Kann Radfahren die Welt retten

Über uns – die lifeCYCLE Grundsätze

Braucht die Welt noch ein Fahrradmagazin? Diese Frage stellten wir uns, als wir uns im Sommer 2018 dazu entschlossen, das lifeCYCLE-Magazin aus der Taufe zu heben. Und wenn wir ganz ehrlich waren, mussten wir sagen: Nein, eigentlich nicht. Trotzdem haben wir es getan. Nein, die Welt braucht kein Magazin mit noch mehr News, noch mehr Werbung, noch mehr Tests. Aber die Welt braucht Menschen, die Rad fahren! Für erstaunlich viele Probleme der Menschheit gibt es nämlich eine verdammt triviale Lösung: Das Fahrrad. Unser Antrieb ist es, mit unseren Geschichten Menschen zu motivieren, das Rad zu nutzen und einen Lebensstil zu pflegen, der auch folgenden Generationen noch eine faire Chance offenhält. Auf dieser Seite wollen wir dir zeigen, was das große Thema „Nachhaltigkeit“ für uns bedeutet.

Was gibt es Schöneres, als mit dem Fahrrad die Natur zu entdecken? Mit dem Fahrrad bist du schnell genug, um richtig rumzukommen, aber nicht zu schnell, um nicht die herrliche Natur in all ihren Facetten zu genießen. Herrliche Landschaften, idyllische Seen, geheimnisvolle Wälder oder atemberaubende Bergpässe. Der Wind, der dir um die Nase weht. Die Sonne, die dich zum Schwitzen bringt. Der Regen, der dich bis auf die Haut durchnässt. Es ist das pure Leben. Und es ist mehr, als ein Hobby: Es ist eine Leidenschaft, ein Lebensgefühl und so viel mehr, als eine Fahrt auf einem Fahrrad.

Wir wollen das, was wir so sehr lieben, so gut behandeln, wie es nur geht. Die wunderbare Natur, in der wir uns so gern bewegen, muss erhalten bleiben – und das wird immer mehr zu einer echten Menschheits-Challenge. Doch wie können wir dazu beitragen? Ganz sicher werden wir allein nicht die Welt retten. Aber wir können unseren Teil dazu beitragen, indem wir tun, was wir am besten können: Geschichten erzählen, die andere zum Nachdenken und Nachmachen inspirieren. Und natürlich erzählen wir nicht nur Geschichten, sondern versuchen selbst, so wenig Spuren zu hinterlassen, wie es nur geht. Natürlich geht es immer noch besser, aber irgendwie muss man ja anfangen. Wir haben nicht die (finanziellen) Mittel, um aus dem Vollen zu schöpfen, aber was wir zu einer möglichst nachhaltigen Lebensweise beitragen können, tun wir.

Der Versuch ein unscharfes Bild zu fokussieren

Wir hier beim lifeCYCLE Magazin sprechen eigentlich pausenlos von dieser Nachhaltigkeit. Aber auch viele andere machen das: Marmeladenhersteller, Bücher, Diskussionsgruppen, Autokonzerne, die Politik und eigentlich auch alle anderen in der Öffentlichkeit wirkenden Player. Die Frage ist: Sprechen wirklich alle vom selben? Damit mal klar wird, was wir mit Nachhaltigkeit meinen, gibt es hier ein paar Antworten auf häufige Fragen sowie eine Definition des Begriffs „Nachhaltigkeit“ und unsere Interpretation davon.

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?

Also mal ehrlich: Wer benutzt das Wort Nachhaltigkeit denn nicht gerne? Einfach mal so zwischendurch beim Gespräch mit dem Nachbarn oder im Büro, wenn es darum geht, neue Ideen zu sammeln. Wenn die Nachhaltigkeit ins Spiel kommt, dann ist alles doch immer gleich noch ein bisschen besser, sinnvoller und smarter.

Das hat langsam gewisse Ausmaße angenommen, sodass eigentlich niemand mehr genau sagen kann, was Nachhaltigkeit eigentlich konkret ist. Wenn wir mal ein Potpourri aus allen gefühlten Begriffen aufmachen, die ein nachhaltiges Produkt zu haben scheint, dann erhalten wir etwas Grünes, Natürliches, Lokales, vielleicht aus Holz Gefertigtes, auf jeden Fall aber Unverpacktes Ding, welches ohne Verbrennungsmotor, hingegen mit regenerativen Energien funktioniert und wo hinten, aber auch vorn kein Qualm rauskommt.

Am besten, es kommt gar nichts raus und bei der Herstellung wurde auch nichts gebraucht und wenn was gebraucht wurde, dann wurde es „upgecycelt“. „DIY“ war auch noch im Spiel. Wenn man es nicht mehr braucht oder es kaputtgeht, dann hinterlässt es keine Rückstände und muss nicht umständlich entsorgt werden. Bio könnte da dran stehen, mindestens aber Öko, Fairtrade sowieso und wenn es richtig gut kommt, dann ist es auch noch vegan.

Wenn wir von „nachhaltigen“ Produkten Abstand nehmen und eine „nachhaltige“ Lebensweise plakativ darstellen, dann ist da jemand, der oder die mit dem Fahrrad fährt und nur ganz selten das E-Auto benutzt, im Bioladen einkaufen geht, dort aber nur das besorgt, was selber nicht angebauen werden kann. Eine Person, die wenig fliegt, Second-Hand-Sachen oder wenigstens Fairtradebekleidung trägt, wenig und bewusst konsumiert, viel teilt und einfach versucht, ihren CO2-Abdruck so gering wie möglich zu halten. Zugespitzt ärgert sich dieser Jemand über jedes Blatt Klopapier, das er benutzen muss. Und natürlich kann „er“ ebensogut eine „sie“ sein oder gar „divers“ daherkommen.

Unbestritten liegen die Wurzeln bei Carl von Carlowitz, seines Zeichens Oberberghauptmann im Erzgebirge von 1711 bis 1714. Seine Idee, nur so viel Bäume abzuholzen, wie auch nachwachsen können, gilt als Leitmotiv der Nachhaltigkeit. Daraus entstand dann im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung der Grundgedanke, dass alle derzeit verfügbaren Ressourcen nur soweit aufgebraucht werden können, dass zukünftige Generationen nicht schlechter dastehen dürfen, als eben die aktuelle. Klar denken wir beim Thema Ressourcen zuerst an Öl, Holz, Kohle und so weiter. Aber natürlich ist das viel zu kurz gedacht.

Damit klar wird, welche Faktoren bei der Nachhaltigkeits-Betrachtung eine Rolle spielen, entstanden die Dimensionen der Nachhaltigkeit. Seit 1998 bestehen die drei Dimensionen: Ökologie, Soziales und Ökonomie.

Made with ♥

Und: Made „umme Ecke“. Wir haben uns bewusst für eine Druckerei ganz bei uns in der Nähe entschieden, die nach klaren ökologischen Vorgaben arbeitet und dementsprechend zertifiziert ist. Unser Heft wird hier auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt. Außerdem können wir uns selbst vor Ort ein Bild machen und das fertige Heft braucht nur noch rund 50 Kilometer zurücklegen, bis es schließlich bei uns ist.

Bei einem unserer Besuche in der Druckerei haben wir ein kleines Video gedreht, sodass auch du einen kleinen Eindruck davon bekommen kannst, wie unser Heft entsteht.

LifeCYCLE & die nachhaltige Mobilität

Wir vom lifeCYCLE Magazin beschäftigen uns besonders ausführlich mit einer Unterkategorie von Nachhaltigkeit, nämlich der nachhaltigen Mobilität. Das sollte doch schon viel greifbarer sein, oder? Fahrradfahren ist nachhaltig, Auto fahren nicht. E-Autos sind besser als solche mit Verbrennungsmotoren, Carsharing führt zu einer Entlastung des Verkehrs in den Städten. Nach einigen weiteren Definitionsversuchen und Recherchen kommt man jedoch zu der Erkenntnis, dass zu jedem gefühlten Fakt eine bittere Wahrheit existiert. Zum Beispiel diese: Carsharing bringt mehr Verkehr in die Städte. Und noch viel schlimmer, die Autokonzerne nutzen Carsharing als Vertriebsweg und zu Marketingzwecken.

Aber warum führen Menschen eigentlich gute Ideen so oft „ad absurdum“? Vielleicht ist die Antwort ganz einfach: Weil sie es können. Die schier unendlichen technischen Möglichkeiten in Verbindung mit sozialem Druck führen dazu, dass sich Menschen pausenlos fortbewegen. Sowohl in der Freizeit, als auch im Büro gelingt es, den sozialen Status durch ausufernde Mobilität zu festigen und aufzubauen. Klar, was klingt interessanter: Radurlaub in Island oder Radurlaub in Sachsen Anhalt? Und wir reden dabei nicht mal nur vom Urlaub: Wohnen in Hamburg – arbeiten in Berlin, wöchentliches Pendeln von Stuttgart nach Leipzig, für ein Konzert mal eben nach London und so weiter. Wenn wir ehrlich sind, fällt es uns einfach schwer an einem Ort zu bleiben.

Kann Radfahren die Welt retten

Geschichten, die inspirieren wollen

Hier setzen unsere Geschichten an. Aus eigener Erfahrung können und wollen wir allen sagen: Weniger ist manchmal so viel mehr! Darum gilt für uns: Jede*r, die oder der sich mit dem Thema auseinandersetzt und auch nur zu einem kleinen Teil einen Beitrag leistet, ist wichtig. Jede*r, die oder der das Gefühl hat, ständig auf Achse zu sein (welche Achse auch immer), aber nie anzukommen, sollte überlegen, warum das so ist. Dieser Grundsatz sollte laut unserem Verständnis von Nachhaltigkeit für alles gelten. Alle Menschen haben Bedürfnisse, aber nicht alle müssen ständig und sofort befriedigt werden. Wir leben und agieren nicht in einem luftleeren Raum, sondern wegen und mit allen anderen.

Jede*r kann mitmachen!

Aber das reicht natürlich noch lange nicht aus. Wenn jeder Nachhaltigkeit nur als Einschränkung und nicht als Gewinn versteht, kommen wir auch auf keinen grünen Zweig. Das heißt: umdenken, neu denken und Spaß daran haben. Das Ziel muss es sein, den zukünftigen Generationen nichts wegzunehmen, sondern mindestens die aktuellen Ressourcen zu bewahren. Fast lässt sich einfach die goldene Regel, die jedes Kind kennt, anwenden: Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu. Anders gesagt: Was du gern hast und auch in Zukunft gern hättest, das bewahre mit allen Mitteln. Und auch, wenn es sich erstmal einschränkend anfühlt, muss es das noch lange nicht auf Dauer sein.

Https://lifecyclemag. de/ueber-uns/

#Warum Radfahren alleine das Klima nicht rettet

Kolumne: Irgendwas mit #: Was tue ich eigentlich, um dem Klimawandel entgegenzutreten? Etwas. Doch reicht das? Warum es dennoch auf jeden Einzelnen in diesem Kampf ankommt, will ich hier klären.

Kann Radfahren die Welt retten

Der Fahrtwind weht durchs Haar. Der kleine Tacho am Lenker zeigt 30 Kilometer pro Stunde an. Rad fahren. So könnte es sein.

Draußen scheint jetzt die Sonne. Es ist sommerlich warm. Die Frage steht im Raum: Auto oder Fahrrad für die anstehende, 7 Kilometer lange Strecke? Wie würden Sie sich entscheiden? Entspannt rund 10 Minuten im klimatisierten Auto sitzen, oder 25 Minuten lang in die Pedale treten (wohlgemerkt ohne die elektrische Unterstützung) in der prallen Nachmittagssonne. Eine schwere Entscheidung.

Plötzlich klingelt da mein Klimabewusstsein. Oder nennen Sie es Verantwortung der Umwelt gegenüber. Die Verantwortung, die meine Generation, die Generation Z, in den vergangenen Jahren quasi wie ein Fels in den Weg gelegt bekommen hat. #FridaysforFuture. Schließlich geht es um unsere Zukunft.

Was heißt es eigentlich, das Klima zu retten?

Das Auto – ein Benziner – für diese kurze Strecke zu nehmen, das wäre doch fatal? Auf der anderen Seite ist die Zeit mittlerweile schon knapp. Der Pkw wäre vielleicht doch besser. Um es kurz zu machen: Ich habe mich fürs Fahrrad entschieden. Ich bin pünktlich angekommen und erholsam war’s am Ende auch. Doch gerettet habe ich mit dieser kleinen Radtour das Klima sicherlich nicht.

Was heißt es eigentlich, das Klima zu retten? Ich fahre immer wieder mal mit dem Rad. Oft bin ich, zugegeben, aber mit dem Auto unterwegs. Klimarettung – wohl eher nicht so. Ich esse wenig Fleisch, und wenn, dann aus artgerechter Haltung. Klimarettung – ein kleines bisschen vielleicht. Dann ist da noch das Papier. Ich bedrucke es beidseitig zum Ärger mancher Kollegen. Ein paar kleine Bäume habe ich damit schon gerettet. Doch auch das Klima?

Der deutsche ökologische Fußabdruck ist viel zu groß

Nicht fliegen, den Strom – und Wasserverbrauch reduzieren oder Second-Hand-Kleidung kaufen. All das wären kleine Schritte, die jeder in seinem oder ihrem Alltag umsetzten könnte. Jetzt fassen Sie sich mal an die Nase: Halten Sie sich wirklich daran?

Auf der Strecke von Vechta nach Goldenstedt kommen mir 15 SUVs – also diese XXL-Autos, die eigentlich fast kein Mensch braucht, außer fürs eigene Ego vielleicht – entgegen. Das muss echt nicht sein. Dann gibt es diese Menschen, die von Hamburg in den Süden fliegen. Der Deutsche Süden wohlgemerkt. Das muss nicht sein.

Dass die Auswirkungen des Klimawandels schon längst spürbar sind, ist in der Politik nicht strittig. Außer vielleicht beim rechten Rand. Dass der Kampf gegen den Klimawandel weh tut, wird auch in der Politik immer deutlicher. Und doch ist der Aufschrei groß, als etwa die Grünen höhere Spritpreise fordern. Das tut doch zu sehr weh?

„Radikaler Klimakampf tut nicht nur weh, sondern schmerzt richtig heftig. Er wird starke Einschnitte in unser gesellschaftliches Leben reißen.“ Jan-Christoph Scholz

Radikaler Klimakampf tut nicht nur weh, sondern schmerzt richtig heftig. Er wird starke Einschnitte in unser gesellschaftliches Leben reißen. Er muss sein, denn there is no Planet B. Die einzige Frage ist: Wann beginnt der Kampf? Lieber langsam, dafür ab einem gewissen Punkt extrem heftig, weil das Schiff kurz vorm Kentern ist? Oder doch lieber gleich stark, dafür effektiv und vielleicht mit kleineren Sorgen für zukünftige Generationen verbunden?

Die anstehende Bundestagswahl wird die Wahl, die über diesen Weg entscheidet. Ob die Grünen für den radikalen Weg die einzig richtige Partei sind, bleibt fraglich. Schauen wir doch nur ins grüne Baden-Württemberg, wo immer noch Kohle verfeuert wird und Windräder Mangelware sind. Forderungen und die Realität klaffen bei dieser Partei bekanntlich auseinander.

Die Bundestagswahl wird eine Schicksalswahl

Radfahren alleine rettet das Klima nicht. Eine Gesellschaft und eine Politik, die jetzt anfangen, radikal und konsequent zu handeln, können dies schon ein wenig mehr tun. Auch wenn Teile Europas und der Welt nicht gleich mitziehen werden, ziemlich bald müssen sie gezwungenermaßen auf den Zug mit aufspringen.

Es liegt ein Stück weit an jedem Einzelnen und vor allen in den Händen derer, die im September ihr Kreuz setzen dürfen. Und vielleicht muss ich meine Enkel – so im Jahr 2070 – nicht bei Hochwasser besuchen, sondern ganz normal und kann ihnen sagen: Mit einem Fahrrad hat damals alles angefangen. Eine Utopie? Das entscheiden wir. Nur eines sei sicher, die Zeit rennt.

Https://www. om-online. de/om/warum-radfahren-alleine-das-klima-nicht-rettet-76017

Bei diesen Projekten könnt ihr Fahrrad fahren und die Welt retten

Kann Radfahren die Welt retten

Fahrradfahren ist gesund und gut für die Umwelt. Doch Fahrradfahrer können darüber hinaus auch noch die Welt retten. Wir stellen euch sieben Projekte vor, bei dem ihr den Spaß am Radfahren mit einem guten Zweck verbinden könnt.

Sich aufs Rad schwingen macht nicht nur Spaß, ist gut für die Gesundheit und schont die Umwelt – man kann damit auch noch Menschen in Not helfen.

Fahrräder für Freiheit

Eins der bekanntesten internationalen Fahrrad-Hilfsrojekte ist World Bicycle Relief. F. K. Day and Leah Missbach Day riefen WBR 2005 ins Leben, ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean.

Neue Stellenangebote

Social Media Manager (m/w/d)
DSR Hotel Holding GmbH in Hamburg
Senior Manager (m/w/d) digitale Kommunikation / Social Media
MVV Energie AG in Mannheim, Homeoffice teilweise möglich
PR-Referent und Social Media-Manager(w/m/d)
Unternehmensgruppe Sahle Wohnen in Greven

WBR glaubt, das Fahrräder Menschen auf der ganzen Welt nicht nur mobil machen, sondern ihnen auch Freiheit und Unabhängigkeit verleihen.

Aus diesem Grunde baut und verteilt World Bicycle Relief selbstgebaute Fahrräder an Menschen in Asien, Südamerika und Afrika.

World Bicycle Relief ist eine der wenigen Profit-Hilfsorganisationen, die Gewinne aus eigenen Unternehmungen erwirtschaftet, auch wenn sie sich größtenteils über Spendengelder finanziert.

Weg vom Laptop, rauf aufs Rad

Diese kommen nicht nur von Privatleuten und Unternehmen, sondern auch von anderen Organisationen, wie zum Beispiel von den Techbikers aus Deutschland. Techbikers begann im Jahr 2012 auf dem Google-Campus in London.

Dahinter stecken Lea Bauer von Google, Bettine Schmitz von Axel Springer Plug and Play und Jan Bechler Gründer vom Wein-Start-up Navinum, Finc3 und Partner der Online Marketing Rockstars.

Die Gründer wollten zeigen, dass die Start-up-Branche mehr kann als am Laptop sitzen und Fair-Trade-Kaffee in Hipster-Cafés zu schlürfen. So mobilisieren Techbikers seit 2013 die Gründerszene (und auch Fahrradbegeisterte darüber hinaus) zu ihrem jährlichen Spendenradeln.

Die Erträge daraus kommen dem World Bicycle Relief zugute.

Am Ende konnten die Techbikers dieses Jahr ihr gesetztes Ziel von 50.000 Euro nicht nur erreichen, sondern auch übertreffen. Insgesamt wurden 62.000 Euro erradelt.

Hilfe vor Ort

Einen lokaleren Ansatz verfolgt Radfahren für Kinder e. V. Radfahren für Kinder ist ein Hilfsverein aus Ravensburg, der mit Fahrradfahren Spendengelder für regionale Kinderhilfsprojekte sammelt.

Anstatt also in die große, weite Welt zu blicken, will der Verein Kindern vor Ort helfen. „Oft ist die Not der Kinder näher als man denkt. Uns ist es wichtig regionale Projekte zu unterstützen, aber auch Einzelfallhilfe wird eingesetzt – einfach überall dort, wo eine unbürokratische, finanzielle Unterstützung notwendig ist.“

Der Verein organisiert regelmäßig Charity-Radtouren. Manchmal sind das kurze Fahrten in der Region, manchmal aber auch große Touren kreuz und quer durch Europa. Das nächste Event – die RfK Sternfahrt – wird am 15. Juli veranstaltet.

Warum nicht die eigene Gemeinde unterstützen?

Wer sich einmal auf die Suche macht, wird feststellen, dass es in Deutschland sehr viele lokale Radfahr-Projekte gibt, bei denen man für einen guten Zweck in die Pedale treten kann. Eins von vielen Beispielen ist das Social Project Racing Team aus Hasborn-Dautweiler im Saarland.

Dahinter stecken die zwei begeisterten Mountainbiker Manuel Spohn und Thomas Hammer, die seit 2016 das Projekt leiten. Ihre Idee ist etwas anders als die typischen Spendenradel-Aktionen.

Denn beim Social Project Racing Team hängt das gesammelte Geld von der sportlichen Leistung von Spohn und Hammer ab. Je besser sie bei Rennen abschneiden, desto mehr Geld kommt zusammen.

Das Geld wird an lokale Sportprojekte weitergegeben. Eine schöne Idee für alle Radbegeisterte, um ihre eigene Gemeinde zu unterstützen.

Willkommen im fahrradfreundlichen Deutschland

Das ist auch die Grundidee hinter dem Fahrradprojekt der Ford Freiwillige in Köln. Die Freiwilligen-Initiative des Autobauers kooperiert mit der Kölner Willkommensinitiative Nippes (WiN) sowie der Kölner Polizei, um geflüchteten Menschen das Fahrradfahren beizubringen.

Für viele von ihnen ist das Radtraining in Theorie und Praxis eine Möglichkeit mobil und sicher unterwegs zu sein und auch, um Menschen aus ihrer Stadt kennenzulernen.

Die Freiwilligen stammen aus der Belegschaft von Ford, die Räder werden von Deutsche Bahn Connect, dem Bikesharing-Kooperationspartner des Autobauers zur Verfügung gestellt.

Kann Radfahren die Welt retten

Ford Fahrradtraining mit Geflüchteten mit (Foto: obs/Ford-Werke GmbH)

Jeder Kilometer hilft

Wer nicht nur punktuell bei Charity-Aktionen helfen möchte, sondern jedes Mal, wenn er aufs Rad steigt, kann dies mittlerweile natürlich auch per App tun.

Eins der bekanntesten App-Programme weltweit ist Charity Miles*. Damit können Sportler mit jedem gelaufenen oder geradelten Kilometer Geld an eine Hilfsorganisation spenden. Die App trackt im Prinzip eure sportliche Leistung per Smartphone.

Jedes Mal, wenn sich die App öffnet, könnt ihr dann eine Hilfsorganisation wählen für die ihr Geld erschwitzen könnt. Das Geld kommt über Werbung zusammen. Jedes Mal, bevor Charity Miles anfängt zu tracken, müssen Nutzer sich einen kurzen Werbeclip anschauen.

Kann Radfahren die Welt retten

Erst wenn man losläuft oder radelt, sammelt die App Spendengelder

Auch Radfahrer sollten belohnt werden

Die deutsche Variante dieser Radspende-App heißt Radbonus*. Gründerin Nora Grazzini verfolgt damit aber in Wirklichkeit einen ganz anderen Ansatz. Anstatt die Radfahrer für einen guten Zweck „zu nutzen“, möchte sie mit ihrer App lieber die Radfahrer selbst belohnen.

Denn sie glaubt, dass Radfahren ein toller Beitrag für unsere Gesellschaft ist, der durchaus belohnt werden sollte. So arbeitet Grazzini mit verschiedenen Arbeitgebern, Krankenkassen und E-Shops zusammen.

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Kann Radfahren die Welt retten

Mit der Radbonus-App werden die Fahrradfahrer selbst belohnt (Foto: Radbonus)

Die Idee ist dabei eigentlich ganz einfach: Je mehr ihr radelt, umso mehr Belohnungen bekommt ihr. Den Ansporn bilden dabei „Challenges“. Diese können über gefahrene Kilometer geknackt werden. Am Ende winkt eine Belohnung.

Das kann ein Preisnachlass im Online-Shop sein, ein Wellness-Paket oder sogar ein zusätzlicher Urlaubstag.

Warum auch nicht? Es spricht schließlich nichts dagegen, sich als radfahrender Weltretter auch mal selbst etwas zu gönnen!

Https://www. basicthinking. de/blog/2018/07/04/fahrrad-fahren-spenden/

Mit Radfahren und Essen die Welt retten? Yes we can!

Du fährst alles mit dem Rad? Du bringst jeden Einkauf emissions-,und „Plastiksackerl“-frei nach Hause? Das ist super! Aber findest du es nicht absurd, dass viele Lebensmittel in deiner Einkaufstasche eine Weltreise hinter sich haben – selbst der Apfel aus dem Bioladen? „Iss‘ was um die Ecke wächst und was du mit dem Fahrrad erreichen kannst!“, lautet der Aufruf der Regio Challenge. Sei‘ dabei!

Seit 2017 leitet Karen das Urban Independence Magazin. Die leidenschaftliche Pedalistin hat bereits einige (Welt-)Reisekilometer im Radsattel gesammelt. Heute verbindet sie entweder Faltrad plus Kinderanhänger oder Kompakt-Cargobike mit der Bahn in Berlin und Brandenburg – meist mit ihrer Tochter auf Tour. Ihr Zugang zum Fahrrad(fahren) ist vielschichtig-detailverliebt aber stets pragmatisch und reicht in ihre frühen Jugendtage in Österreich zurück.

Sieben Tage essen und trinken, was vollständig in Entfernung einer Radtour entstanden ist. So lauten die Spielregeln der Regio Challenge, die vom 10. bis 16. September 2018 in die zweite Runde geht. Kein Spiel ohne Joker: Zwei Lebensmittel dürfen dich und deinen Teller weiterhin mit der weiten Welt verbinden, Salz und Zucker zum Beispiel. Klingt schwierig? Ist es auch. Aber ebenso schwierig sind unser Essgewohnheiten für die Welt, fürs Klima, für die Biene und den Menschen.

Knallharte Bewusstseinsarbeit im heiteren Spiel
Die Regio Challenge wirft uns mit Augenzwinkern einen schweren Ball zu: Unser tägliches Tischlein-Deck-Dich basiert auf dem Prinzip der Ungleichheit und Ausbeutung – auch wenn es der Bio-Wohlfühl-Tee ist. Ohne baldige ernsthafte Verhaltensänderung keine friedlichere und gesündere, kurz „enkeltaugliche“ Welt. Darum der Aufruf: Mit Essen und Radfahren die Welt retten!

Das Netzwerk der Initiatoren und Initiatorinnen fasst die Mission der Regio Challenge mit einem Wort zusammen: Ernährungssouveränität. Was das ist, wie ihr bei der Challenge mitmachen und euch mit anderen vernetzen könnt erfahrt ihr auf der Website oder im dazugehörigen Facebook Event.

Die essbare Stadt
Jetzt aber einen Blick auf den Bike Citizens Online Routenplaner fürs Fahrrad werfen. Der verrät, wie weit man mit dem Rad in 5,10, 15 oder 30 Minuten kommt. Und, wächst da was Essbares?

Wer jetzt nicht am Land oder am weniger besiedelten Stadtrand wohnt und mal einfach Streuobstwiesen, Hofläden oder Solidarische Landwirtschaften mit dem Rad ansteuern kann, dem empfiehlt sich dazu ein Blick auf Mundraub. Die Website bietet eine informative Plattform rund um die Essbare Stadt inklusive Karten, Literatur und Community. Vernetz‘ dich und mach‘ dich schlau über essbare Wildpflanzen, Beeren und „freie“ Obstbäume – alles im städtischen Raum und in deiner Nähe!

Und was wächst bei dir in der Nähe? © Regio Challenge

Mit dem Rad zum nächsten Obst-Spot mit Gratis-Karte der Bike Citizens
Vergiss‘ nicht dein Rad auf die bevorstehende Erntesaison vorzubereiten. Mit der Bike Citizens Navi-App findest du auch auf jeden Fall zu den Spots deiner Wahl – und von jeder Erntefahrt auch wieder zurück nach Hause! Darum gibt es im Aktionszeitraum der Regio Challenge (10.-16. September 2018) auch eine Bike Citizens Stadtkarte gratis für jeden und jede! So funktioniert’s:

1. Lade die App (kostenfrei) für iOS und Android
2. Wähle eine Stadtkarte nach deiner Wahl aus
3. Gib den Vouchercode ein: RAD MFI PBS
4. Los geht’s!

„Happy Harvest“ und eine spannende Regio Challenge wünschen die Bike Citizens.

PS: Vergiss nicht die schönsten Bilder der Ernte mit #RegioChallenge2018 mit der Community zu teilen. Wir sind gespannt…

Https://www. bikecitizens. net/de/regio-challenge-radfahren-essen-welt-retten/

Wie Radfahren dabei hilft, die Welt zu retten

Radfahren ist seine Leidenschaft: Journalist und Autor Jo Seuß legt rund 10.000 Kilometer pro Jahr auf zwei Rädern zurück – und das seit 15 Jahren. Aus seiner Liebe zum Radfahren ist nun ein außergewöhnliches Buch entstanden: (R)eintreten! Radfahren macht glücklich und hilft dabei, die Welt zu retten, so lautet seine These.

Herr Seuß, warum hilft Radfahren dabei, die Welt zu retten?

Das Radeln ist umweltfreundlich, gesund und ein wichtiger Baustein für ein nachhaltiges Leben. Und das Fahrrad ist auf der Überholspur. Es erlebt weltweit eine Renaissance. Das hat viel mit den Auswüchsen des motorisierten Autoverkehrs zu tun. Dieser hat sich als globaler Irrweg erwiesen. Weil er für schlechte Luft sorgt, den Klimawandel befeuert, die Straßen verstopft, zu viel Platz im öffentlichen Raum belegt. Und weil er (lebens)gefährlich für schwächere Verkehrsteilnehmer ist. Wer mal ein paar Tage in Kopenhagen war, der weiß, wie anders und angenehm leise es ist, wenn die Hälfte der Bevölkerung mit dem Fahrrad unterwegs ist.

Wie sieht ihr persönlicher Mobilitätsmix aus?

Ich bin in Fürth und Nürnberg fast täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Es ist einfach das schnellste und flexibelste Fortbewegungsmittel. Neben meinem Alltagsrad habe ich noch ein altes Gitane-Tandem. Und für die Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln nutze ich ein Faltrad, das ich überall kostenlos mitnehmen kann. Eine gute Ergänzung sind Leihfahrräder. Zum ersten Mal wollte ich das im Urlaub in Kopenhagen ausprobieren. Dort gab es aber nur eBikes. Dafür fühle ich mich noch zu jung. Deshalb haben wir dann in einem Fahrradgeschäft „normale“ Räder ausgeliehen. VAG_Rad ist eine tolle Sache. Die Räder sind stabil, gut zu fahren und der Preis ist auch attraktiv.

Haben Sie auch ein Lastenrad?

Für mich alleine wäre das ein übertriebener Luxus. Dafür würden meine Frau und ich es zu selten nutzen. Da ist das Ausleihen sinnvoller. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es noch mehr VAG_LastenRäder an weiteren Standorten geben würde ? Ich beobachte seit ein, zwei Jahren, dass die Nachfrage nach Lastenrädern sprunghaft gestiegen ist.

In Ihrem Buch kommt unter anderen auch ein Verfechter des Lastenrads zu Wort. Wie kamen Sie überhaupt zu all diesen interessanten Menschen?

In meinen 31 Jahren bei den Nürnberger Nachrichten habe ich mich zunehmend mit Rad-Themen befasst. Und dabei immer wieder interessante Menschen kennengelernt. Zehn davon habe ich gewinnen können, gemeinsam mit mir ihre persönliche Geschichte aufzuschreiben. Das hat mich letztlich auch dazu inspiriert, meinen Verlag Edition ElfzuEins zu nennen – elf Menschen zu einem Thema.

Was würden Sie sich wünschen, um das Radfahren attraktiver zu machen?

Dass sich die Stadtplaner mehr trauen! Und dass mein Buch möglichst viele neue Leute dazu inspiriert, mit Freude umzusteigen und künftig Rad zu fahren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Art der Fortbewegung glücklich macht und dabei hilft, die Welt zumindest ein bisschen zu retten.

Na denn: Treten Sie (r)ein, es lohnt sich!

Über den Autor:
Jo Seuß ist Herausgeber und einer von elf Autor*innen des Buchs. Er hat von 1980 bis 1984 Germanistik, evangelische Theologie und Jazz-/Rockgitarre in Erlangen und München studiert. Danach war er als freier Kulturjournalist und Gitarrenlehrer tätig. Von 1989 bis 2020 hat Seuß 31 Jahre als Redakteur für die Nürnberger Nachrichten gearbeitet. Mit Schwerpunkt Lokal – und Kulturjournalismus – zuletzt in leitender Position. Als Buchautor hat er für den Emons Verlag, Köln, Texte für die Bücher „111 Orte in Nürnberg, die man gesehen haben muss“ und „111 Orte in Fürth und Erlangen, die man gesehen haben muss“ verfasst. Für den ars vivendi verlag, Cadolzburg, war er 1992 Mitherausgeber und Mit-Autor des Buchs „Nürnberg zwischen Sekt und Selters“. Als Chefredakteur war Seuß für das Familienmagazin „famos“, das Montessori-Magazin „Monti Carlo“ und die Musikzeitschrift „Zentralnerv“ tätig. Aktuell schreibt er für die „taz“ und unter anderem für Publikationen der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg. Zusammen mit dem Pianisten Heinrich Hartl ist Jo Seuß seit drei Jahren mit dem musikalischen Lese-Programm „Hin und weg“ live zu erleben. Seuß ist 61 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder – seit 2003 wohnt er in der Fürther Südstadt. Das Buch (R)eintreten! kann man in vielen Nürnberger Buchhandlungen kaufen oder per E-Mail direkt beim Verlag unter edition-elfzueins@posteo. de bestellen. Zu den 20 Euro für das Buch kommen dann noch 3,80 Euro für Versand und Verpackung hinzu.

Https://blog. vag. de/ausblick/wie-radfahren-dabei-hilft-die-welt-zu-retten/

Critical Mass – Radelnd die Welt retten

Kann Radfahren die Welt retten

Die erste Katastrophen-Erfahrung des neuen Schuljahres war nicht etwa eine schlechte Note. Nein, schon der Schulweg reichte aus, um meinen Blutdruck in die Höhe zu treiben. Als Radfahrer*in hat man es in Rastede ziemlich schwer. Davon können wir Schüler*innen ein Lied singen, da wir uns täglich zwei Mal klimafreundlich und gesundheitsbewusst durch den Ort bewegen und dabei leider häufig Leib und Leben riskieren müssen. Heute zum Beispiel hatte ich den Radweg an der Kleibroker Straße benutzt. Da kam plötzlich von links ein Auto aus Logemanns Damm geschossen und nahm mir die Vorfahrt. Hätte ich nicht scharf gebremst, wäre ich auf der Motorhaube gelandet. Und mit diesem Schock in den Knochen sollte ich nun in den Matheunterricht.

Als ich völlig aufgeregt am Fahradkeller ankam und meinen Freunden*innen davon erzählte, wussten alle sofort, wie ich mich fühlte. Es entwickelte sich ein langes Gespräch über die Gefahren und Probleme, denen wir täglich auf dem Schulweg begegnen. Ein Mitschüler berichtete, dass er in den Sommerferien in der NWZ gelesen hat, man dürfe als Radfahrerin in Rastede auf den kombinierten Fuß-/Radwegen („Radfahrer frei“) nur Schrittgeschwindigkeit fahren und Fußgänger nicht „wegklingeln“. Wer schneller fahren will, der soll eigentlich auf der Straße fahren. Das ist in ganz Rastede erlaubt. Und das ist ja auch sinnvoll, denn auf den schmalen Fußwegen sind schon Fußgänger und kleine Kinder mit dem Fahrrad unterwegs. Diese möchten wir ja nicht gefährden und natürlich wollen wir auch einfach schnell ans Ziel. Leider waren wir uns aber alle einig, dass das Fahren auf der Straße zwar erlaubt und geboten ist, sich aber als Drahtseilakt gestaltet, weil die Autofahrer*innen Radfahrer*innen als Verkehrshindernis wahrnehmen und der Meinung sind, es gebe in Rastede angemessene Radwege. Wir wissen es besser: Es gibt keine sicheren Radwege in Rastede. Gerade dort, wo es nur einen Radweg auf einer Straßenseite für beide Richtungen gibt, sind Radfahrerinnen viel stärker gefährdet als auf der Straße – weil abbiegende Autofahrer*innen sie einfach nicht sehen können. Als Radfahrer*innen haben wir eigentlich nur die Wahl zwischen dem Fahren mit Schrittgeschwindigkeit und dem Kampf mit den Autos. Oft lösen wir das, indem wir auf den Fußweg ausweichen und dort dann aber doch schneller fahren, so dass wir letztlich Fußgänger*innen und radfahrende Kinder gefährden.

Sollte es für dieses Dilemma nicht eigentlich eine Lösung geben? Denn Fahrradfahren sollte doch – als gesundheitsbewusste und klimafreundliche Art der Fortbewegung – unbedingt unterstützt werden. Der erste Lösungsansatz für uns Schülerzeitungsredakteur*innen war es, auf das Problem aufmerksam zu machen. Dass einige Mitschüler*innen das Auto benutzen, weil sie mit den Rad nicht sicher und schnell zur Schule kommen, halten wir für besonders bedenklich. In den Medien und von Freunden hatten wir von der Critical Mass in Oldenburg gehört. Da fahren Radfahrer*innen gemeinsam durch die Stadt und zeigen sich als gleichwertige Verkehrsteilnehmer*innen. Sie wollen die Autofahrer*innen nicht ärgern, sondern einfach nur gemeinsam Radfahren. Critical Mass gibt es nicht nur in Oldenburg, sondern es ist eine weltweite Bewegung: Jeden letzten Freitag im Monat sind in über 1000 Städten weltweit Radfahrende als Critical Mass unterwegs. Warum also nicht eine Critical Mass hier in Rastede durchführen – am Ort des Geschehens? Viele Mitschüler*innen und sogar Lehrer*innen fanden die Idee gut. Termin und Treffpunkt wurden festgelegt. Nun waren wir gespannt, wie viele radelnde Rasteder*innen sich am 27.09.2010 um 16.30 Uhr vor dem Fahrradkeller versammeln würden.

Kann Radfahren die Welt retten

Bei der ersten Critical Mass Rastede am 27.09.2019 waren ca. 50 Teilnehmer*innen dabei.

Tatsächlich waren um die 50 Teilnehmer*innen dort. Sogar Frau Berger war gekommen. Alle waren gut gelaunt und gespannt, was in den nächsten 90 Minuten auf uns zukommen würde. Wir konnten uns nämlich nicht so richtig vorstellen, wie man mit einer so großen Gruppe Fahrradfahrerinnen hier in Rastede fahren könnte. Der Grund dafür sind die zahlreichen, engen Straßen mit oft wenig Platz für alle Verkehrsteilnehmer. Außerdem machen viele von uns Schüler*innen in der Oberstufe gerade ihren Führerschein und wir waren sehr gespannt darauf, wie die Autofahrer*innen reagieren würden.

Um die Sicherheit zu gewährleisten fährt man bei einer Critical Mass paarweise nebeneinander. Gruppen mit mehr als 15 Teilnehmer*innen dürfen nämlich wie ein Fahrzeug fahren. Das heißt, wenn der Erste bei Grün fährt, fährt die ganze Gruppe hinterher – auch wenn es zwischendurch Rot wird. Das gilt übrigens generell für Radfahren in Gruppen, also zum Beispiel auch für Radtouren mit der Klasse. Zuerst fuhren wir auf die Oldenburger Straße. Am Anfang unserer Tour verlief alles ruhig, sodass man irgendwann ins Quatschen geriet und sich über Schule und Anderes unterhielt. Wir fuhren sowohl auf Haupt – als auch auf Nebenstraßen, wobei sich unterwegs noch weitere Radfahrer*innen spontan angeschlossen haben. Besonders interessant war die Fahrt durch einen Kreisverkehr. Da wir eine komplette Runde fuhren, konnten wir sehen, wie viele Autos hinter uns waren. Die Schlange war ziemlich lang und es gab viele verschiedene Reaktionen: Von Beschimpfungen und auch ein paar negativen Handzeichen bis zu Zuspruch und „Daumen hoch“ war alles mit dabei. Da wir von Anfang an negative Reaktionen erwartet hatten, waren wir über diese nicht sehr überrascht und ignorierten sie meist. Die positiven Kommentare freuten uns sehr, da es zeigte, dass doch sehr viele Autofahrer*innen uns Radfahrer*innen unterstützen.

Während wir wieder in Richtung Ortsmitte fuhren, gab es dann zwei Zwischenfälle, die extremer nicht hätten sein können. Ein Autofahrer überholte uns, indem er den Rad – und Fußweg auf der Gegenseite benutzte, nur um ein paar Meter weiter auf den Hof der Tankstelle zu fahren. Dieses Verhalten fanden viele von uns sehr erschreckend, da ein hohes Sicherheitsrisiko für alle in der Umgebung bestand. Außerdem fragten wir uns, wie man wegen wenigen Minuten Zeiteinsparung so ein Überholmanöver eingehen kann. Ein anderer überholte uns kurz vor der Kreuzung bei der Kirche und schnitt beim Einscheren unseren ganz vorn fahrenden Radfahrer, so dass dieser stark nach rechts ausweichen musste. Das war gerade für die vorne fahrenden Radfahrer*innen ein richtiger Schock. Auf dem restlichen Weg gab es keine weiteren Zwischenfälle und so fuhren wir zur Kirche, wo wir uns dann gutgelaunt verabschiedeten.

Wir Schülerzeitungsredakteur*innen fanden die Critical Mass sehr gut, da es sehr viel Spaß gemacht hat, mit unseren Freunden gemeinsam Fahrrad zu fahren und ein Zeichen zu setzen. Wir würden immer wieder daran teilnehmen, da es uns gezeigt hat, dass sich noch vieles ändern muss. Nicht nur das Verkehrskonzept muss sich ändern und Fahrradfahrer*innen mehr berücksichtigen. Auch viele Verkehrsteilnehmer*innen sollten ihre Einstellung ändern und mehr Rücksicht auf einander nehmen, besonders aber auf Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen. So sagte auch ein Schüler des 12. Jahrgangs: „Und einfach mal ein Zeichen zu setzen, dass unsere Radwege, die wir haben, momentan eigentlich ganz schön scheiße sind.“

Kann Radfahren die Welt retten

Auch am letzten Freitag im Oktober 2019 fand in Rastede wieder eine Critical Mass statt.

Die Critical Mass kam bei allen gut an und viele wünschten sich eine zweite Runde. Es waren vor allem Schüler*innen und Rasteder*innen dabei, die sich auch für den Klimaschutz engagieren und auch an den Demonstrationen von Fridays For Future Rastede teilnehmen. So kam es dann auch zu einer zweiten Critical Mass am 25.10.2019. Nach einer Winterpause soll es dann auch am 27. März 2020 wieder losgehen. Um die Critical Mass in Rastede am Leben zu halten, ist sie gemeinsam mit anderen Klima – und Umweltschutzgruppen auch auf der Webseite Rastede For Future (rastedeforfuture. de) vertreten. Dort kann man Informationen und Hintergründe nachlesen und aktuelle Termine erfahren.

Auch an der Gestaltung des fröhlichen Logos der Critical Mass Rastede wirkten Schüler*innen aus Jahrgang 12 mit.

Anna Tönjes,
Jahrgang 12

Für ihren Beitrag über die Critical Mass Rastede sind Anna und Lena nicht nur Rad gefahren. Sie haben viele Teilnehmer*innen nach ihren Erfahrungen und Beweggründen befragt und die Ergebnisse ausgewertet.
Beide Schülerzeitungsredakteur*innen engagieren sich für den Klimaschutz. Am Schüler*innen-Projekttag 2020 wollen sie mit euch Vorschläge für ein radfreundliches Verkehrskonzept in Rastede sammeln, um sie dann an die Gemeinde zu übergeben.

Https://www. schuelerzeitung. kgs-rastede. de/2020/01/critical-mass-rastede/

Revolutions – Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten

Kann Radfahren die Welt retten

In REVOLUTIONS erzählt Hannah Ross die Geschichte des Fahrrads aus weiblicher Perspektive. Sie führt uns von den Anfängen des Radfahrens im 19. Jahrhundert, als Frauen unglaubliche Widerstände überwinden mussten, bis in die Gegenwart und rund um die Welt, von Europa und den USA bis in den Nahen Osten, nach Indien und Australien. Die inspirierenden Lebensgeschichten vieler außergewöhnlicher Rad-Pionierinnen, Rennfahrerinnen, Feministinnen und Abenteurerinnen zeigen, warum eine selbstbestimmte Position der Frau von Beginn an mit dem Radfahren verknüpft war: Das Fahrrad als echte »feministische Freiheitsmaschine«.

Ross berichtet mit großer Leidenschaft von dem Glück, das wir durch das Radfahren erleben und davon, wie schon eine kleine Radtour ein ganzes Leben verändern kann.

Https://www. mairisch. de/programm/hannah-ross-revolutions-wie-frauen-auf-dem-fahrrad-die-welt-ver%C3%A4nderten/

REINTRETEN!: Warum Radfahren glücklich macht und dabei hilft, die Welt zu retten. 11 bewegende Geschichten.

Kann Radfahren die Welt retten

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REINTRETEN! Warum Radfahren glücklich macht und dabei hilft, die Welt zu retten. 11 bewegende Geschichten.

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Inhaltsangabe

Prolog: Treten Sie (r)ein!

Das Fahrrad ist auf der Überholspur. Rund 205 Jahre nach seiner Erfindung erlebt es weltweit eine Renaissance. Das hat viel mit den Auswüchsen des motorisierten Autoverkehrs zu tun, der sich als globaler Irrweg erwiesen hat. Weil er für schlechte Luft sorgt, den Klimawandel befeuert, die Straßen verstopft, zu viel Platz im öffentlichen Raum belegt und weil er (lebens)gefährlich für schwächere Verkehrsteilnehmer ist.
Wer mal ein paar Tage in Kopenhagen war, der weiß, wie anders und angenehm leise es ist, wenn die Hälfte der Bevölkerung mit dem Fahrrad unterwegs ist. Dann verschieben sich die Verhältnisse, ohne dass Autos total ausgebremst werden. Eine attraktive, ausgewogene und sichere Infrastruktur führt zu Vernunftentscheidungen bei der Wahl des Verkehrsmittels. Damit die Kopenhagenisierung der Welt vorankommt, braucht es Radler:innen, die vorbildlich taugen. In diesem Buch erzählen elf Autor:innen ihre bewegende Rad-Geschichte. Deswegen heißt der Verlag auch Edition ElfzuEins.

Die erste Idee zu diesem Buch entstand im Herbst 2019, als ich gefragt wurde, ob ich die Festrede beim 40-jährigen Jubiläum des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Kreisverband Nürnberg, halten möchte. Es war ein guter Anlass, um über die eigene Mobilitätsentwicklung nachzudenken, die auch durch meine Arbeit als Journalist beeinflusst wurde. In meinen 31 Jahren bei den Nürnberger Nachrichten habe ich mich zunehmend mit Rad-Themen befasst. Und dabei immer wieder interessante Menschen kennengelernt.
Zehn davon habe ich gewinnen können, gemeinsam mit mir ihre persönliche Geschichte aufzuschreiben. Der Reihe nach: Als erster folgt Frank Ober, der wie viele Fahrradapostel vom Saulus zum Paulus bekehrt wurde, um fortan für das autofreie Leben zu werben, ob mit Fahrrädern oder Tretrollern. Sein Abschied von seinem Fahrradgeschäft „Ride on a rainbow“ fiel im September 2020 fast zeitgleich mit meinem Abschied von der NN-Redaktion zusammen. Frank war von Anfang an beim Buchprojekt dabei und hält auch mein Bergamont-Alltagsrad weiter in Schuss, das ich Anfang 2011 bei ihm entdeckt hatte.
Mit 78 Jahren ist Bärbel Sturm die Seniorin im Team und zugleich der Beweis, dass Radfahren beeindruckend jung hält. Das kann man auch über Ralf Sander sagen, der sich mit Leidenschaft, Liebe und Können um alle Fahrräder kümmert – und mein altes Gitane-Tandem hat er zu neuem Leben erweckt. Aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit radelt Johanna Wiglinghoff durch die Welt, um Lebensmittel vor dem Abfalleimer zu retten und sie an Bedürftige zu verteilen. Chapeau! Ein anderer Überzeugungstäter ist Thomas Ostrowski, der mit dem Verein Bluepingu die Idee vom Lastenrad für alle vorangetrieben hat.
Bei Saskia Buschke hat die Liebe zu Falträdern, insbesondere von der Firma Brompton, einiges in ihrem Leben verändert. Bei meinem Sohn Valentin Seuß hat die Faszination für das BMX zu einer anderen Sicht auf die Städte geführt. Anke Kirsch ist eine wahre Pionierin des Radreisens und des Engagements für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. Dessen Vorsitzender Markus Stipp führte mit frischem Elan die hiesige Radentscheid-Initiative in Corona-Zeiten zum Erfolg. Ein Aushängeschild ist auch Thiemo Graf, dessen Firma seit 2015 Behörden in ganz Deutschland berät, wie eine Stadt fahrradfreundlich werden kann. Mit ihm saß ich im Herbst 2019 auf einem Podium und war sehr angetan, wie überzeugend er Nürnbergs Baureferenten Daniel F. Ulrich erklären konnte, woran es hier hapert und was zu tun wäre.

Mit diesem Buch möchten wir viele neue Leute gewinnen, die mit Freude umsteigen und künftig Rad fahren. Wir wissen, dass diese Art der Fortbewegung glücklich macht und dabei hilft, die Welt zumindest ein bisschen zu retten. Na denn: Treten Sie (r)ein, es lohnt sich! Und ich bin überzeugt: Dieses Buch besitzt wertvolle Impulse für alle Menschen – ganz egal, wo sie leben. Per E-Mail können Sie es direkt beim Verlag unter edition-elfzueins@posteo. de bestellen. Wir schicken es in die ganze Welt, mit einem kleinen Zuschlag für Porto und Verpackung, versteht sich. Es wäre toll, wenn es viele weitere Auflagen von REINTRETEN! geben würde, denn ab der zweiten wird der Verlag 10 Prozent des Erlöses für Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur verwenden. Versprochen!

Https://www. lovelybooks. de/autor/Jo-Seu%C3%9F/REINTRETEN-4775543648-w/

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