier sind vor allem im Blick, die nicht selten zu leistungsstarken Pedelecs greifen, die eine hohe Geschwindigkeit erlauben.

E-Bikes: Zahl tödlicher Unfälle steigt

Im Jahr 2020 ist die Anzahl. Hier gilt allerdings zu beachten, dass E-Bikes einen wahren Boom erleben und heute deutlich mehr Fahrer unterwegs sind als in vergangenen Jahren. Nicht wegzudiskutieren ist dabei aber die Tatsache, dass Unfälle mit tödlichem Ausgang bei nicht-motorisierten Fahrrädern im Jahr 2020 um 14 Prozent gesunken sind.

E-Bike-Fahrer sind zudem von Brüchen des Handgelenks oder der Arme betroffen. Sie müssen im Falle eines Unfalls auch häufiger operiert werden als Fahrer von herkömmlichen Fahrrädern.

Amsterdam Tempolimit für E-Bikes gefordert

In Amsterdam überlegt die Stadtverwaltung, ein Tempolimit für E-Bikes einzuführen. Sie sollen in der Stadt nur noch maximal 20 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Dem müsste aber ein landesweites Gesetz in den Niederlanden vorausgehen.

Die Stadt prüft zusätzlich, ob E-Bikes mit einer Geschwindigkeit von mehr als 30 Kilometern pro Stunde auf die Straße verlagert werden sollen, oder ob Fahrerinnen und Fahrer via App aufgefordert werden sollen, langsamer zu fahren.

Letztes Jahr gab es 74 Unfälle in Amsterdam mit E-Bikes; doppelt so viele wie 2022 – allerdings steigen auch die Verkaufszahlen für E-Bikes kontinuierlich. Über ein Drittel aller Einwohnerinnen und Einwohner nutzt das Rad – mit oder ohne Motor – für ihren Alltag. Anfang des Jahres hatte Amsterdam eine riesige Garage am Hauptbahnhof eröffnet; mit Platz für 7.000 Fahrräder.

Kinder, Radfahrer und Senioren sind besonders gefährdet

Laut einem Parlamentsbeschluss möchten die Niederlande die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für das Fahren innerorts auf 30 km/h absenken. Damit reagiert das niederländische Parlament auf die gestiegenen Unfallzahlen mit Radfahrern und Fußgängern.

Demnach soll das Tempolimit die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder und Senioren deutlich erhöhen, zumal an einem großen Teil aller Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten mit Beteiligung von Kindern und Senioren geschieht. Und das vor allem innerorts in Tempo-50-Zonen.

Tempolimit innerorts rettet nachweislich Leben

Diese Argumentation ist schlüssig, immerhin erhöht sich der Bremsweg bei 50 km/h im Vergleich zu 30 km/h von 9 Metern auf satte 25 Meter. Selbst bei einer Gefahrenbremsung liegt der Bremsweg bei 50 km/h noch bei ca. 12,5 Metern. Zum Vergleich: Bei 30 km/h sind es nur 4,5 Meter.

Diese Berechnung wird von Studien gestützt, die die Geschwindigkeit mit dem Risiko tödlicher Verletzungen für Radfahrer und Fußgänger in Verbindung bringen. Während das Risiko für tödliche Verletzungen bei einem Unfall mit 50 km/h bei 20 Prozent liegt, beträgt es bei 30 km/h lediglich 3 Prozent.

Maßnahmen zeigen andernorts bereits Wirkung

Dass eine solche Maßnahme in von Radlern und Fußgängern mitgenutzten Bereichen sinnvoll ist, zeigt einmal wieder Skandinavien. Norwegische Städte wie Helsinki und Oslo haben bereits vor einer Weile ein Tempolimit von 30 km/h innerorts eingeführt. Laut offiziellen Statistiken sind insbesondere in diesen beiden Städten im Jahr 2019 weder Kinder noch Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

Auch in vielen deutschen Großstädten könnte ein Tempolimit innerorts, die Unfallzahlen und damit auch die Zahl schwerverletzter und getöteter Radfahrer und Fußgänger deutlich senken. Was denkst du darüber? Macht ein generelles Tempolimit von 30 km/h innerorts Sinn oder sollte die Temporeduktion nur an Unfallschwerpunkten oder in der Innenstadt vorgenommen werden? Wir sind auf deine Meinung gespannt.

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Velomotion ist euer Team aus Fahrrad – und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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Velomotion testet täglich Fahrräder, E-Bikes und Zubehör

Ein neuer E-Bike-Antrieb von Bosch? Eine neue Mountainbike-Schaltung von Shimano? Zu hundert Prozent recycelte Reifen von Schwalbe? Ein neuer Bußgeldkatalog für Radfahrende? Auf www. velomotion. de erfahrt ihr es zuerst. Alle getesteten Bikes oder Produkte werden von unseren Redakteuren ausführlich in der Praxis erprobt und die Erfahrungen ehrlich mit den Lesern geteilt. Rund 30.000 Leser (Quelle: Google Analytics) besuchen pro Tag Velomotion. de, um die umfangreichen Praxistests, Produktnews, Ratgeber und auch Berichte aus dem professionellen Radsport zu lesen. Gerade die Monumente des Radsports, wie Giro d’Italia, Tour de France oder Klassiker wie Paris-Roubaix werden auf Velomotion von unserem kompetenten Experten-Team mit viel Fachwissen vorgestellt und nach den Rennen analysiert.

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Der starke Youtube-Kanal von Velomotion mit seinen rund 20.000 Abonnenten wartet wöchentlich mit neuen und sehr umfangreichen Videos auf. Seien es Labor-Analysen von allen gängigen E-Bike-Antrieben, Praxistests von neuen MTBs auf anspruchsvollsten Trails oder Rennrad-Neuheiten mit Profi-Expertise – Videos von Velomotion werden von allen Zuschauern hochgeschätzt.

E-Bike Ferien: andere Vorschriften in Europa

Im Ausland gelten jedoch oft andere Vorschriften in Bezug auf Helmpflicht, Ausrüstung oder Führerausweispflicht. Auch Höchstgeschwindigkeiten und Vorschriften zu Nummernschild, Beleuchtung und Rückspiegeln werden für Elektrovelos in jedem Land anders gehandhabt.

Es ist daher wichtig, sich vor dem Aufenthalt im Ausland über die Gesetze zu informieren.

Obligatorische Ausrüstung

Bevor man sich auf die Strasse eines fremden Landes begibt, sollte man sich über die Ausrüstungsvorschriften informieren, die von Land zu Land unterschiedlich sein können. Helm, Klingel, Beleuchtung, reflektierende Westen und Rückspiegel können je nach Land und Kategorie des E-Bikes vorgeschrieben oder empfohlen sein.

Mindestalter und Führerschein

Die Bedingungen bezüglich des Mindestalters für das Fahren eines Elektrofahrrads sowie die Notwendigkeit, einen Führerschein zu besitzen, sind von Land zu Land unterschiedlich. Nehmen Sie sich die Zeit, sich umfassend zu informieren.

Verkehrsregeln

Kennzeichen und Vignetten sind in einigen Ländern notwendige Voraussetzungen, um mit einem Elektrofahrrad zu fahren. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind ein Punkt, der überprüft werden muss. Je nach Kategorie seines „E-Bikes“ ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen, um sich über die Regeln des Ziellandes zu informieren.

Regeln für E-Bike-Fahrer im Ausland

Unten aufgeführt finden Sie eine Übersicht nach Land zu den E-Bike-Vorschriften. Mit einem Klick auf das Pluszeichen sehen Sie weitere Details.

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