Einknicken bei langsamen Kurven

Hallo, ich spiele mich ernsthaft mit dem Gedanken eine Gsr 750 zu kaufen. Darum bin ich jetzt mal eine Probe gefahren. Mir ist dabei aufgefallen, dass das Moped in langsamen, engen Kuren (vor allem in der Stadt) nach innen zieht bzw. Ich finde nach innen Knicken will. Wasch irritierend finde. Jetzt die frage ist das normal!? Oder kann das an den Testmotorrad liegen? Welche Erfahrungen habt ihr!?

Forenmitglied

Liegt wohl an der Schwerkraft, welche in langsamer Schräglage das Moped Richtung Boden zieht

Dagegen hilft der Drehregler am rechten Lenkerende. Einfach etwas zu dir drehen, dann stellts dich automatisch wieder auf.

Forenmitglied

Also mir is noch nie irgendwas bez besonders einknicken aufgefallen, meine geht ganz normal wie jedes andre bike auch in alle möglichen kurven. klar kippt sie irgendwann ein wenn man zu langsam wird und noch schäglage hat aber wie schon gesagt hilft da eine kleine handbewegung naja, hast du dir zufällig die reifen vorher angeschaut? kann ja sein dass die schon in der mitte gerade abgefahren waren (zB durch ständig autobahn fahrn) und sie dann wie du versucht hast um die kurve zu kommen sozusagen „reingekippt“ is.

Bekannter User

Also die GSR600 ist im Vergleich zu einem Kilo-Gixer einfach nur kippelig. Sonst kann ich mich den Vorrednern nur anschließen. Mehr Gas in der Kurve.

Bekannter User

Sowas liegt i. d.R. an den jeweils aufgezogenen Reifen.. .. die einen neigen mehr dazu, die andern weniger, Viele machen`s auch gern wenn se Abgefahren sind..

Oder man immer „Geradeaus“ z. B. viel/nur AB fährt, dann fahrn sich die Reifen Gerade/Platt ab, wenn man sich dann doch mal in die Kurve legt, muß man praktisch „über die (kippeliege) Kante“ fahrn. dort/dann wird die Fuhre Instabil & Kippelig.. (Vorführer haben das sicher öfter, das die Reifen nur Mittig Abgefahren sind.)

Sportreifen = Spitze Reifenkontur.. (weniger Auflagefläche, laßen sich leichter Einlenken, „Fallen“ in die Kurve.) Tourenreifen = flache Kontur.. (größere Auflagefläche, brauchen meist etwas „Nachdruck“ um in Schräglage gebr. zu werden..)

Oder am Moped(typ) selbst, Radstand, Lenkkopfwinkel/Nachlauf, Fahrwerk sind hier die üblichen Verdächtigen..

Kommt auch drauf an welches Bike (Modell/Reifen) man zuvor gewohnt war & auf welches man (um-)steigt, manchmal sind die Unterschiede gravierend..

Ist alles ne Sache von Gewohnheit & Gefühl.. Gerade beim „Langsamfahren“ (Stadt/Abbiegen mit langsamer Geschw.). wenn sich die Kreiselkräfte aufheben (die das Bike im Normalfall stabislisieren). unter 2o.-25 Km/h.. sollte man hier darauf gefasst sein, besonders wenn man mit dem jeweiligen (neuem) Bike noch nicht so viel Er-„fahrung“ gesammelt hat

Gibt Reifen die alle Ansprüche, in (fast) allen Lebenslagen erfüllen, fährt man aber langsam um`s Eck, wie z. B. in ner Serpentine, meint man das Bike kippt/fällt in die Kurveninnere Seite.. (Mein PiRo 3 z. B. macht das auch sehr Stark, das man wirklich Kräftig am Lenker „Gegenlenken/-drücken“ muß..)

Denk mir x das Du nen Touren(sport)reifen gewohnt bist & auf der 75o. ger Sportreifen (BT-o16) Aufgezogen sind. Oder Du ein „sehr feinfühliger“ Mensch bist.. :dontknow:

Mit „Gas Stützen“ so wie die Andern Schreiben, kommt halt in der Stadt, oder wenn man langsam um`s Eck will, nicht unbedingt soo gut & erfortdert ne gewisse Routine/Erfahrung..

Auto: Warum kippt ein fahrendes Motorrad nicht um?

Im Stand kippt ein Motorrad sofort um, wenn es nicht gestützt wird. Beim Fahren aber passiert das nicht. Warum eigentlich nicht? Das Geheimnis liegt im Kreiseleffekt, wie der TÜV Nord erklärt.

Einige Motorräder bringen mehrere hundert Kilogramm auf die Waage und können deshalb im Stand leicht umkippen. Dafür sorgt die Schwerkraft. Doch während der Fahrt haben auch die dicksten Maschinen eine sichere Straßenlage. In Kurven neigen sich Motorräder zwar, kippen aber nicht um, es sei denn, das Fahrtempo unterschreitet einen bestimmten Wert. Die Erklärung für dieses Phänomen findet sich in der Physik und hat mit dem Kreiseleffekt zu tun, auch gyroskopischer Effekt genannt, erläutert der TÜV Nord.

Diesen Effekt kennt man aus dem Kinderzimmer: Ein schnell rotierender Kreisel steht stabil auf einem winzigen Auflagepunkt. Wenn die Drehungen langsamer werden, taumelt er und fällt um. Beim Motorrad ist das ähnlich: Die Kreiselkräfte der Räder halten das Motorrad in seiner Position, solange sie sich schnell genug drehen, so der TÜV. Je langsamer sich die Räder drehen, desto geringer wirken die stabilisierenden gyroskopischen Kräfte, bis das Motorrad schließlich zur Seite kippt und von der Schwerkraft zu Boden gezogen wird – sofern es der Fahrer nicht abstützt.

Warum kippt ein fahrendes Motorrad nicht um?

Einige Motorräder bringen mehrere hundert Kilogramm auf die Waage und können deshalb im Stand leicht umkippen. Dafür sorgt die Schwerkraft. Doch während der Fahrt haben auch die dicksten Maschinen eine sichere Straßenlage. In Kurven neigen sich Motorräder zwar, kippen aber nicht um, es sei denn, das Fahrtempo unterschreitet einen bestimmten Wert. Die Erklärung für dieses Phänomen findet sich in der Physik und hat mit dem Kreiseleffekt zu tun, auch gyroskopischer Effekt genannt, erläutert der TÜV Nord.

Diesen Effekt kennt man aus dem Kinderzimmer: Ein schnell rotierender Kreisel steht stabil auf einem winzigen Auflagepunkt. Wenn die Drehungen langsamer werden, taumelt er und fällt um. Beim Motorrad ist das ähnlich: Die Kreiselkräfte der Räder halten das Motorrad in seiner Position, solange sie sich schnell genug drehen, so der TÜV. Je langsamer sich die Räder drehen, desto geringer wirken die stabilisierenden gyroskopischen Kräfte, bis das Motorrad schließlich zur Seite kippt und von der Schwerkraft zu Boden gezogen wird – sofern es der Fahrer nicht abstützt.

Kreisbewegung

Bei der Geradeausfahrt eines Motorrads herrscht ein Kräftegleichgewicht. Die resultierende Kraft ist Null.

Kräftegleichgewicht

Die im Schwerpunkt des Gefährts ansetzende Gewichtskraft \(_>>\) ist betrags – und richtungsgleich der an der Kontaktstelle des Reifens ansetzenden Normalkraft \(_>>\). Die Normalkraft wirkt immer senkrecht zur Oberfläche und ist die Gegenkraft zur Gewichtskraft.

Kurvenfahrt

Bei der Kurvenfahrt eines Motorrads benötigt das Motorrad eine zur Innenseite der Kurve hin gerichtete Zentripetalkraft.

Diese zum Kurveninnern gerichtete Kraft ist die Harftreibungskraft \(_>>\) des Reifens auf der Straße. Die Haftreibungskraft verhindert, dass der Motorradreifen nach außen wegrutscht.

Durch das Zusammenwirken von Haftreibungskraft und Normalkraft entsteht eine resultierende Kraft \(_>\). Die resultierende kraft, muss aber nach wie vor durch den Schwerpunkt des Gefährts verlaufen, damit das Motorrad nicht umfällt. Deshalb ist die Neigung des Motorrads notwendig.

Verschiebt man die resultierende Kraft \(_>>\) längs ihrer Wirkungslinie in den Schwerpunkt des Gefährts, so erkennt man:

Die Zentripetalkraft \(_>>\) ist die vektorielle Summe aus Gewichtskraft \(_>>\) und der Summe von Haftreibungs – und Normalkraft \(_>>\).

Zur Berechnung von Winkeln und Kraftbeträgen tut man sich oft leichter, wenn man die der Zentripetalkraft \(_>>\) entgegengesetzt gerichtete Trägheitskraft \(_>>\) betrachtet. Diese Trägheitskraft der zu spüren. Man nennt diese Scheinkraft

Der resultierenden Kraft \(_>>\), aus Haftreibungskraft und Normalkraft wirkt die Kräftesumme aus Zentrifugalkraft \(_>>\) und Gewichtskraft \(_>>\) entgegen. Diese Kräftesumme ist gegengleich der Bodendruckkraft und hat dieselbe Wirkungslinie wie diese.

Die parallel zum Boden gerichtete Haftreibungskraft kann nicht beliebig groß werden: Ist die Kurve zu eng oder die Fahrerin zu schnell wird die benötigte Haftreibungskraft größer als der Reifens auf der Unterlage. Der Reifen rutscht dann weg und die Fahrerin „fliegt aus der Kurve.

Aufgabe

Die Motorradfahrerin auf obigen Bildern will mit möglichst großer Geschwindigkeit die \(400m\) Bahn eines Leichtathletikstadions durchfahren.

Nenne die Bedingung, die der Haftreibungskoeffizient werfüllen muss, damit die Fahrerin ohne Verwendung der Antriebskraft der Räder und ohne Rutschen mit maximal möglicher Geschwindigkeit durch die Kurve kommt.

Wie kippt ein Motorrad nicht um, wenn es sich neigt

Bei Problemen wende Dich bitte an: In case of problems please contact:

Sollte grundsätzliches Interesse am Bezug von MOTOR-TALK Daten bestehen, wende Dich bitte an: If you are primarily interested in purchasing data from MOTOR-TALK, please contact:

Geschäftsführer: Ajay Bhatia HRB‑Nr.: 18517 P, Amtsgericht Potsdam Sitz der Gesellschaft: Kleinmachnow Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nach § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE203779911

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Motorrad – einlenken in die Kurve

Da es hier im Forum wahrscheinlich auch den ein oder anderen Motorradfahrer gibt, und die neue 2-Rad Saison Quasi vor der Tür steht, mache ich einen Beitrag, betreffend, (ein)lenken.

Ich finde das ist ein interessantes Thema, unter Umständen auch für Nicht-Motorradfahrer.

Beim Auto scheint die Sache mit dem lenken relativ klar zu sein.

Wenn ich nach rechts fahren möchte, lenke ich auch nach rechts, und behalte diese Lenkradstellung grundsätzlich die ganze Kurve über mehr oder minder konstant bei.

Durch dass nach rechts lenken, möchte das Auto jetzt, aufgrund der Fliehkraft nach links „umkippen“.

Da das Auto aber ein mehrspuriges Fahrzeug ist, kann es (im Normalfall) nicht umkippen.

Wenn man nun mit dem Motorrad bei geradeaus Fahrt nach rechts einlenkt, bzw. einschlägt, passiert aber genau dasselbe.

Auch das Motorrad kippt jetzt nach links um, denn die physikalischen Gesetzmäßigkeiten gelten für das Motorrad ja gleichermaßen wie für das Auto.

Denn, wenn das Motorrad nach links kippt, ist das eine Schräglage nach links, und man fährt dementsprechend auch nach links!

Sprich, wenn ich nach rechts fahren möchte, muss ich im Umkehrschluss, am Kurveneingang einen kurzen Lenkimpuls nach links geben, um das Motorrad eben nach rechts kippen zu lassen.

Als ich dass das erste Mal gehört habe, dachte ich mir, so ein Blödsinn, wenn ich nach rechts fahren möchte, dann lenke ich doch nach rechts…

(Das entspricht beim Einspurigen Fahrzeug aber nur bei sehr geringen Geschwindigkeiten der Wahrheit – bis ca. 25 oder 30 km/h).

Aber dennoch dachte ich mir auch, vielleicht ist ja doch was dran.

Ich habe mich jedenfalls beim Fahren, bezüglich der Lenkrichtung, nie wirklich sicher gefühlt, denn, wenn es mal brenzlig wird, in welche Richtung lenkt man dann nach?

Das lenken geschieht beim Motorradfahren im Allgemeinen, aus dem Unterbewusstsein heraus – und das ist auch gut so -, und man macht sich daher eher nicht viele Gedanken darum.

Wir denken dass wir jetzt nach rechts fahren wollen, und das Gehirn gibt an den Körper die entsprechenden Impulse weiter.

Und über diese (zumeist unbewussten) Impulse wiederum, wird die Maschine dann entsprechend dirigiert.

Und, es ist tatsächlich so, wenn man die Schräglage vergrößern (und somit den Kurvenradius verkleinern möchte), sollte man tunlichst, den Lenker kurz (und vor allem mit Gefühl!) entgegen der Fahrtrichtung drücken.

Denn im Gegensatz zum Lenkrad beim PKW, reichen beim Motorrad, Lenkerbewegungen im Millimeterbereich aus, um die Stabilität und die Schräglage des Zweirades mitunter deutlich zu beeinflussen.

Klar, beim normalen fahren wird man sich der Sache, auf welche Seite man den Lenker drückt vielleicht nicht so sehr bewusst sein, weil es ja eh „automatisch“ geschieht.

Wir würden das mit unserem Verstand, und dem ständigen Mitdenken, vermutlich gar nicht so hinbekommen, wie aus dem Unterbewusstsein heraus.

Eine große Erleichterung kann es aber sein, wenn einem Mal die Straße auszugehen droht.

Beispielsweise wenn der Radius der Kurve in dessen Verlauf immer enger wird, so kann es leicht passieren das man aufgrund von Angst oder gar Panik, sich nicht mehr komplett auf sein Unterbewusstsein verlässt, und es vielleicht knapper wird, als einem lieb ist.

Und genau hier hat man als Fahrer jetzt noch so einen Art Joker in der Hinterhand,

Nämlich den Verstand, mit dem man nun (zb.) in einer Linkskurve, bewusst das linke Lenkerende kurz (um den gewünschten Impuls auszulösen), ein wenig vom Körper wegdrücken, oder analog dazu, dass rechte Lenkerende etwas an den Körper heranziehen kann.

Dadurch kippt das Motorrad nun etwas weiter in die Schräglage, wodurch sich der zu fahren gedachte Radius verkleinert.

Sobald die Schräglage anliegt, wird dann der Druck vom Lenker wieder zurückgenommen, oder es wird dann vielleicht sogar tatsächlich etwas in die gedachte Fahrtrichtung gelenkt.

Das lässt sich meiner Erfahrung nach, jedoch ohne technische Messinstrumente nicht exakt bestimmen, ob in der Kurve jetzt der Lenker neutral, oder doch ganz leicht in Fahrtrichtung eingelenkt ist.

Um was es geht ist, wie man sich im Falle des Falles noch „einen Meter Straße dazu asphaltieren kann“, wenn diese droht auszugehen.

Voraussetzung dafür damit das ganze klappt, ist natürlich, dass noch genug Grip und auch noch genügend Fahrzeugbedingte Schräglagenfreit vorhanden ist.

Da kann man dann im einzelnen Fall unter Umständen abwägen, ob es (wenn man wirklich schon extrem am Limit ist), es vielleicht besser ist, das Motorrad aufzurichten, und in die Wiese zu fahren (wenn den eine Wiese da ist), oder ob man noch tiefer in die Schräglage geht.

Dass hier beim fahren auf öffentlicher Straße, zumeist noch ausreichend Gripreserve für ein vergrößern der Schräglage vorhanden ist.

Wenngleich ich persönlich auf einer nassen, und allgemein besonders rutschigen Stelle, schon mal ein kurzes Aha-Erlebnis gehabt habe.

Die Verlagerung des eigenen Körpergewichtes, spielt – zumindest beim normalen Cruisen auf der Landstraße – zuerst einmal keine nennenswerte Rolle.

Ein weiterer meiner Meinung nach wichtiger Punkt, der sich auch aus dem oben geschriebenen, mehr oder weniger ergibt, ist der Punkt der Lenkerführung.

Und in dem Zusammenhang muss man zuerst klar bestimmen, was der Lenker am Motorrad ist, und was er nicht ist.

Das Problem ist, wenn jemand das oben geschriebene nicht weiß, benutzt Er, oder Sie, den Lenker vielleicht als eine Art Haltestange, oder gar als Stütze.

Aber wenn man nun davon ausgeht, dass bereits eine Lenkerbewegung im Millimeterbereich ausreicht, um die Fahrtrichtung oder Balance des Motorades zu beeinflussen, so kann man sich vorstellen, das durch „festhalten“ oder gar abstützen an diesem, immer wieder Unruhe ins fahren reinkommt, oder dieses vielleicht sogar irgendwo verkrampft.

Gerade bei Supersportmotorräder die oftmals einen eher tief angebrachten Lenker haben, neigt man dazu sich darauf „abzustützen“.

Man stützt sich vielleicht daran ab, weil man nicht ausreichend Spannung im Oberkörper halten kann, oder möchte – was das fahren mit Supersportlern gewissermaßen auch „gewöhnungsbedürftig“ macht.

Jetzt ist es nur so, wenn man nun beabsichtigt eine Kurve zu fahren, muss man fast zwangsläufig vom kurvenäußeren Lenkerende Druck nehmen.

Und noch mehr, man muss nicht nur den Druck daran wegnehmen, man muss strenggenommen das Lenkerende sogar etwas an sich ran ziehen.

Wenn man sich jetzt aber mit dem Oberkörper an diesem Lenkerende welches man jetzt entlasten muss, abstützt, um in die Kurve zu kommen, wo kommt dann das Gewicht des Oberkörpers hin, wenn die Stütze nun weg ist?

Auf alle Fälle, man kann sich denke ich relativ gut vorstellen, dass das dann eine eher unharmonische Fahrt wird.

Das mit dem Abstützen am Lenker gilt im Prinzip zwar nicht nur für Supersportmotorräder, aber hier kommt die Thematik eben, unter Umständen, besonders deutlich zum Tragen.

Quasi optimal wäre es (meiner Meinung nach), wenn man es schafft (zumindest bei einer bevorstehenden Richtungsänderung), eine Oberkörper-„spannung“ aufrechtzuerhalten, die ausreichend hoch ist, dass man von der physischen Belastung her, keinen Unterschied merkt, ob man nach Lenker greift oder nicht.

Jetzt hat man nämlich den großen Vorteil, dass man den Lenker „drucklos“ halten kann.

Und aus dieser Quasi Nulllage heraus, kann man das Motorrad nun ganz feinfühlig mit meist geringem Kraftaufwand steuern und Balancieren, ohne dass das fahren zu einem K(r)ampf wird.

Und wenn man ganz Achtsam ist, spürt man nun vielleicht auch wie am Kurveneingang, auf den Handballen der Kurveninneren Hand, „automatisch“ mehr Druck draufkommt, weil man hier das entsprechende Lenkerende jetzt eben etwas nach vor drückt.

„Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus“

Warum fährt ein Motorrad um die Kurve?

Moin, nein: das ist nicht als Witz gemeint. Aber vielleicht hat hier ja jemand (mehr) Ahnung von Physik (als ich).*Das* Motorräder um Kurven fahren, ist mir klar (ich fahre schließlich eine NTV, keine Harley :-)). Ich verstehe aber den „Prozess als ganzes“ nicht.

(Mir gehts um „übliche“ Geschwindigkeiten (also mehr als 30-40km/h), bei denen man in Schräglage um Kurven fährt. Gilt natürlich auch für Fahrräder. )

Den Anfang der Geschichte verstehe ich. Die Frage, warum sich das Motorrad nach links legt, wenn ich Kraft nach rechts auf den Lenker ausübe (rechts ziehe / links drücke). Das ist der Kreisel/Gyroskopeffekt des Vorderrades. Kann man einfach zuhause mit einem Fidget Spinner ausprobieren: verdreh ich den um die senkrechte Achse nach rechts, will kippt er nach links. Bekommt man auch an 1000 Stellen im Internet erklärt.

Das Ende der Geschichte (ich fahre dann tatsächlich eine Kurve in Schräglage) und dass der Körper/das Motorrad auf der Kurveninnenseite quasi die Fliehkraft (ich weiß, ich weiß, die gibt es nicht, spätestens hier oute ich mich als Nicht-Physiker) kompensiert ist soweit auch klar.

Was ich nicht wirklich verstehe, ist was „zwischendurch“ passiert? Will sagen: allein dadurch, dass ich das Motorrad zur Seite kippe, würde das doch normalerweise weiter gradeaus fahren? Ich habe („starren auf den Lenkkopf“) den Eindruck, dass der Lenker dann, wenn ich quasi in Schräglage nach links einlenke, automatisch leicht nach links geht (obwohl ich die Kraft wie gesagt ja nach rechts ausübe).Ist das so? Oder täusche ich mich?

Wenn das stimmt — warum passiert das? Liegt das am Nachlauf, dass das nach unten drückende Gewicht quasi den Lenker rumdrückt? Oder irgendwas anderes (Lenkwinkel?)

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@Michael RC31, danke. Klingt vielleicht doof, aber den Link hatte ich bisher bei einigem googlen nicht gefunden (war zu sehr auf Motorrad fixiert :-)).

Wenn ich das richtig interpretiere schreiben die Leute bei Wikipedia. – im Gegensatz zu mir oben, dass das Einlenken in die Schräglage (zieh am rechten Lenkergriff, Motorrad neigt sich nach links) primär nicht durch die Kreiselkraft des Vorderrads passiert sondern weil das Motorrad unter seinem Schwerpunkt wegfährt, reden aber hinterher auch vom Kreiseleffekt (der das gleiche bewirkt). Wirkt also insofern vermutlich beides zusammen (in welchem Verhältnis auch immer :-)).- meine Beobachtung, dass der Lenker dann „automatisch“ in Kurvenrichtung gezogen wird, korrekt ist und das durch den Nachlauf passiert, der den Auflagepunkt, der durch die Schräglage seitlich auswandert „geradeziehen“ will. [das verwirrt mich allerdings weiter. Das bedeutet dann doch, dass der Effekt bei extrem schmalen Reifen (Rennrad, Trennscheibe) geringer wird. Ist das wirklich so? Merkt man das nur als Fahrradfahrer nicht wirklich, weil man das automatisch macht?]

Insofern ist zwar in Bezug auf das was ich oben schreibe der Nachlauf „schuld“, aber meine Annahme, dass das mit dem Gewicht der Fuhre zu tun hätte für den Eimer (ist ja eigentlich bei nochmal drüber nachdenken auch klar — die „virtuelle Gewichtskraft“ (Erdanziehung + Zentrifugalkraft) steht ja mehr oder weniger aus Sicht des Motorrades senkrecht nach unten.

Ok, vermutlich ist das so ein Ding, was ich akzeptieren muss, dass es halt praktisch funktioniert, auch wenn ich es theoretisch nicht ganz durchblicke. War damals bei der PAL-Modulation das gleiche. S/W ging noch.

Wie muss das Vorderrad/Lenker bei Schräglage stehen?

Habe mir eine KTM superduke R gekauft, dabei ist mir aufgefallen, dass sich das Vorderrad/Lenker bei Linkskurven leicht zur Kurveninnenseite neigt.

Und jetzt ist meine frage; ist es sinnvoller, dieses mit „Kraft/ Gefühl“ zu korrigieren, damit das Rad/Lenker gerade laufen, wie das Hinterrad,

Oder ist die Bewegung des Reifens/Lenkers zur Kurveninnenseite „normal“ und habe dadurch vielleicht mehr Haftung?

Habe sonst gar nichts zu diesem Thema gefunden, und bei meinen Freunden/Motorradkollegen gehen die Meinungen auch etwas auseinander.

4 Antworten

Die Kurvenfahrt (bei höherer Geschwindigkeit) erfolgt alleine durch die Schräglage des Motorrades. Um eine Kurve fahren zu können, musst du es also in Schräglage bringen. Wie geschieht das?

Nun, du kannst dir das verdeutlichen, indem du dir klar machst, was beim Autofahren passiert. Wenn du beispielsweise mit dem Auto bei höherer Geschwindigkeit eine Rechtskurve fährst, dann wird es von der Fliehkraft nach links zur Kurvenaußenseite hin gedrückt. Die Reifenhaftung sorgt dafür, dass es in der Spur bleibt. Allerdings kippt es dabei mehr oder weniger stark nach links. Beim Motorrad passiert ähnliches, aber mit anderen Konsequenzen.

Nehmen wir an, du möchtest mit dem Motorrad eine Linkskurve fahren. Dazu musst du es nach links in Schräglage bringen. Das erreichst du, indem du ein wenig nach RECHTS (!) lenkst (wenige Millimeter Lenkbewegung genügen normalerweise schon). Das Motorrad „versucht“ in diesem Augenblick tatsächlich eine Rechtskurve zu fahren. Die dabei sofort auftretende Fliehkraft sorgt aber sofort dafür, dass es wie das Auto nach links kippt. Anders als beim Auto mit seinen vier Rädern wird hier aus der anfänglichen Rechts – aber eine Linkskurve. Sobald die Schräglage für die Kurve ausreicht, kann die Lenkerstellung wieder neutralisiert werden. Dauert die Kurvenfahrt länger, werden die Kreiselkräfte der Räder „versuchen“, das Motorrad aufzurichten, was eine Geradeausfahrt zur Folge hätte. Dann musst du wieder leicht nach rechts lenken um die Schräglage aufrecht (Kalauer!) zu erhalten.

Das machen aber selbst Anfänger intuitiv richtig. Zumal es beim Fahrradfahren genauso funktioniert, wenn die Geschwindigkeit hoch genug ist.

Zu deiner Frage: beim Einleiten einer ernsthaften Kurve zeigt das Vorderrad also deutlich sichtbar zur Kurvenaußenseite hin. Während der Kurvenfahrt zeigen Vorder – und Hinterrad mehr oder weniger in dieselbe Richtung. Google mal nach Bildern mit Motorrädern in Kurvenfahrt (z. B. Stichwort „MotoGP“ o. ä.). Da kann man das teilweise recht schön sehen.

Wie es schon erwähnt wurde, gilt das ganze bei langsamer Fahrt nicht, da die auftretenden Fliehkräfte hier zu gering sind, um eine nennenswerte Schräglage zu provozieren. Hier musst du für eine Linkskurve tatsächlich nach links lenken.

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