Wie weit kommt ein E-Rad (Pedelec) mit einer Akkuladung?

Ganz grob: Eine Akkuladung hält in der Regel zwischen 20 und 80km. Die große Spanne kommt zustande, weil Fahrstil, Akkukapazität und eine Reihe anderer Faktoren eine große Rolle spielen und sehr unterschiedlich sein können. Zudem gitl auch beim E-Rad: Ausreichender Reifendruck und geschmierte Kette lassen das Rad leichter und damit Energie sparender rollen.

Ein Beispiel: Aus der praktischen Erfahrung zeigt sich, dass bei Fahrten ohne Gepäck, ohne starke Steigungen und einem Fahrergewicht von ca. 80 kg der Stromverbrauch in der höchste Stufe zwischen 7 und 10 Wattstunden Wh liegt, man käme also mit einem 300Wh Akku zwischen 43 und 60km weit. Wählt dagegen eine Person mit 50 Kilogramm Gewicht die mittlere Stufe kann sie locker doppelt so weit kommen.

Generell gilt natürlich: Je größer der Akku und je kleiner der gewählte Unterstüzungsgrad, desto besser die Reichweite. Weiter sind wenig Stop and Go, – Steigungen, – Gewicht (Fahrender und Gepäck) und gutes eigenes Schaltverhalten Faktoren, die die Reichweite positiv beeinflussen. Wer im Winter fährt sollte zudem ein Polster bei der Kapazität des Akkus einrechnen, da kalte Akkus nicht die volle Kapazität abrufen können (mehr zu Akkus im Winter hier).

Wem diese Antworten zu unkonkret sind, der schaue sich eine sehr präzise Beispielrechnung für einen Panasonic 26V Antrieb an – daraus lassen sich auch für andere Systeme Schlüsse ziehen.

4 comments

Seit rund 8 Monaten habe ich ein Pedelec und komme damit von 28km bis 130km weit. Je nach Situation. Ich habe mal einen Blogeintrag über meine Fahrradtouren Erfahrungen geschrieben. Siehe hier: https://place2see. blog/wie-weit-kommt-man-mit-dem-e-bike-mit-einer-akku-ladung/

Werner, sehr guter Vergleich mit Beispielen, wie lange der Akku bei welcher Fahrstrecke hält. Solche Angaben findet man leider bei keinem Hersteller. Alle werben mit ihren tollen Motoren und Akkuleistungen und Maximalkilometern, aber wie weit man z. B. bei einem bestimmten Gesamtgewicht von Rad und Fahrer eine längere Steigung hoch kommt und ob überhaupt, da ist man dann auf die eigenen Recherchen im Internet angewiesen und auf das Glück, jemanden zu finden wie Sie, der sich die Mühe gemacht hat, das mal genau aufzuschreiben. Was nützt es mir, als in einer bergigen Gegend im Oberallgäu wohnender Pedelec-Fahrer, wenn ich steile Straßen hochfahren möchte, Erfahrungsbrichte auf youtube aber nur von Pedelec-Fahrern samt neuem Rad finde, die in ausschließlich flachen Landstrichen gemacht wurden. Um 20 km auf ebener Strecke an einem Fluß entlang zu radeln, brauch ich keinen 100 Nm. Motor. Auch wenn der noch so sehr von einem Flachlandradler gelobt wird. Aber um über Pässe fahren zu können, dazu brauche ich den starken Motor evtl. und auch die Infos, ob und was er leisten kann. Danke noch mal für die guten Infos. Sie sollten Ihre a. a. Infos weitreichender verlinken, auch auf youtube unter entsprechenden Videos.

Hallo Herr Pietzsch, ich versuche das mal nach Nummern zu beantworten: 1. ein Akku gilt in der Regel als verschlissen, wenn er unter 60% der Nennkapazität fällt, das kann bei vielen Fachhändlern gemessen werden. 2. Die Kapazität der Akkuzellen nimmt pro Zeiteinheit prozentual ab, wie viel hängt von verschiedenen Faktoren ab (bspw. chemische Zusammensetzung oder Ladelektronik) 3. Ein „Vollladezyklus“ ist wenn der Akku komplett leer wieder ganz aufgeladen wird, laden Sie den Akku schon nach 50% Entladung wieder auf, ist es nur ein halber Ladezyklus und wird nur so gezählt 4. Das muss bei jedem Hersteller einzeln recherchiert werden, kann ich so pauschal nicht beantworten 5. Ich bin nicht sicher, was für Tests sie meinen, aber vergleichbare Langzeittests mit am Markt erhältlichen Akkus gibt es nicht. Sie müssen sich über die Garantie absichern Ich hoffe die Antworten helfen Ihnen weiter. e-Rad Hafen

Sehr geehrte Damen und Herren Bei den Akkus für Pedelecs (wie bei anderen auch) wird regelmäßig eine maximale Anzahl von Ladezyklen angegeben, z. B. 1000. Leider bleibt regelmäßig völlig unklar, welche Randbedingungen dieser Angabe zugrunde liegen. Ers stellen sich mir da einige Fragen: 1: Wie hoch ist die noch erreichbare Kapaziät bei der 1000-sten Ladung? Denn: laden könnte man einen Akku auch 20.000 mal, es fragt sich nur, welche Ladungsmenge dann noch gespeichert werden kann. 2: Nimmt die verfügbare Kapazität gleichmäßig (linear) bis zur 1000-sten Ladung ab oder ist etwa nach den ersten – vielleicht 10 – Ladungen nur noch mit einer Kapazität von 75% zu rechnen ist, die dann allmählich auf 50% (oder weniger) abnimmt? 3: Wird unter Ladung stets von einer vollständige Ladung eines entladenen Akkus ausgegangen? Verringert oder erhöht sich die maximale Anzahl von Ladezyklen, wenn nur – sagen wir jeweils 40% – nachgeladen werden muss?

Mir fehlen BELASTBARE Angaben, soll heißen, Angaben, auf die man sich im Reklamationfall berufen kann. Hilfreich wären da Datenblätter, denen man die Testbedingungen für die Angabe der maximalen Ladezyklen entnehmen kann. 4:Stehen solche Informationen von den Akkuherstellern zur Verfügung? 5:Wurden entsprechende unabhängige Test durchgeführt? Ich würde mich über eine kompetente Antwort freuen. Mit freundlichen Grüßen Rüdiger Pietzsch

E-Bike Reichweite

Ein Großteil der Autofahrten in Deutschland liegt im Umkreis von 40 Kilometern. Diese Reichweite ist auch mit nahezu jedem Pedelec machbar. Mit einem E-Bike oder Pedelec kann man je nach Ausstattung sogar über 100 Kilometer weit fahren. Unzählige Faktoren haben einen Einfluss auf die Reichweite, die Hauptrolle dabei spielen jedoch Akku, Gewicht und Strecke. Bei der Planung von längeren Radtouren sollte man die unten aufgelisteten Faktoren beachten und die Fahrweise dementsprechend optimieren. Wer abnehmbare Akkus an seinen Pedelec hat, kann auf längeren Touren Ersatzbatterien mitnehmen.

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Die Batterie

Der Akku ist der grundlegende Faktor bei der Berechnung der Reichweite eines Pedelecs. Gemessen wird die in der Batterie gespeicherte Energie in Wattstunden (Wh). Beim Kauf gilt also: je größer der Wh-Wert, desto größer kann auch die Reichweite sein. Beim Pedelec-Vergleich muss beachtet werden, dass die verschiedenen Motoren individuell mehr oder weniger Energie verbrauchen bzw. unterschiedliche Leistungen bringen.

Der Unterstützungsfaktor des Motors

Die Reichweite eines E-Bikes oder Pedelecs richtet sich maßgeblich nach der vom Fahrer geforderten Unterstützung. Je mehr ein Motor leisten muss, desto kürzer die Reichweite. Im Umkehrschluss bedeutet das: je mehr ich selber in die Pedale trete, desto höher die Reichweite. Daher sollte man darauf achten, dass die Trittunterstützung beim Pedelec über einen Hebel am Lenker regulierbar ist. Oft haben Pedelecs eine größere Reichweite als E-Bikes, weil E-Bikes aufgrund der stärkeren Leistung und der fehlenden Eigenleistung des Fahrers mehr Strom verbrauchen.

Des Weiteren ist die Reichweite vom Wirkungsgrad des Motors abhängig – wieviel der gespeicherten Energie kann wirklich in Bewegungsenergie bzw. Kraft umgesetzt werden? Ein Getriebemotor hat beispielsweise einen geringeren Wirkungsgrad als ein Direktantrieb ohne Getriebe.

Umgebung und Fahrer

Neben den technischen Faktoren wie Motor, Unterstützungsgrad und Batterie hängt die Reichweite auch von den äußeren Faktoren wie Straßenbelag und dem daraus resultierenden Rollwiderstand ab. Auch die Sitzposition, die Kleidung bezogen auf Aerodynamik und das Gesamtgewicht von Fahrer und Zuladung spielen eine große Rolle. Bei den heutigen Modellen kann man realistisch gesehen von einer Reichweite von 40-140 Kilometern ausgehen. Wie man bei dieser Spanne sieht, ist eine konkrete Aussage zur Reichweite eigentlich nur individuell möglich. Folgende Faktoren spielen bei der Reichweite zusammengefasst eine Rolle:

    die Bedingungen Straßenbelag bzw. Untergrund Außentemperatur Rücken – bzw. Gegenwind Streckenprofil
    des Fahrers Kleidung des Fahrers Bremsverhalten Gesamtgewicht inkl. Zuladung
    Ladekapazität der Batterie Energierückgewinnung (Rekuperation) durch Bremsen

E-Bike und Pedelec Hersteller testen daher häufig unter idealen Bedingungen und veröffentlichen dementsprechend gute Reichweitenwerte. Mit diesen Angaben verhält es sich jedoch ähnlich wie beim Auto und den Verbrauchsangaben von Benzin oder Diesel. Es ist nicht bekannt, welche Streckenverhältnisse bei der realen Nutzung herrschen, welches Gesamtgewicht das Fahrzeug hat und welche Wetterbedingungen während des Tests herrschen. Viele Hersteller prüfen die Reichweite daher unter folgenden Bedingungen:

    Geschwindigkeit 20 km/h leicht wellige Strecke in der Ebene Windstille Trockener Asphalt Ausreichender Reifendruck, einwandfreie Technik Körpergewicht ca. 70 kg Außentemperatur 20 – 25 °C Niedriger Unterstützungsgrad durch den Elektromotor

Man kann hierbei von „Idealbedingungen“ sprechen. Sobald sich die oben genannten Bedingungen nur leicht verändern, kann sich die Reichweite schnell verkürzen. Bei einem E-Bike mit einer Reichweitenangabe von 100 km kann bei Bergfahrten je nach Steigung schon nach 35 km der Akku leer sein. Achten Sie daher vor dem Kauf auf die Kapazität des Akkus. Sie wird in Wattstunden (Wh) angegeben und liefert Ihnen zumindest einen Anhaltspunkt. Der Zusammenhang zwischen Wattstunden und Reichweite kann grob über eine Formel ermittelt werden.

    Eigenleistung (W) x Unterstützungsgrad in % = Leistung (W) Leistung (W) x Leistungsverlust in % = Erforderliche Leistung (W) Akkukapazität (Wh) / Erforderliche Leistung (W) = Anzahl Fahrstunden (h) Anzahl Fahrstunden (h) x Durchschnittsgeschwindigkeit (km/h) = Reichweite (km)

Die Eigenleistung messen wir grob mit 100 W, der Leistungsverlust im System liegt bei ca. 25%. Vor dem Kauf sollten Sie also immer eine Testfahrt machen, um die Reichweite einschätzen zu können. Fragen Sie einfach Ihren Händler, ob Sie das Elektrorad für einige Tage oder über ein Wochenende testen können. Das gibt Ihnen die Möglichkeit Ihre persönliche Reichweite unter Ihren Alltagsbedingungen zu ermitteln. Beachten Sie, dass die Reichweite des Akkus von folgenden Parametern abhängig ist:

Rechtsgrundlage für E-Bikes & Pedelecs

Was ist ein E-Bike und wie sind die rechtlichen Bestimmungen? Rechtsgrundlagen zu E-Bikes, Pedelecs und Co.

Definition Elektro-Fahrrad, E-Bike oder Pedelec

Das Fahrrad ist in der StVO zunächst definiert als ein Fahrzeug, das mit einer Vorrichtung zur Übertragung der menschlichen Kraft auf die Antriebsräder ausgestattet ist. Aber auch Fahrräder mit Tretunterstützung, sogenannte, und, also elektrisch angetriebene Fahrräder ohne Tretunterstützung, sind Fahrrad im Sinne der StVO. Sowohl bei Pedelecs als auch bei E-Bikes, darf die maximale und die Bauartgeschwindigkeit nicht höher als sein. Von der Maximalleistung zu unterscheiden ist die Nenndauerleistung, also die Leistung, welche über einen Zeitraum von 30 Minuten dauerhaft abgegeben werden kann. Der aktuellen Typengenehmigungsverordnung der EU folgend, beträgt die maximale Nenndauerleistung für Pedelecs 250 Watt. Wird einer dieser Werte überschritten, so handelt es sich nicht mehr um ein Fahrrad, sondern um ein Moped. Damit würden auch die (strengeren) Gesetze wie Ausweis – und Helmpflicht zur Anwendung kommen.

Benützung von Verkehrsflächen

Ein E-Fahrrad muss auf Radfahranlagen benützt werden, außer es ist mehrspurig und bis 80 cm breit oder es zieht einen Anhänger bis zu 80 cm Breite. Dann darf man damit wahlweise auch auf der Fahrbahn fahren. Fahren auf dem Gehsteig ist – wie mit einem herkömmlichen Fahrrad auch – verboten. Nebeneinander fahren ist nur auf Radwegen oder in Wohnstraßen erlaubt.

Ausrüstungsvorschriften

, ab dem man ohne Begleitung unterwegs sein darf: 12 Jahre, außer man hat einen Radfahrausweis erworben. Es gelten dieselben wie für herkömmliche Fahrräder (Klingel, Scheinwerfer, Rücklicht, Rückstrahler und Reflektoren an Speichen und Pedalen) sowie die. Mehr Infos unter:

S-Pedelecs

Ist die Bauartgeschwindigkeit höher als 25 km/h und die, ist das E-Bike als Moped zuzulassen mit den dementsprechenden Folgen. Es muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, es gilt die Helmpflicht und ein Führerschein der dementsprechenden Klasse muss vorhanden sein. Das so genannte S-Pedelec muss auch wie ein Moped ausgestattet sein. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie vom Händler neben dem Kaufvertrag auch ein erhalten. Mit diesen Dokumenten kann das schnelle E-Bike angemeldet werden. auto touring gibt hier weitere Antworten auf wichtige Fragen: FAQs zum Thema S-Pedelecs.

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Mit dem E-Bike auf dem Radweg? Rechtliches rund ums E-Bike

Die Welt der E-Bikes teilt sich also in zwei Bereiche: Einmal Pedelecs mit einem unterstützenden Motor und auf der anderen Seite E-Bikes mit einem Motor, der auch ohne Treten 25 km/h bzw. 45 km/h fährt.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein E-Bike mit Trittunterstützung als Fahrrad eingestuft wird und somit auf dem Radweg fahren darf:

    Motor schaltet sich erst zu, wenn die Pedale getreten werden. Motorleistung max. 250 Watt Höchstgeschwindigkeit 25 km/h Anfahrhilfe max. 6 km/h

Ein erfüllt diese Kriterien und. Außerdem bist du von der Helmpflicht befreit und benötigst auch kein Versicherungskennzeichen oder einen Führerschein.

Wie umweltfreundlich sind Elektrobikes wirklich? Was kosten sie und wo gibt es die Akkus? 10 Dinge, die Du über E-Bikes…

Ist der Motor des E-Bikes mehr als 250 Watt stark, ist eine Mofa-Prüfung notwendig. Dies gilt unabhängig davon, ob das E-Bike nur 25 km/h fährt oder 45 km/h in der Spitze. Denn entscheidend ist die Leistung des Motors. In diesem Fall ist auch ein Versicherungskennzeichen und ein Helm vorgeschrieben. Auf dem Radweg darfst du mit den E-Bikes über 250 Watt nicht fahren. Nur wenn das Schild „Mofa frei“ (siehe Bild) am Radweg steht, darfst du auch mit den leistungsstarken E-Bikes dort fahren.

Mit E-Bikes und Pedelecs reisen Sie stets mit elektrischem Rückenwind – und ohne Auto. Utopia gibt Tipps für die besseren…

Reichweitenangst? So weit fährt dein E-Bike wirklich

Der digitale Reichweitenassistent von Bosch bildet die Grundlage für unsere Berechnungen. So können wir den Einfluss von einzelnen Faktoren simulieren. Wir achten darauf, möglichst realistische Szenarien zu entwickeln, mit denen sich E-Biker orientieren können. Weil ziemlich viele Variablen im Spiel sind, vereinfachen wir das für dich einmal mit einer Tabelle.

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Pro E-Bike-Modell schauen wir uns fünf verschiedene Belastungsszenarien an. Für alle Berechnungen sind wir von einer durchschnittlichen Trittfrequenz von 60 Pedalumdrehungen pro Minute, leichtem Wind und Sommerwetter ausgegangen. Das Gewicht haben wir für jedes Rad individuell berechnet als die Summe aus Fahrrad, einer 80kg schweren Person und 10kg Gepäck. Die Durchschnittsgeschwindigkeit (inkl. allen Ampelstopps) haben wir variabel an unsere Erfahrungswerte für die unterschiedlichen Szenarien angepasst. Wer langsamer unterwegs ist, holt noch einmal mehr Reichweite raus.

Wir haben jedes Szenario einmal für jeden Unterstützungsmodus berechnet, also Eco, Tour, Sport und Turbo. In der Realität fährst du aber nie nur im Eco-Modus oder nur mit Turbo. Der Mittelwert der vier Szenarios ergibt für jedes E-Bike eine Reichweite, die du bei gleichmäßiger Nutzung aller Unterstützungsmodi erreichen kannst. Bergauf nimmst du vielleicht mehr Unterstützung oder auf längeren flachen Strecken willst du einfach mal noch mehr gleiten.

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Mit dem stärksten E-Bike in unserem Programm, dem Zouma Deluxe+, kommst du unter höchster Belastung (Gotthardpass-Szenario) leider doch nur 51 Kilometer weit. Wie gesagt: Du fährst da in unserer Berechnung mit 14km/h einen Alpenpass hoch! (Und der ist nur 10km lang.) Fährst du unter weitaus besseren Bedingungen wie z. B. in Berlin, dann hast du bereits eine Reichweite von bis zu 94 Kilometer. Das viele An – und Abfahren im Stadtverkehr drückt trotzdem auf die Reichweite. Am weitesten kommst du im Münsterland-Szenario durch eine grüne Landschaft, – allenfalls nämlich 137 Kilometer. Das ist fast dreimal mehr als im Gotthardpass-Szenario.

Die meisten Deutschen wohnen in einer Region, die wie Berlin oder Chemnitz aussieht. Viele wollen Urlaub machen in einem Umfeld, das dem Bad Tölz ähnelt. Wenn du auf diese Werte schaust: Reichweitenangst ist wirklich kein Grund mehr, kein E-Bike zu fahren. Und: Es braucht nicht immer noch größere, noch schwerere Akkus. Diese Philosophie erkennst du auch darin, wie wir unsere E-Bikes ausrüsten.

WELCHEN EINFLUSS HABEN X UND Y AUF DEINE E-BIKE-REICHWEITE?

Unsere E-Bikes sind ausschließlich mit Lithium-Ionen Akkus von Bosch ausgestattet. Diese Akkus haben eine hohe Stromspeicherfähigkeit und verfügen entweder über 400, 500 oder 625 Wh. Je mehr du von deinem Akku abverlangst, desto geringer ist die Reichweite.

Wenn du also häufig mit hoher oder höchster Unterstützungsstufe unterwegs bist, wirst du 150km nicht erreichen. Auch der Gang, in dem du fährst, beeinflusst die Reichweite, denn eine höhere Übersetzung erfordert mehr Energie. Viele unterschätzen das Anfahren aus dem Stand. Wenn du beispielsweise in der Stadt unterwegs bist und auf deiner Fahrt häufig nach einem roten Lichtsignal anfahren musst, brauchst du automatisch auch mehr Strom als auf der Fahrt von A nach B, auf der du nur eine kontinuierliche Geschwindigkeit hältst.

KÖNNEN STEIGUNGEN ODER GEGENWIND DIE E-BIKE-REICHWEITE BEEINFLUSSEN?

Ja, absolut. Bergfahrten mit entsprechenden Steigungen sind für dein E-Bike wesentlich anspruchsvoller als eine gemütliche Fahrradtour durch flaches Gelände oder die gemächliche Fahrt zur Arbeit. Auch Gegenwind oder ein weicher Untergrund können deinem Akku einiges mehr abverlangen, als du denkst. Ausserdem hat auch das Gesamtgewicht einen Einfluss auf die Kilometer, die du mit deinem E-Bike fahren kannst.

Aber wie viel? Die nächste Grafik zeigt dir genau das. Hier haben wir unser Szenario Chemnitz genommen und dann einzelne Variablen nochmal modifiziert. So siehst du, wie sich deine Reichweite ändern würde, wenn du z. B. von Chemnitz ins Erzgebirge fährst oder Gepäck für eine ganze Woche mitnimmst.

Hättest du gedacht, dass häufiges Anfahren im Stadtverkehr so viel Einfluss auf deine Reichweite hat? Große Unterschiede im Gewicht auch, aber eben: große(!) Unterschiede. Auch deine Haltung auf dem Rad macht dich mehr oder weniger aerodynamisch. Da beeinflusst, wie weit du kommst – fast so sehr wie deine Geschwindigkeit. Der ewige Ratschlag, deine Trittfrequenz zu optimieren… na ja. Tritt so schnell, wie du willst.

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Was E-Bikes, Pedelcs und Elektrofahrräder gemeinsam haben und wo die Unterschiede liegen

Werden im Alltag häufiger eingesetzt als manch einer denkt. Viele Postdienste und Zusteller sowie auch die Polizei machen sich die zu Nutze. In vielen Städten gibt es auch die sowohl von Pendlern als auch von Touristen genutzt werden.

Auch für Radfahrer bedeutet ein E-Bike eine echte Das E-Mountainbike als besondere Variante eines Elektrofahrrades ist besonders in von Vorteil.

Je nach Akku-Art und Motorleistung ist die. Auch das Alter des spielt eine Rolle, da nach einer gewissen Zeit die Ladekapazität und somit auch die Reichweite nachlassen. Dennoch erfreut sich das Elektrofahrrad seit einigen Jahren.

FAQ: E-Bike

Durch die elektrische Unterstützung werden die Kräfte des Radlers geschont, sodass auch Menschen mit schwächerer Ausdauer beim Radfahren nicht überfordert werden.

Nein, obwohl in vielen Fällen eigentlich Pedelecs gemeint sind, wenn von “E-Bikes” die Rede ist. Bei Pedelecs wird die Tretbewegung lediglich vom Motor unterstützt, während echte E-Bikes bei Bedarf auch von alleine fahren können. Letztere sind mit Mofas zu vergleichen.

In der möglichen Geschwindigkeit. Pedelecs sind nur bis 25 km/h zugelassen, während S-Pedelecs eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen können. Letzteres gilt deshalb rechtlich auch als Kleinkraftrad, während ein Pedelec als Fahrrad eingestuft wird.

In unserem E-Bike-Vergleich finden Sie eine ausführliche Kaufberatung und viele Tipps rund um das elektrische Fahrrad. Dort erhalten Sie außerdem auch Informationen über:

Das E-Bike ist auf den ersten Blick oftmals nicht als solches zu erkennen. Es sieht meist aus wie ein normales Fahrrad mit zwei Reifen, einem Lenker, einem Sattel und Pedalen. Einzig ein der üblicherweise am Sitzrohr, am Hinterrad oder am Vorderrad montiert ist, fällt bei näherer Betrachtung auf. Ein. In Deutschland kursieren viele unterschiedliche Begriffe für ein Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor und Akku als Energiespeicher. Dabei werden E-Bike, Elektrofahrrad, Pedelec oder auch S-Pedelec. Es gibt jedoch deutliche, dem Antrieb und in der Art, wie die elektronische Unterstützung dem Radfahrer das Leben erleichtert. Daraus ergeben sich auch Unterschiede für die der verschiedenen E-Bikes.

E-Bike, das Elektrofahrrad – welche Voraussetzungen müssen für die Nutzung erfüllt werden?

Als E-Bike werden in Deutschland alle Elektrofahrräder bezeichnet, die mit der betrieben werden und bei denen diese zugeschaltet wird. Die elektronische Unterstützung findet bei diesen Elektrofahrrädern statt, daher gelten E-Bikes nicht mehr als Fahrrad und bei der Nutzung müssen besondere Vorschriften beachtet werden.

Je nach Leistungsstärke und Maximalgeschwindigkeit gelten für die. In der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) werden unterschieden.

Das E-Bike mit einer. Der Motor darf höchstens eine Leistung von haben. Für die Nutzung dieses E-Bikes sind ein sowie eine und ein vorgeschrieben. Bei diesem E-Bike besteht. Auch die Pflicht einen Radweg zu benutzen entfällt.

Bei dem E-Bike mit einer handelt es sich schon um ein. Auch hier muss der Fahrer für die Nutzung sein, einen besitzen und ein anbringen. Des Weiteren besteht hier nun.

Zu guter Letzt kann sich der E-Bike-Interessierte für die entscheiden. Die Fahrer müssen hier sein und einen besitzen. bestehen auch hier. Radwege dürfen nur benutzt werden, wenn diese für Mofas freigegeben sind.

Für alle E-Bike-Fahrer gilt, dass das der Wege die für. Des Weiteren unterliegen sie den Promillegrenzwerten für Autofahrer. Darüber hinaus müssen die E-Bikes den entsprechen. dürfen an E-Bikes angehängt werden.

Pedelec und S-Pedelec – wo liegen die Unterschiede?

Ein betrieben wird und bei dem der Hilfsmotor, wird als Pedelec bezeichnet. Pedelec bedeutet hier und beschreibt die Art der der elektrischen Unterstützung. Der schaltet sich nur zu, . Er darf höchstens eine haben. Mit Unterstützung des Hilfsmotors kann dieses E-Bike auf beschleunigt werden. Räder bei denen diese Drosselung umgangen wird, sind für öffentliche Straßen nicht zugelassen.

Pedelecs sind somit dem und bedürfen. Auch eine gesonderte oder eine Helmpflicht Jedoch gilt für diese Art Elektrofahrräder, wie bei einem normalen Fahrrad, dass, sofern dies möglich ist oder sobald das blaue Radweg-Verkehrszeichen zur Nutzung verpflichtet.

Des Weiteren muss auf die geachtet werden sowie die Straßenverkehrsordnung (StVO) befolgt werden. Für Fahrer eines Pedelec gelten die. Ein nicht verkehrssicheres Pedelec oder eine Fahrt unter Alkohol können Bußgelder zur Folge haben. Außerdem können an Pedelcs auch werden, so dass ein Lastentransport möglich ist oder ein Kinderanhänger mitgenommen werden kann.

Das ist eine besondere Variante des Pedelecs und sondern ein Kleinkraftrad. Bei diesem Elektrofahrrad wird die der Pedale. Der Motor darf eine nicht überschreiten.

Um ein S-Pedelc nutzen zu können, muss vorhanden sein und ein. Seit 2013 besteht auch für diese E-Bikes. Darüber hinaus gelten für dieselben. Es wird die zu Grunde gelegt. Wie bei einem E-Bike dürfen befestigt und Radwege nicht befahren werden.

Durch einen besteht auch die Möglichkeit normale Fahrräder. Dies ist sicherlich mit etwas Aufwand verbunden, kann aber eine gute Lösung darstellen. Auch hier muss die gegeben sein und die Vorschriften der beachtet werden, daher ist der Umbau in einem Fachgeschäft empfehlenswert.

Wie Weit Kann Man Mit Einem E Bike Fahren?

Was ist eigentlich meine Reichweite? – Leider lässt sich auf diese Frage keine generelle Antwort geben. Es hängt stark vom Fahrstil und äußeren Gegebenheiten ab, wie groß die Reichweite eines E-Bikes ist und damit auch, wie viele Kilometer ein E-Bike-Akku hält.

Wie hoch ist das zugelassene Gewicht? Bist du auf flachem Gelände oder in den Bergen unterwegs? Wie stark soll dich der E-Bike-Motor beim Radeln unterstützen? All diese Faktoren beeinflussen die jeweilige Reichweite. Aber auch die Außentemperatur hat Einfluss auf die zurückgelegten Kilometer. Bei hochwertigen E-Bikes wie unseren Gazelle E-Bikes liegt die Reichweite aber in den meisten Fällen bei 50 bis 150 Kilometer mit einer Akkuladung.

Wir haben in diesem Video die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst. Weiter unten im Text erfährst du dann noch mehr über die Faktoren, die die Reichweite beeinflussen, und wie weit du mit verschiedenen Gazelle Akkus fahren kannst.

Wie teuer ist ein gutes E-Bike?

Anschaffungskosten: Was darf/soll ein gutes E-Bike kosten? – Für normale Fahrräder legst du in der Regel ja bei guter Qualität in etwa EUR 700,- hin. Da ein E-Bike aber sozusagen eine upgegradete Form des Fahrrades ist, musst du für ein solches Exemplar schon tiefer in die Tasche greifen.

Für Motor und Akku, die spezielle Technik und besonderen Bauteile werden zusätzlich mindestens EUR 1.000,- fällig. Damit sind wir aber erst bei in Summe EUR 1.700,-. Der Durchschnittswert sieht aber noch ein bisschen anders aus. Für ein gewöhnliches Pedelec (bis 25 km/h Motorunterstützung) legt der durchschnittliche E-Bikekunde EUR 2.000,- bis EUR 2.500,- hin.

Noch höhere Geschwindigkeiten, wie beim S-Pedelec, das bis 45 km/h Motorunterstützung leistet, werden mit mindestens EUR 2.000,- bisnach oben hin ist genügend Luft. vergütet. Die höheren Kosten kommen nicht nur durch den Motorantrieb direkt zustande. Dieser sorgt nämlich dafür, dass auch der Rest des Fahrrades diesem Mehr an Kraft gewachsen sein muss. Durchschnittlicher Anschaffungspreis eines neuen, qualitativ hochwertigen E-Bikes um EUR 3.000,–

Was kostet ein Ladung E-Bike?

Wie teuer ist das Laden des E-Bike Akkus? – Wie viel das Laden des E-Bike Akkus kostet, hängt natürlich von der Lade-Kapazität und dem Stromtarif ab. Der Strompreis wird in kWh angegeben und dürfte im heimischen Bereich etwa 30 Cent betragen. Einen 500 Wh E-Bike Akku vollständig aufzuladen würde also in diesem Fall 15 Cent kosten.

Wie lange halten 500 Wh?

Bilder und Videos zur Power Station Jackery Explorer 500 – In unserer Bilderstrecke kannst du dir die portable Stromquelle aus der Nähe und von allen Seiten anschauen. Wir diskutieren die Details anschließend weiter unten im Testbericht. So klein wie ein Schuhkarton und 6,4 Kilogramm leicht – die Jackery Explorer lässt sich bequem mit einer Hand auch über längere Strecken tragen.

Dennoch sind alle Anschlüsse vorhanden, die wir uns auf dem Campingplatz wünschen: 1x 230V (500W), 1x 12V Autoanschluss, 2x 12V DC, 3x USB-A (je 12W). Das Display zeigt den Ladungszustand in Prozent sowie die Eingangs – und Ausgangsleistung. Es ist selbst bei hellem Sonnenschein gut lesbar. Der 500 Wh starke Lithium-Ionen-Akku reicht für zwei ganzen Tag kalte Getränke in der Kühlbox, 40 Stunden Musik über unseren Echo oder 35x Handy aufladen.

Dabei bleibt die Jackery Explorer 500 dank ihres Lüfters stets kühl. Der Lüfter ist wahrnehmbar, es gibt jedoch deutlich lautere Power Stations. Die kleine LED-Lampe an der Seite ist immerhin hell genug, um im Dunkeln einen Stecker zu finden. Die Verarbeitung ist ordentlich – das Gehäuse wirkt robust, rutschhemmende Gummifüße an der Unterseite dämpfen Stöße.

Ist ein 500 Watt Akku ausreichend?

Akkutechnik – das solltest du über E-Bike Akkus wissen – Die Qualität der Akkus ist bei namhaften Herstellern von E-Bike-Antrieben wie zum Beispiel Bosch, Shimano oder Yamaha durchweg hoch. Die mögliche Kapazität reicht dabei häufig von etwa 400 bis 750 Wattstunden.

Für eine Entscheidung ist der geplante Einsatzzweck relevant, denn sobald höhere Anforderungen an die Reichweite gestellt werden, sollte die größtmögliche Kapazität gewählt werden. Mittlerweile sind Akkus mit 500 Wattstunden der Standard, da sie in der Regel für die meisten E-Trekking – und E-Citybikes ausreichen.

Mehr Kapazität ist immer dann notwendig, wenn man regelmäßig längere Touren plant oder viele Höhenmeter – beispielsweise mit einem E-Mountainbike – zurücklegen will. Mit einem größeren Akku steigt allerdings auch immer das Gewicht eines E-Bikes, weshalb „mehr” hier nicht automatisch besser ist.

E-Bikes Fahrradfahren mit Tempo 50 – so werden E-Bikes illegal getunt

Nicht nur Senioren, auch junge Fahrer kaufen heute ein E-Bike. Ihnen reicht die erlaubte Geschwindigkeit von 25 km/h nicht aus – sie tunen ihr E-Bike. Das geht kinderleicht, ist aber gefährlich.

E-Bikes liegen im Trend. 2017 wurden über 700.000 Stück im Jahr verkauft. So die Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV). Der Boom begann mit den typischen Tiefeinsteiger-Rädern für Senioren. Mit einem Anteil von 38,5 Prozent sind die gemütlichen City – und Urbanräder nach wie vor das erfolgreichste Segment. Addiert man aber die sportlicheren Segmente Mountainbike (21,5 Prozent) und Trekkingräder (35,5 Prozent), wird schnell klar, dass die Seniorenräder inzwischen in der Minderheit sind.

Jüngere Käufer und schnellere Räder

Die Industrie feiert die Verjüngung der Käufer. Der Verband geht davon aus, dass der Anteil der verkauften Stromer weiter steigen wird. Heute stellen E-Bikes 19 Prozent der Verkäufe, langfristig rechnet man mit 35 Prozent.

E-Bike-Boom Das E-Bike überrollt die Städte – jetzt muss man reagieren

Doch den neuen sportlichen Kunden sind die Stromräder zu langsam. Die meisten E-Bikes dürfen nämlich nur 25 km/h fahren, danach wird der Motor radikal abgeregelt. Zumindest bei der Pedelec-Klasse. Für den Weg zum Markt mit einem gemütlichen Hollandrad sind 25 km/h dank der zusätzlichen Motorkraft schnell genug, für einen Pendler auf einem schnellen Trekkingbike nicht. Auf ebener Strecke und ohne Gegenwind fährt er auch ohne Motor nur mit Muskelkraft schneller als 25 km/h. Mit einem Stromer fühlt es sich für ihn an, als würde er bei 25 km/h gegen eine Gummiwand prallen, weil der Motor abgeschaltet wird.

Solange E-Bikes im Wesentlichen an Senioren in der Bauform „ultrakomfortabler Tiefeinsteiger“ verkauft wurde, existierte das Problem nicht. Räder und Kunden waren meist gemütlich unterwegs und schöpften die erlaubte Höchstgeschwindigkeit gar nicht aus.

Aber inzwischen hat die Verstromung alle Rad-Typen erreicht – es gibt sogar inzwischen Speedbikes und Rennräder mit Stromantrieb. Dank neuer Motoren fährt man bei 25 km/h nicht mehr gegen eine Gummiwand, man wird elegant aus dem Unterstützungsbereich verabschiedet. Eine Hilfe ist der Motor oberhalb der Grenze natürlich nicht mehr. Die Fahrer schneller Typen sinnen auf Abhilfe – schließlich wollen sie nicht von Muskelbikern überholt werden.

Tuning beim E-Bike kinderleicht

Die Lösung für das Dilemma ist einfach, aber nicht legal: Die Stromräder werden heutzutage getunt, so wie man früher Mofas schneller gemacht hat. Nur beim Fahrrad geht das noch einfacher. „Der Punkt ist, dass das Tuning gewaltige Dunkelziffern hat und die Polizei das nicht erfasst“, klagt Unfallforscher Siegfried Brockmann, der die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in Berlin leitet. „Die Bausätze sind im Internet rege angefragt.“

Im Prinzip gibt es zwei illegale Wege zur höheren Geschwindigkeit. Mit Bauteilen und Steckern kann man in die Steuerungselektronik eingreifen. Experten können den Motor komplett anders ansprechen und ihm mehr Leistung (Watt) und Drehmoment (Newtonmeter) entlocken. Die verbauten Motoren können ein Mehrfaches der erlaubten Leistung abgeben.

Das sind die besten E-Bikes bei der Stiftung Warentest

Wer nur ein bisschen schneller fahren will, wählt dagegen eine ganz einfache Methode. Er kauft ein Bauteil, welches die Geschwindigkeitsmessung am Hinterrad manipuliert. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit wird nur die Hälfte an den Controller weitergemeldet. Der Motor „denkt“ dann, er fährt nur 18, obwohl das Rad mit 36 km/h unterwegs ist. Entsprechende Sets sind ab etwa 100 Euro frei erhältlich. Das funktioniert immer gleich.

Vorteil an der Methode: Der betrügerische Impulsgeber lässt sich mit einem Handgriff wieder entfernen. Nach zwei Minuten befindet sich das Rad wieder im Ausgangszustand.

Die Tuningteile sind frei erhältlich, solange auf privatem Grund gefahren wird, erst der Einsatz im Straßenverkehr ist nicht erlaubt. Dort macht der Tuner sich strafbar, wegen des Fahrens ohne Versicherungsschutz. Tatsächlich ist die Chance, erwischt zu werden, denkbar gering.

Erhöhte Unfallgefahr

Diese Systeme versprechen Top-Geschwindigkeiten von 50 oder 75 km/h. Das ist nicht ganz korrekt. Um 50 zu erreichen, muss man die 250 Watt des Motors schon massiv mit den Beinen unterstützen. Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h sind aber mühelos möglich. Doch für derart hohe Geschwindigkeiten und Belastungen sind Rahmen und Bremsen nicht ausgelegt.

Hinzu kommt eine erhöhte Unfallgefahr: „Ich halte das für absolut gefährlich, so etwas zu tun“, sagte die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Niedersachsen, Cornelia Zieseniß. „Andere rechnen nicht damit, dass jemand auf dem Radweg ankommt, der fast so schnell ist wie ein Auto.“

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Laien fragen sich, warum die E-Raser nicht zur legalen Alternative greifen, den sogenannten S-Pedelecs. Ein S-Pedelec ist in etwa mit einem Moped zu vergleichen. Die legale Spitzengeschwindigkeit liegt bei 45 km/h. Die Nennleistung des Motors darf 500 Watt betragen. Doch kaum jemand kauft so ein Rad – der Marktanteil liegt bei einem Prozent.

Für ein S-Pedelec benötigt man eine zusätzliche Versicherung. Angesichts der Preise von etwa 4000 Euro dürften die 60 Euro für die Versicherung jedoch kaum abschreckend wirken. Allerdings sind die Räder selbst deutlich teurer als die 25 km/h Modelle. Die vorgeschriebenen Anbauteile wie Kennzeichenhalter und Rückspiegel machen sie in den Augen von Rad-Ästheten hässlich.

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Hauptnachteil ist aber, dass die schnellen S-Pedelecs legal in aller Regel nur auf der Fahrbahn der Straße bewegt werden dürfen. Parkanlagen und Radwege sowie Radspuren innerorts sind meistens tabu. Auf einer mehrspurigen Straße muss man daher mit seinem S-Rad, das in der Praxis auch nur 38 fährt, auf die rechte Spur – als rollendes Verkehrshindernis mitten unter die Schwerlast-Lkw.

Keine Lösung in Sicht

Der Gesetzgeber hat eine sehr schwierige Situation geschaffen. Auf einem S-Pedelec darf man nicht dort fahren, wo man will. Die 25-km/h-Klasse ist für schnelle Pendler zu langsam. Zwei Räder in der Preisklasse von über 2500 Euro wird sich kaum jemand leisten wollen. Das Tuning ist zwar einfach, aber eben auch illegal. Spätestens bei einem Unfall gibt es ein unsanftes Erwachen aus dem Geschwindigkeitsrausch – also Finger weg. Das gleiche gilt für die Benutzung des S-Pedelecs auf dem Radweg. Auch hier dürfte man kaum von der Polizei erwischt werden, kommt es aber zu einem Unfall, hat man ein ernstes Problem.

Denkbar wäre eine Anhebung der 25 km/h-Grenze auf 30 km/h, wie sie die Industrie anstrebt. Angesichts steigender Unfallzahlen ist es unwahrscheinlich, dass dieses Vorhaben Erfolg haben wird.

E-Bike & Pedelec: Zehn Tricks für mehr Kilometer

„Und wie weit komme ich damit?“, ist eine der wohl häufigsten Fragen von E-Bike-Novizen. Mit modernen leistungsfähigen Akkus mit Lithium-Ionen-Technologie können unter optimalen Bedingungen Reichweiten jenseits der 100-Kilometer-Marke erzielt werden. Doch solche Angaben sind relativ, denn die Bedingungen sind selten optimal und die Reichweite ist auch eine Frage des Fahrstils. Wie man dem Akku möglichst viele Kilometer entlockt, und was E-Biker sonst noch über die Reichweite wissen sollten, steht in den folgenden zehn Tipps und Tricks.

1. Wie groß ist eigentlich der „Tank“?

Es ist ein einfacher Sachverhalt: Je mehr Energie im Akku gespeichert werden kann, umso weiter kommt man theoretisch mit dem E-Bike. Wer ein E-Bike mit möglichst großem Energiespeicher erwerben möchte, dem bieten die Wattstunden (Wh) des Akkus einen realistischen Anhaltspunkt und ein gutes Vergleichsmaß für die Reichweite. „Sind die nicht angegeben, lassen sie sich leicht errechnen, indem man die Voltstärke (V) mit den Amperestunden (Ah) multipliziert“, so Gunnar Fehlau vom.

2. Was in den Beinen schmerzt, schadet dem Akku

Während Autos mit niedriger Drehzahl am sparsamsten laufen, kommt man auf dem Pedelec mit hohen Drehzahlen am weitesten, genauer einer Trittfrequenz von 60 bis 70 Kurbelumdrehungen pro Minute. In schweren Gängen bei langsamer Trittfrequenz muss der Motor mehr arbeiten als der Mensch – das kostet Strom. „Hier hilft es, mal sprichwörtlich einen Gang runter zu schalten“, empfiehlt Anja Knaus von Flyer. Bei zu hohem Tritt hingegen kommt der Motor nur sehr schwach zum Einsatz und man selbst ins Schwitzen. „Für die kommende Saison werden an einigen unserer E-Bike-Modelle Schaltempfehlungen im Display angezeigt, die wie bei modernen Autos den Fahrer bei einer Energie-schonenden Fahrweise unterstützen“, verrät Knaus.

Übrigens: „Flottes, lockeres Treten ist auch für Muskulatur, Kreislauf und insbesondere die Kniegelenke deutlich gesünder, als mit langsamem Tritt schwere Gänge zu drücken“, fasst Gunnar Fehlau die Forschungsergebnisse der Sportmedizin zusammen, die sich komplett auf das Fahren mit dem E-Bike übertragen lassen.

3. Modi machen Meilen

Moderne Pedelecs haben verschiedene Unterstützungsstufen zur Auswahl. E-Bike-Neulinge sind natürlich gewillt, sich permanent von der höchsten Unterstützungsstufe helfen zu lassen. „Klar, das macht Spaß und man fühlt sich kräftig wie ein Radsportler. Nur kostet das auch die sprichwörtlichen Körner, die hier nicht dem Fahrer, sondern dem Akku geraubt werden“, sagt Peter Horsch vom Darmstädter E-Bike-Hersteller Riese & Müller und empfiehlt, es auf ebenen Etappen mal mit weniger Motorunterstützung zu versuchen oder bei längeren Passagen mit Gefälle gänzlich auf den eingebauten Rückenwind zu verzichten.

4. Wer bremst, ver…schwendet

Ständiges Verzögern und Beschleunigen kostet ebenfalls Energie. Effizienter ist man bei relativ gleichbleibender Geschwindigkeit unterwegs. Das setzt natürlich eine vorausschauende Fahrweise sowie folgenden Punkt voraus:

5. Clevere Routenplanung

Da man mit dem E-Bike höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten fährt, kann durchaus auch die längere, aber mit weniger Ampeln gespickte Route die schnellere und Akku-schonendere sein. „Letztendlich empfehle ich jedem, seine Hauptstrecke (z. B. den Arbeitsweg) vorher einmal mit dem Wunschrad Probe zu fahren. Da wird man schnell sehen, ob eine Akkuladung für den Hin – und Rückweg langt“, empfiehlt Peter Horsch, der selbst jeden Tag knapp 20 km mit dem E-Bike pendelt.

6. Radpflege gleich Reichweite

Wo Reibung entsteht, geht Energie verloren – so will es die Physik. Dem Gesetz zufolge kann man mit einem leicht laufenden E-Bike auch mehr Kilometer erzielen. „Im Konkreten heißt das: regelmäßig Kette ölen und Luft aufpumpen. Ein niedriger Rollwiderstand und damit ein Plus an Kilometerleistung lässt sich nur mit dem richtigen Luftdruck erzielen“, fasst René Marks vom Reifenhersteller Schwalbe zusammen.

7. Zweiter Akku gleich doppelte Reichweite

Wer die Reichweite verdoppeln will, dem rät der Reise – und Abenteuerradler Maximilian Semsch zum Kauf eines zweiten Akkus. Als Vorreiter in Sachen E-Bike-Reisen befuhr der Münchner im Jahr 2013 Australien und legte 16.000 Kilometer zurück. Dank cleverer Akkustrategien musste er lediglich 400 km ohne E-Unterstützung radeln.

„Im Alltag muss man einen Zweitakku nicht zwingend mitführen. Für Entspannung sorgt ein am Arbeitsort positionierter voller Akku oder ein zweites Ladegerät“, so E-Bike-Pendler Horsch.

8. Dem Wind ein Schnippchen schlagen

Der Liegeradhersteller HP Velotechnik bietet an seinen E-Dreirädern die Option eines bereits am Rad montierten Zweitakkus an und nennt dieses System treffend „Doppelherz“. Doch noch ein weiterer Punkt erhöht die Reichweite an den flachen Liegerädern: ihre Aerodynamik. „Die Reichweite eines E-Liegerads ist deutlich höher als die eines konventionellen E-Bikes bei gleichem E-Antrieb und Akku“, erläutert Paul Hollants von HP Velotechnik, der diesen Verhalt schon mehrfach selbst überprüft hat.

Wer dem Luftwiderstand auch auf dem konventionellen Fahrrad ein Schnippchen schlagen möchte, kann etwa die Sitzposition des E-Gefährts etwas sportlicher einstellen: „Höhenverstellbare Vorbauten können z. B. schnell versenkt werden. Der Oberkörper geht dadurch tiefer und bietet dem Wind weniger Angriffsfläche“, erläutert Heiko Böhle, Deutschlandsprecher der US-amerikanischen Fahrradmarke Felt, die sowohl reinrassige Wettkampfrennräder als auch sportliche E-Bikes für den Alltag im Programm hat.

9. Wie viel Reichweite braucht man denn nun wirklich?

In Zukunft werde nicht die Frage nach der absoluten Reichweite, sondern vielmehr nach der Energieversorgungsinfrastruktur gestellt, ist sich Andreas Hombach vom Stadtmöblierer wsm sicher. Bereits heute bietet das Unternehmen clevere Ladestationen für den öffentlichen Raum an. „Ein interessanter Aspekt der Reichweitenüberlegung ist übrigens, dass die Hälfte aller im Alltag zurückgelegten Wege kürzer als fünf Kilometer ausfällt“, ergänzt Hombach.

10. E-Bikes: Alles halb so wild

Doch egal ob man die Tipps und Tricks für mehr Reichweite beherzigt, letztendlich ist und bleibt das Pedelec ein Fahrrad, mit dem man auch ohne Motorunterstützung fahren kann und so selbst mit leerem Akku das Ziel erreicht. „Das ist neben der Energieeffizienz einer der Punkte, die das E-Bike zum Klassenprimus der Elektromobilität macht“, gibt Anja Knaus vom E-Bike-Pionier Flyer zu Protokoll.

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