In welchen städten gibt es die meisten tödlichen radfahrerunfälle

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Https://ratingen-nachhaltig. de/kommentar-mehr-radverkehr-dazu-brauchen-wir-sichere-fahradwege/

Gefährlichste Städte für Radfahrer im Straßenverkehr in Deutschland in 2019

Die Stadt Konstanz am Bodensee verzeichnete zum Erhebungszeitraum mit einem Wert von 4,6 die höchste Zahl an Todesfällen bei Unfällen mit Fahrrädern je 100.000 Fahrradfahrer. Nur knapp dahinter folgten Karlsruhe und Göttingen mit jeweils rund 4,2 beziehungsweise 3,1 verunglückten Radfahrern je 100.000.

Gefährlichste Städte für Radfahrer im Straßenverkehr in Deutschland nach Anzahl der Todesfälle bei Fahrradunfällen je 100.000 Radfahrer

MerkmalTodesfälle je 100.000 Radfahrer

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Verkehrstote in Deutschland bis Mai 2023

Verkehrstote in Deutschland bis 2022

+

Verkehrstote je eine Million Einwohner in der EU nach Ländern in 2022

+

Verunglückte im Straßenverkehr in Deutschland nach Alter und Geschlecht 2022

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Https://de. statista. com/statistik/daten/studie/1039817/umfrage/gefaehrlichste-staedte-fuer-radfahrer-im-strassenverkehr-in-deutschland/

Erstmals seit Jahren geht die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrrädern in Baden-Württemberg zurück

Erstmals seit Jahren nehmen Verkehrsunfälle mit Fahrrädern in Baden-Württemberg ab. Dafür gibt es in einigen Städten ein neues Problem: Die E-Scooter-Unfälle häufen sich.

In Baden-Württemberg ist die Zahl der verunglückten Radfahrerinnen und – Fahrer deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren von Januar bis Juni 2021 rund 4.100 Menschen in einen Unfall mit dem Fahrrad oder Pedelec verwickelt. Das sind 16 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres – und auch weniger als im entsprechenden Zeitraum 2019. Das Landesamt erklärte den Rückgang mit dem schlechten Wetter.

Die Universitätsstadt Freiburg registrierte trotz rückläufigen Trends erneut mit 263 die meisten verunglückten Radlerinnen und Radler im Land. Darauf folgen die Landeshauptstadt Stuttgart mit 231 sowie der Ortenaukreis mit 210 Verunglückten.

ADFC gibt keine Entwarnung

Nach Angaben der Statistikbehörde nahm sowohl die Zahl der leicht verletzten Radlerinnen und Radler (15,6 Prozent weniger) als auch die der schwer verletzten (18,0 Prozent weniger) ab. Über ein Viertel der im ersten Halbjahr verunglückten Fahrradfahrenden waren mit einem Fahrrad mit Elektroantrieb unterwegs.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) gab trotz des erfreulichen Rückgangs keine Entwarnung: „Ich habe die Vision Zero, also gar keine Unfälle“, sagte Verbandschefin Gudrun Zühlke. Dafür müsste sich aber auch die Verkehrssituation ändern. Die größten Ängste der Radler entstehen laut dem ADFC durch zu geringen Abstand überholender Fahrzeuge. „Das ist für die Radfahrer eine sehr unangenehme Situation“, sagte Zühlke. Die vorgeschriebene Distanz von 1,5 Meter müsse viel stärker von der Polizei kontrolliert werden, etwa mit Videokameras von Brücken.

Unfälle mit E-Scootern nehmen zu

Zudem verknappten parkende Autos den Platz für die Radfahrer auf den Straßen. Zu deren Verunsicherung trage auch bei, dass Fahrradwege nicht selten im Nirgendwo endeten oder ihre Fortführung nicht sofort erkennbar sei. Schilder mit der Bitte an die Radler, in solchen Situationen abzusteigen, seien eine Zumutung. Zühlke: „Eine solche Aufforderung an Autofahrer habe ich noch nie gesehen.“

Während die Zahl der Fahrrad – und Pedelecunfälle landesweit zurückging, zeigte sich in einigen baden-württembergischen Städten ein neues Problem. In Mannheim etwa hat die Polizei auch die Unfälle mit E-Scootern im Blick, die seit 2019 in Deutschland zugelassen sind. Die Zahl der Verunglückten gehe wegen der Verfügbarkeit der E-Scooter nach oben, sagte Polizeisprecher Tobias Hoffert. Dabei gebe es auch schwerste Verletzungen und tödlich verunglückte Scooter-Fahrerinnen und – Fahrer.

Stadt Mannheim startet E-Scooter-Kampagne

Laut den aktuellsten Zahlen des baden-württembergischen Innenministeriums ist ein deutlicher Anstieg festzustellen: Im ersten Halbjahr 2020 wurden noch 68, im entsprechenden Zeitraum 2021 bereits 192 Unfälle landesweit festgestellt. Dabei sind die Sommermonate Juli, August und September, in denen die E-Scooter besonders häufig genutzt werden, nicht mitberechnet. Mannheim startet angesichts dessen nun eine Kampagne: In den sozialen Medien will die Stadt in den kommenden Wochen über die Regeln der E-Scooter-Nutzung informieren.

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Https://www. swr. de/swraktuell/baden-wuerttemberg/fahrrad-unfaelle-in-baden-wuerttemberg-nehmen-ab-100.html

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Https://www. spiegel. de/auto/toedliche-fahrradunfaelle-koennen-neue-kreuzungen-das-abbiegen-sicherer-machen-a-00000000-0002-0001-0000-000174784654

Verbände fordern Konsequenzen aus der Serie tödlicher Fahrradunfälle in Dortmund

In welchen städten gibt es die meisten tödlichen radfahrerunfälle

Große Kreuzung, schlechter Radweg, Konfliktgrün: So werden Radfahrende von abbiegenden Kfz gefährdet. (Foto: Peter)

In den vergangenen zwölf Monaten hat es in Dortmund drei tödliche Radfahrer-Unfälle gegeben, die sich alle nach demselben Muster ereigneten: Ein rechts abbiegender Lkw missachtet den Vorrang des geradeaus fahrenden Radfahrers und verursacht einen tödlichen Unfall. Zwei der Unfälle ereigneten sich an Kreuzungen der Mallinckrodtstraße, der Dritte unweit davon an der Bornstraße.

Keiner dieser Unfälle hätte sich so ereignet, wenn es an diesen Kreuzungen getrennte Grünphasen für Abbieger des motorisierten Verkehrs und geradeaus fahrenden Radverkehr gegeben hätte.
Drei Menschen würden noch leben, darunter ein elfjähriges Kind.

Gefärbte Furtmarkierungen und vorgezogene Aufstellflächen sind an vielen Stellen zweifelsfrei eine Option – an großen, unübersichtlichen Kreuzungen mit viel Autoverkehr schaffen sie aber keine ausreichende Sicherheit. Vorgezogene Aufstellflächen etwa helfen nur bei roter Ampel, fließt der Verkehr bei Grün, bleibt die Gefahr bei rechtsabbiegenden Autos bestehen.

Auf Initiative von VeloCityRuhr haben die Fahrradinitiativen und – verbände ADFC, VCD, VeloKitchen und VeloCityRuhr deshalb gemeinsam mit dem Behindertenpolitischen Netzwerk, FUSS, dem Runden Tisch zur Prävention für Kinderunfällen und dem Seniorenbeirat der Stadt Dortmund einen Forderungskatalog aufgestellt:

1. Getrennte Grünphasen für Abbieger des motorisierten Verkehrs einerseits und geradeaus fahrende Radfahrer und Fußgänger andererseits an fünf gefährlichen Kreuzungen der Mallinckrodtstraße: Schützenstraße, Uhlandstraße, Leopoldstraße, Bornstraße und Brunnenstraße.

2. Bei allen Sanierungen, Um – und Neubaumaßnahmen werden die Fahrradstreifen auch im Kreuzungsbereich Mindestens in Regelbreite nach den „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen” (ERA) ausgeführt (Schutzstreifen 1,5 m, Radfahrstreifen 2 m an stark und 1,85 m an schwach befahrenen Straßen). Denn Radfahrstreifen und Schutzstreifen sind an vielen Kreuzungen zu schmal, so dass Radfahrer schlecht zu sehen sind, zu eng überholt und unnötig gefährdet werden.

3. Alternativen zu stark befahrenen Straßen werden als Fahrradstraßen ausgebaut und für den Radverkehr optimiert. Auf diese neuen Verbindungen wird auch durch Radwegweisung hingewiesen.
Führungen des Radverkehrs über Nebenstraßen sind oft mit Umwegen, Zickzack und Zeitverlust verbunden. In der Nordstadt gibt es jedoch mehrere sehr direkte, verkehrsarme Parallelstrecken zu den Hauptverkehrsstraßen, die sich durch gezielte Maßnahmen für den Radverkehr ertüchtigen und zu Fahrradstraßen ausbauen ließen. So könnte ein großer Teil des Radverkehrs sicher, direkt und schnell über diese Nebenstraßen abgewickelt werden. Durch die geringere Kfz-Geschwindigkeit und das Fehlen der konfliktträchtigen, großen Knoten steigt das Sicherheitsniveau. Die Notwendigkeit, auch die Hauptstraßen sicher zu gestalten, bleibt aber bestehen, weil dort wichtige Quellen und Ziele des Radverkehrs liegen.
In der Nordstadt gibt es vier Verbindungen, die sich für den Ausbau als Fahrradstraßen gut eignen.

Erstens eine Strecke parallel zur Mallinckrodtstraße, beginnend an der Osterlandwehr, weiter über Lütgenholz, Herold-, Prior-, Westerbleich – bis hin zur Feldherrn – und Fichtestraße. Hier müssten unter anderem die Querungen Oestermärsch sowie Born-, Leopold – und Schützenstraße verbessert werden, am Spähenfelde braucht es eine Rampe.
Nördlich der Mallinckrodtstraße muss eine Route von der Stollenstraße über Haydn-, Erwin – und Bülow – bis Lagerhausstraße für den Radverkehr ausgebaut werden.
Als Nord-Süd-Verbindungen bieten sich Uhland – und Burgholzstraße an. Die südliche Anbindung der Burgholzstraße kann entweder über Leuthard-, Krim – und Nordstraße oder über Leuthard-, Münster – und Kleine Burgholzstraße erfolgen. In beiden Fällen wären Verbesserungen der Fahrbahndecke und eine verbesserte Querung der Mallinckrodtstr. erforderlich.

Die Einrichtung einer Fahrradstraße darf sich nicht auf das Anbringen eines Fahrradstraßenschilds beschränken. Eine Fahrradstraße muss an die Erfordernisse des Radverkehrs angepasst werden. Bei den genannten Straßen sind das vor allem verbesserte Querungen, Deckensanierungen, Vorfahrtsänderungen und der Um – oder Abbau nicht fahrradverträglicher Aufpflasterungen.

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Führungen des Radverkehrs über Nebenstraßen sind oft mit Umwegen, Zickzack und Zeitverlust verbunden. In der Nordstadt gibt es jedoch mehrere sehr direkte, verkehrsarme Parallelstrecken zu den Hauptverkehrsstraßen, die sich durch gezielte Maßnahmen für den Radverkehr ertüchtigen und zu Fahrradstraßen ausbauen ließen. So könnte ein großer Teil des Radverkehrs sicher, direkt und schnell über diese Nebenstraßen abgewickelt werden. (Karte: OpenStreetmap/VeloCityRuhr)

4. Jährlich werden an einem Fünftel der Kreuzungen, an denen aufgrund der Übersichtlichkeit und geringen Größe keine getrennten Grünphasen erforderlich sind, die Furten für den Radverkehr farbig markiert, so dass der Prozess nach fünf Jahren abgeschlossen ist. Dazu wird im Bestand ein Material verwendet, das auch bei Nässe nicht rutschig wird. Bei allen Sanierungen, Um – und Neubaumaßnahmen werden die Furten mit gefärbtem Asphalt hergestellt. Wo der Radverkehr auf Schutz – oder Radfahrstreifen geführt wird, werden aufgeweitete Radaufstellstreifen angelegt.

5. Wahlfreiheit wird ermöglicht. Wer die Fahrbahn nutzen möchte, darf nicht daran gehindert werden. Aufhebung der teilweise noch bestehenden Benutzungspflichten auf der Mallinckrodtstraße und den kreuzenden Straßen. Überleitungen von Radfahrstreifen und Radwegen auf die Fahrbahn anbieten. Verdeutlichung der Wahlfreiheit durch Piktogramme.

6. Die Unfallkommission legt dem Beirat Nahmobilität der Stadt Dortmund jährlich einen Bericht über Verkehrsunfälle mit Fußgänger – und Radfahrer-Beteiligung vor. Dortmund hat ein Problem mit der Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer, besonders im Radverkehr. Vor diesem Hintergrund ist es nicht vermittelbar, warum dem Beirat und den Radverbänden die Erkenntnisse der Unfallkommission vorenthalten werden sollen.

An der Schützenstraße sind die angesprochenen Probleme gut zu erkennen. Der Radweg am Ende des Radfahrstreifens ist nicht benutzungspflichtig, aber es gibt keine Überleitung auf die Fahrbahn, so dass ein legaler Wechsel nicht möglich ist und Rad – und Autofahrende nicht darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Nutzung der Fahrbahn mit dem Rad zulässig ist. (Foto: Peter) Im weiteren Verlauf hat jemand Stellplätze angelegt, in der Folge ist der verbleibende Seitenraum für Fuß – und Radverkehr eine Zumutung. Zudem ist so im direkten Zulauf zur Kreuzung die Sichtlinie versperrt. (Foto: Peter) Und so haben wir an der folgenden Kreuzung Schützenstraße/Grüne Straße alle Probleme, die entstehen, wenn ein Radweg schlecht gemacht ist: Sichthindernisse, große, unübersichtliche Kreuzung, Furtmarkierung völlig abgefahren und kaum erkennbar, Radweg ausgeblichen und für Autofahrer schlecht erkennbar und der Kurvenradius begünstigt hohe Kfz-Geschwindigkeit. Ohne getrennte Grünphasen werden Radfahrende auf einem derart schlechten Radweg von abbiegenden Kfz gefährdet. (Foto: Peter) (Foto: Peter) (Foto: Peter) Immer noch Grün für beide. (Foto: Peter) Solange es unbenutzbare „Infrastruktur“ für den Radverkehr gibt (hier: Hoppelgehweg, Radfahrer frei), muss Wahlfreiheit durch Markierungen verdeutlicht werden. Positivbeispiel für Verdeutlichung der Wahlfreiheit aus Dortmund. (Foto: Peter) Wahlfreiheit durch Piktogramme verdeutlichen. Positivbeispiel aus Castrop-Rauxel. (Foto: Peter) Ein massenhaftes Problem auf den vorgeschlagenen Fahrradstraßen: nicht fahrradverträgliche Aufpflasterungen. Hier wird ein Radfahrer in den gefährlichen Türbereich eines parkenden Autos gedrängt. (Foto: Peter) Man hätte einfach mal jemanden fragen sollen, der sich mit so was auskennt. (Foto aus den Niederlanden: Peter)

Peter Fricke

Peter aus Dortmund schreibt mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich für Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel für die große Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen. Per E-Mail erreichbar unter peter. fricke, dann folgt das übliche Zeichen für E-Mails, und dann velocityruhr. net.

Https://velocityruhr. net/blog/2018/12/10/forderungen/

Verkehrsunfallbilanz des Jahres 2021

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Im Jahr 2021 bleibt die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Zusammengefasst lautet die Verkehrsunfallbilanz 2021: ein Unfall alle zwei Minuten, ein Verletzter pro Viertelstunde, ein Toter jeden Tag.

„Die Verkehrsunfallbilanz 2021 stimmt mich positiv: Fast 800 Schwerverletze weniger, das ist ein großer Erfolg. Unsere Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit tragen Früchte. Umfassend gesehen bleibt die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Auch die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten bleibt deutlich unter der langjährigen Zahl der Verkehrstoten – auch wenn wir im Vergleich zum Jahr 2020, in dem wir den niedrigsten Wert seit Einführung der amtlichen Statistik verzeichnen konnten, einen leichten Anstieg haben. Gleichwohl gilt: Jeder einzelne Verkehrstote ist einer zu viel. Dieser entsetzliche Schicksalsschlag und die Tragödie für die Angehörigen gilt es zu vermeiden. Darum werden wir nicht müde und unternehmen konsequent alles Erforderliche, um mehr Verkehrssicherheit zu erreichen“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, Thomas Strobl.

Die Verkehrsunfallbilanz in Zahlen

„Kurz zusammengefasst lautet die Verkehrsunfallbilanz 2021: ein Unfall alle zwei Minuten, ein Verletzter pro Viertelstunde, ein Toter jeden Tag“, so Minister Thomas Strobl. Nach dem deutlichen Rückgang bei den Unfallzahlen im Jahr 2020 blieb die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auch im Jahr 2021 auf diesem niedrigen Niveau. Mit 273.875 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen im Jahr 2021 (2020: 269.557) ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg um 1,6 Prozent festzustellen. Während bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden eine Abnahme um 6,1 Prozent zu verzeichnen war, stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Sachschaden um 2,6 Prozent. Bei knapp 90 Prozent der Verkehrsunfälle entstand lediglich Sachschaden. Die Anzahl der verletzten Personen ging um 5,5 Prozent auf 37.445 Verletzte (2020: 39.622) zurück. Am stärksten war der Rückgang bei den Schwerverletzten (elf Prozent). Die Zahl der Verkehrstoten auf den Straßen in Baden-Württemberg stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf 348 (2020: 330).

Ein Blick auf ausgewählte Verkehrsarten

Im Bereich der Motorradunfälle hat sich die gute Bilanz der Motorradsaison auf das Gesamtjahr verstetigt. Dennoch war auch im Jahr 2021 jeder fünfte Verkehrstote mit dem Motorrad unterwegs. Im Zusammenhang mit Lkw-Unfällen starben 83 Menschen und damit neun mehr als im Vorjahr. „Fast die Hälfte unserer Verkehrstoten verzeichnen wir weiterhin im Zusammenhang mit Motorrad – oder Lkw-Unfällen. Daher werden wir unseren Weg des 5-Punkte-Plans im Motorradbereich mit einer Überwachungsoffensive, verstärkter Prävention, kostenloser Technikchecks, einer offensiven Öffentlichkeitsarbeit und einer Entschärfung gefährlicher Strecken konsequent weitergehen. Auch den Schwerverkehr werden wir noch intensiver in den Fokus nehmen. Allein rund 74.000 polizeilich festgestellte Verstöße in 2021 zeigen, dass sich Lkw-Fahrerinnen und – Fahrer, aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer besser an die Regeln halten sollten“, führte Innenminister Thomas Strobl aus.

Die Anzahl der Fahrradunfälle (-11,5 Prozent) und der verletzten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ging deutlich zurück (-12,0 Prozent). Die Zahl der 57 getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer beweget sich auf dem Vorjahresniveau (2021: 58). Jede zweite getötete Radfahrerin und Radfahrer war dabei mit einem Elektrofahrrad unterwegs (28 von 57).

Ein weiterer Bestandteil der Mobilitätswende sind die Elektrokleinstfahrzeuge – hauptsächlich E-Scooter. Mit 600 hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Erstmals mussten zwei getötete Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen beklagt werden. 423 Person wurden bei entsprechenden Unfällen verletzt, 67 davon schwer. Knapp drei Viertel der Unfälle wurden durch die Nutzerinnen und Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen selbst verursacht. „Wir haben schon sehr früh den Fokus auf die E-Scooter gelegt – auch wenn E-Scooter nur einen Anteil von rund einem Prozent an den Verunglückten ausmachen. Gemeinsam mit gewerblichen Anbietern werben wir mit unserer Kampagne ‚#rideitright – escootern, aber richtig!‘ für die Einhaltung der Regeln auf den vor allen in den Städten gern gebrauchten Fahrzeugen“, führte Innenminister Thomas Strobl weiter aus.

Hauptunfallursachen unverändert zum Vorjahr

Nach wie vor ist Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für tödliche Verkehrsunfälle. 126 Menschen mussten im vergangenen Jahr ihr Leben lassen, weil Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs waren (2020: 131). „Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen halten wir den Kontrolldruck hoch. Hier geht es darum Menschenleben zu retten und schlimme Unfallfolgen zu verhindern – es geht nicht darum, Kasse zu machen“, betonte Innenminister Thomas Strobl.

Die Gesamtzahl der Alkohol – und Drogenunfälle liegt in etwa auf dem Vorjahresniveau. Bei den ums Leben gekommenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern gab es dagegen in diesem Bereich einen Anstieg: 31 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer kamen 2021 bei entsprechenden Unfällen ums Leben (2020: 17).

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert die komplette Aufmerksamkeit. Das zeigt sich daran, dass 2021 bei 42 von insgesamt 329 tödlichen Verkehrsunfällen Ablenkung unfallursächlich war. Weiterhin hatten 45 der getöteten gurtpflichtigen Nutzerinnen und Nutzer von Fahrzeugen den Sicherheitsgurt zum Unfallzeitpunkt nicht bzw. nicht ordnungsgemäß angelegt.

Verkehrsüberwachung

„Die Verkehrsüberwachung ist gezielt auf die Hauptunfallursachen schwerster Verkehrsunfälle ausgerichtet. Sie ist eine polizeiliche Kernaufgabe und dient dem Schutz von Menschenleben im Straßenverkehr. Denn der Wirkzusammenhang zwischen Kontrolldruck, Sanktionshöhe und Verhaltensänderung ist wissenschaftlich erwiesen. Es geht schlicht um Menschenleben“, betonte Innenminister Thomas Strobl. Im vergangenen Jahr wurden allein durch die Polizei knapp 1,5 Millionen Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Darüber hinaus wurden rund 27.000 Personen wegen Fahrens unter Alkohol-, Drogen-, oder Medikamenteneinfluss sowie rund 94.000 Verstöße wegen unerlaubter Handy-Nutzung zur Anzeige gebracht. Hinzu kommen rund 100.000 Gurtverstöße (inklusive fehlender Kindersicherung).

Verkehrsunfallprävention

Aufgrund der Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen über die vergangenen Sommermonate konnten viele Präventionsveranstaltungen wieder mit persönlichen Begegnungen angeboten werden. So hat die Polizei Baden-Württemberg im Jahr 2021 mehr als 9.000 Veranstaltungen im Bereich der Verkehrsunfallprävention angeboten und hierbei rund 145.000 Menschen erreicht. Gleichzeitig setzte die Polizei verstärkt auf Online-Formate.

Im vergangenen Jahr unterstützte Baden-Württemberg besonders die Belange der Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr. Präventionsbotschaften wie zum Beispiel zur gegenseitigen Rücksichtnahme wurden im Rahmen der Kampagne „Abgefahren – Rat(d)geber Verkehr“ unter anderem auf Busse geklebt und konnten so im Verkehr verbreitet werden.

Ein besonderes Augenmerk in der Präventionsarbeit gilt weiterhin den Kindern, die einen besonderen Schutz im Straßenverkehr brauchen. So startete beispielsweise zu Schuljahresbeginn die Aktion „Sicherer Schulweg“ mit einem Maßnahmenpaket aus Verkehrsüberwachung und Verkehrsunfallprävention.

„Die Verkehrsunfallprävention liegt mir besonders am Herzen“, betonte Innenminister Thomas Strobl, der zugleich Schirmherr der Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR ist: „Es gilt, die Menschen für die Gefahren im Straßenverkehr nachhaltig zu sensibilisieren und dadurch das Einhalten der Verkehrsregeln, Achtsamkeit und gegenseitige Rücksicht im Straßenverkehr bewirken. Dann kommen wir der Vision Zero, einem Straßenverkehr ohne Getötete oder Schwerverletzte, einen entscheidenden Schritt näher.“

Die Bilanz in Grafiken

Einige wichtige Ergebnisse der Verkehrsunfallbilanz 2021 haben wir Ihnen als Grafiken aufbereitet.

Https://im. baden-wuerttemberg. de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/verkehrsunfallbilanz-des-jahres-2021/

Mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr

Insgesamt ist die Zahl der Verkehrstoten erfreulicherweise rückläufig. Für eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern gilt das nicht: Radfahrer. Minister Scheuer gibt sich zwar neuerdings als Fahrradfreund, doch Radverbände und Verkehrsinitiativen wollen endlich Taten sehen.

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Zügig und sicher auf dem Rad durch die Stadt: In den meisten deutschen Städten eine Utopie. (Foto: Sascha Kohlmann/​Flickr)

Hier missachtet ein Zweirad die rote Ampel, dort parkt ein Auto auf dem Radweg: Vor allem in Großstädten gleicht das Nebeneinander von Auto – und Radfahrern eher einem Kampf. Der Ärger wird größer, der Platz wird kleiner und die Gesamtanzahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang ist – trotzdem gesunken.

Auf Deutschlands Straßen sind im ersten Halbjahr 1.465 Menschen ums Leben gekommen, 40 Verkehrstote weniger als im Vorjahreszeitraum, meldet das Statistische Bundesamt.

Doch während im Auto weniger Menschen starben, stieg die Anzahl der Radverkehrstoten von Januar bis Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent. Allein für den Mai meldet das Statistikamt etwa 7.700 Fahrradunfälle, von denen 45 tödlich endeten.

Der Radfahrverband ADFC fordert daher den Ausbau der Radinfrastruktur. „Die Wege für Radfahrende sind nach wie vor erbärmlich“, sagt ADFC-Geschäftsführer Burkhard Stork. „Gleichzeitig ist mehr Radverkehr als Lösung für unsere verstopften Städte ja hocherwünscht!“ Damit spielt Stork auf die Verkehrswende an, zu deren Erfolg Fahrräder einen großen Beitrag bringen können.

Ministerium wertet Befragung aus

Das immerhin hat auch das Bundesverkehrsministerium erkannt. „Damit noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, fördert die Bundesregierung den Radverkehr“, lobt sich das Ministerium auf seiner Website, schließlich habe das Radeln einen positiven Effekt auf Umwelt und Klima.

Als Signal für die Zweiradförderung hat das Verkehrsministerium vergangenes Wochenende erste Ergebnisse einer Online-Befragung zum neuen Nationalen Radverkehrsplan veröffentlicht. Der Plan soll eine Fortsetzung des jetzigen werden, der eine Steigerung des Radverkehrsanteils auf 15 Prozent bis 2020 für möglich hält.

Während Nachbarländer hier auf 18 Prozent wie Dänemark oder sogar 27 wie die Niederlande kommen, macht die Befragung deutlich, woran es in Deutschland fehlt. Jeder dritte der rund 2.400 Teilnehmer ist von der schlechten Rad-Infrastruktur genervt. Gefolgt vom zweiten Kritikpunkt: Ein Viertel der Befragten fürchtet ein hohes Unfallrisiko durch andere Verkehrsteilnehmer.

Das sind laut ADFC vor allem Autofahrer. Etwa zwei Drittel aller Radunfälle seien nämlich Kollisionen mit dem Auto, so ADFC-Chef Stork. Die Hauptschuld trage in den meisten Fällen der Autofahrer.

„Wir brauchen sofort mehr Tempo 30 in den Städten, schnelle Ausbauprogramme für geschützte Radwege an Hauptachsen – und vor allem geschützte Kreuzungen“, fordert Stork daher. Kreuzungen seien für Radelnde „die gefährlichsten Punkte“.

Scheuer ernennt sich zum „Fahrradminister“

Sicherheit ist nach eigenem Bekunden auch dem Verkehrsminister wichtig. „Mit klaren Regelungen stärken wir den Radverkehr und sorgen dafür, dass das Radfahren zügig spürbar attraktiver und sicherer wird“, kündigte Andreas Scheuer (CSU) in diesem Sommer an. „Ich bin Verkehrsminister und damit auch der Fahrradminister.“

Neben diversen Radl-Kampagnen und PR-Aktionen stellt sein Ministerium 160 Millionen für den Radverkehr zur Verfügung. Wie wenig das ist, zeigen die Ausgaben für Autobahnen und Bundesstraßen: Sie liegen bei 10,8 Milliarden Euro. Entsprechend gering – oder eigentlich nicht vorhanden – sind die Klimaschutzerfolge im Verkehr.

Fahrradaktivisten wollen sich auch nicht mehr mit flotten Sprüchen abspeisen lassen. Jeden zweiten Donnerstag im Monat protestieren sie vor dem Ministerium in Berlin und fordern eine „echte“ Verkehrswende. Für den 12. September ist eine neue Demo angemeldet, um dem Minister die „Rote Karte“ zu zeigen.

Https://www. klimareporter. de/verkehr/mehr-radfahrer-sterben-im-strassenverkehr

Übersicht der Unfallstatistik für Aachen, Düren, Heinsberg

Übersicht der Zahlen : So sieht die Unfallstatistik für die Region im Jahr 2021 aus

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Bei einem Unfall im August 2021 auf der B57 in Alsdorf wurden Menschen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt (Archivbild). Foto: Feuerwehr Alsdorf

Interaktiv Aachen/Düren/Heinsberg Noch nie seit Erfassung der Unfallzahlen vor fast 70 Jahren gab es in NRW weniger Tote im Straßenverkehr als 2021. Wie sieht die Entwicklung in der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren und Heinsberg aus? Ein Überblick.

    Städteregion Aachen Kreis Düren Kreis Heinsberg Nordrhein-Westfalen

Städteregion Aachen

In der Städteregion Aachen ist wie im Land NRW eine leichte Zunahme der Unfälle im Jahr 2021 zu verzeichnen. Die Anzahl polizeilich bekannt gewordener Verkehrsunfälle stieg von 18.043 auf 18.360 um 1,32 Prozent. Die Aachener Polizei erklärt, dass diese Entwicklung auch mit dem leicht erhöhten Mobilitätsaufkommen nach dem Corona-Jahr 2020 zusammenhängt. Auf den Straßen der Städteregion kamen im vergangenen Jahr bei neun Unfällen zehn Menschen ums Leben. Im Bereich der Unfälle mit Schwerverletzten ist ein Anstieg von 6 Prozent zu verzeichnen Die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzten stagnierte auf dem Vorjahrsniveau.

Aachen

Die Zahl der Verkehrstoten ist in der Stadt Aachen von 2020 auf 2021 deutlich gestiegen. Vier Menschen kamen im vergangenen Jahr bei Unfällen ums Leben. Auch eine statistische Besonderheit sind die gestiegenen Unfälle mit Pedelecs/E-Bikes. Raserei, Drogen – oder Alkoholkonsum oder die sogenannten „Ablenkungsunfälle“ waren 2021 leicht rückläufig.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für die Stadt Aachen finden Sie im Artikel:

Monschau, Roetgen und Simmerath

Die weitgehend geringfügigen Bewegungen bei den Unfallzahlen in der Städteregion Aachen spiegelten sich auch in den Werten der Nordeifelkommunen wider. Das Niveau ist auf einem konstant niedrigem Niveau. Der einzige Verkehrsunfall mit Todesfolge 2021 im gesamten Bereich der Nordeifel ereignete auf dem Gebiet der Stadt Monschau. Dort hat ein Motorradfahrer am 28. August 2021 tödliche Verletzungen erlitten.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für die Nordeifel finden Sie im Artikel:

Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen

Für die Städte im Nordkreis ergibt sich im Jahr 2021 ein heterogenes Bild. Die Zahl der verunglückten Senioren ist teils merklich gestiegen, nur in Baesweiler sank sie. Zwei Unfälle endeten im vergangenen Jahr im Nordkreis tödlich: Im September starben eine 21-jährige Mutter und ihr Neugeborenes an der Bushaltestelle Kaiseruh. Nur eine Woche später wurde ein 71-jähriger Fußgänger von einem Auto erfasst und starb.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für den Nordkreis finden Sie im Artikel:

Eschweiler und Stolberg

Die Zahl der Verkehrsunfälle hat in Eschweiler und Stolberg zugenommen. Konnte die Indestadt 2020 noch einen Rückgang in fast allen Bereichen verzeichnen, hat sich dieser Trend im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt. In Stolberg stieg die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden um 4,1 Prozent an. Damit befindet sich die Zahl wieder auf dem Niveau von 2019. Außerdem gab es in Stolberg im Jahr 2021 zwei tödliche Unfälle.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für Eschweiler und Stolberg finden Sie im Artikel:

Kreis Düren

So sicher war es auf den Straßen im Kreis Düren seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Zum Beispiel verzeichnete die Kreispolizei im vergangenen Jahr keinen einzigen Schulwegunfall mehr, 2020 war es nur ein einziger. Als besonders positive Entwicklung ist der Rückgang bei den Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten hervorzuheben. Negativ ist hingegen die Steigerung der Zahlen der Unfallfluchten.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für den Kreis Düren finden Sie im Artikel:

Kreis Heinsberg

Elf Menschen sind im Kreis Heinsberg im Jahr 2021 bei Verkehrsunfällen gestorben. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2020. Insgesamt zieht die Kreispolizeibehörde aber ein positives Fazit für das Jahr 2021: Auch wenn die Gesamtzahl aller Unfälle gestiegen ist, so gab es weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten – selbst im Vergleich zum eher verkehrsberuhigten 2020. Auch die Zahl der Fahrradunfälle ist im Kreis Heinsberg im Jahr 2021 gesunken.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für den Kreis Heinsberg finden Sie in den Artikeln:

Nordrhein-Westfalen

Trotz einer Zunahme der Unfälle ist die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen auf ein neues Rekordtief gesunken. 425 Menschen starben 2021 durch Verkehrsunfälle, im Jahr zuvor waren es noch 430 (-1,2 Prozent). Damit starben so wenig Menschen wie noch nie seit Beginn der Erfassung 1953 auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen

Die Zahl der Schwerverletzten sank ebenfalls um 2,2 Prozent auf 11.870, die der Leichtverletzten stieg dagegen um 0,8 Prozent auf 55.030 an. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg im Vergleichszeitraum um 4,3 Prozent auf 580.900.

Besonders negativ fiel die Bilanz bei den E-Scootern aus: Die Zahl der E-Scooter-Unfälle hat sich auf 1100 fast verdreifacht (+183,8 Prozent). Ein Negativtrend setzte sich bei den E-Bikes, den sogenannten Pedelecs, fort. 32 Menschen starben bei Unfällen mit E-Bikes, zwei mehr als im Vorjahr. Davon waren 24 der 32 Unfalltoten über 65 Jahre alt. Die Zahl der Verunglückten stieg sogar um 22 Prozent auf fast 4800.

Die Zahl der getöteten Rad – und Motorradfahrer sank dagegen jeweils leicht. Die der getöteten Fußgänger nahm um fünf Todesopfer oder fast sieben Prozent auf 78 zu.

Alle Informationen zur Unfallstatistik für NRW finden Sie im Artikel:

Https://www. aachener-zeitung. de/nrw-region/uebersicht-der-unfallstatistik-fuer-aachen-dueren-heinsberg_aid-67126129

Experten fürchten mehr Radunfälle in der Corona-Krise

In welchen städten gibt es die meisten tödlichen radfahrerunfälle

Radfahren liegt im Trend. Doch die Zunahme birgt auch Gefahren. Während die Zahl der Verkehrstoten insgesamt sinkt, bleibt die der tödlich verunglückten Radfahrer weiter hoch.

Wiesbaden (dpa) – Die Beherrschung über das Elektrorad verloren oder beim Abbiegen von einem Autofahrer übersehen worden: 445 Männer und Frauen erlitten 2019 tödliche Verletzungen bei einem Unfall mit ihrem Rad.

Das sind zwar genauso viele wie 2018, aber 16,8 Prozent mehr als noch 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Experten fürchten, dass die Zahl der Fahrradunfälle durch die Corona-Krise noch einmal steigen könnte.

«Meine Befürchtung ist eher, dass es noch schlimmer wird», sagte der Leiter Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Siegfried Brockmann, der Deutschen Presse-Agentur. In der Corona-Krise hätten sich die Dinge verändert und wahrscheinlich zu Ungunsten der Radfahrer. Viele Menschen seien vom öffentlichen Nahverkehr auf das Rad umgestiegen. «Das Pedelec ist bei den Senioren das entscheidende Thema.» Die könnten durch die elektronische Unterstützung zwar wieder am Mobilitätssektor teilnehmen, doch müsse die Geschwindigkeit auch an die Kraft der Fahrer gekoppelt werden. «Wenn wir sagen, das ist ein Fahrrad, dann muss es sich auch wie ein Fahrrad verhalten.» Technische Möglichkeiten dafür gebe es.

Unter den tödlich Verletzten waren 2019 mehr als die Hälfte (53,8) 65 Jahre oder älter. Bei Elektrofahrrädern lag der Anteil noch höher – bei 72 Prozent. Unter den Getöteten fuhren 118 ein Pedelec. Solche Elektrofahrräder unterstützen Radler bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 Stundenkilometern mit einem E-Motor.

Fast 87.000 Radfahrer wurden im vergangenen Jahr auf den Straßen verletzt. Die meisten tödlichen Unfälle gab es in Bayern (77), Niedersachsen (73) und Nordrhein-Westfalen (71). Am wenigsten Menschen verunglückten tödlich im Saarland (2), Bremen (3) und Hamburg (4).

«Ja, ich denke, dass es eine weitere Zunahme gibt, weil mehr Menschen auf das Rad umsteigen», sagte auch die Sprecherin für Radverkehr vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), Anika Meenken, mit Blick auf die Corona-Krise. Mit mehr gefahrenen Fahrradkilometern würde auch die Zahl der Unfälle zunehmen. Breitere Radwege, Abbiegeassistent für den motorisierten Verkehr, unterschiedliche Ampelphasen für den Radverkehr, Tempo 30 in weiten Teilen der Städte und eine schnelle Umsetzung des neues Bußgeldkatalogs mit höheren Bußgeldern und Fahrverboten seien nötig.

«Die steigenden Zahlen von Unfalltoten unter Radfahrern sind auch der deutlichen Zunahme das Radverkehrs im Allgemeinen und der Pedelecs im Speziellen geschuldet», sagte ADAC-Sprecherin Katrin van Randenborgh. Klar sei, dass der Investitionsbedarf bei der Radverkehrsinfrastruktur hoch ist. Aus Sicht des ADAC sei es dringend erforderlich, bei der Nachrüstung mit Abbiegeassistenten von Bestands-LKW schnell Fortschritte zu machen. «Technisch ist eine Kombination mit einem Notbremssystem sinnvoll.»

«Deutsche Städte liegen Jahrzehnte zurück beim Ausbau der Radinfrastruktur», sagte die Expertin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Stephanie Krone. Dies räche sich jetzt, wo der Radverkehr zunehme. «Seit Corona sehen wir einen regelrechten Fahrradboom und viele Neuaufsteiger auf dem Rad – und genau das hat sich die Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets auch vorgenommen.» Das kräftige Wachstum des Radverkehrs sei ja politisch gewollt.

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