Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Wie mache ich aus einem rennrad ein gravelbike?

Du möchtest die Asphaltwüste hinter dir lassen und dich auf etwas ruhigere und entlegenere Strecken begeben, ohne dein Fahrrad zu wechseln? Hier findest du unsere Tipps, wie du dein Rennrad in ein Gravelbike verwandelst.

Überblick

1 1. Das gravelbike: ein vielseitiges fahrrad sowohl für straße als auch gelände 2 2. Umwandlung deines rennrads in ein gravelbike: los geht‘s mit den laufrädern 3 3. Der lenker: vibrationen abfedern und das gleichgewicht finden 4 4. Glatte wände hochfahren? unsere tipps für die antriebsgruppe

1. Das gravelbike: ein vielseitiges fahrrad sowohl für straße als auch gelände

Ein Gravelbike ist eine Art Mittelding zwischen einem Rennrad, einem MTB, einem Querfeldeinrad und einem Trekkingbike. Wir erklären euch alles, was ihr wissen müsst und warum ihr ein Gravelbike unbedingt mal ausprobieren solltet, sei es für die gemütliche Tour am Wochenende, das Pendeln zur Arbeit, das Entdecken neuer Wege vor deiner Haustür oder für eine Radreise – es gibt so viele gute Gründe für ein Gravelbike!

Ja klar, Gravelbikes sind gerade der letzte Schrei, aber nicht jeder möchte gleich in ein neues Fahrrad investieren. Außerdem hat ja auch gar nicht jeder ausreichend Platz für mehrere Fahrräder. Kein Problem, schließlich haben Rennrad und Gravelbike eine gemeinsame Basis. Wir geben dir Tipps, wie du dein Rennrad schnell in ein Gravelbike verwandelst. Um jegliche Fehlfunktionen oder Montageprobleme an deinem künftigen“umgewandelten „Gravelbike von vorne herein auszuschließen, solltest du jedes Mal die Teile, die dir für dein Rennrad interessant erscheinen, auf ihre Kompatibilität hin prüfen.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

2. Umwandlung deines rennrads in ein gravelbike: los geht‘s mit den laufrädern

Grundsätzlich sollte ein Gravelbike Offroad-geeignete Laufräder haben. Deshalb musst du zuallererst die Reifen wechseln. Während bei einem Rennrad die Lauffläche auf ein Minimum beschränkt ist, um die Bodenhaftung so gering wie möglich zu halten, Legt man bei Gravelbikes Wert auf breitere Reifen für unwegsameres Gelände und mehr Haftung bei feuchterem Wetter. Einige Rennräder verfügen über Felgen und Gabeln, die mit bis zu 35 mm breiten Reifen gefahren werden können, was ein guter Anfang zum Fahren auf nicht zu anspruchsvollen Wegen ist. Während wir bei unserem Rennrad eher glatte Reifen bevorzugen, suchen wir für ein Gravelbike nach Reifen mit Profil für mehr Grip auf verschiedenen Untergründen.

Achte darauf, dass Der Reifen nicht Rahmen oder Gabel berührt und genug Platz für Erde vorhanden ist, ohne den Reifen zu beschädigen.
Für intensivere Fahrten mit dem Gravelbike solltest du auch unbedingt die Felgen wechseln. Gravelfelgen aus Aluminium können meist besser Stöße absorbieren, denen du beim Offroad-Fahren ja permanent ausgesetzt bist. Mit ihnen kannst du auch technisch anspruchsvollere Wege fahren, da du breitere Reifen aufziehen kannst, sofern deine Gabel das zulässt. In jedem Fall Musst du vorab überprüfen, ob die gewünschten Felgen mit deinem Fahrrad kompatibel sind!

Jetzt haben wir über Reifen und Felgen gesprochen, bleibt noch das Thema Schlauch vs. Tubeless. Mit Tubeless kannst du mit deutlich weniger Druck auf den Reifen fahren und hast dadurch mehr Haftung und Komfort. Dieser Artikel soll weder Tubeless propagieren noch eine Diskussion zum Thema Tubeless vs. Schlauch sein (dazu gibt es dann einmal einen separaten Artikel), es soll lediglich darauf hingewiesen werden, dass man sich beim Gravel grundsätzlich zwischen den beiden Varianten entscheiden muss. Bei der Wahl von Felge und Reifen macht es Sinn, sich mit der beabsichtigen Nutzungsart zu befassen und dementsprechend auszurüsten.

3. Der lenker: vibrationen abfedern und das gleichgewicht finden

Abfahrten sind auf der Straße meist der Moment zum Entspannen und Kraft tanken. Beim Gravel sind Abfahrt hingegen eine ganz eigene Disziplin. Wie bei jeder anderen Tätig auch kann man sich mit der geeigneten Ausrüstung das Leben vereinfachen.
Das Lenkerband lässt sich einfach, schnell und ohne größere Kosten austauschen und ist deshalb die erste Sache, die ich umrüste, wenn ich mehr Gravel fahren möchte. Ich wähle Ein dickes, weiches und gut gepolstertes Band, um die Vibrationen zu absorbieren. Es kann teilweise sogar interessant sein, das Lenkerband doppellagig anzubringen, um eine noch komfortablere Polsterung für Handflächen und Gelenke zu schaffen.
Du kannst natürlich auch Gelbänder verwenden.

Wenn du intensiver Gravel fahren möchtest und Fahrten auf instabilem Schotter oder Sand planst, kann es durchaus Sinn ergeben, sich einen Gravellenker anzuschaffen. Gravellenker zeichnen sich durch ihren Flare aus. Viele wundern sich über die Funktion dieser seltsamen Form. Letztlich soll sie einfach für Mehr Stabilität und Gleichgewicht sorgen. Es ist eigentlich ganz einfach. Das Gleichgewicht eines Radfahrers wird hauptsächlich durch zwei Faktoren beeinflusst: seinen Schwerpunkt (je tiefer der Schwerpunkt, desto stabiler) und den Abstand der Arme (je größer der Abstand, desto stabiler). Ein Lenker mit Flare ermöglicht eine Position mit tiefem Schwerpunkt und weit voneinander entfernten Armen, sodass sich dein Gleichgewicht auf dem Fahrrad verbessert.

4. Glatte wände hochfahren? unsere tipps für die antriebsgruppe

Während Anstieg auf Straßen meist gerade, regelmäßig und mit einigermaßen akzeptablen Steigungsprozenten aufwarten, trifft man beim Gravelbikefahren schon mal auf ganz schön steile Hänge mit recht instabiler Oberfläche. Damit du dir alle „Wegemöglichkeiten offen“halten kannst, kann das Wechseln der Kassette und die Wahl des größtmöglichen Ritzels sinnvoll sein. Im Handel verfügbare Gravelbikes sind in der Regel mit nur einem Kettenblatt ausgerüstet. Dein Rennrad hingegen hat sicherlich zwei Kettenblätter. Aus meiner Sicht kann es sinnvoll sein, bei zwei Kettenblättern zu bleiben, da dies in steilen Abschnitten, die bei Offroadstrecken gerne mal vorkommen, mehr Freiheit bietet.

Außerdem ist das Gravelbike noch recht jung, weshalb Streckenplaner diese Fahrpraxis noch nicht so sehr auf dem Schirm haben, sondern eher an MTBs und Rennräder denken. Ich radle jetzt seit fünf Jahren quer durch die Welt und insbesondere in Europa gerate ich immer wieder auf Wege, die ich mit meinem Gravelbike nicht passieren kann. Deshalb ist mein erster Reflex beim Wechseln auf Gravel immer, Meine Pedale auf SPD zu wechseln, damit ich im Zweifel schneller ausklicken und mich besser bewegen kann, wenn ich mein Fahrrad über Hindernisse tragen muss.

Ein Gravelbike bedeutet Freiheit: Jeder kann es perfekt an die persönlichen Bedürfnisse anpassen!

Egal, wie groß oder klein dein Budget, deine handwerkliche Geschicklichkeit oder die dir zur Verfügung stehende Zeit ist – mach dir deshalb keinen Stress. Ein Gravelbike bietet dir einfach jede Menge Freiheit und Spaß ganz nach deinem Gusto – egal, ob du auf Geschwindigkeit, Technik oder Abenteuer stehst. Manchmal reicht es schon, die Reifen zu wechseln, um auf Waldboden fahren und den Straßenverkehr hinter dir lassen zu können. Andere machen aus dem Gravelbiken eine regelrechte Wissenschaft. Jedem Tierchen sein Pläsierchen und somit auch seine eigenen Entscheidungen in puncto Fahrradausstattung!

Hinweis: Bitte vergewissere dich vor der Anwendung unserer Tipps zur Umrüstung, dass die Umbauten an deinem Fahrrad nicht deine Garantiebedingungen beeinträchtigen!

Https://support. decathlon. de/wie-mache-ich-aus-einem-rennrad-ein-gravelbike

Vom Rennrad zum Mountainbike: eine herausfordernde Reise, die sich lohnt.

Wer sich einmal an das Fahren auf der Straße gewöhnt hat, ist abseits der befestigten Straßen erst einmal verunsichert. Als die Rennradfahrerin, die in den sozialen Netzwerken unter dem Namen Katie Kookaburra bekannt ist, zum ersten Mal auf ein Mountainbike stieg, packte sie eine Mischung aus Angst und Neugier.

Den Spruch „Fahrradfahren verlernt man nie“ kennen die allermeisten. Was viele allerdings nicht wissen: Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad! Wir lernen zuerst einmal, mit unserem eigenen Fahrrad zu fahren, sei es ein Rennrad, ein Mountainbike oder ein Kinderfahrrad. Damit uns das Fahren in Fleisch und Blut übergeht, müssen wir viel üben.

Doch was passiert, wenn man eine neue Art des Fahrradfahrens lernen will? Man durchläuft denselben Prozess und muss seine Fähigkeiten, die man in der Vergangenheit erworben hat, anpassen und herausfordern.

Unsere Lazer-Rennradfahrerin Katie hat das Mountainbiken vor einigen Monaten für sich entdeckt und genau diese Erfahrung gemacht. Auch wenn sie angesichts dieser Herausforderung erst einmal verunsichert war, hat sie die Besonderheiten der Sportart nach und nach begriffen und Spaß an diesem neuen Abenteuer gefunden.

Doch wie ist sie die Herausforderung angegangen? Wir haben Katie darum gebeten, uns mehr darüber zu erzählen.

“Am Fahren abseits der Straße gefällt mir am besten, dass man weit weg von den Autos ist und eigentlich überall fahren kann, wo man will. Das ist ein ganz neues Gefühl von Freiheit.”

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Katie Kookaburra

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Stell dich doch zuerst einmal kurz vor.

Ich heiße Katie und bin seit sechs Jahren begeisterte Rennradfahrerin. Mein erstes Rennrad habe ich 2014 gekauft, als ich ein Jahr in Australien verbrachte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, wie die Gänge eines Rennrads funktionierten, deshalb musste ich vieles in kürzester Zeit lernen. Ich wog in etwa 100 kg, weshalb mir Bergfahrten ziemlich schwer gefallen sind. Zu dieser Zeit begann ich außerdem, YouTube-Videos zu drehen und meine gesamte Fahrradreise zu dokumentieren. Ich habe rund 35 kg verloren und liebe mittlerweile Hügel und Berge jeglicher Art. Lange Strecken sind mir sogar am allerliebsten.

Was magst du am Rennradfahren?

Dank meinem Rennrad durfte ich schon einige Abenteuer erleben und viele Länder erkunden. Zudem wurde ich über die Jahre immer fitter, weshalb das Rennradfahren für immer meine Lieblingssportart bleiben wird.

Wie kamst du zum Mountainbiken?

Auch wenn ich vorher ausschließlich mit dem Rennrad unterwegs war, bin ich letztes Jahr mit Shimano nach Schottland gereist und dort zum allerersten Mal auf ein Mountainbike gestiegen. Ich bin einige hundert Meter abseits der Straße gefahren und war sofort Feuer und Flamme. Die Strecke, die ich gefahren bin, kam mir persönlich ziemlich steinig vor. Für alle geübten Mountainbiker war sie natürlich ein Klacks. Ehrlich gesagt, habe ich auf der Fahrt teilweise die Nerven verloren. Da ich aber sehr zielstrebig und dickköpfig bin, wollte ich direkt zurück und die Strecke bezwingen. Als ich das geschafft hatte, war mir klar, dass ich mir ein eigenes Mountainbike kaufen wollte. Es hat mir einfach so viel Spaß gemacht, etwas komplett Neues zu lernen.

War der Lernprozess herausfordernd für dich?

Anfangs hatte ich ziemlich viel Angst. Da ich jahrelang nur mit dem Rennrad unterwegs war, achtete ich automatisch darauf, jedes Hindernis auf der Strecke zu umfahren. Ich habe eine Weile gebraucht, um mir klarzumachen, dass man mit 2,4-Zoll-MTB-Reifen und Federung über so ziemlich alles fahren kann. Am schwierigsten war es wohl, diese Erkenntnis zu verinnerlichen und darauf zu vertrauen, dass mein Fahrrad und ich so viel mehr können als gedacht.

Was magst du am Mountainbiken?

Am Fahren abseits der Straße gefällt mir am besten, dass man weit weg von den Autos ist und eigentlich überall fahren kann, wo man will. Das ist ein ganz neues Gefühl von Freiheit. Ich mag aber auch die verschiedenen Abenteuer, die sich im Wald beim Fahren auf den Trails ergeben. Ganz besonders schätze ich, dass es so anders als das Fahren auf der Straße ist: Beim Mountainbiken geht es eher um den Spaß als um die Streckenlänge oder die Werte. Man muss sich die Ärmel hochkrempeln, den Dingen, die einem Angst machen, ins Auge sehen und einfach Spaß haben.

Wie oft fährst du Mountainbike und wie oft Rennrad?

Im Winter bin ich hauptsächlich auf Zwift unterwegs, mit dem Mountainbike wage ich mich aber auch nach draußen. Die Windkühle auf dem Rennrad und die kalten Finger und Zehen sind einfach nichts für mich. Auf dem Mountainbike wird es einem aber einfach nicht so kalt. Es macht auch nichts aus, wenn ein bisschen Schnee liegt. Meine neuen MTB-Freunde meinen, dass ich das Mountainbiken in den härtesten Monaten gelernt habe, da ich mittlerweile daran gewöhnt bin, durch Matsch zu fahren. Deshalb freue ich mich schon sehr auf den Sommer, wenn ich das erste Mal auf trockenen Trails unterwegs sein kann.

Https://www. lazersport. com/de/storys/vom-rennrad-zum-mountainbike

Plattformpedale oder Klickpedale – was ist besser?

Egal, ob du gerade erst mit dem Radfahren begonnen hast oder nach jahrelanger Nutzung eines Rades über einen Umstieg nachdenkst – wir stellen dir die Vor – und Nachteile von Plattformpedalen und Klickpedalen vor, damit du eine Entscheidung treffen kannst.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Plattformpedale oder Klickpedale – was ist besser?

Als Kind hast du gelernt, mit dem Fahrrad zu fahren, in der Gewissheit, dass du einfach einen Fuß absetzen kannst, wenn du ins Schlingern gerätst. Wahrscheinlich bist du weiterhin mit Fahrrädern ohne Klickpedale gefahren, bis du dich entschlossen hast, dich intensiver mit dem Radsport zu befassen.

In so gut wie jedem Café des Landes finden sich am Samstagnachmittag Rennradfahrer ein, die ein klickendes Geräusch verursachen, wenn ihre Füße auf dem Weg zur Theke den Boden berühren. Gleichzeitig sind die versenkten Stollen in Mountainbike-Schuhen selbst dann schwer zu erkennen, wenn man genauer hinschaut. Was hat es also damit auf sich?

Was sind Klickpedale?

Vor langer Zeit, als für den Straßenradsport noch viel Stahl, Leder und Wolle verwendet wurde, stellten die Fahrer ihre Füße auf ein flaches Pedal und benutzten Zehenclips und Riemen, um ihre Füße mit dem Pedal zu verbinden. Als sich die Technologie weiterentwickelte, verzichteten die Hersteller auf den Zehenclip und ersetzten ihn durch eine Schuhplatte, die an der Unterseite der Schuhe des Fahrers angeschraubt wurde und über einen Mechanismus verfügte, der den heutigen Klickpedalen ähnelte.

Look war der erste Hersteller, der seine Erfahrungen aus der Skiindustrie auf diese Weise in die Welt des Radsports brachte. Unter den ersten Fahrern, die damit fuhren, waren die Tour de France-Stars Bernard Hinault und Greg Le-Mond. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Die Wortbedeutung der englischen Bezeichnung für Klickpedale verwirrt jeden: Sie werden zwar als „clipless“ bezeichnet, aber man „klickt sie ein“, wenn man sie benutzt. Deshalb sind viele verwirrt und fragen sich, woher die Bezeichnung überhaupt kommt.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Klickpedale sorgen für eine effiziente Kraftübertragung

Mountainbike: Plattformpedale-im-Vergleich-zu-Klickpedalen

Es gibt in etwa gleich viele Mountainbiker, die Plattformpedale oder Klickpedale verwenden. Vor nicht allzu langer Zeit haben sich professionelle Mountainbiker immer für Plattformpedale entschieden. Aber im Zusammenhang mit dem modernen Design für Trail-Riding werden Sprünge mit hoher Geschwindigkeit und Kurven inzwischen am liebsten mit Klickpedalen gefahren.

Einer unserer Canyon Kollegen, Markus Gebhard, ist mit seinem Mountainbike oft auf den Strecken in der Umgebung anzutreffen, wenn er nicht gerade am Schreibtisch sitzt. „Ich bin großer Fan von Plattformpedalen: So kann ich meinen Fuß auf technischen Trails schnell und easy absetzen, wenn es brenzlig wird, z. B. auf rutschigen oder wurzeligen Abschnitten. Auf dem Gravel Bike greife ich dagegen zu Klickpedalen“, erklärt er.

Plattformpedale haben eine große Oberfläche, sodass die Kontaktfläche zwischen Schuh und Pedal größer ist. Die meisten Mountainbike-Pedale verfügen außerdem über kleine Spikes, die dazu beitragen, dass deine Mountainbike-Schuhe sicheren Halt haben. Diese Pins mögen zwar so aussehen, als würden sie schnell Verletzungen verursachen, aber sie sind von entscheidender Bedeutung, wenn es bergab geht und dein gesamtes Gewicht auf dem Rad lastet.

Wenn du nicht gerade Rennen fährst, sind Plattformpedale als großartige Allrounder sowohl für Trails in der näheren Umgebung als auch Bikeparks gleichermaßen gut geeignet. Wenn du dein Können verbessern möchtest, kannst du dich mit Klickpedalen weiterentwickeln.

Zwei der bekanntesten Marken auf dem Markt in diesem Zusammenhang sind Shimano und Crankbrothers. Beide bieten sowohl Plattform – als auch Klickpedale für Mountainbikes an, darunter auch doppelseitige Klickpedale für noch schnelleres Einklinken, z B. im Renneinsatz.

Gravel-Riding: Plattformpedale oder Klickpedale?

Vielleicht fragst du dich, ob du auf einem Gravel-Bikes Klickpedale verwendet solltest. Das Fahren im Gelände kann sich manchmal als technisch anspruchsvoll erweisen, aber deine Route könnte auch lange Abschnitte staubiger Straßen wie bei dem italienischen Eintagesrennen Strade Bianche beinhalten. Wofür also solltest du dich entscheiden?

Giulia Mantovani, Insights Manager bei Canyon, hat die entsprechenden Daten analysiert und empfiehlt für Gravel-Abenteuer Klickpedale für Mountainbikes. „Ich benutze zwar Plattformpedale für mein Mountainbike, aber beim Graveln geht es eher um Ausdauer als um technisches Können. Deshalb verwende ich in diesem Fall Klickpedale“, erklärt sie. Dadurch können die Fahrer bei besonders technischen Passagen schieben und gleichzeitig die Vorteile einer effizienteren Kraftübertragung nutzen, wenn sie lange unterwegs sind.

Rennradfahren: Plattformpedale oder Klickpedale?

Während einer Rennradfahrt wirst du dich wahrscheinlich nur ein paar Mal ausklinken, da das Hauptziel darin besteht, die Reifen in Bewegung zu halten. Das Rennradfahren wird um einiges angenehmer, wenn du dir keine Sorgen machen musst, dass deine Füße von den Pedalen rutschen. Studien haben gezeigt, dass sich durch Klickpedale die Effizienz (Kraftübertragung) verbessert. Einige werden sogar damit beworben, aerodynamischer zu sein.

Die Technik beim Pedalieren ist ebenso eine Wissenschaft wie eine Kunst und es braucht jahrelange Praxis, um sie zu perfektionieren (bei den Profis sieht es einfach aus). Klickpedale spielen ihre Vorteile beim Bergauffahren aus, da du den Fuß und das Pedal nach oben ziehen kannst, wenn du Steigungen hinauffährst.

Die gängigsten Klickpedale für Rennräder sind Shimano SPD-SL. Sie sind preisgünstig und Ersatzschuhplatten lassen sich sowohl online als auch in deinem örtlichen Fahrradladen problemlos finden. Wie bei den Komponentengruppen bietet Shimano für jedes Budget das passende Pedal – vom Einsteigerpedal aus Aluminium bis hin zum Dura-Ace Carbon-Klickpedal.

Aber Shimano ist nicht die einzige bekannte Pedalmarke: Look und Speedplay haben ihre eigenen Systeme, die du dir ansehen solltest – vor allem, wenn dir das Gewicht wichtig ist.

Als Einsteiger solltest du dir zunächst ein paar Wochen Zeit nehmen, um dich an dein Bike und dessen Fahrverhalten zu gewöhnen. Wenn du dich im Umgang mit deinem Fahrrad auf der Straße sicher fühlst, kannst du auf Klickpedale umstellen und das Gefühl genießen, eins mit deinem Fahrrad zu sein.

Vom Fahrrad zu fallen, weil man vergessen hat, sich auszuklicken, passiert am Anfang jedem einmal. Wenn du den Dreh erst einmal raus hast, geht es dir in Fleisch und Blut über und du wirst dich problemlos und automatisiert ein – und ausklicken, wenn du an einer Ampel wartest oder einmal in ein Café einkehren möchtest.

Pendeln: Plattformpedale oder Klickpedale?

Da die meisten Pendelfahrten innerhalb einer Stadt erfolgen, sind häufige Stopps an Ampeln und belebten Kreuzungen ein gutes Argument für Plattformpedale. So kannst du mit deinen Schuhen oder Turnschuhen, die du im Alltag trägst, zur Arbeit radeln, und der Weg zur Arbeit wird gleich viel einfacher und entspannter.

Commuter-Bikes sind sehr vielseitig und du kannst entweder Plattform – oder Klickpedale verwenden. Solltest du gut mit den Plattformpedalen zurechtkommen, ist das wunderbar.

Wenn du allerdings viele Kilometer zurücklegen willst oder bei jedem Wetter fahren möchtest, sind Klickpedale für das Pendeln möglicherweise besser geeignet. Spezielle Fahrradschuhe sind so konzipiert, dass sie die Füße während der gesamten Fahrt warmhalten. Außerdem sind sie oft wasserabweisender als Freizeitschuhe.

Bei E-Bikes entfällt die Notwendigkeit, effizient in die Pedale zu treten, da der Motor diese Aufgabe übernimmt. Daher sind Plattformpedale optimal geeignet, um in der Stadt unterwegs zu sein.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Wofür entscheidest du dich?

Kann man Mountainbike-Pedale für ein Rennrad verwenden?

Es spricht nichts dagegen, Mountainbike-Pedale für Rennräder zu verwenden. Manche Leute bevorzugen sie sogar, um das unbeholfene „Watscheln“ beim Herumlaufen zu vermeiden. Sie sind auch unter bestimmten Umständen praktischer, wie beispielsweise bei Radtouren, bei denen man mehr als sonst vom Fahrrad auf – und absteigt. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, einfach zwischen verschiedenen Fahrrädern zu wechseln, ohne einen zweiten oder ein Paar Schuhe kaufen zu müssen.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Plattformpedale sind bei Mountainbikes und Commuter-Bikes üblich

Vor – und Nachteile von Plattformpedalen

Einfaches Auf – und Absetzen der Füße auf die Pedale, wenn das Gelände technisch anspruchsvoll ist oder man häufig an Ampeln anhält

Https://www. canyon. com/de-de/blog-content/zubehoer-news/plattformpedale-im-vergleich-zu-klickpedalen/b30042021.html

Kann man einen alten MTB Rahmen benutzen um ein Rennrad zu bauen?

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Schwierig, da die Geometrien recht unterschiedlich sind. Rennrad-Rahmen sind für die gleiche Fahrergröße deutlich höher, aber dafür kürzer als MTB-Rahmen. Da muss man wissen, was für Maße der vorhandene Rahmen hat und bei der Wahl der Komponenten (Vorbau, Lenker) wissen, was man tut. Ein kürzerer Vorbau wirkt sich eben doch auch wieder aufs Lenkgefühl aus.

Außerdem sieht es ziemlich bescheiden aus, wenn in einem stabil gebauten Rahmen, der genug Platz für breite MTB-Reifen lässt, schmale Rennrad-Reifen montiert sind.

Zumal: Wenn du dir außer dem Rahmen sämtliche Komponenten (Schaltgruppe, Bremsen, Laufräder. ) einzeln zusammen kaufen musst, kommst du ohnehin günstiger heraus wenn du einfach gleich ein preiswertes Rennrad im Fahrradgeschäft kaufst.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Wie sähe es mit einem Gravebike aus?

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Überlege dir mal, wie groß die Unterschiede zwischen einem Rennrad und einem Gravelbike sind und was das dann an der Antwort ändert.

Https://www. gutefrage. net/frage/kann-man-einen-alten-mtb-rahmen-benutzen-um-ein-rennrad-zu-bauen

Was gilt rechtlich als Rennrad?

Rennradfahren wird in der StVO als Spezialfall behandelt. Wer mit einem Rennrad auf Trainingsfahrt unterwegs ist, für den gelten andere Bestimmungen: Radfahranlagen müssen nicht benutzt werden, es darf nebeneinander gefahren werden und die Ausstattung mit Reflektoren bzw. einer Klingel ist bei Tageslicht und guter Sicht nicht vorgeschrieben.

Daher stellen sich die Fragen: Wann ist ein Rad ein Rennrad, um laut StVO von der Radwegbenutzungspflicht und anderen Bestimmungen ausgenommen zu sein? Und: Wann ist man im Training?

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Wann ist ein Rad ein Rennrad?

Was in Österreich als „Rennrad“ gilt, ist in der Fahrradverordnung festgeschrieben. Entscheidend dafür sind: das Gewicht (unter 12kg), der äußere Felgendurchmesser (mindestens 630 mm – zeitgemäß wären das 622er = 28zoll), die äußere Felgenbreite (von max. 23 mm) und ein Rennlenker (nicht näher ausgeführt)

BMVIT: Jeder Lenker ist ein Rennlenker

Bis vor kurzem wurde die Rechtsmeinung verteten, ein Rennlenker wäre nur der nach unten geschwungene Klassiker. Damit wurden aber sowohl Triathlon und Zeitfahrräder ausgeschlossen als auch gerade Lenker wie beim Mountainbike, was sowohl von Radlobby als auch Radsportverband schon länger beim bmvit kritisiert wurde. Das hätte eigentlich in einer Neuformulierung der StVO/Fahrradverordnung münden müssen, aber das bmvit hat das klandestin gelöst und dem Rennsportverband eine Bescheinigung ausgestellt mit dem Fazit:

Jeder Lenker, der in so einer (ähnlichen) Form schon einmal bei einem Radrennen zum Einsatz kam, gilt als Rennlenker!

Da es Straßen-, Mountainbike-, BMX – und Triathlon – sowie Zeitfahrrennen und wohl auch Lastenrad – und Hollandradrennen gibt und gab, bedeutet das, dass jeder Lenker als Rennlenker gilt. Danke, bmvit! Hier ist das Schriftstück zum Download:

Wann ist man im Training?

Im Training kann man immer sein, auch im Anzug und am Weg zur Arbeit. Denn schon im Jahr 2006 hat der Unabhängige Verwaltungssenat Wien (UVS) entschieden, dass “der Berufungswerber passionierter Radfahrer ist und jede sich ihm bietende Möglichkeit nützt, um ein Training durchzuführen.” und daher die Strafe, die gegen ihn wegen Radweg-Nichtbenutzung verhängt wurde, aufzuheben sei! Und: “Gegen diesen Bescheid ist ein ordentliches Rechtsmittel nicht zulässig.”

Https://www. radlobby. at/was-gilt-rechtlich-als-rennrad

Ist Rennrad fahren anders als Mountainbiken?

Kann man davon ausgehen, wenn man ein guter Rennrad Fahrer ist, dass man dann automatisch auch gut beim Mountainbiken ist oder sind das andere Muskelbeanspruchungen, die man bei den Sportarten benötigt?

2 Antworten

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Auch wenn die Trittbewegung prinzipiell bei beiden Räderarten gleich ist, gibt es schon gewisse Unterschiede bei der Beanspruchung.

Das beginnt schon beim Rollwiderstand, der beim Mountainbike in der Regel höher ist, also beim Rennrad. Letzteres ist schließlich für eine lange Strecke auf glatter Fahrbahn ausgelegt, daher müssen die Reifen vor allem einen geringeren Rollwiderstand bieten, was sie vor allem durch ein glattes Profil erreichen.

Das MTB ist dagegen für das Gelände und weniger lange Strecken bestimmt. Um den Halt auch auf losen Untergrund zu sichern, sind die Reifen stärker profiliert, was aber zur Folge hat, dass man beim Treten mehr Energie aufwänden muss.

Außerdem, und das ist wohl der wesentliche Unterschied, unterscheiden sich die Sportarten hinsichtlich der Belastungsform. Rennradfahren ist in erster Linie eine ausdauerbetonte Belastung über eine lange Strecke, wie ich schon schilderte.

Das hat zur Folge, das die Anteile hinsichtlich der eigenen Fähigkeiten bezüglich Ausdauer und Kraft unterschiedlich verteilt sind, als beim MTB, wo man abseits einer befestigten Straße auch wegen der Topografie mehr Kraft aufwänden muss, was aber nicht heißt, dass man mit einem Rennrad nicht kraftvoll fahren kann.

Auch mit dem Rennrad kann man kraftbetont fahren, etwa an einer Steigung, die über zwei, drei Stunden geht. Doch diese Form der Belastung unterscheidet sich aber schon von der, die auf dem MTB abseits im Gelände entsteht.

Daher gibt es auch hier die Unterscheidung zwischen Grundlagen – und spezifischer Ausdauer. In beiden Fällen baut sich eine Grundlagenausdauer auf, aber es entwickelt sich jeweils eine spezifische Ausdauer infolge der in einem gewissen Maße unterschiedlichen Belastungen der Muskulatur. Das heißt unter dem Strich, dass ein guter Rennradfahrer noch lange kein guter MTB-Fahrer sein muss.

Neben der von mir geschilderten Muskelbeanspruchen gibt es auch Unterschiede hinsichtlich der Fahreigenschaften von Rennrad und MTB, die zumindest in bestimmten (Grenz-) Sitationen unterschiedliche Fähigkeiten erfordern.

Https://www. sportlerfrage. net/frage/ist-rennrad-fahren-anders-als-mountainbiken

Zeigt her eure Schuhe – MTB oder Rennradsystem am Gravelbike

Wie in vielen anderen Themenbereichen auch spaltet sich die Frage nach der besten Schuhwahl beim graveln klassisch in Mountainbike und Rennrad auf, sofern du dich einmal für Klickpedale entschieden hast. Zwei verschiedene Konzepte mit jeweils weiteren verschiedenen Untersystemen. Was sind aber die genauen Unterschiede – und welcher ist der beste Schuh am Gravelbike für dich?

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Allgemein

Egal ob Gravelbike. Trekking-, MTB oder Rennrad: Wer gern öfter Fahrrad fährt oder schwierigere sowie längere Fahrten mit dem Drahtesel absolviert, entscheidet sich meist irgendwann, Schuhe mit einem Klicksystem zu tragen. Gepaart mit dem richtigen Pedal bist du dadurch fest mit deinem Bike verbunden. Die Vorteile resultieren zum einen aus einer besseren Kraftübertragung, dass du während des Tretens vom Pedal nicht abrutschen kannst und dass es möglich wird, das Pedal nach oben zu ziehen. Aber auch die richtige Position der Füße auf den Pedalen gewährleisten die „Klickies“, vorausgesetzt, sie sind korrekt eingestellt.

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Rennradschuhe fürs Gravelbike?

Schuhe, die für das Tragen auf dem Rennrad konzipiert wurden, zeichnen sich durch verschiedene Merkmale aus. Die Sohle besteht fast immer aus einem sehr steifen Material wie Carbon. Sie ist in der Regel komplett glatt gearbeitet, also ohne irgendein Profil. Lediglich ein paar wenige Gummipuffer sind an der Unterseite solcher Schuhe angebracht. Dies dient dem Zweck, dass beim Laufen die harte Sohle nicht beschädigt wird und man nicht rutscht. Weiterhin bestehen Rennradschuhe aus einem leichten, dünnen Obermaterial mit in der Regel eng anliegender Passform. Eine gute Belüftung ist damit ebenso gewährleistet wie eine effektive Kraftübertragung.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Hat man sich beim Gravelbike für einen Rennradschuh entschieden, liegt die Qual der Wahl bei den Pedalsystemen vor einem. Unterschiedliche Hersteller bieten dazu verschiedene Systeme an, Shimano beispielsweise das SPD-SL-System. Grundlegend sind alle Rennradschuhe auch mit allen Rennradpedalen kompatibel. Die Verbindungsstücke zwischen Schuh und Pedal heißen „Cleats” und werden mit den jeweiligen Pedalen mitgeliefert, sie bestehen in den allermeisten Fällen bei Rennradsystemen aus Hartplastik. Die Cleats liegen immer außen auf der Sohle auf. Das heißt, sie berühren beim Stehen oder Laufen den Boden. Die Auslösehärte, also die Kraft, die benötigt wird, um „auszuklicken”, lässt sich separat an vielen Pedalen, aber nicht an allen, einstellen. Der Auslösemechanismus wird aktiviert, indem man den Schuh nach links oder rechts dreht. Die Verschlüsse der Schuhe unterscheiden sich je nach Hersteller und Preisklasse und reichen vom klassischen Schnür – über Klett-, bis hin zum Drehverschluss.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Mountainbike-Schuhe fürs Gravelbike?

Mountainbike-Schuhe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sehr robust sind. Konkret bedeutet dies, dass das Obermaterial im Vergleich zu Rennradschuhen massiver ist. Da sie im Gelände zum Einsatz kommen, sollen damit Durchstöße auf der Oberseite vermieden werden. Auch die Sohle unterscheidet sich auffallend von Rennradschuhen. Sie ist wesentlich stärker profiliert, also mit einem echten Profil ausgestattet. Je nach Modell differiert die Stärke, also die Höhe des Profils. Die Sohle kann zudem weicher sein, um damit besser Gehen zu können und im Gelände mehr Grip zu haben. Dahingehend unterscheiden sich hier beispielsweise komfortable Tourenschuhe von effizienten Raceschuhen. Alles in allem sind MTB-Schuhe durch die erhöhte Strapazierfähigkeit meist auch schwerer.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Auch die Pedalsysteme unterscheiden sich deutlich gegenüber denen für Rennräder. Die Cleats liegen nicht auf der Sohle auf, sondern in einer Aussparung. Somit läuft man auf der Sohle und nicht auf dem Cleat. Dieses besteht zudem nicht aus Plastik, sondern in der Regel aus Stahl. Auch der Auslösemechanismus unterscheidet sich. Da es beim Mountainbiken oft zu unerwarteten Situationen kommen kann, ist der Auslösewinkel meist wesentlich größer, so kommt man auch beim schräg nach oben Ziehen frei. Im Fall der Fälle löst man also schneller den Mechanismus und kommt einfacher aus der Verbindung heraus. Die Auslösehärte ist nicht bei allen Modellen einstellbar. Die Verschlüsse der Schuhe unterscheiden sich kaum von Rennradschuhen.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Welchen Schuh brauchst du für dein Gravelbike?

Wenn man sich auf den Straßen umsieht, fällt auf, dass Rennradfahrer*innen zum überwiegenden Teil auch Rennradschuhe tragen und Mountainbiker*innen eben solche für Mountainbikes. Auf dem Schotter mischt es sich dann. Die einen kommen vom Rennrad und haben dementsprechend Rennradschuhe auf dem Gravelbike an, die anderen sind Mountainbiker*innen und tragen deshalb Mountainbike Schuhe. Grundsätzlich geht also beides, aber hier kommt das ABER:

Beim direkten Vergleich der beiden Schuh-Systeme ist bereits abzulesen, welche Gegebenheiten für welchen Schuh gemacht sind. Da man mit Mountainbikes bevorzugt auf unwegsamen Gelände und holprigen Wegen unterwegs ist, schließen sich hier Rennradschuhe von selbst aus. Das dünne Obermaterial könnte beim Befahren von Trails schnell zerkratzt und dann im weiteren durchlöchert werden. Falls es zu einer Situation kommt, in der man schieben muss, bietet die glatte Sohle kaum Halt und danach kann es nötig sein, die Cleats von Schlamm oder Steinchen zu befreien, um sich wieder einklicken zu können. Rennrad-Schuhe am MTB sind also keine besonders gute Idee, am Gravelbike können sie funktionieren, wenn die Strecken nicht komplett mountainbikelastig sind.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Wer auf Nummer sicher gehen will, bei wem Performance nicht an ganz oberster Stelle steht, dafür aber Komfort und Alltagstauglichkeit, dem empfehlen wir als Schuhwerk für das Gravelbike Mountainbike-Schuhe.

Auf Touren, bei denen es notwendig wird, schon das eine oder andere Mal einen Fußweg in Kauf zu nehmen, zum Beispiel beim Einkaufen auf Mehrtagestouren, oder auf richtig unwegsamen Gelände, bieten sich MTB-Schuhe deswegen sehr an. Aber auch für Pendler, die mit dem Gravelbike zur Arbeit fahren, sind MTB-Tourenschuhe die beste Option. So kommst du im Büro viel einfacher die Treppen hoch und bei Nässe rutscht du auf den Fließen viel sicherer zum Schreibtisch.

Insbesondere wenn man ab und zu auch mal neben der Straße unterwegs ist, machen sich MTB-Schuhe einfach besser. Falls doch mal ein Hindernis im Weg steht, läuft es sich wesentlich sicherer drum herum oder darüber hinaus. Vor allem wenn du unsicher bist, ob du einfach genug aus den Pedalen herauskommst (beispielsweise an der Ampel), bieten sich diese Schuhe mit entsprechendem Pedalsystem an. Es gibt spezielle Cleats, die einen Ausstieg in mehrere Richtungen ermöglichen, beispielsweise die Shimano SM-SH56.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Gibt es dann also überhaupt einen Grund für Rennradschuhe am Gravelbike? Ja, mehrere. Da der Schuh ein rotierendes Teil am Rad ist, zählt – theoretisch – jedes Gramm. Ähnlich wie bei Laufrädern können mit leichteren Rennradschuhen lange Touren und Aufstiege wesentlich kraftsparender absolviert werden. Die Sohle ist bei Rennradschuhen oft steifer und damit ebenfalls effizienter (oft jedoch abhängig von der Preisklasse). Weiterhin sind Rennradschuhe oftmals aerodynamischer und damit schneller. Nicht zuletzt die cleane Optik spricht für die Rennradschuhe.

Rennradschuhe und MTB-Schuhe unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht voneinander. Wer auf dem Gravelbike leicht und schnell unterwegs sein möchte und nur ab und zu ein paar Schritte zur Tankstellenkasse macht, der ist mit Rennradschuhen am besten beraten. Wer allerdings mit dem Gravelbike viel im Gelände unterwegs ist, vielleicht ein wenig Angst vor dem Ausklicken hat, oder einfach gern auch auf Radreisen sicher und stabil stehen und gehen möchte, der ist mit MTB-Schuhen auf dem Gravelbike besser beraten. Wer jetzt immer noch nicht weiß, welches System für ihn oder sie am besten passt, dem raten wir, es einfach mal auszuprobieren!

Https://blog. bruegelmann. de/welcher-schuh-am-gravelbike/

Rennrad oder Gravelbike – ein Unentschieden?

Unsere Profi-Athleten Frederic Funk und Lothar Leder wägen ab

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Rennräder gibt es schon ewig – die ersten Radrennen fanden bereits um 1890 statt. Gravelbikes hingegen erleben ihren Boom erst seit 2015. Beide Fahrradarten haben ihre Vor – und Nachteile. Aber gibt es den einen Gewinner oder ist es eine Frage der persönlichen Zielsetzung? Und wie grenzt sich das Crossbike davon ab? Wir geben einen Überblick und haben unsere Athleten Frederic Funk und Lothar Leder nach ihren Meinungen gefragt.

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Rennrad oder Gravelbike: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zügig unterwegs bist du sowohl mit dem Rennrad als auch mit dem Gravelbike. Beides sind eher keine Räder für gemütliche Fahrten in aufrechter Sitzposition – beide wollen ihre Möglichkeiten voll auf die Straße oder ins Gelände bringen. Die Räder sind so konzipiert, dass der sportliche Aspekt ganz weit oben steht. Für Laien sind sie deswegen optisch kaum zu unterscheiden.

Kurz gesagt: Ein Rennrad steht für maximale Geschwindigkeit bei sehr geringem Rollwiderstand auf asphaltierten Straßen – ein Gravelbike punktet durch Offroad-Flexibilität und setzt auf Komfort.

Also ist ein Gravelbike ein Rennrad mit Mountainbike-Reifen? Nicht ganz, denn die sind nochmal deutlich breiter. Zwar kannst du mit einem Gravelbike dort weiterfahren, wo für das Rennrad Schluss ist. Aber die Bereifung ist nur einer von mehreren Unterschieden. Wir zeigen dir, was die beiden Räder hinsichtlich Material und Ausstattung unterscheidet.

Bei genauerem Hinsehen erkennst du, dass sich der Rahmen eines Rennrads von dem eines Gravelbikes unterscheidet. Gravelbikes verfügen in der Regel über einen längeren Radstand. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass das Vorderrad weiter vom Hinterrad entfernt ist als beim Rennrad. Dadurch entsteht ein komfortables und sicheres Fahrgefühl, was im Gelände wichtig ist. Außerdem haben Gravelbikes ein längeres Steuerrohr und liegen dadurch höher auf der Straße. Mehr Bodenfreiheit – perfekt für Unebenheiten.

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Rennrad und Gravelbike ist natürlich die Bereifung. Viele Radsportler fahren ihre Rennräder mit 23–28 mm breiten Reifen. Für Gravelbikes verwenden sie oft Reifen mit 40 mm, wobei hin und wieder noch breitere Reifen zu sehen sind. Und klar: Dünne Reifen mit hohem Reifendruck wirken sich anders auf die Geschwindigkeit aus als breite Reifen mit speziellem Profil für Schotter – und gut befahrbare Waldwege. Erfahrungen haben aber gezeigt, dass auch mit einem Gravel-Reifen ordentlich Speed auf der Straße möglich ist.

Hier steht beim Gravelbike ganz klar der Komfort im Vordergrund. Anders als beim klassischen Rennrad biegen sich die Enden des etwas breiteren Lenkers weiter nach außen. Dadurch hast du das Gefühl, stabiler unterwegs zu sein – das kommt dir vor allem im Gelände entgegen. Im Rennradsport beobachten wir oft leichte Carbonlenker, die für die nötige Aerodynamik sorgen.

Scheibenbremsen – der heutige Standard. Du siehst kaum noch Rennräder oder Gravelbikes ohne sie, was in Bezug auf die hohen Geschwindigkeiten fast selbstverständlich ist.

Typische Übersetzungen, wie es sie bei Rennrädern gibt, sucht man bei Gravelbikes vergeblich. Hier kannst du in erster Linie nach persönlichen Vorlieben entscheiden. Meistens stehen zwei Optionen zur Auswahl:

    Konfigurationen mit nur einem Kettenblatt Zweifach-Übersetzungen

Scheibenbremsen – der heutige Standard. Du siehst kaum noch Rennräder oder Gravelbikes ohne sie, was in Bezug auf die hohen Geschwindigkeiten fast selbstverständlich ist.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Und was ist ein Crossbike?

Gravelbikes und Crossbikes sind sich sehr ähnlich. Beides sind Räder, mit denen du das ganze Jahr unterwegs sein kannst, während klassische Rennräder im Winter auf nassen und rutschigen Untergründen Nachteile haben. Vereinfacht gesagt: Ein Crossbike (auch Cyclocross genannt) kommt dem traditionellen Mountainbike noch ein Stück näher als das Gravelbike, ist aber immer noch schneller als das Mountainbike. Du bewegst dich damit überwiegend im Gelände, hättest aber auf normalen Straßen mit Geschwindigkeitsverlusten zu kämpfen. Von der asphaltierten Straße hin zum Gelände kannst du dir die Abstufungen der Räder wie folgt vorstellen:

Aerobike → Rennrad → Gravelbike → Crossbike → Mountainbike

Frederic Funk: „Das Gravelbike schult technische Fähigkeiten“

Wir haben unserem Team-ERDINGER-Alkoholfrei-Mitglied Frederic Funk (Jahrgang 1997) drei Fragen gestellt. Er kennt sich aus: Bereits seit 2011 ist Frederic leistungsorientierter Triathlet. 2019 konnte er den Ironman 70.3 auf Lanzarote gewinnen. 2021 gelang ihm dann endgültig der Durchbruch mit seinem Sieg beim Half Challenge in St. Pölten und bei der Half Challenge EM in Walchsee.

Hi Frederic, nutzt du das Gravelbike regelmäßig, und wenn ja – wann?

„Im Sommer nutze ich es kaum, weil das Training dann sehr spezifisch ist. Im Herbst und Winter sieht es schon anders aus. Ich nutze es häufig bei schlechtem Wetter. Oder auch mal, wenn ich keine Lust auf Straßenverkehr habe und Waldwege entdecken will. Zweimal pro Woche sitze ich in der kalten Jahreszeit bestimmt auf dem Gravelbike.“

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Wie viele Räder hast du und gibt es etwas, das dich am Gravelbike explizit stört?

„Ich habe zwei TT-Bikes, ein Rennrad und ein Gravelbike. Und am Gravelbike stört mich ehrlich gesagt nichts. Im Gegenteil – das Fahren im Gelände schult meine technischen Fähigkeiten. Ich fahre mit dem Gravelbike gerne auch mal anspruchsvolle Trails.“

Was ist die größte Stärke des Rennrads neben der Geschwindigkeit? Gibt es da noch etwas?

„Die Geschwindigkeit ist wahrscheinlich die einzige Stärke gegenüber dem Gravelbike. Ansonsten gibt es auch auch in der Trainingsgestaltung wenig, was man nicht mit beiden Rädern machen könnte.“

Lothar Leder: „Schwere Räder machen mich verrückt“

Und auch mit einem der bekanntesten Gesichter der deutschen Triathlon-Geschichte haben wir gesprochen: ERDINGER Alkoholfrei Markenbotschafter Lothar Leder (Jahrgang 1971):

Hi Lothar. Schön, dass auch du uns ein paar Fragen zu diesem Thema beantwortest. Würdest du Einsteigern ein Gravelbike empfehlen?

„Auf jeden Fall. Mit einem Gravelbike schafft man sich eine gute Basis und ist ziemlich flexibel. Anfangs kann man auch mit Turnschuhen und Flat-Pedals fahren. Wenn man dann etwas fitter wird, kann einfach eine Rennradbereifung angebracht werden und schon sitzt man auf einem Rennrad. Dazu vielleicht noch einen Aufsatz draufmachen – fertig. Und wer ein wenig investieren möchte: Eine elektronische Schaltung macht doppelt Spaß.“

Sonntagmorgen, lockere Fahrt: Welches Rad macht dir persönlich mehr Spaß? Und wie viele Räder besitzt du?

„Mehr Spaß macht mir tatsächlich das Rennrad. Weil es leichter rollt und ich etwas faul bin (lacht). Gravelbikes sind immer etwas anstrengender. Ich persönlich kann mit dem Rennrad meinen Radius viel mehr ausweiten und wir fahren am Wochenende fast immer in der Gruppe. Für eine kurze Runde nehme ich hingegen das Gravelbike. Neben diesen beiden Rädern habe ich noch ein Mountainbike.“

Nutzt du das Gravelbike im Training oder ist es eher ein Ausgleich für dich? Und was kannst du zu den Gewichtsunterschieden sagen?

„Ich nutze es ganz klar im Training. Einmal pro Woche sitze ich auf jeden Fall auf einem Gravel – oder Mountainbike. Das Gewicht stört mich aber etwas – schwere Räder machen mich verrückt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.“

Die Ausgangsfrage, ob das Rennen zwischen einem Rennrad und einem Gravelbike mit einem Unentschieden beendet wird, kannst du dir also selbst am besten beantworten. Denn die Auswahl des passendes Bikes hat immer etwas damit zu tun, wo und wie du es einsetzen möchtest. Wir wünschen viel Spaß auf der Straße, im Gelände oder wo auch immer!

Https://erdinger-active-team. de/activeblog/rennrad-oder-gravelbike

Das Rennrad fürs Gelände? So fahren sich Gravelbikes

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

(Foto: egadolfo/Getty Images) Mit einem Gravelbike können Sie auch abseits von asphaltierten Wegen fahren.

Schon lange gibt es mehr als nur City – und Mountainbikes auf dem Markt. Mischformen haben sich bereits etabliert und erschließen völlig neue Zielgruppe. Das Gravelbike ist eines von ihnen und stellt ein Rennrad dar, was Sie auch in unebenen Gelände fahren können. Wie gut das geht, haben wir Ihnen einmal zusammengefasst.

Wer schon immer Wert auf ein sportliches Fahrrad legte und sich ärgerte, wenn die Wege mal ein wenig holpriger wurden, sollte sich mal Gravelbikes ansehen. Gavelbikes sind die Rennräder fürs Grobe und neben den E-Bikes das Boomsegment der Radlerwelt der vergangenen Jahre. Kaum ein Hersteller ohne Gravelbike im Programm – von Canyon über Cannondale bis Stevens oder Specialized. Der Anspruch an die Räder mit Rennlenker und Profilreifen ist hoch: Ein Einsatzzweck, dem sie nicht gewachsen seien? Gebe es kaum, sagen die Hersteller.

Kritiker entgegnen: Gravelbikes seien nichts Neues, sie gebe es schon so lange wie Querfeldeinrennen – also seit über 100 Jahren. Nur der Marketingbegriff sei neu. Anderseits grenzen sie sich von heutigen wettkampftauglichen Cyclocross-Rädern ab, denn für diese gelten technische Vorgaben des Weltradsportverband UCI, etwa bei der Reifenbreite. Gravelbikes für den Hausgebrauch sind dagegen oft mit dickeren Gummis unterwegs – für mehr Komfort im Sportleralltag. Wir überprüfen die Ansprüche anhand des Rose Backroad AL GRX RX600.

Gravelbike in der Praxis: Gemacht für die Wege abseits

Der Einsatzzweck: «Gravel» bedeutet «Schotter»: Anders als ein Rennrad mit schmalen Reifen komme das Backroad AL auf Schotterwegen, aber auch schlechten Fahrradwegen, auf Waldwegen und Singletrails gut zurecht, sagt Linus Hartung aus Roses Marketing-Abteilung. Zugleich aber sei es auf höhere Geschwindigkeiten auf der Straße ausgelegt. Dazu besitzt es eine Rahmengeometrie wie ein Endurance – oder Marathon-Rennrad – so werden die weniger kompromisslosen Trainingsrennräder für ambitionierte Hobbysportler oft genannt.

Zu den typischen Kunden zählen Hartung zufolge Rennradfahrer, die sich in den Offroad-Bereich vorwagen, Mountainbiker, die in den Endurance-Bereich möchten oder Einsteiger, die das Graveln für sich entdecken. Anders als bei einem Rennrad sei der Radler «an nichts gebunden», sagt Hartung. «Das erklärt den Erfolg.»

Gravelbike in der Praxis: Diese Technik steckt drin

Gravelbikes wie das Rose sind vom Rennrad her gedacht, doch man sitzt aufrechter als auf einem Profi-Flitzer. Die unteren Bögen des Rennlenkers sind hier leicht ausgestellt, im Fachjargon spricht man von Flare. Je mehr Flare, so Hartung, desto besser könne man mit abgewinkeltem Handgelenk und breiter ausgestellten Armen Schläge während der Fahrt auf ruppigerem Grund abfedern.

Der Steuerwinkel, also der Winkel zwischen Steuerkopf und Untergrund, beträgt 70 Grad und ist damit flacher als bei einem Rennrad. «Dafür fährt es ruhiger, vor allem im Gelände», sagt Hartung. Auch der etwas gelängte Radstand, der bei Mountainbikes in der Regel noch länger ist, wirkt beruhigend. Herzstück aber sind die für den schlanken Radtyp recht breiten Reifen. Auf den 28-Zoll-Alu-Laufrädern vom Schweizer Zulieferer DT Swiss sind 40-Millimeter-Mäntel montiert.

«Der ganze Komfort wird durch die Reifen generiert», sagt Hartung. Denn Federgabeln und Rahmendämpfung fehlen hier genauso wie Dämpfungselemente an Sattel oder Vorbau, wie man sie an manchen Gravelbikes findet. Allenfalls die Vollcarbongabel wirkt subtil komfortsteigernd. Wie für die Gattung üblich, kommen Scheibenbremsen zum Einsatz. Hier sind es 160-Millimeter Shimano-Discs vorn und hinten. Anders als Felgenbremsen sorgen sie auch bei Nässe und Matsch für eine quasi unbeeinträchtigte Verzögerungswirkung.

Noch vor Kurzem wurden an Gravelbikes fast nur Rennradschaltungen montiert: Hier indes ist mit der Shimano GRX die erste für Gravel konzipierte Gruppe verbaut. Es gibt sie in mehreren Ausführungen, mechanisch und elektronisch mit einem oder zwei Kettenblättern vorn für feinere Sprünge zwischen den Gängen. Am Backroad arbeitet die Variante mit einem Kettenblatt (40 Zähne) und einer 11-fach-Kassette. Das kleinste Ritzel hat 11, das größte 42 Zähne.

Integriert ist ein so genannter Kettenstabilisator, der mit einem On-Off-Schalter am Schaltwerk bedient wird. Auf «On» soll ein Herausspringen der Kette auf gröberem Terrain verhindert werden. Abgeschaltet fährt sich die Schaltung mit geringerer Federspannung etwas reibungsloser.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

(Foto: Asoggetti/Unsplash) Dank der dicken Bereifung kann ein Gravelbike auch im Winter gefahren werden.

Gravelbike in der Praxis: So fährt sich der Hybrid

Der Fahreindruck: Mit nur 9,4 Kilo Gesamtgewicht fährt sich das Backroad mit Alurahmen und Cabongabel leichtfüßig. Zunächst sind wir auf der Straße unterwegs und gehen auf Geschwindigkeit. Kein Problem. Mit der Kette auf dem kleinsten Ritzel ist die Übersetzung so groß, dass die Trittfrequenz sich bei Tempo weit jenseits der 30 km/h nicht zu hektisch anfühlt. Ein Rennrad hat zwar ein größeres Kettenblatt und fährt sich im direkten Vergleich noch luftiger und dank schmalen Reifen widerstandsfreier, aber auch mit dem Rose-Bike zählt man zur schnelleren Sorte. Nur die Abstufung der Gänge könnte feiner sein.

Wie biegen ab. Auch den geschotterten Forstweg im Wald nimmt das Backroad willig unter die Stollen. Es versteht sich, dass es den Kies nicht so glattbügelt wie ein vollgefedertes Mountainbike. Doch mit Rennradradreifen ginge es hier weit ungemütlicher zu. Spätestens Wurzelwerk, wie es viele Singletrails überzieht, zeigt dem Backroad die Grenzen auf. Die Schläge fühlen sich zu hart an, das Vorderrad rutscht ein ums andere Mal seitlich weg. Wird es im groben Terrain, etwa einem Trail im Wald, richtig steil, wird man früher als auf vielen Mountainbikes aus dem Sattel gezwungen, früher oder später mangelt es an Traktion.

Andererseits bieten die 40-Millimeter-Pneus dank des Seitenprofils guten Grip in schnell durchfahrenen Kurven – selbst auf staubigen Feldwegen. Trockene sandige Pisten weisen das Rad jedoch ebenfalls in die Schranken. Hier gibt es eine Stellschraube: Wer den Luftdruck auf gute zwei Bar senkt, kann Bodenhaftung und Komfort etwas steigern. Auf dem Rad mit dem steifen Rahmen ist das eine willkommene Option, denn Alu wirkt anders als Stahl kaum dämpfend. Gravelbikes aus Stahl indes sind selten und meist teurer.

Kann man ein Mountainbike als Rennrad benutzen

Gravelbike in der Praxis: Ausstattung, Zubehör, Peripherie

Wie bei Rennrädern üblich wird auch das Backroad ohne Pedale ausgeliefert. Einsteiger-Pedalsätze mit Klicksystem gibt es ab gut 40 Euro extra, wer leichte Carbonpedale möchte, kann aber auch 90 Euro und mehr ausgeben.

Wer das Rad aufrüsten möchte, hat dank vieler Rahmenösen dazu Möglichkeiten. An Sitz – und Unterrohr gibt es je zwei Anschraubpunkte für Flaschen – und Schlosshalterungen, auf dem Oberrohr zwei weitere Ösen, etwa für eine Rahmentasche. Auf der Unterseite des Unterrohrs kann eine kleine Pumpe angeschraubt werden, die auf Matschfahrten aber schnell verdrecken dürfte.

Wer als Berufspendler das Allroad nutzen möchte, kann Schutzbleche an entsprechenden Aufnahmen montieren, sogar an Aufnahmepunkte an der linken Kettenstrebe für einen Ständer wurde gedacht. Und soll es auf Bikepacking-Tour gehen, bietet die Carbongabel drei Anschraubpunkte für Lowrider-Gepäckträger. Alternativ kann man zum vorkonfigurierten Backroad Randonneur inklusive Beleuchtung greifen.

Der Preis: Mit 1799 Euro bietet das Backroad AL GRX RX600 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 250 Euro spart, wer zum Einstiegsmodell der Backroad AL-Reihe greift, das 1549 Euro kostet und mit der etwas schwereren RX400-Gruppe bestückt ist. Preislich dazwischen liegt die Variante mit der 1×11-Apex-Schaltung von Sram.

Das Fazit: Wer auf einem Gravelbike aufsattelt, liegt voll im Trend und erweitert sein Terrain. Mit dem Rose rollt ein ausgereiftes Stück Technik mit Allrounder-Tugenden unter dem Po. Wer im Gelände oder auf der Straße nach sportlichen Höchstleistungen trachtet, sollte allerdings zum Rennrad oder zum Mountainbike greifen.

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