Die optimale sitzposition

Die korrekte Sitzposition schützt nicht nur vor Rücken – und Knieschmerzen, sie ist auch ausschlaggebend für eine optimale Kraftübertragung auf die Kurbel. Die optimale Sitzposition wird durch die Berücksichtigung von sechs Merkmalen erreicht:

1. Sitzhöhe

Als Sitzhöhe wird der Abstand zwischen Sattel und Pedale bezeichnet. Um die Sitzhöhe korrekt einzustellen, setzen Sie sich auf den Sattel und drehen die Kurbel in die senkrechte Position. Nun sollte die Ferse Ihres ausgestreckten Beins die Pedale gerade eben erreichen. Bei richtiger Fußstellung auf dem Pedal (Fußballen auf der Pedalachse) hat das Bein nun eine leichte Beugung.

2. Sattelposition

Die Sattelposition beschreibt die horizontale Stellung des Sattels gegenüber der des Kurbellagers. Sie lässt sich verstellen, in dem man den Sattel an der Sattelstütze vor – oder zurückschiebt.

• Liegt die Sattelposition zu weit hinten, sinkt die Effektivität. • Steht der Sattel zu weit vorne, sind Knieprobleme zu erwarten.

Zum Einstellen der optimalen Sattelposition setzen sie sich auf den gelockerten Sattel und bringen die Kurbel (bei korrekter Fußstellung auf dem Pedal) in die waagerechte Stellung.

Denken Sie sich jetzt von der vorderen Kniescheibe abwärts eine senkrechte Linie, so muß diese exakt durch die Pedalachse verlaufen.

• Ist die Senkrechte vor der Pedalachse, schieben Sie den Sattel weiter nach hinten. • Steht die Senkrechte hinter der Pedalachse, schieben Sie den Sattel nach vorn.

Um Ungenauigkeiten bei der Messung vorzubeugen, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Fahrrad gerade steht. Am besten lassen Sie die Messung der Senkrechten von einem Helfer vornehmen.

Durch das Verschieben des Sattels auf der Sattelstütze, können Sie die Qualität Ihres Radelspasses entscheidend beeinflussen.

3. Lenkerhöhe

Die Eigenschaften des Lenkers haben eine hohe Bedeutung für die optimale Sitzposition. Als Lenkerhöhe wird der Höhenunterschied zwischen Lenker und Sattel bezeichnet. Um Rückenproblemen vorzubeugen, sollten Sie sich für eine möglichst aufrechte Sitzposition entscheiden.

Die Lenkerhöhe stellen Sie ein, indem Sie entweder die Lenkstange aus der Gabel herausziehen bzw. hineinschieben, oder bei einem winkelverstellbaren Vorbau die Steigung variieren.

4. Lenkerneigung

Mit der Lenkerneigung beeinflussen Sie Ihre Handhaltung. Diese sollte so sein, dass das Handgelenk nicht übermäßig durch Beugung oder Streckung beansprucht wird. So verhindern Sie, dass Nerven oder Bänder eingeklemmt werden oder Blutstau mit Taubheitsgefühl auftritt.

Die Lenkerneigung richten Sie durch das Verstellen des Lenkers an der Vorbauklemme ein. Für optimalen Fahrkomfort empfiehlt sich ein Lenker mit variablen Griffpositionen.

5. Sattelneigung

In der Regel sollten Sie den Sattel waagerecht ausrichten. Bei Druckproblemen an den Sitzknochen oder am Damm verstellen Sie die Sattelneigung in ganz kleinen Schritten, bis Sie die optimale Stellung gefunden haben.

Für die Sattelneigung gibt es keine allgemeingültige Richtlinie, sie orientiert sich vielmehr am persönlichem Empfinden.

6. Sitzlänge

Als Sitzlänge wird die Reichweite vom Sattel zum Lenker bezeichnet. Diese ist hauptsächlich durch die Rahmengröße bzw. Rahmengeometrie vorgegeben. Sie können die Sitzlänge jedoch durch verändern der Lenkerhöhe und durch einen winkelverstellbaren Vorbau innerhalb gewisser Grenzen variieren. Auch hier gibt es keine allgemeingültige Empfehlung, es zählt wieder das persönliche Empfinden.

• Wenn Sie mit der Winkelstellung des Rückens zufrieden sind, sich aber eingeengt fühlen, so ist die Sitzlänge zu kurz. • Müssen Sie im aber bei angenehmer Rückenwinkelstellung “lange Arme machen”, so ist die Sitzlänge zu groß.

Reicht der Einstellbereich des Vorbaus nicht aus, müssen Sie Ihn gegen einen längeren bzw. kürzeren austauschen.

Sie sollten nicht versuchen, die für Sie richtige Sitzlänge durch Verschieben des Sattels zu erreichen, da sie so die Sattelposition gegenüber der Pedalachse wieder verstellen.

Fazit

Ihre optimale Sitzposition erreichen Sie durch die sorgfältige Einstellung der beschriebenen sechs Merkmale. Diese sind teilweise voneinander abhängig und beinflussen sich gegenseitig. Sie sollten daher in einem zweiten Durchgang die sechs Punkte nochmalig feinjustieren. Anschließend überprüfen Sie zu Ihrer Sicherheit alle Schrauben.

Der richtige Fahrradsattel – auf die Sitzposition kommt es an!

Fahrrad fahren kann zur Qual werden, wenn der Sattel nicht passt. Leider messen immer noch viele Biker*innen dem richtigen Sattel eher eine geringe Bedeutung zu. Dies ist fatal und kann auf Kosten der Gesundheit gehen, vom verleideten Fahren ganz zu schweigen.

Weist immer darauf hin, dass der passende Fahrradsattel von immenser Bedeutung ist und will mit diesem Beitrag noch einmal auf die hohe Bedeutung eines richtig eingestellten Sattels aufmerksam machen.

Auf der Wunschliste der Radfahrer steht so manches: Scheibenbremsen, viele Gänge, eine optimale Schaltung, LED Licht, Bordcomputer, Komfort bei Fahrradlenker und Pedale und vieles mehr – nur fehlt leider oft der richtige Sattel auf der Liste. Ein großer Fehler, der dazu führt, dass aufgrund eines falschen Sattels selbst das beste Rennrad keine Freude mehr bereitet, weil schnell der Hintern auf dem Fahrrad weh tut.

Der Grund hierfür ist schnell ausgemacht: Die optimale Sitzposition ist eine individuelle Größe, die von Fahrer zu Fahrer verschieden ausfällt. Warum der eine Sattel passt und der andere nicht, liegt in erster Linie am Abstand der beiden Sitzbeinhöcker auf denen der Radfahrer*in nun einmal sitzt. Fazit ist also, dass die Anatomie des verlängerten Rückgrates bestimmt, ob Radler*in und Sattel zusammenpassen.

Die Damen haben im Gegensatz zu ihrem männlichen Konterpart einen bis zu 1,5 cm größeren Abstand zwischen den Sitzbeinhöckern. Dies ist anatomisch bedingt und hängt vor allem davon ab, dass die Funktion des Beckens mit Blick auf die Schwangerschaft eine Rolle spielt. Schon deshalb kann bei den Damen eine falsche Sitzposition fatale Folgen haben. Die Konsequenz lässt folglich nur den einen Schluss zu: Unterschiedlich geschlechtsspezifische Fahrradsättel sind angezeigt.

Als grobe Richtschnur lässt sich feststellen, dass Frauen eher einen T-förmigen Sattel mit einer breiteren hinteren Absicherung an ihrem Fahrrad benötigen, um eine ideale Sitzposition auf dem Rad zu erhalten.

Bei den Männern sieht es ein bisschen anders aus: Sie benötigen eher einen dreieckigen Fahrradsattel, der geeignet ist, der hinten schmaler und insgesamt kleiner ausfällt.

Bei Kindern muss ebenfalls sehr darauf geachtet werden, dass die richtige Sattelhöhe einen perfekten Sitz auf dem Rad gewährleistet. Das Kind darf nicht auf dem Sattel kippen oder schieben. Eine optimale Einstellung für die ideale Sitzposition sollte gerade bei Kindern immer Priorität vor andern Dingen haben.

Um das richtige Maß für die optimale Sattelhöhe herauszufinden, gibt es eine einfache und effektive Methode, die richtige Sitzhöhe zu bestimmen.

Bei der Wahl des neuen Fahrradsattels sollte man darauf achten, dass die Hauptpolster des Fahrradsattels so gelegen sind, dass die Sitzknochen direkt auf diesen liegen. So ist gewährleistet, dass die Sitzknochen optimal auf dem Fahrradsattel aufsetzen.

Ein weiteres Kriterium für den passenden Sattel b ist der Einsatzbereich deines Fahrrades. Wenn du überwiegend im urbanen Gelände unterwegs bist, dann ist deine Sitzposition beim Radfahren überwiegend gerade aufrecht. Hier benötigst du einen breiteren Sattel, da dieser das Hauptgewicht deines Körpers trägt.

Bei einem Rennrad sieht es anders aus. Hier nimmst du eine nach vorn gebeugte leicht niedrige Position ein und das Gewicht verteilt sich mehr auf den Lenker und die Pedale und Tretlager – entsprechend schmaler muss der Sattel gearbeitet sein. Wichtig hierbei ist, das die Beine nicht an der Sattelkante entlang scheuern. Die Höhe muss also exakt eingestellt sein, dass das untere Pedal mit dem Fuß bequem erreicht werden kann.

Wer mit dem falschen Sattel unterwegs ist, fährt auf Kosten seiner Gesundheit. Bleibende Schäden können aufgrund von Durchblutungsstörungen wichtiger Organe die Folge sein. Schmerzen des Gesäßes, des Knie, im Schritt oder im Rücken tun ihr übrigens, das Rad fahren zu verleiden und alles nur, weil niemand an die korrekte Einstellung des Sattels beim Kauf gedacht hatte.

Auch eine falsche Montage kann zu erheblichen Problemen führen. Sehr oft wird beobachtet, dass es an der richtigen Sattelhöhe fehlt, weil diese nicht den körperlichen Abmessungen des Bikers*in entspricht – die Sattelhöhe entweder zu hoch oder zu niedrig eingestellt ist.

Eine zu hohe Einstellung führt dazu, dass das Becken viel zu stark in Bewegung ist. Hier gilt die einfache Regel: sich auf den Fahrradsattel setzen und die Ferse auf dem Pedal in unterster Position ruhen lassen. Das Bein sollte dann noch ein wenig Spiel haben und nicht ganz durchgedrückt sein.

Solche Fehleinstellungen lassen sich leicht mit dem Schnellspanner korrigieren sodass du die passende Position korrekt ermitteln kannst. Mit einer Wasserwaage kannst du genau nachmessen, ob der Fahrradsattel vorne und hinten genau in der Pedalachse liegt. Mit ein paar Umdrehungen der Schraube lässt sich so die Sattelstütze verschieben und den Sattel in die richtige Sitzposition bringen. Mit wenigen Ausnahmen sollte der Fahrradsattel immer waagerecht eingestellt sein.

An die Komponenten wie Lenker, Schaltung, Pedal, Rahmen und anderes werden zu recht hohe Ansprüche an die Qualität gestellt. Dies sollte auch bei eurem Sattel genauso der Fall sein. Hier kommt es jedoch auch auf die persönlichen Vorlieben an; soll der Untersatz aus Leder oder Kunststoff beschaffen sein? Ein Ledersattel sieht zwar cool aus, aber er braucht intensive Pflege und darf nicht dem Regen ausgesetzt sein. Dafür hält er aber auch ein Leben lang!

Kunststoffsättel hingegen sind robuster und unempfindlicher, die Haltbarkeit ist aber begrenzt, nach einigen Jahren sollten sie ausgetauscht werden.

Lass dich, was das Material des Untersatzes angeht, beraten – hat die kompetenten Leute und gibt dir kostenlos jede Unterstützung!

Diese Fahrräder sind bekanntlich der große Renner und so ist es nicht verwunderlich, dass die Industrie für die E-Bikes passende Untersätze entwickelt hat. Spezielle Konstruktionen verhindern, dass aufgrund des stärkeren Vortriebs des Rades ungewollt zu weit nach hinten gerutscht wird. Bei diesen schnellen Fahrrädern ist es sehr wichtig, dass die Sattelhöhe exakt eingestellt ist und der Fuß beim Absteigen leicht Halt am Boden findet. Die Schrittlänge und die Position zum Tretlager müssen so eingestellt sein, um einen sicheren Stand zu gewährleisten wenn du plötzlich halten musst. Dies gilt übrigens auch für motorunterstützte Mountainbikes.

Noch einmal kurz auf den Punkt gebracht: Was ist wichtig für den richtigen Fahrradsattel?

    die Sattelstütze korrekt einstellen
    auf die Sattelhöhe achten – pedantisch die Körpermaße anpassen, davon ist die Sattelhöhe abhängig
    jedes Rad braucht einen speziell angepassten Untersatz
    die richtige Lage bestimmen (mit einer Wasserwaage arbeiten)
    bei auftretendem Schmerz sofort nach der Ursache forschen
    Schrauben so behandeln, dass sie sich leicht und schnell lösen lassen
    den Einsatzbereich des Rades beachten: bei einem Rennrad bestimmen z. B. andere Regeln die optimale Einstellung als bei einem Mountainbike oder Citybike.
    justieren und einstellen dem Fachhandel überlassen, die wissen, was sie tun.

Mit diesem Artikel wollen wir einen kleinen Leitfaden rund um das Thema allen Interessierten an die Hand geben. Diesen Ratgeber haben wir nach sorgfältiger Recherche erstellt und versucht einen möglichst umfassenden Einblick über das Thema zu geben. Der Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keinerlei Rechtsberatung. Für versehentliche Fehler in der Berichterstattung übernimmt keine Haftung. Gerne nehmen wir deine Anregungen rund ums Fahrrad oder speziell zu diesem Thema entgegen. ist für dich da!

Fahrrad richtig einstellen: Die wichtigsten Tipps für mehr Komfort im Sattel

Taube Hände, Rückenschmerzen oder eingeschlafene Genitalien – Fahrradfahren kann zur Qual werden. Doch die richtige Einstellung des Fahrrads oder spezielle Anbauteile helfen.

Schon beim Radlkauf kann man vor allem auf einen bequemen Rahmen achten, zum Beispiel mit Federung und aufrechter Sitzposition. Im Nachhinein lässt sich jeder Drahtesel mit Wohlfühl-Zubehör nachrüsten. Der Komfort-Guide der tz gibt Tipps, damit Ihre Radtour nicht zur Tortur wird.

Fahrrad richtig einstellen: Die Sitzposition

Die Sitzposition: Je aufrechter Sie auf Ihrem Fahrrad sitzen, desto angenehmer für Nacken, Rücken und Hände. Allerdings steigt damit der Luftwiderstand. Am einfachsten lässt sich die Sitzposition mit einem verstellbaren Vorbau aufrichten. Die Ellbogen sollten Sie beim Fahren leicht anwinkeln. Daran müssen sich die Schultermuskeln gewöhnen, aber so vermeiden Sie einen Katzenbuckel. Überdies federn gebeugte Ellbogen Schläge des Vorderrads ab. Davor schützt natürlich am wirksamsten eine eingebaute Federgabel.

Fahrrad richtig einstellen: Die Hände

Kerzengerade Lenker zwingen die Hände in eine unnatürliche Griffhaltung. Besser sind gebogene Lenker oder gleich Multipositionslenker. Ergonomische Griffe etwa von Ergon bieten den Händen eine große Auflagefläche und schonen empfindliche Nerven. Fahrradhandschuhe mit Gelpolsterten dämpfen Vibrationen und nehmen Druck von sensiblen Stellen.

Fahrrad richtig einstellen: Der Rücken

Wenn Sie Ihre Bandscheiben schonen möchten, sollten Sie über ein vollgefedertes Fahrrad nachdenken. Einen ähnlichen Effekt haben gefederte Sattelstützen: Sie nehmen Schlägen des Hinterrads ein Drittel ihrer Wucht. Ein preiswertes Tuning: dickere Reifen, die man mit weniger Luftdruck fahren kann. Das Mehrgewicht und der höhere Rollwiderstand werden durch den Komfortgewinn vielfach aufgewogen.

Grundsätzlich sollte der Sattel möglichst viel Druck des Körpergewichts auf die Sitzknochen des Beckens verteilen. Der dazwischen liegende Dammbereich hingegen muss entlastet werden, denn: Druck auf den Damm quetscht Nerven – und Blutbahnen ab. Die Folge sind vor allem bei Männern Taubheitsgefühle im Genitalbereich. Medizinische Studien belegen, dass diese abgeklemmte Durchblutung zu Erektionsstörungen führen kann. Diese sind jedoch umkehrbar – es ist also nie zu spät für den richtigen Sattel!

Fahrrad richtig einstellen: Das Gesäß

Je aufrechter die Sitzposition, desto breiter und kürzer darf der Sitz sein. Lassen Sie sich beim Probesitzen aber nicht von allzu weichen Sätteln verführen! Sie fühlen sich zunächst bequem an, weil sie den Druck auf die gesamte Sitzfläche verteilen. Nach etwa 30 Minuten jedoch stellt sich das unangenehme Ziehen oder das taube Gefühl in den Weichteilen ein. Und weil sich Nerven und Blutbahnen niemals an Druck gewöhnen, eignen sich weiche Sättel nur für kurze Fahrten. Manche Sättel haben in der Mitte eine schlitzförmige Aussparung; sie entlastet den zentralen Damm.

Lesen Sie auch

Die Komforttüftler von der Strasslacher Firma SQlab gehen noch einen Schritt weiter: Ihre Stufensättel lagern fast das gesamte Körpergewicht auf den Sitzknochen ab. Abstufungen in der Mitte und zur Sattelspitze hin schonen auch seitliche Nerven und Horizontale Sattelposition: Setzen Sie sich aufs Rad. Drehen Sie eine Kurbel ganz nach vorne. Der Fuß steht waagrecht mit dem Vorderballen auf dem Pedal. Das Lot vom Schienbeinkopf (unter dem Knie tastbar, roter Punkt) sollte etwa 1 cm hinter die Pedalachse fallen. Fällt es davor, schieben Sie den Sattel nach hinten, und umgekehrt Abfahrt zu machen. Solche Sättel können sich beim Probesitzen unangenehm hart anfühlen. Doch im Gegensatz zu den Weichteilen gewöhnen sich die Sitzknochen mit der Zeit an Belastung – jeder Radler kennt dieses Phänomen von den ersten Touren nach der Winterpause. Qualitätssättel werden in verschiedenen Größen angeboten. Der Händler misst mit einem speziellen Hocker den Abstand zwischen den Sitzknochen und ermittelt daraus die passende Sattelbreite.

Auf langen Touren unerlässlich: eine Fahrradhose mit Sitzpolster. Wichtiger als die Dicke des Polsters ist seine Struktur und dass die Nähte nicht scheuern. Übrigens trägt man Radhosen direkt auf der Haut, ohne Unterwäsche. Sitzcreme verhindert das Wundscheuern.

Füße und Knie:

■ Füße und Knie: Füße rühren oft von zu engen Schuhen her. Denken Sie beim Kauf daran, dass Füße beim Sport anschwellen. Auch können Abhilfe schaffen. Wenn’s im Knie zwickt, ist das Rad meist nicht richtig eingestellt.

Zum Beispiel die : Grundsätzlich steht man beim Radfahren nicht mit der Fußmitte auf dem Pedal, sondern mit dem. Setzen Sie sich also entsprechend auf Ihr Fahrrad und drehen Sie ein Pedal nach ganz unten. Das Knie soll nun annähernd durchgestreckt sein, aber nicht ganz! Die Oberfläche des Sitzes sollte sein. Auch die horizontale Position des Sattels ist wichtig für die Knie.

Wie stelle ich meinen Fahrradsattel richtig ein?

Sitzkomfort ist eine der Voraussetzung für ein entspanntes Fahren mit dem Fahrrad. Sitzt du nicht gut, werden kurze wie lange Strecken keinen Spaß machen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kontaktpunkte zwischen dir und deinem Fahrrad richtig gewählt bzw. eingestellt sind. Mit Kontaktpunkten sind hier Griffe, Pedale und Sattel gemeint. In diesem Ratgeber wollen wir dir zeigen, wie du deinen Sattel richtig einstellst. Wir gehen also davon aus, dass der an deinem Fahrrad montierte Sattel bereits richtig gewählt ist und zu deinem Hintern passt.

Sattelhöhe einfach einstellen – Die „Fersenmethode“

Wer aber keine Lust auf Messen und Rechnen hat, für den gibt es noch eine einfachere Variante. Setze dich einfach auf dein Fahrrad und drehe ein Pedal nach unten. Setzte dich auf den Sattel und stelle die Ferse auf das Pedal. Ist dein Bein nun ganz gestreckt, hast du bereits die richtige Sitzhöhe. Falls nicht, passe die Höhe des Sattels an.

Tipp zur Einstellung für die Sattelhöhe am MTB

Du fährst viel mit deinem Mountainbike im Gelände und hast eine starre Sattelstütze? Dann ist es vielleicht sinnvoll eine tendenziell eher niedrigere Einstellung der Sattelhöhe zu wählen, so hast du im Gelände mehr Bewegungsfreiheit zum Abfedern von Bodenwellen, Stößen oder wenn es steil wird.

Tipps zur Einstellung für die Sattelhöhe am Rennrad

Beim Rennradfahren ist das effiziente Vorankommen am wichtigsten. Somit ist es wichtig den Sattel so einzustellen, dass du die Kraft deiner Muskeln am besten nutzt. In der untersten Pedalposition sollte dein Bein also fast gestreckt sein. Ein Kniewinkel von 25-35° ist optimal, wobei das gestreckte Knie den Nullpunkt markiert.

Tipps für die Einstellung der Sattelhöhe für ungeübte Radfahrer

Wenn du schon länger kein Fahrrad mehr gefahren bist und dich nicht sicher fühlst, solltest du den Sattel so einstellen, dass du mit den Füßen bequem den Boden erreichst. So kannst du, falls du dich nicht sicher fühlen solltest, jederzeit einfach absteigen. Mit steigender Routine kannst du den Sattel Stück für Stück erhöhen.

Anderes Bike, anderes Sitzen

Fahrräder sind so unterschiedlich und individuell wie ihre Besitzer. Für ein Enduro-Mountainbike wählst du eine andere Satteleinstellung als für ein Renn – oder Trekkingrad. Beim Mountainbike geht es neben einem effizienten Tritt auch um Bewegungsfreiheit auf dem Fahrrad. Rennräder sind primär auf Geschwindigkeit ausgelegt, also ist die Sitzposition beim Rennrad sehr sportlich und ist auf Effizienz ausgelegt. Das heißt, die Sättel habe oft eine große Überhöhung im Vergleich zum Lenker. Ganz im Gegenteil zum Trekking-Fahrrad. Beim Trekkingbike gilt: Komfort ist King. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Fahrradgattungen, die alle ihre eigenen Ansprüche an die Satteleinstellung haben. Neben der richtigen Sattelhöhe gibt es aber auch noch andere Sattel-Einstellungen, die wichtig für ein beschwerdefreies Radfahren sind. Es können auch noch die Neigung des Sattels und die horizontale Position eingestellt werden. Bei falscher Einstellung kann es zu Beschwerden kommen.

Einstellen der richtigen Sattelneigung

Die Neigung des Sattels ist auch eine sehr individuelle Geschichte. Ist die Sattelneigung die Falsche, kann es auf längeren Touren passieren, dass dein Schambereich taub wird. Das kommt daher, dass zu viel Last auf deinem Dammbereich liegt. Das behindert die Blutzufuhr deiner Genitalien. Zwischendurch mal in den Wiegetritt zu wechseln ist eine temporäre Lösung. Auf lange Sicht solltest du die Einstellung deines Sattels allerdings überprüfen und anpassen.

Die Grundeinstellung des Sattels ist zunächst waagerecht. Um diese null Grad wirklich zu erreichen, empfehlen wir dir eine Wasserwaage. Lege diese einfach auf den Sattel und justiere den Sattel entsprechend.

Neigung einstellen bei Sattelstützen mit einer Klemmschraube

Bei Sattelstützen mit nur einer Schraube wird der Sattel durch eine Mehrfachverzahnung gehalten. Durch den Druck der Schraube ergibt sich eine stabile Verbindung. Willst du also den Winkel des Sattels verstellen, musst du die Klemmschraube so weit lösen, dass sich die Mehrfachverzahnung löst. Durch ein leichtes Anheben der Klemmplatten kannst du die Sattelneigung einfacher verstellen.

Neigung einstellen bei Sattelstützen mit zwei Klemmschrauben

Das Einstellen der Neigung bei Sattelstützen mit zwei Schrauben ist einfacher. Soll sich die Sattelnase nach unten senken, lockerst du einfach die hintere Schraube der Sattelklemmung ein wenig und ziehst die vordere Klemmschraube etwas fester. Soll sich die Sattelnase heben machst du es natürlich genau andersherum.

Einstellen der richtigen horizontalen Sattelposition

Rutschst du während der Fahrt immer mit dem Hintern nach vorne oder hinten, weil du das Gefühl hast der Sattel sitzt nicht richtig? Und auf langen Touren kommen Knieschmerzen hinzu? Eine Ursache dafür kann eine falsche Sattelposition sein. Neben der Höhe und der Neigung kannst du deinen Sattel auch horizontal verschieben. Doch wie findest du die richtige Sattelstellung?

Achte beim Verschieben des Sattels auf die auf dem Sattelgestell. Die Klemmung muss in diesem Bereich sitzen. Andernfalls werden die Hebelkräfte im Gestell zu groß und das Gestell kann brechen. Solltest du trotz maximaler Verschiebung des Sattels nach hinten immer noch zu weit vorne sitzen, gibt es auch Sattelstützen mit. Setback, bezeichnet den Versatz der Mittelpunkte von Stütze und Klemmung. Bei einer Sattelstütze mit 20 mm Setback sitzt die Klemmung also zwei Zentimeter weiter hinten als das Rohr der Stütze.

Neben den verschiedenen Einsatzgebieten der unterschiedlichen Räder gibt es natürlich auch persönliche Vorlieben. Die richtige Einstellung des Sattels ist also eine sehr individuelle Sache. So sind alle unsere zu betrachten. Für eine persönliche und individualisierte Beratung ist auch dein Fachhändler für dich da.

Einstellen der richtigen Sitzhöhe

Um die Ermüdung der Muskeln so lange wie möglich hinauszuzögern, ist die richtige Sattelhöhe wichtig. Ist der Sattel zu tief eingestellt, wird das Knie zu stark angewinkelt, das Risiko von Knieschmerzen erhöht sich. Außerdem ermüden die Muskeln schneller, da sie mehr arbeiten müssen. Deshalb ist es ratsam zuerst einmal die theoretisch richtige Sattelhöhe zu berechnen. Dazu misst du zuerst deine Schrittlänge.

Formel zur Berechnung der Sattelhöhe

Die Grundlage zur Errechnung der Sattelhöhe ist die Schrittlänge. Ist diese ermittelt, multiplizierst du sie mit 0,885. Der Abstand sollte diesem Maß entsprechen. Die Höhe des Sattels wird bei den meisten Fahrrädern durch das Hereinschieben oder Herausziehen der Sattelstütze angepasst. Löse dazu die Klemmschraube beziehungsweise den Schnellspanner an der Sattelrohrschelle mit einem Innensechskantschlüssel. Passe die Sattelhöhe an, mache eine Probefahrt und prüfe, ob dir die neue Einstellung zusagt.

RATGEBER : MTB-Sattel richtig einstellen – so geht’s

Sie wollen schmerzfrei, bequem und effizient auf dem Rad sitzen? Hier finden Sie die Anleitung zur passenden Sattelbreite, der Sitzhöhe und der richtigen Einstellung Ihres Mountainbike-Sattels.

Sitzpickel, Brennen und Taubheit am Po sind nicht nur nervig, sondern können auch gefährlich werden – besonders, wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist. Um die Problematik zu verstehen, müssen wir uns unseren Körper anschauen, besonders das Becken. Die Beckenknochen nehmen die Last des Körpers vollständig auf. Setzen wir uns, so wird die Last des Oberkörpers von den Sitzknochen getragen.

Vor dem Sattel-Einstellen muss man richtiges Modell finden

Im Verhältnis zum Körpergewicht ist die Auflagefläche der Sitzknochen sehr klein, etwa so groß wie ein 10-Cent-Stück. Dennoch können wir lange und schmerzfrei auf ihnen sitzen. Vorausgesetzt, wir haben uns an die Belastung gewöhnt. Deshalb sollte das Körpergewicht möglichst von den Sitzknochen abgefangen werden. Trotzdem kommt es abhängig von der Sitzposition und der Sattelbreite dazu, dass Teile des Körpergewichts von den Schambeinen und dem Dammbereich aufgenommen werden.

Fahrradsättel unterscheiden sich in Form, Breite, Polsterung und Material. Den passenden Sattel für sich und sein Bike zu finden, ist durch die riesige Auswahl am Markt nicht immer einfach. Unser großer Sattel-Vergleichstest mit 20 Modellen hilft bei der Kaufentscheidung.

Und da kommen wir wieder zur eingangs geschilderten Problematik: Druck auf dem Dammbereich kann zu Schmerzen und Taubheit führen. Das weitläufige Geflecht aus Nerven – und Blutbahnen im Damm sollte deshalb maximal entlastet werden. Wie das geht? SQlab-Geschäftsführer Tobi Hild hat die Antwort: „Breite, Polsterhärte, Hosen, Sattelform, dazu eventuell Sitzcreme.“

Der Sattel am Fahrrad sollte in der Breite den Sitzknochen angepasst sein, die Hose nicht zu dick gepolstert. Nur dann sitzt man auf den Sitzknochen, die die größte Last aufnehmen können. Die Gefäße, Nerven – und Blutbahnen im Dammbereich müssen entlastet werden, dafür sind Sattelneigung und Nachsitz zwei wichtige Faktoren.

Die wichtigsten Punkte bei Sattel-Kauf und Einstellung

    passende Sattelbreite bestimmen richtige Sitzhöhe ermitteln und einstellen Sattelneigung und Sattelflucht einstellen ideales Knielot ermitteln

Den Abstand der Sitzknochen kann man ganz einfach und schnell zu Hause ermitteln. Einfach ein Stück Wellpappe auf einen harten, flachen Stuhl oder Hocker legen, mit geradem Rücken draufsitzen, sich mit den Armen zusätzlich in Richtung Stuhl ziehen und danach den Abstand der Sitzknochenabdrücke ausmessen.

Die genaue Einstellung auf persönliche Bedürfnisse, die Körperproportionen und auf das eigene Bike ist mindestens so wichtig wie einen passenden Sattel zu finden. Nehmen Sie sich deshalb Zeit dafür!

Experten-Interview: Entscheidend ist die Sattelbreite

Florian Bissinger: Gegen dieses Bewusstsein kämpfe ich täglich. Viele Sportler denken, dass Schmerzen oder Taubheitsgefühle zum Biken dazugehören. Mit der richtigen Sattelbreite kommt das Aha-Erlebnis. Viele fragen sich: Wieso hab’ ich das nicht früher gemacht?

Florian Bissinger, Bikefitter bei waytowin: „Viele Sportler denken, dass Schmerzen oder Taubheitsgefühle zum Radfahren dazugehören – ein historischer Irrglaube.“

Ja, das gehört zum Daily Business. Wir nutzen Druckmessfolien beim Fitting, die über den Sattel gelegt werden. Dadurch sieht der Sportler sofort, wo Druck entsteht, und wie hoch er ist. Das ist ganz wichtig für die Kunden, da sie erst visuell verstehen, was wehtut, und wo Druck sein sollte und wo nicht.

Im Grunde ja. Wie haben wenige Kunden, die auf einen Standardsattel passen. Mit der Messung des Sitzknochenabstands wird allen klar, wie breit der Sattel sein sollte. Oftmals sitzen Sportler aber auf dem Damm, was schmerzhaft ist. Dadurch verpulvert man zudem Kraft, da die eingeleitete Energie aufs Pedal nicht das nötige Widerlager, den Sitzknochen, hat. Der Sportler schiebt sich förmlich nach links und rechts. Im richtigen Sattel steckt oftmals eine unerkannte Leistungsreserve.

Fahrrad: Sattel und Lenker einstellen – so sitzt du schmerzfrei und bequem auf deinem Rad

Mit den richtigen Einstellungen deines Lenkers und Sattels kannst du bequem und schmerzfrei auf dem Rad sitzen. Wie du dein Rad bestmöglich einstellst, erfährst du hier.

Mit den richtigen Einstellungen sitzt du auch über längere Strecken bequem auf deinem Fahrrad. Foto: lev dolgachov/colourbox. de

Je besser dein auf dich eingestellt ist, desto besser fährt es sich. und auf dem Rad zu sitzen, ist abhängig von den richtigen und Dazu gehören zum Beispiel eine passende Sattelhöhe, die richtige Lenkerlänge und die optimale Position von Sattel und Lenker.

So stellst du die richtige Sattelhöhe ein

Um deinen in die passende Höhe zu bringen, kannst du deine mithilfe deiner berechnen. Dafür misst du zunächst deine Schrittlänge; das ist die Strecke vom Fußboden bis zu deinem Schritt. Diese Länge du mit und erhältst somit die Der Abstand vom Sattel bis zum Tretlager – dort, wo die Pedalen am Rahmen sitzen – sollte der errechneten Länge entsprechen.

Oft wird der zu eingestellt, damit es an der Ampel beispielsweise möglich ist, im Sitzen einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Eine zu niedrige Sattelhöhe führt aber gerade auf schnell zu Ein Sattel führt hingegen dazu, dass du sehr auf dem Fahrrad sitzt und deine Hüfte nach rechts und links abknickt. Wenn du schnell und ohne Taschenrechner kontrollieren möchtest, ob die Sattelhöhe passt, kannst du einfach deine stellen – dein Bein sollte an unterster Position der Pedale gestreckt sein.

Der lässt sich in der Regel noch. Mit der Sattelposition kannst du den beeinflussen, der beim Treten in deinen Knien entsteht. Zum Einstellen setzt du dich am besten aufs Rad und stellst deine Pedale in waagerechte Position, also auf drei Uhr. Dein auf der Pedale sollte exakt liegen und diese sollte im 90°-Winkel zum Fußboden stehen. Das Lot von deiner Kniescheibe sollte also durch die Mitte deiner Pedale verlaufen. Solltest du den Sattel sehr weit nach vorne oder hinten verschoben haben, ist es ratsam, die noch einmal zu, denn diese beiden Einstellung stehen in Abhängigkeit zueinander.

So findest du die optimale Lenkerposition

Grundsätzlich ist der richtig eingestellt, wenn deinen ist und du keinen Rundrücken machst. Wie hoch und mit welcher den Lenker einstellen willst, hängt davon ab, wie aufrecht du auf dem Rad sitzen möchtest. Je die Neigung des Lenkers ist, desto sitzt du auf dem Rad. Damit bist du weniger anfällig bei und die auf Sattel und Lenker. Je du vorankommen möchtest, desto sollte deine Position sein.

Die sollte deiner entsprechen – also dem Abstand von einem Schultergelenk zum anderen. Ein zu Lenker kann gerade bei einer flachen Sitzposition zu und in den Schultern führen. Ein Lenker wird häufig beim Mountainbike gefahren. Dieser gibt gerade auf und. Stöße können mit größeren Muskelgruppen wie der Brustmuskulatur abgefangen werden.

Vorbei checken: Darauf musst du achten

Der verbindet die mit dem. Je länger der Vorbau, desto mehr wandert dein Körper Richtung Lenker, damit bekommst du mehr auf das Vorderrad und das Lenkverhalten ändert sich. Je der Vorbau ist, desto ist die Sitzposition; die Lenkung ist mit sehr kurzen Vorbauten eher sensibel und direkt. Ein zu Vorbau kann zu führen, da der Oberkörper zu gestreckt ist.

Fazit

Der Mensch ist individuell. Neben den hier vorgeschlagenen Einstellungen solltest du vor allem auf dein Körpergefühl achten. Probier einfach mal ein bisschen herum. Bei welcher Sitzposition fühlst du dich sicher und hast keine körperlichen Beschwerden. Manchmal ist es gewinnbringend, nach und nach Einstellungen zu verändern, um herauszufinden, ob sie dir guttun oder langfristig Schmerzen bereiten.

Fahrradsattel richtig einstellen: So geht es

Eine lange Radtour macht nur dann Spaß, wenn der Sattel sitzt. Doch welche Höhe ist die richtige? Diese Tipps helfen beim Einstellen des Fahrradsattels.

Das Wichtigste im Überblick

Damit die Radtour nicht zur schmerzhaften Tortur wird, gehört ein richtig eingestellter Sattel dazu. Wie das funktioniert, erklärt der Pressedienst Fahrrad (pd-f) in vier Schritten.

Schritt 1: Sattelneigung einstellen

Prüfen Sie zunächst, ob der Sattel waagerecht ist. Wichtig: Das Fahrrad muss dabei gerade stehen. Dafür brauchen Sie eine Wasserwaage und einen Innensechskantschlüssel oder ein Multitool. Damit wird die Verschraubung in der Sattelstütze gelöst. Die Wasserwaage kommt nun auf den Sattel, dieser wird ausgerichtet und wieder fest gezogen.

Wenn die Sattelspritze zu weit nach unten steht, müssen Rücken, Arme und Hände zusätzliche Stützarbeit übernehmen: Schmerzen sind die häufige Folge. Kippt man den Sattel weit nach hinten, kann man mit Fuß – und Rückenschmerzen sowie Verspannungen am Hüftbeuger rechnen.

Schritt 2: Die Fersenprobe

Nun hält eine zweite Person das Fahrrad fest, während Sie als Radfahrer probeweise aufsteigen. Alternativ können Sie sich an einer Wand abstützen. Während Sie sitzen, muss ein Pedal am tiefstmöglichen Punkt stehen. Nun stellen Sie die Ferse auf das Pedal und drücken das Knie durch. Erreichen Sie das Pedal nicht mit der Ferse, muss der Sattel tiefer gestellt werden. Ist dagegen das Knie bei dieser Fersenprobe noch leicht gebeugt, gehört er höher.

Das Problem an einem zu hoch eingestellten Sattel

Weil sich die Kraftübertragung leichter anfühlt und die Sitzposition „sportlicher“ wirkt, neigen vor allem ambitionierte Radfahrer:innen dazu, den Sattel etwas höher einzustellen. So verschiebt sich der Druckpunkt auf die Zehen oder die Fußspitzen. Dabei werden Nervenbahnen eingeengt, was taube Zehen verursachen kann. „Ein zu hoch eingestellter Sattel erhöht zudem den Druck im Genitalbereich, weil man versucht, durch eine Beckenrotation nach vorne die Probleme auszugleichen“, beschreibt Lothar Schiffner vom Ergonomiespezialisten Ergon.

Zu niedriger Sattel: Das passiert mit dem Körper

Bei einer zu niedrigen Sattelposition wird das Knie auf dem Fahrrad stark angewinkelt. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Gelenke, die Muskulatur ermüdet schneller. Selbst Schmerzen am Gesäß, der Wirbelsäule oder den Füßen können im zu niedrigen Sattel ihre Ursache haben.

Wann Sie den Sattel dennoch niedriger einstellen sollten

Eine zeitweise geringfügig niedriger eingestellte Sattelposition ist im Winter ratsam, da sie mehr Sicherheit bei Fahrten auf rutschigem Untergrund vermittelt.

Schritt 3: Den Sattel in der Höhe einstellen

Zum Verstellen der Sattelhöhe wird die Schraube oder der Schnellspanner an der Sattelstütze geöffnet und die Sattelstütze nach Bedarf hoch – oder runtergeschoben. Hat die Sattelstütze eine aufgedruckte Skala, können Sie die passende Einstellung schneller finden.

Außerdem ist die richtige Sitzhaltung wichtig: Wird Ihr Rücken beim Sitzen auf dem Rad rund, müssen Sie die Sattelposition nachjustieren. Dazu können Sie ausprobieren, wie sich die Haltung verändert, wenn Sie den Sattel am Gestell ein paar Millimeter nach vorne oder hinten ziehen. Im Idealfall ergibt die Wirbelsäule am Ende eine S-Form.

Schritt 4: Feinjustierung

Nun können Sie sich um Details wie die Sattelposition kümmern. Dafür wird die Tretkurbel waagrecht ausgerichtet. Sie steigen auf und nehmen die optimale Radelposition ein: Der Fußballen steht dabei auf Höhe der Pedalachse, das Knie ist am tiefsten Punkt leicht angewinkelt. Im Idealfall sollte nun das Lot von der Kniescheibe durch die vordere Pedalachse verlaufen.

Wenn das nicht der Fall ist, muss der Sattel am Gestell wenige Millimeter nach vorne oder hinten verschoben werden. Abschließend die Sattelhöhe nochmals überprüfen und beim Verschieben und Festziehen die waagrechte Neigung des Sattels beibehalten sowie die Schrauben nach den Drehmomentangaben anziehen.

Vorweg: Nicht jeder Hobbybiker muss wie ein Profi in einer aerodynamisch gebückten Haltung auf dem Rad sitzen. In dieser verkrümmten Haltung sind Schmerzen praktisch vorprogrammiert. Der Trend läuft in Richtung aufrechtere Oberkörperhaltung. Die Hersteller haben das erkannt und die Rahmengeometrien angepasst.

Die richtige Sitzposition setzt sich aus verschiedenen Kriterien zusammen. Klar ist: Ohne die richtigen Rahmenmaße ist eine ideale Sitzposition praktisch unmöglich. Weil sich eine allgemein gültige Regel zur Wahl der richtigen Rahmengröße schwer finden lässt, hilft da nur die Erfahrung des Fachhändlers bzw. eine exakte Körpervermessung im Bikeshop. Die folgenden Parameter für komfortables Sitzen auf dem Bike kannst du aber selbst korrigieren und einstellen.

1. Die richtige Körperhaltung Wer regelmäßig schnell fährt, kennt den Luftwiderstand. Deswegen solltest du beim Fahren immer deinen Oberkörper ruhig und den Kopf leicht nach unten geneigt halten.

2. Die Sattelhöhe Die richtige Sattelhöhe ist Grundvoraussetzung für eine optimale Umsetzung der Kraft, schont die Kniegelenke und ermög­licht schmerz – und ermüdungsfreies Biken über längere Distanzen. Die Einstellung: Die Kurbelarme werden­ auf die unterste Position (6-Uhr-Stellung) gedreht, du setzt dich mit Bikehose und – schuhen in den Sattel. Dann stellst du die Ferse aufs untere Pedal – jetzt sollte das Kniegelenk durchgestreckt sein ­(Becken darf nicht seitlich am Sattel abkippen). Am besten kannst du dich auch an folgender Formel orientieren: Innenbeinlänge (in cm) x 0,885.

3. Die Sattelstellung und – neigung Die Einstellung: Du setzt dich auf das Rad und bringst die Kurbeln in die Horizontale.­ Wenn ein Lot (Schnur mit Gewicht) von der Spitze der Kniescheibe die Mitte der vorderen Pedalachse trifft, ist die Sattelstellung richtig.

Der Sattel sollte exakt waagrecht stehen. Das ist auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition und passt für die meisten Biker.

4. Kurbellänge und Pedale Überprüfe, ob die Kurbellänge zu deiner Beinlänge passt! Gemessen wird die Kurbellänge Mitte Pedalachse zu Mitte Tretlagerachse. Kleinere Biker brauchen 170 mm lange Kurbeln, mittlere Größe verlangt nach 175 mm und wirklich große Biker greifen zu 180er-Kurbeln. Die Kurbellänge ist im Bereich des Pedalgewindes an der Innenseite des Kurbelarmes eingestanzt. Die Metalleinsätze (Cleats) an den Bikeschuhen müssen zur optimalen Kraft­übertragung genau unter den Zehenballen (Zehengrundgelenk) an der Schuhsohle montiert werden. Die Haltung des Fußes auf dem Pedal sollte der natürlichen Fußstellung im Stehen entsprechen, also meist Ferse leicht nach innen.

5. Sitzlänge und Lenkerhöhe So schaut‘s aus: Ein zu tief eingestellter Lenker erhöht den Druck auf die Hände, was zu Taubheitsgefühlen führen kann. Schulter – und Nackenmuskeln werden stärker beansprucht. Eine zu hohe Lenkerposition dagegen verlagert das gesamte Körpergewicht auf den Sattel, die Folge sind Sitzschmerzen.

Bei der Anpassung der Lenkerhöhe und der Vorbaulänge muss man also einen Kompromiss zwischen Sportlichkeit, Aerodynamik und Komfort finden. Wer eine aerodynamisch günstige Position anstrebt (Rennfahrer), braucht eine tiefe Lenkerstellung mit langem Vorbau. Allerdings sollte die Atmung während der Fahrt nicht behindert werden. Wer auf die Windschlüpfrigkeit nicht so viel Wert legt, kann einen kürzeren Vorbau etwas höherstellen.

Bei sportlichen Bikern sollte der Lenker etwa 20 bis 70 mm tiefer sein als die Satteloberkante, bei Fitness – und Tourenbikern ist der Lenker auf gleicher Höhe mit dem Sattel und bei gemütlichen Radlern liegt der Lenker 50 bis 100 mm über der Sattelhöhe.

Frauen auf dem Fahrrad Fahrradlenker hoch, Sattel runter!

Die Stellung des Fahrradlenkers muss passen, ansonsten leidet die Empfindsamkeit der Genitalregion auch bei Frauen, wie US-amerikanische Forscher der Universität Yale feststellten.

Freizeitradlerinnen sollten beim Fahrradfahren unbedingt die Radgeometrie richtig auf ihre Bedürfnisse einstellen lassen. Für die Studie der Universität Yale fuhren 48 Radlerinnen 16 Kilometer pro Woche mit verschiedenen Fahrradeinstellungen auf ihren Drahteseln. Die Forscher fanden dabei heraus, dass die Empfindsamkeit der Genitalregion bei den Studienteilnehmerinnen leidet, wenn die Lenkstange niedriger ist als der Fahrradsattel.

Aufrechtes Sitzen sorgt für die richtige Druckverteilung

Also, achten Sie auf die richtige Einstellung von Lenker und Sattel! Sie sollten beim Radfahren möglichst aufrecht sitzen, damit sich der Druck vor allem auf die Beckenknochen verlagert. Somit wird das weiche Genitalgewebe geschont, anderenfalls kann es zu einer Schädigung des genitalen Nervengewebes kommen. Generell gilt: Lenker hoch, Sattel runter!

Wählen Sie das richtige Sattelmodell

Vermeiden Sie zu viel Reibung durch den Sattel, dabei hilft Ihnen auch schon das richtige Sattelmodell! Unsere Empfehlung: Den bequemen Couchsattel mit Federung, anstatt den harten, schlanken Rennradsattel, der vielleicht besser aussieht, dafür aber so gut wie gar keine Dämpfung bietet. Wenn Sie diese Richtlinien beachten, sind Sie auch schon voll im Trend, denn die bequemen City-Cruiser dominieren allmählich die Straßen.

Weitere Artikel für dich

P. s. 1: „Sattel runter“ ist nur dann ein sinnvoller Ratschlag, wenn der Sattel zu hoch eingestellt ist. Die Sattelhöhe richtet sich ausschließlich nach der Beinlänge, wer den Sattel zu niedrig stellt tritt in die Pedale wie auf einem Kinderfahrrad und belastet die Knie. p. s. 2: nicht alle Menschen haben die gleichen Körperlänge/Beinlänge/Armlänge Verhältnisse, auch Frauen nicht. Das führt dazu, dass der eine mit Lenkerhöhe=Sattelhöhe gebückter fährt als der andere. Frauen haben im statistischen Durchschnitt(!) kürzere Arme als Männer, was sich natürlich auf die optimale Lenkerposition auswirkt. Das trifft aber nicht für jedes Individuum zu, sondern eben nur für den Durchschnitt. Wer lange Arme hat stellt den Lenker tiefer, und hat damit die gleiche Sitzposition wie jemand mit kurzen Armen und höhergestelltem Lenker. Da nützt eine Statistik wenig. Die eigenen Schuhe wählt man schließlich auch nicht nach dem Bevölkerungsdurchschnitt aus! p. s. 3: der „stack to reach“ Wert, mit dem man seine optimale Sitzposition grob schätzen kann, berücksichtigt Variationen der Beinlängen, aber leider nicht der Armlängen. Da hilft also nur selbst ausprobieren: Der Sattel bleibt wo er ist (die eigene Beinlänge ist nicht verhandelbar!) und nur der Lenker wird angepasst. Mit Lenkerhörnchen oder einem „Brezellenker“ kann man auch während der Fahrt seine Position ändern, wenn es auf Dauer unbequem wird. p. s. 4: Man kann seinen Sitzknochenabstand vermessen (lassen). Entweder bei bike-fitting-Fachleuten oder selbst mit einem Stück Wellpappe (Anleitungen dazu gibt es im Netz). Man kann ebenfalls Dämpfer, Federgabeln etc. auf das eigene Gewicht einstellen lassen. Das habe ich allerdings noch nicht getestet, da ich sowieso mal mit mehr, mal mit weniger Gepäck unterwegs bin. Persönliches: die 16km, die die Probandinnen der Studie pro Woche gefahren sind, fahre ich täglich, seit über 10 Jahren – mittlerweile auf einem selbst zusammengestellten Cross/Trekking/Reiseradhybrid. Da ich kein Auto besitze, fahre ich damit auch einkaufen und in den Urlaub, mehrtägige Touren ins Ausland (und offene Wunden durch einen zu breiten Sattel) inklusive. Ich habe schon sämtliche Einstellungen und zig verschiedene Sattelformen durchprobiert, und bin bei einem billigen, mittelschmalen Unisexsattel angekommen (ich bin rein zufällig durchschnittlich groß und durchschnittlich breit, und der „Standardsattel“ passt). Den Winkel leicht abschüssig einzustellen hat aber mehr ausgemacht als die letzten 3 neuen Sattel. Mein MTB ist seltener in Gebrauch, und da macht der Sattel nicht so viel aus (schmaler ist da besser, weil weniger im Weg), ich fahre damit nicht stundenlang in derselben Sitzposition. Es kommt also auch sehr auf die Verwendung des Fahrrads an! Wenn die Probandinnen nur auf 16km/Woche kamen, fuhren sie wohl nur zum Brötchenholen und zurück, da täte es auch ein Tretroller 😉

Frauen haben zwar *relativ zur Körpergröße* ein breiteres Becken, aber eine kleine Frau hat trotzdem keinen größeren Sitzknochenabstand als ein großer Mann. Zu breite Sattel können auch scheuern und noch mehr Probleme verursachen. Der Sattel muss individuell passen, es bringt nichts allen Frauen pauschal zu breiteren Satteln zu raten. Es rät auch niemand einem 2 m großen Mann zu einem möglichst kleinen Sattel, nur weil er rein statistisch ein schmaleres Becken haben sollte als eine gleich große(!) Frau. Das fände man zu Recht absurd. Aber meiner 1,54 m Cousine wird ein riesiger Sofa-Gelsattel angedreht und alle finden das normal. Die typischen gepolsterten Damensattel haben außerdem den Nachteil, dass die Sitzknochen drin einsinken und man im Endeffekt auf den Genitalien sitzt, aua. Das merkt man aber dank reduzierter Blutzufuhr erst nach 1-2 Stunden (bevorzugt während man irgendwo in der Pampa Pause macht und auf dem Foltergerät zurückradeln muss). Der Winkel des Sattels ist außerdem wichtig: jedem sollte klar sein, dass ein Sattel, dessen Vorderteil nach oben geneigt ist, auf Stellen drückt wo er nicht drücken sollte. Wenn man nun den Lenker tiefer als den Sattel gestellt hat, der Sattel aber waagerecht bleibt, hat das denselben Effekt (man denke sich eine Linie zwischen Sattelhöhe und Lenker, und den Winkel des Sattels selbst relativ dazu). Ich habe deshalb seit einer Weile meinen Sattel etwas „abschüssig“ montiert, also mit der Spitze nach unten geneigt, und es fährt sich schon viel bequemer, bei gleicher Höheneinstellung (Sattelhöhe = Lenkerhöhe). Und nein, ich rutsche nicht vorn über den Sattel weg 😉 Wenn man stattdessen den Lenker hochstellt, zeigt die Spitze des Sattels zwar relativ zum Lenker auch weiter nach unten, aber man verlagert auch insgesamt mehr Gewicht auf den Sattel, und das ist kontraproduktiv (die Kombination des Grauens für längere Strecken ist ein weicher, breiter Gelsattel, und ein extrem hoch eingestellter Lenker). Die genannte Studie hat das anscheinend nicht berücksichtigt, schade. Ich behaupte nicht, dass meine Lösung die einzige ist und für alle passt, aber man kann es mal ausprobieren bevor man den 10. Sattel kauft oder das Rennrad zum Hollandrad macht. Gegen gefederte Sattel spricht natürlich nichts (abgesehen vom Preis), wenn man allerdings schon auf einem vollgefederten Rahmen sitzt macht es m. E. nicht so viel Sinn.

Oh ja, das hab ich auch schon gehört. Ich wollte es kaum glauben, aber als ich mir so vor ungefähr einem dreiviertel Jahr oder Jahr ein neues Rad zugelegt und war dafür in dem Hamburger Laden von boc (www. boc24.de). Dort bin ich mit einer scheinbar belesenen weiteren Kundin ins Gespräch gekommen. War irgendwie verrückt, sich darüber zu unterhalten, aber sie hat mir auch geraten, darauf zu achten 🙂 Irgendwie schon drollig, die Sache. Aber ich hab es beherzigt. Maria: Leider war es kein Rennrad, sonst hätte ich vielleicht dazu noch mehr erfahren.

Wichtig ist, dass dein Rennrad genau auf deine Größe und Beinlänge eingestellt ist. Deine Sitzbeine sollten dein ganzes Gewicht tragen beim Fahren, um den Genitalbereich zu schonen. Das heißt, nicht zu weit vorne sitzen am Sattel. Männersattel sind schmäler geschnitten als Frauensattel, da das Becken der Frau breiter ist und somit die Sitzbeinhöcker weiter auseinander stehen. Sobald du ein Gefühl der Taubheit im Po oder im Genitalbereich spürst, ist das ein sicheres Indiz dafür, dass dein Rad nicht richtig eingestellt ist. Wichtig: Immer eine Fahrradhose tragen, das Polster beugt Druckstellen vor!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert