Critical mass – radfahren ist politisch

Doris und Peter leben gern in Wien – der lebenswertesten Stadt weltweit. Nur den Verkehr finden die zwei passionierten Allwetter-Radfahrenden nicht optimal. Deshalb fahren sie regelmäßig bei der Critical Mass mit. Aber, was ist die „CM“? Wofür steht die Fahrrad-Demo, die weltweit tausende Radfahrende auf die Straßen holt?

Saskia Bellem, geboren in Heidelberg, hat Ethnologie, Romanistik, Medienwissenschaft und Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und Schweden studiert. Nach Auslandsaufenthalten in England, Schweden, Namibia und Rumänien lebt sie seit 2007 als freie Journalistin, Übersetzerin und PR-Referentin in Wien. Sie spricht sieben Fremdsprachen und backt gerne Brot, und wenn sie nicht gerade radelt, rennt sie mit einem Hörbuch im Ohr durch die Gegend oder powert sich beim Pilates aus.

Die Critical Mass ist ein weltweites Phänomen. Sie schafft als Fahrraddemo ein Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität und setzt ein politisches Statement. Über den ganzen Erdball verteilt radeln an einem Freitag im Monat zigtausend Menschen mit. Die Route ändert sich jedes Mal. Eines ist immer gleich: Die Botschaft.

„Es ist eine politische Frage, wenn ich mir eine autofreie Stadt wünsche. In Amsterdam zum Beispiel gibt es keine Critical Mass, weil Radfahren dort einen viel höheren Stellenwert hat. Soweit sind wir in Wien noch nicht. Veränderungen brauchen hier lange Zeit.“, sagt Doris.

Critical mass – radfahren ist politisch

Wem „gehört“ die Stadt? Wem „gehört“ die Straße? Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

Anmerkung d. Redaktion: Die Fotografien zum Artikel stammen vom Hamburger Fotografen SEBASTIAN HOFER / click. inspired und wurden bei der Critical Mass in Berlin aufgenommen.

Vita, Info und Links zum Fotografen am Ende des Artikels.

Autofreie Städte – sind (k)ein Traum
Die Critical Mass wurde als verkehrspolitische Pro-Fahrrad-Bewegung erstmals 1992 in San Francisco ausgerichtet. Sie hat sich von dort aus als Demonstration weltweit verbreitet. In Vietnam nennt sich die Critical Mass – politisch korrekt – zum Beispiel „Positive Mass“. Nach Wien kam die Fahrrad-Demo 2006. Die Verkehrsregeln variieren von Land zu Land. Die Polizei begleitet die Menschen und gibt acht, dass es zu keinen Reibereien zwischen motorisiertem und nicht-motorisiertem Verkehr kommt. Keine Autos auf der Straße, nur Räder: ein Bild, das Doris gut gefällt.

„Die Critical Mass erlaubt einen Moment lang einen Ausblick in den Traum von der autofreien Stadt. Sie hat ihre Berechtigung, solange der Autoverkehr weiterhin dominiert. Und solange muss ich mich jeden Tag damit auseinandersetzen.“ Für Radfahrende heißt das im Allgemeinen: Im täglichen Straßenverkehr für andere mitzudenken, aufmerksam und vorausschauend zu fahren. Aber auch schmutzige Luft einzuatmen und Lärm auszuhalten gehört dazu.

Critical mass – radfahren ist politisch

Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

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Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

Das Fahrrad als Verkehrslösung
Die Bedingungen für Radfahrer findet Doris in Wien nicht optimal. Dabei ist das Fahrrad für sie und Peter die Lösung für ein nachhaltiges Verkehrskonzept und Leben. „Radfahren ist leise, gesund und schnell. Es ist günstig. Ich gebe im Jahr vielleicht 100 Euro mit Reparaturen und Ersatzteilen aus. Räder brauchen wenig Platz, produzieren keine Abgase, und das Fitness-Studio kann man sich auch sparen. Manchmal liegen die Lösungen direkt vor der Nase“, so Peter.

Peter fährt fort: „Die Critical Mass ist ein Schmelztiegel für Leute, die sich engagieren. Sie ist ein Teil der Radkultur in Wien.“ Für viele ist der Grund zur Teilnahme an der Critical Mass, dass man sichtbar ist und als Radfahrer guten Gewissens die ganze Straße einnehmen kann. Es entsteht ein Gefühl der Stärke und Zugehörigkeit – in jeder noch so kleinen Stadt!

Critical mass – radfahren ist politisch

Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

Critical mass – radfahren ist politisch

Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

Buntes Treiben auf der Straße für „Erwachsene“ und Kinder…
An der Critical Mass gefällt Peter, dass sie zeigt, wie vielschichtig Radfahren sein kann. Bei dem „kreativen bunten Treiben“ kommen Menschen mit gewöhnlichen und außergewöhnlichen Fahrrädern zusammen: Selbstgebaute Freakbikes und Tallbikes, robuste Cargobikes und schlanke Rennradklassiker, bunt beleuchtete Fatbikes, Soundbikes sorgen für Musik und vieles mehr.

Die Critical Mass kann auch unter einem bestimmten Motto oder zu einem besonderen Anlass stattfinden. Da geht es dann meist besonders spektakulär zu wie zum Beispiel Herbst-Lichterfahrten mit bunten Lichtkreationen, Halloween-Fahrten mit Verkleidungen oder Fahrrad-Hochzeits-Korsos… Mittlerweile hat sich auch ein eigener Kinder-Fahrrad-Korso etabliert – also eine Critical Mass für Kinder und deren Eltern. Der Name: „Kidical Mass“. Diese Kinder-Fahrrad-Demo findet zu familienfreundlichen Zeiten statt.

Critical mass – radfahren ist politisch

Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

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Foto © Sebastian Hofer / click. inspired

Zwischen Zwanzig und Zigtausend
Die größte Critical Mass in Wien zählte bis dato 600 Leute. In Berlin, London und New York können es auch schon mal weit über Tausend sein. Bei 4000 Leuten hörte man in New York einmal auf zu zählen… Allen gemein ist, dass die Citical Mass an allen Orten irgendwann mit sehr wenigen Teilnehmenden – vielleicht so 20 Personen – startete und auf das Engagement von ein paar wenigen lokalen Akteuren zurückgeht. Das bedeutet: Jede und jeder kann in seiner Stadt eine Critical Mass starten – auch du!

Https://www. bikecitizens. net/de/critical-mass-fahrrad-demo/

Verkehrsregeln in Großbritannien

Critical mass – radfahren ist politisch

Wer als Nicht-Brite im Vereinigten Königreich Auto fährt, muss sich vor allem an eines gewöhnen: den Linksverkehr. Falls Sie zum ersten Mal auf der Insel in einen Wagen steigen, sollten Sie zunächst kurz auf einer nicht so stark befahrenen Straße üben und sich mit der linken Fahrerseite vertraut machen, bevor Sie sich mit dem Mietwagen in den Verkehrstrubel stürzen.

Auch bei den Geschwindigkeitsangaben sind die Briten eigen: Statt Kilometer gelten Meilen. Zu den Verkehrsregeln in Großbritannien zählt ein Tempolimit von umgerechnet rund 112 km/h für PKW auf Autobahnen, für Wohnmobile sind es rund 96 km/h.

Bei der Promillegrenze sind die Briten ein wenig nachgiebiger: Für alle Autofahrer in England und Wales gilt eine Grenze von 0,8 Promille, die Schotten sind mit 0,5 Promille etwas strenger. Winterreifen sind nicht gesetzlich verpflichtend, stattdessen können aber an den Antriebsrädern Schneeketten angebracht werden, wenn die Straßen mit Schnee oder Eis bedeckt sind.

Welche Verkehrsregeln es in Großbritannien noch zu beachten gilt, finden Sie hier in der Übersicht zusammengefasst.

Höchstgeschwindigkeiten Promillegrenzen Gesetzliche Pflichten Parken in Großbritannien Tanken in Großbritannien Sonstige Infos zu den Verkehrsregeln in GB

1. Höchstgeschwindigkeiten in Großbritannien

2. Promillegrenzen in Großbritannien

Alle Kraftfahrzeugfahrer
0,8 Promille (0,5 Promille in Schottland)

3. Gesetzliche Verpflichtungen in Großbritannien

Kategorie Verpflichtung / Anforderung
Anschnallpflicht
/ Gurtpflicht
Gesetzliche Verpflichtung für alle Fahrzeuginsassen
Tagfahrlicht
/ Lichtpflicht
Keine gesetzliche Verpflichtung, wird aber ganzjährig empfohlen
Ersatzreifen Keine gesetzliche Verpflichtung zur Mitnahme eines Ersatzreifens oder Reparatursets
>Winterreifen Keine gesetzliche Verpflichtung und anstelle von Winterreifen können meist auch Schneeketten an den Antriebsrädern verwendet werden, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist.
Kindersitz Alle Kinder bis 135 cm Körpergröße oder unter 12 Jahren
Warnweste Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfohlen
Warndreieck Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfohlen
Verbandskasten Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfohlen
Feuerlöscher Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfohlen
Glühbirnen Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber empfohlen

4. Parken in Großbritannien

    Die Parkdauer in kostenfreien Kurzparkzonen, erkennbar an der gestrichelten gelben Linie am Straßenrand, ist üblicherweise auf eine halbe bis zu zwei Stunden limitiert. Eine durchgezogene gelbe oder rote Linie am Straßenrand bedeutet Parkverbot für die auf den Schildern angegebene Zeit. Eine durchgezogene gelbe Doppellinie am Straßenrand bedeutet generelles Parkverbot, eine durchgezogene weiße Doppellinie am Straßenrand signalisiert Halteverbot. Es darf nicht auf Bus-, Rad-fahrer und Straßenbahnspuren während der Betriebszeiten gehalten werden. Ein Halte – und Parkverbot gilt auf, vor und in den Bereichen nach Fußgängerübergängen.

5. Kraftstoffe in Großbritannien

Deutsche Bezeichnung Einheimische Bezeichnung Oktanzahl
Normal Benzin Bleifrei Unleaded 91
Super Benzin Bleifrei Premium unleaded 95
SuperPlus Benzin Bleifrei Super unleaded, Super plus unleaded 98
Diesel Diesel, Derv
Autogas (LPG) Autogas (LPG) 105 bis 115

6. Sonstiges zu den Verkehrsregeln in Großbritannien

    Die lokale Währung ist der englische Pfund Sterling mit einer ungefähren Umrechnung von
    0,88 GBP = 1,00 EUR. Es gilt Linksverkehr! In Großbritannien sind die meisten Kreuzungen mit Vorfahrtsschildern ausgestattet (Stop oder Give Way). In mehrspurigen Kreisverkehren gilt: Zum Verlassen des Kreisels an der ersten Ausfahrt die linke, ansonsten die rechte Fahrspur benutzen. Auf der Isle of Man sind Wohnanhänger nicht erlaubt. Das Rauchen im Auto ist in England und Wales verboten, wenn Minderjährige mit an Bord sind. Die Mitnahme eines Reservekanisters auf Fähren ist verboten. Gespanne dürfen auf Autobahnen nicht ganz rechts (also auf der schnellsten Spur) fahren.

Titelbildquelle: #70569197 | Urheber: © marinv – stock. adobe. com; #66137124 | Urheber: © Christian Müller – stock. adobe. com; #80450260 | Urheber: © kamasigns – stock. adobe. com

Ich leite die Redaktion von der Reisewelt und habe mich vor einigen Jahren unsterblich in die US-Westküste verliebt. Ich kann mich schwer zwischen Bergen und Meer entscheiden, überschätze mich gerne beim Wandern und bin immer auf der Suche nach den besten Food – und Konzert-Spots.

Https://www. billiger-mietwagen. de/reisewelt/grossbritannien/informationen-uk/verkehrsregeln-grossbritannien. html

Niemand weiß das: Wer in England neben dem Auto pinkelt, muss es berühren

Critical mass – radfahren ist politisch

Andere Länder, anderen Sitten: In Europa gibt es Verkehrsregeln, die hierzulande kaum jemand kennt. So darf in Bosnien eine bestimmte Bevölkerungsgruppe nachts nicht fahren. Und in Großbritannien müssen Sie die Hand am Auto lassen, wenn Sie mal kurz austreten.

Dass die Briten manchmal etwas „speziell“ sein können, ist bekannt. Bei einigen Verkehrsregeln im Vereinigten Königreich kann man als Außenstehender ins Staunen kommen: So gibt es eine eigenartige Regelung, wenn es um das Erleichtern der Blase während einer Autofahrt geht. Es ist erlaubt, dies an den Landstraßen zu tun. Allerdings nur, wenn man sich am Hinterreifen des eigenen Autos befindet und die rechte Hand auf dem Fahrzeug liegt. Diese Regel gilt nicht allein für Privatpersonen, sondern auch für Taxifahrer auf allen britischen Straßen, berichtet Reisereporter.

Bei Lärmbelästigung kennt die Schweiz keinen Spaß

In der Schweiz gibt es einige strenge Vorschriften, die Autofahrer wohl zu mehr Umsicht auf ihre Mitmenschen erziehen sollen. So ist es in Wohn – und Erholungsgebieten untersagt, die Autotür, die Motorhaube oder den Kofferraumdeckel laut zuzuknallen. Die Regelung gilt außerdem überall zwischen 22 Uhr abends und 7 Uhr morgens.

Verstöße gegen diese Regel können gerichtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Darüber hinaus wird das Aufheulen des Motors im Leerlauf, das Fahren in niedrigen Gängen oder zu laute Musik bestraft.

Auch in Spanien gibt es interessante Vorschriften für Autofahrer. Es ist allgemein bekannt, dass das Benutzen des Smartphones am Steuer in den meisten Ländern verboten ist. In dem südeuropäischen Land gibt es allerdings eine zusätzliche Einschränkung: Reisende dürfen während der Fahrt auch das Navigationssystem nicht bedienen. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld von bis zu 500 Euro.

Https://efahrer. chip. de/news/niemand-weiss-das-wer-in-england-neben-dem-auto-pinkelt-muss-es-beruehren_1013214

Kurioseste Verkehrsregeln weltweit

Critical mass – radfahren ist politisch

“Andere Länder, andere Sitten” heißt es so schön. Doch wer hätte gedacht, dass die auf der ganzen Welt bekannten Verkehrsregeln nicht überall gelten, bzw. es welche gibt, die auf den ersten Blick ganz absurd erscheinen?

Die einen dürfen nackig fahren, die anderen bei Regen nassgespritzt werden und wiederum andere müssen bei jedem Tier anhalten. Wenn man sich die Länder auf dem Globus anschaut, so findet man immer wieder erstaunliche Verkehrsregeln bei denen man nicht genau weiß, was man denken soll. Werfen Sie einen Blick auf unsere Auswahl der top 20 kuriosesten, außergewöhnlichsten und gleichzeitig auch lustigsten Verkehrsregeln weltweit.

1. Nicht trinken während des Fahrens – Zypern

Während des Fahrens haben wir oft das Bedürfnis nach einem kleinen Snack oder etwas zu trinken. Auf Zypern müssen sich Autofahrer etwas mehr zusammenreißen, denn hier ist beides während des Fahrens verboten. Nicht mal ein Schluck Wasser ist erlaubt. Bei längeren Strecken also lieber mal eine kleine Pause machen.

2. Handys dürfen im Drive-in nicht zum Bezahlen genutzt werden – Vereinigtes Königreich

Natürlich ist die Benutzung des Handys während des Fahrens allgemein verboten, doch wie schaut es in einem Drive-in aus? Tatsächlich wird in Großbritannien verlangt, dass der Motor aus und die Handbremse angezogen ist, um das Handy überhaupt in die Hand nehmen zu dürfen. Damit wird das Bezahlen mit dem Smartphone wesentlich komplizierter. Wir hoffen, dass niemand verhungert.

3. Fahrer müssen ihren eigenen Alkoholtester mit sich führen – Frankreich

Wir wissen es alle: Don’t drink and drive. In Frankreich sind Autofahrer verpflichtet, einen Alkoholtester mit sich zu führen, um sich vor Fahrtantritt zu testen. Die französische Regierung hofft, dass das Auto dann doch lieber stehen gelassen wird. Finden wir gut!

4. Nackt Autofahren ist erlaubt – Deutschland

Wer gerne den Wind auf dem Körper spürt, sollte nach Deutschland kommen. Hier gilt das Auto als “privater Raum” und damit ist nackt Auto fahren erlaubt. Nur beim Aussteigen sollten sich die Autofahrer wieder etwas überziehen, denn in diesem Fall betreten sie wieder den öffentlichen Raum – und da ist Nacktsein nicht erlaubt.

5. Das Fahren in einem schmutzigen Auto ist untersagt – Russland

Wenn Sie in Russland unterwegs sind und ihr Auto schmutzig ist, müssen Sie damit rechnen, von der Polizei angehalten und mit einem Bußgeld belegt zu werden. Es ist gesetzlich untersagt, einen dreckigen Wagen zu fahren. Was genau als sauber oder dreckig gilt, entscheiden die Polizisten vor Ort.

6. Sonntags ist das Waschen eines Autos verboten – Schweiz

Sonntag ist Ruhetag und das gilt in den meisten christlichen Ländern. Das gilt auch für die Schweiz. Dementsprechend ist unter anderem auch das Auto waschen verboten. Lieber also einen anderen Tag dafür auswählen.

7. Vor dem Losfahren, muss man sich versichern, dass sich unter dem Auto niemand befindet – Dänemark

Der Preis für das skurrilste Gesetz geht nach Dänemark, wo Autofahrer verpflichtet sind, vor der Fahrt nach Leichen unter ihrem Auto zu suchen – nein, nicht nach Leichen, sondern nach Kindern, die dort schlafen oder sich verstecken könnten.

8. Tiere haben immer Vorfahrt – Südafrika

Nicht immer kommt uns ein Auto entgegen. In Ländern wie Südafrika kann es auch mal passieren, dass ein Pferd, ein Esel oder ein Schwein den Weg versperrt. Autofahrer müssen Tieren, die die Straße überqueren, Vorfahrt gewähren. Sie dürfen nicht schneller fahren oder sie absichtlich anfahren.

9. Frauen dürfen nicht mit einem Hausmantel Auto fahren – California

In Kalifornien ist ein schnell-mal-im-Bademantel-ins-Auto-steigen-um-etwas-zu-besorgen nicht drin. Da muss man sich schon die Zeit nehmen, um sich etwas “richtiges” anzuziehen, sonst droht ein Bußgeld.

10. Fußgänger dürfen nicht nass gespritzt werden – Japan und Vereinigtes Königreich

Wir kennen es alle, es regnet in Strömen und Pfützen bilden sich am Straßenrand. Da kann es mal passieren, dass man den einen oder anderen Fußgänger beim Vorbeifahren nass spritzt. In Japan und dem Vereinigten Königreich gibt es dafür allerdings hohe Strafen. Also lieber langsam und vorsichtig durch den Regen fahren.

11. Endet das Nummernschild auf 1 oder 2, ist das Fahren montags verboten – Philippinen

Jeden Tag mit dem Auto fahren, wohin man gerade Lust hat? Für viele Menschen ist das selbstverständlich. Nicht auf den Philippinen: Wenn das eigene Nummernschild auf den Ziffern 1 oder 2 endet, gilt für das Fahrzeug montags ein Fahrverbot.

12. Ein Feuerlöscher muss immer im Auto mitgeführt werden – Bulgarien

Sicher ist sicher. In Bulgarien muss man auf alles vorbereitet sein. So sind neben Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten auch ein Feuerlöscher im Auto mitzuführen. Man weiß ja nie.

13. Hunde dürfen nicht auf dem Dach mitgeführt werden – Alaska

Woher dieses Gesetz kam, ist nicht bekannt, aber in Alaska ist es verboten, Hunde auf dem Autodach anzuleinen. Wir fragen uns, warum sollte jemand das tun wollen?

14. Kamele haben immer Vorfahrt – Emirate

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Kamele ein wichtiges Statussymbol. Der Respekt vor den Huftieren geht so weit, dass sie auf Durchgangsstraßen immer Vorfahrt haben. Dieses Gesetz wurde zwar nicht verschriftlicht, aber es wird trotzdem von den Bewohnern eingehalten.

15. Aus dem Auto darf nicht auf Tiere geschossen werden, es sei denn es handelt sich um Wale – Tennessee

Kaum zu glauben, aber wahr: Im Staat Tennessee dürfen Autofahrer nicht aus ihrem Fahrzeug auf ein Tier schießen, es sei denn, es ist ein Wal. Und das dürfte gerade in Tennessee eher unwahrscheinlich sein. Liegt der Bundesstaat doch mitten im Inneren der USA – weit und breit ist kein Meer zu sehen.

16. Polizisten können Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 30km/h mit bloßem Auge erkennen – Österreich

Gut geschult sind die Augen österreichischer Polizisten, denn ihnen entgeht kein zu schnelles Auto, vorausgesetzt die Geschwindigkeitsübertretung ist nicht höher als 30km/h. Entsprechend können sie dieses Verstoß ahnden.

17. Das Rauchen im Auto ist in Anwesenheit von Kinder unter 12 Jahren verboten – Griechenland

Generell sollte man im Auto nicht rauchen, wenn Kinder anwesend sind. Dass das jedoch in Griechenland in Anwesenheit von Kindern ab 12 Jahren erlaubt ist, finden wir eigenartig.

18. Bezahlen des Strafzettels innerhalb der ersten 20 Tage reduziert die Strafgebühr auf 50% – Spanien

In Spanien sollte man schnell sein, wenn man sich einen Strafzettel eingeholt hat. Bezahlt man diesen innerhalb von 20 Tagen, ist die Strafgebühr nur noch halb so teuer. Sehr zuvorkommend.

19. Pinkeln nur am Hinterrad erlaubt und nur mit Abstützen der rechten Hand – Vereinigtes Königreich

Natürlich kann es sein, dass man mal beim Autofahren muss. Da wird rechts rangefahren und ein Baum oder ähnliches gesucht. Nicht so im Vereinigten Königreich, denn dort darf man nur am Hinterrad pinkeln. Achtung Linkshänder, das obligatorische Abstützen am Auto ist nur mit der rechten Hand erlaubt.

20. Es ist verboten für Fußgänger anzuhalten – China

Wenn ein Fußgänger vor Ihnen auf die Straße läuft, was tun Sie dann? Wahrscheinlich eine Vollbremsung hinlegen. In China ist dies jedoch illegal. Wenn Sie sich moralisch korrekt verhalten und Ihr Bestes tun, um den Fußgänger nicht zu überfahren, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen, weil Sie angehalten haben.

Https://www. carwow. de/ratgeber/verkehr/kurioseste-verkehrsregeln-weltweit

Offizieller Leitfaden zum sicheren Fahren in England

Mit fast 35 Millionen Fahrzeugen, darunter ca. 29 Millionen Pkws, sind britische Straßen viel voller als die Straßen in Kontinentaleuropa. Trotzdem gelten die gleichen Regeln wie beim Autofahren auf deutschen Straßen – selbstverständlich bis auf den Linksverkehr. Linksverkehr sorgt bei vielen Fahrern für Unwohlsein und kann einige sogar entmutigen, Großbritannien mit dem Auto zu besuchen und zu erkunden. Dabei besteht kein Grund zur Sorge, wenn man sich an eine paar kleine Verhaltensregeln hält.

Im Linksverkehr

Behalten Sie Fußgänger, Fahrradfahrer und Motorradfahrer im Auge und merken Sie sich, dass diese oft in Ihrem toten Winkel sind, vor allem wenn Sie mit ihrem eigenen Wagen (mit dem Lenkrad auf der rechten Seite) unterwegs sind. Besondere Vorsicht ist bei Kreuzungen und kurzen Stopps geboten (wie zum Beispiel an der Tankstelle), da man in diesen Situationen aus Gewohnheit dazu neigt, die Fahrt auf der rechten Spur aufzunehmen.

Kreisel sind in Großbritannien weit verbreitet und der Verkehr kommt von rechts und führt im Uhrzeigersinn um den Kreisel. Alle Fahrzeuge, die von rechts kommen, haben Vorfahrt. Im Kreisverkehr sollten Sie kurz vor Ihrer Abfahrt links blinken. Achten Sie auf andere Fahrer und lassen Sie ihnen genügend Platz.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Im Vereinigten Königreich werden „imperiale Maßeinheiten“ auf Straßenschildern angezeigt. Alle Tempolimits werden in Meilen pro Stunde (1 Meile = 1.61 Kilometer) und Yards (1 Yard = 0.91 Meter) dargestellt. Die Einheiten während des Fahrens umzurechnen kann schwierig sein. Es ist um einiges einfacher, sich die nationalen Geschwindigkeitsbeschränkungen für Autos und Motorräder zu merken. Auf Autobahnen ist das Tempolimit zum Beispiel 112km/h beziehungsweise 70mph, auf Landstraßen dürfen Sie mit 96km/h beziehungsweise 60mph unterwegs sein. Das Tempolimit wird auf britischen Straßen nur selten angezeigt und Schilder findet man nur, wenn die Geschwindigkeit von der “Standard Geschwindigkeit” der jeweiligen Straße variiert.

Fahrverhalten

Britische Autofahrer haben es nicht gerne, wenn man versucht, eine lange Warteschlange zu umgehen, indem man sich mit dem Auto erst spät einreiht. Im Zweifelsfall werden Sie von den anderen Fahrern nicht vorgelassen und sogar eventuell extra blockiert.

Weitere Informationen zu Straßenschildern, Fahren in London und juristischen Anforderungen finden Sie in dem detaillierten Leitfaden zum sicheren Fahren im Vereinigten Königreich des britischen Fremdenverkehrsamtes.

Https://www. expat-news. com/recht-steuern-im-ausland/offizieller-leitfaden-zum-sicheren-fahren-in-england-25759

An diese Geschwindigkeit in England sollten sich Urlauber halten

Wer einen Führerschein hat, möchte unter Umständen auch gern einmal mit dem eigenen Auto in den Urlaub fahren. Schließlich hat es große Vorteile, wenn man in einem fremden Land mit einem bekannten Gefährt die Strecke etwa vom Hotel bis in die nächste Stadt zurücklegen kann. Wichtig ist dabei, die gängigen Verkehrsregeln vorab zu studieren. Im Folgenden soll es um die Vorschriften zur Geschwindigkeit in England gehen.

FAQ: Geschwindigkeitsbegrenzung in England

Auf einer Autobahn in England dürfen Sie maximal 70 mph bzw. 112 km/h fahren.

Unterschieden wird in Land – und Schnellstraßen. Auf Landstraßen dürfen Sie 60 mph (etwa 96 km/h) und auf Schnellstraßen 70 mph (etwa 112 km/h) fahren.

Ja, die Geschwindigkeit, die in England auf den Verkehrszeichen angegeben wird, müssen Sie mit dem Faktor 1,6 multiplizieren und damit in Miles per Hour umrechnen. Hier haben wir ein Beispiel für Sie erstellt.

Geschwindigkeit in England auf der Autobahn

Critical mass – radfahren ist politisch

England: Die erlaubte Geschwindigkeit auf der Autobahn liegt bei 112 km/h.

Vorab sollten Sie wissen, dass für die Messung der Geschwindigkeit in England andere Einheiten verwendet werden als in Deutschland. Während das Tempo hierzulande in Kilometern pro Stunde (km/h) angegeben wird, sind es in unserem Nachbarland Miles per Hour (Mph). Der Umrechnungsfaktor ist 1,6. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:

    Auf einer Straße in England gilt ein Tempolimit von 60 mph. Dann rechnen Sie 60 x 1,6. Das ergibt 96. Auf dieser Strecke dürfen Sie also 96 km/h fahren.

Nun wissen Sie, wie Sie die Geschwindigkeit in England Umrechnen müssen, damit Sie weder viel zu schnell oder zu langsam fahren. Welches Tempo ist also auf der Autobahn erlaubt? Mit dem PKW sind maximal 70 mph bzw. 112 km/h auf Autobahnen erlaubt.

Tempolimit innerorts sowie auf Schnell – und Landstraßen

Wie in Deutschland ist die Geschwindigkeit in England Je nach Art der Strecke anders geregelt. So gilt Innerhalb von Ortschaften eine andere Bestimmung als etwa auf Autobahnen. Konkret dürfen Sie:

Übrigens wird in einigen Teilen Englands eine PKW-Maut erhoben. Das trifft bspw. auf den Autobahnabschnitt M6, die Städte London und Durham sowie auf einige Tunnel und Brücken zu.

Geschwindigkeit in England für LKW und Wohnmobile

Critical mass – radfahren ist politisch

Die Höchstgeschwindigkeit in England für LKW richtet sich u. a. nach der Anzahl der Fahrspuren.

Für schwere LKW ab 7,5 t zGM hängt die maximal erlaubte Geschwindigkeit in England u. a. davon ab, wie viele Fahrspuren für eine Richtung vorhanden sind. Gibt es nur Eine Spur für jede Richtung, sind Außerorts 50 mph bzw. 80 km/h erlaubt. Sind Zwei Spuren für jede Richtung vorgesehen, dürfen Sie mit einem schweren LKW in England 60 mph bzw. 96 km/h fahren. Auf einer Schnellstraße Dürfen Sie ebenso schnell fahren.

Auf der Autobahn dürfen LKW über 7,5 t zGM höchstens mit 60 mph, also 96 km/h unterwegs sein.

Leichte LKW bis zu 7,5 t zGM dürfen auf der Autobahn mit einer Geschwindigkeit in England fahren, die auch für PKW zulässig ist: 70 mph bzw. 112 km/h sind erlaubt.

Auf einspurigen Landstraßen sind 80 km/h für LKW bis 7,5 t zGM erlaubt, auf Schnellstraßen 96 km/h.

Die Geschwindigkeit in England für Wohnwagen unterscheidet sich zu der von PKW erst ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t. Dann sind außerorts, also auf Landstraßen, nur 50 mph bzw. 80 km/h statt 60 mph erlaubt. Auf der Schnellstraße gelten dann 60 mph, also 96 km/h. Auf der Autobahn sind weiterhin 70 mph bzw. 112 km/h erlaubt.

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Https://www. bussgeldkataloge. de/geschwindigkeit-england/

Darf man im Vereinigten Königreich auf der Straße Rad fahren

Das ortsübliche Swaledale-Schaf begegnet dem Radfahrer an allen möglichen Stellen: auf der Weide, der Straße, am Hausdach – hier als Attrappe.

Zwischen Schafen, Moorland und blumengeschmückten Dörfern wird die Tour de France 2014 in den englischen Yorkshire Dales eröffnet. Dass es hier nur Hügel gibt, wie die Einheimischen behaupten, ist britisches Understatement – die Gegend ist ideal für Fahrrad-Verrückte.

Im Radgeschäft in York hatten sie einen gewarnt, nur war der Hinweis zu dezent britisch. „It’s a bit hilly.“ Pah! Hügel? Wo mir doch Stuart Price vom Dales Bike Centre auch noch sein Super-Rennrad überlässt, das für 2700 Euro, „ganz leicht, heb mal an“. Es ist tatsächlich so leicht, dass mich kurze Zeit später, auf der Strecke, jeder Windstoß von der Seite in die Fahrbahnmitte zu werfen droht, was aber nicht das Problem ist. Das Problem ist die fehlende Kraft in den Oberschenkeln. Stuart Price zieht los, bergan nicht mehr im Sattel sitzend, sondern auf den Pedalen stehend. Der Rest der Gruppe hat Mountainbikes, und die, die als letzte oben ankommt, wird mit „well done“ von Price empfangen. Passt, man fühlt sich genauso: völlig durch.

Wer zu schnell fährt, fliegt aus der Kurve

Die Yorkshire Dales, sie sind ein Traum für Radfahrer, denen Steigungen nichts ausmachen, oder die es sich zumindest nicht anmerken lassen – enge, tief eingeschnittene Täler, Dales eben, in denen Flüsse fließen, nach denen die Täler dann meist auch benannt sind. Zwar reichen die Hügel nur bis auf 700 Höhenmeter, die Pass-Straßen liegen noch darunter – aber die Anstiege haben es manchmal in sich. In der Landschaft, die nicht mehr ganz so junge Seriensüchtige noch aus „Der Doktor und das liebe Vieh“ kennen, liegen Dörfer, deren Bewohner um den schönsten Blumenschmuck zu konkurrieren scheinen und die mindestens eine Gastwirtschaft haben, die entweder Schwarzer Schwan heißt oder nach einem Rennpferd oder Bullen benannt ist.

Unten, auf saftigem Gras, weiden zwischen Trockensteinmauern schwarz-weiße Kühe und die Swaledale-Schafe, die weiß sind, aber ein Gesicht haben, das aussieht, als hätte man ihnen eine schwarze Maske zwischen die geschwungenen Hörner gezogen und dabei einen Ring um die Augen ausgelassen. Oben ist die Natur sparsamer. Hier, im Moorland, wachsen Hartgräser und Heidekraut, das im August die Landschaft lila färbt, dem Moorschneehuhn aber auch keinen Schutz mehr bieten kann, wenn ab dem Glorious Twelfth, dem 12. eben dieses Monats, die Jäger anrücken.

Der August wäre also ein spannender Monat für Besucher. Doch Stuart Price erwartet seine besonderen Gäste im Juli, am 5., und wer sie sehen möchte, dem empfiehlt er auf seiner Internetseite wärmstens, bereits am Mittwoch oder Donnerstag anzureisen, keinesfalls erst am Freitag, weil dann all die schmalen, gewundenen Straßen zu ihm nach Fremington an der Swale verstopft sein werden. Die Tour de France, die häufig außerhalb Frankreichs startet, wird in diesem Jahr in Yorkshire eröffnet, und die erste Etappe geht durch die Dales, hinauf auf drei Anhöhen – Kidstones Pass, Buttertubs Pass und Grinton Moor. Letztere liegt hinter dem Haus von Stuart und Brenda Price – und die Kurven, die zu ihr führen, sind nicht ohne. Zumindest für den Laien. Im Tour-de-France-Profil sind sie als Steigungen der vierten und dritten Kategorie vermerkt, relativ einfache Bergwertungen. Stuart warnt trotzdem: „Wer bei uns zu schnell runterfährt, den wirft es aus der Kurve.“ Mancherorts, vor besonders steilen Abhängen, sind sogar Hinweise auf die Straße gemalt, die zum Langsamfahren mahnen. Die Zuschauer werden sich vor seinem Haus auf die Füße treten.

Start der Tour de France

Mumien, Oldies und ein neues deutsches Team

Seit fünf Jahren betreiben die beiden 42-Jährigen in den Dales einen Fahrradverleih. Man muss kreativ sein im Hügelland, wo es nicht viel Arbeit gibt abseits der Bauernhöfe, wo das Leben immer schon hart war. Früher mussten die Menschen in Bleiminen schuften, die schon von den Römern genutzt worden waren. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebten auch die Arbeiter in den Dales, dem Land der Gutsherren und Großgrundbesitzer, einen kurzen Anflug von Wohlstand. Mit Weberei ließ sich Geld verdienen, bis die Textilindustrie in die Städte zog, wo ein Heer an noch willigeren, billigeren Arbeitskräften zur Verfügung stand. Heute leben in den Dales gerade noch rund 18 000 Menschen – viel Platz für Erholungssuchende.

Https://www. sueddeutsche. de/reise/radfahren-in-den-yorkshire-dales-miles-und-moore-1.2025528

Ein Leitfaden für den Linksverkehr

Critical mass – radfahren ist politisch

Der Urlaub ist gebucht, die Koffer sind im Auto verstaut, die Vorfreude auf die Rundreise durch England oder Schottland steigt! Mit ihr aber auch die Aufregung vor der Fahrt auf der „falschen“ Seite? Mit unseren Tipps für den Linksverkehr in Großbritannien möchten wir Euch die Angst nehmen, denn mit etwas Konzentration schafft jeder die Umstellung.

Zudem ist das Verhalten der Briten am Steuer glücklicherweise sehr rücksichtsvoll und defensiv: Sobald sie ein ausländisches Kennzeichen sehen, passen die meisten ihre Fahrweise auf einen möglicherweise im Linksverkehr ungeübten Fahrer an.

Critical mass – radfahren ist politisch

Die erste Fahrt im Linksverkehr

Bevor Ihr die Fähre verlasst, schaut Euch zusätzlich zur späteren Unterstützung durch das Navi Eure Fahrtroute noch einmal genau an, damit Ihr Euch während der Fahrt voll und ganz auf das Linksfahren konzentrieren könnt. Denkt daran, Eure Scheinwerfer umzustellen, denn die Scheinwerfer der deutschen Autos sind so eingestellt, dass sie den rechten Fahrbahnrand gut ausleuchten. Damit blendet Ihr aber im Linksverkehr entgegenkommende Fahrzeuge. Nach der Fahrt von der Fähre folgt Ihr am besten zunächst einfach dem Beispiel Eures Vordermanns. So können erste Unsicherheiten abgebaut werden und man kommt nach und nach in den Fahrfluss im Linksverkehr.

Critical mass – radfahren ist politisch

Linksverkehr – was bedeutet das genau?

Es bedeutet, dass Ihr unbedingt auf der linken Straßenseite fahrt und immer auf der bzw. von der rechten Seite überholt. Auf mehrspurigen Straßen und auf der Autobahn fährt man daher auch so weit wie möglich links: Wenn also in Deutschland der langsamere Fahrer in der rechten Spur fährt und von links überholt wird, ist es in Großbritannien genau umgekehrt. Da dort in Fahrtrichtung links geparkt wird, müsst ihr beim Aussteigen aus dem Auto bewusst nach rechts schauen, denn dort fließt der Verkehr. Behaltet Fußgänger, Fahrradfahrer und Motorradfahrer genau im Auge und merkt Euch, dass diese oft im toten Winkel sind, wenn Ihr in einem deutschen Auto mit dem Lenkrad auf der linken Seite unterwegs seid.

Ein Tipp: Befestigt Euch zumindest für die Zeit der Eingewöhnung einen kleinen roten Pfeil der nach Links unten zeigt vor Euch unten an der Windschutzscheibe. So werdet Ihr daran erinnert, wo die richtige Spur ist. Solche Pfeile kann man als Aufkleber in Großbritannien kaufen oder sind zuhause fix selber gebastelt.

Critical mass – radfahren ist politisch

Abbiegen und Orientierung im Linksverkehr

Achtung geboten ist beim Abbiegen. Anstelle der in Deutschland üblichen Linksabbiegerspur gibt es in Großbritannien eine Rechtsabbiegerspur. Beim Abbiegen ist aufmerksames Fahren besonders wichtig, damit man nicht aus Gewohnheit versehentlich auf die falsche Straßenseite abbiegt bzw. einbiegt. Auch nach kurzen Stopps an einer Raststätte oder Tankstelle müsst Ihr ganz bewusst darauf achten, die Fahrt auf der linken Straßenseite wieder aufzunehmen. Aus Gewohnheit tendieren deutsche Autofahrer außerdem dazu, zu weit Links zu fahren, weil man sich optisch am links gelegenen Mittelstreifen orientiert. Wir sind es zudem gewohnt, dass links von uns das Auto endet und man zum rechten Rand Platz lassen sollte. Übertragt diese Neigung zur Orientierung an der Straßenmitte am besten direkt auch auf den Linksverkehr und haltet Euch an den dort rechts von euch befindlichen Mittelstreifen. Andernfalls könnte Euch leicht der eine oder andere Außenspiegel von am linken Rand parkenden Fahrzeugen zum Opfer fallen.

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Vorfahrt beachten

Hier gibt es einen großen Unterschied zur deutschen Straßenverkehrsordnung: Die Rechts-vor-Links Regel gibt es in Großbritannien nicht! Die Vorfahrt wird in den meisten Fällen durch Verkehrszeichen gewährt – sogenannte „Give way“ Verkehrszeichen. Sollte kein Zeichen vorhanden sein, kommt das berühmte defensive Fahren der Briten zum Einsatz und man klärt die Situation durch Handzeichen.

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Links fahren im Kreisverkehr

In Deutschland fährt man gegen den Uhrzeiger Sinn nach rechts in den Kreisverkehr ein – in Großbritannien ist es umgekehrt: Der Verkehrsfluss verläuft nach links mit dem Uhrzeigersinn. In Kreisverkehren ohne Ampelsystem hat daher der von rechts Kommende Vorfahrt. Ein Vorteil dabei ist, dass man in einem deutschen Fahrzeug mit dem Fahrer auf der linken Seite den von rechts kommenden Verkehr besser einsehen kann. Bei mehreren Spuren sind die linken für Linksabbieger der ersten Ausfahrt vorgesehen. In der Mitte hält man sich auf, wenn man bei der mittleren Ausfahrt ausfahren möchte. Auf der rechten Spur fädelt sich ein, wer sich am längsten im Kreisverkehr bewegt und eine späte Ausfahrt nehmen will. Steuert am besten gleich die richtige Spur an und bleibt dort. Das Verlassen des Kreisverkehrs ist auch in Großbritannien durch rechtzeitiges Blinken anzuzeigen.

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Ein abschließender Tipp für Euch: führt Euch auch nach einigen Stunden Fahrpraxis im Linksverkehr immer wieder einmal vor Augen, dass Ihr Euch im Linksverkehr befindet, damit Eure Aufmerksamkeit nicht nachlässt. Umfassende Informationen zum sicheren Fahren in Großbritannien findet Ihr auf der Internetseite des Fremdenverkehrsamts VisitBritain.

6 thoughts on “Ein Leitfaden für den Linksverkehr”

In England darf man am rechten Straßenrand (also gegen die Fahrtrichtung) parken – Das ist keine gute Idee – man fährt am nächsten Morgen auf der falschen Seite los. Ich habe immer gewendet und nur in Fahrtrichtung geparkt.
Wer zum ersten mal einen Urlaub in England gemacht hat sollte nicht Unterschätzen die Situation wenn er wieder auf dem Kontinent rechts fahren muss.

DFDS sagt:

Hallo Friedrich,
Vielen Dank für deine Ergänzung, das ist sehr wertvoll.

Wichtiger Hinweis: Im Gegensatz zu Deutschland blinkt man in Großbritannien auch wenn man im Kreisverkehr bleibt. Highway Code Section 186. Dann natürlich rechts!
„Zudem ist das Verhalten der Briten am Steuer glücklicherweise sehr rücksichtsvoll und defensiv“ – das habe ich bei meinen ersten Reisen auch so erlebt. Vor 30 Jahren. Inzwischen hat sich das deutlich geändert. Da geht es mindestens so aggressiv zu wie in Deutschland. Ich bin seit vielen Jahren regelmäßig in Großbritannien unterwegs und da fällt mir diese Tendenz schon sehr stark auf.
Was ich wirklich toll finde in Großbritannien: es gibt an Kreuzungen und in einigen Sektionen der Kreisverkehre gelb schraffierte/karierte Flächen. Box Junction. Dort bleibt man auf keinen Fall stehen. Daran hält sich jeder. Also auf keinen Fall (wie leider in Deutschland sehr verbreitet) noch bei Gelb „rüberhuschen“ obwohl klar ist, dass man auf der Kreuzung zu stehen kommen wird.

Danke für die Einführung. ..fahren nächste Woche zum ersten Mal nach England mit dem Auto. Schon etwas angespannt hoffen wir mal das alles klappt. Aber schon mal Danke für das gute Erklären.

Https://blog. dfds. de/ein-leitfaden-fuer-den-linksverkehr/

Darf man im Vereinigten Königreich auf der Straße Rad fahren

Critical mass – radfahren ist politisch

Aug 28, 2023

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