Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Helmpflicht auf dem Fahrrad: Wissenswertes zum Kopfschutz

Für die einen ist der Helm ein unverzichtbarer Schutz, für die anderen ein unnötiges Accessoire. Gibt es eine Helmpflicht für Fahrradfahrer in Deutschland? Welche Argumente sprechen dafür und welche Überlegungen dagegen?

Ist der Fahrradhelm Pflicht?

Um es vorwegzunehmen: In Deutschland gibt es keine Helmpflicht für Fahrradfahrer. Radfahrer müssen hierzulande weder mit Bußgeldern noch mit anderen Sanktionen rechnen, wenn sie ohne Helm unterwegs sind. Das gilt auch für E-Bikes bis 25 km/h. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) tragen mittlerweile immer mehr (auch junge) Leute einen Helm. Während 81 Prozent der Kinder zwischen 6 und 10 Jahren einen Helm tragen, sind es in der Altersgruppe zwischen 11 und 16 Jahren 54 Prozent. Das geht aus einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2020 hervor.

Was kaum einer weiß: Auch für Kinder gilt in Deutschland keine Helmpflicht – ganz im Gegensatz zu anderen Ländern. Dennoch tragen die meisten Kinder in Deutschland beim Fahrradfahren einen Helm – eine sehr positive Beobachtung. Denn gerade Kinder können die Risiken im Straßenverkehr oft noch nicht richtig einschätzen, wodurch der Helm für sie einen besonders wichtigen Schutz darstellt.

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

© jacoblund/iStock/Getty Images Plus

Kinder sind in Deutschland auf dem Fahrrad deutlich häufiger mit Helm anzutreffen als Erwachsene.

Helmpflicht im Ausland

Wer im Ausland mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte sich über die Bestimmungen des jeweiligen Landes informieren. Eine strikte Helmpflicht für alle Fahrradfahrer gilt etwa in den folgenden Ländern:

    Australien Neuseeland Finnland Malta Südafrika Slowakei (außerhalb geschlossener Ortschaften) Spanien (außerhalb geschlossener Ortschaften)

In vielen europäischen Ländern besteht eine spezielle Helmpflicht für Kinder und Jugendliche. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Altersgrenzen:

    Österreich: bis zwölf Jahre Island, Schweden, Slowenien, Slowakei: bis 15 Jahre Estland, Kroatien: bis 16 Jahre Litauen, Tschechien: bis 18 Jahre

Ob eine Helmpflicht für Radfahrer allgemein oder nur für bestimmte Altersgruppen auch in Deutschland sinnvoll wäre, ist umstritten. Befürworter und Gegner haben ganz unterschiedliche Argumente.

Das spricht für den Helm per Gesetz

71,9 Prozent der Verletzungen bei einem schweren Fahrradunfall sind laut einer Studie Kopfverletzungen. Der Kopf ist also besonders stark gefährdet. Laut Experten könnten aber etwa 80 Prozent der Kopfverletzungen bei schweren Fahrradunfällen durch einen Helm verhindert werden. Befürworter einer Helmpflicht plädieren deshalb dafür, das Tragen eines Helmes gesetzlich festzulegen. Tatsächlich gibt es Studien, die belegen, dass eine Helmpflicht dazu beitragen kann, die Anzahl der Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen zu verringern.

Sie sollten unter einem Fahrradhelm nie eine gewöhnliche Mütze tragen, da der Helm sonst bei einem Sturz verrutschen könnte. Wenn es Ihnen im Herbst oder Winter unter dem Helm zu kalt wird, legen Sie sich eine spezielle Helmmütze zu. Die wärmt und sorgt gleichzeitig dafür, dass Ihr Fahrradhelm weiterhin sicher sitzt.

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

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Kein Gesetz, aber allgemeine Empfehlung: Ein Fahrradhelm reduziert das Risiko schwerwiegender Kopfverletzungen.

Kritik an der Helmpflicht

Helmpflichtgegner befürchten, dass durch eine gesetzliche Helmpflicht die Zahl der Fahrradfahrer sinken würde. Auch das wird durch Studien aus Australien belegt. Seit der Einführung der Helmpflicht geht dort die Anzahl der Fahrradfahrer zurück. Die hier zusammengefasste Studie zeigt unter anderem, dass insbesondere die Anzahl derer, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, stark zurückging – zwischen 1991 und 2006 um durchschnittlich 30 Prozent.

Wenn weniger Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind, kann das verschiedene negative Auswirkungen haben:

    Die Gefahr eines Unfalls für die verbliebenen Radfahrer steigt. Denn laut Experten gilt: Je mehr Fahrräder unterwegs sind, desto aufmerksamer sind Autofahrer. Sind weniger Radler auf der Straße, nehmen Autofahrer sie schlechter wahr – die Unfallgefahr steigt. Die positiven Effekte des Radfahrens auf die Gesundheit entfallen. Die Anzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnte in diesem Fall zunehmen.

Außerdem führen Helmpflichtgegner an, dass das Sicherheitsgefühl des Helms zu einem riskanteren Fahrverhalten von Fahrradfahrern führen könnte. Einige gehen auch davon aus, dass Autofahrer unbewusst riskanter fahren, wenn die Radfahrer um sie herum einen Helm tragen. Bessere Informations – und Aufklärungsarbeit nützt laut den Gegnern einer Helmpflicht mehr als zusätzliche Vorschriften. Denn der Katalog an Verkehrsregeln für Fahrradfahrer ist bereits recht umfangreich.

Zahlen belegen: Fahrradhelme schützen

Trotz aller Kritik an der Helmpflicht scheinen die Zahlen für eine Schutzwirkung des Fahrradhelms zu sprechen. Die Stuttgarter Polizei berichtete im Jahr 2017 über 447 Fahrradunfälle, 64 Personen wurden schwer verletzt. In 36 Prozent der Fälle wurde kein Helm getragen. 31 Prozent hatten zwar einen Helm, jedoch wurde dieser meist fehlerhaft benutzt oder gar weggelassen. In jedem Fall empfiehlt es sich, einen Helm zu tragen, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen – sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen – zu reduzieren.

Https://www. gelbeseiten. de/ratgeber/rf/helmpflicht-auf-dem-fahrrad-wissenswertes-zum-kopfschutz

Helmpflicht?

Eine Helmpflicht fürs Fahrrad? Das müssen Sie wissen

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Seit Jahren besteht eine hitzige Debatte darüber, ob eine Helmpflicht fürs Fahrrad in Deutschland eingeführt werden sollte. 2017 besteht hierzulande keine Helmpflicht – auch für Kinder nicht. Es folgen also keine Strafen laut StVO, wenn Sie ohne Helm auf dem Rad unterwegs sind.

Das Fahrrad setzt sich gerade in deutschen Städten immer mehr als bevorzugtes Verkehrsmittel durch. Oft erreichen Radfahrer ihr Ziel in der Innenstadt nahezu genauso schnell wie mit dem Auto – den Bonus der Bewegung an der frischen Luft gibt es dazu.

Wenn Sie ohne Helm fahren, verstoßen Sie nicht gegen das Gesetz. Zwar entschied ein Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (OLG) 2013, dass im Falle eines Unfalls dem Radfahrer eine Mitschuld gegeben werden könne, wenn er keinen Helm trug (Urteil vom 5. Juni 2013; Az. 7 U11/12). Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil 2014 jedoch wieder auf. Es drohen also weder Bußgelder noch weitere Strafen.

Was spricht für eine Helmpflicht in Deutschland?

Das Tragen eines Helmes ist in Deutschland keine Pflicht, doch gilt eine grundsätzliche Empfehlung für Radfahrer, einen Fahrradhelm aufzusetzen, wenn sie im Straßenverkehr fahren. Studien und Erhebungen machen deutlich, dass der Schutzhelm die Zahl an Kopfverletzungen für Radfahrer deutlich verringert.
Gerade schwere Unfälle können zu Hirnverletzungen führen – hier minimiert der Helm das Risiko beim Radfahren deutlich. Statistiken zeigen auf, dass die Anzahl an Verletzungen bei Radfahrern in anderen Ländern zurückgehen nach der Einführung einer Helmpflicht fürs Fahrrad. Kinder tragen indes grundsätzlich öfter einen Helm als Erwachsene – hier achten die Eltern besonders auf die Sicherheit.

Helme verführen zu mehr Risiko
Mit einem Helm auf dem Kopf könnten sich viele Radfahrer deutlich sicherer und geschützter fühlen. Aus diesem Grund könnte sich deren Risikobereitschaft erhöhen. Dadurch würden aber keine Unfälle vermieden.

Https://www. zweirad-anderl. de/kids_-corner/helmpflicht_/

Kommt Helmpflicht für Radler? Debatte heizt Gemüter auf

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Die Helmpflicht für Fahrradfahrer wird gerade wieder heiß diskutiert. Was spricht für, was gegen eine Pflicht?

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Fahrradfahren bald nur noch mit Helm?

Die steigende Anzahl von Unfällen mit Fahrrädern und E-Bikes, einschließlich tödlicher Unfälle, hat eine Debatte über eine mögliche Helmpflicht für Radfahrer erneut entfacht. Die Union schlägt eine allgemeine Helmpflicht vor, während andere Parteien verstärkte Kontrollen und eine Helmpflicht für bestimmte Gruppen fordern. Allerdings sind Ärzte skeptisch gegenüber dieser Idee.

Die Diskussion über die Helmpflicht für Radfahrer wurde aufgrund der alarmierenden Unfallstatistiken in den letzten Jahren immer wieder aufgegriffen. Thomas Bareiß, ein Politiker aus der Union, hat nun eine generelle Helmpflicht ins Gespräch gebracht. Er betonte, dass die steigende Nutzung von Fahrrädern zu einem rapiden Anstieg der Unfälle führe. Die Einführung einer Helmpflicht könnte den bestmöglichen Schutz bieten und somit bei allen Radfahrern Pflicht sein. Die Förderung des Radverkehrs als integraler Bestandteil des täglichen Mobilitätsverhaltens mache eine Helmpflicht zum Schutz der Radfahrer notwendig, so Bareiß.

Https://www. chip. de/news/Kopfschutz-fuer-Radfahrer-Kommt-Helmpflicht-bald-auch-in-Deutschland_184917361.html

Keine Helmpflicht für Fahrradfahrer! Oder etwa doch?!

Celle. Das Oberlandesgericht hat einem verletzten Fahrradfahrer mit Urteil vom 12. Februar 2014 (AZ: 14 U 113/13) umfassend Schmerzensgeld und materiellen Schadensersatz wegen einer Kopfverletzung, die er infolge eines Sturzes mit seinem Sportrad erlitten hatte, zugesprochen.

Der Radfahrer kollidierte auf der Straße mit einer weiteren Radfahrerin und zog sich bei dem Sturz u. a. erhebliche Kopfverletzungen zu.

Das Landgericht Verden hat dem Kläger in erster Instanz nur einen Teil des begehrten Schmerzensgeldes zugesprochen. Den zunächst als begründet erachteten Schmerzensgeldanspruch hat das Landgericht um 20 % gekürzt. Dies sei die zu berücksichtigende Höhe des Mitverschuldens des Klägers, da er keinen Fahrradhelm getragen habe. Auf der Grundlage des vom Landgericht eingeholten Sachverständigengutachtens ließe sich nachweisen, dass ein Fahrradhelm diese Verletzung jedenfalls teilweise hätte verhindern können. Nach Ansicht des Landgerichts Verden stehe einem solchen Abzug auch nicht entgegen, dass es keine gesetzliche Helmtragepflicht für Fahrradfahrer gibt. Insbesondere sei zu berücksichtigen, dass der Kläger auf einem Rennrad mit ca. 25 bis 30 km/h gefahren sei, wodurch er als sportlich ambitionierter Fahrer zu betrachten sei. Dies sei auch vergleichbar mit Skifahrern oder Reitern, die bei der Ausübung ihres Sports ebenfalls i. d. R. Helme trügen.

Das Oberlandesgericht Celle hingegen lehnte eine allgemeine Helmtragepflicht für Radfahrer ab. Eine solche Verpflichtung bestehe weder auf Grund einer gesetzlichen Regelung noch als allgemeine Obliegenheit. Dies entspreche auch dem derzeitigen Stand der Rechtsprechung. Die Lage eines Radfahrers sei auch nicht mit der eines Reiters oder Skifahrers vergleichbar. Denn dies seien reine Hobbies, bei denen die spezifischen Risiken sich auch gerade aus dem Fehlen allgemeiner Verkehrsregeln wie etwa der StVO ergäben. Ein Fahrrad hingegen werde auch im Alltag ganz allgemein zur Beförderung genutzt.

Aber selbst auf einer Trainingsfahrt bestehe keine Helmpflicht, wenn der Radfahrer dabei weder zu schnell noch besonders risikobehaftet fahre. Nur wenn ein Sport-Radfahrer sich im Straßenverkehr bewusst erhöhten Risiken aussetze, die über das hinaus gingen, was jeden normalen „Alltagsfahrer“ betreffe und er sich dabei verletze, könne ihm vorgeworfen werden, dass er keinen Helm getragen habe. In diesem vom OLG Celle entschiedenen Fall, konnte jedoch gerade keine risikobehaftete Fahrweise festgestellt werden. Der Kläger sei zwar auf einem Sportrad zum Zwecke des Ausdauertrainings und auf einer abschüssigen Straße mit einer Geschwindigkeit von 25-30 km/h unterwegs gewesen. Zu der Kollision sei es aber allein gekommen, weil die Beklagte nach links in ein Grundstück habe einbiegen wollen und dabei ihrer Rückschaupflicht nicht nachgekommen sei. Zudem sei bislang auch nicht hinreichend nachgewiesen, dass Sturzhelme signifikant zur Abwendung von Kopfverletzungen führten. Jedenfalls sei aber das Ausmaß des Schutzes nur schwer zu qualifizieren. Allein die tendenzielle Schutzwirkung des Fahrradhelmes begründe jedoch noch keine allgemeine Helmtragepflicht.

Der Pressesprecher und Richter am Oberlandesgericht Dr. Götz Wettich erläutert: „Nur weil jemand in seiner Freizeit das Radfahren als Sport betreibt, kann das also noch nicht zu seinen Lasten gehen. Eine bei der Schadensberechnung zu berücksichtigende Obliegenheit zum Helmtragen kann allenfalls dann in Betracht kommen, wenn ein sportlich ambitionierter Fahrer sich auch im normalen Straßenverkehr bewusst erhöhten, über die allgemeinen Gefahren des Straßenverkehrs hinausgehenden Gefahren aussetzt. Allerdings ist die Frage einer Helmpflicht in der obergerichtlichen Rechtsprechung bislang noch nicht einheitlich beantwortet. Daher hat das OLG Celle die Revision ausdrücklich zugelassen. Den Parteien bleibt somit die Möglichkeit, den Bundesgerichtshof in Karlsruhe anzurufen.“

Https://oberlandesgericht-celle. niedersachsen. de/startseite/aktuelles/presseinformationen/keine-helmpflicht-fuer-fahrradfahrer-oder-etwa-doch-122038.html

Helmpflicht

Da durch Unfälle im Straßenverkehr bedingte Kopfverletzungen meist sehr schwer, im schlimmsten Fall tödlich sind, besteht beim Führen bestimmter Fahrzeuge eine Helmpflicht. Damit möchte der Gesetzgeber ein Mindestmaß an Sicherheit gewährleisten. Den meisten Menschen ist diese Vorschrift vom Motorrad beziehungsweise Mofa bekannt; sie gilt jedoch auch für eine ganze Reihe anderer Fahrzeuge.

Das Wichtigste in Kürze Für welche Fahrzeuge gilt die Helmpflicht? Für wen gilt die Helmpflicht? Strafen bei Verstoß Ausnahmen Vorteile eines Helms Verwandte Themen Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

    Die Helmpflicht gilt in Deutschland für Krafträder und offene drei – oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge ohne Sicherheitsgurt(e), die eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 Stundenkilometern erreichen. Die Verpflichtung, einen Helm zu tragen, besteht sowohl für den Fahrzeugführer als auch für alle Mitfahrer. Fahren Sie vorschriftswidrig ohne Helm und werden Sie von der Polizei angehalten, kostet Sie dies 15 Euro Strafe. Ein Schutzhelm reduziert bei einem Verkehrsunfall das Risiko einer Kopfverletzung beträchtlich, weswegen auch Rad – und E-Scooter-Fahrer nicht auf ihn verzichten sollten.

Für welche Fahrzeuge gilt die Helmpflicht?

Seit 1976 ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt, in welchen Fällen für Verkehrsteilnehmer das Tragen eines Helms obligatorisch ist. Detaillierte Informationen zur Helmpflicht lassen sich in Paragraph 21a, Absatz 2 finden. Dort heißt es: „Wer Krafträder oder offene drei – oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 Kilometern je Stunde führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.“

Zusammengefasst bedeutet dies, dass die Helmpflicht für alle Krafträder und offenen Kraftfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 Stundenkilometern gilt, die über keine Anschnallgurte verfügen. Eine Helmpflicht fürs Fahrrad besteht demnach nicht. Fahren Sie aber beispielsweise mit einem Moped, einem Trike, einem Velosolex oder einem Quad, müssen Sie für gewöhnlich einen Schutzhelm tragen. E-Scooter mit Straßenzulassung erreichen bauartbedingt hingegen lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Daher dürfen Sie Elektro-Roller auch ohne Helm fahren.

Für wen gilt die Helmpflicht?

Paragraph 21a, Absatz 2 StVO legt fest, dass die Helmpflicht nicht nur für den Fahrzeugführer, sondern auch für alle Mitfahrer gilt. Es besteht also ebenfalls eine Helmpflicht für Kinder, wenn diese beispielsweise mit auf einem Motorroller oder Quad sitzen. Als geeignet gelten grundsätzlich alle Schutzhelme, die den Vorschriften der Europäischen Union entsprechen und das ECE-Prüfzeichen tragen.

Welche Strafen winken bei einem Verstoß gegen die Helmpflicht?

Wenn Sie ohne verpflichtenden Schutzhelm mit einem entsprechenden Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen und die Polizei Sie dabei erwischt, fällt ein Bußgeld von 15 Euro an. Dies gilt übrigens auch für Mitfahrer. Wesentlich teurer wird es, wenn Sie ein Kind ohne Helm mitnehmen. In diesem Fall müssen Sie mit einem Bußgeld von 60 Euro und zusätzlich mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Befördern Sie mehrere Kinder ohne Schutzhelm, erhöht sich das Bußgeld auf 70 Euro und ebenfalls einen Punkt in Flensburg. Eine Straftat stellt ein Verstoß gegen die Helmpflicht nicht dar.

Zudem hat ein Verstoß gegen die Helmpflicht unter Umständen Auswirkungen auf die Schadensregulierung nach einem Unfall, da Sie aufgrund dessen eine Mitschuld tragen. Die Kfz-Versicherung der Gegenseite kann in diesem Fall die Schadensregulierung verweigern oder die Summe zumindest verringern.

Beachten Sie außerdem, dass im Ausland andere Vorschriften zur Helmpflicht gelten können. In Finnland und Malta müssen beispielsweise auch Radfahrer einen Helm tragen. Auch in Österreich, Schweden und Kroatien gibt es eine solche Vorschrift, sie gilt in diesen Ländern aber nur für Kinder.

Auch bei der Helmpflicht sind Ausnahmen möglich

Nach Paragraph 46, Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung besteht für Menschen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung die Möglichkeit, eine Befreiung von der Helmpflicht zu beantragen. Dafür ist zum einen ein ärztliches Attest erforderlich, zum anderen ist der Antrag auf Befreiung von der Helmpflicht schriftlich zu begründen. Bei ihrer Entscheidung berücksichtigt die entsprechende Behörde vor allem, wie oft und für welche Zwecke das Kraftrad benötigt wird und ob es Alternativen dazu gibt. Meist ist die Befreiung zeitlich begrenzt, in Ausnahmefällen auch unbefristet gültig.

Welche Vorteile bietet ein Helm im Allgemeinen?

Wer beim Fahren eines Kraft – oder Fahrrads einen Schutzhelm trägt, minimiert im Falle eines Unfalls das Risiko einer schweren Kopfverletzung. Viele Zusammenstöße mit einem Pkw würden weniger schwerwiegende Folgen haben, wenn der Fahrer des offenen Fahrzeugs einen Helm tragen würde. Auch wenn fürs Fahrrad und für E-Scooter keine Helmpflicht besteht, empfiehlt es sich, nicht ohne diese Schutzausrüstung am Straßenverkehr teilzunehmen. Da sich an einem Helm oftmals Reflektoren befinden, ist das Fahrzeug zudem bei Dunkelheit besser sichtbar. Das Tragen eines Schutzhelms erhöht damit auch die allgemeine Verkehrssicherheit.

Https://www. verivox. de/motorradversicherung/themen/helmpflicht/

Radhelmpflicht

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

In den Industrieländern leiden immer mehr Menschen an Herz-Kreislauf-Problemen, Übergewicht und Atemwegserkrankungen. Die genannten Beschwerden stellen immer stärkere Belastungen für den Einzelnen und große Kostenfaktoren für die staatlichen Gesundheitssysteme dar. Chronischer Bewegungsmangel gilt dabei als Hauptursache, demzufolge ist es wichtig, dass mehr körperliche Bewegung in Alltagsabläufe integriert wird. Radfahren kann aufgrund seiner vielfältigen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit als vorbeugende und begleitende Maßnahme sehr hilfreich sein.

Je mehr Menschen das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel und nicht nur als gelegentliches Sportgerät nutzen, desto höher ist der gesundheitliche und finanzielle Nutzen für die Gesellschaft. Bei einer Verdopplung des Radverkehrsanteils in Österreich würde das Gesundheitssystem jährlich um ca. 300 Millionen Euro entlastet.(1)

Beim Radfahren sind die Vorteile für die eigene Gesundheit zwanzig Mal so groß wie das Risiko im Verkehr – egal ob mit oder ohne Helm.(2, 3)

Radfahren als Alltagverkehrsmittel entlastet die Umwelt

In Österreich sind 25 % aller Autofahrten kürzer als 2 km und 50 % aller Autofahrten kürzer als 5 km, das sind ideale Radfahrdistanzen. (4) Jede mit dem Fahrrad zurückgelegte Wegstrecke spart CO2- und Feinstaubausstoß, reduziert Lärmbelastung und Raumnot. Daher müssen effektive Maßnahmen zur Steigerung des Radverkehrs ergriffen werden.

Steigender Radfahranteil senkt Unfallzahlen

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Unfallrückgang bei steigendem Radverkehr in Kiel

Langjährige Untersuchungen aus vielen Ländern zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Radverkehrsanteil und Unfallzahlen auf: Je mehr Menschen das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel nutzen, desto geringer ist das Unfallrisiko jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers. Denn mehr Radfahrer auf den Straßen beruhigen den Verkehr, sorgen für mehr Aufmerksamkeit und reduzieren die Anzahl gefährlicher Automobile auf den Straßen.

Die Stadt Kiel konnte im Zeitraum 1988-2004 den Radverkehr mehr als verdoppeln, gleichzeitig reduzierte sich die Zahl der Radunfälle relativ um über 50%. (5)

In der Stadt Salzburg hat zwischen 1992 und 2004 der Radverkehrsanteil um 40% zugenommen, das Verletzungsrisiko pro Radkilometer sank aber um 40%. (6)

In Italien wird pro Tag und Person durchschnittlich 0,2 km geradelt – es sterben 11 Radfahrende pro 100 Millionen geradelter Kilometer. In den Niederlanden sterben 0,5 Menschen pro 100 Mio. km bei 3 geradelten Kilometern pro Tag und Person! (7) Die Helmtragequote in NL ist sehr gering.

Helmpflicht reduziert Radfahranteil drastisch

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Die gesetzliche Verpflichtung zum Tragen eines Radhelms wäre eine Hürde, die eine alltägliche Nutzung des Fahrrades erschwert und damit den Radanteil stark verringern würde. Jede Maßnahme, die den Radanteil reduziert statt erhöht, hat negative Auswirkungen auf Volksgesundheit, Unfallhäufigkeit und Umwelt. Erfahrungen zeigen einen Rückgang von 30% bis zu 50%! Die dadurch entstehenden Effekte wie abnehmender Gesundheitsnutzen und steigende Unfallgefahr überschreiten etwaigen Nutzen durch Verletzungsvermeidungen bei Helmtragen deutlich.

1991 wu rde in Australien eine Helmpflicht für Radfahrer gesetzlich verordnet, dem bis dahin ungebrochenen Anstieg bei der Zahl der Radfahrenden folgte ein dramatischer Einbruch: 1993 hatte sich der Radverkehr fast halbiert. Die Zahl der Radunfälle war hingegen nur geringfügig zurückgegangen, das Unfallrisiko für den einzelnen Radfahrer also signifikant angestiegen.(8)

Unfallvermeidung geht vor

Das Tragen eines Radhelmes kann zwar bei bestimmten Unfallarten das Verletzungsrisiko minimieren, aber nicht die Unfallgefahr an sich senken. Maßnahmen zur Unfallvermeidung sehen anders aus: Entschleunigung und Reduzierung des motorisierten Verkehrs, fahrradgeeignete Infrastruktur und Verkehrsorganisation, Schulungs – und Motivationskampagnen.

Pro Velo Schweiz: Maßnahmen, die Menschen vor anderen Verkehrsteilnehmern schützen, sind als prioritär gegenüber Zwangsmaßnahmen des Selbstschutzes einzustufen. (9)

Schutzfunktion von Radhelmen überbewertet

Nur ein kleiner Teil von Radverkehrsunfällen im Alltagsverkehr hat eine Kopfverletzung zur Folge, die durch einen Helm gemindert hätte werden können. All zu oft werden Sportunfälle und Verkehrsunfälle in einen Topf geworfen – nur etwa ein Sechstel der jährlichen Radunfälle mit darauf folgender Spitalsaufnahme finden im Straßenverkehr statt! (10) Selbst bei statistischen Untersuchungen aus medizinischer Sicht ist der Schutzeffekt von Helmen schwer zu beurteilen.(11) Der Radhelm wird bezüglich seiner effektiven Schutzfunktion also oft überschätzt und darf daher in der öffentlichen Debatte nicht den Stellenwert eines Allheilmittels einnehmen – nicht selten wird dadurch von den wahren Ursachen für Unfallhäufigkeit abgelenkt. Es braucht effektive Maßnahmen, die unsere Verkehrssicherheit im Gegensatz zu einer Helmpflicht tatsächlich erhöhen.

„In unserem Nachbarland Schweiz ist die Helmtragequote – auf freiwilliger Basis – von etwa 2 % im Jahr 1987 auf 39 % im Jahr 2006 gestiegen. Beim Vergleich mit den Fahrradunfallzahlen konnte keine positive Wirkung durch das Helmtragen festgestellt werden.“ (12, 13)

Negative Begleiterscheinungen einer Helmpflicht

Die Helmpflicht für Radfahrende zeitigt also zahlreiche gravierende Folgen, die wichtige Entwicklungen unserer Mobilitätsgesellschaft hin zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Gesundheit untergraben und somit einen etwaigen, nicht belegbaren Nutzen einer Helmpflicht in punkto Verletzungsvermeidung deutlich übersteigen.

Das trifft auch auf eine Helmpflicht für Kinder zu: Gerade hier werden Grundsteine für Gesundheit, Bewegungsfreude und Radbegeisterung gelegt – und auch hier sind Verkehrserziehung und die Eigenverantwortung der Eltern die geeigneteren Mittel zur Sicherheit.

Darüber hinaus würden sinnvolle Projekte wie öffentliche Leihradsysteme in Wien und anderen Städten und Regionen unbenutzbar. Die Überwachung der Helmpflicht würde noch mehr und besser nutzbare Ressourcen der Exekutive in Anspruch nehmen. Der Wirtschaftsfaktor Fahrrad würde unter einem Rückgang des Radverkehrsanteils stark leiden. Die Attraktivität des Radurlaubslandes Österreich würde ebenso sinken.

Durch den Verkauf von Fahrrädern, Zubehör, Service und Versicherungen wurden in Österreich rund 330 Millionen Euro im Jahr 2007 umgesetzt (14). Die bei der Einführung einer Helmpflicht gesunkene Radnutzung würde zu einer geschätzten Verringerung dieser Umsätze von 10-30% führen.

Eigenverantwortung statt Bevormundung

Das Tragen eines Radhelmes kann in bestimmten Situationen vor gravierenden Verletzungen bewahren. Die eventuellen positiven Folgen einer individuellen Entscheidung für das Helmtragen beim Alltagsradeln können mit Kampagnen zur Eigenverantwortlichkeit gefördert werden – und die negativen Folgen einer Helmtragepflicht dabei vermieden werden.

ÖAMTC (15), ARBÖ und BMVIT (16) unterstützen eine Helmpflicht für Radfahrende nicht, sprechen sich aber für Imagekampagnen pro Helm aus. SicherheitsexpertInnen weisen zu recht auf effektivere und effizientere Schritte im Bereich Verkehrsplanung und Verkehrsschulung hin. Daher ist der Staat aufzufordern, Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit im Radverkehr und damit den Radverkehr selbst zu fördern. Eine Helmpflicht wirkt hier äußerst kontraproduktiv!

Wir schließen daher mit einem klaren NEIN zur Radhelmpflicht in Österreich!

Diesen Artikel sowie eine Langfassung des Positionspapieres der Radlobby Österreich zur Helmpflicht können Sie als pdf-Dokument downloaden:

Https://www. radlobby. at/helmdebatte

Luxemburg: Zur Helmpflicht für Radfahrer gibt es mehr als eine Meinung

Luxemburg : Zur Helmpflicht für Radfahrer gibt es mehr als eine Meinung

LUXEMBURG – Der Forderungskatalog, den die Sécurité Routière im Vorfeld der anstehenden Wahlen vorgelegt hat, sieht auch die Einführung der Helmpflicht für Radfahrer vor. Der Verein ProVelo ist da anderer Meinung.

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Die Befragten plädieren für eine bessere Radinfrastruktur.

«Der Helm ist der Sicherheitsgurt der Radfahrenden», mahnt Isabelle Medinger, Leiterin der Sécurité Routière. Der Verein fordert in seinem am Freitag anlässlich der bevorstehenden Wahlen vorgestellten Maßnahmenkatalog eine Helmpflicht für Radfahrer, die sich auch auf Leihfahrräder wie die von «vel’OH!» beziehen soll. «Fahrräder und elektrische Kleinstfahrzeuge setzen sich immer mehr als vollwertige Verkehrsmittel durch», erklärt sie. Die steigende Zahl an Zweiradfahrern bedeute aber auch, dass diese häufiger in Unfälle verwickelt seien. So seien im Jahr 2021 in Luxemburg 27 Radfahrer bei Unfällen getötet oder schwer verletzt worden, zwölf mehr als im Jahr 2015. Der bisherige Höchststand sei mit 38 im Jahr 2020 verzeichnet worden. «Wer sich selbst schützen will, trägt Helm», so Isabelle Medinger.

Nach Ansicht des Vereins ProVelo. lu sollte das Tragen eines Fahrradhelms jedoch nur eine Empfehlung und keine Pflicht sein. «Eine gesetzlich verankerte Helmpflicht macht Radfahren unattraktiv, da die Menschen es dann als außergewöhnlich riskante Aktivität wahrnehmen», argumentiert Philippe Herkrath, Vizepräsident von ProVelo. lu. Dabei seien Fußgänger seiner Ansicht nach mindestens ebenso gefährdet. Außerdem schützten handelsübliche Fahrradhelme nur bei kleineren Stößen, nicht aber bei Zusammenstößen mit Kraftfahrzeugen. «In Ländern mit gesetzlicher Helmpflicht konnte die Zahl der Kopfverletzungen trotz des gestiegenen Anteils der Helmträger nicht gesenkt werden» argumentiert er.

Weniger kategorisch sieht es der ehemalige Radprofi Andy Schleck, mittlerweile Inhaber eines Fahrradgeschäfts. Doch auch er stellt die Notwendigkeit eines Gesetzes infrage. «99 Prozent der Radfahrer, die in meinen Laden kommen, tragen bereits Helm», erzählt der Tour de France-Champion von 2010. Stattdessen solle man die Leute einfach verstärkt für das Thema sensibilisieren. «Oder, wenn man schon regulieren muss, dann auf europäischer Ebene», so der Fahrrad-Crack. Gleichzeitig sprechen sich die von L’essentiel Befragten für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur aus, etwa für gepflegte und sichere Radwege oder Radfahrspuren, die nicht mit anderen Verkehrsmitteln wie Autos, Bussen oder Fußgängern geteilt werden müssten.

Https://www. lessentiel. lu/de/story/zur-helmpflicht-fuer-radfahrer-gibt-es-mehr-als-eine-meinung-325588914845

Helmpflicht auf dem Fahrrad – Gibt es sie?

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Eine Helmpflicht für das Fahrrad gilt in Deutschland nicht.

Wenn es um den Radfahrer und die Helmpflicht geht, entspinnt sich oftmals eine heiße Diskussion unter den deutschen Fahrradfahrern. Denn auf der einen Seite stehen eben jene, die auf dem Fahrradhelm sowie auf den Schutz, den dieser gewährleistet, schwören und nie ohne ihn fahren würden. Auf der anderen Seite finden sich jene Radfahrer, die immer ohne Helm Radfahren. Beiden Parteien geht es in ihrer Argumentation meistens um die Frage nach den Etwaigen Verletzungen.

Die einen sehen den Fahrradhelm als schützendes Zubehör vor grauenhaften Kopfverletzungen und die anderen verweisen darauf, dass, ob mit oder ohne, der Fahrradfahrer bei einem Unfall sowieso nicht geschützt ist. Doch was sagt die Rechtslage zur Helmpflicht für Fahrradfahrer? Gibt es eine solche Pflicht überhaupt? Worauf müssen Sie achten bezüglich einer Fahrradhelmpflicht für Kinder?

FAQ: Fragen und Antworten zur Helmpflicht auf dem Fahrrad

Nein, in Deutschland schreibt der Gesetzgeber auf dem Fahrrad keine Helmpflicht vor. Die Verpflichtung zum Tragen eines Schutzhelms besteht allerdings bei Krafträdern.

Der Helm bietet bei einem Unfall mit dem Fahrrad einen zusätzlichen Schutz für den empfindlichen Kopf. So trägt er mitunter dazu bei, schwere Verletzungen zu vermeiden oder diese zumindest abzumildern.

Eine offizielle Helmpflicht für Fahrradfahrer besteht unter anderem auf Malta und in Finnland. Außerhalb geschlossener Ortschaften besteht diese Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit auch in Spanien und der Slowakei.

Die Helmpflicht für Radfahrer?

Gibt es die Helmpflicht für das Fahrrad überhaupt? Eine Helmpflicht beim Fahrrad besteht in Deutschland nicht. Es existieren weder Regelungen in der Straßenverkehrsordnung noch in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Für das Fahren ohne Helm ist demnach auch kein Vermerk im Bußgeldkatalog zu finden.

Wichtig! Eine Helmpflicht für Radfahrer in Deutschland besteht nicht. Ebenso besteht keine Helmpflicht für Kinder.

Bislang Lehnt auch die Rechtsprechung eine generelle Helmpflicht ab. Ob ein Helm getragen wird oder nicht, soll im Ermessen und der Entscheidungsfähigkeit jedes Einzelnen liegen. Dabei sei an dieser Stelle anzumerken, dass Lediglich 13 Prozent der Deutschen regelmäßig im Straßenverkehr einen Fahrradhelm aufsetzen.

Eine Helmpflicht beim Fahrrad besteht zwar nicht, dennoch gibt es Im Allgemeinen eine Empfehlung, im Verkehr einen Helm zu tragen.

Argumentationen zum Thema Helmpflicht beim Radfahrer

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Eine Helmpflicht für Kinder auf dem Fahrrad besteht nicht, obwohl bereits drei Viertel aller 6- bis 10-Jährigen einen Fahrradhelm regelmäßig tragen.

Seit Jahren kocht die Diskussion um eine allgemeine Helmpflicht beim Fahrrad immer wieder hoch. Für andere Fahrzeuge existiert eine ähnliche Verpflichtung seit den 70er Jahren. Dies betrifft in erster Linie offene Kraftfahrzeuge ohne Sicherheitsgurt.

Zwar können Helme die Verletzungen abmildern und schützen vor allem vor schwerwiegenden Kopfverletzungen, doch diese machen insgesamt nur fünf bis zehn Prozent der Verletzungen aus, die bei Unfällen mit Radfahrern auftreten. Außerdem schützen die Fahrradhelme leider nicht vor den Unfällen selbst, in denen immer wieder Radfahrer in erster Linie die Leidtragenden sind.

Bei einer Helmpflicht für Radfahrer befürchten viele, dass Andere Verkehrsteilnehmer weniger rücksichtsvoll oder unvorsichtiger fahren werden. Zudem gehen Experten davon aus, dass bei einer allgemeinen Verpflichtung, die Menschen wieder das Auto bevorzugen würden, um einem etwaigen Bußgeldbescheid aus dem Wege zu gehen.

Dennoch kann ein Helm Vor den schweren Kopfverletzungen und deren weitreichenden Folgen schützen. Der Helm sorgt bei Radfahrern für Sicherheit. Insbesondere Bei Kindern wird immer wieder ein Tragen des Helms empfohlen. Heutzutage fahren regelmäßig etwa 75 Prozent aller Sechs – bis Zehnjährigen einen Fahrradhelm. Damit besteht schon fast eine indirekte Helmpflicht auf dem Fahrrad für Kinder. Dennoch macht auch hier die Gesetzgebung keine Angaben, ob Kinder einen Helm im Straßenverkehr tragen müssen.

Helmpflicht für das Rad im Ausland

Zum Schluss werfen wir noch einen kleinen Blick auf unsere Nachbarländer. Wie sieht es eventuell mit einem Bußgeld für das Nicht-Tragen eines Helms bei Radfahrern im Urlaub (in der Schweiz, Österreich oder in Italien) aus?

Https://bussgeldrechner. com/helmpflicht-fahrrad/

Auf zwei Rädern nur mit Helm?

Auf dem Fahrrad gilt bisher noch keine Helmpflicht. Aber wie sieht es aus mit E-Bikes und Co.? Und was gilt im Urlaub im Ausland?

Seit wann besteht eine Helmpflicht für Radfahrer

Rechtsfrage des Tages:

Viele Radfahrer tragen mittlerweile freiwillig einen Fahrradhelm. Gibt es rechtliche Nachteile, wenn Sie auf die Kopfbedeckung verzichten? Und wie ist das bei E-Scootern und Pedelecs?

Antwort:

Auch wenn sie immer wieder kontrovers diskutiert wird. Eine Helmpflicht für Fahrradfahrer gibt es bisher in Deutschland nicht. Mittlerweile gibt es neben dem klassischen Fahrrad aber auch eine Fülle anderer Fortbewegungsmittel. Ob Sie auf dem E-Scooter, einem Pedelec oder Ihrem E-Bike einen Helm tragen müssen, kommt auf die Eingruppierung des Gefährts an. Und auch bei unseren europäischen Nachbarn gelten teils andere Regeln. Diese sollten Sie kennen, wenn Sie Ihren Drahtesel mit in den Urlaub nehmen wollen.

Keine Pflicht für Fahrradfahrer

Viele Befürworter verlangen seit Langem eine Helmpflicht auf dem Fahrrad. Während andere Länder wie Finnland eine Helmpflicht gesetzlich verankert haben, dürfen Radler in Deutschland Nach wie vor ohne Schutzhelm unterwegs sein. Es existieren einige ältere Gerichtsurteile, wonach zumindest eine Teilschuld an schweren Kopfverletzungen in Betracht kam, wenn diese durch einen Fahrradhelm abgemildert oder verhindert worden wären. Im Jahr 2014 hat der Bundesgerichtshof (BGH) allerdings festgestellt, dass für ein Mitverschulden ohne eine Helmpflicht kein Raum sei (Urteil vom 17.06.2014, Aktenzeichen: VI ZR 281/13).

Für die Schnellen

Etwas anderes kann gelten, wenn Sie beispielsweise mit einem Rennrad mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Dies hatte der BGH in seiner Entscheidung bewusst offengelassen. Beispielsweise sah nun das Oberlandesgericht München eine Teilschuld eines verunglückten Rennradfahrers, der sich bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit ohne Helm erhebliche Kopfverletzungen zugezogen hatte (Urteil vom 03.03.2011, Aktenzeichen: 24 U 384/10). Je schneller Sie also unterwegs sind, desto mehr sollten Sie über den zusätzlichen Schutz durch einen Fahrradhelm nachdenken.

E-Scooter und Pedelecs

Ob es für andere Gefährte eine Helmpflicht gibt, kommt auf deren rechtliche Qualifizierung an. E-Scooter gelten als Elektro-Kleinstfahrzeuge. Das Gesetz schreibt keinen Helm vor, wenn Sie auf diesen zwei Rädern elektrisch durch den Straßenverkehr düsen. Gleiches gilt für Pedelecs mit einem Motor mit maximal 250 Watt, einer Tretunterstützung bis 25 km/h und einer Anfahrtshilfe bis 6 km/h. Sie Gelten als Fahrräder und damit besteht ebenfalls keine Helmpflicht. Sind Sie mit Ihrem Pedelec aber regelmäßig schnell unterwegs, sollten Sie das Tragen eines Helms noch einmal erwägen. Ähnlich wie bei den Rennrädern steht zumindest eine Teilschuld im Falle eines Unfalls im Raum. Da Pedelecs und ähnliche Gefährte erst seit den letzten Jahren groß im Kommen sind, bleibt die Entwicklung in der Rechtsprechung abzuwarten.

S-Pedelecs und E-Bikes

Anders als bei Pedelecs haben Sie bei einem E-Bike oder S-Pedelec keinen Spielraum. Das Gesetz schreibt das Tragen eines Helms ausdrücklich vor. Nicht geregelt ist, wie dieser Helm auszusehen hat. Sie können einen einfachen Fahrradhelm tragen oder sich eine spezielle Variante für E-Bikes aussuchen. Fahren Sie gern mit hohem Tempo, sollten Sie aber besser auf einen Speziell für E-Bikes ausgelegten Helm zurückgreifen oder einen sicheren Motorradhelm tragen.

Helmpflicht für Kinder?

Für Fahrräder und Pedelecs gibt es in Deutschland auch keine Helmpflicht für Kinder. Anders beispielsweise in Österreich, wo Kinder bis 12 Jahre nur mit Helm auf zwei Rädern unterwegs sein dürfen. Da Kinder jedoch in der Regel noch nicht so versiert im Straßenverkehr sind, sollten Eltern auf das Tragen eines Helms bestehen. So können Schlimme Unfallfolgen zumindest gemildert werden. Und wenn schon nicht im eigenen Interesse, so sollten Eltern sich als Gutes Beispiel auch nur mit Helm auf dem Kopf in den Sattel schwingen.

Radfahren im Urlaub

Nicht nur in Österreich gelten etwas andere Regeln. Eine Generelle Helmpflicht haben Sie beispielsweise in der Türkei oder Montenegro. In Spanien und der Slowakei müssen Sie zumindest außerorts einen Helm tragen. Kinder und Jugendliche dürfen dort bis 14 Jahre grundsätzlich nur mit Helm fahren. In Kroatien und Schweden liegt die Grenze bei 15 Jahren und junge Leute in Tschechien dürfen bis 18 Jahre nicht auf einen Helm verzichten. Außerdem gelten teils noch besondere Bestimmungen, über die Sie sich schlau machen sollten. So müssen Sie nachts in Frankreich außerorts eine Warnweste auf dem Fahrrad tragen.

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