Wie erholt man sich nach einer 100 km langen Radtour

Viele unter uns nutzten die vergangenen Wochen der Kontaktsperre und Kurzarbeit oder Homeoffice nicht nur um Haus und Garten oder die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Sonnenschein und frühsommerliche Temperaturen animierten auch zum Spaziergang, zur Wanderung oder zum Radfahren. Wir Westerwälder haben nämlich das große Glück, inmitten in einer Region zu leben, die mit weitläufigen Wiesen und Feldern, Hügellandschaften und Tälern, Flüssen und blaue Seen das ideale Umfeld für solche Freizeitaktivitäten in freier Natur bietet. Nicht umsonst gehört der Westerwald mit zu den beliebten Urlaubsregionen Deutschlands! Warum also nicht jetzt einmal aufs Fahrrad schwingen und die Heimat selbst erkunden?

Wer glaubt, eine Fahrradtour im hügeligen Westerwald sei nur etwas für Mountainbiker, irrt gewaltig. Unsere schöne Region bietet etliche Täler, in denen es sich wunderbar fahren lässt. Zugegeben, manchmal geht es etwas den Berg hinauf, natürlich ebenso wieder herunter, doch sind zahlreiche Stellen gut zu meistern – vor allem per E-Bike. Bei einer Radtour kann man innerhalb von kurzer Zeit viel sehen und erleben und Sehenswertes bietet der Westerwald nun wirklich reichlich.

Von Tagesradtouren über längere Touren bis hin zu actionreichen Mountainbike-Routen hält der Westerwald für jeden die passende Biketour bereit. Auch Rennradfahrer dürfen aus einer breiten Palette an Touren auswählen – von der lockeren Feierabendrunde bis hin zur ultimativen 150 Kilometer-Herausforderung!

Unter stellt der Westerwald Touristik Service die unterschiedlichsten Strecken vor: zwischen 20 und 40 Kilometer lange, von 15 bis ca. 218 km, bei denen man immer wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt sowie die 21 bis 225 km langen, die von A nach B führen!

Zum Einstieg empfiehlt sich z. B. die ca. 16 km lange : Neben Wildpark mit Hedwigsturm, Tiergehegen und Kletterwald führt sie auch über die zum Radweg umgebaute ehemalige Bahnstrecke zwischen Bad Marienberg und Nistertal. Der führt auf rund 32 km durch idyllische Landschaften, vorbei an den sieben Weihern der Westerwälder Seenplatte. Natur pur und durchaus sportliche Ansprüche stellt der rund 45 km lange : Radler durchqueren über teils herausfordernde Auf – und Abfahrten unberührte Bachtäler wie das Wiedtal oder das ökologisch herausragende Grenzbachtal. Diese Touren lassen sich bequem innerhalb eines Tages abfahren. Um das Tagesziel auf dem (siehe Video ganz am Ende des Beitrages) dem, dem oder dem zu erreichen darf man schon etwas kräftiger in die Pedale treten – wer’s gemütlich mag, baut, wenn die Unterkünfte wieder öffnen, eine Übernachtung mit ein. Mountainbike-Fans werden sich auf dem zu Hause fühlen und für „richtige Radwanderer“ bietet die eine abwechslungsreiche, mehrtägige Fahrradtour rund um den Westerwald.

Insgesamt 42 Strecken werden unter vorgestellt – zu den Top 10 gehört der 97 km lange : Die Wied, der dieser Radweg folgt, ist etwa 100 Kilometer lang. Sie fließt rechtsrheinisch von Ost nach West und mündet in den Rhein. Unterwegs bekommen die Reisenden viel zu sehen. So lohnt es sich, bei Altenkirchen einen Abstecher zum Bismarckturm zu machen; außerdem bietet Irlich (Stadt Neuwied) an der Wied-Mündung unter anderem eine interessante keltische Säule. In der nördlichen Innenstadt von Neuwied steht das (nicht öffentlich zugängliche) Schloss Neuwied und man kann den größtenteils begehbaren Schlosspark erkunden, um sich zu erholen. Ausführliche Infos zu allen Strecken inkl. Karten mit 3D-Flug und Streckenprofil mit Höhenmetern und Fahrtzeiten sowie viele weitere Infos zum Radfahren im Westerwald gibt’s online unter https://www. westerwald. info/fahrradtour. html

Vom Kloster Marienstatt über die Höhen des Westerwaldes und durch das Tal der Nister erradelt die Westerwald-Touristik-Mitarbeiterin Ursula mit dem Ex-Rennradprofi Marcel Wüst den. Vorbei an Hachenburg, welches zum entspannten Rasten einlädt, führt der Radweg weiter durch die Region und nur einen Katzensprung vorbei an der Birkenhof-Brennerei in Nistertal. Auch der Stöffel-Park in Enspel sowie der Barbaraturm in Bad Marienberg sind Highlights auf der Tour. Der Nister-Radweg führt vom Bahnhof in Wissen auf ca. 69 Kilometern durch das Tal der Nister bis nach Willingen zur Nisterquelle.

Radtouren entlang des Wassers im Seenland Oder-Spree

Radfahren an der Spree oder um die vielen Seen wie Scharmützelsee oder Schwielochsee: im Seenland Oder-Spree führen die meisten Radwege am Wasser vorbei. Abkühlen kann man sich an den zahlreichen Badestellen.

Radtour um den Scharmützelsee

Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

Wir nennen sie die Seenliebe-Tour! Es geht 26 Kilometer einmal um den Scharmützelsee. In das vornehme Bad Saarow kamen schon vor 100 Jahren Prominente, um sich an der frischen Seeluft zu erholen. Und als an eine Radtour rund um den Scharmützelsee noch nicht zu denken war, erklärte ihn Theodor Fontane … weiterlesen

Schiffshebewerk-Tour – ADFC Tour

Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

Das Schiffshebewerk in Niederfinow ist ein gigantisches Monument und eine extravagante Ingenieursleistung. Auf dieser 44 Kilometer langen Radtour fährst du direkt am Schiffshebewerk vorbei und entdeckst, was der hübsche Oderbruch zwischen Niederfinow und der polnischen Grenze zu bieten hat.

Entdecke Orte, die du lieben wirst!

Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

Adler trifft Zander – RadReiseRegion Seenland Oder-Spree

Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

Die 45 Kilometer rund um den Scharmützelsee und Großen Storkower See sind, vor allem mit einem E-Bike, ein Genuss. Die Tour ist wie gemacht für einen entspannten Wochenendausflug und mit allem was zu einer Radtour im Seenland Oder-Spree dazugehört: Radwege durch beeindruckende Natur mit zahlreichen Blicken … weiterlesen

Schwielochsee-Tour – RadReiseRegion Seenland Oder-Spree

Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

Das Fahrrad ist das perfekte Verkehrsmittel, um den größten natürlichen See im Land Brandenburg zu erkunden. Als Startpunkt eignet sich Beeskow am besten. Mit dem Regionalzug bist du von Königs Wusterhausen in rund einer Stunde in Beeskow, das dich mit seiner sehenswerten Altstadt erwartet.

3-Seen-Tour: Scharmützel-, Storkower – und Großer Glubigsee

Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

Die Seentour führt vom Kurort Bad Saarow um den Scharmützelsee, auch als Märkisches Meer bekannt und seinen kleinen Bruder den Großen Storkower See. Der Erholungsort Wendisch Rietz und die 800-jährige Stadt Storkow laden den Radler zum Verweilen ein. Besonderer Tipp: Im Anschluss an die Radtour solltest … weiterlesen

Oderbruch: Vom Berg ins Tal – RadReiseRegion Seenland Oder-Spree

Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

Ländliche Idylle und Natur pur. Als der preußische König Friedrich II. das Oderbruch – das Binnendelta der Oder – trockenlegte, hat er nicht nur etwas gegen die häufigen Hochwasser unternommen und fruchtbares Ackerland geschaffen. Es ist auch ein Paradies für Radfahrer entstanden. In der Abgeschiedenheit … weiterlesen

Auf den Spuren der Eiszeit – ADFC Tour

Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

Wer an einem warmen Sommertag losradelt, der denkt wahrscheinlich nicht mehr an die letzte Eiszeit. Aber genau diese hat vor 18.000 Jahren diese wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft zwischen Erkner und Fürstenwalde geformt.

Die 70 Kilometer lange Tour beginnt in Erkner, eine halbe Stunde mit … weiterlesen

Spreeradweg – Radfahren im Seenland Oder-Spree

Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

Mit einer Gesamtlänge von rund 400 km ist der Spreeradweg einer der schönsten und abwechslungsreichsten Radwege im Osten Deutschlands. Er folgt dem Verlauf der Spree von einer Quelle bis nach Berlin. Rund 145 Kilometer misst der reizvolle Abschnitt von Lübben via Beeskow und Fürstenwalde an die Berliner … weiterlesen

Regionale Radwege

Auf den regionalen Radwegen der WelterbeRegion entdecken Sie die jüngere und ältere Geschichte der Umgebung oder können die außergewöhnliche Natur erkunden.

Luther-Tetzel-Weg

Der Luther-Tetzel-Weg ist ein, der mit dem Rad oder zu Fuß gut zu absolvieren ist. Mit dem Fahrrad kann die Tour an einem Tag zurückgelegt werden, wobei immer noch Zeit ist, die einzelnen Stationen in aller Ruhe zu besichtigen. Von Lutherstadt Wittenberg aus geht es in kleinen Etappen bis nach Jüterbog, wo Johann Tetzel, ganz nach den Konventionen seiner Zeit, seine Ablassbriefe an die Bewohner der Region verkaufte. Die Sehenswürdigkeiten der Stationen sind vor allem Dorfkirchen, in denen Ausstellungen an die Zeit kurz vor der Reformation erinnern. Auf dem Weg bekommen Sie Informationen zur Kultur, zum Alltag in der damaligen Zeit sowie zu den Namensgebern des Radwegs, Martin Luther und Johann Tetzel.

Lutherweg

Der Lutherweg entstand als Kooperation von Kirchen, Tourismusverbänden, Kommunen und weiteren Trägern und unter dem Thema der Reformation und des Lebens von Martin Luther. In Sachsen-Anhalt führt der Lutherweg deshalb natürlich auch durch die Lutherstadt Wittenberg, von hier aus radelt man weiter über Eisleben bis nach Mansfeld-Lutherstadt. Dabei führen zwei verschiedene Fahrradrouten ans Ziel. Eine Route verläuft von Wittenberg zunächst nach Westen und durchquert Wörlitz mit den wunderschönen Wörlitzer Parkanlagen, Dessau sowie Bernburg an der Saale und trifft sich mit der zweiten Route in Höhnstedt. Die zweite Route führt zunächst südlich durch die einzigartige Landschaft des Naturparks Dübener Heide, den Kurort Bad Düben, Halle an der Saale und die Lutherstadt Eisleben. Entlang des 410 km langen Wegs wird an den verschiedenen Stationen der Einfluss, den Martin Luther und die Reformation auf die jeweilige Stadt hatten, näher betrachtet. Außerdem haben einige Etappenziele auch thematische Schwerpunkte, die den Radwanderern Informationen zur Reformation oder zu Aspekten aus dem Leben Luthers mitgeben.

KOHLE | DAMPF | LICHT | SEEN – Radroute

Auf 120 Kilometern führt die auf gut ausgeschilderten Wegen durch die. Start der Tour ist in Wittenberg, wo die Piesteritzer Werkssiedlung an die große Zeit der Industrie in der Region Wittenberg erinnert. Bis Sie das Ziel Kraftwerk Lippendorf in Böhlen erreicht haben, erleben Sie die Geschichte eines der größten Strukturwandel in der deutschen Wirtschaft. An 23 Stationen wird die Geschichte des Tagebaus und der Industrie in der Region veranschaulicht. Darunter befinden sich auch fünf Bergbaufolgeseen, die aus gefluteten ehemaligen Tagebauanlagen entstanden sind und heute zu einer blühenden Landschaft heranwachsen. Außerdem führt die Route vorbei an FERROPOLIS, der Stadt aus Eisen, in der Sie beeindruckende Großgeräte des Tagebaus hautnah erleben können. Bevor Sie nach Ferropolis kommen, geht es erst einmal durch die einmalige Landschaft der Dübener Heide und weitere Werkssiedlungen. Auf verschiedenen Teilstrecken sind auch geführte Touren möglich, bei denen Sie mehr Informationen zur Geschichte der Industrie in der Region erfahren. Die Route ist übrigens auch für Kinder geeignet, denn auf dem Weg befinden sich und vieles mehr, was auch die kleinen Radfahrer interessieren wird.

Planen Sie Ihre Radtour doch einfach mithilfe des offiziellen Handbuchs der Kohle-Dampf-Licht-Route. Dieses ist unter anderem in der Tourist-Information Lutherstadt Wittenberg erhältlich oder kann direkt online eingesehen werden. Zum Handbuch

Radurlaub in Kaiserwinkl

Mit über ist der ein Eldorado für alle Radfans! Ob Extrembiker, Genussfahrer, sportlich ambitionierter Radler oder – das vielseitge Angebot in allen Schwierigkeitsgraden lässt keine Wünsche offen. Eine mit der ganzen Familie oder spannende für alle Adrenalinjunkies – in der finden Sie in Ihrem entweder die absolute Herausforderung oder den Genuss und die Beschaulichkeit bei gemütlichen im flacheren Gelände!

Mountainbiken

Beim müssen „Drahteselfans“ schon kräftig in die Pedale treten und schweißtreibende Wege und uniebsamen Gelände meistern – aber lieben diesen Zustand und haben dabei ihre pure Freude. Rund garantieren dieses Vergnügen. Finden auch Sie Ihre individuelle Strecke – je nach Lust, Laune und Können! Uphill oder Downhill – Sie haben die Wahl beim!

    Dichtleralm, 5,70 km, die knackige und sportliche Tour führt etwa 1,30 Std. auf die Dichtleralm; Startpunkt ist das Ortszentrum von Kössen. Beschildert mit Tour-Nr. 246 Karalm – Ottenalm, 12.40 km, mittelschwere etwa 2 stündige Tour durch herrliches Almengebiet Unterberg – Bärenhütte, 10 km, Start der etwa 2,30 stündigen Tour ist die Bergbahn Kössen; Einkehrmöglichkeit in der Scheibenwaldhütte oder in der Bärenhütte Habersau – Feldalm – Walchsee, 12,50 km, die herausfordernde Route führt etwa 2 Stunden bis zur Feldalm; empfehlenswert ist eine Pause bei der Raineralm

Rennradfahren

Sind wahre Enthusiasten und sie lieben es, auf herrlichen Routen bis zu den schönsten Ecken zu gelangen. ist eine Leidenschaft und dieser können Sie bei Ihren durch die reizvolle Kulisse der mit seinen Orten Kössen, Walchsee, Schwendt und Rettenschöss ganz und gar nachgehen. Fahren Sie bei Ihren doch einmal nach Kufstein, Kitzbühel oder in das benachbarte Bayern.

Sollten die 74,6 km lange „“, die 110 km lange „“ oder sich auf 2 Rädern ins aufmachen. Genussvolles Radeln mit vielen Naturerlebnissen heißt es auf der rund 100 km langen „“.

E-Bike

Der Trend des hat auch vor der nicht halt gemacht und so können kräfteschonend und gemütlich die Natur erkunden und so manchen steilen Weg mühelos bewältigen. Zudem ist der Kaiserwinkl Teil der. können an zahlreichen kostenlos werden. finden Sie im Infobüro Kössen bzw. Walchsee, Intersport Planer und Gästehaus Rottenspacher (beide in Kössen).

Wie es kam, dass ich zum Schloss Chambord aufbrach, es aber nie besichtigt habe

Die beste Art und Weise, einen Ort zu besichtigen, kann darin bestehen, sich ihm auf Umwegen anzunähern. Manchmal muss man sein Programm einfach beiseite legen und sich überraschen lassen. Wir sind in Nantes zu einer Radtour entlang der Loire aufgebrochen. Unser Ziel war Chambord.

Chambord ist eines der größten Denkmäler der französischen Geschichte, das Symbol des Größenwahns König Franz I. mit einer völlig abgedrehten doppelläufigen Wendeltreppe, die auf eine Idee von Leonardo da Vinci zurückgeht. Unumgänglich! Als unsere Freunde aus Nantes uns also eine Radtour entlang der Loire vorschlugen, sagten wir sofort zu.

Die Radhose ist nicht gerade sexy, aber unverzichtbar, denn bis Chambord haben wir 237 km Radweg vor uns. Die erste Etappe geht von Nantes nach Trélazé, der Hauptstadt des Schieferabbaus. Demzufolge findet man im Anjou sehr viele hübsche Schieferdächer. Auf der ehemaligen Schiefergrube hat die Natur ihr Recht wieder eingefordert. Wir stellen die Räder an einem See ab und erfrischen uns im kühlen Wasser.

Es geht weiter mit dem Höhlenparcours zwischen Montsoreau und Saumur. In den Tuffstein wurden Wohnungen, kilometerlange Gänge und Höhlen gegraben. Radfahren macht hungrig. Wir halten zum Mittagessen am Höhlenrestaurant „Le Saut aux Loups“ und kosten die regionale Spezialität „Galipettes“: im Brotbackofen gegarte, mit Kuttelwurst, Schnecken oder Käse gefüllte Pilze. Köstlich! Einige Kilometer weiter erreichen wir Souzay-Champigny in der Nähe des Schlosses von Marguerite d’Anjou. Wir nehmen die Rue du Commerce, eine unterirdische Straße aus dem Mittelalter. Die Kinder spielen Höhlenmenschen und wollen hier nicht mehr weg. Wir auch nicht, denn es sind noch Zimmer frei in der „Escale Troglo“, einer kleinen Höhlenpension am Berghang.

Heute Morgen mögen wir nicht aufs Fahrrad steigen, wir sind müde. Wir entschließen uns also, einen Teil des Weges mit dem Interloire zurückzulegen. Dieser geniale Service, der von Juni bis August angeboten wird, ermöglicht es, sein Fahrrad gratis im Zug mitzunehmen und sich ein wenig weiter erholt wieder auf den Drahtesel zu schwingen. Perfekt! In Bréhémont fällt uns ein seltsames Boot auf, ein Mix aus Tretboot und Katamaran: das Aquacycle. Die Inseln in der Loire sollen Paradiese für Biber und Reiher sein. Also, wer steigt mit wem aufs Aquacycle?

Blois-Chambord, alle aussteigen! Wir sind nur noch 15 km von Saint-Dyé-sur-Loire entfernt, dem Hafen von Chambord, wo die Materialien für den Bau des Schlosses per Boot angeliefert wurden. Jetzt ist es nicht mehr weit! Nach einem platten Reifen und zwei Stürzen treffen wir ausgehungert ein. Nur gut, dass unsere Freunde in einem guten Restaurant einen Tisch reserviert haben, um unsere Ankunft zu feiern: im „Manoir de Bel Air“. Unser Radler-Outfit passt eigentlich nicht zum Stil dieses Gourmet-Restaurants, aber das scheint hier niemanden zu stören. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert ist wunderschön, und nach dem Mittagessen entspannen wir uns auf der Terrasse in der Sonne. Wir haben den Muskelkater vergessen und jedes Zeitgefühl verloren. Heute schaffen wir es auf keinen Fall mehr bis Chambord. Kein Problem, wir fahren mit dem Interloire direkt nach Nantes zurück. Wir kommen im nächsten Jahr wieder, da wird das Schloss Chambord sicher auch noch stehen!

Radeln, genießen und die Natur erleben auf dem MainRadweg

Verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten in Bewegung und in der Natur? Dann ist eine Radtour sicher genau die richtige Aktivität für Sie. Der beliebte MainRadweg, Frankens Paradestrecke, eignet sich hervorragend, um dieser Leidenschaft nachzugehen und kräftig in die Pedale zu treten – ob allein oder in Gesellschaft bei geführten Touren. Knapp 600 km misst die gesamte Strecke, die Sie am besten in kleinere, leicht zu bewältigende Tagesrouten aufteilen. Fahren Sie zum Beispiel in Schweinfurt oder Kulmbach los. Vorbei an idyllischen Orten, zünftigen fränkischen Wirtschaften und einzigartigen Naturschönheiten im Flussparadies Franken folgen Sie dem kurvigen Verlauf des Mains auf dem Radweg bis zur Etappe Bamberg, wo unser Welcome Hotel Sie mit herzlicher Gastfreundschaft empfängt.

Wussten Sie, dass es weitere attraktive Radwege bei Bamberg gibt?

Der 2FrankenRadweg mit einer Gesamtlänge von 100 km verknüpft die Städte Bamberg und Würzburg – oder anders: Bierfranken und Weinfranken. Die Strecke führt durch den herrlichen Steigerwald und ist geprägt von Lokalen am Wegesrand, die immer wieder Gelegenheit zur kulinarischen Stärkung bieten. Auf rund 120 km schlängelt sich der gut beschilderte und familienfreundliche Aischtalradweg vom mittelalterlichen Rothenburg ob der Tauber bis zum Weltkulturerbe Bamberg. Sie passieren saftige Wiesen, weite Talauen sowie sehenswerte Ortschaften, bis Sie schließlich ganz erholt im „fränkischen Rom“ landen. Der RegnitzRadweg ist ein sehr naturnaher Fernradweg abseits verkehrsreicher Straßen, der von Nürnberg bis nach Bischberg bei Bamberg auf zwei Routen befahrbar ist. Auf der 85 km langen Talroute sind kurze Steigungsstrecken zu bewältigen. Die 75 km lange Kanalroute entlang des Main-Donau-Kanals weist keine nennenswerten Steigungen auf. Auf beiden Routen durchfahren Sie typische fränkische Dörfer und genießen die intakte Natur einer vielfältigen Flusslandschaft. Auf geht’s!

Diese Radwege in Sachsen sind eine Tour wert

Ob allein, mit Freunden oder in Familie, ob gemütlich oder sportlich: Die Radwanderwege in Sachsen bieten allen etwas.

Jeder Sachse wird es gern bestätigen: Der Freistaat gehört zu einer der interessantesten und vielseitigsten Kultur – und Naturlandschaften Europas. Dazu gehören „Elbflorenz“ Dresden, „Klein Paris“ Leipzig, die erzgebirgische Schnitzkunst, Meißner Porzellan und Plauener Spitze, Sächsische Schweiz, Erzgebirge und Elbauen. Entsprechend vielfältig ist auch das Angebot an Radwegen. Ines Nebelung von der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen sagte MDR JUMP:

Es gibt ganz viele Radwege für verschiedene Ansprüche und natürlich auch für Familien. Für Familien kann ich zwei ganz schöne Beispiele empfehlen, wo man unterwegs auch schön anhalten und was sehen kann: Das ist der Froschradweg in der Lausitz, mit Feuchtwiesen, Mooren und Fröschen und Störchen. Und das ist die Neuseenland-Route bei Leipzig. Dort gab es viel Braunkohlenabbau und aus den Kratern hat man eine wunderbare Seenlandschaft gemacht.

Spreeradweg: Grenzenlose Natur und sorbische Tradition

Das ist ein Radweg für alle, die es natürlich mögen und sich gern zwischendurch von den anstrengenden Radetappen bei einer Bootstour, beim Angeln oder einfach beim Erforschen der heimischen Flora und Fauna erholen wollen. Radler können fast 400 Kilometer entlang der Spree fahren oder sich auf den rund 270 Kilometer langen Rundkurs „Frosch Radweg“ machen. Sowohl in der Lausitz als auch entlang der Spree bieten sich kontrastreiche Landschaften mit reichhaltiger Tier – und Pflanzenwelt, die besonders für Ausflüge mit der ganzen Familie geeignet sind. Ines Nebelung sagte dazu:

Hier quaken die Frösche manchmal so laut, dass es das Surren der Speichen übertönt.

Neuseenland-Radtour: Hier wurde schön, was früher hässlich war

Rund 100 Kilometer lang ist dieser Radweg, der sich vorbei schlängelt am Cospudener See, am Störmthaler See und am Zwenkauer See. Aus den ehemaligen Kratern nach dem Braunkohle-Abbau sind wunderschöne Naherholungsgebiete geworden. An der Strecke liegen auch zahlreiche Bootsverleihe, die Kanus für die vielen kleinen Kanäle bieten, mit denen die Seen verbunden sind.

Elberadweg: Erholung am zweitlängsten Fluss Europas

Unbegrenzte Möglichkeiten für alle Radler, die Lust auf Abwechslung haben, bietet der Elberadweg. Die Tour entlang des zweitlängsten Flusses Deutschlands wird jedem Radler-Anspruch gerecht. Zugleich bietet sie die Chance, neben der Landschaft auch Kunst und Kultur im Freistaat zu genießen. Dazu gehöre Dresdens wunderschönes Zentrum oder die Weinhänge Radebeuls.

Elsterradweg: einfach bis anspruchsvoll

Durch reizvolle Landschaften schlängelt sich der Elsterradweg durch Tschechien, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt. Der Weg bietet anspruchsvolle Steigungen, aber auch deutlich bequemere Etappen.

Muldental-Radweg: kulturelles Highlight im Doppelpack

Den Muldental-Radweg gibt es gleich im Doppelpack, denn er lässt sich sowohl an der Zwickauer Mulde als auch an der Freiberger Mulde befahren. Erst wo sich beide Flussläufe vereinigen, gibt es nur noch einen Radweg. Für welche Strecke man sich auch entscheidet: überall erwarten einen auf der gut ausgebauten Strecke bezaubernde Landschaften, romantische Dörfer sowie historische Schlösser und Burgen.

Oder-Neiße-Radweg: für Grenzgänger

Auf Grenzerfahrungen können sich Radler auf dem Oder-Neiße-Radweg freuen. Der 465 Kilometer lange Radweg führt entlang der polnischen Grenze und bietet so die Möglichkeit auch einmal einen Blick zu den Nachbarn zu werfen. Städte mit Vergangenheit und Zukunft sowie beeindruckende Landschafts – und Nationalparks versprechen eine erlebnisreiche Radwanderung.

Zschopautal-Radweg: Herausforderung in beeindruckender Landschaft

Sportlich wird es auf dem Weg durchs Zschopautal. Der Radweg führt von Oberwiesenthal am Fichtelberg – dem höchsten sächsischen Berg – bis nach Technitz bei Döbeln und hält eine ganze Reihe anspruchsvoller Etappen und Anstiege bereit. Mächtige Burgen und Schlösser und die abwechslungsreiche Landschaft des Erzgebirges entschädigen zweifellos für alle Strapazen.

Drachenradweg

Großartige Ausblicke und eine Gegend, in der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, erwarten uns auf dem Drachenradweg im Vogtland. Von Syrau, nicht weit von Plauen, geht die Fahrt vorbei an Windmühlen und Höhlen über Wälder und Felder, wo die Orte Namen wie Fröbersgrün, Reiboldsruh und Mehltheuer tragen. Um die schönste Aussicht der Welt könnte sich die Wettinhöhe bewerben: Sie erlaubt einen Blick bis zum Fichtelgebirgskamm. Eine Pause bietet Bad Linda mit seinen Heilquellen im Eckardtspark oder der Landschaftspark von Schloss Leubnitz Zurück in Seußlitz jedenfalls lockt die Absintherstellung in der Drachenburg.

Stoneman Miriquidi: Strecke für Beißer und Durchhalter

Diese Strecke über die Kämme des Erzgebirges bietet brutale Anstiege und wunderschöne Aussichten: 4.400 Höhenmeter mit dem Mountainbike, über neun Berge, in zwei Ländern. Die Besten schaffen die mehr als 160 Kilometer an einem Tag. Überall an der Strecke helfen Einheimische und Radfans denjenigen, die auf der schönen aber harten Strecke liegengeblieben sind.

Die schönsten Radrouten in und um Leipzig

Leipzig und die Region lassen sich wunderbar mit dem erkunden. Egal ob ihr seid oder euch eher als betiteln würdet – in Leipzig gibt es für Jedermann/Jedefrau die passende Strecke. Wir haben die für euch zusammengestellt.

Leipzig-Elbe-Radroute

Der bekannteste Radweg Deutschlands ist der Elberadweg. Die Verbindung zwischen der Großstadt Leipzig und dem beliebten Elberadweg besteht über die weniger bekannte. Entlang der familienfreundlichen Strecke wechseln sich hier dörfliche und ländliche Idylle ab. dominieren das Bild.

Ein Highlight der Strecke ist die Bergkirche Beucha, die direkt an einem liegt und ein super Ort für eine Rast darstellt. Reizvoll ist die Dahlener Heide mit ausgedehnten Wiesen, Wäldern und still gelegenen Teichen. säumen den Weg, der hauptsächlich auf wenig befahrenen Landstraßen verläuft. Gekreuzt wird der Radweg von der Parthe-Mulde-Radroute, der und dem Mulderadweg, womit sich das Erkunden verschiedener Rundkurse ebenfalls anbietet.

Meine Top Tipps dazu

Dieser Radweg begleitet den Radfahrer auf über 80 Kilometern von Leipzig bis an die Elbe. Zahlreiche Windmühlen, alte Schlösser und sehenswerte Dorfkirchen säumen den Weg. Besonders reizvoll sind die Streckenabschnitte, die den Radfahrer durch die Dahlener Heide führen, wo sich Waldstücke mit idyllisch gelegenen Teichen abwechseln.

Kohle | Dampf | Licht-Radroute

Ausgangspunkt Sachsenbrücke Leipzig: Warum ist die der perfekte Start für eure Radtour? Hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Nirgendwo sonst treffen die verschiedenen Charaktereigenschaften von Leipzig so rege aufeinander wie hier. Noch ein letzter heißer Kaffee vom und die Tour kann beginnen.

Richtung Norden starten wir unsere Tour und lassen den Stadtkern hinter uns liegen. Die Erlebnisroute Kohle-Dampf-Licht soll vor allem, wie der Name schon sagt, Einblicke in den größten geben. Auf der können Radler nicht nur einstige bestaunen, sondern auch die erkunden.

Den ersten Stopp könnt ihr bereits nach einer Stunde Radvergnügen am Schladitzer See einlegen. Nicht nur, sondern auch Kultur-Highlights wie das Camp David und der Biedermeierstrand warten hier auf euch. Weiter geht’s in die Barockstadt Delitzsch mit ihrer sehenswerten Altstadt sowie der Außenaufstellung mit. Anstatt unsere Fahrt weiter nördlich Richtung Lutherstadt Wittenberg fortzusetzen, schlagen wir jedoch den Bogen Nord-östlich Richtung Torgau ein.

Wusstet ihr, dass die Kohle | Dampf | Licht-Radroute in wurde? Langfristig angedacht ist nämlich eine.

60-Jähriger bezwingt die Vogesen: 3400 Höhenmeter in sechseinhalb Stunden

Uli Klement nimmt an Radrennen teil und fährt Tausende Kilometer im Jahr. Seine größten Erfolge feierte er aber in einer ganz anderen Sportart.

Alle, die (zurecht) stolz sind, dass sie mit ihrem E–Bike auch schon mal einen Pass mit 1000 Höhenmetern geschafft oder innerhalb eines ganzen Tages 110 Radwegs–Kilometer bis Tübingen gut hinter sich gebracht hatten, — alle die sollten jetzt sofort aufhören zu lesen.

Denn in diesem Bericht geht es um einen Spaichinger, der in sechs Stunden 33 Minuten 178 Kilometer und 3400 Höhenmeter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,3 Stundenkilometern in den Vogesen absolviert hat. Und das mit 60 Jahren. Ohne Motor an seinem Rennrad. Uli Klement.

„Normal“ ist relativ

Im Gespräch wird schnell klar, dass die Voraussetzungen dessen, was Menschen für normal halten, relativ sind. Selbst im Verlauf des eigenen Lebens. In guten Jahren fuhr er bis zu 20 000 Kilometer im Jahr. Bis jetzt sind es 5500 in diesem Jahr. Sich selbst dabei zu beobachten, wie sich der Körper verändert mit dem älter Werden — und es doch immer wieder nochmal wissen zu wollen, das ist spannend, findet Klement. Und natürlich das Gefühl, eine Herausforderung geschafft zu haben.

70-Jährige kommt aus dem Himalaya zurück – und radelt 3000 Kilometer

Bei ihm kommt noch dazu: Vor fünf Jahren Pfeiffer’sches Drüsenfieber, Coronaimpfung und dann Covid–Infektion — woran es genau liegt, dass sich die Lungen nicht mehr so aufblähen konnten wie früher — er weiß es nicht. Jedenfalls musste Klement deutlich kürzer treten.

Lunge erholt sich wieder

Inzwischen hat sich die Lunge wieder erholt und das Ergebnis ist: in der Altersgruppe von 33 Rennradfahrern siebter zu werden, und zweitbester Deutscher. Und das, obwohl inzwischen auch in diesem Laienbereich offenbar „Tour–De–France–Marotten“ einreißen. So formuliert es Klement natürlich nicht, wenn er von seinen Beobachtungen erzählt.

Normalerweise gibt es bei Laienrennen zum Beispiel von und nach La Bresse Verpflegungsstationen, die die Radler ansteuern müssen, um Wasser und Energie aufzutanken, so auch hier. Aber manche hatten wie die Profis Begleitfahrzeuge dabei und brauchten nicht auf die Verpflegungsstationen zu warten. Inzwischen gibt es sogar Trikotsponsoren für Laien, erzählt Klement.

Mit dem Wohnwagen zum radverrückten Platzbesitzer

Er hält es anders: Nimmt seinen Wohnwagen, stellt sich für einen „Kurzurlaub“ auf einen Campingplatz, dessen Besitzer auch radverrückt ist, der ein Auge auf ihn hat, wenn ein Rennen ansteht und im Notfall sofort helfen würde.

Klement genießt die Ruhe vorher und nachher, denn so ein Rennen sei schon ein ziemlicher Auflauf. 1060 Teilnehmer haben bei diesem Rennen teilgenommen, das um 8 Uhr beginnt und dann in den Nachmittag reicht. Klement war schon um 7.15 Uhr da, um einen guten Startplatz zu bekommen.

In der Gruppe fahren spart 30 Prozent Kraft

Übrigens gibt es nicht nur Konkurrenz unter den Fahrern, sondern auch Kooperation. Nach einer relativ langen Stunde, in der bergauf die ganze jungen Fahrer ehrgeizig vorbeischossen, habe sich eine Gruppe gebildet, die bis zur zweiten Verpflegungsstation bei 102 Kilometer auf „unzähligen kleinen, giftigen Passstraßen“ zusammen blieb.

Das sei durchaus üblich, die Fahrer an der Spitze wechselten sich immer ab, die anderen führen derweil im Windschatten. „Das macht bestimmt 30 Prozent an Kraft aus“, sagt Klement. Wenn er allein gefahren wäre, hätte er sicher eine Stunde länger gebraucht.

Dann hat er sicher ein Super–Fahrrad? „Das hab ich auch gedacht“, lacht er, bis er die anderen gesehen hat. Die Entwicklung sei enorm und sein Rad sei immerhin sechs Jahre alt. Eine elektrische Schaltung habe es zwar, aber inzwischen haben zum Beispiel auch Rennräder Scheibenbremsen. Fachjournale zur Fahrradtechnik lese er lieber nicht — sonst „hab ich ein altes Rad“.

In zwei Stunden nach Schaffhausen

Ein– bis dreimal im Jahr fährt Klement in die Vogesen zum Radfahren und das soll auch so bleiben, „solange ich es kann“. Auch die Touren in der Gegend reizen ihn nach wie vor: In zwei Stunden nach Schaffhausen zu radeln etwa („und nächstes Mal schaue ich mir die Gegend an“) sei purer Genuss: „Die Radwege zu fahren, das Grün, das sauge ich auf“.

Aber um solche Erfolge wie in der Vergangenheit zu fahren, zum Beispiel 300 Kilometer an einem Tag oder 120 Kilometer in drei Stunden, muss man einen großen Aufwand betreiben, sagt Klement. Viele laden jede Tour und jedes Rennen gleich auf ein entsprechendes Portal hoch, was für die anderen natürlich dann einen gewissen Druck erzeugt. Das brauche er nicht, und die Regenerationszeit sei inzwischen einfach viel länger.

Größte sportliche Erfolge im Gewichtheben

Die größten Erfolge feierte Klement übrigens nicht als Radler, sondern als Gewichtheber. Aber besonders stolz ist er auf seinen Europarekord im Reißen mit 130 Kilo in der Altersklasse 0 im Jahr 1998. Vizeweltmeister 1999 und deutsche Rekorde in drei verschiedenen Disziplinen.

27 Jahre altes Fahrrad, 26 Kilometer pro Tag

Der Wechsel aufs Radfahren ging einher mit einer Gewichtsreduzierung von 86 Kilo als Gewichtheber und nun schon seit einigen Jahren 66 Kilo als Radfahrer.

Es macht Spaß

Heute konkurriert manchmal das übrige Pensionärsleben mit der Radlerleidenschaft: „Du könntest auch Holz hacken. “ Aber die RVS–Radtreffen macht er doch wieder mit. Die Rennradtruppe hat deutlich abgenommen durch die Coronazeiten. Auch die anderen haben unter Schwund zu leiden. Aber warum sollte ein, sagen wir, 30–Jähriger Rennrad mitfahren? Weil es Spaß mache, wenn man fit sei, sagt Klement und weil man ohne Autos in Gegenden von zuhause aus kommt, die man zu Fuß nicht erreichen würde. Und: „Weil es geil ist, wenn man 100 Kilometer am Stück gefahren ist.“

Es sei übrigens für Laien kein Hexenwerk, eine zufriedenstellende Radfitness zu bekommen. Wenn man zwei bis dreimal pro Woche trainiere könne man schon viel sehen nach sechs Wochen. Und zuerst kann man ja auch Richtung Baar (und entlang einiger Gaststätten) auf ebener Strecke fahren.

Aber die Berge scheinen trotzdem einen besonderen Reiz auszuüben, und sei es nur der Hausberg. Den fährt Klement immer noch mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 Kilometern hoch und 40 wieder runter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert